{"id":618,"date":"2023-12-22T10:38:53","date_gmt":"2023-12-22T09:38:53","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=618"},"modified":"2026-01-17T10:52:26","modified_gmt":"2026-01-17T09:52:26","slug":"5-mose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=618","title":{"rendered":"5.Mose"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das f\u00fcnfte Buch Mose \/ Deuteronium<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns618_d49095-f5{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns618_d49095-f5 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_d49095-f5 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns618_d49095-f5\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn618_66bacc-f7.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn618_66bacc-f7 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2358\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn618_e1ee60-c6.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn618_e1ee60-c6 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id618_437ef7-86 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id618_437ef7-86 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id618_437ef7-86 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id618_437ef7-86 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Einleitende Reden (nebst Anhang) (1,1-4,43)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dies sind die Worte, die Mose an ganz Israel gerichtet hat jenseits des Jordans in der W\u00fcste, in der Steppe, gegen\u00fcber Suph, zwischen Paran, Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab.<br>2 Elf Tagereisen lang ist der Weg vom Horeb nach dem Gebirge Seir bis Kades-Barnea. \u2013<br>3 Im vierzigsten Jahre, am ersten Tage des elften Monats, war es: da trug Mose den Israeliten alles genau so vor, wie der HERR es ihm f\u00fcr sie geboten hatte,<br>4 nachdem er den Amoriterk\u00f6nig Sihon, der in Hesbon wohnte, und Og, den K\u00f6nig von Basan, der in Astharoth wohnte, bei Edrei geschlagen hatte.<br>5 Jenseits des Jordans, im Lande der Moabiter, unternahm es Mose, die folgende Unterweisung vorzutragen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Befehl zum Aufbruch vom Horeb (Sinai)<\/h3>\n\n\n\n<p>6 \u00bbDer HERR, unser Gott, hat am Horeb so zu uns gesprochen: \u203aIhr habt nun lange genug an diesem Berge verweilt;<br>7 brecht jetzt auf und zieht unverweilt nach dem Bergland der Amoriter und zu all ihren Nachbarn, die in der Jordanebene, in dem Bergland, in der Niederung, im S\u00fcdland und an der Meeresk\u00fcste wohnen, (also) in das Land der Kanaan\u00e4er und nach dem Libanon bis an den gro\u00dfen Strom, den Euphratstrom.<br>8 Ich \u00fcbergebe euch hiermit das Land: zieht hinein und nehmt es in Besitz, das Land, dessen Verleihung der HERR euren V\u00e4tern Abraham, Isaak und Jakob und ihrer Nachkommenschaft nach ihnen eidlich zugesagt hat.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einsetzung von Anf\u00fchrern und Obm\u00e4nnern zu Gehilfen Moses und Anweisung der schon vorhandenen Richter<\/h3>\n\n\n\n<p>9 \u00bbDamals sagte ich zu euch: \u203aIch allein bin nicht imstande, (die Sorge f\u00fcr) eure Angelegenheiten zu tragen.<br>10 Der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen, da\u00df ihr schon jetzt den Sternen des Himmels an Menge gleichkommt.<br>11 Der HERR, der Gott eurer V\u00e4ter, m\u00f6ge eure jetzige Zahl noch tausendmal gr\u00f6\u00dfer werden lassen und euch so segnen, wie er euch verhei\u00dfen hat!<br>12 Wie verm\u00f6chte ich aber allein die Last und B\u00fcrde eurer Angelegenheiten und eurer Streitsachen zu tragen?<br>13 Bringt aus euren St\u00e4mmen weise, verst\u00e4ndige und erfahrene M\u00e4nner her, damit ich sie zu Oberh\u00e4uptern \u00fcber euch einsetze!\u2039<br>14 Da antwortetet ihr mir: \u203aDer Vorschlag, den du gemacht hast, eignet sich trefflich zur Ausf\u00fchrung.\u2039<br>15 Da nahm ich eure Stammesh\u00e4upter, weise und erfahrene M\u00e4nner, und setzte sie zu Oberh\u00e4uptern \u00fcber euch ein als Oberste \u00fcber die Tausendschaften oder Hundertschaften und als Anf\u00fchrer von je f\u00fcnfzig oder je zehn und auch als Obm\u00e4nner f\u00fcr eure St\u00e4mme.<br>16 Zu gleicher Zeit gab ich euren Richtern folgende Anweisung: \u203aWenn ihr eure Volksgenossen bei Streitsachen verh\u00f6rt, so entscheidet mit Gerechtigkeit, mag jemand mit einem von seinen Volksgenossen oder mit einem bei ihm wohnenden Fremdling einen Streit haben!<br>17 Ihr d\u00fcrft beim Rechtsprechen die Person nicht ansehen: den Niedrigsten m\u00fc\u00dft ihr ebenso wie den Vornehmsten anh\u00f6ren und euch vor niemand scheuen; denn das Gericht ist Gottes Sache. Sollte aber ein Rechtsfall f\u00fcr euch zu schwierig sein, so legt ihn mir vor, damit ich die Untersuchung dabei f\u00fchre.\u2039<br>18 So gab ich euch damals Anweisung f\u00fcr alles, was ihr tun solltet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wanderung vom Horeb bis Kades-Barnea; Mutlosigkeit und Unglaube des Volkes nach Aussendung der Kundschafter<\/h3>\n\n\n\n<p>19 \u00bbAls wir dann vom Horeb aufgebrochen waren, durchwanderten wir jene ganze gro\u00dfe und schreckliche W\u00fcste, die ihr gesehen habt, in der Richtung nach dem Bergland der Amoriter hin, wie der HERR, unser Gott, uns geboten hatte, und kamen bis Kades-Barnea.<br>20 Da sagte ich zu euch: \u203aIhr seid nun bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns geben will.<br>21 Ihr wi\u00dft, da\u00df der HERR, euer Gott, euch dies Land \u00fcbergeben hat; so zieht denn hinauf und nehmt es nach dem Befehl des HERRN, des Gottes eurer V\u00e4ter, in Besitz: f\u00fcrchtet euch nicht und seid unverzagt!\u2039<br>22 Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: \u203aWir wollen einige M\u00e4nner vor uns her senden, die uns das Land auskundschaften und uns Bericht erstatten sollen \u00fcber den Weg, auf dem wir hinaufziehen m\u00fcssen, und \u00fcber die St\u00e4dte, zu denen wir gelangen werden.\u2039<br>23 Weil der Vorschlag mir zusagte, w\u00e4hlte ich zw\u00f6lf M\u00e4nner aus eurer Mitte, je einen Mann f\u00fcr den Stamm.<br>24 Die zogen dann unverweilt in das Bergland hinauf und kamen bis zum Tal Eskol und kundschafteten (das Land) aus.<br>25 Sie nahmen auch einige von den Fr\u00fcchten des Landes mit, brachten sie zu uns herab und erstatteten uns Bericht mit den Worten: \u203aEs ist ein sch\u00f6nes Land, das der HERR, unser Gott, uns geben will.\u2039<br>26 Doch ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern widersetztet euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes,<br>27 und sagtet murrend in euren Zelten: \u203aWeil der HERR uns ha\u00dfte, hat er uns aus \u00c4gypten weggef\u00fchrt, um uns in die Hand der Amoriter fallen zu lassen, damit sie uns vernichten.<br>28 Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Volksgenossen haben uns das Herz mutlos gemacht, indem sie berichtet haben: Die Leute sind dort zahlreicher als wir und h\u00f6her gewachsen, die St\u00e4dte gro\u00df und bis an den Himmel befestigt, und sogar Riesen (4.Mose 13,33) haben wir dort gesehen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vergeblicher Ermutigungsversuch Moses<\/h3>\n\n\n\n<p>29 \u00bbDa sagte ich zu euch: \u203aLa\u00dft euch nicht entmutigen und f\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen!<br>30 Der HERR, euer Gott, der vor euch einherzieht, wird selbst f\u00fcr euch streiten, ganz so, wie er euch in \u00c4gypten sichtbar geholfen hat<br>31 und auch in der W\u00fcste, wo, wie ihr gesehen habt, der HERR, euer Gott, euch getragen hat, wie ein Vater seinen Sohn tr\u00e4gt, auf dem ganzen Wege, den ihr gezogen seid, bis zu eurer Ankunft an diesem Orte.\u2039<br>32 Aber trotz alledem bliebt ihr ohne Vertrauen auf den HERRN, euren Gott,<br>33 der doch auf dem Wege vor euch einherzog, um einen Platz zum Aufschlagen eurer Lager f\u00fcr euch ausfindig zu machen: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Wege sehen k\u00f6nntet, den ihr ziehen solltet, und bei Tag in der Wolke.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das g\u00f6ttliche Strafurteil; Reue des Volkes; Fehlschlagen des eigenm\u00e4chtigen Eroberungsversuches<\/h3>\n\n\n\n<p>34 \u00bbAls nun der HERR euer lautes Reden vernahm, wurde er zornig und schwur:<br>35 \u203aWahrlich, kein einziger von diesen M\u00e4nnern, von diesem nichtsw\u00fcrdigen Geschlecht, soll das sch\u00f6ne Land zu sehen bekommen, dessen Verleihung ich euren V\u00e4tern zugeschworen habe,<br>36 au\u00dfer Kaleb, dem Sohn Jephunnes; dieser soll es zu sehen bekommen, und ihm und seinen S\u00f6hnen will ich das Land geben, dessen Boden er bereits betreten hat, zum Lohn daf\u00fcr, da\u00df er dem HERRN in allen St\u00fccken gehorsam gewesen ist.\u2039<br>37 Auch mir z\u00fcrnte der HERR um euretwillen, so da\u00df er aussprach: \u203aAuch du sollst nicht dorthin kommen:<br>38 Josua, der Sohn Nuns, dein Diener, der soll dorthin kommen; ihm sprich Mut ein, denn er soll das Land den Israeliten als Erbbesitz austeilen.<br>39 Auch eure kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt, sie w\u00fcrden eine Beute (der Feinde) werden, und eure jungen S\u00f6hne, die heute noch nicht Gutes und B\u00f6ses zu unterscheiden wissen, die sollen dorthin kommen! Denn ihnen will ich das Land geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.<br>40 Ihr aber \u2013 kehrt um und zieht in die W\u00fcste in der Richtung nach dem Schilfmeer!\u2039<br>41 Da gabt ihr mir zur Antwort: \u203aWir haben uns gegen den HERRN vers\u00fcndigt; wir wollen nun doch hinaufziehen und k\u00e4mpfen, ganz wie der HERR, unser Gott, uns geboten hat!\u2039 So g\u00fcrtetet ihr euch denn s\u00e4mtlich eure Waffen um und wolltet leichtfertig in das Bergland hinaufziehen.<br>42 Da gebot mir der HERR: \u203aWarne sie hinaufzuziehen und zu k\u00e4mpfen! Denn ich bin nicht in eurer Mitte; sonst werdet ihr von euren Feinden eine Niederlage erleiden!\u2039<br>43 Ich warnte euch also, doch ihr wolltet nicht h\u00f6ren, sondern widersetztet euch dem Befehl des HERRN und zogt in Vermessenheit in das Bergland hinauf.<br>44 Da r\u00fcckten die Amoriter, die in jenem Gebirge wohnten, euch entgegen und verfolgten euch wie ein Bienenschwarm und zersprengten euch [in Seir] bis Horma.<br>45 Nach eurer R\u00fcckkehr jammertet ihr dann vor dem HERRN; er aber achtete nicht auf euer Wehklagen und schenkte euch kein Geh\u00f6r.<br>46 So mu\u00dftet ihr denn in Kades die lange Zeit bleiben, die ihr dort zugebracht habt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbSo machten wir denn kehrt, zogen nach der W\u00fcste hin in der Richtung nach dem Schilfmeer, wie der HERR mir geboten hatte, und wanderten lange Zeit im Bogen um das Gebirge Seir herum.<br>2 Da sagte der HERR zu mir:<br>3 \u203aIhr seid nun lange genug um dieses Gebirge herumgezogen; wendet euch jetzt nordw\u00e4rts<br>4 und gib dem Volk folgende Weisung: Ihr seid jetzt im Begriff, das Gebiet eurer Br\u00fcder, der Nachkommen Esaus, die in Seir wohnen, zu durchziehen, und sie werden Furcht vor euch haben; aber h\u00fctet euch wohl,<br>5 Krieg mit ihnen anzufangen! Denn ich werde euch nichts von ihrem Lande geben, auch nicht einen Fu\u00dfbreit, weil ich das Gebirge Seir dem Esau als Erbbesitz gegeben habe.<br>6 Lebensmittel f\u00fcr euren Bedarf sollt ihr von ihnen f\u00fcr Geld kaufen, und sogar Wasser zum Trinken sollt ihr von ihnen f\u00fcr Geld erstehen;<br>7 denn der HERR, dein Gott, hat dich in all deinen Unternehmungen gesegnet; er hat sich deiner w\u00e4hrend deiner Wanderung durch diese gro\u00dfe W\u00fcste angenommen; nun schon vierzig Jahre hindurch ist der HERR, dein Gott, mit dir gewesen, so da\u00df es dir an nichts gemangelt hat.\u2039<br>8 So wanderten wir denn weiter, weg von unseren Br\u00fcdern, den Nachkommen Esaus, die in Seir wohnten, weg von der Stra\u00dfe durch die Niederung (am Jordan), weg von Elath und Ezjon-Geber, \u00e4nderten dann die Marschrichtung und schlugen den Weg nach der Steppe der Moabiter ein.<br>9 Da sagte der HERR zu mir: \u203aGreife die Moabiter nicht an und la\u00df dich in keinen Krieg mit ihnen ein! Denn ich werde dir von ihrem Lande nichts zum Besitz geben, weil ich Ar den Nachkommen Lots als Besitztum gegeben habe.\u2039<br>10 [Ehemals haben die Emiter darin gewohnt, ein gro\u00dfes, zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.<br>11 Auch sie wurden, wie die Enakiter, f\u00fcr Rephaiter gehalten; die Moabiter aber nannten sie Emiter.<br>12 Und in Seir wohnten ehemals die Horiter; aber die Nachkommen Esaus verdr\u00e4ngten sie aus ihrem Besitz, rotteten sie vor sich her aus und lie\u00dfen sich an ihrer Statt nieder, gerade so wie Israel es mit dem von ihm besetzten Lande gemacht hat, das der HERR ihnen gegeben hatte.] \u2013<br>13 \u203aMacht euch also jetzt auf und zieht \u00fcber den Flu\u00df Sered!\u2039 Da zogen wir \u00fcber den Flu\u00df Sered.<br>14 Die Zeit unserer Wanderung aber von Kades-Barnea bis zu unserm \u00dcbergang \u00fcber den Flu\u00df Sered hat achtunddrei\u00dfig Jahre betragen, bis das ganze Geschlecht der kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner aus dem Lager weggestorben war, wie der HERR es ihnen zugeschworen hatte.<br>15 Es war aber auch die Hand des HERRN gegen sie gewesen, um sie aus dem Lager bis auf den letzten Mann zu vertilgen.<br>16 Als nun die kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner s\u00e4mtlich aus dem Volke weggestorben waren,<br>17 sagte der HERR so zu mir:<br>18 \u203aDu bist jetzt im Begriff, die Grenze der Moabiter zu \u00fcberschreiten, an Ar vor\u00fcber,<br>19 und wirst nun in die N\u00e4he des Gebiets der Ammoniter kommen. Greife sie nicht an und la\u00df dich in keinen Krieg mit ihnen ein! Denn ich werde dir vom Lande der Ammoniter nichts zum Besitz geben, weil ich es den Nachkommen Lots zum Erbbesitz verliehen habe.\u2039 \u2013<br>20 [F\u00fcr ein Land der Rephaiter wird auch dieses gehalten: Rephaiter haben ehemals in ihm gewohnt, welche die Ammoniter aber Samsummiter nannten:<br>21 ein gro\u00dfes, zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter; aber der HERR rottete sie vor ihnen her aus, so da\u00df diese ihnen ihr Land wegnahmen und sich an ihrer Statt niederlie\u00dfen,<br>22 wie er es auch bei den Nachkommen Esaus, die in Seir wohnen, getan hat, vor denen er die Horiter ausrottete, so da\u00df sie ihnen ihr Land wegnahmen und sich an ihrer Statt bis auf den heutigen Tag niedergelassen haben.<br>23 Auch die Awwiter, die in Geh\u00f6ften bis Gaza hin wohnten, wurden von den Kaphthoritern ausgerottet, die aus Kaphthor ausgewandert waren und sich an ihrer Statt ansiedelten.] \u2013<br>24 \u203aBrecht nun unverweilt auf und geht \u00fcber den Flu\u00df Arnon! Ich gebe hiermit den Amoriter Sihon, den K\u00f6nig von Hesbon, und sein Land in deine Gewalt. Mache dich sofort an die Eroberung und greife ihn mit den Waffen an!<br>25 Vom heutigen Tage an will ich Furcht und Schrecken vor dir sich auf die V\u00f6lker unter dem ganzen Himmel lagern lassen: wenn sie nur die Kunde von dir vernehmen, sollen sie vor dir zittern und beben!\u2039\u00ab<br>26 \u00bbDa schickte ich Gesandte aus der W\u00fcste Kedemoth an Sihon, den K\u00f6nig von Hesbon, mit folgender friedlichen Botschaft:<br>27 \u203aLa\u00df mich durch dein Land hindurchziehen! ich will \u00fcberall auf der Landstra\u00dfe bleiben und weder nach rechts noch nach links davon abweichen.<br>28 Lebensmittel zum Unterhalt sollst du mir f\u00fcr Geld verkaufen und ebenso Wasser zum Trinken mir f\u00fcr Geld \u00fcberlassen: ich will lediglich zu Fu\u00df hindurchziehen \u2013<br>29 wie auch die Nachkommen Esaus, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen, es mit mir gehalten haben \u2013, bis ich \u00fcber den Jordan in das Land hin\u00fcberziehe, das der HERR, unser Gott, uns geben will.\u2039<br>30 Aber Sihon, der K\u00f6nig von Hesbon, wollte uns den Durchzug durch sein Land nicht gestatten; denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Sinn hart und sein Herz trotzig gemacht, um ihn in deine Gewalt zu geben, wie der heutige Tag es klar zeigt.<br>31 Da sagte der HERR zu mir: \u203aDu wei\u00dft, da\u00df ich Sihon und sein Land dir bereits preisgegeben habe; mache dich sofort an die Besetzung seines Landes, um es einzunehmen!\u2039<br>32 Als nun Sihon uns mit seinem ganzen Kriegsvolk entgegenzog, um bei Jahaz mit uns zu k\u00e4mpfen,<br>33 gab ihn der HERR, unser Gott, in unsere Gewalt, so da\u00df wir ihn samt seinen S\u00f6hnen und seinem ganzen Kriegsvolk besiegten.<br>34 Wir eroberten damals alle seine St\u00e4dte und vollstreckten in jeder Ortschaft den Bann an M\u00e4nnern, Weibern und Kindern, ohne einen einzigen entrinnen zu lassen;<br>35 nur das Vieh und den Raub aus den von uns eroberten St\u00e4dten behielten wir als Beute f\u00fcr uns.<br>36 Von Aroer, das am Ufer des Arnonflusses liegt, und \u00fcberhaupt von den St\u00e4dten, die an dem Flusse liegen, bis nach Gilead hin gab es keinen einzigen festen Platz, der f\u00fcr uns uneinnehmbar gewesen w\u00e4re; alles gab der HERR, unser Gott, in unsere Gewalt.<br>37 Nur das Land der Ammoniter habt ihr unber\u00fchrt gelassen, alles, was seitw\u00e4rts vom Flusse Jabbok liegt, und die Ortschaften im Berglande, \u00fcberhaupt alles, was der HERR, unser Gott, uns verboten hatte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbAls wir uns dann wieder aufmachten und in der Richtung nach Basan weiterzogen, r\u00fcckte uns Og, der K\u00f6nig von Basan, mit seinem ganzen Kriegsvolk entgegen, um bei Edrei mit uns zu k\u00e4mpfen.<br>2 Da sagte der HERR zu mir: \u203aF\u00fcrchte dich nicht vor ihm! Denn ich habe ihn samt seinem ganzen Volk und seinem Lande in deine Gewalt gegeben, und du sollst mit ihm verfahren, wie du mit dem Amoriterk\u00f6nig Sihon getan hast, der in Hesbon wohnte.\u2039<br>3 So gab denn der HERR, unser Gott, auch Og, den K\u00f6nig von Basan, samt seinem ganzen Kriegsvolk in unsere Gewalt, und wir schlugen ihn so, da\u00df kein einziger von ihnen entkam und \u00fcbrigblieb.<br>4 Damals eroberten wir alle seine St\u00e4dte; es gab keine Ortschaft, die wir ihnen nicht entrissen h\u00e4tten; sechzig St\u00e4dte, die ganze Landschaft Argob, alles, was zum K\u00f6nigreich Ogs in Basan geh\u00f6rte,<br>5 lauter St\u00e4dte, die mit hohen Mauern, Toren und Riegeln befestigt waren, abgesehen von der gro\u00dfen Zahl der offenen Landst\u00e4dte.<br>6 Wir vollstreckten dann den Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem K\u00f6nig von Hesbon, gemacht hatten, indem wir den Bann in jeder Ortschaft an M\u00e4nnern, Weibern und Kindern vollstreckten;<br>7 alles Vieh aber und den Raub aus den St\u00e4dten behielten wir als Beute f\u00fcr uns.\u00ab<br>8 \u00bbSo entrissen wir damals der Gewalt der beiden Amoriterk\u00f6nige das Land diesseits des Jordans vom Flu\u00df Arnon bis zum Gebirge Hermon \u2013<br>9 [die Ph\u00f6nizier nennen den Hermon Sirjon, die Amoriter dagegen nennen ihn Senir] \u2013,<br>10 alle St\u00e4dte in der Ebene und ganz Gilead sowie ganz Basan bis Salcha und Edrei, die zum K\u00f6nigreich Ogs geh\u00f6renden St\u00e4dte in Basan.<br>11 [Denn Og, der K\u00f6nig von Basan, war der einzige, der vom Rest der Rephaiter noch \u00fcbriggeblieben war; sein Sarg, ein Sarg von Basalt, befindet sich bekanntlich zu Rabba im Ammoniterlande; seine L\u00e4nge betr\u00e4gt neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der gew\u00f6hnlichen Elle gemessen.]<br>12 Dieses Land nahmen wir also damals in Besitz. (Das Land) von Aroer an, das am Flu\u00df Arnon liegt, und die H\u00e4lfte des Berglandes Gilead samt seinen St\u00e4dten \u00fcbergab ich den St\u00e4mmen Ruben und Gad;<br>13 das \u00fcbrige Gilead aber und ganz Basan, das Reich Ogs, \u00fcbergab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Landschaft Argob. [Dieser ganze Teil von Basan wird Land der Rephaiter genannt.<br>14 Jair, der Sohn Manasses, eroberte die ganze Landschaft Argob bis zum Gebiet der Gesuriter und der Maachathiter und nannte diesen Teil von Basan nach seinem Namen die \u203aZeltd\u00f6rfer Jairs\u2039, wie sie noch bis auf den heutigen Tag hei\u00dfen.<br>15 Dem Machir aber gab ich Gilead,<br>16 und den beiden St\u00e4mmen Ruben und Gad gab ich von Gilead: das Land bis zum Flu\u00df Arnon, bis zur Mitte des Flusses nebst dem zugeh\u00f6rigen Gebiet, und bis zum Flu\u00df Jabbok, der Grenze der Ammoniter,<br>17 ferner die Ebene mit dem Jordan und dem zugeh\u00f6rigen Gebiet, vom See Genezareth an bis zum Meer der Steppe, dem Salzmeer, am Fu\u00dfe der Abh\u00e4nge des Pisga, gegen Osten.]\u00ab<br>18 \u00bbDarauf gab ich ihnen damals folgende Weisung: \u203aDer HERR, euer Gott, hat euch zwar dieses Land zum Besitz gegeben; aber ihr m\u00fc\u00dft nun kampfger\u00fcstet, soviele von euch waffenf\u00e4hige M\u00e4nner sind, an der Spitze eurer Volksgenossen, der Israeliten, hin\u00fcberziehen.<br>19 Nur eure Frauen und kleinen Kinder und euer Vieh \u2013 ich wei\u00df ja, da\u00df ihr viel Vieh besitzt \u2013 sollen in euren St\u00e4dten, die ich euch gegeben habe, zur\u00fcckbleiben,<br>20 bis der HERR euren Volksgenossen, ebenso wie euch, Ruhe geschafft hat und auch sie das Land in Besitz genommen haben, das der HERR, euer Gott, ihnen jenseits des Jordans geben wird; dann m\u00f6gt ihr wieder heimkehren, ein jeder zu seinem Besitztum, das ich euch gegeben habe.\u2039 \u2013<br>21 Dem Josua aber habe ich damals folgende Weisung gegeben: \u203aDu hast mit eigenen Augen alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden K\u00f6nigen hat widerfahren lassen. Ebenso wird der HERR es mit allen anderen K\u00f6nigreichen machen, in die du hin\u00fcberziehen wirst.<br>22 F\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen! Denn der HERR, euer Gott, wird selbst f\u00fcr euch streiten.\u2039\u00ab<br>23 \u00bbAuch betete ich in jener Zeit zum HERRN mit den Worten:<br>24 \u203aO HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht bisher schon oft deine Gr\u00f6\u00dfe und deine starke Hand sehen lassen; denn wo g\u00e4be es einen Gott im Himmel und auf der Erde, der solche Werke und so gewaltige Taten vollbringen k\u00f6nnte wie du?<br>25 La\u00df mich doch hin\u00fcberziehen und das sch\u00f6ne Land jenseits des Jordans sehen, dieses sch\u00f6ne Bergland und (besonders) den Libanon!\u2039<br>26 Aber der HERR, der um euretwillen Zorn gegen mich hegte, erh\u00f6rte meine Bitte nicht, sondern antwortete mir: \u203aLa\u00df es genug sein! Rede nicht noch weiter zu mir in dieser Sache!<br>27 Steige auf den Gipfel des Pisga hinauf und richte deine Blicke nach Westen und Norden, nach S\u00fcden und Osten und sieh dir das Land mit deinen Augen an; denn du wirst nicht \u00fcber den Jordan da gehen.<br>28 Gib also dem Josua Anweisung, sprich ihm Mut ein und st\u00e4rke ihn; denn er soll an der Spitze dieses Volkes hin\u00fcberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst, zum Erbbesitz geben.\u2039 \u2013<br>29 So blieben wir denn im Tale liegen, Beth-Peor gegen\u00fcber.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbUnd nun, Israel, h\u00f6re auf die Satzungen und auf die Verordnungen, deren Beobachtung ich euch lehren will, damit ihr am Leben bleibt und in den Besitz des Landes kommt, das der HERR, der Gott eurer V\u00e4ter, euch geben will!<br>2 Ihr sollt zu den Geboten, die ich euch zur Pflicht mache, nichts hinzuf\u00fcgen und nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, beobachtet, die ich euch zur Pflicht mache.<br>3 Ihr habt mit eigenen Augen gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor (4.Mose 25) getan hat; denn alle M\u00e4nner, die dem Baal-Peor nachgingen, hat der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt,<br>4 w\u00e4hrend ihr, die ihr am HERRN, eurem Gott, festgehalten habt, heute noch alle am Leben seid.<br>5 Bedenkt wohl: ich habe euch Satzungen und Verordnungen gelehrt, wie der HERR, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr nach ihnen handelt in dem Lande, in das ihr einzieht, um es in Besitz zu nehmen.<br>6 So beobachtet sie denn und haltet sie! Denn darin soll eure Weisheit und eure Einsicht nach dem Urteil der \u00fcbrigen V\u00f6lker bestehen, die, wenn sie von all diesen Satzungen Kenntnis erhalten werden, bekennen m\u00fcssen: \u203aWahrlich, ein weises und einsichtiges Volk ist diese gro\u00dfe Volksgemeinde!