{"id":419,"date":"2023-12-21T10:34:06","date_gmt":"2023-12-21T09:34:06","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=419"},"modified":"2026-01-17T14:08:14","modified_gmt":"2026-01-17T13:08:14","slug":"roemerbrief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=419","title":{"rendered":"R\u00f6merbrief"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Brief an die R\u00f6mer<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns419_74b774-8f{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns419_74b774-8f .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_74b774-8f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns419_74b774-8f\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn419_ac43c0-87.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn419_ac43c0-87 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2299\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn419_6bb56e-b9.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn419_6bb56e-b9 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id419_705805-97 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id419_705805-97 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id419_705805-97 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id419_705805-97 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absender<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ich, Paulus, ein Knecht Christi Jesu, bin durch Berufung zum Apostel ausgesondert, die Heilsbotschaft Gottes zu verk\u00fcndigen,<br>2 die er durch seine Propheten in (den) heiligen Schriften voraus verhei\u00dfen hat,<br>3 n\u00e4mlich (die Heilsbotschaft) von seinem Sohne. Dieser ist nach dem Fleische aus Davids Samen hervorgegangen,<br>4 aber als Sohn Gottes in Macht erwiesen nach dem Geist der Heiligkeit aufgrund seiner Auferstehung aus den Toten. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus,<br>5 haben wir Gnade und das Apostelamt empfangen, um Glaubensgehorsam zu seines Namens Ehre unter allen Heidenv\u00f6lkern zu wirken;<br>6 zu diesen geh\u00f6rt auch ihr, da ihr f\u00fcr Jesus Christus (von Gott) berufen worden seid.<br>7 Euch allen, die ihr als Geliebte Gottes, als berufene Heilige in Rom wohnt, sende ich meinen Gru\u00df: Gnade werde euch zuteil und Friede von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus!<br>8 Zuerst sage ich meinem Gott durch Jesus Christus um euer aller willen Dank daf\u00fcr, da\u00df man von eurem Glauben in der ganzen Welt mit Anerkennung redet.<br>9 Denn Gott, dem ich in meinem Geiste bei der Verk\u00fcndigung der Heilsbotschaft seines Sohnes diene, ist mein Zeuge, da\u00df ich euer ohne Unterla\u00df gedenke<br>10 und jedesmal in meinen Gebeten die Bitte ausspreche, ob es mir wohl endlich einmal durch Gottes Willen verg\u00f6nnt sein m\u00f6chte, zu euch zu kommen.<br>11 Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen; ich m\u00f6chte euch gern diese und jene geistliche Gabe zu eurer St\u00e4rkung mitteilen<br>12 oder, besser gesagt, in eurer Mitte durch die Wechselwirkung unsers beiderseitigen Glaubens gleichfalls eine Kr\u00e4ftigung erfahren.<br>13 Sodann will ich euch nicht in Unkenntnis dar\u00fcber lassen, liebe Br\u00fcder, da\u00df ich mir schon oftmals vorgenommen habe, euch zu besuchen \u2013 ich bin bis jetzt nur immer wieder an der Ausf\u00fchrung (meiner Absicht) gehindert worden \u2013, um auch bei euch ebenso wie bei den \u00fcbrigen Heidenv\u00f6lkern einige Frucht zu erlangen.<br>14 Den Griechen wie den Barbaren, den Gebildeten wie den Ungelehrten bin ich (zu dienen) verpflichtet;<br>15 der gute Wille ist also meinerseits vorhanden, auch euch in Rom die Heilsbotschaft zu verk\u00fcnden.<br>16 Denn ich sch\u00e4me mich der Heilsbotschaft nicht; ist sie doch eine Gotteskraft, die jedem, der da glaubt, die Rettung bringt, wie zuerst dem Juden, so auch dem Griechen.<br>17 Denn Gottesgerechtigkeit wird in ihr geoffenbart, aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht (Hab 2,4): \u00bbDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die Gottesgerechtigkeit aus dem Glauben an Jesus Christus (1,18-8,39)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A. Die Heilsbed\u00fcrftigkeit der gesamten Menschheit (1,18-3,20)<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Denn Gottes Zorn offenbart sich vom Himmel her \u00fcber alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit unterdr\u00fccken.<br>19 Denn was man von Gott erkennen kann, das ist in ihnen wohlbekannt; Gott selbst hat es ihnen ja kundgetan.<br>20 Sein unsichtbares Wesen l\u00e4\u00dft sich ja doch seit Erschaffung der Welt an seinen Werken mit dem geistigen Auge deutlich ersehen, n\u00e4mlich seine ewige Macht und g\u00f6ttliche Gr\u00f6\u00dfe. Daher gibt es keine Entschuldigung f\u00fcr sie,<br>21 weil sie Gott zwar kannten, ihm aber doch nicht als Gott Verehrung und Dank dargebracht haben, sondern in ihren Gedanken auf nichtige Dinge verfallen sind und ihr unverst\u00e4ndiges Herz in Verfinsterung haben geraten lassen.<br>22 W\u00e4hrend sie sich ihrer angeblichen Weisheit r\u00fchmten, sind sie zu Toren geworden<br>23 und haben die Herrlichkeit des unverg\u00e4nglichen Gottes mit dem Abbild des verg\u00e4nglichen Menschen und der Gestalt von V\u00f6geln, von vierf\u00fc\u00dfigen Tieren und kriechendem Gew\u00fcrm vertauscht.<br>24 Daher hat Gott sie durch die Begierden ihrer Herzen in den Schmutz der Unsittlichkeit versinken lassen, so da\u00df ihre Leiber an ihnen selbst gesch\u00e4ndet wurden;<br>25 denn sie haben die Wahrheit Gottes mit der L\u00fcge vertauscht und Anbetung und Verehrung dem Geschaffenen erwiesen anstatt dem Sch\u00f6pfer, der da gepriesen ist in Ewigkeit. Amen.<br>26 Deshalb hat Gott sie auch in schandbare Leidenschaften fallen lassen; denn ihre Frauen haben den nat\u00fcrlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernat\u00fcrlichen vertauscht;<br>27 und ebenso haben auch die M\u00e4nner den nat\u00fcrlichen Verkehr mit der Frau aufgegeben und sind in ihrer wilden Gier zueinander entbrannt, so da\u00df sie, M\u00e4nner mit M\u00e4nnern, die Schamlosigkeit ver\u00fcbten, aber auch die geb\u00fchrende Strafe f\u00fcr ihre Verirrung an sich selbst empfingen.<br>28 Und weil sie es verschm\u00e4hten, Gott in rechter Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie in eine verworfene Sinnesweise versinken lassen, so da\u00df sie alle Ungeb\u00fchr ver\u00fcben:<br>29 sie sind erf\u00fcllt mit jeglicher Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll von Neid, Mordlust, Streitsucht, Arglist und Niedertracht;<br>30 sie sind Ohrenbl\u00e4ser, Verleumder, Gottesfeinde, gewaltt\u00e4tige und hoff\u00e4rtige Leute, Prahler, erfinderisch im B\u00f6sen, ungehorsam gegen die Eltern,<br>31 unverst\u00e4ndig, treulos, ohne Liebe und Erbarmen;<br>32 sie kennen zwar die g\u00f6ttliche Rechtsordnung genau, da\u00df, wer derartiges ver\u00fcbt, den Tod verdient, tun es aber trotzdem nicht nur selbst, sondern spenden auch noch denen Beifall, die solche Dinge ver\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Daher gibt es (auch) f\u00fcr dich, o Mensch, wer du auch sein magst, der du dich zum Richter (\u00fcber andere) machst, keine Entschuldigung; denn worin du den anderen richtest, darin verurteilst du dich selbst; du, sein Richter, begehst ja dieselben S\u00fcnden!<br>2 Wir wissen aber, da\u00df Gottes Gericht der Wahrheit gem\u00e4\u00df \u00fcber die ergeht, welche derartiges ver\u00fcben.<br>3 Rechnest du etwa darauf, o Mensch, der du dich zum Richter \u00fcber solche \u00dcbelt\u00e4ter machst und doch selber das Gleiche ver\u00fcbst, da\u00df du dem Urteil Gottes (beim j\u00fcngsten Gericht) entrinnen werdest?<br>4 Oder verachtest du den Reichtum seiner G\u00fcte, Geduld und Langmut, und erkennst du nicht, da\u00df Gottes G\u00fcte dich zur Bu\u00dfe f\u00fchren will?<br>5 Mit deinem Starrsinn und unbu\u00dffertigen Herzen aber h\u00e4ufst du dir selbst Zorn auf f\u00fcr den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes,<br>6 der einem jeden nach seinen Werken vergelten wird (Ps 62,13),<br>7 n\u00e4mlich ewiges Leben (wird er geben) denen, welche im guten Werk standhaft ausharrend, nach Herrlichkeit, Ehre und Unverg\u00e4nglichkeit trachten;<br>8 dagegen (seinen) Zorn und Grimm denen, welche starrsinnig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit dienen.<br>9 Tr\u00fcbsal und Angst wird \u00fcber die Seele jedes Menschen kommen, der das B\u00f6se tut, wie zun\u00e4chst \u00fcber den Juden, so auch \u00fcber den Griechen;<br>10 dagegen Herrlichkeit, Ehre und Friede (wird) einem jeden (zuteil werden), der das Gute tut, wie zun\u00e4chst dem Juden, so auch dem Griechen;<br>11 denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Urteil ist f\u00fcr die Juden dasselbe wie f\u00fcr die Heiden, ausschlie\u00dflich durch das Tun (bzw. Nichttun) des Gesetzes bestimmt<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Denn alle, die, ohne das (mosaische) Gesetz (zu besitzen), ges\u00fcndigt haben, werden auch ohne Zutun des Gesetzes verlorengehen, und alle, die innerhalb des Gesetzes ges\u00fcndigt haben, werden durch das Gesetz gerichtet werden;<br>13 denn nicht die H\u00f6rer des Gesetzes sind vor Gott gerecht, sondern (nur) die T\u00e4ter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.