{"id":489,"date":"2023-12-21T15:20:41","date_gmt":"2023-12-21T14:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=489"},"modified":"2026-01-17T14:34:11","modified_gmt":"2026-01-17T13:34:11","slug":"hebraeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=489","title":{"rendered":"Hebr\u00e4er"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Brief an die Hebr\u00e4er<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns489_9a7d03-13{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns489_9a7d03-13 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns489_9a7d03-13\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn489_a6e0fc-65.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn489_a6e0fc-65 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2329\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn489_95373b-03.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn489_95373b-03 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id489_8a1b35-6f .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id489_8a1b35-6f .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id489_8a1b35-6f .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id489_8a1b35-6f .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die Gr\u00f6\u00dfe des Gottessohnes und die bedrohlichen Folgen des Ungehorsams gegen sein Wort (1,1-4,13)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nachdem Gott vorzeiten vielf\u00e4ltig und auf vielerlei Weise zu den V\u00e4tern geredet hat in den Propheten,<br>2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben von allem eingesetzt, durch den er auch die Weltzeiten geschaffen hat.<br>3 Dieser ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und die Auspr\u00e4gung seines Wesens und tr\u00e4gt das Weltall durch sein Allmachtswort; er hat sich, nachdem er die Reinigung von den S\u00fcnden vollbracht hat, zur Rechten der Erhabenheit in den Himmelsh\u00f6hen gesetzt<br>4 und ist dadurch um so viel gr\u00f6\u00dfer geworden als die Engel, wie der Name, den er als Erbteil erhalten hat, den ihrigen \u00fcberragt.<br>5 Denn zu welchem von den Engeln h\u00e4tte Gott jemals gesagt (Ps 2,7): \u00bbMein Sohn bist du: ich habe dich heute gezeugt\u00ab? Und ein andermal (2.Sam 7,14): \u00bbIch will ihm Vater sein, und er soll f\u00fcr mich Sohn sein?\u00ab<br>6 Weiter sagt er von der Zeit, in welcher er den Erstgeborenen wiederum in die Menschenwelt einf\u00fchren wird (Ps 97,7): \u00bbAlle Engel Gottes sollen vor ihm huldigend sich neigen.\u00ab<br>7 Und in bezug auf die Engel hei\u00dft es zwar (Ps 104,4): \u00bbEr macht seine Engel zu Winden und seine Diener zur Feuerflamme\u00ab,<br>8 aber in bezug auf den Sohn (Ps 45,7-8): \u00bbDein Thron, o Gott, steht fest in alle Ewigkeit, und der Stab der Geradheit ist der Stab deiner K\u00f6nigsherrschaft.<br>9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzwidrigkeit geha\u00dft; darum hat dich, o Gott, dein Gott mit Freuden\u00f6l gesalbt vor deinen Genossen.\u00ab<br>10 Und ferner (Ps 102,26-28): \u00bbDu hast im Anfang, Herr, die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk;<br>11 sie werden vergehen, du aber bleibst, und sie werden alle veralten wie ein Gewand;<br>12 wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden verwandelt werden; du aber bleibst derselbe, und deine Jahre werden kein Ende nehmen.\u00ab<br>13 Zu welchem Engel h\u00e4tte er ferner jemals gesagt (Ps 110,1): \u00bbSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe\u00ab?<br>14 Sind sie nicht allesamt (nur) dienstbare Geister, die zu Dienstleistungen ausgesandt werden um derer willen, welche die Rettung ererben sollen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Darum m\u00fcssen wir uns um so fester an das halten, was wir geh\u00f6rt haben, um seiner ja nicht verlustig zu gehen.<br>2 Denn wenn schon das durch Vermittlung von Engeln verk\u00fcndete Wort unverbr\u00fcchlich war und jede \u00dcbertretung und jeder Ungehorsam die geb\u00fchrende Vergeltung empfing (10,28):<br>3 wie sollten wir da (der Strafe) entrinnen, wenn wir ein so hohes Heil unbeachtet lassen? Dieses hat ja seinen Anfang von der Verk\u00fcndigung durch den Herrn (selbst) genommen und ist uns dann von den Ohrenzeugen zuverl\u00e4ssig best\u00e4tigt worden,<br>4 wobei auch Gott noch Zeugnis daf\u00fcr abgelegt hat durch Zeichen und Wunder, durch mannigfache Krafttaten und Austeilungen des heiligen Geistes, nach seinem Ermessen.<br>5 Denn nicht Engeln hat er die zuk\u00fcnftige Welt, von der wir hier reden, unterstellt,<br>6 vielmehr hat jemand an einer Stelle ausdr\u00fccklich bezeugt (Ps 8,5-7): \u00bbWas ist der Mensch, da\u00df du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, da\u00df du ihn beachtest?<br>7 Du hast ihn f\u00fcr eine kurze Zeit unter die Engel erniedrigt, ihn (dann aber) mit Herrlichkeit und Ehre gekr\u00f6nt;<br>8 alles hast du ihm unter die F\u00fc\u00dfe unterworfen.\u00ab Dadurch n\u00e4mlich, da\u00df er \u00bbihm alles unterworfen hat\u00ab, hat er nichts von der Unterwerfung unter ihn ausgenommen. Bisher nehmen wir allerdings noch nicht wahr, da\u00df ihm alles unterworfen ist;<br>9 wohl aber sehen wir den, der f\u00fcr eine kurze Zeit unter die Engel erniedrigt gewesen ist, n\u00e4mlich Jesus, um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekr\u00f6nt; er sollte ja durch Gottes Gnade f\u00fcr jeden den Tod schmecken.<br>10 Denn es geziemte ihm, um dessen willen alles ist und durch den alles ist, nachdem er viele S\u00f6hne zur Herrlichkeit gef\u00fchrt hatte, den Urheber ihrer Rettung durch Leiden hindurch zur Vollendung zu bringen.<br>11 Denn beide, sowohl der Heiligende (Joh 17,19) als auch die, welche (von ihm) geheiligt werden, (kommen = stammen) alle von dem gleichen Vater her; aus diesem Grunde sch\u00e4mt er sich auch nicht, sie \u00bbBr\u00fcder\u00ab zu nennen,<br>12 indem er sagt (Ps 22,23): \u00bbIch will deinen Namen meinen Br\u00fcdern verk\u00fcndigen, inmitten der Gemeinde will ich dich preisen\u00ab;<br>13 und an einer andern Stelle (Jes 8,17): \u00bbIch will mein Vertrauen auf ihn setzen\u00ab; und wiederum (Jes 8,18): \u00bbSiehe, hier bin ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat.\u00ab<br>14 Weil nun die Kinder (leiblich) am Blut und Fleisch Anteil haben, hat auch er gleicherma\u00dfen Anteil an ihnen erhalten, um durch seinen Tod den zu vernichten, der die Macht des Todes hat, n\u00e4mlich den Teufel,<br>15 und um alle die in Freiheit zu setzen, die durch Furcht vor dem Tode w\u00e4hrend ihres ganzen Lebens in Knechtschaft gehalten wurden.<br>16 Denn es sind doch sicherlich nicht Engel, deren er sich anzunehmen hat, sondern der Nachkommenschaft Abrahams nimmt er sich an;<br>17 und daher mu\u00dfte er in allen St\u00fccken seinen Br\u00fcdern gleich werden, damit er barmherzig w\u00fcrde und ein treuer Hoherpriester Gott gegen\u00fcber, um f\u00fcr die S\u00fcnden des Volkes Vergebung zu erwirken.<br>18 Denn eben deshalb, weil er selbst Versuchung erlitten hat, vermag er denen zu helfen, die versucht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Darum, heilige Br\u00fcder, Genossen der himmlischen Berufung, richtet euer Augenmerk auf den Gottesboten und Hohenpriester unsers Bekenntnisses, auf Jesus,<br>2 der da \u00bbtreu\u00ab war dem, der ihn geschaffen hat, wie auch Mose (treu gewesen ist) \u00bbin Gottes ganzem Hause\u00ab (4.Mose 12,7).