{"id":363,"date":"2023-12-21T08:33:48","date_gmt":"2023-12-21T07:33:48","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=363"},"modified":"2026-01-17T14:03:19","modified_gmt":"2026-01-17T13:03:19","slug":"johannes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=363","title":{"rendered":"Johannes"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Evangelium nach Johannes<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns363_148fab-66{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns363_148fab-66 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der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht ergriffen.<br>6 Es trat ein Mann auf, von Gott gesandt, sein Name war Johannes;<br>7 dieser kam, um Zeugnis abzulegen, Zeugnis von dem Licht, damit alle durch ihn zum Glauben k\u00e4men.<br>8 Er war nicht selbst das Licht, sondern Zeugnis sollte er von dem Licht ablegen.<br>9 Das Licht war da, das wahre, das jeden Menschen erleuchtet, es kam gerade in die Welt;<br>10 es war in der Welt, und die Welt war durch ihn (der das Licht war) geschaffen worden, doch die Welt erkannte ihn nicht.<br>11 Er kam in das Seine, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf;<br>12 allen aber, die ihn annahmen, verlieh er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, n\u00e4mlich denen, die an seinen Namen glauben,<br>13 die nicht durch Gebl\u00fct oder durch den Naturtrieb des Fleisches, auch nicht durch den Willen eines Mannes, sondern aus Gott gezeugt sind.<br>14 Und das Wort wurde Fleisch und nahm seine Wohnung unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, eine Herrlichkeit, wie sie dem eingeborenen Sohne vom Vater verliehen wird; eine mit Gnade und Wahrheit erf\u00fcllte.<br>15 Johannes legt Zeugnis von ihm ab und hat laut verk\u00fcndet: \u00bbDieser war es, von dem ich gesagt habe: \u203aDer nach mir kommt, ist (schon) vor mir gewesen, denn er war eher als ich.\u2039\u00ab<br>16 Aus seiner F\u00fclle haben wir ja alle empfangen, und zwar Gnade \u00fcber Gnade.<br>17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben worden, aber die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden.<br>18 Niemand hat Gott jemals gesehen: der eingeborene Sohn, der an des Vaters Brust liegt, der hat Kunde (von ihm) gebracht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Einf\u00fchrung Jesu in die Welt (1,19-51)<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Dies ist nun das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten, die ihn fragen sollten, wer er sei.<br>20 Da bekannte er unverhohlen und erkl\u00e4rte offen: \u00bbIch bin nicht Christus.\u00ab<br>21 Sie fragten ihn weiter: \u00bbWas denn? Bist du Elia?\u00ab Er sagte: \u00bbNein, ich bin es nicht.\u00ab \u00bbBist du der Prophet?\u00ab Er antwortete: \u00bbNein.\u00ab<br>22 Da sagten sie zu ihm: \u00bbWer bist du denn? Wir m\u00fcssen doch denen, die uns gesandt haben, eine Antwort bringen! Wof\u00fcr gibst du selbst dich aus?\u00ab<br>23 Da antwortete er: \u00bbIch bin die Stimme dessen, der in der W\u00fcste ruft: \u203aEbnet dem Herrn den Weg!\u2039, wie der Prophet Jesaja geboten hat.\u00ab (Jes 40,3)<br>24 Die Gesandten aber geh\u00f6rten zu den Pharis\u00e4ern<br>25 und fragten ihn weiter: \u00bbWarum taufst du denn, wenn du weder Christus noch Elia, noch der Prophet bist?\u00ab<br>26 Da antwortete Johannes ihnen: \u00bbIch taufe nur mit Wasser; aber mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt,<br>27 der nach mir kommt und f\u00fcr den ich nicht gut genug bin, ihm den Riemen seines Schuhwerks aufzubinden.\u00ab<br>28 Dies ist in Bethanien geschehen jenseits des Jordans, wo Johannes sich aufhielt und taufte.<br>29 Am folgenden Tage sah er Jesus auf sich zukommen; da sagte er: \u00bbSeht, das Lamm Gottes, das die S\u00fcnde der Welt hinwegnimmt! (Jes 53,4.7)<br>30 Dieser ist\u2019s, von dem ich gesagt habe: \u203aNach mir kommt ein Mann, der (schon) vor mir gewesen ist; denn er war eher da als ich.\u2039<br>31 Ich selbst kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbart w\u00fcrde, deshalb bin ich gekommen, ich mit meiner Wassertaufe.\u00ab<br>32 Weiter legte Johannes Zeugnis ab mit den Worten: \u00bbIch habe gesehen, da\u00df der Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabschwebte und auf ihm blieb;<br>33 und ich selbst kannte ihn nicht, aber der, welcher mich gesandt hat, um mit Wasser zu taufen, der hat zu mir gesagt: \u203aAuf welchen du den Geist herabschweben und auf ihm bleiben siehst, der ist\u2019s, der mit heiligem Geiste tauft.\u2039<br>34 Nun habe ich selbst es auch gesehen und bezeugt, da\u00df dieser der Sohn Gottes ist.\u00ab<br>35 Am folgenden Tage stand Johannes wieder da mit zweien seiner J\u00fcnger,<br>36 und indem er den Blick auf Jesus richtete, der dort umherging, sagte er: \u00bbSeht, das Lamm Gottes!\u00ab<br>37 Als die beiden J\u00fcnger ihn das sagen h\u00f6rten, gingen sie hinter Jesus her;<br>38 dieser wandte sich um, und als er sie hinter sich herkommen sah, fragte er sie: \u00bbWas sucht ihr?\u00ab Sie antworteten ihm: \u00bbRabbi\u00ab \u2013 das hei\u00dft \u00fcbersetzt \u203aMeister\u2039 \u2013, \u00bbwo hast du deine Herberge?\u00ab<br>39 Er antwortete ihnen: \u00bbKommt mit, so werdet ihr es sehen!\u00ab Sie gingen also mit und sahen, wo er seine Herberge hatte, und blieben jenen ganzen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.<br>40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes geh\u00f6rt hatten und hinter Jesus hergegangen waren.<br>41 Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: \u00bbWir haben den Messias\u00ab \u2013 das hei\u00dft \u00fcbersetzt \u203aden Gesalbten\u2039 \u2013 \u00bbgefunden.\u00ab<br>42 Er f\u00fchrte ihn dann zu Jesus; dieser blickte ihn an und sagte: \u00bbDu bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas \u2013 das hei\u00dft \u00fcbersetzt \u203aFels\u2039 \u2013 hei\u00dfen.\u00ab<br>43 Am folgenden Tage wollte Jesus nach Galil\u00e4a aufbrechen; da traf er Philippus und sagte zu ihm: \u00bbFolge mir nach!\u00ab<br>44 Philippus stammte aber aus Bethsaida, dem Heimatort des Andreas und des Petrus.<br>45 Philippus traf (darauf) den Nathanael und berichtete ihm: \u00bbWir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, aus Nazareth.\u00ab<br>46 Da sagte Nathanael zu ihm: \u00bbKann aus Nazareth etwas Gutes kommen?\u00ab Philippus erwiderte ihm: \u00bbKomm mit uns sieh!\u00ab<br>47 Als Jesus den Nathanael auf sich zukommen sah, sagte er von ihm: \u00bbSiehe da, in Wahrheit ein Israelit, in dem kein Falsch ist!\u00ab<br>48 Nathanael fragte ihn: \u00bbWoher kennst du mich?\u00ab Jesus antwortete ihm mit den Worten: \u00bbNoch ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen.\u00ab<br>49 Da antwortete ihm Nathanael: \u00bbRabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der K\u00f6nig von Israel!\u00ab<br>50 Jesus gab ihm zur Antwort: \u00bbDu glaubst (an mich), weil ich dir gesagt habe, da\u00df ich dich unter dem Feigenbaum gesehen habe? Du wirst noch Gr\u00f6\u00dferes als dies zu sehen bekommen.\u00ab<br>51 Dann fuhr er fort: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes \u00fcber dem Menschensohn hinauf- und herabsteigen sehen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Jesus offenbart seine g\u00f6ttliche Herrlichkeit vor der Welt (Kap. 2-12)<\/h3>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Am dritten Tage darauf fand zu Kana in Galil\u00e4a eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu nahm daran teil;<br>2 aber auch Jesus wurde mit seinen J\u00fcngern zu der Hochzeit eingeladen.<br>3 Als es nun an Wein mangelte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: \u00bbSie haben keinen Wein (mehr)!\u00ab<br>4 Jesus antwortete ihr: \u00bbWas k\u00fcmmern dich meine Angelegenheiten, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.\u00ab<br>5 Seine Mutter sagte dann zu den Aufw\u00e4rtern: \u00bbWas er euch etwa sagt, das tut.\u00ab<br>6 Nun waren dort sechs steinerne Wassergef\u00e4\u00dfe aufgestellt, wie es die Sitte der j\u00fcdischen Reinigung erforderte; jedes von ihnen fa\u00dfte zwei bis drei gro\u00dfe Eimer.<br>7 Da sagte Jesus zu den Aufw\u00e4rtern: \u00bbF\u00fcllt die Gef\u00e4\u00dfe mit Wasser!\u00ab Sie f\u00fcllten sie darauf bis oben hin.<br>8 Dann sagte er zu ihnen: \u00bbSch\u00f6pft nun davon und bringt es dem Speisemeister!\u00ab Sie brachten es hin.<br>9 Als aber der Speisemeister das zu Wein gewordene Wasser gekostet hatte, ohne zu wissen, woher es gekommen war \u2013 die Aufw\u00e4rter aber, die das Wasser gesch\u00f6pft hatten, wu\u00dften es \u2013, lie\u00df der Speisemeister den Br\u00e4utigam rufen<br>10 und sagte zu ihm: \u00bbJedermann setzt doch (seinen G\u00e4sten) zuerst den guten Wein vor und, wenn sie trunken geworden sind, dann den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zur\u00fcckbehalten.\u00ab<br>11 Hiermit machte Jesus den Anfang seiner Zeichen zu Kana in Galil\u00e4a; er offenbarte dadurch seine (g\u00f6ttliche) Herrlichkeit, und seine J\u00fcnger lernten an ihn glauben.<br>12 Hierauf zog er nach Kapernaum hinab, er, seine Mutter, seine Br\u00fcder und seine J\u00fcnger; sie blieben dort aber nur wenige Tage;<br>13 denn weil das Passah der Juden nahe bevorstand, zog Jesus nach Jerusalem hinauf.<br>14 Er fand dort im Tempel die Verk\u00e4ufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen.<br>15 Da flocht er sich eine Gei\u00dfel aus Stricken und trieb sie alle samt ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, versch\u00fcttete den Wechslern das Geld und stie\u00df ihnen die Tische um<br>16 und rief den Taubenh\u00e4ndlern zu: \u00bbSchafft das weg von hier, macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhaus!\u00ab<br>17 Da dachten seine J\u00fcnger an das Schriftwort (Ps 69,10): \u00bbDer Eifer um dein Haus wird mich verzehren.\u00ab<br>18 Nun richteten die Juden die Frage an ihn: \u00bbWelches Wunderzeichen l\u00e4\u00dft du uns sehen (zum Beweis daf\u00fcr), da\u00df du so vorgehen darfst?\u00ab<br>19 Jesus antwortete ihnen mit den Worten: \u00bbBrecht diesen Tempel ab, so werde ich ihn in drei Tagen wieder erstehen lassen!\u00ab<br>20 Da sagten die Juden: \u00bbSechsundvierzig Jahre lang hat man an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder erstehen lassen?\u00ab<br>21 Jesus hatte aber den Tempel seines eigenen Leibes gemeint.<br>22 Als er nun (sp\u00e4ter) von den Toten auferweckt worden war, dachten seine J\u00fcnger an diese seine Worte und kamen zum Glauben an die Schrift und an den Ausspruch, den Jesus (damals) getan hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung: Das Wirken Jesu in Jerusalem inmitten des Unglaubens und Halbglaubens des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>23 W\u00e4hrend er sich nun am Passahfest in Jerusalem aufhielt, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, weil sie die Wunderzeichen sahen, die er tat.24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte25 und von niemand ein Zeugnis \u00fcber irgendeinen Menschen n\u00f6tig hatte; denn er erkannte von sich selbst aus, wie es innerlich mit jedem Menschen stand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gespr\u00e4ch mit Nikodemus \u00fcber die innerliche Grundlegung des Reiches Gottes <br>(d.h. \u00fcber die Wiedergeburt, den neuen Heilsweg und den rechten Glauben)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun war da unter den Pharis\u00e4ern ein Mann namens Nikodemus, ein Mitglied des Hohen Rates der Juden;<br>2 dieser kam zu Jesus bei Nacht und sagte zu ihm: \u00bbRabbi, wir wissen: du bist als Lehrer von Gott gekommen; denn niemand kann solche Wunderzeichen tun, wie du sie tust, wenn Gott nicht mit ihm ist.\u00ab<br>3 Jesus gab ihm zur Antwort: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben her geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.\u00ab<br>4 Nikodemus entgegnete ihm: \u00bbWie kann jemand geboren werden, wenn er ein Greis ist? Kann er etwa zum zweitenmal in den Scho\u00df seiner Mutter eingehen und geboren werden?\u00ab<br>5 Jesus antwortete: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.<br>6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.<br>7 Wundere dich nicht, da\u00df ich zu dir gesagt habe: Ihr m\u00fc\u00dft von oben her geboren werden.<br>8 Der Wind weht, wo er will, und du h\u00f6rst sein Sausen wohl, wei\u00dft aber nicht, woher er kommt und wohin er f\u00e4hrt. Ebenso verh\u00e4lt es sich auch mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.\u00ab<br>9 Nikodemus entgegnete ihm mit der Frage: \u00bbWie ist das m\u00f6glich?\u00ab<br>10 Jesus gab ihm zur Antwort: \u00bbDu bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?<br>11 Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und geben Zeugnis von dem, was wir gesehen haben, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.<br>12 Wenn ich von den irdischen Dingen zu euch geredet habe und ihr nicht glaubt: wie werdet ihr da glauben, wenn ich von den himmlischen Dingen zu euch rede?<br>13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen au\u00dfer dem einen, der aus dem Himmel herabgekommen ist, (n\u00e4mlich) der Menschensohn, der im Himmel ist.<br>14 Und wie Mose die Schlange in der W\u00fcste erh\u00f6ht hat, so mu\u00df auch der Menschensohn erh\u00f6ht werden,<br>15 damit alle, die (an ihn) glauben, in ihm ewiges Leben haben.<br>16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.<br>17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht dazu in die Welt gesandt, da\u00df er die Welt richte, sondern da\u00df die Welt durch ihn gerettet werde.<br>18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht (an ihn) glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.<br>19 Darin besteht aber das Gericht, da\u00df das Licht in die Welt gekommen ist, die Menschen aber die Finsternis mehr geliebt haben als das Licht, denn ihre Werke waren b\u00f6se.<br>20 Denn jeder, der Nichtiges treibt, ha\u00dft das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht blo\u00dfgestellt werden;<br>21 wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Gott getan.\u00ab<br>22 Hierauf begab sich Jesus mit seinen J\u00fcngern in die Landschaft Jud\u00e4a und blieb dort l\u00e4ngere Zeit mit ihnen und taufte.<br>23 Aber auch Johannes war (damals noch) als T\u00e4ufer zu \u00c4non in der N\u00e4he von Salim t\u00e4tig, weil es dort reichlich Wasser gab; und die Leute kamen dorthin und lie\u00dfen sich taufen;<br>24 Johannes war n\u00e4mlich damals noch nicht ins Gef\u00e4ngnis geworfen.<br>25 Da kam es denn zu einem Streite von seiten der J\u00fcnger des Johannes mit einem Juden \u00fcber die Reinigung (durch die Taufe);<br>26 und sie kamen zu Johannes und berichteten ihm: \u00bbRabbi, der Mann, der jenseits des Jordans bei dir war und f\u00fcr den du mit deinem Zeugnis eingetreten bist, denke nur: der tauft (jetzt auch), und alle laufen ihm zu.\u00ab<br>27 Da gab Johannes ihnen zur Antwort: \u00bbKein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel her gegeben ist.<br>28 Ihr selbst k\u00f6nnt mir bezeugen, da\u00df ich gesagt habe: \u203aIch bin nicht Christus, sondern bin nur als sein Vorl\u00e4ufer gesandt.\u2039<br>29 Wer die Braut hat, ist der Br\u00e4utigam; der Freund des Br\u00e4utigams aber, der dabeisteht und ihm zuh\u00f6rt, freut sich von Herzen \u00fcber den Jubelruf des Br\u00e4utigams. Diese meine Freude ist nun vollkommen geworden.<br>30 Er mu\u00df wachsen, ich dagegen mu\u00df abnehmen.<br>31 Er, der von oben her kommt, steht h\u00f6her als alle anderen; wer von der Erde her stammt, der geh\u00f6rt zur Erde und redet von der Erde her. Er, der aus dem Himmel kommt, steht \u00fcber allen anderen;<br>32 er legt Zeugnis von dem ab, was er (im Himmel) gesehen und geh\u00f6rt hat, und doch nimmt niemand sein Zeugnis an.<br>33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, der hat damit besiegelt, da\u00df Gott wahrhaftig ist.<br>34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott verleiht den Geist nicht nach einem Ma\u00df.<br>35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.<br>36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne ungehorsam bleibt, wird das Leben nicht zu sehen bekommen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihn gerichtet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun der Herr erfuhr, den Pharis\u00e4ern sei zu Ohren gekommen, da\u00df Jesus mehr J\u00fcnger gewinne und taufe als Johannes \u2013<br>2 \u00fcbrigens taufte Jesus nicht selbst, sondern nur seine J\u00fcnger \u2013,<br>3 verlie\u00df er Jud\u00e4a und kehrte wieder nach Galil\u00e4a zur\u00fcck;<br>4 dabei mu\u00dfte er aber seinen Weg durch Samaria nehmen.<br>5 So kam er denn ins Gebiet einer samaritischen Stadt namens Sychar, die nahe bei dem Felde liegt, das Jakob einst seinem Sohne Joseph geschenkt hatte.<br>6 Dort war aber der Jakobsbrunnen. Weil nun Jesus von der Wanderung erm\u00fcdet war, setzte er sich ohne weiteres am Brunnen nieder; es war ungef\u00e4hr die sechste Stunde.