<br>14 Sooft n\u00e4mlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur die Forderungen des Gesetzes erf\u00fcllen, so sind diese, weil sie das Gesetz nicht haben, sich selbst (das) Gesetz;<br>15 sie liefern ja dadurch den tats\u00e4chlichen Beweis, da\u00df das vom Gesetz gebotene Tun ihnen ins Herz geschrieben ist, wof\u00fcr auch ihr Gewissen sein Zeugnis ablegt und ebenso ihre Gedanken, die im Widerstreit miteinander Anklagen erheben oder auch Entschuldigungen vorbringen \u2013<br>16 (das wird sich) an dem Tage (herausstellen), an welchem Gott das in den (Herzen der) Menschen Verborgene richten wird, (und zwar) nach der Heilsbotschaft, wie ich sie verk\u00fcndige, durch Jesus Christus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die bessere sittliche Erkenntnis und die Lehrbef\u00e4higung machen den Juden vor Gott nicht gerecht; sein Selbstruhm wegen des Gesetzes ist hinf\u00e4llig, weil er es \u00fcbertritt<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Wenn andererseits du dich mit Stolz einen Juden nennst und dich durch den Besitz des Gesetzes gesichert f\u00fchlst und dich deines Verh\u00e4ltnisses zu Gott r\u00fchmst<br>18 und seinen Willen kennst und infolge der aus dem Gesetz gewonnenen Unterweisung das, was in jedem Fall das Richtige ist, wohl zu beurteilen verstehst<br>19 und dir zutraust, ein F\u00fchrer der Blinden zu sein, ein Licht f\u00fcr die in der Finsternis Lebenden,<br>20 ein Erzieher der Unverst\u00e4ndigen, ein Lehrer der Unm\u00fcndigen, weil du ja im Gesetz die Erkenntnis und Wahrheit verk\u00f6rpert besitzest \u2013<br>21 nun, andere Leute belehrst du, und dich selbst belehrst du nicht? Du predigst, man d\u00fcrfe nicht stehlen, und stiehlst selbst?<br>22 Du sagst, man d\u00fcrfe nicht ehebrechen, und brichst selber die Ehe? Du verabscheust die G\u00f6tzenbilder und vergreifst dich doch r\u00e4uberisch an ihren Tempeln?<br>23 Du r\u00fchmst dich des Gesetzes und verunehrst doch Gott durch deine \u00dcbertretung des Gesetzes?<br>24 Denn \u00bbder Name Gottes wird durch eure Schuld unter den Heiden gel\u00e4stert\u00ab, wie geschrieben steht (Jes 52,5; Hes 36,20.23).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Beschneidung ist f\u00fcr den Juden wertlos, wenn er das Gesetz \u00fcbertritt; Beschneidung des \u00bbHerzens\u00ab tut not<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Denn was die Beschneidung betrifft, so ist sie zwar eine heilsame Sache, wenn du n\u00e4mlich das Gesetz tats\u00e4chlich h\u00e4ltst; bist du aber ein \u00dcbertreter des Gesetzes, so ist dir die Beschneidung zum Unbeschnittensein geworden.<br>26 Wenn umgekehrt der Unbeschnittene die Forderungen des Gesetzes beobachtet, wird ihm dann sein Unbeschnittensein nicht als Beschneidung angerechnet werden?<br>27 Ja, der von Natur Unbeschnittene, der das Gesetz erf\u00fcllt, wird (am Gerichtstage) das Urteil \u00fcber dich sprechen, der du trotz (deines) geschriebenen Gesetzes und (trotz deiner) Beschneidung ein \u00dcbertreter des Gesetzes bist.<br>28 Denn nicht der ist (in Wahrheit) ein Jude, der es sichtbar ist, und die (rechte) Beschneidung besteht nicht in dem, was \u00e4u\u00dferlich am Fleisch vorgenommen wird;<br>29 nein, (nur) der ist ein Jude, der es innerlich ist, und die Beschneidung mu\u00df am Herzen vollzogen sein im Geist, nicht (\u00e4u\u00dferlich) nach dem Buchstaben \u2013 das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen her, sondern von Gott.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Was bleibt hiernach \u00fcberhaupt noch als Vorzug der Juden (vor den Heiden) oder als Nutzen der Beschneidung bestehen?<br>2 Immerhin viel in jeder Hinsicht! Zuerst, da\u00df ihnen die Verhei\u00dfungen Gottes anvertraut worden sind.<br>3 Denn nicht wahr, wenn manche sich untreu erwiesen haben \u2013 wird etwa deren Untreue die Treue Gottes aufheben?<br>4 Nimmermehr! Es bleibt vielmehr dabei: Gott ist wahrhaftig, ob auch jeder Mensch ein L\u00fcgner ist (Ps 116,11), wie es in der Schrift hei\u00dft (Ps 51,6): \u00bbDu sollst in deinen Worten als gerecht erfunden werden und Sieger bleiben, wenn man mit dir rechtet.\u00ab<br>5 Wenn aber so unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes erweist, was sollen wir daraus folgern? Ist Gott dann nicht ungerecht, wenn er seinen Zorn verh\u00e4ngt? \u2013 ich rede da nach gew\u00f6hnlicher Menschenweise. \u2013<br>6 Nimmermehr! Wie sollte Gott sonst wohl Richter der ganzen Welt sein k\u00f6nnen?<br>7 Wenn aber Gottes Wahrhaftigkeit infolge meines L\u00fcgens um so st\u00e4rker zu seiner Verherrlichung hervorgetreten ist, warum werde auch ich dann noch als S\u00fcnder gerichtet?<br>8 Und warum halten wir uns dann nicht an den Grundsatz, den manche L\u00e4sterzungen mir wirklich in den Mund legen: \u00bbLa\u00dft uns das B\u00f6se tun, damit das Gute dabei herauskomme?\u00ab Nun, die betreffenden Leute trifft das verdammende Urteil mit Fug und Recht.<br>9 Wie steht es also? Haben wir (Juden) f\u00fcr uns etwas voraus? Nicht unbedingt. Wir haben ja schon vorhin gegen Juden ebenso wie gegen Griechen die Anklage erheben m\u00fcssen, da\u00df sie ausnahmslos unter (der Herrschaft) der S\u00fcnde stehen,<br>10 wie es in der Schrift hei\u00dft: \u00bbEs gibt keinen Gerechten, auch nicht einen;<br>11 es gibt keinen Einsichtigen, keinen, der Gott mit Ernst sucht;<br>12 sie sind alle abgewichen, allesamt entartet; keiner ist da, der das Gute tut, auch nicht ein einziger.\u00ab (Ps 14,1-3)<br>13 \u00bbEin offenes Grab ist ihre Kehle, mit ihren Zungen reden sie Trug.\u00ab (Ps 5,10) \u00bbOtterngift ist unter ihren Lippen.\u00ab (Ps 140,4)<br>14 \u00bbIhr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.\u00ab (Ps 10,7)<br>15 \u00bbSchnell sind ihre F\u00fc\u00dfe, Blut zu vergie\u00dfen;<br>16 Verw\u00fcstung und Unheil sind auf ihren Wegen,<br>17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht.\u00ab (Jes 59,7-8)<br>18 \u00bbKeine Furcht Gottes steht ihnen vor Augen.\u00ab (Ps 36,2)<br>19 Wir wissen aber, da\u00df das Gesetz alles, was es ausspricht, denen vorh\u00e4lt, die unter dem Gesetz sind; es soll eben einem jeden der Mund gestopft werden und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sein;<br>20 denn aufgrund von Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt werden (Ps 143,2); durch das Gesetz kommt ja (nur) Erkenntnis der S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B. Die in der Heilsbotschaft verk\u00fcndigte neue Gerechtigkeit ist den Heiden wie den Juden zug\u00e4nglich (3,21-8,39)<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Jetzt aber ist, unabh\u00e4ngig vom Gesetz, jedoch bezeugt von dem Gesetz und den Propheten, die Gottesgerechtigkeit geoffenbart worden,<br>22 n\u00e4mlich die Gottesgerechtigkeit, die durch den Glauben an Jesus Christus f\u00fcr alle da ist und allen zukommt, die da glauben. Denn hier gibt es keinen Unterschied;<br>23 alle haben ja ges\u00fcndigt und ermangeln des Ruhmes, den Gott verleiht;<br>24 so werden sie umsonst durch seine Gnade gerechtfertigt verm\u00f6ge der Erl\u00f6sung, die in Christus Jesus (erfolgt) ist.<br>25 Ihn hat Gott in seinem Blute als ein durch den Glauben wirksames S\u00fchnemittel hingestellt, damit er seine Gerechtigkeit erweise, weil die S\u00fcnden, die fr\u00fcher w\u00e4hrend der Zeiten der Langmut Gottes begangen worden waren, bisher ungestraft geblieben waren;<br>26 er wollte also seine Gerechtigkeit in der gegenw\u00e4rtigen Zeit erweisen, damit er selbst als gerecht dastehe und (zugleich) jeden, der den Glauben an Jesus besitzt, f\u00fcr gerecht erkl\u00e4re.<br>27 Wo bleibt nun da das R\u00fchmen? Es ist ausgeschlossen! Durch was f\u00fcr ein Gesetz? Durch das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.<br>28 Denn wir halten daf\u00fcr, da\u00df der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde ohne Gesetzeswerke.<br>29 Oder ist Gott etwa nur der Juden und nicht auch der Heiden Gott? Jawohl, auch der Heiden,<br>30 so gewi\u00df es nur einen einzigen Gott gibt, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigen wird.<br>31 Heben wir demnach das Gesetz durch den Glauben auf? Nimmermehr! Nein, wir geben dem Gesetz die rechte Stellung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Was werden wir somit von unserm Stammvater Abraham sagen? Was hat er nach dem Fleisch erlangt?<br>2 Wenn Abraham n\u00e4mlich aufgrund von Werken gerechtfertigt worden ist, so hat er allerdings Grund, sich zu r\u00fchmen, freilich (auch dann) nicht vor Gott.<br>3 Denn was sagt die Schrift? \u00bbAbraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.\u00ab (1.Mose 15,6)<br>4 Wenn nun jemand Werke verrichtet, so erh\u00e4lt er den Lohn nicht aus Gnade angerechnet, sondern (zugeteilt) nach Schuldigkeit;<br>5 wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet;<br>6 wie ja auch David die Seligpreisung \u00fcber den Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne R\u00fccksicht auf Werke anrechnet (Ps 32,1-2):<br>7 \u00bbGl\u00fcckselig sind die, denen die Gesetzes\u00fcbertretungen vergeben und deren S\u00fcnden zugedeckt worden sind;<br>8 gl\u00fcckselig ist der Mann, dem der Herr (die) S\u00fcnde nicht anrechnet.\u00ab<br>9 Gilt nun diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir behaupten ja doch: \u00bbDem Abraham wurde sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.\u00ab<br>10 Unter welchen Umst\u00e4nden hat denn diese Anrechnung stattgefunden? Als er schon beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nun: nicht als er schon beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war;<br>11 und das \u00e4u\u00dfere Zeichen der Beschneidung empfing er dann als Siegel f\u00fcr die Glaubensgerechtigkeit, die er im Zustande der Unbeschnittenheit besessen hatte (1.Mose 17). So sollte er der Vater aller derer werden, die ohne Beschneidung glauben, damit ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde,<br>12 und (ebenso) der Vater der Beschnittenen, n\u00e4mlich derer, die nicht nur infolge der (leiblichen) Beschneidung ihm angeh\u00f6ren, sondern die auch in den Fu\u00dftapfen des Glaubens wandeln, den unser Vater Abraham schon in unbeschnittenem Zustande besessen hat.<br>13 Denn die Verhei\u00dfung, die Abraham oder sein Samen empfangen hat, da\u00df er der Erbe der Welt sein sollte, ist ihm nicht durch das Gesetz zuteil geworden, sondern durch die Glaubensgerechtigkeit.