{"id":625,"date":"2023-12-22T11:33:16","date_gmt":"2023-12-22T10:33:16","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=625"},"modified":"2026-01-17T10:57:57","modified_gmt":"2026-01-17T09:57:57","slug":"richter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=625","title":{"rendered":"Richter"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Buch der Richter<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns625_4fdec3-ea{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns625_4fdec3-ea .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns625_4fdec3-ea\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn625_c62d20-f0.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn625_c62d20-f0 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2362\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn625_9326e7-f9.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn625_9326e7-f9 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id625_9dcfb6-1b .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id625_9dcfb6-1b .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id625_9dcfb6-1b .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id625_9dcfb6-1b .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Einleitung: Abschlu\u00df der Erz\u00e4hlung von der Eroberung des Landes (1,1-2,5)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach Josuas Tode aber fragten die Israeliten beim HERRN an: \u00bbWer von uns soll zuerst gegen die Kanaan\u00e4er hinaufziehen, um mit ihnen zu k\u00e4mpfen?\u00ab<br>2 Der HERR antwortete: \u00bbJuda soll hinaufziehen; hiermit gebe ich das Land in seine Gewalt.\u00ab<br>3 Da richtete Juda die Aufforderung an seinen Bruderstamm Simeon: \u00bbZiehe mit mir in das durchs Los mir zugeteilte Gebiet hinauf und la\u00df uns die Kanaan\u00e4er gemeinsam bekriegen; dann will auch ich mit dir in deinen Losanteil ziehen.\u00ab So zog denn Simeon mit ihm.<br>4 Als nun die Jud\u00e4er hinaufgezogen waren, gab der HERR die Kanaan\u00e4er und Pherissiter in ihre Gewalt: sie schlugen sie bei Besek, zehntausend Mann.<br>5 Als sie dann bei Besek auf Adoni-Besek stie\u00dfen, griffen sie ihn an und besiegten die Kanaan\u00e4er und Pherissiter.<br>6 Als dann Adoni-Besek die Flucht ergriff, verfolgten sie ihn, nahmen ihn gefangen und hieben ihm die Daumen an seinen H\u00e4nden und die beiden gro\u00dfen Zehen ab.<br>7 Da sagte Adoni-Besek: \u00bbSiebzig K\u00f6nige, denen die Daumen an ihren H\u00e4nden und die gro\u00dfen Zehen abgehauen waren, haben Brocken unter meinem Tische auflesen m\u00fcssen: wie ich getan habe, so hat Gott mir wieder vergolten.\u00ab Man brachte ihn dann nach Jerusalem, wo er starb. \u2013<br>8 Die Jud\u00e4er belagerten hierauf Jerusalem, eroberten es, machten die Einwohnerschaft mit dem Schwert nieder und steckten die Stadt in Brand.<br>9 Darauf zogen die Jud\u00e4er hinab, um die Kanaan\u00e4er zu bekriegen, die im Gebirge sowie im S\u00fcdland und in der Niederung wohnten.<br>10 Die Jud\u00e4er zogen also gegen die Kanaan\u00e4er, die in Hebron wohnten \u2013 Hebron hie\u00df aber fr\u00fcher Kirjath-Arba \u2013, und besiegten den Sesai, den Ahiman und den Thalmai.<br>11 Von dort zog er gegen die Einwohner von Debir \u2013 Debir hie\u00df aber fr\u00fcher Kirjath-Sepher.<br>12 Da machte Kaleb bekannt: \u00bbWer Kirjath-Sepher bezwingt und erobert, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau.\u00ab<br>13 Als nun Othniel, der Sohn des Kenas, der j\u00fcngere Bruder Kalebs, die Stadt eroberte, gab er ihm seine Tochter Achsa zur Frau.<br>14 Als sie ihm nun zugef\u00fchrt wurde, \u00fcberredete sie ihn, ein St\u00fcck Ackerland von ihrem Vater erbitten zu d\u00fcrfen; und als sie dann vom Esel herabsprang und Kaleb sie fragte: \u00bbWas w\u00fcnschest du?\u00ab,<br>15 antwortete sie ihm: \u00bbGib mir doch ein Abschiedsgeschenk! Denn da du mich in das S\u00fcdland verheiratet hast, so gib mir auch Wasserquellen mit!\u00ab Da gab Kaleb ihr die oberen und die unteren Quellen.<br>16 Auch die S\u00f6hne des Keniters (Hobab), des Schwagers Moses, waren mit den Jud\u00e4ern aus der Palmenstadt in die Steppe Juda hinaufgezogen, die im S\u00fcden von Arad liegt; sie machten sich dann auf und siedelten sich unter dem Volke an.<br>17 Darauf zogen die Jud\u00e4er mit ihrem Bruderstamm Simeon zu Felde; sie besiegten die Kanaan\u00e4er, die in Zephath wohnten, vollstreckten den Bann an der Stadt und gaben ihr den Namen Horma. \u2013<br>18 Doch konnten die Jud\u00e4er Gaza mit dem zugeh\u00f6rigen Gebiete sowie Askalon und sein Gebiet und Ekron nebst seinem Gebiet nicht erobern (?);<br>19 doch war der HERR mit den Jud\u00e4ern, so da\u00df sie das Bergland in Besitz nahmen; dagegen die Bewohner der Niederung vermochten sie nicht zu vertreiben, weil diese eiserne Streitwagen hatten.<br>20 Hebron aber gaben sie, wie Mose bestimmt hatte, dem Kaleb, und dieser vertrieb dann von dort die drei Enaks\u00f6hne.<br>21 Aber die Jebusiter, die Bewohner Jerusalems, konnten die Benjaminiten nicht vertreiben; daher sind die Jebusiter neben den Benjaminiten in Jerusalem wohnen geblieben bis auf den heutigen Tag.<br>22 Die vom Hause Joseph aber zogen ebenfalls in den Streit, und zwar gegen Bethel, und der HERR war mit ihnen.<br>23 Das Haus Joseph lie\u00df n\u00e4mlich Bethel auskundschaften \u2013 die Stadt hie\u00df vormals Lus \u2013;<br>24 und als die Sp\u00e4her einen Mann aus der Stadt herauskommen sahen, sagten sie zu ihm: \u00bbZeige uns doch einen Zugang in die Stadt, wir wollen dich auch daf\u00fcr belohnen.\u00ab<br>25 Als er ihnen nun eine Stelle gezeigt hatte, wo man in die Stadt eindringen konnte, eroberten sie den Ort und machten alle Einwohner mit dem Schwert nieder; den Mann aber und seine ganze Familie lie\u00dfen sie frei abziehen.<br>26 Der Mann begab sich dann in das Land der Hethiter und gr\u00fcndete dort eine Stadt, die er Lus nannte; so hei\u00dft der Ort noch heutigen Tages.<br>27 Der Stamm Manasse aber konnte die Bewohner von Beth-Sean nebst den zugeh\u00f6rigen Ortschaften nicht vertreiben, ebensowenig die Bewohner von Thaanach, von Dor, von Jibleam und von Megiddo nebst den zu ihnen geh\u00f6renden Ortschaften; daher gelang es den Kanaan\u00e4ern, in dieser Gegend wohnen zu bleiben.<br>28 Als sp\u00e4ter aber die Israeliten erstarkt waren, machten sie die Kanaan\u00e4er fronpflichtig, ohne sie jedoch v\u00f6llig vertreiben zu k\u00f6nnen. \u2013<br>29 Ebensowenig vertrieb der Stamm Ephraim die Kanaan\u00e4er, die in Geser wohnten; daher blieben die Kanaan\u00e4er mitten unter ihnen in Geser wohnen. \u2013<br>30 Der Stamm Sebulon vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und auch nicht die Bewohner von Nahalol; daher blieben die Kanaan\u00e4er mitten unter ihnen wohnen, wurden aber fronpflichtig. \u2013<br>31 Asser vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von Sidon, sowie von Ahlab (Mahaleb?), von Achsib, von Helba, von Aphik und von Rehob;<br>32 daher blieben die Asseriten mitten unter den einheimischen Kanaan\u00e4ern wohnen, denn sie hatten sie nicht vertreiben k\u00f6nnen. \u2013<br>33 Der Stamm Naphthali vertrieb nicht die Bewohner von Beth-Semes und auch nicht die Bewohner von Beth-Anath. So blieb denn dieser Stamm mitten unter den einheimischen Kanaan\u00e4ern wohnen; doch wurden die Bewohner von Beth-Semes und von Beth-Anath ihnen fronpflichtig. \u2013<br>34 Die Amoriter aber dr\u00e4ngten den Stamm Dan ins Gebirge zur\u00fcck und lie\u00dfen ihn nicht in die Niederung herabkommen.<br>35 So gelang es denn den Amoritern, in Har-Heres, in Ajjalon und in Saalbim wohnen zu bleiben; doch lag die Hand des Stammes Joseph immer schwerer auf ihnen, so da\u00df sie schlie\u00dflich fronpflichtig wurden. \u2013<br>36 Das Gebiet der Amoriter (Edomiter?) aber erstreckte sich von der Skorpionenh\u00f6he bis nach Sela hin und weiter hinauf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da kam der Engel des HERRN von Gilgal hinauf nach Bochim (V.5) und sprach: \u00bbIch habe euch aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt und euch in das Land gebracht, das ich euren V\u00e4tern zugeschworen hatte mit der Verhei\u00dfung: \u203aIch werde meinen Bund mit euch in Ewigkeit nicht brechen!<br>2 Ihr aber d\u00fcrft mit den Bewohnern dieses Landes keinen Vertrag schlie\u00dfen, sondern m\u00fc\u00dft ihre Alt\u00e4re niederrei\u00dfen!\u2039 Doch ihr seid meinem Befehl nicht nachgekommen: was habt ihr da getan?<br>3 So sage auch ich euch nun: \u203aIch werde sie nicht mehr vor euch vertreiben, damit sie euch zu Schlingen und ihre G\u00f6tter euch zum Fallstrick werden!\u2039\u00ab<br>4 Als nun der Engel des HERRN diese Drohung gegen alle Israeliten ausgesprochen hatte, fing das Volk laut zu weinen an.<br>5 Daher nannte man jenen Ort Bochim; und sie brachten dort dem HERRN Schlachtopfer dar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Hauptteil: Die Richtergeschichten (2,6-16,31)<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Als nun Josua das Volk entlassen hatte (Jos 24,28) und die Israeliten weggegangen waren, ein jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen,<br>7 da diente das Volk dem HERRN, solange Josua lebte und w\u00e4hrend der ganzen Lebenszeit der \u00c4ltesten, welche Josua \u00fcberlebten und all die gro\u00dfen Taten gesehen hatten, die der HERR an Israel vollbracht hatte.<br>8 Dann starb aber Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, im Alter von hundertundzehn Jahren,<br>9 und man begrub ihn im Bereich seines Erbbesitzes zu Thimnath-Heres im Gebirge Ephraim, n\u00f6rdlich vom Berge Gaas.<br>10 Als dann auch jenes ganze Geschlecht zu seinen V\u00e4tern versammelt war und ein anderes Geschlecht nach ihnen erstand, das vom HERRN und von den Taten, die er an Israel vollbracht hatte, nichts wu\u00dfte,<br>11 da taten die Israeliten, was dem HERRN mi\u00dffiel, indem sie den Baalen dienten<br>12 und den HERRN, den Gott ihrer V\u00e4ter, verlie\u00dfen, der sie aus dem Land \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hatte; sie gingen anderen G\u00f6ttern nach, n\u00e4mlich den G\u00f6ttern der Nachbarv\u00f6lker ringsumher; sie erwiesen ihnen Anbetung und reizten dadurch den HERRN zum Zorn.<br>13 Wenn sie nun so vom HERRN abfielen und dem Baal und den Astarten dienten,<br>14 dann entbrannte der Zorn des HERRN gegen die Israeliten, und er gab sie der Gewalt von R\u00e4ubern preis, die sie auspl\u00fcnderten, und lie\u00df sie in die Hand ihrer Feinde ringsum fallen, so da\u00df sie vor ihren Feinden nicht mehr standzuhalten vermochten.<br>15 \u00dcberall, wohin sie zogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum Unheil, wie der HERR es angedroht und wie er ihnen zugeschworen hatte, so da\u00df sie in sehr gro\u00dfe Not gerieten.<br>16 Da lie\u00df dann der HERR Richter (unter ihnen) erstehen, die sie aus der Gewalt ihrer R\u00e4uber befreiten.<br>17 Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, sondern wandten sich treulos anderen G\u00f6ttern zu, denen sie Anbetung erwiesen; sie hatten gar schnell den Weg verlassen, den ihre V\u00e4ter im Gehorsam gegen die Gebote des HERRN gewandelt waren: sie handelten nicht wie jene.<br>18 Sooft nun der HERR Richter unter ihnen erstehen lie\u00df, war der HERR mit dem betreffenden Richter und errettete sie aus der Gewalt ihrer Feinde, solange der Richter lebte; denn der HERR hatte Mitleid mit ihnen, wenn sie \u00fcber ihre Bedr\u00e4nger und Bedr\u00fccker wehklagten.<br>19 Sobald aber der Richter gestorben war, trieben sie es aufs neue \u00e4rger als ihre V\u00e4ter, indem sie anderen G\u00f6ttern nachgingen, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: sie lie\u00dfen von ihrem b\u00f6sen Tun und ihrem verstockten Wandel nicht ab.