<br>7 Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu sch\u00f6pfen. Jesus bat sie: \u00bbGib mir zu trinken!\u00ab<br>8 Seine J\u00fcnger waren n\u00e4mlich in die Stadt weggegangen, um Lebensmittel zu kaufen.<br>9 Da sagte die Samariterin zu ihm: \u00bbWie kommst du dazu, da du doch ein Jude bist, von mir, einer Samariterin, einen Trunk zu erbitten?\u00ab \u2013 Die Juden haben n\u00e4mlich mit den Samaritern keinen Verkehr. \u2013<br>10 Jesus gab ihr zur Antwort: \u00bbWenn du die Gabe Gottes kenntest und w\u00fc\u00dftest, wer der ist, der einen Trunk von dir w\u00fcnscht, so w\u00fcrdest du ihn bitten, und er w\u00fcrde dir lebendiges Wasser geben.\u00ab<br>11 Da erwiderte ihm die Frau: \u00bbHerr, du hast ja kein Gef\u00e4\u00df zum Sch\u00f6pfen, und der Brunnen ist tief: woher willst du denn das lebendige Wasser nehmen?<br>12 Du bist doch nicht mehr als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben hat? Und er selbst hat aus ihm getrunken samt seinen S\u00f6hnen und seinen Herden.\u00ab<br>13 Jesus antwortete ihr: \u00bbJeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder d\u00fcrsten;<br>14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, der wird in Ewigkeit nicht wieder Durst leiden, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Wasserquelle werden, die zu ewigem Leben sprudelt.\u00ab<br>15 Die Frau antwortete ihm: \u00bbHerr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht wieder durstig werde und nicht mehr hierher zu kommen brauche, um Wasser zu holen!\u00ab<br>16 Da sagte Jesus zu ihr: \u00bbGeh hin, rufe deinen Mann und komm dann wieder hierher!\u00ab<br>17 Die Frau antwortete: \u00bbIch habe keinen Mann.\u00ab Jesus erwiderte ihr: \u00bbDu hast mit Recht gesagt: \u203aIch habe keinen Mann\u2039;<br>18 denn f\u00fcnf M\u00e4nner hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Ehemann; damit hast du die Wahrheit gesagt.\u00ab<br>19 Die Frau entgegnete ihm: \u00bbHerr, ich sehe: du bist ein Prophet.<br>20 Unsere V\u00e4ter haben auf dem Berge dort (Gott) angebetet, und ihr behauptet, in Jerusalem sei die St\u00e4tte, wo man anbeten m\u00fcsse.\u00ab<br>21 Jesus erwiderte ihr: \u00bbGlaube mir, Frau: die Stunde kommt, in der ihr weder auf dem Berge dort noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.<br>22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn die Rettung ist aus den Juden.<br>23 Es kommt aber die Stunde, ja, sie ist jetzt schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater will solche als seine Anbeter haben.<br>24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, m\u00fcssen ihn im Geist und in Wahrheit anbeten.\u00ab<br>25 Da sagte die Frau zu ihm: \u00bbIch wei\u00df, da\u00df der Messias kommt, den man Christus nennt; wenn der kommt, wird er uns \u00fcber alles Auskunft geben.\u00ab<br>26 Jesus antwortete ihr: \u00bbIch bin\u2019s, der mit dir redet.\u00ab<br>27 In diesem Augenblick kamen seine J\u00fcnger und wunderten sich dar\u00fcber, da\u00df er mit einer Frau redete; doch fragte ihn keiner: \u00bbWas willst du (von ihr)?\u00ab oder: \u00bbWozu redest du mit ihr?\u00ab<br>28 Da lie\u00df nun die Frau ihren Wasserkrug stehen, ging in die Stadt zur\u00fcck und sagte zu den Leuten dort:<br>29 \u00bbKommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Sollte dieser vielleicht Christus sein?\u00ab<br>30 Da gingen sie aus der Stadt hinaus und begaben sich zu ihm.<br>31 Inzwischen baten ihn seine J\u00fcnger: \u00bbRabbi, i\u00df!\u00ab<br>32 Er antwortete ihnen aber: \u00bbIch habe eine Speise zu essen, von der ihr nichts wi\u00dft.\u00ab<br>33 Da sagten die J\u00fcnger zueinander: \u00bbHat ihm denn jemand zu essen gebracht?\u00ab<br>34 Jesus erwiderte ihnen: \u00bbMeine Speise ist die, da\u00df ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.<br>35 Sagt ihr nicht selbst: \u203aEs w\u00e4hrt noch vier Monate, bis die Ernte kommt\u2039? Nun sage ich euch: La\u00dft eure Augen ausschauen und seht die Felder an: sie sind (schon jetzt) wei\u00df zur Ernte.<br>36 Nunmehr empf\u00e4ngt der Schnitter Lohn, und zwar dadurch, da\u00df er Frucht sammelt zu ewigem Leben, damit beide sich gemeinsam freuen, der S\u00e4mann und der Schnitter.<br>37 Denn in diesem Falle trifft das Sprichwort zu: \u203aEin anderer ist\u2019s, der da s\u00e4t, und ein anderer, der da erntet.\u2039<br>38 Ich habe euch ausgesandt, um das zu ernten, wof\u00fcr ihr nicht gearbeitet habt: andere haben die Arbeit geleistet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.\u00ab<br>39 Aus jener Stadt aber wurden viele von den Samaritern an ihn gl\u00e4ubig infolge der Versicherung der Frau: \u00bbEr hat mir alles gesagt, was ich getan habe.\u00ab<br>40 Als nun die Samariter zu ihm gekommen waren, baten sie ihn, er m\u00f6chte bei ihnen bleiben; und er blieb auch zwei Tage dort.<br>41 Da wurden noch viel mehr Leute infolge seiner Predigt gl\u00e4ubig<br>42 und sagten zu der Frau: \u00bbWir glauben jetzt nicht mehr infolge deiner Aussage; denn wir haben nunmehr selbst geh\u00f6rt und wissen, da\u00df dieser wirklich der Retter der Welt ist.\u00ab<br>43 Nach Verlauf der beiden Tage aber zog Jesus von dort weiter nach Galil\u00e4a (Mt 4,12),<br>44 wiewohl er selbst ausdr\u00fccklich erkl\u00e4rt hatte, da\u00df ein Prophet in seiner eigenen Heimat keine Anerkennung finde (Mt 13,57).<br>45 Doch als er nach Galil\u00e4a kam, nahmen ihn die Galil\u00e4er gastlich auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem w\u00e4hrend des Festes getan hatte; denn sie waren gleichfalls auf dem Fest gewesen.<br>46 So kam er denn wieder nach Kana in Galil\u00e4a, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. Es war aber in Kapernaum ein k\u00f6niglicher Beamter, dessen Sohn krank darniederlag.<br>47 Als dieser h\u00f6rte, da\u00df Jesus aus Jud\u00e4a nach Galil\u00e4a gekommen sei, begab er sich zu ihm und bat ihn, er m\u00f6chte (nach Kapernaum) hinunterkommen und seinen Sohn heilen; denn dieser lag im Sterben.<br>48 Da sagte Jesus zu ihm: \u00bbWenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr \u00fcberhaupt nicht!\u00ab<br>49 Der k\u00f6nigliche Beamte entgegnete ihm: \u00bbHerr, komm doch hinab, ehe mein Kind stirbt!\u00ab<br>50 Jesus antwortete ihm: \u00bbGehe heim, dein Sohn lebt!\u00ab Der Mann glaubte der Versicherung, die Jesus ihm gegeben hatte, und machte sich auf den Heimweg,<br>51 und schon w\u00e4hrend seiner R\u00fcckkehr kamen ihm seine Knechte mit der Meldung entgegen, da\u00df sein Sohn lebe.<br>52 Da erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in der sein Befinden sich gebessert habe. Sie antworteten ihm: \u00bbGestern in der siebten Stunde hat das Fieber ihn verlassen.\u00ab<br>53 Nun erkannte der Vater, da\u00df es in jener Stunde geschehen war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: \u00bbDein Sohn lebt\u00ab; und er wurde gl\u00e4ubig mit seinem ganzen Hause.<br>54 Dies ist das zweite Wunderzeichen, das Jesus wiederum (in Kana) nach seiner R\u00fcckkehr aus Jud\u00e4a nach Galil\u00e4a getan hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf fand ein Fest der Juden statt, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.<br>2 Nun liegt in Jerusalem am Schaftor ein Teich, der auf hebr\u00e4isch Bethesda hei\u00dft und f\u00fcnf Hallen hat.<br>3 In diesen lagen Kranke in gro\u00dfer Zahl, Blinde, Lahme und Schwinds\u00fcchtige [die auf die Bewegung des Wassers warteten.<br>4 Ein Engel des Herrn stieg n\u00e4mlich von Zeit zu Zeit in den Teich hinab und setzte das Wasser in Bewegung. Wer dann nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, gleichviel mit welchem Leiden er behaftet war].<br>5 Nun lag dort ein Mann, der schon achtunddrei\u00dfig Jahre an seiner Krankheit gelitten hatte.<br>6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, da\u00df er schon so lange Zeit als Kranker dort zugebracht hatte, fragte er ihn: \u00bbWillst du gesund werden?\u00ab<br>7 Der Kranke antwortete ihm: \u00bbAch, Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich schafft, wenn das Wasser in Bewegung ger\u00e4t; w\u00e4hrend ich aber hingehe, steigt immer schon ein anderer vor mir hinab.\u00ab<br>8 Jesus sagte zu ihm: \u00bbSteh auf, nimm dein Bett auf dich und bewege dich frei!\u00ab<br>9 Da wurde der Mann sogleich gesund, nahm sein Bett auf sich und ging umher. Es war aber (gerade) Sabbat an jenem Tage.<br>10 Daher sagten die Juden zu dem Geheilten: \u00bbHeute ist Sabbat; da darfst du das Bett nicht tragen!\u00ab<br>11 Doch er antwortete ihnen: \u00bbDer Mann, der mich gesund gemacht hat, der hat zu mir gesagt: \u203aNimm dein Bett auf dich und bewege dich frei!\u2039\u00ab<br>12 Sie fragten ihn: \u00bbWer ist der Mann, der zu dir gesagt hat: \u203aNimm es auf dich und gehe umher!\u2039?\u00ab<br>13 Der Geheilte wu\u00dfte aber nicht, wer es war; denn Jesus hatte sich in der Menschenmenge, die sich an dem Orte befand, unbemerkt entfernt.<br>14 Sp\u00e4ter traf Jesus ihn im Tempel wieder und sagte zu ihm: \u00bbDu bist nun gesund geworden; s\u00fcndige fortan nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres widerf\u00e4hrt!\u00ab<br>15 Da ging der Mann hin und teilte den Juden mit, Jesus sei es, der ihn gesund gemacht habe.<br>16 Deshalb verfolgten die Juden Jesus, weil er solche Werke (auch) am Sabbat tat.<br>17 Jesus aber antwortete ihnen: \u00bbMein Vater wirkt (ununterbrochen) bis zu dieser Stunde; darum wirke ich auch.\u00ab<br>18 Deshalb trachteten die Juden ihm um so mehr nach dem Leben, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.<br>19 Daher sprach sich Jesus ihnen gegen\u00fcber so aus: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: der Sohn vermag von sich selber aus nichts zu tun, als was er den Vater tun sieht; denn was jener tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn.<br>20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und l\u00e4\u00dft ihn alles sehen, was er selbst tut; und er wird ihn noch gr\u00f6\u00dfere Werke als diese sehen lassen, damit ihr euch wundert.<br>21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, ebenso macht auch der Sohn lebendig, welche er will.<br>22 Denn auch der Vater ist es nicht, der jemand richtet; sondern er hat das Gericht ganz dem Sohne \u00fcbertragen,<br>23 damit alle den Sohn ebenso ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.<br>24 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort h\u00f6rt und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hin\u00fcbergegangen.<br>25 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es kommt die Stunde, ja sie ist jetzt schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes h\u00f6ren werden, und die, welche auf sie h\u00f6ren, werden leben.<br>26 Denn wie der Vater (das) Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohne verliehen, (das) Leben in sich selbst zu haben;<br>27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht abzuhalten, weil er ein Menschensohn ist.<br>28 Wundert euch nicht hier\u00fcber! Denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gr\u00e4bern ruhen, seine Stimme h\u00f6ren werden,<br>29 und es werden hervorgehen: die einen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung f\u00fcr das Leben, die anderen aber, die das B\u00f6se betrieben haben, zur Auferstehung f\u00fcr das Gericht.<br>30 Ich vermag nichts von mir selbst aus zu tun; nein, wie ich es (vom Vater) h\u00f6re, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen (durchzuf\u00fchren) suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Zeugnis des Johannes<\/h3>\n\n\n\n<p>31 \u00bbWenn ich \u00fcber mich selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis ung\u00fcltig.<br>32 (Nein) ein anderer ist es, der mit seinem Zeugnis f\u00fcr mich eintritt, und ich wei\u00df, da\u00df das Zeugnis, das er \u00fcber mich ablegt, wahr ist.<br>33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat Zeugnis f\u00fcr die Wahrheit abgelegt;<br>34 ich aber nehme das Zeugnis von einem Menschen nicht an, sondern erw\u00e4hne dies nur deshalb, damit ihr gerettet werdet.<br>35 Jener war wirklich die Leuchte, die mit hellem Schein brannte; ihr aber wolltet euch nur eine Zeitlang an ihrem Lichtschein vergn\u00fcgen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Zeugnis des Vaters<\/h3>\n\n\n\n<p>36 \u00bbIch aber habe ein Zeugnis, das gewichtiger ist als das des Johannes; denn die Werke, die der Vater mir zu vollf\u00fchren \u00fcbertragen hat, eben die Werke, die ich vollbringe, bezeugen von mir, da\u00df der Vater mich gesandt hat.<br>37 So ist also, der mich gesandt hat, der Vater selbst, mit seinem Zeugnis f\u00fcr mich eingetreten. Ihr habt weder seine Stimme jemals geh\u00f6rt noch seine Gestalt gesehen;<br>38 und auch sein Wort habt ihr nicht als bleibenden Besitz in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.<br>39 Ihr durchforscht (wohl) die (heiligen) Schriften, weil ihr in ihnen ewiges Leben zu haben vermeint, und sie sind es auch wirklich, die von mir Zeugnis ablegen;<br>40 aber trotzdem wollt ihr nicht zu mir kommen, um wirklich Leben zu haben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angriff auf den Unglauben und die Ehrsucht der Juden; Zeugnis des Mose<\/h3>\n\n\n\n<p>41 \u00bbEhre von Menschen nehme ich nicht an,<br>42 vielmehr habe ich bei euch erkannt, da\u00df ihr die Liebe zu Gott nicht in euch tragt.<br>43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht an; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.<br>44 Wie k\u00f6nnt ihr zum Glauben kommen, da ihr Ehre voneinander annehmt, aber nach der Ehrung, die vom alleinigen Gott kommt, kein Verlangen tragt?<br>45 Denkt nicht, da\u00df ich euer Ankl\u00e4ger beim Vater sein werde! Nein, es ist (ein anderer) da, der euch anklagt, n\u00e4mlich Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.<br>46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, dann w\u00fcrdet ihr auch mir glauben; denn ich bin es, von dem er geschrieben hat (1.Mose 3,15; 49,10; 5.Mose 18,15).<br>47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie solltet ihr da meinen Worten Glauben schenken?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf begab sich Jesus auf die andere Seite des Galil\u00e4ischen Sees, des Sees von Tiberias;<br>2 es zog ihm aber dorthin eine gro\u00dfe Volksmenge nach, weil sie die Wunderzeichen sahen, die er an den Kranken tat.<br>3 Jesus stieg aber auf den Berg hinauf und lie\u00df sich dort mit seinen J\u00fcngern nieder;<br>4 das j\u00fcdische Passah stand aber nahe bevor.<br>5 Als nun Jesus sich dort umschaute und eine gro\u00dfe Volksmenge zu sich kommen sah, sagte er zu Philippus: \u00bbWoher sollen wir Brote kaufen, damit diese zu essen haben?\u00ab<br>6 So fragte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wu\u00dfte wohl, was er tun wollte.<br>7 Philippus antwortete ihm: \u00bbF\u00fcr zweihundert Denare Brot reicht f\u00fcr sie nicht hin, damit jeder auch nur ein kleines St\u00fcck erh\u00e4lt.\u00ab<br>8 Da sagte einer von seinen J\u00fcngern, n\u00e4mlich Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm:<br>9 \u00bbEs ist ein Knabe hier, der f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische (zum Verkauf bei sich) hat, doch was ist das f\u00fcr so viele?\u00ab<br>10 Jesus aber sagte: \u00bbLa\u00dft die Leute sich lagern!\u00ab, es war n\u00e4mlich dichter Rasen an dem Ort. So lagerten sich denn die M\u00e4nner, etwa f\u00fcnftausend an Zahl.<br>11 Jesus nahm sodann die Brote, sprach den Lobpreis (Gottes) und lie\u00df sie unter die Leute austeilen, die sich gelagert hatten; ebenso auch von den Fischen, soviel sie begehrten.<br>12 Als sie dann satt geworden waren, sagte er zu seinen J\u00fcngern: \u00bbSammelt die \u00fcbriggebliebenen Brocken, damit nichts umkommt.\u00ab<br>13 Da sammelten sie und f\u00fcllten von den f\u00fcnf Gerstenbroten zw\u00f6lf K\u00f6rbe mit Brocken, die beim Essen \u00fcbriggeblieben waren.<br>14 Als nun die Leute das Wunderzeichen sahen, das er getan hatte, erkl\u00e4rten sie: \u00bbDieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!\u00ab<br>15 Da nun Jesus erkannte, da\u00df sie kommen und sich seiner Person mit Gewalt bem\u00e4chtigen w\u00fcrden, um ihn zum K\u00f6nig zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zur\u00fcck, er f\u00fcr sich allein.<br>16 Als es dann Abend geworden war, gingen seine J\u00fcnger an den See hinab,<br>17 stiegen in ein Boot und wollten \u00fcber den See nach Kapernaum hin\u00fcberfahren. Die Dunkelheit war bereits eingetreten und Jesus immer noch nicht zu ihnen gekommen;<br>18 dabei ging der See hoch, weil ein starker Wind wehte.<br>19 Als sie nun etwa f\u00fcnfundzwanzig bis drei\u00dfig Stadien weit gefahren waren, sahen sie Jesus \u00fcber den See hingehen und sich ihrem Boote n\u00e4hern; da gerieten sie in Angst.<br>20 Er aber rief ihnen zu:<br>21 \u00bbIch bin\u2019s; f\u00fcrchtet euch nicht!