<br>14 Wenn n\u00e4mlich die Gesetzesleute die Erben sind, so ist damit der Glaube entleert und die Verhei\u00dfung entkr\u00e4ftet;<br>15 denn das Gesetz bringt (nur) Zorn zustande; wo dagegen kein Gesetz ist, da gibt es auch keine \u00dcbertretung.<br>16 Deshalb ist es an den Glauben gebunden \u2013 es soll ja ein Gnadengeschenk sein \u2013, damit die Verhei\u00dfung f\u00fcr die gesamte Nachkommenschaft G\u00fcltigkeit habe, und zwar nicht nur f\u00fcr die, welche es aufgrund des Gesetzes ist, sondern auch f\u00fcr die, welche wie Abraham glaubt, der ja unser aller Vater ist \u2013<br>17 nach dem Schriftwort (1.Mose 17,5): \u00bbZum Vater vieler V\u00f6lker habe ich dich gesetzt\u00ab \u2013 vor dem Gott, dem er geglaubt hat als dem, welcher die Toten lebendig macht und das noch nicht Vorhandene benennt, als w\u00e4re es schon vorhanden.<br>18 Abraham hat da, wo nichts zu hoffen war, doch hoffnungsvoll am Glauben festgehalten, damit er der Vater vieler V\u00f6lker w\u00fcrde nach der Verhei\u00dfung: \u00bbSo (unz\u00e4hlbar) soll deine Nachkommenschaft sein\u00ab;<br>19 und ohne im Glauben schwach zu werden, nahm er, der fast hundertj\u00e4hrige Mann, die Erstorbenheit seines eigenen Leibes und den schon erstorbenen Mutterscho\u00df der Sara wahr.<br>20 Trotzdem lie\u00df er sich im Hinblick auf die Verhei\u00dfung Gottes nicht durch Unglauben irre machen, sondern vielmehr wurde er im Glauben immer st\u00e4rker, indem er Gott die Ehre gab<br>21 und der festen \u00dcberzeugung lebte, da\u00df Gott das, was er verhei\u00dfen hatte, auch zu verwirklichen verm\u00f6ge.<br>22 Darum ist es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet worden (1.Mose 15,6).<br>23 Aber nicht nur um seinetwillen steht geschrieben, da\u00df es ihm angerechnet worden ist,<br>24 sondern auch um unsertwillen; denn auch uns soll es angerechnet werden, uns, die wir an den glauben, der unsern Herrn Jesus von den Toten auferweckt hat,<br>25 ihn, der um unserer \u00dcbertretungen willen in den Tod gegeben (Jes 53,4-5) und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt worden sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus,<br>2 durch den wir im Glauben auch den Zugang zu unserm jetzigen Gnadenstande erlangt haben, und wir r\u00fchmen uns auch der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.<br>3 Ja noch mehr als das: wir r\u00fchmen uns dessen sogar in den Tr\u00fcbsalen, weil wir wissen, da\u00df die Tr\u00fcbsal standhaftes Ausharren wirkt,<br>4 das standhafte Ausharren Bew\u00e4hrung, die Bew\u00e4hrung Hoffnung;<br>5 die Hoffnung aber f\u00fchrt nicht zur Entt\u00e4uschung, weil die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen ist durch den heiligen Geist, der uns verliehen worden ist.<br>6 Denn Christus ist ja, als wir nach Lage der Dinge noch schwach waren, f\u00fcr Gottlose gestorben.<br>7 Denn kaum wird (sonst wohl) jemand f\u00fcr einen Gerechten den Tod erleiden \u2013 doch f\u00fcr den Guten entschlie\u00dft sich vielleicht noch jemand dazu, sogar sein Leben hinzugeben \u2013;<br>8 Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, da\u00df Christus f\u00fcr uns gestorben ist, als wir noch S\u00fcnder waren.<br>9 So werden wir also jetzt, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt sind, noch viel gewisser durch ihn vor dem Zorn (Gottes) gerettet werden.<br>10 Denn wenn wir, als wir noch Feinde Gottes waren, mit ihm durch den Tod seines Sohnes vers\u00f6hnt worden sind, so werden wir jetzt als Vers\u00f6hnte noch viel gewisser Rettung finden durch sein Leben.<br>11 Aber noch mehr: wir r\u00fchmen uns sogar Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Vers\u00f6hnung empfangen haben.<br>12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die S\u00fcnde in die Welt hineingekommen ist und durch die S\u00fcnde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hindurchgedrungen ist, weil sie ja alle ges\u00fcndigt haben \u2013<br>13 denn bis zum Gesetz war S\u00fcnde in der Welt vorhanden, die S\u00fcnde wird nur nicht angerechnet, wenn kein Gesetz vorhanden ist;<br>14 aber trotzdem hat der Tod seine Herrschaft unbeschr\u00e4nkt von Adam bis Mose sogar \u00fcber die ausge\u00fcbt, welche sich nicht durch \u00dcbertretung (eines vorliegenden Gebotes) in gleicher Weise vers\u00fcndigt hatten wie Adam, der das Vorbild des zuk\u00fcnftigen (Adam) ist.<br>15 Jedoch verh\u00e4lt es sich mit der Gnadengabe (Jesu) nicht so wie mit der \u00dcbertretung (Adams). Denn wenn (dort) die \u00dcbertretung des Einen den Tod der Vielen zur Folge gehabt hat, so hat sich (hier) die Gnade Gottes und die Gnadengabe des einen Menschen Jesus Christus erst recht an den Vielen \u00fcberreich erwiesen.<br>16 Auch ist bei der Gabe die Wirkung nicht so wie dort, wo ein einziger S\u00fcnder den Anla\u00df gegeben hat. Denn (dort) ist das Urteil aus Anla\u00df eines einzigen S\u00fcnders zum Verdammungsurteil geworden, (hier) dagegen die Gnadengabe aus Anla\u00df dieser \u00dcbertretungen zum Rechtfertigungsurteil.<br>17 Denn wenn (dort) infolge der \u00dcbertretung des Einen der Tod durch die Schuld jenes Einen seine Herrschaft unbeschr\u00e4nkt ausge\u00fcbt hat, so werden (hier) noch viel gewisser die, welche die \u00fcberschwengliche F\u00fclle der Gnade und des Geschenks der Gerechtigkeit empfangen, im (k\u00fcnftigen) Leben als K\u00f6nige herrschen durch den Einen, Jesus Christus.<br>18 Also: wie es durch eine einzige \u00dcbertretung f\u00fcr alle Menschen zum Verdammungsurteil gekommen ist, so kommt es auch durch eine einzige Rechttat f\u00fcr alle Menschen zur lebenwirkenden Rechtfertigung.<br>19 Wie n\u00e4mlich durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen als S\u00fcnder hingestellt worden sind, ebenso werden auch durch den Gehorsam des Einen (Phil 2,8) die Vielen als Gerechte hingestellt werden.<br>20 Das Gesetz aber ist nur nebenbei hereingekommen, damit die \u00dcbertretung noch gr\u00f6\u00dfer w\u00fcrde. Wo aber die S\u00fcnde zugenommen hatte, da ist die Gnade erst recht \u00fcberreich hervorgetreten,<br>21 damit, gleichwie die S\u00fcnde k\u00f6niglich geherrscht hat durch den Tod, so auch die Gnade ihre K\u00f6nigsherrschaft aus\u00fcbe durch (gottgewirkte) Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unsern Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wir sind mitgekreuzigt, mitgestorben, mitbegraben (durch die Taufe) und mitauferweckt mit Christus Jesus<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Was folgt nun daraus? Wollen wir in der S\u00fcnde verharren, damit die Gnade sich um so reicher erweise?2 Nimmermehr! Wie sollten wir, die wir der S\u00fcnde gestorben sind, in ihr noch weiterleben?3 Oder wi\u00dft ihr nicht, da\u00df wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft worden sind, auf seinen Tod getauft worden sind?4 Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit ihm begraben worden, damit, gleichwie Christus von den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in einem neuen Leben wandeln.5 Denn wenn wir mit ihm zur Gleichheit des Todes verwachsen sind, so werden wir es auch hinsichtlich seiner Auferstehung sein;6 wir erkennen ja dies, da\u00df unser alter Mensch deshalb mitgekreuzigt worden ist, damit der von der S\u00fcnde beherrschte Leib vernichtet werde, auf da\u00df wir hinfort nicht mehr der S\u00fcnde als Sklaven dienen;7 denn wer gestorben ist, der ist dadurch von (jedem Rechtsanspruch) der S\u00fcnde freigesprochen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Mitleben mit dem auferstandenen Christus<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir zuversichtlich, da\u00df wir auch mit ihm leben werden,<br>9 da Christus, wie wir wissen, nach seiner Auferweckung von den Toten nicht mehr stirbt: der Tod hat keine Herrschermacht mehr \u00fcber ihn.<br>10 Denn den Tod, den er gestorben ist, hat er der S\u00fcnde ein f\u00fcr allemal entrichtet, das Leben aber, das er (jetzt) lebt, ist Leben f\u00fcr Gott.<br>11 Ebenso m\u00fc\u00dft auch ihr euch als tot f\u00fcr die S\u00fcnde betrachten, aber als lebend f\u00fcr Gott in Christus Jesus, unserm Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mahnung des Apostels an die Gl\u00e4ubigen, in dieser Heilserkenntnis zu bleiben und der S\u00fcnde nicht mehr zu dienen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 So darf also die S\u00fcnde in eurem sterblichen Leibe nicht mehr so herrschen, da\u00df ihr seinen Begierden Gehorsam leistet;<br>13 und stellet auch eure Glieder nicht mehr als Waffen der Ungerechtigkeit in den Dienst der S\u00fcnde; stellet euch vielmehr als solche, die aus dem Tode zum Leben erstanden sind, in den Dienst Gottes, und gebt (so) eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit an Gott hin!<br>14 Denn die S\u00fcnde wird kein Herrscherrecht (mehr) \u00fcber euch aus\u00fcben: ihr steht ja nicht (mehr) unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der S\u00fcndendienst ist dem Gerechtigkeitsdienst gewichen<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Was folgt nun daraus? Wollen wir s\u00fcndigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade stehen? Nimmermehr!<br>16 Ihr wi\u00dft ja doch, da\u00df, wenn ihr euch jemand als Knechte zum Gehorsam hingebt, ihr dann auch dessen Knechte seid und ihm Gehorsam zu leisten habt, und zwar entweder (als Knechte) der S\u00fcnde, was zum Tode f\u00fchrt, oder (als Knechte) des Gehorsams (gegen Gott), wodurch ihr zur (lebenspendenden) Gerechtigkeit gelangt.<br>17 Gott aber sei Dank, da\u00df ihr fr\u00fcher zwar Knechte der S\u00fcnde gewesen seid, jetzt aber euch von Herzen der Lehre in der Gestalt angeschlossen habt, wie ihr derselben \u00fcbergeben worden seid!<br>18 So seid ihr nunmehr von (der Herrschaft) der S\u00fcnde frei geworden und in den Dienst der Gerechtigkeit getreten \u2013<br>19 ich gebrauche da einen Ausdruck, der menschlichen Verh\u00e4ltnissen entnommen ist, und zwar mit R\u00fccksicht auf die Schwachheit eures Fleisches. Denn wie ihr vordem eure Glieder in den Knechtsdienst der Unsittlichkeit und der Gesetzlosigkeit zu einem gesetzlosen Leben gestellt habt, ebenso stellet jetzt eure Glieder als Knechte in den Dienst der Gerechtigkeit, um zur Heiligung zu gelangen.