{"id":390,"date":"2023-12-21T10:12:33","date_gmt":"2023-12-21T09:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=390"},"modified":"2026-01-17T14:05:09","modified_gmt":"2026-01-17T13:05:09","slug":"apostelgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=390","title":{"rendered":"Apostelgeschichte"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte der Apostel<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns390_d6d835-bb{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns390_d6d835-bb .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns390_d6d835-bb .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns390_d6d835-bb\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn390_fed9c9-1a.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn390_fed9c9-1a kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2293\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn390_8934aa-d9.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn390_8934aa-d9 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id390_6b5fa6-8b .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id390_6b5fa6-8b .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id390_6b5fa6-8b .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id390_6b5fa6-8b .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Gr\u00fcndung der Gemeinde im j\u00fcdischen Lande und in Syrien durch Petrus (Kap. 1-12)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A. Das Werden und Wachsen der Urgemeinde im j\u00fcdischen Lande (besonders in Jerusalem) (Kap. 1-7)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Meinen ersten Bericht habe ich, lieber Theophilus, \u00fcber alles das verfa\u00dft, was Jesus getan und gelehrt hat von Anfang an<br>2 bis zu dem Tage, an dem er den Aposteln, die er erw\u00e4hlt hatte, durch den heiligen Geist seine (letzten) Auftr\u00e4ge erteilte und dann (in den Himmel) aufgenommen wurde.<br>3 Ihnen hatte er sich auch nach seinem Leiden durch viele Beweise als lebendig bezeugt, indem er sich vierzig Tage lang vor ihnen sehen lie\u00df und mit ihnen \u00fcber das Reich Gottes redete.<br>4 Als er so mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, sich von Jerusalem nicht zu entfernen, sondern (dort) die (Erf\u00fcllung der) Verhei\u00dfung des Vaters abzuwarten, \u00bbdie ihr\u00ab \u2013 so lauteten seine Worte \u2013 \u00bbvon mir vernommen habt;<br>5 denn Johannes hat (nur) mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden, und zwar nicht lange nach diesen Tagen.\u00ab<br>6 Da fragten ihn die dort Versammelten: \u00bbHerr, stellst du in dieser Zeit das K\u00f6nigtum f\u00fcr (das Volk) Israel wieder her?\u00ab<br>7 Er antwortete ihnen: \u00bbEuch kommt es nicht zu, Zeiten und Fristen zu wissen, die der Vater verm\u00f6ge seiner eigenen Machtvollkommenheit festgesetzt hat.<br>8 Ihr werdet jedoch Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch kommt, und ihr werdet Zeugen f\u00fcr mich sein in Jerusalem und in ganz Jud\u00e4a und Samaria und bis ans Ende der Erde.\u00ab<br>9 Nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben: eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken;<br>10 und als sie ihm noch unverwandt nachschauten, w\u00e4hrend er zum Himmel auffuhr, standen mit einemmal zwei M\u00e4nner in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern bei ihnen,<br>11 die sagten: \u00bbIhr M\u00e4nner aus Galil\u00e4a, was steht ihr da und blickt zum Himmel empor? Dieser Jesus, der aus eurer Mitte in den Himmel emporgehoben worden ist, wird in derselben Weise kommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen!\u00ab<br>12 Darauf kehrten sie von dem sogenannten \u00d6lberge, der nahe bei Jerusalem liegt und nur einen Sabbatweg entfernt ist, nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>13 Als sie dort angekommen waren, gingen sie in das Obergemach (des Hauses) hinauf, wo sie sich aufzuhalten pflegten, n\u00e4mlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholom\u00e4us und Matth\u00e4us, Jakobus, der Sohn des Alph\u00e4us, und Simon der Eiferer und Judas, der Sohn des Jakobus.<br>14 Diese alle waren dort einm\u00fctig und andauernd im Gebet vereinigt samt (einigen) Frauen, besonders auch mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Br\u00fcdern.<br>15 In diesen Tagen nun trat Petrus im Kreise der Br\u00fcder auf \u2013 es war aber eine Schar von ungef\u00e4hr einhundertundzwanzig Personen versammelt \u2013 und sagte:<br>16 \u00bbLiebe Br\u00fcder, das Schriftwort mu\u00dfte erf\u00fcllt werden, das der heilige Geist durch den Mund Davids im voraus ausgesprochen hat (Ps 41,10) \u00fcber Judas, der denen, die Jesus gefangen nahmen, als F\u00fchrer gedient hat;<br>17 und er geh\u00f6rte doch zu unserer Zahl und hatte Anteil an diesem Dienst mit uns empfangen!<br>18 Dieser hat sich nun zwar von seinem S\u00fcndenlohn einen Acker gekauft, ist aber kopf\u00fcber zu Boden gest\u00fcrzt und mitten auseinander geborsten, so da\u00df alle seine Eingeweide herausgetreten sind.<br>19 Dies ist allen Einwohnern Jerusalems bekannt geworden, so da\u00df auch jener Acker in ihrer Sprache den Namen Hakeldamach, das hei\u00dft \u203aBlutacker\u2039, erhalten hat.<br>20 Denn im Psalmbuch steht geschrieben (Ps 69,26): \u203aSeine Behausung soll \u00f6de werden und kein Bewohner darin sein\u2039, und ferner (Ps 109,8): \u203aSein Aufseheramt soll ein anderer \u00fcbernehmen.\u2039<br>21 Es mu\u00df also einer von den M\u00e4nnern, die mit uns zusammen gezogen sind w\u00e4hrend der ganzen Zeit, in welcher der Herr Jesus bei uns ein- und ausgegangen ist,<br>22 n\u00e4mlich von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, an dem er aus unserer Mitte hinweg (zum Himmel) emporgehoben worden ist \u2013 einer von diesen mu\u00df ein Zeuge seiner Auferstehung im Verein mit uns werden.\u00ab<br>23 So stellten sie denn zwei M\u00e4nner auf: Joseph, genannt Barsabbas, der den Beinamen Justus f\u00fchrte, und Matthias.<br>24 Dann beteten sie mit den Worten: \u00bbDu, o Herr, der du die Herzen aller kennst, zeige du (uns) den einen an, den du von diesen beiden erw\u00e4hlt hast,<br>25 damit er die Stelle in diesem Dienst und Apostelamt \u00fcbernehme, aus welchem Judas abgetreten ist, um an den ihm geb\u00fchrenden Platz zu kommen!\u00ab<br>26 Hierauf teilte man ihnen Lose zu, und das Los fiel auf Matthias, der nunmehr den elf Aposteln zugeordnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als dann der Tag des Pfingstfestes herbeigekommen war, befanden sie alle sich an einem Ort beisammen.2 Da entstand pl\u00f6tzlich ein Brausen vom Himmel her, wie wenn ein gewaltiger Wind daherf\u00e4hrt, und erf\u00fcllte das ganze Haus, in welchem sie weilten;3 und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich (in Fl\u00e4mmchen) zerteilten und von denen sich eine auf jeden von ihnen niederlie\u00df;4 und sie wurden alle mit heiligem Geist erf\u00fcllt und begannen in anderen Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab auszusprechen.5 Nun waren aber Juden in Jerusalem wohnhaft, gottesf\u00fcrchtige M\u00e4nner aus allen V\u00f6lkern unter dem Himmel.6 Als nun dieses Brausen erfolgt war, kamen sie in gro\u00dfer Zahl zusammen und gerieten in Best\u00fcrzung; denn jeder h\u00f6rte sie in seiner eigenen Sprache reden.7 Da wurden sie alle betroffen und fragten voll Verwunderung: \u00bbSind nicht diese alle, die da reden, aus Galil\u00e4a?8 Wie kommt es denn, da\u00df wir ein jeder sie in unserer eigenen Sprache reden h\u00f6ren, in der wir geboren sind:9 Parther, Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, von Jud\u00e4a und Kappadocien, von Pontus und (der Provinz) Asien,10 von Phrygien und Pamphylien, von \u00c4gypten und der Landschaft Libyen bei Cyrene, auch die hier ans\u00e4ssigen R\u00f6mer,11 geborene Juden und Judengenossen, Kreter und Araber \u2013 wir h\u00f6ren sie mit unsern Zungen die gro\u00dfen Taten Gottes verk\u00fcnden!\u00ab12 So waren sie alle betroffen und ratlos und sagten einer zum anderen: \u00bbWas hat das zu bedeuten?\u00ab13 Andere aber spotteten und sagten: \u00bbSie sind voll s\u00fc\u00dfen Weins!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erkl\u00e4rung des Pfingstwunders als Erf\u00fcllung des alten Prophetenwortes Joels<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Da trat Petrus im Verein mit den Elfen auf und redete sie mit laut erhobener Stimme so an: \u00bbIhr j\u00fcdischen M\u00e4nner und ihr anderen alle, die ihr in Jerusalem wohnt: dies sei euch kundgetan und schenkt meinen Worten Geh\u00f6r!<br>15 Diese M\u00e4nner hier sind nicht betrunken, wie ihr meint \u2013 es ist ja erst die dritte Stunde des Tages \u2013,<br>16 nein, hier erf\u00fcllt sich die Verhei\u00dfung des Propheten Joel (3,1-5):<br>17 \u203aIn den letzten Tagen wird es geschehen, spricht Gott, da werde ich von meinem Geist auf alles Fleisch ausgie\u00dfen, so da\u00df eure S\u00f6hne und eure T\u00f6chter prophetisch reden und eure jungen M\u00e4nner Gesichte schauen und eure Greise Offenbarungen in Tr\u00e4umen empfangen;<br>18 ja, sogar auf meine Knechte und auf meine M\u00e4gde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgie\u00dfen, so da\u00df sie prophetisch reden.<br>19 Und ich werde Wunderzeichen erscheinen lassen oben am Himmel und Wahrzeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchwolken.<br>20 Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, bevor der Tag des Herrn kommt, der gro\u00dfe und herrliche.<br>21 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesus, der Gekreuzigte, Auferstandene und von Gott Erh\u00f6hte, hat die beiden Davidsworte Psalm 16,8-11 und 110,1<\/h3>\n\n\n\n<p>22 \u00bbIhr M\u00e4nner von Israel, vernehmt diese Worte! Jesus von Nazareth, einen Mann, der als Gottgesandter durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wi\u00dft, vor euch erwiesen worden ist \u2013<br>23 diesen Mann, der nach dem festgesetzten Ratschlu\u00df und der Vorherbestimmung Gottes euch preisgegeben war, habt ihr durch die Hand der Gesetzlosen ans Kreuz nageln und hinrichten lassen.<br>24 Gott aber hat ihn auferweckt, indem er die Wehen des Todes l\u00f6ste, weil er ja unm\u00f6glich vom Tode festgehalten werden konnte.<br>25 David sagt ja mit Bezug auf ihn (Ps 16,8-11): \u203aIch habe den Herrn allezeit vor meinen Augen gesehen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke.<br>26 Deshalb freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; zudem wird auch mein Leib in Hoffnung ruhen;<br>27 denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich belassen und nicht zugeben, da\u00df dein Heiliger die Verwesung sieht.<br>28 Du hast mir Wege des Lebens kundgetan; du wirst mich mit Freude erf\u00fcllen vor deinem Angesicht.\u2039<br>29 Werte Br\u00fcder! Ich darf mit Freim\u00fctigkeit zu euch vom Erzvater David reden: er ist gestorben und ist begraben worden, und sein Grabmal befindet sich bis auf den heutigen Tag hier bei uns.<br>30 Weil er nun ein Prophet war und wu\u00dfte, da\u00df Gott ihm mit einem Eide zugeschworen hatte, es solle einer von seinen leiblichen Nachkommen auf seinem Throne sitzen (Ps 89,4-5),<br>31 so hat er vorausschauend von der Auferstehung Christi geredet, da\u00df dieser n\u00e4mlich weder dem Totenreich \u00fcberlassen worden ist noch sein Leib die Verwesung gesehen hat.<br>32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt: daf\u00fcr sind wir alle Zeugen!<br>33 Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erh\u00f6ht worden ist und den verhei\u00dfenen heiligen Geist empfangen hat vom Vater, hat er jetzt diesen (Geist), wie ihr selbst seht und h\u00f6rt, hier ausgegossen.<br>34 Denn nicht David ist in die Himmel hinaufgefahren; wohl aber sagt er selbst (Ps 110,1): \u203aDer Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten,<br>35 bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe!\u2039<br>36 So m\u00f6ge denn das ganze Haus Israel mit Sicherheit erkennen, da\u00df Gott ihn zum Herrn und zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!\u00ab<br>37 Als sie das h\u00f6rten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie wandten sich an Petrus und die anderen Apostel mit der Frage: \u00bbWas sollen wir tun, werte Br\u00fcder?\u00ab<br>38 Da antwortete ihnen Petrus: \u00bbTut Bu\u00dfe und la\u00dft euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer S\u00fcnden taufen, dann werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.<br>39 Denn euch gilt die Verhei\u00dfung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, soviele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird.\u00ab<br>40 Auch noch mit vielen anderen Worten redete er ihnen eindringlich zu und ermahnte sie: \u00bbLa\u00dft euch aus diesem verkehrten Geschlecht erretten!\u00ab<br>41 Die nun sein Wort annahmen, lie\u00dfen sich taufen, und so kamen an jenem Tage etwa dreitausend Seelen (zu der Gemeinde) hinzu.<br>42 Sie hielten aber beharrlich fest an der Lehre der Apostel und an der (br\u00fcderlichen) Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den (gemeinsamen) Gebeten.<br>43 Und \u00fcber jedermann (im Volk) kam Furcht, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.<br>44 Alle Gl\u00e4ubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam;<br>45 sie verkauften ihre Besitzt\u00fcmer und ihre Habe und verteilten (den Erl\u00f6s) unter alle nach Ma\u00dfgabe der Bed\u00fcrftigkeit eines jeden;<br>46 und indem sie am t\u00e4glichen Besuch des Tempels mit Einm\u00fctigkeit festhielten und das Brot in den einzelnen H\u00e4usern brachen, genossen sie ihre (t\u00e4gliche) Nahrung mit Frohlocken und in Herzenseinfalt,<br>47 priesen Gott und standen mit dem ganzen Volk in gutem Einvernehmen. Der Herr aber f\u00fcgte t\u00e4glich solche, die gerettet wurden, zu festem Anschlu\u00df hinzu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Heilung eines Lahmgeborenen durch Petrus und Johannes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Petrus und Johannes aber gingen (eines Tages) zusammen um die neunte Stunde, die Gebetsstunde, in den Tempel hinauf.<br>2 Da wurde (gerade) ein Mann herbeigetragen, der von seiner Geburt an lahm war und den man t\u00e4glich an das sogenannte Sch\u00f6ne Tor des Tempels hinsetzte, damit er sich dort Almosen von den Besuchern des Tempels erbitte.<br>3 Als dieser nun Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie um ein Almosen.<br>4 Da sah Petrus samt Johannes ihn scharf an und sagte: \u00bbSieh uns an!\u00ab<br>5 Jener blickte sie nun aufmerksam an in der Erwartung, eine Gabe von ihnen zu erhalten.<br>6 Petrus aber sagte: \u00bbSilber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth: Gehe umher!\u00ab<br>7 Dann fa\u00dfte er ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf; da wurden seine F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel augenblicklich fest;<br>8 er sprang auf, konnte stehen, ging umher und trat mit ihnen in den Tempel ein, indem er umherging und sprang und Gott pries.<br>9 So sahen ihn denn alle Leute, wie er umherging und Gott pries;<br>10 sie erkannten in ihm auch den Mann, der sonst, um Almosen zu erbitten, am Sch\u00f6nen Tore des Tempels gesessen hatte, und wurden voller Staunen und Verwunderung wegen der Heilung, die an ihm vorgegangen war.<br>11 Da er sich aber fest zu Petrus und Johannes hielt, str\u00f6mte das gesamte Volk zu ihnen bei der sogenannten Halle Salomos zusammen, au\u00dfer sich vor Staunen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tempelrede (Bu\u00dfpredigt des Petrus nach der Lahmenheilung)<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als Petrus das sah, richtete er folgende Ansprache an das Volk: \u00bbIhr M\u00e4nner von Israel, was wundert ihr euch \u00fcber diesen Mann, oder was seht ihr uns so erstaunt an, als h\u00e4tten wir durch eigene Kraft oder Fr\u00f6mmigkeit bewirkt, da\u00df er umhergehen kann?<br>13 Nein, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer V\u00e4ter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr (den Heiden) ausgeliefert und vor Pilatus verleugnet habt, als dieser seine Freigebung beschlossen hatte;<br>14 da habt ihr den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Begnadigung eines M\u00f6rders verlangt,<br>15 dagegen den F\u00fcrsten des Lebens hinrichten lassen. Diesen hat Gott von den Toten auferweckt: daf\u00fcr sind wir Zeugen!<br>16 Und auf Grund des Glaubens an seinen Namen hat sein Name diesem Manne hier, den ihr seht und kennt, jetzt Kraft verliehen, und der durch Jesus (in uns) gewirkte Glaube hat ihm vor euer aller Augen diese seine gesunden Glieder geschenkt.<br>17 Und nun, ihr Br\u00fcder: ich wei\u00df, da\u00df ihr aus Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Oberen;<br>18 Gott aber hat auf diese Weise das in Erf\u00fcllung gehen lassen, was er schon vorher durch den Mund aller Propheten verk\u00fcndigt hat, da\u00df n\u00e4mlich sein Gesalbter leiden werde.<br>19 So tut denn Bu\u00dfe und bekehrt euch, damit eure S\u00fcnden vergeben werden,<br>20 auf da\u00df Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den f\u00fcr euch zum Gesalbten bestimmten Jesus senden kann.<br>21 Diesen mu\u00df allerdings der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, was Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von der Urzeit her verk\u00fcndet hat.<br>22 Mose hat ja gesagt (5.Mose 18,15-19): \u203aEinen Propheten wie mich wird der Herr, unser Gott, euch aus euren Br\u00fcdern erstehen lassen: auf den sollt ihr in allem h\u00f6ren, was er zu euch reden wird;<br>23 und jede Seele, die auf diesen Propheten nicht h\u00f6rt, soll aus dem Volke ausgerottet werden!\u2039<br>24 Aber auch alle anderen Propheten, soviele ihrer von Samuel an und in den folgenden Zeiten aufgetreten sind, haben diese Tage angek\u00fcndigt.<br>25 Ihr seid die S\u00f6hne der Propheten und geh\u00f6rt dem Bunde an, den Gott mit euren V\u00e4tern geschlossen hat, als er dem Abraham die Verhei\u00dfung gab (1.Mose 22,18): \u203aIn deiner Nachkommenschaft sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.\u2039<br>26 F\u00fcr euch zuerst hat Gott seinen Knecht erstehen lassen und ihn gesandt, um euch dadurch zu segnen, da\u00df ein jeder unter euch sich von seinen Bosheiten bekehrt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 W\u00e4hrend sie noch zum Volk redeten, traten die Priester sowie der Tempelhauptmann und die Sadduz\u00e4er an sie heran;<br>2 diese waren n\u00e4mlich unwillig dar\u00fcber, da\u00df sie dem Volk ihre Lehre vortrugen und die an Jesus vollf\u00fchrte Auferstehung von den Toten verk\u00fcndeten.<br>3 Sie nahmen sie also fest und setzten sie in Gewahrsam bis zum folgenden Morgen; es war n\u00e4mlich bereits Abend.<br>4 Viele aber von denen, welche die Ansprache (des Petrus) geh\u00f6rt hatten, waren zum Glauben gekommen, so da\u00df die Zahl der (gl\u00e4ubigen) M\u00e4nner sich (nunmehr) auf etwa f\u00fcnftausend belief.<br>5 Am andern Morgen aber versammelten sich ihre Oberen sowie die \u00c4ltesten und Schriftgelehrten in Jerusalem,<br>6 auch der Hohepriester Hannas, ferner Kaiphas, Johannes, Alexander und alle, die zu einer hohenpriesterlichen Familie geh\u00f6rten.<br>7 Dann lie\u00df man sie vorf\u00fchren und fragte sie: \u00bbDurch was f\u00fcr eine Kraft oder durch welchen Namen habt ihr dies (Zeichen) vollf\u00fchrt?\u00ab<br>8 Da wurde Petrus mit heiligem Geist erf\u00fcllt und sagte zu ihnen: \u00bbIhr Oberen des Volkes und ihr \u00c4ltesten!<br>9 Wenn wir uns heute wegen der einem kranken Menschen erwiesenen Wohltat zu verantworten haben (und gefragt werden), durch wen dieser Mann hier gesund geworden sei,<br>10 so soll euch allen und dem Volk Israel kundgetan sein: In der Kraft des Namens Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott aber von den Toten auferweckt hat \u2013 ja, durch dessen Namen steht der Mann hier gesund vor euch!<br>11 Dieser (Jesus) ist der von euch Bauleuten verworfene Stein, der zum Eckstein geworden ist (Ps 118,22);<br>12 und in keinem andern ist die Rettung zu finden; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen.\u00ab<br>13 Als sie nun die freudige Zuversicht des Petrus und Johannes sahen und in Erfahrung gebracht hatten, da\u00df es Menschen ohne Schulung und ohne gelehrte Bildung waren, verwunderten sie sich; sie erkannten auch wohl, da\u00df sie Begleiter Jesu gewesen waren,<br>14 und weil sie den Mann, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, wu\u00dften sie nichts zu entgegnen.<br>15 Sie lie\u00dfen sie also aus der Ratssitzung abtreten und berieten miteinander die Frage:<br>16 \u00bbWas sollen wir mit diesen Menschen machen? Denn da\u00df ein unverkennbares Wunderzeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Einwohnern Jerusalems bekannt geworden, und wir k\u00f6nnen es nicht bestreiten.<br>17 Damit aber die Kunde davon sich nicht noch weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich gebieten, in Zukunft zu keinem Menschen mehr unter Nennung dieses Namens zu reden.\u00ab<br>18 Sie lie\u00dfen sie dann wieder hereinrufen und geboten ihnen, \u00fcberhaupt nichts mehr unter Nennung des Namens Jesu verlauten zu lassen und zu lehren.<br>19 Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen mit den Worten: \u00bbUrteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott!<br>20 Wir unserseits k\u00f6nnen es ja unm\u00f6glich unterlassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh\u00f6rt haben!\u00ab<br>21 Jene f\u00fcgten noch weitere Drohungen hinzu, lie\u00dfen sie dann aber frei, weil sie keine M\u00f6glichkeit fanden, sie zu bestrafen, (auch) mit R\u00fccksicht auf das Volk, weil alle Gott wegen des Geschehenen priesen;<br>22 denn \u00fcber vierzig Jahre war der Mann alt, an dem dieses Heilungswunder geschehen war.<br>23 Nach ihrer Freilassung kehrten Petrus und Johannes zu den Ihrigen zur\u00fcck und berichteten ihnen alles, was die Hohenpriester und die \u00c4ltesten zu ihnen gesagt hatten.<br>24 Als jene es vernommen hatten, erhoben sie einm\u00fctig ihre Stimme zu Gott und beteten: \u00bbHerr, du bist es, der den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, geschaffen hat;<br>25 du hast durch den heiligen Geist zu unsern V\u00e4tern durch den Mund Davids, deines Knechtes, gesagt (Ps 2,1-2): \u203aWas soll das Toben der Heiden und das eitle Sinnen der V\u00f6lker?<br>26 Die K\u00f6nige der Erde erheben sich, und die F\u00fcrsten rotten sich zusammen gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten!\u2039<br>27 Ja, es haben sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, in dieser Stadt Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Volksscharen Israels zusammengetan,<br>28 um alles auszuf\u00fchren, was deine Hand und dein Ratschlu\u00df vorherbestimmt haben, da\u00df es geschehen sollte.<br>29 Und jetzt, Herr, blicke hin auf ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten Kraft, dein Wort mit allem Freimut zu verk\u00fcndigen!