{"id":517,"date":"2023-12-21T19:31:07","date_gmt":"2023-12-21T18:31:07","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=517"},"modified":"2026-01-17T10:35:27","modified_gmt":"2026-01-17T09:35:27","slug":"1-mose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=517","title":{"rendered":"1.Mose"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das erste Buch Mose \/ Genesis<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns517_8c09a1-93{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_8c09a1-93 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns517_8c09a1-93\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn517_873f24-d0.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn517_873f24-d0 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2350\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn517_4a10d0-0d.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn517_4a10d0-0d kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel <\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id517_d26617-f2 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id517_d26617-f2 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id517_d26617-f2 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id517_d26617-f2 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die Urgeschichte (Kap. 1-11)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde;<br>2 die Erde war aber eine W\u00fcstenei und \u00d6de, und Finsternis lag \u00fcber der weiten Flut, und der Geist Gottes schwebte (br\u00fctend) \u00fcber der Wasserfl\u00e4che.<br>3 Da sprach Gott: \u00bbEs werde Licht!\u00ab, und es ward Licht.<br>4 Und Gott sah, da\u00df das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis<br>5 und nannte das Licht \u00bbTag\u00ab, der Finsternis aber gab er den Namen \u00bbNacht\u00ab. Und es wurde Abend und wurde Morgen: erster Tag.<br>6 Dann sprach Gott: \u00bbEs entstehe ein festes Gew\u00f6lbe inmitten der Wasser und bilde eine Scheidewand zwischen den beiderseitigen Wassern!\u00ab Und es geschah so.<br>7 So machte Gott das feste Gew\u00f6lbe und schied dadurch die Wasser unterhalb des Gew\u00f6lbes von den Wassern oberhalb des Gew\u00f6lbes.<br>8 Und Gott nannte das feste Gew\u00f6lbe \u00bbHimmel\u00ab. Und es wurde Abend und wurde Morgen: zweiter Tag.<br>9 Dann sprach Gott: \u00bbEs sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen besonderen Ort, damit das Trockene sichtbar wird!\u00ab Und es geschah so.<br>10 Und Gott nannte das Trockene \u00bbErde\u00ab, dem Wasser aber, das sich gesammelt hatte, gab er den Namen \u00bbMeer\u00ab. Und Gott sah, da\u00df es gut war. \u2013<br>11 Dann sprach Gott: \u00bbDie Erde lasse junges Gr\u00fcn sprossen, samentragende Pflanzen und B\u00e4ume, die je nach ihrer Art Fr\u00fcchte mit Samen darin auf der Erde tragen!\u00ab Und es geschah so:<br>12 die Erde lie\u00df junges Gr\u00fcn hervorgehen, Kr\u00e4uter, die je nach ihrer Art Samen trugen, und B\u00e4ume, die Fr\u00fcchte mit Samen darin je nach ihrer Art trugen. Und Gott sah, da\u00df es gut war.<br>13 Und es wurde Abend und wurde Morgen: dritter Tag.<br>14 Dann sprach Gott: \u00bbEs sollen Lichter am Himmelsgew\u00f6lbe entstehen, um Tag und Nacht voneinander zu scheiden; die sollen Merkzeichen sein und zur (Bestimmung von) Festzeiten sowie zur (Z\u00e4hlung von) Tagen und Jahren dienen;<br>15 und sie sollen Lichter am Himmelsgew\u00f6lbe sein, um Licht \u00fcber die Erde zu verbreiten!\u00ab Und es geschah so.<br>16 Da machte Gott die beiden gro\u00dfen Lichter: das gr\u00f6\u00dfere Licht zur Herrschaft \u00fcber den Tag und das kleinere Licht zur Herrschaft \u00fcber die Nacht, dazu auch die Sterne.<br>17 Gott setzte sie dann an das Himmelsgew\u00f6lbe, damit sie Licht \u00fcber die Erde verbreiteten<br>18 und am Tage und in der Nacht die Herrschaft f\u00fchrten und das Licht von der Finsternis schieden. Und Gott sah, da\u00df es gut war.<br>19 Und es wurde Abend und wurde Morgen: vierter Tag.<br>20 Dann sprach Gott: \u00bbEs wimmle das Wasser von einem Gewimmel lebender Wesen, und V\u00f6gel sollen \u00fcber der Erde am Himmelsgew\u00f6lbe hin fliegen!\u00ab<br>21 Da schuf Gott die gro\u00dfen Seetiere und alle Arten der kleinen Lebewesen, die da sich regen, von denen die Gew\u00e4sser wimmeln, dazu alle Arten der beschwingten V\u00f6gel. Und Gott sah, da\u00df es gut war.<br>22 Da segnete Gott sie mit den Worten: \u00bbSeid fruchtbar und mehret euch und erf\u00fcllet das Wasser in den Meeren, und auch die V\u00f6gel sollen sich auf der Erde mehren!\u00ab<br>23 Und es wurde Abend und wurde Morgen: f\u00fcnfter Tag.<br>24 Dann sprach Gott: \u00bbDie Erde bringe alle Arten lebender Wesen hervor, Vieh, Kriechgetier und wilde Landtiere, jedes nach seiner Art!\u00ab Und es geschah so.<br>25 Da machte Gott alle Arten der wilden Landtiere und alle Arten des Viehs und alles Getier, das auf dem Erdboden kriecht, jedes nach seiner Art. Und Gott sah, da\u00df es gut war. \u2013<br>26 Dann sprach Gott: \u00bbLa\u00dft uns Menschen machen nach unserm Bilde, uns \u00e4hnlich, die da herrschen sollen \u00fcber die Fische im Meer und \u00fcber die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das (zahme) Vieh und \u00fcber alle (wilden) Landtiere und \u00fcber alles Gew\u00fcrm, das auf dem Erdboden kriecht!\u00ab<br>27 Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bilde: nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie.<br>28 Gott segnete sie dann mit den Worten: \u00bbSeid fruchtbar und mehrt euch, f\u00fcllt die Erde an und macht sie euch untertan und herrscht \u00fcber die Fische im Meer und \u00fcber die V\u00f6gel des Himmels und \u00fcber alle Lebewesen, die auf der Erde sich regen!\u00ab<br>29 Dann fuhr Gott fort: \u00bbHiermit \u00fcbergebe ich euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle B\u00e4ume mit samentragenden Fr\u00fcchten: die sollen euch zur Nahrung dienen!<br>30 Aber allen Tieren der Erde und allen V\u00f6geln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, was Lebensodem in sich hat, weise ich alles gr\u00fcne Kraut der Pflanzen zur Nahrung an.\u00ab Und es geschah so.<br>31 Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und siehe: es war sehr gut. Und es wurde Abend und wurde Morgen: der sechste Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 So waren der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer vollendet.<br>2 Da brachte Gott am siebten Tage sein Werk, das er geschaffen hatte, zur Vollendung und ruhte am siebten Tage von aller seiner Arbeit, die er vollbracht hatte.<br>3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm hat Gott von seinem ganzen Sch\u00f6pfungswerk und seiner Arbeit geruht.<br>4 Dies ist die Entstehungsgeschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden. Zur Zeit, als Gott der HERR Erde und Himmel schuf,<br>5 als es auf der Erde noch keine Str\u00e4ucher auf dem Felde gab und noch keine Pflanzen auf den Fluren gewachsen waren, weil Gott der HERR noch keinen Regen auf die Erde hatte fallen lassen und auch noch keine Menschen da waren, um den Ackerboden zu bestellen \u2013<br>6 es stieg aber ein Wasserdunst von der Erde auf und tr\u00e4nkte die ganze Oberfl\u00e4che des Erdbodens \u2013:<br>7 da bildete Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den Lebensodem in die Nase; so wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen.<br>8 Hierauf pflanzte Gott der HERR einen Garten in Eden nach Osten hin und versetzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.<br>9 Dann lie\u00df Gott der HERR allerlei B\u00e4ume aus dem Erdboden hervorwachsen, die lieblich anzusehen waren und wohlschmeckende Fr\u00fcchte trugen, dazu auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des B\u00f6sen.<br>10 Es entsprang aber ein Strom in Eden, um den Garten zu bew\u00e4ssern, und teilte sich von dort aus, und zwar in vier Arme.<br>11 Der erste hei\u00dft Pison: dieser ist es, der das ganze Land Hawila umflie\u00dft, woselbst sich das Gold findet,<br>12 und das Gold dieses Landes ist kostbar; dort kommt auch das Bedolachharz vor und der Edelstein Soham.<br>13 Der zweite Strom hei\u00dft Gihon: dieser ist es, der das ganze Land Kusch umflie\u00dft.<br>14 Der dritte Strom hei\u00dft Hiddekel: dieser ist es, der \u00f6stlich von Assyrien flie\u00dft; und der vierte Strom ist der Euphrat.<br>15 Als nun Gott der HERR den Menschen genommen und ihn in den Garten Eden versetzt hatte, damit er ihn bestelle und beh\u00fcte,<br>16 gab Gott der HERR dem Menschen die Weisung: \u00bbVon allen B\u00e4umen des Gartens darfst du nach Belieben essen;<br>17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und des B\u00f6sen \u2013 von dem darfst du nicht essen; denn sobald du von diesem i\u00dft, mu\u00dft du des Todes sterben.\u00ab<br>18 Hierauf sagte Gott der HERR: \u00bbEs ist nicht gut f\u00fcr den Menschen, da\u00df er allein ist: ich will ihm eine Hilfe schaffen, die zu ihm pa\u00dft.\u00ab<br>19 Da bildete Gott der HERR aus Erde alle Tiere des Feldes und alle V\u00f6gel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie benennen w\u00fcrde; und wie der Mensch sie alle benennen w\u00fcrde, so sollten sie hei\u00dfen.<br>20 So legte denn der Mensch allem Vieh und den V\u00f6geln des Himmels und allen wilden Tieren Namen bei; aber f\u00fcr einen Menschen fand er keine Hilfe darunter, die zu ihm gepa\u00dft h\u00e4tte.<br>21 Da lie\u00df Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so da\u00df er einschlief; dann nahm er eine von seinen Rippen heraus und verschlo\u00df deren Stelle wieder mit Fleisch;<br>22 die Rippe aber, die Gott aus dem Menschen genommen hatte, gestaltete er zu einem Weibe und f\u00fchrte dieses dem Menschen zu.<br>23 Da rief der Mensch aus: \u00bbDiese endlich ist es: Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Diese soll \u203aM\u00e4nnin\u2039 hei\u00dfen; denn vom Manne ist diese genommen.\u00ab<br>24 Darum verl\u00e4\u00dft ein Mann seinen Vater und seine Mutter und h\u00e4ngt seinem Weibe an, und sie werden ein Fleisch sein.<br>25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und doch sch\u00e4mten sie sich nicht (voreinander).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nun war die Schlange listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR geschaffen hatte; die sagte zum Weibe: \u00bbSollte Gott wirklich gesagt haben: \u203aIhr d\u00fcrft von allen B\u00e4umen des Gartens nicht essen!\u2039\u00ab<br>2 Da antwortete das Weib der Schlange: \u00bbVon den Fr\u00fcchten der B\u00e4ume im Garten d\u00fcrfen wir essen;<br>3 nur von den Fr\u00fcchten des Baumes, der mitten im Garten steht, hat Gott gesagt: \u203aIhr d\u00fcrft von ihnen nicht essen, ja sie nicht einmal anr\u00fchren, sonst m\u00fc\u00dft ihr sterben!\u2039\u00ab<br>4 Da erwiderte die Schlange dem Weibe: \u00bbIhr werdet sicherlich nicht sterben;<br>5 sondern Gott wei\u00df wohl, da\u00df, sobald ihr davon e\u00dft, euch die Augen aufgehen werden und ihr wie Gott selbst sein werdet, indem ihr erkennt, was gut und was b\u00f6se ist.\u00ab<br>6 Da nun das Weib sah, da\u00df von dem Baume gut zu essen sei und da\u00df er eine Lust f\u00fcr die Augen und ein begehrenswerter Baum sei, weil man durch ihn klug werden k\u00f6nne, so nahm sie eine von seinen Fr\u00fcchten und a\u00df und gab auch ihrem Manne, der bei ihr war, und der a\u00df auch.<br>7 Da gingen ihnen beiden die Augen auf, und sie nahmen wahr, da\u00df sie nackt waren; darum hefteten sie Bl\u00e4tter vom Feigenbaum zusammen und machten sich Sch\u00fcrze daraus.<br>8 Als sie dann aber die Stimme Gottes des HERRN h\u00f6rten, der in der Abendk\u00fchle im Garten sich erging, versteckten sie sich, der Mann (Adam) und sein Weib, vor Gott dem HERRN unter den B\u00e4umen des Gartens.<br>9 Aber Gott der HERR rief nach dem Mann mit den Worten: \u00bbWo bist du?\u00ab<br>10 Da antwortete er: \u00bbAls ich deine Stimme im Garten h\u00f6rte, f\u00fcrchtete ich mich, weil ich nackt bin; darum habe ich mich versteckt.\u00ab<br>11 Da fragte Gott: \u00bbWer hat dir gesagt, da\u00df du nackt bist? Du hast doch nicht etwa von dem Baume gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?\u00ab<br>12 Da antwortete Adam: \u00bbDas Weib, das du mir beigesellt hast, die hat mir von dem Baume gegeben, da habe ich gegessen.\u00ab<br>13 Da sagte Gott der HERR zu dem Weibe: \u00bbWarum hast du das getan?\u00ab Das Weib antwortete: \u00bbDie Schlange hat mich verf\u00fchrt; da habe ich gegessen.\u00ab<br>14 Da sagte Gott der HERR zu der Schlange: \u00bbWeil du das getan hast, sollst du verflucht sein vor allen Tieren, zahmen und wilden! Auf dem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang!<br>15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen: er wird dir nach dem Kopfe treten, und du wirst ihm nach der Ferse schnappen.\u00ab<br>16 Zum Weibe aber sagte er: \u00bbViele M\u00fchsal will ich dir bereiten, wenn du Mutter wirst: mit Schmerzen sollst du Kinder geb\u00e4ren und doch nach deinem Manne Verlangen tragen; er aber soll dein Herr sein!\u00ab<br>17 Zu dem Manne aber sagte er: \u00bbWeil du der Aufforderung deines Weibes nachgekommen bist und von dem Baume gegessen hast, von dem zu essen ich dir ausdr\u00fccklich verboten hatte, so soll der Ackerboden verflucht sein um deinetwillen: mit M\u00fchsal sollst du dich von ihm n\u00e4hren dein Leben lang!<br>18 Dornen und Gestr\u00fcpp soll er dir wachsen lassen, und du sollst dich vom Gew\u00e4chs des Feldes n\u00e4hren!<br>19 Im Schwei\u00dfe deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zur\u00fcckkehrst, von dem du genommen bist; denn Staub bist du, und zu Staub mu\u00dft du wieder werden!\u00ab<br>20 Adam gab dann seinem Weibe den Namen Eva (eig. Chawwa = Lebenspenderin); denn sie ist die Stammutter aller Lebenden geworden.<br>21 Darauf machte Gott der HERR dem Manne und seinem Weibe R\u00f6cke von Fellen und bekleidete sie (damit).<br>22 Und Gott der HERR sagte: \u00bbDer Mensch ist jetzt ja geworden wie unsereiner, insofern er gut und b\u00f6se zu unterscheiden wei\u00df. Nun aber \u2013 da\u00df er nur nicht seine Hand ausstreckt und auch (Fr\u00fcchte) vom Baume des Lebens nimmt und (sie) i\u00dft und unsterblich wird!\u00ab<br>23 So stie\u00df ihn denn Gott der HERR aus dem Garten Eden hinaus, damit er den Erdboden bestelle, von dem er genommen war;<br>24 und als er den Menschen hinausgetrieben hatte, lie\u00df er \u00f6stlich vom Garten Eden die Cherube sich lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, damit sie den Zugang zum Baume des Lebens bewachten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Eva gebar dann dem Adam, ihrem Gatten, einen Sohn Kain. Da sagte sie: \u00bbEinen Mann habe ich ins Dasein gerufen (eig. erworben, gewonnen) mit Hilfe des HERRN!\u00ab<br>2 Hierauf gebar sie nochmals, n\u00e4mlich seinen Bruder Abel; und Abel wurde ein Hirt von Kleinvieh, Kain aber ein Ackerbauer.<br>3 Nun begab es sich nach Verlauf geraumer Zeit, da\u00df Kain dem HERRN eine Opfergabe von den Fr\u00fcchten des Ackers darbrachte;<br>4 und auch Abel opferte von den Erstgeburten seiner Herde, und zwar von ihren Fettst\u00fccken. Da schaute der HERR (mit Wohlgefallen) auf Abel und seine Opfergabe;<br>5 aber Kain und seine Gabe sah er nicht an. Dar\u00fcber geriet Kain in heftige Erregung, so da\u00df sein Angesicht sich finster senkte.<br>6 Da sagte der HERR zu Kain: \u00bbWarum bist du erregt geworden, und warum hat dein Angesicht sich finster gesenkt?<br>7 Wird nicht, wenn du recht handelst, dein Opfer angenommen? Lagert nicht, wenn du b\u00f6se handelst, die S\u00fcnde vor der T\u00fcr (als ein Feind, dessen) Verlangen auf dich gerichtet ist, den du aber bezwingen sollst?\u00ab<br>8 Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: (\u00bbLa\u00df uns aufs Feld gehen!\u00ab) Und als sie auf dem Felde waren, fiel Kain \u00fcber seinen Bruder Abel her und schlug ihn tot.<br>9 Da sagte der HERR zu Kain: \u00bbWo ist dein Bruder Abel?\u00ab Er antwortete: \u00bbIch wei\u00df es nicht; bin ich etwa meines Bruders H\u00fcter?\u00ab<br>10 Gott aber sagte: \u00bbWas hast du getan? Ich h\u00f6re das Blut deines Bruders zu mir aus dem Erdboden schreien!<br>11 Und nun \u2013 verflucht sollst du sein, (hinweggetrieben) vom Ackerboden, der seinen Mund aufgetan hat, um das von deiner Hand vergossene Blut deines Bruders in sich aufzunehmen!<br>12 Wenn du den Acker bestellst, soll er dir hinfort keinen Ertrag mehr geben: unstet und fl\u00fcchtig sollst du auf der Erde sein!\u00ab<br>13 Da sagte Kain zum HERRN: \u00bbMeine Strafe ist zu gro\u00df, als da\u00df ich sie tragen k\u00f6nnte!<br>14 Du treibst mich ja heute von dem Ackerland hinweg, und ich mu\u00df mich vor deinen Augen verbergen und werde unstet und fl\u00fcchtig auf der Erde sein; so wird denn jeder, der mich antrifft, mich totschlagen!\u00ab<br>15 Aber der HERR antwortete ihm: \u00bbNicht also! Jeder, der Kain totschl\u00e4gt, soll siebenf\u00e4ltiger Rache verfallen!\u00ab Hierauf brachte der HERR an Kain ein Wahrzeichen an, damit ihn niemand erschl\u00fcge, der mit ihm zusammentr\u00e4fe.<br>16 So ging denn Kain vom Angesicht des HERRN hinweg und lie\u00df sich im Lande Nod \u00f6stlich von Eden nieder.<br>17 Dem Kain gebar hierauf sein Weib einen Sohn, Henoch; und als Kain dann eine Stadt erbaute, benannte er sie nach seines Sohnes Namen Henoch.<br>18 Dem Henoch wurde dann Irad geboren; dieser wurde der Vater Mehujaels, Mehujael wurde der Vater Methusaels und Methusael der Vater Lamechs.<br>19 Lamech aber nahm sich zwei Frauen, von denen die eine Ada, die andere Zilla hie\u00df.<br>20 Ada gebar dann den Jabal; dieser wurde der Stammvater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer.<br>21 Sein Bruder hie\u00df Jubal; dieser wurde der Stammvater aller Zither- und Fl\u00f6tenspieler.<br>22 Auch Zilla gebar einen Sohn, n\u00e4mlich Thubalkain, den H\u00e4mmerer von allen schneidenden Ger\u00e4ten aus Kupfer und Eisen. Die Schwester Thubalkains war Namma.<br>23 Lamech aber sagte (einst) zu seinen Frauen: \u00bbAda und Zilla, h\u00f6ret meine Rede! Ihr Weiber Lamechs, vernehmet meinen Spruch! Einen Mann erschlage ich, wenn er mich verwundet, und einen J\u00fcngling, wenn er mir eine Strieme beibringt!<br>24 Denn wenn Kain siebenf\u00e4ltig ger\u00e4cht werden soll, so Lamech siebenundsiebzigfach!\u00ab<br>25 Dem Adam aber gebar sein Weib (Eva) nochmals einen Sohn, dem sie den Namen Seth gab; \u00bbdenn\u00ab, sagte sie, \u00bbGott hat mir einen andern Spro\u00df verliehen an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat\u00ab.<br>26 Auch dem Seth wurde ein Sohn geboren, den er Enos nannte. Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dies ist die Geschlechtstafel Adams: Am Tage, als Gott den Adam schuf, gestaltete er ihn nach Gottes Ebenbild;<br>2 als Mann und Weib schuf er sie und segnete sie und gab ihnen den Namen \u00bbMensch\u00ab damals, als sie geschaffen wurden.<br>3 Adam aber war 130 Jahre alt, als ihm ein Sohn geboren wurde, der ihm als sein Abbild glich und den er Seth nannte.<br>4 Nach der Geburt Seths lebte Adam noch 800 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>5 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Adams 930 Jahre; dann starb er. \u2013<br>6 Als Seth 105 Jahre alt war, wurde ihm Enos geboren.<br>7 Nach der Geburt des Enos lebte Seth noch 807 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>8 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Seths 912 Jahre; dann starb er. \u2013<br>9 Als Enos 90 Jahre alt war, wurde ihm Kenan geboren.<br>10 Nach der Geburt Kenans lebte Enos noch 815 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>11 Demnach betrug die ganze Lebenszeit des Enos 905 Jahre; dann starb er. \u2013<br>12 Als Kenan 70 Jahre alt war, wurde ihm Mahalalel geboren.<br>13 Nach der Geburt Mahalalels lebte Kenan noch 840 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>14 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Kenans 910 Jahre; dann starb er. \u2013<br>15 Als Mahalalel 65 Jahre alt war, wurde ihm Jered geboren.<br>16 Nach der Geburt Jereds lebte Mahalalel noch 830 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>17 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Mahalalels 895 Jahre; dann starb er. \u2013<br>18 Als Jered 162 Jahre alt war, wurde ihm Henoch geboren.<br>19 Nach der Geburt Henochs lebte Jered noch 800 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>20 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Jereds 962 Jahre; dann starb er. \u2013<br>21 Als Henoch 65 Jahre alt war, wurde ihm Methusalah geboren.<br>22 Henoch wandelte mit Gott; er lebte nach der Geburt Methusalahs noch 300 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>23 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Henochs 365 Jahre.<br>24 Henoch wandelte mit Gott und war pl\u00f6tzlich nicht mehr da, denn Gott hatte ihn hinweggenommen. \u2013<br>25 Als Methusalah 187 Jahre alt war, wurde ihm Lamech geboren.<br>26 Nach der Geburt Lamechs lebte Methusalah noch 782 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>27 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Methusalahs 969 Jahre; dann starb er. \u2013<br>28 Als Lamech 182 Jahre alt war, wurde ihm ein Sohn geboren,<br>29 den er Noah nannte; \u00bbdenn\u00ab, sagte er, \u00bbdieser wird uns Trost verschaffen bei unserer Arbeit und bei der M\u00fchsal, die unsere H\u00e4nde durch den Acker haben, den der HERR verflucht hat\u00ab.<br>30 Nach der Geburt Noahs lebte Lamech noch 595 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br>31 Demnach betrug die ganze Lebenszeit Lamechs 777 Jahre; dann starb er. \u2013<br>32 Als Noah 500 Jahre alt war, wurden ihm seine S\u00f6hne Sem, Ham und Japheth geboren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun die Menschen sich auf der Oberfl\u00e4che des Erdbodens zu vermehren begannen und ihnen auch T\u00f6chter geboren wurden<br>2 und die Gottess\u00f6hne die Sch\u00f6nheit der Menschent\u00f6chter sahen, nahmen sie sich von ihnen diejenigen zu Frauen, die ihnen besonders gefielen.<br>3 Da sagte der HERR: \u00bbMein Geist soll nicht f\u00fcr immer im Menschen erniedrigt sein (?), weil er ja Fleisch ist; so sollen denn seine Tage (fortan) nur noch hundertundzwanzig Jahre betragen!\u00ab<br>4 Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde und auch sp\u00e4ter noch, solange die Gottess\u00f6hne mit den Menschent\u00f6chtern verkehrten und diese ihnen (Kinder) gebaren. Das sind die Helden, die in der Urzeit lebten, die hochber\u00fchmten M\u00e4nner.<br>5 Als nun der HERR sah, da\u00df die Bosheit der Menschen gro\u00df war auf der Erde und alles Sinnen und Trachten ihres Herzens immerfort nur b\u00f6se war,<br>6 da gereute es ihn, die Menschen auf der Erde geschaffen zu haben, und er wurde in seinem Herzen tief betr\u00fcbt.<br>7 Darum sagte der HERR: \u00bbIch will die Menschen, die ich geschaffen habe, vom ganzen Erdboden weg vertilgen, die Menschen wie das Vieh, das Gew\u00fcrm wie die V\u00f6gel des Himmels; denn ich bereue es, sie geschaffen zu haben.\u00ab<br>8 Noah aber hatte Gnade beim HERRN gefunden.<br>9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein frommer, unstr\u00e4flicher Mann unter seinen Zeitgenossen: mit Gott wandelte Noah.<br>10 Er hatte drei S\u00f6hne: Sem, Ham und Japheth.<br>11 Die Erde wurde aber immer verderbter vor Gott und war voll von Gewalttaten.<br>12 Als nun Gott die Erde ansah und die v\u00f6llige Verderbtheit wahrnahm \u2013 denn alles Fleisch hatte sich in ihrem ganzen Tun auf Erden zum B\u00f6sen gewandt \u2013,<br>13 da sagte Gott zu Noah: \u00bbDas Ende aller lebenden Gesch\u00f6pfe ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch ihre Schuld voll von Gewalttaten; darum will ich sie mitsamt der Erde verderben.<br>14 Baue dir eine Arche aus Tannenholz; mit lauter Zellen sollst du die Arche versehen und sie von innen und von au\u00dfen mit Erdharz verpichen.<br>15 Und so sollst du sie bauen: dreihundert Ellen soll die L\u00e4nge der Arche betragen, f\u00fcnfzig Ellen ihre Breite und drei\u00dfig Ellen ihre H\u00f6he.<br>16 Eine Licht\u00f6ffnung sollst du an der Arche anbringen, und zwar eine Elle hoch sollst du sie ganz herum hoch oben herstellen, und den Eingang zur Arche an ihrer Seite anbringen und ein unteres, ein mittleres und ein oberes Stockwerk in ihr anlegen.<br>17 Denn wisse wohl: ich will die gro\u00dfe Flut \u00fcber die Erde kommen lassen, um alle Gesch\u00f6pfe, die Lebensodem in sich haben, unter dem ganzen Himmel zu vertilgen: alles, was auf der Erde lebt, soll umkommen!<br>18 Mit dir aber will ich einen Bund schlie\u00dfen: du sollst in die Arche gehen, du und mit dir deine S\u00f6hne und dein Weib und die Weiber deiner S\u00f6hne.<br>19 Und von allen lebenden Wesen, von allen Tieren, sollst du je ein Paar in die Arche mit hineinnehmen, um sie mit dir am Leben zu erhalten: je ein M\u00e4nnliches und ein Weibliches sollen es sein.<br>20 Von jeder Art der V\u00f6gel und von jeder Art der Vierf\u00fc\u00dfler, von jeder Art der Kriechtiere des Erdbodens \u2013 von diesen allen soll immer ein Paar zu dir in die Arche hineinkommen, damit sie am Leben erhalten bleiben.<br>21 Du selbst aber nimm dir alle Arten von Nahrungsmitteln, die als Speise genossen werden, und sammle bei dir Vorr\u00e4te davon, damit sie dir und ihnen zur Nahrung dienen.\u00ab<br>22 Und Noah tat es; er machte alles genau so, wie Gott es ihm geboten hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Auf Befehl Gottes geht Noah mit den Seinen und den Tierpaaren in die Arche<\/h5>\n\n\n\n<p>1 Dann sagte der HERR zu Noah: \u00bbGehe du mit deiner ganzen Familie in die Arche, denn dich habe ich als gerecht vor mir erfunden unter diesem Geschlecht.<br>2 Von allen reinen Tieren nimm je sieben Paare zu dir, immer ein M\u00e4nnchen und sein Weibchen, aber von den unreinen Tieren nur je zwei St\u00fcck, ein M\u00e4nnchen und sein Weibchen;<br>3 auch von den V\u00f6geln des Himmels je sieben Paare, M\u00e4nnchen und Weibchen, damit Nachkommenschaft auf der ganzen Erde am Leben erhalten bleibt;<br>4 denn es sind nur noch sieben Tage, dann will ich es vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte hindurch auf die Erde regnen lassen und will den ganzen Bestand an Lebewesen, die ich geschaffen habe, vom ganzen Erdboden vertilgen.\u00ab<br>5 Da tat Noah alles genau so, wie der HERR es ihm geboten hatte.<br>6 Noah war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut \u00fcber die Erde kam.<br>7 Da ging Noah und mit ihm seine S\u00f6hne, sein Weib und seine Schwiegert\u00f6chter in die Arche hinein vor den Gew\u00e4ssern der Sintflut.<br>8 Von den reinen und von den unreinen Vierf\u00fc\u00dflern sowie von den V\u00f6geln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht,<br>9 kamen immer zwei, ein M\u00e4nnchen und ein Weibchen, zu Noah in die Arche hinein, wie Gott ihm geboten hatte.<br>10 Und nach Ablauf der sieben Tage, da kamen die Gew\u00e4sser der Sintflut \u00fcber die Erde.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der Eintritt, das Steigen, der H\u00f6chststand und die vernichtende Wirkung der Flut<\/h5>\n\n\n\n<p>11 Es war im sechshundertsten Lebensjahre Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats: an diesem Tage brachen alle Quellen der gro\u00dfen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels \u00f6ffneten sich,<br>12 und der Regen str\u00f6mte vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte hindurch auf die Erde.<br>13 An eben diesem Tage ging Noah mit seinen S\u00f6hnen Sem, Ham und Japheth und mit seinem Weibe und seinen drei Schwiegert\u00f6chtern in die Arche hinein,<br>14 sie und alle Arten der wilden Tiere und alle Arten des Viehs und alle Arten des Gew\u00fcrms, das auf der Erde kriecht, auch alle Arten der V\u00f6gel, alles, was Fl\u00fcgel hatte und beschwingt war;<br>15 die kamen zu Noah in die Arche hinein, je ein Paar von allen Gesch\u00f6pfen, die Lebensodem in sich hatten;<br>16 und die da hineinkamen, waren immer ein M\u00e4nnchen und ein Weibchen von allem Fleische, wie Gott ihm geboten hatte. Hierauf schlo\u00df der HERR hinter ihm zu.<br>17 Da kam die Sintflut vierzig Tage lang \u00fcber die Erde, und das Wasser stieg und hob die Arche empor, so da\u00df sie hoch \u00fcber der Erde schwamm.<br>18 Und das Wasser nahm gewaltig zu und stieg hoch \u00fcber der Erde, so da\u00df die Arche auf der weiten Flut dahinfuhr.<br>19 Und das Wasser stieg immer noch h\u00f6her \u00fcber der Erde, so da\u00df alle h\u00f6chsten Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, \u00fcberflutet wurden.<br>20 F\u00fcnfzehn Ellen hoch ging das Wasser \u00fcber sie hin, so da\u00df die Berge \u00fcberflutet wurden.<br>21 Damals kamen alle Gesch\u00f6pfe um, die auf der Erde sich regten: was an V\u00f6geln, an Vieh und an wilden Tieren da war, sowie alles Gew\u00fcrm, von dem die Erde wimmelte, und auch alle Menschen:<br>22 alles, in dessen Nase ein Hauch von Lebensodem war, das starb, alles, soweit es auf dem Trockenen lebte.<br>23 So vertilgte Gott alle Gesch\u00f6pfe, die auf dem ganzen Erdboden waren, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gew\u00fcrm und bis zu den V\u00f6geln des Himmels: sie wurden alle von der Erde vertilgt; nur Noah blieb \u00fcbrig und was sich bei ihm in der Arche befand.<br>24 Das Wasser aber stieg unaufh\u00f6rlich \u00fcber der Erde hundertundf\u00fcnfzig Tage lang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da dachte Gott an Noah und an alle wilden Tiere und an all das Vieh, das bei ihm in der Arche war; und Gott lie\u00df einen Wind \u00fcber die Erde wehen, so da\u00df die Wasser sanken;<br>2 die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels schlossen sich, und dem Regen vom Himmel her wurde Einhalt getan.<br>3 Da verlief sich das Wasser allm\u00e4hlich von der Erde und begann nach Ablauf der hundertundf\u00fcnfzig Tage zu fallen;<br>4 und am siebzehnten Tage des siebten Monats sa\u00df die Arche auf einem der Berge von Ararat fest.<br>5 Das Wasser nahm dann immerfort ab bis zum zehnten Monat: am ersten Tage des zehnten Monats kamen die Gipfel der Berge zum Vorschein.<br>6 Nach Verlauf von vierzig Tagen aber \u00f6ffnete Noah das Fenster der Arche, das er angebracht hatte,<br>7 und lie\u00df den Raben ausfliegen; der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde abgetrocknet war.<br>8 Hierauf lie\u00df er die Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob das Wasser sich auf der Erdoberfl\u00e4che verlaufen habe.<br>9 Da die Taube aber keinen Ort fand, wo ihre F\u00fc\u00dfe h\u00e4tten ruhen k\u00f6nnen, kehrte sie zu ihm zu der Arche zur\u00fcck; denn das Wasser bedeckte noch die Oberfl\u00e4che der ganzen Erde. Da streckte er seine Hand hinaus, ergriff sie und nahm sie wieder zu sich in die Arche.<br>10 Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage und lie\u00df dann die Taube zum zweitenmal aus der Arche fliegen.<br>11 Da kam die Taube um die Abendzeit zu ihm zur\u00fcck, und siehe da: sie hatte ein frisches \u00d6lbaumblatt im Schnabel! Daran erkannte Noah, da\u00df das Wasser auf der Erde sich verlaufen hatte.<br>12 Nun wartete er nochmals weitere sieben Tage und lie\u00df die Taube wieder ausfliegen; doch diesmal kehrte sie nicht wieder zu ihm zur\u00fcck.<br>13 Und im sechshundertundersten Lebensjahre Noahs, am ersten Tage des ersten Monats, da war das Wasser von der Erde weggetrocknet. Als jetzt Noah das Dach von der Arche abnahm und Ausschau hielt, da war der Erdboden abgetrocknet;<br>14 und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken geworden.<br>15 Da gebot Gott dem Noah:<br>16 \u00bbVerla\u00df (jetzt) die Arche, du und mit dir dein Weib und deine S\u00f6hne und deine Schwiegert\u00f6chter!<br>17 S\u00e4mtliche Tiere von allen Arten, die bei dir sind, V\u00f6gel, Vieh und alles Gew\u00fcrm, das auf der Erde kriecht, la\u00df mit dir hinausgehen, damit sie sich auf der Erde frei bewegen und fruchtbar seien und sich mehren auf der Erde.\u00ab<br>18 Da ging Noah mit seinen S\u00f6hnen, seinem Weibe und seinen Schwiegert\u00f6chtern hinaus;<br>19 auch alle vierf\u00fc\u00dfigen Tiere, alles Gew\u00fcrm, alle V\u00f6gel, alles, was sich auf der Erde regt, gingen nach ihren Arten aus der Arche hinaus.<br>20 Noah baute dann dem HERRN einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen V\u00f6geln (je ein St\u00fcck) und brachte Brandopfer auf dem Altar dar.<br>21 Als nun der HERR den lieblichen Duft roch, sagte er bei sich selbst: \u00bbIch will hinfort den Erdboden nicht noch einmal um der Menschen willen verfluchen; denn das Sinnen und Trachten des Menschenherzens ist b\u00f6se von Jugend auf; auch will ich hinfort nicht noch einmal alles Lebende sterben lassen, wie ich es getan habe.<br>22 Hinfort, solange die Erde steht, sollen S\u00e4en und Ernten, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht mehr aufh\u00f6ren!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dann segnete Gott Noah und seine S\u00f6hne mit folgenden Worten: \u00bbSeid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde.<br>2 Die Furcht und der Schrecken vor euch soll auf allem Getier der Erde liegen und auf allen V\u00f6geln des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, auch alle Fische des Meeres: in eure Gewalt sind sie gegeben.<br>3 Alles, was sich regt und was da lebt, soll euch zur Nahrung dienen: wie (einstmals) die gr\u00fcnenden Pflanzen, so weise ich euch (jetzt) alles zu.<br>4 Nur Fleisch, das noch seine Seele, n\u00e4mlich sein Blut, in sich hat, d\u00fcrft ihr nicht essen.<br>5 Jedoch euer eigenes Blut, um wessen Leben es sich auch bei euch handle, will ich r\u00e4chen; an jedem Tiere will ich es r\u00e4chen; und auch an jedem Menschen, an euch untereinander, will ich das Leben jedes Menschen r\u00e4chen:<br>6 Wer Menschenblut vergie\u00dft, dessen Blut soll wieder durch Menschen vergossen werden; denn nach seinem Bilde hat Gott den Menschen geschaffen.<br>7 Ihr aber \u2013 seid fruchtbar und mehret euch, wimmelt auf der Erde und werdet zahlreich auf ihr!\u00ab<br>8 Weiter sagte Gott zu Noah und seinen S\u00f6hnen, die bei ihm waren, folgendes:<br>9 \u00bbIch will (jetzt) einen Bund mit euch aufrichten und mit eurer Nachkommenschaft, die nach euch sein wird,<br>10 auch mit allen lebenden Wesen, die bei euch sind, mit den V\u00f6geln, den zahmen und allen wilden Tieren, die bei euch sind, n\u00e4mlich mit allen denen, die aus der Arche herausgegangen sind, mit allem Getier der Erde.