<br>20 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, so da\u00df er aussprach: \u00bbZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df dieses Volk die Verordnungen meines Bundes, den ich ihren V\u00e4tern zur Pflicht gemacht habe, \u00fcbertreten und meine Weisungen nicht befolgt hat,<br>21 so will ich meinerseits hinfort keinen einzigen mehr aus den V\u00f6lkern, die Josua bei seinem Tode \u00fcbriggelassen hat, vor ihnen her vertreiben;<br>22 nein, ich will Israel durch sie auf die Probe stellen, ob sie den Weg des HERRN innehalten werden, um nach dem Vorgang ihrer V\u00e4ter darauf zu wandeln, oder nicht.\u00ab<br>23 Darum hatte also der HERR diese V\u00f6lkerschaften weiter bestehen lassen, statt sie sogleich zu vertreiben, und hatte sie nicht in Josuas Hand fallen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Folgendes sind aber die V\u00f6lkerschaften, die der HERR hat weiter bestehen lassen, um durch sie die Israeliten auf die Probe zu stellen, n\u00e4mlich alle die, welche die s\u00e4mtlichen K\u00e4mpfe um Kanaan nicht mitgemacht hatten \u2013<br>2 [nur damit die Geschlechter der Israeliten Kenntnis von denselben erhielten, um sie die Kriegsf\u00fchrung zu lehren, und zwar nur die, welche von den fr\u00fcheren K\u00e4mpfen nichts erlebt] \u2013:<br>3 die f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister, alle Kanaan\u00e4er, die Sidonier und Hewiter, die im Libanongebirge wohnen, vom Berge Baal-Hermon an bis in die Gegend von Hamath.<br>4 Durch diese wollte er n\u00e4mlich Israel auf die Probe stellen, damit es sich zeige, ob sie den Geboten des HERRN gehorchen w\u00fcrden, die er ihren V\u00e4tern durch Mose zur Pflicht gemacht hatte.<br>5 So hatten denn die Israeliten ihre Wohnsitze mitten unter den Kanaan\u00e4ern, Hethitern, Amoritern, Pherissitern, Hewitern und Jebusitern;<br>6 sie nahmen sich deren T\u00f6chter zu Frauen und lie\u00dfen ihre eigenen T\u00f6chter Ehen mit den S\u00f6hnen jener eingehen und verehrten die G\u00f6tter jener.<br>7 Als nun die Israeliten taten, was dem HERRN mi\u00dffiel, und den HERRN, ihren Gott, verga\u00dfen und den Baalen und den Astarten dienten,<br>8 da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er lie\u00df sie in die Gewalt des Kusan-Risathaim, des K\u00f6nigs von Mesopotamien, fallen, so da\u00df die Israeliten dem Kusan-Risathaim acht Jahre lang dienstbar wurden.<br>9 Als aber die Israeliten den HERRN laut um Hilfe anriefen, lie\u00df der HERR ihnen einen Retter erstehen, der sie befreite, n\u00e4mlich Othniel, den Sohn des Kenas, den j\u00fcngeren Bruder Kalebs.<br>10 \u00dcber diesen kam also der Geist des HERRN, und er verhalf den Israeliten zu ihrem Recht. Als er n\u00e4mlich zum Kampf ausgezogen war, gab der HERR den Kusan-Risathaim, den K\u00f6nig von Mesopotamien, in seine Gewalt, so da\u00df er ihn v\u00f6llig besiegte<br>11 und das Land vierzig Jahre lang Ruhe hatte. Als dann aber Othniel, der Sohn des Kenas, gestorben war,<br>12 taten die Israeliten wiederum, was dem HERRN mi\u00dffiel; da verlieh der HERR dem Eglon, dem K\u00f6nige der Moabiter, Macht \u00fcber die Israeliten, weil sie taten, was dem HERRN mi\u00dffiel.<br>13 Der verb\u00fcndete sich n\u00e4mlich mit den Ammonitern und Amalekitern, zog heran und besiegte die Israeliten, und sie bem\u00e4chtigten sich der Palmenstadt (Jericho).<br>14 So waren denn die Israeliten dem Moabiterk\u00f6nig Eglon achtzehn Jahre lang untertan.<br>15 Da riefen die Israeliten den HERRN laut um Hilfe an, und der HERR lie\u00df ihnen einen Retter erstehen, n\u00e4mlich Ehud, den Sohn des Benjaminiten Gera, einen Mann, der linksh\u00e4ndig war. Durch diesen schickten n\u00e4mlich die Israeliten die ihnen auferlegte Abgabe an den Moabiterk\u00f6nig Eglon.<br>16 Ehud hatte sich aber ein zweischneidiges Schwert, eine Elle lang, machen lassen und es unter seinem Rock an seine rechte H\u00fcfte geg\u00fcrtet.<br>17 So \u00fcberreichte er dem Moabiterk\u00f6nig Eglon die Abgabe; Eglon war aber ein sehr beleibter Mann.<br>18 Als Ehud nun mit der \u00dcberreichung der Abgabe fertig war, ging er in Begleitung der Leute, welche die Abgabe getragen hatten, weg,<br>19 kehrte dann aber selbst bei den G\u00f6tzenbildern in der N\u00e4he von Gilgal wieder um und lie\u00df (dem Eglon) sagen: \u00bbIch habe einen geheimen Auftrag an dich, o K\u00f6nig.\u00ab Als dieser ihm nun zu schweigen geboten hatte, bis alle, die um ihn her standen, hinausgegangen waren,<br>20 trat Ehud an ihn heran \u2013 er sa\u00df n\u00e4mlich in dem k\u00fchlen Obergemach, das f\u00fcr ihn allein bestimmt war \u2013 und sagte zu ihm: \u00bbIch habe einen Auftrag von Gott an dich!\u00ab Als jener nun vom Sessel aufgestanden war,<br>21 griff Ehud mit seiner linken Hand zu, nahm das Schwert von seiner rechten H\u00fcfte und stie\u00df es ihm in den Bauch,<br>22 so da\u00df sogar der Griff hinter der Klinge noch eindrang und das Fett sich um die Klinge schlo\u00df; denn er hatte ihm das Schwert nicht wieder aus dem Leibe herausgezogen.<br>23 Hierauf trat Ehud auf den S\u00f6ller hinaus, nachdem er die T\u00fcr des Obergemachs hinter sich verschlossen und verriegelt hatte.<br>24 Kaum war er nun hinausgegangen, als Eglons Diener kamen und nachsahen; als sie aber die T\u00fcr des Obergemachs verriegelt fanden, dachten sie: \u00bbEr wird wohl gerade seine Notdurft in dem k\u00fchlen Gemach verrichten.\u00ab<br>25 So warteten sie sich denn zuschanden; schlie\u00dflich aber, als er die T\u00fcr des Obergemachs immer noch nicht \u00f6ffnete, holten sie einen Schl\u00fcssel und \u00f6ffneten, und siehe: da lag ihr Herr als Leiche am Boden.<br>26 Ehud aber war, w\u00e4hrend sie gezaudert hatten, entronnen; er war schon \u00fcber die G\u00f6tzenbilder hinausgelangt und nach Seira entkommen.<br>27 Sobald er dann heimgekehrt war, stie\u00df er im Gebirge Ephraim in die Posaune, und die Israeliten zogen mit ihm vom Gebirge hinab, er an ihrer Spitze;<br>28 und er rief ihnen zu: \u00bbFolgt mir eilends nach! Denn der HERR hat eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand gegeben!\u00ab Da zogen sie unter seiner F\u00fchrung hinab, besetzten die Jordanfurten, die nach Moab f\u00fchrten, und lie\u00dfen niemand hin\u00fcber.<br>29 Und sie erschlugen damals den Moabitern gegen zehntausend Mann, lauter kr\u00e4ftige und streitbare M\u00e4nner, und kein einziger entkam.<br>30 So mu\u00dften die Moabiter sich damals unter die Gewalt der Israeliten beugen, und das Land hatte achtzig Jahre lang Ruhe. \u2013<br>31 Nach Ehud aber trat Samgar, der Sohn Anaths, auf und erschlug den Philistern sechshundert Mann mit einem Ochsentreiberstecken; und auch er brachte Israel Rettung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der K\u00f6nig Jabin und sein Heerf\u00fchrer Sisera knechten Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als aber die Israeliten nach Ehuds Tode aufs neue taten, was dem HERRN mi\u00dffiel,<br>2 lie\u00df der HERR sie in die Gewalt des kanaan\u00e4ischen K\u00f6nigs Jabin fallen, der in Hazor regierte; sein Feldhauptmann war Sisera, der in Haroseth-Goim wohnte.<br>3 Da riefen die Israeliten den HERRN laut um Hilfe an; denn Jabin besa\u00df neunhundert eiserne Kriegswagen und bedr\u00fcckte die Israeliten gewaltsam zwanzig Jahre lang.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deboras und Baraks Verbindung; Barak f\u00fchrt das Heer der n\u00f6rdlichen St\u00e4mme zum Kampf auf den Berg Thabor<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Nun wirkte damals Debora, eine Prophetin, die Frau Lappidoths, als Richterin in Israel.<br>5 Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bethel im Gebirge Ephraim, und die Israeliten suchten sie dort oben auf, um sich von ihr Recht sprechen zu lassen.<br>6 Diese nun schickte hin und lie\u00df Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedes im Stamme Naphthali rufen und sagte zu ihm: \u00bbWisse wohl: der HERR, der Gott Israels, gebietet dir: \u203aMache dich auf, ziehe auf den Berg Thabor und nimm zehntausend Mann mit dir aus den beiden St\u00e4mmen Naphthali und Sebulon.<br>7 Ich will dann Sisera, den Heerf\u00fchrer Jabins, samt seinen Wagen und seinen Heerscharen zu dir an den Bach Kison f\u00fchren und ihn in deine Gewalt geben.\u2039\u00ab<br>8 Barak antwortete ihr: \u00bbWenn du mit mir gehst, so will ich gehen; wenn du aber nicht mit mir gehst, so gehe auch ich nicht.\u00ab<br>9 Da erwiderte sie: \u00bbGewi\u00df will ich mit dir gehen; doch wird alsdann der Ruhm des Zuges, den du unternimmst, nicht dir zuteil werden, denn der HERR wird den Sisera in die Hand eines Weibes fallen lassen.\u00ab So machte sich denn Debora auf den Weg und begab sich mit Barak nach Kedes.<br>10 Hierauf entbot Barak die St\u00e4mme Sebulon und Naphthali nach Kedes, und zehntausend Mann zogen unter seiner F\u00fchrung (auf den Berg Thabor) hinauf; auch Debora zog mit ihm hinauf.<br>11 Der Keniter Heber aber hatte sich von den \u00fcbrigen Kenitern, von der Familie Hobabs, des Schwagers Moses, getrennt und schlug seine Zelte bis zur Eiche bei Zaanannim in der N\u00e4he von Kedes auf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Siseras Niederlage und Ermordung in der Kisonebene; Jaels furchtbare Heldentat<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als nun Sisera die Kunde erhielt, da\u00df Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Thabor hinaufgezogen sei,<br>13 entbot Sisera alle seine Wagen, neunhundert eiserne Streitwagen, und das gesamte Kriegsvolk, das unter seinem Befehl stand, aus Haroseth-Goim an den Bach Kison.<br>14 Da sagte Debora zu Barak: \u00bbAuf! Denn dies ist der Tag, an dem der HERR den Sisera in deine Hand gibt! Der HERR ist (selbst) schon vor dir her ausgezogen!\u00ab So stieg denn Barak an der Spitze seiner zehntausend Mann vom Berge Thabor hinab,<br>15 und der HERR setzte Sisera und alle seine Wagen und sein ganzes Heer durch die Ankunft und den wilden Schwertangriff Baraks in solche Verwirrung, da\u00df Sisera vom Wagen stieg und zu Fu\u00df floh.<br>16 Barak aber verfolgte die Wagen und das Heer bis Haroseth-Goim, und das ganze Heer Siseras wurde mit dem Schwert niedergemacht: auch nicht ein einziger blieb \u00fcbrig.<br>17 Sisera aber war zu Fu\u00df nach dem Zelte Jaels, der Frau des Keniters Heber, geflohen; denn zwischen Jabin, dem K\u00f6nige von Hazor, und der Familie des Keniters Heber herrschte Friede.<br>18 Da trat Jael aus dem Zelte hinaus Sisera entgegen und sagte zu ihm: \u00bbKehre ein, Herr, kehre ein bei mir: f\u00fcrchte dich nicht!\u00ab Da trat er zu ihr ins Zelt, und sie deckte ihn mit einer Schlafdecke zu.<br>19 Dann bat er sie: \u00bbGib mir doch ein wenig Wasser zu trinken, denn ich bin durstig!\u00ab Da \u00f6ffnete sie den Milchschlauch, gab ihm zu trinken und deckte ihn wieder zu.<br>20 Darauf bat er sie: \u00bbStelle dich in den Eingang des Zeltes, und wenn jemand kommt und dich fragt, ob jemand hier sei, so antworte: \u203aNein, kein Mensch!\u2039\u00ab<br>21 Nun holte Jael, Hebers Frau, einen Zeltpflock, nahm einen Hammer in die Hand, trat leise an ihn heran, w\u00e4hrend er vor Ersch\u00f6pfung eingeschlafen war, und schlug ihm den Pflock durch die Schl\u00e4fe, so da\u00df er noch in den Erdboden eindrang; so starb er.<br>22 In diesem Augenblick kam Barak, der den Sisera verfolgte; Jael trat hinaus ihm entgegen und rief ihm zu: \u00bbKomm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst!\u00ab Als er dann bei ihr eintrat, fand er wirklich Sisera als Leiche am Boden liegen, und der Pflock steckte ihm noch in der Schl\u00e4fe.