<br>30 Strecke deine Hand dabei zu Heilungen aus und la\u00df Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus geschehen!\u00ab<br>31 Als sie so gebetet hatten, erbebte die St\u00e4tte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle vom heiligen Geist erf\u00fcllt und verk\u00fcndigten das Wort Gottes unerschrocken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die G\u00fctergemeinschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Die Gesamtheit der Gl\u00e4ubiggewordenen aber war ein Herz und eine Seele, und kein einziger nannte ein St\u00fcck seines Besitzes sein ausschlie\u00dfliches Eigentum, sondern sie hatten alles als Gemeingut.<br>33 Zudem legten die Apostel mit gro\u00dfem Nachdruck Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab, und alle erfreuten sich gro\u00dfer Beliebtheit.<br>34 Denn es gab auch keinen Notleidenden unter ihnen; alle n\u00e4mlich, welche L\u00e4ndereien oder H\u00e4user besa\u00dfen, verkauften diese, brachten dann den Erl\u00f6s aus dem Verkauf<br>35 und stellten ihn den Aposteln zur Verf\u00fcgung; davon wurde dann jedem nach seiner Bed\u00fcrftigkeit zugeteilt.<br>36 So besa\u00df (z.B.) Joseph, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas, das hei\u00dft auf deutsch \u203aSohn der Tr\u00f6stung\u2039, erhalten hatte, ein Levit, aus Cypern geb\u00fcrtig, einen Acker;<br>37 den verkaufte er, brachte dann den Geldbetrag und stellte ihn den Aposteln zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Beispiel der ernsten Gemeindezucht: Ananias und Sapphira<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Mann dagegen namens Ananias verkaufte im Einvernehmen mit seiner Frau Sapphira ein Grundst\u00fcck,<br>2 behielt aber einen Teil des Erl\u00f6ses unter Mitwissen seiner Frau f\u00fcr sich zur\u00fcck: er brachte nur einen Teil davon und stellte ihn den Aposteln zur Verf\u00fcgung.<br>3 Da sagte Petrus: \u00bbAnanias, warum hat der Satan dir das Herz erf\u00fcllt, da\u00df du den heiligen Geist belogen und einen Teil vom Erl\u00f6s des Ackers f\u00fcr dich zur\u00fcckbehalten hast?<br>4 Blieb er nicht dein Eigentum, wenn du ihn unverkauft gelassen h\u00e4ttest, und stand dir nicht auch nach dem Verkauf die Verf\u00fcgung \u00fcber ihn frei? Warum hast du dir eine solche Handlungsweise in den Sinn kommen lassen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!\u00ab<br>5 Als Ananias diese Worte h\u00f6rte, fiel er nieder und gab seinen Geist auf. Da kam gro\u00dfe Furcht \u00fcber alle, die es h\u00f6rten.<br>6 Die j\u00fcngeren M\u00e4nner aber standen auf, h\u00fcllten die Leiche in T\u00fccher und trugen sie zum Begr\u00e4bnis hinaus.<br>7 Nach Verlauf von etwa drei Stunden trat auch seine Frau ein, ohne von dem Vorgefallenen etwas zu wissen.<br>8 Petrus redete sie mit den Worten an: \u00bbSage mir: habt ihr das Grundst\u00fcck f\u00fcr diesen Preis verkauft?\u00ab Sie antwortete: \u00bbJa, f\u00fcr diesen Preis.\u00ab<br>9 Da sagte Petrus zu ihr: \u00bbWarum habt ihr beide euch verabredet, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die F\u00fc\u00dfe derer, die deinen Mann zu Grabe getragen haben, stehen vor der T\u00fcr, und sie werden auch dich hinaustragen!\u00ab<br>10 Da fiel sie augenblicklich zu seinen F\u00fc\u00dfen nieder und gab ihren Geist auf; und als die jungen M\u00e4nner hereinkamen, fanden sie sie als Leiche vor; sie trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Manne.<br>11 Da kam eine gro\u00dfe Furcht \u00fcber die ganze Gemeinde und \u00fcber alle, die davon h\u00f6rten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wundertaten (besonders Krankenheilungen) der Apostel; weiteres Wachsen der Gemeinde<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Durch die H\u00e4nde der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke, und alle (Gl\u00e4ubigen) pflegten sich einm\u00fctig in der Halle Salomos zu versammeln;<br>13 von den \u00fcbrigen aber wagte sich niemand dort st\u00f6rend an sie heranzudr\u00e4ngen, sondern das Volk hielt sie hoch in Ehren.<br>14 Und immer mehr kamen solche hinzu, die an den Herrn glaubten, ganze Scharen von M\u00e4nnern und Frauen;<br>15 ja man brachte die Kranken sogar auf die Stra\u00dfen hinaus und legte sie dort auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus k\u00e4me, wenigstens sein Schatten auf den einen oder andern von ihnen fiele.<br>16 Aber auch aus den rings um Jerusalem liegenden Ortschaften str\u00f6mte die Bev\u00f6lkerung zusammen und brachte Kranke und von unreinen Geistern Geplagte dorthin, die dann alle geheilt wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Verhaftung; Befreiung durch einen Engel<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Da erhob sich aber der Hohepriester samt seinem ganzen Anhang, n\u00e4mlich die Partei der Sadduz\u00e4er; sie waren voll von Eifersucht,<br>18 lie\u00dfen die Apostel festnehmen und sie in das \u00f6ffentliche Gef\u00e4ngnis setzen.<br>19 Aber ein Engel des Herrn \u00f6ffnete w\u00e4hrend der Nacht die Gef\u00e4ngnist\u00fcren, f\u00fchrte sie hinaus und gebot ihnen:<br>20 \u00bbGeht hin, tretet offen auf und verk\u00fcndigt im Tempel dem Volk alle diese Lebensworte!\u00ab<br>21 Als sie das geh\u00f6rt hatten, begaben sie sich mit Tagesanbruch in den Tempel und lehrten dort. Der Hohepriester und sein Anhang hatten sich inzwischen eingestellt und den Hohen Rat und die gesamte \u00c4ltestenschaft der Israeliten zur Versammlung berufen lassen und sandten nun ins Gef\u00e4ngnis, um sie vorf\u00fchren zu lassen.<br>22 Als aber die Diener hinkamen, fanden sie sie im Gef\u00e4ngnis nicht vor und meldeten nach ihrer R\u00fcckkehr:<br>23 \u00bbWir haben das Gef\u00e4ngnis ganz fest verschlossen gefunden, auch die W\u00e4chter standen auf ihrem Posten an den T\u00fcren; als wir aber aufschlossen, haben wir niemand drinnen vorgefunden.\u00ab<br>24 Als der Tempelhauptmann und die Hohenpriester diese Meldung vernahmen, waren sie ihretwegen ratlos, welche Bewandtnis es damit wohl haben m\u00f6chte.<br>25 Da kam einer und meldete ihnen: \u00bbDenkt nur! Die M\u00e4nner, die ihr ins Gef\u00e4ngnis gesetzt habt, die stehen jetzt im Tempel und lehren das Volk!\u00ab<br>26 Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und holte sie herbei, doch ohne Anwendung von Gewalt; denn sie hatten zu bef\u00fcrchten, vom Volk gesteinigt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Apostel mutiges Zeugnis von der Auferstehung Christi<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Sie brachten sie also herbei und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester verh\u00f6rte sie folgenderma\u00dfen:<br>28 \u00bbWir haben euch doch ausdr\u00fccklich geboten, auf Grund dieses Namens nicht zu lehren, und trotzdem habt ihr mit eurer Lehre ganz Jerusalem erf\u00fcllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen!\u00ab<br>29 Da antwortete Petrus, und die Apostel erkl\u00e4rten: \u00bbMan mu\u00df Gott mehr gehorchen als den Menschen!<br>30 Der Gott unserer V\u00e4ter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz geh\u00e4ngt und hingerichtet habt.<br>31 Diesen hat Gott durch seine rechte Hand zum Anf\u00fchrer und Retter erh\u00f6ht, um Israel Bu\u00dfe und Vergebung der S\u00fcnden zu verleihen.<br>32 F\u00fcr diese Tatsachen sind wir Zeugen und auch der heilige Geist, den Gott denen verliehen hat, die ihm gehorsam sind.\u00ab<br>33 Als jene das h\u00f6rten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie waren entschlossen, sie hinrichten zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gamaliels F\u00fcrsprache und Rat<\/h3>\n\n\n\n<p>34 Doch da stand in der Versammlung ein Pharis\u00e4er namens Gamaliel auf, ein beim ganzen Volk hochangesehener Gesetzeslehrer; er lie\u00df die M\u00e4nner auf kurze Zeit hinausf\u00fchren<br>35 und richtete dann folgende Ansprache an die Versammlung: \u00bbIhr M\u00e4nner von Israel, \u00fcberlegt euch wohl, wie ihr mit diesen Leuten verfahren wollt!<br>36 Denn vor einiger Zeit trat Theudas auf und gab sich f\u00fcr etwas Besonderes aus, und eine Anzahl von etwa vierhundert M\u00e4nnern fiel ihm zu; aber er fand den Tod, und alle seine Anh\u00e4nger wurden zersprengt und vernichtet.<br>37 Nach diesem trat Judas aus Galil\u00e4a zur Zeit der Sch\u00e4tzung auf und brachte einen Volkshaufen zum Aufstand unter seiner F\u00fchrung; aber auch er kam ums Leben, und sein ganzer Anhang wurde zerstreut.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausgang und Folgen des Vorkommnisses<\/h3>\n\n\n\n<p>38 Und nunmehr gebe ich euch den Rat: Steht von diesen Leuten ab und la\u00dft sie gew\u00e4hren! Denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen ausgeht, so wird es zunichte werden;<br>39 hat es aber seinen Ursprung in Gott, so werdet ihr diese Leute nicht zu vernichten verm\u00f6gen. La\u00dft ihr euch nur nicht gar als Widersacher Gottes erfinden!\u00ab Daraufhin folgten sie seinem Rat:<br>40 sie lie\u00dfen die Apostel wieder hereinrufen und gei\u00dfeln und befahlen ihnen, auf Grund des Namens Jesu nicht mehr zu predigen; dann gab man sie frei.<br>41 So gingen sie denn aus dem Hohen Rat weg, hocherfreut, da\u00df sie gew\u00fcrdigt worden waren, um des Namens (Jesu) willen Schmach zu erleiden;<br>42 und sie h\u00f6rten nicht auf, t\u00e4glich im Tempel und in den H\u00e4usern zu lehren und die Heilsbotschaft von Christus Jesus zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 In diesen Tagen nun entstand bei der Zunahme der Zahl der J\u00fcnger laute Unzufriedenheit der Hellenisten gegen die Hebr\u00e4er, weil ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Verpflegung nicht gen\u00fcgend ber\u00fccksichtigt w\u00fcrden.<br>2 So beriefen denn die Zw\u00f6lf die Gesamtheit der J\u00fcnger und sagten: \u00bbEs scheint uns nicht das Richtige zu sein, da\u00df wir die Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes hintansetzen, um den Tischdienst zu besorgen.<br>3 So seht euch nun, ihr Br\u00fcder, nach sieben bew\u00e4hrten, mit Geist und Weisheit erf\u00fcllten M\u00e4nnern aus eurer Mitte um, damit wir sie zu diesem Dienst bestellen;<br>4 wir selbst aber wollen uns ausschlie\u00dflich dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.\u00ab<br>5 Dieser Vorschlag fand den Beifall der ganzen Versammlung, und man w\u00e4hlte Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, ferner den Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Judengenossen aus Antiochia.<br>6 Diese M\u00e4nner lie\u00df man vor die Apostel hintreten, die (f\u00fcr sie) beteten und ihnen die H\u00e4nde auflegten.<br>7 Das Wort Gottes breitete sich nun immer weiter aus, und die Zahl der J\u00fcnger vermehrte sich in Jerusalem stark; sogar eine gro\u00dfe Menge von Priestern wurde dem Glauben gehorsam.<br>8 Stephanus aber, ein Mann voll Gnade und Geisteskraft, tat Wunder und gro\u00dfe Zeichen unter dem Volke.<br>9 Da traten einige Mitglieder der sogenannten Synagoge der Freigelassenen sowie der Cyren\u00e4er und Alexandriner und der Synagogen der Cilicier und der Provinz Asien auf und f\u00fchrten mit Stephanus Streitgespr\u00e4che,<br>10 vermochten jedoch gegen die Weisheit und den Geist, mit dem er redete, nicht aufzukommen.<br>11 Infolgedessen stifteten sie M\u00e4nner an, die aussagen mu\u00dften: \u00bbWir haben ihn L\u00e4sterworte gegen Mose und gegen Gott aussprechen h\u00f6ren.\u00ab<br>12 So wiegelten sie denn das Volk sowie die \u00c4ltesten und die Schriftgelehrten auf, fielen dann \u00fcber ihn her, schleppten ihn mit sich und f\u00fchrten ihn vor den Hohen Rat.<br>13 Hier lie\u00dfen sie falsche Zeugen auftreten, die aussagten: \u00bbDieser Mensch h\u00f6rt nicht auf, Reden gegen die heilige St\u00e4tte hier und das Gesetz zu f\u00fchren.<br>14 So haben wir ihn sagen h\u00f6ren: \u203aDieser Jesus von Nazareth wird diese St\u00e4tte zerst\u00f6ren und die Gebr\u00e4uche ab\u00e4ndern, die Mose uns verordnet hat.\u2039\u00ab<br>15 Als nun alle, die im Hohen Rate sa\u00dfen, ihre Blicke gespannt auf ihn richteten, sahen sie sein Antlitz (verkl\u00e4rt) wie das Angesicht eines Engels.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Zeit der Erzv\u00e4ter<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der Hohepriester fragte ihn nun: \u00bbVerh\u00e4lt sich dies so?\u00ab<br>2 Da antwortete Stephanus: \u00bbWerte Br\u00fcder und V\u00e4ter, h\u00f6rt mich an! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien wohnte, bevor er sich in Haran niedergelassen hatte,<br>3 und gebot ihm: \u203aVerla\u00df dein Heimatland und deine Verwandtschaft und ziehe in das Land, das ich dir zeigen werde!\u2039 (1.Mose 12,1)<br>4 Da wanderte er aus dem Lande der Chald\u00e4er aus und lie\u00df sich in Haran nieder. Von dort lie\u00df Gott ihn dann nach dem Tode seines Vaters in dieses Land hier \u00fcbersiedeln, das ihr noch jetzt bewohnt;<br>5 doch gab er ihm keinen festen Besitz darin, auch nicht einen Fu\u00df breit, verhie\u00df ihm jedoch, er wolle es ihm und seiner Nachkommenschaft sp\u00e4terhin zum Eigentum geben, obgleich er damals noch kein Kind hatte.<br>6 So lauteten aber Gottes Worte: \u203aSeine Nachkommen werden als Beisassen in einem fremden Lande ans\u00e4ssig sein, wo man sie vierhundert Jahre lang knechten und mi\u00dfhandeln wird;<br>7 doch das Volk, dem sie als Knechte dienen werden, will ich richten\u2039, sagte Gott; \u203aund hierauf werden sie ausziehen und mir an dieser St\u00e4tte dienen.\u2039 (1.Mose 15,13-14; 2.Mose 3,12)<br>8 Dann gab Gott ihm den Bund der Beschneidung, und so wurde Abraham der Vater Isaaks, den er am achten Tage beschnitt; Isaak wurde dann der Vater Jakobs und Jakob der Vater der zw\u00f6lf Erzv\u00e4ter.<br>9 Weil dann aber die Erzv\u00e4ter auf Joseph neidisch wurden, verkauften sie ihn nach \u00c4gypten; doch Gott war mit ihm<br>10 und rettete ihn aus allen seinen Bedr\u00e4ngnissen und verlieh ihm Gnade und Weisheit vor dem Pharao, dem \u00e4gyptischen K\u00f6nig, der ihn zum Gebieter \u00fcber \u00c4gypten und \u00fcber sein ganzes Haus einsetzte.<br>11 Da kam eine Hungersnot und gro\u00dfe Drangsal \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten und Kanaan, und unsere V\u00e4ter hatten nichts zu essen.<br>12 Als aber Jakob erfuhr, da\u00df in \u00c4gypten Getreide zu haben sei, sandte er unsere V\u00e4ter zum erstenmal hin.<br>13 Beim zweitenmal gab sich dann Joseph seinen Br\u00fcdern zu erkennen, und Josephs Herkunft wurde dem Pharao bekannt.<br>14 Joseph sandte dann hin und lie\u00df seinen Vater Jakob und seine gesamte Verwandtschaft holen, im ganzen f\u00fcnfundsiebenzig Seelen.<br>15 So zog denn Jakob nach \u00c4gypten hinab, wo er starb und ebenso auch unsere V\u00e4ter;<br>16 sie wurden nach Sichem \u00fcberf\u00fchrt und in dem Grabe beigesetzt, das Abraham f\u00fcr eine Geldsumme von den S\u00f6hnen Hemors in Sichem gekauft hatte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die mosaische Zeit<\/h3>\n\n\n\n<p>17 \u00bbJe n\u00e4her aber die Zeit der Verhei\u00dfung kam, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, desto mehr wuchs das Volk in \u00c4gypten an und wurde zahlreich,<br>18 bis ein anderer K\u00f6nig zur Regierung \u00fcber \u00c4gypten kam, der von Joseph nichts wu\u00dfte.<br>19 Dieser verfuhr arglistig gegen unser Volk und mi\u00dfhandelte unsere V\u00e4ter, so da\u00df sie ihre neugeborenen Kinder aussetzen mu\u00dften, damit sie nicht am Leben bleiben sollten.<br>20 In dieser Zeit wurde Mose geboren und war ein ausnehmend sch\u00f6nes Kind; drei Monate lang wurde er im Elternhause aufgezogen,<br>21 und als man ihn dann ausgesetzt hatte, nahm ihn die Tochter Pharaos zu sich und erzog ihn f\u00fcr sich selbst zum Sohn.<br>22 So wurde denn Mose in aller Weisheit der \u00c4gypter unterrichtet und war gewaltig in seinen Worten und Taten.<br>23 Als er aber volle vierzig Jahre alt geworden war, stieg das Verlangen in ihm auf, sich einmal nach seinen Br\u00fcdern, den Israeliten, umzusehen;<br>24 und als er einen von ihnen sah, dem Unrecht geschah, leistete er ihm Beistand und verschaffte dem Mi\u00dfhandelten Genugtuung, indem er den \u00c4gypter erschlug.<br>25 Dabei war er der Meinung, seine Volksgenossen w\u00fcrden zu der Einsicht kommen, da\u00df Gott ihnen durch seine Hand Rettung schaffen w\u00fcrde; doch sie erkannten es nicht.<br>26 Am folgenden Tage kam er gerade dazu, als zwei von ihnen einen Streit miteinander hatten; da wollte er sie vers\u00f6hnen, damit sie Frieden hielten, indem er sagte: \u203aIhr M\u00e4nner, ihr seid doch Br\u00fcder: warum tut ihr einander unrecht?\u2039<br>27 Der aber, welcher seinem Genossen unrecht tat, stie\u00df ihn zur\u00fcck mit den Worten: \u203aWer hat dich zum Oberhaupt und Richter \u00fcber uns eingesetzt?<br>28 Willst du mich etwa ebenso erschlagen, wie du gestern den \u00c4gypter erschlagen hast?\u2039 (2.Mose 2,14-15)<br>29 Um dieses Wortes willen ergriff Mose die Flucht und lebte als Fremdling im Lande Midian, wo ihm zwei S\u00f6hne geboren wurden.<br>30 Als dann wieder volle vierzig Jahre vergangen waren, erschien ihm in der W\u00fcste des Berges Sinai ein Engel in der Feuerflamme eines Dornbusches.<br>31 Als Mose das sah, verwunderte er sich \u00fcber die Erscheinung; als er aber n\u00e4her hinzutrat, um genauer zuzusehen, erscholl die Stimme des Herrn:<br>32 \u203aIch bin der Gott deiner V\u00e4ter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.\u2039 (2.Mose 3,6) Da begann Mose zu zittern und wagte nicht, genauer hinzusehen.<br>33 Der Herr aber sagte zu ihm: \u203aZiehe dir die Schuhe ab von den F\u00fc\u00dfen; denn die St\u00e4tte, auf der du stehst, ist heiliges Land.<br>34 Ich habe die Mi\u00dfhandlung meines Volkes in \u00c4gypten gesehen und ihr Seufzen geh\u00f6rt; darum bin ich herabgekommen, sie zu erretten. Und jetzt komm: ich will dich nach \u00c4gypten senden!\u2039 (2.Mose 2,24; 3,7.10)<br>35 Diesen Mose, den sie verleugnet hatten, als sie sagten: \u203aWer hat dich zum Oberhaupt und Richter (\u00fcber uns) gesetzt?\u2039, eben diesen hat Gott als Oberhaupt und Erl\u00f6ser gesandt durch die Vermittlung des Engels, der ihm im Dornbusch erschienen war.<br>36 Dieser ist es auch, der sie (aus dem Lande) weggef\u00fchrt hat, indem er Wunder und Zeichen im Lande \u00c4gypten und am Roten Meer sowie vierzig Jahre lang in der W\u00fcste tat.<br>37 Dieser Mose ist es, der zu den Israeliten gesagt hat: \u203aEinen Propheten wie mich wird Gott euch aus euren Volksgenossen erwecken.\u2039 (5.Mose 18,15)<br>38 Dieser ist es, der bei der Gemeindeversammlung in der W\u00fcste Vermittler gewesen ist zwischen dem Engel, der auf dem Berge Sinai zu ihm redete, und zwischen unsern V\u00e4tern, derselbe, der lebendige Worte empfing, um sie uns mitzuteilen.<br>39 Doch unsere V\u00e4ter wollten ihm nicht gehorsam sein; vielmehr stie\u00dfen sie ihn von sich und sehnten sich nach \u00c4gypten zur\u00fcck<br>40 und sagten zu Aaron: \u203aMache uns G\u00f6tter, die vor uns herziehen sollen! Denn von diesem Mose, der uns aus dem Lande \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hat, wissen wir nicht, was aus ihm geworden ist.\u2039 (2.Mose 32,1)<br>41 So machten sie sich denn damals ein Stierbild, brachten diesem G\u00f6tzen Opfer dar und hatten ihre Freude an den Werken ihrer H\u00e4nde.<br>42 Da wandte Gott sich von ihnen ab und gab sie dahin, da\u00df sie dem Sternenheer des Himmels dienten, wie im Buch der Propheten geschrieben steht (Am 5,25-27): \u203aHabt ihr etwa mir Schlachttiere und Opfergaben w\u00e4hrend der vierzig Jahre in der W\u00fcste dargebracht, ihr vom Hause Israel?<br>43 Nein, das Zelt des Moloch und das Sternbild des Gottes Rephan habt ihr getragen, die G\u00f6tzenbilder, die ihr zur Anbetung angefertigt hattet; darum werde ich euch \u00fcber Babylon hinaus (in die Verbannung) wegf\u00fchren lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Zeit der Stiftsh\u00fctte und des Tempelbaus<\/h3>\n\n\n\n<p>44 \u00bbDie H\u00fctte des Zeugnisses hatten unsere V\u00e4ter in der W\u00fcste so, wie Gott es angeordnet hatte, als er dem Mose gebot, sie nach dem Vorbild, das er gesehen hatte, herzustellen.<br>45 Diese (H\u00fctte) haben unsere V\u00e4ter dann auch \u00fcbernommen und sie unter Josua in das Gebiet der Heidenv\u00f6lker gebracht, die Gott vor den Augen unserer V\u00e4ter vertrieb; (und so blieb es) bis zur Zeit Davids.<br>46 Dieser fand Gnade vor Gott und erbat es sich als Gunst, eine Wohnung f\u00fcr den Gott Jakobs zu finden.<br>47 Aber erst Salomo hat ihm ein Haus erbaut.<br>48 Doch der H\u00f6chste wohnt nicht in einem Bau, der von Menschenhand hergestellt ist, wie der Prophet sagt (Jes 66,1-2):<br>49 \u203aDer Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner F\u00fc\u00dfe. Was f\u00fcr ein Haus w\u00e4re es, das ihr mir bauen k\u00f6nntet?\u2039 \u2013 sagt der Herr \u2013 \u203aoder welches w\u00e4re die St\u00e4tte der Ruhe f\u00fcr mich?<br>50 Hat nicht meine Hand dies ganze Weltall geschaffen?\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00df der Rede; Anklage des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>51 \u00bbO ihr Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen! Immerfort widerstrebt ihr dem heiligen Geist, wie eure V\u00e4ter, so auch ihr.<br>52 Wo ist ein Prophet gewesen, den eure V\u00e4ter nicht verfolgt haben? Und so haben sie auch die get\u00f6tet, welche das Kommen des Gerechten vorausverk\u00fcndigt haben, an dem ihr jetzt zu Verr\u00e4tern und M\u00f6rdern geworden seid.<br>53 Auf Anordnung von Engeln habt ihr das Gesetz empfangen und es doch nicht gehalten!\u00ab<br>54 Als sie das h\u00f6rten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie knirschten mit den Z\u00e4hnen gegen ihn.<br>55 Er aber, voll heiligen Geistes, blickte fest zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen<br>56 und rief aus: \u00bbIch sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen!\u00ab<br>57 Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu und st\u00fcrmten einm\u00fctig auf ihn los;<br>58 dann stie\u00dfen sie ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Dabei legten die Zeugen ihre Obergew\u00e4nder ab zu den F\u00fc\u00dfen eines jungen Mannes mit Namen Saulus<br>59 und steinigten den Stephanus, der betend ausrief: \u00bbHerr Jesus, nimm meinen Geist auf!\u00ab<br>60 Alsdann auf die Knie niedergesunken, rief er noch laut aus: \u00bbHerr, rechne ihnen diese S\u00fcnde nicht zu!\u00ab Nach diesen Worten gab er seinen Geist auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B. Die Ausbreitung der Heilsbotschaft in Samarien und Syrien; Beginn der Heidenbekehrung (Kap. 8-12)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 An jenem Tage kam es aber zu einer schweren Verfolgung der Gemeinde in Jerusalem. Da zerstreuten sich alle mit Ausnahme der Apostel in die Landbezirke von Jud\u00e4a und Samaria.