<br>3 Denn einer gr\u00f6\u00dferen Herrlichkeit als Mose ist dieser w\u00fcrdig erachtet worden, in dem Ma\u00dfe, als der, welcher das Haus hergestellt hat, h\u00f6her an Ehre steht als das Haus.<br>4 Denn jedes Haus wird von jemand hergestellt; der aber alles hergestellt hat, das ist Gott.<br>5 Und was Mose betrifft, so ist er zwar \u00bbin seinem ganzen Hause treu\u00ab gewesen, (aber doch nur) als \u00bbDiener\u00ab, um Zeugnis abzulegen f\u00fcr das, was als Offenbarung verk\u00fcndigt werden sollte;<br>6 Christus dagegen (ist treu) als \u00bbSohn\u00ab \u00fcber \u00bbsein eigenes Haus\u00ab, und sein Haus sind wir, vorausgesetzt, da\u00df wir an der freudigen Zuversicht und an der Hoffnung, deren wir uns r\u00fchmen, bis ans Ende unersch\u00fctterlich festhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Warnung des Psalmwortes vor Unglauben und Abfall<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Deshalb (gilt uns) das Wort des heiligen Geistes (Ps 95,7-11): \u00bbHeute, wenn ihr seine Stimme h\u00f6rt,<br>8 verh\u00e4rtet eure Herzen nicht, wie (es einst) bei der Erbitterung am Tage der Versuchung in der W\u00fcste (geschah),<br>9 wo eure V\u00e4ter (mich) mit einer Erprobung versuchten; und doch haben sie meine Werke vierzig Jahre hindurch gesehen.<br>10 Deshalb ward ich \u00fcber dieses Geschlecht entr\u00fcstet und sprach: \u203aAllezeit gehen sie mit ihrem Herzen irre!\u2039 Sie aber erkannten meine Wege nicht,<br>11 so da\u00df ich in meinem Zorn schwur: \u203aSie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!\u2039\u00ab<br>12 Gebt acht, liebe Br\u00fcder, da\u00df sich in keinem von euch ein b\u00f6ses Herz des Unglaubens im Abfall von dem lebendigen Gott zeige!<br>13 Ermahnt euch vielmehr selbst an jedem Tage, solange das \u00bbHeute\u00ab noch gilt, damit keiner von euch durch den Betrug der S\u00fcnde verh\u00e4rtet werde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Warnungsbeispiel der Israeliten in der W\u00fcste<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Denn Genossen Christi sind wir geworden, wenn anders wir die anf\u00e4ngliche Glaubenszuversicht bis ans Ende unersch\u00fctterlich festhalten.15 Wenn es hei\u00dft (Ps 95,7-8): \u00bbHeute, wenn ihr seine Stimme h\u00f6rt, verh\u00e4rtet eure Herzen nicht, wie es bei der Erbitterung (V.8) geschah\u00ab \u201316 wer waren denn die Leute, die, obgleich sie (seine Verhei\u00dfung) geh\u00f6rt hatten, dennoch sich erbittern lie\u00dfen? Waren es nicht alle, die durch Moses Vermittlung aus \u00c4gypten ausgezogen waren?17 Und wer waren die Leute, \u00fcber die er vierzig Jahre lang entr\u00fcstet gewesen ist? Doch wohl die, welche ges\u00fcndigt hatten und deren Glieder (dann) in der W\u00fcste zerfallen sind.18 Und wer waren die Leute, denen er zugeschworen hat, sie sollten nicht in seine Ruhe eingehen? Doch wohl die, welche sich ungehorsam bewiesen hatten.19 So sehen wir denn, da\u00df sie nicht haben hineingelangen k\u00f6nnen infolge (ihres) Unglaubens.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da nun die Verhei\u00dfung des Eingehens in seine Ruhe noch unerf\u00fcllt geblieben ist, so wollen wir \u00e4ngstlich darauf bedacht sein, da\u00df es sich bei keinem von euch herausstelle, er sei zur\u00fcckgeblieben.<br>2 Denn die Heilsbotschaft ist an uns ebensogut ergangen wie an jene; aber jenen hat das Wort, das sie zu h\u00f6ren bekamen, nichts gen\u00fctzt, weil es bei den H\u00f6rern nicht mit dem Glauben vereinigt war.<br>3 Wir dagegen, die wir zum Glauben gekommen sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat (Ps 95,11): \u00bbSo da\u00df ich in meinem Zorn schwur: \u203aSie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!\u2039\u00ab \u2013 wiewohl doch das Wirken (Gottes) seit der Vollendung der Weltsch\u00f6pfung zum Abschlu\u00df gekommen war.<br>4 Er hat sich ja an einer Stelle \u00fcber den siebten Tag so ausgesprochen (1.Mose 2,2): \u00bbGott ruhte am siebten Tage von allen seinen Werken\u00ab;<br>5 an anderer Stelle dagegen hei\u00dft es (Ps 95,11): \u00bbSie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!\u00ab<br>6 Da also das Eingehen einiger in die Ruhe bestehen bleibt, andrerseits die, welche zuerst die begl\u00fcckende Botschaft empfangen haben, infolge (ihres) Ungehorsams nicht hineingelangt sind,<br>7 so setzt (Gott) aufs neue einen Tag fest, ein \u00bbHeute\u00ab, indem er nach so langer Zeit durch David, wie schon vorhin (3,7) gesagt worden ist, verk\u00fcndigt: \u00bbHeute, wenn ihr seine Stimme h\u00f6rt, verh\u00e4rtet eure Herzen nicht!\u00ab<br>8 Denn wenn Josua sie wirklich in die Ruhe eingef\u00fchrt h\u00e4tte, so w\u00fcrde (Gott) nicht von einem anderen, sp\u00e4teren Tage reden.<br>9 Somit bleibt dem Volk Gottes eine Sabbatruhe noch vorbehalten;<br>10 denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist damit auch seinerseits zur Ruhe von seinen Werken gelangt, geradeso wie Gott von den seinigen.<br>11 So wollen wir also eifrig darauf bedacht sein, in jene Ruhe einzugehen, damit keiner zu Fall kommt und dadurch das gleiche warnende Beispiel des Ungehorsams darbiete.<br>12 Denn lebendig ist das Wort Gottes und wirkungskr\u00e4ftig und sch\u00e4rfer als jedes zweischneidige Schwert: es dringt hindurch, bis es Seele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und ist ein Richter \u00fcber die Regungen und Gedanken des Herzens;<br>13 und es gibt nichts Geschaffenes, das sich vor ihm verbergen k\u00f6nnte, nein, alles liegt entbl\u00f6\u00dft und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft abzulegen haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Das vollkommene Hohepriestertum Jesu, die Heilslehre von der Vollkommenheit und die Pflicht ausharrenden Glaubens (4,14-12,29)<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Da wir nun einen gro\u00dfen Hohenpriester haben, der durch die Himmel hindurchgegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so wollen wir am Bekenntnis (zu ihm) festhalten.<br>15 Wir haben ja (an ihm) nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitgef\u00fchl mit unsern Schwachheiten haben k\u00f6nnte, sondern einen solchen, der in allen St\u00fccken auf gleiche Weise (wie wir) versucht worden ist, nur ohne S\u00fcnde.<br>16 So wollen wir denn mit freudiger Zuversicht zum Thron der Gnade hinzutreten, um Barmherzigkeit zu empfangen und Gnade zu finden zu rechtzeitiger Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Denn jeder aus der Zahl der Menschen genommene Hohepriester wird f\u00fcr Menschen zum Dienst vor Gott eingesetzt, um teils unblutige, teils blutige Opfer f\u00fcr S\u00fcnden darzubringen;<br>2 und er ist dabei wohl imstande, die Unwissenden und Irrenden billig zu beurteilen, weil er ja selbst mit Schwachheit behaftet ist.<br>3 Und um dieser willen mu\u00df er wie f\u00fcr das Volk, so auch f\u00fcr sich selbst Opfer der S\u00fcnden wegen darbringen.<br>4 Und niemand kann sich selbst diese W\u00fcrde zueignen, sondern er mu\u00df von Gott dazu berufen werden, ganz so wie es auch bei Aaron der Fall gewesen ist.<br>5 So hat denn auch Christus sich nicht selbst die hohe W\u00fcrde des Hohenpriesters zugeeignet, sondern der (hat sie ihm verliehen), der zu ihm gesagt hat (Ps 2,7): \u00bbMein Sohn bist du, ich selbst habe dich heute gezeugt\u00ab;<br>6 wie er auch an einer anderen Stelle sagt (Ps 110,4): \u00bbDu bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.