\u00ab Sie wollten ihn nun in das Boot hineinnehmen, doch sogleich befand sich das Boot am Lande, (und zwar da) wohin sie fahren wollten.<br>22 Am folgenden Tage \u00fcberzeugte sich die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, da\u00df dort weiter kein Fahrzeug au\u00dfer dem einen gewesen war und da\u00df Jesus nicht mit seinen J\u00fcngern zusammen das Boot bestiegen hatte, sondern da\u00df seine J\u00fcnger allein abgefahren waren.<br>23 Doch es kamen jetzt andere Fahrzeuge von Tiberias her in die N\u00e4he des Platzes, wo sie das Brot nach dem Dankgebet des Herrn gegessen hatten.<br>24 Als die Volksmenge nun sah, da\u00df Jesus ebensowenig da war wie seine J\u00fcnger, stiegen auch sie in die Fahrzeuge und kamen nach Kapernaum, um Jesus zu suchen.<br>25 Als sie ihn dann auf der anderen Seite des Sees angetroffen hatten, fragten sie ihn: \u00bbRabbi, wann bist du hierher gekommen?\u00ab<br>26 Jesus antwortete ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Wunderzeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.<br>27 Verschafft euch doch nicht die Speise, die verg\u00e4nglich ist, sondern die Speise, die f\u00fcr das ewige Leben vorh\u00e4lt und die der Menschensohn euch geben wird; denn diesen hat Gott der Vater besiegelt.\u00ab<br>28 Da entgegneten sie ihm: \u00bbWas sollen wir denn tun, um die Werke Gottes zu wirken?\u00ab<br>29 Jesus antwortete ihnen mit den Worten: \u00bbDas Werk Gottes besteht darin, da\u00df ihr an den glaubt, den er gesandt hat.\u00ab<br>30 Da fragten sie ihn: \u00bbWelches Zeichen tust du nun, damit wir es sehen und zum Glauben an dich kommen? Womit kannst du dich ausweisen?<br>31 Unsere V\u00e4ter haben das Manna in der W\u00fcste zu essen bekommen, wie geschrieben steht (2.Mose 16,4.14; Ps 78,24): \u203aBrot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus ist das wahre Himmelsbrot und gibt es den gl\u00e4ubig zu ihm Kommenden als Speise f\u00fcr die k\u00fcnftige Auferstehung<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Himmelsbrot gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Himmelsbrot;<br>33 denn das Brot Gottes ist das, welches aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.\u00ab<br>34 Da riefen sie ihm zu: \u00bbHerr, gib uns dieses Brot allezeit!\u00ab<br>35 Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbIch bin das Brot des Lebens! Wer zu mir kommt, den wird nimmermehr hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals wieder d\u00fcrsten.<br>36 Aber ich habe euch (schon) gesagt: Ihr habt mich wohl gesehen, glaubt aber doch nicht.<br>37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nimmer hinaussto\u00dfen;<br>38 denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen auszuf\u00fchren, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.<br>39 Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, da\u00df ich von allem dem, was er mir gegeben hat, nichts verloren gehen lasse, sondern es am j\u00fcngsten Tage auferwecke.<br>40 Denn das ist der Wille meines Vaters, da\u00df jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe, und ich werde ihn am j\u00fcngsten Tage auferwecken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Brot des Lebens wird durch den Glauben und der Glaube durch Gottes Einwirkung (\u00bbZiehen zum Sohne\u00ab) gewonnen<\/h3>\n\n\n\n<p>41 Da murrten die Juden \u00fcber ihn, weil er gesagt hatte: \u00bbIch bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist\u00ab,<br>42 und sie sagten: \u00bbIst dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er da jetzt behaupten: \u203aIch bin aus dem Himmel herabgekommen?\u2039\u00ab<br>43 Jesus antwortete ihnen mit den Worten: \u00bbMurret nicht untereinander!<br>44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht, und ich werde ihn dann am j\u00fcngsten Tage auferwecken.<br>45 Es steht ja bei den Propheten geschrieben (Jes 54,13): \u203aSie werden alle von Gott gelehrt sein.\u2039 Jeder, der (es) vom Vater geh\u00f6rt und gelernt hat, kommt zu mir.<br>46 Nicht als ob jemand den Vater gesehen h\u00e4tte; denn nur der eine, der von Gott her (gekommen) ist, nur der hat den Vater gesehen.<br>47 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer da glaubt, hat ewiges Leben!<br>48 Ich bin das Brot des Lebens.<br>49 Eure V\u00e4ter haben in der W\u00fcste das Manna gegessen und sind dann doch gestorben;<br>50 hier dagegen ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe.<br>51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist: wenn jemand von diesem Brote i\u00dft, so wird er ewiglich leben; und zwar ist das Brot, das ich (zu essen) geben werde, mein Fleisch, (das ich geben werde) f\u00fcr das Leben der Welt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00bbharte\u00ab Rede Jesu vom Essen und Trinken seines Fleisches und Blutes, dessen Genu\u00df zur Auferstehung f\u00fchrt<\/h3>\n\n\n\n<p>52 Nun gerieten die Juden in Streit untereinander und sagten: \u00bbWie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?\u00ab<br>53 Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes e\u00dft und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch;<br>54 wer (dagegen) mein Fleisch i\u00dft und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn am j\u00fcngsten Tage auferwecken.<br>55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.<br>56 Wer mein Fleisch i\u00dft und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.<br>57 Wie mich mein Vater, der das Leben in sich tr\u00e4gt, gesandt hat und ich Leben in mir trage um des Vaters willen, so wird auch der, welcher mich i\u00dft, das Leben haben um meinetwillen.<br>58 Von solcher Beschaffenheit ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; es ist nicht von der Art, wie die V\u00e4ter es gegessen haben und gestorben sind; nein, wer dieses Brot i\u00dft, wird leben in Ewigkeit.\u00ab<br>59 So sprach Jesus, als er in der Synagoge zu Kapernaum lehrte.<br>60 Viele nun von seinen J\u00fcngern, die ihm zugeh\u00f6rt hatten, erkl\u00e4rten: \u00bbDas ist eine harte Rede: wer kann sie anh\u00f6ren?\u00ab<br>61 Weil aber Jesus bei sich wu\u00dfte, da\u00df seine J\u00fcnger dar\u00fcber murrten, sagte er zu ihnen: \u00bbDas ist euch anst\u00f6\u00dfig?<br>62 Wie nun (wird es sein), wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er vordem war?<br>63 Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts; die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;<br>64 aber es sind unter euch auch solche, die nicht glauben.\u00ab Jesus wu\u00dfte n\u00e4mlich von Anfang an, wer die waren, welche ungl\u00e4ubig blieben, und wer der war, der ihn verraten w\u00fcrde.<br>65 Er fuhr dann fort: \u00bbAus diesem Grunde habe ich euch gesagt: \u203aNiemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater verliehen ist.\u2039\u00ab<br>66 Von da an zogen sich viele seiner J\u00fcnger von ihm zur\u00fcck und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen.<br>67 Daher sagte Jesus zu den Zw\u00f6lfen: \u00bbIhr wollt doch nicht auch weggehen?\u00ab<br>68 Simon Petrus antwortete ihm: \u00bbHerr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;<br>69 und wir haben den Glauben und die Erkenntnis gewonnen, da\u00df du der Heilige Gottes bist.\u00ab<br>70 Jesus antwortete ihnen: \u00bbHabe nicht ich selbst euch Zw\u00f6lf erw\u00e4hlt? Und einer von euch ist ein Teufel.\u00ab<br>71 Er meinte damit aber den Judas, den Sohn Simons aus Kariot; denn dieser sollte ihn verraten, (und war doch) einer von den Zw\u00f6lfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf zog Jesus in Galil\u00e4a umher; denn in Jud\u00e4a wollte er nicht umherziehen, weil die Juden ihm nach dem Leben trachteten;<br>2 es stand aber das j\u00fcdische Laubh\u00fcttenfest nahe bevor.<br>3 Darum sagten seine Br\u00fcder zu ihm: \u00bbMache dich von hier auf den Weg und begib dich nach Jud\u00e4a, damit deine J\u00fcnger auch dort die Werke sehen, die du tust;<br>4 denn niemand wirkt doch in der Verborgenheit, wenn er sich in der \u00d6ffentlichkeit geltend machen will. Willst du \u00fcberhaupt solche T\u00e4tigkeit aus\u00fcben, so zeige dich der Welt \u00f6ffentlich\u00ab \u2013<br>5 nicht einmal seine Br\u00fcder n\u00e4mlich glaubten an ihn.<br>6 Da antwortete Jesus ihnen: \u00bbMeine Zeit ist noch nicht da; f\u00fcr euch freilich ist die Zeit immer gelegen.<br>7 Euch kann die Welt nicht hassen, mich aber ha\u00dft sie, weil ich von ihr bezeuge, da\u00df ihr ganzes Tun b\u00f6se ist.<br>8 Geht ihr nur zum Fest hinauf, ich gehe zu diesem Fest nicht hinauf, weil meine Zeit noch nicht erf\u00fcllt ist.\u00ab<br>9 So sprach er zu ihnen und blieb in Galil\u00e4a.<br>10 Als dann aber seine Br\u00fcder zum Fest hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf, jedoch nicht \u00f6ffentlich, sondern ganz in der Stille.<br>11 Die Juden suchten nun w\u00e4hrend des Festes nach ihm und fragten: \u00bbWo ist er?\u00ab<br>12 Und unter den Volksscharen war viel Gerede \u00fcber ihn; die einen sagten: \u00bbEr ist ein guter Mann\u00ab; andere dagegen behaupteten: \u00bbNein, er ist ein Volksverf\u00fchrer\u00ab;<br>13 doch niemand redete mit voller Offenheit \u00fcber ihn aus Furcht vor den Juden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Lehre stammt von Gott<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Als aber die Festwoche schon zur H\u00e4lfte vor\u00fcber war, ging Jesus zum Tempel hinauf und lehrte.<br>15 Da wunderten sich die Juden und sagten: \u00bbWie kommt dieser zur Schriftgelehrsamkeit, obwohl er doch keinen Unterricht in ihr erhalten hat?\u00ab<br>16 Da antwortete ihnen Jesus mit den Worten: \u00bbMeine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat;<br>17 wenn jemand dessen Willen tun will, wird er inne werden, ob diese Lehre von Gott stammt oder ob ich von mir selbst aus rede.<br>18 Wer von sich selbst aus redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und bei dem findet sich keine Ungerechtigkeit.<br>19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und doch erf\u00fcllt niemand von euch das Gesetz! Warum sucht ihr mich zu t\u00f6ten?\u00ab<br>20 Die Volksmenge antwortete: \u00bbDu bist von Sinnen! Wer sucht dich denn zu t\u00f6ten?\u00ab<br>21 Jesus antwortete ihnen: \u00bbEin einziges Werk habe ich (hier in Jerusalem) getan, und ihr seid allesamt verwundert dar\u00fcber.<br>22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben \u2013 von Mose stammt sie freilich nicht, sondern von den Erzv\u00e4tern \u2013, und so beschneidet ihr denn einen Menschen (auch) am Sabbat.<br>23 Wenn (nun) ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empf\u00e4ngt, damit das mosaische Gesetz nicht gebrochen wird: da wollt ihr mir z\u00fcrnen, weil ich einen ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe?<br>24 Urteilt nicht nach dem \u00e4u\u00dferen Schein, sondern gebt ein gerechtes Urteil ab!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus selbst kommt von Gott<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Da sagten einige von den Bewohnern Jerusalems: \u00bbIst dieser Mensch es nicht, den sie zu t\u00f6ten suchen?<br>26 Und seht nur: er redet ganz \u00f6ffentlich, und man sagt ihm kein Wort! Die Oberen werden doch nicht etwa zu der Erkenntnis gekommen sein, da\u00df dieser der Messias ist?<br>27 Freilich von diesem wissen wir, woher er stammt; wenn aber der Messias kommt, wei\u00df niemand, woher er stammt.\u00ab<br>28 Da rief Jesus im Tempel, wo er lehrte, laut aus: \u00bbJa, ihr kennt mich und wi\u00dft, woher ich stamme! Und doch bin ich nicht von mir selbst aus gekommen, sondern es ist der rechte Sender, der mich gesandt hat, den ihr aber nicht kennt.<br>29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm her (ausgegangen) bin, und er hat mich gesandt.\u00ab<br>30 Da suchten sie ihn festzunehmen, doch niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.<br>31 Aus dem Volke kamen aber viele zum Glauben an ihn und sagten: \u00bbWird wohl Christus, wenn er kommt, mehr Wunderzeichen tun, als dieser getan hat?\u00ab<br>32 Die Pharis\u00e4er erfuhren, da\u00df das Volk solche Ansichten im geheimen \u00fcber ihn \u00e4u\u00dferte; daher schickten die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er Diener ab, die ihn festnehmen sollten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus k\u00fcndigt seinen Hingang zu Gott an<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Da sagte Jesus: \u00bbNur noch kurze Zeit bin ich bei euch, dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.<br>34 Ihr werdet mich (dann) suchen, aber nicht finden, und wo ich (dann) bin, dahin k\u00f6nnt ihr nicht kommen.\u00ab<br>35 Da sagten die Juden zueinander: \u00bbWohin will dieser gehen, da\u00df wir ihn nicht finden k\u00f6nnen? Will er etwa zu den Juden gehen, die unter den Griechen zerstreut leben, und der Lehrer der Griechen werden?<br>36 Welchen Sinn hat dieses Wort, das er ausgesprochen hat: \u203aIhr werdet mich suchen, aber nicht finden\u2039 und \u203aWo ich (dann) bin, dahin k\u00f6nnt ihr nicht kommen\u2039?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus auf dem H\u00f6hepunkt des Festes als Spender des Wassers des Lebens, d.h. des Geistes<\/h3>\n\n\n\n<p>37 Am letzten, dem gro\u00dfen Tage des Festes aber stand Jesus da und rief laut aus: \u00bbWen da d\u00fcrstet, der komme zu mir und trinke!<br>38 Wer an mich glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift gesagt hat (Joel 4,18; Sach 14,8; Hes 47,1-12), Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.\u00ab<br>39 Damit meinte er aber den Geist, den die, welche zum Glauben an ihn gekommen waren, empfangen sollten; denn der (heilige) Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht zur Herrlichkeit erhoben worden war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Entgegengesetzte Urteile des Volkes \u00fcber Jesus<\/h3>\n\n\n\n<p>40 Nun sagten manche aus dem Volk, die diese Worte geh\u00f6rt hatten: \u00bbDieser ist wirklich der Prophet!\u00ab<br>41 Andere sagten: \u00bbEr ist Christus\u00ab; wieder andere meinten: \u00bbChristus kommt doch nicht aus Galil\u00e4a!<br>42 Hat nicht die Schrift gesagt (2.Sam 7,12; Mi 5,1), da\u00df Christus aus dem Samen Davids und aus der Ortschaft Bethlehem, wo David gewohnt hat, kommen soll?\u00ab<br>43 So entstand seinetwegen eine Spaltung unter dem Volk.<br>44 Einige von ihnen h\u00e4tten ihn nun gern festgenommen, aber keiner legte Hand an ihn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fehlschlagen des Verhaftungsplans der F\u00fchrer; Spaltung unter den Mitgliedern des Hohen Rates; Mahnung des Nikodemus<\/h3>\n\n\n\n<p>45 So kamen denn die Diener zu den Hohenpriestern und Pharis\u00e4ern zur\u00fcck, und diese fragten sie: \u00bbWarum habt ihr ihn nicht hergebracht?\u00ab<br>46 Die Diener antworteten: \u00bbNoch niemals hat ein Mensch so geredet, wie dieser Mann redet!\u00ab<br>47 Da erwiderten ihnen die Pharis\u00e4er: \u00bbHabt auch ihr euch irref\u00fchren lassen?<br>48 Ist etwa irgendein Oberer oder ein Pharis\u00e4er zum Glauben an ihn gekommen?<br>49 Nein, nur dieses gemeine Volk, das vom Gesetz nichts wei\u00df \u2013 verflucht sind sie!\u00ab<br>50 Da sagte Nikodemus, der fr\u00fcher einmal zu Jesus gekommen war und ihrer Partei angeh\u00f6rte:<br>51 \u00bbVerurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, ohne da\u00df man ihn zuvor verh\u00f6rt und seine Schuld festgestellt hat?\u00ab<br>52 Da gaben sie ihm zur Antwort: \u00bbStammst du vielleicht auch aus Galil\u00e4a? Forsche doch nach und lerne begreifen, da\u00df aus Galil\u00e4a kein Prophet hervorgeht!\u00ab<br>53 Dann gingen sie weg, ein jeder in sein Haus;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Jesus aber begab sich an den \u00d6lberg.<br>2 Am folgenden Morgen jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das gesamte Volk kam zu ihm; er setzte sich dann und lehrte sie.<br>3 Da f\u00fchrten die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er eine Frau herbei, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte<br>4 und sagten zu ihm: \u00bbMeister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.<br>5 Nun hat Mose uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen (3.Mose 20,10; 5.Mose 22,22). Was sagst nun du dazu?\u00ab<br>6 Dies sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn h\u00e4tten. Jesus aber b\u00fcckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf den Erdboden.<br>7 Als sie aber ihre Frage an ihn mehrfach wiederholten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: \u00bbWer unter euch ohne S\u00fcnde ist, werfe den ersten Stein auf sie!\u00ab<br>8 Hierauf b\u00fcckte er sich aufs neue und schrieb auf dem Erdboden weiter.<br>9 Als aber jene das geh\u00f6rt hatten, gingen sie einer nach dem andern weg, die \u00c4ltesten zuerst bis zu den Letzten, und Jesus blieb allein zur\u00fcck mit der Frau, die in der Mitte stand.<br>10 Da richtete Jesus sich auf und fragte sie: \u00bbFrau, wo sind sie? Hat keiner dich verurteilt?