<br>2 Den Stephanus aber bestatteten gottesf\u00fcrchtige M\u00e4nner und veranstalteten eine feierliche Trauerfeier um ihn.<br>3 Saulus aber w\u00fctete gegen die Gemeinde, indem er \u00fcberall in die H\u00e4user eindrang, M\u00e4nner und Frauen fortschleppte und sie ins Gef\u00e4ngnis werfen lie\u00df.<br>4 Die Versprengten nun zogen im Lande umher und verk\u00fcndigten die Heilsbotschaft.<br>5 Dabei kam Philippus in die Hauptstadt von Samarien hinab und predigte ihren Bewohnern den Gottgesalbten.<br>6 Die Volksmenge zeigte sich allgemein f\u00fcr die Predigt des Philippus empf\u00e4nglich, indem sie ihm zuh\u00f6rten und die Zeichen sahen, die er tat;<br>7 denn aus vielen fuhren die unreinen Geister, von denen sie besessen waren, mit lautem Geschrei aus, und zahlreiche Gel\u00e4hmte und Verkr\u00fcppelte wurden geheilt.<br>8 Dar\u00fcber herrschte in jener Stadt gro\u00dfe Freude.<br>9 Nun hatte schon vorher ein Mann namens Simon in der Stadt gelebt, der sich mit Zauberei abgab und die Bev\u00f6lkerung von Samaria dadurch in Staunen versetzte; denn er behauptete von sich, er sei etwas Gro\u00dfes.<br>10 Alle waren f\u00fcr ihn eingenommen, klein und gro\u00df, und erkl\u00e4rten: \u00bbDieser Mann ist die Kraft Gottes, welche die gro\u00dfe hei\u00dft.\u00ab<br>11 Sie waren aber deshalb f\u00fcr ihn so eingenommen, weil er sie lange Zeit durch seine Zauberk\u00fcnste in Erstaunen gesetzt hatte.<br>12 Als sie jetzt aber dem Philippus Glauben schenkten, der ihnen die Heilsbotschaft vom Reiche Gottes und vom Namen Jesu Christi verk\u00fcndigte, lie\u00dfen sie sich taufen, M\u00e4nner wie Frauen.<br>13 So wurde denn Simon ebenfalls gl\u00e4ubig; er schlo\u00df sich nach seiner Taufe eng an Philippus an und kam nicht aus dem Staunen heraus, als er die Zeichen und gro\u00dfen Wunder sah, die da geschahen.<br>14 Als nun die Apostel in Jerusalem vernahmen, da\u00df Samaria das Wort Gottes angenommen habe, entsandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.<br>15 Diese beteten nach ihrer Ankunft f\u00fcr sie, da\u00df sie den heiligen Geist empfangen m\u00f6chten;<br>16 denn dieser war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren lediglich auf den Namen des Herrn Jesus getauft worden.<br>17 Infolgedessen legten sie (die beiden Apostel) ihnen die H\u00e4nde auf, und sie empfingen den heiligen Geist.<br>18 Als nun Simon sah, da\u00df durch die Handauflegung der Apostel der heilige Geist verliehen wurde, bot er ihnen Geld an<br>19 und bat: \u00bbVerleiht doch auch mir diese Kraft, da\u00df jeder, dem ich die H\u00e4nde auflege, den heiligen Geist empf\u00e4ngt.\u00ab<br>20 Petrus aber gab ihm zur Antwort: \u00bbDein Geld fahre samt dir ins Verderben, weil du gemeint hast, die Gabe Gottes durch Geld erkaufen zu k\u00f6nnen!<br>21 Du hast keinen Anteil und kein Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.<br>22 Darum bekehre dich von dieser deiner Bosheit und bete zum Herrn, ob dir vielleicht das Trachten deines Herzens vergeben werden mag;<br>23 denn ich sehe, da\u00df du in \u203aGalle der Bitterkeit\u2039 und in \u203aBande der Ungerechtigkeit\u2039 geraten bist.\u00ab (5.Mose 29,17; Jes 58,6)<br>24 Da antwortete Simon: \u00bbBetet ihr f\u00fcr mich zum Herrn, da\u00df nichts von dem, was ihr ausgesprochen habt, mich treffen m\u00f6ge!\u00ab<br>25 Als sie nun (die beiden Apostel) das Wort des Herrn bezeugt und gepredigt hatten, machten sie sich auf die R\u00fcckreise nach Jerusalem und verk\u00fcndigten (dabei noch) in vielen samaritischen Ortschaften die Heilsbotschaft.<br>26 Ein Engel des Herrn aber gebot dem Philippus: \u00bbMach dich auf und begib dich um die Mittagszeit auf die Stra\u00dfe, die von Jerusalem nach Gaza hinabf\u00fchrt und einsam ist!\u00ab<br>27 Da machte er sich auf und ging hin. Und siehe, ein \u00c4thiopier, ein Hofbeamter und W\u00fcrdentr\u00e4ger der \u00e4thiopischen K\u00f6nigin Kandace, der ihren gesamten Schatz zu verwalten hatte, war nach Jerusalem gekommen, um dort anzubeten.<br>28 Jetzt befand er sich wieder auf der Heimreise und sa\u00df auf seinem Wagen, indem er den Propheten Jesaja las.<br>29 Da gebot der Geist dem Philippus: \u00bbTritt hinzu und halte dich nahe an diesen Wagen!\u00ab<br>30 So lief denn Philippus hinzu, und als er h\u00f6rte, wie jener den Propheten Jesaja las, fragte er ihn: \u00bbVerstehst du auch, was du liest?\u00ab<br>31 Er antwortete: \u00bbWie sollte ich das k\u00f6nnen, wenn mir niemand Anleitung gibt?\u00ab Dann bat er Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.<br>32 Der Wortlaut der Schriftstelle nun, die er gerade las, war dieser (Jes 53,7-8): \u00bbWie ein Schaf wurde er zur Schlachtbank gef\u00fchrt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm bleibt, so tat er seinen Mund nicht auf.<br>33 In seiner Erniedrigung wurde das Strafgericht \u00fcber ihn aufgehoben, und wer wird seine Nachkommenschaft berechnen? Denn erhoben wird sein Leben von der Erde hinweg.\u00ab<br>34 Da wandte sich der Hofbeamte an Philippus mit der Frage: \u00bbIch bitte dich: von wem redet hier der Prophet? Von sich selbst oder von einem andern?\u00ab<br>35 Da tat Philippus seinen Mund auf und verk\u00fcndigte ihm, indem er an dieses Schriftwort ankn\u00fcpfte, die Heilsbotschaft von Jesus.<br>36 Als sie nun so auf der Stra\u00dfe dahinfuhren, kamen sie an ein Gew\u00e4sser; da sagte der Hofbeamte: \u00bbHier ist ja Wasser! Was steht meiner Taufe noch im Wege?\u00ab<br>37 [Philippus antwortete ihm: \u00bbWenn du von ganzem Herzen glaubst, so darf es wohl geschehen.\u00ab Jener antwortete: \u00bbIch glaube, da\u00df Jesus Christus der Sohn Gottes ist.\u00ab]<br>38 Er lie\u00df also den Wagen halten, und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus sowohl wie der Hofbeamte, und er taufte ihn.<br>39 Als sie dann wieder aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entr\u00fcckte der Geist des Herrn den Philippus, und der Hofbeamte sah ihn nicht mehr; denn freudig zog er auf seiner Stra\u00dfe weiter.<br>40 Philippus aber befand sich in Asdod; er zog dort von Ort zu Ort und verk\u00fcndigte die Heilsbotschaft in allen St\u00e4dten, bis er nach C\u00e4sarea kam.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Saulus aber, der noch immer Drohungen und Mord gegen die J\u00fcnger des Herrn schnaubte, wandte sich an den Hohenpriester<br>2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die dortigen Synagogen, um Anh\u00e4nger der neuen Lehre, die er etwa f\u00e4nde, M\u00e4nner wie Frauen, in Fesseln nach Jerusalem zu bringen.<br>3 W\u00e4hrend er nun so dahinzog und schon in die N\u00e4he von Damaskus gekommen war, umstrahlte ihn pl\u00f6tzlich ein Lichtschein vom Himmel her;<br>4 er st\u00fcrzte zu Boden und vernahm eine Stimme, die ihm zurief: \u00bbSaul, Saul! Was verfolgst du mich?\u00ab<br>5 Er fragte: \u00bbWer bist du, Herr?\u00ab Jener antwortete: \u00bbIch bin Jesus, den du verfolgst!<br>6 Doch stehe auf und geh in die Stadt hinein: dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst!\u00ab<br>7 Die M\u00e4nner nun, die ihn auf der Reise begleiteten, standen sprachlos da; denn sie h\u00f6rten wohl die Stimme, sahen aber niemand.<br>8 Saulus erhob sich dann von der Erde; obwohl jedoch seine Augen ge\u00f6ffnet waren, konnte er nichts sehen: an der Hand mu\u00dfte man ihn nach Damaskus hinf\u00fchren,<br>9 und er war drei Tage lang ohne Sehverm\u00f6gen; auch a\u00df und trank er nichts.<br>10 Nun wohnte in Damaskus ein J\u00fcnger namens Ananias; zu dem sprach der Herr in einem Gesicht: \u00bbAnanias!\u00ab Jener antwortete: \u00bbHier bin ich, Herr!\u00ab<br>11 Der Herr fuhr fort: \u00bbStehe auf und begib dich in die sogenannte Gerade Stra\u00dfe; erkundige dich dort im Hause des Judas nach einem Manne namens Saulus aus Tarsus; denn siehe, er betet<br>12 und hat in einem Gesicht gesehen, wie ein Mann namens Ananias bei ihm eintrat und ihm die H\u00e4nde auflegte, damit er sein Augenlicht wiederbekomme.\u00ab<br>13 Ananias aber antwortete: \u00bbHerr, ich habe von vielen Seiten \u00fcber diesen Mann geh\u00f6rt, wieviel B\u00f6ses er deinen Heiligen in Jerusalem zugef\u00fcgt hat;<br>14 und auch hier hat er von den Hohenpriestern Vollmacht, alle in Fesseln zu legen, die deinen Namen anrufen.\u00ab<br>15 Aber der Herr gab ihm zur Antwort: \u00bbGehe hin! Denn dieser Mann ist f\u00fcr mich ein auserw\u00e4hltes Werkzeug: er soll meinen Namen vor Heidenv\u00f6lker und K\u00f6nige und vor die Kinder Israel tragen;<br>16 denn ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden mu\u00df.\u00ab<br>17 Da machte sich Ananias auf den Weg, ging in das Haus und legte ihm die H\u00e4nde auf mit den Worten: \u00bbBruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist: du sollst wieder sehen k\u00f6nnen und mit heiligem Geist erf\u00fcllt werden.\u00ab<br>18 Da fiel es ihm sogleich von den Augen ab wie Schuppen: er konnte wieder sehen, stand auf und lie\u00df sich taufen;<br>19 dann nahm er auch Nahrung zu sich und kam wieder zu Kr\u00e4ften. Einige Tage war er nun mit den J\u00fcngern in Damaskus zusammen;<br>20 dann predigte er sogleich in den (dortigen) Synagogen von Jesus, da\u00df dieser der Sohn Gottes sei.<br>21 Da gerieten alle, die ihn h\u00f6rten, in Erstaunen und sagten: \u00bbIst das nicht derselbe Mann, der in Jerusalem die Bekenner dieses Namens w\u00fctend verfolgt hat und auch hierher in der Absicht gekommen war, sie in Fesseln vor die Hohenpriester zu f\u00fchren?\u00ab<br>22 Saulus aber trat nur um so entschlossener auf und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, v\u00f6llig au\u00dfer Fassung, indem er bewies: \u00bbDieser ist Christus!\u00ab<br>23 Als so eine geraume Zeit vergangen war, beschlossen die Juden gemeinsam, ihn zu ermorden;<br>24 doch ihr Anschlag wurde dem Saulus bekannt. Da sie nun sogar die Stadttore bei Tag und bei Nacht bewachten, um ihn zu ermorden,<br>25 nahmen ihn die J\u00fcnger und lie\u00dfen ihn bei Nacht in einem Korbe \u00fcber die Mauer hinab.<br>26 Als er dann nach Jerusalem gekommen war, machte er dort Versuche, sich an die J\u00fcnger anzuschlie\u00dfen; aber alle f\u00fcrchteten sich vor ihm, weil sie nicht glauben konnten, da\u00df er ein J\u00fcnger sei.<br>27 Da nahm sich Barnabas seiner an, f\u00fchrte ihn zu den Aposteln und teilte ihnen mit, wie er unterwegs den Herrn gesehen und da\u00df dieser zu ihm geredet habe, und wie er dann in Damaskus freim\u00fctig im Namen Jesu \u00f6ffentlich gepredigt habe.<br>28 So ging er denn in Jerusalem mit ihnen ein und aus und predigte freim\u00fctig im Namen des Herrn;<br>29 auch unterredete er sich und hielt Streitgespr\u00e4che mit den griechisch redenden Juden, die dann aber einen Anschlag auf sein Leben machten.<br>30 Als die Br\u00fcder das erfuhren, schafften sie ihn nach C\u00e4sarea hinab und lie\u00dfen ihn von da weiter nach Tarsus reisen.<br>31 So hatte nun die Gemeinde in ganz Jud\u00e4a, Galil\u00e4a und Samaria Frieden; sie baute sich innerlich auf, wandelte in der Furcht des Herrn und wuchs auch \u00e4u\u00dferlich durch den Beistand des heiligen Geistes.<br>32 Da geschah es, als Petrus allenthalben umherzog, da\u00df er auch zu den Heiligen kam, die in Lydda wohnten.<br>33 Er fand dort einen Mann namens \u00c4neas, der schon seit acht Jahren zu Bett lag, weil er gel\u00e4hmt war.<br>34 Da sagte Petrus zu ihm: \u00bb\u00c4neas, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und mache dir dein Bett selbst!\u00ab Da stand er sogleich auf,<br>35 und alle Einwohner von Lydda und (der Landschaft) Saron sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn.<br>36 In Joppe aber lebte eine J\u00fcngerin namens Tabitha, das hei\u00dft auf deutsch \u203aGazelle\u2039; die tat au\u00dferordentlich viel Gutes und spendete reichlich Almosen.<br>37 Gerade in jenen Tagen aber begab es sich, da\u00df sie krank wurde und starb. Man wusch sie also und bahrte sie in einem Obergemach auf.<br>38 Weil nun Lydda nahe bei Joppe liegt, sandten die J\u00fcnger auf die Nachricht, da\u00df Petrus dort sei, zwei M\u00e4nner an ihn ab und lie\u00dfen ihn bitten: \u00bbKomm doch unverz\u00fcglich zu uns her\u00fcber!\u00ab<br>39 Da machte sich Petrus auf den Weg und ging mit ihnen. Nach seiner Ankunft f\u00fchrte man ihn in das Obergemach hinauf; da traten alle Witwen weinend zu ihm und zeigten ihm die R\u00f6cke und Oberkleider, welche die Gazelle angefertigt hatte, als sie noch bei ihnen war.<br>40 Petrus lie\u00df nun alle aus dem Zimmer hinausgehen, kniete nieder und betete; dann wandte er sich der Toten zu und sagte: \u00bbTabitha, stehe auf!\u00ab Da schlug sie die Augen auf, und als sie Petrus erblickte, setzte sie sich aufrecht hin.<br>41 Er reichte ihr nun die Hand und half ihr auf; dann rief er die Heiligen und die Witwen herbei und stellte sie lebend vor sie hin.<br>42 Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn.<br>43 Petrus blieb dann noch geraume Zeit in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gesicht des Kornelius in C\u00e4sarea<\/h3>\n\n\n\n<p>1 In C\u00e4sarea aber lebte (damals) ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann bei der sogenannten Italischen Abteilung (eig. Kohorte);<br>2 er war fromm und gottesf\u00fcrchtig mit seinem ganzen Hause, tat dem (j\u00fcdischen) Volke viel Gutes durch seine Mildt\u00e4tigkeit und betete ohne Unterla\u00df zu Gott.<br>3 Dieser Mann sah (eines Tages) in einem Gesicht um die neunte Tagesstunde deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der ihn anredete: \u00bbKornelius!\u00ab<br>4 Dieser blickte ihn starr an und fragte erschrocken: \u00bbWas soll ich, Herr?\u00ab Jener antwortete ihm: \u00bbDeine Gebete und deine Almosen sind zu Gott emporgestiegen, und er gedenkt ihrer wohl.<br>5 Und nun sende Boten nach Joppe und la\u00df einen gewissen Simon mit dem Beinamen Petrus zu dir kommen;<br>6 der ist als Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meere liegt.\u00ab<br>7 Als nun der Engel, der mit ihm gesprochen hatte, verschwunden war, rief Kornelius zwei von seinen Dienern und einen frommen Soldaten aus der Zahl der Mannschaften, die ihn pers\u00f6nlich zu bedienen hatten,<br>8 teilte ihnen alles mit und sandte sie nach Joppe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesicht des Petrus in Joppe; Eintreffen der Boten des Kornelius bei Petrus<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Am folgenden Tage aber, als diese unterwegs waren und sich schon der Stadt n\u00e4herten, stieg Petrus um die Mittagszeit auf das Dach des Hauses hinauf, um dort zu beten.<br>10 Da wurde er hungrig und w\u00fcnschte, etwas zu genie\u00dfen. W\u00e4hrend man es ihm nun zubereitete, kam eine Verz\u00fcckung \u00fcber ihn:<br>11 er sah den Himmel offen stehen und einen Beh\u00e4lter herabkommen wie ein gro\u00dfes St\u00fcck Leinwand, das an den vier Zipfeln zur Erde herabgelassen wurde.<br>12 Darin befanden sich alle Arten vierf\u00fc\u00dfiger und kriechender Tiere der Erde und V\u00f6gel des Himmels.<br>13 Nun rief eine Stimme ihm zu: \u00bbStehe auf, Petrus, schlachte und i\u00df!\u00ab<br>14 Petrus aber antwortete: \u00bbNicht doch, Herr! Denn noch nie habe ich etwas Unheiliges und Unreines genossen.\u00ab<br>15 Da rief zum zweitenmal eine Stimme ihm zu: \u00bbWas Gott gereinigt hat, das erkl\u00e4re du nicht f\u00fcr unrein!\u00ab<br>16 Dies wiederholte sich dreimal; dann wurde der Beh\u00e4lter sogleich wieder in den Himmel emporgezogen.<br>17 Als nun Petrus sich nicht zu erkl\u00e4ren wu\u00dfte, was die Erscheinung, die er gesehen hatte, zu bedeuten habe, siehe, da standen die M\u00e4nner, die von Kornelius abgesandt worden waren und das Haus Simons ausfindig gemacht hatten, am Toreingang;<br>18 dort riefen sie und erkundigten sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier als Gast wohne.<br>19 W\u00e4hrend Petrus noch immer \u00fcber das Gesicht nachdachte, sagte der Geist zu ihm: \u00bbDa sind drei M\u00e4nner, die dich suchen.<br>20 So stehe nun auf, gehe hinunter und mache dich mit ihnen ohne Bedenken auf den Weg! Denn ich habe sie gesandt.\u00ab<br>21 Petrus stieg also zu den M\u00e4nnern hinunter und sagte zu ihnen: \u00bbIch bin der, den ihr sucht! Aus welchem Grunde seid ihr hergekommen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Petrus im Hause des Kornelius<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Jene antworteten: \u00bbEin Hauptmann Kornelius, ein ehrenhafter, gottesf\u00fcrchtiger und von der ganzen j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung anerkannter Mann, hat von einem heiligen Engel die (g\u00f6ttliche) Weisung erhalten, dich in sein Haus kommen zu lassen und zu h\u00f6ren, was du ihm zu sagen hast.\u00ab<br>23 Da lud Petrus sie zu sich herein und nahm sie gastlich auf. Am folgenden Tage aber machte er sich mit ihnen auf den Weg; auch einige von den Br\u00fcdern aus Joppe begleiteten ihn.<br>24 Tags darauf kam er in C\u00e4sarea an, wo Kornelius sie schon erwartete und alle seine Verwandten und vertrauten Freunde zu sich eingeladen hatte.<br>25 Als Petrus nun im Begriff stand, in das Haus einzutreten, kam Kornelius ihm entgegen, warf sich vor ihm nieder und bezeigte ihm seine hohe Verehrung.<br>26 Petrus aber hob ihn auf mit den Worten: \u00bbStehe auf! Ich bin auch nur ein Mensch.\u00ab<br>27 Dann trat er im Gespr\u00e4ch mit ihm ein und traf eine zahlreiche Versammlung an,<br>28 zu der er sagte: \u00bbIhr wi\u00dft, wie streng es einem Juden verboten ist, Verkehr mit jemand zu haben, der zu einem anderen Volke geh\u00f6rt, oder gar bei ihm einzukehren. Doch mir hat Gott gezeigt, da\u00df man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf.<br>29 Deshalb habe ich mich auch auf eure Einladung hin ohne Weigerung hier eingefunden. Ich m\u00f6chte nun aber wissen, aus welchem Grunde ihr mich habt herkommen lassen.\u00ab<br>30 Da antwortete Kornelius: \u00bbVor vier Tagen, genau zu dieser Zeit, betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause; da stand pl\u00f6tzlich ein Mann in einem gl\u00e4nzenden Gewande vor mir<br>31 und sagte: \u203aKornelius, dein Gebet hat Erh\u00f6rung gefunden, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden.<br>32 So sende nun nach Joppe und la\u00df Simon, der den Beinamen Petrus f\u00fchrt, herrufen; der ist als Gast im Hause eines Gerbers Simon am Meer.\u2039<br>33 Da habe ich auf der Stelle zu dir gesandt, und ich bin dir dankbar daf\u00fcr, da\u00df du gekommen bist. Jetzt haben wir nun alle uns hier vor Gottes Angesicht eingefunden, um alles zu vernehmen, was dir vom Herrn aufgetragen worden ist.\u00ab<br>34 Da tat Petrus den Mund auf und sagte: \u00bbNun erkenne ich in Wahrheit, da\u00df Gott nicht die Person ansieht,<br>35 sondern da\u00df in jedem Volk der, welcher ihn f\u00fcrchtet und Gerechtigkeit \u00fcbt, ihm angenehm ist.<br>36 Ihr kennt das Wort, das er an die Kinder Israel hat ergehen lassen, indem er ihnen (die Heilsbotschaft vom) Frieden durch Jesus Christus verk\u00fcndigen lie\u00df: dieser ist der Herr \u00fcber alle.<br>37 Ebenso kennt ihr die Ereignisse, die sich im ganzen j\u00fcdischen Lande zugetragen haben und von Galil\u00e4a nach der Taufe, die Johannes gepredigt hatte, ausgegangen sind,<br>38 n\u00e4mlich wie Gott Jesus von Nazareth mit heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, wie dieser dann umhergezogen ist und Gutes getan und alle geheilt hat, die vom Teufel \u00fcberw\u00e4ltigt waren, denn Gott war mit ihm;<br>39 und wir sind Zeugen f\u00fcr alles das, was er im j\u00fcdischen Lande sowie in Jerusalem vollbracht hat. Den haben sie dann zwar ans Kreuz geh\u00e4ngt und get\u00f6tet,<br>40 aber Gott hat ihn am dritten Tage auferweckt und ihn sichtbar erscheinen lassen,<br>41 nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott zuvor erw\u00e4hlten Zeugen, die wir nach seiner Auferstehung von den Toten mit ihm zusammen gegessen und getrunken haben.<br>42 Und er hat uns geboten, dem Volke zu verk\u00fcndigen und zu bezeugen, da\u00df dieser der von Gott bestimmte Richter \u00fcber Lebende und Tote ist.<br>43 F\u00fcr diesen legen alle Propheten das Zeugnis ab, da\u00df jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der S\u00fcnden durch seinen Namen empf\u00e4ngt.\u00ab<br>44 W\u00e4hrend Petrus noch in dieser Weise redete, fiel der heilige Geist auf alle, die seine Ansprache h\u00f6rten.<br>45 Da gerieten die Gl\u00e4ubigen j\u00fcdischer Herkunft, die mit Petrus gekommen waren, in das h\u00f6chste Erstaunen dar\u00fcber, da\u00df auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen war;<br>46 denn sie h\u00f6rten sie mit Zungen reden und Gott preisen. Da sprach Petrus:<br>47 \u00bbKann wohl jemand diesen Leuten, die den heiligen Geist ebenso wie wir empfangen haben, das Wasser versagen, da\u00df diese nicht getauft w\u00fcrden?\u00ab<br>48 So ordnete er denn an, da\u00df sie im Namen Jesu Christi getauft w\u00fcrden. Hierauf baten sie ihn, noch einige Tage bei ihnen zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Es erhielten aber die Apostel und die Br\u00fcder in Jud\u00e4a Kunde davon, da\u00df auch die Heiden das Wort Gottes angenommen h\u00e4tten.<br>2 Als daher Petrus nach Jerusalem zur\u00fcckgekehrt war, stellten die Gl\u00e4ubigen j\u00fcdischer Herkunft ihn zur Rede<br>3 und hielten ihm vor: \u00bbDu bist bei Nichtjuden eingekehrt und hast mit ihnen gegessen!\u00ab<br>4 Da legte Petrus ihnen im einzelnen dar, wie sich alles von Anfang an zugetragen hatte, und berichtete:<br>5 \u00bbIch befand mich in der Stadt Joppe im Gebet; da sah ich im Zustande der Verz\u00fcckung ein Gesicht: ein Beh\u00e4lter kam herab wie ein gro\u00dfes St\u00fcck Leinwand, das an den vier Zipfeln vom Himmel herabgelassen wurde und bis zu mir kam.<br>6 Als ich dann hineinschaute und es mir genau ansah, erblickte ich darin die vierf\u00fc\u00dfigen Tiere der Erde, auch die wilden, und die kriechenden Tiere und die V\u00f6gel des Himmels.<br>7 Zugleich vernahm ich auch eine Stimme, die mir zurief: \u203aStehe auf, Petrus, schlachte und i\u00df!\u2039<br>8 Ich erwiderte darauf: \u203aNicht doch, Herr! Denn noch nie ist etwas Unheiliges und Unreines in meinen Mund gekommen.\u2039<br>9 Aber eine Stimme erscholl zum zweitenmal vom Himmel her: \u203aWas Gott gereinigt hat, das erkl\u00e4re du nicht f\u00fcr unrein!\u2039<br>10 Dies wiederholte sich bis zum drittenmal; dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.<br>11 Und seht, sogleich standen vor dem Hause, in dem wir waren, drei M\u00e4nner, die aus C\u00e4sarea zu mir gesandt waren;<br>12 und der Geist gebot mir, ohne alles Bedenken mit ihnen zu gehen. Es begleiteten mich aber auch diese sechs Br\u00fcder hier, und wir traten in das Haus des Mannes ein.<br>13 Der berichtete uns nun, wie er den Engel in seinem Hause gesehen habe, der dagestanden und gesagt h\u00e4tte: \u203aSende nach Joppe und la\u00df Simon mit dem Beinamen Petrus holen;<br>14 der wird Worte zu dir reden, durch die du mit deinem ganzen Hause gerettet werden wirst.