<br>11 Ich schlie\u00dfe also meinen Bund mit euch dahin, da\u00df hinfort niemals wieder alle lebenden Gesch\u00f6pfe durch das Wasser einer Sintflut vertilgt werden sollen und da\u00df niemals wieder eine Sintflut eintreten soll, um die Erde zu verheeren!\u00ab<br>12 Dann fuhr Gott fort: \u00bbDies soll das Zeichen des Bundes sein, den ich zwischen mir und euch und allen lebenden Wesen, die bei euch sind, auf ewige Zeiten festsetze:<br>13 meinen Bogen stelle ich in die Wolken; der soll das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein!<br>14 Wenn ich hinfort Gew\u00f6lk \u00fcber der Erde sammle und der Bogen in den Wolken sichtbar wird,<br>15 dann will ich meines Bundes gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebenden Wesen jeglicher Fleischesart besteht; und das Wasser soll niemals wieder zu einer Sintflut werden, um alle lebenden Gesch\u00f6pfe zu vertilgen.<br>16 Nein, wenn der Bogen in den Wolken steht, so will ich ihn anschauen, um des ewigen Bundes zwischen Gott und allen lebenden Wesen von jeglicher Fleischesart, die auf der Erde ist, zu gedenken.\u00ab<br>17 Und Gott schlo\u00df mit den Worten an Noah: \u00bbDies ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen lebenden Wesen auf der Erde aufgerichtet habe.\u00ab<br>18 Die S\u00f6hne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem, Ham und Japheth; Ham aber ist der Vater Kanaans.<br>19 Diese drei waren die S\u00f6hne Noahs, und von diesen aus ist die ganze Erde bev\u00f6lkert worden.<br>20 Noah aber wurde nun ein Landmann und legte auch einen Weinberg an.<br>21 Als er dann aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entbl\u00f6\u00dft in seinem Zelt.<br>22 Als nun Ham, der Vater Kanaans, seinen Vater entbl\u00f6\u00dft hatte daliegen sehen, erz\u00e4hlte er es seinen beiden Br\u00fcdern drau\u00dfen.<br>23 Da nahmen Sem und Japheth das Obergewand (ihres Vaters), legten es beide gemeinsam auf ihre Schultern, traten r\u00fcckw\u00e4rts hinzu und bedeckten ihren entbl\u00f6\u00dften Vater damit; ihr Gesicht aber war dabei abgewandt, so da\u00df sie die Bl\u00f6\u00dfe ihres Vaters nicht sahen.<br>24 Als nun Noah von seinem Rausch erwachte und erfuhr, wie sein j\u00fcngster Sohn sich gegen ihn benommen hatte,<br>25 rief er aus: \u00bbVerflucht sei Kanaan! Der niedrigste Knecht soll er seinen Br\u00fcdern sein!\u00ab<br>26 Dann fuhr er fort: \u00bbGepriesen sei der HERR, der Gott Sems! Kanaan aber soll sein Knecht sein!<br>27 Weiten Raum schaffe Gott dem Japheth, und er wohne in den Zelten Sems! Kanaan aber soll sein Knecht sein!\u00ab<br>28 Nach der Sintflut lebte Noah noch dreihundertf\u00fcnfzig Jahre;<br>29 demnach betrug die ganze Lebenszeit Noahs neunhundertundf\u00fcnfzig Jahre; dann starb er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dies ist der Stammbaum der Noahs\u00f6hne, Sem, Ham und Japheth; S\u00f6hne wurden ihnen erst nach der Sintflut geboren.<br>2 Die S\u00f6hne Japheths waren: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Thubal, Mesech und Thiras.<br>3 Die S\u00f6hne Gomers waren: Askenas, Riphath und Thogarma.<br>4 Und die S\u00f6hne Jawans: Elisa und Tharsis, die Kitthiter und die Dodaniter.<br>5 Von diesen aus haben sich die Bewohner der Meeresl\u00e4nder der (heidnischen) V\u00f6lker abgezweigt. Dies sind die S\u00f6hne Japheths nach ihren L\u00e4ndern, jeder nach seiner Sprache, nach ihren Geschlechtern, nach ihren V\u00f6lkerschaften.<br>6 Die S\u00f6hne Hams waren: Kusch, Mizraim, Put und Kanaan.<br>7 Und die S\u00f6hne Kuschs: Seba, Hawila, Sabtha, Ragma und Sabthecha; und die S\u00f6hne Ragmas: Seban und Dedan. \u2013<br>8 Kusch war der Vater Nimrods; dieser wurde der erste Gewalthaber auf der Erde.<br>9 Er war ein gewaltiger J\u00e4ger vor dem HERRN; darum pflegt man zu sagen: \u00bbEin gewaltiger J\u00e4ger vor dem HERRN wie Nimrod.\u00ab<br>10 Den Anfang seines K\u00f6nigtums bildeten Babel, Erech, Akkad und Kalne im Lande Sinear.<br>11 Von diesem Lande zog er nach Assur und erbaute Ninive, Rehoboth-Ir und Kalah,<br>12 dazu Resen zwischen Ninive und Kalah, das ist die gro\u00dfe Stadt. \u2013<br>13 Von Mizraim sodann stammen die Luditer, Anamiter, Lehabiter, Naphthuchiter,<br>14 Pathrusiter, Kasluchiter und Kaphthoriter, von denen die Philister ausgegangen sind. \u2013<br>15 Kanaan aber hatte zu S\u00f6hnen Sidon, seinen Erstgeborenen, und Heth,<br>16 ferner die Jebusiter, Amoriter, Girgasiter,<br>17 Hewiter, Arkiter, Siniter,<br>18 Arwaditer, Zemariter und Hamathiter. Sp\u00e4ter haben sich dann die Geschlechter der Kanaaniter zerstreut,<br>19 so da\u00df das Gebiet der Kanaaniter von Sidon in der Richtung auf Gerar bis Gaza, dann in der Richtung auf Sodom und Gomorrha, Adma und Zeboim bis Lesa reichte.<br>20 Dies sind die S\u00f6hne Hams nach ihren St\u00e4mmen, ihren Sprachen, ihren L\u00e4ndern, ihren V\u00f6lkerschaften.<br>21 Aber auch dem Sem, dem Stammvater aller S\u00f6hne Ebers, dem \u00e4lteren Bruder Japheths, wurden S\u00f6hne geboren.<br>22 Die S\u00f6hne Sems waren: Elam, Assur, Arpachsad, Lud und Aram.<br>23 Und die S\u00f6hne Arams waren: Uz, Hul, Gether und Mas.<br>24 Arpachsad aber war der Vater Selahs und Selah der Vater Ebers.<br>25 Dem Eber aber wurden zwei S\u00f6hne geboren; der eine hie\u00df Peleg, weil sich die Erde zu seiner Zeit teilte; und sein Bruder hie\u00df Joktan.<br>26 Joktan hatte zu S\u00f6hnen Almodad, Seleph, Hazarmaweth, Jerah,<br>27 Hadoram, Usal, Dikla,<br>28 Obal, Abimael, Seba,<br>29 Ophir, Hawila und Jobab; diese alle waren S\u00f6hne Joktans,<br>30 und ihre Wohnsitze erstreckten sich von Mesa in der Richtung auf Sephar bis zum Ostgebirge.<br>31 Dies sind die S\u00f6hne Sems nach ihren Geschlechtern, nach ihren Sprachen, ihren L\u00e4ndern, ihren V\u00f6lkerschaften.<br>32 Dies sind die Geschlechter der S\u00f6hne Noahs nach ihrer Abstammung, nach ihren V\u00f6lkerschaften; und von ihnen aus haben sich die V\u00f6lker auf der Erde nach der Sintflut abgezweigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Es hatte aber die ganze Erdbev\u00f6lkerung eine einzige Sprache und einerlei Worte.<br>2 Als sie nun nach Osten hin zogen, fanden sie eine Tiefebene im Lande Sinear und blieben dort wohnen.<br>3 Da sagten sie zueinander: \u00bbAuf! Wir wollen Ziegel streichen und sie im Feuer hart brennen!\u00ab So dienten ihnen denn die Ziegel als Bausteine, und das Erdharz diente ihnen als M\u00f6rtel.<br>4 Dann sagten sie: \u00bbAuf! Wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis in den Himmel reichen soll, und wollen uns einen Namen schaffen, damit wir uns nicht \u00fcber die ganze Erde hin zerstreuen!\u00ab<br>5 Da fuhr der HERR herab, um sich die Stadt und den Turm anzusehen, welche die Menschen erbauten.<br>6 Da sagte der HERR: \u00bbF\u00fcrwahr, sie sind ein einziges Volk und haben alle dieselbe Sprache, und dies ist erst der Anfang ihres Unternehmens: hinfort wird ihnen nichts mehr unausf\u00fchrbar sein, was sie sich vornehmen.<br>7 Auf! wir wollen hinabfahren und ihre Sprache dort verwirren, so da\u00df keiner mehr die Sprache des andern versteht!\u00ab<br>8 So zerstreute sie denn der HERR von dort \u00fcber die ganze Erde, so da\u00df sie den Bau der Stadt aufgeben mu\u00dften.<br>9 Daher gab man der Stadt den Namen Babel; denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erdbev\u00f6lkerung verwirrt und sie von dort \u00fcber die ganze Erde zerstreut.<br>10 Dies ist der Stammbaum Sems: Als Sem 100 Jahre alt war, wurde ihm Arpachsad geboren, zwei Jahre nach der Sintflut.<br>11 Nach der Geburt Arpachsads aber lebte Sem noch 500 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>12 Als Arpachsad 35 Jahre alt war, wurde er der Vater Selahs.<br>13 Nach der Geburt Selahs lebte Arpachsad noch 403 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>14 Als Selah 30 Jahre alt war, wurde ihm sein Sohn Eber geboren.<br>15 Nach der Geburt Ebers lebte Selah noch 403 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>16 Als Eber 34 Jahre alt war, wurde ihm sein Sohn Peleg geboren.<br>17 Nach der Geburt Pelegs lebte Eber noch 430 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>18 Als Peleg 30 Jahre alt war, wurde ihm sein Sohn Rehu geboren.<br>19 Nach der Geburt Rehus lebte Peleg noch 209 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>20 Als Rehu 32 Jahre alt war, wurde ihm sein Sohn Serug geboren.<br>21 Nach der Geburt Serugs lebte Rehu noch 207 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>22 Als Serug 30 Jahre alt war, wurde er der Vater Nahors.<br>23 Nach der Geburt Nahors lebte Serug noch 200 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>24 Als Nahor 29 Jahre alt war, wurde er der Vater Tharahs.<br>25 Nach der Geburt Tharahs lebte Nahor noch 119 Jahre und hatte S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>26 Als Tharah 70 Jahre alt war, wurden ihm seine S\u00f6hne Abram, Nahor und Haran geboren.<br>27 Und dies ist der Stammbaum Tharahs: Tharah hatte drei S\u00f6hne: Abram, Nahor und Haran; Haran aber war der Vater Lots.<br>28 Haran starb dann noch bei Lebzeiten seines Vaters Tharah in seinem Geburtslande, zu Ur in Chald\u00e4a.<br>29 Abram und Nahor aber nahmen sich ebenfalls Frauen: Abrams Frau hie\u00df Sarai, und Nahors Frau hie\u00df Milka; diese war eine Tochter Harans, des Vaters der Milka und der Jiska.<br>30 Sarai aber war unfruchtbar: sie hatte keine Kinder.<br>31 Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und seinen Enkel Lot, den Sohn Harans, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und zog mit ihnen aus Ur in Chald\u00e4a weg, um sich ins Land Kanaan zu begeben; als sie aber bis Haran gekommen waren, blieben sie daselbst wohnen.<br>32 Tharah brachte hierauf sein Leben auf zweihundertf\u00fcnf Jahre; dann starb er in Haran.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Die Geschichte der drei Erzv\u00e4ter (Kap. 12-50)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der HERR sprach zu Abram: \u00bbVerla\u00df dein Land und deine Verwandtschaft und deines Vaters Haus (und ziehe) in das Land, das ich dir zeigen werde;<br>2 denn ich will dich zu einem gro\u00dfen Volke machen und will dich segnen und deinen Namen gro\u00df machen, und du sollst ein Segen werden.<br>3 Ich will die segnen, die dich segnen, und wer dich verflucht, den will ich verfluchen; und in dir sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.\u00ab<br>4 Da machte sich Abram auf den Weg, wie der HERR ihm geboten hatte, auch Lot zog mit ihm; Abram aber war f\u00fcnfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran aufbrach.<br>5 Abram nahm also seine Frau Sarai und Lot, den Sohn seines Bruders (Haran), und alle Habe, die sie besa\u00dfen, und alles Gesinde, das sie in Haran erworben hatten, und so zogen sie aus, um nach dem Lande Kanaan zu wandern. Als sie nun in diesem Lande angekommen waren,<br>6 zog Abram im Lande umher bis zu der heiligen St\u00e4tte von Sichem, bis zur Orakel-Terebinthe; die Kanaan\u00e4er wohnten damals im Lande.<br>7 Da erschien der HERR dem Abram und sagte zu ihm: \u00bbDeinen Nachkommen will ich dieses Land geben!\u00ab Da baute er dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar.<br>8 Hierauf zog er von dort weiter nach dem Berglande \u00f6stlich von Bethel und schlug sein Zelt zwischen Bethel im Westen und Ai im Osten auf; dort baute er dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an.<br>9 Dann brach er wieder auf und zog immer weiter nach dem S\u00fcdgau zu.<br>10 Als dann eine Hungersnot im Lande ausbrach, zog Abram nach \u00c4gypten hinab, um dort als Fremdling eine Zeitlang zu verbleiben; denn die Hungersnot lag schwer auf dem Lande.<br>11 Als er nun auf seinem Zuge von \u00c4gypten nicht mehr weit entfernt war, sagte er zu seiner Frau Sarai: \u00bbIch wei\u00df sehr wohl, da\u00df du eine Frau von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit bist.<br>12 Wenn dich nun die \u00c4gypter sehen und denken: \u203aDas ist seine Frau\u2039, dann werden sie mich erschlagen, w\u00e4hrend sie dich am Leben lassen.<br>13 Sage doch, du seiest meine Schwester, damit es mir um deinetwillen gut ergehe und ich, soweit es sich um dich handelt, am Leben bleibe.\u00ab<br>14 Als nun Abram in \u00c4gypten ankam, sahen die \u00c4gypter, da\u00df die Frau \u00fcberaus sch\u00f6n war;<br>15 und als die Hofleute des Pharaos sie zu Gesicht bekommen hatten, r\u00fchmten sie die Frau dem Pharao gegen\u00fcber; da wurde sie in dessen Palast geholt.<br>16 Dem Abram aber bewies sich der Pharao um ihretwillen wohlwollend, so da\u00df er Kleinvieh und Rinder, Esel, Knechte und M\u00e4gde, Eselinnen und Kamele geschenkt erhielt.<br>17 Aber der HERR suchte den Pharao und sein Haus mit schweren Plagen heim wegen Sarais, der Frau Abrams.<br>18 Da lie\u00df der Pharao Abram rufen und sagte zu ihm: \u00bbWas hast du mir da angetan! Warum hast du mir nicht mitgeteilt, da\u00df sie deine Frau ist?<br>19 Warum hast du sie f\u00fcr deine Schwester ausgegeben, so da\u00df ich sie mir zur Frau genommen habe? Doch nun \u2013 hier hast du deine Frau: nimm sie und gehe!\u00ab<br>20 Hierauf entbot der Pharao seinethalben Leute, die ihn samt seiner Frau und seiner ganzen Habe (aus dem Lande) geleiten mu\u00dften.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>1 So zog denn Abram mit seiner Frau und mit all seinem Hab und Gut aus \u00c4gypten wieder hinauf nach dem S\u00fcdgau; auch Lot war bei ihm.<br>2 Abram war aber sehr reich an Herden, an Silber und Gold;<br>3 und er zog weiter von einem Lagerplatz zum andern aus dem S\u00fcdgau bis nach Bethel, bis an die St\u00e4tte, wo sein Zelt anfangs gestanden hatte, zwischen Bethel und Ai,<br>4 zu der St\u00e4tte, wo der Altar stand, den er dort zuvor gebaut hatte; und Abram rief dort den Namen des HERRN an.<br>5 Aber auch Lot, der mit Abram zog, besa\u00df Kleinvieh, Rinder und Zelte.<br>6 So reichte denn das Land nicht aus, da\u00df beide h\u00e4tten beisammen bleiben k\u00f6nnen; denn ihr Hab und Gut war gro\u00df geworden; daher konnten sie nicht beieinander bleiben.<br>7 So entstand denn Streit zwischen den Hirten von Abrams Herden und den Hirten von Lots Vieh; es waren n\u00e4mlich die Kanaan\u00e4er und Pherissiter damals im Lande ans\u00e4ssig.<br>8 Da sagte Abram zu Lot: \u00bbLa\u00df doch keine Streitigkeiten zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten herrschen: wir sind ja Br\u00fcder.<br>9 Steht dir nicht das ganze Land zur freien Verf\u00fcgung? Trenne dich lieber von mir! Willst du nach der linken Seite, so gehe ich nach rechts, und willst du nach der rechten Seite, so gehe ich nach links.\u00ab<br>10 Da hob Lot seine Augen auf und sah, da\u00df die ganze Gegend am Jordan \u00fcberall wohlbew\u00e4ssertes Land war \u2013 bevor n\u00e4mlich der HERR Sodom und Gomorrha zerst\u00f6rt hatte \u2013, wie der Garten Gottes, wie das Land \u00c4gypten, bis nach Zoar hin.<br>11 Da w\u00e4hlte Lot f\u00fcr sich die ganze Gegend am Jordan und zog ostw\u00e4rts. So trennten sich beide voneinander:<br>12 Abram blieb im Lande Kanaan wohnen, w\u00e4hrend Lot sich in den Ortschaften der Jordanaue niederlie\u00df und mit seinen Zelten bis nach Sodom zog.<br>13 Die Einwohner von Sodom aber waren b\u00f6se Leute und arge S\u00fcnder vor dem HERRN.<br>14 Der HERR aber sagte zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: \u00bbHebe deine Augen auf und schaue von der Stelle, auf der du stehst, nach Norden und S\u00fcden, nach Osten und Westen:<br>15 denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen auf ewige Zeiten geben<br>16 und will deine Nachkommenschaft so zahlreich werden lassen wie den Staub der Erde, so da\u00df, wenn jemand den Staub der Erde zu z\u00e4hlen verm\u00f6chte, auch deine Nachkommenschaft z\u00e4hlbar sein sollte.<br>17 Wohlan, durchziehe das Land nach seiner L\u00e4nge und Breite, denn dir will ich es geben!\u00ab<br>18 Da zog Abram mit seinen Zelten weiter und nahm (endlich) seinen Wohnsitz unter den Terebinthen Mamres, die bei Hebron stehen; dort baute er dem HERRN einen Altar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kedorlaomers Rachezug nach dem Jordantal; sein Sieg im Tal Siddim<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es begab sich dann zur Zeit Amraphels, des K\u00f6nigs von Sinear, Ariochs, des K\u00f6nigs von Ellasar, Kedorlaomers, des K\u00f6nigs von Elam, und Thideals, des K\u00f6nigs von Gojim:<br>2 die fingen Krieg an mit Bera, dem K\u00f6nig von Sodom, und mit Birsa, dem K\u00f6nig von Gomorrha, mit Sineab, dem K\u00f6nig von Adma, mit Semheber, dem K\u00f6nig von Zebojim, und mit dem K\u00f6nig von Bela, das ist Zoar.<br>3 Alle diese kamen als Verb\u00fcndete im Tale von Siddim zusammen, wo jetzt das Salzmeer liegt.<br>4 Zw\u00f6lf Jahre lang waren sie dem Kedorlaomer untertan gewesen, aber im dreizehnten Jahre waren sie von ihm abgefallen.<br>5 Im vierzehnten Jahre kamen dann Kedorlaomer und die mit ihm verb\u00fcndeten K\u00f6nige und schlugen die Rephaiter bei Astheroth-Karnajim und die Susiter bei Ham und die Emiter in der Ebene von Kirjathajim<br>6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis nach El-Paran, das am Rand der W\u00fcste liegt.<br>7 Darauf kehrten sie um und kamen nach En-Mispat, das ist Kades, und verw\u00fcsteten das ganze Gefilde der Amalekiter sowie auch das Gebiet der Amoriter, die in Hazazon-Thamar wohnten.<br>8 Da zogen der K\u00f6nig von Sodom und die K\u00f6nige von Gomorrha, von Adma, von Zebojim und von Bela \u2013 das ist Zoar \u2013 aus und stellten sich gegen sie zur Schlacht auf im Siddimtal,<br>9 n\u00e4mlich gegen Kedorlaomer, den K\u00f6nig von Elam, und Thideal, den K\u00f6nig von Gojim, und Amraphel, den K\u00f6nig von Sinear, und Arioch, den K\u00f6nig von Ellasar: vier K\u00f6nige gegen die f\u00fcnf.<br>10 Das Siddimtal war aber voll von Gruben mit Erdharz. Als nun der K\u00f6nig von Sodom und der von Gomorrha in die Flucht geschlagen waren, gerieten sie da hinein, die \u00dcberlebenden aber flohen ins Gebirge (Juda).<br>11 Da pl\u00fcnderten jene Sodom und Gomorrha ganz aus, raubten alle ihre Lebensmittel und zogen damit ab;<br>12 sie nahmen auch Lot, Abrams Brudersohn, der damals in Sodom wohnte, samt seinem Hab und Gut mit sich und zogen ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abrams tatkr\u00e4ftiges und erfolgreiches Eingreifen<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Da kam ein Fl\u00fcchtling und meldete es Abram, dem Hebr\u00e4er; dieser wohnte damals unter den Terebinthen des Amoriters Mamre, der ein Bruder Eskols und Aners, der Bundesgenossen Abrams, war.<br>14 Als nun Abram die Kunde erhielt, da\u00df sein Brudersohn (Lot) gefangen weggef\u00fchrt worden war, da bot er seine waffenge\u00fcbten Leute, dreihundertundachtzehn Mann, die in seinem Hause geboren waren, zum Kampfe auf und eilte jenen nach bis Dan.<br>15 Hier teilte er seine Leute in mehrere Haufen, \u00fcberfiel die Feinde zur Nachtzeit mit seinen Knechten, schlug sie und verfolgte sie bis Hoba, das n\u00f6rdlich von Damaskus liegt.<br>16 So brachte er die gesamte Habe zur\u00fcck; auch seinen Brudersohn Lot und dessen Hab und Gut brachte er zur\u00fcck, ebenso die Frauen und das Volk.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abrams Zusammentreffen mit dem Priesterf\u00fcrsten Melchisedek von Salem<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Als Abram nun von seinem Siege \u00fcber Kedorlaomer und die mit ihm verb\u00fcndeten K\u00f6nige zur\u00fcckkehrte, ging ihm der K\u00f6nig von Sodom entgegen in das Tal Sawe, das ist das K\u00f6nigstal.<br>18 Melchisedek aber, der K\u00f6nig von Salem, brachte Brot und Wein aus der Stadt heraus; er war aber ein Priester des h\u00f6chsten Gottes.<br>19 Er segnete ihn dann mit den Worten: \u00bbGesegnet seist du, Abram, vom h\u00f6chsten Gott, dem Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde,<br>20 und gepriesen sei der h\u00f6chste Gott, der dir deine Feinde in die Hand geliefert hat!\u00ab Ihm gab (Abram) alsdann den Zehnten von allem (Hebr 7,2).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abrams Edelmut gegen den K\u00f6nig von Sodom<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Da sagte der K\u00f6nig von Sodom zu Abram: \u00bbGib mir die (gefangenen) Leute und behalte die Habe f\u00fcr dich!\u00ab<br>22 Aber Abram antwortete dem K\u00f6nig von Sodom: \u00bbIch hebe meine Hand zum HERRN auf, zum h\u00f6chsten Gott, dem Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde (und schw\u00f6re):<br>23 Keinen Faden und keinen Schuhriemen, \u00fcberhaupt nichts von deinem ganzen Eigentum will ich behalten! Du sollst nicht sagen k\u00f6nnen, du habest Abram reich gemacht.<br>24 Ich will nichts davon! Nur was die Knechte verzehrt haben und den Beuteanteil, der den mit mir verb\u00fcndeten M\u00e4nnern Aner, Eskol und Mamre zukommt: die sollen ihren Anteil nehmen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Verhei\u00dfung eines Leibeserben an Abram und Abrams Glaubensfestigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des HERRN an Abram in einem Gesicht also: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, Abram! Ich bin ja dein Schild; dein Lohn soll sehr gro\u00df sein.\u00ab<br>2 Abram aber antwortete: \u00bbAch HERR, mein Gott, was k\u00f6nntest du mir geben? Ich gehe ja als kinderloser Mann dahin, und der Besitzer meines Verm\u00f6gens wird (mein hausgeborener Knecht) Elieser von Damaskus sein.\u00ab<br>3 Dann fuhr Abram fort: \u00bbAch, du hast mir ja keine Kinder gegeben [darum wird einer von den Knechten meines Hauses mein Erbe sein]!\u00ab<br>4 Aber da erging das Wort des HERRN an ihn also: \u00bbNicht dieser soll dein Erbe sein; sondern ein leiblicher Spro\u00df soll es sein, der dich beerbt.\u00ab<br>5 Darauf lie\u00df er ihn ins Freie hinaustreten und sagte: \u00bbBlicke zum Himmel empor und z\u00e4hle die Sterne, wenn du sie z\u00e4hlen kannst!\u00ab Dann fuhr er fort: \u00bbSo (unz\u00e4hlbar) soll deine Nachkommenschaft sein!\u00ab<br>6 Da glaubte Abram dem HERRN, und das rechnete dieser ihm als Gerechtigkeit an (R\u00f6m 4,3).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott best\u00e4tigt seine Verhei\u00dfung durch einen feierlichen Bundesschlu\u00df unter Vornahme einer ernsten Opferhandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Dann sagte Gott zu ihm: \u00bbIch bin der HERR, der dich aus Ur in Chald\u00e4a hat auswandern lassen, um dir dieses Land zum Besitz zu geben.\u00ab<br>8 Abram erwiderte: \u00bbHERR, mein Gott! Woran soll ich erkennen, da\u00df ich es besitzen werde?\u00ab<br>9 Da antwortete er ihm: \u00bbHole mir eine dreij\u00e4hrige Kuh, eine dreij\u00e4hrige Ziege und einen dreij\u00e4hrigen Widder, dazu eine Turteltaube und eine junge Taube!\u00ab<br>10 Da holte er ihm alle diese Tiere, schnitt sie in der Mitte durch und legte die H\u00e4lften eines jeden Tieres einander gegen\u00fcber; die V\u00f6gel aber schnitt er nicht entzwei.<br>11 Da stie\u00dfen die Raubv\u00f6gel auf die Fleischst\u00fccke herab, aber Abram verscheuchte sie.<br>12 Als nun die Sonne sich zum Untergang neigte, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram, und zugleich stellte sich eine Be\u00e4ngstigung, tiefe Finsternis, bei ihm ein.<br>13 Da sprach er zu Abram: \u00bbSicher wissen sollst du, da\u00df deine Nachkommen als Fremdlinge in einem Lande weilen werden, das ihnen nicht geh\u00f6rt; dort werden sie als Knechte dienen m\u00fcssen, und man wird sie bedr\u00fccken vierhundert Jahre lang.<br>14 Aber auch das Volk, dem sie dienen m\u00fcssen, will ich zur Rechenschaft ziehen; und darnach werden sie mit reicher Habe ausziehen.<br>15 Du aber sollst in Frieden zu deinen V\u00e4tern eingehen und in gutem Alter begraben werden.<br>16 Aber erst das vierte Geschlecht von ihnen wird hierher zur\u00fcckkehren; denn das Ma\u00df der S\u00fcndenschuld der Amoriter ist bis jetzt noch nicht voll.\u00ab<br>17 Als dann die Sonne untergegangen und tiefe Dunkelheit eingetreten war, da war es wie ein rauchender Backofen und eine Feuerfackel, was zwischen jenen Fleischst\u00fccken hindurchfuhr.<br>18 An jenem Tage schlo\u00df der HERR einen Bund mit Abram und erkl\u00e4rte: \u00bbDeiner Nachkommenschaft will ich dieses Land geben vom Bach \u00c4gyptens bis an den gro\u00dfen Strom, den Euphratstrom:<br>19 die Keniter, Kenissiter, Kadmoniter,<br>20 Hethiter, Pherissiter, Rephaiter,<br>21 Amoriter, Kanaaniter, Girgasiter und Jebusiter.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Sarai, Abrams Frau, hatte ihm keine Kinder geboren; sie hatte aber eine \u00e4gyptische Leibmagd namens Hagar.<br>2 Da sagte Sarai zu Abram: \u00bbDu siehst, da\u00df der HERR mir Kindersegen versagt hat. So gehe doch ein zu meiner Leibmagd: vielleicht komme ich durch sie zu Kindern.\u00ab Als Abram auf diesen Vorschlag seiner Frau einging,<br>3 nahm Sarai, Abrams Frau, ihre \u00e4gyptische Leibmagd Hagar und gab sie ihrem Manne Abram zum Weibe. \u2013 Abram hatte damals aber zehn Jahre lang im Lande Kanaan gewohnt. \u2013<br>4 Abram ging dann zu Hagar ein, und sie wurde guter Hoffnung; als sie aber merkte, da\u00df sie Mutter werden w\u00fcrde, sah sie ihre Herrin geringsch\u00e4tzig an.<br>5 Da sagte Sarai zu Abram: \u00bbDie Kr\u00e4nkung, die mir zugef\u00fcgt wird, ist deine Schuld! Ich selbst habe dir meine Leibmagd in die Arme gegeben; jetzt aber, da sie f\u00fchlt, da\u00df sie Mutter werden wird, sieht sie mich geringsch\u00e4tzig an: der HERR sei Richter zwischen mir und dir!\u00ab<br>6 Da sagte Abram zu Sarai: \u00bbDeine Leibmagd steht ja doch unter deiner Gewalt: verfahre mit ihr, wie es dich gut d\u00fcnkt!\u00ab Als nun Sarai sie hart behandelte, entfloh sie ihr.<br>7 Da fand der Engel des HERRN sie an einer Wasserquelle in der W\u00fcste, an der Quelle auf dem Wege nach Sur,<br>8 und fragte sie: \u00bbHagar, Leibmagd der Sarai, woher kommst du, und wohin willst du?\u00ab Sie antwortete: \u00bbIch bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.\u00ab<br>9 Da sagte der Engel des HERRN zu ihr: \u00bbKehre zu deiner Herrin zur\u00fcck und unterwirf dich ihrer Gewalt.\u00ab<br>10 Dann fuhr der Engel des HERRN fort: \u00bbIch will deine Nachkommenschaft \u00fcberaus zahlreich werden lassen, so da\u00df man sie vor Menge nicht soll z\u00e4hlen k\u00f6nnen.\u00ab<br>11 Weiter sagte der Engel des HERRN zu ihr: \u00bbDu bist jetzt guter Hoffnung und wirst Mutter eines Sohnes werden, den du Ismael nennen sollst; denn der HERR hat auf deinen Notschrei geh\u00f6rt.<br>12 Der wird ein Mensch wie ein Wildesel sein: seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und allen seinen Br\u00fcdern wird er trotzig gegen\u00fcberstehen.\u00ab<br>13 Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: \u00bbDu bist der Gott des Schauens; denn\u00ab, sagte sie, \u00bbich habe wirklich hier den geschaut, der nach mir geschaut hat.\u00ab<br>14 Darum hat man den Brunnen \u203aBrunnen des Lebendigen, der nach mir schaut\u2039 genannt; er liegt bekanntlich zwischen Kades und Bered.<br>15 Hagar gebar dann dem Abram einen Sohn, und Abram gab seinem Sohne, den Hagar ihm geboren hatte, den Namen Ismael.<br>16 Abram war aber sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar ihm den Ismael gebar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mitteilung der g\u00f6ttlichen Bundesverhei\u00dfungen; Abram erh\u00e4lt den Namen Abraham<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sagte zu ihm: \u00bbIch bin der allm\u00e4chtige Gott: wandle vor mir und sei fromm!<br>2 Ich will einen Bund zwischen mir und dir stiften und dich \u00fcberaus zahlreich werden lassen.\u00ab<br>3 Da warf sich Abram auf sein Angesicht nieder; Gott aber redete weiter mit ihm so:<br>4 \u00bbWisse wohl: mein Bund mit dir geht dahin, da\u00df du der Stammvater einer Menge von V\u00f6lkern werden sollst.<br>5 Darum sollst du hinfort nicht mehr Abram hei\u00dfen, sondern dein Name soll jetzt Abraham lauten; denn zum Stammvater einer Menge von V\u00f6lkern habe ich dich bestimmt.<br>6 Ich will dich also \u00fcberaus zahlreich werden lassen und dich zu (ganzen) V\u00f6lkern machen; auch K\u00f6nige sollen von dir abstammen.<br>7 Und ich will meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir, Geschlecht f\u00fcr Geschlecht, als einen ewigen Bund, um dein Gott zu sein und (der Gott) deiner Nachkommen nach dir.<br>8 Und ich will dir und deinen Nachkommen nach dir das Land, in dem du (jetzt) als Fremdling weilst, n\u00e4mlich das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz geben und will ihr Gott sein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gebot der Beschneidung als des \u00e4u\u00dferen Bundeszeichens<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Weiter sagte Gott zu Abraham: \u00bbWas dich aber betrifft, so sollst du den Bund mit mir halten, du samt deinen Nachkommen nach dir, Geschlecht f\u00fcr Geschlecht!<br>10 Dies aber ist mein Bund, den ihr halten sollt und der zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir besteht: Alles M\u00e4nnliche soll bei euch beschnitten werden!<br>11 Und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden: das soll das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch sein!<br>12 Jedes Kn\u00e4blein soll im Alter von acht Tagen bei euch die Beschneidung empfangen, Geschlecht f\u00fcr Geschlecht, auch der im Hause geborene, sowie der f\u00fcr Geld von irgendeinem Fremden gekaufte Knecht, mag er auch nicht zu deiner Nachkommenschaft geh\u00f6ren.<br>13 Ja, beschnitten soll werden sowohl der in deinem Hause geborene als auch der f\u00fcr Geld von dir gekaufte Knecht: darin soll mein Bundeszeichen an eurem Leibe bestehen als ein ewiges Bundeszeichen!<br>14 Ein unbeschnittener M\u00e4nnlicher aber, der am Fleisch seiner Vorhaut nicht beschnitten worden ist \u2013 ein solcher Mensch soll aus seinen Volksgenossen ausgerottet werden: meinen Bund hat er gebrochen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sarai erh\u00e4lt den Namen Sara; Verhei\u00dfung der Geburt Isaaks als des wahren Bundeserben<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Weiter sprach Gott zu Abraham: \u00bbDeine Frau Sarai sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein.16 Denn ich will sie segnen und dir auch von ihr einen Sohn geben; ja ich will sie segnen, da\u00df sie zu (ganzen) V\u00f6lkern werden soll; sogar K\u00f6nige von V\u00f6lkerschaften sollen von ihr abstammen.\u00ab17 Da warf sich Abraham auf sein Angesicht nieder und lachte; denn er dachte bei sich: \u00bbEinem Hundertj\u00e4hrigen soll noch (ein Sohn) geboren werden? Und die neunzigj\u00e4hrige Sara soll noch Mutter werden?\u00ab18 So sagte denn Abraham zu Gott: \u00bbAch m\u00f6chte nur Ismael vor dir am Leben bleiben!\u00ab19 Doch Gott antwortete: \u00bbGanz gewi\u00df wird deine Frau Sara dir einen Sohn geb\u00e4ren, den du Isaak nennen sollst; und ich will meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund f\u00fcr seine Nachkommen nach ihm.20 Aber auch in betreff Ismaels habe ich dich erh\u00f6rt; wisse wohl: ich will ihn segnen und fruchtbar werden lassen und ihm eine \u00fcberaus zahlreiche Nachkommenschaft verleihen: zw\u00f6lf F\u00fcrsten soll er zu Nachkommen haben, und zu einem gro\u00dfen Volke will ich ihn machen.21 Jedoch meinen Bund will ich mit Isaak aufrichten, der dir von Sara \u00fcbers Jahr um diese Zeit geboren werden soll.\u00ab22 Als Gott nun seine Unterredung mit Abraham beendet hatte, fuhr er (zum Himmel) empor von Abraham weg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vollziehung der Beschneidung im gesamten Hause Abrahams<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Darauf nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle in seinem Hause geborenen Knechte sowie alle f\u00fcr Geld von ihm gekauften Knechte, alle m\u00e4nnlichen Personen unter den Leuten in seinem Hause, und vollzog die Beschneidung an ihnen noch an eben diesem Tage, wie Gott es ihm geboten hatte.<br>24 Abraham war aber neunundneunzig Jahre alt, als er vorschriftsgem\u00e4\u00df beschnitten wurde,<br>25 und sein Sohn Ismael war dreizehn Jahre alt, als man ihn vorschriftsgem\u00e4\u00df beschnitt.<br>26 An einem und demselben Tage wurden Abraham und sein Sohn Ismael beschnitten;<br>27 und mit ihm wurden alle m\u00e4nnlichen Personen in seinem hause beschnitten, sowohl die im Hause geborenen als auch die f\u00fcr Geld von Fremden gekauften Knechte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dann erschien ihm der HERR bei den Terebinthen Mamres, w\u00e4hrend er gerade um die Zeit der Mittagshitze am Eingang seines Zeltes sa\u00df.<br>2 Als er n\u00e4mlich aufblickte und hinsah, standen pl\u00f6tzlich drei M\u00e4nner vor ihm. Kaum hatte er sie erblickt, da eilte er ihnen vom Eingang seines Zeltes aus entgegen, verneigte sich vor ihnen bis auf den Boden<br>3 und sagte: \u00bbO Herr, wenn ich irgend Gnade in deinen Augen gefunden habe, so gehe doch nicht an deinem Knechte vor\u00fcber!<br>4 Man soll euch etwas Wasser bringen, damit ihr euch die F\u00fc\u00dfe waschen k\u00f6nnt; dann ruht euch unter dem Baume aus,<br>5 und ich will euch etwas zu essen holen, damit ihr euch erquickt: danach m\u00f6gt ihr weiterziehen; ihr seid doch nun einmal bei eurem Knecht vor\u00fcbergekommen.\u00ab Sie antworteten: \u00bbTu so, wie du gesagt hast!\u00ab<br>6 Da eilte Abraham zu Sara ins Zelt und sagte: \u00bbNimm schnell drei Ma\u00df Mehl, feines Mehl, knete es und backe Kuchen!\u00ab<br>7 Dann eilte Abraham zu den Rindern, nahm ein zartes, gutes Kalb und \u00fcbergab es dem Knechte; der mu\u00dfte es schnell zubereiten.<br>8 Dann holte er Sauermilch und s\u00fc\u00dfe Milch sowie das Kalb, das er hatte zubereiten lassen, und setzte es ihnen vor; er selbst aber bediente sie unter dem Baume, w\u00e4hrend sie a\u00dfen.<br>9 Da fragten sie ihn: \u00bbWo ist deine Frau Sara?\u00ab Er antwortete: \u00bbDrinnen im Zelt.\u00ab<br>10 Da sagte jener: \u00bb\u00dcbers Jahr um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen: dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.\u00ab Sara horchte aber am Zelteingang, der hinter ihm war.