\u2039<br>7 Denn wo g\u00e4be es sonst noch ein gro\u00dfes Volk, das eine Gottheit h\u00e4tte, die ihm so nahe st\u00e4nde, wie der HERR, unser Gott, zu uns steht, sooft wir zu ihm rufen?<br>8 Und wo g\u00e4be es sonst noch ein gro\u00dfes Volk, das so gerechte Satzungen und Verordnungen h\u00e4tte wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?\u00ab<br>9 \u00bbNur h\u00fcte dich und nimm dich wohl in acht, da\u00df du die Ereignisse nicht vergi\u00dft, die du mit eigenen Augen gesehen hast, und la\u00df sie dir dein ganzes Leben lang nicht aus der Erinnerung entschwinden! Nein, tu sie deinen Kindern und Kindeskindern kund!<br>10 (Gedenke insbesondere) des Tages, als du am Horeb vor dem HERRN, deinem Gott, standest, als der HERR mir gebot: \u203aVersammle mir das Volk: ich will sie meine Worte h\u00f6ren lassen, damit sie mich f\u00fcrchten lernen, solange sie auf dem Erdboden leben, und es auch ihre Kinder lehren!\u2039<br>11 Da tratet ihr nahe heran und stelltet euch am Fu\u00df des Berges auf, w\u00e4hrend der Berg bis in das Innerste des Himmels hinein in Feuerglut brannte, von Finsternis, Gew\u00f6lk und Wetterdunkel umgeben.<br>12 Der HERR redete dann zu euch mitten aus dem Feuer heraus; den Schall seiner Worte vernahmt ihr wohl, aber nur den Schall; eine Gestalt dagegen nahmt ihr nicht wahr.<br>13 Er verk\u00fcndete euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, die zehn Gebote, die er dann auf zwei Steintafeln schrieb.<br>14 Mir aber trug der HERR damals auf, euch Satzungen und Verordnungen zu lehren, die ihr befolgen solltet in dem Lande, in das ihr hin\u00fcberziehen w\u00fcrdet, um es in Besitz zu nehmen.<br>15 Da ihr nun an dem Tage, als der HERR am Horeb aus dem Feuer heraus zu euch redete, keinerlei Gestalt von ihm gesehen habt,<br>16 so h\u00fctet euch mit aller Sorgfalt davor, euch dadurch zu vers\u00fcndigen, da\u00df ihr euch ein Gottesbild in der Gestalt irgendeiner Bilds\u00e4ule anfertigt, die Nachbildung eines m\u00e4nnlichen oder weiblichen Wesens,<br>17 die Nachbildung irgendeines vierf\u00fc\u00dfigen Tieres, das auf der Erde lebt, die Nachbildung eines beschwingten Vogels, der am Himmel fliegt,<br>18 die Nachbildung irgendeines Tieres, das auf dem Erdboden kriecht, die Nachbildung irgendeines Fisches, der im Wasser unter der Erde lebt.<br>19 La\u00df dich auch, wenn du deine Augen zum Himmel hin erhebst, durch den Anblick der Sonne, des Mondes und der Sterne, des ganzen Himmelsheeres, nicht dazu verf\u00fchren, dich vor ihnen niederzuwerfen und ihnen zu dienen. Denn der HERR, dein Gott, hat sie allen anderen V\u00f6lkern unter dem ganzen Himmel zur Verehrung zugewiesen:<br>20 euch aber hat der HERR genommen und euch aus dem Eisenschmelzofen, aus \u00c4gypten, herausgef\u00fchrt, damit ihr sein Eigentumsvolk w\u00fcrdet, wie ihr es am heutigen Tage seid.<br>21 Gegen mich aber ist der HERR um euretwillen in solchen Zorn geraten, da\u00df er geschworen hat, ich solle nicht den Jordan \u00fcberschreiten und nicht das sch\u00f6ne Land betreten, das der HERR, dein Gott, dir zum Besitz geben will;<br>22 sondern ich mu\u00df in diesem Lande sterben, ohne \u00fcber den Jordan zu kommen, w\u00e4hrend ihr hin\u00fcberziehen werdet und jenes sch\u00f6ne Land in Besitz nehmt.<br>23 So h\u00fctet euch nun, den Bund, den der HERR, euer Gott, mit euch geschlossen hat, zu vergessen und euch ein Gottesbild anzufertigen, ein Abbild von irgend etwas, das der HERR, dein Gott, dir verboten hat;<br>24 denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifers\u00fcchtiger Gott.\u00ab<br>25 \u00bbWenn euch dann Kinder und Kindeskinder geboren sind und ihr euch in dem Lande eingelebt habt und euch dann vers\u00fcndigt, indem ihr euch ein Gottesbild in irgendeiner Gestalt anfertigt und somit tut, was dem HERRN, eurem Gott, mi\u00dff\u00e4llt, so da\u00df ihr ihn erbittert,<br>26 so rufe ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch an, da\u00df ihr dann unfehlbar gar bald aus dem Lande verschwinden werdet, in das ihr jetzt \u00fcber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet dann nicht lange Zeit in ihm wohnen bleiben, sondern g\u00e4nzlich daraus vertilgt werden.<br>27 Der HERR wird euch dann unter die V\u00f6lker zerstreuen, und nur eine geringe Zahl von euch wird \u00fcbrigbleiben unter den Heidenv\u00f6lkern, zu denen der HERR euch f\u00fchren wird.<br>28 Dort werdet ihr dann G\u00f6ttern dienen, die von Menschenh\u00e4nden aus Holz und Stein gemacht sind, die weder sehen noch h\u00f6ren, nicht essen und nicht atmen k\u00f6nnen.<br>29 Aber von dort aus wirst du den HERRN, deinen Gott, suchen, und du wirst ihn finden, wenn du mit ganzem Herzen und ganzer Seele nach ihm verlangst.<br>30 Wenn du in Bedr\u00e4ngnis bist und alle diese Leiden dich in zuk\u00fcnftigen Tagen treffen, so wirst du zum HERRN, deinem Gott, zur\u00fcckkehren und seinen Befehlen gehorchen.<br>31 Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott: er wird dich nicht verlassen und dich nicht ins Verderben geraten lassen und wird den Bund nicht vergessen, den er deinen V\u00e4tern mit einem Eide bekr\u00e4ftigt hat.\u00ab<br>32 \u00bbDenn forsche doch in den fr\u00fcheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tage, wo Gott Menschen auf der Erde geschaffen hat, und forsche von einem Ende des Himmels bis zu dessen anderem Ende nach, ob je etwas so Gro\u00dfes sich zugetragen hat oder etwas Derartiges geh\u00f6rt worden ist:<br>33 ob je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer heraus hat reden h\u00f6ren, wie du sie geh\u00f6rt hast, und dennoch am Leben geblieben ist;<br>34 oder ob je ein Gott auch nur den Versuch gemacht hat, auf die Erde zu kommen, um sich ein Volk mitten aus einem andern Volk herauszuholen durch Pr\u00fcfungen, durch Zeichen und Wunder, durch Krieg, mit starker Hand und hocherhobenem Arm und durch schreckenerregende Gro\u00dftaten, wie das alles der HERR, euer Gott, in \u00c4gypten vor euren Augen an euch getan hat.<br>35 Du hast es zu sehen bekommen, um zu erkennen, da\u00df der HERR der (einzige) Gott ist und da\u00df es keinen anderen au\u00dfer ihm gibt.<br>36 Vom Himmel her hat er dich seine Stimme h\u00f6ren lassen, um dich zu unterweisen, und auf der Erde hat er dich sein gewaltiges Feuer sehen lassen, und aus dem Feuer heraus hast du seine Worte vernommen.<br>37 Weil er also deine V\u00e4ter geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erw\u00e4hlt und in eigener Person mit seiner gro\u00dfen Kraft dich aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hat,<br>38 um V\u00f6lker, die dir an Gr\u00f6\u00dfe und Macht \u00fcberlegen waren, vor dir zu vertreiben und um dich herzubringen, damit er dir ihr Land als Eigentum gebe, wie es am heutigen Tage der Fall ist \u2013<br>39 so erkenne es heute und nimm es dir zu Herzen, da\u00df der HERR (allein) Gott ist oben im Himmel und unten auf der Erde, sonst aber keiner.<br>40 Darum beobachte seine Satzungen und Gebote, die ich dir heute zur Pflicht mache, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut ergeht und du lange in dem Lande wohnen bleibst, das der HERR, dein Gott, dir f\u00fcr immer geben will.\u00ab<br>41 Damals sonderte Mose im Ostjordanlande drei St\u00e4dte aus,<br>42 damit ein Totschl\u00e4ger, der einen andern unvors\u00e4tzlich get\u00f6tet h\u00e4tte, ohne vorher mit ihm verfeindet gewesen zu sein, in eine von diesen St\u00e4dten fliehen und dadurch sein Leben retten k\u00f6nnte.<br>43 Diese St\u00e4dte waren: Bezer in der Steppe, im Gebiet der Hochebene, f\u00fcr den Stamm Ruben, ferner Ramoth in Gilead f\u00fcr den Stamm Gad und Golan in Basan f\u00fcr den Stamm Manasse.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Das Gesetz mit Einleitungs- und Schlu\u00dfreden (4,44-30,20)<\/h3>\n\n\n\n<p>44 Und dies ist das Gesetz, das Mose den Israeliten vorlegte;<br>45 dies sind die Zeugnisse und die Satzungen und die Verordnungen, die Mose den Israeliten bei ihrem Auszug aus \u00c4gypten vortrug,<br>46 und zwar jenseits des Jordans in dem Tal gegen\u00fcber von Beth-Peor im Lande des ehemaligen Amoriterk\u00f6nigs Sihon, der in Hesbon gewohnt hatte und den Mose und die Israeliten bei ihrem Auszug aus \u00c4gypten geschlagen<br>47 und dessen Land sie in Besitz genommen hatten ebenso wie das Land Ogs, des K\u00f6nigs von Basan, (das Land) der beiden Amoriterk\u00f6nige, die im Ostjordanlande gewohnt hatten<br>48 von Aroer am Ufer des Arnonflusses an bis zum Berge Sion \u2013 das ist der Hermon \u2013,<br>49 nebst der ganzen Steppe auf der Ostseite des Jordans bis an das Meer der Steppe am Fu\u00df der Abh\u00e4nge des Pisga.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da berief Mose alle Israeliten und sagte zu ihnen: \u00bbVernimm, Israel, die Satzungen und Verordnungen, die ich euch heute laut vortrage: lernt sie und beobachtet sie genau!<br>2 Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen.<br>3 Nicht mit unsern V\u00e4tern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns hier, die wir alle heute noch am Leben sind.<br>4 Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berge aus dem Feuer heraus mit euch geredet,<br>5 w\u00e4hrend ich selbst damals zwischen dem HERRN und euch stand, um euch die Worte des HERRN zu verk\u00fcndigen; denn ihr f\u00fcrchtetet euch vor dem Feuer und waret nicht auf den Berg gestiegen. Die Worte aber lauteten so:\u00ab<br>6 \u00bbIch bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Diensthause, hinausgef\u00fchrt hat.<br>7 Du sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir!<br>8 Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen, irgendein Abbild von dem, was oben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser unterhalb der Erde ist!<br>9 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Verschuldung der V\u00e4ter heimsucht an den Kindern, ja an den Enkeln und Urenkeln derer, die mich hassen,<br>10 der aber Gnade erweist an Tausenden von Nachkommen derer, die mich lieben und meine Gebote halten.<br>11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mi\u00dfbrauchen!; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mi\u00dfbraucht.<br>12 Beobachte den Sabbattag, da\u00df du ihn heilig h\u00e4ltst, wie der HERR, dein Gott, dir geboten hat!<br>13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Gesch\u00e4fte verrichten!<br>14 Aber der siebte Tag ist ein Feiertag zu Ehren des HERRN, deines Gottes: da darfst du keinerlei Arbeit verrichten, weder du selbst, noch dein Sohn oder deine Tochter, weder dein Knecht noch deine Magd, weder dein Ochs, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch der Fremdling, der sich bei dir in deinen Ortschaften aufh\u00e4lt, damit dein Knecht und deine Magd ausruhen k\u00f6nnen wie du selbst.<br>15 Denke daran, da\u00df du selbst ein Knecht gewesen bist im Lande \u00c4gypten und da\u00df der HERR, dein Gott, dich von dort mit starker Hand und hocherhobenem Arm weggef\u00fchrt hat; darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern.<br>16 Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der HERR, dein Gott, dir geboten hat, damit du lange lebst und damit es dir wohlergeht in dem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird!<br>17 Du sollst nicht t\u00f6ten!<br>18 Du sollst nicht ehebrechen!<br>19 Du sollst nicht stehlen!<br>20 Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen gegen deinen N\u00e4chsten!<br>21 Du sollst nicht begehren deines N\u00e4chsten Weib und sollst dich nicht nach dem Hause deines N\u00e4chsten gel\u00fcsten lassen, nach seinem Felde, nach seinem Knecht und seiner Magd, nach seinem Ochsen und seinem Esel und nach allem, was deinem N\u00e4chsten geh\u00f6rt!\u00ab<br>22 \u00bbDiese Worte hat der HERR auf dem Berge zu eurer ganzen Versammlung mit lauter Stimme mitten aus dem Feuer und dem dunklen Gew\u00f6lk heraus gesprochen und nichts weiter hinzugef\u00fcgt; er hat sie dann auf zwei Steintafeln geschrieben und diese mir \u00fcbergeben.<br>23 Als ihr aber die Stimme mitten aus dem Dunkel heraus vernahmt, w\u00e4hrend der Berg in Feuerglut brannte, da tratet ihr zu mir heran, alle eure Stammesh\u00e4upter und eure \u00c4ltesten,<br>24 und sagtet: \u203aDer HERR, unser Gott, hat uns nunmehr seine Herrlichkeit und Gr\u00f6\u00dfe sehen lassen, und wir haben seine Stimme aus dem Feuer heraus geh\u00f6rt: heute haben wir erlebt, da\u00df, wenn der HERR mit Menschen redet, diese doch am Leben bleiben.<br>25 Aber warum sollen wir uns jetzt noch in Todesgefahr begeben? Denn dieses gewaltige Feuer wird uns verzehren! Wenn wir selbst die Stimme des HERRN, unseres Gottes, noch weiter h\u00f6ren, so werden wir sterben.<br>26 Denn wo g\u00e4be es in der ganzen Menschheit jemanden, der wie wir die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer heraus h\u00e4tte reden h\u00f6ren und doch am Leben geblieben w\u00e4re?<br>27 Tritt du hinzu und h\u00f6re alles an, was der HERR, unser Gott, sagen wird; berichte du uns dann alles, was der HERR, unser Gott, dir sagen wird, so wollen wir es h\u00f6ren und befolgen.\u2039<br>28 Als nun der HERR diese Worte vernahm, die ihr mit lauter Stimme an mich gerichtet hattet, sagte der HERR zu mir: \u203aIch habe die Worte geh\u00f6rt, die dieses Volk mit lauter Stimme an dich gerichtet hat; sie haben recht in allem, was sie zu dir gesagt haben.<br>29 M\u00f6chte doch dieser ihr Vorsatz ihnen verbleiben, da\u00df sie mich allezeit f\u00fcrchten und alle meine Gebote halten! Dann sollte es ihnen und ihren Kindern immerdar gut ergehen.<br>30 Gehe hin und sage ihnen: Kehrt zu euren Zelten zur\u00fcck!<br>31 Du aber bleibe hier bei mir stehen, damit ich dir alle Verordnungen und die Satzungen und Gebote mitteile, die du sie lehren sollst, damit sie danach tun in dem Lande, das ich ihnen zum Besitz geben will.\u2039<br>32 So achtet denn darauf, da\u00df ihr so tut, wie der HERR, euer Gott, euch geboten hat: weicht weder zur Rechten noch zur Linken davon ab!<br>33 Wandelt genau auf dem Wege, den der HERR, euer Gott, euch geboten hat, damit ihr das Leben behaltet und es euch wohlgeht und ihr lange in dem Lande wohnen bleibt, das ihr in Besitz nehmen sollt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDies ist nun das Gesetz, die Satzungen und die Verordnungen, die ich euch nach dem Befehl des HERRN, eures Gottes, lehren soll, damit ihr nach ihnen lebt in dem Lande, zu dessen Eroberung ihr jetzt hin\u00fcberzieht,<br>2 auf da\u00df ihr, du und deine Kinder und Kindeskinder, den HERRN, euren Gott, euer ganzes Leben lang f\u00fcrchtet und alle seine Satzungen und Gebote beobachtet, die ich dir zur Pflicht mache, und auf da\u00df deine Tage lange Dauer haben.<br>3 So h\u00f6re sie denn, Israel, und achte darauf, sie zu befolgen, damit es dir wohlgeht und ihr sehr zahlreich werdet, wie der HERR, der Gott deiner V\u00e4ter, es dir zugesagt hat \u2013 in einem von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dfenden Lande.<br>4 H\u00f6re, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!<br>5 So liebe denn den HERRN, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft!<br>6 So m\u00f6gen denn diese Worte, die ich dir heute gebiete, dir am Herzen liegen,<br>7 und du sollst sie deinen Kindern einsch\u00e4rfen und von ihnen reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf der Wanderung begriffen bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.<br>8 Du sollst sie dir als ein Gedenkzeichen an die Hand binden und sie als Binde zwischen deinen Augen tragen<br>9 und sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.\u00ab<br>10 \u00bbAuch wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringen wird, das er dir, wie er deinen V\u00e4tern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat, zu eigen geben will, gro\u00dfe und sch\u00f6ne St\u00e4dte, die du nicht gebaut hast,<br>11 und H\u00e4user, angef\u00fcllt mit G\u00fctern jeder Art, die du nicht angef\u00fcllt hast, in Fels gehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Oliveng\u00e4rten, die du nicht angelegt hast, und du dich dann satt daran i\u00dft:<br>12 so h\u00fcte dich wohl, den HERRN zu vergessen, der dich aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Hause der Knechtschaft, ausgef\u00fchrt hat!<br>13 Den HERRN, deinen Gott, sollst du f\u00fcrchten und ihm dienen und bei seinem Namen schw\u00f6ren.<br>14 Ihr d\u00fcrft keinem andern Gott von den G\u00f6ttern der V\u00f6lker, die rings um euch her wohnen, anhangen;<br>15 denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott in deiner Mitte; es m\u00f6chte sonst der Zorn des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennen und er dich vom Erdboden vertilgen.\u00ab<br>16 \u00bbIhr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn in Massa (2.Mose 17,1-7) versucht habt;<br>17 ihr sollt vielmehr die Gebote des HERRN, eures Gottes, getreulich beobachten sowie seine Zeugnisse und seine Verordnungen, die er dir zur Pflicht gemacht hat;<br>18 und du sollst das tun, was in den Augen des HERRN recht und gut ist, damit es dir wohlergeht und du in das sch\u00f6ne Land, das der HERR deinen V\u00e4tern zugeschworen hat, einziehst und es in Besitz nimmst,<br>19 indem du alle deine Feinde vor dir her vertreibst, wie der HERR es verhei\u00dfen hat.\u00ab<br>20 \u00bbWenn dann dein Sohn dich k\u00fcnftig fragt: \u203aWas hat es denn mit den Zeugnissen, den Satzungen und den Verordnungen auf sich, die der HERR, unser Gott, euch geboten hat?\u2039,<br>21 so sollst du deinem Sohne antworten: \u203aWir waren Knechte des Pharaos in \u00c4gypten; aber der HERR hat uns mit starker Hand aus \u00c4gypten hinausgef\u00fchrt,<br>22 und der HERR hat vor unsern Augen gro\u00dfe und furchtbare Zeichen und Wunder in \u00c4gypten am Pharao und seinem ganzen Hause getan;<br>23 uns aber hat er von dort weggef\u00fchrt, um uns hierher zu bringen, damit er uns das Land g\u00e4be, das er unsern V\u00e4tern zugeschworen hatte.<br>24 Daher hat der HERR uns geboten, alle diese Satzungen zu beobachten, indem wir den HERRN, unsern Gott, f\u00fcrchteten, damit es uns allezeit wohlergehe und er uns am Leben erhalte, wie es noch an diesem Tage der Fall ist.<br>25 So werden wir denn als gerecht dastehen, wenn wir es uns angelegen sein lassen, dieses ganze Gesetz vor dem HERRN, unserm Gott, zu erf\u00fcllen, wie er uns geboten hat.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn der HERR, dein Gott, dich in das Land gebracht hat, in das du jetzt ziehst, um es in Besitz zu nehmen, und viele V\u00f6lkerschaften, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaan\u00e4er, Pherissiter, Hewiter und Jebusiter, sieben V\u00f6lkerschaften, die an Zahl und St\u00e4rke dir \u00fcberlegen sind, vor dir her vertrieben hat,<br>2 und wenn der HERR, dein Gott, sie in deine Gewalt gegeben hat und du sie besiegt hast, so sollst du den Bann schonungslos an ihnen vollstrecken: du darfst kein Abkommen mit ihnen treffen und keine Gnade gegen sie \u00fcben.<br>3 Du darfst dich auch nicht mit ihnen verschw\u00e4gern, weder deine T\u00f6chter an ihre S\u00f6hne verheiraten noch ihre T\u00f6chter f\u00fcr deine S\u00f6hne zu Frauen nehmen;<br>4 denn sie w\u00fcrden deine S\u00f6hne von mir abwendig machen, so da\u00df sie anderen G\u00f6ttern dienen, und der Zorn des HERRN w\u00fcrde gegen euch entbrennen und euch schnell vertilgen.<br>5 Vielmehr sollt ihr so mit ihnen verfahren: ihre Alt\u00e4re sollt ihr niederrei\u00dfen, ihre Malsteine zertr\u00fcmmern, ihre G\u00f6tzenb\u00e4ume umhauen und ihre geschnitzten G\u00f6tterbilder im Feuer verbrennen.<br>6 Denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, geheiligtes Volk: dich hat der HERR, dein Gott, aus allen V\u00f6lkern, die auf dem Erdboden sind, zu seinem Eigentumsvolk erw\u00e4hlt.<br>7 Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher w\u00e4rt als alle anderen V\u00f6lker, hat der HERR sich euch zugewandt und euch erw\u00e4hlt \u2013 ihr seid ja das kleinste unter allen V\u00f6lkern \u2013;<br>8 nein, weil der HERR Liebe zu euch hegte und weil er den Eid halten wollte, den er euren V\u00e4tern zugeschworen hatte, deshalb hat der HERR euch mit starker Hand weggef\u00fchrt und euch aus dem Hause der Knechtschaft, aus der Gewalt des Pharaos, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, erl\u00f6st.<br>9 So erkenne denn, da\u00df der HERR, dein Gott, der (wahre) Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Gnade bis ins tausendste Glied denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,<br>10 aber denen, die ihn hassen, mit Vernichtung ihrer eigenen Person vergilt und seinen Widersachern keinen Aufschub gew\u00e4hrt, sondern ihnen an ihrer eigenen Person vergilt.<br>11 So halte denn das Gesetz, sowohl die Satzungen als auch die Verordnungen, deren Beobachtung ich dir heute gebiete.\u00ab<br>12 \u00bbWenn du nun diesen Verordnungen gehorchst und sie in deinem ganzen Tun beobachtest, so wird der HERR, dein Gott, dir daf\u00fcr den Bund und die Gnade bewahren, die er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat,<br>13 und wird dich lieben und segnen und dich zahlreich werden lassen, dir Kindersegen bescheren und deine Feldfr\u00fcchte, dein Getreide, deinen Wein und dein \u00d6l, die Jungen deiner Rinder und den Nachwuchs deines Kleinviehs in dem Lande segnen, das du, wie er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat, besitzen sollst.<br>14 Gesegnet wirst du vor allen V\u00f6lkern sein: kein Mann und kein Weib unter dir soll unfruchtbar sein und ebenso auch kein St\u00fcck von deinem Vieh.<br>15 Der HERR wird auch alle Krankheiten von dir fernhalten und keine von den b\u00f6sen Seuchen \u00c4gyptens, die du kennst, \u00fcber dich kommen lassen, sondern alle deine Feinde damit heimsuchen.<br>16 Du sollst aber alle V\u00f6lker vernichten, die der HERR, dein Gott, in deine Gewalt gibt: dein Auge soll sie nicht mitleidig ansehen, und du sollst ihren G\u00f6ttern nicht dienen, denn das w\u00fcrde ein Fallstrick f\u00fcr dich sein.<br>17 Wenn du aber bei dir denken solltest: \u203aDiese V\u00f6lkerschaften sind mir zu stark, wie sollte ich sie vertreiben k\u00f6nnen?\u2039 \u2013:<br>18 f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen! Denke vielmehr an das zur\u00fcck, was der HERR, dein Gott, am Pharao und an allen \u00c4gyptern getan hat,<br>19 an die gro\u00dfen Machterweise, die du mit eigenen Augen gesehen hast, an die Zeichen und Wunder, an die starke Hand und den hocherhobenen Arm, mit dem der HERR, dein Gott, dich herausgef\u00fchrt hat: ebenso wird der HERR, dein Gott, mit allen V\u00f6lkern verfahren, vor denen du dich jetzt f\u00fcrchtest.<br>20 Auch die Hornissen (2.Mose 23,28) wird der HERR, dein Gott, gegen sie loslassen, bis die \u00dcbriggebliebenen und die sich vor dir Versteckenden umgekommen sind.<br>21 Habe also keine Angst vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein gro\u00dfer und furchtbarer Gott.<br>22 Doch der HERR, dein Gott, wird diese V\u00f6lker nur nach und nach vor dir vertreiben: du darfst sie nicht schnell vernichten, sonst w\u00fcrden die wilden Tiere zu deinem Schaden \u00fcberhandnehmen.<br>23 Jedoch wird der HERR, dein Gott, sie dir preisgeben und sie in gro\u00dfe Best\u00fcrzung versetzen, bis sie ausgerottet sind;<br>24 und er wird ihre K\u00f6nige in deine Gewalt geben, und du wirst ihre Namen unter dem Himmel austilgen: niemand soll vor dir standhalten, bis du sie ausgerottet hast.<br>25 Ihre geschnitzten G\u00f6tzenbilder sollt ihr im Feuer verbrennen: du sollst nach dem Silber und Gold, das sich an ihnen befindet, kein Verlangen tragen und es nicht f\u00fcr dich hinnehmen, damit du dadurch nicht ins Verderben ger\u00e4tst, denn es ist ein Greuel f\u00fcr den HERRN, deinen Gott,<br>26 und du sollst einen solchen Greuel nicht in dein Haus kommen lassen, um nicht gleich ihm dem Bann zu verfallen; du sollst es vielmehr mit Ekel verabscheuen und es durchaus f\u00fcr etwas Greuelhaftes halten, denn es ist dem Banne geweiht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDas ganze Gesetz, das ich dir heute gebiete, sollt ihr gewissenhaft befolgen, damit ihr am Leben bleibt und zahlreich werdet und hineinkommt, um das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR euren V\u00e4tern zugeschworen hat.