\u2039<br>15 W\u00e4hrend ich dann zu reden begann, fiel der heilige Geist auf sie ebenso wie auch auf uns im Anfang.<br>16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: \u203aJohannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden.\u2039<br>17 Wenn somit Gott ihnen die gleiche Gnadengabe verliehen hat wie uns, die wir zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gekommen sind, wie w\u00e4re ich da imstande gewesen, Gott zu wehren?\u00ab<br>18 Als sie das h\u00f6rten, beruhigten sie sich und priesen Gott mit den Worten: \u00bbSo hat Gott also auch den Heiden die Bu\u00dfe zum Leben verliehen!\u00ab<br>19 Diejenigen (Gl\u00e4ubigen) nun, welche sich aus Anla\u00df der Verfolgung, die wegen des Stephanus entstanden war, zerstreut hatten, waren bis nach Ph\u00f6nizien, Cypern und Antiochia gezogen, ohne jedoch jemandem das Wort zu verk\u00fcndigen als nur Juden.<br>20 Es befanden sich aber einige M\u00e4nner aus Cypern und Cyrene unter ihnen, die sich nach ihrer Ankunft in Antiochia auch mit den Griechen besprachen und ihnen die Heilsbotschaft vom Herrn Jesus verk\u00fcndigten.<br>21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, so da\u00df eine gro\u00dfe Anzahl gl\u00e4ubig wurde und sich zum Herrn bekehrte.<br>22 Die Kunde hiervon kam der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren, die dann den Barnabas nach Antiochia entsandte.<br>23 Als dieser nach seiner Ankunft dort die Gnade Gottes wahrnahm, freute er sich und ermahnte alle, mit festem Herzen dem Herrn treu zu bleiben;<br>24 er war n\u00e4mlich ein trefflicher Mann, erf\u00fcllt mit heiligem Geist und mit Glauben. So wurde denn eine ansehnliche Menge f\u00fcr den Herrn hinzugewonnen.<br>25 Barnabas begab sich dann von dort nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen;<br>26 und als er ihn gefunden hatte, nahm er ihn mit nach Antiochia; und es f\u00fcgte sich dann so, da\u00df sie ein ganzes Jahr hindurch als G\u00e4ste in der Gemeinde t\u00e4tig waren und eine betr\u00e4chtliche Menge unterwiesen und da\u00df man in Antiochia zuerst den J\u00fcngern den Namen \u203aChristen\u2039 (w\u00f6rtlich: Christianer) beilegte.<br>27 In dieser Zeit kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia hinab.<br>28 Einer von ihnen namens Agabus trat auf und weissagte auf Eingebung des Geistes, da\u00df eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber den ganzen Erdkreis kommen w\u00fcrde, die dann auch wirklich unter der Regierung des (Kaisers) Klaudius eintrat.<br>29 Da beschlossen die J\u00fcnger, jeder von ihnen solle nach Ma\u00dfgabe seines Verm\u00f6gens den im j\u00fcdischen Lande wohnenden Br\u00fcdern eine Unterst\u00fctzung zukommen lassen.<br>30 Sie f\u00fchrten diesen Beschlu\u00df auch aus und lie\u00dfen es (den Ertrag der Sammlung) durch Vermittlung des Barnabas und Saulus an die \u00c4ltesten (der Gemeinde) gelangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Um jene Zeit lie\u00df der K\u00f6nig Herodes einige Mitglieder der Gemeinde gefangennehmen, um seine Wut an ihnen auszulassen.<br>2 So lie\u00df er Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert hinrichten;<br>3 und als er sah, da\u00df sein Vorgehen den Beifall der Juden fand, lie\u00df er weiter auch Petrus verhaften, und zwar w\u00e4hrend der Tage der unges\u00e4uerten Brote.<br>4 Als er ihn nun festgenommen hatte, lie\u00df er ihn ins Gef\u00e4ngnis setzen und \u00fcbertrug seine Bewachung vier Abteilungen Soldaten von je vier Mann; nach dem Passah wollte er ihn dann dem Volk (zur Aburteilung) vorf\u00fchren lassen.<br>5 So wurde also Petrus im Gef\u00e4ngnis bewacht, w\u00e4hrend von der Gemeinde unabl\u00e4ssig f\u00fcr ihn zu Gott gebetet wurde.<br>6 Als ihn nun Herodes (zur Verurteilung) vorf\u00fchren lassen wollte, schlief Petrus in der Nacht zuvor zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt; au\u00dferdem versahen Posten vor der T\u00fcr die Bewachung (der Zelle).<br>7 Da stand mit einemmal ein Engel des Herrn da, und Lichtschein erhellte den Raum. Der Engel weckte den Petrus durch einen Sto\u00df in die Seite und sagte zu ihm: \u00bbStehe schnell auf!\u00ab Zugleich fielen ihm die Ketten von den Armen ab.<br>8 Weiter sagte der Engel zu ihm: \u00bbG\u00fcrte dich und binde dir die Sandalen unter!\u00ab Das tat Petrus. Dann sagte der Engel zu ihm: \u00bbWirf dir deinen Mantel um und folge mir!\u00ab<br>9 So ging Petrus denn hinter ihm her (aus der Zelle) hinaus, wu\u00dfte aber nicht, da\u00df das, was durch den Engel geschah, Wirklichkeit war; er meinte vielmehr zu tr\u00e4umen.<br>10 Als sie dann an dem ersten und zweiten Wachposten vor\u00fcbergegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das zur Stadt hinausf\u00fchrte; dieses \u00f6ffnete sich ihnen von selbst, und nachdem sie hinausgetreten waren, gingen sie eine Stra\u00dfe weit vorw\u00e4rts; da verschwand pl\u00f6tzlich der Engel neben ihm.<br>11 Als Petrus nun zu sich kam, sagte er: \u00bbJetzt wei\u00df ich in Wahrheit, da\u00df der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes und vor der ganzen Gier des j\u00fcdischen Volks gerettet hat.\u00ab<br>12 Nachdem er sich hier\u00fcber klar geworden war, ging er nach dem Hause der Maria, der Mutter des Johannes, der den Beinamen Markus f\u00fchrte; hier waren viele (Br\u00fcder) versammelt und beteten.<br>13 Als er nun an die T\u00fcr des Hoftores geklopft hatte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen, wer da sei.<br>14 Als sie Petrus an der Stimme erkannte, schlo\u00df sie in ihrer Freude das Tor nicht auf, sondern lief ins Haus hinein und meldete, Petrus stehe vor dem Tor.<br>15 Jene antworteten ihr: \u00bbDu bist von Sinnen!\u00ab, doch sie versicherte bestimmt, es verhalte sich so.<br>16 Da sagten sie: \u00bbEs mu\u00df sein Engel sein!\u00ab Petrus aber fuhr inzwischen beharrlich fort zu pochen; da schlossen sie auf, sahen ihn und gerieten in das h\u00f6chste Erstaunen.<br>17 Er aber gab ihnen mit der Hand einen Wink, sie m\u00f6chten sich still verhalten, erz\u00e4hlte ihnen dann, wie der Herr ihn aus dem Gef\u00e4ngnis herausgef\u00fchrt habe, und gab ihnen den Auftrag: \u00bbTeilt dies dem Jakobus und den (\u00fcbrigen) Br\u00fcdern mit!\u00ab Darauf entfernte er sich und begab sich an einen anderen Ort.<br>18 Nach Tagesanbruch aber entstand eine nicht geringe Best\u00fcrzung unter den Soldaten, was wohl mit Petrus geschehen sei.<br>19 Herodes wollte ihn n\u00e4mlich holen lassen; und als er ihn nicht vorfand, stellte er ein Verh\u00f6r mit den W\u00e4chtern an und lie\u00df sie (zur Hinrichtung) abf\u00fchren. Darnach begab er sich aus Jud\u00e4a nach C\u00e4sarea hinab und verlegte dorthin seine Hofhaltung.<br>20 Er war damals aber gegen die Einwohner von Tyrus und Sidon erbittert; diese schickten jedoch nach gemeinsamem Beschlu\u00df eine Gesandtschaft an ihn, gewannen Blastus, den k\u00f6niglichen Kammerherrn, f\u00fcr sich und baten um Frieden; ihr Land war n\u00e4mlich bez\u00fcglich der Zufuhr auf das Land des K\u00f6nigs angewiesen.<br>21 Am festgesetzten Tage nun legte Herodes k\u00f6nigliche Gewandung an, nahm auf der Rednerb\u00fchne Platz und hielt eine Ansprache an sie.<br>22 Dabei rief das Volk ihm zu: \u00bbEin Gott redet und nicht ein Mensch!\u00ab<br>23 Da schlug ihn augenblicklich ein Engel des Herrn zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df er nicht Gott die Ehre gegeben hatte: er erkrankte am Wurmfra\u00df und beschlo\u00df sein Leben.<br>24 Das Wort Gottes jedoch wuchs und breitete sich immer weiter aus.<br>25 Barnabas und Saulus aber kehrten nach Ausrichtung ihres Auftrags von Jerusalem (nach Antiochia) zur\u00fcck und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit sich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Geschichte der Heidenbekehrung (Kap. 13-28)A. Bekehrungst\u00e4tigkeit des Paulus und seiner Genossen (13,1-21,14)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A. Bekehrungst\u00e4tigkeit des Paulus und seiner Genossen (13,1-21,14)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 In Antiochia wirkten damals in der dortigen Gemeinde folgende Propheten und Lehrer: Barnabas, Symeon mit dem Beinamen Niger, Lucius aus Cyrene, Mana\u00ebn, der mit dem Vierf\u00fcrsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.<br>2 Als sie nun einst dem Herrn Gottesdienst hielten und fasteten, gebot der heilige Geist: \u00bbSondert mir doch Barnabas und Saulus f\u00fcr das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!\u00ab<br>3 Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die H\u00e4nde auf und lie\u00dfen sie ziehen.<br>4 So gingen denn die beiden, vom heiligen Geist ausgesandt, nach Seleucia hinab, fuhren von dort zu Schiff nach Cypern<br>5 und verk\u00fcndigten nach ihrer Ankunft dort in Salamis das Wort Gottes in den Synagogen der Juden; als Gehilfen hatten sie noch Johannes (Markus) bei sich.<br>6 Nachdem sie nun die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie dort einen j\u00fcdischen Zauberer und falschen Propheten namens Barjesus,<br>7 der zu der Umgebung des (r\u00f6mischen) Statthalters Sergius Paulus, eines verst\u00e4ndigen Mannes, geh\u00f6rte. Dieser lie\u00df Barnabas und Saulus zu sich rufen und w\u00fcnschte von ihnen das Wort Gottes zu h\u00f6ren.<br>8 Da trat aber Elymas, der Zauberer \u2013 so lautet n\u00e4mlich sein Name \u00fcbersetzt \u2013, ihnen entgegen und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.<br>9 Saulus aber, der auch Paulus hei\u00dft, blickte ihn fest an und sagte, voll heiligen Geistes:<br>10 \u00bbO du Teufelssohn, der du ganz voll von lauter Lug und Trug bist, du Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufh\u00f6ren, die geraden Wege des Herrn krumm zu machen?<br>11 Jetzt aber kommt die Hand des Herrn \u00fcber dich: du sollst blind sein und das Sonnenlicht eine Zeitlang nicht sehen!\u00ab Da fiel augenblicklich Dunkel und Finsternis auf ihn: er tappte umher und suchte nach jemandem, der ihn an der Hand f\u00fchren sollte.<br>12 Als der Statthalter den Vorgang sah, kam er zum Glauben und war voll Staunens \u00fcber die (Kraft der) Lehre des Herrn.<br>13 Von Paphos gingen Paulus und seine Gef\u00e4hrten wieder in See und kamen nach Perge in Pamphylien; hier trennte sich Johannes von ihnen und kehrte nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>14 Sie aber zogen von Perge aus landeinw\u00e4rts weiter und gelangten nach dem pisidischen Antiochia, wo sie am Sabbattage in die Synagoge gingen und sich dort (auf den f\u00fcr Fremde bestimmten Pl\u00e4tzen) niedersetzten.<br>15 Nach der Schriftverlesung aus dem Gesetz und den Propheten lie\u00dfen ihnen die Vorsteher der Synagoge sagen: \u00bbWerte Br\u00fcder, wenn ihr eine erbauliche Ansprache an das Volk zu richten habt, so redet!\u00ab<br>16 Da stand Paulus auf, gab einen Wink mit der Hand und sagte: \u00bbIhr M\u00e4nner von Israel und ihr, die ihr Gott f\u00fcrchtet, h\u00f6rt mich an!<br>17 Der Gott unsers Volkes Israel hat unsere V\u00e4ter sich erw\u00e4hlt und unser Volk w\u00e4hrend seines Aufenthalts in dem fremden Lande \u00c4gypten emporgebracht und sie dann mit hocherhobenem Arm von dort weggef\u00fchrt.<br>18 W\u00e4hrend einer Zeit von ungef\u00e4hr vierzig Jahren hat er sie dann in der W\u00fcste mit schonender Liebe getragen,<br>19 hat sieben V\u00f6lker im Lande Kanaan vernichtet und ihnen deren Land zum Besitz gegeben;<br>20 das hat ungef\u00e4hr vierhundertf\u00fcnfzig Jahre gedauert. Hierauf gab er ihnen Richter bis auf den Propheten Samuel.<br>21 Von da an wollten sie einen K\u00f6nig haben, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamme Benjamin, f\u00fcr vierzig Jahre.<br>22 Nach dessen Verwerfung erhob er David zum K\u00f6nig \u00fcber sie; ihm hat er dann auch das Zeugnis erteilt: \u203aIch habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der in allem meinen Willen tun wird.\u2039 (Ps 89,21; 1.Sam 13,14)<br>23 Dieser ist\u2019s, aus dessen Nachkommenschaft Gott jetzt nach seiner Verhei\u00dfung Jesus als Retter f\u00fcr Israel hat hervorgehen lassen,<br>24 nachdem vor dessen Auftreten Johannes dem ganzen Volk Israel eine Taufe der Bu\u00dfe verk\u00fcndigt hatte.<br>25 Als aber Johannes am Abschlu\u00df seiner Laufbahn stand, erkl\u00e4rte er: \u203aDas, wof\u00fcr ihr mich haltet, bin ich nicht; doch wisset wohl, nach mir kommt der, f\u00fcr den ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe von den F\u00fc\u00dfen loszubinden!\u2039<br>26 Werte Br\u00fcder, S\u00f6hne von Abrahams Geschlecht, und ihr anderen hier, die ihr Gott f\u00fcrchtet: an uns ist diese Heilsverk\u00fcndigung ergangen!<br>27 Denn die Bewohner Jerusalems und ihre Oberen haben, obwohl sie diesen Jesus nicht erkannten, doch die Ausspr\u00fcche der Propheten, die an jedem Sabbat zur Verlesung kommen, durch ihr Verdammungsurteil zur Erf\u00fcllung gebracht<br>28 und, obwohl sie keine todesw\u00fcrdige Schuld an ihm fanden, doch seine Hinrichtung von Pilatus verlangt.<br>29 Nachdem sie schlie\u00dflich alles ausgef\u00fchrt hatten, was \u00fcber ihn in der Schrift steht, haben sie ihn vom Kreuz herabgenommen und ihn in ein Grab gelegt.<br>30 Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt,<br>31 und mehrere Tage hindurch ist er denen erschienen, die mit ihm aus Galil\u00e4a nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt Zeugen f\u00fcr ihn dem Volk gegen\u00fcber sind.<br>32 Und wir bringen euch die das Heil verk\u00fcndende Botschaft, da\u00df Gott die Verhei\u00dfung, die unsern V\u00e4tern einst zuteil geworden ist,<br>33 f\u00fcr uns, die Nachkommen jener, durch die Auferweckung Jesu zur Erf\u00fcllung gebracht hat, wie ja auch im zweiten Psalm geschrieben steht (Ps 2,7): \u203aDu bist mein Sohn, ich habe dich heute gezeugt.\u2039<br>34 Da\u00df er ihn aber von den Toten auferweckt hat, um ihn nicht wieder der Verwesung anheimfallen zu lassen, hat er mit den Worten ausgesprochen (Jes 55,3): \u203aIch will euch die heiligen, dem David verhei\u00dfenen unverbr\u00fcchlichen G\u00fcter verleihen.\u2039<br>35 Darum hei\u00dft es auch an einer andern Stelle (Ps 16,10): \u203aDu wirst nicht zulassen, da\u00df dein Heiliger die Verwesung sieht.\u2039<br>36 Denn David selbst ist doch entschlafen, nachdem er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hatte: er ist zu seinen V\u00e4tern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen;<br>37 der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.<br>38 So soll euch denn kundgetan sein, werte Br\u00fcder, da\u00df euch durch diesen (Jesus) die Vergebung der S\u00fcnden verk\u00fcndigt wird,<br>39 und von allem, wovon ihr durch das mosaische Gesetz keine Rechtfertigung habt erlangen k\u00f6nnen, wird in diesem ein jeder gerechtfertigt, der da glaubt.<br>40 Darum seht wohl zu, da\u00df [bei euch] nicht das Prophetenwort zutreffe (Hab 1,5):<br>41 \u203aSeht, ihr Ver\u00e4chter, verwundert euch und vergeht! Denn ein Werk vollf\u00fchre ich in euren Tagen, ein Werk, das ihr gewi\u00df nicht glauben w\u00fcrdet, wenn jemand es euch erz\u00e4hlte.\u2039\u00ab<br>42 Als sie dann die Synagoge verlie\u00dfen, sprach man die Bitte gegen sie aus, sie m\u00f6chten am n\u00e4chsten Sabbat von diesen Dingen noch weiter zu ihnen reden.<br>43 Nachdem nun die Synagogen-Versammlung auseinandergegangen war, folgten viele von den Juden und den gottesf\u00fcrchtigen Heidenjuden dem Paulus und Barnabas nach; diese redeten ihnen eifrig zu und ermahnten sie, in der Gnade Gottes zu verharren.<br>44 Am folgenden Sabbat aber fand sich beinahe die ganze Stadt ein, um das Wort Gottes zu h\u00f6ren.<br>45 Als jedoch die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie mit Eifersucht erf\u00fcllt und widersprachen den Darlegungen des Paulus unter Schm\u00e4hungen.<br>46 Da erkl\u00e4rten ihnen Paulus und Barnabas mit Freimut: \u00bbEuch (Juden) mu\u00dfte das Wort Gottes zuerst verk\u00fcndigt werden; weil ihr es aber zur\u00fccksto\u00dft und euch selbst des ewigen Lebens nicht f\u00fcr w\u00fcrdig erachtet, so wenden wir uns nunmehr zu den Heiden!<br>47 Denn so hat uns der Herr geboten (Jes 49,6): \u203aIch habe dich zum Licht der Heiden gemacht, damit du zum Heil werdest bis ans Ende der Erde.\u2039\u00ab<br>48 Als die Heiden das h\u00f6rten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle, soweit sie zum ewigen Leben verordnet waren, wurden gl\u00e4ubig.<br>49 So verbreitete sich denn das Wort des Herrn durch die ganze Gegend.<br>50 Die Juden aber hetzten die vornehmen Frauen, die sich zum Judentum hielten, und die angesehensten M\u00e4nner der Stadt auf, erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus dem Gebiet ihrer Stadt.<br>51 Da sch\u00fcttelten diese den Staub von ihren F\u00fc\u00dfen (zum Zeugnis) gegen sie und begaben sich nach Ikonium;<br>52 die J\u00fcnger aber wurden mit Freude und mit heiligem Geist erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirksamkeit der Apostel in Ikonium<\/h3>\n\n\n\n<p>1 In Ikonium gingen sie in derselben Weise (wie in Antiochia) in die Synagoge der Juden und predigten mit solchem Erfolg, da\u00df sowohl von den Juden als auch von den Griechen eine gro\u00dfe Zahl zum Glauben kam.<br>2 Von den Juden aber reizten die, welche ungl\u00e4ubig geblieben waren, die heidnische Bev\u00f6lkerung zur Erbitterung gegen die Br\u00fcder an.<br>3 Dennoch blieben Paulus und Barnabas geraume Zeit dort und predigten freim\u00fctig im Vertrauen auf den Herrn, der f\u00fcr das Wort seiner Gnade dadurch Zeugnis ablegte, da\u00df er Zeichen und Wunder durch ihre H\u00e4nde geschehen lie\u00df.<br>4 Da entstand eine Spaltung unter der Bev\u00f6lkerung der Stadt: die einen hielten es mit den Juden, die anderen mit den Aposteln.<br>5 Als aber die Heiden und die Juden im Einvernehmen mit der dortigen Obrigkeit voller Wut den Beschlu\u00df fa\u00dften, sich t\u00e4tlich an ihnen zu vergreifen und sie zu steinigen,<br>6 entflohen sie, nachdem sie Kunde davon erhalten hatten, in die lykaonischen St\u00e4dte Lystra und Derbe und deren Umgegend<br>7 und setzten auch dort die Verk\u00fcndigung der Heilsbotschaft fort.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Heilung eines Lahmgeborenen und Steinigung des Paulus in Lystra; die beiden Apostel entweichen nach Derbe<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Nun wohnte da in Lystra ein Mann, der keine Kraft in seinen Beinen hatte; er war von Geburt an lahm und hatte noch niemals gehen k\u00f6nnen.<br>9 Dieser h\u00f6rte der Predigt des Paulus zu; und als dieser ihn fest ansah und erkannte, da\u00df er den Glauben hatte, der zu seiner Heilung n\u00f6tig war,<br>10 rief er ihm mit lauter Stimme zu: \u00bbStelle dich aufrecht auf deine F\u00fc\u00dfe hin!\u00ab Da sprang er auf und ging umher.<br>11 Als nun die Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf lykaonisch aus: \u00bbDie G\u00f6tter haben Menschengestalt angenommen und sind zu uns herabgekommen!\u00ab<br>12 Dabei nannten sie Barnabas Zeus und den Paulus Hermes, weil dieser es war, der das Wort f\u00fchrte;<br>13 und der Priester des Zeus, der vor der Stadt seinen Tempel hatte, brachte Stiere und Kr\u00e4nze an das Stadttor und wollte mit den Volksscharen Opfer darbringen.<br>14 Als die Apostel Barnabas und Paulus das vernahmen, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen in die Volksmenge hinein<br>15 und riefen laut: \u00bbIhr M\u00e4nner, was tut ihr da? Wir sind auch nur Menschen von derselben Art wie ihr und verk\u00fcndigen euch die Heilsbotschaft, damit ihr euch von diesen Verkehrtheiten zu dem lebendigen Gott bekehrt, der den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was darin ist, geschaffen hat (2.Mose 20,11).<br>16 Er hat in den vergangenen Zeiten alle Heidenv\u00f6lker ihre eigenen Wege gehen lassen,<br>17 doch sich durch seine Wohltaten nicht unbezeugt gelassen, indem er euch Regen und fruchtbare Zeiten vom Himmel her gesandt und euch reichlich Nahrung geschenkt und eure Herzen mit Freude erf\u00fcllt hat.\u00ab<br>18 Durch diese Worte brachten sie die Menge nur mit M\u00fche davon ab, ihnen zu opfern.<br>19 Es kamen dann aber Juden aus Antiochia und Ikonium her\u00fcber, welche die Einwohnerschaft umstimmten; sie steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus in der Meinung, er sei tot.<br>20 Als ihn aber die J\u00fcnger umringten, stand er auf und ging wieder in die Stadt hinein.<br>21 Am folgenden Tage zog er dann mit Barnabas nach Derbe weiter. Sie verk\u00fcndigten die Heilsbotschaft (auch) in dieser Stadt und kehrten, nachdem sie zahlreiche J\u00fcnger gewonnen hatten, nach Lystra, Ikonium und (dem pisidischen) Antiochia zur\u00fcck.<br>22 Sie st\u00e4rkten \u00fcberall die Herzen der J\u00fcnger, ermahnten sie zu festem Ausharren im Glauben und wiesen sie darauf hin, da\u00df wir durch viele Leiden in das Reich Gottes eingehen m\u00fcssen.<br>23 Sie erw\u00e4hlten ihnen f\u00fcr jede Gemeinde \u00c4lteste und befahlen diese unter Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie gl\u00e4ubig geworden waren.<br>24 Als sie dann Pisidien durchzogen hatten, kamen sie nach Pamphylien,<br>25 wo sie in Perge das Wort (des Herrn) noch predigten; dann zogen sie nach Attalia hinab.<br>26 Von dort fuhren sie zu Schiff nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes f\u00fcr das Werk, das sie nun gl\u00fccklich vollbracht hatten, befohlen worden waren.<br>27 Nach ihrer Ankunft beriefen sie eine Gemeindeversammlung und berichteten \u00fcber alles, was Gott durch sie vollbracht hatte, besonders dar\u00fcber, da\u00df er den Heiden die T\u00fcr zum Glauben aufgetan habe.<br>28 Sie blieben sodann noch l\u00e4ngere Zeit bei den J\u00fcngern dort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da trugen einige (Gl\u00e4ubige), die aus Jud\u00e4a (nach Antiochia) herabgekommen waren, den Br\u00fcdern die Lehre vor: \u00bbWenn ihr euch nicht nach mosaischem Brauch beschneiden la\u00dft, k\u00f6nnt ihr die Rettung nicht erlangen!\u00ab<br>2 Als nun dadurch eine Aufregung (in der Gemeinde) und ein heftiger Streit zwischen diesen M\u00e4nnern und Paulus und Barnabas entstanden war, fa\u00dfte man den Beschlu\u00df, Paulus und Barnabas nebst einigen anderen aus ihrer Mitte sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und \u00c4ltesten nach Jerusalem hinaufziehen.<br>3 Diese wurden also von der Gemeinde feierlich entlassen und reisten dann durch Ph\u00f6nizien und Samarien, wobei sie (\u00fcberall) von der Bekehrung der Heiden berichteten und dadurch allen Br\u00fcdern gro\u00dfe Freude bereiteten.<br>4 Nach ihrer Ankunft in Jerusalem wurden sie von der Gemeinde und von den Aposteln und den \u00c4ltesten empfangen und berichteten alles, was Gott durch sie vollf\u00fchrt hatte.<br>5 Da traten einige, die zu der Partei der Pharis\u00e4er geh\u00f6rt hatten und gl\u00e4ubig geworden waren, mit der Forderung auf, man m\u00fcsse (die Heidenchristen) beschneiden und von ihnen die Beobachtung des mosaischen Gesetzes verlangen.