<br>11 Abraham und Sara waren aber alt und hochbetagt, so da\u00df Sara nach ihrer leiblichen Beschaffenheit keine Kinder mehr erwarten konnte.<br>12 Darum lachte Sara in sich hinein und dachte: \u00bbJetzt, nachdem ich verwelkt bin, sollte ich noch an Liebeslust denken? Und mein Eheherr ist ja auch ein Greis.\u00ab<br>13 Da sagte der HERR zu Abraham: \u00bbWarum hat denn Sara gelacht und denkt: \u203aSollte ich alte Frau wirklich noch Mutter werden k\u00f6nnen?\u2039<br>14 Ist etwa f\u00fcr den HERRN irgend etwas unm\u00f6glich? Zu der genannten Zeit, \u00fcbers Jahr, komme ich wieder zu dir: dann wird Sara einen Sohn haben.\u00ab<br>15 Da leugnete Sara und sagte: \u00bbIch habe nicht gelacht!\u00ab, denn sie f\u00fcrchtete sich. Er aber entgegnete: \u00bbDoch, du hast gelacht!\u00ab<br>16 Nunmehr brachen die drei M\u00e4nner von dort auf und schauten aus nach Sodom hinab, w\u00e4hrend Abraham mit ihnen ging, um ihnen das Geleit zu geben.<br>17 Da dachte der HERR: \u00bbSoll ich vor Abraham geheimhalten, was ich zu tun vorhabe?<br>18 Abraham soll ja doch zu einem gro\u00dfen und m\u00e4chtigen Volk werden, und in ihm sollen alle V\u00f6lker der Erde gesegnet werden;<br>19 denn ich habe ihn dazu ausersehen, da\u00df er seinen S\u00f6hnen und seinem ganzen Hause nach ihm ans Herz lege, den Weg des HERRN innezuhalten, indem sie Gerechtigkeit und Recht \u00fcben, damit der HERR f\u00fcr Abraham alles in Erf\u00fcllung gehen lasse, was er in bezug auf ihn verhei\u00dfen hat.\u00ab<br>20 So sagte denn der HERR: \u00bbDas Geschrei \u00fcber Sodom und Gomorrha ist gar gro\u00df geworden, und ihre S\u00fcnde ist wahrlich sehr schwer.<br>21 Darum will ich hinabgehen und zusehen, ob sie wirklich ganz so gehandelt haben, wie die lauten Klagen, die zu mir gedrungen sind, von ihnen melden, oder ob es sich nicht so verh\u00e4lt: ich will es erkunden.\u00ab<br>22 Hierauf wandten sich die (anderen beiden) M\u00e4nner von dort weg und gingen auf Sodom zu, w\u00e4hrend Abraham noch vor dem HERRN stehenblieb.<br>23 Da trat Abraham n\u00e4her heran und sagte: \u00bbWillst du wirklich die Gerechten zugleich mit den Gottlosen wegraffen?<br>24 Vielleicht gibt es f\u00fcnfzig Gerechte innerhalb der Stadt: willst du die wirklich umkommen lassen und nicht lieber dem Orte vergeben um der f\u00fcnfzig Gerechten willen, die in ihm sind?<br>25 Fern sei es von dir, so zu handeln, die Gerechten zusammen mit den Gottlosen ums Leben zu bringen, so da\u00df es den Gerechten ebenso ergeht wie den Gottlosen: das sei fern von dir! Der Richter der ganzen Erde mu\u00df doch Gerechtigkeit \u00fcben!\u00ab<br>26 Da antwortete der HERR: \u00bbWenn ich in Sodom f\u00fcnfzig Gerechte innerhalb der Stadt finden sollte, so will ich dem ganzen Ort um ihretwillen vergeben.\u00ab<br>27 Darauf nahm Abraham wieder das Wort und sagte: \u00bbAch siehe, ich habe es gewagt, zu dem Allherrn zu reden, obgleich ich nur Staub und Asche bin.<br>28 Vielleicht fehlen an den f\u00fcnfzig Gerechten noch f\u00fcnf: willst du da wegen dieser f\u00fcnf die ganze Stadt vernichten?\u00ab Er antwortete: \u00bbNein, ich will sie nicht vernichten, wenn ich dort f\u00fcnfundvierzig finde.\u00ab<br>29 Darauf fuhr Abraham fort, ihn nochmals anzureden, und sagte: \u00bbVielleicht finden sich deren dort nur vierzig.\u00ab Jener erwiderte: \u00bbIch will ihnen um der vierzig willen nichts tun.\u00ab<br>30 Abraham sagte: \u00bbM\u00f6ge doch der Allherr nicht z\u00fcrnen, wenn ich nochmals rede: vielleicht finden sich dort nur drei\u00dfig.\u00ab Er antwortete: \u00bbIch will ihnen nichts tun, wenn ich dort drei\u00dfig finde.\u00ab<br>31 Er sagte weiter: \u00bbSiehe doch, ich habe es gewagt, zu dem Allherrn zu reden: vielleicht finden sich dort nur zwanzig.\u00ab Er antwortete: \u00bbIch will sie schon um der zwanzig willen nicht vernichten.\u00ab<br>32 Da sagte er: \u00bbM\u00f6ge doch der Allherr nicht z\u00fcrnen, wenn ich noch dies eine Mal rede: vielleicht finden sich dort nur zehn.\u00ab Er erwiderte: \u00bbIch will sie schon um der zehn willen nicht vernichten.\u00ab<br>33 Hierauf ging der HERR weg, nachdem er das Gespr\u00e4ch mit Abraham beendet hatte; Abraham aber kehrte nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun die beiden Engel am Abend nach Sodom kamen, sa\u00df Lot gerade am Tor von Sodom. Sobald Lot sie erblickte, erhob er sich vor ihnen, verneigte sich mit dem Angesicht bis zur Erde<br>2 und sagte: \u00bbBitte, meine Herren! Kehrt doch im Hause eures Knechtes ein, um dort zu \u00fcbernachten, und wascht euch die F\u00fc\u00dfe; morgen fr\u00fch m\u00f6gt ihr euch dann wieder aufmachen und eures Weges ziehen.\u00ab Sie aber antworteten: \u00bbNein, wir wollen hier im Freien \u00fcbernachten.\u00ab<br>3 Da n\u00f6tigte er sie dringend, bis sie bei ihm einkehrten und in sein Haus eintraten. Dann bereitete er ihnen ein Mahl und lie\u00df unges\u00e4uerte Kuchen backen, die sie a\u00dfen.<br>4 Noch hatten sie sich aber nicht schlafen gelegt, als die M\u00e4nner der Stadt, die B\u00fcrger von Sodom, das Haus umzingelten, jung und alt, die ganze Bev\u00f6lkerung bis auf den letzten Mann.<br>5 Die riefen nach Lot und sagten zu ihm: \u00bbWo sind die M\u00e4nner, die heute abend zu dir gekommen sind? Bringe sie zu uns heraus, damit wir uns an sie machen!\u00ab<br>6 Da trat Lot zu ihnen hinaus an den Eingang des Hauses, schlo\u00df aber die T\u00fcr hinter sich zu<br>7 und sagte: \u00bbMeine Br\u00fcder, vergeht euch doch nicht so arg!<br>8 H\u00f6rt: ich habe zwei T\u00f6chter, die noch mit keinem Manne zu tun gehabt haben; die will ich zu euch herausbringen: macht dann mit ihnen, was euch beliebt. Nur diesen M\u00e4nnern tut nichts zuleide, nachdem sie einmal unter den Schatten meines Daches getreten sind!\u00ab<br>9 Doch sie antworteten: \u00bbZur\u00fcck da!\u00ab, und weiter sagten sie: \u00bbDer ist der einzige Fremde, der gekommen ist, um hier zu wohnen, und will nun den Herrn spielen! Warte nur, wir wollen es mit dir noch schlimmer machen als mit jenen!\u00ab So drangen sie denn auf den Mann, auf Lot, mit Gewalt ein und gingen daran, die T\u00fcr zu erbrechen;<br>10 doch die M\u00e4nner griffen mit ihren H\u00e4nden hinaus, zogen Lot zu sich ins Haus herein und verschlossen die T\u00fcr;<br>11 dann schlugen sie die M\u00e4nner vor dem Eingang des Hauses mit Blindheit, klein und gro\u00df, so da\u00df sie sich vergebens bem\u00fchten, den Eingang zu finden.<br>12 Darauf sagten die M\u00e4nner zu Lot: \u00bbWen du sonst noch hier hast \u2013 einen Schwiegersohn sowie deine S\u00f6hne und T\u00f6chter und wer dir sonst noch in der Stadt angeh\u00f6rt \u2013, die la\u00df aus diesem Orte weggehen;<br>13 denn wir wollen diesen Ort zerst\u00f6ren, weil schlimme Klagen \u00fcber ihn vor dem HERRN laut geworden sind; daher hat der HERR uns gesandt, die Stadt zu zerst\u00f6ren.\u00ab<br>14 Da ging Lot aus dem Hause hinaus und sagte zu seinen Schwiegers\u00f6hnen, die seine T\u00f6chter geheiratet hatten: \u00bbMacht euch auf und verla\u00dft diesen Ort! Denn der HERR will die Stadt zerst\u00f6ren.\u00ab Aber er kam seinen Schwiegers\u00f6hnen vor wie einer, der Scherz (mit ihnen) trieb.<br>15 Als dann die Morgenr\u00f6te aufstieg, dr\u00e4ngten die Engel Lot zur Eile mit den Worten: \u00bbAuf! Nimm deine Frau und deine beiden T\u00f6chter, die hier bei dir anwesend sind, damit du nicht auch wegen der S\u00fcndhaftigkeit der Stadt ums Leben kommst.\u00ab<br>16 Als er aber immer noch z\u00f6gerte, fa\u00dften die M\u00e4nner ihn und seine Frau und seine beiden T\u00f6chter bei der Hand, weil der HERR ihn verschonen wollte; sie f\u00fchrten ihn hinaus und lie\u00dfen ihn erst drau\u00dfen vor der Stadt wieder los.<br>17 Als sie nun mit ihnen drau\u00dfen im Freien waren, sagte der eine: \u00bbRette dich: es gilt dein Leben! Sieh dich nicht um und bleibe nirgends in der Jordan-Ebene stehen! Rette dich in das Gebirge, damit du nicht auch ums Leben kommst!\u00ab<br>18 Da antwortete ihnen Lot: \u00bbAch nein, mein Herr!<br>19 Bedenke doch: dein Knecht hat (nun einmal) Gnade in deinen Augen gefunden, und du hast mir die gro\u00dfe Barmherzigkeit erwiesen, mich am Leben zu erhalten; aber ich vermag mich nicht in das Gebirge zu retten: das Verderben w\u00fcrde mich ereilen, so da\u00df ich sterben m\u00fc\u00dfte!<br>20 Siehe, dort ist eine Ortschaft in der N\u00e4he, so da\u00df ich dahin fliehen k\u00f6nnte, und sie ist ja ganz klein: dorthin m\u00f6chte ich mich retten; sie ist ja doch ganz klein; dann k\u00f6nnte ich am Leben bleiben!\u00ab<br>21 Da antwortete er ihm: \u00bbNun gut, ich will dir auch in diesem St\u00fcck zu Willen sein, indem ich den Ort, von dem du sprichst, nicht mit zerst\u00f6re.<br>22 Fl\u00fcchte dich eilends dorthin! denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist.\u00ab Daher hat der Ort den Namen Zoar erhalten.<br>23 Als dann die Sonne \u00fcber der Erde aufgegangen und Lot in Zoar angekommen war,<br>24 lie\u00df der HERR Schwefel und Feuer vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha regnen<br>25 und vernichtete diese St\u00e4dte und die ganze Jordan-Ebene samt allen Bewohnern der Ortschaften und allem, was auf den Fluren gewachsen war.<br>26 Lots Frau aber hatte sich hinter ihm umgeschaut; da wurde sie zu einer Salzs\u00e4ule.<br>27 Als Abraham sich nun am folgenden Morgen in der Fr\u00fche an den Ort begab, wo er vor dem HERRN gestanden hatte,<br>28 und nach Sodom und Gomorrha hinabschaute und die ganze Fl\u00e4che der Jordan-Ebene \u00fcberblickte, da sah er, wie der Rauch vom Lande aufstieg gleich dem Rauch von einem Schmelzofen.<br>29 Gott aber hatte, als er die St\u00e4dte in der Jordan-Ebene zerst\u00f6rte, an Abraham gedacht und Lot mitten aus der Zerst\u00f6rung hinausgef\u00fchrt, als er die St\u00e4dte zerst\u00f6rte, in denen Lot gewohnt hatte.<br>30 Lot aber zog aus Zoar weiter aufw\u00e4rts und nahm seinen Wohnsitz zusammen mit seinen beiden T\u00f6chtern im Gebirge, denn er f\u00fcrchtete sich, in Zoar zu bleiben; er lie\u00df sich vielmehr mit seinen beiden T\u00f6chtern in einer H\u00f6hle nieder.<br>31 Da sagte die \u00e4ltere zu der j\u00fcngeren: \u00bbUnser Vater ist alt, und kein Mann ist sonst im Lande, der Umgang mit uns haben k\u00f6nnte, wie es in aller Welt Brauch ist.<br>32 Komm, wir wollen unserm Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen, damit wir von unserm Vater Nachkommenschaft ins Leben rufen.\u00ab<br>33 So gaben sie denn ihrem Vater an jenem Abend Wein zu trinken, und die \u00e4ltere ging dann hinein und legte sich zu ihrem Vater; er aber merkte nichts davon, weder wie sie sich hinlegte, noch als sie aufstand.<br>34 Am andern Morgen sagte dann die \u00e4ltere zu der j\u00fcngeren: \u00bbSiehst du, ich habe in der vorigen Nacht bei meinem Vater gelegen. Wir wollen ihm nun auch heute abend Wein zu trinken geben; dann gehst du hinein und legst dich zu ihm, damit wir von unserm Vater Nachkommenschaft ins Leben rufen.\u00ab<br>35 So gaben sie denn ihrem Vater auch an diesem Abend Wein zu trinken, und die j\u00fcngere stand auf und legte sich zu ihm; er aber merkte nichts davon, weder als sie sich hinlegte, noch als sie aufstand.<br>36 So wurden denn die beiden T\u00f6chter Lots von ihrem Vater schwanger.<br>37 Und die \u00e4ltere gebar einen Sohn und nannte ihn \u00bbMoab\u00ab; der ist der Stammvater der heutigen Moabiter.<br>38 Die j\u00fcngere gebar auch einen Sohn und gab ihm den Namen \u00bbBen-Ammi\u00ab; der ist der Stammvater der heutigen Ammoniter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Abraham brach dann von dort auf (und zog) in den S\u00fcdgau, wo er seinen Wohnsitz zwischen Kades und Sur nahm. Er hielt sich aber zeitweise als Fremdling auch in Gerar auf<br>2 und gab dort seine Frau Sara f\u00fcr seine Schwester aus. Da sandte Abimelech, der K\u00f6nig von Gerar, hin und lie\u00df Sara zu sich holen.<br>3 Aber in der Nacht kam Gott zu Abimelech im Traum und sagte zu ihm: \u00bbJetzt bist du des Todes wegen der Frau, die du dir hast holen lassen: sie ist ja eines Mannes Ehefrau!\u00ab<br>4 Abimelech war ihr aber noch nicht nahegekommen; darum antwortete er: \u00bbO Herr, du wirst doch nicht ein schuldloses Volk umbringen?<br>5 Hat er nicht selbst zu mir gesagt, da\u00df sie seine Schwester sei? Und auch sie selbst hat erkl\u00e4rt, er sei ihr Bruder. In der Unschuld meines Herzens und mit reinen H\u00e4nden habe ich dies getan!\u00ab<br>6 Da sagte Gott weiter im Traum zu ihm: \u00bbAuch ich wei\u00df wohl, da\u00df du in der Unschuld deines Herzens so gehandelt hast, und ich selbst habe dich davor beh\u00fctet, da\u00df du dich gegen mich vers\u00fcndigt hast; darum habe ich auch nicht zugelassen, da\u00df du sie ber\u00fchrtest.<br>7 So gibt also jetzt dem Manne seine Frau zur\u00fcck, denn er ist ein Prophet; dann soll er F\u00fcrbitte f\u00fcr dich einlegen, so da\u00df du am Leben bleibst. Gibst du sie aber nicht zur\u00fcck, so wisse, da\u00df du mit allen deinen Angeh\u00f6rigen sterben mu\u00dft!\u00ab<br>8 Am andern Morgen in der Fr\u00fche berief Abimelech eiligst alle seine Diener und teilte ihnen den ganzen Vorfall mit; da gerieten die M\u00e4nner in gro\u00dfe Best\u00fcrzung.<br>9 Abimelech lie\u00df dann Abraham rufen und sagte zu ihm: \u00bbWas hast du uns da angetan? Worin habe ich mich dir gegen\u00fcber verfehlt, da\u00df du eine so gro\u00dfe Verschuldung \u00fcber mich und mein Reich gebracht hast? Du hast an mir in einer Weise gehandelt, wie es nicht recht ist!\u00ab<br>10 Weiter sagte Abimelech zu Abraham: \u00bbWas hast du dir denn dabei gedacht, da\u00df du so gehandelt hast?\u00ab<br>11 Da antwortete Abraham: \u00bbJa, ich dachte, es sei sicherlich keine Gottesfurcht an diesem Orte zu finden und man werde mich um meiner Frau willen ums Leben bringen.<br>12 \u00dcbrigens ist sie wirklich meine Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter, und so hat sie meine Frau werden k\u00f6nnen.<br>13 Als mich nun Gott einst aus meines Vaters Hause ins Ungewisse wegziehen hie\u00df, da habe ich zu ihr gesagt: \u203aErweise mir die Liebe, da\u00df du \u00fcberall, wohin wir kommen werden, von mir sagst, ich sei dein Bruder.\u2039\u00ab<br>14 Da nahm Abimelech Kleinvieh und Rinder, Knechte und M\u00e4gde und schenkte sie dem Abraham, auch seine Frau Sara gab er ihm zur\u00fcck.<br>15 Dann f\u00fcgte er hinzu: \u00bbMein Land steht dir nunmehr offen: nimm deinen Wohnsitz, wo es dir gef\u00e4llt!\u00ab<br>16 Zu Sara aber sagte er: \u00bbHier gebe ich deinem Bruder tausend Silberst\u00fccke: das soll f\u00fcr dich ein S\u00fchnegeld in den Augen aller sein, die bei dir sind, so da\u00df du nun in allem gerechtfertigt dastehst!\u00ab<br>17 Darauf legte Abraham F\u00fcrbitte bei Gott ein, und Gott lie\u00df Abimelech, seine Frau und seine M\u00e4gde wieder gesund werden, so da\u00df sie wieder Kinder bekommen konnten;<br>18 denn der HERR hatte den Mutterscho\u00df aller Frauen im Hause Abimelechs verschlossen um Saras, der Frau Abrahams, willen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Der HERR suchte dann Sara gn\u00e4dig heim, wie er verhei\u00dfen hatte, und tat an ihr, wie er zugesagt hatte:<br>2 Sara wurde guter Hoffnung und gebar dem Abraham in seinem Greisenalter einen Sohn zu der Zeit, die Gott ihm im voraus angegeben hatte.<br>3 Abraham gab dann seinem Sohne, der ihm geboren worden war, den Sara ihm geboren hatte, den Namen Isaak<br>4 und beschnitt seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte.<br>5 Hundert Jahre war Abraham alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde.<br>6 Da sagte Sara: \u00bbEin Lachen hat mir Gott bereitet: jeder, der von der Sache h\u00f6rt, wird \u00fcber mich lachen.\u00ab<br>7 Weiter sagte sie: \u00bbWer h\u00e4tte wohl je dem Abraham gesagt, da\u00df Sara noch Kinder an der Brust n\u00e4hren w\u00fcrde? Und nun habe ich ihm doch noch einen Sohn in seinem Greisenalter geboren!\u00ab<br>8 Und der Knabe wuchs heran und wurde entw\u00f6hnt; da veranstaltete Abraham am Tage der Entw\u00f6hnung Isaaks ein gro\u00dfes Festmahl.<br>9 Als nun Sara den Sohn der \u00c4gypterin Hagar, den diese dem Abraham geboren hatte, mit ihrem Sohne Isaak spielen sah,<br>10 sagte sie zu Abraham: \u00bbVersto\u00dfe die Magd da und ihren Sohn! Denn der Sohn dieser Magd soll nicht mit meinem Sohn, mit Isaak, erben!\u00ab<br>11 Dieses Wort betr\u00fcbte Abraham sehr mit R\u00fccksicht auf seinen Sohn;<br>12 aber Gott sagte zu Abraham: \u00bbLa\u00df es dir um den Knaben und um deine Magd nicht leid sein: gehorche der Sara in allem, was sie von dir verlangt; denn nur nach Isaak soll dir Nachkommenschaft genannt werden.<br>13 Doch auch den Sohn der Magd will ich zu einem Volke werden lassen, weil er dein Sohn ist.\u00ab<br>14 So stand denn Abraham am andern Morgen fr\u00fch auf, nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und gab dies der Hagar; den Knaben aber setzte er ihr auf die Schulter und entlie\u00df so beide. Da ging sie weg und irrte in der W\u00fcste von Beerseba umher.<br>15 Als dann das Wasser im Schlauch zu Ende gegangen war, warf sie den Knaben unter einen der Str\u00e4ucher,<br>16 ging weg und setzte sich abseits ihm gegen\u00fcber, wohl einen Bogenschu\u00df weit entfernt; \u00bbdenn\u00ab, sagte sie, \u00bbich kann das Sterben des Knaben nicht ansehen!\u00ab Sie setzte sich also ihm gegen\u00fcber; er aber fing an, laut zu weinen.<br>17 Da h\u00f6rte Gott das Schreien des Knaben, und der Engel Gottes rief der Hagar vom Himmel her die Worte zu: \u00bbWas ist dir, Hagar? F\u00fcrchte dich nicht! Denn Gott hat das Schreien des Knaben geh\u00f6rt, ebendort wo er liegt.<br>18 Stehe auf, nimm den Knaben und halte ihn fest an der Hand, denn ich will ihn zu einem gro\u00dfen Volke werden lassen.\u00ab<br>19 Dann tat Gott ihr die Augen auf, so da\u00df sie eine Quelle mit Wasser erblickte; da ging sie hin, f\u00fcllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken.<br>20 Und Gott war mit dem Knaben, so da\u00df er heranwuchs; er nahm seinen Aufenthalt in der W\u00fcste und wurde ein gewaltiger Bogensch\u00fctze;<br>21 und zwar nahm er seinen Aufenthalt in der W\u00fcste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine \u00c4gypterin zur Frau.<br>22 Zu derselben Zeit hatte Abimelech nebst seinem Heerf\u00fchrer Pichol eine Unterredung mit Abraham und sagte: \u00bbGott ist mit dir in allem, was du unternimmst.<br>23 Darum schw\u00f6re mir jetzt hier bei Gott, da\u00df du weder gegen mich noch gegen meine Kinder und Kindeskinder jemals treulos handeln, sondern dieselbe Freundschaft, die ich dir erwiesen habe, auch mir und dem Lande erweisen willst, in welchem du als Fremdling dich aufh\u00e4ltst!\u00ab<br>24 Da antwortete Abraham: \u00bbJa, ich will den Schwur leisten.\u00ab<br>25 Abraham machte aber dem Abimelech Vorhalt wegen des Wasserbrunnens, den die Knechte Abimelechs sich mit Gewalt angeeignet hatten.<br>26 Abimelech erwiderte: \u00bbIch wei\u00df nicht, wer das getan hat: weder hast du mir bisher etwas davon mitgeteilt, noch habe ich bis heute etwas davon geh\u00f6rt.\u00ab<br>27 Hierauf nahm Abraham Kleinvieh und Rinder und gab sie dem Abimelech, und sie schlossen beide einen Vertrag miteinander.<br>28 Als nun Abraham noch sieben Schafl\u00e4mmer abgesondert stellte,<br>29 fragte Abimelech den Abraham: \u00bbWas sollen die sieben L\u00e4mmer hier bedeuten, die du besonders gestellt hast?\u00ab<br>30 Er antwortete: \u00bbDie sieben L\u00e4mmer mu\u00dft du von mir annehmen, damit dies mir zum Zeugnis diene, da\u00df ich diesen Brunnen gegraben habe.\u00ab<br>31 Darum nennt man jenen Ort \u00bbBeerseba\u00ab, weil sie beide dort einander geschworen haben.<br>32 Nachdem sie so einen Vertrag zu Beerseba geschlossen hatten, brach Abimelech mit seinem Heerf\u00fchrer Pichol auf, und sie kehrten ins Philisterland zur\u00fcck.<br>33 (Abraham) aber pflanzte eine Tamariske in Beerseba und rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an.<br>34 Abraham hielt sich dann noch geraume Zeit als Fremdling im Philisterlande auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Befehl zur Opferung Isaaks<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach diesen Begebenheiten wollte Gott den Abraham auf die Probe stellen und sagte zu ihm: \u00bbAbraham!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab2 Da sagte Gott: \u00bbNimm Isaak, deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, und begib dich (mit ihm) in die Landschaft Morija und bringe ihn dort als Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir angeben werde!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abrahams Bereitwilligkeit; die Wanderung zur heiligen St\u00e4tte<\/h3>\n\n\n\n<p>3 Da sattelte Abraham am andern Morgen fr\u00fch seinen Esel und nahm zwei von seinen Knechten und seinen Sohn Isaak mit sich; er spaltete Holzscheite f\u00fcr das Brandopfer und machte sich dann auf den Weg nach dem Orte, den Gott ihm angegeben hatte.<br>4 Als er am dritten Tage die Augen aufschlug, sah er den Ort in der Ferne liegen.<br>5 Da sagte Abraham zu seinen Knechten: \u00bbBleibt ihr f\u00fcr euch hier mit dem Esel; ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten; dann kommen wir wieder zu euch zur\u00fcck.\u00ab<br>6 Hierauf nahm Abraham das Holz f\u00fcr das Brandopfer und belud seinen Sohn Isaak damit; er selbst aber nahm das Feuer und das Schlachtmesser in die Hand, und so gingen die beiden zusammen weiter.<br>7 Da sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: \u00bbMein Vater!\u00ab Abraham antwortete: \u00bbWas willst du, mein Sohn?\u00ab Da sagte er: \u00bbWir haben hier wohl Feuer und Holz; aber wo ist das Schaf f\u00fcr das Brandopfer?\u00ab<br>8 Abraham erwiderte: \u00bbGott wird schon f\u00fcr ein Schaf zum Brandopfer sorgen, mein Sohn.\u00ab So gingen die beiden zusammen weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Vorbereitungen zum Opfer; Gottes Eingreifen<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Als sie nun an den Ort gekommen waren, den Gott ihm angegeben hatte, errichtete Abraham daselbst einen Altar und legte die Holzscheite auf ihm zurecht; dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben \u00fcber die Scheite;<br>10 darauf streckte er seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.<br>11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her die Worte zu: \u00bbAbraham, Abraham!\u00ab Er antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab<br>12 Jener rief: \u00bbLege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt wei\u00df ich, da\u00df du gottesf\u00fcrchtig bist, weil du mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast.\u00ab<br>13 Als Abraham dann um sich blickte, sah er hinter sich einen Widder, der sich mit seinen H\u00f6rnern im Dickicht verfangen hatte. Da ging Abraham hin, holte den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.<br>14 Abraham nannte dann jenen Ort: \u00bbDer HERR sieht\u00ab; deshalb sagt man noch heutigentags: \u00bbAuf dem Berge, wo der HERR gesehen wird\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Anerkennung und Verhei\u00dfungen f\u00fcr Abraham; Schlu\u00df<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Hierauf rief der Engel des HERRN dem Abraham zum zweitenmal vom Himmel her die Worte zu:<br>16 \u00bbIch schw\u00f6re bei mir selbst\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbdarum, da\u00df du so gehandelt und mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast,<br>17 will ich dich reichlich segnen und deine Nachkommenschaft \u00fcberaus zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Gestade des Meeres; und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen,<br>18 und in deiner Nachkommenschaft sollen alle V\u00f6lker der Erde gesegnet werden zum Lohn daf\u00fcr, da\u00df du meiner Aufforderung nachgekommen bist!\u00ab<br>19 Darauf kehrte Abraham zu seinen Knechten zur\u00fcck; und sie machten sich auf den Weg und begaben sich miteinander nach Beerseba; dort nahm Abraham seinen dauernden Wohnsitz.<br>20 Nach diesen Begebenheiten wurde dem Abraham gemeldet: \u00bbAuch Milka hat deinem Bruder Nahor S\u00f6hne geboren,<br>21 n\u00e4mlich seinen Erstgeborenen Uz und dessen Bruder Bus und Kemuel, den Vater von Aram,<br>22 und Kesed sowie Haso, Pildas, Jidlaph und Bethuel.\u00ab<br>23 &#8211; Bethuel aber war der Vater der Rebekka. \u2013 Diese acht S\u00f6hne gebar Milka dem Nahor, dem Bruder Abrahams.<br>24 Auch sein Nebenweib namens Rehuma hatte S\u00f6hne geboren, n\u00e4mlich Tebah und Gaham, Thahas und Maacha.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als Sara nun ihr Leben auf hundertundsiebenundzwanzig Jahre gebracht hatte,<br>2 starb sie in Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Da ging Abraham hinein, um Sara zu beklagen und zu beweinen.<br>3 Hierauf stand Abraham von der Seite seiner Verstorbenen auf und verhandelte mit den Hethitern so:<br>4 \u00bbIch bin (nur) ein Fremdling und Beisasse hier bei euch: \u00fcberla\u00dft mir doch ein Erbbegr\u00e4bnis bei euch, damit ich meine Tote, die in meinem Hause liegt, begraben kann!\u00ab<br>5 Die Hethiter gaben dem Abraham folgende Antwort:<br>6 \u00bbH\u00f6re uns an, Herr! Du lebst hier als ein Gottesf\u00fcrst unter uns: begrabe deine Tote in dem besten von unsern Gr\u00e4bern: keiner von uns wird dir seine Grabst\u00e4tte zur Bestattung deiner Toten versagen.\u00ab<br>7 Da erhob sich Abraham, verneigte sich tief vor den Bewohnern des Landes, den Hethitern,<br>8 und sagte weiter zu ihnen: \u00bbWenn ihr damit einverstanden seid, da\u00df ich meine Tote, die in meinem Hause liegt, hier begrabe, so erweist mir die Liebe und legt ein gutes Wort f\u00fcr mich bei Ephron, dem Sohne Zohars, ein,<br>9 da\u00df er mir die H\u00f6hle in der Machpela \u00fcberl\u00e4\u00dft, die ihm geh\u00f6rt und am Ende seines Feldes liegt; f\u00fcr den vollen Wert m\u00f6ge er sie mir zu einem Erbbegr\u00e4bnis hier in eurer Mitte \u00fcberlassen!\u00ab<br>10 Nun sa\u00df Ephron mitten unter den Hethitern und gab dem Abraham vor den versammelten Hethitern im Beisein aller, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren, folgende Antwort:<br>11 \u00bbNicht doch, Herr! H\u00f6re mich an! Das Feld schenke ich dir; auch die H\u00f6hle darauf schenke ich dir; im Beisein meiner Volksgenossen schenke ich sie dir: begrabe nur deine Tote!\u00ab<br>12 Da verneigte sich Abraham tief vor den Bewohnern des Landes<br>13 und sagte dann zu Ephron, im Beisein aller Bewohner des Landes: \u00bbO doch! Wenn du mich nur anh\u00f6ren wolltest! Ich zahle dir den Preis f\u00fcr das Grundst\u00fcck: nimm ihn von mir an, so will ich meine Tote dort begraben!\u00ab<br>14 Darauf antwortete Ephron dem Abraham:<br>15 \u00bbH\u00f6re mich doch an, Herr! Ein St\u00fcck Land im Wert von vierhundert Schekel Silber \u2013 was will das zwischen mir und dir besagen?! Begrabe nur deine Tote!\u00ab<br>16 Abraham nahm die Forderung Ephrons an und wog ihm den Kaufpreis dar, den Betrag, welchen jener im Beisein der Hethiter gefordert hatte, n\u00e4mlich vierhundert Schekel Silber, nach der beim Kauf und Verkauf \u00fcblichen W\u00e4hrung.<br>17 So wurde das Grundst\u00fcck Ephrons, das in der Machpela \u00f6stlich von Mamre lag, das Feld samt der H\u00f6hle darauf nebst allen B\u00e4umen, die auf dem Grundst\u00fcck in seinem ganzen Umfang ringsum standen,<br>18 dem Abraham rechtskr\u00e4ftig als Eigentum abgetreten im Beisein der Hethiter, so viele ihrer ins Tor seiner Stadt gekommen waren.<br>19 Hierauf begrub Abraham seine Frau Sara in der H\u00f6hle auf dem Grundst\u00fcck in der Machpela \u00f6stlich von Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.<br>20 So wurde das Grundst\u00fcck samt der H\u00f6hle darauf dem Abraham als Erbbegr\u00e4bnis von den Hethitern rechtskr\u00e4ftig \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abrahams Auftrag an seinen Knecht zur Brautfahrt nach Haran<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Abraham alt und hochbetagt geworden war und der HERR ihn in allem gesegnet hatte,<br>2 sagte Abraham zu dem \u00e4ltesten Knechte seines Hauses, der seinen gesamten Besitz zu verwalten hatte: \u00bbLege deine Hand unter meine H\u00fcfte:<br>3 ich will dir beim HERRN, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, einen Eid abnehmen, da\u00df du f\u00fcr meinen Sohn keine Frau aus den T\u00f6chtern der Kanaan\u00e4er nehmen willst, unter denen ich hier wohne;<br>4 nein, du sollst in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft gehen und dort um eine Frau f\u00fcr meinen Sohn Isaak werben!\u00ab<br>5 Da antwortete ihm der Knecht: \u00bbVielleicht wird das Weib mir in dieses Land nicht folgen wollen; soll ich alsdann deinen Sohn wieder in das Land zur\u00fcckf\u00fchren, aus dem du ausgewandert bist?\u00ab<br>6 Abraham antwortete ihm: \u00bbH\u00fcte dich wohl, meinen Sohn dorthin zur\u00fcckzuf\u00fchren!<br>7 Der HERR, der Gott des Himmels, der mich aus meines Vaters Hause und aus meinem Heimatlande weggef\u00fchrt und der mir zugesagt und mir zugeschworen hat: \u203aDeinen Nachkommen will ich dieses Land geben\u2039 \u2013 der wird seinen Engel vor dir her senden, so da\u00df du von dort eine Frau f\u00fcr meinen Sohn gewinnst.<br>8 Wenn das Weib dir aber nicht folgen will, so sollst du von diesem mir geleisteten Eide entbunden sein; nur darfst du meinen Sohn nicht dorthin zur\u00fcckf\u00fchren!\u00ab<br>9 Da legte der Knecht seine Hand seinem Herrn Abraham unter die H\u00fcfte und leistete ihm in dieser Sache den verlangten Eid.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Brautfahrt und die Brautschau<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Hierauf nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und allerlei Kostbarkeiten seines Herrn zu sich, machte sich auf den Weg und zog nach Mesopotamien nach der Stadt Nahors (Haran).<br>11 Dort lie\u00df er die Kamele drau\u00dfen vor der Stadt bei dem Wasserbrunnen sich lagern zur Abendzeit, zu der Zeit, wo die Frauen herauszukommen pflegen, um Wasser zu holen.<br>12 Dann betete er: \u00bbO HERR, du Gott meines Herrn Abraham! La\u00df es mir doch heute gl\u00fccken und erweise meinem Herrn Abraham Gnade!<br>13 Siehe, ich stehe jetzt hier bei der Quelle, und die T\u00f6chter der Stadtbewohner werden herauskommen, um Wasser zu holen.<br>14 Wenn ich nun zu einem M\u00e4dchen sage: \u203aNeige, bitte, deinen Krug, damit ich trinke!\u2039 und sie mir dann antwortet: \u203aTrinke! Und auch deinen Kamelen will ich zu trinken geben!\u2039, so m\u00f6ge diese es sein, die du f\u00fcr deinen Knecht Isaak bestimmt hast; und daran will ich erkennen, da\u00df du meinem Herrn Gnade erwiesen hast.\u00ab<br>15 Er hatte noch nicht zu Ende geredet, da kam schon Rebekka heraus, die Tochter Bethuels, der ein Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams, war; sie trug ihren Krug auf der Schulter.<br>16 Das M\u00e4dchen war von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit und noch unverheiratet, eine Jungfrau; sie stieg zur Quelle hinab, f\u00fcllte ihren Krug und kam wieder herauf.<br>17 Da eilte der Knecht auf sie zu und sagte: \u00bbLa\u00df mich doch ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken!\u00ab<br>18 Sie antwortete: \u00bbTrinke, Herr!\u00ab und lie\u00df sogleich ihren Krug (von der Schulter) auf ihre Hand herab und lie\u00df ihn trinken.<br>19 Als sie aber seinen Durst gestillt hatte, sagte sie: \u00bbAuch f\u00fcr deine Kamele will ich Wasser sch\u00f6pfen, bis sie sich satt getrunken haben.\u00ab<br>20 Mit diesen Worten go\u00df sie ihren Krug eilends in die Tr\u00e4nkrinne aus, lief dann nochmals zum Brunnen, um Wasser zu sch\u00f6pfen, und sch\u00f6pfte so f\u00fcr alle seine Kamele,<br>21 w\u00e4hrend jener ihr verwundert zusah, ohne jedoch ein Wort zu sagen, um zu erkennen, ob der HERR Gl\u00fcck zu seiner Reise gegeben habe oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Einkehr in das Haus der Brauteltern<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Als nun die Kamele sich satt getrunken hatten, nahm der Mann einen goldenen Nasenring, einen halben Schekel schwer, und zwei Spangen f\u00fcr ihre Arme, zehn Schekel Goldes schwer,<br>23 und fragte sie: \u00bbWessen Tochter bist du? Teile es mir doch mit! Ist wohl im Hause deines Vaters Platz f\u00fcr uns zum \u00dcbernachten?\u00ab<br>24 Sie antwortete ihm: \u00bbIch bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat.\u00ab<br>25 Dann fuhr sie fort: \u00bbSowohl Stroh als auch Futter haben wir in Menge und auch Platz zum \u00dcbernachten.\u00ab<br>26 Da verneigte sich der Mann, warf sich vor dem HERRN nieder<br>27 und rief aus: \u00bbGepriesen sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine G\u00fcte und Treue meinem Herrn nicht entzogen hat! Gerades Weges zum Hause des Verwandten meines Herrn hat mich der Ewige gef\u00fchrt!\u00ab<br>28 Das M\u00e4dchen aber war unterdessen hingelaufen und hatte im Hause ihrer Mutter alles erz\u00e4hlt, was sich zugetragen hatte.<br>29 Nun hatte Rebekka einen Bruder namens Laban; dieser eilte zu dem Manne hinaus an die Quelle.<br>30 Sobald er n\u00e4mlich den Nasenring und die Spangen an den Armen seiner Schwester erblickt und seine Schwester Rebekka hatte erz\u00e4hlen h\u00f6ren, was der Mann zu ihr gesagt habe, ging er zu dem Manne hinaus, der immer noch bei den Kamelen an der Quelle stand.<br>31 Er sagte nun zu ihm: \u00bbKomm in mein Haus, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du hier drau\u00dfen? Ich habe das Haus schon aufr\u00e4umen lassen und Platz f\u00fcr die Kamele geschafft!\u00ab<br>32 So kam denn der Mann in das Haus; dort z\u00e4umte Laban die Kamele ab, gab ihnen Stroh und Futter und brachte ihm sowie den Leuten, die bei ihm waren, Wasser zum Waschen der F\u00fc\u00dfe.<br>33 Als man ihm aber zu essen vorsetzte, sagte er: \u00bbIch werde nicht eher essen, als bis ich meine Sache vorgetragen habe.\u00ab Jener erwiderte: \u00bbSo rede!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Brautwerbung<\/h3>\n\n\n\n<p>34 Da berichtete er: \u00bbIch bin ein Knecht Abrahams.<br>35 Gott der HERR hat meinen Herrn au\u00dferordentlich gesegnet, so da\u00df er reich geworden ist; denn er hat ihm Kleinvieh und Rinder, Silber und Gold, Knechte und M\u00e4gde, Kamele und Esel gegeben.<br>36 Dazu hat Sara, die Frau meines Herrn, ihm noch in ihrem Alter einen Sohn geboren; dem hat er alles \u00fcbergeben, was er besitzt.