<br>2 Und du sollst des ganzen Weges gedenken, den der HERR, dein Gott, dich nun vierzig Jahre lang in der W\u00fcste hat wandern lassen, um dich dem\u00fctig zu machen und dich zu erproben, damit er erkenne, wie es um dein Herz steht, ob du n\u00e4mlich seine Gebote halten wirst oder nicht.<br>3 So dem\u00fctigte er dich denn und lie\u00df dich Hunger leiden; dann aber speiste er dich wieder mit dem Manna, das weder du noch deine V\u00e4ter gekannt hatten, um dich zu der Erkenntnis zu f\u00fchren, da\u00df der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern da\u00df der Mensch von allem lebt, was vom Mund des HERRN ausgeht.<br>4 Die Kleider, die du anhattest, haben sich nicht abgenutzt, und die F\u00fc\u00dfe sind dir w\u00e4hrend dieser vierzig Jahre nicht geschwollen.<br>5 So erkenne denn in deinem Herzen, da\u00df der HERR, dein Gott, ebenso dein Erzieher ist, wie ein Vater seinen Sohn erzieht,<br>6 und befolge die Gebote des HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen Wegen wandelst und ihn f\u00fcrchtest.\u00ab<br>7 \u00bbDenn der HERR, dein Gott, will dich in ein sch\u00f6nes Land bringen, in ein Land mit Wasserb\u00e4chen, Quellen und Grundwassern, die in der Niederung und im Gebirge entspringen,<br>8 ein Land mit Weizen und Gerste, mit Weinst\u00f6cken, Feigenb\u00e4umen und Granaten, ein Land mit \u00d6lb\u00e4umen und Honig,<br>9 ein Land, in welchem du dein Brot nicht k\u00e4rglich zu essen brauchst, sondern an nichts Mangel leiden wirst, ein Land, das in seinem Gestein Eisen birgt und aus dessen Bergen du Kupfer heraushauen wirst.<br>10 Wenn du dann gegessen hast und satt geworden bist, so preise den HERRN, deinen Gott, f\u00fcr das sch\u00f6ne Land, das er dir gegeben hat.\u00ab<br>11 \u00bbH\u00fcte dich ja, alsdann den HERRN, deinen Gott, zu vergessen, so da\u00df du seine Verordnungen, sowohl seine Gebote als auch seine Satzungen, deren Befolgung ich dir heute zur Pflicht mache, nicht beobachtest.<br>12 La\u00df nicht, w\u00e4hrend du dich satt i\u00dft und dir sch\u00f6ne H\u00e4user zum Bewohnen baust<br>13 und deine Rinder und dein Kleinvieh sich mehren und Silber und Gold sich dir mehren und dein gesamter Besitz zunimmt,<br>14 dein Herz sich \u00fcberheben und vergi\u00df nicht den HERRN, deinen Gott, der dich aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Hause der Knechtschaft, herausgef\u00fchrt,<br>15 der dich durch die gro\u00dfe und furchtbare W\u00fcste mit ihren feurigen Schlangen und Skorpionen geleitet hat, durch wasserlose, d\u00fcrre Gegenden, und der dir Wasser aus dem kieselharten Felsen hat sprudeln lassen;<br>16 der dich mit Manna, das deine V\u00e4ter nicht gekannt hatten, in der W\u00fcste gespeist hat, um dich dem\u00fctig zu machen und auf die Probe zu stellen, damit er dir zuletzt Gutes erweisen k\u00f6nnte.<br>17 Denke dann nicht etwa bei dir selbst: \u203aMeine Kraft und meine starken Arme haben mir diesen Wohlstand verschafft!\u2039<br>18 Denke vielmehr daran, da\u00df der HERR, dein Gott, es ist, der dir die Kraft verliehen hat, solchen Wohlstand zu erwerben, weil er seinen Bund aufrechthalten will, den er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat [wie es an diesem Tage offenbar ist].<br>19 Wenn du aber trotzdem den HERRN, deinen Gott, vergi\u00dft und anderen G\u00f6ttern nachgehst und ihnen dienst und sie anbetest, so bezeuge ich euch heute feierlich, da\u00df ihr unfehlbar zugrunde gehen werdet!<br>20 Wie die V\u00f6lkerschaften, die der HERR vor euch vernichtet, so werdet auch ihr alsdann zugrunde gehen zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df ihr nicht auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, geh\u00f6rt habt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbH\u00f6re, Israel! Du bist jetzt im Begriff, \u00fcber den Jordan zu ziehen, um dir dr\u00fcben V\u00f6lker zu unterwerfen, die gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker sind als du: gro\u00dfe und bis an den Himmel befestigte St\u00e4dte,<br>2 ein gro\u00dfes und hochgewachsenes Volk, die Enakiter (4.Mose 13,33), die du selbst schon kennst und von denen du selbst hast sagen h\u00f6ren: \u203aWer k\u00f6nnte es mit den Enakitern aufnehmen?\u2039<br>3 So sollst du denn jetzt erkennen, da\u00df der HERR, dein Gott, selbst es ist, der an deiner Spitze als ein verzehrendes Feuer hin\u00fcberzieht: er wird sie vernichten, und er wird sie vor dir her niederwerfen, so da\u00df du sie schnell aus ihrem Besitz vertreiben und sie vernichten kannst, wie der HERR es dir verhei\u00dfen hat.<br>4 Denke nun nicht bei dir selbst, wenn der HERR, dein Gott, sie vor dir her vertreibt: \u203aUm meines Verdienstes willen hat der HERR mich hierher gef\u00fchrt, damit ich dieses Land in Besitz nehme\u2039 [w\u00e4hrend der HERR diese V\u00f6lkerschaften doch wegen ihrer Verworfenheit vor dir her ausrottet].<br>5 Nicht um deines Verdienstes willen und nicht wegen deines aufrichtigen Herzens gelangst du in den Besitz ihres Landes, sondern der HERR, dein Gott, rottet diese V\u00f6lkerschaften vor dir her aus wegen ihrer Verworfenheit und auch um die Verhei\u00dfung zu erf\u00fcllen, die der HERR deinen V\u00e4tern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.<br>6 Bedenke also wohl, da\u00df der HERR, dein Gott, dir dieses sch\u00f6ne Land nicht um deines Verdienstes willen zum Eigentum gibt; denn du bist ein halsstarriges Volk.\u00ab<br>7 \u00bbDenke daran und vergi\u00df es nicht, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, in der W\u00fcste erz\u00fcrnt hast! Von dem Tage an, da ihr aus dem Land \u00c4gypten ausgezogen seid, bis zu eurer Ankunft an diesem Ort habt ihr euch widerspenstig gegen den HERRN gezeigt.<br>8 Besonders am Horeb habt ihr ihn erz\u00fcrnt, und der HERR wurde gegen euch so aufgebracht, da\u00df er euch vertilgen wollte.<br>9 Als ich auf den Berg gestiegen war, um die Steintafeln, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hatte, in Empfang zu nehmen, da blieb ich vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte auf dem Berge, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken.<br>10 Da \u00fcbergab der HERR mir die beiden Steintafeln, die vom Finger Gottes beschrieben waren und auf denen alle die Worte standen, die der HERR am Tage der Versammlung an dem Berge aus dem Feuer heraus zu euch geredet hatte.<br>11 Als nun der HERR mir damals nach Verlauf von vierzig Tagen und vierzig N\u00e4chten die beiden Steintafeln, die Tafeln des Bundes, \u00fcbergeben hatte,<br>12 sagte der HERR zu mir: \u203aAuf! Steige schnell von hier hinab, denn dein Volk, das du aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt hast, handelt s\u00fcndhaft: sie sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.\u2039<br>13 Dann sagte der HERR weiter zu mir: \u203aIch habe dieses Volk beobachtet und erkenne wohl: es ist ein halsstarriges Volk.<br>14 La\u00df mich sie nun vertilgen und ihren Namen unter dem Himmel ausl\u00f6schen! Dich will ich daf\u00fcr zu einem Volk machen, das st\u00e4rker und zahlreicher ist als sie.\u2039<br>15 Hierauf kehrte ich um und stieg vom Berge hinunter, w\u00e4hrend der Berg im Feuer brannte und die beiden Bundestafeln in meinen beiden H\u00e4nden waren.<br>16 Da sah ich denn wirklich, da\u00df ihr gegen den HERRN, euren Gott, ges\u00fcndigt und euch ein gegossenes Stierbild gemacht hattet; ihr wart schnell von dem Wege abgewichen, den der HERR euch geboten hatte.<br>17 Da fa\u00dfte ich die beiden Tafeln, schleuderte sie weg aus meinen beiden H\u00e4nden und zertr\u00fcmmerte sie vor euren Augen.<br>18 Darauf aber warf ich mich vor dem HERRN nieder wie das erste Mal, vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte lang, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken, wegen all der S\u00fcnden, die ihr begangen hattet, indem ihr etwas tatet, was dem HERRN mi\u00dffiel und ihn erz\u00fcrnen mu\u00dfte;<br>19 denn mir war bange vor dem Zorn und Grimm, den der HERR gegen euch hegte, so da\u00df er euch vertilgen wollte. Und der HERR erh\u00f6rte mich auch diesmal.<br>20 Auch gegen Aaron war der HERR heftig erz\u00fcrnt, so da\u00df er ihn vertilgen wollte; darum legte ich damals auch f\u00fcr Aaron F\u00fcrbitte ein.<br>21 Das Machwerk eurer S\u00fcnde aber, das Stierbild, das ihr angefertigt hattet, nahm ich und verbrannte es im Feuer, ich zerschlug es in St\u00fccke und zermalmte es, bis es zu feinem Staub geworden war; und diesen Staub warf ich in den Bach, der vom Berge herabflo\u00df.\u00ab<br>22 \u00bbAuch bei Thabera (4.Mose 11,1-3) und Massa (2.Mose 17,2-7) und bei den Lustgr\u00e4bern (4.Mose 11,4-34) habt ihr den HERRN immerfort erz\u00fcrnt;<br>23 und als der HERR euch aus Kades-Barnea (4.Mose 13) aufbrechen hie\u00df mit dem Befehl: \u203aZieht hinauf und besetzt das Land, das ich euch bestimmt habe!\u2039, da habt ihr euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes, widersetzt und kein Vertrauen zu ihm gehabt und seiner Weisung nicht gehorcht:<br>24 widerspenstig seid ihr gegen den HERRN gewesen, seit ich euch kenne!\u00ab<br>25 \u00bbAls ich nun jene vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte vor dem HERRN am Boden hingestreckt gelegen hatte \u2013 denn der HERR hatte es ausgesprochen, da\u00df er euch vertilgen wolle \u2013,<br>26 da betete ich zum HERRN folgenderma\u00dfen: \u203aO HERR, unser Gott! Vernichte nicht dieses Volk und dein Eigentum, das du durch deine gro\u00dfe Macht befreit, das du mit starker Hand aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hast!<br>27 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich nicht an die Halsstarrigkeit dieses Volkes und an seine Bosheit und S\u00fcnde,<br>28 damit man in dem Lande, aus dem du uns weggef\u00fchrt hast, nicht sagen kann: Weil der HERR nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, das er ihnen zugesagt hatte, und weil er sie ha\u00dfte, hat er sie hinausgef\u00fchrt, um sie in der W\u00fcste sterben zu lassen!<br>29 Sie sind ja doch dein Volk und dein Eigentum, das du mit deiner gro\u00dfen Kraft und deinem hocherhobenen Arm hinausgef\u00fchrt hast.\u2039<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Damals sagte der HERR zu mir: \u203aHaue dir zwei Steintafeln zurecht, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg herauf; fertige dir auch eine h\u00f6lzerne Lade an.<br>2 Ich will dann auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln gestanden haben, welche du zertr\u00fcmmert hast; dann sollst du sie in die Lade legen.\u2039<br>3 So fertigte ich denn eine Lade von Akazienholz an, hieb zwei Steintafeln zurecht, wie die ersten waren, und stieg mit den beiden Tafeln in der Hand auf den Berg hinauf.<br>4 Da schrieb er auf die Tafeln in derselben Schrift, wie das erste Mal, die zehn Gebote, die der HERR am Tage der Versammlung an dem Berge aus dem Feuer heraus euch zugerufen hatte, und \u00fcbergab mir (die Tafeln).<br>5 Als ich dann umgekehrt und vom Berge wieder hinabgestiegen war, legte ich die Tafeln in die Lade, die ich angefertigt hatte; dort sind sie liegen geblieben, wie der HERR mir geboten hatte.<br>6 Die Israeliten aber brachen von Beeroth-Bene-Jaakan nach Mosera auf; dort starb Aaron und wurde dort begraben, und sein Sohn Eleasar trat als Priester an seine Stelle (4.Mose 20,22-29).<br>7 Von da zogen sie nach Gudgoda weiter und von Gudgoda nach Jotba, einem reichbew\u00e4sserten Landstrich.<br>8 Damals sonderte der HERR den Stamm Levi dazu aus, die Lade mit dem Bundesgesetz des HERRN zu tragen und als seine Diener vor ihm zu stehen und in seinem Namen zu segnen (4.Mose 6,22-27), wie es bis auf den heutigen Tag geschieht.<br>9 Darum haben die Leviten kein Erbteil und kein Besitztum erhalten wie ihre Br\u00fcder: der HERR ist ihr Erbteil, wie der HERR, dein Gott, ihnen zugesagt hat.<br>10 Als ich aber auf dem Berge ebenso lange wie das erste Mal, n\u00e4mlich vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte, geblieben war, erh\u00f6rte der HERR mich auch diesmal; der HERR wollte dich nicht verderben<br>11 und gebot mir: \u203aMache dich auf den Weg und brich an der Spitze des Volkes auf, damit sie ans Ziel kommen und das Land in Besitz nehmen, das ich ihnen geben will, wie ich ihren V\u00e4tern eidlich versprochen habe!\u2039\u00ab<br>12 \u00bbUnd nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir? Doch nur, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, f\u00fcrchtest und immerdar auf seinen Wegen wandelst und da\u00df du ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst,<br>13 indem du die Gebote und die Satzungen des HERRN, die ich dir heute gebiete, zu deinem eigenen Wohlergehen beobachtest.<br>14 Bedenke wohl: dem HERRN, deinem Gott, geh\u00f6rt der Himmel, und zwar der innerste Himmel, die Erde und alles, was auf ihr ist;<br>15 und doch hat der HERR sich nur deinen V\u00e4tern in Liebe zugewandt und hat euch, die Nachkommen jener, aus allen V\u00f6lkern auserw\u00e4hlt, wie es an diesem Tage offenbar ist.<br>16 So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und zeigt euch nicht l\u00e4nger halsstarrig!<br>17 Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott der G\u00f6tter und der Herr der Herren, der gro\u00dfe, starke und furchtbare Gott, der die Person nicht ansieht und sich nicht bestechen l\u00e4\u00dft,<br>18 der den Waisen und Witwen Recht schafft und den Fremdling liebhat, so da\u00df er ihm Brot und Kleidung gibt.<br>19 Darum sollt ihr auch den Fremdling lieben; denn ihr seid selbst Fremdlinge im Lande \u00c4gypten gewesen.<br>20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du f\u00fcrchten, ihm sollst du dienen, ihm anhangen und nur bei seinem Namen schw\u00f6ren!<br>21 Er ist dein Ruhm und er dein Gott, der an dir jene gro\u00dfen und wunderbaren Taten vollf\u00fchrt hat, die du mit eigenen Augen gesehen hast.<br>22 Siebzig Seelen an Zahl sind einst deine V\u00e4ter nach \u00c4gypten hinabgezogen, und jetzt hat der HERR, dein Gott, dich so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbSo liebe denn den HERRN, deinen Gott, und beobachte allezeit, was er beobachtet wissen will, seine Satzungen, seine Verordnungen und seine Gebote,<br>2 und erkennet heute \u2013 denn nicht zu euren Kindern rede ich, welche die Zucht des HERRN, eures Gottes, nicht miterlebt und seine gro\u00dfe Macht nicht gesehen haben, seine starke Hand und seinen hocherhobenen Arm,<br>3 seine Wunderzeichen und seine Taten, die er in \u00c4gypten am Pharao, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten, und an seinem ganzen Lande vollf\u00fchrt hat,<br>4 und was er der Heeresmacht der \u00c4gypter, ihren Rossen und Kriegswagen, hat widerfahren lassen, \u00fcber die er die Wasser des Schilfmeeres hinstr\u00f6men lie\u00df, als sie euch verfolgten, und die der HERR so bis auf den heutigen Tag vernichtet hat;<br>5 und was er sodann an euch in der W\u00fcste bis zu eurer Ankunft an diesem Ort vollbracht hat,<br>6 und was er an Dathan und Abiram, den S\u00f6hnen des Rubeniten Eliab, getan hat, wie da die Erde ihren Mund auftat und sie samt ihren Familien und Zelten und dem ganzen Bestand, der zu ihnen geh\u00f6rte, inmitten aller Israeliten verschlang \u2013:<br>7 nein, zu euch rede ich, die ihr mit eigenen Augen alle die gro\u00dfen Taten gesehen habt, die der HERR vollbracht hat.<br>8 So beobachtet denn das ganze Gesetz, das ich euch heute gebiete, damit ihr stark seid und dazu kommt, das Land in Besitz zu nehmen, in das ihr hin\u00fcberzieht, um es zu erobern,<br>9 und damit ihr lange in dem Lande wohnen bleibt, dessen Verleihung der HERR euren V\u00e4tern und ihren Nachkommen zugeschworen hat, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft.\u00ab<br>10 \u00bbDenn das Land, in das du einziehst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht so wie das Land \u00c4gypten, aus dem ihr ausgezogen seid, wo du die Saat, die du ges\u00e4t hattest, wie einen Gem\u00fcsegarten (durch Sch\u00f6pfr\u00e4der) mit den F\u00fc\u00dfen bew\u00e4ssern mu\u00dftest;<br>11 nein, das Land, in das ihr hin\u00fcberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und T\u00e4lern, das vom Regen des Himmels getr\u00e4nkt wird,<br>12 ein Land, f\u00fcr das der HERR, dein Gott, Sorge tr\u00e4gt und auf das die Augen des HERRN, deines Gottes, best\u00e4ndig gerichtet sind vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.<br>13 Wenn ihr nun den Geboten, die ich euch heute zur Pflicht mache, getreulich nachkommt, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt und ihm von ganzem Herzen und mit ganzer Seele dient,<br>14 \u203aso wird er eurem Lande zu rechter Zeit Regen geben, Fr\u00fchregen und Sp\u00e4tregen, damit du dein Getreide, deinen Wein und dein \u00d6l einbringen kannst;<br>15 auch wird er auf deinen Feldern Futter f\u00fcr dein Vieh wachsen lassen, so da\u00df du zu essen hast und satt wirst\u2039.<br>16 H\u00fctet euch (aber) wohl, da\u00df euer Herz sich nicht bet\u00f6ren l\u00e4\u00dft und ihr nicht abfallt und anderen G\u00f6ttern dient und sie anbetet!<br>17 Sonst wird der Zorn des HERRN gegen euch entbrennen, und er wird den Himmel verschlie\u00dfen, so da\u00df kein Regen mehr f\u00e4llt und der Erdboden keinen Ertrag mehr gibt und ihr schnell aus dem sch\u00f6nen Lande verschwindet, das der HERR euch geben will.\u00ab<br>18 \u00bbLa\u00dft also diese meine Worte Eingang in euer Herz finden und euch ganz durchdringen, bindet sie euch als ein Gedenkzeichen an eure Hand und tragt sie als Binde auf eurer Stirn,<br>19 lehrt sie auch eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn ihr zu Hause sitzt oder auf der Wanderung begriffen seid, wenn ihr euch niederlegt und wenn ihr aufsteht;<br>20 und schreibt sie auf die T\u00fcrpfosten eurer H\u00e4user und an eure Tore,<br>21 damit ihr und eure Kinder in dem Lande, dessen Verleihung der HERR euren V\u00e4tern zugeschworen hat, so lange wohnen bleibt, wie der Himmel \u00fcber der Erde steht.<br>22 Denn wenn ihr dieses ganze Gesetz, dessen Beobachtung ich euch heute gebiete, gewissenhaft beobachtet, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt, allezeit auf seinen Wegen wandelt und ihm anhangt,<br>23 so wird der HERR alle diese V\u00f6lkerschaften vor euch her ausrotten, und ihr werdet V\u00f6lkerschaften aus ihrem Besitz verdr\u00e4ngen, die gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker sind als ihr.<br>24 Das ganze Gebiet, das eure Fu\u00dfsohle betreten wird, soll euer Eigentum werden: von der W\u00fcste bis an den Libanon, von dem Strome, dem Euphratstrom, bis an das Meer im Westen soll euer Gebiet reichen;<br>25 niemand soll euch gegen\u00fcber standhalten k\u00f6nnen; Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR, euer Gott, \u00fcber das ganze Land verbreiten, das ihr betreten werdet, wie er es euch zugesagt hat.<br>26 Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch zur Wahl vor:<br>27 den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, gehorcht, die ich euch heute gebiete;<br>28 aber den Fluch, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht und von dem Wege, den ich euch heute gebiete, abweicht, um anderen G\u00f6ttern anzuhangen, von denen ihr vorher nichts gewu\u00dft habt.\u00ab<br>29 \u00bbWenn nun der HERR, dein Gott, dich in das Land gebracht hat, in das du jetzt ziehst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du den Segen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal erteilen.<br>30 Diese liegen bekanntlich jenseits des Jordans, westlich von der nach Sonnenuntergang f\u00fchrenden Stra\u00dfe, im Lande der Kanaan\u00e4er, die in der Jordanebene wohnen, Gilgal gegen\u00fcber, neben dem Terebinthenhain von More.<br>31 Denn ihr seid im Begriff, den Jordan zu \u00fcberschreiten, um in den Besitz des Landes zu gelangen, das der HERR, euer Gott, euch geben will. Wenn ihr es dann besetzt habt und in ihm wohnt,<br>32 so seid auf die Erf\u00fcllung aller Satzungen und Verordnungen bedacht, die ich euch heute vorlege.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDies sind die Satzungen und die Verordnungen, die ihr in dem Lande, das der HERR, der Gott eurer V\u00e4ter, euch zum Eigentum bestimmt hat, allezeit beobachten sollt, solange ihr auf dem Erdboden lebt\u00ab:<br>2 \u00bbIhr sollt alle St\u00e4tten von Grund aus zerst\u00f6ren, an denen die V\u00f6lkerschaften, die ihr aus ihrem Besitz verdr\u00e4ngen werdet, ihre G\u00f6tter verehrt haben, auf den hohen Bergen wie auf den H\u00fcgeln und unter jedem dichtbelaubten Baum.<br>3 Ihr sollt also ihre Alt\u00e4re niederrei\u00dfen und ihre Malsteine zertr\u00fcmmern, ihre G\u00f6tzenb\u00e4ume im Feuer verbrennen, ihre geschnitzten G\u00f6tterbilder zerschlagen und ihren Namen von den betreffenden St\u00e4tten verschwinden lassen.<br>4 Mit dem HERRN, eurem Gott, d\u00fcrft ihr es nicht so halten (wie jene V\u00f6lker mit ihren G\u00f6ttern);<br>5 vielmehr nur die eine St\u00e4tte, die der HERR, euer Gott, aus all euren Stammesgebieten erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dorthin zu versetzen und dort Wohnung zu nehmen, die sollt ihr aufsuchen und euch dorthin begeben;<br>6 und dorthin sollt ihr eure Brandopfer und Schlachtopfer, eure Zehnten und die Hebeopfer, die ihr darbringt, eure Gel\u00fcbdeopfer und freiwilligen Gaben sowie die Erstgeburten eurer Rinder und eures Kleinviehs bringen.<br>7 Dort sollt ihr auch eure Opfermahlzeiten vor dem HERRN, eurem Gott, halten, ihr und eure Familien, und euch der Freude \u00fcber alles das hingeben, was ihr mit eurer H\u00e4nde Arbeit beschafft habt und womit der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat.<br>8 Ihr d\u00fcrft es k\u00fcnftig nicht mehr so machen, wie wir es heutigentags hier ein jeder ganz nach seinem Belieben zu tun pflegen;<br>9 denn bis jetzt seid ihr noch nicht zum ruhigen Besitz des Erbteils gekommen, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.<br>10 Wenn ihr aber den Jordan \u00fcberschritten habt und in dem Lande wohnt, das der HERR, euer Gott, euch als Erbbesitz verleihen will, und wenn er euch Ruhe vor allen euren Feinden ringsum verschafft hat, so da\u00df ihr in Sicherheit wohnt,<br>11 dann sollt ihr an die St\u00e4tte, die der HERR, euer Gott, zur Wohnung f\u00fcr seinen Namen erw\u00e4hlen wird, alles das bringen, was ich euch gebiete: eure Brand- und Schlachtopfer, eure Zehnten und die Hebeopfer, die ihr darbringt, und alle eure auserlesenen Gel\u00fcbdeopfer, die ihr dem HERRN geloben werdet.<br>12 Dort sollt ihr auch vor dem HERRN, eurem Gott, fr\u00f6hlich sein, ihr und eure S\u00f6hne und T\u00f6chter, eure Knechte und M\u00e4gde, auch die Leviten, die in euren Ortschaften wohnen; denn sie haben keinen eigenen Landbesitz und kein Erbteil gleich euch.<br>13 H\u00fcte dich wohl, deine Brandopfer an jedem beliebigen Ort, den du dir ersehen wirst, darzubringen!<br>14 Vielmehr sollst du nur an der St\u00e4tte, die der HERR in einem deiner Stammesgebiete erw\u00e4hlen wird, deine Brandopfer darbringen und dort alles das verrichten, was ich dir gebiete.<br>15 Doch darfst du in all deinen Wohnorten ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen, je nachdem der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat: der Reine wie der Unreine darf es essen, wie das Fleisch einer Gazelle oder eines Hirsches;<br>16 nur das Blut d\u00fcrft ihr nicht genie\u00dfen: auf die Erde m\u00fc\u00dft ihr es wie Wasser sch\u00fctten.<br>17 Du darfst nicht in deinen Wohnorten den Zehnten deines Getreides und Weins und \u00d6ls verzehren, auch nicht die Erstgeburten deiner Rinder und deines Kleinviehs und keins von deinen Gel\u00fcbdeopfern, die du geloben wirst, auch nicht deine freiwilligen Gaben und die Hebeopfer, die du darbringen wirst;<br>18 sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie an der St\u00e4tte verzehren, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, auch die Leviten, die in deinen Wohnorten leben, und sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, an allem erfreuen, was du mit deiner H\u00e4nde Arbeit beschafft hast.<br>19 H\u00fcte dich, die Leviten unbeachtet zu lassen, solange du in deinem Lande lebst!