<br>20 Denn damals, als ihr Knechte der S\u00fcnde waret, da waret ihr freie Leute gegen\u00fcber der Gerechtigkeit.<br>21 Welche Frucht habt ihr nun damals aufzuweisen gehabt? Nur solche (Fr\u00fcchte), deren ihr euch jetzt sch\u00e4mt; denn das Ende davon ist der Tod.<br>22 Jetzt dagegen, wo ihr von der S\u00fcnde frei und Knechte Gottes geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung und als Endergebnis das ewige Leben.<br>23 Denn der Sold, den die S\u00fcnde zahlt, ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sind wir mit Christus gestorben und auferstanden, so sind wir rechtm\u00e4\u00dfig frei vom Gesetz und sind verpflichtet, im Dienst des Auferstandenen uns bez\u00fcglich der S\u00fcnde f\u00fcr tot zu halten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Oder wi\u00dft ihr nicht, meine Br\u00fcder \u2013 ich rede ja doch zu gesetzeskundigen Leuten \u2013, da\u00df das Gesetz f\u00fcr den Menschen nur, solange er lebt, bindende Gewalt hat?<br>2 So ist z.B. eine verheiratete Frau gesetzlich an ihren Mann so lange gebunden, als er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie frei von dem Gesetz, das sie an den Mann bindet.<br>3 Demnach wird sie zwar, solange ihr Mann lebt, allgemein als Ehebrecherin gelten, wenn sie sich einem andern Manne zu eigen gibt; stirbt aber ihr Mann, so ist sie frei vom Gesetz und keine Ehebrecherin, wenn sie sich einem andern Mann zu eigen gibt.<br>4 Mithin seid auch ihr, meine Br\u00fcder, dem Gesetz gegen\u00fcber get\u00f6tet worden, und zwar durch (das Get\u00f6tetwerden) des Leibes Christi, um hinfort einem anderen, n\u00e4mlich dem, der von den Toten auferweckt worden ist, als Eigentum anzugeh\u00f6ren, damit wir nunmehr f\u00fcr Gott Frucht br\u00e4chten.<br>5 Denn solange wir im Fleische waren, wirkten sich die durch das Gesetz erregten s\u00fcndhaften Leidenschaften in unsern Gliedern in der Weise aus, da\u00df wir f\u00fcr den Tod Frucht brachten.<br>6 Jetzt aber sind wir vom Gesetz losgekommen, da wir dem, was uns in Banden hielt, gestorben sind, so da\u00df wir nunmehr unsern Dienst im neuen Wesen des Geistes und nicht mehr im alten Wesen des Buchstabens (des Gesetzes) leisten.<br>7 Was folgt nun daraus? Ist das Gesetz (selbst) S\u00fcnde? Nimmermehr! Aber ich h\u00e4tte die S\u00fcnde nicht kennengelernt au\u00dfer durch das Gesetz; denn ich h\u00e4tte auch von der b\u00f6sen Lust nichts gewu\u00dft, wenn das Gesetz nicht gesagt h\u00e4tte (2.Mose 20,17): \u00bbLa\u00df dich nicht gel\u00fcsten!\u00ab<br>8 Da hat die S\u00fcnde eine Angriffsgelegenheit gegen mich gewonnen und durch das Gebot jegliche b\u00f6se Lust in mir zustande gebracht; denn ohne Gesetz ist die S\u00fcnde tot.<br>9 Ich lebte einst ohne das Gesetz; als dann aber das Gebot (des Gesetzes) kam, lebte die S\u00fcnde (in mir) auf,<br>10 f\u00fcr mich aber kam der Tod; und so erwies sich dasselbe Gebot, das doch zum Leben verhelfen soll, f\u00fcr mich als todbringend;<br>11 denn nachdem die S\u00fcnde eine Angriffsgelegenheit gegen mich gewonnen hatte, betrog sie mich durch das Gebot und brachte mir durch dieses den Tod.<br>12 Demnach ist das Gesetz (an sich) heilig und ebenso das Gebot heilig, gerecht und gut.<br>13 So hat also etwas Gutes mir den Tod gebracht? O nein, das hat vielmehr die S\u00fcnde getan: sie sollte als S\u00fcnde zutage treten, indem sie mir durch das Gute den Tod brachte; sie sollte sich eben durch das Gebot als \u00fcber alle Ma\u00dfen s\u00fcndig erweisen.<br>14 Wir wissen ja, da\u00df das Gesetz geistlich ist; ich aber bin von fleischlicher Art (und dadurch) unter die (Gewalt der) S\u00fcnde verkauft.<br>15 Ja, mein ganzes Tun ist mir unbegreiflich; denn ich vollbringe nicht das, was ich will, sondern tue das, was ich hasse.<br>16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so erkenne ich durch die innere Zustimmung zum Gesetz an, da\u00df dieses gut sei.<br>17 Jetzt aber bin nicht mehr ich der, welcher es vollbringt, sondern die in mir wohnende S\u00fcnde.<br>18 Denn ich wei\u00df ja: in mir, das hei\u00dft in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes; denn der gute Wille ist bei mir wohl vorhanden, dagegen das Vollbringen des Guten nicht;<br>19 denn ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern vollbringe das B\u00f6se, das ich nicht tun will.<br>20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so bin nicht mehr ich es, der es vollbringt, sondern die in mir wohnende S\u00fcnde.<br>21 Ich finde somit bei mir, der ich das Gute tun will, das Gesetz vor, da\u00df bei mir das B\u00f6se zustande kommt.<br>22 Denn nach meinem inneren Menschen stimme ich dem g\u00f6ttlichen Gesetz freudig zu,<br>23 nehme aber in meinen Gliedern ein andersartiges Gesetz wahr, das dem Gesetz meiner Vernunft widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der S\u00fcnde, das in meinen Gliedern wirkt.<br>24 O ich ungl\u00fcckseliger Mensch! Wer wird mich aus diesem Todesleibe erl\u00f6sen?<br>25 Dank sei Gott; (es ist geschehen) durch Jesus Christus, unsern Herrn! Also ist es so: Auf mich selbst gestellt diene ich mit der Vernunft dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch dagegen dem Gesetz der S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Christ steht unter dem Gesetz des Geistes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So gibt es also jetzt keine Verurteilung mehr f\u00fcr die, welche in Christus Jesus sind;<br>2 denn das Gesetz des Lebensgeistes in Christus Jesus hat uns von dem Gesetz der S\u00fcnde und des Todes freigemacht.<br>3 Denn was dem (mosaischen) Gesetz unm\u00f6glich war, das, worin es wegen (des Widerstandes) des Fleisches ohnm\u00e4chtig war \u2013 Gott hat (es vollbracht), (n\u00e4mlich) die S\u00fcnde im Fleische verurteilt, indem er seinen Sohn in der Gleichgestalt des S\u00fcndenfleisches und um der S\u00fcnde willen sandte,<br>4 damit die Rechtsforderung des Gesetzes ihre Erf\u00fcllung f\u00e4nde in uns, die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geiste.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Gegensatz zwischen den Menschen, die Gott im Geist dienen, und denen, welche nach den Trieben des Fleisches leben<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Denn die fleischlich gesinnten (Menschen) haben ein fleischliches Trachten, die geistlich gesinnten aber ein geistliches.<br>6 Denn das Trachten des Fleisches bedeutet Tod, das Trachten des Geistes dagegen Leben und Frieden,<br>7 und zwar deshalb, weil das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; es unterwirft sich ja dem Gesetz Gottes nicht, vermag das auch gar nicht;<br>8 so k\u00f6nnen denn die fleischlich gerichteten (Menschen) Gott nicht gefallen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Christ als eine Wohnung des Geistes<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Ihr dagegen seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn n\u00e4mlich Gottes Geist wirklich in euch wohnt; wenn aber jemand den Geist Christi nicht hat, so geh\u00f6rt ein solcher (Mensch) ihm auch nicht an.<br>10 Wohnt dagegen Christus in euch, so ist euer Leib zwar tot um der S\u00fcnde willen, euer Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.<br>11 Und wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist.<br>12 Somit haben wir, liebe Br\u00fcder, nicht dem Fleische gegen\u00fcber die Verpflichtung, nach dem Fleische zu leben;<br>13 denn wenn ihr nach dem Fleische lebt, so ist euch der Tod gewi\u00df; wenn ihr dagegen durch den Geist die Gesch\u00e4fte des Leibes t\u00f6tet, so werdet ihr leben.<br>14 Denn alle, die vom Geiste Gottes geleitet werden, die sind S\u00f6hne Gottes.<br>15 Der Geist, den ihr empfangen habt, ist ja doch nicht ein Geist der Knechtschaft, so da\u00df ihr euch aufs neue f\u00fcrchten m\u00fc\u00dftet; sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in welchem wir rufen: \u00bbAbba, (lieber) Vater!\u00ab<br>16 Eben dieser Geist ist es, der vereint mit unserm Geiste ihm bezeugt, da\u00df wir Gottes Kinder sind.<br>17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, und zwar Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir n\u00e4mlich mit ihm leiden, um (einst) auch an seiner Herrlichkeit teilzunehmen.<br>18 Ich halte n\u00e4mlich daf\u00fcr, da\u00df die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.<br>19 Denn das sehns\u00fcchtige Harren des Geschaffenen wartet auf das Offenbarwerden (der Herrlichkeit) der S\u00f6hne Gottes.<br>20 Denn der Nichtigkeit ist die ganze Sch\u00f6pfung unterworfen worden \u2013 allerdings nicht freiwillig, sondern um dessen willen, der ihre Unterwerfung bewirkt hat \u2013, jedoch auf die Hoffnung hin,<br>21 da\u00df auch sie selbst, die Sch\u00f6pfung, von der Knechtschaft der Verg\u00e4nglichkeit befreit werden wird zur (Teilnahme an der) Freiheit, welche die Kinder Gottes im Stande der Verherrlichung besitzen werden.<br>22 Wir wissen ja, da\u00df die gesamte Sch\u00f6pfung bis jetzt noch \u00fcberall seufzt und mit Schmerzen einer Neugeburt harrt.<br>23 Aber nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir doch den Geist als Erstlingsgabe bereits besitzen, seufzen gleichfalls in unserm Inneren beim Warten auf (das Offenbarwerden) der Sohnschaft, n\u00e4mlich auf die Erl\u00f6sung unsers Leibes.<br>24 Denn wir sind zwar gerettet worden, aber doch (bisher) nur auf Hoffnung hin. Eine Hoffnung aber, die man schon (verwirklicht) sieht, ist keine (rechte) Hoffnung mehr; denn wozu braucht man noch auf etwas zu hoffen, das man schon (verwirklicht) sieht?<br>25 Wenn wir dagegen auf das hoffen, was wir noch nicht (verwirklicht) sehen, so warten wir darauf in Geduld.