\u00ab<br>7 Er hat in den Tagen seines Fleisches Gebete und flehentliche Bitten mit lautem Schreien und Tr\u00e4nen vor den gebracht, der ihn vom Tode zu erretten vermochte, und hat auch Erh\u00f6rung gefunden (und ist) aus seiner Angst (befreit worden)<br>8 und hat trotz seiner Sohnesstellung an seinem Leiden den Gehorsam gelernt.<br>9 Nachdem er so zur Vollendung gelangt war, ist er f\u00fcr alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber ewigen Heils geworden,<br>10 er, der von Gott mit der Bezeichnung \u00bbHoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks\u00ab angeredet worden ist.<br>11 Dar\u00fcber h\u00e4tten wir noch viel zu sagen, doch es ist schwer, euch das klarzumachen, weil eure Fassungskraft stumpf geworden ist.<br>12 Denn w\u00e4hrend ihr nach (der L\u00e4nge) der Zeit schon Lehrer sein m\u00fc\u00dftet, bed\u00fcrft ihr umgekehrt noch der Belehrung in den Anfangsgr\u00fcnden der g\u00f6ttlichen Offenbarungsworte und seid dahin gekommen, da\u00df ihr Milch statt fester Nahrung n\u00f6tig habt.<br>13 Denn jeder, der noch auf Milch angewiesen ist, versteht sich noch nicht auf das Wort der Gerechtigkeit; er ist eben noch ein unm\u00fcndiges Kind.<br>14 F\u00fcr Gereifte dagegen ist die feste Nahrung da, n\u00e4mlich f\u00fcr die, welche infolge ihrer Gew\u00f6hnung ge\u00fcbte Sinne besitzen, so da\u00df sie das Gute und das Schlechte zu unterscheiden verm\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Darum wollen wir (jetzt) von den Anfangsgr\u00fcnden der Lehre Christi absehen und uns zur vollen Reife erheben, wollen nicht noch einmal den Grund legen mit Sinnes\u00e4nderung, die sich von toten Werken abkehrt, und mit dem Glauben an Gott,<br>2 mit der Belehrung \u00fcber Waschungen und Handauflegung, \u00fcber Totenauferstehung und ewiges Gericht.<br>3 Ja, dies wollen wir tun, wenn anders Gott es gelingen l\u00e4\u00dft.<br>4 Denn es ist unm\u00f6glich, solche, die einmal die Erleuchtung empfangen und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind<br>5 und das k\u00f6stliche Gotteswort und die Kr\u00e4fte der zuk\u00fcnftigen Welt gekostet haben<br>6 und dann doch abgefallen sind, noch einmal zur Sinnes\u00e4nderung zu erneuern, weil sie f\u00fcr ihre Person den Sohn Gottes von neuem kreuzigen und ihn der Beschimpfung preisgeben.<br>7 Denn wenn ein Acker den oftmals auf ihn fallenden Regen in sich eingesogen hat und denen, f\u00fcr die er bestellt wird, n\u00fctzlichen Ertrag hervorbringt, so macht er sich den von Gott kommenden Segen zu eigen;<br>8 bringt er dagegen Dornen und Disteln (1.Mose 3,17-18) hervor, so ist er unbrauchbar und geht dem Fluch entgegen, dessen Ende zum Feuerbrand f\u00fchrt.<br>9 Wir sind aber in bezug auf euch, Geliebte, wenn wir auch so reden, doch eines Besseren gewi\u00df, n\u00e4mlich dessen, was in engster Beziehung zur Errettung steht.<br>10 Denn Gott ist nicht ungerecht, da\u00df er eure Arbeit und die Liebe verg\u00e4\u00dfe, die ihr f\u00fcr seinen Namen dadurch an den Tag gelegt habt, da\u00df ihr den Heiligen Dienste geleistet habt und auch jetzt noch leistet.<br>11 Wir w\u00fcnschen aber innig, da\u00df jeder einzelne von euch den gleichen Eifer an den Tag legen m\u00f6ge, um die Hoffnung bis ans Ende mit voller Gewi\u00dfheit festzuhalten,<br>12 damit ihr nicht stumpf werdet, sondern dem Vorbild derer nachfolgt, die durch Glauben und standhaftes Ausharren die verhei\u00dfenen Heilsg\u00fcter erben.<br>13 Nachdem Gott n\u00e4mlich dem Abraham die Verhei\u00dfung gegeben hatte, schwur er, weil er bei keinem H\u00f6heren schw\u00f6ren konnte, bei sich selbst<br>14 mit den Worten (1.Mose 22,16-17): \u00bbF\u00fcrwahr, ich will dich reichlich segnen und dich \u00fcberaus zahlreich machen!\u00ab,<br>15 und auf diese Weise harrte jener geduldig aus und erlangte das Verhei\u00dfene.<br>16 Menschen schw\u00f6ren bekanntlich bei dem H\u00f6heren, und der Eid dient ihnen zur Bekr\u00e4ftigung, so da\u00df alle Widerrede ausgeschlossen ist.<br>17 Aus diesem Grunde ist auch Gott, weil er den Erben seiner Verhei\u00dfung das Unab\u00e4nderliche seines Ratschlusses in besonderem Grade deutlich dartun wollte, als B\u00fcrge mit einem Eid eingetreten,<br>18 damit wir durch zwei unab\u00e4nderliche Tatsachen, bei denen Gott unm\u00f6glich get\u00e4uscht haben kann, eine starke Ermutigung bes\u00e4\u00dfen, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die uns er\u00f6ffnete Hoffnung zu ergreifen.<br>19 In dieser besitzen wir ja gleichsam einen festen und zuverl\u00e4ssigen Anker f\u00fcr unsere Seele, der bis hinter den Vorhang (in das himmlische Heiligtum) hineinreicht,<br>20 wohin Jesus als Vorl\u00e4ufer uns zum Heil hineingegangen ist, insofern er \u00bbHoherpriester nach der Ordnung (5,10) Melchisedeks\u00ab geworden ist in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angaben \u00fcber die Person Melchisedeks<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dieser Melchisedek n\u00e4mlich, K\u00f6nig von Salem, Priester des h\u00f6chsten Gottes, ging dem Abraham entgegen, als dieser von der Besiegung der K\u00f6nige (1.Mose 14,17-20) zur\u00fcckkehrte, und segnete ihn;<br>2 daf\u00fcr teilte Abraham ihm dann auch den Zehnten von der ganzen Beute zu. Zun\u00e4chst ist er, wenn man seinen Namen deutet, \u203aK\u00f6nig der Gerechtigkeit\u2039, sodann aber auch \u203aK\u00f6nig von Salem\u2039, das bedeutet \u203aK\u00f6nig des Friedens\u2039;<br>3 er hat (im biblischen Bericht) keinen Vater, keine Mutter, keine Ahnenreihe, weder einen Anfang seiner Tage noch ein Ende seines Lebens, gleicht vielmehr dem Sohne Gottes: er bleibt Priester f\u00fcr immer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Melchisedek steht an W\u00fcrde h\u00f6her als die levitischen Priester<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Beachtet nun wohl, wie gro\u00df dieser Mann dasteht, dem der Erzvater Abraham den Zehnten von den auserlesensten Beutest\u00fccken gegeben hat!<br>5 Wohl sind auch diejenigen Nachkommen Levis, die das Priestertum empfangen, berechtigt, den Zehnten von dem Volk in der vom Gesetz vorgeschriebenen Weise zu erheben (4.Mose 18,20-30), also von ihren Br\u00fcdern, obgleich doch auch diese leibliche Nachkommen Abrahams sind;<br>6 jener aber hat, wiewohl er seiner Abstammung nach mit ihnen in keiner Verbindung steht, von Abraham (selbst) den Zehnten erhoben und den, der im Besitz der Verhei\u00dfungen war, gesegnet.<br>7 Nun ist es aber durchaus unbestreitbar, da\u00df das Geringere von dem H\u00f6heren gesegnet wird.<br>8 Und hier sind es sterbliche Menschen, welche die Zehnten entgegennehmen, dort aber ist es einer, dem bezeugt wird, da\u00df er lebt (V.3).<br>9 Weiter: in der Person Abrahams ist gewisserma\u00dfen auch vom Zehntenempf\u00e4nger Levi der Zehnte erhoben worden;<br>10 denn er (Levi) befand sich (damals) noch in der Lende seines Stammvaters, als Melchisedek diesem entgegenging.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die durch das eigenartige Priestertum Jesu bewirkte \u00c4nderung (Aufhebung) der Priesterordnung<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Freilich, wenn eine Vollendung durch das levitische Priestertum m\u00f6glich w\u00e4re \u2013 auf diesem (Priestertum) beruht ja die ganze Gesetzgebung des Volkes \u2013: welches Bed\u00fcrfnis h\u00e4tte dann noch vorgelegen, einen andersartigen Priester \u00bbnach der Ordnung Melchisedeks\u00ab einzusetzen und ihn nicht (einfach) \u00bbnach der Ordnung Aarons\u00ab zu benennen?