\u00ab<br>20 \u00bbWenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitert, wie er dir zugesagt hat, und du dann denkst: \u203aIch m\u00f6chte wohl Fleisch essen!\u2039, weil du Verlangen nach Fleisch tr\u00e4gst, so magst du ganz nach Herzenslust Fleisch essen.<br>21 Wenn (in diesem Fall) die St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dorthin zu versetzen, weit von dir entfernt ist, so schlachte von deinen Rindern und deinem Kleinvieh, die der HERR dir gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und i\u00df davon in deinen Wohnorten ganz nach Herzenslust.<br>22 Jedoch sollst du es so essen, wie man Fleisch von der Gazelle und vom Hirsch genie\u00dft: der Reine wie der Unreine darf es ohne Unterschied essen.<br>23 Nur halte daran fest, kein Blut zu genie\u00dfen; denn das Blut ist die Seele, und du darfst die Seele nicht zugleich mit dem Fleisch essen.<br>24 Du darfst es nicht genie\u00dfen: sch\u00fctte es vielmehr wie Wasser auf die Erde.<br>25 Du darfst es nicht genie\u00dfen, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut ergeht, wenn du tust, was dem HERRN wohlgef\u00e4llig ist.<br>26 Jedoch die heiligen Gaben, die dir obliegen, und deine Gel\u00fcbdeopfer sollst du nehmen und dich mit ihnen an die St\u00e4tte begeben, die der HERR sich erw\u00e4hlen wird,<br>27 und du sollst deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, auf dem Altar des HERRN, deines Gottes, darbringen, und zwar soll das Blut deiner Schlachtopfer an den Altar des HERRN, deines Gottes, gesch\u00fcttet werden, das Fleisch aber darf von dir gegessen werden.<br>28 Beachte und befolge alle diese Gebote, die ich dir zur Pflicht mache, damit es dir und deinen Kindern nach dir allezeit gut ergeht, wenn du tust, was in den Augen des HERRN, deines Gottes, gut und recht ist.\u00ab<br>29 \u00bbWenn der HERR, dein Gott, die V\u00f6lkerschaften, zu deren Vertreibung du ausziehst, vor dir her ausgerottet hat und du nach ihrer Vertreibung in ihrem Lande wohnst,<br>30 so h\u00fcte dich wohl, dich durch ihr Beispiel zur Nachahmung verf\u00fchren zu lassen, nachdem sie vor dir vertilgt worden sind, und dich nach ihren G\u00f6ttern zu erkundigen, indem du fragst: \u203aWie haben diese V\u00f6lkerschaften ihre G\u00f6tter verehrt?\u2039 und dann sagst: \u203aIch will es auch so machen!\u2039<br>31 So darfst du gegen den HERRN, deinen Gott, nicht verfahren; denn alles M\u00f6gliche, was f\u00fcr den HERRN ein Greuel ist, den er verabscheut, haben sie bei ihrem G\u00f6tterdienst ver\u00fcbt; sogar ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter haben sie ja ihren G\u00f6ttern zu Ehren im Feuer verbrannt!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbAlle Gebote, die ich euch zur Pflicht mache, sollt ihr gewissenhaft beobachten, ohne etwas hinzuzuf\u00fcgen oder etwas davon wegzulassen.\u00ab \u2013<br>2 \u00bbWenn in deiner Mitte ein Prophet oder ein Tr\u00e4umer auftritt und dir ein Zeichen oder Wunder angibt,<br>3 das dann auch wirklich seiner Ank\u00fcndigung entsprechend eintrifft, und hierauf die Aufforderung an dich richtet: \u203aLa\u00dft uns andere G\u00f6tter verehren \u2013 die dir bisher unbekannt gewesen sind \u2013 und ihnen dienen!\u2039,<br>4 so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Traumsehers kein Geh\u00f6r schenken; denn der HERR, euer Gott, will euch damit nur auf die Probe stellen, um sich zu \u00fcberzeugen, ob ihr wirklich den HERRN, euren Gott, von ganzem Herzen und mit ganzer Seele liebt.<br>5 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn f\u00fcrchten, seine Gebote sollt ihr beobachten und auf seine Weisungen h\u00f6ren, ihm dienen und ihm anhangen!<br>6 Jener Prophet aber oder jener Traumseher soll den Tod erleiden! Denn er hat Abfall gepredigt vom HERRN, eurem Gott, der euch aus dem Lande \u00c4gypten herausgef\u00fchrt und dich aus dem Hause der Knechtschaft erl\u00f6st hat, und ist darauf ausgegangen, dich von dem Wege abzubringen, auf dem du nach dem Gebot des HERRN, deines Gottes, wandeln sollst: schaffe das B\u00f6se aus deiner Mitte hinweg!<br>7 Wenn dein Bruder, sogar dein Vollbruder, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib an deinem Busen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein eigenes Leben, dich insgeheim verleiten will, indem er dich auffordert: \u203aLa\u00df uns hingehen und anderen G\u00f6ttern dienen!\u2039 \u2013 solchen G\u00f6ttern, die dir und deinen V\u00e4tern bisher unbekannt gewesen sind<br>8 und die den V\u00f6lkern rings um euch her angeh\u00f6ren, m\u00f6gen diese in deiner N\u00e4he oder fern von dir wohnen, von dem einen Ende der Erde bis zum andern \u2013:<br>9 so sollst du ihm nicht zu Willen sein und nicht auf ihn h\u00f6ren, sollst auch keinen Blick des Mitleids f\u00fcr ihn haben und keine Schonung gegen ihn \u00fcben oder seine Schuld verheimlichen,<br>10 sondern sollst ihn unbedingt ums Leben bringen: deine Hand soll die erste sein, die sich gegen ihn erhebt, um ihm den Tod zu geben, und danach die Hand des ganzen Volkes;<br>11 und zwar sollst du ihn zu Tode steinigen; denn er ist darauf ausgegangen, dich vom HERRN, deinem Gott, abwendig zu machen, der dich aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Hause der Knechtschaft, herausgef\u00fchrt hat;<br>12 und ganz Israel soll Kunde davon erhalten und sich f\u00fcrchten, damit keiner wieder etwas so B\u00f6ses in deiner Mitte ver\u00fcbt.\u00ab<br>13 \u00bbWenn du von einer deiner Ortschaften, die der HERR, dein Gott, dir zu Wohnsitzen gibt, sagen h\u00f6rst,<br>14 es seien dort nichtsw\u00fcrdige Leute aus deiner Mitte aufgetreten, die ihre Mitb\u00fcrger mit der Aufforderung verf\u00fchrt h\u00e4tten: \u203aLa\u00dft uns hingehen und anderen G\u00f6ttern dienen!\u2039 \u2013 solchen G\u00f6ttern, die euch vorher unbekannt gewesen sind \u2013,<br>15 so sollst du eine genaue Untersuchung und sorgf\u00e4ltige Nachforschung anstellen, und wenn die Sache sich dann in der Tat so verh\u00e4lt, wie dir berichtet ist, und ein solcher Greuel in deiner Mitte wirklich ver\u00fcbt worden ist,<br>16 so sollst du die Bewohner der betreffenden Ortschaft mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes schlagen, indem du an ihr und an allem, was in ihr ist, auch an ihrem Vieh, den Bann mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes vollstreckst.<br>17 Dann sollst du alles in ihr Erbeutete auf dem dortigen Marktplatz zusammenh\u00e4ufen und die Ortschaft samt der gesamten Beute als ein Ganzopfer f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, verbrennen, und sie soll f\u00fcr immer ein Schutthaufen bleiben: sie darf nie wieder aufgebaut werden,<br>18 und von dem Banngut darf nichts an deiner Hand h\u00e4ngen bleiben, damit der HERR von seiner Zornglut wieder abl\u00e4\u00dft und sich dir gn\u00e4dig erweist und infolge seines Erbarmens dich zahlreich werden l\u00e4\u00dft, wie er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat,<br>19 wenn du n\u00e4mlich auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, h\u00f6rst, indem du alle seine Gebote h\u00e4ltst, die ich dir heute zu befolgen gebiete, und du das tust, was vor dem HERRN, deinem Gott, das Richtige ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbIhr seid S\u00f6hne f\u00fcr den HERRN, euren Gott; darum d\u00fcrft ihr euch wegen eines Toten keine Einschnitte ins Fleisch machen und euch \u00fcber der Stirn nicht kahlscheren;<br>2 denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, geheiligtes Volk, und dich hat der HERR, dein Gott, aus allen V\u00f6lkern, die es auf dem ganzen Erdboden gibt, zu seinem Eigentumsvolk erw\u00e4hlt. \u2013<br>3 Du sollst nichts Greuelhaftes essen!<br>4 Dies sind die Vierf\u00fc\u00dfler, die ihr essen d\u00fcrft: Rind, Schaf und Ziege,<br>5 Hirsch, Gazelle, Damwild, Steinbock, Antilope, wilder Ochs und Bergziege<br>6 und \u00fcberhaupt alle Vierf\u00fc\u00dfler, die gespaltene Hufe haben, und zwar ganz durchgespaltene, also zwei Hufe, und die zugleich Wiederk\u00e4uer unter den Vierf\u00fc\u00dflern sind: diese d\u00fcrft ihr essen.<br>7 Dagegen folgende d\u00fcrft ihr von den Wiederk\u00e4uern und von denen, welche ganz durchgespaltene Hufe haben, nicht essen: das Kamel, den Hasen und den Klippdachs; denn sie sind zwar Wiederk\u00e4uer, haben aber keine gespaltenen Hufe: als unrein sollen sie euch gelten;<br>8 ferner das Schwein, denn es hat zwar gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederk\u00e4uer: als unrein soll es euch gelten; vom Fleisch dieser Tiere d\u00fcrft ihr nichts genie\u00dfen und ihre toten Leiber nicht anr\u00fchren. \u2013<br>9 Dies ist es, was ihr von allen im Wasser lebenden Tieren essen d\u00fcrft: alles, was Flossen und Schuppen hat: diese d\u00fcrft ihr essen;<br>10 aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, d\u00fcrft ihr nicht genie\u00dfen: als unrein soll es euch gelten. \u2013<br>11 Alle reinen V\u00f6gel d\u00fcrft ihr essen;<br>12 folgende aber sind es, von denen ihr nichts essen d\u00fcrft: der Adler, der L\u00e4mmergeier, der Bartgeier,<br>13 die Weihe, der Habicht, die verschiedenen Falkenarten,<br>14 alle Arten von Raben,<br>15 der Strau\u00df, die Schwalbe, die M\u00f6we, alle Habichtarten,<br>16 das K\u00e4uzchen, der Uhu, die Eule,<br>17 der Pelikan, der Aasgeier, der Sturzpelikan,<br>18 der Storch, die verschiedenen Arten der Regenpfeifer, der Wiedehopf und die Fledermaus.<br>19 Auch alle gefl\u00fcgelten Insekten sollen euch als unrein gelten und d\u00fcrfen nicht gegessen werden.<br>20 Alles reine Gefl\u00fcgel d\u00fcrft ihr essen. \u2013<br>21 Von gefallenen Tieren d\u00fcrft ihr nichts genie\u00dfen; dem Fremdling, der in deinen Ortschaften lebt, magst du sie zum Essen geben oder magst sie an einen Nichtisraeliten verkaufen; denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, geheiligtes Volk. \u2013 Ein B\u00f6ckchen darfst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen.\u00ab<br>22 \u00bbDen ganzen Ertrag deiner Aussaat, alles, was dir auf dem Felde w\u00e4chst, sollst du Jahr f\u00fcr Jahr gewissenhaft verzehnten<br>23 und sollst den Zehnten deines Getreides, deines Weins und deines \u00d6ls sowie die Erstgeburten deiner Rinder und deines Kleinviehs vor dem HERRN, deinem Gott, an der St\u00e4tte, die er erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, verzehren, damit du den HERRN, deinen Gott, allezeit f\u00fcrchten lernst.<br>24 Wenn dir aber der Weg zu weit ist, so da\u00df du, wenn der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat, den Zehnten nicht hinbringen kannst, weil die St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dorthin zu versetzen, zu weit von dir entfernt liegt:<br>25 so mache den Zehnten zu Geld, nimm dann das Geld wohlbewahrt mit dir und begib dich an den Ort, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird.<br>26 Dort gib das Geld aus f\u00fcr alles, wonach dein Herz Verlangen tragen mag, f\u00fcr Rinder und Kleinvieh, f\u00fcr Wein und starke Getr\u00e4nke, kurz f\u00fcr alles, wonach dich gel\u00fcsten mag; halte dann dort vor dem HERRN, deinem Gott, ein Mahl und sei mit deinen Angeh\u00f6rigen fr\u00f6hlich.<br>27 Dabei vergi\u00df aber auch die Leviten nicht, die in deinen Wohnorten leben; denn sie haben keinen eigenen Landbesitz und kein Erbteil gleich dir.<br>28 Nach Verlauf von je drei Jahren sollst du den gesamten Zehnten deines Ertrags von jenem Jahre f\u00fcr sich besonders nehmen und ihn in deinen Wohnorten niederlegen;<br>29 dann sollen die Leviten, die ja keinen eigenen Landbesitz und kein Erbteil gleich dir haben, sowie die Fremdlinge, die Witwen und die Waisen, die in deinen Wohnorten leben, herbeikommen und sich satt essen, damit der HERR, dein Gott, dich segne bei aller Arbeit deiner H\u00e4nde, bei allem, was du unternimmst.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbAlle sieben Jahre sollst du einen Erla\u00df eintreten lassen;<br>2 und mit dem Erla\u00df soll es folgenderma\u00dfen gehalten werden: Jeder Gl\u00e4ubiger soll das Handdarlehen, das er seinem N\u00e4chsten gew\u00e4hrt hat, erlassen; er soll seinen N\u00e4chsten und besonders seinen Volksgenossen nicht dr\u00e4ngen; denn man hat einen Erla\u00df zu Ehren des HERRN ausgerufen.<br>3 Einen Nichtisraeliten magst du dr\u00e4ngen; was du aber bei einem von deinen Volksgenossen ausstehen hast, das sollst du aus deinem Besitz fahren lassen.<br>4 Es sollte zwar eigentlich keine Armen bei dir geben; denn der HERR wird dich in dem Lande, das er dir als Erbteil zum Besitz geben wird, reichlich segnen,<br>5 wenn du nur den Weisungen des HERRN, deines Gottes, willig gehorchst, indem du dieses ganze Gesetz genau beobachtest, das ich dir heute gebiete.<br>6 Denn der HERR, dein Gott, hat dir, wie er dir zugesagt hat, Segen verliehen, so da\u00df du vielen V\u00f6lkerschaften wirst leihen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend du selbst nichts zu entleihen brauchst, und da\u00df du \u00fcber viele V\u00f6lkerschaften herrschen wirst, w\u00e4hrend sie \u00fcber dich nicht herrschen sollen.\u00ab<br>7 \u00bbWenn sich bei dir ein Armer, irgendeiner von deinen Volksgenossen, in einer deiner Ortschaften in deinem Lande befindet, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du nicht hartherzig sein und deine Hand gegen\u00fcber deinem armen Volksgenossen nicht verschlie\u00dfen,<br>8 sondern sollst deine Hand f\u00fcr ihn weit auftun und ihm bereitwillig leihen nach Ma\u00dfgabe des Bed\u00fcrfnisses, soviel er n\u00f6tig hat.<br>9 H\u00fcte dich wohl, in deinem Herzen den nichtsw\u00fcrdigen Gedanken aufkommen zu lassen: \u203aDas siebte Jahr, das Erla\u00dfjahr, steht nahe bevor!\u2039, und sieh deinen armen Volksgenossen nicht mit unfreundlichem Blick an, so da\u00df du ihm nichts gibst und eine S\u00fcnde auf dir lastet, wenn er den HERRN gegen dich anruft!<br>10 Nein, du sollst ihm bereitwillig geben, und dein Herz soll nicht in verdrie\u00dflicher Stimmung sein, wenn du ihm gibst; denn um solcher Handlungsweise willen wird der HERR, dein Gott, dich in allem segnen, was du tust und unternimmst.<br>11 Weil es an Armen inmitten des Landes niemals fehlen wird, darum gebe ich dir das Gebot: \u203aDu sollst deine Hand f\u00fcr deinen d\u00fcrftigen und armen Volksgenossen in deinem Lande weit auftun!\u2039\u00ab<br>12 \u00bbWenn einer deiner Volksgenossen, ein Hebr\u00e4er oder eine Hebr\u00e4erin, sich dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre lang dienen, aber im siebten Jahre sollst du ihn als einen Freien von dir entlassen;<br>13 und wenn du ihn dann freil\u00e4\u00dft, sollst du ihn nicht mit leeren H\u00e4nden ziehen lassen,<br>14 sondern ihn geh\u00f6rig ausstatten (mit Gaben) von deinem Kleinvieh, von deiner Tenne und von deiner Kelter: von dem, womit der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben<br>15 und sollst bedenken, da\u00df du selbst einst ein Knecht im Lande \u00c4gypten gewesen bist und da\u00df der HERR, dein Gott, dich (aus der Knechtschaft) erl\u00f6st hat; deshalb gebe ich dir heute dieses Gebot.<br>16 Wenn er aber zu dir sagen sollte: \u203aIch m\u00f6chte nicht von dir weggehen!\u2039 \u2013 weil er dich und die Deinen liebgewonnen hat, da er sich bei dir wohl f\u00fchlt \u2013,<br>17 so nimm eine Pfrieme und durchbohre ihm damit das Ohr in die T\u00fcr hinein: dann soll er f\u00fcr immer als Knecht in deinem Dienst bleiben; und auch mit deiner Magd sollst du es so machen.<br>18 Du darfst keine H\u00e4rte darin sehen, da\u00df du ihn als einen Freien von dir fortlassen mu\u00dft; denn er hat dir sechs Jahre lang das Doppelte des Lohnes eines Tagl\u00f6hners erarbeitet, und der HERR, dein Gott, wird dich daf\u00fcr segnen in allem, was du unternimmst.\u00ab<br>19 \u00bbJede m\u00e4nnliche Erstgeburt, die unter deinem Rindvieh und deinem Kleinvieh zur Welt kommt, sollst du dem HERRN, deinem Gott, weihen: du darfst keines von deinen erstgeborenen Rindern zur Arbeit verwenden und die Erstgeborenen deines Kleinviehs nicht scheren:<br>20 vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du und deine Familie es Jahr f\u00fcr Jahr an der St\u00e4tte verzehren, die der HERR erw\u00e4hlen wird.<br>21 Wenn sich jedoch ein Gebrechen an ihm findet, so da\u00df es lahm oder blind ist oder sonst einen h\u00e4\u00dflichen Fehler an sich hat, so sollst du es dem HERRN, deinem Gott, nicht schlachten.<br>22 In deinen Wohnorten magst du es verzehren, der Unreine und der Reine ohne Unterschied, wie das Fleisch der Gazelle und des Hirsches.<br>23 Nur sein Blut darfst du nicht genie\u00dfen: auf die Erde mu\u00dft du es wie Wasser sch\u00fctten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbBeobachte den Monat Abib (M\u00e4rz\/April; vgl. 2.Mose 13,4) und feiere das Passah zu Ehren des HERRN, deines Gottes; denn im Monat Abib hat der HERR, dein Gott, dich bei Nacht aus \u00c4gypten hinausgef\u00fchrt.<br>2 Du sollst dann f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, als Passahopfer Kleinvieh und Rinder an der St\u00e4tte schlachten, die der HERR erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.<br>3 Du darfst nichts Ges\u00e4uertes dazu essen: sieben Tage lang sollst du unges\u00e4uertes Brot als \u203aElendskost\u2039 dazu genie\u00dfen \u2013 denn in \u00e4ngstlicher Eile bist du aus dem Lande \u00c4gypten weggezogen \u2013, damit du an den Tag deines Auszugs aus dem Lande \u00c4gypten zur\u00fcckdenkst, solange du lebst.<br>4 Sieben Tage lang darf bei dir kein Sauerteig in deinem ganzen Gebiet zu finden sein, und von dem Fleisch, das du am Abend des ersten Tages schlachtest, darf nichts \u00fcber Nacht bis zum folgenden Morgen \u00fcbrigbleiben.<br>5 Du darfst das Passah nicht in irgendeinem deiner Wohnorte schlachten, die der HERR, dein Gott, dir gibt,<br>6 sondern an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen: dort sollst du das Passah abends bei Sonnenuntergang zu der Zeit deines Auszugs aus \u00c4gypten schlachten<br>7 und sollst es kochen und essen an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird; am folgenden Morgen aber sollst du umkehren und zu deinen Zelten zur\u00fcckkehren.<br>8 Nachdem du dann sechs Tage lang unges\u00e4uerte Brote gegessen hast, findet am siebten Tage eine Festversammlung zu Ehren des HERRN, deines Gottes, statt; da darfst du keine Arbeit verrichten.<br>9 Sieben Wochen sollst du dir abz\u00e4hlen: von da an, wo man die Sichel zuerst an die Saat legt, sollst du anfangen, sieben Wochen zu z\u00e4hlen,<br>10 und sollst dann das Wochenfest zu Ehren des HERRN, deines Gottes, nach Ma\u00dfgabe der freiwilligen Gaben feiern, die du von deinem Besitz darbringen wirst, je nachdem der HERR, dein Gott, dich segnet;<br>11 und du sollst mit deinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, deinen Knechten und M\u00e4gden und den Leviten, die in deinen Wohnorten leben, und den Fremdlingen, den Waisen und Witwen, die bei dir wohnen, vor dem HERRN, deinem Gott, fr\u00f6hlich sein an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.<br>12 Dabei sollst du daran gedenken, da\u00df du (einst) ein Knecht in \u00c4gypten gewesen bist, und sollst diese Satzungen gewissenhaft beobachten.<br>13 Das Laubh\u00fcttenfest sollst du sieben Tage lang, wenn du die Obstlese h\u00e4ltst, von dem Ertrag deiner Tenne und Kelter feiern<br>14 und sollst an diesem deinem Feste mit deinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, deinen Knechten und M\u00e4gden und den Leviten, sowie mit den Fremdlingen, den Waisen und Witwen, die in deinen Wohnorten leben, fr\u00f6hlich sein:<br>15 sieben Tage lang sollst du das Fest zu Ehren des HERRN, deines Gottes, an der St\u00e4tte feiern, die der HERR erw\u00e4hlen wird; denn der HERR wird dich bei deinem ganzen Ernteertrag und bei der ganzen Arbeit deiner H\u00e4nde segnen; darum sollst du dich durchaus der Freude hingeben!\u00ab<br>16 \u00bbDreimal im Jahr sollen alle Personen m\u00e4nnlichen Geschlechts bei dir vor dem HERRN, deinem Gott, an der St\u00e4tte erscheinen, die er erw\u00e4hlen wird, n\u00e4mlich am Fest der unges\u00e4uerten Brote, am Wochenfest und am Laubh\u00fcttenfest. Man soll aber vor dem HERRN nicht mit leeren H\u00e4nden erscheinen,<br>17 sondern jeder mit dem, was er zu geben vermag nach Ma\u00dfgabe des Segens, den der HERR, dein Gott, dir beschert hat.\u00ab<br>18 \u00bbRichter und Obm\u00e4nner sollst du dir in allen deinen Ortschaften, die der HERR, dein Gott, dir in jedem deiner St\u00e4mme gibt, einsetzen, damit sie dem Volke mit Gerechtigkeit Recht sprechen.<br>19 Du darfst das Recht nicht beugen, darfst die Person nicht ansehen und Geschenke nicht annehmen; denn Geschenke machen die Augen der Weisesten blind und bringen die Sache derer, die im Recht sind, zu Fall.<br>20 Der Gerechtigkeit allein sollst du die Ehre geben, damit du am Leben bleibst und das Land im Besitz beh\u00e4ltst, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.\u00ab<br>21 \u00bbDu sollst dir neben dem Altar, den du dir f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, errichten wirst, keinen Baumstamm irgendwelcher Art als G\u00f6tzenbaum pflanzen<br>22 und dir keinen Malstein aufstellen, weil der HERR, dein Gott, ihn ha\u00dft.-<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind und kein St\u00fcck Kleinvieh opfern, das einen Fehler, irgend etwas H\u00e4\u00dfliches, an sich hat; denn das ist ein Greuel f\u00fcr den HERRN, deinen Gott.\u00ab<br>2 \u00bbWenn in deiner Mitte, in einem deiner Wohnorte, die der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Mann oder eine Frau sich findet, die das tun, was dem HERRN, deinem Gott, mi\u00dff\u00e4llt, indem sie seinen Bund \u00fcbertreten,<br>3 so da\u00df sie hingehen und anderen G\u00f6ttern dienen und sich vor ihnen und besonders vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen Sternenheere des Himmels niederwerfen, was ich verboten habe,<br>4 und es dir angezeigt wird und du es erf\u00e4hrst, so sollst du eine genaue Untersuchung anstellen. Wenn sich dann der Sachbericht als zutreffend herausstellt und solcher Greuel in Israel wirklich ver\u00fcbt worden ist,<br>5 so sollst du den betreffenden Mann oder jene Frau, die etwas so Schlimmes begangen haben, zu deinen Toren hinausf\u00fchren, den Mann oder die Frau, und sie zu Tode steinigen.<br>6 Auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin soll ein solcher, der sterben mu\u00df, den Tod erleiden; auf die Aussage eines einzigen Zeugen hin darf er nicht get\u00f6tet werden.<br>7 Die Hand des Zeugen soll die erste sein, die sich zu seiner T\u00f6tung erhebt, danach die Hand des ganzen \u00fcbrigen Volkes: so sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte beseitigen!\u00ab<br>8 \u00bbWenn die Entscheidung einer Rechtssache, bei der es sich um Blutvergie\u00dfen, um Eigentumsfragen, um t\u00f6dliche Mi\u00dfhandlung, \u00fcberhaupt um irgendwelche Streitsachen in deinen Wohnorten handelt, f\u00fcr dich zu schwierig ist, so sollst du dich aufmachen und dich an den Ort begeben, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird.<br>9 Wende dich dann dort an die levitischen Priester und an den Richter, der zu jener Zeit im Amt sein wird, und frage bei ihnen an: sie werden dir dann den Rechtsspruch kundtun.<br>10 Du sollst dich alsdann an den Spruch halten, den sie dir von jenem Orte aus, den der HERR erw\u00e4hlen wird, kundtun werden, und sollst genau nach ihrer Anweisung verfahren:<br>11 nach Ma\u00dfgabe der Weisung, die sie dir geben, und nach der Rechtsentscheidung, die sie dir mitteilen werden, sollst du handeln, ohne von dem Wortlaut, den sie dir verk\u00fcndigen werden, nach rechts oder links abzuweichen.<br>12 Sollte aber jemand sich so vermessen benehmen, da\u00df er auf den Priester, der im Amt ist, um den Dienst des HERRN, deines Gottes, daselbst zu verrichten, oder auf den Richter nicht h\u00f6ren will: ein solcher Mensch soll sterben! So sollst du das B\u00f6se aus Israel beseitigen;<br>13 das ganze Volk aber soll es erfahren, damit es sich f\u00fcrchte und fernerhin nicht mehr vermessen handle.