<br>23 So dem\u00fctigte Gott an jenem Tage den Kanaan\u00e4erk\u00f6nig Jabin vor den Israeliten,<br>24 deren Hand dann immer schwerer auf Jabin, dem Kanaan\u00e4erk\u00f6nige, lastete, bis sie ihn v\u00f6llig vernichtet hatten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deboras (und Baraks) Siegeslied<\/h3>\n\n\n\n<p>1 An jenem Tage sangen Debora und Barak, der Sohn Abinoams, folgendes Lied:<br>2 Da\u00df F\u00fchrer an der Spitze standen in Israel, da\u00df das Volk sich willig zeigte: drob preiset den HERRN!<br>3 H\u00f6rt zu, ihr K\u00f6nige! Merkt auf, ihr F\u00fcrsten! Ich will, ja, ich will dem HERRN lobsingen, will spielen dem HERRN, dem Gott Israels!<br>4 HERR, als du auszogst von Seir, als du schrittest von Edoms Gefilden her, da bebte die Erde, es troffen die Himmel, ja, die Wolken troffen von Wasser;<br>5 die Berge wankten vor dem HERRN, der Sinai dort vor dem HERRN, dem Gott Israels.<br>6 In den Tagen Samgars, des Sohnes Anaths (3,31), in den Tagen Jaels waren \u00f6de die Stra\u00dfen, und die Wegewandrer gingen auf krummen Pfaden;<br>7 es fehlte an F\u00fchrern in Israel, gebrach, bis du auftratst, Debora, auftratst, eine Mutter in Israel.<br>8 Man w\u00e4hlte sich neue G\u00f6tter; damals war Kampf schon vor den Toren, und weder Schild noch Lanze war zu sehn bei Vierzigtausenden in Israel.<br>9 Mein Herz geh\u00f6rt den F\u00fchrern Israels, denen, die willig sich zeigten im Volk: \u2013 preiset den HERRN!<br>10 Die ihr reitet auf wei\u00dfgl\u00e4nzenden Eselinnen, die ihr sitzet auf Teppichen und die zu Fu\u00df ihr wandert: erz\u00e4hlt es euch!<br>11 Horch! \u2026 zwischen den Tr\u00e4nkrinnen! Dort preist man die Heilstaten des HERRN, die Heilstaten seiner F\u00fchrerschaft in Israel. Da zog das Volk des HERRN zu den Toren hinab.<br>12 Wach auf, erwache, Debora! Wach auf, erwache und stimme den Sang an! Erhebe dich, Barak, und fange deine F\u00e4nger, Sohn Abinoams!<br>13 Da zog Israel hinab samt seinen Edlen; das Volk des HERRN zog hinab als Heldenschar.<br>14 Aus Ephraim kamen die, deren Stammsitz unter Amalek ist, hinter ihnen Benjamin mit seinen Scharen; aus Machir zogen Gebieter hinab und aus Sebulon die Tr\u00e4ger des F\u00fchrerstabs,<br>15 und die F\u00fcrsten in Issaschar mit Debora und wie Issaschar so Barak: in die Ebene st\u00fcrmte er hin zu Fu\u00df. An Rubens B\u00e4chen fanden schwere Erw\u00e4gungen statt:<br>16 \u00bbWarum bliebst du zwischen den H\u00fcrden sitzen, um das Herdengebl\u00f6k zu h\u00f6ren?\u00ab An Rubens B\u00e4chen fanden schwere Erw\u00e4gungen statt.<br>17 Gliead blieb ruhig jenseits des Jordans, und Dan \u2013 warum weilte er bei den Schiffen? Asser sa\u00df still am Gestade des Meeres und blieb ruhig an seinen Buchten;<br>18 aber Sebulon ist ein Volk, das sein Leben dem Tode preisgibt, auch Naphthali auf den H\u00f6hen seines Gefildes.<br>19 K\u00f6nige kamen und stritten; damals stritten die K\u00f6nige Kanaans bei Thaanach an den Wassern Megiddos: Beute an Silber gewannen sie nicht.<br>20 Vom Himmel her stritten die Sterne, von ihren Bahnen her stritten sie gegen Sisera.<br>21 Der Kisonbach sp\u00fclte sie weg, der alte Schlachtenbach, der Kisonbach: tritt sie nieder, meine Seele, mit aller Kraft!<br>22 Damals stampften die Hufe der Rosse vom Rennen, dem Rennen ihrer Helden.<br>23 \u00bbVerfluchet Meros!\u00ab ruft der Engel des HERRN, \u00bbja, fluchet seinen Bewohnern! Denn sie sind dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen, dem HERRN nicht zu Hilfe unter den Helden!\u00ab<br>24 Gepriesen vor allen Weibern sei Jael, das Weib des Keniters Heber, vor den Weibern im Zelt gepriesen!<br>25 Um Wasser bat er, Milch gab sie, im Ehrenbecher reichte sie Sahne.<br>26 Ihre Hand streckte sie aus nach dem Zeltpflock, ihre Rechte nach einem Arbeitshammer, h\u00e4mmerte los auf Sisera, zermalmte sein Haupt, zerschmetterte und durchbohrte ihm die Schl\u00e4fe;<br>27 zu ihren F\u00fc\u00dfen brach er zusammen, sank hin, lag da; zu ihren F\u00fc\u00dfen brach er zusammen, sank hin: wo er zusammenbrach, blieb entseelt er liegen.<br>28 Durchs Fenster sp\u00e4hte sie aus und rief in Angst, Siseras Mutter, durchs Gitter hindurch: \u00bbWarum zaudert sein Wagen heimzukommen? Warum s\u00e4umt der Hufschlag seiner Gespanne?\u00ab<br>29 Die kl\u00fcgste ihrer Edelfrauen erwidert ihr, und auch sie selbst gibt sich die Antwort:<br>30 \u00bbSicherlich haben sie Beute zu teilen gefunden, eine Dirne, zwei Dirnen f\u00fcr jeden Mann, Beute an bunten Stoffen f\u00fcr Sisera, Beute an buntgestickten Gew\u00e4ndern, farbiges Zeug, ein Paar gestickte T\u00fccher f\u00fcr den Hals der Herrin.\u00ab<br>31 So m\u00fcssen umkommen alle deine Feinde, HERR! Doch die ihn lieben, sind wie der Sonne Aufgang in ihrer Kraft. Darauf hatte das Land vierzig Jahre lang Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der erneute Abfall des Volkes hat die Knechtung und Auspl\u00fcnderung durch die Midianiter zur Folge<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als dann die Israeliten wiederum taten, was dem HERRN mi\u00dffiel, gab der HERR sie sieben Jahre lang in die Gewalt der Midianiter;<br>2 und die Hand der Midianiter lag schwer auf Israel. Um sich der Midianiter zu erwehren, richteten die Israeliten sich die Schlupfwinkel ein, die sich in den Bergen befinden, und legten die H\u00f6hlen und die Bergfesten an.<br>3 Denn sooft die Israeliten ges\u00e4t hatten, zogen die Midianiter, die Amalekiter und die \u00fcbrigen Horden des Ostens gegen sie heran,<br>4 lagerten sich gegen sie im Lande und verw\u00fcsteten den Ertrag der Felder bis nach Gaza hin und lie\u00dfen keine Lebensmittel in Israel \u00fcbrig, auch kein Kleinvieh, keine Rinder und Esel;<br>5 denn wenn sie mit ihren Herden und Zelten heranzogen, kamen sie so zahlreich wie Heuschreckenschw\u00e4rme, so da\u00df sie selbst und ihre Kamele nicht zu z\u00e4hlen waren; und wenn sie eingedrungen waren, verheerten sie das Land.<br>6 Als Israel so von den Midianitern arg mitgenommen wurde, schrien die Israeliten zum HERRN um Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Strafrede eines Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als nun die Israeliten den HERRN um Hilfe gegen die Midianiter angerufen hatten,<br>8 sandte der HERR einen Propheten zu den Israeliten, der zu ihnen sagte: \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIch selbst habe euch aus \u00c4gypten hergebracht und euch aus dem Hause der Knechtschaft herausgef\u00fchrt;<br>9 ich habe euch aus der Hand der \u00c4gypter und aus der Gewalt aller eurer Bedr\u00fccker errettet und sie vor euch her vertrieben und euch ihr Land gegeben<br>10 und habe zu euch gesagt: Ich, der HERR, bin euer Gott: ihr d\u00fcrft die G\u00f6tter der Amoriter, in deren Lande ihr wohnt, nicht verehren! Aber ihr habt nicht auf meine Mahnung geh\u00f6rt.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Berufung durch einen Engel; seine Bedenken durch ein Gotteszeichen niedergeschlagen<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Da kam der Engel des HERRN und setzte sich unter die Terebinthe in Ophra, die dem Abiesriten Joas geh\u00f6rte, w\u00e4hrend dessen Sohn Gideon gerade Weizen in der Kelter ausklopfte, um ihn vor den Midianitern in Sicherheit zu bringen.<br>12 Diesem erschien also der Engel des HERRN und redete ihn mit den Worten an: \u00bbDer HERR ist mit dir, du tapferer Held!\u00ab<br>13 Gideon antwortete ihm: \u00bbMit Verlaub, mein Herr! Wenn der HERR wirklich mit uns w\u00e4re, wie h\u00e4tte uns da dies alles widerfahren k\u00f6nnen? Und wo sind alle seine Wundertaten, von denen unsere V\u00e4ter uns erz\u00e4hlt haben, indem sie sagten: \u203aDer HERR ist es gewesen, der uns aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat!\u2039? Jetzt aber hat der HERR uns versto\u00dfen und uns in die Hand der Midianiter fallen lassen!\u00ab<br>14 Da wandte der HERR sich ihm zu und sagte: \u00bbGehe hin in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Gewalt der Midianiter! Ich sende dich ja!\u00ab<br>15 Er aber entgegnete ihm: \u00bbMit Verlaub, mein Herr! Wie k\u00f6nnte ich Israel erretten, da doch mein Geschlecht das geringste in Manasse ist und ich der J\u00fcngste in meines Vaters Hause bin?\u00ab<br>16 Da antwortete ihm der HERR: \u00bbIch werde ja mit dir sein, und du sollst die Midianiter schlagen wie einen einzelnen Mann.\u00ab<br>17 Da entgegnete er ihm: \u00bbWenn du mir wirklich gn\u00e4dig gesinnt bist, so gib mir ein Zeichen, da\u00df du selbst es bist, der mit mir redet!<br>18 Entferne dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zur\u00fcckkehre und eine Gabe von mir herausbringe und sie dir vorsetze!\u00ab Da antwortete er: \u00bbIch will hier sitzen bleiben, bis du wiederkommst.\u00ab<br>19 Darauf ging Gideon ins Haus hinein und richtete ein Ziegenb\u00f6ckchen zu und unges\u00e4uerte Kuchen von einem Epha Mehl; das Fleisch legte er in einen Korb, und die Br\u00fche tat er in einen Topf und brachte es dann zu ihm hinaus unter die Terebinthe und setzte es ihm vor.<br>20 Doch der Engel Gottes sagte zu ihm: \u00bbNimm das Fleisch und die unges\u00e4uerten Kuchen, lege sie auf den Felsen dr\u00fcben und gie\u00dfe die Br\u00fche dar\u00fcber aus!\u00ab Als er es getan hatte,<br>21 streckte der Engel des HERRN den Stab aus, den er in der Hand hatte, und ber\u00fchrte mit der Spitze (des Stabes) das Fleisch und die unges\u00e4uerten Kuchen; da schlug Feuer aus dem Gestein hervor und verzehrte das Fleisch und die Kuchen; der Engel des HERRN aber war vor seinen Augen verschwunden.<br>22 Da erkannte Gideon, da\u00df es der Engel des HERRN gewesen war, und er rief aus: \u00bbWehe, HERR mein Gott! Ach, ich habe den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen!\u00ab<br>23 Aber der HERR antwortete ihm: \u00bbFriede dir! F\u00fcrchte nichts! Du wirst nicht sterben!\u00ab<br>24 Darauf erbaute Gideon dort dem HERRN einen Altar und nannte ihn: \u00bbDer HERR ist Heil!\u00ab Bis auf den heutigen Tag steht er noch in Ophra, dem Wohnort der Abiesriten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Auftreten gegen Baal; seine Rettung durch seinen Vater; Sammlung eines Heeres gegen die Midianiter; seine zwiefache Gotteserprobung<\/h3>\n\n\n\n<p>25 In derselben Nacht gebot ihm dann der HERR: \u00bbNimm den jungen Stier, den dein Vater hat, und au\u00dferdem den zweiten siebenj\u00e4hrigen Stier, rei\u00dfe den Altar Baals, der deinem Vater geh\u00f6rt, nieder und haue den G\u00f6tzenbaum um, der daneben steht!<br>26 Dann baue dem HERRN, deinem Gott, auf der h\u00f6chsten Stelle dieser Bergfeste einen Altar aus aufgeschichteten Steinen und nimm den Stier und bringe ihn als Brandopfer dar mit dem Holz des G\u00f6tzenbaumes, den du umhauen sollst!\u00ab<br>27 Da nahm Gideon zehn M\u00e4nner von seinen Knechten und tat, wie der HERR ihm befohlen hatte; weil er sich aber vor seiner Familie und vor den Leuten der Stadt f\u00fcrchtete, es bei Tage zu tun, tat er es bei Nacht.<br>28 Als nun die M\u00e4nner der Stadt am n\u00e4chsten Morgen aufstanden, fanden sie den Altar Baals niedergerissen und den G\u00f6tzenbaum, der daneben gestanden hatte, umgehauen; der Stier aber war als Brandopfer auf dem neuerbauten Altar dargebracht worden.<br>29 Da fragten sie einer den andern: \u00bbWer hat das getan?\u00ab, und als sie dann nachforschten und sich erkundigten, hie\u00df es: \u00bbGideon, der Sohn des Joas, hat das getan.\u00ab<br>30 Da sagten die M\u00e4nner der Stadt zu Joas: \u00bbGib deinen Sohn heraus: er mu\u00df sterben, weil er den Altar Baals niedergerissen und den heiligen Baum, der danebenstand, umgehauen hat!\u00ab<br>31 Aber Joas entgegnete allen, die bei ihm standen: \u00bbWollt ihr etwa f\u00fcr Baal streiten, oder wollt ihr f\u00fcr ihn eintreten? Wer f\u00fcr ihn streitet, soll noch diesen Morgen sterben! Wenn Baal ein Gott ist, so mag er f\u00fcr sich selbst eintreten, weil man seinen Altar niedergerissen hat!