<br>12 Denn mit einer \u00c4nderung des Priestertums tritt mit Notwendigkeit auch eine \u00c4nderung des Gesetzes ein.<br>13 Der n\u00e4mlich, auf den sich jener Ausspruch (Ps 110,4) bezieht, hat ja doch einem anderen Stamme angeh\u00f6rt, aus dem niemand (jemals) mit dem Altardienst zu tun gehabt hat.<br>14 Es ist ja doch allbekannt, da\u00df unser Herr (Jesus) aus (dem Stamme) Juda hervorgegangen ist, und in bezug auf diesen Stamm hat Mose nichts verlauten lassen, was sich auf Priester bezieht.<br>15 Und vollends klar liegt die Sache dadurch, da\u00df ein andersartiger Priester, der dem Melchisedek \u00e4hnlich ist, eingesetzt wird,<br>16 der es nicht nach der Bestimmung eines an leibliche Abstammung bindenden Gebotes geworden ist, sondern nach der Kraft unzerst\u00f6rbaren Lebens.<br>17 Denn ihm wird bezeugt (Ps 110,4): \u00bbDu bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Grund f\u00fcr den Wechsel der Priesterordnung ist, da\u00df Jesus B\u00fcrge eines h\u00f6heren Bundes werden sollte<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Damit tritt einerseits zwar die Aufhebung eines bis dahin g\u00fcltigen Gebotes ein, weil es sich unwirksam und unbrauchbar erwiesen hatte \u2013<br>19 das (mosaische) Gesetz hat ja auch wirklich keine Vollendung zustande gebracht \u2013, andrerseits (tritt dadurch) aber auch die Herbeif\u00fchrung einer besseren Hoffnung (ein), mittels derer wir Gott (wirklich) nahen k\u00f6nnen.<br>20 Und insofern (er) nicht ohne Eidesleistung (Priester geworden ist) \u2013 jene sind ja ohne Eidschwur Priester geworden,<br>21 dieser dagegen mit einem Eidschwur von seiten dessen, der zu ihm spricht (Ps 110,4): \u00bbGeschworen hat der Herr, und es wird ihn nicht gereuen: du bist Priester in Ewigkeit\u00ab \u2013:<br>22 dementsprechend ist Jesus um so mehr der B\u00fcrge eines besseren Bundes geworden.<br>23 Au\u00dferdem sind dort Priester als Vielheit vorhanden gewesen, weil sie durch den Tod daran gehindert wurden, (im Amt) zu verbleiben;<br>24 hier aber ist es ein solcher, der, weil er \u00bbin Ewigkeit\u00ab bleibt, ein nie wechselndes Priestertum im Besitz hat.<br>25 Daher vermag er auch denen, die durch seine Vermittlung zu Gott hinzutreten, vollkommene Rettung zu schaffen: er lebt ja immerdar, um f\u00fcrbittend f\u00fcr sie (vor Gott) einzutreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abschlie\u00dfende Zusammenfassung: Jesus als der vollkommene und ewige Hohepriester<\/h3>\n\n\n\n<p>26 Denn einen solchen Hohenpriester mu\u00dften wir auch haben, der da heilig, schuldlos, unbefleckt ist, von den S\u00fcndern geschieden und \u00fcber die Himmel hoch erh\u00f6ht;<br>27 der nicht wie die (menschlichen) Hohenpriester Tag f\u00fcr Tag n\u00f6tig hat, zun\u00e4chst f\u00fcr seine eigenen S\u00fcnden Opfer darzubringen, danach f\u00fcr die des Volkes; denn letzteres hat er ein f\u00fcr allemal dadurch geleistet, da\u00df er sich selbst (zum Opfer) dargebracht hat.<br>28 Denn das (mosaische) Gesetz bestellt zu Hohenpriestern Menschen, die mit Schwachheit behaftet sind; das Wort des Eidschwurs dagegen, der erst nach dem Gesetz erfolgt ist, setzt einen Sohn ein, der f\u00fcr die Ewigkeit vollendet ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00dcberlegenheit des himmlischen Hohepriesterdienstes Jesu und des neuen Bundes, dessen Mittler er ist<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Hauptsache aber bei der vorliegenden Darlegung ist folgendes: Einen solchen Hohenpriester haben wir, der sich im Himmel zur Rechten des Thrones der g\u00f6ttlichen Erhabenheit gesetzt hat,<br>2 und zwar als Verwalter des Heiligtums, n\u00e4mlich des wahren Zeltes, das der Herr, nicht ein Mensch errichtet hat.<br>3 Denn jeder Hohepriester wird zu dem Zweck bestellt, unblutige und blutige Opfer darzubringen; daher mu\u00df auch dieser etwas darzubringen haben.<br>4 Bef\u00e4nde er sich nun auf der Erde, so w\u00fcrde er nicht einmal Priester sein, weil hier ja bereits Priester vorhanden sind, welche die Gaben nach dem (mosaischen) Gesetz darbringen.<br>5 Diese versehen freilich den Dienst nur an einer Nachbildung und einem Schattenbild der himmlischen Dinge entsprechend der g\u00f6ttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er das Zelt herstellen sollte; denn \u00bbGib wohl acht\u00ab, sagt der Herr zu ihm (2.Mose 25,40), \u00bbda\u00df du alles nach dem Vorbild anfertigst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist\u00ab.<br>6 Nun aber hat er einen um so vorz\u00fcglicheren Priesterdienst erlangt, als er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf der Grundlage besserer Verhei\u00dfungen festgesetzt worden ist.<br>7 Wenn n\u00e4mlich jener erste (Bund) tadellos gewesen w\u00e4re, so w\u00fcrde nicht die M\u00f6glichkeit, einen zweiten (Bund) zu schlie\u00dfen, gesucht werden.<br>8 Denn einen Tadel spricht (Gott) gegen sie (die Israeliten) aus mit den Worten (Jer 31,31-34): \u00bbWisset wohl: es kommen Tage\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des Herrn \u2013, \u00bbda will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund aufrichten,<br>9 nicht einen solchen Bund, wie ich ihn mit ihren V\u00e4tern damals geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Lande \u00c4gypten wegzuf\u00fchren; denn sie sind meinem Bunde nicht treu geblieben, und auch ich habe mich nicht (mehr) um sie gek\u00fcmmert\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des Herrn \u2013.<br>10 \u00bbNein, darin soll der Bund bestehen, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schlie\u00dfen werde\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des Herrn \u2013: \u00bbIch will meine Gesetze in ihren Sinn hineinlegen und sie ihnen ins Herz schreiben und will dann ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.<br>11 Dann braucht niemand mehr seinem Mitb\u00fcrger und niemand seinem Bruder Belehrung zu erteilen und ihm vorzuhalten: \u203aLerne den Herrn kennen!\u2039 Denn sie werden mich allesamt kennen vom Kleinsten bis zum Gr\u00f6\u00dften unter ihnen.<br>12 Denn ihren \u00dcbertretungen gegen\u00fcber werde ich Nachsicht \u00fcben und ihrer S\u00fcnden nicht mehr gedenken.\u00ab<br>13 Indem er hier von einem \u00bbneuen\u00ab (Bunde) redet, hat er den ersten f\u00fcr veraltet erkl\u00e4rt; was aber veraltet ist und sich \u00fcberlebt hat, das geht dem Untergang entgegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Unvollkommenheit des levitischen Priesterdienstes und die Vollkommenheit (oder: \u00dcberlegenheit) des hohepriesterlichen Dienstes Christi<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Allerdings hatte auch der erste (Bund) Satzungen f\u00fcr den Gottesdienst und (hatte) auch das weltliche Heiligtum.<br>2 Es wurde n\u00e4mlich ein Zelt hergestellt, dessen Vorderraum, in welchem sich der Leuchter sowie der Tisch mit den aufgelegten Schaubroten befinden, das sogenannte Heilige ist.<br>3 Hinter dem zweiten Vorhang aber liegt der Teil des Zeltes, der das Allerheiligste genannt wird,<br>4 mit dem goldenen R\u00e4ucheraltar und der ganz mit Gold \u00fcberzogenen Bundeslade, in welcher sich der goldene Krug mit dem Manna sowie der Stab Aarons, der Bl\u00fcten getrieben hatte, und die Bundestafeln befinden;<br>5 oben \u00fcber ihr aber stehen die (beiden) Cherube der Herrlichkeit, welche (mit ihren Fl\u00fcgeln) die Deckplatte \u00fcberschatten \u2013 doch hier\u00fcber soll jetzt nicht im einzelnen geredet werden.