\u00ab Sie antwortete: \u00bbKeiner, Herr.\u00ab<br>11 Da sagte Jesus: \u00bbAuch ich verurteile dich nicht: gehe hin und s\u00fcndige hinfort nicht mehr!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Selbstzeugnis Jesu als des Lichts der Welt und des Sohnes Gottes<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Nun redete Jesus aufs neue zu ihnen und sagte: \u00bbIch bin das Licht der Welt: wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.\u00ab<br>13 Da sagten die Pharis\u00e4er zu ihm: \u00bbDu legst Zeugnis \u00fcber dich selbst ab: dein Zeugnis ist ung\u00fcltig.\u00ab<br>14 Jesus gab ihnen zur Antwort: \u00bbAuch wenn ich \u00fcber mich selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis doch g\u00fcltig, denn ich wei\u00df, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wi\u00dft nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.<br>15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte \u00fcberhaupt niemand.<br>16 Doch auch wenn ich richte, ist mein Urteil wahr; denn ich stehe (mit meinem Zeugnis) nicht allein, sondern mit mir ist der, welcher mich gesandt hat.<br>17 Nun steht doch auch in eurem Gesetz geschrieben, da\u00df das Zeugnis zweier Personen wahr ist (5.Mose 17,6; 19,15).<br>18 Ich lege Zeugnis von mir ab, und der Vater, der mich gesandt hat, legt auch Zeugnis von mir ab.\u00ab<br>19 Da fragten sie ihn: \u00bbWo ist (denn) dein Vater?\u00ab Jesus antwortete: \u00bbWeder mich noch meinen Vater kennt ihr; wenn ihr mich kenntet, w\u00fcrdet ihr auch meinen Vater kennen.\u00ab<br>20 Diese Worte sprach er aus, als er beim Opferkasten im Tempel lehrte; und niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus bezeugt die tiefe Kluft, die ihn nach seiner Herkunft von den Juden trennt<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Aufs neue sagte er dann zu ihnen: \u00bbIch gehe weg; dann werdet ihr mich suchen und in eurer S\u00fcnde sterben. Wohin ich gehe, dahin k\u00f6nnt ihr nicht kommen.\u00ab<br>22 Da sagten die Juden: \u00bbWill er sich etwa das Leben nehmen, weil er sagt: \u203aWohin ich gehe, dahin k\u00f6nnt ihr nicht kommen\u2039?\u00ab<br>23 Da sagte er zu ihnen: \u00bbIhr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.<br>24 Darum habe ich euch gesagt, da\u00df ihr in euren S\u00fcnden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, da\u00df ich es bin, so werdet ihr in euren S\u00fcnden sterben.\u00ab<br>25 Da fragten sie ihn: \u00bbWer bist du denn?\u00ab Jesus antwortete ihnen: \u00bbDas, was ich von Anfang an (gesagt habe) und auch jetzt euch sage.<br>26 Vieles h\u00e4tte ich \u00fcber euch noch zu sagen und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und ich \u2013 was ich von ihm geh\u00f6rt habe, das rede ich zur Welt.\u00ab<br>27 Sie verstanden nicht, da\u00df er vom Vater zu ihnen redete.<br>28 Da fuhr nun Jesus fort: \u00bbWenn ihr den Menschensohn erh\u00f6ht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, da\u00df ich es bin (V.24) und da\u00df ich nichts von mir selbst aus tue, sondern so rede, wie der Vater mich gelehrt hat.<br>29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgef\u00e4llig ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Zeugnis von seiner Gottessohnschaft und von der S\u00fcndenknechtschaft der Juden trotz ihrer Abstammung von Abraham<\/h3>\n\n\n\n<p>30 Als er das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.<br>31 Nun sagte Jesus zu den Juden, die an ihn gl\u00e4ubig geworden waren: \u00bbWenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr in Wahrheit meine J\u00fcnger<br>32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.\u00ab<br>33 Da entgegneten sie ihm: \u00bbWir sind Abrahams Nachkommenschaft und haben noch niemals jemandem als Knechte gedient; wie kannst du da sagen: \u203aIhr werdet frei werden\u2039?\u00ab<br>34 Jesus antwortete ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: ein jeder, der S\u00fcnde tut, ist ein Knecht der S\u00fcnde.<br>35 Der Knecht aber bleibt nicht f\u00fcr immer im Hause, der Sohn dagegen bleibt f\u00fcr immer darin.<br>36 Wenn also der Sohn euch frei gemacht hat, dann werdet ihr wirklich frei sein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die ungl\u00e4ubigen Juden sind weder Abrahams noch Gottes Kinder, sondern Kinder des Teufels<\/h3>\n\n\n\n<p>37 \u00bbIch wei\u00df wohl, da\u00df ihr Abrahams Nachkommenschaft seid; aber ihr sucht mich zu t\u00f6ten, weil mein Wort keinen Eingang bei euch findet.<br>38 Was ich beim Vater gesehen habe, das rede ich; dementsprechend tut auch ihr das, was ihr vom Vater geh\u00f6rt habt.\u00ab<br>39 Sie antworteten ihm mit der Versicherung: \u00bbUnser Vater ist Abraham!\u00ab Jesus erwiderte ihnen: \u00bbWenn ihr Abrahams Kinder seid, so handelt auch so wie Abraham (gehandelt hat)!<br>40 Nun aber geht ihr darauf aus, mich zu t\u00f6ten, einen Mann, der euch die Wahrheit verk\u00fcndigt hat, wie ich sie von Gott geh\u00f6rt habe: so etwas hat Abraham nicht getan.<br>41 Ihr vollbringt die Werke eures Vaters.\u00ab Sie erwiderten ihm: \u00bbWir sind keine unehelichen Kinder; wir haben nur einen einzigen Vater, n\u00e4mlich Gott.\u00ab<br>42 Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbWenn Gott euer Vater w\u00e4re, dann w\u00fcrdet ihr mich lieben; denn ich bin von Gott ausgegangen und (von ihm) gekommen; ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.<br>43 Wie geht es nun zu, da\u00df ihr meine Art zu reden nicht versteht? Weil ihr nicht imstande seid, das, was meine Worte besagen, auch nur anzuh\u00f6ren.<br>44 Ihr stammt eben vom Teufel als eurem Vater und wollt nach den Gel\u00fcsten eures Vaters handeln. Der ist ein Menschenm\u00f6rder von Anfang an gewesen und steht nicht in der Wahrheit, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die L\u00fcge redet, dann redet er aus seinem eigensten Wesen heraus, denn er ist ein L\u00fcgner und der Vater von ihr.<br>45 Weil ich dagegen die Wahrheit rede, schenkt ihr mir keinen Glauben.<br>46 Wer von euch kann mich einer S\u00fcnde zeihen? Wenn ich die Wahrheit rede, warum schenkt ihr mir keinen Glauben?<br>47 Wer aus Gott ist, h\u00f6rt die Worte Gottes; deshalb h\u00f6rt ihr sie nicht, weil ihr nicht von Gott seid.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Zeugnis von der Erhabenheit (bzw. Ewigkeit) seiner Person und von seiner \u00dcberlegenheit \u00fcber Abraham<\/h3>\n\n\n\n<p>48 Da gaben ihm die Juden zur Antwort: \u00bbSagen wir nicht mit Recht, da\u00df du ein Samariter und von einem b\u00f6sen Geist besessen bist?\u00ab<br>49 Jesus antwortete ihnen: \u00bbIch bin von keinem b\u00f6sen Geist besessen, sondern ehre meinen Vater; doch ihr beschimpft mich.<br>50 Ich aber sorge nicht f\u00fcr meine Ehre: es ist einer da, der (f\u00fcr sie) sorgt und Gericht (f\u00fcr sie) h\u00e4lt.<br>51 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht sehen.\u00ab<br>52 Da entgegneten ihm die Juden: \u00bbJetzt wissen wir sicher, da\u00df du von einem b\u00f6sen Geist besessen bist. Abraham ist gestorben und (ebenso) die Propheten, und du behauptest: \u203aWenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schmecken.\u2039<br>53 Bist du etwa gr\u00f6\u00dfer als unser Vater Abraham, der doch gestorben ist? Und auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?\u00ab<br>54 Jesus antwortete: \u00bbWenn ich mich selbst ehrte, so w\u00e4re es mit meiner Ehre nichts; nein, mein Vater ist es, der mich ehrt, derselbe, von dem ihr behauptet, er sei euer Gott;<br>55 und dabei habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn; und wenn ich sagen wollte, da\u00df ich ihn nicht kenne, so w\u00fcrde ich euch gleich sein, n\u00e4mlich ein L\u00fcgner. Doch ich kenne ihn und bewahre sein Wort.<br>56 Euer Vater Abraham hat dar\u00fcber gejubelt, da\u00df er meinen Tag sehen sollte, und er hat ihn gesehen und sich dar\u00fcber gefreut.\u00ab<br>57 Da sagten die Juden zu ihm: \u00bbDu bist noch nicht f\u00fcnfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?\u00ab<br>58 Jesus antwortete ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe Abraham (geboren) ward, bin ich.\u00ab<br>59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen; Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im Vor\u00fcbergehen sah er alsdann einen Mann, der von Geburt an blind war.<br>2 Da fragten ihn seine J\u00fcnger: \u00bbRabbi, wer hat ges\u00fcndigt, dieser Mann oder seine Eltern, da\u00df er als Blinder geboren worden ist?\u00ab<br>3 Jesus antwortete: \u00bbWeder dieser hat ges\u00fcndigt noch seine Eltern; sondern (dazu ist es geschehen) damit das Wirken Gottes an ihm offenbar w\u00fcrde.<br>4 Wir m\u00fcssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, in der niemand wirken kann.<br>5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.\u00ab<br>6 Nach diesen Worten spie er auf den Boden, stellte mit dem Speichel einen Teig her, legte dem Blinden den Teig auf die Augen<br>7 und sagte zu ihm: \u00bbGehe hin, wasche dich im Teiche Siloah!\u00ab \u2013 Das hei\u00dft \u00fcbersetzt \u203aAbgesandter\u2039. \u2013 Da ging er hin, wusch sich und kam sehend zur\u00fcck.<br>8 Nun sagten die Nachbarn und die Leute, die ihn fr\u00fcher als Bettler gesehen hatten: \u00bbIst dieser nicht der Mann, der fr\u00fcher dasa\u00df und bettelte?\u00ab<br>9 Die einen sagten: \u00bbJa, er ist\u2019s\u00ab; andere meinten: \u00bbNein, er sieht ihm nur \u00e4hnlich\u00ab; er selbst aber sagte: \u00bbJa, ich bin\u2019s.\u00ab<br>10 Da fragten sie ihn: \u00bbAuf welche Weise sind dir denn die Augen aufgetan worden?\u00ab<br>11 Er antwortete: \u00bbDer Mann, der Jesus hei\u00dft, stellte einen Teig her, strich ihn mir auf die Augen und sagte zu mir: \u203aGehe hin an den Siloahteich und wasche dich dort!\u2039 Da ging ich hin, wusch mich und konnte sehen.\u00ab<br>12 Sie fragten ihn nun: \u00bbWo ist der Mann?\u00ab Er antwortete: \u00bbDas wei\u00df ich nicht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das erste Verh\u00f6r der Pharis\u00e4er<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Man f\u00fchrte ihn nun zu den Pharis\u00e4ern, ihn, den ehemals Blinden.<br>14 Es war aber (gerade) Sabbat an dem Tage gewesen, an dem Jesus den Teig hergestellt und ihm die Augen aufgetan hatte.<br>15 Da fragten ihn nochmals auch die Pharis\u00e4er, wie er sehend geworden sei, und er antwortete ihnen: \u00bbEr hat mir einen Teig auf die Augen gelegt, ich habe mich dann gewaschen und kann nun sehen.\u00ab<br>16 Da sagten einige von den Pharis\u00e4ern: \u00bbDer betreffende Mensch ist nicht von Gott her, weil er den Sabbat nicht h\u00e4lt\u00ab; andere dagegen meinten: \u00bbWie k\u00f6nnte ein s\u00fcndiger Mensch derartige Wunderzeichen tun?\u00ab So bestand eine Meinungsverschiedenheit unter ihnen.<br>17 Sie fragten also den Blindgeborenen aufs neue: \u00bbWas sagst du denn von ihm? Dir hat er doch die Augen aufgetan.\u00ab Jener antwortete: \u00bbEr ist ein Prophet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Verh\u00f6r der Eltern<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Die Juden wollten nun von ihm nicht glauben, da\u00df er blind gewesen und sehend geworden sei, bis sie schlie\u00dflich die Eltern des Sehendgewordenen riefen<br>19 und sie fragten: \u00bbIst dies euer Sohn, der, wie ihr behauptet, blind geboren worden ist? Wie kommt es denn, da\u00df er jetzt sehen kann?\u00ab<br>20 Da antworteten seine Eltern: \u00bbWir wissen, da\u00df dies unser Sohn ist und da\u00df er als Blinder geboren worden ist;<br>21 wie es aber kommt, da\u00df er jetzt sehen kann, das wissen wir nicht, und wer ihm die Augen ge\u00f6ffnet hat, wissen wir auch nicht. Befragt ihn selbst dar\u00fcber: er ist alt genug; er wird selbst Auskunft \u00fcber sich geben.\u00ab<br>22 Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden f\u00fcrchteten; denn die Juden hatten bereits miteinander abgemacht, da\u00df, wenn jemand Jesus als den Messias anerkenne, er in den Bann getan werden solle.<br>23 Aus diesem Grunde sagten seine Eltern: \u00bbEr ist alt genug: fragt ihn selbst!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das zweite Verh\u00f6r des Geheilten<\/h3>\n\n\n\n<p>24 So lie\u00dfen sie denn den Mann, der blind gewesen war, zum zweitenmal rufen und sagten zu ihm: \u00bbGib Gott die Ehre! Wir wissen, da\u00df dieser Mensch ein S\u00fcnder ist.\u00ab<br>25 Da antwortete jener: \u00bbOb er ein S\u00fcnder ist, wei\u00df ich nicht; eins aber wei\u00df ich, da\u00df ich blind gewesen bin und jetzt sehen kann.\u00ab<br>26 Da fragten sie ihn noch einmal: \u00bbWas hat er mit dir vorgenommen? Auf welche Weise hat er dir die Augen aufgetan?\u00ab<br>27 Er antwortete ihnen: \u00bbIch habe es euch schon einmal gesagt, doch ihr habt nicht darauf geh\u00f6rt; warum wollt ihr es noch einmal h\u00f6ren? Wollt etwa auch ihr seine J\u00fcnger werden?\u00ab<br>28 Da schm\u00e4hten sie ihn und sagten: \u00bbDu bist ein J\u00fcnger von ihm, wir aber sind J\u00fcnger von Mose.<br>29 Wir wissen, da\u00df Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht, woher er stammt.\u00ab<br>30 Der Mann gab ihnen zur Antwort: \u00bbDarin liegt eben das Verwunderliche, da\u00df ihr nicht wi\u00dft, woher er stammt, und mir hat er doch die Augen aufgetan.<br>31 Wir wissen, da\u00df Gott S\u00fcnder nicht erh\u00f6rt, sondern nur wenn jemand gottesf\u00fcrchtig ist und seinen Willen tut, den erh\u00f6rt er.<br>32 Von der Weltzeit an hat man noch nicht vernommen, da\u00df jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan hat.<br>33 Wenn dieser Mann nicht von Gott her w\u00e4re, so verm\u00f6chte er nichts zu tun.\u00ab<br>34 Sie antworteten ihm: \u00bbDu bist ganz in S\u00fcnden geboren, und du willst uns Lehren geben?\u00ab Und sie stie\u00dfen ihn (aus der Gemeinde der Gesetzesfrommen) aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Glaube des Geheilten an Jesus; Jesus als das Licht der Nichtsehenden und als die Verblendung der Sehenden<\/h3>\n\n\n\n<p>35 Jesus erfuhr von seiner Aussto\u00dfung und sagte zu ihm, als er ihn antraf: \u00bbGlaubst du an den Sohn Gottes?\u00ab<br>36 Jener gab zur Antwort: \u00bbHerr, wer ist denn das? Ich m\u00f6chte gern an ihn glauben.\u00ab<br>37 Jesus antwortete ihm: \u00bbDu hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es!\u00ab<br>38 Jener sagte: \u00bbIch glaube, Herr!\u00ab und warf sich vor ihm nieder.<br>39 Nun sagte Jesus: \u00bbZu einer Scheidung bin ich in diese Welt gekommen: die Nichtsehenden sollen sehen k\u00f6nnen und die Sehenden blind werden.\u00ab<br>40 Dies h\u00f6rten einige von den Pharis\u00e4ern, die sich in seiner N\u00e4he befanden, und fragten ihn: \u00bbSind wir etwa auch blind?\u00ab<br>41 Jesus antwortete ihnen: \u00bbW\u00e4ret ihr blind, so h\u00e4ttet ihr keine S\u00fcnde; nun ihr aber behauptet: \u203aWir sind sehend\u2039, so bleibt eure S\u00fcnde!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer nicht durch die T\u00fcr in die H\u00fcrde der Schafe hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein R\u00e4uber;<br>2 wer aber durch die T\u00fcr hineingeht, der ist der Hirt der Schafe.<br>3 Diesem macht der T\u00fcrh\u00fcter auf, und die Schafe h\u00f6ren auf seine Stimme; er ruft die ihm geh\u00f6renden Schafe mit Namen und f\u00fchrt sie hinaus.<br>4 Wenn er dann alle Schafe, die ihm geh\u00f6ren, hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.<br>5 Einem Fremden aber w\u00fcrden sie nicht folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.\u00ab<br>6 Dies sagte Jesus ihnen in bildlicher Rede; sie verstanden aber nicht, was er ihnen damit sagen wollte.<br>7 Da sagte Jesus von neuem zu ihnen: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die T\u00fcr f\u00fcr die Schafe!<br>8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und R\u00e4uber; aber die Schafe haben nicht auf sie geh\u00f6rt.<br>9 Ich bin die T\u00fcr: Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden, wird ein- und ausgehen und Weide finden.<br>10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und Unheil anzurichten; ich aber bin gekommen, damit die Schafe Leben haben und \u00dcberflu\u00df haben.\u00ab<br>11 \u00bbIch bin der gute Hirt! Der gute Hirt gibt sein Leben f\u00fcr die Schafe hin.<br>12 Der Mietling (aber), der kein Hirt ist und dem die Schafe nicht zu eigen geh\u00f6ren, sieht den Wolf kommen, verl\u00e4\u00dft die Schafe und flieht; und der Wolf f\u00e4llt sie an und zerstreut sie:<br>13 er ist ja nur ein Mietling, und ihm ist an den Schafen nichts gelegen.<br>14 Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,<br>15 ebenso wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben f\u00fcr die Schafe hin. \u2013<br>16 Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht zu dieser H\u00fcrde geh\u00f6ren; auch diese mu\u00df ich f\u00fchren, und sie werden auf meinen Ruf h\u00f6ren, und es wird eine Herde, ein Hirt sein.