\u00ab<br>32 Daher gab man ihm an jenem Tage den Namen \u00bbJerubbaal\u00ab, indem man sagte: \u00bbBaal m\u00f6ge gegen ihn streiten, weil er seinen Altar niedergerissen hat.\u00ab<br>33 Als sich nun alle Midianiter, dazu auch die Amalekiter und die Horden des Ostens insgesamt vereinigt und sich nach \u00dcberschreitung (des Jordans) in der Ebene Jesreel gelagert hatten,<br>34 kam der Geist des HERRN \u00fcber Gideon, so da\u00df er in die Posaune stie\u00df, worauf die Abiesriter seinem Aufgebot folgten.<br>35 Er sandte dann Boten in ganz Manasse umher, und auch dieser Stamm folgte seinem Ruf; ebenso sandte er Boten durch Asser, durch Sebulon und durch Naphthali, und auch diese St\u00e4mme zogen zur Hilfeleistung heran.<br>36 Nun sagte Gideon zu Gott: \u00bbWillst du wirklich Israel durch meine Hand erretten, wie du verhei\u00dfen hast \u2013<br>37 gut, so will ich ein Schaffel auf der Tenne ausbreiten; wenn dann der Tau blo\u00df auf dem Fell liegen wird, der ganze \u00fcbrige Boden aber trocken bleibt, so will ich daran erkennen, da\u00df du Israel durch meine Hand erretten willst, wie du verhei\u00dfen hast.\u00ab<br>38 Und so geschah es: als er am andern Morgen fr\u00fch das Fell ausdr\u00fcckte, pre\u00dfte er Tau aus dem Fell, eine ganze Schale voll Wasser.<br>39 Darauf sagte Gideon zu Gott: \u00bbGerate nicht in Zorn gegen mich, wenn ich nur diesmal noch rede! La\u00df mich nur noch diesmal einen Versuch mit dem Fell machen: das Fell allein m\u00f6ge trocken bleiben, auf dem ganzen \u00fcbrigen Boden aber Tau liegen!\u00ab<br>40 Da lie\u00df Gott es in jener Nacht so geschehen: das Fell allein blieb trocken, w\u00e4hrend sonst auf dem Boden \u00fcberall Tau lag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Sieg \u00fcber die Midianiter<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da machte sich Jerubbaal, das ist Gideon, in der Fr\u00fche mit der gesamten Mannschaft, die bei ihm war, auf den Weg und lagerte sich bei der Quelle Harod, so da\u00df sich das Lager der Midianiter n\u00f6rdlich von ihm in der Ebene nach dem H\u00fcgel More hin befand.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Streitmacht wird durch zweimalige Sichtung auf 300 Mann vermindert<\/h3>\n\n\n\n<p>2 Da sagte der HERR zu Gideon: \u00bbDas Volk, das du bei dir hast, ist zu zahlreich, als da\u00df ich die Midianiter in ihre Gewalt geben sollte; die Israeliten k\u00f6nnten sich sonst mir gegen\u00fcber r\u00fchmen und behaupten: \u203aWir haben uns durch eigene Kraft gerettet!\u2039<br>3 Darum la\u00df vor dem Volk laut ausrufen: \u203aWer sich f\u00fcrchtet und Angst hat, der kehre um [und entferne sich vom Gebirge Gilead]!\u2039\u00ab Da zogen 22000 Mann von dem Kriegsvolk ab, und 10000 blieben zur\u00fcck.<br>4 Der HERR aber sagte zu Gideon: \u00bbDas Volk ist immer noch zu zahlreich; f\u00fchre sie hinab ans Wasser: dort will ich sie dir sichten; und von wem ich dir dann sagen werde: \u203aDieser soll mit dir ziehen!\u2039, der soll dich begleiten; aber jeder, von dem ich dir sage: \u203aDieser soll nicht mit dir ziehen!\u2039, der soll dich nicht begleiten!\u00ab<br>5 Als nun Gideon die Leute an das Wasser hinabgef\u00fchrt hatte, sagte der HERR zu ihm: \u00bbJeden, der das Wasser mit der Zunge leckt, wie die Hunde es machen, den stelle besonders, und ebenso jeden, der niederkniet, um zu trinken.\u00ab<br>6 Es belief sich aber die Zahl derer, die das Wasser [mit der Hand in den Mund] geleckt hatten, auf dreihundert Mann; alle \u00fcbrigen hatten sich auf die Knie niedergelassen, um Wasser (mit der Hand in den Mund) zu trinken.<br>7 Darauf sagte der HERR zu Gideon: \u00bbDurch die dreihundert Mann, die (das Wasser) geleckt haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hand geben; alle \u00fcbrigen Leute aber sollen ein jeder in seinen Wohnort zur\u00fcckkehren!\u00ab<br>8 Da behielten sie den Mundvorrat der Leute und deren Posaunen bei sich zur\u00fcck, alle \u00fcbrigen israelitischen M\u00e4nner aber entlie\u00df er, einen jeden in seine Heimat; nur die dreihundert Mann behielt er bei sich. Das Lager der Midianiter aber befand sich unterhalb von ihm in der Ebene.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Zuversicht wird durch Beschleichung des feindlichen Lagers gest\u00e4rkt<\/h3>\n\n\n\n<p>9 In derselben Nacht nun gebot ihm der HERR: \u00bbMache dich auf, ziehe gegen das Lager hinab! Denn ich habe es in deine Hand gegeben.<br>10 F\u00fcrchtest du dich aber hinabzuziehen, so steige mit deinem Knappen Pura zum Lager hinab;<br>11 wenn du dann belauscht hast, was man dort redet, wirst du alsdann den Mut in dir f\u00fchlen, gegen das Lager hinabzuziehen.\u00ab Da begab er sich mit seinem Knappen Pura hinab bis zu den Kriegern am \u00e4u\u00dfersten Rande des Lagers.<br>12 Die Midianiter aber sowie die Amalekiter und die s\u00e4mtlichen Horden aus dem Osten hatten sich in der Ebene gelagert so zahllos wie Heuschreckenschw\u00e4rme, und die Menge ihrer Kamele war unz\u00e4hlbar wie der Sand am Gestade des Meeres.<br>13 Als nun Gideon dort ankam, erz\u00e4hlte ein Mann gerade seinem Kameraden einen Traum mit den Worten: \u00bbDenke dir: ich habe einen Traum gehabt! Ich sah, wie ein hartgebackenes Gerstenbrot in das midianitische Lager rollte, bis es an ein Zelt kam und dieses so traf, da\u00df es umfiel: es wurde umgest\u00fcrzt, das Unterste zuoberst, und so lag das Zelt da.\u00ab<br>14 Da antwortete der andere: \u00bbDas bedeutet nichts anderes als das Schwert des Israeliten Gideon, des Sohnes des Joas! Gott hat die Midianiter und unser ganzes Lager in seine Hand gegeben!\u00ab<br>15 Als nun Gideon die Erz\u00e4hlung von dem Traum und seine Deutung geh\u00f6rt hatte, warf er sich danksagend auf die Knie nieder, kehrte dann ins israelitische Lager zur\u00fcck und rief: \u00bbAuf! Der HERR hat das Lager der Midianiter in eure Hand gegeben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons siegreicher \u00dcberfall des midianitischen Lagers<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Hierauf teilte er seine dreihundert Mann in drei Abteilungen und gab ihnen allen Posaunen in die Hand und leere Kr\u00fcge, in denen sich aber Fackeln befanden.<br>17 Dann befahl er ihnen: \u00bbAchtet darauf, wie ich es mache, und macht es ebenso! Was ich tun werde, sobald ich unmittelbar vor dem Lager angekommen bin, das tut auch ihr!<br>18 Wenn ich also samt allen Leuten, die zu meiner Abteilung geh\u00f6ren, in die Posaune sto\u00dfe, so sto\u00dft auch ihr in die Posaunen rings um das ganze Lager und ruft: \u203aF\u00fcr den HERRN und f\u00fcr Gideon!\u2039\u00ab<br>19 Als nun Gideon mit den hundert Mann, die seine Abteilung bildeten, bei Beginn der mittleren Nachtwache \u2013 soeben hatte man die Wachen aufgestellt \u2013 unmittelbar vor dem Lager angekommen war, stie\u00dfen sie in die Posaunen und zerschlugen die Kr\u00fcge, die sie in der Hand hatten;<br>20 und zwar stie\u00dfen die drei Abteilungen gleichzeitig in die Posaunen und zerschlugen die Kr\u00fcge, nahmen dann die Fackeln in die linke Hand und die Posaunen in die rechte, um hineinzusto\u00dfen, und schrien: \u00bbSchwert f\u00fcr den HERRN und f\u00fcr Gideon!\u00ab<br>21 Dabei blieben sie ein jeder ruhig an seiner Stelle rings um das Lager herum stehen. Da geriet das ganze Lager in Bewegung, alles schrie und suchte zu fliehen;<br>22 als jene dann aber in die dreihundert Posaunen stie\u00dfen, richtete der HERR das Schwert eines jeden gegen den andern, und zwar im ganzen Lager, und das Heerlager floh bis Beth-Sitta nach Zerera hin, bis an das (Jordan-) Ufer von Abel-Mehola bei Tabbath.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfolgreiche Verfolgung; die eifers\u00fcchtigen Ephraimiten durch Gideon beg\u00fctigt<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Nun wurden die Mannschaften der Israeliten aus den St\u00e4mmen Naphthali, Asser und ganz Manasse aufgeboten und verfolgten die Midianiter.<br>24 Auch hatte Gideon Boten im ganzen Berglande Ephraim umhergesandt mit der Aufforderung: \u00bbKommt herab den Midianitern entgegen und schneidet ihnen das Wasser ab bis Beth-Bara und den \u00dcbergang \u00fcber den Jordan!\u00ab Da folgten alle M\u00e4nner vom Stamm Ephraim dem Rufe und schnitten ihnen das Wasser ab bis Beth-Bara und den \u00dcbergang \u00fcber den Jordan.<br>25 Auch nahmen sie die beiden midianitischen F\u00fcrsten Oreb und Seeb gefangen und hieben Oreb am Rabenfelsen nieder und erschlugen Seeb bei der Wolfskelter. Nach der Verfolgung der Midianiter aber brachten sie die K\u00f6pfe Orebs und Seebs zu Gideon auf die andere Seite des Jordans.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Die Mannschaft der Ephraimiten aber sagte zu ihm: \u00bbWarum hast du uns das zuleide getan, da\u00df du uns nicht gleich gerufen hast, als du zum Kampf gegen die Midianiter auszogst?\u00ab und machte ihm schwere Vorw\u00fcrfe.<br>2 Doch er entgegnete ihnen: \u00bbWas habe ich denn jetzt geleistet im Vergleich mit euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims ergiebiger als die Weinlese Abiesers?<br>3 In eure Hand hat ja Gott die H\u00e4uptlinge der Midianiter, Oreb und Seeb, fallen lassen. Was habe ich also im Vergleich mit euch zu leisten vermocht?\u00ab Durch diese Worte, die er an sie richtete, wurde ihr Unwille gegen ihn beschwichtigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideons Taten im Ostjordanland<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Als nun Gideon an den Jordan gekommen und mit seinen dreihundert Mann, ersch\u00f6pft von der Verfolgung, \u00fcbergesetzt war,<br>5 bat er die Einwohner von Sukkoth: \u00bbGebt doch den Leuten, die mir folgen, einige Laibe Brot, denn sie sind ersch\u00f6pft; und ich bin auf der Verfolgung der Midianiterk\u00f6nige Sebah und Zalmunna.\u00ab<br>6 Aber die Vorsteher von Sukkoth antworteten: \u00bbHast du etwa die Faust Sebahs und Zalmunnas schon in deiner Hand, da\u00df wir deiner Mannschaft Brot geben sollten?\u00ab<br>7 Da erwiderte Gideon: \u00bbNun gut! Wenn der HERR den Sebah und Zalmunna in meine Gewalt gegeben hat, will ich euch den Leib mit W\u00fcstendornen und Stechdisteln zerdreschen!\u00ab<br>8 Er zog dann von dort weiter nach Pnuel hinauf und richtete an sie die gleiche Bitte; aber die Einwohner von Pnuel gaben ihm dieselbe Antwort wie die Leute von Sukkoth.<br>9 Da erkl\u00e4rte er auch den Einwohnern von Pnuel: \u00bbWenn ich wohlbehalten zur\u00fcckkomme, will ich den Turm hier niederrei\u00dfen!\u00ab<br>10 Sebah und Zalmunna aber befanden sich mit ihren Heeren in Karkor, etwa 15000 Mann, alle, die von dem gesamten Heere der Horden des Ostens \u00fcbriggeblieben waren; denn 120000 Mann hatten den Tod gefunden, lauter schwertbewaffnete M\u00e4nner.<br>11 Gideon zog nun auf der Karawanenstra\u00dfe \u00f6stlich von Nobah und Jogbeha heran und \u00fcberfiel das Heer, das in seinem Lager keine Gefahr ahnte.<br>12 Sebah und Zalmunna flohen, er aber verfolgte sie und nahm die beiden midianitischen K\u00f6nige Sebah und Zalmunna gefangen; das ganze Heer aber hatte er zersprengt.<br>13 Als dann Gideon, der Sohn des Joas, von der Anh\u00f6he von Heres her aus dem Kampf zur\u00fcckkehrte,<br>14 griff er einen jungen Mann auf, der in Sukkoth zu Hause war, und fragte ihn aus; dieser mu\u00dfte ihm die Namen der Vorsteher von Sukkoth und der dortigen \u00c4ltesten aufschreiben, siebenundsiebzig Personen.<br>15 Als er dann in Sukkoth ankam, sagte er zu den M\u00e4nnern dort: \u00bbHier sind nun Sebah und Zalmunna, derentwegen ihr mich verh\u00f6hnt habt mit der Frage: \u203aHast du etwa die Faust Sebahs und Zalmunnas schon in deiner Hand, da\u00df wir deinen ersch\u00f6pften Leuten Brot geben sollten?\u2039\u00ab<br>16 Darauf lie\u00df er die \u00c4ltesten des Orts ergreifen, nahm W\u00fcstendornen und Stechdisteln und lie\u00df damit den M\u00e4nnern von Sukkoth einen Denkzettel geben.