\u00ab<br>14 \u00bbWenn du in das Land gekommen bist, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und dann denkst: \u203aIch will einen K\u00f6nig \u00fcber mich setzen, wie alle V\u00f6lkerschaften rings um mich her\u2039,<br>15 so magst du immerhin einen solchen K\u00f6nig \u00fcber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird: aus der Mitte deiner Volksgenossen sollst du einen K\u00f6nig \u00fcber dich setzen; einen nichtisraelitischen Mann, der nicht dein Bruder ist, darfst du nicht \u00fcber dich setzen.<br>16 Nur darf er sich nicht viele Rosse anschaffen und darf das Volk nicht nach \u00c4gypten zur\u00fcckf\u00fchren, um sich viele Rosse anzuschaffen; denn der HERR hat zu euch gesagt: \u203aIhr d\u00fcrft auf diesem Wege nie wieder zur\u00fcckkehren!\u2039<br>17 Auch soll er sich nicht viele Frauen nehmen, damit sein Herz sich nicht (vom HERRN) abwendet; auch Silber und Gold soll er sich nicht im \u00dcberma\u00df sammeln.<br>18 Und wenn er den K\u00f6nigsthron bestiegen hat, soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes aus dem Buche, das sich unter der Aufsicht der levitischen Priester befindet, in ein Buch schreiben.<br>19 Dieses soll er immer bei sich haben und soll t\u00e4glich darin lesen, solange er lebt, um den HERRN, seinen Gott, f\u00fcrchten zu lernen und alle Vorschriften dieses Gesetzes und diese Verordnungen gewissenhaft zu beobachten,<br>20 damit er sich in seinem Herzen nicht \u00fcber seine Volksgenossen erhebt und damit er von dem Gebot weder nach rechts noch nach links abweicht, auf da\u00df er samt seinen S\u00f6hnen lange Tage in seiner K\u00f6nigsherrschaft inmitten Israels verbleibt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDie levitischen Priester, der ganze Stamm Levi, sollen keinen eigenen Landbesitz und kein Erbteil wie die \u00fcbrigen Israeliten haben: von den Feueropfern des HERRN und den ihm als Geb\u00fchr zustehenden Abgaben sollen sie ihren Unterhalt haben.<br>2 Aber eigenen Erbbesitz soll dieser Stamm inmitten seiner Volksgenossen nicht haben: der HERR ist sein Erbbesitz, wie er ihm zugesagt hat.<br>3 Folgendes ist es aber, was der Priester vom Volk, n\u00e4mlich von denen zu beanspruchen hat, die ein Schlachtopfer darbringen, sei es ein Rind oder ein St\u00fcck Kleinvieh: man soll davon dem Priester den Bug und die beiden Kinnbacken und den Magen geben.<br>4 Die Erstlinge von deinem Getreide, deinem Wein und deinem \u00d6l und die Erstlinge von der Schur deines Kleinviehs sollst du ihm geben;<br>5 denn ihn hat der HERR, dein Gott, aus allen deinen St\u00e4mmen erw\u00e4hlt, damit er und seine S\u00f6hne allezeit zur Verf\u00fcgung stehen, um den priesterlichen Dienst im Namen des HERRN zu verrichten. \u2013<br>6 Und wenn ein Levit aus irgendeiner deiner Ortschaften, aus ganz Israel, wo er sich als Fremdling aufh\u00e4lt, an die St\u00e4tte kommt, die der HERR erw\u00e4hlen wird \u2013 es steht aber ganz in seinem Belieben, ob er kommen will \u2013,<br>7 so darf er im Namen des HERRN, seines Gottes, den Dienst verrichten wie alle seine Br\u00fcder, die Leviten, die dort im Dienst des HERRN stehen;<br>8 den gleichen Anteil (wie diese) sollen sie (an den Eink\u00fcnften) zu ihrem Unterhalt haben, abgesehen von dem Erl\u00f6s aus seinem v\u00e4terlichen Verm\u00f6gen (?).\u00ab<br>9 \u00bbWenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dich nicht daran gew\u00f6hnen, die Greuel der dortigen V\u00f6lkerschaften nachzuahmen.<br>10 Es soll sich niemand in deiner Mitte finden, der seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer verbrennen l\u00e4\u00dft, niemand, der Wahrsagerei, Zeichendeuterei oder Beschw\u00f6rungsk\u00fcnste und Zauberei treibt,<br>11 niemand, der Geister bannt oder Totengeister beschw\u00f6rt, keiner, der einen Wahrsagegeist befragt oder sich an die Toten wendet;<br>12 denn ein jeder, der sich mit solchen Dingen befa\u00dft, ist f\u00fcr den HERRN ein Greuel, und um dieser Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, diese V\u00f6lker vor dir her.<br>13 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, gegen\u00fcber unstr\u00e4flich dastehen!<br>14 Denn diese V\u00f6lkerschaften, die du verdr\u00e4ngen wirst, h\u00f6ren auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber erlaubt der HERR, dein Gott, etwas Derartiges nicht.<br>15 Einen Propheten gleich mir wird der HERR, dein Gott, dir (jeweils) aus deiner Mitte, aus deinen Volksgenossen, erstehen lassen: auf den sollt ihr h\u00f6ren!<br>16 ganz so, wie du den HERRN, deinen Gott, am Horeb am Tage der Versammlung gebeten hast, als du sagtest: \u203aIch m\u00f6chte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht l\u00e4nger h\u00f6ren und dieses gewaltige Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!\u2039<br>17 Damals sagte der HERR zu mir: \u203aSie haben mit ihrer Bitte recht!<br>18 Einen Propheten gleich dir will ich ihnen aus der Mitte ihrer Volksgenossen erstehen lassen und will ihm meine Worte in den Mund legen, und er soll ihnen alles verk\u00fcnden, was ich ihm gebieten werde.<br>19 Wer alsdann meinen Worten, die er in meinem Namen verk\u00fcnden wird, nicht gehorcht, den will ich selbst daf\u00fcr zur Rechenschaft ziehen.<br>20 Sollte sich aber ein Prophet vermessen, in meinem Namen etwas zu verk\u00fcnden, dessen Verk\u00fcndigung ich ihm nicht geboten habe, oder sollte er im Namen anderer G\u00f6tter reden: ein solcher Prophet soll sterben!\u2039<br>21 Solltest du aber bei dir denken: \u203aWoran sollen wir das Wort erkennen, das der HERR nicht geredet hat?\u2039,<br>22 so wisse: Wenn das, was ein Prophet im Namen des HERRN verk\u00fcndet, nicht eintrifft und nicht in Erf\u00fcllung geht, so ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat; in Vermessenheit hat der Prophet es ausgesprochen: dir braucht vor ihm nicht bange zu sein!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn der HERR, dein Gott, die V\u00f6lkerschaften ausrottet, deren Land der HERR, dein Gott, dir geben will, und du nach ihrer Vertreibung in ihren St\u00e4dten und H\u00e4usern wohnst,<br>2 so sollst du dir in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir zum Besitz gibt, drei St\u00e4dte aussondern.<br>3 Du sollst dir die Wege dahin in guten Stand setzen und das Gebiet deines Landes, das der HERR, dein Gott, dir zu eigen geben wird, in drei Teile zerlegen; und das soll dazu dienen, da\u00df jeder Totschl\u00e4ger sich dorthin fl\u00fcchten kann.<br>4 Es soll aber f\u00fcr den Totschl\u00e4ger, der sich dorthin fl\u00fcchten darf, um am Leben zu bleiben, folgende Bestimmung gelten: Wer einen andern unvors\u00e4tzlich erschl\u00e4gt, ohne ihm von fr\u00fcher her feind gewesen zu sein \u2013<br>5 wenn z.B. jemand mit einem andern in den Wald geht, um Holz zu f\u00e4llen, und seine Hand holt mit der Axt aus, um einen Baum umzuhauen, und das Eisen fliegt vom Stiel ab und trifft den andern so, da\u00df er stirbt \u2013: ein solcher soll in eine dieser St\u00e4dte fliehen, um sein Leben zu retten,<br>6 damit nicht der Blutr\u00e4cher, wenn er in leidenschaftliche Erregung geraten ist, dem Totschl\u00e4ger nacheilt und ihn wegen der L\u00e4nge des Weges einholt und totschl\u00e4gt, wiewohl er des Todes nicht schuldig ist, weil er (dem andern) ja von fr\u00fcher her nicht feind gewesen war.<br>7 Darum gebiete ich dir so: Du sollst dir drei St\u00e4dte aussondern.<br>8 Wenn aber der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitert, wie er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat, und dir nach seiner deinen V\u00e4tern gegebenen Verhei\u00dfung das ganze Land zu eigen gegeben hat<br>9 &#8211; sofern du n\u00e4mlich auf die Beobachtung aller dieser Gebote, die ich dir heute zur Pflicht mache, bedacht bist, indem du den HERRN, deinen Gott, liebst und allezeit auf seinen Wegen wandelst \u2013, so sollst du dir zu diesen drei St\u00e4dten noch drei andere hinzuf\u00fcgen,<br>10 damit in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir zu eigen geben wird, kein unschuldiges Blut vergossen wird und dadurch Blutschuld auf dich kommt. \u2013<br>11 Wenn dagegen jemand einem andern feind ist und ihm auflauert, ihn \u00fcberf\u00e4llt und niederschl\u00e4gt, so da\u00df er stirbt, und er dann in eine dieser St\u00e4dte flieht,<br>12 so sollen die \u00c4ltesten der Stadt, zu der er geh\u00f6rt, hinsenden und ihn von dort holen lassen und ihn dem Blutr\u00e4cher ausliefern, damit er den Tod erleidet.<br>13 Du darfst keinen Blick des Mitleids f\u00fcr ihn haben, sondern sollst unschuldig vergossenes Blut aus Israel hinwegschaffen: dann wird es dir gut ergehen.\u00ab<br>14 \u00bbDu sollst nicht die Grenze deines Nachbars, welche die Vorfahren gezogen haben, in deinem Erbbesitz verr\u00fccken, den du in dem Lande erhalten wirst, das der HERR, dein Gott, dir zum Eigentum geben will. \u2013<br>15 Es darf nicht ein einzelner Zeuge gegen jemand auftreten, wenn es sich um irgendein Verbrechen oder irgendeine Verschuldung, um irgendein Vergehen handelt, das jemand begehen kann; erst aufgrund der Aussage von zwei oder von drei Zeugen soll eine Sache endg\u00fcltig entschieden werden. \u2013<br>16 Wenn ein gewissenloser Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer \u00dcbertretung des Gesetzes zu beschuldigen,<br>17 so sollen die beiden M\u00e4nner, die den Rechtsstreit miteinander haben, vor den HERRN, vor die derzeitigen Priester und die Richter treten.<br>18 Dann sollen die Richter die Sache gr\u00fcndlich untersuchen, und wenn es sich herausstellt, da\u00df der Zeuge ein l\u00fcgnerischer Zeuge ist, da\u00df er die Unwahrheit gegen seinen Volksgenossen ausgesagt hat,<br>19 so sollt ihr dieselbe Strafe \u00fcber ihn verh\u00e4ngen, die er \u00fcber seinen Volksgenossen zu bringen gedachte: so sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte beseitigen.<br>20 Die \u00dcbrigen aber sollen es erfahren, damit sie in Furcht geraten und hinfort eine derartige Schlechtigkeit in deiner Mitte nicht wieder ver\u00fcben.<br>21 Und du sollst keinen Blick des Mitleids (f\u00fcr den Betreffenden) haben: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu\u00df um Fu\u00df!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhalten gegen die eigenen Leute; Gesetze \u00fcber Befreiung vom Kriegsdienst<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn du zum Krieg gegen deine Feinde ausziehst und Rosse und Kriegswagen, ein dir an Zahl \u00fcberlegenes Heer erblickst, so f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, der dich aus dem Lande \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat, ist mit dir.<br>2 Und wenn ihr zum Kriege ausr\u00fcckt, so soll der Priester vortreten und zum Volk so sprechen:<br>3 \u203aH\u00f6re, Israel! Ihr zieht heute in den Kampf gegen eure Feinde: euer Herz werde nicht verzagt! F\u00fcrchtet euch nicht und seid ohne Angst und erschreckt nicht vor ihnen!<br>4 Denn der HERR, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um f\u00fcr euch mit euren Feinden zu k\u00e4mpfen und euch den Sieg zu verleihen!\u2039<br>5 Hierauf sollen die Obm\u00e4nner zu dem Kriegsvolk folgendes sagen: \u203aIst jemand unter euch, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Der trete ab und kehre zu seinem Hause heim, sonst k\u00f6nnte er im Kriege umkommen und ein anderer das Haus einweihen.<br>6 Ist ferner jemand unter euch, der einen Weinberg angelegt und ihn noch nicht in Nutznie\u00dfung genommen hat? Der trete ab und kehre zu seinem Hause heim, sonst k\u00f6nnte er im Kriege umkommen und ein anderer ihn in Nutznie\u00dfung nehmen.<br>7 Ist ferner jemand da, der sich mit einem Weibe verlobt, sie aber noch nicht geheiratet hat? Der trete ab und kehre zu seinem Hause heim, sonst k\u00f6nnte er im Kriege umkommen und ein anderer die Braut heimf\u00fchren.\u2039<br>8 Dann sollen die Obm\u00e4nner weiter zu dem Kriegsvolk sagen: \u203aIst jemand unter euch, der Angst hat und verzagten Herzens ist? Der trete ab und kehre zu seinem Hause heim, damit er seine Volksgenossen nicht ebenso mutlos macht, wie er selbst ist.\u2039<br>9 Wenn dann die Obm\u00e4nner mit ihrer Ansprache an das Kriegsvolk fertig sind, soll man Anf\u00fchrer an die Spitze des Kriegsvolkes stellen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhalten gegen die Feinde (besonders bei St\u00e4dtebelagerungen)<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbWenn du gegen eine Stadt heranziehst, um sie zu belagern, so sollst du sie zu einem friedlichen Abkommen auffordern.<br>11 Antwortet sie dir dann in friedfertiger Weise und \u00f6ffnet sie dir freiwillig die Tore, so soll die ganze Bev\u00f6lkerung, die sich darin befindet, dir fronpflichtig und dienstbar werden.<br>12 Will sie aber auf ein friedliches Abkommen mit dir nicht eingehen, sondern Krieg mit dir f\u00fchren, so sollst du sie belagern;<br>13 und wenn der HERR, dein Gott, sie in deine Gewalt gibt, so sollst du alle m\u00e4nnlichen Personen in ihr mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts niederhauen;<br>14 jedoch die Weiber und Kinder, das Vieh und alles, was sonst in der Stadt ist, ihre gesamte Beute, sollst du f\u00fcr dich als geraubtes Gut hinnehmen und \u00fcber das bei deinen Feinden Erbeutete, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat, frei verf\u00fcgen.<br>15 So sollst du es mit allen St\u00e4dten halten, die in sehr weiter Entfernung von dir liegen und die nicht zu den St\u00e4dten der hiesigen V\u00f6lkerschaften geh\u00f6ren.<br>16 Dagegen von den St\u00e4dten der hiesigen V\u00f6lker, die der HERR, dein Gott, dir zu eigen gibt, darfst du nichts, was Odem hat, am Leben lassen,<br>17 sondern mu\u00dft den Bann unerbittlich an ihnen vollstrecken, n\u00e4mlich an den Hethitern und Amoritern, den Kanaan\u00e4ern und Pherissitern, den Hewitern und Jebusitern, wie der HERR, dein Gott, dir geboten hat,<br>18 damit sie euch nicht zur Nachahmung all ihrer Greuel verleiten, die sie im Dienst ihrer G\u00f6tter ver\u00fcbt haben, und ihr euch nicht gegen den HERRN, euren Gott, vers\u00fcndigt.<br>19 Wenn du eine Stadt lange Zeit belagern mu\u00dft, um sie mit Waffengewalt zu erobern, so sollst du die zu ihr geh\u00f6renden B\u00e4ume nicht verderben, indem du die Axt an sie legst; sondern genie\u00dfe ihre Fr\u00fcchte, sie selbst aber sollst du nicht umhauen; denn sind etwa die B\u00e4ume des Feldes Menschen, da\u00df sie durch dich in Belagerungszustand versetzt werden m\u00fc\u00dften?<br>20 Nur solche B\u00e4ume, von denen du wei\u00dft, da\u00df sie keine e\u00dfbaren Fr\u00fcchte tragen, die darfst du vernichten und umhauen und magst von ihnen gegen die Stadt, die mit dir im Kriege liegt, Belagerungswerke auff\u00fchren, bis sie gefallen ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn man in dem Lande, das der HERR, dein Gott, dir zum Eigentum gibt, einen Erschlagenen auf dem Felde liegend findet, von dem nicht bekannt ist, wer ihn erschlagen hat,<br>2 so sollen deine \u00c4ltesten und deine Richter hinausgehen und die Entfernungen bis zu den Ortschaften abmessen, die rings um den Erschlagenen liegen.<br>3 Dann sollen die \u00c4ltesten derjenigen Ortschaft, die dem Erschlagenen am n\u00e4chsten liegt, eine junge Kuh nehmen, die noch nicht zur Arbeit benutzt und noch nie ins Joch gespannt worden ist,<br>4 und die \u00c4ltesten der betreffenden Ortschaft sollen die Kuh zu einem immerflie\u00dfenden Bach hinf\u00fchren, in dem nicht gearbeitet und an dem nicht ges\u00e4t wird, und sollen der Kuh dort das Genick brechen, so da\u00df das Blut in den Bach hineinflie\u00dft.<br>5 Hierauf sollen die Priester vom Stamm Levi herantreten; denn sie hat der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlt, damit sie ihm dienen und im Namen des HERRN segnen, und nach ihrem Ausspruch soll bei jedem Rechtshandel und jedem Verbrechen verfahren werden.<br>6 Dann sollen alle \u00c4ltesten der betreffenden Ortschaft, weil sie dem Erschlagenen am n\u00e4chsten wohnen, \u00fcber der Kuh, der man das Genick in den Bach hinein gebrochen hat, ihre H\u00e4nde waschen<br>7 und mit erhobener Stimme aussagen: \u203aUnsere H\u00e4nde haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben nichts von der Tat gesehen!<br>8 Vergib, o HERR, deinem Volke Israel, das du erl\u00f6st hast, und mache dein Volk Israel nicht f\u00fcr unschuldig in seiner Mitte vergossenes Blut verantwortlich!\u2039 Dann wird die Blutschuld f\u00fcr sie ges\u00fchnt sein!<br>9 So sollst du das unschuldig vergossene Blut aus deiner Mitte wegschaffen, indem du das tust, was in den Augen des HERRN das Richtige ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verehelichung mit einer kriegsgefangenen Frau<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbWenn du zum Kriege gegen deine Feinde ausziehst und der HERR, dein Gott, sie in deine Gewalt gibt und du Gefangene von ihnen erbeutest<br>11 und du unter den Gefangenen ein Weib von sch\u00f6ner Gestalt siehst und sie liebgewinnst, so da\u00df du sie zur Frau nehmen m\u00f6chtest,<br>12 so sollst du sie in dein Haus hineinf\u00fchren; sie schere sich dann das Haupt, beschneide ihre N\u00e4gel,<br>13 lege die Kleidung ab, die sie als Gefangene getragen hat, bleibe in deinem Hause und betrauere ihre Eltern einen Monat lang; danach darfst du zu ihr eingehen und die Ehe mit ihr vollziehen, und sie darf als deine Frau gelten.<br>14 Wenn du dich aber nicht mehr zu ihr hingezogen f\u00fchlst, so hast du sie gehen zu lassen, wohin es ihr beliebt; aber f\u00fcr Geld darfst du sie keinesfalls verkaufen, darfst sie auch nicht gewaltt\u00e4tig (als Sklavin) behandeln, weil du ehelich mit ihr gelebt hast.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sicherstellung der Erbrechte des Erstgeborenen<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbWenn ein Mann zwei Frauen hat, von denen ihm die eine lieb, die andere ungeliebt ist, und sie beide ihm S\u00f6hne geb\u00e4ren, die geliebte wie die ungeliebte, und der erstgeborene Sohn von der ungeliebten Frau stammt,<br>16 so darf er an dem Tage, an welchem er sein Verm\u00f6gen an seine S\u00f6hne als Erbgut verteilt, nicht dem Sohne der geliebten Frau die Rechte der Erstgeburt verleihen zum Schaden des Sohnes der ungeliebten, welcher doch tats\u00e4chlich der Erstgeborene ist;<br>17 sondern er mu\u00df den Erstgeborenen, den Sohn der ungeliebten Frau, als solchen anerkennen, indem er ihm zwei Teile von seinem gesamten Verm\u00f6gen \u00fcberweist; denn dieser ist der Erstling seiner Kraft: ihm steht das Erstgeburtsrecht zu.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ma\u00dfregeln gegen widerspenstige S\u00f6hne<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bbWenn jemand einen st\u00f6rrischen und widerspenstigen Sohn hat, der auf die Mahnungen seines Vaters und seiner Mutter nicht h\u00f6rt und ihnen trotz aller Zurechtweisungen nicht gehorcht,<br>19 so sollen seine Eltern ihn ergreifen und ihn vor die \u00c4ltesten der betreffenden Ortschaft und zwar an das Tor des betreffenden Ortes f\u00fchren<br>20 und sollen zu den \u00c4ltesten der Ortschaft sagen: \u203aDieser unser Sohn ist st\u00f6rrisch und widerspenstig; er h\u00f6rt nicht auf unsere Mahnungen, ist ein Verschwender und Trinker!\u2039<br>21 Dann sollen alle M\u00e4nner der betreffenden Ortschaft ihn zu Tode steinigen. So sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte wegschaffen, und alle Israeliten sollen es erfahren und es sich zur Warnung dienen lassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Behandlung des \u00f6ffentlich aufgeh\u00e4ngten Leichnams eines hingerichteten Verbrechers<\/h3>\n\n\n\n<p>22 \u00bbWenn jemand ein todesw\u00fcrdiges Verbrechen begangen hat und man ihn nach seiner T\u00f6tung an einen Baum h\u00e4ngt,<br>23 so soll sein Leichnam nicht \u00fcber Nacht an dem Baume h\u00e4ngen bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt noch an demselben Tage begraben; denn ein Gehenkter ist von Gott verflucht, und du darfst dein Land, das der HERR, dein Gott, dir zum Eigentum geben will, nicht verunreinigen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einige Liebespflichten in Notlagen des N\u00e4chsten; R\u00fcckgabe von Fundgegenst\u00e4nden<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn du siehst, da\u00df das Rind eines deiner Volksgenossen oder ein St\u00fcck seines Kleinviehs sich verlaufen hat, so sollst du ihnen deine Hilfe nicht versagen, sollst sie vielmehr deinem Volksgenossen zur\u00fcckbringen.<br>2 Wenn aber dein Volksgenosse nicht in deiner N\u00e4he wohnt oder du ihn nicht kennst, so sollst du das Tier in dein Haus aufnehmen, und es soll bei dir bleiben, bis dein Volksgenosse es sucht: dann gib es ihm zur\u00fcck.<br>3 Ebenso sollst du es mit seinem Esel und ebenso mit einem Kleidungsst\u00fcck von ihm machen, \u00fcberhaupt mit allem, was einem von deinen Volksgenossen verlorengeht oder ihm abhanden kommt und was du findest: du darfst ihm deine Hilfe nicht versagen. \u2013<br>4 Wenn du den Esel oder das Rind eines deiner Volksgenossen auf dem Wege zusammengebrochen daliegen siehst, sollst du ihm deine Hilfe nicht versagen, vielmehr sollst du das Tier mit ihm wieder auf die Beine bringen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verschiedene Vorschriften, besonders bez\u00fcglich Vermeidung von Naturwidrigkeiten<\/h3>\n\n\n\n<p>5 \u00bbEine Frau soll keine M\u00e4nnerkleider tragen und ein Mann keine Frauenkleider anziehen; denn wer dieses tut, ist f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, ein Greuel. \u2013<br>6 Wenn dir bei einer Wanderung ein Vogelnest auf irgendeinem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern zu Gesicht kommt und die Vogelmutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzt, so sollst du nicht die Vogelmutter samt den Jungen nehmen;<br>7 la\u00df vielmehr die Mutter fliegen und nimm dir nur die Jungen, damit es dir wohl ergeht und du lange lebst. \u2013<br>8 Wenn du ein neues Haus baust, so sollst du ein Gel\u00e4nder an deinem Dach anbringen, damit du keine Blutschuld auf dein Haus bringst, wenn jemand von ihm abst\u00fcrzen sollte. \u2013<br>9 Du darfst deinen Weinberg nicht mit zweierlei Gew\u00e4chsen bepflanzen, damit nicht der volle Weinbergertrag, sowohl die Anpflanzung, die du gemacht hast, als auch der Ertrag des Weinbergs, dem Heiligtum verf\u00e4llt. \u2013<br>10 Du sollst nicht mit einem Ochsen und einem Esel zusammen ackern. \u2013<br>11 Du sollst kein Zeug von verschiedenartigen Stoffen anziehen, das aus Wolle und Leinen zusammen hergestellt ist. \u2013<br>12 An den vier Zipfeln deines Obergewandes, mit dem du dich umh\u00fcllst, sollst du dir Quasten anbringen.\u00ab (4.Mose 15,37-38)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie eine von ihrem Mann des Verlusts der Jungfr\u00e4ulichkeit vor der Ehe beschuldigte Frau zu behandeln sei<\/h3>\n\n\n\n<p>13 \u00bbWenn ein Mann eine Frau geheiratet und mit ihr ehelich gelebt hat, dann aber ihrer \u00fcberdr\u00fcssig wird<br>14 und ihr schandbare Dinge, die nur Gerede sind, zur Last legt und sie in \u00fcblen Ruf bringt, indem er sagt: \u203aDiese Frau habe ich geheiratet, aber als ich mich ihr nahte, habe ich die Zeichen der Jungfr\u00e4ulichkeit nicht an ihr gefunden\u2039,<br>15 so sollen die Eltern der jungen Frau die Zeichen der Jungfr\u00e4ulichkeit der jungen Frau nehmen und vor die \u00c4ltesten der Ortschaft an das Tor hinausbringen;<br>16 dann soll der Vater der jungen Frau zu den \u00c4ltesten sagen: \u203aIch habe meine Tochter diesem Mann zur Frau gegeben, aber er ist ihrer \u00fcberdr\u00fcssig geworden<br>17 und legt ihr nun schandbare Dinge, die nichts als Gerede sind, zur Last, indem er behauptet: Ich habe an deiner Tochter die Zeichen der Jungfr\u00e4ulichkeit nicht gefunden \u2013, und hier sind doch die Beweise f\u00fcr die Jungfr\u00e4ulichkeit meiner Tochter!\u2039 Und sie (die Eltern) sollen dabei das betreffende St\u00fcck Zeug vor den \u00c4ltesten der Ortschaft ausbreiten.<br>18 Hierauf sollen die \u00c4ltesten jener Ortschaft den Mann ergreifen und ihn z\u00fcchtigen;<br>19 auch sollen sie ihm eine Geldstrafe von hundert Silberschekeln auferlegen und diese dem Vater der jungen Frau geben, weil er eine israelitische Jungfrau in \u00fcblen Ruf gebracht hat. Auch soll sie ihm dann als Frau angeh\u00f6ren, die er zeitlebens nicht entlassen kann.