<br>26 Gleicherweise kommt aber auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe; denn wir wissen nicht, was wir so, wie es gerade not tut, beten sollen. Da tritt dann aber der Geist selbst mit unaussprechlichen Seufzern f\u00fcr uns ein;<br>27 der aber, der die Herzen erforscht, versteht die Sprache des Geistes, weil dieser in einer dem Willen Gottes entsprechenden Weise f\u00fcr Heilige eintritt.<br>28 Wir wissen aber, da\u00df denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, n\u00e4mlich denen, welche nach seinem Vorsatz berufen sind.<br>29 Denn die, welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch im voraus dazu bestimmt, (einst) dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden: dieser sollte eben der Erstgeborene unter vielen Br\u00fcdern sein.<br>30 Und die, welche er vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen; und die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; und die er gerechtfertigt hat, denen hat er auch die (himmlische) Herrlichkeit verliehen. (Joh 17,22)<br>31 Was folgt nun hieraus? Wenn Gott f\u00fcr uns ist, wer kann dann gegen uns sein?<br>32 Er, der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn f\u00fcr uns alle (in den Tod) dahingegeben hat: wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles (andere) schenken?<br>33 Wer will Anklage gegen die Auserw\u00e4hlten Gottes erheben? Gott ist es ja, der sie rechtfertigt.<br>34 Wer will sie verurteilen? Etwa Christus Jesus, der doch (f\u00fcr uns) gestorben ist, ja, mehr noch, der auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes sitzt und auch f\u00fcr uns eintritt?<br>35 Wer will uns von der Liebe Christi scheiden? Etwa Tr\u00fcbsal oder Bedr\u00e4ngnis, Verfolgung oder Hunger oder Mangel an Kleidung, Gefahr oder Henkerbeil?<br>36 Wie geschrieben steht (Ps 44,23): \u00bbUm deinetwillen werden wir den ganzen Tag gemordet; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.\u00ab<br>37 Nein, in dem allem siegen wir weitaus durch den, der uns geliebt hat.<br>38 Denn ich bin dessen gewi\u00df, da\u00df weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges noch irgendwelche M\u00e4chte,<br>39 weder H\u00f6he noch Tiefe noch sonst irgendetwas anderes Geschaffenes imstande sein wird, uns von der Liebe Gottes zu scheiden, die da ist in Christus Jesus, unserm Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Die gegenw\u00e4rtige Verwerfung der gro\u00dfen Mehrzahl des j\u00fcdischen Volkes in ihrem Verh\u00e4ltnis zum Heilsplan Gottes (Kap. 9-11)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ich sage die Wahrheit in Christus, ich l\u00fcge nicht \u2013 mein Gewissen bezeugt es mir im heiligen Geist \u2013:<br>2 ich trage schweren Kummer und unaufh\u00f6rlichen Schmerz in meinem Herzen.<br>3 Gern wollte ich selbst durch einen Fluch aus der Gemeinschaft mit Christus ausgesto\u00dfen sein, wenn ich dadurch meine Br\u00fcder, meine Volksgenossen nach dem Fleische, retten k\u00f6nnte;<br>4 sie sind ja doch Israeliten, denen der Sohnesstand und die Herrlichkeit Gottes, die B\u00fcndnisse und die Gesetzgebung, der Gottesdienst und die Verhei\u00dfungen zuteil geworden sind,<br>5 denen die Erzv\u00e4ter angeh\u00f6ren und aus denen der Messias dem Fleische nach stammt: der da Gott \u00fcber allem ist, gepriesen in Ewigkeit! Amen.<br>6 Ich will damit aber nicht gesagt haben, da\u00df Gottes Verhei\u00dfungswort hinf\u00e4llig geworden sei; denn nicht alle, die aus Israel stammen, sind Israel,<br>7 und nicht alle sind schon deshalb, weil sie Abrahams Same sind, auch seine Kinder; sondern (1.Mose 21,12): \u00bbIn Isaak soll dir Nachkommenschaft genannt werden.\u00ab<br>8 Das will ich sagen: Nicht die leiblichen Kinder (Abrahams) sind damit auch Gottes Kinder, sondern (nur) die Kinder der Verhei\u00dfung werden als Nachkommenschaft (Abrahams) gerechnet.<br>9 Denn so lautet das Wort der Verhei\u00dfung (1.Mose 18,10.14): \u00bb(\u00dcbers Jahr) um diese Zeit werde ich (wieder-) kommen, da wird Sara einen Sohn haben.\u00ab<br>10 Und nicht nur hier ist es so gewesen, sondern auch bei Rebekka, die von einem und demselben Manne, n\u00e4mlich unserm Vater Isaak, guter Hoffnung war.<br>11 Denn ehe sie (ihre beiden Kinder) noch geboren waren und irgend etwas Gutes oder B\u00f6ses getan hatten, schon da wurde \u2013 damit Gottes Vorherbestimmung aus freier Wahl bestehen bliebe,<br>12 abh\u00e4ngig nicht von Werken, sondern (allein) von dem (Willen des) Berufenden \u2013 der Rebekka gesagt (1.Mose 25,23): \u00bbDer \u00c4ltere wird dem J\u00fcngeren dienstbar sein\u00ab;<br>13 wie ja auch (anderswo) geschrieben steht (Mal 1,2-3): \u00bbJakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich geha\u00dft.\u00ab<br>14 Was folgt nun daraus? Liegt da etwa Ungerechtigkeit auf seiten Gottes vor? Nimmermehr!<br>15 Zu Mose sagt er ja (2.Mose 33,19): \u00bbIch werde Gnade erweisen, wem ich gn\u00e4dig bin, und werde Barmherzigkeit dem erzeigen, dessen ich mich erbarme.\u00ab<br>16 Demnach kommt es nicht auf jemandes Wollen oder Laufen an, sondern auf Gottes Erbarmen.<br>17 So sagt ja auch die Schrift zum Pharao (2.Mose 9,16): \u00bbGerade dazu habe ich dich in die Welt kommen lassen, um an dir meine Macht zu erweisen und damit mein Name auf der ganzen Erde verk\u00fcndet werde.\u00ab<br>18 Also: Gott erbarmt sich, wessen er will, und verstockt auch, wen er will.<br>19 Da wirst du mir nun einwenden: \u00bbWie kann er dann noch (jemand) tadeln? Wer verm\u00f6chte denn seinem Willen Widerstand zu leisten?\u00ab<br>20 Ja, o Mensch, wer bist denn du, da\u00df du Gott zur Verantwortung ziehen willst? Darf etwa das Gebilde zu seinem Bildner sagen: \u00bbWarum hast du mich so gemacht?\u00ab<br>21 Oder hat der T\u00f6pfer nicht Macht \u00fcber den Ton, aus derselben Masse hier ein Gef\u00e4\u00df zu ehrenvoller Bestimmung und dort ein anderes zu gemeiner Verwendung zu verfertigen?<br>22 Wie aber, wenn Gott, obgleich er seinen Zorn offenbaren und seine Macht an den Tag legen will, doch die Gef\u00e4\u00dfe des Zornes, die zur Vernichtung hergestellt sind, mit gro\u00dfer Langmut getragen hat,<br>23 um zugleich den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gef\u00e4\u00dfen des Erbarmens zu erweisen, die er zur (Teilnahme an seiner) Herrlichkeit zuvor bereitet hat?<br>24 Als solche (Gef\u00e4\u00dfe des Erbarmens) hat er auch uns berufen, und zwar nicht nur aus den Juden, sondern auch aus den Heiden(v\u00f6lkern),<br>25 wie er ja auch bei (dem Propheten) Hosea sagt (Hos 2,25): \u00bbIch werde das, was nicht mein Volk ist, mein Volk nennen und der Ungeliebten den Namen \u203aGeliebte\u2039 beilegen\u00ab;<br>26 und (Hos 2,1): \u00bbEs wird geschehen: an dem Orte, wo zu ihnen gesagt worden ist: \u203aIhr seid nicht mein Volk\u2039, dort werden sie \u203aS\u00f6hne des lebendigen Gottes\u2039 genannt werden.\u00ab<br>27 Jesaja ferner ruft laut im Hinblick auf Israel aus (Jes 10,22-23): \u00bbWenn auch die Zahl der S\u00f6hne Israels wie der Sand am Meer w\u00e4re, wird doch nur der Rest davon gerettet werden;<br>28 denn sein Wort wird der Herr, indem er die Dinge sicher und Schlag auf Schlag verlaufen l\u00e4\u00dft, zur Ausf\u00fchrung auf der Erde bringen.\u00ab<br>29 Und wie Jesaja vorhergesagt hat (Jes 1,9): \u00bbH\u00e4tte der Herr der Heerscharen uns nicht einen Samen \u00fcbriggelassen, so w\u00e4ren wir wie Sodom geworden und h\u00e4tten gleiches Schicksal mit Gomorrha gehabt.\u00ab<br>30 Was folgt nun daraus? Dieses: Heiden, die nicht nach Gerechtigkeit trachteten, haben Gerechtigkeit erlangt, n\u00e4mlich die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt;<br>31 Israel dagegen, das nach der vom Gesetz geforderten Gerechtigkeit trachtete, hat das vom Gesetz gesteckte Ziel (der Rechtfertigung) nicht erreicht.<br>32 Warum nicht? Weil sie es nicht auf dem Glaubensweg, sondern es mit Werken haben erreichen wollen: da haben sie sich am Stein des Ansto\u00dfes gesto\u00dfen,<br>33 von dem geschrieben steht (Jes 28,16; 8,14): \u00bbSiehe, ich lege in Zion einen Stein des Ansto\u00dfes und einen Felsen des \u00c4rgernisses; und wer auf ihn sein Vertrauen setzt, wird nicht zuschanden werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Liebe Br\u00fcder! Der aufrichtige Wunsch meines Herzens und mein Gebet zu Gott f\u00fcr sie geht dahin, da\u00df sie gerettet werden;<br>2 denn ich mu\u00df ihnen das Zeugnis ausstellen, da\u00df sie Eifer f\u00fcr Gott haben, aber leider nicht in der rechten Erkenntnis.<br>3 Denn weil sie die Gottesgerechtigkeit verkannt haben und dagegen beflissen sind, ihre eigene Gerechtigkeit zur Geltung zu bringen, haben sie sich der Gottesgerechtigkeit nicht unterworfen.<br>4 Denn dem Gesetz hat Christus ein Ende gemacht, damit jeder, der da glaubt, zur Gerechtigkeit gelange.<br>5 Mose schreibt n\u00e4mlich (3.Mose 18,5): \u00bbDer Mensch, der die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit ge\u00fcbt hat, wird durch sie das Leben haben.\u00ab<br>6 Die Gerechtigkeit dagegen, die aus dem Glauben kommt, spricht so: \u00bbDenke nicht in deinem Herzen: \u203aWer wird in den Himmel hinaufsteigen?\u2039 \u2013 n\u00e4mlich um Christus herabzuholen \u2013,<br>7 oder: \u203aWer wird in den Abgrund hinabsteigen?\u2039 \u2013 n\u00e4mlich um Christus von den Toten heraufzuholen\u00ab \u2013,<br>8 sondern was sagt sie? \u00bbNahe ist dir das Wort: in deinem Munde und in deinem Herzen (hast du es)\u00ab (5.Mose 30,14), n\u00e4mlich das Wort vom Glauben, das wir verk\u00fcndigen.<br>9 Denn wenn du \u00bbmit deinem Munde\u00ab Jesus als den Herrn bekennst und \u00bbmit deinem Herzen\u00ab glaubst, da\u00df Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden.<br>10 Denn mit dem Herzen glaubt man (an ihn) zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde bekennt man (ihn) zur Errettung.<br>11 Sagt doch die Schrift (Jes 28,16): \u00bbKeiner, der auf ihn sein Vertrauen setzt, wird zuschanden werden.