<br>37 Nun hat mein Herr mir folgenden Eid abgenommen: \u203aDu darfst meinem Sohne keine Frau aus den T\u00f6chtern der Kanaan\u00e4er nehmen, in deren Lande ich wohne,<br>38 sondern sollst zu meines Vaters Hause und zu meiner Verwandtschaft ziehen, um f\u00fcr meinen Sohn dort eine Frau zu nehmen.\u2039<br>39 Ich entgegnete meinem Herrn: \u203aVielleicht wird das Weib mir nicht folgen wollen.\u2039<br>40 Da erwiderte er mir: \u203aGott der HERR, vor dessen Angesicht ich gewandelt bin, wird seinen Engel mit dir senden und dir Gl\u00fcck zu deiner Reise geben, damit du f\u00fcr meinen Sohn eine Frau aus meiner Verwandtschaft, und zwar aus dem Hause meines Vaters, gewinnst.<br>41 Dann sollst du von dem mir geleisteten Eid entbunden sein, wenn du zu meiner Verwandtschaft kommst und man sie dir dort nicht geben will \u2013 dann bist du von dem mir geleisteten Eid entbunden.\u2039<br>42 Nun bin ich heute zu der Quelle gekommen und habe gebetet: \u203aO HERR, du Gott meines Herrn Abraham! wenn du doch Gl\u00fcck zu der Reise geben m\u00f6chtest, auf der ich mich jetzt befinde!<br>43 Siehe, ich stehe jetzt hier an der Quelle. La\u00df es doch geschehen, da\u00df das M\u00e4dchen, das herauskommt, um Wasser zu holen, und zu der ich sage: Gib mir, bitte, ein wenig Wasser aus deinem Kruge zu trinken!,<br>44 da\u00df die mir dann antwortet: Trinke du selbst, und auch f\u00fcr deine Kamele will ich Wasser sch\u00f6pfen! \u2013 so m\u00f6ge diese es sein, die Gott der HERR dem Sohne meines Herrn zur Frau bestimmt hat!\u2039<br>45 Ich hatte dieses bei mir noch nicht zu Ende geredet, da kam auch schon Rebekka aus dem Orte heraus mit ihrem Kruge auf ihrer Schulter; sie stieg zur Quelle hinab und sch\u00f6pfte Wasser. Da bat ich sie: \u203aGib mir, bitte, zu trinken!\u2039<br>46 Sogleich lie\u00df sie ihren Krug (von der Schulter) herab und sagte: \u203aTrinke, und auch deinen Kamelen will ich zu trinken geben!\u2039 Da trank ich, und sie tr\u00e4nkte dann auch die Kamele.<br>47 Hierauf fragte ich sie, wessen Tochter sie sei, und sie antwortete: \u203aDie Tochter Bethuels, des Sohnes Nahors, den Milka ihm geboren hat.\u2039 Da legte ich ihr den Ring an die Nase und die Spangen an ihre Arme;<br>48 dann verneigte ich mich vor Gott dem HERRN, warf mich vor ihm nieder und pries den HERRN, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gef\u00fchrt hatte, um die Tochter des Verwandten meines Herrn f\u00fcr seinen Sohn zu gewinnen.<br>49 Und nun, wenn ihr meinem Herrn Liebe und Treue erweisen wollt, so sagt es mir! Wo nicht, so sagt es mir auch, damit ich mich zur Rechten oder zur Linken wende!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Brautverlobung und die Brautentlassung<\/h3>\n\n\n\n<p>50 Da antworteten Laban und Bethuel: \u00bbVon Gott dem HERRN ist dies ausgegangen: wir k\u00f6nnen dir nichts dazu sagen, weder ja noch nein.<br>51 Rebekka steht dir zur Verf\u00fcgung: nimm sie und ziehe hin, damit sie die Frau des Sohnes deines Herrn wird, wie Gott der HERR es bestimmt hat!\u00ab<br>52 Sobald der Knecht Abrahams diese ihre Worte geh\u00f6rt hatte, verbeugte er sich vor Gott dem HERRN bis auf die Erde;<br>53 dann holte er silberne und goldene Ger\u00e4te und Gew\u00e4nder hervor und schenkte sie der Rebekka; auch ihrem Bruder und ihrer Mutter schenkte er Kostbarkeiten.<br>54 Dann a\u00dfen und tranken sie, er und die Leute, die bei ihm waren, und blieben \u00fcber Nacht da. Am andern Morgen aber, als sie aufgestanden waren, sagte er: \u00bbLa\u00dft mich nun zu meinem Herrn ziehen!\u00ab<br>55 Da erwiderten ihm ihr Bruder und ihre Mutter: \u00bbLa\u00df doch das M\u00e4dchen noch einige Zeit oder (wenigstens) zehn Tage bei uns bleiben, dann magst du aufbrechen.\u00ab<br>56 Doch er entgegnete ihnen: \u00bbHaltet mich nicht auf! Da Gott der HERR Gl\u00fcck zu meiner Reise gegeben hat, so la\u00dft mich nun ziehen, damit ich zu meinem Herrn zur\u00fcckkehre.\u00ab<br>57 Da sagten sie: \u00bbWir wollen das M\u00e4dchen rufen und sie selbst entscheiden lassen.\u00ab<br>58 So riefen sie denn Rebekka und fragten sie: \u00bbWillst du mit diesem Manne ziehen?\u00ab Sie antwortete: \u00bbJa, ich will mit ihm ziehen.\u00ab<br>59 Da lie\u00dfen sie ihre Schwester Rebekka samt ihrer Amme und ebenso den Knecht Abrahams samt seinen Leuten ziehen<br>60 und segneten Rebekka mit den Worten: \u00bbDu, unsere Schwester, werde die Mutter von tausendmal Tausenden, und deine Nachkommen m\u00f6gen die Tore ihrer Feinde besetzen!\u00ab<br>61 So machte sich denn Rebekka mit ihren Dienerinnen auf den Weg; sie setzten sich auf die Kamele und zogen hinter dem Manne her: der Knecht hatte Rebekka \u00fcbernommen und zog von dannen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Ankunft der Braut bei dem Br\u00e4utigam<\/h3>\n\n\n\n<p>62 Isaak aber war gerade auf der Heimkehr von einem Gang nach dem \u203aBrunnen des Lebendigen, der mich sieht\u2039 (16,14); er wohnte n\u00e4mlich im S\u00fcdgau<br>63 und war gegen Abend aufs Feld hinausgegangen, um mit seinen Gedanken allein zu sein. Als er nun aufblickte, sah er auf einmal Kamele daherkommen.<br>64 Als nun auch Rebekka ihre Augen aufschlug und den Isaak erblickte, lie\u00df sie sich rasch vom Kamele herab<br>65 und fragte den Knecht: \u00bbWer ist der Mann dort, der uns auf dem Felde entgegenkommt?\u00ab Der Knecht antwortete: \u00bbDas ist mein Herr!\u00ab Da nahm sie den Schleier und verh\u00fcllte sich.<br>66 Der Knecht erz\u00e4hlte dann dem Isaak alles, wie es ihm ergangen war.<br>67 Isaak aber f\u00fchrte Rebekka in das Zelt seiner (verstorbenen) Mutter Sara und nahm sie auf; sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb. So tr\u00f6stete sich Isaak nach dem Hingang seiner Mutter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Abraham aber nahm nochmals eine Frau namens Ketura;<br>2 die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jisbak und Suah.<br>3 Joksan wurde dann der Vater Sebas und Dedans; und die S\u00f6hne Dedans waren die Assuriter und Letusiter und die Leummiter.<br>4 Die S\u00f6hne Midians waren Epha und Epher, Henoch, Abida und Eldaba. Alle diese sind Nachkommen der Ketura.<br>5 Abraham aber \u00fcbergab seinen gesamten Besitz dem Isaak;<br>6 dagegen den S\u00f6hnen, die er von den Nebenweibern hatte, gab er nur Geschenke und lie\u00df sie noch bei seinen Lebzeiten von seinem Sohn Isaak hinweg ostw\u00e4rts in das Ostland ziehen.<br>7 Dies aber ist die Zeit der Lebensjahre, die Abraham gelebt hat: 175 Jahre;<br>8 da verschied und starb er in gesegnetem Alter, hochbetagt und lebenssatt, und wurde zu seinen Stammesgenossen versammelt.<br>9 Seine S\u00f6hne Isaak und Ismael begruben ihn in der H\u00f6hle der Machpela auf dem Felde des Hethiters Ephron, des Sohnes Zohars, das \u00f6stlich von Mamre lag,<br>10 auf dem Felde, das Abraham von den Hethitern k\u00e4uflich erworben hatte; dort sind Abraham und seine Frau Sara begraben worden.<br>11 Nach Abrahams Tode aber segnete Gott dessen Sohn Isaak; dieser wohnte bei dem \u203aBrunnen des Lebendigen, der mich sieht\u2039 (16,14).<br>12 Dies ist der Stammbaum Ismaels, des Sohnes Abrahams, den die \u00c4gypterin Hagar, die Leibmagd Saras, dem Abraham geboren hat;<br>13 dies sind die Namen der S\u00f6hne Ismaels nach ihrer Geburtsfolge: Der erstgeborene Sohn Ismaels war Nebajoth, sodann Kedar, Abdeel und Mibsam,<br>14 Misma, Duma und Massa,<br>15 Hadad und Thema, Jetur, Naphis und Kedma.<br>16 Dies waren die S\u00f6hne Ismaels und dies ihre Namen nach ihren Niederlassungen und ihren Zeltlagern; zw\u00f6lf F\u00fcrsten entsprechend ihren V\u00f6lkerschaften.<br>17 Und dies war die Lebensdauer Ismaels: 137 Jahre; da verschied er und starb und wurde zu seinen Stammesgenossen versammelt.<br>18 Sie hatten aber ihre Wohnsitze von Hawila an bis nach Sur, das \u00f6stlich von \u00c4gypten liegt, in der Richtung nach Assyrien hin: er hatte sich ostw\u00e4rts von allen seinen Br\u00fcdern niedergelassen.<br>19 Dies ist der Stammbaum Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater Isaaks;<br>20 und Isaak war vierzig Jahre alt, als er Rebekka, die Tochter des Aram\u00e4ers Bethuel aus Nord-Mesopotamien, die Schwester des Aram\u00e4ers Laban, zur Frau nahm.<br>21 Und Isaak betete zum HERRN f\u00fcr seine Frau, denn sie hatte keine Kinder; da lie\u00df der HERR sich von ihm erbitten, so da\u00df seine Frau Rebekka guter Hoffnung wurde.<br>22 Als aber die beiden Kinder sich in ihrem Scho\u00dfe stie\u00dfen, sagte sie: \u00bbWenn es so steht, wozu bin ich da in diesen Zustand gekommen?\u00ab Und sie ging hin, um den HERRN zu befragen.<br>23 Da antwortete ihr der HERR: \u00bbZwei V\u00f6lker sind in deinem Mutterscho\u00dfe, und zwei Volksst\u00e4mme werden sich von deinem Leibe ausscheiden; der eine Stamm wird st\u00e4rker sein als der andere, und der \u00c4ltere wird dem J\u00fcngeren dienen.\u00ab<br>24 Als nun die Zeit ihrer Niederkunft da war, stellte es sich wirklich heraus, da\u00df Zwillinge in ihrem Leibe waren.<br>25 Der erste, der zum Vorschein kam, war rotbraun, rauh am ganzen Leibe wie ein haariger Mantel; darum nannte man ihn Esau.<br>26 Hierauf kam sein Bruder zum Vorschein, der mit seiner Hand die Ferse Esaus gefa\u00dft hielt; darum nannte man ihn Jakob. Isaak aber war bei ihrer Geburt sechzig Jahre alt.<br>27 Als nun die Knaben heranwuchsen, wurde Esau ein t\u00fcchtiger J\u00e4ger, ein Mann des freien Feldes; Jakob dagegen war ein stiller Mann, der in den Zelten blieb.<br>28 Isaak hatte den Esau lieber, weil er gern Wildbret a\u00df; Rebekka aber hatte Jakob lieber.<br>29 Nun hatte Jakob eines Tages ein Gericht gekocht, als Esau ganz ersch\u00f6pft vom Felde heimkam.<br>30 Da sagte Esau zu Jakob: \u00bbLa\u00df mich doch schnell essen von dem Roten, dem roten Gericht da, denn ich bin ganz ersch\u00f6pft!\u00ab Darum gab man ihm den Namen Edom.<br>31 Aber Jakob antwortete: \u00bbVerkaufe mir zuvor dein Erstgeburtsrecht!\u00ab<br>32 Da erwiderte Esau: \u00bbAch, ich mu\u00df ja doch (bald) sterben: wozu n\u00fctzt mir da das Erstgeburtsrecht?\u00ab<br>33 Jakob aber sagte: \u00bbSchw\u00f6re mir zuvor!\u00ab Da schwur er ihm und verkaufte so dem Jakob sein Erstgeburtsrecht.<br>34 Hierauf gab Jakob dem Esau Brot und von dem Linsengericht. Als er dann gegessen und getrunken hatte, stand er auf und ging seines Weges. So gab Esau sein Erstgeburtsrecht geringsch\u00e4tzig preis (Hebr 12,16).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isaak zieht bei einer Hungersnot unter g\u00f6ttlicher Segensverhei\u00dfung nach Gerar<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es kam aber eine Hungersnot \u00fcber das Land, wie schon fr\u00fcher einmal eine zur Zeit Abrahams geherrscht hatte; darum begab sich Isaak nach Gerar zu dem Philisterk\u00f6nig Abimelech.<br>2 Denn der HERR war ihm erschienen und hatte zu ihm gesagt: \u00bbZiehe nicht nach \u00c4gypten hinab, sondern nimm deinen Wohnsitz in dem Lande, das ich dir angeben werde!<br>3 Bleibe als Fremdling in diesem Lande wohnen; ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen will ich alle diese L\u00e4nder geben und so den Eid erf\u00fcllen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe:<br>4 ich will deine Nachkommen so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel und will deinen Nachkommen alle diese L\u00e4nder geben; und in deiner Nachkommenschaft sollen alle V\u00f6lker der Erde gesegnet werden,<br>5 zum Lohn daf\u00fcr, da\u00df Abraham meinen Weisungen gehorsam gewesen ist und meine Anordnungen beobachtet hat, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze.\u00ab<br>6 So blieb denn Isaak in Gerar wohnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rebekka wird vor der Entehrung durch den Philisterk\u00f6nig Abimelech bewahrt<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als nun die Bewohner des Ortes sich nach seiner Frau erkundigten, sagte er: \u00bbSie ist meine Schwester\u00ab; er scheute sich n\u00e4mlich zu sagen: \u00bbSie ist meine Frau\u00ab; \u00bbdenn\u00ab, dachte er, \u00bbes k\u00f6nnten sonst die Leute des Ortes mich um Rebekkas willen ums Leben bringen; sie ist ja von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit\u00ab.<br>8 Als er sich nun l\u00e4ngere Zeit dort aufgehalten hatte, schaute der Philisterk\u00f6nig Abimelech einmal zum Fenster hinaus und sah, wie Isaak seine Frau Rebekka herzte.<br>9 Da lie\u00df Abimelech den Isaak rufen und sagte: \u00bbSie ist ja doch deine Frau! Wie hast du sie da f\u00fcr deine Schwester ausgeben k\u00f6nnen?\u00ab Isaak antwortete ihm: \u00bbJa, ich dachte, ich m\u00fc\u00dfte sonst ihretwegen sterben.\u00ab<br>10 Da erwiderte Abimelech: \u00bbWas hast du uns da angetan! Wie leicht h\u00e4tte es geschehen k\u00f6nnen, da\u00df einer aus dem Volke hier deiner Frau Gewalt angetan h\u00e4tte! Dann w\u00fcrdest du eine Verschuldung \u00fcber uns gebracht haben.\u00ab<br>11 Hierauf gebot Abimelech dem ganzen Volke: \u00bbWer sich an diesem Manne oder an seiner Frau vergreift, soll unfehlbar mit dem Tode bestraft werden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isaaks wachsender Reichtum; sein Wegzug aus Gerar; Brunnenstreitigkeiten; Gottes Ermutigung<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Isaak s\u00e4te dann in jenem Lande und erntete in jenem Jahre das Hundertfache; denn der HERR segnete ihn.<br>13 So wurde er denn ein reicher Mann und wurde immer reicher, bis er \u00fcber die Ma\u00dfen reich war;<br>14 denn er besa\u00df Herden von Kleinvieh und Herden von Rindern und ein zahlreiches Gesinde, so da\u00df die Philister neidisch auf ihn wurden.<br>15 Daher versch\u00fctteten die Philister alle Brunnen, welche die Knechte seines Vaters einst bei Lebzeiten seines Vaters Abraham gegraben hatten, und f\u00fcllten sie mit Schutt an.<br>16 Da sagte Abimelech zu Isaak: \u00bbVerla\u00df unser Land, denn du bist uns zu stark geworden.\u00ab<br>17 Da zog Isaak von dort weg, schlug sein Lager im Tale von Gerar auf und nahm dort seinen Wohnsitz.<br>18 Hierauf lie\u00df Isaak die Wasserbrunnen, welche man bei Lebzeiten seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach dem Tode Abrahams versch\u00fcttet hatten, wieder aufgraben und legte ihnen dieselben Namen bei, die sein Vater ihnen gegeben hatte.<br>19 Auch gruben die Leute Isaaks im Talgrunde nach und fanden dort einen Brunnen mit Quellwasser.<br>20 Aber die Hirten von Gerar fingen mit den Hirten Isaaks Streit an, indem sie behaupteten, das Wasser geh\u00f6re ihnen. Da nannte er den Brunnen \u203aZankbrunnen\u2039, weil sie sich dort mit ihm gezankt hatten.<br>21 Dann gruben sie einen andern Brunnen, gerieten aber auch \u00fcber diesen in Streit; daher nannte er ihn \u203aAnfeindung\u2039.<br>22 Darauf zog er von dort weiter und grub wieder einen Brunnen, \u00fcber den dann kein Streit mehr entstand; daher nannte er ihn \u203aFreier Raum\u2039, indem er sagte: \u00bbJetzt hat der HERR uns freien Raum geschafft, so da\u00df wir uns im Lande ausbreiten k\u00f6nnen.\u00ab<br>23 Von dort zog er dann nach Beerseba hinauf.<br>24 Da erschien ihm der HERR in jener Nacht und sprach: \u00bbIch bin der Gott deines Vaters Abraham. F\u00fcrchte dich nicht, denn ich bin mit dir; ich will dich segnen und deine Nachkommenschaft zahlreich werden lassen um meines Knechtes Abraham willen.\u00ab<br>25 Da baute er dort einen Altar, rief den Namen des HERRN an und schlug dort sein Zelt auf; hierauf gruben die Knechte Isaaks dort nach einem Brunnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isaaks Vertrag mit Abimelech in Beerseba; Auffindung des Schwurbrunnens<\/h3>\n\n\n\n<p>26 Da kam Abimelech mit seinem Freunde Ahussath und seinem Heerf\u00fchrer Pichol (21,22) aus Gerar zu ihm.<br>27 Isaak fragte sie: \u00bbWarum kommt ihr zu mir, da ihr doch feindlich gegen mich gesinnt seid und mich aus eurem Lande vertrieben habt?\u00ab<br>28 Da antworteten sie: \u00bbWir haben klar erkannt, da\u00df der HERR mit dir ist; darum haben wir gedacht, es solle doch ein eidliches Abkommen zwischen uns beiden, zwischen uns und dir, zustande kommen, und wir wollen einen Vertrag mit dir schlie\u00dfen,<br>29 da\u00df du uns nichts zuleide tun willst, wie auch wir dir keinen Schaden zugef\u00fcgt, sondern dir nur Gutes erwiesen und dich in Frieden haben ziehen lassen: du bist nun einmal der Gesegnete des HERRN!\u00ab<br>30 Da richtete er ihnen ein Gastmahl aus, und sie a\u00dfen und tranken.<br>31 Am andern Morgen in der Fr\u00fche aber leisteten sie einander den Schwur; dann lie\u00df Isaak sie ziehen, und sie schieden als Freunde von ihm.<br>32 An demselben Tage kamen dann die Knechte Isaaks und berichteten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, mit den Worten: \u00bbWir haben Wasser gefunden!\u00ab<br>33 Da nannte er ihn \u203aSibea\u2039 (Sebua = Schwur, Eidvertrag). Daher hei\u00dft die Stadt dort \u203aBeerseba\u2039 bis auf den heutigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esau heiratet zwei Hethiterinnen gegen den Willen seiner Eltern<\/h3>\n\n\n\n<p>34 Als nun Esau vierzig Jahre alt war, heiratete er Judith, die Tochter des Hethiters Beeri, und Basmath, die Tochter des Hethiters Elon:<br>35 die waren ein Herzenskummer f\u00fcr Isaak und Rebekka.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isaak bereitet sich zum Segnen Esaus vor<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als aber Isaak alt geworden und sein Augenlicht erloschen war, so da\u00df er nicht mehr sehen konnte, berief er seinen \u00e4lteren Sohn Esau und sagte zu ihm: \u00bbMein Sohn!\u00ab Er antwortete ihm: \u00bbHier bin ich!\u00ab<br>2 Jener fuhr fort: \u00bbDu siehst, ich bin alt geworden und wei\u00df nicht, wie bald ich sterben werde.<br>3 So nimm nun doch deine Jagdger\u00e4te, deinen K\u00f6cher und Bogen, und gehe aufs Feld hinaus und erjage ein St\u00fcck Wild f\u00fcr mich;<br>4 dann bereite mir ein schmackhaftes Gericht, wie ich es liebe, und bringe es mir herein, damit ich esse und dich dann segne, bevor ich sterbe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rebekkas betr\u00fcgliches Eingreifen<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Rebekka hatte aber zugeh\u00f6rt, als Isaak so zu seinem Sohne Esau redete. W\u00e4hrend nun Esau aufs Feld hinausging, um ein St\u00fcck Wild zu erjagen und heimzubringen,<br>6 sagte Rebekka zu ihrem Sohne Jakob: \u00bbIch habe soeben geh\u00f6rt, wie dein Vater mit deinem Bruder Esau geredet hat und zu ihm sagte:<br>7 \u203aBringe mir doch ein St\u00fcck Wild und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, damit ich esse und dich dann vor dem Angesicht des HERRN segne, bevor ich sterbe.\u2039<br>8 So h\u00f6re nun, mein Sohn, auf den Rat, den ich dir jetzt gebe!<br>9 Gehe hin zur Herde und hole mir von dort zwei gute Ziegenb\u00f6ckchen; die will ich dann f\u00fcr deinen Vater zu einem schmackhaften Gericht zubereiten, wie er es liebt;<br>10 das bringst du dann deinem Vater hinein, damit er es i\u00dft und dich dann noch vor seinem Tode segnet.\u00ab<br>11 Da erwiderte Jakob seiner Mutter Rebekka: \u00bbJa, aber mein Bruder Esau ist stark behaart, w\u00e4hrend ich eine glatte Haut habe.<br>12 Vielleicht wird mein Vater mich betasten: dann w\u00fcrde ich als Betr\u00fcger vor ihm dastehen und einen Fluch statt des Segens \u00fcber mich bringen.\u00ab<br>13 Aber seine Mutter antwortete ihm: \u00bbDen Fluch, der dich treffen k\u00f6nnte, nehme ich auf mich, mein Sohn! Folge du nur meinem Rat: geh hin und hole mir die B\u00f6ckchen!\u00ab<br>14 Da ging er hin, holte die B\u00f6ckchen und brachte sie seiner Mutter; und diese bereitete davon ein schmackhaftes Gericht, wie sein Vater es liebte.<br>15 Hierauf holte Rebekka die Festtagskleider ihres \u00e4lteren Sohnes Esau, die sich bei ihr in der Wohnung befanden, und gab sie ihrem j\u00fcngeren Sohne Jakob zum Anziehen;<br>16 die Felle der Ziegenb\u00f6ckchen aber legte sie ihm um die Arme und um die glatten Stellen seines Halses;<br>17 dann gab sie das schmackhafte Essen nebst dem Brot, das sie gebacken hatte, ihrem Sohne Jakob in die Hand.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob bringt den T\u00e4uschungsplan seiner Mutter zur Ausf\u00fchrung und erlangt den Erstgeburtssegen<\/h3>\n\n\n\n<p>18 So ging er denn zu seinem Vater hinein und sagte: \u00bbMein Vater!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbHier bin ich! Wer bist du, mein Sohn?\u00ab<br>19 Jakob erwiderte seinem Vater: \u00bbIch bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir aufgetragen hast. Richte dich nun auf, setze dich und i\u00df von meinem Wildbret, damit du mich dann segnest.\u00ab<br>20 Da fragte Isaak seinen Sohn: \u00bbWie hast du denn so schnell etwas gefunden, mein Sohn?\u00ab Er antwortete: \u00bbJa, der HERR, dein Gott, hat es mir entgegenlaufen lassen.\u00ab<br>21 Da sagte Isaak zu Jakob: \u00bbTritt doch n\u00e4her heran, mein Sohn, damit ich dich betaste, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht!\u00ab<br>22 Da trat Jakob nahe an seinen Vater Isaak heran, und als dieser ihn betastet hatte, sagte er: \u00bbDie Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Arme sind Esaus Arme\u00ab;<br>23 und er erkannte ihn nicht, weil seine Arme behaart waren wie die Arme seines Bruders Esau; so segnete er ihn denn.<br>24 Er fragte n\u00e4mlich: \u00bbDu bist doch wirklich mein Sohn Esau?\u00ab Jener antwortete: \u00bbJa, ich bin\u2019s.\u00ab<br>25 Da fuhr er fort: \u00bbSo reiche es mir her, damit ich von dem Wildbret meines Sohnes esse und ich dich dann segne.\u00ab Da reichte er es ihm hin, und er a\u00df; er brachte ihm auch Wein, den er trank.<br>26 Hierauf sagte sein Vater Isaak zu ihm: \u00bbTritt nun nahe heran, mein Sohn, und k\u00fcsse mich!\u00ab<br>27 Da trat er heran und k\u00fc\u00dfte ihn; dabei roch jener den Geruch seiner Kleider und segnete ihn mit den Worten: \u00bbJa, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines Feldes, das der HERR gesegnet hat.<br>28 So gebe Gott dir denn vom Tau des Himmels und von den Fruchtgefilden der Erde \u00dcberflu\u00df sowohl an Korn als auch an Wein!<br>29 V\u00f6lker sollen dir dienen und V\u00f6lkerschaften sich vor dir beugen! Sei ein Herr \u00fcber deine Br\u00fcder, und b\u00fccken sollen sich vor dir die S\u00f6hne deiner Mutter! Wer dir flucht, der sei verflucht, und wer dich segnet, der soll gesegnet sein!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esaus R\u00fcckkehr, seine Klage und der ihm vom Vater erteilte Segen<\/h3>\n\n\n\n<p>30 Als nun Isaak mit der Segnung Jakobs eben zu Ende war und Jakob kaum von seinem Vater Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd zur\u00fcck.<br>31 Er bereitete gleichfalls ein schmackhaftes Gericht, brachte es seinem Vater hinein und sagte zu ihm: \u00bbRichte dich auf, mein Vater, und i\u00df vom Wildbret deines Sohnes, damit du mich dann segnest!\u00ab<br>32 Da fragte ihn sein Vater Isaak: \u00bbWer bist du?\u00ab Er antwortete: \u00bbIch bin dein erstgeborener Sohn Esau.\u00ab<br>33 Da erbebte Isaak \u00fcber alle Ma\u00dfen und sagte: \u00bbWer ist denn der gewesen, der ein St\u00fcck Wild erjagt und es mir gebracht hat? Ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet; so wird er nun auch gesegnet bleiben.\u00ab<br>34 Sobald Esau diese Worte seines Vaters vernahm, erhob er ein \u00fcberaus lautes und kl\u00e4gliches Geschrei und bat seinen Vater: \u00bbSegne auch mich, mein Vater!\u00ab<br>35 Isaak aber antwortete: \u00bbDein Bruder ist mit List gekommen und hat den dir geb\u00fchrenden Segen vorweggenommen.\u00ab<br>36 Da sagte Esau: \u00bbJa, er hei\u00dft mit Recht Jakob; denn er hat mich nun schon zweimal \u00fcberlistet: mein Erstgeburtsrecht hat er mir genommen, und jetzt hat er mich auch um meinen Segen gebracht!\u00ab Dann fragte er: \u00bbHast du denn f\u00fcr mich keinen Segen zur\u00fcckbehalten?\u00ab<br>37 Da antwortete Isaak dem Esau mit den Worten: \u00bbIch habe ihn nun einmal zum Herrn \u00fcber dich gesetzt und alle seine Br\u00fcder ihm zu Knechten gegeben; mit Korn und Wein habe ich ihn versorgt! Was k\u00f6nnte ich also nun noch f\u00fcr dich tun, mein Sohn?\u00ab<br>38 Da sagte Esau zu seinem Vater: \u00bbHast du denn nur den einen Segen, mein Vater? Segne auch mich, mein Vater!\u00ab Und Esau begann laut zu weinen.<br>39 Da antwortete ihm sein Vater Isaak mit den Worten: \u00bbAch, ohne fetten Erdboden wird dein Wohnsitz sein und ohne Tau vom Himmel droben!<br>40 Mittels deines Schwertes mu\u00dft du leben, und deinem Bruder sollst du dienstbar sein. Wenn du aber r\u00fcttelst, wirst du sein Joch dir vom Nacken absch\u00fctteln.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esau trachtet seinem Bruder nach dem Leben; Rebekkas Notbeschlu\u00df<\/h3>\n\n\n\n<p>41 So wurde denn Esau dem Jakob feind wegen des Segens, den sein Vater ihm erteilt hatte; und Esau dachte bei sich: \u00bbBald werden die Tage der Trauer um meinen Vater kommen, dann will ich meinen Bruder Jakob totschlagen!\u00ab<br>42 Als nun der Rebekka diese \u00c4u\u00dferungen ihres \u00e4lteren Sohnes Esau hinterbracht wurden, lie\u00df sie ihren j\u00fcngeren Sohn Jakob rufen und sagte zu ihm: \u00bbWisse: dein Bruder Esau sinnt auf Rache gegen dich und will dich totschlagen!<br>43 Darum h\u00f6re nun, was ich dir rate, mein Sohn! Mache dich auf, fliehe zu meinem Bruder Laban nach Haran<br>44 und bleibe einige Zeit bei ihm, bis der Groll deines Bruders sich gelegt hat!<br>45 Wenn dann sein Zorn gegen dich geschwunden ist und er vergessen hat, was du ihm angetan hast, dann will ich hinsenden und dich von dort zur\u00fcckholen lassen. Warum soll ich euch beide an einem Tage verlieren?\u00ab<br>46 Hierauf sagte Rebekka zu Isaak: \u00bbDas Leben wird mir verleidet durch diese Hethiterinnen! Wenn auch Jakob sich solch eine Hethiterin zur Frau n\u00e4hme, eine von den T\u00f6chtern des Landes, was h\u00e4tte ich da noch vom Leben?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob begibt sich, von seinem Vater gesegnet, auf die Wanderung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da lie\u00df Isaak den Jakob rufen, segnete ihn und gebot ihm: \u00bbDu darfst dir keine Frau aus den T\u00f6chtern der Kanaan\u00e4er nehmen.<br>2 Mache dich auf, gehe nach Nord-Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und hole dir von dort eine Frau, eine von den T\u00f6chtern Labans, des Bruders deiner Mutter!<br>3 Der allm\u00e4chtige Gott aber segne dich, er mache dich fruchtbar und lasse dich zahlreich werden, so da\u00df du zu einem Haufen von V\u00f6lkern wirst!<br>4 Und er gew\u00e4hre dir den Segen Abrahams, dir und deinen Nachkommen mit dir, damit du das Land, in dem du bis jetzt als Fremdling gewohnt hast und das Gott dem Abraham verliehen hat, in Besitz nimmst.\u00ab<br>5 So lie\u00df Isaak den Jakob ziehen, und dieser machte sich auf den Weg nach Nord-Mesopotamien zu Laban, dem Sohne des Aram\u00e4ers Bethuel, dem Bruder Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esaus neue Heirat mit einer Tochter Ismaels<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Als nun Esau sah, da\u00df Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach Nord-Mesopotamien hatte ziehen lassen, damit er sich von dort eine Frau hole, und da\u00df er ihn gesegnet und ihm die Weisung gegeben hatte, keine Frau von den T\u00f6chtern der Kanaan\u00e4er zu nehmen,<br>7 und da\u00df Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorsam gewesen und nach Nord-Mesopotamien gezogen war:<br>8 da merkte Esau, da\u00df die T\u00f6chter der Kanaan\u00e4er seinem Vater mi\u00dffielen.<br>9 Darum begab er sich zu Ismael und nahm zu seinen Frauen noch eine andere Frau hinzu, n\u00e4mlich Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Traum in Bethel von der Himmelsleiter<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Als Jakob aber von Beerseba aufgebrochen war und sich auf die Wanderschaft nach Haran begeben hatte,<br>11 gelangte er an die (heilige) St\u00e4tte und blieb daselbst \u00fcber Nacht; denn die Sonne war schon untergegangen. Er nahm also einen von den Steinen, die dort lagen, machte ihn zu seinem Kopflager und legte sich daselbst schlafen.<br>12 Da hatte er einen Traum: er sah eine Leiter, die auf der Erde stand und mit ihrer Spitze bis an den Himmel reichte, und die Engel Gottes stiegen auf ihr hinauf und herab.<br>13 Pl\u00f6tzlich stand dann der HERR auf ihr und sagte: \u00bbIch bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben;<br>14 und deine Nachkommen sollen so zahlreich werden wie der Staub der Erde; und du sollst dich nach Westen und Osten, nach Norden und S\u00fcden hin ausbreiten, und in dir und in deinen Nachkommen sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.<br>15 Und siehe, ich will mit dir sein und dich \u00fcberall beh\u00fcten, wohin du gehst, und will dich auch in dieses Land zur\u00fcckbringen; denn ich will dich nicht verlassen, bis ich das ausgef\u00fchrt habe, was ich dir verhei\u00dfen habe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob weiht einen Denkstein als Anfang zu einem Gotteshause in Bethel<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: \u00bbWahrlich, der HERR ist an dieser St\u00e4tte gegenw\u00e4rtig, ohne da\u00df ich es wu\u00dfte!\u00ab<br>17 Da f\u00fcrchtete er sich und rief aus: \u00bbWie schaurig ist diese St\u00e4tte! Ja, hier ist das Haus Gottes und hier die Pforte des Himmels!\u00ab<br>18 Am Morgen aber in aller Fr\u00fche stand Jakob auf, nahm den Stein, den er sich zum Lager f\u00fcr sein Haupt gemacht hatte, richtete ihn als Denkstein auf und go\u00df \u00d6l oben darauf.<br>19 Er gab dann jener St\u00e4tte den Namen \u203aBethel\u2039 \u2013 vordem hatte die Ortschaft \u203aLus\u2039 gehei\u00dfen \u2013<br>20 und sprach hierauf folgendes Gel\u00fcbde aus: \u00bbWenn Gott mit mir ist und mich auf dem Wege, den ich jetzt gehen mu\u00df, beh\u00fctet und mir Brot zur Nahrung und Kleidung zum Anziehen gibt<br>21 und ich gl\u00fccklich in mein Vaterhaus zur\u00fcckkehre, so soll der HERR mein Gott sein,<br>22 und dieser Stein, den ich als Denkstein aufgerichtet habe, soll zu einem Gotteshause werden, und von allem, was du mir geben wirst, will ich dir getreulich den Zehnten entrichten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob am Brunnen zu Haran; sein Gespr\u00e4ch mit den Hirten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf setzte Jakob seine Wanderung fort und gelangte in das Land, das gegen Osten lag.2 Als er sich dort umsah, gewahrte er auf dem Felde einen Brunnen, an dem gerade drei Herden Kleinvieh lagerten; denn aus diesem Brunnen pflegte man die Herden zu tr\u00e4nken; \u00fcber der \u00d6ffnung des Brunnens aber lag ein gro\u00dfer Stein.3 Diesen w\u00e4lzte man erst dann, wenn alle Herden dort zusammengetrieben waren, von der Brunnen\u00f6ffnung ab und tr\u00e4nkte das Kleinvieh; darauf legte man den Stein wieder zur\u00fcck an seinen Platz \u00fcber der \u00d6ffnung des Brunnens.4 Da sagte Jakob zu den Leuten: \u00bbMeine Br\u00fcder, woher seid ihr?\u00ab Sie antworteten: \u00bbWir sind aus Haran.\u00ab5 Hierauf fragte er sie: \u00bbKennt ihr Laban, den Sohn Nahors?\u00ab Sie antworteten: \u00bbJa, den kennen wir.\u00ab6 Da fragte er sie: \u00bbGeht es ihm gut?\u00ab Sie erwiderten: \u00bbJa; und da kommt gerade seine Tochter Rahel mit dem Kleinvieh!\u00ab7 Da sagte er: \u00bbEs ist ja noch hoch am Tage, und noch ist\u2019s nicht die Zeit, das Vieh zusammenzutreiben; tr\u00e4nkt doch das Kleinvieh und la\u00dft es dann wieder weiden!\u00ab8 Sie antworteten: \u00bbDas k\u00f6nnen wir nicht, bis alle Herden beisammen sind; dann erst w\u00e4lzt man den Stein von der \u00d6ffnung des Brunnens ab, und wir tr\u00e4nken das Kleinvieh.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Begr\u00fc\u00dfung mit Rahel und seine Aufnahme bei Laban<\/h3>\n\n\n\n<p>9 W\u00e4hrend er noch mit ihnen redete, war Rahel mit dem Kleinvieh ihres Vaters herangekommen; denn sie war eine Hirtin.10 Sobald nun Jakob Rahel, die Tochter seines Oheims Laban, und das Kleinvieh seines Oheims Laban erblickt hatte, trat er hinzu, w\u00e4lzte den Stein von der Brunnen\u00f6ffnung ab und tr\u00e4nkte das Kleinvieh seines Oheims Laban.11 Dann k\u00fc\u00dfte er Rahel, weinte laut12 und teilte ihr mit, da\u00df er ein Neffe ihres Vaters, und zwar ein Sohn Rebekkas, sei; da eilte sie weg und berichtete es ihrem Vater.13 Als nun Laban die Nachricht \u00fcber Jakob, den Sohn seiner Schwester, vernahm, lief er ihm entgegen, umarmte und k\u00fc\u00dfte ihn und f\u00fchrte ihn in sein Haus; da erz\u00e4hlte er dem Laban seine ganze Lebensgeschichte.14 Laban aber sagte zu ihm: \u00bbF\u00fcrwahr, du bist von meinem Fleisch und Bein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob tritt bei Laban in Dienst; bei der Werbung um Rahel durch die Unterschiebung Leas von Laban get\u00e4uscht, dient er nochmals sieben Jahre um Rahel<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Als Jakob nun einen Monat lang bei Laban geblieben war, sagte dieser zu ihm: \u00bbDu bist doch mein Verwandter: solltest du da umsonst f\u00fcr mich arbeiten? La\u00df mich wissen, was dein Lohn sein soll!\u00ab<br>16 Nun hatte Laban zwei T\u00f6chter: die \u00e4ltere hie\u00df Lea, die j\u00fcngere Rahel;<br>17 Lea hatte matte Augen, w\u00e4hrend Rahel sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Angesicht war.<br>18 Daher hatte Jakob die Rahel liebgewonnen und sagte: \u00bbIch will dir sieben Jahre lang um deine j\u00fcngere Tochter Rahel dienen.\u00ab<br>19 Laban antwortete: \u00bbEs ist besser, ich gebe sie dir als einem fremden Manne: bleibe also bei mir!\u00ab<br>20 So diente denn Jakob um Rahel sieben Jahre, und diese kamen ihm wie wenige Tage vor: so lieb hatte er Rahel.<br>21 Hierauf sagte Jakob zu Laban: \u00bbMeine Zeit ist abgelaufen: gib mir nun meine Frau, damit ich mich mit ihr verheirate.\u00ab<br>22 Da lud Laban alle Einwohner des Ortes ein und veranstaltete ein Festmahl;<br>23 am Abend aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm hinein, und er wohnte ihr bei;<br>24 und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Leibmagd. Am andern Morgen aber stellte es sich heraus, da\u00df es Lea war.<br>25 Als er nun zu Laban sagte: \u00bbWas hast du mir da angetan! Habe ich nicht um Rahel bei dir gedient? Warum hast du mich betrogen?