<br>20 Wenn aber jene Behauptung: \u203aEs ist kein Zeichen der Jungfr\u00e4ulichkeit an der jungen Frau gefunden worden\u2039 auf Wahrheit beruht,<br>21 so soll man die junge Frau an den Eingang ihres Vaterhauses f\u00fchren, und die M\u00e4nner der betreffenden Ortschaft sollen sie zu Tode steinigen, weil sie eine Schandtat in Israel ver\u00fcbt hat, indem sie in ihrem Vaterhause Unzucht trieb. So sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte wegschaffen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorschriften gegen Ehebruch, Sch\u00e4ndung eines verlobten M\u00e4dchens und Vergewaltigung einer unverlobten Jungfrau<\/h3>\n\n\n\n<p>22 \u00bbWird ein Mann im Ehebruch mit der Ehefrau eines andern ertappt, so sollen sie alle beide sterben, der Mann, der sich mit der Frau vergangen hat, und die Frau. So sollst du das B\u00f6se aus Israel wegschaffen!<br>23 Wenn ein M\u00e4dchen, eine Jungfrau, einem Manne verlobt ist und jemand sie innerhalb der Ortschaft trifft und ihr beiwohnt,<br>24 so sollt ihr sie beide zum Tor der betreffenden Ortschaft hinausf\u00fchren und sie zu Tode steinigen: das M\u00e4dchen deshalb, weil sie in der Ortschaft nicht um Hilfe geschrien hat, und den Mann deshalb, weil er die Braut eines andern entehrt hat. So sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte wegschaffen! \u2013<br>25 Wenn aber der Mann das verlobte M\u00e4dchen auf dem Felde angetroffen und sie ergriffen und ihr beigewohnt hat, so soll der Mann, der ihr Gewalt angetan hat, allein sterben;<br>26 dem M\u00e4dchen aber soll man nichts tun: sie hat sich kein todesw\u00fcrdiges Verbrechen zuschulden kommen lassen; denn es verh\u00e4lt sich in diesem Falle ebenso, wie wenn ein Mann einen andern \u00fcberf\u00e4llt und ihn ums Leben bringt.<br>27 Er hat sie ja auf dem Felde getroffen; und wenn das verlobte M\u00e4dchen auch geschrien h\u00e4tte, so w\u00fcrde doch kein Retter f\u00fcr sie dagewesen sein. \u2013<br>28 Wenn ein Mann ein M\u00e4dchen, eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, antrifft und sie ergreift und ihr beiwohnt und man ihn ertappt,<br>29 so soll der Mann, der ihr beigewohnt hat, dem Vater des M\u00e4dchens f\u00fcnfzig Schekel Silber geben, und sie soll ihm als Frau angeh\u00f6ren; zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df er sie entehrt hat, darf er sie zeitlebens nicht entlassen. \u2013<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Niemand darf die Frau seines Vaters zum Weibe nehmen und \u00fcberhaupt nicht die Bettdecke seines Vaters aufdecken.\u00ab<br>2 \u00bbKeiner, dem die Hoden zerquetscht oder die Harnr\u00f6hre abgeschnitten ist, darf in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden.<br>3 Kein Bastard darf in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden; nicht einmal das zehnte Geschlecht der Nachkommen des Betreffenden darf in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden. \u2013<br>4 Kein Ammoniter und kein Moabiter darf in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden; nicht einmal das zehnte Geschlecht der Nachkommen von ihnen darf jemals in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden,<br>5 deshalb weil sie euch auf eurer Wanderung, als ihr aus \u00c4gypten auszogt, nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen sind und weil sie Bileam, den Sohn Beors, aus Pethor in Mesopotamien gegen dich in Sold genommen haben, damit er dich verfluche.<br>6 Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht erh\u00f6ren, sondern der HERR, dein Gott, verwandelte dir den Fluch in Segen; denn der HERR, dein Gott, hat dich lieb.<br>7 Sei niemals, solange du lebst, darauf bedacht, ihnen etwas Gutes oder eine Liebe zu erweisen! \u2013<br>8 Einen Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. \u2013 Einen \u00c4gypter sollst du nicht verabscheuen, denn du hast als Gast in seinem Lande gewohnt.<br>9 Von den Kindern, die ihnen geboren werden, d\u00fcrfen die zum dritten Geschlecht Geh\u00f6renden in die Gemeinde des HERRN aufgenommen werden.\u00ab<br>10 \u00bbWenn du als Kriegsherr gegen deine Feinde ausziehst, so sollst du dich vor allem Ungeh\u00f6rigen h\u00fcten.<br>11 Ist ein Mann unter dir, der infolge eines n\u00e4chtlichen Begegnisses unrein geworden ist, so soll er aus dem Lager hinausgehen: er darf nicht wieder in das Lager hineinkommen;<br>12 gegen Abend soll er dann eine Waschung an sich vornehmen und darf hierauf bei Sonnenuntergang ins Lager zur\u00fcckkehren.<br>13 Auch sollst du au\u00dferhalb des Lagers einen Seitenplatz haben, wohin du austreten kannst;<br>14 und unter deinen Ger\u00e4ten sollst du einen Spaten haben, mit dem du, wenn du drau\u00dfen deine Notdurft verrichtest, ein Loch graben und deinen Unrat wieder bedecken sollst.<br>15 Denn der HERR, dein Gott, zieht inmitten deines Lagers einher, um dich zu erretten und deine Feinde dir preiszugeben; darum soll dein Lager heilig sein, damit er nichts H\u00e4\u00dfliches bei dir wahrnimmt und sich nicht von dir abwendet.\u00ab<br>16 \u00bbEinen Knecht, der sich vor seinem Herrn zu dir gefl\u00fcchtet hat, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern:<br>17 er soll bei dir, in deiner Mitte, wohnen an dem Ort, den er in einer deiner Ortschaften erw\u00e4hlt, wo es ihm gut d\u00fcnkt: du sollst ihm keine Schwierigkeiten machen! \u2013<br>18 Unter den T\u00f6chtern der Israeliten soll es keine der Unzucht geweihte Dirne geben, und unter den S\u00f6hnen der Israeliten soll es keinen zur Unzucht bestimmten Buhler geben.<br>19 Du darfst keinen Hurenlohn und kein Hundegeld aus irgendeinem Gel\u00fcbde in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen; denn ein Greuel f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, sind sie alle beide. \u2013<br>20 Du sollst von deinem Volksgenossen keinen Zins verlangen, weder f\u00fcr geliehenes Geld, noch f\u00fcr gelieferte Lebensmittel, noch f\u00fcr irgend etwas anderes, das man gegen Zinsen verleihen kann.<br>21 Von einem Ausl\u00e4nder magst du dir Zinsen zahlen lassen, nicht aber von einem deiner Volksgenossen, damit der HERR, dein Gott, dich bei allen deinen Unternehmungen segnet in dem Lande, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen. \u2013<br>22 Wenn du dem HERRN, deinem Gott, ein Gel\u00fcbde leistest, so s\u00e4ume nicht, es zu erf\u00fcllen! denn der HERR, dein Gott, wird es sicherlich von dir fordern, und du w\u00fcrdest dir eine Verschuldung aufgeladen haben.<br>23 Wenn du aber das Geloben unterl\u00e4\u00dft, so ziehst du dir dadurch keine Verschuldung zu;<br>24 nur was deine Lippen ausgesprochen haben, mu\u00dft du auch halten und ausf\u00fchren, weil du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Munde ausgesprochen hast. \u2013<br>25 Wenn du in den Weinberg eines deiner Volksgenossen kommst, so magst du Trauben nach deinem Begehren essen, bis du satt bist; aber in dein Gef\u00e4\u00df darfst du keine tun.<br>26 Wenn du an das Kornfeld eines deiner Volksgenossen kommst, so magst du \u00c4hren mit der Hand abpfl\u00fccken; aber eine Sichel darfst du nicht an das Getreide eines deiner Volksgenossen legen. \u2013<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und die Ehe mit ihr vollzieht, sp\u00e4ter aber sich nicht mehr zu ihr hingezogen f\u00fchlt, weil er etwas H\u00e4\u00dfliches an ihr entdeckt hat, und er hat ihr einen Scheidebrief geschrieben und ihn ihr eingeh\u00e4ndigt und sie aus seinem Hause entlassen, \u2013<br>2 wenn sie also aus seinem Hause weggegangen ist und die Ehe mit einem andern Manne vollzogen hat<br>3 und der zweite Mann ihr ebenfalls abgeneigt wird und ihr auch einen Scheidebrief schreibt und ihn ihr einh\u00e4ndigt und sie so aus seinem Hause entl\u00e4\u00dft, oder wenn der zweite Mann, der sie geheiratet hat, stirbt:<br>4 so darf ihr erster Mann, der sie versto\u00dfen hatte, sie nicht nochmals zur Frau nehmen, nachdem sie verunreinigt worden ist; denn das w\u00fcrde ein Greuel in den Augen des HERRN sein, und du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir zum Erbbesitz geben will, nicht mit S\u00fcnde beladen.<br>5 Wenn jemand neuverm\u00e4hlt ist, so braucht er nicht mit dem Heere ins Feld zu ziehen, und keinerlei Verpflichtung soll ihm auferlegt werden: er soll ein Jahr lang f\u00fcr sein Haus frei sein und seine Frau erfreuen, die er geheiratet hat. \u2013<br>6 Man darf nicht die Handm\u00fchle oder auch nur den oberen M\u00fchlstein pf\u00e4nden, denn damit w\u00fcrde man das Leben zum Pfande nehmen. \u2013<br>7 Wird jemand dabei ertappt, da\u00df er einen von seinen Volksgenossen, von den Israeliten, geraubt und ihn gewaltsam (als Sklaven) behandelt oder ihn verkauft hat, so soll ein solcher Menschendieb sterben: so sollst du das B\u00f6se aus deiner Mitte wegschaffen. \u2013<br>8 Nimm dich bei der Erkrankung an Aussatz wohl in acht, da\u00df du aufs sorgf\u00e4ltigste alle Weisungen befolgst, die euch die levitischen Priester erteilen werden: verfahrt genau so, wie ich ihnen geboten habe.<br>9 Denke daran, was der HERR, dein Gott, an Mirjam unterwegs bei eurem Auszug aus \u00c4gypten getan hat! \u2013<br>10 Wenn du deinem N\u00e4chsten ein Darlehn von irgendwelchem Betrage gew\u00e4hrst, so sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um ihm ein Pfand abzunehmen;<br>11 nein, du sollst drau\u00dfen auf der Stra\u00dfe stehen bleiben, und der Mann, dem du leihst, soll das Pfand zu dir herausbringen;<br>12 und wenn er ein d\u00fcrftiger Mann ist, so sollst du dich mit seinem Pfand nicht schlafen legen,<br>13 sondern ihm vielmehr das Pfand bei Sonnenuntergang zur\u00fcckgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen legen kann und dich segnet; dann wird dir das als Gerechtigkeit vor dem HERRN, deinem Gott, gelten. \u2013<br>14 Bedr\u00fccke keinen d\u00fcrftigen und armen Tagel\u00f6hner, der zu deinen Volksgenossen oder zu den Fremden geh\u00f6rt, die bei dir in deinem Lande, in deinen Ortschaften leben!<br>15 Noch an demselben Tage sollst du ihm seinen Lohn geben, ehe noch die Sonne dar\u00fcber untergeht; denn er ist arm, und sein Herz sehnt sich danach; er w\u00fcrde sonst vielleicht den HERRN gegen dich anrufen, und du h\u00e4ttest eine Verschuldung auf dich geladen. \u2013<br>16 V\u00e4ter sollen nicht wegen (einer Verschuldung) ihrer Kinder mit dem Tode bestraft werden, und Kinder sollen nicht wegen (einer Verschuldung) ihrer V\u00e4ter sterben; ein jeder soll nur wegen seines eigenen Vergehens mit dem Tode bestraft werden! \u2013<br>17 Du sollst das Recht eines Nichtisraeliten und einer Waise nicht beugen und das Kleid einer Witwe nicht pf\u00e4nden;<br>18 du sollst vielmehr daran gedenken, da\u00df du selbst einst ein Knecht in \u00c4gypten gewesen bist und da\u00df der HERR, dein Gott, dich von dort erl\u00f6st hat. Darum gebiete ich dir, so zu verfahren. \u2013<br>19 Wenn du beim Abernten deines Feldes eine Garbe auf dem Felde vergessen hast, so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen: sie soll den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen geh\u00f6ren, damit der HERR, dein Gott, dich bei allem, was du unternimmst, segnet.<br>20 Wenn du deine \u00d6lb\u00e4ume abklopfst, sollst du hinterher nicht noch Nachlese an den Zweigen halten: was an Fr\u00fcchten noch \u00fcbrig ist, soll den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen zugute kommen.<br>21 Wenn du die Lese in deinem Weinberge h\u00e4ltst, sollst du hinterher nicht noch eine Nachlese vornehmen: was (an Trauben) noch \u00fcbrig ist, soll den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen zufallen.<br>22 Denn du sollst daran gedenken, da\u00df du selbst einst ein Knecht im Lande \u00c4gypten gewesen bist; darum gebiete ich dir, so zu verfahren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn es zwischen M\u00e4nnern zu einem Rechtsstreit kommt und sie vor Gericht getreten sind und man das Urteil \u00fcber sie gesprochen hat, indem man den Unschuldigen freigesprochen und den Schuldigen verurteilt hat,<br>2 so soll, wenn der Schuldige Pr\u00fcgelstrafe verdient hat, der Richter ihn sich hinlegen lassen, und man soll ihm in seiner Gegenwart eine bestimmte Anzahl von Schl\u00e4gen nach Ma\u00dfgabe seiner Verschuldung geben.<br>3 Vierzig Schl\u00e4ge darf er ihm geben lassen, aber nicht mehr, damit dein Volksgenosse nicht, wenn man fortf\u00fchre, ihm eine noch gr\u00f6\u00dfere Zahl von Schl\u00e4gen zu versetzen, in deinen Augen ver\u00e4chtlich gemacht wird. \u2013<br>4 Du sollst einem Ochsen, w\u00e4hrend er drischt, das Maul nicht verbinden.\u00ab<br>5 \u00bbWenn Br\u00fcder beisammen wohnen und einer von ihnen stirbt, ohne einen Sohn zu hinterlassen, so soll sich die Ehefrau des Verstorbenen nicht nach ausw\u00e4rts an einen fremden Mann verheiraten, sondern ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie zu seiner Frau nehmen und die Schwagerehe mit ihr vollziehen;<br>6 der erste Sohn aber, den sie dann gebiert, soll auf den Namen seines verstorbenen Bruders (in die Geschlechtsregister) eingetragen werden, damit dessen Name in Israel nicht ausstirbt.<br>7 Wenn aber der Mann sich nicht dazu verstehen will, seine Schw\u00e4gerin zu heiraten, so soll seine Schw\u00e4gerin ans Tor zu den \u00c4ltesten hingehen und sagen: \u203aMein Schwager weigert sich, den Namen seines Bruders in Israel fortzupflanzen: er will die Schwagerehe nicht mit mir eingehen!\u2039<br>8 Dann sollen die \u00c4ltesten der betreffenden Ortschaft ihn rufen lassen und ihm Vorstellungen machen; und wenn er trotzdem darauf besteht und erkl\u00e4rt: \u203aIch bin nicht geneigt, sie zu heiraten!\u2039,<br>9 so soll seine Schw\u00e4gerin vor den Augen der \u00c4ltesten zu ihm hintreten, soll ihm den Schuh vom Fu\u00df ziehen, ihm ins Angesicht speien und laut ausrufen: \u203aSo soll es dem Mann ergehen, der das Haus seines Bruders nicht bauen will!\u2039<br>10 Mit einem Spottnamen soll dann sein Haus in Israel die \u203aBarf\u00fc\u00dferfamilie\u2039 hei\u00dfen.\u00ab<br>11 \u00bbWenn zwei M\u00e4nner, Volksgenossen, miteinander handgemein werden und die Frau des einen, die herbeigeeilt ist, um ihren Mann aus den H\u00e4nden dessen, der ihn schl\u00e4gt, zu retten, jenen mit ihrer Hand bei den Geschlechtsteilen fa\u00dft,<br>12 so sollst du ihr die Hand abhauen, ohne einen Blick des Mitleids f\u00fcr sie zu haben! \u2013<br>13 Du sollst in deinem Beutel nicht zweierlei Gewichtsteine, einen gr\u00f6\u00dferen und einen kleineren, haben;<br>14 du sollst in deinem Hause nicht zweierlei Hohlma\u00dfe, ein gr\u00f6\u00dferes und ein kleineres, haben:<br>15 volle und richtige Gewichte und volle und richtige Ma\u00dfe sollst du haben, damit du lange in dem Lande lebst, das der HERR, dein Gott, dir geben wird;<br>16 denn ein Greuel f\u00fcr den HERRN, deinen Gott, ist jeder, der solches tut, jeder, der Unredlichkeit \u00fcbt.\u00ab<br>17 \u00bbDenke daran, was die Amalekiter dir unterwegs bei eurem Auszug aus \u00c4gypten angetan haben:<br>18 da\u00df sie dich, w\u00e4hrend du m\u00fcde und matt warst, auf der Wanderung ohne Furcht vor Gott \u00fcberfallen und alle die niedergehauen haben, welche bei dir vor Ermattung zur\u00fcckgeblieben waren (2.Mose 17,8-16).<br>19 Wenn dir also der HERR, dein Gott, Ruhe vor allen deinen Feinden ringsum geschafft hat in dem Lande, das der HERR, dein Gott, dir als Erbgut zu seiner Besetzung geben wird, so sollst du das Andenken an die Amalekiter unter dem ganzen Himmel austilgen: vergi\u00df es nicht!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das dankbare Bekenntnis bei der Darbringung der Erstlingsfr\u00fcchte im Heiligtum<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn du nun in das Land gekommen bist, das der HERR, dein Gott, dir zu eigen geben wird, und du es in Besitz genommen hast und in ihm wohnst,<br>2 so sollst du einen Teil von den Erstlingen aller Feldfr\u00fcchte, die du von deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, geerntet hast, nehmen und sie in einen Korb legen und dich damit an die St\u00e4tte begeben, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.<br>3 Dort sollst du dann zu dem Priester treten, der zu jener Zeit im Amt sein wird, und zu ihm sagen: \u203aIch bezeuge heute dem HERRN, deinem Gott, da\u00df ich wirklich in das Land gekommen bin, dessen Verleihung an uns der HERR unsern V\u00e4tern zugeschworen hat.\u2039<br>4 Hierauf soll der Priester den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar des HERRN, deines Gottes, hinstellen.<br>5 Du aber sollst dann vor dem HERRN, deinem Gott, folgende Worte aussprechen: \u203aEin umherirrender Aram\u00e4er war mein Stammvater; mit einer Mannschaft von wenigen Leuten zog er nach \u00c4gypten hinab und lebte dort als Fremdling, wuchs dort aber zu einem gro\u00dfen, starken und zahlreichen Volk heran.<br>6 Weil aber die \u00c4gypter uns mi\u00dfhandelten und bedr\u00fcckten und uns harte Zwangsarbeit auferlegten,<br>7 schrien wir zum HERRN, dem Gott unserer V\u00e4ter, um Hilfe, und der HERR erh\u00f6rte unser Flehen und sah unser Elend, unsere M\u00fchsal und Bedr\u00e4ngnis;<br>8 und der HERR f\u00fchrte uns mit starker Hand und hocherhobenem Arm, mit schreckenerregender Macht und unter Zeichen und Wundern aus \u00c4gypten hinaus;<br>9 er brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft.<br>10 Und nun bringe ich hier die Erstlinge von den Fr\u00fcchten des Feldes, das du, HERR, mir gegeben hast.\u2039 Dann stelle sie vor den HERRN, deinen Gott, hin, wirf dich vor dem HERRN, deinem Gott, anbetend nieder<br>11 und erfreue dich mit den Leviten und den Fremdlingen, die in deiner Mitte wohnen, an all dem Guten, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gebetsformel bei Entrichtung des Zehnten an die Leviten und Armen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 \u00bbWenn du im dritten Jahre, dem Zehntjahr, den gesamten Zehnten von deinem Ernteertrag vollst\u00e4ndig entrichtet und ihn den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und Witwen \u00fcbergeben hast, damit sie ihn in deinen Ortschaften verzehren und sich satt essen,<br>13 so sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, so sprechen: \u203aIch habe die heilige Abgabe aus meinem Hause hinausgeschafft und sie den Leviten und Fremdlingen, den Waisen und Witwen genau so \u00fcbergeben, wie du mir geboten hast: ich habe keines von deinen Geboten \u00fcbertreten noch vergessen.<br>14 Ich habe nichts davon gegessen in meiner Trauer und nichts davon weggeschafft, w\u00e4hrend ich unrein war, und habe nichts davon f\u00fcr eine Totenspeisung verwandt, nein, ich bin den Weisungen des HERRN, meines Gottes, nachgekommen und habe mich genau an seine Gebote gehalten.<br>15 Blicke von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, herab und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern V\u00e4tern zugeschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassender Abschlu\u00df der Bundespflichten und Rechte<\/h3>\n\n\n\n<p>16 \u00bbAm heutigen Tage gebietet dir der HERR, dein Gott, diese Satzungen und Verordnungen zu befolgen: so beobachte und befolge sie denn von ganzem Herzen und mit ganzer Seele!<br>17 Du hast dir heute vom HERRN verk\u00fcnden lassen, da\u00df er dein Gott sein wolle und da\u00df es dir zukomme, auf seinen Wegen zu wandeln, seine Satzungen, Vorschriften und Verordnungen zu beobachten und seinen Weisungen zu gehorchen.<br>18 Der HERR aber hat dich heute die Erkl\u00e4rung aussprechen lassen, da\u00df du sein Eigentumsvolk sein wollest, wie er dir geboten hat, und da\u00df es dir zukomme, alle seine Gebote zu beobachten,<br>19 und da\u00df er dich \u00fcber alle V\u00f6lker, die er geschaffen hat, zu Ruhm und Ehre und Ansehen erh\u00f6hen wolle und da\u00df du ein dem HERRN, deinem Gott, geheiligtes Volk sein wollest, wie er dir geboten hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter geboten Mose und die \u00c4ltesten der Israeliten dem Volke folgendes: \u00bbBeobachtet alle Gebote, die ich euch heute zur Pflicht mache!<br>2 Sobald ihr also \u00fcber den Jordan in das Land gezogen seid, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so richte dir gro\u00dfe Steine auf, \u00fcberstreiche sie mit T\u00fcnchkalk<br>3 und schreibe, sobald du hin\u00fcbergezogen bist, alle Worte dieses Gesetzes auf sie, damit du in das Land hineinkommst, das der HERR, dein Gott, dir geben will, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft, wie der HERR, der Gott deiner V\u00e4ter, dir verhei\u00dfen hat.<br>4 Sobald ihr also \u00fcber den Jordan gezogen seid, sollt ihr diese Steine, auf die sich mein heutiger Befehl bezieht, auf dem Berge Ebal aufrichten und sie mit T\u00fcnchkalk \u00fcberstreichen.<br>5 Auch sollst du dort dem HERRN, deinem Gott, einen Altar erbauen, und zwar einen Altar von Steinen, die du mit keinem eisernen Werkzeug bearbeiten darfst:<br>6 aus unbehauenen Steinen sollst du den Altar des HERRN, deines Gottes, erbauen und dem HERRN, deinem Gott, Brandopfer auf ihm darbringen;<br>7 und du sollst Dankopfer schlachten und ein Opfermahl dort halten und vor dem HERRN, deinem Gott, fr\u00f6hlich sein.<br>8 Auf die Steine aber sollst du alle Worte dieses Gesetzes schreiben, indem du sie sorgf\u00e4ltig eingr\u00e4bst.\u00ab<br>9 Hierauf richteten Mose und die levitischen Priester folgende Worte an ganz Israel: \u00bbBeobachte Schweigen, Israel, und h\u00f6re zu! Am heutigen Tage bist du zum Volk des HERRN, deines Gottes, geworden.<br>10 So gehorche denn den Weisungen des HERRN deines Gottes, und halte seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete!\u00ab<br>11 An demselben Tage erteilte Mose dem Volke folgenden Befehl:<br>12 \u00bbWenn ihr \u00fcber den Jordan gezogen seid, so sollen die einen sich auf dem Berge Garizim aufstellen, um das Volk zu segnen, n\u00e4mlich Simeon, Levi, Juda, Issaschar, Joseph und Benjamin;<br>13 die anderen aber sollen sich, um den Fluch auszusprechen, auf dem Berge Ebal aufstellen, n\u00e4mlich Ruben, Gad und Asser und Sebulon, Dan und Naphthali.<br>14 Danach sollen die Leviten anheben und mit hocherhobener Stimme zu allen M\u00e4nnern Israels sagen:<br>15 \u203aVerflucht sei, wer ein geschnitztes oder gegossenes Bild, einen Greuel f\u00fcr den HERRN, ein Machwerk von K\u00fcnstlerhand, anfertigt und es heimlich aufstellt!\u2039, und das ganze Volk soll antworten: \u203aSo sei es!\u2039<br>16 \u203aVerflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter mi\u00dfachtet!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>17 \u203aVerflucht sei, wer die Grenze seines N\u00e4chsten verr\u00fcckt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>18 \u203aVerflucht sei, wer einen Blinden auf dem Wege irref\u00fchrt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>19 \u203aVerflucht sei, wer das Recht von Fremdlingen, von Waisen und Witwen beugt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>20 \u203aVerflucht sei, wer sich mit dem Weibe seines Vaters vergeht; denn er hat die Bettdecke seines Vaters aufgedeckt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>21 \u203aVerflucht sei, wer irgendein Tier zur Unzucht mi\u00dfbraucht!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>22 \u203aVerflucht sei, wer sich mit seiner Schwester, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter, vergeht!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>23 \u203aVerflucht sei, wer sich mit seiner Schw\u00e4gerin vergeht!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>24 \u203aVerflucht sei, wer seinen N\u00e4chsten heimlich erschl\u00e4gt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>25 \u203aVerflucht sei, wer sich durch Bestechung dazu bringen l\u00e4\u00dft, jemand zu erschlagen, unschuldiges Blut zu vergie\u00dfen!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039<br>26 \u203aVerflucht sei, wer nicht die Bestimmungen dieses Gesetzes durch ihre Erf\u00fcllung aufrechth\u00e4lt!\u2039, und das ganze Volk soll sagen: \u203aSo sei es!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung reicher Segnungen f\u00fcr das bundestreue Volk<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn du aber den Weisungen des HERRN, deines Gottes, gewissenhaft nachkommst, indem du auf die Beobachtung aller seiner Gebote, die ich dir heute zur Pflicht mache, bedacht bist, so wird der HERR, dein Gott, dich \u00fcber alle V\u00f6lker der Erde erh\u00f6hen,<br>2 und alle die folgenden Segnungen werden dir zuteil werden und bei dir eintreffen, wenn du den Weisungen des HERRN, deines Gottes, nachkommst:<br>3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Felde.