<br>17 Um deswillen hat der Vater mich lieb, weil ich mein Leben hingebe, damit ich es wieder an mich nehme;<br>18 niemand nimmt es mir, sondern ich gebe es freiwillig hin. Ich habe Vollmacht, es hinzugeben, und ich habe Vollmacht, es wieder an mich zu nehmen; die Erm\u00e4chtigung dazu habe ich von meinem Vater erhalten.\u00ab<br>19 Da entstand wegen dieser Worte wieder eine Meinungsverschiedenheit unter den Juden.<br>20 Viele von ihnen sagten n\u00e4mlich: \u00bbEr ist von einem b\u00f6sen Geist besessen und ist von Sinnen: was h\u00f6rt ihr ihn noch an?\u00ab<br>21 Andere aber sagten: \u00bbDas sind nicht Worte eines Besessenen; kann etwa ein b\u00f6ser Geist Blinden die Augen auftun?\u00ab<br>22 Damals fand das Fest der Tempelweihe in Jerusalem statt; es war Winter,<br>23 und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.<br>24 Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: \u00bbWie lange l\u00e4\u00dft du uns noch in Ungewi\u00dfheit schweben? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus!\u00ab<br>25 Jesus antwortete ihnen: \u00bbIch habe es euch gesagt, doch ihr glaubt (es) nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, die legen Zeugnis von mir ab;<br>26 aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen geh\u00f6rt.<br>27 Meine Schafe h\u00f6ren auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach;<br>28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in alle Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie meiner Hand entrei\u00dfen.<br>29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist gr\u00f6\u00dfer als alle, und niemand vermag sie der Hand meines Vaters zu entrei\u00dfen.<br>30 Ich und der Vater sind eins!\u00ab<br>31 Da holten die Juden wieder Steine herbei, um ihn zu steinigen;<br>32 Jesus aber sagte zu ihnen: \u00bbViele gute Werke habe ich euch vom Vater her sehen lassen: welches von diesen Werken ist es, wegen dessen ihr mich steinigen wollt?\u00ab<br>33 Die Juden antworteten ihm: \u00bbNicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gottesl\u00e4sterung, und zwar weil du, der du doch (nur) ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.\u00ab<br>34 Jesus antwortete ihnen: \u00bbSteht nicht in eurem Gesetz geschrieben (Ps 82,6): \u203aIch habe gesagt: Ihr seid G\u00f6tter\u2039?<br>35 Wenn die Schrift schon jene (M\u00e4nner), an die das Wort Gottes erging, G\u00f6tter genannt hat \u2013 und die Schrift kann doch ihre G\u00fcltigkeit nicht verlieren \u2013:<br>36 wie k\u00f6nnt ihr da dem, welchem der Vater die Weihe erteilt und den er in die Welt gesandt hat, Gottesl\u00e4sterung vorwerfen, weil ich gesagt habe: \u203aIch bin Gottes Sohn\u2039?<br>37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht;<br>38 wenn ich sie aber tue, so glaubt, wenn auch nicht mir selbst, so doch meinen Werken, damit ihr immer gewisser zu der Erkenntnis gelangt, da\u00df der Vater in mir ist und ich im Vater bin.\u00ab<br>39 Da suchten sie ihn wiederum festzunehmen, doch er entkam aus ihren H\u00e4nden.<br>40 Er zog nun wieder in das Ostjordanland an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte, und blieb dort.<br>41 Da kamen viele zu ihm und sagten: \u00bbJohannes hat zwar keinerlei Wunder getan, alles aber, was Johannes \u00fcber diesen Mann gesagt hat, ist wahr gewesen.\u00ab<br>42 Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Es lag aber ein Mann krank darnieder, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe, in welchem Maria und ihre Schwester Martha wohnten \u2013<br>2 es war die Maria, die den Herrn mit Myrrhenbalsam gesalbt und seine F\u00fc\u00dfe mit ihren Haaren getrocknet hat \u2013: deren Bruder Lazarus lag krank darnieder.<br>3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und lie\u00dfen ihm sagen: \u00bbHerr, siehe, der, den du lieb hast, der ist krank!\u00ab<br>4 Als Jesus das vernahm, sagte er: \u00bbDiese Krankheit f\u00fchrt nicht zum Tode, sondern dient zur Verherrlichung Gottes, weil der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werden soll.\u00ab<br>5 Jesus hatte aber die Martha und ihre Schwester und auch den Lazarus lieb.<br>6 Als er nun von dessen Krankheit geh\u00f6rt hatte, blieb er zun\u00e4chst noch zwei Tage an dem Orte, wo er sich befand;<br>7 dann erst sagte er zu seinen J\u00fcngern: \u00bbWir wollen wieder nach Jud\u00e4a ziehen!\u00ab<br>8 Die J\u00fcnger erwiderten ihm: \u00bbRabbi, soeben erst haben die Juden dich steinigen wollen, und nun willst du wieder dorthin gehen?\u00ab<br>9 Jesus antwortete: \u00bbHat der Tag nicht zw\u00f6lf Stunden? Wenn man am Tage wandert, st\u00f6\u00dft man nicht an, weil man das Licht dieser Welt sieht;<br>10 wenn man aber bei Nacht wandert, st\u00f6\u00dft man an, weil man kein Licht in sich hat, um zu sehen.\u00ab<br>11 So sagte er und fuhr dann fort: \u00bbUnser Freund Lazarus ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken.\u00ab<br>12 Da erwiderten ihm die J\u00fcnger: \u00bbHerr, wenn er eingeschlafen ist, wird er wieder gesund werden.\u00ab<br>13 Jesus hatte den Tod des Lazarus gemeint, sie dagegen waren der Meinung, er rede vom gew\u00f6hnlichen Schlaf.<br>14 Da sagte Jesus ihnen denn mit klaren Worten: \u00bbLazarus ist gestorben,<br>15 und ich freue mich euretwegen, da\u00df ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glauben lernt. Doch nun la\u00dft uns zu ihm gehen!\u00ab<br>16 Da sagte Thomas, der auch den Namen \u203aZwilling\u2039 f\u00fchrt, zu seinen Mitj\u00fcngern: \u00bbLa\u00dft uns hingehen, um mit ihm zu sterben!\u00ab<br>17 Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon seit vier Tagen im Grabe liegen.<br>18 Bethanien lag aber in der N\u00e4he von Jerusalem, etwa f\u00fcnfzehn Stadien von dort entfernt;<br>19 darum hatten sich viele von den Juden bei Martha und Maria eingefunden, um sie \u00fcber den Tod ihres Bruders zu tr\u00f6sten.<br>20 Als nun Martha von der Ankunft Jesu h\u00f6rte, ging sie ihm entgegen; Maria aber blieb im Hause (bei den Trauerg\u00e4sten) sitzen.<br>21 Da sagte Martha zu Jesus: \u00bbHerr, w\u00e4rest du hier gewesen, so w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben!<br>22 Doch auch so wei\u00df ich, da\u00df Gott dir alles gew\u00e4hren wird, um was du Gott bittest.\u00ab<br>23 Jesus erwiderte ihr: \u00bbDein Bruder wird auferstehen!\u00ab<br>24 Martha antwortete ihm: \u00bbIch wei\u00df, da\u00df er bei der Auferstehung am j\u00fcngsten Tage auferstehen wird.\u00ab<br>25 Jesus entgegnete ihr: \u00bbIch bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt,<br>26 und wer da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben! Glaubst du das?\u00ab<br>27 Sie antwortete ihm: \u00bbJa, Herr, ich habe den Glauben gewonnen, da\u00df du Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.\u00ab<br>28 Nach diesen Worten ging sie weg und rief ihre Schwester Maria, indem sie ihr zufl\u00fcsterte: \u00bbDer Meister ist da und l\u00e4\u00dft dich rufen!\u00ab<br>29 Sobald jene das geh\u00f6rt hatte, stand sie schnell auf und machte sich auf den Weg zu ihm;<br>30 Jesus war aber noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich noch an der Stelle, wohin Martha ihm entgegengekommen war.<br>31 Als nun die Juden, die bei Maria im Hause waren und sie zu tr\u00f6sten suchten, sie schnell aufstehen und hinausgehen sahen, folgten sie ihr nach in der Meinung, sie wolle zum Grabe gehen, um dort zu weinen.<br>32 Als nun Maria an die Stelle kam, wo Jesus sich befand, und ihn erblickt hatte, warf sie sich ihm zu F\u00fc\u00dfen und sagte zu ihm: \u00bbHerr, w\u00e4rest du hier gewesen, so w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben!\u00ab<br>33 Als nun Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, f\u00fchlte er sich im Geist heftig bewegt und ersch\u00fcttert.<br>34 Darauf fragte er: \u00bbWo habt ihr ihn beigesetzt?\u00ab Sie antworteten ihm: \u00bbHerr, komm und sieh es!\u00ab<br>35 Jesus weinte.<br>36 Da sagten die Juden: \u00bbSeht, wie lieb hat er ihn gehabt!\u00ab<br>37 Einige von ihnen aber sagten: \u00bbH\u00e4tte dieser, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht auch machen k\u00f6nnen, da\u00df dieser hier nicht zu sterben brauchte?\u00ab<br>38 Da geriet Jesus in seinem Innern aufs neue in heftige Erregung und trat an das Grab; es war dies aber eine H\u00f6hle, vor deren Eingang ein Stein lag.<br>39 Jesus sagte: \u00bbHebt den Stein weg!\u00ab Martha, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte ihm: \u00bbHerr, er ist schon in Verwesung; es ist ja schon der vierte Tag seit seinem Tode.\u00ab<br>40 Jesus entgegnete ihr: \u00bbHabe ich dir nicht gesagt, da\u00df, wenn du glaubst, du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst?\u00ab<br>41 Da hoben sie den Stein weg; Jesus aber richtete die Augen (zum Himmel) empor und betete: \u00bbVater, ich danke dir, da\u00df du mich erh\u00f6rt hast!<br>42 Ich wu\u00dfte wohl, da\u00df du mich allezeit erh\u00f6rst; aber um des Volkes willen, das hier rings (um mich) steht, habe ich\u2019s gesagt, damit sie zum Glauben kommen, da\u00df du mich gesandt hast.\u00ab<br>43 Nach diesen Worten rief er mit lauter Stimme: \u00bbLazarus, komm heraus!\u00ab<br>44 Da kam der Gestorbene heraus, an den Beinen und Armen mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schwei\u00dftuch umbunden. Jesus sagte zu ihnen: \u00bbMacht ihn los (von seinen H\u00fcllen) und la\u00dft ihn (frei) gehen!\u00ab<br>45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und zugeschaut hatten bei dem, was Jesus getan hatte, wurden an ihn gl\u00e4ubig;<br>46 einige von ihnen aber gingen weg zu den Pharis\u00e4ern und berichteten ihnen, was Jesus getan hatte.<br>47 Infolgedessen beriefen die Hohenpriester und Pharis\u00e4er eine Versammlung des Hohen Rates und sagten: \u00bbWas sollen wir tun, da dieser Mensch so viele Wunderzeichen vollf\u00fchrt?<br>48 Lassen wir ihn so weiter gew\u00e4hren, so werden (schlie\u00dflich) noch alle an ihn glauben, und dann werden die R\u00f6mer kommen und uns die St\u00e4tte und unser Volkstum beseitigen.\u00ab<br>49 Einer aber von ihnen, n\u00e4mlich Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war, sagte zu ihnen: \u00bbIhr seid ganz ohne Einsicht<br>50 und bedenkt nicht, da\u00df es besser f\u00fcr euch ist, da\u00df ein einzelner Mensch f\u00fcr das Volk stirbt, und nicht das ganze Volk zugrunde geht.\u00ab<br>51 Dies sagte er aber nicht von sich selbst aus, sondern als Hoherpriester jenes Jahres weissagte er (unbewu\u00dft), da\u00df Jesus (zum Heil) f\u00fcr das Volk sterben w\u00fcrde,<br>52 und zwar nicht f\u00fcr das (j\u00fcdische) Volk allein, sondern auch, damit er die (unter den V\u00f6lkern) zerstreuten Gotteskinder zu einem einheitlichen Ganzen vereinigte.<br>53 So beratschlagten sie denn von diesem Tage an miteinander in der Absicht, ihn zu t\u00f6ten.<br>54 Daher ging Jesus nicht mehr \u00f6ffentlich unter den Juden umher, sondern zog sich von dort in die Gegend nahe bei der W\u00fcste nach einer Stadt namens Ephraim zur\u00fcck und verweilte dort mit seinen J\u00fcngern l\u00e4ngere Zeit.<br>55 Es stand aber das j\u00fcdische Passah nahe bevor, und viele Leute zogen aus dem (ganzen) Lande schon vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu heiligen.<br>56 Sie suchten nun dort nach Jesus und besprachen sich miteinander, w\u00e4hrend sie auf dem Tempelplatze standen: \u00bbWas meint ihr? Er wird doch wohl nicht zum Feste kommen?\u00ab<br>57 Die Hohenpriester und Pharis\u00e4er aber hatten mehrfach die Verf\u00fcgung ergehen lassen, wenn jemand seinen Aufenthaltsort in Erfahrung bringe, solle er Anzeige erstatten, damit sie ihn festnehmen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Jesus kam nun sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus wohnte, den Jesus von den Toten auferweckt hatte.<br>2 Sie veranstalteten ihm zu Ehren dort ein Mahl, bei dem Martha die Bedienung besorgte, w\u00e4hrend Lazarus sich unter denen befand, die mit ihm zu Tische sa\u00dfen.<br>3 Da nahm Maria ein Pfund Myrrhenbalsam, echte, kostbare Nardensalbe, salbte Jesus die F\u00fc\u00dfe und trocknete ihm die F\u00fc\u00dfe mit ihrem Haar ab; das ganze Haus wurde dabei vom Duft der Salbe erf\u00fcllt.<br>4 Da sagte Judas Iskariot, einer von seinen J\u00fcngern, sein nachmaliger Verr\u00e4ter:<br>5 \u00bbWarum hat man diese Salbe nicht f\u00fcr dreihundert Denare verkauft und (den Erl\u00f6s) den Armen gegeben?\u00ab<br>6 Das sagte er aber nicht, weil ihm die Armen sonderlich am Herzen lagen, sondern weil er ein Dieb war und als Kassenf\u00fchrer die Einlagen veruntreute.<br>7 Da sagte Jesus: \u00bbLa\u00df sie in Ruhe! Sie soll (die Salbe) f\u00fcr den Tag meiner Bestattung aufbewahrt haben.<br>8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.\u00ab<br>9 Es erfuhr nun die zahlreiche Volksmenge der Juden, da\u00df Jesus dort sei; und sie kamen hin nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.<br>10 Die Hohenpriester aber hielten Beratungen ab in der Absicht, auch Lazarus zu t\u00f6ten,<br>11 weil viele Juden seinetwegen dorthin gingen und zum Glauben an Jesus kamen.<br>12 Als dann am folgenden Tage von der Volksmenge, die zum Fest gekommen war, ein gro\u00dfer Teil erfuhr, da\u00df Jesus auf dem Wege nach Jerusalem sei,<br>13 nahmen sie Palmenzweige, zogen hinaus ihm entgegen und riefen laut: \u00bbHosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn und als der K\u00f6nig Israels!\u00ab (Ps 118,25-26)<br>14 Jesus hatte aber einen jungen Esel vorgefunden und sich daraufgesetzt, wie geschrieben steht (Sach 9,9):<br>15 \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein K\u00f6nig kommt und reitet auf einem Eselsf\u00fcllen.\u00ab<br>16 An dies Wort hatten seine J\u00fcnger zun\u00e4chst nicht gedacht; als Jesus aber zur Herrlichkeit eingegangen war, da wurde es ihnen klar, da\u00df dies mit Bezug auf ihn geschrieben stand und da\u00df man dies so an ihm zur Ausf\u00fchrung gebracht hatte.<br>17 Die Volksmenge nun, die bei ihm gewesen war, als er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn von den Toten auferweckt hatte, hatte Zeugnis f\u00fcr ihn abgelegt;<br>18 darum waren ihm auch die vielen Menschen entgegengezogen, weil sie erfahren hatten, da\u00df er dies Wunderzeichen getan habe.<br>19 Da sagten die Pharis\u00e4er zueinander: \u00bbIhr seht, da\u00df ihr nichts erreicht: die ganze Welt ist ja hinter ihm hergelaufen!\u00ab<br>20 Es befanden sich aber einige Griechen unter denen, die nach Jerusalem hinaufzuziehen pflegten, um dort ihre Anbetung am Fest zu verrichten.<br>21 Diese wandten sich nun an Philippus, der aus Bethsaida in Galil\u00e4a war, mit der Bitte: \u00bbHerr, wir m\u00f6chten Jesus gern sehen!\u00ab<br>22 Da ging Philippus hin und sagte es dem Andreas; Andreas und Philippus kamen alsdann und teilten es Jesus mit.<br>23 Dieser antwortete ihnen mit den Worten: \u00bbDie Stunde der Verherrlichung ist f\u00fcr den Menschensohn gekommen!<br>24 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde hineinf\u00e4llt und erstirbt, so bleibt es f\u00fcr sich allein; wenn es aber erstirbt, bringt es reiche Frucht.<br>25 Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt ha\u00dft, wird es zu ewigem Leben bewahren.<br>26 Will jemand mir dienen, so folge er mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein; wenn jemand mir dient, wird der Vater ihn ehren.<br>27 Jetzt ist meine Seele ersch\u00fcttert, und was soll ich sagen? (Soll ich bitten:) \u203aVater, errette mich aus dieser Stunde!\u2039? Nein, gerade deshalb bin ich ja in diese Stunde gekommen:<br>28 Vater, verherrliche deinen Namen!\u00ab Da erscholl eine Stimme aus dem Himmel: \u00bbIch habe ihn (schon) verherrlicht und werde ihn noch weiter verherrlichen!\u00ab<br>29 Da sagte die Volksmenge, die dabeistand und zuh\u00f6rte, es habe gedonnert; andere sagten: \u00bbEin Engel hat mit ihm geredet.\u00ab<br>30 Da nahm Jesus das Wort und sagte: \u00bbNicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen.<br>31 Jetzt ergeht ein Gericht \u00fcber diese Welt, jetzt wird der F\u00fcrst dieser Welt hinausgesto\u00dfen werden,<br>32 und ich werde, wenn ich von der Erde erh\u00f6ht sein werde, alle zu mir ziehen!\u00ab<br>33 Dies sagte er aber, um anzudeuten, welches Todes er sterben w\u00fcrde.<br>34 Da entgegnete ihm die Volksmenge: \u00bbWir haben aus dem Gesetz geh\u00f6rt, da\u00df Christus in Ewigkeit (am Leben) bleibt; wie kannst du da behaupten, der Menschensohn m\u00fcsse erh\u00f6ht werden? Wer ist denn dieser Menschensohn?\u00ab<br>35 Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbNur noch kurze Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt (im Licht), solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht \u00fcberf\u00e4llt; denn wer in der Finsternis wandelt, wei\u00df nicht, wohin er gelangt.<br>36 Solange ihr das Licht noch habt, glaubt an das Licht, damit ihr S\u00f6hne des Lichtes werdet! \u00ab So sprach Jesus, entfernte sich dann und hielt sich vor ihnen verborgen.