\u00ab<br>12 Denn hier gibt es keinen Unterschied zwischen dem Juden und dem Griechen (1,16): sie alle haben ja einen und denselben Herrn, ihn, der sich reich erweist an allen, die ihn anrufen;<br>13 denn \u00bbjeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden\u00ab (Joel 3,5).<br>14 Nun \u2013 wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht zu glauben gelernt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nicht geh\u00f6rt haben? Wie sollen sie aber von ihm h\u00f6ren ohne einen Verk\u00fcndiger?<br>15 Und wie soll ihnen jemand verk\u00fcndigen, ohne dazu ausgesandt zu sein? \u2013 wie es in der Schrift hei\u00dft (Jes 52,7): \u00bbWie lieblich sind die F\u00fc\u00dfe derer, welche frohe Botschaft von guten Dingen bringen!\u00ab<br>16 Aber freilich: nicht alle sind der Heilsbotschaft gehorsam gewesen; sagt doch (schon) Jesaja (Jes 53,1): \u00bbHerr, wer hat unserer Botschaft Glauben geschenkt?\u00ab<br>17 Mithin kommt der Glaube aus der Botschaft, die Predigt aber (erfolgt) durch Christi Wort.<br>18 Aber, frage ich: Haben sie (die Predigt) vielleicht nicht zu h\u00f6ren bekommen? O doch! \u00bb\u00dcber die ganze Erde ist ihr Schall gedrungen und ihre Worte bis an die Enden der bewohnten Welt.\u00ab (Ps 19,5)<br>19 Aber, frage ich: Hat Israel sie vielleicht nicht verstanden? O doch! (Schon) Mose sagt als erster Zeuge (5.Mose 32,21): \u00bbIch will euch eifers\u00fcchtig machen auf solche, die kein Volk sind; gegen ein unverst\u00e4ndiges Volk will ich euch erbittern.\u00ab<br>20 Jesaja ferner erk\u00fchnt sich zu sagen (Jes 65,1): \u00bbIch bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten; ich bin denen bekannt geworden, die nicht nach mir fragten.\u00ab<br>21 Dagegen in bezug auf Israel sagt er (Jes 65,2): \u00bbDen ganzen Tag habe ich meine Arme (vergebens) ausgestreckt nach einem Volke, das ungehorsam ist und widerspricht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 So frage ich nun: Hat Gott sein Volk etwa versto\u00dfen? (Ps 94,14) Keineswegs! Ich bin doch auch ein Israelit, aus Abrahams Nachkommenschaft, aus dem Stamme Benjamin.<br>2 Nein, Gott hat sein Volk, das er zuvor ersehen hat, nicht versto\u00dfen. Oder wi\u00dft ihr nicht, was die Schrift bei (der Erz\u00e4hlung von) Elia sagt, als dieser vor Gott gegen Israel mit der Klage auftritt (1.K\u00f6n 19,10.14):<br>3 \u00bbHerr, deine Propheten haben sie get\u00f6tet, deine Alt\u00e4re niedergerissen; ich bin allein \u00fcbriggeblieben, und nun trachten sie mir nach dem Leben\u00ab?<br>4 Aber wie lautet da die g\u00f6ttliche Antwort an ihn? \u00bbIch habe mir noch siebentausend M\u00e4nner \u00fcbrigbehalten, die ihre Knie vor Baal nicht gebeugt haben.\u00ab (1.K\u00f6n 19,18)<br>5 Ebenso ist nun auch in unserer Zeit ein Rest nach der g\u00f6ttlichen Gnadenauswahl vorhanden.<br>6 Ist er aber durch Gnade (ausgesondert), so ist er es nicht mehr aufgrund von Werken; sonst w\u00fcrde ja die Gnade keine Gnade mehr sein.<br>7 Wie steht es also? Was Israel erstrebt, das hat es (in seiner Gesamtheit) nicht erreicht; der auserw\u00e4hlte Teil aber hat es erreicht; die \u00fcbrigen dagegen sind verstockt worden,<br>8 wie geschrieben steht (Jes 29,10; 5.Mose 29,3): \u00bbGott hat ihnen den Geist der Bet\u00e4ubung gegeben, Augen des Nichtsehens und Ohren des Nichth\u00f6rens, bis auf den heutigen Tag.\u00ab<br>9 Und David sagt (Ps 69,23-24): \u00bbM\u00f6ge ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fangnetz werden, zum Fallstrick und zur Vergeltung!<br>10 Ihre Augen sollen verfinstert werden, damit sie nicht sehen, und den R\u00fccken beuge ihnen f\u00fcr immer!\u00ab<br>11 So frage ich nun: Sind sie etwa deshalb gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen sollten? Keineswegs! Vielmehr ist infolge ihrer Verfehlung das Heil den Heiden zuteil geworden; das soll sie wiederum zur Nacheiferung reizen.<br>12 Wenn aber schon ihre Verfehlung ein reicher Segen f\u00fcr die Menschheit und ihr Zur\u00fcckbleiben ein reicher Segen f\u00fcr die Heiden geworden ist, um wieviel segensreicher wird (dann erst) ihre Vollzahl sein!<br>13 Euch Heiden(christen) aber sage ich: Gerade weil ich Heidenapostel bin, tue ich meinem Dienst um so gr\u00f6\u00dfere Ehre an,<br>14 (wenn ich bem\u00fcht bin) ob ich vielleicht meine Volksgenossen zur Nacheiferung zu reizen und (wenigstens) einige von ihnen zu retten vermag.<br>15 Denn wenn schon ihre Verwerfung zur Vers\u00f6hnung der Welt gef\u00fchrt hat, was wird da ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten?<br>16 Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist (4.Mose 15,19-21), so ist es auch die (ganze \u00fcbrige) Teigmasse; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind es auch die Zweige.<br>17 Wenn nun aber einige von den Zweigen herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder \u00d6lbaum(zweig) warst, unter sie eingepfropft worden bist und dadurch Anteil an der Wurzel, die dem \u00d6lbaum die Fettigkeit schafft, erhalten hast,<br>18 so r\u00fchme dich deswegen nicht gegen die (anderen) Zweige! Tust du es dennoch (so bedenke wohl): nicht du tr\u00e4gst die Wurzel, sondern die Wurzel tr\u00e4gt dich.<br>19 Du wirst nun einwenden: \u00bbEs sind ja doch Zweige ausgebrochen worden, weil ich eingepfropft werden sollte.\u00ab<br>20 Ganz recht! Infolge ihres Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, und du stehst infolge deines Glaubens (an ihrer Stelle). Sei nicht hochm\u00fctig, sondern sei auf deiner Hut!<br>21 Denn wenn Gott die nat\u00fcrlichen Zweige nicht verschont hat, so wird er auch dich nicht verschonen.<br>22 Darum beachte wohl die G\u00fcte, aber auch die Strenge Gottes: seine Strenge gegen die Gefallenen, dagegen die G\u00fcte Gottes gegen dich, vorausgesetzt da\u00df du bei der (dir widerfahrenen) G\u00fcte verbleibst; denn sonst wirst auch du (aus dem \u00d6lbaum) wieder herausgeschnitten werden,<br>23 w\u00e4hrend umgekehrt jene, wenn sie nicht im Unglauben verharren, wieder eingepfropft werden; Gott hat ja die Macht dazu, sie wieder einzupfropfen.<br>24 Denn wenn du aus dem wilden \u00d6lbaum, dem du von Haus aus angeh\u00f6rst, herausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen \u00d6lbaum eingepfropft worden bist: wieviel eher werden diese, die von Natur dahin geh\u00f6ren, ihrem urspr\u00fcnglichen \u00d6lbaum (wieder) eingepfropft werden!<br>25 Ich will euch n\u00e4mlich, meine Br\u00fcder, \u00fcber dieses Geheimnis nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht in vermeintlicher Klugheit auf eigene Gedanken verfallt: Verstockung ist \u00fcber einen Teil der Israeliten gekommen bis zu der Zeit, da die Vollzahl der Heiden (in die Gemeinde Gottes) eingegangen sein wird;<br>26 und auf diese Weise wird Israel in seiner Gesamtheit gerettet werden, wie geschrieben steht (Jes 59,20-21; 27,9): \u00bbAus Zion wird der Retter kommen; er wird Jakob von allem gottlosen Wesen frei machen;<br>27 und darin wird sich ihnen der von mir herbeigef\u00fchrte Bund zeigen, wenn ich ihre S\u00fcnden wegnehme.\u00ab<br>28 So sind sie im Hinblick auf die Heilsbotschaft zwar Feinde (Gottes) um euretwillen, aber im Hinblick auf die Erw\u00e4hlung sind sie Geliebte (Gottes) um der V\u00e4ter willen;<br>29 denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes.<br>30 Denn wie ihr einst ungehorsam gegen Gott gewesen seid, jetzt aber infolge des Ungehorsams dieser Erbarmen erlangt habt,<br>31 ebenso sind wiederum diese jetzt ungehorsam geworden, um durch das euch gew\u00e4hrte Erbarmen (dereinst) ebenfalls Barmherzigkeit zu erlangen.<br>32 Denn Gott hat alle zusammen in Ungehorsam verschlossen, um allen Erbarmen widerfahren zu lassen.<br>33 O welch eine Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!<br>34 \u00bbDenn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?\u00ab (Jes 40,13)<br>35 Oder \u00bbwer hat ihm zuerst etwas gegeben, wof\u00fcr ihm Vergeltung zuteil werden m\u00fc\u00dfte?\u00ab (Hiob 41,2; Jer 23,18)<br>36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge: ihm geb\u00fchrt die Ehre in Ewigkeit! Amen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Ermahnungen an die Gemeinde f\u00fcr das christliche Leben (12,1-15,13)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So ermahne ich euch nun, liebe Br\u00fcder, durch (den Hinweis auf) die Barmherzigkeit Gottes: Bringt eure Leiber als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgef\u00e4lliges Opfer dar: (das sei) euer vern\u00fcnftiger Gottesdienst!<br>2 Gestaltet eure Lebensf\u00fchrung nicht nach der Weise dieser Weltzeit, sondern wandelt euch um durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr ein sicheres Urteil dar\u00fcber gewinnt, welches der Wille Gottes sei, n\u00e4mlich das Gute und (Gott) Wohlgef\u00e4llige und Vollkommene.<br>3 So fordere ich denn kraft der mir verliehenen Gnade einen jeden von euch auf, nicht h\u00f6her von sich zu denken, als zu denken sich geb\u00fchrt, sondern auf eine besonnene Selbstsch\u00e4tzung bedacht zu sein nach dem Ma\u00df des Glaubens, das Gott einem jeden zugeteilt hat.<br>4 Denn wie wir an einem Leibe viele Glieder haben, die Glieder aber nicht alle denselben Dienst verrichten,<br>5 so bilden auch wir trotz unserer Vielheit einen einzigen Leib in Christus, im Verh\u00e4ltnis zueinander aber sind wir Glieder,<br>6 doch so, da\u00df wir Gnadengaben besitzen, die nach der uns verliehenen Gnade verschieden sind. Wer also die Gabe prophetischer Rede besitzt, bleibe in \u00dcbereinstimmung mit dem Ma\u00df des Glaubens;<br>7 wem die Gabe des Gemeindedienstes zuteil geworden ist, der bet\u00e4tige sie durch Dienstleistungen; wer Lehrgabe besitzt, verwende sie als Lehrer;<br>8 hat jemand die Gabe des Ermahnens, so bet\u00e4tige er sich im Ermahnen; wer Mildt\u00e4tigkeit \u00fcbt, tue es in Einfalt; wer zu den Vorstehern geh\u00f6rt, zeige rechten Eifer; wer Barmherzigkeit \u00fcbt, tue es mit Freudigkeit!