<br>4 Gesegnet wird die Frucht deines Mutterleibes sein und die Frucht deines Ackers und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und der Nachwuchs deines Kleinviehs.<br>5 Gesegnet wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein.<br>6 Gesegnet wirst du bei deinem Eingang sein und gesegnet bei deinem Ausgang.<br>7 Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, niedergeworfen vor dir erliegen lassen; auf einem einzigen Wege werden sie gegen dich zu Felde ziehen, aber auf sieben Wegen vor dir fliehen.<br>8 Der Herr wird bei dir den Segen walten lassen in deinen Speichern und bei allen deinen Unternehmungen und dich in dem Lande segnen, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.<br>9 Der HERR wird dich zu einem ihm geheiligten Volke erheben, wie er dir zugeschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, beobachtest und auf seinen Wegen wandelst;<br>10 da werden denn alle V\u00f6lker der Erde sehen, da\u00df du mit Recht das Volk des HERRN genannt wirst, und werden sich vor dir f\u00fcrchten.<br>11 Und der HERR wird dich durch die Frucht deines Mutterleibes und durch die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Feldes zum \u00dcberflu\u00df an G\u00fctern gelangen lassen in dem Lande, das der HERR, wie er deinen V\u00e4tern zugeschworen hat, dir geben wird.<br>12 Der HERR wird dir seine reiche Schatzkammer, den Himmel, auftun, um deinem Lande zu rechter Zeit den Regen zu spenden und alle Arbeiten deiner Hand zu segnen, so da\u00df du vielen V\u00f6lkern wirst leihen k\u00f6nnen, ohne selbst etwas entlehnen zu m\u00fcssen.<br>13 So wird der HERR dich zum Haupt und nicht zum Schwanz machen, und es wird mit dir immer nur aufw\u00e4rts gehen und nicht abw\u00e4rts, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, deren genaue Beobachtung ich dir heute zur Pflicht mache, gehorsam bleibst<br>14 und von allen Weisungen, die ich euch heute gebiete, weder nach rechts noch nach links abweichst, indem du anderen G\u00f6ttern nachgehst, um ihnen zu dienen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erster Teil der Verfluchungen des ungehorsamen Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbWenn du aber den Weisungen des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchst, da\u00df du auf die sorgf\u00e4ltige Beobachtung seiner Gebote und Satzungen, die ich dir heute zur Pflicht mache, bedacht sein sollst, so werden alle folgenden Fl\u00fcche \u00fcber dich kommen und dich treffen:<br>16 Verflucht wirst du sein in der Stadt und verflucht auf dem Felde.<br>17 Verflucht wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein.<br>18 Verflucht wird die Frucht deines Mutterleibes und die Frucht deines Ackers sein, der Wurf deiner Rinder und der Nachwuchs deines Kleinviehs.<br>19 Verflucht wirst du bei deinem Eingang sein und verflucht bei deinem Ausgang. \u2013<br>20 Der HERR wird den Fluch, die Best\u00fcrzung und die Verw\u00fcnschung gegen dich senden bei allen Gesch\u00e4ften, die du unternimmst, bis du wegen deines frevelhaften Tuns, weil du mich verlassen hast, vertilgt bist und schnellen Untergang gefunden hast.<br>21 Der HERR wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich aus dem Lande ausgerottet hat, in das du jetzt ziehst, um es in Besitz zu nehmen.<br>22 Der HERR wird dich mit Schwindsucht und Fieber, mit Entz\u00fcndung und Hitze, mit D\u00fcrre, Kornbrand und Vergilbung des Getreides heimsuchen, und dies alles wird dich verfolgen, bis du zugrunde gegangen bist.<br>23 Der Himmel \u00fcber deinem Haupt wird zu Erz werden und die Erde unter deinen F\u00fc\u00dfen zu Eisen.<br>24 Der HERR wird als Regen f\u00fcr dein Land Flugsand und Staub geben: vom Himmel wird er auf dich herabfallen, bis du vertilgt bist.<br>25 Der HERR wird dich niedergeworfen vor deinen Feinden erliegen lassen: auf einem einzigen Wege wirst du gegen sie ausziehen und auf sieben Wegen vor ihnen fliehen; und du wirst f\u00fcr alle Reiche der Erde ein Schreckbild sein.<br>26 Deine Leichen werden allen V\u00f6geln des Himmels und den wilden Tieren zum Fra\u00df dienen, ohne da\u00df jemand sie verscheucht.<br>27 Der HERR wird dich mit den Geschw\u00fcren \u00c4gyptens und mit Pocken, mit Aussatz und Grind schlagen, da\u00df du nicht wirst geheilt werden k\u00f6nnen.<br>28 Der HERR wird dich mit Wahnsinn, mit Blindheit und geistiger Zerr\u00fcttung schlagen,<br>29 so da\u00df du am hellen Mittag umhertappen mu\u00dft, wie der Blinde im Finstern tappt; und du wirst bei deinen Unternehmungen kein Gelingen haben, sondern allezeit nur vergewaltigt und beraubt sein, ohne da\u00df jemand dir hilft.<br>30 Mit einem Weibe wirst du dich verloben, aber ein anderer Mann wird bei ihr schlafen; ein Haus wirst du dir bauen, aber nicht in ihm wohnen; einen Weinberg wirst du anlegen, aber seine Fr\u00fcchte nicht genie\u00dfen.<br>31 Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet werden, ohne da\u00df du von ihm zu essen bekommst; dein Esel wird dir vor deinen Augen geraubt werden und nicht wieder zu dir zur\u00fcckkehren; dein Kleinvieh wird deinen Feinden gegeben werden, ohne da\u00df dir ein Helfer erscheint.<br>32 Deine S\u00f6hne und T\u00f6chter fallen einem anderen Volke (als Sklaven) in die H\u00e4nde; deine Augen m\u00fcssen es ansehen und den ganzen Tag vor Sehnsucht nach ihnen schmachten, du aber vermagst nichts dagegen zu tun.<br>33 Die Fr\u00fcchte deines Feldes und den ganzen Ertrag deiner Arbeit wird ein Volk verzehren, das du bis dahin nicht gekannt hast, und du wirst allezeit nur der Vergewaltigte und Mi\u00dfhandelte sein:<br>34 wahnsinnig wirst du werden beim Anblick dessen, was deine Augen zu sehen bekommen.<br>35 Der HERR wird dich mit b\u00f6sen Geschw\u00fcren an den Knien und Schenkeln schlagen, von denen du nicht wirst geheilt werden k\u00f6nnen, von der Fu\u00dfsohle bis zum Scheitel.<br>36 Der HERR wird dich und deinen K\u00f6nig, den du \u00fcber dich setzen wirst, zu einem Volke f\u00fchren, das dir und deinen V\u00e4tern bis dahin unbekannt gewesen ist; dort wirst du anderen G\u00f6ttern, G\u00f6tzen von Holz und Stein, dienen m\u00fcssen<br>37 und wirst ein Gegenstand des Entsetzens, des Spottes und Hohns bei allen V\u00f6lkern werden, wohin der HERR dich f\u00fchren wird.<br>38 Aussaat wirst du in Menge aufs Feld hinausbringen, aber nur wenig einernten; denn die Heuschrecken werden es abfressen;<br>39 Weinberge wirst du anpflanzen und bearbeiten, aber Wein weder trinken noch einkellern, denn der Wurm wird ihn abfressen.<br>40 \u00d6lb\u00e4ume wirst du \u00fcberall in deinem Gebiet haben, aber dich nicht mit \u00d6l salben; denn deine \u00d6lb\u00e4ume werden die Fr\u00fcchte abfallen lassen.<br>41 S\u00f6hne und T\u00f6chter wirst du zeugen, aber sie werden dir nicht verbleiben, denn sie m\u00fcssen in die Gefangenschaft wandern.<br>42 Alle deine B\u00e4ume und die Fr\u00fcchte deines Ackers wird das Ungeziefer aufzehren.<br>43 Der Fremdling, der in deiner Mitte lebt, wird immer h\u00f6her \u00fcber dich emporsteigen, w\u00e4hrend du immer tiefer hinabsinkst:<br>44 er wird dir leihen, du aber wirst ihm nichts zu leihen haben; er wird zum Haupt, du aber wirst zum Schwanz werden.<br>45 Alle diese Fl\u00fcche werden \u00fcber dich kommen, dich verfolgen und dich treffen, bis du vernichtet bist, weil du den Weisungen des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast und seinen Geboten und Satzungen, die er dir zur Pflicht gemacht hat, nicht nachgekommen bist;<br>46 und sie werden an dir und deinen Nachkommen als Zeichen und Wunder bis in Ewigkeit haften.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zweiter Teil der Verfluchungen<\/h3>\n\n\n\n<p>47 \u00bbZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df du dem HERRN, deinem Gott, trotz des \u00dcberflusses an allem nicht mit freudigem und bereitwilligem Herzen gedient hast,<br>48 wirst du deinen Feinden, die der HERR gegen dich senden wird, dienen m\u00fcssen bei Hunger und Durst, bei Mangel an Kleidung und bei v\u00f6lliger Verarmung; und er wird dir ein eisernes Joch auf den Nacken legen, bis er dich vertilgt hat.<br>49 Der HERR wird gegen dich aus der Ferne, vom Ende der Erde her, ein Volk heranf\u00fchren, das so schnell wie ein Adler daherfliegt, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehst,<br>50 ein Volk mit wildtrotzigem Angesicht, das auch auf einen Greis keine R\u00fccksicht nimmt und mit keinem Kinde Erbarmen hat.<br>51 Es wird den Ertrag deines Viehstandes und den Ertrag deines Feldes verzehren, bis du vertilgt bist, da es dir vom Getreide, vom Wein und \u00d6l, vom Wurf deiner Rinder und vom Nachwuchs deines Kleinviehs nichts \u00fcbriglassen wird, bis es dich zugrunde gerichtet hat.<br>52 Es wird dich in all deinen St\u00e4dten belagern, bis deine hohen und starken Mauern, auf die du dein Vertrauen setzt, in deinem ganzen Lande gefallen sind, und es wird dich in all deinen St\u00e4dten belagern, in deinem ganzen Lande, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.<br>53 Da wirst du dann in der Angst und Bedr\u00e4ngnis, in die dein Feind dich versetzen wird, deine leiblichen Kinder verzehren, das Fleisch deiner S\u00f6hne und T\u00f6chter, die der HERR, dein Gott, dir geschenkt hat.<br>54 Sogar der an Wohlleben und die gr\u00f6\u00dfte \u00dcppigkeit gew\u00f6hnte Mann bei dir wird dann auf seinen Bruder und auf das Weib an seinem Busen und auf den Rest seiner Kinder, die er noch \u00fcbrigbehalten hat, voll Mi\u00dfgunst blicken,<br>55 so da\u00df er keinem von ihnen etwas von dem Fleisch seiner Kinder abgibt, die er, ohne sich irgendeins \u00fcbrigzulassen, in der Angst und Bedr\u00e4ngnis verzehrt, in die dich dein Feind in all deinen Ortschaften versetzen wird.<br>56 Sogar die an Wohlleben und die gr\u00f6\u00dfte \u00dcppigkeit gew\u00f6hnte Frau bei dir, die vor Verz\u00e4rtelung und Verweichlichung noch nie versucht hat, ihre Fu\u00dfsohle auf die Erde zu setzen \u2013 auch deren Auge wird auf den Mann an ihrem Busen und auf ihren Sohn und ihre Tochter voll Mi\u00dfgunst blicken<br>57 und wird ihnen die Nachgeburt mi\u00dfg\u00f6nnen, die aus ihrem Scho\u00df hervorgeht, und die Kinder, die sie zur Welt gebracht hat; denn bei dem Mangel an allem wird sie diese heimlich verzehren in der Angst und Bedr\u00e4ngnis, in die dich dein Feind in deinen Ortschaften versetzen wird.<br>58 Wenn du nicht auf die Beobachtung aller Bestimmungen dieses Gesetzes, die in diesem Buch aufgezeichnet stehen, bedacht bist, indem du diesen ruhmvollen und furchtbaren Namen, den HERRN, deinen Gott, f\u00fcrchtest,<br>59 so wird der HERR \u00fcber dich und deine Nachkommen au\u00dfergew\u00f6hnliche Ungl\u00fccksschl\u00e4ge verh\u00e4ngen, schwere und andauernde Ungl\u00fccksschl\u00e4ge und b\u00f6sartige und andauernde Krankheiten.<br>60 Er wird dann alle Seuchen \u00c4gyptens bei dir einkehren lassen, vor denen du einst Grauen empfunden hast, und sie werden an dir haften bleiben.<br>61 Auch alle Krankheiten und alle Heimsuchungen, die in diesem Gesetzbuch nicht verzeichnet stehen \u2013 auch die wird der HERR \u00fcber dich kommen lassen, bis du vertilgt bist;<br>62 und es werden M\u00e4nner von euch nur in geringer Anzahl \u00fcbrigbleiben, statt da\u00df ihr vorher den Sternen des Himmels an Menge gleichkamt, weil du den Weisungen des HERRN, deines Gottes, nicht nachgekommen bist.<br>63 Und wie der HERR vorher seine Freude daran gehabt hatte, euch Gutes zu erweisen und euch zahlreich werden zu lassen, ebenso wird der HERR dann bei euch seine Freude daran haben, euch zugrunde zu richten und zu vertilgen, so da\u00df ihr aus dem Lande herausgerissen werdet, in das du jetzt einziehst, um es in Besitz zu nehmen.<br>64 Der HERR wird dich alsdann unter alle V\u00f6lker von einem Ende der Erde bis zum andern zerstreuen, und du wirst dort anderen G\u00f6ttern dienen m\u00fcssen, von denen ihr, du und deine V\u00e4ter, nichts gewu\u00dft habt, G\u00f6tzen von Holz und Stein.<br>65 Und du wirst unter jenen V\u00f6lkern zu keiner Ruhe kommen, und f\u00fcr deine Fu\u00dfsohle wird es keine St\u00e4tte der Rast geben, sondern der HERR wird dir dort ein immer zitterndes Herz und vor Sehnsucht schmachtende Augen und eine verzweifelnde Seele geben.<br>66 Dein Leben wird dir an einem Faden zu hangen scheinen, so da\u00df du bei Tag und bei Nacht in Angst schwebst und dich deines Lebens niemals sicher f\u00fchlst,<br>67 am Morgen wirst du sagen: \u203aAch, w\u00e4re es doch erst Abend!\u2039, und am Abend wirst du w\u00fcnschen: \u203aAch, w\u00e4re es doch schon Morgen!\u2039 infolge der Angst deines Herzens, die du empfinden wirst, und infolge des Anblicks der Schrecknisse, die dir vor Augen stehen.<br>68 Und der HERR wird dich auf Schiffen nach \u00c4gypten zur\u00fcckkehren lassen auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe: \u203aDu sollst ihn nie mehr wiedersehen!\u2039 Dort werdet ihr euch dann euren Feinden zu Sklaven und Sklavinnen verkaufen wollen, aber es wird sich kein K\u00e4ufer finden.\u00ab<br>69 Dies sind die Worte des Bundes, den Mose auf Befehl des HERRN mit den Israeliten im Lande der Moabiter geschlossen hat, au\u00dfer dem Bunde, den er am Horeb mit ihnen geschlossen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hinweis auf die gro\u00dfen bisherigen g\u00f6ttlichen Strafgerichte und die Wohltaten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mose berief also alle Israeliten und sagte zu ihnen: \u00bbIhr habt selbst alles gesehen, was der HERR vor euren Augen im Lande \u00c4gypten dem Pharao und allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande hat widerfahren lassen:<br>2 die gro\u00dfen Machterweise, die du mit eigenen Augen gesehen hast, jene gro\u00dfen Zeichen und Wunder.<br>3 Aber bis auf den heutigen Tag hat der HERR euch kein Herz zum Erkennen, keine Augen zum Sehen und keine Ohren zum H\u00f6ren gegeben.<br>4 Und doch habe ich euch vierzig Jahre lang in der W\u00fcste wandern lassen: eure Kleider sind euch dabei nicht am Leibe zerfallen, und deine Schuhe haben sich an deinen F\u00fc\u00dfen nicht abgenutzt;<br>5 ihr habt kein Brot zu essen gehabt und keinen Wein und kein starkes Getr\u00e4nk getrunken, weil ihr erkennen solltet, da\u00df ich der HERR, euer Gott, bin.<br>6 Als ihr dann in diese Gegend gelangtet, zogen Sihon, der K\u00f6nig von Hesbon, und Og, der K\u00f6nig von Basan, uns zum Kampf entgegen, aber wir schlugen sie<br>7 und eroberten ihr Land und gaben es den St\u00e4mmen Ruben und Gad und dem halben Stamm Manasse zum Erbbesitz.<br>8 So beobachtet denn die Bestimmungen dieses Bundes und befolgt sie, damit ihr bei allen euren Unternehmungen gl\u00fccklichen Erfolg habet!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der heutige (neue) Bund wird f\u00fcr alle k\u00fcnftigen Geschlechter geschlossen und ist hochheilig<\/h3>\n\n\n\n<p>9 \u00bbIhr steht heute allesamt vor dem HERRN, eurem Gott: eure Stammesh\u00e4upter, eure Richter (?), eure \u00c4ltesten und Obm\u00e4nner, alle M\u00e4nner Israels,<br>10 eure Kinder, eure Weiber und die Nichtisraeliten, die sich bei dir inmitten deines Lagers befinden, von den Holzhauern an bis zu den Wassertr\u00e4gern bei dir,<br>11 damit du in den Bund mit dem HERRN, deinem Gott, und zwar in seine Eidgemeinschaft eintretest, den der HERR, dein Gott, heute mit dir schlie\u00dft,<br>12 weil er dich heute zu seinem Volk einsetzen und er dein Gott sein will, wie er dir zugesagt und wie er deinen V\u00e4tern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.<br>13 Aber nicht mit euch allein schlie\u00dfe ich diesen Bund und diesen Fluchvertrag,<br>14 sondern sowohl mit denen, die heute hier mit uns vor dem HERRN, unserm Gott, stehen, als auch mit denen, die heute noch nicht mit uns hier zugegen sind.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warnung vor G\u00f6tzendienst und Bruch des neuen Bundes, auf welche die schwerste Strafe folgt<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbIhr wi\u00dft ja selbst, wie wir im Lande \u00c4gypten gewohnt haben und wie wir mitten durch die V\u00f6lker gezogen sind, die ihr durchzogen habt;<br>16 und ihr habt ihre Scheusale und G\u00f6tzen von Holz und Stein, Silber und Gold gesehen, die es bei ihnen gibt.<br>17 Da\u00df nur ja kein Mann oder Weib, kein Geschlecht oder Stamm sich unter euch befinde, dessen Herz sich heute vom HERRN, unserm Gott, abwendet, da\u00df er hingeht, den G\u00f6ttern jener V\u00f6lker zu dienen! Da\u00df sich unter euch nur ja keine Wurzel finde, die Schierling und Wermut als Frucht hervorbringt,<br>18 niemand, der, wenn er die Worte dieses Fluchvertrags vernimmt, dann sich in seinem Herzen gl\u00fccklich preist, indem er denkt: \u203aGut wird es mir ergehen, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle!\u2039 Das w\u00fcrde zur Folge haben, da\u00df alles, das bew\u00e4sserte Land mitsamt dem trockenen, hinweggerafft w\u00fcrde.<br>19 Einem solchen Menschen wird der HERR nicht gewillt sein zu verzeihen, nein, lodern wird alsdann der Zorn und Eifer des HERRN gegen den betreffenden Mann, und alle Fl\u00fcche, die in diesem Buch aufgezeichnet stehen, werden auf ihn einst\u00fcrmen, und der HERR wird seinen Namen unter dem Himmel austilgen,<br>20 und der HERR wird ihn aus allen St\u00e4mmen Israels zum Unheil aussondern, wie es allen Fl\u00fcchen des Bundes entspricht, der in diesem Gesetzbuch aufgezeichnet steht.<br>21 Die sp\u00e4teren Geschlechter aber, eure Kinder, die nach euch erstehen werden, und die Ausl\u00e4nder, die aus fernen L\u00e4ndern kommen, werden fragen, wenn sie die Ungl\u00fccksschl\u00e4ge und Krankheiten sehen, mit denen der HERR dieses Land heimgesucht hat,<br>22 den Schwefel und das Salz \u2013 eine Brandst\u00e4tte wird sein ganzer Boden sein, so da\u00df er nicht bes\u00e4t werden kann und nichts sprossen l\u00e4\u00dft und keine Pflanze in ihm aufkommt, eine Verw\u00fcstung wie die von Sodom und Gomorrha, Adama und Zeboim, die der HERR in seinem Zorn und Grimm dem Untergang preisgegeben hat \u2013,<br>23 ja, alle V\u00f6lker werden fragen: \u203aWarum hat der HERR diesem Lande solches Geschick widerfahren lassen? Welchen Grund hat diese schreckliche Zornesglut?\u2039<br>24 Dann wird man antworten: \u203aDas ist die Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie den Bund mit dem HERRN, dem Gott ihrer V\u00e4ter, verlassen haben, den er mit ihnen geschlossen hatte, als er sie aus dem Lande \u00c4gypten herausf\u00fchrte,<br>25 und da\u00df sie dazu \u00fcbergegangen sind, anderen G\u00f6ttern zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen, G\u00f6ttern, die ihnen vorher unbekannt gewesen waren und die er ihnen nicht zugeteilt hatte:<br>26 darum ist der Zorn des HERRN gegen dieses Land entbrannt, so da\u00df er den ganzen Fluch, der in diesem Buche aufgezeichnet steht, \u00fcber das Land hat kommen lassen;<br>27 und darum hat der HERR sie im Zorn und Grimm und in gewaltiger Erbitterung aus ihrem Lande herausgerissen und sie in ein anderes Land geschleudert, wie es heutigentags der Fall ist.\u2039<br>28 Das noch Verborgene steht beim HERRN, unserm Gott, aber das bereits offenbar Gewordene ist f\u00fcr uns und unsere Kinder f\u00fcr alle Ewigkeit bestimmt, damit wir alle Worte dieses Gesetzes erf\u00fcllen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung von Gottes Barmherzigkeit f\u00fcr das versto\u00dfene, aber dann bu\u00dffertig gewordene Volk; neuer Bund nach k\u00fcnftigen Gerichten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn nun alle diese Worte, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgetragen habe, (einst) bei dir eintreffen werden und du es unter allen V\u00f6lkern, unter die der HERR, dein Gott, dich (alsdann) versto\u00dfen hat, dir zu Herzen nehmen wirst<br>2 und du samt deinen Kindern von ganzem Herzen und mit ganzer Seele zum HERRN, deinem Gott, zur\u00fcckkehrst und seinen Weisungen in allem, was ich dir heute gebiete, gehorsam bist:<br>3 so wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder aus all den V\u00f6lkern sammeln, unter die der HERR, dein Gott, dich zerstreut hat.<br>4 Wenn deine versto\u00dfenen (S\u00f6hne) sich auch am Ende des Himmels befinden sollten, wird der HERR, dein Gott, dich doch von dort sammeln und von dort dich zur\u00fcckholen;<br>5 und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zur\u00fcckbringen, das deine V\u00e4ter besessen hatten, damit du es wieder in Besitz nimmst, und er wird dich gl\u00fccklicher und zahlreicher werden lassen, als deine V\u00e4ter waren.<br>6 Und der HERR wird dir und deinen Nachkommen das Herz beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, von ganzem Herzen und mit ganzer Seele liebst um deines Lebens willen;<br>7 und der HERR, dein Gott, wird alle jene Fl\u00fcche \u00fcber deine Feinde und \u00fcber deine Widersacher hereinbrechen lassen, die dich verfolgt haben.<br>8 Du aber wirst wieder den Weisungen des HERRN gehorchen und alle seine Gebote befolgen, die ich dir heute zur Pflicht mache.<br>9 Alsdann wird der HERR, dein Gott, dir \u00dcberflu\u00df an Gl\u00fcck bei allem, was du unternimmst, verleihen durch Kindersegen, durch reichen Viehbesitz und reichen Ertrag deiner Felder; denn der HERR wird zu deinem Heil wieder Freude an dir haben, wie er an deinen V\u00e4tern Freude gehabt hat,<br>10 wenn du n\u00e4mlich den Weisungen des HERRN, deines Gottes, gehorchst, so da\u00df du seine Gebote und Satzungen beobachtest, alles, was in diesem Gesetzbuch aufgezeichnet steht, wenn du dich von ganzem Herzen und mit ganzer Seele zum HERRN, deinem Gott, bekehrst.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das von Gott gebotene Gesetz fordert nichts Unm\u00f6gliches; es ist vielmehr leicht verst\u00e4ndlich und leicht zu befolgen<\/h3>\n\n\n\n<p>11 \u00bbDenn dieses Gesetz, das ich dir heute gebiete, ist f\u00fcr dich nicht zu schwer und nicht unerreichbar;<br>12 es ist nicht im Himmel, da\u00df du sagen m\u00fc\u00dftest: \u203aWer wird f\u00fcr uns in den Himmel hinaufsteigen, um es uns zu holen und es uns zu verk\u00fcndigen, damit wir es befolgen k\u00f6nnen?\u2039<br>13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, da\u00df du sagen m\u00fc\u00dftest: \u203aWer wird f\u00fcr uns \u00fcber das Meer hin\u00fcberfahren, um es uns zu holen und es uns zu verk\u00fcndigen, damit wir es befolgen k\u00f6nnen?\u2039<br>14 Nein, ganz nahe ist dir das Wort: in deinem Munde und in deinem Herzen hast du es, so da\u00df du es befolgen kannst.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00dfermahnung; Wahl zwischen Leben und Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbBedenke wohl: ich habe dir heute das Leben und das Gl\u00fcck und (andrerseits) den Tod und das Ungl\u00fcck zur Wahl vorgelegt.<br>16 Was ich dir heute gebiete, ist: den HERRN, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und Verordnungen zu beobachten, damit du am Leben bleibst und zahlreich wirst und der HERR, dein Gott, dich segnet in dem Lande, in das du jetzt einziehst, um es in Besitz zu nehmen.<br>17 Wenn aber dein Herz sich abwendet und du nicht gehorsam bist, sondern dich dazu verf\u00fchren l\u00e4\u00dft, andere G\u00f6tter anzubeten und ihnen zu dienen,<br>18 so k\u00fcndige ich euch heute schon an, da\u00df ihr unfehlbar zugrunde gehen werdet: ihr werdet alsdann nicht lange in dem Lande wohnen bleiben, in das du jetzt \u00fcber den Jordan ziehst, um es in Besitz zu nehmen.<br>19 Ich rufe heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch an: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch. So w\u00e4hle denn das Leben, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen,<br>20 indem du den HERRN, deinen Gott, liebst, seinen Weisungen gehorchst und fest an ihm h\u00e4ltst; denn davon h\u00e4ngt dein Leben und die Dauer deiner Tage ab, w\u00e4hrend deren du in dem Lande wohnst, dessen Verleihung der HERR deinen V\u00e4tern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Die letzten Schicksale und Abschiedsreden Moses (Kap. 31-34)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun ging Mose daran, folgende Worte an ganz Israel zu richten;<br>2 er sagte zu ihnen: \u00bbIch bin heute 120 Jahre alt: ich vermag nicht mehr den Anforderungen meines Amtes zu gen\u00fcgen; auch hat der HERR zu mir gesagt: \u203aDu sollst den Jordan da nicht \u00fcberschreiten!