<br>6 Seitdem nun dies so eingerichtet worden ist, betreten die Priester, welche die gottesdienstlichen Handlungen zu verrichten haben, den Vorderraum des Zeltes jederzeit;<br>7 in den zweiten Raum dagegen darf nur der Hohepriester einmal im Jahr eintreten, (und zwar) nicht ohne Blut, das er f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr die Verfehlungen des Volkes darbringt.<br>8 Dadurch weist der heilige Geist darauf hin, da\u00df der Weg zum wahrhaften Heiligtum (8,2) noch nicht geoffenbart ist, solange das vordere Zelt noch Bestand hat.<br>9 So ist denn dieser Vorraum ein Sinnbild auf die Gegenwart, insofern in ihm unblutige und blutige Opfer dargebracht werden, die doch nicht imstande sind, den, der (Gott mit ihnen) dient, in seinem Gewissen ans Ziel zu bringen.<br>10 Sie sind ja neben den (Verordnungen \u00fcber) Speisen, Getr\u00e4nke und mancherlei Waschungen ebenfalls nur als fleischliche Satzungen bis zu der Zeit auferlegt, wo etwas Besseres in Geltung tritt.<br>11 Christus dagegen ist, indem er als Hoherpriester der zuk\u00fcnftigen G\u00fcter kam, durch das gr\u00f6\u00dfere und vollkommenere Zelt, das nicht mit H\u00e4nden gemacht ist, d.h. nicht dieser erschaffenen Welt angeh\u00f6rt,<br>12 auch nicht mittels des Blutes von B\u00f6cken und K\u00e4lbern, sondern mittels seines eigenen Blutes ein f\u00fcr allemal in das (himmlische) Heiligtum eingetreten und hat eine ewigg\u00fcltige Erl\u00f6sung ausfindig gemacht.<br>13 Denn wenn schon das Blut von B\u00f6cken und Stieren und die Asche einer Kuh, mit der man die Verunreinigten besprengt, Heiligung zu leiblicher Reinheit bewirkt,<br>14 um wieviel mehr wird das Blut Christi, der kraft ewigen Geistes sich selbst als ein fehlerloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christus als Mittler eines neuen Bundes und sein einmaliger Opfertod als ewigg\u00fcltiges Mittel seines himmlischen Hohepriesterdienstes<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Und aus diesem Grunde ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit aufgrund eines Todes, der zum Erla\u00df der w\u00e4hrend der Dauer des ersten Bundes begangenen \u00dcbertretungen erfolgt ist, die Berufenen das verhei\u00dfene Gut des ewigen Erbes empfangen sollten.<br>16 Denn wo eine letztwillige Stiftung vorliegt, da mu\u00df unbedingt der Tod dessen, der die Stiftung errichtet hat, (als eingetreten) nachgewiesen werden;<br>17 eine Stiftung wird ja erst nach Eintritt des Todes rechtskr\u00e4ftig, w\u00e4hrend sie durchaus keine Kraft besitzt, solange der Stifter noch lebt.<br>18 Daher ist ja auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden.<br>19 Nachdem n\u00e4mlich Mose jedes Gebot, wie das Gesetz es vorschrieb, dem ganzen Volke vorgetragen hatte, nahm er das Blut der K\u00e4lber und der B\u00f6cke nebst Wasser und Scharlachwolle und einem B\u00fcschel Ysop und besprengte damit wie das Buch selbst, so auch das gesamte Volk,<br>20 indem er dabei ausrief: \u00bbDies ist das Blut des Bundes, den Gott f\u00fcr euch angeordnet hat!\u00ab (2.Mose 24,6-8)<br>21 Aber auch das Zelt und s\u00e4mtliche gottesdienstlichen Ger\u00e4te besprengte er in gleicher Weise mit dem Blute;<br>22 \u00fcberhaupt wird beinahe alles nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergie\u00dfen erfolgt keine Vergebung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das einmalige blutige Selbstopfer Christi und seine gewaltige Heilsbedeutung f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Es mu\u00dften also zwar die Nachbildungen der im Himmel (befindlichen Heiligt\u00fcmer) durch diese Mittel gereinigt werden, aber f\u00fcr die himmlischen Heiligt\u00fcmer selbst mu\u00df es bessere Opfer geben, als jene es sind.<br>24 Denn Christus ist nicht in ein von Menschenh\u00e4nden hergestelltes Heiligtum eingegangen, das nur eine Nachbildung des wahren Heiligtums w\u00e4re, sondern in den Himmel selbst, um jetzt uns zum Heil (pers\u00f6nlich) vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen;<br>25 auch hat er das nicht in der Absicht getan, sich oftmals als Opfer darzubringen, wie der (irdische) Hohepriester allj\u00e4hrlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht;<br>26 sonst h\u00e4tte er ja seit Erschaffung der Welt oftmals leiden m\u00fcssen. So aber ist er nur einmal am Ende der Weltzeiten (1,2) offenbar geworden, um die S\u00fcnde durch sein Opfer aufzuheben.<br>27 Und so gewi\u00df es den Menschen bevorsteht, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,<br>28 ebenso wird auch Christus, nachdem er ein einziges Mal als Opfer dargebracht worden ist, um die S\u00fcnden vieler wegzunehmen, zum zweitenmal ohne (Beziehung zur) S\u00fcnde denen, die auf ihn warten, zum Heil erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das schattenhafte Vorbild und die Unzul\u00e4nglichkeit des allj\u00e4hrlichen Vers\u00f6hnungsopfers des levitischen Hohenpriesters; die Vollkommenheit des Opfers Jesu<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Denn weil das (mosaische) Gesetz nur das schattenhafte Abbild der zuk\u00fcnftigen Heilsg\u00fcter enth\u00e4lt, nicht aber die Gestalt der Dinge selbst, so ist es nimmermehr imstande, allj\u00e4hrlich durch dieselben Opfer, die man immer wieder darbringt, die an den Opfern Teilnehmenden ans Ziel zu bringen.<br>2 W\u00fcrde man sonst nicht mit ihrer Darbringung aufgeh\u00f6rt haben, weil doch die Teilnehmer am Gottesdienst keinerlei Schuldbewu\u00dftsein mehr gehabt h\u00e4tten, wenn sie ein f\u00fcr allemal gereinigt gewesen w\u00e4ren?<br>3 Statt dessen tritt durch diese Opfer allj\u00e4hrlich eine Erinnerung an (die) S\u00fcnden ein,<br>4 denn Blut von Stieren und B\u00f6cken kann unm\u00f6glich S\u00fcnden wegschaffen.<br>5 Daher sagt er auch bei seinem Eintritt in die Welt (Ps 40,7-9): \u00bbSchlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt, wohl aber hast du mir einen Leib bereitet;<br>6 an Brandopfern und S\u00fcndopfern hast du kein Wohlgefallen gehabt.<br>7 Da sprach ich: \u203aSiehe, ich komme \u2013 in der Buchrolle (Ps 40,8) steht \u00fcber mich geschrieben \u2013, um deinen Willen, o Gott, zu tun.\u2039\u00ab<br>8 W\u00e4hrend er zu Anfang sagt: \u00bbSchlachtopfer und Speisopfer, Brandopfer und S\u00fcndopfer hast du nicht gewollt und kein Wohlgefallen an ihnen gehabt\u00ab \u2013 obgleich diese Opfer doch dem Gesetz entsprechend dargebracht werden \u2013,<br>9 f\u00e4hrt er danach fort: \u00bbSiehe, ich komme, um deinen Willen zu tun\u00ab: er hebt (also) das Erste auf, um das Zweite daf\u00fcr als g\u00fcltig hinzustellen;<br>10 und auf Grund dieses Willens (Gottes) sind wir durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein f\u00fcr allemal geheiligt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das einmalige und in Vollkommenheit g\u00fcltige Selbstopfer Jesu macht alle anderen S\u00fcndopfer unn\u00f6tig, weil es die Gl\u00e4ubigen vor Gott ganz vollkommen gemacht hat<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Und jeder Priester zwar steht Tag f\u00fcr Tag da, indem er seinen Dienst verrichtet und immer wieder dieselben Opfer darbringt, die doch nimmermehr imstande sind, S\u00fcnden wegzuschaffen;<br>12 dieser dagegen hat nur ein einziges Opfer f\u00fcr (die) S\u00fcnden dargebracht und sich dann f\u00fcr immer zur Rechten Gottes gesetzt;<br>13 hinfort wartet er, bis seine Feinde hingelegt sein werden zum Schemel seiner F\u00fc\u00dfe.