<br>9 Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das B\u00f6se, haltet am Guten fest!<br>10 In der Bruderliebe zueinander seid voll Herzlichkeit; in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor!<br>11 Seid unverdrossen, wo es Eifer gilt; seid feurig im Geist, dem Herrn zu dienen bereit!<br>12 Seid fr\u00f6hlich in der Hoffnung, geduldig im Leiden, beharrlich im Gebet!<br>13 F\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Heiligen beweist Anteilnahme; \u00fcbt die Gastfreundschaft willig.<br>14 Segnet, die euch verfolgen, segnet sie und flucht ihnen nicht!<br>15 Freuet euch mit den Fr\u00f6hlichen und weinet mit den Weinenden!<br>16 Seid eintr\u00e4chtig untereinander gesinnt; richtet eure Gedanken nicht auf hohe Dinge, sondern la\u00dft euch zu den niedrigen herab; haltet euch nicht selbst f\u00fcr klug!<br>17 Vergeltet niemand B\u00f6ses mit B\u00f6sem; seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen l\u00f6blich ist!<br>18 Ist\u2019s m\u00f6glich, soviel an euch liegt, so lebt mit allen Menschen in Frieden!<br>19 R\u00e4chet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem (g\u00f6ttlichen) Zorn; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): \u00bbMein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr.\u00ab<br>20 Vielmehr: \u00bbWenn deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn d\u00fcrstet, so gib ihm zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.\u00ab (Spr 25,21-22)<br>21 La\u00df dich nicht vom B\u00f6sen \u00fcberwinden, sondern \u00fcberwinde das B\u00f6se durch das Gute!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, ohne von Gott (bestellt zu sein), und wo immer eine besteht, ist sie von Gott verordnet.<br>2 Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, der lehnt sich damit gegen Gottes Ordnung auf; und die sich auflehnen, werden sich selbst ein Strafurteil zuziehen.<br>3 Denn die obrigkeitlichen Personen sind nicht f\u00fcr die guten Taten ein Schrecken, sondern f\u00fcr die b\u00f6sen. Willst du also frei von Furcht vor der Obrigkeit sein, so tu das Gute: dann wirst du Anerkennung von ihr erhalten;<br>4 denn sie ist Gottes Dienerin dir zum Guten. Tust du aber das B\u00f6se, so f\u00fcrchte dich; denn sie tr\u00e4gt das Schwert nicht umsonst: sie ist ja Gottes Dienerin, eine Vergelterin zur Vollziehung des (g\u00f6ttlichen) Zornes an dem \u00dcbelt\u00e4ter.<br>5 Darum mu\u00df man ihr untertan sein, und zwar nicht nur aus Furcht vor dem (g\u00f6ttlichen) Zorn, sondern auch um des Gewissens willen.<br>6 Deshalb entrichtet ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Dienstleute, die f\u00fcr eben diesen Zweck unabl\u00e4ssig t\u00e4tig sind.<br>7 Lasset allen zukommen, was ihr ihnen schuldig seid: die Steuer, wem die Steuer geb\u00fchrt, den Zoll, wem der Zoll zukommt, die Furcht, wem die Furcht, und die Ehre, wem die Ehre geb\u00fchrt.<br>8 Bleibt niemand etwas schuldig, au\u00dfer da\u00df ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat damit das Gesetz erf\u00fcllt (Gal 5,14).<br>9 Denn das Gebot: \u00bbDu sollst nicht ehebrechen, nicht t\u00f6ten, nicht stehlen, la\u00df dich nicht gel\u00fcsten!\u00ab und jedes andere derartige Gebot ist in diesem Wort einheitlich zusammengefa\u00dft (3.Mose 19,18): \u00bbDu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst!\u00ab<br>10 Die Liebe tut dem N\u00e4chsten nichts B\u00f6ses; demnach ist die Liebe die Erf\u00fcllung des Gesetzes.<br>11 Und zwar (verhaltet euch auf diese Weise) in richtiger Erkenntnis der (gegenw\u00e4rtigen) Zeit, da\u00df n\u00e4mlich die Stunde nunmehr f\u00fcr uns da ist, aus dem Schlaf zu erwachen; denn jetzt ist die Rettung uns n\u00e4her als damals, als wir zum Glauben gekommen sind:<br>12 die Nacht ist vorger\u00fcckt und der Tag nahegekommen. So lasset uns denn die Werke der Finsternis abtun, dagegen die Waffen des Lichts anlegen!<br>13 Lasset uns sittsam wandeln, wie es sich am Tage geziemt: nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht;<br>14 nein, ziehet den Herrn Jesus Christus an, und seid dem Fleisch nicht so zu Diensten, da\u00df b\u00f6se Begierden dadurch erregt werden!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Auf den im Glauben Schwachen nehmet (liebevolle) R\u00fccksicht, ohne \u00fcber Gewissensbedenken (mit ihm) zu streiten.<br>2 Der eine ist \u00fcberzeugt, alles essen zu d\u00fcrfen, w\u00e4hrend der Schwache nur Pflanzenkost genie\u00dft.<br>3 Wer (alles) i\u00dft, verachte den nicht, der nicht (alles) i\u00dft; und wer nicht (alles) i\u00dft, soll \u00fcber den, der (alles) i\u00dft, nicht zu Gericht sitzen, denn Gott hat ihn (als Angeh\u00f6rigen) angenommen.<br>4 Wie kommst du dazu, dich zum Richter \u00fcber den Knecht eines andern zu machen? Er steht oder f\u00e4llt seinem eigenen Herrn; und zwar wird er stehen bleiben, denn sein Herr ist stark genug, ihn aufrecht zu halten.<br>5 Mancher macht einen Unterschied zwischen den Tagen, w\u00e4hrend einem andern alle Tage als gleich gelten: ein jeder m\u00f6ge nach seiner eigenen Denkweise zu einer festen \u00dcberzeugung kommen!<br>6 Wer etwas auf einzelne Tage gibt, der tut es f\u00fcr den Herrn; und wer (alles) i\u00dft, tut es f\u00fcr den Herrn, denn er sagt Gott Dank dabei; und wer nicht (alles) i\u00dft, tut es auch f\u00fcr den Herrn und sagt Gott Dank dabei.<br>7 Keiner von uns lebt ja f\u00fcr sich selbst, und keiner stirbt f\u00fcr sich selbst;<br>8 denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; darum, m\u00f6gen wir leben oder sterben, so geh\u00f6ren wir dem Herrn als Eigentum an.<br>9 Dazu ist ja Christus gestorben und wieder lebendig geworden, um sowohl \u00fcber Tote als auch \u00fcber Lebende Herr zu sein.<br>10 Du aber: wie kannst du dich zum Richter \u00fcber deinen Bruder machen? Oder auch du: wie darfst du deinen Bruder verachten? Wir werden ja alle (einmal) vor den Richterstuhl Gottes treten m\u00fcssen;<br>11 denn es steht geschrieben (Jes 45,23): \u00bbSo wahr ich lebe\u00ab, spricht der Herr, \u00bbmir (zu Ehren) wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.\u00ab<br>12 Demnach wird ein jeder von uns \u00fcber sich selbst Rechenschaft vor Gott abzulegen haben.<br>13 Darum wollen wir nicht mehr einer den andern richten, sondern haltet vielmehr das f\u00fcr das Richtige, dem Bruder keinen Ansto\u00df und kein \u00c4rgernis zu bereiten!<br>14 Ich wei\u00df und bin dessen im Herrn Jesus gewi\u00df, da\u00df nichts an und f\u00fcr sich unrein ist; jedoch wenn jemand etwas f\u00fcr unrein h\u00e4lt, so ist es f\u00fcr ihn (tats\u00e4chlich) unrein.<br>15 Denn wenn dein Bruder (durch dich) um einer Speise willen in Betr\u00fcbnis versetzt wird, so wandelst du nicht mehr nach (dem Gebot) der Liebe. Bringe durch dein Essen nicht den ins Verderben, f\u00fcr den Christus gestorben ist!<br>16 Verschuldet es also nicht, da\u00df euer Heilsgut der Verl\u00e4sterung anheimf\u00e4llt!<br>17 Das Reich Gottes besteht ja nicht in Essen und Trinken, sondern in Gerechtigkeit und Frieden und Freude im heiligen Geist;<br>18 denn wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgef\u00e4llig und vor den Menschen bew\u00e4hrt.<br>19 Darum wollen wir auf das bedacht sein, was zum Frieden und zu gegenseitiger Erbauung dient!<br>20 Zerst\u00f6re nicht um einer Speise willen das Werk Gottes! Zwar ist alles rein, aber zum Unheil ist es f\u00fcr jemand, der es mit inneren Bedenken genie\u00dft;<br>21 da ist es l\u00f6blich, kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken, \u00fcberhaupt nichts (zu tun), woran dein Bruder Ansto\u00df nimmt.<br>22 Du hast Glaubenszuversicht: halte sie f\u00fcr dich selbst vor dem Angesicht Gottes fest! Wohl dem, der nicht mit sich selbst ins Gericht zu gehen braucht bei dem, was er f\u00fcr recht h\u00e4lt!<br>23 Wer dagegen i\u00dft, obwohl er Bedenken hegt, der hat sich dadurch die Verurteilung zugezogen, weil (er) nicht aus Glauben (gehandelt hat); alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da haben wir Starken die Pflicht, die Schw\u00e4chen derer, die nicht so stark sind (wie wir), zu tragen und nicht wohlgef\u00e4llig an uns selbst zu denken:<br>2 nein, jeder von uns lebe dem N\u00e4chsten zu Gefallen, ihm zum Besten, zu seiner Erbauung!<br>3 Denn auch Christus hat nicht sich selbst zu Gefallen gelebt, sondern wie geschrieben steht (Ps 69,10): \u00bbDie Schm\u00e4hungen derer, die dich schm\u00e4hen, sind auf mich gefallen.\u00ab<br>4 So ist ja alles, was vor Zeiten geschrieben worden ist, f\u00fcr uns zur Belehrung geschrieben, damit wir durch standhaftes Ausharren und durch den Trost, den die (heiligen) Schriften gew\u00e4hren, an der Hoffnung festhalten.<br>5 Der Gott aber, von dem standhaftes Ausharren und Trost kommen, m\u00f6ge euch dazu verhelfen, einen eintr\u00e4chtigen Sinn untereinander nach der Weise Christi Jesu zu besitzen,<br>6 damit ihr einm\u00fctig mit einem Munde den Gott und Vater unsers Herrn Jesus Christus preisen k\u00f6nnt.<br>7 Darum nehmet euch gegenseitig (in Liebe) an, wie auch Christus euch zu Gottes Verherrlichung (in Liebe) angenommen hat!<br>8 Ich meine n\u00e4mlich: Christus ist ein Diener der Beschneidung geworden zum Erweis der Wahrhaftigkeit Gottes, um die den V\u00e4tern gegebenen Verhei\u00dfungen zu verwirklichen,<br>9 die Heiden andrerseits sollen Gott um seiner Barmherzigkeit willen preisen, wie geschrieben steht (Ps 18,50): \u00bbDarum will ich dich preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.\u00ab<br>10 Und an einer anderen Stelle hei\u00dft es (5.Mose 32,43): \u00bbFreuet euch, ihr Heiden, im Verein mit seinem Volke!\u00ab<br>11 und an einer anderen Stelle (Ps 117,1): \u00bbLobet, ihr Heiden alle, den Herrn, und alle V\u00f6lker sollen ihn preisen!\u00ab<br>12 Weiter sagt Jesaja (Jes 11,10): \u00bbErscheinen wird der Wurzelscho\u00df Isais, und zwar er, der da aufsteht, um \u00fcber die Heiden zu herrschen: auf ihn werden die Heiden ihre Hoffnung setzen.