\u2039<br>3 Der HERR, dein Gott, wird selbst an deiner Spitze hin\u00fcberziehen: er selbst wird diese V\u00f6lker vor dir her vernichten, da\u00df du ihr Land in Besitz nehmen kannst. Josua wird an deiner Spitze hin\u00fcberziehen, wie der HERR geboten hat,<br>4 und der HERR wird mit ihnen verfahren, wie er mit Sihon und Og, den K\u00f6nigen der Amoriter, und mit ihrem Lande verfahren ist, die er vernichtet hat.<br>5 Wenn der HERR sie aber in eure Gewalt gibt, so sollt ihr mit ihnen genau nach der Weisung verfahren, die ich euch gegeben habe.<br>6 Seid mutig und stark! F\u00fcrchtet euch nicht und seid ohne Angst vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, zieht selbst mit dir: er wird dir seine Hilfe nicht versagen und dich nicht verlassen.\u00ab<br>7 Hierauf berief Mose den Josua und sagte zu ihm in Gegenwart aller Israeliten: \u00bbSei mutig und stark! Denn du sollst mit diesem Volk in das Land kommen, dessen Besitz der HERR ihren V\u00e4tern zugeschworen hat, und du sollst es als Erbbesitz unter sie verteilen.<br>8 Der HERR selbst aber wird vor dir herziehen; er wird mit dir sein, wird dir seine Hilfe nicht versagen und dich nicht verlassen: f\u00fcrchte dich nicht und sei ohne Angst!\u00ab<br>9 Dann schrieb Mose dieses Gesetz nieder und \u00fcbergab es den Priestern, den Leviten, welche die Lade mit dem Bundesgesetze des HERRN zu tragen hatten, und allen \u00c4ltesten Israels.<br>10 Mose gab ihnen dabei folgenden Befehl: \u00bbAlle sieben Jahre, zur festgesetzten Zeit des Erla\u00dfjahres, am Laubh\u00fcttenfeste (16,13),<br>11 wenn ganz Israel sich einfindet, um vor dem HERRN, deinem Gott, an der St\u00e4tte zu erscheinen, die er erw\u00e4hlen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel laut vorlesen, so da\u00df alle es h\u00f6ren.<br>12 La\u00df das Volk, die M\u00e4nner, die Frauen und die Kinder, auch die Fremdlinge, die bei dir in deinen Ortschaften wohnen, sich versammeln, damit sie es h\u00f6ren und kennenlernen und den HERRN, euren Gott, f\u00fcrchten und alle Bestimmungen dieses Gesetzes gewissenhaft befolgen.<br>13 Auch ihre Kinder, die es noch nicht kennen, sollen es h\u00f6ren, damit sie den HERRN, euren Gott, f\u00fcrchten lernen w\u00e4hrend der ganzen Zeit, die ihr in dem Lande leben werdet, in das ihr jetzt \u00fcber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.\u00ab<br>14 Hierauf sagte der HERR zu Mose: \u00bbNun ist die Zeit f\u00fcr dich gekommen, da\u00df du sterben mu\u00dft. Rufe Josua und tretet in das Offenbarungszelt, damit ich ihn zu seinem Amt bestelle!\u00ab Da gingen Mose und Josua hin und traten in das Offenbarungszelt;<br>15 der HERR aber erschien im Zelte in einer Wolkens\u00e4ule, und die Wolkens\u00e4ule blieb am Eingang des Zeltes stehen.<br>16 Da sagte der HERR zu Mose: \u00bbDu bist nun im Begriff, dich zu deinen V\u00e4tern zu legen; dann wird dieses Volk sich daranmachen, mit den fremden G\u00f6ttern inmitten des Landes, in das es jetzt einzieht, Abg\u00f6tterei zu treiben; es wird mich dann verlassen und den Bund mit mir, den ich mit ihnen geschlossen habe, brechen.<br>17 Da wird dann mein Zorn gegen sie zu jener Zeit entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen; dann wird es der Vertilgung anheimfallen, und viele Leiden und Drangsale werden es treffen. Da wird es dann zu jener Zeit sagen: \u203aHaben diese Leiden mich nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht mehr in meiner Mitte ist?\u2039<br>18 Ich aber will dann zu jener Zeit mein Angesicht g\u00e4nzlich (vor ihm) verbergen wegen all des B\u00f6sen, das dieses Volk ver\u00fcbt hat, indem es sich anderen G\u00f6ttern zuwandte.\u00ab<br>19 \u00bbUnd nun schreibt euch das nachfolgende Lied auf und lehre es die Israeliten; lege es ihnen in den Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugnis gegen die Israeliten diene.<br>20 Denn ich werde sie allerdings in das Land bringen, das ich ihren V\u00e4tern zugeschworen habe, (ein Land,) das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft; aber wenn sie dann essen und satt werden und fett geworden sind, werden sie sich anderen G\u00f6ttern zuwenden und ihnen dienen, mich aber werden sie verwerfen und den Bund mit mir brechen.<br>21 Wenn dann viele Leiden und Drangsale sie treffen, dann soll dieses Lied \u2013 denn es wird im Munde ihrer Nachkommen unvergessen fortleben \u2013 Zeugnis gegen sie ablegen, da\u00df ich ihr Sinnen und Trachten, mit dem sie schon heute umgehen, gekannt habe, noch ehe ich sie in das Land habe gelangen lassen, das ich (ihnen) zugeschworen habe.\u00ab<br>22 So schrieb denn Mose dieses Lied noch an demselben Tage auf und lehrte es die Israeliten;<br>23 dem Josua aber, dem Sohne Nuns, erteilte der HERR folgenden Auftrag: \u00bbSei mutig und stark! Denn du sollst die Israeliten in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe, und ich selbst will mit dir sein.\u00ab<br>24 Als nun Mose dieses Gesetz nach seinem Wortlaut vollst\u00e4ndig bis zu Ende in ein Buch geschrieben hatte,<br>25 gab er den Leviten, welche die Lade mit dem Bundesgesetze des HERRN zu tragen hatten, folgenden Befehl:<br>26 \u00bbNehmt dieses Gesetzbuch und legt es neben die Bundeslade des HERRN, eures Gottes, damit es dort zum Zeugnis gegen euch dient.<br>27 Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit wohl. Wenn ihr schon jetzt, w\u00e4hrend ich noch als Lebender unter euch weile, widerspenstig gegen den HERRN gewesen seid: wieviel mehr wird es da nach meinem Tode so sein!<br>28 Beruft zu einer Versammlung bei mir alle \u00c4ltesten eurer St\u00e4mme und eure Obm\u00e4nner, ich will ihnen diese Worte laut vorlesen und den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen sie anrufen.<br>29 Denn ich wei\u00df, da\u00df ihr nach meinem Tode ganz verwerflich handeln und von dem Wege abweichen werdet, den ich euch zur Pflicht gemacht habe. So wird denn schlie\u00dflich das Ungl\u00fcck \u00fcber euch hereinbrechen, weil ihr tun werdet, was dem HERRN mi\u00dff\u00e4llt, indem ihr ihn durch euer ganzes Tun zum Zorn reizt.\u00ab<br>30 Hierauf trug Mose der ganzen Gemeindeversammlung der Israeliten den Wortlaut des folgenden Liedes bis zu Ende vor:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Horcht auf, ihr Himmel, denn ich will reden, und die Erde vernehme die Worte meines Mundes!<br>2 Wie Regen ergie\u00dfe sich meine Belehrung, wie Tau riesele meine Rede, wie Regenschauer auf junges Gr\u00fcn und wie Regentropfen auf Pflanzen!<br>3 Denn den Namen des HERRN will ich verk\u00fcnden: gebt unserm Gott die Ehre!<br>4 Er ist ein Fels, vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht; ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und wahrhaftig ist er.<br>5 \u00dcbel haben an ihm gehandelt, die wegen ihrer Verworfenheit nicht seine S\u00f6hne sind, ein verderbtes und verkehrtes Geschlecht.<br>6 Durftest du dem HERRN so vergelten, du t\u00f6richtes und unverst\u00e4ndiges Volk? Ist nicht er dein Vater, der dich geschaffen? Hat nicht er dich gemacht und bereitet?<br>7 Gedenke der Tage der Vorzeit, betrachte die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht! Frag deinen Vater, der wird dir\u2019s kundtun, deine Greise, die werden dir\u2019s erz\u00e4hlen:<br>8 Als der H\u00f6chste den V\u00f6lkern ihren Erbbesitz zuteilte, als er die Menschenkinder voneinander schied, da setzte er die Gebiete der St\u00e4mme fest nach der Zahl der Kinder Israel.<br>9 Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob der Bezirk seines Erbguts.<br>10 Er fand es im Bereich der W\u00fcste, in der Ein\u00f6de voll Geheul der Wildnis; er umhegte es sch\u00fctzend, nahm sich seiner an, h\u00fctete es wie seinen Augapfel.<br>11 Wie ein Adler, der seine Brut aus dem Nest hinausf\u00fchrt und \u00fcber seinen Jungen flatternd schwebt, seine Fittiche \u00fcber sie breitet, sie aufnimmt, sie tr\u00e4gt auf seinen Schwingen:<br>12 so leitete der HERR allein das Volk, kein fremder Gott war mit ihm.<br>13 Er lie\u00df es auf den H\u00f6hen der Erde einherfahren, und es a\u00df die Ertr\u00e4gnisse des Gefildes; er lie\u00df es Honig aus Felsen schl\u00fcrfen und \u00d6l aus Kieselgestein,<br>14 Sahne von K\u00fchen und Milch vom Kleinvieh, dazu das Fett von L\u00e4mmern und Widdern, Spr\u00f6\u00dflinge von Basan und B\u00f6cke samt dem Nierenfett des Weizens; und Traubenblut trankst du, feurigen Wein.<br>15 Da wurde Jeschurun fett und schlug aus &#8211; ja, fett wurdest du, wurdest dick, wurdest feist! \u2013 und verwarf den Gott, der ihn geschaffen, und verachtete den Felsen seines Heils.<br>16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde G\u00f6tter, erbitterten ihn durch greulichen G\u00f6tzendienst:<br>17 sie opferten den D\u00e4monen, die nicht Gott sind, G\u00f6ttern, die (vorher) ihnen unbekannt gewesen, neuen G\u00f6ttern, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure V\u00e4ter nicht verehrt hatten.<br>18 Des Felsens, der dir das Dasein gegeben, gedachtest du nicht mehr und verga\u00dfest den Gott, dem du das Entstehn verdanktest.<br>19 Der HERR sah es und verwarf sie voll Unmuts \u00fcber seine S\u00f6hne und T\u00f6chter;<br>20 er sprach: \u00bbIch will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, welches ihr Ausgang sein wird; denn ein Geschlecht voll Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue wohnt.<br>21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-G\u00f6tter, mich erbittert durch ihre nichtigen G\u00f6tzen; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch einen unverst\u00e4ndigen Volksstamm sie erbittern.<br>22 Denn ein Feuer ist durch meinen Zorn entbrannt und hat bis in die Tiefen der Unterwelt gelodert; es hat die Erde samt ihrem Ertrag verzehrt und die Grundfesten der Berge in Flammen gesetzt.<br>23 Ich will Leiden auf sie h\u00e4ufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen:<br>24 sind sie vor Hunger verschmachtet und von Fieberglut und giftigen Seuchen verzehrt, so will ich den Zahn wilder Tiere gegen sie loslassen samt dem Gift der im Staube kriechenden Schlangen.<br>25 Drau\u00dfen soll das Schwert sie (der Angeh\u00f6rigen) berauben und drinnen daheim der Schrecken (sie wegraffen), den J\u00fcngling wie die Jungfrau, den S\u00e4ugling mitsamt dem Graukopf.\u00ab<br>26 Ich h\u00e4tte gesagt: \u00bbZerstreuen will ich sie, ihr Ged\u00e4chtnis unter den Menschen verschwinden lassen!\u00ab,<br>27 wenn nicht Verdru\u00df ich vom Feinde her f\u00fcrchtete, da\u00df n\u00e4mlich ihre Widersacher es falsch deuteten, da\u00df sie sagen m\u00f6chten: \u00bbUnsere Hand hat obgesiegt, und nicht der HERR hat dies alles vollbracht!\u00ab<br>28 Denn ein Volk sind sie, dem alle Einsicht abgeht, und kein Verst\u00e4ndnis findet sich bei ihnen.<br>29 W\u00e4ren sie weise, da\u00df sie dies begriffen, so w\u00fcrden sie bedenken, welches ihr Endgeschick sein wird.<br>30 Wie k\u00f6nnte ein einziger Tausend vor sich hertreiben und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, h\u00e4tte nicht ihr Fels sie verkauft und der HERR sie preisgegeben?<br>31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; das m\u00fcssen unsere Feinde selbst anerkennen.<br>32 Doch vom Weinstock Sodoms stammt ihr Weinstock und aus den Gefilden Gomorrhas: ihre Trauben sind Gifttrauben, gallenbittre Beeren haben sie;<br>33 Schlangengeifer ist ihr Wein und grausiges Otterngift.<br>34 \u00bbLiegt das nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern?<br>35 Mir steht die Rache und Vergeltung zu f\u00fcr die Zeit, da ihr Fu\u00df wanken wird; denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und eilends kommt das ihnen bestimmte Schicksal heran.\u00ab<br>36 Denn der HERR wird sein Volk richten, aber seiner Knechte sich erbarmen, wenn er sieht, da\u00df jeder Halt geschwunden und da\u00df dahin sind H\u00f6rige wie Freie.<br>37 Da wird er sagen: \u00bbWo sind nun ihre G\u00f6tter, der Fels, auf den sie sich verlie\u00dfen?<br>38 Wo sind die, welche das Fett ihrer Schlachtopfer a\u00dfen, den Wein ihrer Gu\u00dfopfer tranken? Sie m\u00f6gen auftreten und euch helfen, damit sie euer Schirm sind!<br>39 Erkennet jetzt, da\u00df ich allein es bin und neben mir kein andrer Gott besteht! Ich bin\u2019s, der t\u00f6tet und lebendig macht, ich verwunde, aber heile auch wieder, und niemand kann aus meiner Hand erretten!<br>40 Nun denn, ich erhebe meine Hand zum Himmel und gelobe: So wahr ich ewig lebe:<br>41 Hab\u2019 ich mein blitzendes Schwert gesch\u00e4rft und hat meine Hand zum Gericht gegriffen, so werde ich Rache an meinen Feinden nehmen und denen vergelten, die mich hassen!<br>42 Meine Pfeile will ich mit Blut trunken machen &#8211; und mein Schwert soll Fleisch fressen \u2013 mit dem Blut der Erschlagnen und Gefangnen, vom Haupt der F\u00fcrsten des Feindes!\u00ab<br>43 Jubelt, ihr Heidenv\u00f6lker, \u00fcber sein Volk! denn er wird das Blut seiner Knechte r\u00e4chen und Rache an seinen Bedr\u00e4ngern nehmen und ents\u00fcnd\u2019gen sein Land, sein Volk.<br>44 Mose ging dann hin und trug den ganzen Wortlaut dieses Liedes dem Volke laut vor, er und Hosea, der Sohn Nuns.<br>45 Als Mose aber dieses ganze Lied allen Israeliten bis zu Ende vorgetragen hatte,<br>46 sagte er zu ihnen: \u00bbBeherzigt all diese Worte, die ich euch heute feierlich ans Herz lege! Ihr sollt sie euren Kindern einpr\u00e4gen, damit sie auf die sorgf\u00e4ltige Beobachtung aller Bestimmungen dieses Gesetzes bedacht sind;<br>47 denn es ist kein bedeutungsloses Wort f\u00fcr euch, sondern euer Leben h\u00e4ngt davon ab, und durch die Beobachtung dieses Wortes werdet ihr ein langes Bestehen in dem Lande gewinnen, in das ihr jetzt \u00fcber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.\u00ab<br>48 An demselben Tage aber sagte der HERR zu Mose:<br>49 \u00bbSteige auf das Gebirge Abarim hier, auf den Berg Nebo, der im Lande der Moabiter, Jericho gegen\u00fcber, liegt, und sieh dir das Land Kanaan an, das ich den Israeliten zum Eigentum geben will.<br>50 Dann sollst du auf dem Berge, auf den du hinaufsteigen wirst, sterben und zu deinen Stammesgenossen versammelt werden, wie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor gestorben und zu seinen Stammesgenossen versammelt worden ist.<br>51 Denn ihr habt euch inmitten der Israeliten am Haderwasser von Kades in der W\u00fcste Zin treulos gegen mich erwiesen, weil ihr inmitten der Israeliten mir nicht als dem Heiligen die Ehre gegeben habt.<br>52 Denn nur gegen\u00fcber sollst du in das Land, das ich den Israeliten geben will, hineinsehen, aber nicht in das Land selbst hineinkommen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dies ist der Segen, den Mose, der Mann Gottes, \u00fcber die Israeliten vor seinem Tode ausgesprochen hat.<br>2 Er sprach (damals): \u00bbDer HERR kam vom Sinai her und erschien seinem Volk von Seir her in strahlendem Glanz; er lie\u00df sein Licht vom Gebirge Paran leuchten und kam aus der Mitte heiliger Zehntausend-Scharen; zu seiner Rechten war loderndes Feuer f\u00fcr sie (?).<br>3 Ja, er umgab mit Liebe die St\u00e4mme; alle seine Heiligen sind in seiner Hand; sie waren gelagert l\u00e4ngs deiner Bahn, so da\u00df jeder etwas von deinen Ausspr\u00fcchen empfing.<br>4 Das Gesetz hat Mose uns verordnet als Erbbesitz der Gemeinde Jakobs.<br>5 So ist er denn K\u00f6nig in Jeschurun geworden, als die H\u00e4upter des Volks sich versammelten, die St\u00e4mme Israels allzumal.\u00ab<br>6 \u00bbRuben lebe, er sterbe nicht, und seine Mannen seien eine Anzahl!\u00ab<br>7 Und dies ist der Segen f\u00fcr Juda, und zwar sagte er: \u00bbErh\u00f6re, HERR, die Stimme Judas und bring ihn zur\u00fcck zu seinem Volk &#8211; mit seinen H\u00e4nden hat er ja f\u00fcr es gestritten (?) \u2013 und sei ihm Hilfe wider seine Feinde!\u00ab<br>8 Und von Levi sagte er: \u00bbDein Recht-Orakel und dein Licht-Orakel geh\u00f6rt den M\u00e4nnern deines Getreuen, den du bei Massa versucht hast, f\u00fcr den du an den Wassern von Meriba gestritten hast,<br>9 jenen M\u00e4nnern, die von Vater und Mutter sagten: \u203aIch kenne sie nicht!\u2039 und die ihre Br\u00fcder nicht ansahn, von ihren Kindern nichts wissen wollten; denn sie bewahrten dein Gebot und hielten an deinem Bunde fest.<br>10 Sie sollen Jakob deine Verordnungen lehren und Israel dein Gesetz; sie sollen Weihrauchduft zum Einatmen vor dich bringen und Ganzopfer auf deinen Altar.<br>11 Segne, HERR, seine Kraft und la\u00df dir das Tun seiner H\u00e4nde gefallen! Zerschmettre seinen Gegnern die H\u00fcften und seinen Widersachern, da\u00df sie nicht mehr aufstehn!\u00ab<br>12 Von Benjamin sagte er: \u00bbAls Liebling des HERRN wird er in Ruhe bei ihm wohnen; er beschirmt ihn allezeit und wohnt zwischen seinen Schultern.\u00ab<br>13 Und von Joseph sagte er: \u00bbGesegnet vom HERRN ist sein Land mit der k\u00f6stlichsten Himmelsgabe, mit Tau, und mit der Wasserflut, die drunten lagert;<br>14 mit dem K\u00f6stlichsten, was die Sonne hervorbringt, und dem K\u00f6stlichsten, was die Monde sprossen lassen;<br>15 mit dem Besten, was vom Gipfel der uralten Berge kommt, und dem K\u00f6stlichsten der ewigen H\u00fcgel;<br>16 mit dem K\u00f6stlichsten der Erde und ihrer F\u00fclle! Und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnte, das m\u00f6ge kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Br\u00fcdern!<br>17 Ein erstgeborener Stier ist er \u2013 etwas Herrliches, und seine H\u00f6rner sind die eines Wildochsen; mit ihnen st\u00f6\u00dft er V\u00f6lker nieder, allesamt die Enden der Erde. So sind die Zehntausende Ephraims und so die Tausende Manasses.\u00ab<br>18 Und von Sebulon sagte er: \u00bbFreue dich, Sebulon, deiner Meerfahrten und du, Issaschar, deiner Zelte!<br>19 Sie laden V\u00f6lker ein auf den Berg, dort opfern sie rechte Opfer (eig. Opfer der Gerechtigkeit); denn den Reichtum der Meere saugen sie ein und die verborgensten Sch\u00e4tze des Sandes.\u00ab<br>20 Und von Gad sagte er: \u00bbGepriesen sei der HERR, der Gad weiten Raum schafft! Wie eine L\u00f6win hat er sich gelagert und zerfleischt Arm und Sch\u00e4del.<br>21 Er hat sich das Erstlingsgebiet ersehen; denn dort ward ihm sein Anteil vom Anf\u00fchrer bestimmt. Doch ist er zu den H\u00e4uptern des Volks gekommen, hat die Gerechtigkeit des HERRN vollstreckt und seine Strafgerichte gemeinsam mit Israel.\u00ab<br>22 Und von Dan sagte er: \u00bbDan ist ein junger L\u00f6we, der aus Basan hervorst\u00fcrmt.\u00ab<br>23 Und von Naphthali sagte er: \u00bbNaphthali ist ges\u00e4ttigt mit Gl\u00fcck und reichlich bedacht mit dem Segen des HERRN; Meer und S\u00fcdland nimm in Besitz!\u00ab<br>24 Und von Asser sagte er: \u00bbDer gesegnetste unter den S\u00f6hnen sei Asser! Er sei der Liebling seiner Br\u00fcder und tauche seinen Fu\u00df in \u00d6l!<br>25 Von Eisen und Erz seien deine Riegel, und solange du lebst, w\u00e4hre deine Ruhe!\u00ab<br>26 \u00bbKeiner ist dem Gott Jeschuruns gleich, der \u00fcber den Himmel dahinf\u00e4hrt als dein Helfer und in seiner Hoheit auf den Wolken.<br>27 Eine Zuflucht f\u00fcr dich ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme ausgebreitet; er hat den Feind vor dir her vertrieben und dir geboten: \u203aVertilge!\u2039<br>28 So wohnt denn Israel in Sicherheit, abgesondert f\u00fcr sich der Quell Jakobs in einem Land voll Korn und Wein, und sein Himmel tr\u00e4ufelt Tau.<br>29 Heil dir, Israel! Wer ist dir gleich? Ein Volk, gerettet durch den HERRN! Er ist der Schild, der dich schirmt, und das Schwert, das dir Ruhm verschafft; deine Feinde m\u00fcssen dir huldigen, du aber schreitest dahin auf ihren H\u00f6hen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Mose Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als Mose dann aus den Steppen der Moabiter auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegen\u00fcber liegt, gestiegen war, lie\u00df der HERR ihn das ganze Land sehen: Gilead bis nach Dan<br>2 und ganz Naphthali, das Land Ephraim und Manasse und die ganze Landschaft Juda bis an das westliche Meer<br>3 sowie das S\u00fcdland und die Jordan-Aue, die Tiefebene der Palmenstadt Jericho bis nach Zoar.<br>4 Hierauf sagte der HERR zu ihm: \u00bbDies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe mit den Worten: \u203aDeiner Nachkommenschaft will ich es geben!\u2039 Ich habe es dich mit eigenen Augen sehen lassen, aber hin\u00fcber sollst du nicht kommen!\u00ab<br>5 So starb denn dort Mose, der Knecht des HERRN, im Lande der Moabiter nach dem Befehl des HERRN;<br>6 und er begrub ihn im Tal im Lande der Moabiter, Beth-Peor gegen\u00fcber; aber niemand kennt sein Grab bis auf den heutigen Tag.<br>7 Mose war bei seinem Tode hundertundzwanzig Jahre alt; seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine R\u00fcstigkeit war nicht geschwunden.<br>8 Die Israeliten beweinten Mose in den Steppen der Moabiter drei\u00dfig Tage lang, bis die Tage des Weinens in der Trauer um ihn zu Ende waren.<br>9 Josua aber, der Sohn Nuns, war mit dem Geist der Weisheit erf\u00fcllt, denn Mose hatte ihm die H\u00e4nde fest aufgelegt; daher gehorchten ihm die Israeliten und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.<br>10 Es ist aber hinfort kein Prophet mehr in Israel aufgestanden wie Mose, mit dem der HERR von Angesicht zu Angesicht verkehrt h\u00e4tte;<br>11 (keiner ist mit ihm zu vergleichen) hinsichtlich aller der Zeichen und Wunder, die der HERR ihn als seinen Gesandten in \u00c4gypten am Pharao und all seinen Dienern und an seinem ganzen Lande hat vollf\u00fchren lassen,<br>12 und hinsichtlich aller Erweise von gewaltiger Kraft und hinsichtlich aller erstaunlichen Gro\u00dftaten, die Mose vor den Augen von ganz Israel vollbracht hat.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-618_605582-38 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-618_605582-38 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-618_605582-38\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns618_1339f3-47{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns618_1339f3-47 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_1339f3-47 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns618_1339f3-47\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn618_aa2667-3c.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn618_aa2667-3c kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=41\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Startseite<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns618_133495-87{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns618_133495-87 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_133495-87 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns618_133495-87\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn618_f3b1c0-68.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn618_f3b1c0-68 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=610\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zum 4. Buch Mose<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns618_bb3820-0a{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns618_bb3820-0a .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns618_bb3820-0a .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns618_bb3820-0a\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn618_a320cc-4f.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn618_a320cc-4f kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=623\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">vor zum Buch Josua<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das f\u00fcnfte Buch Mose \/ Deuteronium 5. Mose Kapitel 1 I. Einleitende Reden (nebst Anhang) (1,1-4,43) 1 Dies sind die Worte, die Mose an ganz Israel gerichtet hat jenseits des Jordans in der W\u00fcste, in der Steppe, gegen\u00fcber Suph, zwischen Paran, Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab.2 Elf Tagereisen lang ist der Weg vom Horeb nach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-618","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=618"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/618\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}