\u00ab,<br>26 antwortete Laban: \u00bbHierzulande ist es nicht Sitte, die j\u00fcngere Tochter vor der \u00e4lteren wegzugeben.<br>27 Bringe die Brautwoche mit dieser zu Ende, dann soll dir auch die andere gegeben werden f\u00fcr den Dienst, den du mir noch weitere sieben Jahre leisten mu\u00dft.\u00ab<br>28 Jakob willigte ein und hielt die Brautwoche mit Lea aus; dann gab Laban ihm auch seine Tochter Rahel zur Frau;<br>29 und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Leibmagd.<br>30 Jakob ging nun auch zu Rahel ein, hatte aber Rahel lieber als Lea; er blieb dann noch weitere sieben Jahre bei Laban im Dienst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Leas vier erste S\u00f6hne<\/h3>\n\n\n\n<p>31 Als nun der HERR sah, da\u00df Lea ungeliebt war, machte er sie fruchtbar, w\u00e4hrend Rahel kinderlos blieb.<br>32 Lea wurde also guter Hoffnung und gebar einen Sohn, den sie Ruben nannte; \u00bbdenn\u00ab, sagte sie, \u00bbder HERR hat mein Elend angesehen; ja, nun wird mein Mann mich liebgewinnen\u00ab.<br>33 Hierauf wurde sie wieder guter Hoffnung, und als sie einen Sohn geboren hatte, sagte sie: \u00bbWeil der HERR geh\u00f6rt hat, da\u00df ich ungeliebt bin, hat er mir auch diesen Sohn gegeben\u00ab; darum nannte sie ihn Simeon.<br>34 Als sie dann wieder guter Hoffnung geworden war und einen Sohn gebar, sagte sie: \u00bbNun endlich wird mein Mann mir anhangen, denn ich habe ihm drei S\u00f6hne geboren\u00ab; darum nannte sie ihn Levi.<br>35 Hierauf wurde sie nochmals guter Hoffnung und gebar einen Sohn; da sagte sie: \u00bbDiesmal will ich den HERRN preisen!\u00ab Darum nannte sie ihn Juda. Danach bekam sie kein Kind mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zwei S\u00f6hne der Bilha, der Leibmagd Rahels<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Rahel sah, da\u00df sie dem Jakob keine Kinder gebar, wurde sie auf ihre Schwester neidisch und sagte zu Jakob: \u00bbSchaffe mir Kinder, oder ich sterbe!\u00ab<br>2 Da geriet Jakob in Zorn gegen Rahel und sagte: \u00bbStehe ich etwa an Gottes Statt, der dir Kindersegen versagt hat?\u00ab<br>3 Da erwiderte sie: \u00bbHier hast du meine Leibmagd Bilha; gehe zu ihr ein, damit sie auf meinen Knien gebiert und auch ich durch sie zu Kindern komme!\u00ab<br>4 So gab sie ihm ihre Leibmagd Bilha zum (Neben-) Weib, und Jakob ging zu ihr ein;<br>5 da wurde Bilha guter Hoffnung und gebar dem Jakob einen Sohn.<br>6 Rahel aber sagte: \u00bbGott hat mich mein Recht finden lassen und auch meine Bitte erh\u00f6rt und mir einen Sohn geschenkt!\u00ab Darum gab sie ihm den Namen Dan.<br>7 Hierauf wurde Bilha, die Leibmagd Rahels, wieder guter Hoffnung und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.<br>8 Da sagte Rahel: \u00bbGottesk\u00e4mpfe habe ich mit meiner Schwester gek\u00e4mpft und habe auch gesiegt!\u00ab Darum nannte sie ihn Naphthali.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zwei S\u00f6hne der Silpa, der Leibmagd Leas<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Als nun Lea sah, da\u00df sie nicht mehr Mutter wurde, nahm sie ihre Leibmagd Silpa und gab sie dem Jakob zum (Neben-) Weibe.<br>10 So gebar denn Silpa, die Leibmagd Leas, dem Jakob einen Sohn.<br>11 Da sagte Lea: \u00bbGl\u00fcckauf!\u00ab und gab ihm den Namen Gad.<br>12 Hierauf gebar Silpa, die Leibmagd Leas, dem Jakob noch einen zweiten Sohn.<br>13 Da sagte Lea: \u00bbIch Gl\u00fcckliche! Ja, gl\u00fccklich werden mich die T\u00f6chter des Volkes preisen!\u00ab Darum nannte sie ihn Asser.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkung der Liebes\u00e4pfel; die letzten Kinder der Lea<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Als nun Ruben einmal in den Tagen der Weizenernte ausging, fand er Liebes\u00e4pfel auf dem Felde und brachte sie seiner Mutter Lea. Da sagte Rahel zu Lea: \u00bbGib mir doch einige von den Liebes\u00e4pfeln deines Sohnes!\u00ab<br>15 Aber sie antwortete ihr: \u00bbIst es nicht genug, da\u00df du mir meinen Mann genommen hast? Willst du mir nun auch noch die Liebes\u00e4pfel meines Sohnes nehmen?\u00ab Darauf antwortete Rahel: \u00bbSo mag Jakob denn diese Nacht bei dir verbringen zum Entgelt f\u00fcr die Liebes\u00e4pfel deines Sohnes!\u00ab<br>16 Als Jakob nun am Abend vom Felde heimkam, ging Lea hinaus ihm entgegen und sagte: \u00bbZu mir mu\u00dft du eingehen; denn ich habe dich um vollen Preis mit den Liebes\u00e4pfeln meines Sohnes erkauft!\u00ab So verbrachte er denn jene Nacht bei ihr;<br>17 und Gott erh\u00f6rte die Bitte der Lea, so da\u00df sie guter Hoffnung wurde und dem Jakob einen f\u00fcnften Sohn gebar.<br>18 Da sagte Lea: \u00bbGott hat mir meinen Lohn daf\u00fcr gegeben, da\u00df ich meine Leibmagd meinem Manne \u00fcberlassen habe\u00ab; darum gab sie ihm den Namen Issaschar.<br>19 Hierauf wurde Lea noch einmal guter Hoffnung und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn.<br>20 Da sagte Lea: \u00bbGott hat mich mit einem sch\u00f6nen Geschenk bedacht: nun endlich wird mein Mann bei mir wohnen; denn ich habe ihm sechs S\u00f6hne geboren!\u00ab Darum nannte sie ihn Sebulon.<br>21 Sp\u00e4ter gebar sie noch eine Tochter, die sie Dina (vgl. Kap. 34) nannte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rahel wird die Mutter Josephs<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Nun dachte Gott auch an Rahel: Gott erh\u00f6rte sie und verg\u00f6nnte ihr Mutterfreuden;<br>23 sie wurde guter Hoffnung und gebar einen Sohn. Da sagte sie: \u00bbGott hat meine Schmach hinweggenommen!\u00ab<br>24 Darum gab sie ihm den Namen Joseph, indem sie sagte: \u00bbDer HERR m\u00f6ge mir noch einen Sohn hinzuf\u00fcgen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs neuer Dienstvertrag mit Laban<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Als nun Rahel den Joseph geboren hatte, sagte Jakob zu Laban: \u00bbLa\u00df mich ziehen! Ich m\u00f6chte in meine Heimat und in mein Vaterland zur\u00fcckkehren.<br>26 Gib mir meine Frauen und meine Kinder, um die ich dir gedient habe, damit ich hinziehen kann; du wei\u00dft ja selbst, welche Dienste ich dir geleistet habe.\u00ab<br>27 Da antwortete ihm Laban: \u00bbErweise mir doch eine Liebe! Es ist mir klargeworden, da\u00df der HERR mich um deinetwillen gesegnet hat.\u00ab<br>28 Dann fuhr er fort: \u00bbBestimme nur den Lohn, den du von mir verlangst, so will ich ihn dir geben.\u00ab<br>29 Da antwortete er ihm: \u00bbDu wei\u00dft selbst, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Viehbesitz unter meiner Hut geworden ist.<br>30 Du besa\u00dfest ja vor meiner Ankunft nur wenig; aber nun hat er sich gewaltig vermehrt, und der HERR hat dich bei allem, was ich unternommen habe, gesegnet. Nun aber \u2013 wann soll auch ich f\u00fcr meine Familie sorgen?\u00ab<br>31 Da fragte jener: \u00bbWas soll ich dir geben?\u00ab Jakob antwortete: \u00bbDu brauchst mir gar nichts zu geben! Wenn du nur auf folgenden Vorschlag von mir eingehst, so will ich dein Kleinvieh von neuem weiden und h\u00fcten:<br>32 ich will heute durch dein s\u00e4mtliches Kleinvieh hindurchgehen, indem ich daraus alle gesprenkelten und gefleckten Tiere und \u00fcberdies jedes dunkelfarbige St\u00fcck unter den Schafl\u00e4mmern und alle gefleckten und gesprenkelten Ziegen absondere; und nur solche Tiere sollen mein Lohn sein.<br>33 Und darin soll an irgendeinem k\u00fcnftigen Tage meine Ehrlichkeit sich klar erweisen: Wenn du kommst, um dir meinen Lohn anzusehen, so soll jedes St\u00fcck, das unter den Ziegen nicht gesprenkelt oder gefleckt und unter den Schafen nicht dunkelfarbig ist, als von mir gestohlen gelten.\u00ab<br>34 Da sagte Laban: \u00bbGut! Dein Vorschlag soll gelten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob gelangt durch List zu gro\u00dfem Viehbesitz<\/h3>\n\n\n\n<p>35 Er sonderte dann noch an demselben Tage die gestreiften und gefleckten Ziegenb\u00f6cke und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen ab, jedes St\u00fcck, woran nur etwas Wei\u00dfes war, und alles, was unter den Schafen dunkelfarbig war, und \u00fcbergab diese Tiere der Hut seiner S\u00f6hne.<br>36 Sodann setzte er einen Zwischenraum von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob fest; Jakob aber blieb als Hirt bei dem \u00fcbrigen Kleinvieh Labans.<br>37 Nun holte sich Jakob frische St\u00e4be von Wei\u00dfpappeln sowie von Mandelb\u00e4umen und Platanen und sch\u00e4lte an ihnen wei\u00dfe Streifen heraus, indem er das Wei\u00dfe an den St\u00e4ben blo\u00dflegte;<br>38 dann stellte er die St\u00e4be, die er gesch\u00e4lt hatte, in die Wassertr\u00f6ge, in die Wassertr\u00e4nkrinnen, zu denen das Kleinvieh zum Trinken zu kommen pflegte, gerade vor die Tiere hin. Wenn dann die Tiere, die zur Tr\u00e4nke kamen, br\u00fcnstig wurden<br>39 und sich vor den St\u00e4ben begatteten, so brachten sie gestreifte, gesprenkelte und gefleckte Junge zur Welt.<br>40 Jakob sonderte dann die L\u00e4mmer ab und richtete die Blicke der Tiere auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige unter dem Kleinvieh Labans und legte (so) f\u00fcr sich besondere Herden an, die er nicht zu dem Kleinvieh Labans tat.<br>41 Und sooft fortan das kr\u00e4ftige Kleinvieh br\u00fcnstig wurde, stellte Jakob die St\u00e4be den Tieren vor die Augen in die Wassertr\u00f6ge, damit sie sich vor den St\u00e4ben begatteten;<br>42 wenn dagegen die Tiere schw\u00e4chlich waren, stellte er sie nicht hin; so kam es, da\u00df die schw\u00e4chlichen Tiere dem Laban, die kr\u00e4ftigen aber dem Jakob zuteil wurden.<br>43 So wurde er ein au\u00dferordentlich reicher Mann, und er erwarb sich gro\u00dfe Herden, auch M\u00e4gde und Knechte, Kamele und Esel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Anl\u00e4sse zu Jakobs Flucht<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da erhielt Jakob Kunde von den \u00c4u\u00dferungen der S\u00f6hne Labans, die da sagten: \u00bbJakob hat das ganze Hab und Gut unsers Vaters an sich gebracht und seinen ganzen jetzigen Reichtum aus dem Besitz unsers Vaters gewonnen.\u00ab<br>2 Zugleich merkte Jakob an Labans Gesichtsausdruck wohl, da\u00df er gegen ihn nicht mehr so gesinnt war wie fr\u00fcher.<br>3 Da sagte der HERR zu Jakob: \u00bbKehre in das Land deiner V\u00e4ter und zu deiner Verwandtschaft zur\u00fcck; ich will mit dir sein!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Beratung mit seinen Frauen<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Da sandte Jakob hin, lie\u00df Rahel und Lea auf das Feld zu seiner Herde rufen<br>5 und sagte zu ihnen: \u00bbIch sehe es dem Gesicht eures Vaters an, da\u00df er gegen mich nicht mehr so gesinnt ist wie fr\u00fcher, obgleich doch der Gott meines Vaters mit mir gewesen ist.<br>6 Ihr selbst wi\u00dft ja, da\u00df ich eurem Vater mit meiner ganzen Kraft gedient habe;<br>7 doch euer Vater hat mich betrogen und mir den Lohn schon zehnmal abge\u00e4ndert, Gott aber hat ihm nicht gestattet, mir Schaden zuzuf\u00fcgen.<br>8 Sooft er n\u00e4mlich sagte: \u203aDie gesprenkelten Tiere sollen dein Lohn sein!\u2039, warf die ganze Herde gesprenkelte L\u00e4mmer, und sooft er sagte: \u203aDie gestreiften Tiere sollen dein Lohn sein!\u2039, warf die ganze Herde gestreifte L\u00e4mmer.<br>9 So hat Gott eurem Vater den Viehbesitz genommen und ihn mir gegeben.<br>10 In der Brunstzeit des Kleinviehs n\u00e4mlich hob ich meine Augen auf und sah im Traume, wie die B\u00f6cke, welche das Kleinvieh belegten, gestreift, gesprenkelt und get\u00fcpfelt waren.<br>11 Der Engel Gottes aber sagte im Traume zu mir: \u203aJakob!\u2039 Ich antwortete: \u203aHier bin ich!\u2039<br>12 Da sagte er: \u203aHebe doch deine Augen auf und sieh: alle B\u00f6cke, die das Kleinvieh belegen, sind gestreift, gesprenkelt und get\u00fcpfelt! Denn ich habe alles gesehen, was Laban dir angetan hat.<br>13 Ich bin der Gott von Bethel, wo du einen Denkstein gesalbt und wo du mir ein Gel\u00fcbde getan hast. Mache dich jetzt auf, verla\u00df dieses Land und kehre in dein Heimatland zur\u00fcck!\u2039\u00ab<br>14 Da antworteten ihm Rahel und Lea mit den Worten: \u00bbHaben wir etwa noch ein Teil und Erbe im Hause unsers Vaters?<br>15 Haben wir ihm nicht als Fremde gegolten? Er hat uns ja verhandelt und den Erl\u00f6s f\u00fcr uns l\u00e4ngst vollst\u00e4ndig verbraucht.<br>16 Ja, der ganze Reichtum, den Gott unserm Vater entzogen hat, geh\u00f6rt uns und unsern S\u00f6hnen. Tu also nun alles, was Gott dir geboten hat!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Flucht und Labans Verfolgung<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Da machte Jakob sich auf, setzte seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele18 und nahm sein s\u00e4mtliches Vieh und all sein Hab und Gut mit, das er erworben hatte, das Vieh, das ihm geh\u00f6rte, das er in Nord-Mesopotamien erworben hatte, um sich zu seinem Vater Isaak nach dem Lande Kanaan zu begeben.19 W\u00e4hrend aber Laban hingegangen war, um seine Schafe zu scheren, entwandte Rahel das Bild des Hausgottes ihres Vaters;20 und auch Jakob t\u00e4uschte den Aram\u00e4er Laban, insofern er ihm nichts davon mitteilte, da\u00df er sich heimlich entfernen wollte.21 Er entfloh also mit allem, was ihm geh\u00f6rte, und machte sich auf den Weg; er setzte \u00fcber den Euphratstrom und schlug den Weg nach dem Gebirge Gilead ein.22 Erst am dritten Tage erfuhr Laban, da\u00df Jakob entflohen war.23 Da nahm er seine Stammesgenossen mit sich, verfolgte ihn sieben Tagereisen weit und holte ihn am Gebirge Gilead ein.24 Aber Gott erschien dem Aram\u00e4er Laban nachts im Traum und sagte zu ihm: \u00bbH\u00fcte dich wohl, mit Jakob anders als freundlich zu reden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Labans Strafrede und Haussuchung<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Als nun Laban den Jakob eingeholt hatte \u2013 Jakob hatte aber sein Zelt auf dem Berge aufgeschlagen, und auch Laban lagerte sich mit seinen Stammesgenossen im Gebirge Gilead \u2013,<br>26 da sagte Laban zu Jakob: \u00bbWarum hast du es unternommen, mich zu t\u00e4uschen, und hast meine T\u00f6chter wie Kriegsgefangene entf\u00fchrt?<br>27 Warum bist du heimlich entflohen und hast mich hintergangen und mir nichts davon mitgeteilt \u2013 ich h\u00e4tte dir sonst mit Sang und Klang, mit Paukenschall und Saitenspiel das Geleit gegeben \u2013<br>28 und hast mir nicht einmal verstattet, meine Enkel und T\u00f6chter (zum Abschied) zu k\u00fcssen? Ja, du hast t\u00f6richt gehandelt!<br>29 Es st\u00e4nde nun wohl in meiner Macht, dir \u00fcbel mitzuspielen; aber der Gott deines Vaters hat gestern nacht zu mir gesagt: \u203aH\u00fcte dich ja davor, mit Jakob anders als freundlich zu reden!\u2039<br>30 Nun gut, du bist von mir weggegangen, weil du so starke Sehnsucht nach dem Hause deines Vaters hattest; aber warum hast du mir meinen (Haus-) Gott gestohlen?\u00ab<br>31 Da antwortete Jakob dem Laban: \u00bb(Ich bin geflohen) weil ich mich f\u00fcrchtete; denn ich dachte, du w\u00fcrdest mir deine T\u00f6chter entrei\u00dfen.<br>32 Bei wem du aber dein G\u00f6tterbild findest, der soll nicht am Leben bleiben! Durchsuche im Beisein unserer Stammesgenossen alles, was ich bei mir habe, und nimm das an dich, was dir geh\u00f6rt!\u00ab Jakob wu\u00dfte n\u00e4mlich nicht, da\u00df Rahel (das G\u00f6tterbild) entwandt hatte.<br>33 Da ging Laban in Jakobs Zelt und in Leas Zelt und in das Zelt der beiden M\u00e4gde, fand aber nichts. Aus dem Zelt der Lea ging er dann in das Zelt der Rahel.<br>34 Diese hatte aber das G\u00f6tterbild genommen und es in den Sattelkorb des Kamels gelegt und sich daraufgesetzt. Laban durchsuchte nun das ganze Zelt, fand aber nichts.<br>35 Sie hatte n\u00e4mlich zu ihrem Vater gesagt: \u00bbO Herr, sei nicht ungehalten dar\u00fcber, da\u00df ich vor dir nicht aufstehen kann! Ich bin eben unwohl nach der Frauen Weise.\u00ab So hatte er denn trotz seines Suchens das G\u00f6tterbild nicht gefunden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Anklagerede<\/h3>\n\n\n\n<p>36 Nunmehr geriet Jakob in Zorn und machte Laban laute Vorw\u00fcrfe mit den Worten: \u00bbWas habe ich nun verbrochen, was verschuldet, da\u00df du mich so hitzig verfolgt hast?<br>37 Du hast nun all meinen Hausrat durchst\u00f6bert: was hast du denn von deinem gesamten Hausrat gefunden? Lege es hierher vor meine und deine Stammesgenossen: sie sollen entscheiden, wer von uns beiden im Recht ist!<br>38 Zwanzig Jahre bin ich jetzt bei dir gewesen: deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nie fehlgeworfen, und von den B\u00f6cken deines Kleinviehs habe ich keinen gegessen.<br>39 Wenn ein St\u00fcck Vieh (von wilden Tieren) zerrissen war, habe ich es nicht zu dir bringen d\u00fcrfen, nein, ich habe es ersetzen m\u00fcssen: von mir hast du es gefordert, mochte es bei Tage oder in der Nacht geraubt sein.<br>40 So ging es mir: bei Tage kam ich vor Hitze um und nachts vor Frost, und kein Schlaf kam in meine Augen.<br>41 Jetzt sind es zwanzig Jahre, da\u00df ich dir in deinem Hause gedient habe: vierzehn Jahre um deine beiden T\u00f6chter und sechs Jahre bei deinem Kleinvieh; und zehnmal hast du mir den Lohn abge\u00e4ndert.<br>42 Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, den auch Isaak verehrt, auf meiner Seite gestanden h\u00e4tte, ja, dann h\u00e4ttest du mich jetzt mit leeren H\u00e4nden ziehen lassen! Aber Gott hat mein Elend und die m\u00fchselige Arbeit meiner H\u00e4nde gesehen und gestern nacht sein Urteil abgegeben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Labans Antwort; der Friedensvertrag zwischen ihm und Jakob<\/h3>\n\n\n\n<p>43 Da gab Laban dem Jakob zur Antwort: \u00bbDie T\u00f6chter sind meine T\u00f6chter, und die Kinder sind meine Kinder, das Vieh ist mein Vieh, und alles, was du hier siehst, geh\u00f6rt mir! Aber was k\u00f6nnte ich heute noch f\u00fcr diese meine T\u00f6chter tun oder f\u00fcr ihre Kinder, die sie geboren haben?<br>44 So komm denn, la\u00df uns beide einen Vertrag miteinander schlie\u00dfen, der soll als Zeuge zwischen mir und dir dienen!\u00ab<br>45 Hierauf nahm Jakob einen Stein und richtete ihn als Denkstein auf;<br>46 dann sagte er zu seinen Stammesgenossen: \u00bbLest Steine zusammen!\u00ab Da holten sie Steine und machten einen Haufen davon; dann hielten sie dort auf dem Steinhaufen ein Mahl.<br>47 Und Laban nannte ihn \u203aJegar-Sahadutha\u2039, Jakob aber nannte ihn \u203aGaled\u2039.<br>48 Darauf sagte Laban: \u00bbDieser Steinhaufe ist heute ein Zeuge zwischen mir und dir!\u00ab Darum nannte er ihn \u203aGaled\u2039;<br>49 und den Denkstein, den er aufgerichtet hatte, nannte er \u203aMizpa\u2039, indem er sagte: \u00bbDer HERR sei W\u00e4chter zwischen mir und dir, wenn wir einander aus den Augen gekommen sind!<br>50 Solltest du je meine T\u00f6chter schlecht behandeln oder noch andere Frauen zu meinen T\u00f6chtern hinzunehmen, wenn dann auch kein Mensch bei uns sein sollte \u2013 bedenke wohl: Gott ist Zeuge zwischen mir und dir!\u00ab<br>51 Weiter sagte Laban zu Jakob: \u00bbSiehe, der Steinhaufe hier und der Denkstein hier, den ich zwischen mir und dir aufgerichtet habe:<br>52 dieser Steinhaufe soll ein Zeuge und der Denkstein hier ein Zeugnis sein, da\u00df weder ich \u00fcber diesen Steinhaufen zu dir hinausgehen darf, noch du \u00fcber diesen Steinhaufen und diesen Denkstein zu mir in b\u00f6ser Absicht hinausgehen darfst.<br>53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sollen Richter zwischen uns sein, der Gott je ihres Stammvaters!\u00ab Als dann Jakob bei dem Gott, den sein Vater Isaak verehrte, geschworen hatte,<br>54 brachte er ein Schlachtopfer auf dem Berge dar und lud seine Stammesgenossen zur Teilnahme am Mahl ein. So hielten sie denn das Mahl und \u00fcbernachteten auf dem Berge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Labans Abschiednahme<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Am andern Morgen aber in der Fr\u00fche k\u00fc\u00dfte Laban seine Enkel und seine T\u00f6chter und nahm Abschied von ihnen; dann brach er auf und kehrte an seinen Wohnort zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dem Jakob erscheinen Engel bei seinem Eintritt in das Verhei\u00dfungsland<\/h3>\n\n\n\n<p>2 Als nun auch Jakob seines Weges zog, begegneten ihm Engel Gottes.3 Sobald Jakob sie erblickte, sagte er: \u00bbHier ist Gottes Heerlager!\u00ab Darum nannte er jenen Ort \u203aMahanaim\u2039.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob sendet Boten an Esau mit dem\u00fctiger Bitte und teilt seinen Zug aus Angst vor Esau in zwei Teile<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Hierauf sandte Jakob Boten voraus an seinen Bruder Esau nach der Landschaft Seir, ins Gebiet der Edomiter,<br>5 und gab ihnen folgenden Auftrag: \u00bbSo sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sagen: \u203aDein Knecht Jakob l\u00e4\u00dft dir folgendes melden: Ich habe bei Laban in der Fremde gelebt und mich bis jetzt dort aufgehalten;<br>6 ich habe mir dort Rinder und Esel, Kleinvieh, Knechte und M\u00e4gde erworben und sende nun Boten, um es meinem Herrn mitzuteilen, damit ich Gnade in deinen Augen finde.\u2039\u00ab<br>7 Die Boten kehrten dann zu Jakob zur\u00fcck mit der Meldung: \u00bbWir sind zu deinem Bruder Esau gekommen, und er zieht dir auch schon in Begleitung von vierhundert Mann entgegen.\u00ab<br>8 Da geriet Jakob in gro\u00dfe Angst, und es wurde ihm bange; er teilte daher die Leute, die er bei sich hatte, und ebenso das Kleinvieh sowie die Rinder und Kamele in zwei Heere;<br>9 denn er dachte: \u00bbWenn Esau den einen Zug \u00fcberf\u00e4llt und niederschl\u00e4gt, so wird doch der andere Zug entrinnen k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Gebet um Hilfe<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Dann betete Jakob: \u00bbGott meines Vaters Abraham und meines Vaters Isaak, HERR, der du mir geboten hast: \u203aKehre in dein Vaterland und zu deiner Verwandtschaft zur\u00fcck, ich will dir Gutes tun\u2039 \u2013<br>11 ich bin zu gering f\u00fcr all die Gnadenerweise und all die Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast! Denn nur mit meinem Wanderstabe bin ich (einst) \u00fcber den Jordan dort gezogen und bin jetzt zu zwei Heeren geworden.<br>12 Ach, errette mich nun aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus! Denn ich bin in Angst vor ihm, da\u00df er kommt und uns erschl\u00e4gt, die M\u00fctter samt den Kindern!<br>13 Du hast mir doch verhei\u00dfen: \u203aGewi\u00df, ich will dir Gutes tun und deine Nachkommen so zahlreich werden lassen, da\u00df sie sind wie der Sand am Meer, den man vor Menge nicht z\u00e4hlen kann.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abordnung neuer Boten an Esau mit Geschenken<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Er blieb dann in jener Nacht dort und w\u00e4hlte aus dem Vieh, das ihm gerade zur Hand war, ein Geschenk f\u00fcr seinen Bruder Esau aus,<br>15 n\u00e4mlich zweihundert Ziegen und zwanzig B\u00f6cke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder,<br>16 drei\u00dfig s\u00e4ugende Kamele nebst ihren F\u00fcllen, vierzig junge K\u00fche und zehn junge Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Eself\u00fcllen.<br>17 Er \u00fcbergab diese seinen Knechten, jede Herde besonders, und befahl seinen Knechten: \u00bbZieht vor mir her und la\u00dft einen Abstand zwischen den einzelnen Herden!\u00ab<br>18 Dann gab er dem ersten folgende Weisung: \u00bbWenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: \u203aWem geh\u00f6rst du, und wohin willst du, und wem geh\u00f6ren die Tiere, die du da treibst?\u2039,<br>19 so antworte: \u203aSie geh\u00f6ren deinem Knecht Jakob; es ist das ein Geschenk, das er meinem Herrn Esau sendet; er selbst kommt gleich hinter uns her.\u2039\u00ab<br>20 Dieselbe Weisung gab er auch dem zweiten und dem dritten und allen anderen, welche die Herden trieben, n\u00e4mlich: \u00bbGanz ebenso sollt ihr zu Esau sagen, wenn ihr ihm begegnet,<br>21 und sollt weiter sagen: \u203aDein Knecht Jakob kommt selbst gleich hinter uns her.\u2039\u00ab Er dachte n\u00e4mlich: \u00bbIch will ihn durch das Geschenk vers\u00f6hnen, das mir vorauszieht; erst dann will ich ihm selber vor die Augen treten; vielleicht nimmt er mich dann freundlich an.\u00ab<br>22 So zog also das Geschenk vor ihm her, w\u00e4hrend er selbst jene Nacht im Lager zubrachte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob l\u00e4\u00dft die Seinen den Jabbok \u00fcberschreiten; Gottes n\u00e4chtlicher Ringkampf mit ihm; sein neuer Name Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Er machte sich aber noch in derselben Nacht auf, nahm seine beiden Frauen und seine beiden Leibm\u00e4gde samt seinen elf S\u00f6hnen und setzte \u00fcber die Furt des Jabbok.<br>24 Er nahm sie also und lie\u00df sie \u00fcber den Flu\u00df fahren, und als er dann auch alle seine Habe hin\u00fcbergebracht hatte,<br>25 blieb er allein zur\u00fcck. Da rang ein Mann mit ihm bis zum Aufgang der Morgenr\u00f6te.<br>26 Als dieser nun sah, da\u00df er ihn nicht bezwingen konnte, gab er ihm einen Schlag auf das H\u00fcftgelenk; dadurch wurde Jakobs H\u00fcftgelenk w\u00e4hrend seines Ringens mit ihm verrenkt.<br>27 Da sagte jener: \u00bbLa\u00df mich los, denn die Morgenr\u00f6te ist schon heraufgezogen!\u00ab Jakob aber antwortete: \u00bbIch lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast.\u00ab<br>28 Da fragte jener ihn: \u00bbWie hei\u00dft du?\u00ab Er antwortete: \u00bbJakob.\u00ab<br>29 Da sagte er: \u00bbDu sollst hinfort nicht mehr Jakob hei\u00dfen, sondern \u203aIsrael\u2039; denn du hast mit Gott und mit Menschen gek\u00e4mpft und bist Sieger geblieben.\u00ab<br>30 Da richtete Jakob die Bitte an ihn: \u00bbTeile mir doch deinen Namen mit!\u00ab Er aber erwiderte: \u00bbWarum willst du meinen Namen wissen?\u00ab Hierauf segnete er ihn dort.<br>31 Jakob nannte dann jenen Ort \u203aPniel\u2039; \u00bbdenn\u00ab, sagte er, \u00bbich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch am Leben geblieben\u00ab.<br>32 Als er dann an Pniel vor\u00fcbergezogen war, ging ihm die Sonne auf; er hinkte aber an seiner H\u00fcfte.<br>33 Darum essen die Israeliten bis auf den heutigen Tag den Muskel nicht, der \u00fcber der H\u00fcftpfanne liegt, weil er dem Jakob einen Schlag auf die H\u00fcftpfanne, den H\u00fcftmuskel, versetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Demut und Esaus Herzlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Jakob aufblickte und seinen Bruder Esau mit vierhundert Mann herankommen sah, verteilte er die Kinder auf Lea, auf Rahel und auf die beiden Leibm\u00e4gde,<br>2 und zwar stellte er die Leibm\u00e4gde mit ihren Kindern vornan, dann Lea mit ihren Kindern hinter sie und Rahel mit Joseph zuletzt.<br>3 Er selbst aber ging vor ihnen her und verneigte sich siebenmal bis zur Erde, bis er nahe an seinen Bruder herangekommen war.<br>4 Esau aber eilte ihm entgegen und umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und k\u00fc\u00dfte ihn, und sie weinten beide.<br>5 Als Esau dann aufblickte und die Frauen mit den Kindern gewahrte, fragte er: \u00bbWer sind diese da bei dir?\u00ab Er antwortete: \u00bbEs sind die Kinder, mit denen Gott deinen Knecht gesegnet hat.\u00ab<br>6 Da traten die beiden Leibm\u00e4gde mit ihren Kindern herzu und verneigten sich;<br>7 dann trat auch Lea mit ihren Kindern herzu, indem sie sich verneigten; zuletzt traten Joseph und Rahel herzu und verneigten sich.<br>8 Hierauf fragte Esau weiter: \u00bbWas hat denn dieser ganze Zug (des Viehs) zu bedeuten, auf den ich gesto\u00dfen bin?\u00ab Jakob antwortete: \u00bbIch wollte dadurch die Gunst meines Herrn gewinnen.\u00ab<br>9 Da sagte Esau: \u00bbIch habe Besitz genug, lieber Bruder: behalte, was dir geh\u00f6rt!\u00ab<br>10 Aber Jakob erwiderte: \u00bbAch nein! Wenn du mir eine Liebe erweisen willst, so nimm mein Geschenk von mir an! Denn als ich dein Angesicht sah, war es mir, als h\u00e4tte ich Gottes Angesicht gesehen: so freundlich hast du mich angesehen.<br>11 Nimm doch mein Bewillkommnungsgeschenk an, das dir \u00fcberbracht worden ist! Gott hat mich ja reich gesegnet, und ich habe alles vollauf.\u00ab So n\u00f6tigte er ihn mit Bitten, bis er es annahm.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob lehnt das Geleit Esaus ab; dieser kehrt nach Seir zur\u00fcck<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf sagte Esau: \u00bbLa\u00df uns nun aufbrechen und weiterziehen! Ich will vor dir herziehen.\u00ab<br>13 Aber Jakob antwortete ihm: \u00bbMein Herr sieht selbst, da\u00df die Kinder noch zart sind und da\u00df ich noch Bedacht auf die s\u00e4ugenden Schafe und K\u00fche nehmen mu\u00df; wenn man diese auch nur einen Tag \u00fcbertriebe, so w\u00fcrde die ganze Herde zugrunde gehen.<br>14 Mein Herr wolle doch seinem Knecht vorausziehen; ich aber will ganz langsam weiterziehen, wie eben das Vieh, das ich zu treiben habe, und die Kinder fortkommen k\u00f6nnen, bis ich zu meinem Herrn nach Seir gelange.\u00ab<br>15 Da sagte Esau: \u00bbSo will ich wenigstens einen Teil meiner Leute bei dir zur\u00fccklassen.\u00ab Doch er antwortete: \u00bbWozu das? M\u00f6chte ich nur Gnade in den Augen meines Herrn finden!\u00ab<br>16 So kehrte denn Esau an jenem Tage um und zog seines Weges nach Seir zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob zieht nach Sukkoth weiter und l\u00e4\u00dft sich bei Sichem nieder<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Jakob aber brach nach Sukkoth auf, wo er sich ein Haus baute und f\u00fcr sein Vieh St\u00e4lle errichtete; daher erhielt der Ort den Namen Sukkoth.<br>18 Darauf kam Jakob bei seiner R\u00fcckkehr aus Nord-Mesopotamien wohlbehalten nach der Stadt Sichem, die im Lande Kanaan liegt, und schlug dort \u00f6stlich von der Stadt sein Lager auf.<br>19 Das St\u00fcck Land aber, auf dem er sein Zelt aufgeschlagen hatte, kaufte er von den S\u00f6hnen Hemors, des Vaters Sichems, f\u00fcr hundert Silberst\u00fccke;<br>20 und er baute dort einen Altar, den er \u203aAllgott ist der Gott Israels\u2039 nannte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sichems Vergehen an Dina und sein darauffolgendes ehrenwertes Verhalten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als Dina, die Tochter Jakobs, welche Lea ihm geboren hatte, einst ausging, um sich unter den M\u00e4dchen des Landes umzusehen,<br>2 da sah Sichem sie, der Sohn des Hewiters Hemor, des Landesf\u00fcrsten; der ergriff sie und tat ihr Gewalt an.<br>3 Sein Herz hing aber an Dina, der Tochter Jakobs; er gewann das M\u00e4dchen lieb und redete ihr freundlich zu.<br>4 Er sagte daher zu seinem Vater Hemor: \u00bbNimm mir dieses M\u00e4dchen zur Frau!\u00ab<br>5 Nun hatte Jakob zwar von der Entehrung seiner Tochter Dina Kunde erhalten; weil aber seine S\u00f6hne gerade bei seinem Vieh auf dem Felde waren, verhielt er sich ruhig, bis sie heimkamen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hemor wirbt um Dina bei den S\u00f6hnen Jakobs<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Da begab sich Hemor, der Vater Sichems, zu Jakob hinaus, um mit ihm zu reden.<br>7 Als nun die S\u00f6hne Jakobs vom Felde heimgekommen waren und von dem Vorfall h\u00f6rten, f\u00fchlten die M\u00e4nner sich schwer gekr\u00e4nkt und gerieten in lodernden Zorn; denn eine Schandtat hatte Sichem an Israel durch die Entehrung der Tochter Jakobs ver\u00fcbt: derartiges h\u00e4tte nicht geschehen d\u00fcrfen!<br>8 Da sprach sich Hemor folgenderma\u00dfen gegen sie aus: \u00bbMein Sohn Sichem hat sein Herz an eure Tochter geh\u00e4ngt; gebt sie ihm doch zur Frau<br>9 und verschw\u00e4gert euch (\u00fcberhaupt) mit uns: gebt uns eure T\u00f6chter und nehmt euch die unsrigen<br>10 und bleibt bei uns wohnen! Das Land soll euch zur Verf\u00fcgung stehen: bleibt darin wohnen und durchzieht es und macht euch darin ans\u00e4ssig!\u00ab<br>11 Sichem aber sagte zu ihrem Vater und zu ihren Br\u00fcdern: \u00bbGew\u00e4hrt mir doch meine Bitte! Alles, was ihr von mir verlangt, will ich geben!<br>12 M\u00f6gt ihr auch noch so viel als Heiratsgabe und Brautgeschenk von mir fordern: ich will euch geben, soviel ihr von mir verlangt; nur gebt mir das M\u00e4dchen zur Frau!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Forderung der S\u00f6hne Jakobs wird von den Sichemiten angenommen und ausgef\u00fchrt<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Da gaben die S\u00f6hne Jakobs dem Sichem und seinem Vater Hemor eine arglistige Antwort \u2013 es redeten n\u00e4mlich die, deren Vollschwester Dina er entehrt hatte \u2013;<br>14 sie sagten n\u00e4mlich zu ihnen: \u00bbDarauf k\u00f6nnen wir uns nicht einlassen, unsere Schwester einem unbeschnittenen Manne zu geben; denn das w\u00e4re eine Schande f\u00fcr uns.<br>15 Nur unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr so werden wollt, wie wir sind, n\u00e4mlich wenn alles, was m\u00e4nnlichen Geschlechts bei euch ist, sich beschneiden l\u00e4\u00dft.<br>16 In diesem Falle wollen wir euch unsere T\u00f6chter geben und auch eure T\u00f6chter uns zu Frauen nehmen und wollen bei euch wohnen bleiben und zu einem Volk mit euch werden.<br>17 Wollt ihr aber auf unsern Vorschlag, euch beschneiden zu lassen, nicht eingehen, so nehmen wir unsere Tochter und ziehen von hier weg.\u00ab<br>18 Ihr Vorschlag gefiel dem Hemor und seinem Sohne Sichem,<br>19 und der junge Mann z\u00f6gerte nicht, darauf einzugehen; denn er war in die Tochter Jakobs verliebt; auch war er der Angesehenste in der ganzen Familie seines Vaters.<br>20 So gingen denn Hemor und sein Sohn Sichem auf den Marktplatz ihrer Stadt, besprachen sich mit ihren Mitb\u00fcrgern und sagten:<br>21 \u00bbDiese M\u00e4nner sind friedlich gegen uns gesinnt; so m\u00f6gen sie bei uns im Lande wohnen bleiben und darin umherziehen; das Land ist ja gro\u00df genug f\u00fcr sie nach allen Seiten hin. Wir wollen uns ihre T\u00f6chter zu Frauen nehmen und ihnen unsere T\u00f6chter geben.<br>22 Jedoch nur unter der Bedingung sind die M\u00e4nner gewillt, bei uns zu bleiben und ein Volk mit uns zu bilden, wenn alles, was m\u00e4nnlichen Geschlechts bei uns ist, beschnitten wird, wie sie selbst beschnitten sind;<br>23 ihre Herden, ihr Hab und Gut und all ihr Vieh w\u00fcrden alsdann uns geh\u00f6ren. Ja, wir wollen ihre Forderung annehmen, damit sie bei uns wohnen bleiben.