<br>37 Obwohl er aber so viele Wunderzeichen vor ihren Augen getan hatte, glaubten sie doch nicht an ihn;<br>38 es sollte sich eben das Wort des Propheten Jesaja erf\u00fcllen, das da lautet (Jes 53,1): \u00bbHerr, wer hat unserer Botschaft Glauben geschenkt, und wem ist der Arm des Herrn offenbar geworden?\u00ab<br>39 Deshalb konnten sie nicht glauben, weil Jesaja an einer anderen Stelle gesagt hat (Jes 6,9-10):<br>40 \u00bbEr hat ihnen die Augen geblendet und ihr Herz verh\u00e4rtet, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihrem Herzen (nicht) zur Erkenntnis gelangen und sie sich (nicht) bekehren sollten und ich sie (nicht) heile.\u00ab<br>41 So hat Jesaja gesprochen, weil er seine Herrlichkeit schaute, und von ihm hat er geredet.<br>42 Gleichwohl glaubten auch von den Obersten viele an ihn, bekannten es aber um der Pharis\u00e4er willen nicht offen, um nicht in den Bann getan zu werden;<br>43 denn an der Ehre bei den Menschen lag ihnen mehr als an der Ehre bei Gott.<br>44 Jesus aber rief mit lauter Stimme aus: \u00bbWer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat;<br>45 und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.<br>46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.<br>47 Und wenn jemand meine Worte h\u00f6rt und sie nicht befolgt, so richte nicht ich ihn; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten.<br>48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat (damit schon) seinen Richter: das Wort, das ich verk\u00fcndet habe, wird sein Richter sein am j\u00fcngsten Tage.<br>49 Denn ich habe nicht von mir selbst aus geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir Auftrag gegeben, was ich sagen und was ich reden soll,<br>50 und ich wei\u00df, da\u00df sein Auftrag ewiges Leben bedeutet. Was ich also rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Jesus offenbart seinen J\u00fcngern beim Abschied seinen Weg zur Herrlichkeit und ihren Weg ebendahin (Kap. 13-17)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Vor dem Passahfest aber, da Jesus wohl wu\u00dfte, da\u00df f\u00fcr ihn die Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater hin\u00fcberzugehen, bewies er den Seinen, die in der Welt waren, die Liebe, die er (bisher) zu ihnen gehegt hatte, bis zum letzten Augenblick.<br>2 Es war bei einem Mahl, und schon hatte der Teufel dem Judas Iskariot, dem Sohne Simons, den Entschlu\u00df des Verrats eingegeben.<br>3 Weil Jesus nun wu\u00dfte, da\u00df der Vater ihm alles in die H\u00e4nde gegeben hatte und da\u00df er von Gott ausgegangen sei und wieder zu Gott hingehe,<br>4 erhob er sich beim Mahl von seinem Platz, legte die Oberkleidung ab, nahm einen linnenen Schurz und band ihn sich um.<br>5 Danach go\u00df er Wasser in das Waschbecken und begann seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe zu waschen und sie mit dem linnenen Schurz, den er sich umgebunden hatte, abzutrocknen.<br>6 So kam er denn auch zu Simon Petrus. Dieser sagte zu ihm: \u00bbHerr, du willst mir die F\u00fc\u00dfe waschen?\u00ab<br>7 Jesus antwortete ihm mit den Worten: \u00bbWas ich damit tue, verstehst du jetzt noch nicht, du wirst es aber nachher verstehen.\u00ab<br>8 Petrus entgegnete ihm: \u00bbNun und nimmer sollst du mir die F\u00fc\u00dfe waschen!\u00ab Jesus antwortete ihm: \u00bbWenn ich dich nicht wasche, so hast du keinen Anteil an mir.\u00ab<br>9 Da sagte Simon Petrus zu ihm: \u00bbHerr, dann nicht nur meine F\u00fc\u00dfe, sondern auch die H\u00e4nde und den Kopf!\u00ab<br>10 Jesus antwortete ihm: \u00bbWer gebadet ist, dem braucht nichts weiter gewaschen zu werden als die F\u00fc\u00dfe, sondern er ist am ganzen K\u00f6rper rein; und ihr seid rein, jedoch nicht alle.\u00ab<br>11 Er kannte n\u00e4mlich seinen Verr\u00e4ter wohl; deshalb sagte er: \u00bbIhr seid nicht alle rein.\u00ab<br>12 Nachdem er ihnen nun die F\u00fc\u00dfe gewaschen und seine Oberkleidung wieder angelegt und seinen Platz am Tisch wieder eingenommen hatte, sagte er zu ihnen: \u00bbVersteht ihr, was ich an euch getan habe?<br>13 Ihr redet mich mit \u203aMeister\u2039 und \u203aHerr\u2039 an und habt recht mit dieser Benennung, denn ich bin es wirklich.<br>14 Wenn nun ich, der Herr und der Meister, euch die F\u00fc\u00dfe gewaschen habe, so seid auch ihr verpflichtet, einander die F\u00fc\u00dfe zu waschen;<br>15 denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit ihr es ebenso machet, wie ich an euch getan habe.<br>16 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ein Knecht steht nicht h\u00f6her als sein Herr, und ein Sendbote nicht h\u00f6her als sein Absender.<br>17 Wenn ihr dies wi\u00dft \u2013 selig seid ihr, wenn ihr danach handelt!<br>18 Nicht von euch allen rede ich; ich wei\u00df ja, wie die beschaffen sind, welche ich erw\u00e4hlt habe; aber das Schriftwort mu\u00df erf\u00fcllt werden (Ps 41,10): \u203aDer mein Brot i\u00dft, hat seine Ferse gegen mich erhoben.\u2039<br>19 Schon jetzt sage ich es euch, noch bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, da\u00df ich es bin (den die Schrift meint).<br>20 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer dann, wenn ich jemand sende, ihn aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.\u00ab (Mt 10,40)<br>21 Nach diesen Worten wurde Jesus im Geist aufs tiefste ersch\u00fcttert und sprach es offen aus: \u00bbWahrlich, wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!\u00ab<br>22 Da blickten die J\u00fcnger einander an und waren ratlos dar\u00fcber, wen er meinte.<br>23 Es hatte aber einer von seinen J\u00fcngern bei Tisch seinen Platz an der Brust Jesu, n\u00e4mlich der, den Jesus (besonders) lieb hatte.<br>24 Diesem gab nun Simon Petrus einen Wink und sagte ihm: \u00bbLa\u00df uns wissen, wen er meint!\u00ab<br>25 Jener lehnte sich nun auch sogleich an die Brust Jesu zur\u00fcck und fragte ihn: \u00bbHerr, wer ist es?\u00ab<br>26 Da antwortete Jesus: \u00bbDer ist es, dem ich den Bissen (in die Sch\u00fcssel) eintauchen und reichen werde.\u00ab Darauf tauchte er den Bissen ein, nahm ihn und reichte ihn dem Judas, dem Sohne Simons aus Kariot.<br>27 Nachdem dieser den Bissen genommen hatte, fuhr der Satan in ihn hinein. Nun sagte Jesus zu ihm: \u00bbWas du zu tun vorhast, das tu bald!\u00ab<br>28 Was er ihm damit hatte sagen wollen, verstand keiner von den Tischgenossen.<br>29 Einige n\u00e4mlich meinten, weil Judas die Kasse f\u00fchrte, wolle Jesus ihm sagen: \u00bbKaufe das ein, was wir f\u00fcr das Fest n\u00f6tig haben\u00ab, oder er solle den Armen etwas geben.<br>30 Nachdem nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Ank\u00fcndigung seiner Verherrlichung<\/h3>\n\n\n\n<p>31 Nach seinem Weggange nun sagte Jesus: \u00bbJetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht worden!<br>32 Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, so wird Gott auch ihn in sich selbst verherrlichen, und zwar wird er ihn sofort verherrlichen.<br>33 Liebe Kinder, nur noch kurze Zeit bin ich bei euch; dann werdet ihr mich suchen, und, wie ich schon den Juden gesagt habe: \u203aWohin ich gehe, dahin k\u00f6nnt ihr nicht kommen\u2039, so sage ich es jetzt auch euch.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das neue Gebot der Liebe<\/h3>\n\n\n\n<p>34 \u00bbEin neues Gebot gebe ich euch, da\u00df ihr einander lieben sollt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.<br>35 Daran werden alle erkennen, da\u00df ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung der Verleugnung des Petrus<\/h3>\n\n\n\n<p>36 Da fragte ihn Simon Petrus: \u00bbHerr, wohin gehst du?\u00ab Jesus antwortete ihm: \u00bbWohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber sp\u00e4ter folgen.\u00ab Petrus antwortete ihm:<br>37 \u00bbHerr, warum sollte ich dir jetzt nicht folgen k\u00f6nnen? Mein Leben will ich f\u00fcr dich hingeben!\u00ab<br>38 Da antwortete Jesus: \u00bbDein Leben willst du f\u00fcr mich hingeben? Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Der Hahn wird nicht kr\u00e4hen, bevor du mich dreimal verleugnet hast.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Verhei\u00dfung seiner Wiederkunft und der Aufnahme der J\u00fcnger in die bei Gott bereitete St\u00e4tte; Jesus der Weg zu Gott, seine Einheit mit Gott<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbEuer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich!<br>2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wenn es nicht so w\u00e4re, h\u00e4tte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine St\u00e4tte zu bereiten;<br>3 und wenn ich hingegangen bin und euch eine St\u00e4tte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit da, wo ich bin, auch ihr seid.<br>4 Und wohin ich gehe \u2013 den Weg dahin kennt ihr.\u00ab<br>5 Da sagte Thomas zu ihm: \u00bbHerr, wir wissen nicht, wohin du gehst: wie sollten wir da den Weg kennen?\u00ab<br>6 Jesus antwortete ihm: \u00bbIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater au\u00dfer durch mich.<br>7 Wenn ihr mich erkannt h\u00e4ttet, w\u00fcrdet ihr auch meinen Vater kennen; von jetzt an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.\u00ab<br>8 Philippus sagte zu ihm: \u00bbHerr, zeige uns den Vater: das gen\u00fcgt uns.\u00ab<br>9 Da sagte Jesus zu ihm: \u00bbSo lange Zeit schon bin ich mit euch zusammen, und (trotzdem) hast du mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen; wie kannst du sagen: \u203aZeige uns den Vater!\u2039<br>10 Glaubst du nicht, da\u00df ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, spreche ich nicht von mir selbst aus, nein, der Vater, der dauernd in mir ist, der tut seine Werke.<br>11 Glaubet mir, da\u00df ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubt doch um der Werke selbst willen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung der Gebetserh\u00f6rung und der erfolgreichsten Wirksamkeit, des dauernden Besitzes des heiligen Geistes, des Wiedersehens und ewiger Vereinigung<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich tue, auch vollbringen, ja er wird noch gr\u00f6\u00dfere als diese vollbringen;<br>13 denn ich gehe zum Vater, und alles, um was ihr (dann) in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde.<br>14 Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es tun. \u2013<br>15 Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten;<br>16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er bis in Ewigkeit bei euch sei:<br>17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und ihn nicht erkennt; ihr aber erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. \u2013<br>18 Ich will euch nicht verwaist zur\u00fccklassen: ich komme zu euch!<br>19 Nur noch eine kurze Zeit, dann sieht mich die Welt nicht mehr; ihr aber seht mich, da\u00df ich lebe, und ihr sollt auch leben!<br>20 An jenem Tage werdet ihr erkennen, da\u00df ich in meinem Vater bin und ihr in mir seid und ich in euch.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung der innigsten Geistes- und Liebesgemeinschaft mit Gott und Jesus<\/h3>\n\n\n\n<p>21 \u00bbWer meine Gebote hat und sie h\u00e4lt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.\u00ab<br>22 Da fragte ihn Judas \u2013 nicht der Iskariot \u2013: \u00bbHerr, wie kommt es, da\u00df du dich (nur) uns offenbaren willst und nicht (auch) der Welt?\u00ab<br>23 Jesus antwortete ihm mit den Worten: \u00bbWenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.<br>24 Wer mich nicht liebt, h\u00e4lt auch meine Worte nicht; und doch kommt das Wort, das ihr h\u00f6rt, nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusage der Belehrung durch den heiligen Geist; Friedensgru\u00df und Aufforderung zur Glaubenszuversicht<\/h3>\n\n\n\n<p>25 \u00bbDies habe ich zu euch geredet, w\u00e4hrend ich bei euch weilte.<br>26 Der Helfer aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch \u00fcber alles (Weitere) belehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. \u2013<br>27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht so, wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!<br>28 Ihr habt geh\u00f6rt, da\u00df ich euch gesagt habe: \u203aIch gehe hin und komme wieder zu euch.\u2039 H\u00e4ttet ihr mich lieb, so h\u00e4ttet ihr euch gefreut, da\u00df ich zum Vater gehe, denn der Vater ist gr\u00f6\u00dfer als ich.<br>29 Und schon jetzt habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr zum Glauben kommt, wenn es geschieht.<br>30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der F\u00fcrst der Welt; doch \u00fcber mich hat er keine Macht.<br>31 Damit aber die Welt erkennt, da\u00df ich den Vater liebe und so tue, wie der Vater mir geboten hat: erhebt euch! La\u00dft uns von hier aufbrechen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gleichnis vom Weinstock und den Reben<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbIch bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weing\u00e4rtner.<br>2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, entfernt er, und jede (Rebe), die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringe.<br>3 Ihr seid bereits rein infolge des Wortes, das ich zu euch geredet habe:<br>4 bleibt in mir, so bleibe ich in euch. Wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so k\u00f6nnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.<br>5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben: wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reichlich Frucht; dagegen ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts vollbringen.<br>6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; man sammelt sie dann und wirft sie ins Feuer: da verbrennen sie.<br>7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt: es wird euch zuteil werden.<br>8 Dadurch ist mein Vater verherrlicht, da\u00df ihr reichlich Frucht bringt und euch als meine J\u00fcnger erweist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Liebesgebot: Bleibt in der Liebesgemeinschaft mit mir und untereinander!<\/h3>\n\n\n\n<p>9 \u00bbWie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt: bleibet in meiner Liebe!<br>10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und damit in seiner Liebe bleibe.<br>11 Dies habe ich zu euch geredet, damit die Freude, wie ich sie habe, auch in euch (vorhanden) sei und eure Freude vollkommen werde. \u2013<br>12 Das ist mein Gebot, da\u00df ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.<br>13 Gr\u00f6\u00dfere Liebe kann niemand haben als die, da\u00df er sein Leben f\u00fcr seine Freunde hingibt.<br>14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.<br>15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht hat keine Einsicht in das Tun seines Herrn; vielmehr habe ich euch Freunde genannt, weil ich euch alles kundgetan habe, was ich von meinem Vater geh\u00f6rt habe.<br>16 Nicht ihr habt mich erw\u00e4hlt, sondern ich habe euch erw\u00e4hlt und euch dazu bestellt, da\u00df ihr hingehen und Frucht bringen sollt und eure Frucht eine bleibende sei, auf da\u00df der Vater euch alles gebe, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.<br>17 Dies ist mein Gebot an euch, da\u00df ihr einander liebet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weissagung des durch den Ha\u00df der Welt leidvollen J\u00fcngerschicksals<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bbWenn die Welt euch ha\u00dft, so bedenkt, da\u00df sie mich noch eher als euch geha\u00dft hat!<br>19 Wenn ihr aus der Welt w\u00e4rt, so w\u00fcrde die Welt euch als das zu ihr Geh\u00f6rige lieben; weil ihr aber nicht aus der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erw\u00e4hlt habe, deshalb ha\u00dft euch die Welt.<br>20 Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: \u203aEin Knecht steht nicht h\u00f6her als sein Herr.\u2039 Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort befolgt, so werden sie auch das eure befolgen.<br>21 Dies alles aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat.<br>22 Wenn ich nicht gekommen w\u00e4re und nicht zu ihnen geredet h\u00e4tte, so w\u00e4ren sie frei von Verschulden; so aber haben sie keine Entschuldigung f\u00fcr ihr Verschulden.<br>23 Wer mich ha\u00dft, der ha\u00dft auch meinen Vater.<br>24 Wenn ich nicht solche Werke unter ihnen getan h\u00e4tte, wie kein anderer sie getan hat, so w\u00e4ren sie frei von Verschulden; so aber haben sie (alles) gesehen und doch sowohl mich als auch meinen Vater geha\u00dft.<br>25 Aber es mu\u00df das Wort, das in ihrem Gesetz geschrieben steht (Ps 35,19; 69,5), erf\u00fcllt werden: \u203aSie haben mich ohne Grund geha\u00dft.\u2039 \u2013<br>26 Wenn aber der Helfer kommt, den ich euch vom Vater her senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis \u00fcber mich ablegen.<br>27 Doch auch ihr seid (meine) Zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir (gewesen) seid.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dies habe ich euch gesagt, damit ihr nicht Ansto\u00df nehmt.<br>2 Man wird euch in den Bann tun; ja, es kommt die Stunde, wo jeder, der euch t\u00f6tet, Gott eine Opfergabe darzubringen meint.