<br>14 Denn durch eine einzige Darbringung (V.10) hat er die, welche sich (von ihm) heiligen lassen (wollen), f\u00fcr immer ans Ziel gebracht.<br>15 Daf\u00fcr gibt uns aber auch der heilige Geist sein Zeugnis; denn nach den Worten (Jer 31,33-34):<br>16 \u00bbDies ist der Bund, den ich nach jenen Tagen mit ihnen schlie\u00dfen werde\u00ab, f\u00e4hrt der Herr fort: \u00bbIch will meine Gesetze in ihre Herzen hineinlegen und sie ihnen in den Sinn schreiben\u00ab<br>17 und \u00bbihrer S\u00fcnden und ihrer Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken\u00ab.<br>18 Wo diese aber Vergebung gefunden haben, da ist keine Darbringung (V.10) f\u00fcr S\u00fcnde mehr erforderlich.<br>19 Da wir also, liebe Br\u00fcder, die freudige Zuversicht haben, durch das Blut Jesu in das (himmlische) Heiligtum einzugehen \u2013<br>20 das ist der neue, lebendige Weg, den er uns durch den Vorhang hindurch, das hei\u00dft durch sein Fleisch, eingeweiht hat \u2013,<br>21 und da wir einen gro\u00dfen Priester haben, der \u00fcber das Haus Gottes gesetzt ist,<br>22 so la\u00dft uns mit aufrichtigem Herzen in voller Glaubensgewi\u00dfheit hinzutreten, nachdem wir uns durch Besprengung der Herzen vom b\u00f6sen Gewissen befreit und unsern Leib mit reinem Wasser gewaschen haben.<br>23 La\u00dft uns am Bekenntnis der Hoffnung unersch\u00fctterlich festhalten; denn treu ist der, welcher die Verhei\u00dfung gegeben hat.<br>24 Und la\u00dft uns auch aufeinander achtgeben, um uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Werken anzuregen,<br>25 indem wir unsere Zusammenk\u00fcnfte nicht vers\u00e4umen, wie das bei etlichen Gewohnheit ist, sondern uns gegenseitig ermuntern, und zwar um so mehr, als ihr den Tag (der Wiederkunft Jesu) schon nahen seht.<br>26 Denn wenn wir vors\u00e4tzlich s\u00fcndigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit erlangt haben, so bleibt uns fortan kein Opfer f\u00fcr die S\u00fcnden mehr \u00fcbrig,<br>27 sondern nur ein angstvolles Warten auf das Gericht und die Gier des Feuers, das die Widerspenstigen verzehren wird.<br>28 Wenn jemand das mosaische Gesetz verworfen hat, so mu\u00df er ohne Erbarmen auf (die Aussage von) zwei oder drei Zeugen hin sterben (4.Mose 15,30-31; 5.Mose 17,6):<br>29 eine wieviel h\u00e4rtere Strafe, denkt doch, wird dem zuerkannt werden, der den Sohn Gottes mit F\u00fc\u00dfen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, f\u00fcr wertlos geachtet und mit dem Geist der Gnade Spott getrieben hat!<br>30 Wir kennen ja den, der gesagt hat (5.Mose 32,35-36): \u00bbMein ist die Rache, ich will vergelten\u00ab, und an einer anderen Stelle (Ps 135,14): \u00bbDer Herr wird sein Volk richten.\u00ab<br>31 Schrecklich ist es, dem lebendigen Gott in die H\u00e4nde zu fallen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mahnung zur Glaubenstreue und Hoffnungszuversicht bei den zunehmenden Leiden im Hinblick auf den verhei\u00dfenen Lohn<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Denkt aber an die fr\u00fcheren Tage zur\u00fcck, in denen ihr nach empfangener Erleuchtung einen harten Leidenskampf geduldig bestanden habt,<br>33 indem ihr teils selbst durch Beschimpfungen und Drangsale zum \u00f6ffentlichen Schauspiel gemacht wurdet, teils an den Geschicken derer teilnehmen mu\u00dftet, die in solche Lagen versetzt waren.<br>34 Ihr habt ja doch mit den Gefangenen mitgelitten und den Raub eurer Habe mit Freuden hingenommen in der Erkenntnis, da\u00df ihr selbst einen wertvolleren und bleibenden Besitz habt.<br>35 Werft also eure freudige Zuversicht nicht weg: sie bringt ja eine hohe Lohnvergeltung mit sich!<br>36 Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr nach Erf\u00fcllung des g\u00f6ttlichen Willens das verhei\u00dfene Gut erlangt.<br>37 Denn es w\u00e4hrt \u00bbnur noch eine kleine, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht auf sich warten lassen.<br>38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben das Leben haben\u00ab, und \u00bbwenn er kleinm\u00fctig zur\u00fcckweicht, hat mein Herz kein Wohlgefallen an ihm\u00ab (Jes 26,20; Hab 2,3-4).<br>39 Wir aber haben nichts mit dem Zur\u00fcckweichen zu tun, das zum Verderben f\u00fchrt, sondern (halten es) mit dem Glauben, der das Leben gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Es ist aber der Glaube ein zuversichtliches Vertrauen auf das, was man hofft, ein festes \u00dcberzeugtsein von Dingen, die man (mit Augen) nicht sieht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alttestamentliche Vorbilder solchen Glaubens<\/h3>\n\n\n\n<p>2 Im Besitz solchen Glaubens haben n\u00e4mlich die Altvordern (das ehrende) Zeugnis (von Gott) erlangt.<br>3 Durch Glauben erkennen wir, da\u00df die Welt durch Gottes Wort ins Dasein gerufen worden ist; es sollte eben das jetzt Sichtbare nicht aus dem sinnlich Wahrnehmbaren entstanden sein.<br>4 Durch Glauben hat Abel Gott ein wertvolleres Opfer als Kain dargebracht und durch ihn das Zeugnis erhalten, er sei ein Gerechter, indem Gott (selbst) Zeugnis f\u00fcr seine Opfergaben ablegte; und durch ihn redet er auch jetzt noch nach seinem Tode. \u2013<br>5 Durch Glauben wurde Henoch entr\u00fcckt, damit er den Tod nicht s\u00e4he, und \u00bber war (auf Erden) nicht mehr zu finden, weil Gott ihn entr\u00fcckt hatte\u00ab (1.Mose 5,24); denn vor seiner Entr\u00fcckung ist ihm bezeugt worden, da\u00df er Gottes Wohlgefallen besessen habe.<br>6 Ohne Glauben aber kann man (Gott) unm\u00f6glich wohlgefallen; denn wer sich Gott nahen will, mu\u00df glauben, da\u00df es einen Gott gibt und da\u00df er denen, die ihn suchen, ihren Lohn zukommen l\u00e4\u00dft. \u2013<br>7 Durch Glauben hat Noah, als er die (g\u00f6ttliche) Weisung erhalten hatte, in Besorgnis um die Dinge, die noch nicht sichtbar vor Augen lagen, eine Arche zur Rettung seiner Familie gebaut; durch solchen Glauben hat er der Welt das Urteil gesprochen und ist ein Erbe der glaubensgem\u00e4\u00dfen Gerechtigkeit geworden.<br>8 Durch Glauben leistete Abraham dem Ruf Folge, der ihn in ein Land ziehen hie\u00df, das er zum Erbbesitz empfangen sollte: er wanderte aus, ohne zu wissen wohin.<br>9 Durch Glauben siedelte er sich als Beisasse in dem verhei\u00dfenen Lande wie in der Fremde an und wohnte in Zelten samt Isaak und Jakob, den Miterben der gleichen Verhei\u00dfung;<br>10 denn er wartete auf die Stadt, welche die festen Grundmauern hat, deren Erbauer und Werkmeister Gott ist.<br>11 Durch Glauben empfing ebenso auch Sara die Kraft, trotz ihres hohen Alters Mutter zu werden, weil sie den f\u00fcr zuverl\u00e4ssig ansah, der ihr die Verhei\u00dfung gegeben hatte.<br>12 Daher sind auch von einem einzigen und zwar einem bereits erstorbenen Manne Nachkommen entsprossen so zahlreich wie die Sterne des Himmels und wie der Sand am Gestade des Meeres, den niemand z\u00e4hlen kann. \u2013<br>13 Im Glauben sind diese alle gestorben, ohne die (Erf\u00fcllung der) Verhei\u00dfungen erlangt zu haben; nur von ferne haben sie diese gesehen und freudig begr\u00fc\u00dft und bekannt, da\u00df sie nur Fremdlinge und G\u00e4ste auf der Erde seien;<br>14 denn wer ein solches Bekenntnis ablegt, gibt dadurch zu erkennen, da\u00df er ein Vaterland sucht.