\u00ab<br>24 Der Vorschlag Hemors und seines Sohnes Sichem fand die Zustimmung aller, die zum Tor seiner Stadt hinauszugehen pflegten: alle m\u00e4nnlichen Personen, alle, die zum Tor seiner Stadt hinauszugehen pflegten, lie\u00dfen sich beschneiden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die hinterlistige Rache der S\u00f6hne Jakobs (besonders Simeons und Levis)<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Am dritten Tage aber, als sie im Wundfieber lagen, da nahmen die beiden S\u00f6hne Jakobs, Simeon und Levi, die Vollbr\u00fcder der Dina, jeder sein Schwert, drangen in die Stadt ein, die nichts B\u00f6ses ahnte, und erschlugen alles M\u00e4nnliche;<br>26 auch Hemor und seinen Sohn Sichem erschlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes, holten Dina aus dem Hause Sichems und zogen davon.<br>27 Die (\u00fcbrigen) S\u00f6hne Jakobs fielen dann \u00fcber die Erschlagenen her und pl\u00fcnderten die Stadt, weil man ihre Schwester entehrt hatte.<br>28 Ihr Kleinvieh, ihre Rinder und Esel, sowohl was in der Stadt als auch was drau\u00dfen auf dem Felde war, nahmen sie weg,<br>29 \u00fcberhaupt ihren gesamten Besitz, auch alle ihre Kinder und Frauen f\u00fchrten sie als Gefangene und als Beute weg und raubten alles, was in den H\u00e4usern war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Unwille \u00fcber die verwerfliche Tat seiner S\u00f6hne<\/h3>\n\n\n\n<p>30 Da sagte Jakob zu Simeon und Levi: \u00bbIhr habt mich ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt, indem ihr mich bei den Bewohnern des Landes, den Kanaan\u00e4ern und Pherissitern, t\u00f6dlich verha\u00dft gemacht habt, und ich bilde doch nur ein leicht z\u00e4hlbares H\u00e4uflein. Wenn sie sich jetzt gegen mich zusammentun, so werden sie mich erschlagen, und ich gehe samt meinem Hause zugrunde!\u00ab<br>31 Sie aber antworteten: \u00bbDurfte er denn mit unserer Schwester wie mit einer Dirne verfahren?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf Gottes Mahnung bricht Jakob von Sichem auf<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da gebot Gott dem Jakob: \u00bbMache dich auf, ziehe nach Bethel hinauf, nimm dort deinen Wohnsitz und errichte dort einen Altar f\u00fcr den Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohst!\u00ab<br>2 Da befahl Jakob seiner Familie und allen anderen, die bei ihm waren: \u00bbSchafft die fremden G\u00f6tter weg, die ihr bei euch habt, reinigt euch und legt andere Kleider an!<br>3 Wir wollen aufbrechen und nach Bethel hinaufziehen: dort will ich einen Altar errichten dem Gott, der mich zur Zeit meiner Not erh\u00f6rt hat und auf dem Wege, den ich gezogen bin, mit mir gewesen ist.\u00ab<br>4 Darauf \u00fcbergaben sie dem Jakob alle fremden G\u00f6tter, die in ihrem Besitz waren, und ebenso ihre Ohrringe, und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem steht.<br>5 Als sie dann aufbrachen, fiel ein Schrecken Gottes auf die Ortschaften der ganzen Umgegend, so da\u00df sie die S\u00f6hne Jakobs nicht verfolgten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Ankunft und Altarbau in Bethel; Deboras Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>6 So kam denn Jakob nach Lus, das im Lande Kanaan liegt \u2013 das ist Bethel \u2013, er samt allen Leuten, die sich bei ihm befanden.<br>7 Er baute dort einen Altar und nannte die St\u00e4tte \u203ader Gott von Bethel\u2039, weil Gott sich ihm dort geoffenbart hatte, als er vor seinem Bruder floh.<br>8 Damals starb Debora, die Amme der Rebekka, und wurde unterhalb Bethels unter der Eiche begraben, die seitdem die \u203aKlageeiche\u2039 hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob von Gott gesegnet und nochmals (vgl. 32,29) durch den Namen Israel geehrt; Weihung eines Steindenkmals in Bethel<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Da erschien Gott dem Jakob zum zweitenmal seit seiner R\u00fcckkehr aus Nord-Mesopotamien und segnete ihn;<br>10 und Gott sagte zu ihm: \u00bbDein Name ist Jakob; aber k\u00fcnftig sollst du nicht mehr Jakob hei\u00dfen, sondern \u203aIsrael\u2039 soll dein Name sein\u00ab; so gab er ihm den Namen Israel (32,29).<br>11 Weiter sagte Gott zu ihm: \u00bbIch bin der allm\u00e4chtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich! Ein Volk, ja eine ganze Menge von V\u00f6lkern soll aus dir werden, und K\u00f6nige sollen unter deinen leiblichen Nachkommen sein.<br>12 Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und es auch deiner Nachkommenschaft nach dir verleihen.\u00ab<br>13 Hierauf fuhr Gott von ihm in die H\u00f6he empor an der St\u00e4tte, wo er mit ihm geredet hatte.<br>14 Da errichtete Jakob einen Denkstein an der St\u00e4tte, wo er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal von Stein, und go\u00df ein Trankopfer auf dasselbe aus und bego\u00df es mit \u00d6l.<br>15 Und Jakob nannte die St\u00e4tte, wo Gott mit ihm geredet hatte, \u203aBethel\u2039.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbruch von Bethel; Rahel stirbt bei der Geburt Benjamins<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Hierauf zogen sie von Bethel weiter; und als sie nur noch eine Strecke Weges bis nach Ephrath zu gehen hatten, wurde Rahel von Geburtswehen befallen und hatte eine schwere Niederkunft.<br>17 Als sie nun bei der Geburt schwer zu leiden hatte, sagte die Wehmutter zu ihr: \u00bbLa\u00df dir nicht bange sein! Denn du wirst auch diesmal einen Sohn haben.\u00ab<br>18 Als ihr dann aber die Seele entfloh \u2013 denn sie mu\u00dfte sterben \u2013, nannte sie ihn \u203aBenoni\u2039, sein Vater aber nannte ihn \u203aBenjamin\u2039.<br>19 So starb Rahel und wurde auf dem Wege nach Ephrath, das jetzt Bethlehem hei\u00dft, begraben.<br>20 Jakob errichtete dann einen Denkstein auf ihrem Grabe; das ist der Denkstein, der auf dem Grabe Rahels noch heute steht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rubens Schandtat; Jakobs zw\u00f6lf S\u00f6hne; seine Heimkehr nach Hebron; Isaaks Tod und Begr\u00e4bnis<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Hierauf zog Israel weiter und schlug sein Zelt jenseits von Migdal-Eder auf.<br>22 W\u00e4hrend nun Israel sich in jener Gegend aufhielt, ging Ruben hin und verging sich mit Bilha, dem Nebenweibe seines Vaters; und Israel erfuhr es.\u2013 Jakob hatte aber zw\u00f6lf S\u00f6hne.<br>23 Die S\u00f6hne der Lea waren: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, ferner Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon.<br>24 Die S\u00f6hne der Rahel waren: Joseph und Benjamin.<br>25 Die S\u00f6hne der Bilha, der Leibmagd Rahels, waren: Dan und Naphthali,<br>26 und die S\u00f6hne der Silpa, der Leibmagd Leas, waren: Gad und Asser. Dies sind die S\u00f6hne Jakobs, die ihm in Nord-Mesopotamien geboren worden waren.<br>27 Jakob kam dann zu seinem Vater Isaak nach Mamre, der Stadt Arbas, das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak als Fremdlinge gewohnt hatten.<br>28 Isaak brachte aber sein Leben auf hundertundachtzig Jahre;<br>29 da verschied Isaak und starb und wurde zu seinen Stammesgenossen versammelt, alt und lebenssatt; und seine S\u00f6hne Esau und Jakob begruben ihn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esaus Familie und Wohnsitz<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dies sind die Nachkommen Esaus, das ist Edoms.<br>2 Esau hatte seine Frauen aus den Kanaan\u00e4erinnen genommen, n\u00e4mlich Ada, die Tochter des Hethiters Elon, und Oholibama, die Tochter Anas, die Enkelin des Hewiters Zibeon (26,34),<br>3 und Basmath, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajoths (28,9).<br>4 Ada gebar dann dem Esau den Eliphas, und Basmath gebar den Reguel;<br>5 und Oholibama gebar Jehus und Jaglam und Korah. Dies sind die S\u00f6hne Esaus, die ihm im Lande Kanaan geboren wurden.<br>6 Dann nahm Esau seine Frauen, seine S\u00f6hne und T\u00f6chter, \u00fcberhaupt alle Personen, die zu seinem Hause geh\u00f6rten, dazu auch seinen Besitz, sowohl all sein Vieh als auch seine ganze Habe, die er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog von seinem Bruder Jakob weg in ein anderes Land (Seir);<br>7 denn ihr Besitz war zu gro\u00df, als da\u00df sie h\u00e4tten beieinanderbleiben k\u00f6nnen, und das Land, in dem sie als Fremdlinge wohnten, reichte f\u00fcr sie wegen der Menge ihrer Herden nicht aus.<br>8 So lie\u00df sich denn Esau im Gebirge Seir nieder: Esau, das ist Edom.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Esaus S\u00f6hne und Enkel als Stammv\u00e4ter<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Dies sind die Nachkommen Esaus, des Stammvaters der Edomiter im Gebirge Seir.<br>10 Dies sind die Namen der S\u00f6hne Esaus: Eliphas, der Sohn der Ada, der Frau Esaus, Reguel, der Sohn der Basmath, der Frau Esaus.<br>11 Die S\u00f6hne des Eliphas waren: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas.<br>12 Thimna aber war ein Nebenweib des Eliphas, des Sohnes Esaus; die gebar dem Eliphas den Amalek. Dies sind die Nachkommen der Ada, der Frau Esaus.<br>13 Die S\u00f6hne Reguels aber sind diese: Nahath und Serah, Samma und Missa. Dies waren die Nachkommen der Basmath, der Frau Esaus.<br>14 Und die S\u00f6hne von Esaus Frau Oholibama, der Tochter Anas, der Enkelin Zibeons, die sie dem Esau gebar, waren diese: Jehus, Jaglam und Korah.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die von Esau abstammenden Gauh\u00e4uptlinge<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Dies sind die Gauf\u00fcrsten unter den Nachkommen Esaus: Die S\u00f6hne des Eliphas, des erstgeborenen Sohnes Esaus, waren: der H\u00e4uptling Theman, der H\u00e4uptling Omar, der H\u00e4uptling Zepho, der H\u00e4uptling Kenas,<br>16 der H\u00e4uptling Korah, der H\u00e4uptling Gaetham, der H\u00e4uptling Amalek. Dies sind die H\u00e4uptlinge, die von Eliphas im Lande Edom abstammen, die Abk\u00f6mmlinge der Ada.<br>17 Und dies sind die S\u00f6hne Reguels, des Sohnes Esaus: der H\u00e4uptling Nahath, der H\u00e4uptling Serah, der H\u00e4uptling Samma, der H\u00e4uptling Missa. Dies sind die H\u00e4uptlinge, die von Reguel im Lande Edom abstammen, die Abk\u00f6mmlinge der Basmath, der Frau Esaus.<br>18 Und dies sind die S\u00f6hne der Oholibama, der Frau Esaus: der H\u00e4uptling Jehus, der H\u00e4uptling Jaglam, der H\u00e4uptling Korah. Dies sind die H\u00e4uptlinge, die von Esaus Frau Oholibama, der Tochter Anas, abstammen.<br>19 Dies sind die S\u00f6hne Esaus und dies ihre H\u00e4uptlinge: das ist Edom.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Angaben \u00fcber die von Esau unabh\u00e4ngigen Horiter<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Dies sind die S\u00f6hne des Horiters Seir, die fr\u00fcher im Lande wohnten: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana,<br>21 Dison, Ezer und Disan. Dies sind die Gauf\u00fcrsten der Horiter, der S\u00f6hne Seirs, im Lande Edom.<br>22 Die S\u00f6hne Lotans waren: Hori und Hemam, und Lotans Schwester hie\u00df Thimna.<br>23 Und dies sind die S\u00f6hne Sobals: Alwan und Manahath und Ebal, Sepho und Onam.<br>24 Und dies sind die S\u00f6hne Zibeons: Ajja und Ana. Das ist derselbe Ana, der die hei\u00dfen Quellen (?) in der W\u00fcste entdeckte, als er seinem Vater Zibeon die Esel h\u00fctete.<br>25 Die S\u00f6hne Anas aber sind diese: Dison; und Oholibama war die Tochter Anas.<br>26 Und dies sind die S\u00f6hne Disons: Hemdan, Esban, Jithran und Cheran.<br>27 Dies sind die S\u00f6hne Ezers: Bilhan, Saawan und Akan.<br>28 Dies sind die S\u00f6hne Disans: Uz und Aran.<br>29 Dies sind die H\u00e4uptlinge der Horiter: der H\u00e4uptling Lotan, der H\u00e4uptling Sobal, der H\u00e4uptling Zibeon, der H\u00e4uptling Ana,<br>30 der H\u00e4uptling Dison, der H\u00e4uptling Ezer, der H\u00e4uptling Disan. Da sind die H\u00e4uptlinge der Horiter nach ihren St\u00e4mmen im Lande Seir.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die K\u00f6nige im Lande Edom bis auf David<\/h3>\n\n\n\n<p>31 Und dies sind die K\u00f6nige, die im Lande Edom geherrscht haben, ehe ein K\u00f6nig der Israeliten geherrscht hat:<br>32 Bela, der Sohn Beors, war K\u00f6nig in Edom, und seine Stadt hie\u00df Dinhaba.<br>33 Nach Belas Tode wurde K\u00f6nig an seiner Statt Jobab, der Sohn Serahs, aus Bozra.<br>34 Nach Jobabs Tode wurde K\u00f6nig an seiner Statt Husam aus der Landschaft der Themaniter.<br>35 Nach Husams Tode wurde K\u00f6nig an seiner Statt Hadad, der Sohn Bedads, der die Midianiter auf der Hochebene der Moabiter besiegte; seine Stadt hie\u00df Awith.<br>36 Nach Hadads Tode wurde Samla aus Masreka K\u00f6nig an seiner Statt.<br>37 Nach Samlas Tode wurde Saul aus Rehoboth am Euphratstrom K\u00f6nig an seiner Statt.<br>38 Nach Sauls Tode wurde K\u00f6nig an seiner Statt Baal-Hanan, der Sohn Achbors.<br>39 Als Baal-Hanan, der Sohn Achbors, starb, wurde K\u00f6nig an seiner Statt Hadar, dessen Hauptstadt Pagu hie\u00df; seine Frau hie\u00df Mehetabeel und war die Tochter Matreds, die Enkelin Mesahabs.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gauh\u00e4uptlinge Edoms nach ihren Wohnsitzen<\/h3>\n\n\n\n<p>40 Dies sind die Namen der Gauf\u00fcrsten Esaus nach ihren Geschlechtern, nach ihren Wohnpl\u00e4tzen und mit ihren Namen: der H\u00e4uptling von Thimna, der H\u00e4uptling von Alwa, der H\u00e4uptling von Jetheth,<br>41 der H\u00e4uptling von Oholibama, der H\u00e4uptling von Ela, der H\u00e4uptling von Pinon,<br>42 der H\u00e4uptling von Kenas, der H\u00e4uptling von Theman, der H\u00e4uptling von Mibzar,<br>43 der H\u00e4uptling von Magdiel, der H\u00e4uptling von Iram. Das sind die H\u00e4uptlinge der Edomiter nach ihren Wohnsitzen in dem Lande, das sie in Besitz genommen hatten. Das ist Esau, der Stammvater der Edomiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Anf\u00e4nge der Feindschaft der Br\u00fcder gegen Joseph<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Jakob aber blieb in dem Lande wohnen, in dem sich sein Vater als Fremdling aufgehalten hatte, im Lande Kanaan.<br>2 Dies ist die Geschichte Jakobs: Als Joseph siebzehn Jahre alt war, h\u00fctete er das Kleinvieh mit seinen Br\u00fcdern, und zwar war er als junger Bursche bei den S\u00f6hnen der Bilha und Silpa, der Frauen seines Vaters, und was man diesen \u00dcbles nachsagte, hinterbrachte er ihrem Vater.<br>3 Israel hatte aber Joseph lieber als alle seine anderen S\u00f6hne, weil er ihm in seinem Alter geboren war; und so lie\u00df er ihm ein langes \u00c4rmelkleid machen.<br>4 Als nun seine Br\u00fcder sahen, da\u00df ihr Vater ihn lieber hatte als alle seine Br\u00fcder, fa\u00dften sie einen Ha\u00df gegen ihn und gewannen es nicht \u00fcber sich, ein freundliches Wort mit ihm zu reden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Tr\u00e4ume<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Einst hatte Joseph einen Traum und teilte ihn seinen Br\u00fcdern mit; seitdem ha\u00dften sie ihn noch mehr.<br>6 Er sagte n\u00e4mlich zu ihnen: \u00bbH\u00f6rt einmal diesen Traum, den ich gehabt habe!<br>7 Wir waren gerade damit besch\u00e4ftigt, Garben drau\u00dfen auf dem Felde zu binden, und denkt nur: meine Garbe richtete sich empor und blieb auch aufrecht stehen, eure Garben aber stellten sich rings im Kreise um sie auf und verneigten sich vor meiner Garbe.\u00ab<br>8 Da sagten seine Br\u00fcder zu ihm: \u00bbDu m\u00f6chtest wohl gern K\u00f6nig \u00fcber uns werden oder gar Herrscher \u00fcber uns sein?\u00ab Seitdem ha\u00dften sie ihn noch mehr wegen seiner Tr\u00e4ume und wegen seiner Reden.<br>9 Ein andermal hatte er wieder einen Traum, den er seinen Br\u00fcdern so erz\u00e4hlte: \u00bbH\u00f6rt, ich habe wieder einen Traum gehabt! Denkt nur: die Sonne, der Mond und elf Sterne verneigten sich vor mir!\u00ab<br>10 Als er das seinem Vater und seinen Br\u00fcdern erz\u00e4hlte, schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: \u00bbWas ist das f\u00fcr ein Traum, den du da gehabt hast! Meinst du, ich und deine Mutter und deine Br\u00fcder sollen kommen und uns vor dir zur Erde verneigen?\u00ab<br>11 So wurden denn seine Br\u00fcder eifers\u00fcchtig auf ihn, sein Vater aber behielt das Wort im Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gelegenheit zur Beseitigung Josephs<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als nun seine Br\u00fcder einst hingegangen waren, um das Kleinvieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden,<br>13 sagte Israel zu Joseph: \u00bbDu wei\u00dft, deine Br\u00fcder sind auf der Weide bei Sichem: komm, ich will dich zu ihnen schicken.\u00ab Joseph antwortete ihm: \u00bbIch bin bereit!\u00ab<br>14 Da sagte er zu ihm: \u00bbGehe doch hin und sieh zu, wie es deinen Br\u00fcdern geht und wie es um das Vieh steht, und bringe mir Bescheid!\u00ab So sandte er ihn aus dem Tal von Hebron, und Joseph kam nach Sichem.<br>15 W\u00e4hrend er nun dort auf dem Felde umherirrte, traf ihn ein Mann; der fragte ihn: \u00bbWas suchst du?\u00ab<br>16 Er antwortete: \u00bbMeine Br\u00fcder suche ich; sage mir doch, wo sie jetzt weiden!\u00ab<br>17 Der Mann antwortete: \u00bbSie sind von hier weggezogen; denn ich habe sie sagen h\u00f6ren: \u203aWir wollen nach Dothan gehen.\u2039\u00ab Da ging Joseph hinter seinen Br\u00fcdern her und fand sie bei Dothan.<br>18 Als sie ihn nun von weitem sahen, machten sie, ehe er noch in ihre N\u00e4he gekommen war, einen Anschlag auf sein Leben<br>19 und sagten zueinander: \u00bbDa kommt ja der Tr\u00e4umer her!<br>20 Nun wohlan! Wir wollen ihn totschlagen und in eine der Gruben werfen und dann sagen, ein wildes Tier habe ihn gefressen; dann werden wir ja sehen, was aus seinen Tr\u00e4umen wird!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ruben und Juda suchen Joseph zu retten<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Als Ruben das h\u00f6rte, suchte er ihn aus ihren H\u00e4nden zu retten, indem er sagte: \u00bbWir wollen ihn nicht totschlagen!\u00ab<br>22 Dann sagte Ruben weiter zu ihnen: \u00bbVergie\u00dft kein Blut! Werft ihn in die Grube dort in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn!\u00ab \u2013 er wollte ihn n\u00e4mlich aus ihrer Hand retten und ihn dann wieder zu seinem Vater bringen.<br>23 Sobald nun Joseph bei seinen Br\u00fcdern angekommen war, zogen sie ihm seinen Rock aus, das lange \u00c4rmelkleid, das er anhatte,<br>24 ergriffen ihn hierauf und warfen ihn in die Grube; die Grube war aber leer, es befand sich kein Wasser darin.<br>25 Als sie sich dann niedergesetzt hatten, um zu essen, und in die Ferne schauten, sahen sie eine Karawane von Ismaelitern, die aus Gilead herkamen und deren Kamele mit Tragakanth, Mastix und Ladanum beladen waren; sie wollten damit nach \u00c4gypten hinabziehen.<br>26 Da sagte Juda zu seinen Br\u00fcdern: \u00bbWelchen Vorteil h\u00e4tten wir davon, wenn wir unsern Bruder erschl\u00fcgen und seine Ermordung verheimlichten?<br>27 Kommt, wir wollen ihn an die Ismaeliter verkaufen, aber nicht selbst Hand an ihn legen; er ist ja doch unser Bruder, unser Fleisch und Blut!\u00ab Seine Br\u00fcder gingen auf den Vorschlag ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausf\u00fchrung der Missetat und Versuch, sie zu verheimlichen<\/h3>\n\n\n\n<p>28 Als nun die midianitischen Kaufleute vor\u00fcberkamen, zogen sie Joseph aus der Grube herauf und verkauften ihn f\u00fcr zwanzig Silberst\u00fccke an die Ismaeliter; diese brachten Joseph dann nach \u00c4gypten.<br>29 Als Ruben nun zu der Grube zur\u00fcckkehrte und Joseph sich nicht mehr in der Grube befand, da zerri\u00df er seine Kleider,<br>30 kehrte zu seinen Br\u00fcdern zur\u00fcck und rief aus: \u00bbDer Knabe ist nicht mehr da! Wohin soll ich nun gehen?\u00ab<br>31 Hierauf nahmen sie Josephs Rock, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut;<br>32 dann lie\u00dfen sie das lange \u00c4rmelkleid durch einen Boten ihrem Vater \u00fcberbringen und ihm sagen: \u00bbDieses haben wir gefunden: sieh doch genau zu, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Trauer; Joseph in \u00c4gypten an Potiphar verkauft<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Er sah es genau an und rief aus: \u00bbEs ist der Rock meines Sohnes! Ein wildes Tier hat ihn gefressen! Ja, ja, Joseph ist zerfleischt worden!\u00ab<br>34 Und Jakob zerri\u00df seine Kleider, legte ein h\u00e4renes Gewand um seine H\u00fcften und trauerte um seinen Sohn lange Zeit.<br>35 Alle seine S\u00f6hne und alle seine T\u00f6chter bem\u00fchten sich zwar, ihn zu tr\u00f6sten, aber er wies jeden Trost zur\u00fcck und sagte: \u00bbNein, im Trauerkleid will ich zu meinem Sohn in die Unterwelt hinabfahren!\u00ab So beweinte ihn sein Vater.<br>36 Die Midianiter aber verkauften Joseph nach \u00c4gypten an Potiphar, einen Hofbeamten des Pharaos, den Obersten der Leibw\u00e4chter (eig. der Scharfrichter).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Judas Wegzug von seinen Br\u00fcdern und seine mehrfachen Vers\u00fcndigungen; sein und seiner S\u00f6hne Verhalten gegen Thamar<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Um diese Zeit begab es sich, da\u00df Juda sich von seinen Br\u00fcdern trennte und sich an einen Mann aus Adullam namens Hira anschlo\u00df.<br>2 Dort sah Juda die Tochter eines Kanaan\u00e4ers namens Sua; die nahm er zur Frau und lebte mit ihr.<br>3 Sie wurde guter Hoffnung und gebar einen Sohn, den er Ger nannte.<br>4 Hierauf wurde sie wieder guter Hoffnung und gebar einen Sohn, den sie Onan nannte.<br>5 Sodann wurde sie nochmals Mutter eines Sohnes, dem sie den Namen Sela gab; sie befand sich aber in Chesib, als sie ihn gebar. \u2013<br>6 Juda nahm dann f\u00fcr seinen erstgeborenen Sohn Ger eine Frau namens Thamar.<br>7 Aber Ger, der Erstgeborene Judas, zog sich das Mi\u00dffallen des HERRN zu; daher lie\u00df der HERR ihn sterben.<br>8 Da sagte Juda zu Onan: \u00bbGehe zu der Frau deines Bruders ein und leiste ihr die Schwagerpflicht, damit du das Geschlecht deines Bruders fortpflanzest!\u00ab<br>9 Da Onan aber wu\u00dfte, da\u00df die Kinder nicht als seine eigenen gelten w\u00fcrden, lie\u00df er, sooft er zu der Frau seines Bruders einging, (den Samen) zur Erde fallen, um seinem Bruder keine Nachkommen zu verschaffen.<br>10 Dieses sein Tun mi\u00dffiel aber dem HERRN, und so lie\u00df er auch ihn sterben.<br>11 Da sagte Juda zu seiner Schwiegertochter Thamar: \u00bbBleibe als Witwe im Hause deines Vaters wohnen, bis mein Sohn Sela herangewachsen ist!\u00ab Er f\u00fcrchtete n\u00e4mlich, da\u00df auch dieser sterben w\u00fcrde wie seine Br\u00fcder. So ging denn Thamar hin und wohnte im Hause ihres Vaters.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Thamar verschafft sich durch List Nachkommenschaft von ihrem Schwiegervater Juda<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als nun geraume Zeit vergangen war, starb die Tochter Suas, die Frau Judas; und als die Trauerzeit vor\u00fcber war, ging Juda (einmal) mit seinem Freunde Hira, dem Adullamiter, nach Thimna hinauf, um seine Schafe zu scheren.<br>13 Als nun der Thamar berichtet wurde, da\u00df ihr Schwiegervater sich gerade zur Schafschur nach Thimna hinauf beg\u00e4be,<br>14 legte sie ihre Witwenkleidung ab, h\u00fcllte sich dicht in einen Schleier und setzte sich an den Eingang von Enaim, das am Wege nach Thimna liegt; denn sie hatte gesehen, da\u00df Sela erwachsen war, ohne da\u00df man sie ihm zur Frau gegeben hatte.<br>15 Als nun Juda sie da sitzen sah, hielt er sie f\u00fcr eine Dirne; denn sie hatte ihr Gesicht verh\u00fcllt.<br>16 Er bog also zu ihr ab zu der Stelle des Weges hin, wo sie sa\u00df, und sagte: \u00bbKomm her, sei mir zu Willen!\u00ab Denn er wu\u00dfte nicht, da\u00df sie seine Schwiegertochter war. Sie antwortete: \u00bbWas willst du mir daf\u00fcr geben, wenn ich dir zu Willen bin?\u00ab<br>17 Er sagte: \u00bbIch will dir ein B\u00f6ckchen von der Herde herschicken.\u00ab Sie erwiderte: \u00bbJa, wenn du mir solange ein Pfand gibst, bis du es herschickst.\u00ab<br>18 Da fragte er: \u00bbWas f\u00fcr ein Pfand ist es, das ich dir geben soll?\u00ab Sie antwortete: \u00bbDeinen Siegelring, deine Schnur und den Stab, den du da in der Hand hast.\u00ab Da gab er es ihr und wohnte ihr bei, und sie wurde schwanger von ihm.<br>19 Hierauf stand sie auf, entfernte sich, legte ihren Schleier ab und zog ihre Witwenkleidung wieder an.<br>20 Juda schickte nun das B\u00f6ckchen durch seinen Freund, den Adullamiter, um das Pfand von dem Weibe zur\u00fcckzuerhalten; aber der fand sie nicht;<br>21 und als er bei den Leuten jenes Ortes nachfragte: \u00bbWo ist die geweihte Buhlerin, die hier bei Enaim am Wege gesessen hat?\u00ab, antworteten sie ihm: \u00bbHier ist keine geweihte Buhlerin gewesen.\u00ab<br>22 So kehrte er denn zu Juda zur\u00fcck und sagte: \u00bbIch habe sie nicht gefunden; auch haben die Leute des Ortes gesagt, es sei dort keine geweihte Buhlerin gewesen.\u00ab<br>23 Da erwiderte Juda: \u00bbSo mag sie es f\u00fcr sich behalten, damit wir uns nicht den Spott der Leute zuziehen! Du wei\u00dft ja, da\u00df ich dies B\u00f6ckchen geschickt habe; du hast sie aber nicht gefunden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Judas gerechter Urteilsspruch \u00fcber sich und Thamar<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Ungef\u00e4hr drei Monate sp\u00e4ter wurde dem Juda als sicher berichtet: \u00bbDeine Schwiegertochter Thamar hat sich verf\u00fchren lassen und ist infolge ihrer Ausschweifung schwanger geworden.\u00ab Da gebot Juda: \u00bbF\u00fchrt sie hinaus, damit sie verbrannt wird!\u00ab<br>25 Als sie nun hinausgef\u00fchrt werden sollte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und lie\u00df ihm sagen: \u00bbVon dem Manne, dem diese Sachen hier geh\u00f6ren, bin ich schwanger\u00ab; und weiter lie\u00df sie ihm sagen: \u00bbSieh doch genau zu, wem dieser Siegelring, diese Schnur und dieser Stab geh\u00f6ren!\u00ab<br>26 Als nun Juda die Sachen genau angesehen hatte, sagte er: \u00bbSie ist mir gegen\u00fcber im Recht: warum habe ich sie meinem Sohne Sela nicht zur Frau gegeben!\u00ab Er vollzog aber hinfort keine Beiwohnung mehr mit ihr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Thamar gebiert die Zwillinge Perez und Serah<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Als nun die Zeit ihrer Niederkunft da war, ergab es sich, da\u00df Zwillinge in ihrem Mutterscho\u00dfe waren;<br>28 und bei der Geburt streckte das eine Kind die Hand vor; da griff die Wehmutter zu, band ihm einen roten Faden um die Hand und sagte: \u00bbDieser ist zuerst zum Vorschein gekommen.\u00ab<br>29 Doch (das Kind) zog seine Hand wieder zur\u00fcck, und nun kam sein Bruder zum Vorschein. Da sagte sie: \u00bbWas f\u00fcr einen Ri\u00df hast du dir da gerissen!\u00ab Daher nannte man ihn \u203aPerez\u2039.<br>30 Darauf kam sein Bruder zum Vorschein, an dessen Hand der rote Faden war; daher nannte man ihn \u203aSerah\u2039.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph steigt bei dem vornehmen \u00c4gypter zu hoher Dienststellung empor<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als aber Joseph nach \u00c4gypten gebracht worden war, kaufte ihn Potiphar, ein \u00c4gypter, ein Hofbeamter des Pharaos, der Oberste der Leibw\u00e4chter, von den Ismaelitern, die ihn dorthin gebracht hatten.<br>2 Gott der HERR aber war mit Joseph, so da\u00df ihm alles gelang, w\u00e4hrend er im Hause seines Herrn, des \u00c4gypters, war.<br>3 Weil nun sein Herr sah, da\u00df Gott mit ihm war und da\u00df Gott alles, was er vornahm, ihm gelingen lie\u00df,<br>4 wandte er dem Joseph seine Gunst zu, so da\u00df er sich selbst von ihm bedienen lie\u00df; dann machte er ihn zum Aufseher \u00fcber sein Hauswesen und vertraute ihm alles an, was er besa\u00df.<br>5 Und von der Zeit an, wo er ihn zum Aufseher \u00fcber sein Haus und zum Verwalter seines ganzen Besitzes gemacht hatte, segnete Gott das Haus des \u00c4gypters um Josephs willen, so da\u00df der Segen Gottes auf allem ruhte, was er besa\u00df, im Hause und auf dem Felde.<br>6 Daher \u00fcberlie\u00df er sein ganzes Besitztum der Verwaltung Josephs: er selbst k\u00fcmmerte sich neben ihm um nichts mehr als um seine Mahlzeiten. Joseph war aber sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Angesicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Liebe, Ha\u00df und verleumderische Anklage der ehebrecherischen Gattin Potiphars<\/h3>\n\n\n\n<p>7 So kam es schlie\u00dflich dahin, da\u00df die Gattin seines Herrn ihre Augen auf Joseph richtete und ihn verf\u00fchren wollte.<br>8 Er weigerte sich aber und sagte zu der Gattin seines Herrn: \u00bbBedenke doch! Mein Herr k\u00fcmmert sich neben mir um nichts im Hause und hat mir alles anvertraut, was er besitzt.<br>9 Er selbst hat in diesem Hause keine gr\u00f6\u00dfere Geltung als ich, und nichts hat er mir vorenthalten als dich allein, weil du ja sein Weib bist. Wie sollte ich da ein so gro\u00dfes Unrecht begehen und mich gegen Gott vers\u00fcndigen!\u00ab<br>10 Obgleich sie daher Tag f\u00fcr Tag auf Joseph einredete, h\u00f6rte er doch nicht auf sie, da\u00df er sich zu ihr getan und sich mit ihr vergangen h\u00e4tte.<br>11 Nun begab es sich eines Tages, da\u00df Joseph, wie gew\u00f6hnlich, ins Haus kam, um seine Gesch\u00e4fte zu besorgen, w\u00e4hrend gerade keiner von den Hausangeh\u00f6rigen drinnen im Hause anwesend war.<br>12 Da fa\u00dfte sie ihn am Gewand mit den Worten: \u00bbSei mir zu Willen!\u00ab Er aber lie\u00df sein Gewand in ihrer Hand, ergriff die Flucht und eilte zum Hause hinaus.<br>13 Als sie nun sah, da\u00df er sein Gewand in ihrer Hand gelassen hatte und zum Hause hinausgeflohen war,<br>14 rief sie die Leute ihres Hauses herbei und sagte zu ihnen: \u00bbSeht doch! Er hat uns da einen Hebr\u00e4er hereingebracht, da\u00df er seinen Mutwillen an uns auslasse! Der ist zu mir hereingekommen, um mich zu verf\u00fchren; ich habe aber laut geschrien,<br>15 und als er h\u00f6rte, da\u00df ich ein lautes Geschrei erhob und um Hilfe rief, hat er sein Gewand neben mir liegen lassen und ist zum Hause hinaus entflohen!\u00ab<br>16 Dann lie\u00df sie sein Gewand neben sich liegen, bis sein Herr nach Hause kam;<br>17 und sie erz\u00e4hlte ihm den Vorfall mit denselben Worten, n\u00e4mlich: \u00bbDer hebr\u00e4ische Sklave, den du uns hergebracht hast, ist zu mir hereingekommen, um seinen Mutwillen an mir auszulassen;<br>18 als ich aber ein lautes Geschrei erhob und um Hilfe rief, hat er sein Gewand neben mir liegen lassen und ist zum Hause hinausgeflohen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ins Gef\u00e4ngnis geworfen, erwirbt sich Joseph die Gunst des Oberaufsehers<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Als nun sein Herr die Mitteilung seiner Frau h\u00f6rte, die ihm berichtete: \u00bbSo und so hat dein Sklave sich gegen mich benommen!\u00ab, da stieg der Zorn in ihm auf;<br>20 und der Herr Josephs lie\u00df ihn ergreifen und ins Gef\u00e4ngnis werfen, an den Ort, wo die Gefangenen des K\u00f6nigs in Gewahrsam lagen; dort sa\u00df er nun im Gef\u00e4ngnis.<br>21 Aber Gott der HERR war mit Joseph und lie\u00df ihn die Zuneigung aller gewinnen und wandte ihm auch die Gunst des obersten Aufsehers des Gef\u00e4ngnisses zu.<br>22 Dieser \u00fcbergab alle Gefangenen, die sich im Gef\u00e4ngnis befanden, dem Joseph zur Aufsicht; und alles, was es dort zu tun gab, hatte dieser zu besorgen.<br>23 Der oberste Aufseher des Gef\u00e4ngnisses k\u00fcmmerte sich um gar nichts bei allem, was ihm anvertraut war; denn Gott der HERR war mit ihm, und Gott lie\u00df alles gelingen, was er vornahm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einkerkerung des k\u00f6niglichen Mundschenken und des Hofb\u00e4ckers des Pharaos<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun begab es sich einige Zeit danach, da\u00df der Mundschenk und der B\u00e4cker des K\u00f6nigs von \u00c4gypten sich gegen ihren Herrn, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, verfehlten.<br>2 Da geriet der Pharao \u00fcber seine beiden Hofbeamten, den Obermundschenken und den Oberb\u00e4cker, in Zorn,<br>3 und er lie\u00df sie im Hause des Obersten der Leibw\u00e4chter in Haft legen, ins Gef\u00e4ngnis, an den Ort, wo auch Joseph gefangen lag.<br>4 Der Oberste der Leibw\u00e4chter aber betraute Joseph mit der F\u00fcrsorge f\u00fcr sie, so da\u00df er sie zu bedienen hatte; und so befanden sie sich eine Zeitlang in Haft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph redet den beiden niedergeschlagenen Hofbeamten teilnehmend zu<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Da tr\u00e4umten sie beide in einer und derselben Nacht einen Traum, und zwar jeder einen eigenen Traum von besonderer Bedeutung, der Mundschenk und der B\u00e4cker des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, die im Kerker gefangen sa\u00dfen.<br>6 Als nun Joseph am Morgen zu ihnen hineinkam und bemerkte, da\u00df sie mi\u00dfgestimmt waren,<br>7 fragte er sie, die beiden Hofbeamten des Pharaos, die sich mit ihm im Hause seines Herrn in Haft befanden: \u00bbWarum seht ihr denn heute so mi\u00dfmutig aus?\u00ab<br>8 Sie antworteten ihm: \u00bbWir haben einen Traum gehabt, und nun ist niemand da, der ihn uns deuten k\u00f6nnte.\u00ab Da sagte Joseph zu ihnen: \u00bbTraumdeutungen sind Sache Gottes: erz\u00e4hlt mir doch eure Tr\u00e4ume!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Traum des Mundschenken und seine Deutung<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Da erz\u00e4hlte der Obermundschenk dem Joseph seinen Traum folgenderma\u00dfen: \u00bbIn meinem Traume war es mir, als ob ich einen Weinstock vor mir stehen s\u00e4he;<br>10 an diesem Weinstock waren drei Reben; und sowie er anfing zu treiben, brachen auch schon seine Bl\u00fcten hervor, und die Trauben brachten die Beeren zur Reife.<br>11 Ich aber hielt den Becher des Pharaos in der Hand, nahm die Trauben, pre\u00dfte sie aus in den Becher des Pharaos und gab dann den Becher dem Pharao in die Hand.\u00ab<br>12 Da sagte Joseph zu ihm: \u00bbDies ist die Deutung: Die drei Weinreben sind drei Tage;<br>13 in drei Tagen von heute ab wird der Pharao dir das Haupt erheben, indem er dich wieder in dein Amt einsetzt, so da\u00df du ihm den Becher in die Hand gibst ganz nach der fr\u00fcheren Weise, als du noch sein Mundschenk warst.<br>14 Aber halte dann auch die Erinnerung an mich fest, wenn es dir wieder gut geht, erweise mir dann die Liebe, den Pharao auf mich aufmerksam zu machen, und bringe mich aus diesem Hause hinaus!