<br>3 Und so werden sie verfahren, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung des heiligen Geistes und dessen segensreiches Wirken an der Welt und in den J\u00fcngern<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Aber ich habe euch dies gesagt, damit, wenn die Stunde der Erf\u00fcllung kommt, ihr daran gedenkt, da\u00df ich es euch gesagt habe. \u00bbDies habe ich euch aber nicht gleich anfangs gesagt, weil ich noch bei euch war.<br>5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: \u203aWohin gehst du?\u2039,<br>6 sondern weil ich dies zu euch gesagt habe, hat die Traurigkeit euer Herz erf\u00fcllt.<br>7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut f\u00fcr euch, da\u00df ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, so wird der Helfer nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingegangen bin, werde ich ihn zu euch senden.<br>8 Und wenn er gekommen ist, wird er der Welt die Augen \u00f6ffnen \u00fcber S\u00fcnde und \u00fcber Gerechtigkeit und \u00fcber Gericht:<br>9 \u00fcber S\u00fcnde, (die darin besteht) da\u00df sie nicht an mich glauben;<br>10 \u00fcber Gerechtigkeit, (die darin besteht) da\u00df ich zum Vater hingehe und ihr mich fortan nicht mehr seht;<br>11 \u00fcber Gericht, (das darin besteht) da\u00df der F\u00fcrst dieser Welt gerichtet ist.<br>12 Noch vieles h\u00e4tte ich euch zu sagen, doch ihr k\u00f6nnt es jetzt nicht tragen.<br>13 Wenn aber jener gekommen ist, der Geist der Wahrheit, der wird euch in die ganze Wahrheit einf\u00fchren; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er h\u00f6rt, das wird er reden und euch das Zuk\u00fcnftige verk\u00fcndigen.<br>14 Er wird mich verherrlichen, denn von meinem Eigentum wird er es nehmen und euch verk\u00fcndigen. Alles, was der Vater hat, ist mein;<br>15 deshalb habe ich gesagt, da\u00df er es von meinem Eigentum nimmt und es euch verk\u00fcndigen wird.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung baldigen Wiedersehens und Mahnung zum Gebet im Namen Jesu<\/h3>\n\n\n\n<p>16 \u00bbNur noch eine kurze Zeit, so seht ihr mich nicht mehr; dann wieder eine kurze Zeit, so werdet ihr mich sehen.\u00ab<br>17 Da sagten einige von seinen J\u00fcngern zueinander: \u00bbWas meint er damit, da\u00df er zu uns sagt: \u203aNur noch eine kurze Zeit, so seht ihr mich nicht mehr; dann wieder eine kurze Zeit, so werdet ihr mich sehen\u2039, und weiter: \u203aIch gehe hin zum Vater\u2039?\u00ab<br>18 Sie sagten also: \u00bbWas meint er mit dem Ausdruck \u203aeine kurze Zeit\u2039? Wir verstehen seine Worte nicht.\u00ab<br>19 Jesus merkte, da\u00df sie ihn dar\u00fcber befragen wollten, und sagte zu ihnen: \u00bbDar\u00fcber verhandelt ihr miteinander, (was das zu bedeuten habe) da\u00df ich gesagt habe: \u203aNur noch eine kurze Zeit, so seht ihr mich nicht mehr, dann wieder eine kurze Zeit, so werdet ihr mich sehen\u2039?<br>20 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: ihr werdet weinen und wehklagen, die Welt aber wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit wird zur Freude werden.<br>21 Wenn eine Frau Mutter werden soll, so ist sie traurig, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, da\u00df ein Mensch in die Welt geboren ist.<br>22 So seid auch ihr jetzt in Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen: dann wird euer Herz sich freuen, und niemand wird euch eure Freude rauben.<br>23 Und an jenem Tage werdet ihr mich um nichts mehr befragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet, so wird er es euch in meinem Namen geben.<br>24 Bisher habt ihr noch nie um etwas in meinem Namen gebeten: bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung der Vollendung der Gottesgemeinschaft f\u00fcr die J\u00fcnger; Abschlu\u00df der Abschiedsreden<\/h3>\n\n\n\n<p>25 \u00bbDies habe ich euch in Gleichnissen verk\u00fcndet; es kommt aber die Stunde, da werde ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch mit voller Offenheit Kunde \u00fcber den Vater geben.<br>26 An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, da\u00df ich den Vater f\u00fcr euch bitten werde;<br>27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und den Glauben gewonnen habt, da\u00df ich von Gott ausgegangen bin.<br>28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; hinwiederum verlasse ich die Welt und kehre zum Vater zur\u00fcck.\u00ab \u2013<br>29 Da sagten seine J\u00fcnger: \u00bbSiehe, jetzt redest du frei heraus und gebrauchst keine bildliche Rede mehr;<br>30 jetzt wissen wir, da\u00df du alles wei\u00dft und niemand dich erst zu befragen braucht; darum glauben wir, da\u00df du von Gott ausgegangen bist.\u00ab<br>31 Jesus antwortete ihnen: \u00bbJetzt glaubt ihr?<br>32 Wisset wohl: es kommt die Stunde, ja sie ist schon da, da\u00df ihr euch zerstreuen werdet, ein jeder in das Seine, und ihr mich allein lassen werdet. Und doch bin ich (alsdann) nicht allein, denn der Vater ist bei mir.<br>33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Bedr\u00e4ngnis; doch seid getrost: ich habe die Welt \u00fcberwunden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesu Gebet f\u00fcr sich selbst (um seine Verherrlichung nach Vollendung seines Werkes)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So redete Jesus; dann richtete er seine Augen zum Himmel empor und betete: \u00bbVater, die Stunde ist gekommen: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche!<br>2 Du hast ihm ja Macht \u00fcber alles Fleisch verliehen, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe.<br>3 Darin besteht aber das ewige Leben, da\u00df sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.<br>4 Ich habe dich hier auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, dessen Vollf\u00fchrung du mir aufgetragen hast.<br>5 Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir besa\u00df, ehe die Welt war.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcrbitte Jesu f\u00fcr die Erhaltung der J\u00fcnger in der rechten Gotteserkenntnis<\/h3>\n\n\n\n<p>6 \u00bbIch habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dir geh\u00f6rten sie an, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.<br>7 Jetzt haben sie erkannt, da\u00df alles, was du mir gegeben hast, von dir stammt;<br>8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben in Wahrheit erkannt, da\u00df ich von dir ausgegangen bin, und haben den Glauben gewonnen, da\u00df du es bist, der mich gesandt hat.<br>9 Ich bitte f\u00fcr sie; nicht f\u00fcr die Welt bitte ich, sondern f\u00fcr die, welche du mir gegeben hast; denn sie sind dein Eigentum,<br>10 und was mein ist, ist ja alles dein, und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht worden.<br>11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind noch in der Welt, w\u00e4hrend ich zu dir gehe. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir anvertraut hast, damit sie eins seien, so wie wir es sind.<br>12 Solange ich in ihrer Mitte gewesen bin, habe ich sie, die du mir gegeben hast, in deinem Namen erhalten und habe sie beh\u00fctet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen au\u00dfer dem Sohne des Verderbens, damit die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde (Ps 41,10).<br>13 Jetzt aber gehe ich zu dir und rede dieses noch in der Welt, damit sie die Freude, wie ich sie habe, vollkommen in sich tragen.<br>14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie geha\u00dft, weil sie nicht zur Welt geh\u00f6ren, wie auch ich nicht der Welt angeh\u00f6re.<br>15 Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt hinwegzunehmen, sondern sie vor dem B\u00f6sen zu beh\u00fcten.<br>16 Sie geh\u00f6ren nicht zur Welt, wie auch ich nicht der Welt angeh\u00f6re.<br>17 Heilige sie in deiner Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.<br>18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt;<br>19 und f\u00fcr sie heilige ich mich, damit auch sie in Wahrheit geheiligt seien.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcrbitte f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen (oder: f\u00fcr die ganze Gemeinde aller Zeiten und aller Orte)<\/h3>\n\n\n\n<p>20 \u00bbIch bitte aber nicht f\u00fcr diese allein, sondern auch f\u00fcr die, welche durch ihr Wort zum Glauben an mich kommen (werden),<br>21 da\u00df sie alle eins seien; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so la\u00df auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, da\u00df du mich gesandt hast.<br>22 Ich habe auch die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind:<br>23 ich in ihnen und du in mir, auf da\u00df sie zu vollkommener Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, da\u00df du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.<br>24 Vater, ich will, da\u00df da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen hast; denn du hast mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt.<br>25 Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, da\u00df du mich gesandt hast.<br>26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn (auch weiterhin) kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Jesu Leiden und Tod (Kap. 18-19)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nachdem Jesus so gebetet hatte, ging er mit seinen J\u00fcngern (aus der Stadt) hinaus \u00fcber den Bach Kidron hin\u00fcber an einen Ort, wo ein Garten war, in den er mit seinen J\u00fcngern eintrat.<br>2 Aber auch Judas, sein Verr\u00e4ter, kannte diesen Ort, weil Jesus dort oft mit seinen J\u00fcngern zusammengekommen war.<br>3 Nachdem nun Judas die Abteilung Soldaten und von den Hohenpriestern und Pharis\u00e4ern Diener erhalten hatte, kam er mit Fackeln, Laternen und Waffen dorthin.<br>4 Wiewohl nun Jesus alles wu\u00dfte, was \u00fcber ihn kommen w\u00fcrde, trat er doch (aus dem Garten) hinaus und fragte sie: \u00bb\u00bb\u00bbWen sucht ihr?\u00ab<br>5 Sie antworteten ihm: \u00bbJesus von Nazareth.\u00ab Er sagte zu ihnen: \u00bbDer bin ich.\u00ab Auch Judas, sein Verr\u00e4ter, stand bei ihnen.<br>6 Als Jesus nun zu ihnen sagte: \u00bbDer bin ich!\u00ab, wichen sie zur\u00fcck und fielen zu Boden.<br>7 Da fragte er sie nochmals: \u00bbWen sucht ihr?\u00ab Sie sagten: \u00bbJesus von Nazareth.\u00ab<br>8 Jesus antwortete: \u00bbIch habe euch gesagt, da\u00df ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, so la\u00dft diese hier gehen!\u00ab<br>9 So sollte sich das Wort erf\u00fcllen, das er ausgesprochen hatte: \u00bbIch habe keinen von denen, die du mir gegeben hast, verloren gehen lassen.\u00ab<br>10 Da nun Simon Petrus ein Schwert bei sich hatte, zog er es heraus, schlug damit nach dem Knechte des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Knecht hie\u00df Malchus.<br>11 Da sagte Jesus zu Petrus: \u00bbStecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gereicht hat?\u00ab<br>12 Hierauf nahmen die Abteilung Soldaten mit ihrem Hauptmann und die Diener der Juden Jesus fest, fesselten ihn<br>13 und f\u00fchrten ihn zun\u00e4chst zu Hannas ab; dieser war n\u00e4mlich der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war.<br>14 Kaiphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte, es sei besser, da\u00df ein einzelner Mensch f\u00fcr das Volk sterbe.<br>15 Simon Petrus aber und noch ein anderer J\u00fcnger waren Jesus nachgefolgt. Dieser (andere) J\u00fcnger war aber mit dem Hohenpriester bekannt und ging (deshalb) gleichzeitig mit Jesus in den Palast des Hohenpriesters hinein,<br>16 w\u00e4hrend Petrus drau\u00dfen vor der T\u00fcr stehenblieb. Da ging der andere J\u00fcnger, der mit dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, redete mit der T\u00fcrh\u00fcterin und f\u00fchrte Petrus hinein.<br>17 Da sagte die Magd, welche die T\u00fcr h\u00fctete, zu Petrus: \u00bbGeh\u00f6rst du nicht auch zu den J\u00fcngern dieses Menschen?\u00ab Er antwortete: \u00bbNein.\u00ab<br>18 Es standen aber die Knechte und Diener da, hatten sich wegen der K\u00e4lte ein Kohlenfeuer angemacht und w\u00e4rmten sich daran; aber auch Petrus stand bei ihnen und w\u00e4rmte sich.<br>19 Der Hohepriester (Hannas) befragte nun Jesus \u00fcber seine J\u00fcnger und seine Lehre.<br>20 Jesus antwortete ihm: \u00bbIch habe frei und offen zu aller Welt geredet; ich habe allezeit in den Synagogen und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; im geheimen habe ich \u00fcberhaupt nicht geredet.<br>21 Warum fragst du mich? Frage die, welche geh\u00f6rt haben, was ich zu ihnen geredet habe; diese wissen, was ich gesagt habe.\u00ab<br>22 Als er das ausgesprochen hatte, gab einer von den Dienern, der dabeistand, Jesus einen Schlag ins Gesicht und sagte: \u00bbSo antwortest du dem Hohenpriester?\u00ab<br>23 Jesus entgegnete ihm: \u00bbWenn ich ungeh\u00f6rig gesprochen habe, so gib an, was ungeh\u00f6rig daran gewesen ist; wenn ich aber richtig gesprochen habe, warum schl\u00e4gst du mich?\u00ab<br>24 Darauf sandte Hannas ihn gefesselt zum Hohenpriester Kaiphas.<br>25 Simon Petrus aber stand (unterdessen) da und w\u00e4rmte sich. Da fragten sie ihn: \u00bbGeh\u00f6rst du nicht auch zu seinen J\u00fcngern?\u00ab<br>26 Er leugnete aber mit einem \u00bbNein\u00ab. Da sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter des Knechtes, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: \u00bbHabe ich dich nicht in dem Garten bei ihm gesehen?\u00ab<br>27 Da leugnete Petrus nochmals; und sogleich darauf kr\u00e4hte der Hahn.<br>28 Man f\u00fchrte Jesus dann aus dem Hause des Kaiphas nach der Statthalterei; es war fr\u00fch am Morgen. Die Juden selbst gingen dabei nicht in die Statthalterei hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Passah essen zu k\u00f6nnen.<br>29 Darum kam Pilatus zu ihnen hinaus und fragte sie: \u00bbWelche Anklage habt ihr gegen diesen Mann zu erheben?\u00ab<br>30 Sie antworteten ihm mit den Worten: \u00bbWenn dieser Mensch kein Verbrecher w\u00e4re, so h\u00e4tten wir ihn dir nicht \u00fcberliefert!\u00ab<br>31 Da sagte Pilatus zu ihnen: \u00bbNehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz.\u00ab Da entgegneten ihm die Juden: \u00bbWir haben nicht das Recht, jemand hinzurichten\u00ab \u2013<br>32 so sollte sich das Wort Jesu erf\u00fcllen, durch das er die Art seines Todes angedeutet hatte.<br>33 Pilatus ging nun wieder in die Statthalterei hinein, lie\u00df Jesus rufen und fragte ihn: \u00bbBist du der K\u00f6nig der Juden?\u00ab<br>34 Jesus antwortete: \u00bbFragst du so von dir selbst aus, oder haben andere es dir von mir gesagt?\u00ab<br>35 Pilatus antwortete: \u00bbIch bin doch kein Jude! Dein Volk und zwar die Hohenpriester haben dich mir \u00fcberantwortet: was hast du verbrochen?\u00ab<br>36 Jesus antwortete: \u00bbMein Reich ist nicht von dieser Welt. W\u00e4re mein Reich von dieser Welt, so w\u00fcrden meine Diener (f\u00fcr mich) k\u00e4mpfen, damit ich den Juden nicht \u00fcberliefert w\u00fcrde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.\u00ab<br>37 Da sagte Pilatus zu ihm: \u00bbEin K\u00f6nig bist du also?\u00ab Jesus antwortete: \u00bbJa, ich bin ein K\u00f6nig. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, um f\u00fcr die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, h\u00f6rt auf meine Stimme.\u00ab<br>38 Darauf antwortete ihm Pilatus: \u00bbWas ist Wahrheit?!\u00ab Nach diesen Worten ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: \u00bbIch finde keinerlei Schuld an ihm.<br>39 Es ist aber herk\u00f6mmlich bei euch, da\u00df ich euch am Passah einen (Gefangenen) freigebe: soll ich euch also den K\u00f6nig der Juden freigeben?\u00ab<br>40 Da riefen sie wieder laut: \u00bbNein, nicht diesen, sondern den Barabbas!\u00ab Barabbas war aber ein R\u00e4uber.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da lie\u00df nun Pilatus Jesus ergreifen und gei\u00dfeln;<br>2 dann flochten die Soldaten eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und legten ihm einen scharlachroten Mantel um;<br>3 hierauf traten sie vor ihn hin und riefen aus: \u00bbSei gegr\u00fc\u00dft, Judenk\u00f6nig!\u00ab und versetzten ihm Schl\u00e4ge ins Gesicht.<br>4 Pilatus kam dann wieder heraus und sagte zu ihnen: \u00bbSeht, ich f\u00fchre ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, da\u00df ich keinerlei Schuld an ihm finde.\u00ab<br>5 So kam denn Jesus heraus, indem er die Dornenkrone und den Purpurmantel trug, und Pilatus sagte zu ihnen: \u00bbSeht, der Mensch!\u00ab<br>6 Als ihn nun die Hohenpriester und die Tempeldiener erblickten, schrien sie: \u00bbAns Kreuz mit ihm, ans Kreuz!\u00ab Pilatus entgegnete ihnen: \u00bbNehmt ihr ihn und kreuzigt ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm.\u00ab<br>7 Die Juden antworteten ihm: \u00bbWir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz mu\u00df er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.\u00ab<br>8 Als nun Pilatus dies Wort h\u00f6rte, geriet er in noch gr\u00f6\u00dfere Angst;<br>9 er ging also wieder in die Statthalterei hinein und fragte Jesus: \u00bbWoher bist du?\u00ab Jesus aber gab ihm keine Antwort.