<br>15 H\u00e4tten sie nun dabei an jenes (Vaterland) gedacht, aus dem sie ausgewandert waren, so h\u00e4tten sie Zeit zur R\u00fcckkehr dorthin gehabt;<br>16 so aber tragen sie nach einem besseren (Vaterland) Verlangen, n\u00e4mlich nach dem himmlischen. Daher sch\u00e4mt sich auch Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; er hat ihnen ja (bereits) eine Stadt (als Wohnung) bereitet. \u2013<br>17 Durch Glauben hat Abraham, als er versucht wurde, den Isaak zur Opferung dargebracht; ja er wollte seinen einzigen (Sohn) opfern, obgleich er die Verhei\u00dfungen empfangen hatte<br>18 und ihm zugesagt worden war (1.Mose 21,12): \u00bbNach Isaak soll dir Nachkommenschaft genannt werden\u00ab;<br>19 er bedachte eben, da\u00df Gott die Macht habe, auch aus den Toten zu erwecken; daher hat er ihn auch als ein Gleichnis zur\u00fcckerhalten. \u2013<br>20 Durch Glauben segnete Isaak auch den Jakob und Esau im Hinblick auf zuk\u00fcnftige Geschicke. \u2013<br>21 Durch Glauben segnete Jakob bei seinem Sterben jeden der (beiden) S\u00f6hne Josephs und betete zu Gott, auf die Spitze seines Stabes gelehnt. \u2013<br>22 Durch Glauben gedachte Joseph bei seinem Lebensende des (einstigen) Auszuges der Israeliten und traf Anordnungen in betreff seiner Gebeine.<br>23 Durch Glauben geschah es, da\u00df Mose nach seiner Geburt drei Monate lang von seinen Eltern verborgen gehalten wurde, weil sie die Sch\u00f6nheit des Kn\u00e4bleins sahen, und da\u00df sie sich vor dem Befehl des K\u00f6nigs nicht f\u00fcrchteten.<br>24 Durch Glauben verschm\u00e4hte es Mose, als er herangewachsen war, ein Sohn der Tochter des Pharaos zu hei\u00dfen;<br>25 lieber wollte er mit dem Volke Gottes Drangsale erleiden, als einen vor\u00fcbergehenden Genu\u00df von der S\u00fcnde haben:<br>26 er achtete die Schmach Christi f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Reichtum als die Sch\u00e4tze \u00c4gyptens; denn er hatte die (himmlische) Belohnung im Auge.<br>27 Durch Glauben verlie\u00df er \u00c4gypten, ohne Furcht vor dem Zorn des K\u00f6nigs; denn er wurde stark, als ob er den Unsichtbaren s\u00e4he.<br>28 Durch Glauben hat er das Passah und die Besprengung (der T\u00fcrpfosten) mit dem Blute angeordnet, damit der W\u00fcrgengel die Erstgeburten der Israeliten nicht antaste.<br>29 Durch Glauben sind sie durch das Rote Meer gezogen wie \u00fcber trockenes Land, w\u00e4hrend die \u00c4gypter ertranken, als sie denselben Versuch machten. \u2013<br>30 Durch Glauben geschah es, da\u00df die Mauern Jerichos einst\u00fcrzten, nachdem man sieben Tage lang um sie herumgezogen war. \u2013<br>31 Durch Glauben kam die Dirne Rahab nicht zugleich mit den Ungehorsamen ums Leben, weil sie die Kundschafter friedlich bei sich aufgenommen hatte.<br>32 Und was soll ich noch weiter sagen? Die Zeit w\u00fcrde mir ja fehlen, wenn ich von Gideon und Barak, von Simson und Jephtha, von David und Samuel und den Propheten reden wollte:<br>33 Durch Glauben haben diese (M\u00e4nner) K\u00f6nigreiche \u00fcberw\u00e4ltigt, (vergeltende) Gerechtigkeit ge\u00fcbt, (Erf\u00fcllung von) Verhei\u00dfungen erlangt, L\u00f6wenrachen verschlossen,<br>34 die Kraft des Feuers ausgel\u00f6scht; sie sind der Sch\u00e4rfe des Schwertes entronnen, aus Kraftlosigkeit wieder erstarkt, im Kampfe Helden geworden, haben Heere fremder V\u00f6lker in die Flucht geschlagen;<br>35 Frauen haben ihre Toten durch Auferweckung zur\u00fcckerhalten. Andere haben sich martern lassen und die Befreiung zur\u00fcckgewiesen, um einer desto herrlicheren Auferstehung teilhaftig zu werden.<br>36 Wieder andere haben Verh\u00f6hnung und Gei\u00dfelung, dazu noch Ketten und Kerker \u00fcber sich ergehen lassen;<br>37 sie sind gesteinigt, gefoltert, zers\u00e4gt, mit dem Henkerbeil hingerichtet worden, sind in Schaffellen, in Ziegenh\u00e4uten unter Entbehrungen, Drangsalen und Mi\u00dfhandlungen umhergezogen;<br>38 sie, deren die Welt nicht wert war, haben in Ein\u00f6den und Gebirgen, in H\u00f6hlen und Erdkl\u00fcften umherirren m\u00fcssen.<br>39 Und diese alle, denen doch durch den Glauben ihr Zeugnis zuteil geworden ist, haben die (Erf\u00fcllung der) Verhei\u00dfung nicht erlangt,<br>40 weil Gott f\u00fcr uns etwas Besseres zuvor ersehen hatte: sie sollten nicht ohne uns zur (himmlischen) Vollendung gelangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ermahnung zur Bew\u00e4hrung der Glaubenstreue besonders im Hinblick auf das Vorbild Jesu<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So wollen denn auch wir, da wir uns von einer solchen Wolke von Zeugen umgeben sehen, alles, was uns beschwert, und (besonders) die uns so leicht umstrickende S\u00fcnde ablegen und mit standhafter Ausdauer in dem uns obliegenden Wettkampfe laufen,<br>2 indem wir dabei hinblicken auf Jesus, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens, der um den Preis der Freude, die ihn (als Siegeslohn) erwartete, den Kreuzestod erduldet und die Schmach f\u00fcr nichts geachtet, dann sich aber zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.<br>3 Ja, denkt an ihn, der ein derartiges Widersprechen von den S\u00fcndern gegen sich geduldig ertragen hat, damit ihr (im Lauf) nicht ermattet und euren Mut nicht sinken la\u00dft!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mahnung, die Leidensanfechtungen als F\u00f6rderungsmittel f\u00fcr das Glaubensleben dienen zu lassen<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Denn bis jetzt habt ihr im Kampf gegen die S\u00fcnde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet<br>5 und habt das Mahnwort vergessen, das zu euch wie zu S\u00f6hnen spricht (Spr 3,11-12): \u00bbMein Sohn, achte die Z\u00fcchtigung des Herrn nicht gering und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst;<br>6 denn wen der Herr lieb hat, den z\u00fcchtigt er und gei\u00dfelt jeden Sohn, den er als den seinigen annimmt.\u00ab<br>7 Haltet standhaft aus, um euch erziehen zu lassen! Gott verf\u00e4hrt mit euch wie mit S\u00f6hnen; denn wo w\u00e4re wohl ein Sohn, den sein Vater nicht z\u00fcchtigt?<br>8 Wenn ihr dagegen ohne Z\u00fcchtigung bliebet, die doch allen (anderen S\u00f6hnen) zuteil geworden ist, so w\u00e4ret ihr ja unechte Kinder und keine S\u00f6hne.<br>9 Ferner (bedenkt): wir haben doch unter der Zucht unserer leiblichen V\u00e4ter gestanden und ihnen Ehrerbietung erwiesen; wollten wir uns da nicht viel eher dem Vater der Geister unterwerfen und dadurch zum Leben gelangen?<br>10 Denn jene haben doch nur f\u00fcr kurze Zeit nach ihrem Ermessen Zucht (an uns) ge\u00fcbt, er aber zu unserm wahren Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig w\u00fcrden.<br>11 Jede Z\u00fcchtigung scheint uns freilich f\u00fcr den Augenblick nicht erfreulich, sondern betr\u00fcbend zu sein; hinterher aber l\u00e4\u00dft sie denen, die sich durch sie haben \u00fcben lassen, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit erwachsen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mahnung an die Gemeinde, sich aufzuraffen und sich der schwachen und gef\u00e4hrdeten Glieder anzunehmen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Darum \u00bbrichtet die erschlafften H\u00e4nde und die ermatteten Knie wieder auf\u00ab (Jes 35,3)<br>13 und \u00bbstellt f\u00fcr eure F\u00fc\u00dfe gerade Bahnen her\u00ab (Spr 4,26), damit das Lahme nicht ganz vom rechten Wege abkomme, sondern vielmehr geheilt werde.