<br>15 Denn ich bin aus dem Lande der Hebr\u00e4er heimlich gestohlen worden und habe auch hier gar nichts begangen, da\u00df man mich in den Kerker geworfen hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Traum des B\u00e4ckers und seine Deutung<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Als nun der Oberb\u00e4cker sah, da\u00df Joseph eine g\u00fcnstige Deutung gegeben hatte, sagte er zu Joseph: \u00bbAuch in meinem Traume war es mir, als tr\u00fcge ich drei K\u00f6rbe mit feinem Geb\u00e4ck auf meinem Haupte;<br>17 und in dem obersten Korb befanden sich allerlei E\u00dfwaren f\u00fcr den Pharao, wie sie der B\u00e4cker herstellt; aber die V\u00f6gel fra\u00dfen sie aus dem Korbe auf meinem Haupte weg.\u00ab<br>18 Da sagte Joseph: \u00bbDies ist die Deutung des Traumes: Die drei K\u00f6rbe sind drei Tage;<br>19 in drei Tagen von heute ab wird der Pharao dir das Haupt erheben, n\u00e4mlich dich an einen Baum h\u00e4ngen lassen; da werden dann die V\u00f6gel das Fleisch von dir oben wegfressen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Erf\u00fcllung der beiden Tr\u00e4ume<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Drei Tage sp\u00e4ter nun war der Geburtstag des Pharaos; da veranstaltete er ein Festmahl f\u00fcr alle seine Diener und erhob seinem Obermundschenken und seinem Oberb\u00e4cker das Haupt inmitten seiner Diener;<br>21 den Obermundschenken setzte er wieder in sein Schenkenamt ein, so da\u00df er dem Pharao wieder den Becher zu reichen hatte;<br>22 den Oberb\u00e4cker aber lie\u00df er h\u00e4ngen, ganz so, wie Joseph ihnen (die Tr\u00e4ume) gedeutet hatte.<br>23 Aber der Obermundschenk dachte nicht mehr an Joseph, sondern verga\u00df ihn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die beiden Tr\u00e4ume des Pharaos sind f\u00fcr die \u00e4gyptischen Traumdeuter unl\u00f6sbar<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun begab es sich nach Verlauf von zwei vollen Jahren, da\u00df der Pharao einen Traum hatte: ihm war es, er stehe am Nil.<br>2 Da sah er aus dem Strom sieben sch\u00f6ne, wohlgen\u00e4hrte K\u00fche heraufsteigen und im Riedgras weiden.<br>3 Dann sah er nach diesen sieben andere K\u00fche aus dem Strom heraufsteigen, die sahen h\u00e4\u00dflich aus und waren mager am Fleisch und traten neben die anderen K\u00fche am Ufer des Stromes;<br>4 hierauf fra\u00dfen die h\u00e4\u00dflichen und mageren K\u00fche die sieben sch\u00f6nen und wohlgen\u00e4hrten K\u00fche auf. Da erwachte der Pharao.<br>5 Als er dann wieder eingeschlafen war, hatte er einen zweiten Traum; und zwar sah er sieben \u00c4hren oben an einem Halme wachsen, dicke und sch\u00f6ne;<br>6 nach diesen aber schossen sieben d\u00fcnne und vom Ostwind versengte \u00c4hren hervor,<br>7 und diese d\u00fcnnen \u00c4hren verschlangen die sieben dicken und vollen \u00c4hren. Da erwachte der Pharao und merkte, da\u00df es ein (bedeutungsvoller) Traum war.<br>8 Am Morgen f\u00fchlte er sich dar\u00fcber innerlich beunruhigt, so da\u00df er alle Schriftkundigen \u00c4gyptens und alle Weisen des Landes rufen lie\u00df; er erz\u00e4hlte ihnen seine Tr\u00e4ume, aber es war keiner da, der sie dem Pharao zu deuten vermochte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Obermundschenk veranla\u00dft das Herbeiholen Josephs<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Da nahm der Obermundschenk das Wort und sagte zum Pharao: \u00bbIch mu\u00df heute meine Verfehlungen in Erinnerung bringen.<br>10 Als der Pharao (einst) \u00fcber seine Diener in Zorn geraten war und mich im Hause des Obersten der Leibw\u00e4chter in Gewahrsam hatte legen lassen, mich und den Oberb\u00e4cker,<br>11 da hatten wir beide in einer und derselben Nacht einen Traum, ich und er, und zwar jeder einen Traum von besonderer Bedeutung.<br>12 Nun befand sich dort ein hebr\u00e4ischer junger Mann bei uns, ein Sklave des Obersten der Leibw\u00e4chter; dem erz\u00e4hlten wir\u2019s, und er deutete uns unsere Tr\u00e4ume: er gab dem Traum eines jeden die entsprechende Deutung,<br>13 und ganz so, wie er uns die Deutung gegeben hatte, so ist es eingetroffen: mich hat (der Pharao) wieder in mein Amt eingesetzt, und jenen hat er h\u00e4ngen lassen.\u00ab<br>14 Da sandte der Pharao hin und lie\u00df Joseph rufen; man holte ihn in aller Eile aus dem Gef\u00e4ngnis; er mu\u00dfte sich scheren lassen und andere Kleider anziehen und trat dann vor den Pharao.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Pharao erz\u00e4hlt seine Tr\u00e4ume, Joseph gibt ihre Deutung<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Da sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbIch habe einen Traum gehabt, aber niemand wei\u00df ihn zu deuten. Nun habe ich von dir sagen h\u00f6ren, du brauchtest einen Traum nur zu h\u00f6ren, so k\u00f6nntest du ihn schon deuten.\u00ab<br>16 Da antwortete Joseph dem Pharao: \u00bbO nein, nicht ich! Aber Gott wird etwas kundtun, was dem Pharao Segen bringt.\u00ab<br>17 Nun sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbIn meinem Traume war es mir, ich st\u00e4nde am Ufer des Nils;<br>18 da sah ich sieben wohlgen\u00e4hrte, sch\u00f6ne K\u00fche aus dem Strom heraufsteigen und im Riedgras weiden.<br>19 Nach diesen sah ich sieben andere K\u00fche heraufsteigen, die d\u00fcrr und sehr h\u00e4\u00dflich und mager am Fleisch waren; ich habe in ganz \u00c4gypten nirgends so h\u00e4\u00dfliche gesehen wie diese.<br>20 Hierauf fra\u00dfen die mageren und h\u00e4\u00dflichen K\u00fche die sieben ersten wohlgen\u00e4hrten K\u00fche auf;<br>21 aber auch als sie in ihren Leib gekommen waren, merkte man ihnen nicht an, da\u00df sie in ihren Leib gekommen waren; nein, ihr Aussehen blieb so h\u00e4\u00dflich wie im Anfang. Da wachte ich auf.<br>22 Dann sah ich in meinem Traume sieben \u00c4hren, die oben an einem Halme wuchsen, volle und sch\u00f6ne.<br>23 Nach diesen aber schossen sieben d\u00fcrre, d\u00fcnne, vom Ostwind versengte \u00c4hren hervor;<br>24 und die d\u00fcnnen \u00c4hren verschlangen die sieben sch\u00f6nen \u00c4hren. Ich habe dies schon den Schriftkundigen (V.8) mitgeteilt, aber keiner hat mir eine Erkl\u00e4rung geben k\u00f6nnen.\u00ab<br>25 Da sagte Joseph zum Pharao: \u00bb(Beides,) was der Pharao getr\u00e4umt hat, bedeutet ein und dasselbe: Gott hat dem Pharao angek\u00fcndigt, was er zu tun gedenkt.<br>26 Die sieben sch\u00f6nen K\u00fche bedeuten sieben Jahre, und die sieben sch\u00f6nen \u00c4hren bedeuten auch sieben Jahre: es ist ein und derselbe Traum.<br>27 Auch die sieben mageren und h\u00e4\u00dflichen K\u00fche, die nach ihnen (aus dem Strom) heraufstiegen, sind sieben Jahre, und die sieben leeren, vom Ostwind versengten \u00c4hren bedeuten, da\u00df sieben Hungerjahre kommen werden.<br>28 Das meinte ich, als ich (vorhin) zum Pharao sagte: \u203aGott hat dem Pharao geoffenbart, was er zu tun gedenkt.\u2039<br>29 Wisse: es werden sieben Jahre mit gro\u00dfem \u00dcberflu\u00df im ganzen Land \u00c4gypten kommen;<br>30 aber nach diesen werden sieben Hungerjahre eintreten, so da\u00df der ganze \u00dcberflu\u00df im Lande \u00c4gypten vergessen sein wird; und die Hungersnot wird das Land so verzehren,<br>31 da\u00df man von dem fr\u00fcheren \u00dcberflu\u00df im Lande \u00c4gypten nichts mehr merken wird infolge der sp\u00e4teren Hungersnot; denn diese wird \u00fcberaus schwer sein.<br>32 Da\u00df aber der Traum sich dem Pharao zweimal wiederholt hat, das bedeutet: die Sache ist bei Gott fest beschlossen, und Gott wird sie ohne Verzug ausf\u00fchren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Ratschlag bez\u00fcglich der Verwertung seiner Traumdeutung<\/h3>\n\n\n\n<p>33 \u00bbUnd nun m\u00f6ge der Pharao sich nach einem einsichtigen und weisen Manne umsehen, den er \u00fcber das Land \u00c4gypten setze!<br>34 und der Pharao wolle Vorsorge tragen, da\u00df er Aufseher \u00fcber das Land bestelle, und erhebe den f\u00fcnften Teil des Ertrages vom Lande \u00c4gypten w\u00e4hrend der sieben Jahre des \u00dcberflusses!<br>35 Man sammle so den gesamten Ernteertrag jener guten Jahre, die nun kommen werden, und speichere das Getreide unter der Obhut des Pharaos als Vorrat in den St\u00e4dten auf und verwahre es dort.<br>36 Dann wird dieser Vorrat dem Lande einen R\u00fcckhalt f\u00fcr die sieben Hungerjahre gew\u00e4hren, die im Lande \u00c4gypten eintreten werden, und das Land wird durch die Hungersnot nicht zugrunde gerichtet werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Erhebung zum h\u00f6chsten Beamten im Staat<\/h3>\n\n\n\n<p>37 Diese Darlegung fand den Beifall des Pharaos und aller seiner Diener;<br>38 und der Pharao sagte zu seinen Dienern: \u00bbK\u00f6nnten wir wohl noch einen Mann finden, in dem der Geist Gottes wohnt wie in diesem?\u00ab<br>39 Zu Joseph aber sagte der Pharao: \u00bbNachdem Gott dir dieses alles geoffenbart hat, gibt es keinen, der so einsichtig und weise w\u00e4re wie du.<br>40 Du selber sollst \u00fcber mein Haus gesetzt sein, und deinen Befehlen soll mein ganzes Volk sich f\u00fcgen; nur den Besitz des Thrones will ich vor dir voraushaben.\u00ab<br>41 Weiter sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbHiermit setze ich dich \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten!\u00ab<br>42 Darauf zog der Pharao seinen Siegelring vom Finger und steckte ihn dem Joseph an die Hand, lie\u00df ihn in Gew\u00e4nder von Byssus kleiden und legte ihm die goldene Kette um den Hals.<br>43 Au\u00dferdem lie\u00df er ihn auf seinem zweiten Staatswagen fahren, und man rief vor ihm her aus: \u00bbAbrek!\u00ab So setzte er ihn \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.<br>44 Sodann sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbIch bin der Pharao; aber ohne deine Einwilligung soll niemand die Hand oder den Fu\u00df im ganzen Lande \u00c4gypten r\u00fchren.\u00ab<br>45 Au\u00dferdem verlieh der Pharao dem Joseph den Titel \u203aZaphenath-Paneah\u2039 und gab ihm Asenath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On zur Frau. So gebot denn Joseph \u00fcber das (ganze) Land \u00c4gypten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der sieben fruchtbaren Jahre; die Geburt seiner beiden S\u00f6hne<\/h3>\n\n\n\n<p>46 Drei\u00dfig Jahre war Joseph alt, als er in den Dienst des Pharaos, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, trat. Nachdem Joseph sich nun vom Pharao wegbegeben hatte, durchzog er das ganze Land \u00c4gypten.<br>47 Das Land trug aber w\u00e4hrend der sieben Jahre des \u00dcberflusses (Getreide) in H\u00fclle und F\u00fclle.<br>48 Da sammelte er den ganzen Ernteertrag der sieben guten Jahre, die \u00fcber \u00c4gypten kamen, und lie\u00df das Getreide in die St\u00e4dte schaffen: n\u00e4mlich in jede Stadt brachte er den Ertrag der umliegenden Felder hinein.<br>49 So speicherte Joseph Getreide auf wie Sand am Meer, unendlich viel, bis man aufh\u00f6rte, es zu messen, denn es war nicht mehr zu messen.<br>50 Noch ehe das Hungerjahr kam, wurden dem Joseph zwei S\u00f6hne geboren von Asenath, der Tochter Potipheras, des Priesters von On.<br>51 Joseph nannte seinen erstgeborenen Sohn Manasse; \u00bbdenn\u00ab, sagte er, \u00bbGott hat mich all mein Ungl\u00fcck und mein ganzes Vaterhaus vergessen lassen\u00ab.<br>52 Den zweiten aber nannte er Ephraim; \u00bbdenn\u00ab, sagte er, \u00bbGott hat mich fruchtbar werden lassen im Land meines Elends\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die sieben unfruchtbaren Jahre und Josephs Getreideverkauf w\u00e4hrend der Hungersnot<\/h3>\n\n\n\n<p>53 Als dann die sieben Jahre des \u00dcberflusses, der im Lande \u00c4gypten geherrscht hatte, zu Ende waren,<br>54 da brachen die sieben Hungerjahre an, ganz so wie Joseph es vorausgesagt hatte; und es entstand eine Hungersnot in allen L\u00e4ndern; aber in ganz \u00c4gypten hatte man Brot.<br>55 Als dann aber auch das ganze Land \u00c4gypten Hunger litt und das Volk zum Pharao um Brot schrie, sagte der Pharao zu allen \u00c4gyptern: \u00bbWendet euch an Joseph; was der euch sagen wird, das tut!\u00ab<br>56 Die Hungersnot erstreckte sich aber \u00fcber die ganze Erde. Da lie\u00df Joseph allenthalben die Kornh\u00e4user \u00f6ffnen und den \u00c4gyptern Getreide verkaufen; und doch wurde die Hungersnot immer dr\u00fcckender in \u00c4gypten.<br>57 Da kam die ganze Erdbev\u00f6lkerung zu Joseph nach \u00c4gypten, um Getreide zu kaufen; denn auf der ganzen Erde herrschte dr\u00fcckende Hungersnot.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zehn \u00e4lteren S\u00f6hne Jakobs ziehen nach \u00c4gypten zum Getreideeinkauf<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Jakob erfuhr, da\u00df in \u00c4gypten Getreide zu haben sei, sagte er zu seinen S\u00f6hnen: \u00bbWas seht ihr euch lange an?\u00ab<br>2 Dann fuhr er fort: \u00bbWisset wohl: ich habe geh\u00f6rt, da\u00df in \u00c4gypten Getreide zu haben ist; zieht hinab und kauft uns dort Getreide, damit wir zu leben haben und nicht verhungern!\u00ab<br>3 So machten sich denn zehn von den Br\u00fcdern Josephs auf den Weg, um Getreide in \u00c4gypten zu kaufen;<br>4 Benjamin aber, den Vollbruder Josephs, lie\u00df Jakob nicht mit seinen Br\u00fcdern ziehen; denn er f\u00fcrchtete, es k\u00f6nne ihm ein Unfall zusto\u00dfen.<br>5 So kamen denn die S\u00f6hne Israels, um Getreide zu kaufen wie andere Leute, die auch hinzogen; denn es herrschte Hungersnot im Lande Kanaan.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das erste schroffe Gespr\u00e4ch Josephs mit seinen Br\u00fcdern; Josephs Verdachts\u00e4u\u00dferungen<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Nun war Joseph der Gebieter im Lande; er war es, der allem Volk im Lande das Getreide verkaufte. Als nun die Br\u00fcder Josephs zu ihm kamen, verneigten sie sich vor ihm mit dem Angesicht bis zur Erde.<br>7 Sobald Joseph seine Br\u00fcder sah, erkannte er sie, gab sich ihnen aber nicht zu erkennen, sondern redete sie hart an und fragte sie: \u00bbWoher seid ihr gekommen?\u00ab Sie antworteten: \u00bbAus dem Lande Kanaan, um Lebensmittel zu kaufen.\u00ab<br>8 Wiewohl Joseph nun seine Br\u00fcder erkannt hatte, erkannten sie ihn doch nicht.<br>9 Da mu\u00dfte Joseph an die Tr\u00e4ume denken, die er einst in bezug auf sie getr\u00e4umt hatte, und er sagte zu ihnen: \u00bbKundschafter seid ihr! Ihr seid nur hergekommen, um zu ersp\u00e4hen, wo das Land offen steht!\u00ab<br>10 Sie antworteten ihm: \u00bbO nein, Herr! Deine Knechte sind gekommen, um Lebensmittel zu kaufen.<br>11 Wir alle sind S\u00f6hne eines Mannes, ehrliche Leute sind wir, deine Knechte sind keine Kundschafter!\u00ab<br>12 Doch er antwortete ihnen: \u00bbNein, sondern ihr seid hergekommen, um zu erkunden, wo das Land offen steht!\u00ab<br>13 Sie erwiderten: \u00bbWir, deine Knechte, sind zw\u00f6lf Br\u00fcder, die S\u00f6hne eines Mannes im Lande Kanaan; der j\u00fcngste ist allerdings augenblicklich bei unserm Vater, und der eine ist nicht mehr da.\u00ab<br>14 Aber Joseph entgegnete ihnen: \u00bbEs ist doch so, wie ich euch gesagt habe: ihr seid Kundschafter!<br>15 Daran sollt ihr gepr\u00fcft werden: Beim Leben des Pharaos: ihr sollt von hier nicht weggehen, wenn euer j\u00fcngster Bruder nicht hierher kommt.<br>16 Schickt einen von euch hin, da\u00df er euren Bruder hole! Ihr anderen aber bleibt so lange gefangen, bis eure Aussagen gepr\u00fcft sind, ob ihr mit der Wahrheit umgeht oder nicht! So wahr der Pharao lebt: ihr seid Kundschafter!\u00ab<br>17 Hierauf lie\u00df er sie beisammen drei Tage lang in Gewahrsam nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das zweite Gespr\u00e4ch: Simeon als Geisel zur\u00fcckbehalten<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Am dritten Tage aber sagte Joseph zu ihnen: \u00bbWollt ihr am Leben bleiben, so m\u00fc\u00dft ihr es folgenderma\u00dfen machen; denn ich bin ein gottesf\u00fcrchtiger Mann.19 Wenn ihr ehrliche Leute seid, so soll nur einer von euch Br\u00fcdern als Gefangener hier in eurem bisherigen Gewahrsam zur\u00fcckbleiben; ihr anderen aber m\u00f6gt hinziehen und Getreide f\u00fcr den Bedarf eurer Familien mitnehmen!20 Aber euren j\u00fcngsten Bruder m\u00fc\u00dft ihr zu mir herbringen; dann sollen eure Aussagen als wahr gelten, und ihr braucht nicht zu sterben!\u00ab Sie gingen darauf ein,21 sagten aber einer zum andern: \u00bbWahrlich, das haben wir an unserm Bruder verschuldet! Denn wir sahen seine Seelenangst, als er uns anflehte, aber wir h\u00f6rten nicht auf ihn; deshalb ist jetzt dieses Ungl\u00fcck \u00fcber uns gekommen!\u00ab22 Da antwortete ihnen Ruben: \u00bbHabe ich euch damals nicht gesagt: \u203aVers\u00fcndigt euch nicht an dem Knaben!\u2039, aber ihr wolltet nicht h\u00f6ren; so wird denn jetzt auch sein Blut von uns gefordert!\u00ab23 Sie wu\u00dften aber nicht, da\u00df Joseph sie verstand; denn er verhandelte mit ihnen durch einen Dolmetscher.24 Da wandte er sich von ihnen ab und weinte. Als er dann wieder zu ihnen zur\u00fcckgekehrt war und mit ihnen gesprochen hatte, lie\u00df er Simeon aus ihrer Mitte ergreifen und vor ihren Augen in Fesseln legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Br\u00fcder Entlassung und R\u00fcckkehr nach Kanaan; ihr Bericht an den Vater; Jakobs Klage<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Dann gab Joseph Befehl, man solle ihre S\u00e4cke mit Getreide f\u00fcllen, ihr Geld aber einem jeden wieder in seinen Sack legen und ihnen auch Zehrung f\u00fcr den Weg mitgeben. Als das geschehen war,<br>26 luden sie ihr Getreide auf ihre Esel und zogen von dannen.<br>27 Als aber einer von ihnen in der Herberge seinen Sack \u00f6ffnete, um seinem Esel Futter zu geben, bemerkte er sein Geld, das in seinem Sack obenauf lag.<br>28 Da sagte er zu seinen Br\u00fcdern: \u00bbMein Geld ist wieder da! Denkt euch nur: es liegt hier in meinem Sack!\u00ab Da entfiel ihnen der Mut; sie sahen einander erschrocken an und riefen aus: \u00bbWas hat Gott uns da angetan!\u00ab<br>29 Als sie hierauf zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan zur\u00fcckkamen, erz\u00e4hlten sie ihm alles, was sie erlebt hatten, mit den Worten:<br>30 \u00bbDer Mann, der im Lande Herr ist, hat uns hart angelassen und uns wie Leute behandelt, die das Land auskundschaften wollten;<br>31 und als wir zu ihm sagten: \u203aWir sind ehrliche Leute, wir sind nie Kundschafter gewesen;<br>32 zw\u00f6lf Br\u00fcder sind wir, die S\u00f6hne unsers Vaters; der eine ist nicht mehr da, und der j\u00fcngste befindet sich zur Zeit bei unserm Vater im Lande Kanaan\u2039, \u2013<br>33 da erwiderte uns der Mann, der im Lande Herr ist: \u203aDaran will ich erkennen, ob ihr ehrliche Leute seid: la\u00dft einen von euch Br\u00fcdern bei mir zur\u00fcck und nehmt den Bedarf f\u00fcr eure hungernden Familien mit und kehrt heim;<br>34 bringt dann aber euren j\u00fcngsten Bruder zu mir! Daran werde ich erkennen, da\u00df ihr keine Kundschafter, sondern ehrliche Leute seid; dann will ich euch auch euren Bruder zur\u00fcckgeben, und ihr k\u00f6nnt im Lande frei verkehren.\u2039\u00ab<br>35 Als sie dann ihre S\u00e4cke leerten, fand jeder seinen Geldbeutel in seinem Sack; und als sie samt ihrem Vater sahen, da\u00df es ihre Beutel waren, erschraken sie.<br>36 Da sagte ihr Vater Jakob zu ihnen: \u00bbIhr beraubt mich meiner Kinder! Joseph ist nicht mehr da, Simeon ist nicht mehr da, und nun sollt ihr Benjamin holen! \u00dcber mich ist all dieses Leid hereingebrochen!\u00ab<br>37 Da antwortete Ruben seinem Vater: \u00bbMeine beiden S\u00f6hne magst du t\u00f6ten, wenn ich ihn nicht zu dir zur\u00fcckbringe! Vertraue ihn mir an: ich bringe ihn zu dir zur\u00fcck!\u00ab<br>38 Doch Jakob entgegnete: \u00bbMein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen! Sein rechter Bruder ist tot, und er ist allein \u00fcbriggeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege zustie\u00dfe, den ihr ziehen m\u00fc\u00dft, so w\u00fcrdet ihr mein graues Haar mit Herzeleid in die Unterwelt bringen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 43<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Reise wird von Jakob erst dann gebilligt, nachdem Juda sich f\u00fcr Benjamin verb\u00fcrgt hat<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Hungersnot lag aber schwer auf dem Lande.<br>2 Als nun das Getreide, das sie aus \u00c4gypten geholt hatten, vollst\u00e4ndig aufgezehrt war, sagte ihr Vater zu ihnen: \u00bbZieht noch einmal hin und kauft uns etwas Getreide zur Nahrung!\u00ab<br>3 Da antwortete ihm Juda: \u00bbDer Mann hat uns eindringlich gewarnt mit den Worten: \u203aIhr d\u00fcrft mir nicht mehr vor die Augen treten, wenn euer Bruder nicht bei euch ist!\u2039<br>4 Willst du uns also unsern Bruder mitgeben, dann wollen wir hinabziehen und Lebensmittel f\u00fcr dich kaufen;<br>5 willst du ihn aber nicht mitgehen lassen, so ziehen wir nicht hinab; denn der Mann hat uns gesagt: \u203aIhr d\u00fcrft mir nicht vor die Augen treten, wenn euer Bruder nicht bei euch ist!\u2039\u00ab<br>6 Da sagte Israel: \u00bbWarum habt ihr mir das zuleide getan, dem Manne mitzuteilen, da\u00df ihr noch einen Bruder habt?\u00ab<br>7 Sie antworteten: \u00bbDer Mann erkundigte sich genau nach uns und unserer Familie und fragte: \u203aLebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen Bruder?\u2039 Da haben wir ihm auf seine Fragen Auskunft gegeben. Konnten wir denn wissen, da\u00df er verlangen w\u00fcrde: \u203aBringt euren Bruder her\u2039?\u00ab<br>8 Juda aber sagte zu seinem Vater Israel: \u00bbLa\u00df den Knaben mit mir gehen; dann wollen wir uns auf den Weg machen und hinziehen, damit wir am Leben bleiben und nicht verhungern, weder wir selbst noch du und unsere Familien!<br>9 Ich will B\u00fcrge f\u00fcr ihn sein; von meiner Hand sollst du ihn zur\u00fcckfordern! Wenn ich ihn nicht wieder zu dir bringe und ihn dir nicht vor die Augen stelle, so will ich Zeit meines Lebens schuldbeladen vor dir dastehen!<br>10 Ja, h\u00e4tten wir nicht so lange gez\u00f6gert, gewi\u00df, wir w\u00e4ren jetzt schon zweimal wieder zur\u00fcckgekehrt.\u00ab<br>11 Da erwiderte ihnen ihr Vater Israel: \u00bbWenn es denn sein mu\u00df, so macht es folgenderma\u00dfen: Nehmt von den besten Erzeugnissen des Landes etwas in euren S\u00e4cken mit und \u00fcberbringt es dem Manne als Geschenk: etwas Mastixbalsam und etwas Honig, Gew\u00fcrzkr\u00e4uter und Ladanum, Pistazienn\u00fcsse und Mandeln!<br>12 Au\u00dferdem nehmt an Geld den doppelten Betrag mit! Denn auch das Geld, das sich oben in euren S\u00e4cken wiedergefunden hat, m\u00fc\u00dft ihr wieder mit euch nehmen: vielleicht liegt ein Versehen vor.<br>13 Auch euren Bruder nehmt mit und macht euch auf den Weg und zieht wieder hin zu dem Manne!<br>14 Der allm\u00e4chtige Gott aber lasse euch Erbarmen bei dem Manne finden, da\u00df er euren andern Bruder wieder mit euch ziehen l\u00e4\u00dft und auch Benjamin! Ich aber \u2013 wie ich einstmals kinderlos gewesen bin, so habe ich auch jetzt wieder keine Kinder!\u00ab<br>15 So nahmen denn die M\u00e4nner das betreffende Geschenk und den doppelten Betrag an Geld mit sich, dazu auch den Benjamin, machten sich auf den Weg, zogen nach \u00c4gypten hinab und traten vor Joseph.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freundlicher Empfang und die erste Unterredung der Br\u00fcder mit Josephs Hausverwalter<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Als nun Joseph den Benjamin bei ihnen sah, befahl er seinem Hausverwalter: \u00bbF\u00fchre die M\u00e4nner ins Haus hinein, la\u00df ein Schlachttier schlachten und richte zu, denn die M\u00e4nner sollen zu Mittag bei mir speisen.\u00ab<br>17 Der Mann tat, wie Joseph ihm befohlen hatte, und f\u00fchrte die M\u00e4nner in Josephs Haus.<br>18 Da f\u00fcrchteten sie sich, da\u00df sie in das Haus Josephs gef\u00fchrt wurden, und dachten: \u00bbWegen des Geldes, das vorigesmal wieder in unsere S\u00e4cke geraten ist, werden wir hineingef\u00fchrt: man will sich auf uns st\u00fcrzen, uns \u00fcberw\u00e4ltigen und uns zu Sklaven machen samt unsern Eseln.\u00ab<br>19 Darum traten sie an den Hausverwalter Josephs heran und redeten ihn noch am Eingang des Hauses so an:<br>20 \u00bbBitte, mein Herr! Wir sind schon einmal hergekommen, um Lebensmittel zu kaufen.<br>21 Als wir dann aber in die Herberge gekommen waren und unsere S\u00e4cke \u00f6ffneten, da fand sich das Geld eines jeden oben in seinem Sack, unser Geld in vollem Betrage. Darum haben wir es jetzt wieder mitgebracht,<br>22 haben aber auch noch anderes Geld bei uns, um Lebensmittel zu kaufen. Wir wissen nicht, wer uns damals unser Geld in unsere S\u00e4cke gelegt hat.\u00ab<br>23 Da antwortete jener: \u00bbSeid unbesorgt, ihr habt nichts zu f\u00fcrchten! Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch da heimlich einen Schatz in eure S\u00e4cke gelegt; euer Geld ist richtig an mich gekommen.\u00ab Dann f\u00fchrte er Simeon zu ihnen heraus.<br>24 Hierauf lie\u00df er die M\u00e4nner in das Haus Josephs eintreten, gab ihnen Wasser zum F\u00fc\u00dfewaschen und lie\u00df ihren Eseln Futter geben.<br>25 Sie legten aber das Geschenk zurecht und warteten dann, bis Joseph zur Mittagszeit kommen w\u00fcrde; sie hatten n\u00e4mlich geh\u00f6rt, da\u00df sie dort speisen sollten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph empf\u00e4ngt und bewirtet seine Br\u00fcder aufs freundlichste<\/h3>\n\n\n\n<p>26 Als nun Joseph nach Hause gekommen war, brachten sie ihm das Geschenk, das sie bei sich hatten, ins Zimmer hinein und verneigten sich vor ihm bis zur Erde.<br>27 Er begr\u00fc\u00dfte sie freundlich und fragte sie: \u00bbGeht es eurem alten Vater wohl, von dem ihr mir erz\u00e4hlt habt? Ist er noch am Leben?\u00ab<br>28 Sie antworteten: \u00bbDeinem Knecht, unserm Vater, geht es wohl; ja, er ist noch am Leben.\u00ab Dabei verbeugten sie sich wiederholt tief.<br>29 Als er dann hinblickte und Benjamin, seinen Vollbruder, den Sohn seiner eigenen Mutter, sah, fragte er: \u00bbIst dies euer j\u00fcngster Bruder, von dem ihr mir erz\u00e4hlt habt?\u00ab Dann f\u00fcgte er hinzu: \u00bbGott sei dir gn\u00e4dig, mein Sohn!\u00ab<br>30 Hierauf aber brach Joseph schnell ab, denn sein Gef\u00fchl \u00fcberw\u00e4ltigte ihn beim Anblick seines Bruders, so da\u00df er weinen mu\u00dfte; er ging deshalb ins Innengemach und weinte sich dort aus.<br>31 Dann wusch er sich das Gesicht und kam wieder heraus, nahm sich zusammen und befahl: \u00bbTragt das Essen auf!\u00ab<br>32 Da trug man f\u00fcr ihn besonders auf und f\u00fcr sie besonders und auch f\u00fcr die \u00c4gypter, die bei ihm speisten, besonders; denn die \u00c4gypter d\u00fcrfen nicht mit den Hebr\u00e4ern zusammen speisen, weil das f\u00fcr die \u00c4gypter eine Verunreinigung sein w\u00fcrde.<br>33 Sie hatten aber ihre Pl\u00e4tze nach seiner Anweisung, vom \u00c4ltesten bis zum J\u00fcngsten, genau nach ihrem Alter; dar\u00fcber sahen sie sich einander verwundert an.<br>34 Hierauf lie\u00df er von den vor ihm stehenden Gerichten Anteile zu ihnen hintragen; es war aber dessen, was man Benjamin vorlegte, f\u00fcnfmal so viel, als was man allen anderen vorlegte. Und sie tranken mit ihm und wurden guter Dinge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 44<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Br\u00fcder machen sich auf den Heimweg; Josephs Becher wird in Benjamins Getreidesack gefunden<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf befahl er (Joseph) seinem Hausverwalter: \u00bbF\u00fclle den M\u00e4nnern ihre S\u00e4cke mit Getreide, soviel sie fortschaffen k\u00f6nnen, und lege einem jeden sein Geld (wieder) oben in seinen Sack!<br>2 Meinen Becher aber, den silbernen Becher, sollst du dem J\u00fcngsten oben in seinen Sack legen samt dem Gelde f\u00fcr sein Getreide!\u00ab Jener tat nach dem von Joseph ihm erteilten Befehl.<br>3 Am andern Morgen, als es hell wurde, lie\u00df man die M\u00e4nner mit ihren Eseln ziehen.<br>4 Als sie aber kaum zur Stadt hinausgezogen und noch nicht weit gekommen waren, befahl Joseph seinem Hausverwalter: \u00bbAuf! Eile den M\u00e4nnern nach! Und hast du sie eingeholt, so sage zu ihnen: \u203aWarum habt ihr Gutes mit B\u00f6sem vergolten?<br>5 Warum habt ihr den silbernen Becher gestohlen? Es ist gerade der Becher, aus dem mein Herr trinkt und mittels dessen er auch wahrzusagen pflegt. Ihr habt da schlecht gehandelt!\u2039\u00ab<br>6 Als er sie nun eingeholt hatte, sagte er diese Worte zu ihnen.<br>7 Da antworteten sie ihm: \u00bbO Herr, wie kannst du so etwas sagen? Es liegt deinen Knechten fern, so etwas zu tun!<br>8 Wir haben dir ja doch auch das Geld, das wir oben in unsern S\u00e4cken gefunden hatten, aus dem Lande Kanaan zur\u00fcckgebracht: wie sollten wir da jetzt aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold gestohlen haben?<br>9 Bei wem von deinen Knechten (der Becher) gefunden wird, der soll sterben, und auch wir anderen wollen Sklaven meines Herrn werden!\u00ab<br>10 Er antwortete: \u00bbGut! Es sei, wie ihr gesagt habt: bei wem er gefunden wird, der soll mein Sklave sein; ihr anderen aber sollt frei ausgehen!\u00ab<br>11 Da setzten sie jeder seinen Sack schnell auf die Erde nieder, und jeder \u00f6ffnete seinen Sack.<br>12 Er aber fing an zu suchen; beim \u00c4ltesten fing er an, und beim J\u00fcngsten h\u00f6rte er auf: da fand sich der Becher im Sack Benjamins.<br>13 Da zerrissen sie ihre Kleider; ein jeder belud seinen Esel wieder, und sie kehrten in die Stadt zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Br\u00fcder kehren in die Stadt zur\u00fcck und dem\u00fctigen sich vor Joseph; Judas Rede an Joseph<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Als nun Juda und seine Br\u00fcder in das Haus Josephs gekommen waren \u2013 dieser war aber dort noch anwesend \u2013, warfen sie sich vor ihm auf die Erde nieder.<br>15 Da sagte Joseph zu ihnen: \u00bbWas f\u00fcr eine Tat habt ihr da begangen! Wu\u00dftet ihr nicht, da\u00df ein Mann wie ich sich auf Zeichendeutung versteht?\u00ab<br>16 Da antwortete Juda: \u00bbWas sollen wir zu meinem Herrn sagen? Was sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat die Schuld deiner Knechte ans Licht gebracht: wir (alle) geh\u00f6ren jetzt meinem Herrn als Sklaven, wir ebensogut wie der, in dessen Besitz der Becher gefunden worden ist.\u00ab<br>17 Joseph aber antwortete: \u00bbFern sei es von mir, so zu verfahren! Nur der, in dessen Besitz der Becher sich gefunden hat, soll mein Sklave werden; ihr anderen aber m\u00f6gt ungehindert zu eurem Vater zur\u00fcckkehren!\u00ab<br>18 Da trat Juda an ihn heran und sagte: \u00bbBitte, mein Herr! La\u00df doch deinen Knecht ein Wort an dich richten, mein Herr, ohne da\u00df dein Zorn gegen deinen Knecht entbrennt, obgleich du so hoch stehst wie der Pharao!<br>19 Mein Herr hat vordem seine Knechte gefragt: \u203aHabt ihr noch einen Vater oder einen Bruder?\u2039<br>20 Da antworteten wir meinem Herrn: \u203aWir haben noch einen alten Vater und einen noch jungen Bruder, der ihm im Alter geboren ist; dessen rechter Bruder ist tot, und so ist er ihm allein von seiner Mutter \u00fcbriggeblieben und ist deshalb der Liebling seines Vaters.\u2039<br>21 Da befahlst du deinen Knechten: \u203aBringt ihn zu mir her, ich will ihn mit eigenen Augen zu sehen bekommen!\u2039<br>22 Da antworteten wir meinem Herrn: \u203aDer Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; denn wenn er seinen Vater verlie\u00dfe, so w\u00fcrde dieser sterben.\u2039<br>23 Aber du antwortetest deinen Knechten: \u203aKommt euer j\u00fcngster Bruder nicht mit euch her, so d\u00fcrft ihr mir nicht wieder vor die Augen treten!\u2039<br>24 Als wir dann zu deinem Knecht, meinem Vater, zur\u00fcckgekehrt waren, teilten wir ihm die Worte meines Herrn mit;<br>25 und als sp\u00e4ter unser Vater sagte: \u203aZieht wieder hin und kauft uns etwas Getreide!\u2039,<br>26 da antworteten wir: \u203aWir k\u00f6nnen nicht hinabziehen; nur wenn unser j\u00fcngster Bruder uns begleitet, wollen wir hinabziehen; denn wir d\u00fcrfen uns vor dem Manne nicht sehen lassen, wenn unser j\u00fcngster Bruder nicht bei uns ist.\u2039<br>27 Da erwiderte uns dein Knecht, mein Vater: \u203aIhr wi\u00dft selbst, da\u00df meine Frau mir nur zwei S\u00f6hne geboren hat;<br>28 der eine ist von mir weggegangen, und ich mu\u00dfte mir sagen: Sicherlich hat ihn ein Tier zerrissen!, und ich habe ihn bis heute nicht wiedergesehen.<br>29 Wenn ihr mir nun auch diesen noch wegnehmt und ihm ein Ungl\u00fcck zust\u00f6\u00dft, so werdet ihr mein graues Haar mit Jammer in die Unterwelt hinabbringen!\u2039<br>30 K\u00e4me ich jetzt also zu deinem Knecht, meinem Vater, heim und der Knabe w\u00e4re nicht bei uns, an dem doch sein ganzes Herz h\u00e4ngt,<br>31 und m\u00fc\u00dfte er sehen, da\u00df der Knabe nicht da ist, so w\u00fcrde er sterben, und deine Knechte h\u00e4tten wirklich das graue Haar deines Knechtes, unsers Vaters, mit Herzeleid (42,38) in die Unterwelt hinabgebracht!<br>32 Weil nun dein Knecht sich bei meinem Vater f\u00fcr den Knaben verb\u00fcrgt und gelobt hat: \u203aWenn ich ihn dir nicht zur\u00fcckbringe, so will ich zeit meines Lebens vor meinem Vater schuldbeladen dastehen!\u2039,<br>33 so la\u00df doch jetzt deinen Knecht anstatt des Knaben als Sklaven meines Herrn hierbleiben, den Knaben aber la\u00df mit seinen Br\u00fcdern heimziehen!<br>34 Denn wie k\u00f6nnte ich zu meinem Vater zur\u00fcckkehren, ohne da\u00df der Knabe bei mir w\u00e4re? Ich k\u00f6nnte den Jammer nicht mitansehen, der meinen Vater tr\u00e4fe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 45<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da vermochte Joseph nicht l\u00e4nger an sich zu halten vor allen, die um ihn her standen, sondern er rief aus: \u00bbLa\u00dft jedermann von mir weg hinausgehen!\u00ab So war denn niemand zugegen, als Joseph sich seinen Br\u00fcdern zu erkennen gab.<br>2 Er brach aber in ein so lautes Weinen aus, da\u00df die \u00c4gypter es h\u00f6rten und auch das Haus des Pharaos Kunde davon erhielt.<br>3 Joseph sagte aber zu seinen Br\u00fcdern: \u00bbIch bin Joseph! Lebt mein Vater noch?\u00ab Seine Br\u00fcder vermochten aber nicht, ihm zu antworten: so best\u00fcrzt standen sie vor ihm.<br>4 Da sagte er zu seinen Br\u00fcdern: \u00bbTretet doch nahe an mich heran!