\u00ab<br>13 Der Gott aber, der unsere Hoffnung ist, erf\u00fclle euch mit aller Freude und mit Frieden auf dem Grunde des Glaubens, damit ihr immer reicher an Hoffnung werdet durch die Kraft des heiligen Geistes!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Schlu\u00df des Briefes; pers\u00f6nliche Mitteilungen, Gr\u00fc\u00dfe und letzte Mahnung (15,14-16,27)<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Ich habe aber auch pers\u00f6nlich von euch, liebe Br\u00fcder, die feste \u00dcberzeugung, da\u00df ihr eurerseits mit dem besten Willen erf\u00fcllt und, mit aller Erkenntnis voll ausger\u00fcstet, wohlbef\u00e4higt seid, euch auch untereinander zurechtzuweisen.<br>15 Trotzdem habe ich euch, wenigstens stellenweise, etwas r\u00fcckhaltlos geschrieben, um euch (an dies und das) zu erinnern, und zwar aufgrund des mir von Gott verliehenen Gnadenamtes.<br>16 Ich soll ja ein Diener Christi Jesu f\u00fcr die Heiden sein und als solcher den Priesterdienst an der Heilsbotschaft Gottes verrichten, damit die Heiden zu einer gottwohlgef\u00e4lligen, durch den heiligen Geist geheiligten Opfergabe werden.<br>17 In Christus Jesus darf ich mich daher meines f\u00fcr die Sache Gottes geleisteten Dienstes r\u00fchmen;<br>18 denn ich werde mich nicht erk\u00fchnen, von irgendwelchen Erfolgen zu reden, die nicht Christus durch mich gewirkt hat, um Heiden(v\u00f6lker) zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Tat,<br>19 durch die Kraft von Zeichen und Wundern, durch die Kraft des heiligen Geistes. Auf diese Weise habe ich n\u00e4mlich von Jerusalem aus und in weitem Umkreise bis nach Illyrikum hin die (Verk\u00fcndigung der) Heilsbotschaft von Christus voll ausgerichtet.<br>20 Dabei habe ich es mir aber zur Ehrensache gemacht, die Heilsbotschaft nicht da zu verk\u00fcndigen, wo der Name Christi bereits bekannt war; denn ich habe nicht auf fremdem Grund und Boden (weiter) bauen wollen,<br>21 sondern bin dem Schriftwort gefolgt (Jes 52,15): \u00bbDie sollen (ihn) zu sehen bekommen, denen noch nichts \u00fcber ihn verk\u00fcndigt worden ist, und die noch keine Kunde (von ihm) haben, die sollen (ihn) kennenlernen.\u00ab<br>22 Das ist denn auch der Grund, weshalb ich so oft verhindert worden bin, zu euch zu kommen.<br>23 Da ich jetzt aber in den Gegenden hier kein Arbeitsfeld mehr habe, wohl aber seit vielen Jahren mich danach sehne, zu euch zu kommen,<br>24 so werde ich, sobald ich die Reise nach Spanien unternehme (meinen Plan ausf\u00fchren). Ich hoffe n\u00e4mlich, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch das Geleit zur Weiterreise dorthin zu erhalten, nachdem ich mich zun\u00e4chst ein wenig bei euch erquickt habe.<br>25 Augenblicklich aber befinde ich mich auf der Reise nach Jerusalem anl\u00e4\u00dflich eines Liebesdienstes f\u00fcr die Heiligen.<br>26 Mazedonien und Achaja haben n\u00e4mlich beschlossen, eine Geldsammlung f\u00fcr die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu veranstalten.<br>27 Ja, sie haben es beschlossen und sind es ihnen ja auch schuldig; denn wenn die Heiden(christen) Anteil an den geistlichen G\u00fctern jener erhalten haben, so sind sie daf\u00fcr auch verpflichtet, ihnen mit ihren irdischen G\u00fctern auszuhelfen.<br>28 Wenn ich nun dieses Gesch\u00e4ft erledigt und ihnen den Ertrag dieser Sammlung sicher \u00fcbermittelt habe, dann werde ich \u00fcber euer Rom nach Spanien reisen.<br>29 Ich wei\u00df aber, da\u00df, wenn ich zu euch komme, ich euch eine F\u00fclle des Segens Christi mitbringen werde.<br>30 Ich bitte euch aber dringend, liebe Br\u00fcder, bei unserm Herrn Jesus Christus und bei der Liebe, die der (heilige) Geist wirkt: steht mir mit den Gebeten, die ihr f\u00fcr mich an Gott richtet, im Kampfe kr\u00e4ftig bei,<br>31 damit ich von den Ungehorsamen in Jud\u00e4a errettet werde und meine Dienstleistung f\u00fcr Jerusalem bei den Heiligen dort eine gute Aufnahme finden m\u00f6ge!<br>32 Dann kann ich, so Gott will, in freudiger Stimmung zu euch kommen und mich im Zusammensein mit euch erquicken.<br>33 Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6merbrief Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Ich empfehle euch aber unsere Schwester Ph\u00f6be, die im Dienst der Gemeinde zu Kenchre\u00e4 steht:<br>2 nehmt sie im Herrn auf, wie es sich f\u00fcr Heilige geziemt, und steht ihr in allen F\u00e4llen, wo sie euer bedarf, hilfreich zur Seite; denn sie hat gleichfalls vielen Beistand geleistet, auch mir pers\u00f6nlich.<br>3 Gr\u00fc\u00dft Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus,<br>4 die f\u00fcr mein Leben ihren eigenen Hals eingesetzt haben, wof\u00fcr nicht ich allein ihnen zu Dank verpflichtet bin, sondern auch s\u00e4mtliche heidenchristlichen Gemeinden;<br>5 gr\u00fc\u00dft auch die Gemeinde in ihrem Hause. Gr\u00fc\u00dft meinen geliebten Ep\u00e4netus, der die Erstlingsgabe Asiens f\u00fcr Christus ist.<br>6 Gr\u00fc\u00dft Maria, die sich hingebend f\u00fcr euch gem\u00fcht hat.<br>7 Gr\u00fc\u00dft Andronikus und Junias, meine Volksgenossen und (einst) meine Mitgefangenen, die bei den Aposteln in hohem Ansehen stehen und auch schon vor mir in Christus gewesen sind.<br>8 Gr\u00fc\u00dft meinen im Herrn geliebten Ampliatus.<br>9 Gr\u00fc\u00dft Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christus, und meinen geliebten Stachys.<br>10 Gr\u00fc\u00dft Apelles, der ein bew\u00e4hrter J\u00fcnger Christi ist. Gr\u00fc\u00dft die Br\u00fcder unter den Leuten des Aristobulus.<br>11 Gr\u00fc\u00dft meinen Volksgenossen Herodion. Gr\u00fc\u00dft diejenigen unter den Leuten des Narcissus, die im Herrn sind.<br>12 Gr\u00fc\u00dft Tryph\u00e4na und Tryphosa, die eifrig im Herrn arbeiten. Gr\u00fc\u00dft die geliebte Persis, die eine treue Arbeiterin im Herrn gewesen ist.<br>13 Gr\u00fc\u00dft den im Herrn auserw\u00e4hlten Rufus und seine Mutter, die auch mir eine Mutter gewesen ist.<br>14 Gr\u00fc\u00dft Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die (anderen) Br\u00fcder bei ihnen.<br>15 Gr\u00fc\u00dft Philologus und Julias, Nereus nebst seiner Schwester, auch Olympas und alle Heiligen bei ihnen.<br>16 Gr\u00fc\u00dft einander mit dem heiligen Ku\u00df. Alle Gemeinden Christi lassen euch gr\u00fc\u00dfen.<br>17 Ich ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder, auf der Hut vor denen zu sein, welche die Spaltungen und \u00c4rgernisse erregen im Gegensatz zu der Lehre, in der ihr unterwiesen worden seid: geht ihnen aus dem Wege;<br>18 denn solche Menschen dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauche und bet\u00f6ren durch ihre sch\u00f6n klingenden Reden und glatten Worte die Herzen der Arglosen.<br>19 Die Kunde von eurem (Glaubens-) Gehorsam ist ja zu allen gedrungen. Deshalb habe ich meine Freude an euch, w\u00fcnsche aber, da\u00df ihr weise seid, wo es das Gute gilt, dagegen einf\u00e4ltig gegen\u00fcber dem B\u00f6sen.<br>20 Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter euren F\u00fc\u00dfen zertreten, und zwar in B\u00e4lde. Die Gnade unsers Herrn Jesus sei mit euch!<br>21 Es gr\u00fc\u00dfen euch mein Mitarbeiter Timotheus und meine Volksgenossen Lucius, Jason und Sosipater.<br>22 Ich, Tertius, der Schreiber dieses Briefes, gr\u00fc\u00dfe euch im Herrn.<br>23 Es gr\u00fc\u00dft euch Gaius, dessen Gastfreundschaft ich und die ganze Gemeinde genie\u00dfen. Es gr\u00fc\u00dfen euch der Stadtk\u00e4mmerer Erastus und der Bruder Quartus.<br>24 Die Gnade unsers Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.<br>25 Ihm aber, der die Kraft hat, euch (im Glauben) fest zu machen nach meiner Heilsverk\u00fcndigung und der Predigt von Jesus Christus nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen geblieben,<br>26 jetzt aber bekanntgegeben und auch durch prophetische Schriften nach dem Auftrage des ewigen Gottes bei allen Heidenv\u00f6lkern verk\u00fcndigt worden ist, um Glaubensgehorsam (bei ihnen) zu wirken:<br>27 ihm, dem allein weisen Gott, sei durch Jesus Christus die Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-419_59e0a9-26 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-419_59e0a9-26 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-419_59e0a9-26\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns419_a637aa-90{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns419_a637aa-90 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_a637aa-90 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns419_a637aa-90\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn419_d3ef7e-42.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn419_d3ef7e-42 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=41\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Startseite<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns419_d24296-7b{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns419_d24296-7b .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_d24296-7b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns419_d24296-7b\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn419_bc4152-b8.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn419_bc4152-b8 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=390\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Apostelgeschichte<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns419_ca6963-68{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns419_ca6963-68 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns419_ca6963-68 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns419_ca6963-68\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn419_d15ddc-b6.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn419_d15ddc-b6 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=812\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">vor zum 1. 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