<br>6 So traten denn die Apostel und die \u00c4ltesten zur Beratung \u00fcber diese Frage zusammen.<br>7 Nachdem nun eine lange, erregte Er\u00f6rterung stattgefunden hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: \u00bbWerte Br\u00fcder! Ihr wi\u00dft, da\u00df Gott schon vor l\u00e4ngerer Zeit mich in eurem Kreise dazu erw\u00e4hlt hat, da\u00df die Heiden durch meinen Mund das Wort der Heilsbotschaft vernehmen und so zum Glauben kommen sollten.<br>8 Und Gott, der Herzenskenner, hat selbst Zeugnis f\u00fcr sie dadurch abgelegt, da\u00df er ihnen den heiligen Geist gerade so verliehen hat wie uns:<br>9 er hat keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, indem er ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hat.<br>10 Warum versucht ihr also jetzt Gott dadurch, da\u00df ihr den J\u00fcngern ein Joch auf den Nacken legen wollt, das weder unsere V\u00e4ter noch wir zu tragen vermocht haben?<br>11 Nein, durch die Gnade des Herrn Jesus glauben wir auf dieselbe Weise die Rettung zu erlangen wie jene auch.\u00ab<br>12 Da schwieg die ganze Versammlung still und schenkte dem Barnabas und Paulus Geh\u00f6r, die einen Bericht \u00fcber alle die Zeichen und Wunder erstatteten, die Gott unter den Heiden durch sie getan hatte.<br>13 Als sie damit zu Ende waren, nahm Jakobus das Wort zu folgender Ansprache: \u00bbWerte Br\u00fcder, h\u00f6rt mich an!<br>14 Symeon hat berichtet, wie Gott selbst zuerst darauf bedacht gewesen ist, ein Volk aus den Heiden f\u00fcr seinen Namen zu gewinnen.<br>15 Und damit stimmen die Worte der Propheten \u00fcberein; denn es steht geschrieben (Am 9,11-12):<br>16 \u203aHierauf will ich umkehren und die zerfallene H\u00fctte Davids wieder aufbauen; ich will ihre Tr\u00fcmmer wieder aufrichten und sie selbst neu erstehen lassen,<br>17 damit die Menschen, welche \u00fcbriggeblieben sind, den Herrn suchen, auch alle Heiden, die mir als mein Volk zu eigen geh\u00f6ren, spricht der Herr, der dieses vollbringt,<br>18 wie es von Ewigkeit her kund geworden ist.\u2039<br>19 Deshalb bin ich meinerseits der Ansicht, man solle denen, die aus der Heidenwelt sich zu Gott bekehren, keine (unn\u00f6tigen) Lasten aufb\u00fcrden,<br>20 sondern ihnen nur die Verpflichtung auferlegen, sich von der Verunreinigung durch die G\u00f6tzen, von der Unzucht, vom Fleisch erstickter Tiere und vom (Genu\u00df von) Blut fernzuhalten.<br>21 Denn Mose hat seit alten Zeiten in jeder Stadt seine Verk\u00fcndiger, weil er ja in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.\u00ab<br>22 Hierauf beschlossen die Apostel und die \u00c4ltesten im Einvernehmen mit der ganzen Gemeinde, M\u00e4nner aus ihrer Mitte zu w\u00e4hlen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, n\u00e4mlich Judas mit dem Beinamen Barsabbas und Silas, zwei M\u00e4nner, die unter den Br\u00fcdern eine f\u00fchrende Stellung einnahmen.<br>23 Durch diese lie\u00dfen sie folgendes Schreiben \u00fcberbringen: \u00bbWir Apostel und \u00c4lteste senden als Br\u00fcder unseren Br\u00fcdern, den Heidenchristen in Antiochia, Syrien und Cilicien, unsern Gru\u00df.<br>24 Da wir vernommen haben, da\u00df einige aus unserer Mitte zu euch gekommen sind und euch durch Reden beunruhigt und eure Seelen in Aufregung versetzt haben, ohne da\u00df sie einen Auftrag dazu von uns erhalten hatten,<br>25 so haben wir in einer Versammlung den einm\u00fctigen Beschlu\u00df gefa\u00dft, M\u00e4nner zu erw\u00e4hlen und zu euch zu senden zusammen mit unserm geliebten Barnabas und Paulus,<br>26 zwei M\u00e4nner, die ihre Seele f\u00fcr den Namen unsers Herrn Jesus Christus eingesetzt haben.<br>27 Wir haben also Judas und Silas abgesandt, die euch dasselbe auch noch m\u00fcndlich mitteilen werden.<br>28 Es ist n\u00e4mlich des heiligen Geistes und unser Beschlu\u00df, euch keine weitere Last aufzub\u00fcrden als folgende St\u00fccke, die unerl\u00e4\u00dflich sind:<br>29 da\u00df ihr euch vom G\u00f6tzenopferfleisch, vom Blutgenu\u00df, vom Fleisch erstickter Tiere und von Unzucht fernhaltet. Wenn ihr euch davor bewahrt, werdet ihr euch gut dabei stehen. Gehabt euch wohl!\u00ab<br>30 So wurden diese denn verabschiedet und kamen nach Antiochia, wo sie die Gemeinde beriefen und das Schreiben \u00fcbergaben.<br>31 Als jene es gelesen hatten, freuten sie sich \u00fcber den tr\u00f6stlichen Zuspruch.<br>32 Judas aber und Silas, welche Propheten waren, spendeten auch ihrerseits den Br\u00fcdern durch viele Ansprachen Zuspruch und st\u00e4rkten sie (im Glauben).<br>33 Nachdem sie dann einige Zeit dort zugebracht hatten, wurden sie von den Br\u00fcdern in Frieden wieder zu ihren Auftraggebern entlassen.<br>34 Silas aber entschlo\u00df sich, dort zu bleiben.<br>35 Paulus und Barnabas blieben dann in Antiochia, indem sie das Wort des Herrn lehrten und die Heilsbotschaft mit noch vielen anderen verk\u00fcndigten.<br>36 Nach einiger Zeit aber sagte Paulus zu Barnabas: \u00bbLa\u00df uns doch wieder ausziehen und in allen St\u00e4dten, in denen wir das Wort des Herrn verk\u00fcndigt haben, uns nach den Br\u00fcdern umsehen, wie es mit ihnen steht!\u00ab<br>37 Nun wollte Barnabas auch den Johannes mit dem Beinamen Markus (wieder) mitnehmen;<br>38 Paulus aber hielt es nicht f\u00fcr recht, einen Mann mitzunehmen, der sich (das vorige Mal) in Pamphylien von ihnen getrennt und sie nicht auf das Arbeitsfeld begleitet hatte.<br>39 So kam es denn zwischen beiden zu einem hitzigen Streit, infolgedessen sie sich voneinander trennten: Barnabas nahm den Markus zu sich und fuhr zu Schiff nach Cypern;<br>40 Paulus dagegen w\u00e4hlte sich Silas zum Begleiter und trat (mit ihm) die Landreise an, nachdem er von den Br\u00fcdern der Gnade des Herrn anbefohlen worden war.<br>41 Er durchzog (zun\u00e4chst) Syrien und Cilicien und st\u00e4rkte die dortigen Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter kam er dann auch nach Derbe und Lystra. Und siehe, hier war ein J\u00fcnger namens Timotheus \u2013 der Sohn einer gl\u00e4ubig gewordenen J\u00fcdin, aber eines griechischen Vaters \u2013,<br>2 dem von den Br\u00fcdern in Lystra und Ikonium ein empfehlendes Zeugnis ausgestellt wurde.<br>3 Paulus w\u00fcnschte diesen als Begleiter auf der Reise zu haben; so nahm er ihn denn zu sich und vollzog die Beschneidung an ihm mit R\u00fccksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden (wohnhaft) waren; denn es wu\u00dften ja alle, da\u00df sein Vater ein Grieche war.<br>4 Auf ihrer Wanderung durch die St\u00e4dte machten sie den Gl\u00e4ubigen dort zur Pflicht, die von den Aposteln und \u00c4ltesten in Jerusalem beschlossenen Satzungen zu beobachten.<br>5 So wurden denn die Gemeinden von ihnen im Glauben gest\u00e4rkt und nahmen t\u00e4glich an Zahl zu.<br>6 Sie zogen dann weiter durch Phrygien und das galatische Land, weil sie vom heiligen Geist daran gehindert wurden, die Heilsbotschaft in (der r\u00f6mischen Provinz) Asien zu verk\u00fcndigen.<br>7 Als sie aber in die N\u00e4he von Mysien gekommen waren, machten sie den Versuch, nach Bithynien zu gelangen, doch der Geist Jesu gestattete es ihnen nicht;<br>8 sie zogen vielmehr an der Grenze von Mysien hin und kamen so an die K\u00fcste nach Troas hinunter.<br>9 Hier erschien dem Paulus nachts ein Traumgesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und sprach die Bitte gegen ihn aus: \u00bbKomm nach Mazedonien her\u00fcber und hilf uns!\u00ab<br>10 Als er diese Erscheinung gesehen hatte, suchten wir sofort eine Gelegenheit, nach Mazedonien zu gelangen, weil wir aus ihr schlossen, da\u00df Gott uns dazu berufen habe, ihnen die Heilsbotschaft zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bekehrung der Purpurh\u00e4ndlerin Lydia<\/h3>\n\n\n\n<p>11 So segelten wir denn von Troas ab und fuhren geradeswegs nach Samothrake, am folgenden Tage nach Neapolis<br>12 und von dort nach Philippi, welches die erste Stadt des (dortigen) mazedonischen Bezirks ist, eine r\u00f6mische Kolonie. In dieser Stadt blieben wir einige Tage<br>13 und gingen am Sabbattage zum Stadttor hinaus an den Flu\u00df, wo wir eine (j\u00fcdische) Gebetsst\u00e4tte vermuteten. Wir setzten uns dort nieder und redeten zu den Frauen, die sich da versammelt hatten.<br>14 Unter den Zuh\u00f6rerinnen befand sich auch eine gottesf\u00fcrchtige Frau namens Lydia, eine Purpurh\u00e4ndlerin aus der Stadt Thyatira (in Lydien); ihr \u00f6ffnete der Herr das Herz, so da\u00df sie den Worten des Paulus Beachtung schenkte.<br>15 Als sie sich dann samt ihren Hausgenossen hatte taufen lassen, sprach sie die Bitte aus: \u00bbWenn ihr wirklich in mir eine treue J\u00fcngerin des Herrn erkannt habt, so kommt in mein Haus und wohnt bei mir!\u00ab So n\u00f6tigte sie uns (zu sich).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die wahrsagende Magd; Paulus und Silas vor Gericht und im Gef\u00e4ngnis<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Als wir nun (eines Tages wieder) auf dem Wege zu der Gebetsst\u00e4tte waren, begegnete uns eine Magd, die von einem Wahrsagegeist besessen war und ihrer Herrschaft durch ihr Wahrsagen viel Geld einbrachte.<br>17 Die ging hinter Paulus und uns her und rief laut: \u00bbDiese M\u00e4nner sind Diener des h\u00f6chsten Gottes, die euch den Weg zur Rettung verk\u00fcndigen!\u00ab<br>18 Das setzte sie viele Tage hindurch fort. Dar\u00fcber wurde Paulus unwillig; er wandte sich um und sprach zu dem Geist: \u00bbIch gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren!\u00ab, und er fuhr wirklich auf der Stelle aus.<br>19 Als nun die Herrschaft sah, da\u00df es mit ihrer Hoffnung auf Geldgewinn vorbei war, ergriffen sie den Paulus und Silas, schleppten sie auf den Marktplatz vor die Beh\u00f6rde,<br>20 f\u00fchrten sie vor die Stadtrichter und sagten: \u00bbDiese Menschen st\u00f6ren die Ruhe in unserer Stadt; sie sind Juden<br>21 und verk\u00fcnden Gebr\u00e4uche, die wir als R\u00f6mer nicht annehmen und aus\u00fcben d\u00fcrfen.\u00ab<br>22 Da trat die Volksmenge gleichfalls gegen sie auf, und die Stadtrichter lie\u00dfen ihnen die Kleider vom Leibe rei\u00dfen und ordneten ihre Auspeitschung an.<br>23 Nachdem sie ihnen dann viele Stockschl\u00e4ge hatten verabfolgen lassen, setzten sie sie ins Gef\u00e4ngnis mit der Weisung an den Gef\u00e4ngnisaufseher, er solle sie in sicherem Gewahrsam halten.<br>24 Der warf sie auf diesen Befehl hin in die innerste Zelle des Gef\u00e4ngnisses und schlo\u00df ihnen die F\u00fc\u00dfe in den Block ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bekehrung des Gef\u00e4ngnisaufsehers<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und priesen Gott in Lobliedern; die \u00fcbrigen Gefangenen aber h\u00f6rten ihnen zu.<br>26 Da entstand pl\u00f6tzlich ein starkes Erdbeben, so da\u00df die Grundmauern des Gef\u00e4ngnisses erbebten; sofort sprangen s\u00e4mtliche T\u00fcren auf, und allen fielen die Fesseln von selbst ab.<br>27 Als nun der Gef\u00e4ngnisaufseher aus dem Schlaf erwachte und die T\u00fcren der Gef\u00e4ngniszellen offenstehen sah, zog er sein Schwert und wollte sich das Leben nehmen; denn er dachte, die Gefangenen seien entflohen.<br>28 Paulus jedoch rief mit lauter Stimme: \u00bbTu dir kein Leid an, denn wir sind alle noch hier!\u00ab<br>29 Da rief jener nach Licht, st\u00fcrzte in die Zelle hinein und warf sich zitternd vor Paulus und Silas nieder;<br>30 dann f\u00fchrte er sie hinaus und fragte sie: \u00bbIhr Herren, was mu\u00df ich tun, um gerettet zu werden?\u00ab<br>31 Sie antworteten: \u00bbGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du mit deinem Hause gerettet werden.\u00ab<br>32 Nun verk\u00fcndigten sie ihm und allen seinen Hausgenossen das Wort des Herrn.<br>33 Da nahm er sie noch in derselben Stunde der Nacht zu sich, wusch ihnen die blutigen Striemen ab und lie\u00df sich mit all den Seinen sogleich taufen.<br>34 Danach f\u00fchrte er sie in seine Wohnung hinauf, lie\u00df ihnen den Tisch decken und frohlockte mit seinem ganzen Hause, da\u00df er zum Glauben an Gott gekommen war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Entlassung des Paulus und Silas aus dem Gef\u00e4ngnis<\/h3>\n\n\n\n<p>35 Als es dann Tag geworden war, schickten die Stadtrichter ihre Gerichtsdiener und lie\u00dfen sagen: \u00bbLa\u00df jene M\u00e4nner frei!\u00ab<br>36 Der Gef\u00e4ngnisaufseher teilte dem Paulus diese Botschaft mit: \u00bbDie Stadtrichter haben sagen lassen, ihr sollt freigelassen werden; so geht jetzt also hinaus und zieht in Frieden weiter!\u00ab<br>37 Paulus aber entgegnete ihnen: \u00bbSie haben uns ohne Verh\u00f6r und Urteil \u00f6ffentlich auspeitschen lassen, obgleich wir r\u00f6mische B\u00fcrger sind, haben uns ins Gef\u00e4ngnis gesetzt und wollen uns jetzt unter der Hand ausweisen? O nein! Sie sollen selbst herkommen und uns hinausgeleiten!\u00ab<br>38 Die Gerichtsdiener \u00fcberbrachten diese Antwort den Stadtrichtern. Diese bekamen einen Schrecken, als sie h\u00f6rten, da\u00df es sich um r\u00f6mische B\u00fcrger handle;<br>39 sie kamen also, entschuldigten sich bei ihnen und f\u00fchrten sie (aus dem Gef\u00e4ngnis) hinaus mit der Bitte, sie m\u00f6chten die Stadt verlassen.<br>40 Da gingen sie aus dem Gef\u00e4ngnis hinaus und begaben sich zu Lydia, besuchten dann die Br\u00fcder, sprachen ihnen zu und zogen weiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Paulus in Thessalonike<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nachdem sie durch Amphipolis und Apollonia gewandert waren, kamen sie nach Thessalonike, wo es eine Synagoge der Juden gab.<br>2 Nach seiner Gewohnheit ging Paulus zu ihnen hinein und besprach sich an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schriftworte,<br>3 die er ihnen auslegte und aus denen er dartat, da\u00df Christus leiden und von den Toten auferstehen mu\u00dfte, und (so schlo\u00df er): \u00bbDieser Jesus, den ich euch verk\u00fcndige, ist Christus.\u00ab<br>4 Einige von ihnen lie\u00dfen sich auch \u00fcberzeugen und wurden f\u00fcr Paulus und Silas gewonnen, ebenso auch gottesf\u00fcrchtige Griechen in gro\u00dfer Zahl und nicht wenige von den vornehmsten Frauen.<br>5 Dar\u00fcber wurden aber die Juden eifers\u00fcchtig, nahmen einige schlechte M\u00e4nner aus dem Stra\u00dfengesindel zu Hilfe, erregten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; dann stellten sie sich vor dem Hause Jasons auf und suchten dort nach Paulus und Silas, um sie dem versammelten Volke vorzuf\u00fchren.<br>6 Als man sie dort aber nicht fand, schleppten sie den Jason und einige Br\u00fcder vor die Oberh\u00e4upter der Stadt, wobei sie schrien: \u00bbDiese Menschen, die den ganzen Erdkreis aufgewiegelt haben, sind jetzt auch hierher gekommen:<br>7 Jason hat sie bei sich aufgenommen, und diese Leute versto\u00dfen alle gegen die Verordnungen des Kaisers, denn sie behaupten, ein anderer sei K\u00f6nig, n\u00e4mlich Jesus.\u00ab<br>8 Durch solche Reden versetzten sie die Volksmenge und auch die Oberh\u00e4upter der Stadt in Aufregung;<br>9 diese lie\u00dfen sich von Jason und den anderen die erforderliche B\u00fcrgschaft stellen und gaben sie dann frei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erlebnisse des Paulus in Ber\u00f6a und seine Reise nach Athen<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Die Br\u00fcder aber veranla\u00dften den Paulus und Silas sogleich noch w\u00e4hrend der Nacht dazu, nach Ber\u00f6a aufzubrechen, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben.<br>11 Diese waren edler gesinnt als die Juden in Thessalonike: sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit an und forschten Tag f\u00fcr Tag in den (heiligen) Schriften, ob dies (alles) sich so verhalte.<br>12 So wurden denn viele von ihnen gl\u00e4ubig, auch von den vornehmen griechischen Frauen und M\u00e4nnern nicht wenige.<br>13 Als jedoch die Juden in Thessalonike erfuhren, da\u00df auch in Ber\u00f6a das Wort Gottes von Paulus verk\u00fcndigt worden sei, kamen sie auch dorthin und versetzten die Volksmassen in Unruhe und Aufregung.<br>14 Da lie\u00dfen die Br\u00fcder den Paulus sogleich (aus der Stadt) weggehen, damit er sich ans Meer beg\u00e4be, w\u00e4hrend Silas und Timotheus dort (in Ber\u00f6a) zur\u00fcckblieben.<br>15 Die Geleiter des Paulus aber brachten ihn bis Athen und kehrten dann von dort wieder zur\u00fcck mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, sie m\u00f6chten m\u00f6glichst bald zu ihm kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beginn seiner Arbeit<\/h3>\n\n\n\n<p>16 W\u00e4hrend Paulus nun in Athen auf sie wartete, wurde er innerlich schmerzlich erregt, weil er die Stadt voll von G\u00f6tterbildern sah.<br>17 Er besprach sich in der Synagoge mit den Juden und den zum Judentum \u00fcbergetretenen Griechen, ebenso auf dem Markte Tag f\u00fcr Tag mit denen, die er dort gerade antraf.<br>18 Aber auch einige epikureische und stoische Philosophen lie\u00dfen sich mit ihm ein, und manche sagten: \u00bbWas f\u00e4llt denn diesem Schw\u00e4tzer ein zu behaupten?\u00ab Andere aber meinten: \u00bbEr scheint ein Verk\u00fcnder fremder Gottheiten zu sein\u00ab \u2013 er verk\u00fcndigte n\u00e4mlich die Heilsbotschaft von Jesus und von der Auferstehung.<br>19 So nahmen sie ihn denn mit sich, f\u00fchrten ihn auf den Aresh\u00fcgel und fragten: \u00bbD\u00fcrfen wir erfahren, was das f\u00fcr eine neue Lehre ist, die du vortr\u00e4gst?<br>20 Du gibst uns seltsame Dinge zu h\u00f6ren; darum m\u00f6chten wir gern wissen, was dahinter steckt.\u00ab<br>21 Alle Athener n\u00e4mlich und auch die dort sich aufhaltenden Ausl\u00e4nder hatten f\u00fcr nichts anderes so viel Zeit \u00fcbrig als daf\u00fcr, irgendeine Neuigkeit zu erz\u00e4hlen oder zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rede des Paulus auf dem Aresh\u00fcgel<\/h3>\n\n\n\n<p>22 So trat denn Paulus mitten auf den Aresh\u00fcgel und hielt folgende Rede: \u00bbM\u00e4nner von Athen! Nach allem, was ich sehe, seid ihr in besonderem Grade eifrige Gottesverehrer.<br>23 Denn als ich hier umherging und mir eure Heiligt\u00fcmer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: \u203aEinem unbekannten Gott\u2039. Das Wesen nun, das ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verk\u00fcndige ich euch.<br>24 Der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand erbaut sind,<br>25 l\u00e4\u00dft sich auch nicht von Menschenh\u00e4nden bedienen, als ob er etwas bed\u00fcrfte, w\u00e4hrend er doch selbst allen Wesen Leben und Odem und alles andere gibt.<br>26 Er hat auch gemacht, da\u00df das ganze Menschengeschlecht von einem einzigen (Stammvater) her auf der ganzen Oberfl\u00e4che der Erde wohnt, und hat f\u00fcr sie bestimmte Zeiten ihres Bestehens und auch die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt:<br>27 sie sollten Gott suchen, ob sie ihn wohl wahrnehmen und finden m\u00f6chten, ihn, der ja nicht fern von einem jeden unter uns ist;<br>28 denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir, wie ja auch einige von euren Dichtern gesagt haben: \u203aSeines Geschlechts sind auch wir.\u2039<br>29 Weil wir also g\u00f6ttlichen Geschlechts sind, d\u00fcrfen wir nicht meinen, die Gottheit gleiche dem Gold oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunstfertigkeit und \u00dcberlegung.<br>30 \u00dcber die (fr\u00fcheren) Zeiten der Unwissenheit hat Gott zwar hinweggesehen; jetzt aber l\u00e4\u00dft er den Menschen ansagen, da\u00df sie alle \u00fcberall Bu\u00dfe tun sollen;<br>31 denn er hat einen Tag festgesetzt, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu ausersehen und den er f\u00fcr alle durch seine Auferweckung von den Toten beglaubigt hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00df und (geringer) Erfolg der Rede<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Als sie aber von einer Auferstehung der Toten h\u00f6rten, spotteten die einen, die anderen aber sagten: \u00bbWir wollen dich hier\u00fcber sp\u00e4ter noch einmal h\u00f6ren.\u00ab<br>33 So ging denn Paulus aus ihrer Mitte hinweg.<br>34 Einige M\u00e4nner jedoch schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben, z.B. Dionysius, ein Mitglied des Areopags, sowie eine Frau namens Damaris und noch mehrere andere mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Handwerks- und Lehrt\u00e4tigkeit von Paulus<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf verlie\u00df Paulus Athen und begab sich nach Korinth.<br>2 Dort traf er einen Juden namens Aquila, der aus Pontus stammte und erst vor kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war, weil (der Kaiser) Klaudius alle Juden aus Rom hatte ausweisen lassen. Paulus besuchte die beiden,<br>3 und weil er das gleiche Handwerk betrieb wie sie, blieb er bei ihnen wohnen und arbeitete mit ihnen zusammen; sie waren n\u00e4mlich nach ihrem Handwerk Zeltmacher.<br>4 In der Synagoge aber besprach er sich an jedem Sabbat und suchte Juden wie Griechen zu gewinnen.<br>5 Als dann Silas und Timotheus aus Mazedonien eingetroffen waren, widmete Paulus sich ganz der Lehrt\u00e4tigkeit und bezeugte den Juden nachdr\u00fccklich, da\u00df Jesus der Gottgesalbte sei.<br>6 Weil sie aber nichts davon wissen wollten und L\u00e4sterreden f\u00fchrten, sch\u00fcttelte er den Staub von seinen Kleidern ab und sagte zu ihnen: \u00bbEuer Blut komme auf euer Haupt: ich bin unschuldig! Von nun an wende ich mich an die Heiden!\u00ab<br>7 Damit ging er von dort weg und begab sich in das Haus eines Heidenjuden namens Titius Justus, dessen Haus an die Synagoge anstie\u00df.<br>8 Crispus aber, der Vorsteher der Synagoge, wurde mit seinem ganzen Hause gl\u00e4ubig an den Herrn, und ebenso kamen viele Korinther, die Paulus predigen h\u00f6rten, zum Glauben und lie\u00dfen sich taufen.<br>9 Der Herr aber sagte zu Paulus bei Nacht in einem Traumgesicht: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, sondern rede weiter und schweige nicht;<br>10 denn ich bin mit dir, und niemand soll sich an dir vergreifen und dir ein Leid antun; denn ich habe ein zahlreiches Volk in dieser Stadt.\u00ab<br>11 So blieb denn Paulus anderthalb Jahre dort und lehrte das Wort Gottes unter ihnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Anklage der Juden vom Statthalter Gallio zur\u00fcckgewiesen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als aber Gallio Statthalter von Griechenland (geworden) war, traten die Juden einm\u00fctig gegen Paulus auf und f\u00fchrten ihn vor den Richterstuhl (des Statthalters)<br>13 mit der Beschuldigung: \u00bbDieser Mensch verleitet die Leute zu einer Gottesverehrung, die gegen unser Gesetz verst\u00f6\u00dft.\u00ab<br>14 Als Paulus sich nun dagegen verantworten wollte, sagte Gallio zu den Juden: \u00bbWenn irgendein Verbrechen oder ein b\u00f6swilliges Vergehen vorl\u00e4ge, ihr Juden, so w\u00fcrde ich eure Klage selbstverst\u00e4ndlich angenommen haben;<br>15 wenn es sich jedoch (nur) um Streitfragen \u00fcber eine Lehre und \u00fcber Benennungen und \u00fcber das f\u00fcr euch g\u00fcltige Gesetz handelt, so m\u00fc\u00dft ihr selbst zusehen: \u00fcber solche Dinge will ich nicht Richter sein.