\u00ab Als sie nun n\u00e4her getreten waren, sagte er: \u00bbIch bin euer Bruder Joseph, den ihr nach \u00c4gypten verkauft habt!<br>5 Nun beunruhigt euch aber nicht und macht euch keine Vorw\u00fcrfe dar\u00fcber, da\u00df ihr mich hierher verkauft habt! Denn um uns alle am Leben zu erhalten, hat Gott mich euch vorausgesandt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph ist von Gott ausgesandt auch zu Israels Heil<\/h3>\n\n\n\n<p>6 \u00bbDenn jetzt herrscht die Hungersnot erst zwei Jahre im Lande, und f\u00fcnf Jahre stehen noch bevor, in denen kein Pfl\u00fcgen und kein Ernten stattfinden wird.<br>7 Darum hat Gott mich euch vorausgesandt, um das Fortbestehen eures Geschlechts auf Erden zu sichern und um euch, eine gro\u00dfe Schar von Erretteten, am Leben zu erhalten.<br>8 So habt also nicht ihr mich hierher gebracht, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gemacht und zum Herrn \u00fcber sein ganzes Haus und zum Gebieter im ganzen Lande \u00c4gypten.<br>9 Zieht nun eilends zu meinem Vater hinauf und meldet ihm: \u203aSo l\u00e4\u00dft dir dein Sohn Joseph sagen: Gott hat mich zum Gebieter von ganz \u00c4gypten gemacht: komm zu mir herab, s\u00e4ume nicht!<br>10 Du sollst im Lande Gosen wohnen und in meiner N\u00e4he sein, du, deine Kinder und Kindeskinder samt deinem Kleinvieh und deinen Rindern und deinem ganzen Hab und Gut.<br>11 Ich will dich daselbst versorgen, denn noch f\u00fcnf Jahre wird die Hungersnot dauern, damit du nicht verarmst, du und dein Haus und alles, was du besitzest.\u2039<br>12 Ihr seht es ja mit eigenen Augen, und auch mein Bruder Benjamin sieht es mit eigenen Augen, da\u00df ich pers\u00f6nlich es bin, der zu euch redet.<br>13 Berichtet also meinem Vater alle die hohen Ehren, die ich in \u00c4gypten habe, und alles, was ihr gesehen habt, und bringt meinen Vater eilends hierher!\u00ab<br>14 Darauf fiel er seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, und auch Benjamin weinte an seinem Halse;<br>15 dann k\u00fc\u00dfte er alle seine Br\u00fcder und umarmte sie unter Tr\u00e4nen; nun erst vermochten auch seine Br\u00fcder mit ihm zu reden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Pharaos gn\u00e4dige Einladung an Jakob, nach \u00c4gypten \u00fcberzusiedeln<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Als nun die Kunde von der Ankunft der Br\u00fcder Josephs in den Palast des Pharaos drang, war sie dem Pharao und seinen Dienern angenehm.<br>17 Daher sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbSage deinen Br\u00fcdern: \u203aTut also: beladet eure Lasttiere und zieht heim ins Land Kanaan,<br>18 holt euren Vater und eure Familien und kommt zu mir! Ich will euch den besten Teil des Landes \u00c4gypten geben, damit ihr das Fett des Landes genie\u00dfen k\u00f6nnt.\u2039<br>19 Du bist erm\u00e4chtigt (ihnen zu sagen): \u203aTut also: nehmt euch aus \u00c4gypten Wagen mit f\u00fcr eure Kinder und Frauen, la\u00dft auch euren Vater aufsteigen und kommt hierher!<br>20 La\u00dft es euch um euren Hausrat nicht leid sein! Denn das Beste vom ganzen Land \u00c4gypten soll euch zuteil werden.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph beschenkt seine heimziehenden Br\u00fcder reichlich und ermahnt sie liebevoll<\/h3>\n\n\n\n<p>21 So taten denn die S\u00f6hne Israels also, und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl des Pharaos und au\u00dferdem Zehrung f\u00fcr die Reise.<br>22 Ihnen allen schenkte er, einem jeden, einen Festtagsanzug; dem Benjamin aber schenkte er dreihundert Silberst\u00fccke und f\u00fcnf Festtagsanz\u00fcge.<br>23 Seinem Vater aber sandte er dementsprechend: zehn Esel, die mit den besten Erzeugnissen \u00c4gyptens beladen waren, und zehn Eselinnen, die Getreide, Brot und Reisekost f\u00fcr seinen Vater trugen.<br>24 Alsdann entlie\u00df er seine Br\u00fcder, und sie zogen ab, nachdem er sie noch ermahnt hatte: \u00bbErz\u00fcrnt euch nicht unterwegs!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Staunen und Freude und sein Entschlu\u00df, zu seinem Sohn nach \u00c4gypten zu ziehen<\/h3>\n\n\n\n<p>25 So zogen sie denn aus \u00c4gypten ab und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob,<br>26 dem sie berichteten: \u00bbJoseph lebt noch und ist Gebieter \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten!\u00ab Aber sein Herz blieb kalt dabei, denn er glaubte ihnen nicht.<br>27 Als sie ihm aber alles erz\u00e4hlten, was Joseph ihnen aufgetragen hatte, und als er die Wagen sah, die Joseph geschickt hatte, um ihn zu holen, da kam wieder Leben in den Geist ihres Vaters Jakob,<br>28 so da\u00df er ausrief: \u00bbGenug! Mein Sohn Joseph lebt noch! Ich will hinziehen und ihn noch einmal sehen, ehe ich sterbe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 46<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott billigt Jakobs \u00dcbersiedelung in einer Offenbarung zu Beerseba<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So brach denn Israel mit allen seinen Angeh\u00f6rigen auf, und als er nach Beerseba gekommen war, brachte er dort dem Gott seines Vaters Isaak Schlachtopfer dar.<br>2 Da redete Gott mit Israel nachts in einem Gesicht und sagte: \u00bbJakob, Jakob!\u00ab Er antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab<br>3 Darauf sagte Gott: \u00bbIch bin Gott, der Gott deines Vaters! F\u00fcrchte dich nicht, nach \u00c4gypten hinabzuziehen; denn ich will dich dort zu einem gro\u00dfen Volk machen.<br>4 Ich selbst will mit dir nach \u00c4gypten hinabziehen, und ich selbst will dich (einst) auch wieder zur\u00fcckf\u00fchren, und Josephs Hand soll dir die Augen zudr\u00fccken.\u00ab<br>5 Da brach Jakob von Beerseba auf, und seine S\u00f6hne lie\u00dfen ihren Vater Jakob nebst ihren Kindern und ihren Frauen auf den Wagen fahren, die der Pharao geschickt hatte, um ihn zu holen.<br>6 Sie nahmen auch ihr Vieh und ihre Habe mit, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen so nach \u00c4gypten, Jakob mit seiner gesamten Nachkommenschaft:<br>7 seine S\u00f6hne und Enkel, seine T\u00f6chter und Enkelinnen, \u00fcberhaupt seine ganze Nachkommenschaft brachte er mit sich nach \u00c4gypten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der damalige Bestand von Jakobs Gesamtfamilie<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Dies aber sind die Namen der Nachkommen Israels, die nach \u00c4gypten kamen: Jakob und seine S\u00f6hne. Der erstgeborene Sohn Jakobs war Ruben;<br>9 und die S\u00f6hne Rubens waren Hanoch, Pallu, Hezron und Karmi.<br>10 Die S\u00f6hne Simeons waren Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn der Kanaan\u00e4erin.<br>11 Die S\u00f6hne Levis waren Gerson, Kehath und Merari.<br>12 Die S\u00f6hne Judas waren Ger, Onan, Sela, Perez und Serah; aber Ger und Onan waren schon im Lande Kanaan gestorben, und die S\u00f6hne des Perez waren Hezron und Hamul.<br>13 Die S\u00f6hne Issaschars waren Thola, Puwwa, Job und Simron.<br>14 Die S\u00f6hne Sebulons waren Sered, Elon und Jahleel.<br>15 Dies sind die S\u00f6hne der Lea, die sie dem Jakob in Nord-Mesopotamien geboren hatte, dazu seine Tochter Dina, insgesamt dreiunddrei\u00dfig S\u00f6hne und T\u00f6chter. \u2013<br>16 Die S\u00f6hne Gads aber waren Ziphjon und Haggi, Suni und Ezbon, Heri, Arodi und Areli.<br>17 Die S\u00f6hne Assers waren Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und ihre Schwester Serah; und die S\u00f6hne Berias waren Heber und Malkiel.<br>18 Dies sind die S\u00f6hne der Silpa, die Laban seiner Tochter Lea (als Leibmagd) gegeben hatte; diese hatte sie dem Jakob geboren, zusammen sechzehn Seelen. \u2013<br>19 Die S\u00f6hne der Rahel, der Frau Jakobs, waren Joseph und Benjamin.<br>20 Dem Joseph aber waren in \u00c4gypten Manasse und Ephraim geboren, die ihm Asenath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On, geboren hatte.<br>21 Die S\u00f6hne Benjamins waren Bela, Becher und Asbel, Gera und Naaman, Ehi und Ros, Muppim und Huppim und Ard.<br>22 Dies sind die S\u00f6hne der Rahel, die dem Jakob geboren waren, insgesamt vierzehn Seelen. \u2013<br>23 Die S\u00f6hne Dans aber waren: Husim;<br>24 und die S\u00f6hne Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.<br>25 Dies sind die S\u00f6hne der Bilha, die Laban seiner Tochter Rahel (als Leibmagd) gegeben hatte; diese hatte sie dem Jakob geboren, insgesamt sieben Seelen. \u2013<br>26 Die Gesamtzahl der Seelen, die mit Jakob nach \u00c4gypten kamen, seine leiblichen Nachkommen, ungerechnet die Frauen der S\u00f6hne Jakobs, betrug sechsundsechzig.<br>27 Die S\u00f6hne Josephs aber, die ihm in \u00c4gypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Daher betrug die Gesamtzahl der Seelen des Hauses Jakobs, die nach \u00c4gypten kamen, siebzig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph begr\u00fc\u00dft seinen Vater in Gosen und erteilt seinen Br\u00fcdern Anweisung f\u00fcr ihr Benehmen beim Pharao<\/h3>\n\n\n\n<p>28 Jakob hatte aber Juda zu Joseph vorausgesandt, damit dieser ihm die Landschaft Gosen im voraus anweisen lasse. Als sie nun im Lande Gosen angekommen waren,<br>29 lie\u00df Joseph seinen Wagen anspannen und fuhr seinem Vater Israel nach Gosen entgegen; und als er vor ihm erschien, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.<br>30 Israel aber sagte zu Joseph: \u00bbNun will ich gern sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe (und wei\u00df), da\u00df du noch am Leben bist.\u00ab<br>31 Hierauf sagte Joseph zu seinen Br\u00fcdern und zu den anderen Angeh\u00f6rigen seines Vaters: \u00bbIch will jetzt hinfahren und dem Pharao Bericht erstatten und ihm melden: \u203aMeine Br\u00fcder sowie die Angeh\u00f6rigen meines Vaters, die bisher im Lande Kanaan gewohnt haben, sind zu mir gekommen.<br>32 Diese Leute sind Hirten von Kleinvieh \u2013 sie sind von jeher Viehz\u00fcchter gewesen \u2013, und sie haben ihr Kleinvieh, ihre Rinder und ihren gesamten Besitz mitgebracht.\u2039<br>33 Wenn euch dann der Pharao rufen l\u00e4\u00dft und euch fragt: \u203aWas ist euer Gewerbe?\u2039,<br>34 so antwortet: \u203aDeine Knechte sind von Jugend auf bis jetzt Viehz\u00fcchter gewesen, wir wie auch schon unsere V\u00e4ter\u2039, \u2013 damit ihr im Lande Gosen wohnen d\u00fcrft; denn alle Hirten von Kleinvieh sind den \u00c4gyptern ein Greuel.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 47<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Pharao sagt f\u00fcnf S\u00f6hnen Jakobs bei einer Vorstellung die Ansiedlung in Gosen zu<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So ging denn Joseph hin und erstattete dem Pharao Bericht mit den Worten: \u00bbMein Vater und meine Br\u00fcder sind mit ihrem Kleinvieh, ihren Rindern und ihrem gesamten Besitz aus dem Lande Kanaan angekommen und befinden sich jetzt im Lande Gosen.\u00ab<br>2 Er hatte aber aus der Gesamtzahl seiner Br\u00fcder f\u00fcnf M\u00e4nner mitgebracht, die er dem Pharao vorstellte.<br>3 Als nun der Pharao die Br\u00fcder Josephs fragte: \u00bbWas ist euer Gewerbe?\u00ab, antworteten sie dem Pharao: \u00bbDeine Knechte sind Hirten von Kleinvieh, wir wie auch schon unsere V\u00e4ter.\u00ab<br>4 Weiter sagten sie zum Pharao: \u00bbWir sind hergekommen, um eine Zeitlang als Fremdlinge hier im Lande zu wohnen, weil deine Knechte keine Weide mehr f\u00fcr ihr Kleinvieh haben: so schwer liegt die Hungersnot auf dem Lande Kanaan. La\u00df nun doch deine Knechte im Lande Gosen wohnen!\u00ab<br>5 Da sagte der Pharao zu Joseph: \u00bbDein Vater und deine Br\u00fcder sind zu dir gekommen:<br>6 das Land \u00c4gypten steht dir zur Verf\u00fcgung; la\u00df deinen Vater und deine Br\u00fcder im besten Teil des Landes wohnen! Sie d\u00fcrfen im Lande Gosen wohnen; und wenn du siehst, da\u00df t\u00fcchtige Leute unter ihnen sind, so mache sie zu Oberhirten \u00fcber meine eigenen Herden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakob dem Pharao vorgestellt und sodann in Gosen angesiedelt<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Hierauf lie\u00df Joseph auch seinen Vater Jakob eintreten und stellte ihn dem Pharao vor; Jakob aber begr\u00fc\u00dfte den Pharao mit einem Segenswunsch.<br>8 Da sagte der Pharao zu Jakob: \u00bbWie gro\u00df ist die Zahl deiner Lebensjahre?\u00ab<br>9 Jakob antwortete dem Pharao: \u00bbDie Zahl der Jahre meiner Wanderschaft betr\u00e4gt hundertunddrei\u00dfig Jahre; gering an Zahl und m\u00fchselig sind die Tage meiner Lebensjahre gewesen und reichen nicht an die Tage der Lebensjahre meiner V\u00e4ter in der Zeit ihrer Wanderschaft heran.\u00ab<br>10 Hierauf entfernte sich Jakob vom Pharao mit einem Segenswunsch f\u00fcr ihn.<br>11 Joseph aber wies seinem Vater und seinen Br\u00fcdern Wohnsitze an und verlieh ihnen eigenen Grundbesitz in \u00c4gypten, im besten Teile des Landes, n\u00e4mlich in der Landschaft Ramses, wie der Pharao befohlen hatte.<br>12 Und Joseph versorgte seinen Vater, seine Br\u00fcder und alle Angeh\u00f6rigen seines Vaters mit Brotkorn, einen jeden nach der Zahl seiner Familienglieder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joseph verschafft dem Pharao zun\u00e4chst alles Geld und alles Vieh in \u00c4gypten und macht sodann alles Ackerland dem Pharao zinsbar<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Es gab aber kein Brotkorn im ganzen Lande; denn die Hungersnot war \u00fcberaus dr\u00fcckend, so da\u00df \u00c4gypten ebenso wie das Land Kanaan infolge der Hungersnot am Verschmachten war.<br>14 So brachte denn Joseph (schlie\u00dflich) alles Geld, das sich im Lande \u00c4gypten und in Kanaan vorfand, in seiner Hand zusammen f\u00fcr das Brotkorn, das man kaufen mu\u00dfte; und Joseph lieferte das Geld an das Haus des Pharaos ab.<br>15 Als dann im Lande \u00c4gypten und in Kanaan kein Geld mehr vorhanden war, kamen alle \u00c4gypter zu Joseph und sagten: \u00bbSchaffe uns Brot! Warum sollen wir vor deinen Augen sterben? Denn das Geld ist zu Ende gegangen!\u00ab<br>16 Joseph antwortete: \u00bbBringt euer Vieh her, so will ich euch Brotkorn als Entgelt f\u00fcr euer Vieh geben, wenn ihr kein Geld mehr habt.\u00ab<br>17 Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph, und dieser gab ihnen Brotkorn als Entgelt f\u00fcr die Pferde, f\u00fcr die Schaf- und Rinderherden und f\u00fcr die Esel; so versorgte er sie in jenem Jahr mit Brotkorn um den Preis ihres gesamten Viehs.<br>18 Als nun dieses Jahr zu Ende war, kamen sie im n\u00e4chsten Jahre wieder zu ihm und sagten: \u00bbWir k\u00f6nnen es unserm Herrn nicht verhehlen, da\u00df das Geld zu Ende ist und, weil auch unser Bestand an Vieh schon an unsern Herrn \u00fcbergegangen ist, nichts mehr zur Verf\u00fcgung unseres Herrn \u00fcbriggeblieben ist als unser Leib und unsere \u00c4cker.<br>19 Warum sollen wir vor deinen Augen zugrunde gehen, wir samt unserm Landbesitz? Kaufe uns und unsern Landbesitz um Brotkorn, so wollen wir samt unserm Landbesitz dem Pharao leibeigen sein; aber gib uns Saatkorn, damit wir am Leben bleiben und nicht verhungern und die Felder nicht zur W\u00fcste werden!\u00ab<br>20 So kaufte denn Joseph alles Ackerland der \u00c4gypter f\u00fcr den Pharao auf; denn die \u00c4gypter verkauften ein jeder seine Felder, weil die Hungersnot schwer auf ihnen lastete; und so wurde das Land Eigentum des Pharaos.<br>21 Und was die Bev\u00f6lkerung betrifft, so machte er sie leibeigen von einem Ende des \u00e4gyptischen Gebiets bis zum andern.<br>22 Nur die L\u00e4ndereien der Priester kaufte er nicht an; denn die Priester bezogen ein festes Einkommen von seiten des Pharaos und lebten von ihrem festen Einkommen, das der Pharao ihnen angewiesen hatte; deshalb brauchten sie ihre L\u00e4ndereien nicht zu verkaufen.<br>23 Joseph aber sagte zum Volk: \u00bbIch habe nunmehr euch und eure \u00c4cker f\u00fcr den Pharao angekauft; hier habt ihr Saatkorn zum Bes\u00e4en der \u00c4cker!<br>24 Aber von dem Ertrage m\u00fc\u00dft ihr ein F\u00fcnftel an den Pharao abgeben; die \u00fcbrigen vier F\u00fcnftel dagegen sollt ihr behalten zur Aussaat f\u00fcr die Felder sowie zur Nahrung f\u00fcr euch und euer Gesinde und zur Ern\u00e4hrung eurer Familien.\u00ab<br>25 Da antworteten sie: \u00bbDu hast uns am Leben erhalten! M\u00f6chten wir nur Gnade finden vor den Augen unsers Herrn, so wollen wir gern dem Pharao leibeigen sein!\u00ab<br>26 So machte Joseph es zu einer gesetzlichen Verpflichtung, die bis auf diesen Tag f\u00fcr den Grundbesitz der \u00c4gypter besteht, da\u00df dem Pharao der f\u00fcnfte Teil des Ernteertrages geh\u00f6rt; nur die L\u00e4ndereien der Priester allein kamen nicht in den Besitz des Pharaos.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gl\u00fcckliche Lage der Israeliten in \u00c4gypten; Jakobs letzter Wunsch bez\u00fcglich seiner Bestattung<\/h3>\n\n\n\n<p>27 So siedelten sich denn die Israeliten in \u00c4gypten, in der Landschaft Gosen, an; sie setzten sich darin fest und mehrten sich so, da\u00df sie \u00fcberaus zahlreich wurden.<br>28 Jakob aber lebte in \u00c4gypten noch siebzehn Jahre, so da\u00df seine ganze Lebensdauer 147 Jahre betrug.<br>29 Als dann die Zeit herankam, da\u00df er sterben sollte, lie\u00df er seinen Sohn Joseph rufen und sagte zu ihm: \u00bbWenn ich dir etwas gelte, so lege deine Hand unter meine H\u00fcfte und erweise mir die Liebe und Treue, mich nicht in \u00c4gypten zu begraben,<br>30 sondern ich m\u00f6chte bei meinen V\u00e4tern ruhen! Darum bringe mich aus \u00c4gypten weg und begrabe mich in ihrer Ruhest\u00e4tte!\u00ab Da antwortete er: \u00bbJa, ich werde nach deinem Wunsche tun.\u00ab<br>31 Da sagte er: \u00bbSchw\u00f6re es mir!\u00ab, und er schwur ihm. Israel aber beugte sich anbetend auf das Kopfende des Bettes hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 48<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nach diesen Begebenheiten meldete man dem Joseph: \u00bbWisse, dein Vater ist erkrankt\u00ab; da nahm er seine beiden S\u00f6hne Manasse und Ephraim mit sich.<br>2 Als man nun dem Jakob mitteilte: \u00bbDein Sohn Joseph kommt zu dir\u00ab, da machte Israel sich stark, setzte sich im Bett aufrecht hin<br>3 und sagte dann zu Joseph: \u00bbDer allm\u00e4chtige Gott ist mir einst zu Lus im Lande Kanaan erschienen und hat mich gesegnet<br>4 mit den Worten: \u203aIch will dich fruchtbar machen und mehren und dich zu einer Menge von St\u00e4mmen werden lassen und will dieses Land deiner Nachkommenschaft nach dir zu ewigem Besitz geben.\u2039<br>5 Und nun sollen deine beiden S\u00f6hne, die dir im Lande \u00c4gypten geboren worden sind, ehe ich zu dir nach \u00c4gypten kam, mir geh\u00f6ren: Ephraim und Manasse sollen mir geh\u00f6ren wie Ruben und Simeon.<br>6 Deine \u00fcbrigen Kinder aber, die dir nach ihnen geboren sind, sollen dir geh\u00f6ren: den Namen (eines) ihrer (beiden) Br\u00fcder sollen sie in ihrem Erbteil f\u00fchren.<br>7 Was mich aber betrifft: als ich aus Mesopotamien heimkehrte, starb mir Rahel unterwegs im Lande Kanaan, als nur noch eine Strecke Weges bis Ephrath zu gehen war, und ich begrub sie dort am Wege nach Ephrath [das ist Bethlehem].\u00ab<br>8 Als nun Israel die S\u00f6hne Josephs sah, fragte er: \u00bbWer sind diese?\u00ab<br>9 Joseph antwortete seinem Vater: \u00bbEs sind meine S\u00f6hne, die Gott mir hier geschenkt hat.\u00ab Da sagte er: \u00bbBringe sie her zu mir, damit ich sie segne!\u00ab<br>10 Israels Augen waren n\u00e4mlich infolge des Alters schwach geworden, so da\u00df er nicht (mehr) sehen konnte. Als er sie nun dicht an ihn herangebracht hatte, k\u00fc\u00dfte und umarmte er sie.<br>11 Hierauf sagte Israel zu Joseph: \u00bbIch hatte nicht gehofft, dein Angesicht je wiederzusehen; und nun hat Gott mich sogar noch Kinder von dir sehen lassen!\u00ab<br>12 Darauf zog Joseph sie wieder von seinen Knien weg und verneigte sich vor ihm bis zur Erde.<br>13 Dann nahm Joseph sie beide, Ephraim mit seiner rechten Hand auf der linken Seite Israels und Manasse mit seiner linken Hand auf der rechten Seite Israels, und lie\u00df sie so an ihn herantreten.<br>14 Da streckte Israel seine rechte Hand aus und legte sie auf das Haupt Ephraims, obgleich er der j\u00fcngere war, und seine linke Hand auf das Haupt Manasses, indem er seine Arme \u00fcbers Kreuz legte; denn Manasse war der Erstgeborene.<br>15 Dann segnete er Joseph mit den Worten: \u00bbDer Gott, vor dessen Angesicht meine V\u00e4ter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirt gewesen ist, seitdem ich lebe, bis auf diesen Tag,<br>16 der Engel, der mich aus allem Ungl\u00fcck errettet hat: er segne diese Knaben, da\u00df durch sie mein Name und der Name meiner V\u00e4ter Abraham und Isaak fortlebt und sie sich zu einer gro\u00dfen Menge auf Erden vermehren!\u00ab<br>17 Als nun Joseph sah, da\u00df sein Vater seine rechte Hand andauernd auf das Haupt Ephraims legte, mi\u00dffiel ihm dies; er fa\u00dfte daher die Hand seines Vaters, um sie vom Haupt Ephraims auf das Haupt Manasses zu legen,<br>18 indem er dabei zu seinem Vater sagte: \u00bbNicht so, lieber Vater, denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt!\u00ab<br>19 Aber sein Vater wollte nicht und sagte: \u00bbIch wei\u00df es wohl, mein Sohn, ich wei\u00df es! Auch dieser wird zu einem Volk werden, und auch er wird gro\u00df werden; jedoch sein j\u00fcngerer Bruder wird gr\u00f6\u00dfer sein als er, und seine Nachkommen werden zu einer Menge von V\u00f6lkern werden.\u00ab<br>20 So segnete er sie denn an jenem Tage mit den Worten: \u00bbMit deinem Namen werden die Israeliten einen Segenswunsch aussprechen, indem sie sagen: \u203aGott mache dich gleich Ephraim und gleich Manasse!\u2039\u00ab Damit stellte er Ephraim vor Manasse.<br>21 Hierauf sagte Israel zu Joseph: \u00bbIch werde nun sterben; aber Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer V\u00e4ter zur\u00fcckkehren lassen.<br>22 Ich aber gebe dir einen Landstrich, den du vor deinen Br\u00fcdern voraushaben sollst; ich habe ihn den Amoritern einst mit meinem Schwert und meinem Bogen abgenommen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 49<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dann berief Jakob seine S\u00f6hne und sagte: \u00bbVersammelt euch, damit ich euch das verk\u00fcnde, was euch in k\u00fcnftigen Tagen widerfahren wird!<br>2 Schart euch zusammen und h\u00f6rt zu, ihr S\u00f6hne Jakobs, ja, h\u00f6rt euren Vater Israel an!<br>3 Du, Ruben, bist mein erstgeborener Sohn, meine Kraft und der Erstling meiner St\u00e4rke, bevorzugt an W\u00fcrde und bevorzugt an Macht!<br>4 Doch \u00fcberwallend wie Wasser, sollst du keinen Vorzug genie\u00dfen! Denn du hast deines Vaters Lager bestiegen; damals hast du es entweiht: mein Bett hat er bestiegen!<br>5 Simeon und Levi sind Br\u00fcder; Werkzeuge der Gewalttat sind ihre Schwerter:<br>6 ich will nichts zu schaffen haben mit ihren Ratschl\u00e4gen, will keine Gemeinschaft haben mit ihren Entschl\u00fcssen! Denn in ihrem Zorn haben sie M\u00e4nner erschlagen und in ihrem Mutwillen Stiere verst\u00fcmmelt.<br>7 Verflucht sei ihr Zorn, da\u00df er so gewaltt\u00e4tig ist, und ihre Wut, da\u00df sie sich so grausam zeigt! Ich will sie zerteilen in Jakob und will sie zerstreuen in Israel!<br>8 Juda, du bist\u2019s, den deine Br\u00fcder preisen werden! Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken liegen; vor dir werden sich verbeugen die S\u00f6hne deines Vaters.<br>9 Ein junger L\u00f6we ist Juda: vom Raub bist du emporgestiegen, mein Sohn. Er kauert sich nieder, streckt sich hin wie ein L\u00f6we und wie eine L\u00f6win; wer darf ihn aufst\u00f6ren?<br>10 Nicht wird das Zepter von Juda weichen noch der Herrscherstab zwischen seinen F\u00fc\u00dfen hinweg, bis der kommt, dem er geb\u00fchrt, und die V\u00f6lker werden ihm Gehorsam leisten.<br>11 Er bindet sein Eself\u00fcllen an den Weinstock und das Junge seiner Eselin an die Edelrebe; er w\u00e4scht im Wein sein Gewand und im Blut der Trauben seinen Mantel;<br>12 tr\u00fcbe sind ihm die Augen vom Wein, und die Z\u00e4hne schimmern von Milch.<br>13 Sebulon wird bis hin zum Meeresstrand wohnen, und zwar am Gestade der Schiffe, und mit dem R\u00fccken wird er sich an Sidon lehnen.<br>14 Issaschar ist ein starkknochiger Esel, der zwischen den H\u00fcrden lagert.<br>15 Als er sah, da\u00df die Ruhe etwas Sch\u00f6nes und sein Land gar lieblich sei, da beugte er seinen Nacken zum Lasttragen und wurde zum dienstbaren Fronknecht.<br>16 Dan wird seinem Volke Recht schaffen wie irgendeiner von den St\u00e4mmen Israels;<br>17 Dan wird eine Schlange am Wege sein, eine Hornotter am Pfad, die das Ro\u00df in die Fersen sticht, so da\u00df sein Reiter r\u00fccklings zu Boden st\u00fcrzt. \u2013<br>18 Auf dein Heil harre ich, HERR!<br>19 Gad \u2013 Kriegsscharen werden ihn bedr\u00e4ngen, er aber wird ihnen nachdr\u00e4ngen auf der Ferse.<br>20 Asser hat Brot im \u00dcberflu\u00df; auch K\u00f6nigsleckerbissen wird er liefern.<br>21 Naphthali ist eine fl\u00fcchtige Hirschkuh; er ist\u2019s, der sch\u00f6ne Lieder vernehmen l\u00e4\u00dft.<br>22 Joseph ist eine junge Fruchtrebe, eine junge Fruchtrebe am Quell: ihre Sch\u00f6\u00dflinge ranken \u00fcber die Mauer empor.<br>23 Wenn die Pfeilsch\u00fctzen ihm zusetzen und ihn beschie\u00dfen und befehden,<br>24 bleibt sein Bogen doch best\u00e4ndig gespannt, und gelenkig sind seine Arme und H\u00e4nde infolge der Hilfe des starken Gottes Jakobs, von dorther, wo der Hirt, der Felsen Israels ist,<br>25 von dem Gott deines Vaters: er helfe dir! \u2013, und mit dem Beistand des Allm\u00e4chtigen: er segne dich mit Segensf\u00fclle vom Himmel droben, mit Segensf\u00fclle aus der Urflut, die in der Tiefe lagert, mit Segensf\u00fclle aus Br\u00fcsten und Mutterscho\u00df!<br>26 Die Segnungen deines Vaters \u00fcberragen die Segensf\u00fclle der uralten Berge, die k\u00f6stlichen Gaben der ewigen H\u00f6hen; m\u00f6gen sie zuteil werden dem Haupte Josephs und dem Scheitel des Geweihten unter seinen Br\u00fcdern!<br>27 Benjamin ist ein r\u00e4uberischer Wolf: am Morgen noch wird er den Raub verzehren und abends Beute verteilen.\u00ab<br>28 Dies sind die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels insgesamt, und dies ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat, einen jeden mit einem besonderen Segen.<br>29 Dann erteilte er ihnen folgenden Auftrag: \u00bbWenn ich jetzt zu meinen Stammesgenossen versammelt bin, so begrabt mich bei meinen V\u00e4tern in der H\u00f6hle auf dem Felde des Hethiters Ephron,<br>30 in der H\u00f6hle auf dem Felde Machpela \u00f6stlich von Mamre im Lande Kanaan, welche (H\u00f6hle) Abraham samt dem Felde von dem Hethiter Ephron zum Erbbegr\u00e4bnis gekauft hat.<br>31 Dort ist Abraham und seine Frau Sara begraben, dort ist Isaak und seine Frau Rebekka begraben, und dort habe ich Lea begraben.<br>32 Abgekauft ist das Feld mit der H\u00f6hle darauf den Hethitern.\u00ab<br>33 Als nun Jakob mit der Mitteilung seines letzten Willens an seine S\u00f6hne zu Ende war, zog er seine F\u00fc\u00dfe auf das Bett zur\u00fcck und verschied und wurde zu seinen Stammesgenossen versammelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose Kapitel 50<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jakobs Einbalsamierung und feierliche \u00dcberf\u00fchrung nach dem Erbbegr\u00e4bnis in Hebron<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da warf sich Joseph \u00fcber seinen Vater hin, weinte \u00fcber ihn gebeugt und k\u00fc\u00dfte ihn.<br>2 Hierauf befahl Joseph den \u00c4rzten, die in seinem Dienst standen, seinen Vater einzubalsamieren; da balsamierten die \u00c4rzte Israel ein.<br>3 Dar\u00fcber vergingen vierzig Tage; denn so lange Zeit ist zum Einbalsamieren erforderlich; und die \u00c4gypter trauerten siebzig Tage lang um ihn.<br>4 Als dann die Zeit der Trauer um ihn vor\u00fcber war, sagte Joseph zu den Hofbeamten des Pharaos: \u00bbWenn ich Gnade bei euch gefunden habe, so bringt doch folgendes zur Kenntnis des Pharaos:<br>5 Mein Vater hat mir einen Eid abgenommen und mir geboten: \u203aWenn ich tot bin, sollst du mich in meinem Grabe beisetzen, das ich mir im Lande Kanaan angelegt habe!\u2039 Deshalb m\u00f6chte ich nun hinaufziehen, um meinen Vater zu begraben; dann kehre ich wieder zur\u00fcck.\u00ab<br>6 Da lie\u00df ihm der Pharao sagen: \u00bbZiehe hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm hast schw\u00f6ren m\u00fcssen!\u00ab<br>7 So zog denn Joseph hin, um seinen Vater zu begraben, und mit ihm zogen alle Diener des Pharaos, die h\u00f6chsten Beamten seines Hofes und alle W\u00fcrdentr\u00e4ger des Landes \u00c4gypten,<br>8 dazu die ganze Familie Josephs, seine Br\u00fcder und \u00fcberhaupt die Angeh\u00f6rigen seines Vaters; nur ihre kleinen Kinder sowie ihr Kleinvieh und ihre Rinder lie\u00dfen sie im Lande Gosen zur\u00fcck.<br>9 Ebenso zogen sowohl Wagen als auch Reiter mit ihm, so da\u00df es ein gewaltiger Zug war.<br>10 Als sie nun nach Goren-Haatad, das jenseits des Jordans liegt, gekommen waren, veranstalteten sie dort eine gro\u00dfe und sehr feierliche Totenklage, und (Joseph) stellte um seinen Vater eine siebent\u00e4gige Leichenfeier an.<br>11 Als nun die dort wohnenden Kanaan\u00e4er die Trauerfeier bei Goren-Haatad sahen, sagten sie: \u00bbDa findet eine ernste Trauerfeier der \u00c4gypter statt\u00ab; daher gab man dem Ort den Namen \u203aTrauerfeier der \u00c4gypter\u2039; er liegt jenseits des Jordans.<br>12 Seine S\u00f6hne hielten es dann mit ihm so, wie er ihnen befohlen hatte:<br>13 sie brachten ihn n\u00e4mlich in das Land Kanaan und bestatteten ihn in der H\u00f6hle auf dem Felde Machpela, welche (H\u00f6hle) Abraham samt dem Felde zum Erbbegr\u00e4bnis von dem Hethiter Ephron gekauft hatte, \u00f6stlich von Mamre.<br>14 Hierauf kehrte Joseph, nachdem er seinen Vater bestattet hatte, nach \u00c4gypten zur\u00fcck, er und seine Br\u00fcder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu bestatten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Edelmut gegen seine Br\u00fcder<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Als nun die Br\u00fcder Josephs sahen, da\u00df ihr Vater tot war, sagten sie: \u00bbWie nun, wenn Joseph feindselig gegen uns auftr\u00e4te und uns all das B\u00f6se verg\u00e4lte, das wir ihm zugef\u00fcgt haben?\u00ab<br>16 Darum sandten sie zu Joseph und lie\u00dfen ihm sagen: \u00bbDein Vater hat uns vor seinem Tode folgende Weisung gegeben:<br>17 \u203aSo sollt ihr zu Joseph sagen: Ach bitte, vergib doch deinen Br\u00fcdern ihr Vergehen und ihre Verschuldung, da\u00df sie so \u00fcbel an dir gehandelt haben!\u2039 So vergib uns nun doch unser Vergehen; wir sind ja doch auch Knechte des Gottes deines Vaters!\u00ab Da weinte Joseph, als sie ihm das sagen lie\u00dfen.<br>18 Hierauf gingen seine Br\u00fcder selbst hin, warfen sich vor ihm nieder und sagten: \u00bbHier sind wir als deine Knechte!\u00ab<br>19 Joseph aber antwortete ihnen: \u00bbSeid ohne Furcht! Denn stehe ich etwa an Gottes Statt?<br>20 Ihr freilich hattet B\u00f6ses gegen mich im Sinn, aber Gott gedachte es zum Guten zu wenden, um das auszuf\u00fchren, was jetzt klar zutage liegt, n\u00e4mlich um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten.<br>21 F\u00fcrchtet euch also nicht! Ich selbst werde euch und eure Kinder versorgen.\u00ab So tr\u00f6stete er sie und redete ihnen freundlich zu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Josephs Alter und Tod; sein letzter Wunsch<\/h3>\n\n\n\n<p>22 So wohnte denn Joseph in \u00c4gypten samt der ganzen Familie seines Vaters, und Joseph wurde 110 Jahre alt.<br>23 Von Ephraim sah er Urenkel, und auch die S\u00f6hne Machirs, des Sohnes Manasses, wurden noch bei Lebzeiten Josephs geboren.<br>24 Da sagte Joseph zu seinen Br\u00fcdern: \u00bbIch stehe nun nahe vor dem Tode; Gott aber wird sich euer sicherlich gn\u00e4dig annehmen und euch aus diesem Lande in das Land zur\u00fcckf\u00fchren, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.\u00ab<br>25 Hierauf lie\u00df Joseph die S\u00f6hne Israels folgendes beschw\u00f6ren: \u00bbWenn Gott sich (dereinst) euer gn\u00e4dig annehmen wird, dann sollt ihr meine Gebeine von hier mitnehmen.\u00ab<br>26 Dann starb Joseph im Alter von 110 Jahren; man balsamierte ihn ein und legte ihn in \u00c4gypten in einen Sarg (eig. Schrein, Lade).<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-517_147572-29 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-517_147572-29 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-517_147572-29\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns517_776fc0-96{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns517_776fc0-96 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_776fc0-96 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns517_776fc0-96\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn517_70dcc1-62.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn517_70dcc1-62 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=41\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Startseite<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns517_1ee8d1-86{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_1ee8d1-86 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns517_1ee8d1-86\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn517_477dba-4f.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn517_477dba-4f kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns517_2b6459-77{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns517_2b6459-77 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns517_2b6459-77 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns517_2b6459-77\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn517_85aa99-be.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn517_85aa99-be kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=547\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">vor zum 2. Buch Mose<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Buch Mose \/ Genesis 1. Mose Kapitel 1 I. Die Urgeschichte (Kap. 1-11) 1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde;2 die Erde war aber eine W\u00fcstenei und \u00d6de, und Finsternis lag \u00fcber der weiten Flut, und der Geist Gottes schwebte (br\u00fctend) \u00fcber der Wasserfl\u00e4che.3 Da sprach Gott: \u00bbEs werde Licht!\u00ab,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-517","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/517\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}