<br>10 Da sagte Pilatus zu ihm: \u00bbMir willst du nicht Rede stehen? Wei\u00dft du nicht, da\u00df ich die Macht habe, dich freizugeben, und auch die Macht habe, dich kreuzigen zu lassen?\u00ab<br>11 Jesus antwortete ihm: \u00bbDu h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben w\u00e4re; deshalb trifft den, welcher mich dir ausgeliefert hat, eine gr\u00f6\u00dfere Schuld.\u00ab<br>12 Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben; aber die Juden schrien: \u00bbGibst du diesen frei, so bist du kein Freund des Kaisers! Jeder, der sich selbst zum K\u00f6nig macht, lehnt sich gegen den Kaiser auf!\u00ab<br>13 Als Pilatus diese Worte h\u00f6rte, lie\u00df er Jesus hinausf\u00fchren und setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platze, welcher \u203aSteinpflaster\u2039, auf hebr\u00e4isch Gabbatha, hei\u00dft.<br>14 Es war aber der R\u00fcsttag auf das Passahfest, und zwar um die sechste Stunde. Nun sagte Pilatus zu den Juden: \u00bbSeht, da ist euer K\u00f6nig!\u00ab<br>15 Da schrien jene: \u00bbWeg, weg mit ihm, kreuzige ihn!\u00ab Pilatus entgegnete ihnen: \u00bbEuren K\u00f6nig soll ich kreuzigen lassen?\u00ab Die Hohenpriester antworteten: \u00bbWir haben keinen K\u00f6nig als den Kaiser!\u00ab<br>16 Darauf \u00fcbergab er ihnen Jesus zur Kreuzigung. So \u00fcbernahmen sie denn Jesus;<br>17 und dieser ging, indem er sein Kreuz selber trug, (aus der Stadt) hinaus nach der sogenannten \u203aSch\u00e4delst\u00e4tte\u2039, die auf hebr\u00e4isch Golgatha hei\u00dft;<br>18 dort kreuzigten sie ihn und mit ihm noch zwei andere auf beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.<br>19 Auch eine Aufschrift hatte Pilatus schreiben und oben am Kreuz anbringen lassen; sie lautete: \u00bbJesus von Nazareth, der K\u00f6nig der Juden.\u00ab<br>20 Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag und die Aufschrift in hebr\u00e4ischer, r\u00f6mischer und griechischer Sprache abgefa\u00dft war.<br>21 Da sagten die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: \u00bbSchreibe nicht: \u203aDer K\u00f6nig der Juden\u2039, sondern: \u203aDieser Mensch hat behauptet, er sei der K\u00f6nig der Juden\u2039!\u00ab<br>22 Pilatus (aber) antwortete: \u00bbWas ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben!\u00ab<br>23 Als nun die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleidungsst\u00fccke und machten vier Teile daraus, f\u00fcr jeden Soldaten einen Teil, au\u00dferdem noch das Unterkleid. Dieses Unterkleid war aber ohne Naht, von oben an in einem St\u00fcck gewebt.<br>24 Da sagten sie zueinander: \u00bbWir wollen es nicht zerschneiden, sondern darum losen, wem es geh\u00f6ren soll\u00ab \u2013 so sollte das Schriftwort seine Erf\u00fcllung finden (Ps 22,19): \u00bbSie haben meine Kleider unter sich verteilt und \u00fcber mein Gewand das Los geworfen.\u00ab Auf diese Weise verfuhren also die Soldaten.<br>25 Es standen aber beim Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, auch Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.<br>26 Als nun Jesus seine Mutter und neben ihr den J\u00fcnger, den er (besonders) lieb hatte, stehen sah, sagte er zu seiner Mutter: \u00bbFrau, siehe dein Sohn!\u00ab<br>27 Darauf sagte er zu dem J\u00fcnger: \u00bbSiehe deine Mutter!\u00ab Und von dieser Stunde an nahm der J\u00fcnger sie zu sich in sein Haus.<br>28 Darauf, weil Jesus wu\u00dfte, da\u00df nunmehr alles vollbracht war, sagte er, damit die Schrift ganz erf\u00fcllt w\u00fcrde: \u00bbMich d\u00fcrstet.\u00ab<br>29 Es stand dort nun ein mit Essig gef\u00fclltes Gef\u00e4\u00df. Sie umwickelten also einen mit dem Essig getr\u00e4nkten Schwamm mit Ysop und hielten ihm diesen an den Mund.<br>30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sagte er: \u00bbEs ist vollbracht!\u00ab, neigte dann das Haupt und gab den Geist auf.<br>31 Weil es nun R\u00fcsttag war, trugen die Juden, damit die Leichen nicht w\u00e4hrend des Sabbats am Kreuz blieben \u2013 dieser Sabbattag war n\u00e4mlich ein hoher Festtag \u2013, dem Pilatus die Bitte vor, es m\u00f6chten ihnen die Schenkel mit Keulen zerschlagen und sie dann (vom Kreuz) herabgenommen werden.<br>32 So kamen denn die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Schenkel, ebenso auch dem andern, der mit (Jesus) gekreuzigt worden war.<br>33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, da\u00df er bereits tot war, zerschlugen sie ihm die Schenkel nicht,<br>34 sondern einer von den Soldaten stie\u00df ihn mit seiner Lanze in die Seite; da flo\u00df sogleich Blut und Wasser heraus.<br>35 Ein Augenzeuge hat dies bezeugt, und sein Zeugnis ist zuverl\u00e4ssig, und jener wei\u00df, da\u00df er die Wahrheit sagt, damit auch ihr zum Glauben kommet.<br>36 Dies ist n\u00e4mlich geschehen, damit das Schriftwort erf\u00fcllt w\u00fcrde (2.Mose 12,46; Ps 34,21): \u00bbEs soll kein Knochen an ihm zerbrochen werden.\u00ab<br>37 Und noch eine andere Schriftstelle lautet (Sach 12,10): \u00bbSie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.\u00ab<br>38 Hierauf trug Joseph von Arimath\u00e4a, der ein J\u00fcnger Jesu war \u2013 allerdings war er\u2019s nur im geheimen aus Furcht vor den Juden \u2013, dem Pilatus die Bitte vor, da\u00df er den Leichnam Jesu vom Kreuze abnehmen d\u00fcrfe; und Pilatus gew\u00e4hrte ihm die Bitte. So ging er denn hin und nahm seinen Leichnam (vom Kreuz) ab.<br>39 Aber auch Nikodemus kam, derselbe, der zum erstenmal bei Nacht zu Jesus gekommen war (3,1-30), und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe mit, wohl hundert Pfund.<br>40 So nahmen sie denn den Leib Jesu und banden ihn ein in Leinwandstreifen mitsamt den wohlriechenden Stoffen, wie es Sitte der Juden bei Bestattungen ist.<br>41 Es lag aber bei dem Platze, wo er gekreuzigt worden war, ein Garten, und in dem Garten (befand sich) ein neues Grab, in welchem bisher noch niemand beigesetzt worden war.<br>42 Dorthin brachten sie nun Jesus mit R\u00fccksicht auf den j\u00fcdischen R\u00fcsttag, weil das Grab sich in der N\u00e4he befand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">V. Die Offenbarungen des Auferstandenen (Kap. 20-21)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Am ersten Tage nach dem Sabbat aber ging Maria Magdalena fr\u00fchmorgens, als es noch dunkel war, zum Grabe hin und sah, da\u00df der Stein vom Grabe weggenommen war.<br>2 Da eilte sie hin und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen J\u00fcnger, den Jesus (besonders) lieb gehabt hatte, und sagte zu ihnen: \u00bbMan hat den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat!\u00ab<br>3 Da gingen Petrus und der andere J\u00fcnger hinaus und machten sich auf den Weg zum Grabe.<br>4 Die beiden liefen miteinander, doch der andere J\u00fcnger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab.<br>5 Als er sich nun hineinbeugte, sah er die leinenen Binden daliegen, ging jedoch nicht hinein.<br>6 Nun kam auch Simon Petrus hinter ihm her und trat in das Grab hinein; er sah dort die leinenen Binden liegen,<br>7 das Schwei\u00dftuch aber, das auf seinem Kopf gelegen hatte, lag nicht bei den (anderen) Leint\u00fcchern, sondern f\u00fcr sich zusammengefaltet an einer besonderen Stelle.<br>8 Jetzt trat auch der andere J\u00fcnger hinein, der zuerst am Grabe angekommen war, und sah es auch und kam zum Glauben;<br>9 denn sie hatten die Schrift noch nicht verstanden, da\u00df er von den Toten auferstehen m\u00fcsse.<br>10 So gingen denn die (beiden) J\u00fcnger wieder heim.<br>11 Maria aber war drau\u00dfen am Grabe stehengeblieben und weinte. Mit Tr\u00e4nen in den Augen beugte sie sich vor in das Grab hinein;<br>12 da sah sie dort zwei Engel in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern dasitzen, den einen am Kopfende, den andern am Fu\u00dfende der Stelle, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte.<br>13 Diese sagten zu ihr: \u00bbFrau, warum weinst du?\u00ab Sie antwortete ihnen: \u00bbMan hat meinen Herrn weggenommen, und ich wei\u00df nicht, wohin man ihn gelegt hat.\u00ab<br>14 Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wu\u00dfte aber nicht, da\u00df es Jesus war.<br>15 Da sagte Jesus zu ihr: \u00bbFrau, warum weinst du? Wen suchst du?\u00ab Sie hielt ihn f\u00fcr den H\u00fcter des Gartens und sagte zu ihm: \u00bbHerr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir doch, wohin du ihn gebracht hast; dann will ich ihn wieder holen.\u00ab<br>16 Jesus sagte zu ihr: \u00bbMaria!\u00ab Da wandte sie sich um und sagte auf hebr\u00e4isch zu ihm: \u00bbRabbuni!\u00ab, das hei\u00dft \u00bbMeister\u00ab.<br>17 Jesus sagte zu ihr: \u00bbR\u00fchre mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren! Gehe aber zu meinen Br\u00fcdern und sage ihnen: \u203aIch fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.\u2039\u00ab<br>18 Da ging Maria Magdalena hin und verk\u00fcndigte den J\u00fcngern, sie habe den Herrn gesehen, und er habe dies zu ihr gesagt.<br>19 Als es nun an jenem Tage, dem ersten Wochentage, Abend geworden war und die T\u00fcren an dem Ort, wo die J\u00fcnger sich befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat mitten unter sie und sagte zu ihnen: \u00bbFriede sei mit euch!\u00ab<br>20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite; da freuten sich die J\u00fcnger, weil sie den Herrn sahen.<br>21 Dann sagte er nochmals zu ihnen: \u00bbFriede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende auch ich euch.\u00ab<br>22 Nach diesen Worten hauchte er sie an und sagte zu ihnen: \u00bbEmpfanget heiligen Geist!<br>23 Wem immer ihr die S\u00fcnden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.\u00ab<br>24 Thomas aber, einer von den Zw\u00f6lfen, der auch den Namen \u203aZwilling\u2039 f\u00fchrt (11,16), war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war.<br>25 Die anderen J\u00fcnger teilten ihm nun mit: \u00bbWir haben den Herrn gesehen!\u00ab Er aber erkl\u00e4rte ihnen: \u00bbWenn ich nicht das N\u00e4gelmal in seinen H\u00e4nden sehe und meinen Finger in das N\u00e4gelmal und meine Hand in seine Seite lege, werde ich es nimmermehr glauben!\u00ab<br>26 Acht Tage sp\u00e4ter befanden sich seine J\u00fcnger wieder im Hause, und (diesmal) war Thomas bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen T\u00fcren, trat mitten unter sie und sagte: \u00bbFriede sei mit euch!\u00ab<br>27 Darauf sagte er zu Thomas: \u00bbReiche deinen Finger her und sieh dir meine H\u00e4nde an; dann reiche deine Hand her und lege sie mir in die Seite und sei nicht (l\u00e4nger) ungl\u00e4ubig, sondern werde gl\u00e4ubig!\u00ab<br>28 Da antwortete ihm Thomas: \u00bbMein Herr und mein Gott!\u00ab<br>29 Jesus erwiderte ihm: \u00bbWeil du mich gesehen hast, bist du gl\u00e4ubig geworden. Selig sind die, welche nicht gesehen haben und doch zum Glauben gekommen sind!\u00ab<br>30 Noch viele andere Wunderzeichen hat Jesus vor den Augen seiner J\u00fcnger getan, die in diesem Buche nicht aufgezeichnet stehen;<br>31 diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, da\u00df Jesus der Gesalbte, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in seinem Namen habt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Johannes Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Danach offenbarte Jesus sich seinen J\u00fcngern noch einmal am See von Tiberias, und zwar offenbarte er sich auf folgende Weise:<br>2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der den Namen \u203aZwilling\u2039 f\u00fchrt (20,24), Nathanael aus Kana in Galil\u00e4a, die (beiden) S\u00f6hne des Zebed\u00e4us und noch zwei andere aus der Zahl seiner J\u00fcnger.<br>3 Da sagte Simon Petrus zu ihnen: \u00bbIch gehe hin und fische!\u00ab Sie erwiderten ihm: \u00bbDann gehen auch wir mit dir!\u00ab So gingen sie denn hinaus und stiegen in das Boot, fingen aber in jener Nacht nichts.<br>4 Als es bereits gegen Morgen war, stand Jesus am Ufer; die J\u00fcnger wu\u00dften jedoch nicht, da\u00df es Jesus war.<br>5 Da rief Jesus ihnen zu: \u00bbKinder, habt ihr nicht etwas (Fisch) als Zukost?\u00ab Sie antworteten ihm: \u00bbNein.\u00ab<br>6 Nun sagte er zu ihnen: \u00bbWerft das Netz nach der rechten Seite des Bootes aus, so werdet ihr einen Fang tun!\u00ab Da warfen sie es aus und konnten es vor der Menge der Fische nicht mehr (aus dem Wasser) herausziehen.<br>7 Da sagte jener J\u00fcnger, den Jesus (besonders) lieb hatte, zu Petrus: \u00bbEs ist der Herr!\u00ab Als nun Simon Petrus h\u00f6rte, da\u00df es der Herr sei, g\u00fcrtete er sich sein Obergewand um \u2013 er hatte n\u00e4mlich nur ein Unterkleid angehabt \u2013 und sprang in den See;<br>8 die anderen J\u00fcnger aber kamen mit dem Boote hinter ihm her \u2013 sie waren n\u00e4mlich nicht weit vom Lande, sondern nur in einer Entfernung von etwa zweihundert Ellen \u2013 und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.<br>9 Als sie dann ans Land ausgestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer (am Boden) hergerichtet und Fische darauf gelegt und Brot (daneben).<br>10 Jesus sagte zu ihnen: \u00bbBringt noch einige von den Fischen her, die ihr soeben gefangen habt!\u00ab<br>11 Da stieg Simon Petrus (in das Boot) hinein und zog das Netz ans Land, das mit hundertunddreiundf\u00fcnfzig gro\u00dfen Fischen gef\u00fcllt war und trotz dieser gro\u00dfen Zahl nicht zerri\u00df.<br>12 Nun sagte Jesus zu ihnen: \u00bbKommt her und haltet das Fr\u00fchmahl!\u00ab Keiner aber von den J\u00fcngern wagte die Frage an ihn zu richten: \u00bbWer bist du?\u00ab Sie wu\u00dften ja, da\u00df es der Herr war.<br>13 Jesus trat nun hin, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso auch die Fische.<br>14 Dies war nun schon das dritte Mal, da\u00df Jesus sich nach seiner Auferstehung von den Toten seinen J\u00fcngern offenbarte.<br>15 Als sie nun das Fr\u00fchmahl gehalten hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: \u00bbSimon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?\u00ab Er antwortete ihm: \u00bbJa, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe.\u00ab Da sagte er zu ihm: \u00bbWeide meine L\u00e4mmer!\u00ab<br>16 Darauf fragte ihn Jesus zum zweitenmal: \u00bbSimon, Sohn des Johannes, liebst du mich?\u00ab Er antwortete ihm: \u00bbJa, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe.\u00ab Da sagte Jesus zu ihm: \u00bbH\u00fcte meine Schafe!\u00ab<br>17 Zum drittenmal fragte er ihn: \u00bbSimon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?\u00ab Da wurde Petrus betr\u00fcbt, weil er ihn zum drittenmal fragte: \u00bbHast du mich lieb?\u00ab, und er antwortete ihm: \u00bbHerr, du wei\u00dft alles; du wei\u00dft auch, da\u00df ich dich lieb habe.\u00ab Da sagte Jesus zu ihm: \u00bbWeide meine Schafe!<br>18 Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Als du noch j\u00fcnger warst, hast du dir dein Gewand selbst geg\u00fcrtet und bist umhergegangen, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Arme ausstrecken, und ein anderer wird dich g\u00fcrten und dich an eine St\u00e4tte f\u00fchren, wohin du nicht willst.\u00ab<br>19 Dies sagte er aber, um anzudeuten, durch was f\u00fcr eine Todesart Petrus Gott verherrlichen w\u00fcrde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: \u00bbFolge mir nach!\u00ab<br>20 Als Petrus sich dann umwandte, sah er den J\u00fcnger, den Jesus (besonders) liebhatte, hinter ihnen herkommen, denselben, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: \u00bbHerr, wer ist\u2019s, der dich verr\u00e4t?\u00ab<br>21 Als nun Petrus diesen sah, fragte er Jesus: \u00bbHerr, was wird aber mit diesem werden?\u00ab<br>22 Jesus antwortete ihm: \u00bbWenn es mein Wille ist, da\u00df er bis zu meinem Kommen (am Leben) bleibt, was geht das dich an? Folge du mir nach!\u00ab<br>23 So verbreitete sich denn diese Rede unter den Br\u00fcdern: \u00bbJener J\u00fcnger stirbt nicht.\u00ab Aber Jesus hatte zu ihm nicht gesagt: \u00bbEr stirbt nicht\u00ab, sondern: \u00bbWenn es mein Wille ist, da\u00df er bis zu meinem Kommen (am Leben) bleibt, was geht das dich an?\u00ab<br>24 Dies ist der J\u00fcnger, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und auch diese Schrift verfa\u00dft hat, und wir wissen, da\u00df sein Zeugnis wahr ist.<br>25 Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat; wollte man das alles im einzelnen aufschreiben, so w\u00fcrde nach meiner \u00dcberzeugung die Welt die B\u00fccher nicht fassen, die dann zu schreiben w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-363_e2bcdc-2f .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-363_e2bcdc-2f .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div 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Johannes Johannes Kapitel 1 Vorwort: Jesus als das menschgewordene \u203aWort\u2039 (1,1-18) 1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.2 Dieses war im Anfang bei Gott.3 Alle Dinge sind durch dieses (Wort) geworden, und ohne dieses ist nichts geworden (von allem), was geworden 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