<br>17 Den Turm in Pnuel aber zerst\u00f6rte er und lie\u00df die M\u00e4nner der Stadt niederhauen.<br>18 Darauf fragte er Sebah und Zalmunna: \u00bbWie sahen die M\u00e4nner aus, die ihr am Thabor erschlagen habt?\u00ab Sie antworteten: \u00bbGanz wie du, so sahen sie aus, ein jeder wie ein K\u00f6nigssohn an Wuchs.\u00ab<br>19 Da rief (Gideon) aus: \u00bbDas waren meine Br\u00fcder, die S\u00f6hne meiner Mutter! So wahr der HERR lebt: h\u00e4ttet ihr sie am Leben gelassen, so wollte ich euch auch nicht ums Leben bringen!\u00ab<br>20 Hierauf sagte er zu seinem erstgeborenen Sohne Jether: \u00bbAuf! Haue sie nieder!\u00ab Aber der Knabe zog sein Schwert nicht, denn er f\u00fcrchtete sich, weil er noch zu jung war.<br>21 Da sagten Sebah und Zalmunna: \u00bbStehe du auf und sto\u00dfe uns nieder! Denn wie der Mann, so seine Kraft\u00ab. Da stand Gideon auf und hieb Sebah und Zalmunna nieder; die kleinen Monde aber, die ihre Kamele am Halse trugen, nahm er f\u00fcr sich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gideon lehnt das K\u00f6nigtum ab; seine Abg\u00f6tterei und sein Lebensende<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Hierauf baten die Israeliten den Gideon: \u00bbSei unser K\u00f6nig, sowohl du als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn! Denn du hast uns aus der Gewalt der Midianiter befreit.\u00ab<br>23 Aber Gideon antwortete ihnen: \u00bbIch will nicht euer K\u00f6nig sein, und mein Sohn soll auch nicht \u00fcber euch herrschen: der HERR soll euer K\u00f6nig sein!\u00ab<br>24 Dann fuhr er fort: \u00bbEine Bitte m\u00f6chte ich an euch richten: gebt mir ein jeder die Ringe, die er erbeutet hat!\u00ab Die Midianiter hatten n\u00e4mlich goldene Ringe getragen, weil sie Ismaeliter waren.<br>25 Da antworteten sie: \u00bbGewi\u00df, die wollen wir dir gern geben.\u00ab Da breiteten sie einen Mantel aus, und ein jeder warf die von ihm erbeuteten Ringe darauf.<br>26 Es betrug aber das Gewicht der goldenen Ringe, die er sich erbeten hatte, 1700 Schekel Gold, abgesehen von den kleinen Monden und den Ohrgeh\u00e4ngen und den Purpurgew\u00e4ndern, welche die midianitischen K\u00f6nige getragen hatten, und abgesehen von den Halsketten, die an den H\u00e4lsen ihrer Kamele gehangen hatten.<br>27 Gideon lie\u00df dann daraus einen kostbaren Ephod anfertigen und stellte diesen in seinem Wohnort Ophra auf; und ganz Israel trieb dort Abg\u00f6tterei mit ihm, so da\u00df er f\u00fcr Gideon und sein Haus zum Fallstrick wurde. \u2013<br>28 Die Midianiter aber waren von den Israeliten gedem\u00fctigt worden, so da\u00df sie das Haupt nicht mehr hochtragen konnten; und das Land hatte vierzig Jahre lang Ruhe, solange Gideon lebte.<br>29 Hierauf ging Jerubbaal, der Sohn des Joas, hin und lebte ruhig in seinem Hause.<br>30 Gideon hatte aber siebzig vollb\u00fcrtige S\u00f6hne, denn er hatte viele Frauen;<br>31 auch von seinem Nebenweibe, die in Sichem wohnte, hatte er einen Sohn, dem er den Namen Abimelech gab.<br>32 Gideon, der Sohn des Joas, starb dann in hohem Alter und wurde im Grabe seines Vaters Joas zu Ophra, dem Wohnort der Abiesriten, beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Abfall der Israeliten von Gott und ihr Undank gegen Gideon<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Nach Gideons Tode aber trieben die Israeliten wiederum G\u00f6tzendienst mit den Baalen und machten den Bundesbaal (9,4) zu ihrem Gott;<br>34 denn die Israeliten dachten nicht mehr an den HERRN, ihren Gott, der sie aus der Gewalt aller ihrer Feinde ringsum errettet hatte;<br>35 auch bewiesen sie sich nicht dankbar gegen das Haus Jerubbaal-Gideons f\u00fcr alles Gute, das er an Israel getan hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abimelechs Brudermord in Ophra und sein K\u00f6nigtum in Sichem<\/h3>\n\n\n\n<p>nigtum in Sichem<br>1 Abimelech aber, der Sohn Jerubbaals, begab sich nach Sichem zu den Br\u00fcdern seiner Mutter und stellte ihnen sowie allen, die zu der Familie des Vaters seiner Mutter geh\u00f6rten, folgendes vor:<br>2 \u00bbRichtet doch an alle B\u00fcrger von Sichem laut die Frage: \u203aWas ist vorteilhafter f\u00fcr euch, wenn siebzig M\u00e4nner, s\u00e4mtliche S\u00f6hne Jerubbaals, \u00fcber euch herrschen oder wenn ein einziger Mann euer Herrscher ist?\u2039 Bedenkt auch, da\u00df ich von eurem Fleisch und Bein bin!\u00ab<br>3 Als nun die Br\u00fcder seiner Mutter alle diese \u00c4u\u00dferungen vor den B\u00fcrgern von Sichem laut aussprachen und f\u00fcr ihn eintraten, da neigten sich ihre Herzen dem Abimelech zu; denn sie sagten: \u00bbEr ist unser Bruder.\u00ab<br>4 Sie gaben ihm also siebzig Schekel Silber aus dem Tempel des Bundesbaals, und mit diesem Gelde nahm Abimelech eine Anzahl nichtsnutziger und verwegener Leute in seinen Dienst: sie bildeten sein Gefolge.<br>5 Er begab sich dann nach Ophra in das Haus seines Vaters und ermordete dort seine Br\u00fcder, die S\u00f6hne Jerubbaals, siebzig M\u00e4nner, alle auf einem Steine; nur Jotham, der j\u00fcngste Sohn Jerubbaals, blieb am Leben, weil er sich versteckt hatte.<br>6 Darauf versammelten sich alle B\u00fcrger von Sichem und alle Bewohner des Millo, begaben sich zu der Denkmalseiche, die in der N\u00e4he von Sichem steht, und machten dort Abimelech zum K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jotham tr\u00e4gt den Sichemiten eine ernst warnende Fabel vor und flucht ihnen sowie dem Abimelech<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als man das dem Jotham hinterbrachte, machte er sich auf, trat auf den Gipfel des Berges Garizim und rief ihnen mit hocherhobener Stimme zu: \u00bbH\u00f6rt mich an, ihr B\u00fcrger von Sichem, damit auch Gott euch anh\u00f6re!<br>8 Einst gingen die B\u00e4ume hin, um einen K\u00f6nig \u00fcber sich zu salben, und sagten zum \u00d6lbaum: \u203aSei du unser K\u00f6nig!\u2039<br>9 Aber der \u00d6lbaum erwiderte ihnen: \u203aSoll ich etwa meine Fettigkeit aufgeben, um deretwillen G\u00f6tter und Menschen mich preisen, und soll hingehen, um \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u2039<br>10 Da sagten die B\u00e4ume zum Feigenbaum: \u203aKomm du, sei unser K\u00f6nig!\u2039<br>11 Aber der Feigenbaum erwiderte ihnen: \u203aSoll ich etwa meine S\u00fc\u00dfigkeit und meine k\u00f6stlichen Fr\u00fcchte aufgeben und hingehen, um \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u2039<br>12 Da sagten die B\u00e4ume zum Weinstock: \u203aKomm du, sei unser K\u00f6nig!\u2039<br>13 Aber der Weinstock erwiderte ihnen: \u203aSoll ich etwa meinen Wein aufgeben, der G\u00f6tter und Menschen fr\u00f6hlich macht, und hingehen, um \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u2039<br>14 Da sagten die B\u00e4ume alle zum Dornstrauch: \u203aKomm du, sei unser K\u00f6nig!\u2039<br>15 Da antwortete der Dornstrauch den B\u00e4umen: \u203aWenn ihr mich wirklich zum K\u00f6nig \u00fcber euch salben wollt, so kommt: vertraut euch meinem Schatten an! Wo nicht, so soll Feuer vom Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanons verzehren!\u2039<br>16 Und nun, wenn ihr treu und redlich gehandelt habt, da\u00df ihr Abimelech zum K\u00f6nig gemacht, und wenn ihr ehrenhaft an Jerubbaal und seinem Hause gehandelt und euch dankbar f\u00fcr seine Verdienste um euch bewiesen habt \u2013<br>17 denn mein Vater hat f\u00fcr euch gek\u00e4mpft und sein Leben aufs Spiel gesetzt und euch aus der Gewalt der Midianiter errettet,<br>18 w\u00e4hrend ihr euch jetzt gegen das Haus meines Vaters erhoben und seine S\u00f6hne ermordet habt, siebzig M\u00e4nner, alle auf einmal, und habt Abimelech, den Sohn seiner Magd, zum K\u00f6nig \u00fcber die B\u00fcrger von Sichem gemacht, weil er euer Bruder ist \u2013;<br>19 wenn ihr also heute treu und ehrenhaft an Jerubbaal und seinem Hause gehandelt habt, so w\u00fcnsche ich euch, Freude an Abimelech zu erleben, und auch er m\u00f6ge euer froh werden!<br>20 Wenn aber nicht, so m\u00f6ge Feuer von Abimelech ausgehen und die B\u00fcrger von Sichem samt den Bewohnern der Burg verzehren, und ebenso m\u00f6ge Feuer von den B\u00fcrgern Sichems und von den Bewohnern der Burg ausgehen und den Abimelech verzehren!\u00ab<br>21 Darauf entfloh Jotham eilig und kam gl\u00fccklich nach Beer, wo er sich in weiter Entfernung von seinem Bruder Abimelech niederlie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unheilvolle Entwicklung der Verh\u00e4ltnisse in Sichem<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Als nun Abimelech drei Jahre \u00fcber Israel geherrscht hatte,<br>23 lie\u00df Gott einen b\u00f6sen Geist zwischen Abimelech und den B\u00fcrgern von Sichem entstehen, so da\u00df die B\u00fcrger von Sichem von Abimelech abfielen \u2013<br>24 dies geschah n\u00e4mlich, damit das an den siebzig S\u00f6hnen Jerubbaals begangene Verbrechen ger\u00e4cht w\u00fcrde und Gott ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech, der sie ermordet hatte, und auf die B\u00fcrger von Sichem kommen lie\u00dfe, die ihm bei der Ermordung seiner Br\u00fcder behilflich gewesen waren.<br>25 Die B\u00fcrger von Sichem legten also, um ihn verha\u00dft zu machen, auf den Bergesh\u00f6hen Wegelagerer in Hinterhalt; die mu\u00dften jeden auspl\u00fcndern, der auf der Stra\u00dfe an ihnen vor\u00fcberzog. Das wurde dem Abimelech hinterbracht.<br>26 Damals war n\u00e4mlich Gaal, der Sohn Ebeds, mit seinen Br\u00fcdern gekommen und hatte sich in Sichem niedergelassen, und die B\u00fcrger von Sichem hatten Vertrauen zu ihm gewonnen.<br>27 Als sie nun einst aufs Feld hinausgezogen waren und die Weinlese gehalten und gekeltert hatten, veranstalteten sie ein Freudenfest, begaben sich in den Tempel ihres Gottes, a\u00dfen und tranken und stie\u00dfen Verw\u00fcnschungen gegen Abimelech aus.<br>28 Da rief Gaal, der Sohn Ebeds, aus: \u00bbWer ist Abimelech, und wer sind wir Sichemiten, da\u00df wir seine Untertanen sein sollten? Ist er nicht ein Sohn Jerubbaals und Sebul sein Vogt? M\u00fc\u00dfte er nicht den M\u00e4nnern Hemors, des Stammvaters von Sichem, untertan sein? Warum sollen nun wir ihm dienen?<br>29 H\u00e4tte ich nur dies Volk unter meinem Befehl: ich wollte diesem Abimelech schon den Weg weisen und dem Abimelech sagen lassen: \u203aVerst\u00e4rke dein Heer und r\u00fccke aus!\u2039\u00ab<br>30 Als nun Sebul, der Stadthauptmann, Kunde von den Reden Gaals, des Sohnes Ebeds, erhielt, geriet er in Zorn;<br>31 er sandte insgeheim Boten an Abimelech und lie\u00df ihm sagen: \u00bbWisse wohl: Gaal, der Sohn Ebeds, ist mit seinen Br\u00fcdern nach Sichem gekommen, und sie wiegeln nun die Stadt gegen dich auf.<br>32 Mache dich also in der Nacht mit dem Kriegsvolk, das du bei dir hast, auf den Weg und lege dich drau\u00dfen auf dem Felde in einen Hinterhalt.<br>33 Fr\u00fchmorgens aber, sobald die Sonne aufgeht, brich auf und \u00fcberfalle die Stadt. Wenn er dann mit seinen Leuten gegen dich ausr\u00fcckt, so verfahre mit ihm nach den Umst\u00e4nden.\u00ab<br>34 Da machte sich Abimelech mit allem Kriegsvolk, das er bei sich hatte, in der Nacht auf den Weg, und sie legten sich in vier Abteilungen in den Hinterhalt gegen Sichem.<br>35 Als nun Gaal, der Sohn Ebeds, hinausging und an den Eingang des Stadttores trat, brach Abimelech mit seinen Leuten aus dem Hinterhalt hervor.<br>36 Sobald Gaal die Leute erblickte, sagte er zu Sebul: \u00bbDa kommt ja Kriegsvolk von den Bergh\u00f6hen herab!\u00ab Aber Sebul entgegnete ihm: \u00bbDen Schatten der Berge siehst du f\u00fcr M\u00e4nner an.\u00ab<br>37 Doch Gaal blieb dabei: \u00bbNein, es sind Krieger, die vom Nabel des Landes herabziehen, und dort ist noch eine Schar, die des Weges von der Wahrsager-Eiche her kommt\u00ab.<br>38 Da rief Sebul ihm zu: \u00bbWo ist denn nun dein gro\u00dfes Maul, mit dem du ausgerufen hast: \u203aWer ist Abimelech, da\u00df wir seine Untertanen sein sollten?