\u00ab<br>16 Damit wies er sie von seinem Richterstuhl weg.<br>17 Da fielen alle \u00fcber Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, her und verpr\u00fcgelten ihn vor dem Richterstuhl; Gallio aber k\u00fcmmerte sich nicht weiter darum.<br>18 Nachdem Paulus dann noch l\u00e4ngere Zeit (in Korinth) geblieben war, nahm er von den Br\u00fcdern Abschied und trat die Seefahrt nach Syrien an, und zwar zusammen mit Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchre\u00e4 (dem \u00f6stlichen Hafen Korinths) das Haupt hatte scheren lassen, weil er ein Gel\u00fcbde getan hatte.<br>19 Sie kamen dann nach Ephesus, wo Paulus sich von jenen beiden trennte; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden.<br>20 Als sie ihn aber baten, er m\u00f6chte noch l\u00e4nger dort bleiben, ging er nicht darauf ein,<br>21 sondern nahm Abschied von ihnen mit den Worten: \u00bb[Ich mu\u00df durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern; aber] so Gott will, werde ich sp\u00e4ter zu euch zur\u00fcckkehren.\u00ab Dann fuhr er zu Schiff von Ephesus ab,<br>22 landete in C\u00e4sarea, ging (nach Jerusalem) hinauf, wo er die Gemeinde begr\u00fc\u00dfte, und zog dann nach Antiochia hinab.<br>23 Nachdem er dort einige Zeit zugebracht hatte, brach er wieder auf, durchwanderte von einem Ort zum anderen das galatische Land und Phrygien und st\u00e4rkte \u00fcberall die J\u00fcnger durch Zuspruch.<br>24 Inzwischen war ein Jude namens Apollos, der aus Alexandria stammte, ein gelehrter Mann, der in den (heiligen) Schriften au\u00dferordentlich bewandert war, nach Ephesus gekommen.<br>25 Er hatte Unterweisung \u00fcber den Weg des Herrn erhalten, redete mit gl\u00fchender Begeisterung und trug das auf Jesus Bez\u00fcgliche richtig vor, obgleich er nur von der Taufe des Johannes wu\u00dfte.<br>26 Dieser Mann fing dann auch an, in der Synagoge freim\u00fctig zu reden. Als Priscilla und Aquila ihn geh\u00f6rt hatten, traten sie mit ihm in Verbindung und setzten ihm die Lehre Gottes noch genauer auseinander.<br>27 Als er dann nach Griechenland hin\u00fcberzureisen w\u00fcnschte, best\u00e4rkten die Br\u00fcder ihn in dieser Absicht und schrieben an die J\u00fcnger (in Korinth), sie m\u00f6chten ihn freundlich aufnehmen. Nach seiner Ankunft leistete er denen, die gl\u00e4ubig geworden waren, durch seine Gnadengabe die erfreulichsten Dienste;<br>28 denn in schlagender Weise widerlegte er die Juden \u00f6ffentlich, indem er aus den (heiligen) Schriften nachwies, da\u00df Jesus der Messias sei.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bekehrung und Taufe der Johannesj\u00fcnger<\/h3>\n\n\n\n<p>1 W\u00e4hrend nun Apollos sich in Korinth aufhielt, kam Paulus, nachdem er das Binnenland von Kleinasien durchwandert hatte, nach Ephesus und fand dort einige J\u00fcnger vor.<br>2 Er fragte diese: \u00bbHabt ihr den heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gl\u00e4ubig geworden waret?\u00ab Sie antworteten ihm: \u00bbNein, wir haben \u00fcberhaupt noch nichts davon geh\u00f6rt, ob der heilige Geist (schon) da ist.\u00ab<br>3 Darauf fragte er sie: \u00bbWorauf seid ihr denn getauft worden?\u00ab Sie antworteten: \u00bbAuf die Taufe des Johannes.\u00ab<br>4 Da sagte Paulus: \u00bbJohannes hat (nur) eine Bu\u00dftaufe vollzogen und dabei dem Volke geboten, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen w\u00fcrde, n\u00e4mlich an Jesus.\u00ab<br>5 Als sie das h\u00f6rten, lie\u00dfen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen;<br>6 und als Paulus ihnen dann die H\u00e4nde auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und sprachen prophetisch.<br>7 Es waren dies im ganzen etwa zw\u00f6lf M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zweij\u00e4hrige Lehr- und Wundert\u00e4tigkeit des Paulus in Ephesus<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Paulus ging dann in die Synagoge und trat dort ein Vierteljahr lang mit Freimut auf, indem er sich besprach und sie f\u00fcr das Reich Gottes zu gewinnen suchte.<br>9 Als manche jedoch verstockt und unzug\u00e4nglich blieben und die (neue) Lehre vor der versammelten Menge schm\u00e4hten, sagte er sich von ihnen los, sonderte auch die J\u00fcnger von ihnen ab und hielt nun t\u00e4glich seine Vortr\u00e4ge im H\u00f6rsaal eines gewissen Tyrannus.<br>10 Das ging so zwei Jahre lang fort, so da\u00df alle Bewohner der Provinz Asien das Wort des Herrn zu h\u00f6ren bekamen, Juden sowohl wie Griechen. \u2013<br>11 Auch ungew\u00f6hnliche Wunder lie\u00df Gott durch die H\u00e4nde des Paulus geschehen,<br>12 so da\u00df man sogar Schwei\u00dft\u00fccher oder Sch\u00fcrzen, die er (bei der Arbeit) an seinem Leibe getragen hatte, zu den Kranken brachte, worauf dann die Krankheiten von ihnen wichen und die b\u00f6sen Geister ausfuhren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00dcberwindung des Aberglaubens (der Beschw\u00f6rer und Zauberb\u00fccher)<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Nun unterfingen sich aber auch einige von den umherziehenden j\u00fcdischen Beschw\u00f6rern, \u00fcber Personen, die von b\u00f6sen Geistern besessen waren, den Namen des Herrn Jesus auszusprechen, indem sie sagten: \u00bbIch beschw\u00f6re euch bei dem Jesus, den Paulus predigt!\u00ab<br>14 Es waren besonders sieben S\u00f6hne eines gewissen Skeuas, eines Juden aus hohepriesterlichem Geschlecht, die das taten.<br>15 Der b\u00f6se Geist aber gab ihnen zur Antwort: \u00bbJesus kenne ich wohl, und auch Paulus ist mir bekannt; doch wer seid ihr?\u00ab<br>16 Hierauf sprang der Mensch, in welchem der b\u00f6se Geist war, auf sie los, \u00fcberw\u00e4ltigte beide und richtete sie so zu, da\u00df sie unbekleidet und blutig geschlagen aus jenem Hause entflohen.<br>17 Dieses Vorkommnis wurde alsdann allen Juden und Griechen bekannt, die in Ephesus wohnten, und Furcht befiel sie alle; der Name des Herrn Jesus aber wurde hoch gepriesen.<br>18 Ebenso kamen auch viele von denen, die gl\u00e4ubig geworden waren, und bekannten offen und unverhohlen ihr fr\u00fcheres Treiben;<br>19 ja nicht wenige von denen, die sich mit Zauberei abgegeben hatten, brachten die Zauberb\u00fccher auf einen Haufen zusammen und verbrannten sie \u00f6ffentlich. Als man ihre Preise zusammenrechnete, kam der Betrag von f\u00fcnfzigtausend Drachmen heraus.<br>20 So breitete sich das Wort des Herrn unaufhaltsam aus und wurde immer st\u00e4rker.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reisepl\u00e4ne des Paulus<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Als dieses gl\u00fccklich ausgef\u00fchrt war, entschlo\u00df sich Paulus dazu, Mazedonien und Griechenland zu durchwandern und sich dann nach Jerusalem zu begeben, wobei er erkl\u00e4rte: \u00bbNachdem ich dort gewesen bin, mu\u00df ich auch Rom sehen.\u00ab<br>22 So sandte er denn zwei von seinen Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien ab, w\u00e4hrend er selbst noch eine Zeitlang in der Provinz Asien verblieb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Aufruhr der Silberarbeiter des Demetrius<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Um diese Zeit aber kam es (in Ephesus) zu gro\u00dfen Unruhen wegen des Weges.<br>24 Ein Silberschmied n\u00e4mlich, Demetrius mit Namen, der silberne Tempel der Artemis verfertigte und den Handwerkern dadurch viel zu verdienen gab,<br>25 berief diese und die hierbei besch\u00e4ftigten Arbeiter zu einer Versammlung und sprach sich so aus: \u00bbIhr M\u00e4nner, ihr wi\u00dft, da\u00df wir unsern Wohlstand diesem unserm Gewerbe verdanken.<br>26 Nun seht und h\u00f6rt ihr aber, da\u00df dieser Paulus nicht nur hier in Ephesus, sondern beinahe in der ganzen Provinz Asien viele Leute durch sein Gerede bet\u00f6rt hat, indem er ihnen vorh\u00e4lt, das seien keine G\u00f6tter, die von Menschenh\u00e4nden angefertigt w\u00fcrden.<br>27 Aber nicht nur dieser unser Erwerbszweig droht in Mi\u00dfachtung zu kommen, sondern auch der Tempel der gro\u00dfen G\u00f6ttin Artemis schwebt in Gefahr, in v\u00f6llige Mi\u00dfachtung zu geraten; ja es ist zu bef\u00fcrchten, da\u00df sie sogar ihres hohen Ruhmes ganz verlustig geht, w\u00e4hrend sie jetzt doch von ganz Asien, ja von aller Welt verehrt wird.\u00ab<br>28 Als sie das h\u00f6rten, gerieten sie in volle Wut und riefen laut: \u00bbGro\u00df ist die Artemis von Ephesus!\u00ab<br>29 Die ganze Stadt geriet in Aufruhr, und alle st\u00fcrmten einm\u00fctig ins Theater, wohin sie auch die Mazedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegef\u00e4hrten des Paulus, mitschleppten.<br>30 Als Paulus nun (selbst) vor die Volksmenge treten wollte, lie\u00dfen die J\u00fcnger es ihm nicht zu;<br>31 auch einige von den obersten Beamten der Provinz Asien, die seine guten Freunde waren, schickten zu ihm und lie\u00dfen ihm die Mahnung zugehen, er m\u00f6chte sich nicht ins Theater begeben.<br>32 Dort schrie nun alles wild durcheinander; denn die Versammlung war ein Wirrwarr; die meisten wu\u00dften \u00fcberhaupt nicht, weswegen man zusammengekommen war.<br>33 Da verst\u00e4ndigte man aus der Volksmenge heraus den Alexander, den die Juden vorschoben. Dieser Alexander gab auch ein Zeichen mit der Hand und wollte eine Verteidigungsrede an das Volk richten;<br>34 als man aber merkte, da\u00df er ein Jude sei, erscholl von allen wie aus einem Munde etwa zwei Stunden lang der Ruf: \u00bbGro\u00df ist die Artemis von Ephesus!\u00ab<br>35 Endlich brachte der Stadtschreiber die Menge zur Ruhe und sagte: \u00bbIhr M\u00e4nner von Ephesus! Wo gibt es wohl in der ganzen Welt einen Menschen, der nicht w\u00fc\u00dfte, da\u00df die Stadt Ephesus die Tempelh\u00fcterin der gro\u00dfen Artemis und ihres vom Himmel herabgefallenen Bildes ist?<br>36 Da dies also eine unbestreitbare Tatsache ist, solltet ihr euch ja ruhig verhalten und nichts \u00dcbereiltes tun.<br>37 Ihr habt ja doch diese M\u00e4nner hierher gebracht, die weder Tempelr\u00e4uber sind noch unsere G\u00f6ttin l\u00e4stern.<br>38 Wenn nun Demetrius und die Zunft der Kunsthandwerker mit ihm Grund zu einer Klage gegen jemand haben, nun, so werden ja Gerichtstage abgehalten, und es gibt Statthalter; dort m\u00f6gen sie ihre Sache miteinander abmachen!<br>39 Habt ihr aber au\u00dferdem noch W\u00fcnsche, so wird das in der ordentlichen Volksversammlung erledigt werden.<br>40 Droht uns doch wegen der heutigen Vorkommnisse sogar eine Anklage wegen Aufruhrs, weil kein Grund vorliegt, mit dem wir diesen Aufruhr rechtfertigen k\u00f6nnten.\u00ab<br>41 Durch diese Worte brachte er die Versammlung zum Auseinandergehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reise nach Griechenland und R\u00fcckkehr nach Troas<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als sich nun die Unruhe gelegt hatte, lie\u00df Paulus die J\u00fcnger zu sich kommen, hielt eine ermahnende Ansprache an sie, nahm dann Abschied von ihnen und trat die Reise nach Mazedonien an.<br>2 Nachdem er diese Gegenden durchzogen und (den dortigen Gl\u00e4ubigen) reichen Zuspruch gespendet hatte, begab er sich nach Griechenland.<br>3 Als er sich dann nach einem Aufenthalt von drei Monaten nach Syrien einschiffen wollte und die Juden einen Anschlag gegen ihn planten, entschlo\u00df er sich zur R\u00fcckkehr durch Mazedonien.<br>4 Auf der Reise begleiteten ihn (bis nach Kleinasien): Sopater, der Sohn des Pyrrhus aus Ber\u00f6a, ferner von den Thessalonikern Aristarchus und Sekundus, weiter aus Derbe Gajus und Timotheus; au\u00dferdem aus der Provinz Asien Tychikus und Trophimus.<br>5 Diese (letzten beiden) jedoch reisten uns voraus und erwarteten uns in Troas;<br>6 wir selbst dagegen fuhren nach den Tagen der unges\u00e4uerten Brote zu Schiff von Philippi ab und kamen f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage blieben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abschiedsfeier des Paulus in Troas; Wiederbelebung des verungl\u00fcckten Eutychus<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als wir uns nun am ersten Tage nach dem Sabbat versammelt hatten, um das Brot zu brechen, besprach sich Paulus mit ihnen, weil er am folgenden Tage abreisen wollte, und dehnte die Unterredung bis Mitternacht aus.<br>8 Zahlreiche Lampen brannten in dem Obergemach, in dem wir versammelt waren.<br>9 Da wurde ein J\u00fcngling namens Eutychus, der im (offenen) Fenster sa\u00df, von tiefem Schlaf \u00fcberw\u00e4ltigt, weil Paulus so lange fortredete; er st\u00fcrzte dann im Schlaf vom dritten Stockwerk hinab und wurde tot aufgehoben.<br>10 Paulus aber ging hinunter, warf sich \u00fcber ihn, schlang die Arme um ihn und sagte: \u00bbBeunruhigt euch nicht! Seine Seele ist (wieder) in ihm.\u00ab<br>11 Als er dann wieder hinaufgegangen war und das Brot gebrochen hatte, nahm er einen Imbi\u00df und unterredete sich noch lange weiter mit ihnen, bis der Tag anbrach; dann erst machte er sich auf den Weg.<br>12 Den Knaben aber hatte man lebend weggetragen, wodurch alle sich nicht wenig getr\u00f6stet f\u00fchlten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reise des Paulus von Troas bis Milet<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Wir (anderen) waren unterdessen auf das Schiff vorausgegangen und fuhren auf Assos zu in der Absicht, dort Paulus an Bord zu nehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er selbst den Weg dorthin zu Fu\u00df machen wollte.<br>14 Als er dann in Assos mit uns wieder zusammengetroffen war, nahmen wir ihn an Bord und gelangten nach Mitylene.<br>15 Von dort fuhren wir weiter und kamen am folgenden Tage auf die H\u00f6he von Chios; tags darauf legten wir in Samos an und gelangten [nach einem Aufenthalt in Trogyllion] am n\u00e4chsten Tage nach Milet.<br>16 Paulus hatte sich n\u00e4mlich entschlossen, an Ephesus vor\u00fcberzufahren, um keine Zeit mehr in der Provinz Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um wom\u00f6glich am Tage des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein.<br>17 Von Milet aus aber sandte er Botschaft nach Ephesus und lie\u00df die \u00c4ltesten der Gemeinde zu sich rufen.<br>18 Als sie sich bei ihm eingefunden hatten, richtete er folgende Ansprache an sie: \u00bbIhr wi\u00dft selbst, wie ich mich vom ersten Tage ab, an dem ich die Provinz Asien betreten hatte, die ganze Zeit hindurch bei euch verhalten<br>19 und dem Herrn gedient habe mit aller Demut und unter Tr\u00e4nen und Anfechtungen, die mir aus den Nachstellungen der Juden erwuchsen,<br>20 wie ich durchaus nichts verabs\u00e4umt habe, um euch alles, was euch heilsam sein konnte, \u00f6ffentlich und in den H\u00e4usern zu verk\u00fcndigen und zu lehren,<br>21 indem ich es sowohl Juden als auch Griechen ans Herz legte, sich zu Gott zu bekehren und an unsern Herrn Jesus Christus zu glauben.<br>22 Und jetzt, seht: im Geist gebunden, reise ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort widerfahren wird;<br>23 nur das bezeugt mir der heilige Geist in jeder Stadt mit Bestimmtheit, da\u00df Gefangenschaft und Leiden auf mich warten.<br>24 Doch ich sehe das Leben als f\u00fcr mich selbst v\u00f6llig wertlos an, wenn ich nur meinen Lauf [mit Freuden] vollende und den Dienst (zum Abschlu\u00df bringe), den ich vom Herrn Jesus empfangen habe, n\u00e4mlich Zeugnis f\u00fcr die Heilsbotschaft von der Gnade Gottes abzulegen.<br>25 Und jetzt, seht: ich wei\u00df, da\u00df ihr mein Angesicht nicht wiedersehen werdet, ihr alle, unter denen ich mich als Prediger des Reiches (Gottes) bewegt habe.<br>26 Darum gebe ich euch am heutigen Tage die feste Versicherung, da\u00df ich den Tod niemandes auf dem Gewissen habe;<br>27 denn ich habe es an mir nicht fehlen lassen, euch den ganzen Ratschlu\u00df Gottes zu verk\u00fcndigen.<br>28 So gebt denn acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, bei welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern bestellt hat, damit ihr die Gemeinde des Herrn weidet, die er sich durch sein eigenes Blut erworben hat.<br>29 Ich wei\u00df, da\u00df nach meinem Weggang schlimme W\u00f6lfe bei euch einbrechen und die Herde nicht verschonen werden;<br>30 ja aus eurer eigenen Mitte werden M\u00e4nner auftreten und Irrlehren vortragen, um die J\u00fcnger in ihre Gefolgschaft zu ziehen.<br>31 Darum seid wachsam und bleibt dessen eingedenk, da\u00df ich drei Jahre hindurch Tag und Nacht nicht aufgeh\u00f6rt habe, jeden einzelnen (von euch) unter Tr\u00e4nen zu ermahnen.<br>32 Und nunmehr befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft besitzt, aufzubauen und das Erbe zu verleihen unter allen, die sich haben heiligen lassen.<br>33 Silber, Gold und Kleidung habe ich von niemand begehrt;<br>34 ihr wi\u00dft selbst, da\u00df f\u00fcr meinen Lebensunterhalt und auch f\u00fcr meine Begleiter diese (meine) H\u00e4nde gesorgt haben.<br>35 Immer und \u00fcberall habe ich euch gezeigt, da\u00df man in solcher Weise arbeiten und sich der Schwachen annehmen und dabei der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein mu\u00df; denn er hat selbst gesagt: \u203aGeben ist seliger als Nehmen.\u2039\u00ab<br>36 Nach diesen Worten kniete er mit ihnen allen nieder und betete.<br>37 Da brachen alle in lautes Wehklagen aus, fielen dem Paulus um den Hals und k\u00fc\u00dften ihn;<br>38 am schmerzlichsten war f\u00fcr sie das Wort, das er ausgesprochen hatte, sie w\u00fcrden sein Angesicht nicht wiedersehen. Sie gaben ihm darauf das Geleit bis zum Schiff.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als wir uns dann von ihnen losgerissen hatten und wieder in See gegangen waren, kamen wir in gerader Fahrt nach Kos, am n\u00e4chsten Tage nach Rhodus und von dort nach Patara.<br>2 Als wir dort ein Schiff fanden, das nach Ph\u00f6nizien bestimmt war, stiegen wir ein und fuhren ab.<br>3 Wir bekamen Cypern in Sicht, das wir aber zur Linken liegen lie\u00dfen, steuerten auf Syrien zu und legten in Tyrus an; denn dort hatte das Schiff seine Ladung zu l\u00f6schen.<br>4 Wir suchten nun die J\u00fcnger auf und blieben sieben Tage dort; jene warnten den Paulus auf Eingebung des Geistes wiederholt vor der Reise nach Jerusalem.<br>5 Als wir aber die Tage dort verlebt hatten, machten wir uns zur Weiterfahrt auf den Weg, wobei alle (Br\u00fcder) samt Frauen und Kindern uns das Geleit bis vor die Stadt hinaus gaben. Am Strande knieten wir nieder und beteten;<br>6 dann nahmen wir Abschied voneinander und gingen an Bord, w\u00e4hrend jene wieder heimkehrten.<br>7 Wir aber legten den letzten Teil unserer Fahrt zur\u00fcck, indem wir von Tyrus nach Ptolemais segelten; wir begr\u00fc\u00dften auch hier die Br\u00fcder, blieben aber nur einen Tag bei ihnen.<br>8 Am n\u00e4chsten Morgen zogen wir weiter und kamen nach C\u00e4sarea, wo wir bei dem Evangelisten Philippus, einem der sieben (Armenpfleger; vgl. 6,5; 8,5-40), einkehrten und bei ihm blieben.<br>9 Dieser hatte vier unverheiratete T\u00f6chter, welche Prophetengabe besa\u00dfen.<br>10 W\u00e4hrend unseres mehrt\u00e4gigen Aufenthalts (in C\u00e4sarea) kam ein Prophet namens Agabus aus Jud\u00e4a herab<br>11 und besuchte uns, er nahm den G\u00fcrtel des Paulus, band sich H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe damit und sagte dann: \u00bbSo spricht der heilige Geist: \u203aDen Mann, dem dieser G\u00fcrtel geh\u00f6rt, werden die Juden in Jerusalem in dieser Weise binden und ihn den Heiden in die H\u00e4nde liefern.\u2039\u00ab<br>12 Als wir das h\u00f6rten, baten wir und die Einheimischen den Paulus inst\u00e4ndig, er m\u00f6chte nicht nach Jerusalem hinaufgehen.<br>13 Da antwortete Paulus: \u00bbWas weint ihr so und macht mir das Herz schwer? Ich bin ja bereit, mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen, sondern auch den Tod f\u00fcr den Namen des Herrn Jesus zu erleiden!\u00ab<br>14 Weil er sich nun nicht umstimmen lie\u00df, beruhigten wir uns und sagten: \u00bbDes Herrn Wille geschehe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B. Reise des Paulus von C\u00e4sarea nach Jerusalem; seine Gefangenschaft (21,15-28,31)<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Nach Ablauf dieser Tage machten wir uns reisefertig und zogen nach Jerusalem hinauf.<br>16 Dabei begleiteten uns auch einige J\u00fcnger aus C\u00e4sarea und brachten uns zu einem gewissen Mnason aus Cypern, einem alten J\u00fcnger, bei dem wir als G\u00e4ste wohnen sollten.<br>17 Nach unserer Ankunft in Jerusalem nahmen uns die Br\u00fcder mit Freuden auf.<br>18 Gleich am folgenden Tage ging Paulus mit uns zu Jakobus, und auch alle \u00c4ltesten fanden sich dort ein.<br>19 Nachdem Paulus sie begr\u00fc\u00dft hatte, erz\u00e4hlte er ihnen alles im einzelnen, was Gott unter den Heiden durch seine Arbeit vollbracht hatte.<br>20 Als sie das geh\u00f6rt hatten, priesen sie Gott, sagten aber zu ihm: \u00bbDu siehst, lieber Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gl\u00e4ubig geworden sind; doch alle sind sie eifrige Anh\u00e4nger des (mosaischen) Gesetzes.<br>21 Nun ist ihnen aber \u00fcber dich berichtet worden, da\u00df du allen Juden, die unter den Heiden leben, den Abfall von Mose predigest und ihnen empfehlest, sie m\u00f6chten ihre Kinder nicht beschneiden lassen und \u00fcberhaupt die herk\u00f6mmlichen Gebr\u00e4uche nicht mehr beobachten.<br>22 Was ist da nun zu tun? Jedenfalls werden sie von deinem Hiersein erfahren.<br>23 Tu also, was wir dir raten! Wir haben hier (gerade) vier M\u00e4nner unter uns, die ein Gel\u00fcbde auf sich genommen haben;<br>24 nimm diese mit dir, la\u00df dich mit ihnen reinigen und bezahle f\u00fcr sie (die zu entrichtenden Geb\u00fchren), damit sie sich das Haupt scheren lassen k\u00f6nnen; dann werden alle einsehen, da\u00df an den Ger\u00fcchten, die ihnen \u00fcber dich zu Ohren gekommen sind, nichts Wahres ist, da\u00df vielmehr auch du in der Beobachtung des Gesetzes wandelst.<br>25 Was aber die gl\u00e4ubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir beschlossen und ihnen (schriftlich) mitgeteilt, da\u00df sie sich vor G\u00f6tzenopferfleisch, vor (dem Genu\u00df von) Blut, vor dem Fleisch erstickter Tiere und vor Unzucht zu h\u00fcten haben.\u00ab<br>26 Daraufhin nahm Paulus die (betreffenden) M\u00e4nner mit sich, lie\u00df sich am folgenden Tage reinigen und ging mit ihnen in den Tempel, wo er den Abschlu\u00df der Reinigungstage anmeldete, (die so lange dauerten) bis f\u00fcr einen jeden von ihnen das L\u00f6seopfer dargebracht sein w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Paulus im Tempel von den Juden festgenommen; der Aufstand in Jerusalem<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Als aber die sieben Tage (der Reinigungszeit) nahezu abgelaufen waren, erblickten ihn die Juden, die aus der Provinz Asien gekommen waren, im Tempel und brachten die ganze Volksmenge in Aufruhr; sie nahmen ihn fest<br>28 und riefen laut: \u00bbIhr M\u00e4nner von Israel, kommt uns zu Hilfe! Dies ist der Mensch, der \u00fcberall vor allen Leuten seine Lehre gegen unser Volk und gegen das Gesetz und gegen diese St\u00e4tte vortr\u00e4gt! Dazu hat er jetzt auch noch Griechen in den Tempel hineingebracht und dadurch diese heilige St\u00e4tte entweiht!