<br>14 Trachtet eifrig nach dem Frieden mit jedermann und nach der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;<br>15 und gebt acht darauf, da\u00df niemand hinter der Gnade Gottes zur\u00fcckbleibe, da\u00df keine \u00bbWurzel voll Bitterkeit\u00ab aufwachse und Unheil anrichte (5.Mose 29,17) und gar viele durch sie befleckt werden;<br>16 da\u00df niemand ein ehebrecherischer oder verworfener Mensch sei wie Esau, der f\u00fcr eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht verkauft hat.<br>17 Ihr wi\u00dft ja, da\u00df er auch sp\u00e4ter, als er den Segen zum Erbe erlangen wollte, abgewiesen wurde; denn er fand keinen Raum zu einer Gesinnungsumkehr, obgleich er sie unter Tr\u00e4nen suchte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nochmaliger Hinweis auf die Hoheit des neuen Bundes und auf die nahende Endentscheidung<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Denn ihr seid nicht zu einem mit H\u00e4nden greifbaren und im Feuer lodernden Berge herangetreten, nicht zu Wolkendunkel, Finsternis und Gewittersturm,<br>19 nicht zu Posaunenschall und Donnerworten, bei denen die Zuh\u00f6rer die Bitte aussprachen, es m\u00f6chte nicht weiter zu ihnen geredet werden \u2013<br>20 sie konnten n\u00e4mlich die Verordnung nicht ertragen (die an sie erging; 2.Mose 19,12-13): \u00bbSelbst ein Tier, das den Berg ber\u00fchrt, soll gesteinigt werden!\u00ab \u2013;<br>21 ja, so furchtbar war die Erscheinung, da\u00df (sogar) Mose erkl\u00e4rte (5.Mose 9,19): \u00bbIch bin voller Furcht und Zittern!\u00ab<br>22 Nein, ihr seid zu dem Berge Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, herangetreten und zu vielen Tausenden von Engeln, zu einer Festversammlung<br>23 und zur Gemeinde der im Himmel aufgeschriebenen Erstgeborenen und zu Gott, dem Richter \u00fcber alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten,<br>24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zum Blute der Besprengung, das Besseres redet als (das Blut) Abels.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die f\u00fcr die Widerstrebenden erschreckende und f\u00fcr die Gehorsamen beseligende Herrlichkeit des Eintritts der Endzeit<\/h3>\n\n\n\n<p>25 H\u00fctet euch, da\u00df ihr den nicht ablehnt, der (zu euch) redet! Denn wenn jene nicht ungestraft geblieben sind, die den ablehnten, der sich ihnen auf Erden kundgab: wieviel weniger werden wir dann davonkommen, wenn wir uns von dem abwenden, der vom Himmel her (zu uns redet)!<br>26 Seine Stimme hat damals die Erde ersch\u00fcttert; jetzt aber hat er diese Verhei\u00dfung gegeben (Hag 2,6): \u00bbNoch einmal werde ich nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel erbeben machen.\u00ab<br>27 Das Wort \u00bbnoch einmal\u00ab weist auf die Umwandlung dessen hin, das ersch\u00fcttert wird, weil es etwas Geschaffenes ist; es soll eben etwas Bleibendes entstehen, das nicht ersch\u00fcttert werden kann.<br>28 Darum wollen wir, weil wir ein unersch\u00fctterliches Reich empfangen sollen, dankbar daf\u00fcr sein; denn dadurch dienen wir Gott so, wie es ihm wohlgef\u00e4llig ist, mit frommer Scheu und Furcht;<br>29 denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer (5.Mose 4,24).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hebr\u00e4er Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Schlu\u00dfworte<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Bleibt fest in der Bruderliebe.<br>2 Verge\u00dft die Gastfreundschaft nicht; denn durch diese haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.<br>3 Gedenkt der Gefangenen, als ob ihr mitgefangen w\u00e4ret, der Mi\u00dfhandelten als solche, die gleichfalls noch im Leibe sind.<br>4 Die Ehe werde von allen in Ehren gehalten und das Ehebett bleibe unbefleckt; denn Unz\u00fcchtige und Ehebrecher wird Gott richten.<br>5 Euer Sinn sei frei von Geldgier; begn\u00fcgt euch mit dem, was euch gerade zu Gebote steht, denn er selbst hat gesagt (Jos 1,5): \u00bbIch will dir nimmermehr meine Hilfe versagen und dich nicht verlassen\u00ab;<br>6 daher d\u00fcrfen wir auch zuversichtlich sagen (Ps 118,6): \u00bbDer Herr ist meine Hilfe, ich will mich nicht f\u00fcrchten: was k\u00f6nnen Menschen mir antun?\u00ab<br>7 Bleibt eurer F\u00fchrer eingedenk, die euch das Wort Gottes verk\u00fcndigt haben! Betrachtet immer wieder den Ausgang ihres Wandels und nehmt ihren Glauben zum Vorbild!<br>8 Jesus Christus ist gestern und heute derselbe und (ist\u2019s auch = bleibt\u2019s auch) in Ewigkeit! \u2013<br>9 La\u00dft euch nicht durch mancherlei und fremdartige Lehren fortrei\u00dfen! Denn es ist gut, da\u00df das Herz durch Gnade gefestigt wird, nicht durch Speisen, mit denen sich zu befassen noch niemandem Nutzen gebracht hat.<br>10 Wir besitzen einen Opferaltar, von dem zu essen die kein Recht haben, welche dem Zelt obliegen;<br>11 denn von den Tieren, deren Blut zur S\u00fchnung der S\u00fcnde durch den Hohenpriester in das Heiligtum hineingebracht wird, werden die Leiber au\u00dferhalb des Lagers verbrannt (3.Mose 16,27).<br>12 Deshalb hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, au\u00dferhalb des Stadttores gelitten.<br>13 So wollen wir denn zu ihm vor das Lager hinausgehen und seine Schmach tragen.<br>14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern suchen die zuk\u00fcnftige.<br>15 So wollen wir also durch ihn Gott allezeit ein Lobopfer darbringen, das hei\u00dft die \u00bbFrucht unserer Lippen\u00ab (Hos 14,3; Jes 57,19), die seinen Namen bekennen.<br>16 Wohlzutun und mitzuteilen verge\u00dft nicht, denn das sind Opfer, an denen Gott Wohlgefallen hat. \u2013<br>17 Gehorcht euren F\u00fchrern und f\u00fcgt euch ihnen, denn sie wachen \u00fcber eure Seelen als solche, die einst Rechenschaft abzulegen haben: m\u00f6chten sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen, denn das w\u00e4re f\u00fcr euch kein Gewinn!<br>18 Betet f\u00fcr uns; denn wir sind uns bewu\u00dft, ein gutes Gewissen zu haben, weil wir bestrebt sind, in allen Beziehungen einen ehrbaren Wandel zu f\u00fchren.<br>19 Um so dringender aber fordere ich euch dazu auf, damit ich euch um so schneller zur\u00fcckgegeben werde.<br>20 Der Gott des Friedens aber, der den gro\u00dfen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgef\u00fchrt hat durch das Blut des ewigen Bundes,<br>21 der m\u00f6ge euch in allem Guten zur Ausrichtung seines Willens ausr\u00fcsten und in uns das wirken, was (vor) ihm wohlgef\u00e4llig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit geb\u00fchrt in alle Ewigkeit! Amen.<br>22 Ich ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder: la\u00dft euch dies (mein) Mahnwort gefallen; ich habe euch ja auch nur kurz geschrieben.<br>23 Vernehmt die Mitteilung, da\u00df unser Bruder Timotheus freigelassen ist; mit ihm zusammen werde ich euch besuchen, wenn er bald kommt.<br>24 Gr\u00fc\u00dft alle eure Vorsteher und alle Heiligen. Die (Br\u00fcder) aus Italien lassen euch gr\u00fc\u00dfen.<br>25 Die Gnade sei mit euch allen!<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-489_587743-e6 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-489_587743-e6 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-489_587743-e6\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns489_e2632a-e0{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns489_e2632a-e0 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns489_e2632a-e0 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