\u2039 Das ist ja das Kriegsvolk, das du verachtet hast! So ziehe nun jetzt aus und k\u00e4mpfe mit ihm!\u00ab<br>39 Da zog Gaal an der Spitze der B\u00fcrger von Sichem aus und wurde mit Abimelech handgemein;<br>40 dieser aber schlug ihn zur\u00fcck, und er mu\u00dfte vor ihm fliehen, und viele blieben erschlagen liegen bis an den Eingang des Stadttores.<br>41 W\u00e4hrend Abimelech dann in Aruma blieb, vertrieb Sebul den Gaal und dessen Br\u00fcder, so da\u00df sie nicht l\u00e4nger in Sichem bleiben konnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abimelechs blutiger Sieg, Zerst\u00f6rung der Stadt Sichem; Abimelechs Schandtat an den Bewohnern der Burg und sein unr\u00fchmliches Ende in Thebez<\/h3>\n\n\n\n<p>42 Als dann am folgenden Morgen die Leute aufs Feld hinausgegangen waren, nahm Abimelech, der Kunde davon erhalten hatte,<br>43 sein Kriegsvolk, teilte es in drei Abteilungen und legte sich drau\u00dfen auf dem Felde in den Hinterhalt. Als er nun sah, wie die Leute aus der Stadt herauskamen, fiel er \u00fcber sie her und machte sie nieder;<br>44 dann st\u00fcrmte er mit seiner Abteilung vor und nahm am Eingang des Stadttores Stellung, w\u00e4hrend die beiden anderen Abteilungen \u00fcber alle die herfielen, welche auf dem Felde waren, und sie niederhieben.<br>45 Abimelech best\u00fcrmte dann die Stadt jenen ganzen Tag hindurch, und als er sie erobert hatte, lie\u00df er die Einwohner t\u00f6ten, zerst\u00f6rte die Stadt und streute Salz \u00fcber die ganze St\u00e4tte.<br>46 Als die Bewohner der Burg von Sichem das vernahmen, begaben sie sich alle in den Keller des Tempels des Bundesgottes.<br>47 Sobald nun dem Abimelech gemeldet wurde, da\u00df alle Bewohner der Burg von Sichem dort beisammen seien,<br>48 stieg er mit seiner gesamten Mannschaft auf den Berg Zalmon; dort nahm Abimelech seine Axt zur Hand, hieb einen Busch Holz ab, lud ihn sich auf die Schultern und befahl seinen Leuten: \u00bbWas ihr mich habt tun sehen, das tut auch ihr ohne Verzug!\u00ab<br>49 Da hieben auch s\u00e4mtliche Krieger Mann f\u00fcr Mann einen Busch f\u00fcr sich ab, zogen dann hinter Abimelech her, warfen (das Holz) oben auf den Keller und setzten so den Keller von obenher in Brand, so da\u00df nun auch alle Bewohner der Burg von Sichem ihren Tod fanden, ungef\u00e4hr tausend M\u00e4nner und Frauen.<br>50 Hierauf r\u00fcckte Abimelech gegen Thebez, belagerte den Ort und eroberte ihn.<br>51 Mitten im Ort stand aber ein fester Turm, in den sich alle M\u00e4nner und Frauen, s\u00e4mtliche B\u00fcrger des Orts, gefl\u00fcchtet hatten; sie hatten sich daselbst eingeschlossen und waren auf das Dach des Turmes gestiegen.<br>52 Als nun Abimelech an den Turm heranger\u00fcckt war und ihn best\u00fcrmte und dabei bis an den Eingang des Turmes heranging, um Feuer an ihn zu legen,<br>53 schleuderte ihm eine Frau den oberen Stein einer Handm\u00fchle auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Sch\u00e4del.<br>54 Da rief er schnell seinen Waffentr\u00e4ger herbei und befahl ihm: \u00bbZiehe dein Schwert und t\u00f6te mich vollends, damit man mir nicht nachsagen kann, ein Weib habe mich umgebracht!\u00ab Da durchbohrte ihn sein Waffentr\u00e4ger, und er starb.<br>55 Als nun die Israeliten sahen, da\u00df Abimelech tot war, kehrten sie ein jeder in seinen Wohnort zur\u00fcck.<br>56 So vergalt Gott dem Abimelech das Verbrechen, das er durch die Ermordung seiner siebzig Br\u00fcder an seinem Vater begangen hatte;<br>57 und ebenso lie\u00df Gott alle Freveltaten der Einwohner von Sichem auf ihr Haupt zur\u00fcckfallen. So erf\u00fcllte sich an ihnen der Fluch Jothams, des Sohnes Jerubbaals.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nach Abimelech trat dann zur Errettung Israels ein Mann aus dem Stamm Issaschar auf, n\u00e4mlich Thola, der Sohn Puas, des Sohnes Dodos; er wohnte in Samir im Gebirge Ephraim<br>2 und waltete als Richter in Israel dreiundzwanzig Jahre lang; dann starb er und wurde in Samir begraben.<br>3 Nach ihm trat Jair aus Gilead auf und richtete Israel zweiundzwanzig Jahre.<br>4 Er hatte drei\u00dfig S\u00f6hne, die auf drei\u00dfig Eselsf\u00fcllen ritten und drei\u00dfig Ortschaften besa\u00dfen, die man bis auf den heutigen Tag die \u203aZeltd\u00f6rfer Jairs\u2039 nennt; sie liegen in der Landschaft Gilead.<br>5 Dann starb Jair und wurde in Kamon begraben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Abfall des Volkes verursacht neue Drangsale durch die Ammoniter; aufrichtige Bu\u00dfe bewirkt g\u00f6ttliche Gnade<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Aber die Israeliten taten wiederum, was dem HERRN mi\u00dffiel; denn sie dienten den Baalen und Astarten, den G\u00f6ttern der Syrer und der Sidonier, den G\u00f6ttern der Moabiter, der Ammoniter und der Philister; den HERRN aber verlie\u00dfen sie und dienten ihm nicht.<br>7 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen die Israeliten, so da\u00df er sie in die Gewalt der Philister und in die Hand der Ammoniter fallen lie\u00df;<br>8 die bedr\u00fcckten und mi\u00dfhandelten die Israeliten achtzehn Jahre lang, n\u00e4mlich alle Israeliten jenseits des Jordans im Lande der Amoriter, die in Gilead wohnten.<br>9 Als nun die Ammoniter sogar \u00fcber den Jordan zogen, um auch Juda, Benjamin und den Stamm Ephraim zu bekriegen, da gerieten die Israeliten in sehr gro\u00dfe Angst.<br>10 Da riefen die Israeliten den HERRN laut um Hilfe an und bekannten: \u00bbWir haben gegen dich ges\u00fcndigt, und zwar dadurch, da\u00df wir unsern Gott verlassen und den Baalen gedient haben!\u00ab<br>11 Da antwortete der HERR den Israeliten: \u00bbHabe ich euch nicht von den \u00c4gyptern und Amoritern, von den Ammonitern und Philistern errettet?<br>12 Und als die Sidonier, die Amalekiter und die Midianiter euch bedr\u00e4ngten und ihr mich um Hilfe anrieft, habe ich euch da nicht aus ihrer Gewalt befreit?<br>13 Ihr aber habt mich verlassen und anderen G\u00f6ttern gedient; darum will ich euch hinfort nicht mehr erretten.<br>14 Geht hin und schreit um Hilfe zu den G\u00f6ttern, die ihr euch erw\u00e4hlt habt: die m\u00f6gen euch helfen, wenn ihr in Not seid!\u00ab<br>15 Da beteten die Israeliten zum HERRN: \u00bbWir haben ges\u00fcndigt! Verfahre mit uns ganz so, wie es dir wohlgef\u00e4llt, nur rette uns noch dies eine Mal!\u00ab<br>16 Darauf entfernten sie die fremden G\u00f6tter aus ihrer Mitte und verehrten den HERRN; da konnte er sein Erbarmen mit der Not Israels nicht l\u00e4nger zur\u00fcckhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jephthas Berufung zum Richteramt<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Als nun die Ammoniter nach dem Aufgebot ihrer Kriegsmacht sich in Gilead lagerten und die Israeliten sich gesammelt und ein Lager bei Mizpa bezogen hatten,<br>18 da sagte das Volk, die F\u00fcrsten von Gilead, zueinander: \u00bbWer ist der Mann, der zuerst den Angriff gegen die Ammoniter wagt? Er soll das Oberhaupt aller Bewohner Gileads sein!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nun war der Gileaditer Jephtha ein tapferer Held, obwohl der Sohn einer Dirne; sein Vater war irgendein Gileaditer.<br>2 Als nun die (rechtm\u00e4\u00dfige) Frau des (betreffenden) Gileaditers ihm S\u00f6hne gebar und die S\u00f6hne dieser Frau herangewachsen waren, hatten sie Jephtha ausgesto\u00dfen und zu ihm gesagt: \u00bbDu sollst in unserer Familie nicht miterben!, denn du bist der Sohn einer fremden Frau!\u00ab<br>3 So war denn Jephtha vor seinen Br\u00fcdern geflohen und hatte sich in der Landschaft Tob niedergelassen, wo sich nichtsnutzige Leute um ihn sammelten, die mit ihm Raubz\u00fcge unternahmen.<br>4 Nun begab es sich nach einiger Zeit, da\u00df die Ammoniter Krieg mit den Israeliten anfingen.<br>5 Als nun die Ammoniter gegen die Israeliten zu Felde zogen, machten sich die \u00c4ltesten der Gileaditer auf den Weg, um Jephtha aus der Landschaft Tob zu holen.<br>6 Sie baten ihn: \u00bbKomm und werde unser Anf\u00fchrer, damit wir gegen die Ammoniter k\u00e4mpfen!\u00ab<br>7 Aber Jephtha antwortete den \u00c4ltesten der Gileaditer: \u00bbSeid ihr es nicht, die mich geha\u00dft und aus meines Vaters Hause vertrieben haben? Warum kommt ihr jetzt zu mir, wo ihr in Not seid?\u00ab<br>8 Da erwiderten ihm die \u00c4ltesten der Gileaditer: \u00bbEben deshalb sind wir jetzt wieder zu dir gekommen, und wenn du mit uns gehst und gegen die Ammoniter k\u00e4mpfen willst, so sollst du bei uns das Oberhaupt aller Bewohner Gileads sein!\u00ab<br>9 Da antwortete Jephtha den \u00c4ltesten der Gileaditer: \u00bbWenn ihr mich zur\u00fcckholt, damit ich gegen die Ammoniter k\u00e4mpfe, und der HERR sie von mir besiegt werden l\u00e4\u00dft, werde ich dann wirklich euer Oberhaupt sein?\u00ab<br>10 Da erwiderten ihm die \u00c4ltesten von Gilead: \u00bbDer HERR sei Zeuge zwischen uns (und strafe uns), wenn wir nicht so tun, wie du es verlangst!\u00ab<br>11 So ging denn Jephtha mit den \u00c4ltesten von Gilead, und das Kriegsvolk machte ihn zu seinem Oberhaupt und zum Befehlshaber \u00fcber sich [und Jephtha trug alles, was er zu sagen hatte, dem HERRN in Mizpa vor].<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jephthas erfolglose Unterhandlungen mit den Ammonitern<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf sandte Jephtha Boten an den K\u00f6nig der Ammoniter und lie\u00df ihm sagen: \u00bbWas willst du von mir, da\u00df du gegen mich herangezogen bist, um mein Land zu bekriegen?\u00ab<br>13 Der K\u00f6nig der Ammoniter antwortete den Boten Jephthas: \u00bbIsrael hat mir, als es aus \u00c4gypten heraufzog, mein Land weggenommen vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan: gib es mir also jetzt gutwillig zur\u00fcck!\u00ab<br>14 Darauf sandte Jephtha nochmals Boten an den K\u00f6nig der Ammoniter<br>15 und lie\u00df ihm sagen: \u00bbJephtha macht dich auf folgendes aufmerksam: Die Israeliten haben den Moabitern und den Ammonitern ihr Land nicht weggenommen,<br>16 sondern als die Israeliten beim Auszug aus \u00c4gypten durch die W\u00fcste bis ans Schilfmeer gewandert und in Kades angekommen waren,<br>17 schickten sie Gesandte an den K\u00f6nig der Edomiter und lie\u00dfen ihn um freien Durchzug durch sein Land bitten; aber der K\u00f6nig der Edomiter wollte davon nichts wissen. Darauf schickten sie auch an den K\u00f6nig der Moabiter, aber auch der wollte es nicht bewilligen. So mu\u00dften denn die Israeliten in Kades bleiben,<br>18 dann durch die W\u00fcste ziehen, um das Land der Edomiter und das Land der Moabiter herumwandern und nach ihrer Ankunft auf der Ostseite des Landes der Moabiter jenseits des Arnons lagern, ohne das Gebiet der Moabiter betreten zu haben; denn der Arnon bildet die Grenze der Moabiter.<br>19 Darauf schickten die Israeliten Gesandte an den Amoriterk\u00f6nig Sihon, der in Hesbon seinen Wohnsitz hatte, und baten ihn um freien Durchzug durch sein Land, um an das Ziel ihrer Wanderung zu gelangen.<br>20 Aber Sihon wollte den Israeliten den Durchzug durch sein Gebiet aus Mi\u00dftrauen nicht gestatten, sondern bot sein gesamtes Kriegsvolk auf, bezog ein Lager bei Jahaz und griff die Israeliten an.<br>21 Da lie\u00df der HERR, der Gott Israels, Sihon mit seinem ganzen Heer in die Hand der Israeliten fallen, so da\u00df diese sie besiegten. So nahmen die Israeliten das ganze Land der Amoriter, die in jenem Lande wohnten, in Besitz<br>22 und bem\u00e4chtigten sich des ganzen Gebiets der Amoriter vom Arnon bis an den Jabbok und von der W\u00fcste bis zum Jordan.<br>23 Und jetzt, nachdem der HERR, der Gott Israels, die Amoriter vor seinem Volke Israel vertrieben hat, willst du uns aus ihrem Besitz verdr\u00e4ngen?