\u00ab<br>29 Sie hatten n\u00e4mlich vorher den Trophimus aus Ephesus in der Stadt mit ihm zusammen gesehen und meinten nun, Paulus habe ihn in den Tempel mitgenommen.<br>30 So geriet denn die ganze Stadt in Bewegung, und es entstand ein Volksauflauf; man ergriff Paulus und schleppte ihn aus dem Tempel hinaus, worauf dessen Tore sogleich geschlossen wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gefangennahme des Paulus durch den r\u00f6mischen Obersten Lysias<\/h3>\n\n\n\n<p>31 W\u00e4hrend man nun darauf ausging, ihn totzuschlagen, gelangte an den Obersten der r\u00f6mischen Abteilung die Meldung hinauf, ganz Jerusalem sei in Aufruhr.<br>32 Dieser nahm (daher) sofort Mannschaften und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als jene nun den Obersten und die Soldaten sahen, h\u00f6rten sie auf, Paulus zu schlagen.<br>33 Da trat der Oberst heran, bem\u00e4chtigte sich seiner, lie\u00df ihn in zwei Ketten legen und fragte, wer er sei und was er getan habe.<br>34 Da schrien alle in der Volksmenge durcheinander. Weil er nun wegen des L\u00e4rms nichts Sicheres ermitteln konnte, gab er Befehl, man solle Paulus in die Burg f\u00fchren.<br>35 Als Paulus aber an die Treppe (zur Burg hinauf) gelangt war, mu\u00dfte er wegen des gewaltsamen Andrangs der Menge von den Soldaten getragen werden;<br>36 denn die Volksmenge zog mit unter dem lauten Ruf: \u00bbNieder mit ihm!\u00ab<br>37 Als nun Paulus eben in die Burg hineingef\u00fchrt werden sollte, fragte er den Obersten: \u00bbDarf ich dir etwas sagen?\u00ab Jener erwiderte: \u00bbDu kannst Griechisch?<br>38 Da bist du also nicht der \u00c4gypter, der vor einiger Zeit den Aufruhr erregt und die viertausend Mann Banditen in die W\u00fcste hinausgef\u00fchrt hat?\u00ab<br>39 Paulus antwortete: \u00bbNein, ich bin ein Jude aus Tarsus, B\u00fcrger einer namhaften Stadt in Cilicien. Erlaube mir, bitte, zum Volke zu reden!\u00ab<br>40 Als jener ihm die Erlaubnis gegeben hatte, gab Paulus, auf der Treppe stehend, dem Volk ein Zeichen mit der Hand; als dann v\u00f6llige Stille eingetreten war, hielt er in der hebr\u00e4ischen Landessprache folgende Ansprache an sie:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rede des Paulus an das Volk (Bericht \u00fcber seine Bekehrung und \u00fcber den von Jesus empfangenen Auftrag)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWerte Br\u00fcder und V\u00e4ter, h\u00f6rt jetzt meine Rechtfertigung vor euch an!\u00ab<br>2 Als sie nun h\u00f6rten, da\u00df er in hebr\u00e4ischer Sprache zu ihnen redete, verhielten sie sich noch ruhiger; und er fuhr fort:<br>3 \u00bbIch bin ein Jude, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber hier in dieser Stadt erzogen: zu den F\u00fc\u00dfen Gamaliels habe ich meine Ausbildung in strenger Befolgung des Gesetzes unserer V\u00e4ter erhalten und bin ein ebensolcher Eiferer f\u00fcr Gott gewesen, wie ihr alle es noch heute seid.<br>4 Als solcher habe ich auch diese Glaubensrichtung bis auf den Tod verfolgt, indem ich M\u00e4nner wie Frauen in Ketten legte und ins Gef\u00e4ngnis werfen lie\u00df,<br>5 wie mir das auch der Hohepriester und der gesamte Rat der \u00c4ltesten bezeugen k\u00f6nnen. Von diesen habe ich mir sogar Briefe an unsere Volksgenossen geben lassen und mich nach Damaskus begeben, um auch die Leute dort gefesselt zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen.<br>6 Da geschah es, als ich mich auf dem Wege dorthin befand und in die N\u00e4he von Damaskus gekommen war, da\u00df mich zur Mittagszeit pl\u00f6tzlich ein helles Licht vom Himmel her umstrahlte.<br>7 Ich st\u00fcrzte zu Boden und h\u00f6rte eine Stimme, die mir zurief: \u203aSaul, Saul! Was verfolgst du mich?\u2039<br>8 Ich antwortete: \u203aWer bist du, Herr?\u2039 Er sagte zu mir: \u203aIch bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst!\u2039<br>9 Meine Begleiter nahmen zwar das Licht wahr, h\u00f6rten aber die Stimme dessen nicht, der zu mir redete.<br>10 Ich fragte dann: \u203aWas soll ich tun, Herr?\u2039 Da antwortete mir der Herr: \u203aSteh auf und geh nach Damaskus! Dort wirst du Auskunft \u00fcber alles erhalten, was dir zu tun verordnet ist.\u2039<br>11 Weil ich nun, von dem Glanz jenes Lichtes geblendet, nicht sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand gef\u00fchrt und gelangte so nach Damaskus.<br>12 Dort kam ein gewisser Ananias, ein gesetzesfrommer Mann, der sich der Anerkennung aller dortigen Juden erfreute,<br>13 zu mir, trat vor mich hin und sagte zu mir: \u203aBruder Saul, werde wieder sehend!\u2039, und augenblicklich erhielt ich das Augenlicht zur\u00fcck und konnte ihn sehen.<br>14 Er aber fuhr fort: \u203aDer Gott unserer V\u00e4ter hat dich dazu bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und einen Ruf aus seinem Munde zu vernehmen;<br>15 denn du sollst Zeugnis f\u00fcr ihn vor allen Menschen ablegen von dem, was du gesehen und geh\u00f6rt hast.<br>16 Und nun \u2013 was z\u00f6gerst du noch? Stehe auf, la\u00df dich taufen und wasche deine S\u00fcnden ab, indem du seinen Namen anrufst!\u2039<br>17 Als ich dann nach Jerusalem zur\u00fcckgekehrt war und im Tempel betete, geriet ich in eine Verz\u00fcckung<br>18 und sah ihn, der mir gebot: \u203aBeeile dich und verla\u00df Jerusalem schleunigst! Denn man wird hier dein Zeugnis \u00fcber mich nicht annehmen.\u2039<br>19 Da entgegnete ich: \u203aHerr, sie wissen doch selbst, da\u00df ich es gewesen bin, der die an dich Gl\u00e4ubigen ins Gef\u00e4ngnis werfen und in den Synagogen auspeitschen lie\u00df;<br>20 und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, da habe auch ich dabeigestanden und Freude daran gehabt und Wache bei den M\u00e4nteln (7,58) derer gehalten, die ihn ums Leben brachten.\u2039<br>21 Doch er antwortete mir: \u203aMache dich auf den Weg, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkung der Rede; Paulus in Gewahrsam bei dem r\u00f6mischen Obersten<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Bis zu diesem Wort hatten sie ihm ruhig zugeh\u00f6rt; nun aber erhoben sie ein Geschrei: \u00bbHinweg mit einem solchen Menschen von der Erde! Er darf nicht am Leben bleiben!\u00ab<br>23 W\u00e4hrend sie noch so schrien und dabei ihre M\u00e4ntel abwarfen und Staub in die Luft schleuderten,<br>24 lie\u00df der Oberst ihn in die Burg hineinbringen und gab Befehl, man solle ihn unter Gei\u00dfelhieben verh\u00f6ren, damit man herausbr\u00e4chte, aus welchem Grunde sie so w\u00fctend gegen ihn schrien.<br>25 Als man ihn nun schon f\u00fcr die (Gei\u00dfelung mit) Riemen ausgestreckt hatte, sagte Paulus zu dem Hauptmann, der dabeistand: \u00bbD\u00fcrft ihr einen r\u00f6mischen B\u00fcrger gei\u00dfeln, und noch dazu, ehe ein richterliches Urteil vorliegt?\u00ab<br>26 Als der Hauptmann das h\u00f6rte, begab er sich zu dem Oberst und meldete ihm: \u00bbWas willst du tun? Dieser Mann ist ja ein r\u00f6mischer B\u00fcrger!\u00ab<br>27 Da trat der Oberst herzu und sagte zu ihm: \u00bbSage mir: bist du wirklich ein r\u00f6mischer B\u00fcrger?\u00ab Er erwiderte: \u00bbJa.\u00ab<br>28 Da antwortete der Oberst: \u00bbIch habe mir dieses B\u00fcrgerrecht f\u00fcr viel Geld erworben.\u00ab Paulus sagte: \u00bbIch dagegen bin sogar als r\u00f6mischer B\u00fcrger geboren!\u00ab<br>29 So lie\u00df man denn sofort von dem beabsichtigten peinlichen Verh\u00f6r ab; aber auch der Oberst hatte einen Schrecken bekommen, da er erfahren hatte, da\u00df er ein r\u00f6mischer B\u00fcrger sei, und weil er ihn hatte fesseln lassen.<br>30 Weil er aber \u00fcber das Vergehen, das ihm von seiten der Juden vorgeworfen wurde, ins klare kommen wollte, lie\u00df er ihm am folgenden Tage die Fesseln abnehmen und ordnete eine Versammlung der Hohenpriester und des ganzen Hohen Rates an; dann lie\u00df er Paulus hinabf\u00fchren und ihn vor sie stellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Paulus blickte nun den Hohen Rat fest an und sagte: \u00bbWerte Br\u00fcder! Ich habe bis heute meinen Wandel mit durchaus reinem Gewissen im Dienste Gottes gef\u00fchrt.\u00ab<br>2 Da befahl der Hohepriester Ananias den neben ihm stehenden (Gerichtsdienern), ihn auf den Mund zu schlagen.<br>3 Paulus aber rief ihm zu: \u00bbDich wird Gott schlagen, du get\u00fcnchte Wand! Du sitzest da, um mich nach dem Gesetz zu richten, und l\u00e4\u00dft mich unter Verletzung des Gesetzes schlagen?\u00ab<br>4 Da sagten die neben ihm Stehenden: \u00bbDen Hohenpriester Gottes schm\u00e4hst du?\u00ab<br>5 Da antwortete Paulus: \u00bbIch habe nicht gewu\u00dft, ihr Br\u00fcder, da\u00df er Hoherpriester ist! Es steht ja geschrieben (2.Mose 22,27): \u203aEinen Obersten deines Volkes sollst du nicht schm\u00e4hen!\u2039\u00ab<br>6 Weil Paulus nun wu\u00dfte, da\u00df der eine Teil (des Hohen Rates) aus Sadduz\u00e4ern, der andere aus Pharis\u00e4ern bestand, rief er laut in die Versammlung hinein: \u00bbWerte Br\u00fcder! Ich bin ein Pharis\u00e4er und aus pharis\u00e4ischer Familie! Wegen unserer Hoffnung, n\u00e4mlich wegen der Auferstehung der Toten, stehe ich hier vor Gericht!\u00ab<br>7 Infolge dieser seiner \u00c4u\u00dferung entstand ein Streit zwischen den Pharis\u00e4ern und Sadduz\u00e4ern, und die Versammlung spaltete sich.<br>8 Die Sadduz\u00e4er behaupten n\u00e4mlich, es gebe keine Auferstehung, auch keine Engel und keine Geister, w\u00e4hrend die Pharis\u00e4er beides annehmen.<br>9 So erhob sich denn ein gewaltiges Geschrei; ja, einige Schriftgelehrte von der pharis\u00e4ischen Partei standen auf, hielten Streitreden und erkl\u00e4rten: \u00bbWir finden nichts Unrechtes an diesem Mann! Kann nicht wirklich ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet haben?\u00ab<br>10 Als nun der Streit leidenschaftlich wurde und der Oberst bef\u00fcrchtete, Paulus m\u00f6chte von ihnen zerrissen werden, lie\u00df er seine Mannschaft herunterkommen, ihn aus ihrer Mitte herausrei\u00dfen und in die Burg zur\u00fcckf\u00fchren.<br>11 In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu Paulus und sagte: \u00bbSei getrost! Denn wie du f\u00fcr mich in Jerusalem Zeugnis abgelegt hast, so sollst du auch in Rom Zeuge (f\u00fcr mich) sein!\u00ab<br>12 Als es aber Tag geworden war, rotteten sich die Juden zusammen und verschworen sich unter feierlicher Selbstverfluchung, weder Speise noch Trank zu sich zu nehmen, bis sie Paulus ums Leben gebracht h\u00e4tten.<br>13 Es waren ihrer aber mehr als vierzig, die sich zu dieser Verschw\u00f6rung zusammengetan hatten.<br>14 Diese begaben sich nun zu den Hohenpriestern und \u00c4ltesten und sagten: \u00bbWir haben uns hoch und heilig verschworen, nichts zu genie\u00dfen, bis wir Paulus ums Leben gebracht haben.<br>15 Werdet ihr jetzt also zusammen mit dem Hohen Rat bei dem Oberst vorstellig, er m\u00f6ge ihn zu euch herabf\u00fchren lassen, weil ihr seine Sache noch genauer zu untersuchen ged\u00e4chtet; wir halten uns dann bereit, ihn zu ermorden, noch ehe er in eure N\u00e4he kommt.\u00ab<br>16 Von diesem Anschlag erhielt jedoch der Schwestersohn des Paulus Kenntnis; er begab sich deshalb hin, verschaffte sich Eingang in die Burg und machte dem Paulus Mitteilung von der Sache.<br>17 Da lie\u00df Paulus einen von den Hauptleuten zu sich rufen und bat ihn: \u00bbF\u00fchre doch diesen jungen Mann zum Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden.\u00ab<br>18 Der nahm ihn mit sich, f\u00fchrte ihn zu dem Obersten und meldete: \u00bbDer Gefangene Paulus hat mich zu sich rufen lassen und mich ersucht, diesen jungen Mann zu dir zu f\u00fchren, weil er dir etwas mitzuteilen habe.\u00ab<br>19 Der Oberst nahm ihn darauf bei der Hand, trat (mit ihm) beiseite und fragte ihn unter vier Augen: \u00bbWas hast du mir zu melden?\u00ab<br>20 Da berichtete er: \u00bbDie Juden haben sich verabredet, dich zu bitten, du m\u00f6chtest morgen Paulus vor den Hohen Rat hinabf\u00fchren lassen, angeblich weil dieser noch eine genauere Untersuchung seiner Sache vornehmen wolle.<br>21 Glaube du ihnen aber nicht! Denn mehr als vierzig M\u00e4nner von ihnen trachten ihm nach dem Leben; die haben sich feierlich verschworen, weder Speise noch Trank zu sich zu nehmen, bis sie ihn ermordet haben; und sie halten sich jetzt schon dazu bereit und warten nur noch auf deine Zusage.\u00ab<br>22 Der Oberst entlie\u00df darauf den jungen Mann mit der Weisung, niemandem zu verraten, da\u00df er ihm diese Mitteilung gemacht habe.<br>23 Danach lie\u00df er zwei von seinen Hauptleuten zu sich kommen und befahl ihnen: \u00bbHaltet zweihundert Mann f\u00fcr einen Marsch nach C\u00e4sarea bereit, ferner siebzig Reiter und zweihundert Lanzentr\u00e4ger, von der dritten Stunde der Nacht an.\u00ab<br>24 Auch Reittiere sollten sie bereithalten, um Paulus beritten zu machen und ihn sicher zum Statthalter Felix zu bringen.<br>25 Er schrieb au\u00dferdem einen Brief folgenden Wortlauts:<br>26 \u00bbIch, Klaudius Lysias, sende dem hochedlen Statthalter Felix meinen Gru\u00df!<br>27 Dieser Mann war von den Juden festgenommen worden und schwebte in Gefahr, von ihnen totgeschlagen zu werden; da griff ich mit meinen Leuten ein und befreite ihn, weil ich erfahren hatte, da\u00df er ein r\u00f6mischer B\u00fcrger sei.<br>28 Da ich nun den Grund festzustellen w\u00fcnschte, weswegen sie ihn verklagten, f\u00fchrte ich ihn vor ihren Hohen Rat hinab.<br>29 Dabei fand ich, da\u00df man ihn wegen Streitfragen \u00fcber ihr Gesetz verklagte, da\u00df aber keine Anschuldigung, auf welche Todesstrafe oder Gef\u00e4ngnis steht, gegen ihn vorlag.<br>30 Weil dann aber die Anzeige bei mir einging, da\u00df ein Mordanschlag gegen den Mann geplant werde, habe ich ihn sofort von hier weg zu dir gesandt und zugleich seine Ankl\u00e4ger angewiesen, ihre Sache gegen ihn bei dir anh\u00e4ngig zu machen. Lebe wohl!\u00ab<br>31 Die Soldaten nahmen nun dem erhaltenen Befehl gem\u00e4\u00df Paulus mit sich und brachten ihn w\u00e4hrend der Nacht nach Antipatris;<br>32 am folgenden Tage lie\u00dfen sie dann die Reiter (allein) mit ihm weiterziehen, w\u00e4hrend sie selbst in die Burg zur\u00fcckkehrten.<br>33 Nach ihrer Ankunft in C\u00e4sarea h\u00e4ndigten jene dem Statthalter das Schreiben ein und f\u00fchrten ihm auch den Paulus vor.<br>34 Nachdem der Statthalter (das Schreiben) gelesen hatte, fragte er (Paulus), aus welcher Provinz er sei; und als er erfuhr, da\u00df er aus Cilicien stamme, erkl\u00e4rte er:<br>35 \u00bbIch werde dich verh\u00f6ren, wenn auch deine Ankl\u00e4ger hier eingetroffen sind.\u00ab Zugleich befahl er, ihn in der Statthalterei des Herodes in Gewahrsam zu halten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichtsverhandlung vor dem Statthalter Felix<\/h3>\n\n\n\n<p>1 F\u00fcnf Tage sp\u00e4ter kam dann der Hohepriester Ananias mit einigen \u00c4ltesten und einem Rechtsanwalt, einem gewissen Tertullus (nach C\u00e4sarea) hinab, und sie machten die Anklage gegen Paulus beim Statthalter anh\u00e4ngig.<br>2 Nachdem man nun Paulus herbeigerufen hatte, begann Tertullus mit der Anklagerede folgenderma\u00dfen:<br>3 \u00bbHochedler Felix! Da\u00df wir durch dein Verdienst in tiefem Frieden leben und der hiesigen Bev\u00f6lkerung durch deine F\u00fcrsorge treffliche Einrichtungen allerseits und \u00fcberall zuteil werden, das erkennen wir mit aufrichtiger Dankbarkeit an.<br>4 Um dich aber nicht unn\u00f6tigerweise zu bel\u00e4stigen, bitte ich dich, du wollest uns nach deiner gewohnten G\u00fcte f\u00fcr kurze Zeit Geh\u00f6r schenken.<br>5 Wir haben n\u00e4mlich diesen Mann als eine Pest und als einen Unruhestifter unter allen Juden im ganzen r\u00f6mischen Reich und als den Hauptf\u00fchrer der Sekte der Nazar\u00e4er ermittelt;<br>6 er hat sogar den Versuch gemacht, den Tempel zu entweihen. Dabei haben wir ihn auch festgenommen;<br>8 und wenn du ihn jetzt verh\u00f6rst, wirst du dir selbst nach seinen Aussagen ein Urteil \u00fcber alles das bilden k\u00f6nnen, was wir ihm zur Last legen.\u00ab<br>9 Diesen Angaben schlossen sich auch die anderen Juden an und best\u00e4tigten deren Wahrheit.<br>10 Durch einen Wink des Statthalters aufgefordert, begann nun Paulus seine Verteidigungsrede: \u00bbDa ich wei\u00df, da\u00df du schon seit vielen Jahren Richter f\u00fcr die hiesige Bev\u00f6lkerung bist, so gehe ich getrosten Mutes an die Verteidigung meiner Sache vor dir.<br>11 Wie du dich vergewissern kannst, sind erst zw\u00f6lf Tage vergangen, seitdem ich nach Jerusalem hinaufgezogen bin, um dort anzubeten;<br>12 und weder im Tempel hat man mich bei einer Verhandlung mit jemand oder bei der Anstiftung eines Volksauflaufs betroffen, auch nicht in den Synagogen oder sonst irgendwo in der Stadt;<br>13 sie sind \u00fcberhaupt nicht imstande, dir Beweise f\u00fcr ihre jetzigen Anklagen gegen mich zu erbringen.<br>14 Das freilich bekenne ich dir offen, da\u00df ich nach der Glaubensrichtung, die sie als Sekte bezeichnen, dem Gott unserer V\u00e4ter in der Weise diene, da\u00df ich allem, was im Gesetz und was in den Propheten geschrieben steht, Glauben schenke<br>15 und auf Gott dieselbe Hoffnung setze, welche auch sie selbst hegen, da\u00df n\u00e4mlich eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten stattfinden wird.<br>16 Darum bem\u00fche ich mich auch, immerdar ein unverletztes Gewissen Gott und den Menschen gegen\u00fcber zu haben.<br>17 Nun bin ich nach einer Zwischenzeit von mehreren Jahren hergekommen, um Almosen f\u00fcr mein Volk zu \u00fcberbringen und Opfer darzubringen.<br>18 Als ich mich dabei einer Weihe unterzogen hatte, haben sie mich im Tempel angetroffen, und zwar nicht in Begleitung eines Volkshaufens oder unter Erregung eines Aufruhrs;<br>19 nein, einige Juden aus der Provinz Asien sind es gewesen; diese h\u00e4tten hier vor dir erscheinen und Anklage erheben m\u00fcssen, wenn sie etwas gegen mich vorzubringen haben.<br>20 Oder la\u00df diese hier selber angeben, welche Schuld sie (an mir) ermittelt haben, als ich vor dem Hohen Rate stand;<br>21 es m\u00fc\u00dfte denn das eine Wort sein, das ich in ihrer Mitte stehend ausgerufen habe: \u203aWegen der Auferstehung der Toten stehe ich heute als Angeklagter hier vor euch!\u2039\u00ab<br>22 Felix vertagte darauf die Entscheidung ihrer Sache, weil er ganz genau wu\u00dfte, was es mit der (in Frage stehenden) Glaubensrichtung (V.14) auf sich hatte, und sagte: \u00bbWenn der Oberst Lysias herabkommt, werde ich eure Sache entscheiden.\u00ab<br>23 Zugleich gab er aber dem Hauptmann die Weisung, Paulus in Gewahrsam zu halten, doch in milder Haft, und keinen von seinen Freunden an der Erweisung von Liebesdiensten zu hindern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Paulus vor Felix und Drusilla; Verschleppung des Prozesses durch Felix<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Einige Tage sp\u00e4ter aber erschien Felix mit seiner Gattin Drusilla, einer J\u00fcdin; er beschied Paulus vor sich und lie\u00df sich einen Vortrag \u00fcber den Glauben an Christus Jesus halten.<br>25 Als Paulus dabei aber \u00fcber Gerechtigkeit, Enthaltsamkeit und \u00fcber das k\u00fcnftige Gericht redete, geriet Felix in Unruhe und sagte: \u00bbF\u00fcr diesmal kannst du gehen! Wenn ich (sp\u00e4ter) gelegene Zeit habe, will ich dich wieder rufen lassen.\u00ab<br>26 Daneben hegte er auch die Hoffnung, er werde Geld von Paulus erhalten; daher lie\u00df er ihn auch \u00f6fter rufen und unterredete sich mit ihm.<br>27 Nach Verlauf von zwei Jahren aber erhielt Felix einen Nachfolger in Porcius Festus; und weil Felix sich die Juden zu Dank verpflichten wollte, lie\u00df er Paulus als Gefangenen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wiederaufnahme des Prozesses; Festus in Jerusalem und in C\u00e4sarea; Paulus beruft sich auf den Kaiser<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als Festus nun die Statthalterschaft in der Provinz angetreten hatte, begab er sich drei Tage sp\u00e4ter von C\u00e4sarea nach Jerusalem hinauf.<br>2 Da wurden die Hohenpriester und die vornehmsten Juden bei ihm in der Sache gegen Paulus vorstellig und trugen ihm ihr Anliegen vor,<br>3 wobei sie es sich als besondere Verg\u00fcnstigung wider ihn (Paulus) erbaten, da\u00df er ihn nach Jerusalem bringen lasse; sie planten n\u00e4mlich einen Anschlag, um ihn unterwegs zu ermorden.<br>4 Da gab Festus ihnen zur Antwort, Paulus werde in C\u00e4sarea in Haft gehalten und er selbst werde binnen kurzem (wieder dahin) abreisen.<br>5 \u00bbDarum m\u00f6gen\u00ab, fuhr er fort, \u00bbBevollm\u00e4chtigte aus eurer Mitte mit mir hinabkommen und die Anklage gegen ihn erheben, wenn eine Verschuldung bei dem Manne vorliegt.\u00ab<br>6 Nachdem er sich dann h\u00f6chstens acht oder zehn Tage bei ihnen aufgehalten hatte, kehrte er nach C\u00e4sarea zur\u00fcck, hielt am folgenden Tage eine Gerichtssitzung ab und lie\u00df Paulus vorf\u00fchren.<br>7 Als dieser erschienen war, umringten ihn die Juden, die aus Jerusalem gekommen waren, und brachten viele schwere Beschuldigungen gegen ihn vor, die sie aber nicht zu beweisen vermochten,<br>8 w\u00e4hrend Paulus in seiner Verteidigung dartat: \u00bbIch habe mich weder gegen das j\u00fcdische Gesetz noch gegen den Tempel noch gegen den Kaiser irgendwie vergangen.\u00ab<br>9 Weil Festus sich aber die Juden zu Dank verpflichten wollte, legte er dem Paulus die Frage vor: \u00bbWillst du nach Jerusalem hinaufgehen und dich dort in dieser Sache vor mir richten lassen?\u00ab<br>10 Da antwortete Paulus: \u00bbIch stehe hier vor des Kaisers Richterstuhl, und hier habe ich auch mein Urteil zu empfangen. Den Juden habe ich nichts zuleide getan, wie du selbst ganz genau wei\u00dft.<br>11 Wenn ich nun im Unrecht bin und ein todesw\u00fcrdiges Verbrechen begangen habe, so weigere ich mich nicht, zu sterben; wenn aber an den Beschuldigungen, die diese gegen mich vorbringen, nichts Wahres ist, so darf mich niemand ihnen zuliebe preisgeben. Ich lege Berufung an den Kaiser ein!\u00ab<br>12 Darauf besprach sich Festus mit seinen R\u00e4ten und gab dann den Bescheid ab: \u00bbAn den Kaiser hast du Berufung eingelegt: vor den Kaiser sollst du kommen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Herodes Agrippa II. und Bernice als Besuchsg\u00e4ste bei Festus in C\u00e4sarea; Festus teilt dem Agrippa die Sache des Paulus mit<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Einige Tage sp\u00e4ter kamen der K\u00f6nig Agrippa und (seine Schwester) Bernice nach C\u00e4sarea, um dem Festus ihren Besuch zu machen.<br>14 W\u00e4hrend ihres mehrt\u00e4gigen Aufenthalts daselbst legte Festus dem K\u00f6nig die Sache des Paulus vor mit den Worten: \u00bbHier ist von Felix ein Mann als Gefangener zur\u00fcckgelassen worden,<br>15 gegen den w\u00e4hrend meiner Anwesenheit in Jerusalem die Hohenpriester und die \u00c4ltesten der Juden bei mir vorstellig geworden sind und dessen Verurteilung sie von mir verlangt haben.