<br>24 Nicht wahr? Was dein Gott Kamos dir zum Besitz gibt, das nimmst du in Besitz; und alles, was der HERR, unser Gott, vor uns vertrieben hat, in dessen Besitz treten wir ein!<br>25 Und nun: bist du etwa besser als der Moabiterk\u00f6nig Balak, der Sohn Zippors? Hat er etwa mit Israel gerechtet oder je Krieg gegen sie gef\u00fchrt,<br>26 w\u00e4hrend Israel in Hesbon und den zugeh\u00f6rigen Ortschaften sowie in Aroer und den zugeh\u00f6rigen Ortschaften und in allen St\u00e4dten, die auf beiden Seiten des Arnons liegen, dreihundert Jahre lang wohnte? Warum habt ihr sie denn in jener Zeit nicht wieder an euch gerissen?<br>27 Ich habe dir also nichts zuleide getan, du aber handelst unrecht gegen mich, indem du Krieg mit mir anf\u00e4ngst: der HERR, der Richter, m\u00f6ge heute zwischen den Israeliten und den Ammonitern richten!\u00ab<br>28 Aber der K\u00f6nig der Ammoniter lie\u00df die Vorstellungen unbeachtet, die Jephtha ihm hatte entbieten lassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jephthas Gel\u00fcbde; sein Sieg \u00fcber die Ammoniter<\/h3>\n\n\n\n<p>29 Da kam der Geist des HERRN \u00fcber Jephtha, und er zog durch Gilead und Manasse, zog dann weiter nach Mizpe in Gilead, und von Mizpe in Gilead zog er gegen die Ammoniter.<br>30 Damals brachte er dem HERRN folgendes Gel\u00fcbde dar: \u00bbWenn du die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst,<br>31 so soll der, welcher mir (zuerst) aus der T\u00fcr meines Hauses entgegenkommt, wenn ich wohlbehalten aus dem Kriege mit den Ammonitern heimkehre, der soll dem HERRN geh\u00f6ren, und ich will ihn als Brandopfer darbringen!\u00ab<br>32 Hierauf zog Jephtha gegen die Ammoniter, um ihnen eine Schlacht zu liefern, und der HERR gab sie in seine Hand:<br>33 er brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, von Aroer an bis in die Gegend von Minnith [zwanzig St\u00e4dte] und bis nach Abel-Keramim. So wurden die Ammoniter vor den Israeliten gedem\u00fctigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jephthas R\u00fcckkehr und die Ausf\u00fchrung des Gel\u00fcbdes durch die Opferung seiner Tochter<\/h3>\n\n\n\n<p>34 Als nun Jephtha nach Mizpe in sein Haus zur\u00fcckkehrte, siehe, da trat seine Tochter heraus ihm entgegen mit Handpauken und im Reigentanz; sie war sein einziges Kind: au\u00dfer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter.<br>35 Bei ihrem Anblick zerri\u00df er seine Kleider und rief aus: \u00bbAch, meine Tochter! Du beugst mich tief darnieder! O da\u00df gerade du mich in solches Leid bringen mu\u00dft! Ich habe mich ja gegen den HERRN verpflichtet und kann mein Gel\u00fcbde nicht zur\u00fccknehmen!\u00ab<br>36 Da erwiderte sie ihm: \u00bbLieber Vater, hast du dich durch ein Gel\u00fcbde gegen den HERRN verpflichtet, so verfahre mit mir nach dem Gel\u00fcbde, das du ausgesprochen hast, nachdem der HERR dich Rache an deinen Feinden, den Ammonitern, hat nehmen lassen!\u00ab<br>37 Dann bat sie ihren Vater: \u00bbNur dies eine m\u00f6ge mir noch gew\u00e4hrt werden: la\u00df mir noch zwei Monate Zeit, damit ich mich auf den Bergen ergehe und meine Jungfrauschaft mit meinen Freundinnen beweine!\u00ab<br>38 Da antwortete er ihr: \u00bbJa, gehe hin!\u00ab und entlie\u00df sie auf zwei Monate; und sie ging mit ihren Freundinnen hin und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.<br>39 Aber nach Ablauf von zwei Monaten kehrte sie zu ihrem Vater zur\u00fcck, und er vollzog an ihr das Gel\u00fcbde, das er getan hatte; sie hatte aber nie mit einem Manne ein Verh\u00e4ltnis gehabt. Seitdem ist die Sitte in Israel aufgekommen:<br>40 allj\u00e4hrlich ziehen die israelitischen M\u00e4dchen aus, um die Tochter des Gileaditers Jephtha in Liedern zu feiern, vier Tage im Jahr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jephthas siegreicher Kampf mit den Ephraimiten und sein Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es wurden aber die Ephraimiten aufgeboten; sie zogen nordw\u00e4rts und lie\u00dfen dem Jephtha sagen: \u00bbWarum bist du zum Krieg gegen die Ammoniter ausgezogen, ohne uns zur Teilnahme am Feldzuge aufzufordern? Nun wollen wir dir dein Haus \u00fcber dem Kopf in Brand stecken!\u00ab<br>2 Jephtha erwiderte ihnen: \u00bbIch und mein Volk haben einen schweren Streit mit den Ammonitern gehabt, und ich habe euch um Hilfe angerufen, aber ihr habt mir keinen Beistand gegen sie geleistet.<br>3 Als ich nun sah, da\u00df du mir nicht zu Hilfe kommen wolltest, setzte ich mein Leben aufs Spiel und zog gegen die Ammoniter zu Felde, und der HERR gab sie in meine Gewalt. Warum zieht ihr also jetzt gegen mich heran, um H\u00e4ndel mit mir anzufangen?\u00ab<br>4 Darauf bot Jephtha alle M\u00e4nner von Gilead auf und griff die Ephraimiten an, und diese wurden von den Gileaditern geschlagen; sie hatten n\u00e4mlich die Behauptung ausgesprochen: \u00bbFl\u00fcchtige Ephraimiten seid ihr; Gilead liegt n\u00e4mlich in der Mitte von Ephraim und Manasse.\u00ab<br>5 Die Gileaditer aber hatten die Jordanfurten nach Ephraim zu besetzt. Sooft nun fl\u00fcchtige Ephraimiten baten: \u00bbLa\u00dft mich hin\u00fcber!\u00ab, fragten die M\u00e4nner von Gilead den Betreffenden, ob er ein Ephratiter sei; antwortete er dann mit nein,<br>6 so forderte man ihn auf, das Wort \u00bbSchibboleth\u00ab auszusprechen. Sagte er dann \u00bbSibboleth\u00ab, weil ihm die richtige Aussprache unm\u00f6glich war, so ergriffen sie ihn und machten ihn an den Jordanfurten nieder. So kamen damals 42000 Ephraimiten ums Leben.<br>7 Jephtha aber war sechs Jahre lang Richter in Israel; dann starb Jephtha, der Gileaditer, und wurde in einer der St\u00e4dte Gileads begraben.<br>8 Nach ihm war Ibzan aus Bethlehem Richter in Israel.<br>9 Er hatte drei\u00dfig S\u00f6hne, und drei\u00dfig T\u00f6chter verheiratete er nach ausw\u00e4rts, und drei\u00dfig T\u00f6chter f\u00fchrte er seinen S\u00f6hnen von ausw\u00e4rts als Gattinnen zu. Nachdem er sieben Jahre lang als Richter in Israel gewaltet hatte,<br>10 starb Ibzan und wurde in Bethlehem begraben.<br>11 Nach ihm war Elon aus dem Stamme Sebulon Richter in Israel und zwar zehn Jahre lang.<br>12 Als Elon aus Sebulon dann starb, wurde er in Ajjalon im Lande Sebulon begraben.<br>13 Nach ihm war Abdon aus Pirathon, der Sohn Hillels, Richter in Israel.<br>14 Er hatte vierzig S\u00f6hne und drei\u00dfig Enkel, die auf siebzig Eselsf\u00fcllen ritten. Nachdem er acht Jahre lang Richter in Israel gewesen war,<br>15 starb Abdon aus Pirathon, der Sohn Hillels, und wurde zu Pirathon im Lande Ephraim am Amalekiterberge begraben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Vorgeschichte: Philisterherrschaft; zweimalige Erscheinung eines Engels, der Simsons Geburt und Gottesweihe ank\u00fcndigt<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als dann die Israeliten wiederum taten, was dem HERRN mi\u00dffiel, lie\u00df der HERR sie in die Hand der Philister fallen, vierzig Jahre lang.<br>2 Nun war da ein Mann aus Zora vom Geschlecht der Daniten namens Manoah, dessen Frau unfruchtbar war und keine Kinder hatte.<br>3 Da erschien der Engel des HERRN der Frau und sagte zu ihr: \u00bbDu bist bis jetzt unfruchtbar gewesen und kinderlos geblieben, aber wisse wohl: du wirst guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden.<br>4 So nimm dich nun fortan in acht, trinke keinen Wein und keine berauschenden Getr\u00e4nke und i\u00df nichts Unreines.<br>5 Denn wisse wohl: wenn du guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes geworden bist, so darf kein Schermesser auf sein Haupt kommen; denn der Knabe soll ein Gottgeweihter von Geburt an sein, und er wird den Anfang damit machen, Israel von der Herrschaft der Philister zu befreien.\u00ab<br>6 Da ging die Frau hin und erz\u00e4hlte ihrem Manne: \u00bbEin Gottesmann ist zu mir gekommen, der ganz wie ein Engel Gottes aussah, sehr furchterregend; ich habe ihn aber nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht angegeben.<br>7 Er hat mir aber gesagt: \u203aDu wirst alsbald guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden. So trinke denn fortan keinen Wein und keine berauschenden Getr\u00e4nke und i\u00df nichts Unreines; denn ein Gottgeweihter soll der Knabe von Geburt an bis zu seinem Todestage sein.\u2039\u00ab<br>8 Darauf betete Manoah zum HERRN folgenderma\u00dfen: \u00bbAch, Allherr, la\u00df doch den Gottesmann, den du gesandt hast, noch einmal zu uns kommen und uns dar\u00fcber belehren, wie wir es mit dem Knaben, der geboren werden soll, zu halten haben!\u00ab<br>9 Und Gott erh\u00f6rte das Gebet Manoahs, so da\u00df der Engel Gottes nochmals zu der Frau kam, w\u00e4hrend sie sich gerade auf dem Felde befand und ihr Mann Manoah nicht bei ihr war.<br>10 Da lief die Frau eiligst hin und berichtete es ihrem Manne mit den Worten: \u00bbSoeben ist mir der Mann wieder erschienen, der schon neulich zu mir gekommen ist!\u00ab<br>11 Da machte sich Manoah auf, hinter seiner Frau her, und als er zu dem Manne gekommen war, fragte er ihn: \u00bbBist du der Mann, der meiner Frau die Verhei\u00dfung gegeben hat?\u00ab<br>12 Er antwortete: \u00bbJa, ich bin es.\u00ab Da fragte Manoah weiter: \u00bbWenn nun deine Verhei\u00dfung eintrifft, wie soll es dann mit dem Knaben gehalten werden, und was hat er zu tun?\u00ab<br>13 Da antwortete der Engel des HERRN dem Manoah: \u00bbDie Frau mu\u00df sich vor dem Genu\u00df alles dessen h\u00fcten, was ich ihr angegeben habe:<br>14 sie darf nichts genie\u00dfen, was vom Weinstock kommt; Wein und berauschende Getr\u00e4nke darf sie nicht trinken und nichts Unreines essen; sie mu\u00df alles beobachten, was ich ihr geboten habe.\u00ab<br>15 Da sagte Manoah zu dem Engel des HERRN: \u00bbWir m\u00f6chten dich gern noch l\u00e4nger bei uns behalten und dir ein Ziegenb\u00f6ckchen vorsetzen.\u00ab<br>16 Aber der Engel des HERRN erwiderte dem Manoah: \u00bbWenn du mich auch zum Bleiben veranla\u00dftest, w\u00fcrde ich doch von deinem Mahl nichts genie\u00dfen; willst du aber ein Brandopfer zur\u00fcsten, so bringe es dem HERRN zu Ehren dar!\u00ab \u2013 Manoah wu\u00dfte n\u00e4mlich nicht, da\u00df es der Engel des HERRN war.<br>17 Hierauf fragte Manoah den Engel des HERRN: \u00bbWie hei\u00dft du? Wir m\u00f6chten dir gern eine Ehre antun, wenn deine Verhei\u00dfung eintrifft.\u00ab<br>18 Aber der Engel des HERRN antwortete ihm: \u00bbWarum fragst du da nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist?\u00ab<br>19 Da holte Manoah das Ziegenb\u00f6ckchen und das (zugeh\u00f6rige) Speisopfer und brachte es auf dem Felsen dem HERRN dar, wobei dieser ein Wunder geschehen lie\u00df, w\u00e4hrend Manoah und seine Frau zusahen;<br>20 denn als die Flamme vom Altar gen Himmel aufschlug, fuhr der Engel des HERRN in der Flamme des Altars in die H\u00f6he. Als Manoah und seine Frau das sahen, warfen sie sich auf ihr Angesicht zur Erde nieder;<br>21 der Engel des HERRN aber erschien dem Manoah und seiner Frau fortan nicht wieder. Doch Manoah hatte nun erkannt, da\u00df es der Engel des HERRN gewesen war,<br>22 und sagte zu seiner Frau: \u00bbWir m\u00fcssen sicherlich sterben, denn wir haben Gott gesehen!\u00ab<br>23 Aber seine Frau entgegnete ihm: \u00bbWenn der HERR uns h\u00e4tte t\u00f6ten wollen, so h\u00e4tte er kein Brand- und Speisopfer von uns angenommen und h\u00e4tte uns dies alles nicht sehen lassen und jetzt uns nicht solche Ank\u00fcndigungen gemacht.\u00ab \u2013<br>24 Die Frau aber gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; und der Knabe wuchs heran, und der HERR segnete ihn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Simsons Werbung um eine Philisterin; seine Zerrei\u00dfung eines L\u00f6wen, seine Hochzeit, sein R\u00e4tsel und seine Rache<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Als dann der Geist des HERRN sich in ihm zu regen begann im Lager Dans zwischen Zora und Esthaol,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 ging Simson nach Thimna hinab und lernte dort ein M\u00e4dchen unter den T\u00f6chtern der Philister kennen.