<br>16 Ich habe ihnen zur Antwort gegeben, bei den R\u00f6mern sei es nicht \u00fcblich, einen Menschen aus Gef\u00e4lligkeit preiszugeben, bevor nicht der Angeklagte seinen Ankl\u00e4gern pers\u00f6nlich gegen\u00fcbergestanden und Gelegenheit zur Verteidigung gegen die Anklage erhalten habe.<br>17 Als sie dann hierher gekommen waren, habe ich unverz\u00fcglich schon am n\u00e4chsten Tage eine Gerichtssitzung abgehalten und den Mann vorf\u00fchren lassen.<br>18 Die Ankl\u00e4ger traten auf, brachten aber \u00fcber ihn keine Beschuldigung wegen schwerer Verbrechen vor, wie ich erwartet hatte,<br>19 sondern sie hatten gegen ihn nur einige Streitfragen bez\u00fcglich ihrer besonderen Gottesverehrung sowie bez\u00fcglich eines gewissen Jesus, der bereits tot ist, von dem Paulus aber behauptete, da\u00df er lebe.<br>20 Da ich mich nun auf die Untersuchung dieser Dinge nicht verstand, fragte ich ihn, ob er nicht nach Jerusalem gehen und sich dort hier\u00fcber das Urteil sprechen lassen wollte.<br>21 Als Paulus dann aber Berufung einlegte und bis zur Entscheidung des Kaisers in Haft zu bleiben verlangte, habe ich befohlen, man solle ihn weiter in Gewahrsam halten, bis ich ihn zum Kaiser senden w\u00fcrde.\u00ab<br>22 Da sagte Agrippa zu Festus: \u00bbIch m\u00f6chte den Mann gern pers\u00f6nlich (einmal) h\u00f6ren\u00ab, worauf jener erwiderte: \u00bbGleich morgen sollst du ihn h\u00f6ren!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorf\u00fchrung und Verteidigungsrede des Paulus vor Agrippa und Festus<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Als nun am folgenden Tage Agrippa und Bernice mit gro\u00dfem Gepr\u00e4nge erschienen und mit den Heeresobersten und den vornehmsten M\u00e4nnern der Stadt in den Vortragssaal eingetreten waren, wurde Paulus auf Befehl des Festus vorgef\u00fchrt.<br>24 Darauf sagte Festus: \u00bbK\u00f6nig Agrippa und ihr anderen mit uns hier anwesenden Herrn alle! Ihr seht hier den Mann, wegen dessen die gesamte Judenschaft mich in Jerusalem wie auch hier mit dem lauten Ruf best\u00fcrmt hat, er d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger am Leben bleiben.<br>25 Ich bin mir jedoch klar dar\u00fcber geworden, da\u00df er kein todesw\u00fcrdiges Verbrechen begangen hat. Weil er selbst aber Berufung an den Kaiser eingelegt hat, habe ich mich f\u00fcr seine Hinsendung entschieden.<br>26 Nun wei\u00df ich aber meinem kaiserlichen Herrn nichts Zuverl\u00e4ssiges \u00fcber ihn zu berichten; darum habe ich ihn euch und vornehmlich dir, K\u00f6nig Agrippa, hier vorf\u00fchren lassen, damit ich nach erfolgtem Verh\u00f6r eine Unterlage f\u00fcr meinen schriftlichen Bericht erhalte.<br>27 Denn es scheint mir widersinnig zu sein, einen Gefangenen hinzusenden, ohne zugleich die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen anzugeben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Darauf sagte Agrippa zu Paulus: \u00bbEs ist dir gestattet, zu deiner Rechtfertigung zu reden.\u00ab Da streckte Paulus die Hand aus und hielt folgende Verteidigungsrede:<br>2 \u00bbIch sch\u00e4tze mich gl\u00fccklich, K\u00f6nig Agrippa, da\u00df ich mich heute wegen aller Beschuldigungen, welche die Juden gegen mich erheben, hier vor dir verantworten darf,<br>3 weil du ja ein ausgezeichneter Kenner aller Gebr\u00e4uche und Streitfragen der Juden bist. Deshalb bitte ich dich, mir geduldiges Geh\u00f6r zu schenken.<br>4 Wie sich meine Lebensf\u00fchrung von Jugend auf inmitten meines Volkes, und zwar in Jerusalem, von Anfang an gestaltet hat, das wissen alle Juden,<br>5 die mich von fr\u00fcher her kennen; sie m\u00fcssen, wenn sie nur wollen, mir das Zeugnis ausstellen, da\u00df ich nach der strengsten Richtung unserer Gottesverehrung gelebt habe, n\u00e4mlich als Pharis\u00e4er.<br>6 Und jetzt stehe ich hier als Angeklagter, um mich richten zu lassen wegen der Hoffnung auf die (Erf\u00fcllung der) Verhei\u00dfung, die von Gott an unsere V\u00e4ter ergangen ist<br>7 und zu der unser Zw\u00f6lfst\u00e4mmevolk durch anhaltenden Gottesdienst bei Tag und Nacht zu gelangen hofft: wegen dieser Hoffnung, o K\u00f6nig, werde ich von Juden angeklagt!<br>8 Warum gilt es denn bei euch f\u00fcr unglaublich, wenn Gott Tote auferweckt?<br>9 Was mich freilich betrifft, so habe ich es (einst) f\u00fcr meine Pflicht gehalten, den Namen Jesu von Nazareth als erkl\u00e4rter Feind zu bek\u00e4mpfen,<br>10 und das habe ich denn auch in Jerusalem getan. Ich verschaffte mir n\u00e4mlich Vollmacht von den Hohenpriestern und lie\u00df viele von den Heiligen in die Gef\u00e4ngnisse einschlie\u00dfen; und wenn sie hingerichtet werden sollten, erkl\u00e4rte ich mich damit einverstanden.<br>11 In allen Synagogen zwang ich sie oftmals durch Strafen zur L\u00e4sterung und verfolgte sie in ma\u00dfloser Wut sogar bis in die ausw\u00e4rtigen St\u00e4dte.<br>12 Als ich hierbei mit der Vollmacht und im Auftrag der Hohenpriester nach Damaskus reiste,<br>13 sah ich unterwegs, o K\u00f6nig, zur Mittagszeit vom Himmel her ein Licht, das heller als der Glanz der Sonne mich und meine Reisebegleiter umstrahlte.<br>14 Als wir nun alle zu Boden niedergest\u00fcrzt waren, h\u00f6rte ich eine Stimme, die mir in der hebr\u00e4ischen Volkssprache zurief: \u203aSaul, Saul! Was verfolgst du mich? Es ist schwer f\u00fcr dich, gegen den Stachel auszuschlagen!\u2039<br>15 Ich antwortete: \u203aWer bist du, Herr?\u2039 Da erwiderte der Herr: \u203aIch bin Jesus, den du verfolgst.<br>16 Doch stehe auf und tritt auf deine F\u00fc\u00dfe! Denn dazu bin ich dir erschienen, dich zum Diener und Zeugen f\u00fcr das zu machen, was du von mir (als Auferstandenem) gesehen hast, und f\u00fcr das, was ich dich noch sehen lassen werde;<br>17 und ich werde dich retten vor dem Volk (Israel) und vor den Heiden, zu denen ich dich senden will:<br>18 du sollst ihnen die Augen \u00f6ffnen, damit sie sich von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott bekehren, auf da\u00df sie Vergebung der S\u00fcnden und ein Erbteil unter denen erhalten, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind.\u2039<br>19 Infolgedessen bin ich, o K\u00f6nig Agrippa, der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam gewesen,<br>20 sondern habe zuerst den Einwohnern von Damaskus und Jerusalem, dann denen im ganzen j\u00fcdischen Lande und weiterhin den Heiden gepredigt, sie m\u00f6chten Bu\u00dfe tun, sich zu Gott bekehren und Werke vollbringen, die der Bu\u00dfe w\u00fcrdig sind.<br>21 Das ist der Grund, weshalb die Juden mich im Tempel festgenommen und mich ums Leben zu bringen versucht haben.<br>22 Weil ich nun Gottes Beistand bis auf den heutigen Tag gefunden habe, stehe ich da und lege Zeugnis vor hoch und niedrig ab; dabei sage ich nichts anderes als das, wovon schon die Propheten und Mose geweissagt haben, da\u00df es geschehen werde,<br>23 n\u00e4mlich ob Christus zum Leiden bestimmt sei und ob er als Erstling unter den vom Tode Auferstandenen sowohl dem Volk (Israel) als auch den Heiden das Licht verk\u00fcnden solle.\u00ab<br>24 Als Paulus in dieser Weise zu seiner Verteidigung redete, rief Festus mit lauter Stimme aus: \u00bbPaulus, du bist von Sinnen! Die gro\u00dfe Gelehrsamkeit bringt dich um den Verstand!\u00ab<br>25 Da erwiderte Paulus: \u00bbIch bin nicht von Sinnen, hochedler Festus, sondern ich rede wahre und wohl\u00fcberlegte Worte!<br>26 Denn der K\u00f6nig versteht sich auf diese Dinge; an ihn wende ich mich darum auch mit meiner freim\u00fctigen Rede; denn ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df ihm nichts von diesen Dingen verborgen geblieben ist; dies alles hat sich ja nicht in einem Winkel abgespielt.<br>27 Glaubst du den Propheten, K\u00f6nig Agrippa? Ich wei\u00df, da\u00df du ihnen glaubst.\u00ab<br>28 Da antwortete Agrippa dem Paulus: \u00bbBeinahe bringst du es fertig, mich zu einem Christen zu machen!\u00ab<br>29 Paulus erwiderte: \u00bbIch m\u00f6chte zu Gott beten, da\u00df \u00fcber kurz oder lang nicht allein du, sondern alle, die mich heute hier h\u00f6ren, ebenso werden m\u00f6chten wie ich es bin, abgesehen allerdings von diesen meinen Fesseln.\u00ab<br>30 Darauf erhoben sich der K\u00f6nig und der Statthalter sowie Bernice und die \u00fcbrigen neben ihnen Sitzenden.<br>31 Nachdem sie sich zur\u00fcckgezogen hatten, unterhielten sie sich noch miteinander und erkl\u00e4rten: \u00bbDieser Mann tut nichts, was Todesstrafe oder Gef\u00e4ngnis verdient.\u00ab<br>32 Agrippa aber erkl\u00e4rte dem Festus: \u00bbDieser Mann k\u00f6nnte freigelassen werden, wenn er nicht Berufung an den Kaiser eingelegt h\u00e4tte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun unsere Abfahrt nach Italien beschlossen war, \u00fcbergab man den Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann der Kaiserlichen Abteilung (eig. Kohorte; vgl. 10,1) namens Julius.<br>2 Wir bestiegen dann ein Schiff aus Adramyttium, das die K\u00fcstenpl\u00e4tze der r\u00f6mischen Provinz Asien anlaufen sollte, und fuhren ab; in unserer Begleitung befand sich auch noch Aristarchus, ein Mazedonier aus Thessalonike.<br>3 Am folgenden Tage landeten wir in Sidon; und weil Julius den Paulus menschenfreundlich behandelte, erlaubte er ihm, seine (dortigen) Freunde zu besuchen und sich von ihnen mit dem n\u00f6tigen Reisebedarf versorgen zu lassen.<br>4 Von da fuhren wir weiter, und zwar dicht an (der Ostseite von) Cypern hin, weil wir Gegenwind hatten.<br>5 Nachdem wir dann die See l\u00e4ngs der K\u00fcste von Cilicien und Pamphylien hin durchsegelt hatten, gelangten wir nach Myra in Lycien.<br>6 Als der Hauptmann dort ein alexandrinisches Schiff vorfand, das auf der Fahrt nach Italien begriffen war, brachte er uns auf dieses.<br>7 Im Verlauf vieler Tage langsamer Fahrt kamen wir mit M\u00fche in die N\u00e4he von Knidus; und weil uns der Wind dort nicht anlegen lie\u00df, fuhren wir an Kreta hin, und zwar bei Salome.<br>8 Nur mit M\u00fche erreichten wir bei dieser K\u00fcstenfahrt einen Ort namens Sch\u00f6nhafen, in dessen N\u00e4he die Stadt Las\u00e4a lag.<br>9 Da inzwischen geraume Zeit verflossen war und die Schiffahrt bereits gef\u00e4hrlich zu werden begann \u2013 sogar der gro\u00dfe (j\u00fcdische Vers\u00f6hnungs-) Fasttag war schon vor\u00fcber \u2013, sagte Paulus warnend zu ihnen:<br>10 \u00bbIhr M\u00e4nner, ich sehe voraus, da\u00df ein Weiterfahren mit Gefahr und gro\u00dfem Schaden nicht nur f\u00fcr die Ladung und das Schiff, sondern auch f\u00fcr unser Leben verbunden sein wird.\u00ab<br>11 Aber der Hauptmann schenkte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr Glauben als den Worten des Paulus;<br>12 und weil der Hafen zum \u00dcberwintern ungeeignet war, fa\u00dfte die Mehrzahl den Beschlu\u00df, von dort weiterzufahren und wom\u00f6glich zum \u00dcberwintern nach Ph\u00f6nix zu gelangen, einem kretischen Hafen, der gegen den S\u00fcdwest- und Nordwestwind gesch\u00fctzt liegt.<br>13 Als nun ein schwacher S\u00fcdwind einsetzte, glaubten sie, ihr Vorhaben sicher ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen; sie lichteten daher die Anker und fuhren ganz nahe an der K\u00fcste von Kreta hin.<br>14 Doch schon nach kurzer Zeit brach von der Insel her ein Sturmwind los, der sogenannte Euraquilo.<br>15 Da nun das Schiff von diesem fortgerissen wurde und dem Wind gegen\u00fcber machtlos war, mu\u00dften wir uns auf gut Gl\u00fcck treiben lassen.<br>16 Als wir dann unter dem Schutz eines Inselchens namens Klauda hinfuhren, gelang es uns nur mit gro\u00dfer M\u00fche, uns im Besitz des Rettungsbootes zu erhalten:<br>17 man zog es an Bord herauf und brachte Schutzmittel in Anwendung, indem man das Schiff (mit Tauen) g\u00fcrtete; und weil man auf die (Sandb\u00e4nke der) Syrte zu geraten bef\u00fcrchtete, holte man die Segel herunter und lie\u00df sich so treiben.<br>18 Weil wir aber vom Sturm schwer zu leiden hatten, warf man am folgenden Tage einen Teil der Ladung \u00fcber Bord<br>19 und lie\u00df am dritten Tage das Schiffsger\u00e4t notgedrungen nachfolgen.<br>20 Als dann aber mehrere Tage hindurch weder die Sonne noch Sterne sichtbar waren und der Sturm ungeschw\u00e4cht weitertobte, schwand uns schlie\u00dflich alle Hoffnung auf Rettung.<br>21 Weil nun niemand mehr Nahrung zu sich nehmen mochte, trat Paulus mitten unter sie und sagte: \u00bbIhr M\u00e4nner! Man h\u00e4tte allerdings auf mich h\u00f6ren und nicht von Kreta abfahren sollen: dann w\u00e4re uns dieses Ungemach und dieser Schaden erspart geblieben.<br>22 Doch, wie die Dinge jetzt einmal liegen, fordere ich euch auf, getrosten Mutes zu sein; denn keiner von euch wird das Leben verlieren; nur das Schiff ist verloren.<br>23 Denn in dieser Nacht ist mir ein Engel des Gottes erschienen, dem ich angeh\u00f6re und dem ich auch diene,<br>24 und hat zu mir gesagt: \u203aF\u00fcrchte dich nicht, Paulus! Du mu\u00dft vor den Kaiser treten, und wisse wohl: Gott hat dir das Leben aller deiner Reisegef\u00e4hrten geschenkt!\u2039<br>25 Darum seid guten Mutes, ihr M\u00e4nner! Denn ich habe die feste Zuversicht zu Gott, da\u00df es so kommen wird, wie mir angek\u00fcndigt worden ist.<br>26 Wir m\u00fcssen aber an irgendeiner Insel stranden.\u00ab<br>27 Als dann die vierzehnte Nacht gekommen war, seit wir im Adriatischen Meer umhertrieben, vermuteten die Schiffsleute um Mitternacht die Ann\u00e4herung von Land.<br>28 Als sie n\u00e4mlich das Senkblei auswarfen, stellten sie zwanzig Klafter Tiefe fest; und als sie in kurzer Entfernung wieder loteten, fanden sie nur f\u00fcnfzehn Klafter.<br>29 Weil sie nun f\u00fcrchteten, wir k\u00f6nnten irgendwo auf Klippen geraten, warfen sie vier Anker hinten vom Schiff aus und erwarteten mit Sehnsucht den Anbruch des Tages.<br>30 Als nun aber die Schiffsleute aus dem Schiff zu entfliehen suchten und (zu diesem Zweck) das Rettungsboot ins Meer niederlie\u00dfen unter dem Vorgeben, sie wollten auch vorn aus dem Schiff Anker auswerfen,<br>31 erkl\u00e4rte Paulus dem Hauptmann und den Soldaten: \u00bbWenn diese Leute nicht im Schiff bleiben, k\u00f6nnt ihr unm\u00f6glich gerettet werden!\u00ab<br>32 Daraufhin hieben die Soldaten die Taue des Bootes ab und lie\u00dfen es in die See treiben.<br>33 Bis es aber Tag werden wollte, redete Paulus allen zu, sie m\u00f6chten Nahrung zu sich nehmen; er sagte n\u00e4mlich: \u00bbHeute ist es der vierzehnte Tag, da\u00df ihr ohne Nahrung ununterbrochen in \u00e4ngstlicher Erwartung schwebt und nichts Rechtes zu euch genommen habt.<br>34 Darum rate ich euch: nehmt Nahrung zu euch! Das ist zu eurer Rettung notwendig; denn keinem von euch wird ein Haar vom Haupt verlorengehen!\u00ab<br>35 Nach diesen Worten nahm er Brot, sagte Gott vor aller Augen Dank, brach ein St\u00fcck ab und begann zu essen.<br>36 Da bekamen alle neuen Mut und nahmen ebenfalls Nahrung zu sich.<br>37 Wir waren aber unser im ganzen zweihundertsechsundsiebzig Seelen auf dem Schiff.<br>38 Nachdem sie sich nun satt gegessen hatten, erleichterten sie das Schiff dadurch, da\u00df sie die Getreideladung ins Meer warfen.<br>39 Als es dann (endlich) Tag wurde, erkannten sie das Land nicht, gewahrten aber eine Bucht mit flachem Strand, auf den sie, wenn m\u00f6glich, das Schiff auflaufen zu lassen beschlossen.<br>40 So kappten sie denn die Ankertaue und lie\u00dfen sie ins Meer fallen; zugleich machten sie die Riemen an den (beiden) Steuerrudern los, stellten das Vordersegel vor den Wind und hielten auf den Strand zu.<br>41 Dabei gerieten sie aber auf eine Sandbank, auf die sie das Schiff auflaufen lie\u00dfen: das Vorderteil bohrte sich tief ein und sa\u00df unbeweglich fest, w\u00e4hrend das Hinterschiff infolge der Gewalt der Wogen allm\u00e4hlich auseinanderging.<br>42 Die Soldaten fa\u00dften nun den Plan, die Gefangenen zu t\u00f6ten, damit keiner von ihnen durch Schwimmen entk\u00e4me;<br>43 der Hauptmann aber, welcher Paulus am Leben zu erhalten w\u00fcnschte, hinderte sie an der Ausf\u00fchrung ihres Vorhabens; er lie\u00df vielmehr die, welche schwimmen konnten, ins Meer springen und sich zuerst ans Land retten;<br>44 die \u00fcbrigen (mu\u00dften) dann teils auf Brettern, teils auf irgendwelchen Gegenst\u00e4nden aus dem Schiff (das Ufer gewinnen). Auf diese Weise gelang es allen, wohlbehalten ans Land zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apostelgeschichte Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Jetzt, nach unserer Rettung, erfuhren wir, da\u00df die Insel Malta hie\u00df.<br>2 Die fremdsprachigen Eingeborenen erwiesen uns eine au\u00dferordentliche Menschenfreundlichkeit; denn sie z\u00fcndeten einen Holzsto\u00df an und gaben uns allen wegen des eingetretenen Regens und wegen der K\u00e4lte einen Platz (am Feuer).<br>3 Als aber Paulus einen Haufen Reisig zusammenraffte und ihn auf den Holzsto\u00df ins Feuer legte, fuhr eine Otter infolge der Hitze heraus und bi\u00df sich in seine Hand fest.<br>4 Als nun die Eingeborenen das Tier an seiner Hand h\u00e4ngen sahen, sagten sie zueinander: \u00bbDieser Mensch mu\u00df ein M\u00f6rder sein, den die G\u00f6ttin der Vergeltung trotz seiner Rettung aus dem Meer nicht am Leben lassen will.\u00ab<br>5 Er schleuderte jedoch das Tier von sich ab ins Feuer, und es widerfuhr ihm nichts Schlimmes.<br>6 Jene warteten zwar darauf, da\u00df er anschwellen oder pl\u00f6tzlich tot niederfallen werde; als sie aber geraume Zeit gewartet hatten und nichts Unheilvolles an ihm vorgehen sahen, \u00e4nderten sie ihre Meinung und sagten, er m\u00fcsse ein Gott sein.<br>7 Nun besa\u00df in der N\u00e4he jenes Ortes der vornehmste Mann der Insel namens Publius Landg\u00fcter; dieser nahm uns bei sich auf und beherbergte uns drei Tage lang freundlich.<br>8 Der Vater des Publius aber lag gerade an Fieberanf\u00e4llen und an der Ruhr krank darnieder. Paulus ging nun zu ihm ins Zimmer, legte ihm unter Gebet die H\u00e4nde auf und machte ihn dadurch gesund.<br>9 Infolgedessen kamen auch die anderen Inselbewohner, die an Krankheiten litten, zu ihm und lie\u00dfen sich heilen.<br>10 Daf\u00fcr erwies man uns denn auch viele Ehren und versah uns bei unserer Abfahrt mit allem, was wir n\u00f6tig hatten.<br>11 Nach einem Vierteljahr fuhren wir dann auf einem alexandrinischen Schiff ab, das auf der Insel \u00fcberwintert hatte und als Wahrzeichen das Bild der Dioskuren f\u00fchrte.<br>12 Wir landeten hierauf in Syrakus, wo wir drei Tage blieben.<br>13 Von dort fuhren wir, im Bogen segelnd, nach Regium weiter und gelangten, da am folgenden Tage der S\u00fcdwind einsetzte, schon in einer Fahrt von zwei Tagen nach Puteoli.<br>14 Hier trafen wir Br\u00fcder an, die uns baten, sieben Tage bei ihnen zu bleiben; so gelangten wir denn nach Rom.<br>15 Von dort kamen uns die Br\u00fcder, die \u00fcber uns schon Kunde erhalten hatten, bis Forum Appii und Tres Tabern\u00e4 entgegen; bei ihrem Anblick sprach Paulus ein Dankgebet zu Gott und fa\u00dfte neuen Mut.<br>16 Nach unserer Ankunft in Rom [aber \u00fcbergab der Hauptmann seine Gefangenen dem Befehlshaber der kaiserlichen Leibwache;] Paulus aber erhielt die Erlaubnis, mit dem ihn bewachenden Soldaten eine eigene (Miets-) Wohnung zu beziehen.<br>17 Nach drei Tagen lud er dann die Vornehmsten der Juden zu sich ein; und als sie sich eingefunden hatten, richtete er folgende Worte an sie: \u00bbWerte Br\u00fcder! Obgleich ich nichts Feindseliges gegen unser Volk und die Gebr\u00e4uche der V\u00e4ter begangen habe, bin ich doch als Gefangener von Jerusalem her den R\u00f6mern in die H\u00e4nde geliefert worden.<br>18 Diese wollten mich nach angestellter richterlicher Untersuchung freilassen, weil keine todesw\u00fcrdige Schuld bei mir vorlag;<br>19 weil jedoch die Juden Widerspruch erhoben, sah ich mich gezwungen, die Entscheidung des Kaisers anzurufen, nicht als ob ich gegen mein Volk eine Anklage vorzubringen h\u00e4tte.<br>20 Aus diesem Grunde also habe ich euch zu mir gebeten, um euch zu sehen und mich mit euch zu besprechen; denn um der Hoffnung Israels willen habe ich diese Kette zu tragen.\u00ab<br>21 Sie gaben ihm zur Antwort: \u00bbWir haben weder Zuschriften \u00fcber dich aus Jud\u00e4a erhalten, noch ist irgendein Bruder dagewesen, der etwas Nachteiliges \u00fcber dich berichtet oder ausgesagt h\u00e4tte.<br>22 Wir halten es aber f\u00fcr billig, von dir \u00fcber deine Ansichten N\u00e4heres zu erfahren; denn von dieser Sonderrichtung ist uns (allerdings) bekannt, da\u00df sie \u00fcberall auf Widerspruch st\u00f6\u00dft.\u00ab<br>23 So bestimmten sie ihm denn einen Tag und fanden sich (an diesem) bei ihm in seiner Wohnung in noch gr\u00f6\u00dferer Anzahl ein (als das erste Mal). Da legte er ihnen von fr\u00fch morgens bis sp\u00e4t abends das Reich Gottes dar und bezeugte es ihnen, indem er sie im Anschlu\u00df sowohl an das mosaische Gesetz als an die Propheten f\u00fcr Jesus zu gewinnen suchte.<br>24 Ein Teil von ihnen lie\u00df sich auch durch seine Darlegungen \u00fcberzeugen, die anderen dagegen blieben ungl\u00e4ubig.<br>25 Ohne also zu einer Einigung miteinander gelangt zu sein, trennten sie sich, nachdem Paulus noch das eine Wort an sie gerichtet hatte: \u00bbTreffend hat der heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren V\u00e4tern gesagt (Jes 6,9-10):<br>26 \u203aGehe zu diesem Volk und sprich: Ihr werdet immerfort h\u00f6ren und doch kein Verst\u00e4ndnis erlangen, und ihr werdet immerfort sehen und doch nicht wahrnehmen.<br>27 Denn das Herz dieses Volkes ist verh\u00e4rtet, und ihre Ohren sind schwerh\u00f6rig geworden, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht h\u00f6ren und mit ihrem Herzen nicht zum Verst\u00e4ndnis gelangen, so da\u00df sie sich bekehren und ich sie heile.\u2039<br>28 So sei euch denn kundgetan, da\u00df diese Rettung Gottes den Heiden gesandt worden ist:<br>29 die werden ihr auch Geh\u00f6r schenken!\u00ab<br>30 Paulus blieb dann zwei volle Jahre in einer eigenen Mietswohnung und nahm (daselbst) alle auf, die ihn besuchten;<br>31 er verk\u00fcndigte dabei das Reich Gottes und erteilte Belehrung \u00fcber den Herrn Jesus Christus mit vollem Freimut, ungehindert.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-390_1bfe63-12 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-390_1bfe63-12 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-390_1bfe63-12\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns 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Das Werden und Wachsen der Urgemeinde im j\u00fcdischen Lande (besonders in Jerusalem) (Kap. 1-7) 1 Meinen ersten Bericht habe ich, lieber Theophilus, \u00fcber alles das verfa\u00dft, was Jesus getan und gelehrt hat von&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-390","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nt-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=390"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/390\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}