<br>2 Nach seiner R\u00fcckkehr erz\u00e4hlte er es seinen Eltern mit den Worten: \u00bbIch habe in Thimna ein M\u00e4dchen unter den T\u00f6chtern der Philister kennengelernt: nehmt sie mir nun zur Frau!\u00ab<br>3 Da erwiderten ihm seine Eltern: \u00bbGibt\u2019s denn unter den T\u00f6chtern deiner Stammesgenossen und in unserem ganzen Volke kein Weib mehr, da\u00df du hingehen mu\u00dft, um dir eine Frau von den heidnischen Philistern zu holen?\u00ab Doch Simson erwiderte seinem Vater: \u00bbDiese nimm mir zur Frau! Denn gerade sie gef\u00e4llt mir.\u00ab<br>4 Seine Eltern wu\u00dften eben nicht, da\u00df dies eine F\u00fcgung vom HERRN war, der nach einem Anla\u00df zum Vorgehen gegen die Philister suchte; denn damals waren die Philister Herren \u00fcber Israel.<br>5 So ging denn Simson mit seinen Eltern nach Thimna hinab, und als sie bei den Weinbergen von Thimna angelangt waren, trat ihm pl\u00f6tzlich ein junger L\u00f6we br\u00fcllend in den Weg.<br>6 Da kam der Geist des HERRN \u00fcber ihn, so da\u00df er den L\u00f6wen zerri\u00df, wie man ein B\u00f6ckchen zerrei\u00dft, ohne da\u00df er irgend etwas in der Hand hatte; seinen Eltern erz\u00e4hlte er aber nichts von dem, was er getan hatte.<br>7 Dann ging er (nach Thimna) hinab und besprach sich mit dem M\u00e4dchen; denn sie gefiel ihm wohl.<br>8 Als er dann nach einiger Zeit wieder hinging, um Hochzeit mit ihr zu machen, und vom Wege abbog, um sich den toten L\u00f6wen noch einmal anzusehen, da befand sich im K\u00f6rper des L\u00f6wen ein Bienenschwarm und Honig.<br>9 Diesen nahm er heraus in seine hohlen H\u00e4nde und a\u00df im Weitergehen davon; und als er dann zu seinen Eltern gekommen war, gab er auch ihnen davon zu essen, ohne ihnen jedoch mitzuteilen, da\u00df er den Honig aus dem K\u00f6rper des toten L\u00f6wen herausgenommen hatte.<br>10 Hierauf brachte sein Vater die Sache mit dem M\u00e4dchen in Ordnung, und Simson richtete daselbst ein Gelage her; denn so pflegten es die jungen Leute dort zu halten.<br>11 Als sie ihn nun sahen, holten sie drei\u00dfig Brautgesellen herbei, die um ihn sein sollten.<br>12 Zu diesen sagte Simson: \u00bbIch will euch einmal ein R\u00e4tsel aufgeben! Wenn ihr es mir innerhalb der sieben Tage des Gelages erraten k\u00f6nnt und die L\u00f6sung findet, so gebe ich euch drei\u00dfig Unterkleider und drei\u00dfig Festgew\u00e4nder;<br>13 k\u00f6nnt ihr mir aber die L\u00f6sung nicht angeben, so m\u00fc\u00dft ihr mir drei\u00dfig Unterkleider und drei\u00dfig Festgew\u00e4nder geben.\u00ab Sie antworteten: \u00bbGib uns dein R\u00e4tsel auf, da\u00df wir es h\u00f6ren!\u00ab<br>14 Da sagte er zu ihnen: \u00bbFra\u00df kam aus dem Fresser, und S\u00fc\u00dfigkeit kam aus dem Starken.\u00ab Drei Tage lang waren sie nicht imstande, das R\u00e4tsel zu l\u00f6sen;<br>15 am vierten Tage aber sagten sie zu Simsons Frau: \u00bbBerede deinen Mann, da\u00df er uns die L\u00f6sung des R\u00e4tsels angibt; sonst verbrennen wir dich samt deines Vaters Hause mit Feuer! Ihr habt uns wohl hierher eingeladen, um uns arm zu machen?\u00ab<br>16 Da brach die Frau Simsons in Tr\u00e4nen vor ihm aus und sagte: \u00bbNur Ha\u00df hegst du gegen mich, aber keine Liebe! Du hast meinen Landsleuten das R\u00e4tsel aufgegeben und mir die L\u00f6sung nicht mitgeteilt!\u00ab Da erwiderte er ihr: \u00bbBedenke doch: meinen eigenen Eltern habe ich die L\u00f6sung nicht verraten und sollte sie dir angeben?\u00ab<br>17 So weinte sie denn vor ihm die sieben Tage hindurch, solange sie das Gelage hielten; endlich am siebten Tage teilte er ihr die L\u00f6sung mit, weil sie ihm keine Ruhe lie\u00df, sie aber verriet die L\u00f6sung ihren Landsleuten.<br>18 Da sagten denn die M\u00e4nner der Stadt am siebten Tage zu ihm, ehe die Sonne unterging: \u00bbWas ist s\u00fc\u00dfer als Honig, und was ist st\u00e4rker als ein L\u00f6we?\u00ab Er antwortete ihnen: \u00bbH\u00e4ttet ihr nicht mit meinem Rinde gepfl\u00fcgt, so h\u00e4ttet ihr mein R\u00e4tsel nicht erraten!\u00ab<br>19 Da kam der Geist des HERRN \u00fcber ihn, so da\u00df er nach Askalon hinabging und dort drei\u00dfig Mann von ihnen erschlug; diesen nahm er alles ab, was sie an sich hatten, und gab die Festgew\u00e4nder denen, die das R\u00e4tsel gel\u00f6st hatten; dann kehrte er voller Zorn in das Haus seines Vaters zur\u00fcck.<br>20 Simsons Frau aber wurde an einen von seinen Hochzeitsgenossen verheiratet, der sein Brautf\u00fchrer gewesen war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mehrere Rache- und Krafttaten Simsons<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach einiger Zeit aber, in den Tagen der Weizenernte, wollte Simson seine Frau besuchen, indem er ihr ein Ziegenb\u00f6ckchen mitbrachte; er dachte dabei: \u00bbIch will zu meiner Frau in die Frauenwohnung gehen.\u00ab Doch ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen,<br>2 sondern sagte: \u00bbIch mu\u00dfte doch fest annehmen, da\u00df du nichts mehr von ihr wissen wolltest; daher habe ich sie einem von deinen Hochzeitsgenossen zur Frau gegeben. Aber ihre j\u00fcngere Schwester ist noch sch\u00f6ner als sie: die soll deine Frau werden an ihrer Statt!\u00ab<br>3 Da erwiderte ihnen Simson: \u00bbDiesmal haben mir die Philister nichts vorzuwerfen, wenn ich ihnen einen Denkzettel gebe!\u00ab<br>4 Er ging also hin und fing dreihundert F\u00fcchse, nahm dann Feuerbr\u00e4nde, kehrte Schwanz gegen Schwanz und brachte einen Feuerbrand mitten zwischen je zwei Schw\u00e4nzen an.<br>5 Hierauf z\u00fcndete er die Feuerbr\u00e4nde an, jagte die Tiere in die Kornfelder der Philister und setzte dadurch sowohl die Garbenhaufen als auch das auf dem Halm stehende Getreide und selbst die Weinberge und \u00d6lbaumg\u00e4rten in Brand.<br>6 Als nun die Philister fragten: \u00bbWer hat das getan?\u00ab, hie\u00df es: \u00bbSimson, der Schwiegersohn des Thimniters, weil der ihm seine Frau genommen und sie einem von seinen Hochzeitsgenossen gegeben hat.\u00ab Da kamen die Philister herangezogen und verbrannten sie samt ihres Vaters Hause.<br>7 Simson aber sagte zu ihnen: \u00bbWenn ihr es so treibt, will ich nicht eher ruhen, als bis ich mich an euch ger\u00e4cht habe!\u00ab<br>8 Hierauf richtete er sie mit Schl\u00e4gen so zu, da\u00df kein gesundes Glied an ihnen blieb; dann ging er hinab und nahm seinen Wohnsitz in der Felsenkluft von Etham.<br>9 Da zogen die Philister hinauf, lagerten sich in Juda und breiteten sich bei Lehi aus.<br>10 Als nun die Jud\u00e4er fragten: \u00bbWarum seid ihr gegen uns heraufgezogen?\u00ab, antworteten sie: \u00bbUm Simson gefangenzunehmen, sind wir hergekommen; wir wollen ihm Gleiches mit Gleichem vergelten.\u00ab<br>11 Da zogen dreitausend Mann aus Juda nach der Felsenkluft von Etham hinab und sagten zu Simson: \u00bbWei\u00dft du nicht, da\u00df die Philister Herren \u00fcber uns sind? Was hast du uns da angerichtet!\u00ab Simson antwortete ihnen: \u00bbWie sie mir getan, so habe ich ihnen wieder getan.\u00ab<br>12 Da sagten sie zu ihm: \u00bbWir sind hergekommen, um dich zu binden und dich den Philistern auszuliefern.\u00ab Simson entgegnete ihnen: \u00bbLeistet mir einen Schwur, da\u00df ihr selbst mich nicht erschlagen wollt!\u00ab<br>13 Sie antworteten ihm: \u00bbNein, wir wollen dich nur binden und dich ihnen dann ausliefern; aber t\u00f6ten wollen wir dich nicht.\u00ab Darauf banden sie ihn mit zwei neuen Stricken und f\u00fchrten ihn aus der Felsenkluft weg hinauf.<br>14 Als er nun bis Lehi gekommen war und die Philister seine Ankunft mit Jubelgeschrei begr\u00fc\u00dften, da kam der Geist des HERRN \u00fcber ihn, so da\u00df die Stricke an seinen Armen wie Flachsf\u00e4den wurden, die vom Feuer versengt sind, und seine Fesseln ihm an den H\u00e4nden zergingen.<br>15 Als er dann einen noch frischen Eselskinnbacken fand, streckte er seine Hand aus, ergriff ihn und erschlug damit tausend Mann.<br>16 Da rief Simson aus: \u00bbMit dem Eselskinnbacken habe ich sie gr\u00fcndlich geschoren! Mit dem Eselskinnbacken habe ich tausend Mann erschlagen!\u00ab<br>17 Als er diese Worte ausgerufen hatte, warf er den Kinnbacken weg; und man nannte jenen Ort seitdem \u00bbKinnbackenh\u00f6he\u00ab.<br>18 Nun aber d\u00fcrstete ihn sehr; daher betete er laut zum HERRN: \u00bbDu hast durch die Hand deines Knechtes diesen gro\u00dfen Sieg herbeigef\u00fchrt, und nun soll ich verdursten und den Heiden in die H\u00e4nde fallen?\u00ab<br>19 Da spaltete Gott die Vertiefung in dem Kinnbacken, so da\u00df Wasser daraus hervorflo\u00df; und als er getrunken hatte, kehrten seine Lebensgeister zur\u00fcck, und er erholte sich wieder; daher nannte man (jenen Ort) \u00bbQuelle des Rufers\u00ab; sie befindet sich bei Lehi noch heutigen Tages. \u2013<br>20 Er war dann zwanzig Jahre lang Richter in Israel zur Zeit der Herrschaft der Philister.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als Simson sich einst nach Gaza begeben hatte, sah er dort eine Dirne und kehrte bei ihr ein.<br>2 Als nun den Einwohnern von Gaza berichtet wurde, Simson sei dorthin gekommen, umstellten sie ihn und lauerten ihm die ganze Nacht am Stadttor auf, verhielten sich aber die ganze Nacht hindurch ruhig, weil sie dachten: \u00bb(Wir wollen warten), bis es am Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen!\u00ab<br>3 Simson aber blieb nur bis Mitternacht liegen; um Mitternacht aber stand er auf, fa\u00dfte die beiden Fl\u00fcgel des Stadttors samt den beiden Pfosten, ri\u00df sie mitsamt dem Riegel heraus, lud sie sich auf die Schultern und trug sie auf den Gipfel des Berges, der gegen Hebron hin liegt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Simson von Delila verraten, von den Philistern geblendet und in Gaza gefangengesetzt<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Sp\u00e4ter gewann er ein M\u00e4dchen im Tale Sorek lieb, die hie\u00df Delila.<br>5 Zu dieser kamen die F\u00fcrsten der Philister hinauf und sagten zu ihr: \u00bbRede ihm zu und suche zu erfahren, woher seine gro\u00dfe Kraft stammt und wie wir ihn \u00fcberw\u00e4ltigen k\u00f6nnen, um ihn zu binden und unsch\u00e4dlich zu machen; wir w\u00fcrden dir dann auch jeder 1100 Silberst\u00fccke geben.\u00ab<br>6 Da bat Delila den Simson: \u00bbVerrate mir doch, woher deine gro\u00dfe Kraft kommt und womit man dich binden m\u00fc\u00dfte, um dich zu \u00fcberw\u00e4ltigen.\u00ab<br>7 Simson antwortete ihr: \u00bbWenn man mich mit sieben frischen, noch nicht ausgetrockneten Sehnen b\u00e4nde, so w\u00fcrde ich schwach sein und wie jeder andere Mensch werden.\u00ab<br>8 Da brachten die F\u00fcrsten der Philister sieben frische, noch nicht ausgetrocknete Sehnen zu ihr hinauf, und sie band ihn damit,<br>9 w\u00e4hrend sich Leute, die ihn \u00fcberfallen sollten, bei ihr im Frauengemach befanden. Als sie ihm nun zurief: \u00bbDie Philister \u00fcberfallen dich, Simson!\u00ab, da zerri\u00df er die Sehnen, wie ein Wergfaden zerrei\u00dft, wenn er Feuer riecht; und seine Kraft blieb unerkl\u00e4rt.<br>10 Da sagte Delila zu Simson: \u00bbSiehe, du hast mich betrogen und mir L\u00fcgen vorgeredet. Verrate mir jetzt doch, womit man dich binden kann!\u00ab<br>11 Da antwortete er ihr: \u00bbWenn man mich fest mit neuen Seilen b\u00e4nde, die noch zu keiner Arbeit benutzt sind, so w\u00fcrde ich schwach sein und wie jeder andere Mensch werden.\u00ab<br>12 Da nahm Delila neue Seile und band ihn damit; dann rief sie ihm zu: \u00bbDie Philister \u00fcberfallen dich, Simson!\u00ab \u2013 es befanden sich aber (auch diesmal) Leute, die ihn \u00fcberfallen sollten, im Frauengemach \u2013; da ri\u00df er die Stricke von seinen Armen ab wie einen Faden.<br>13 Nun sagte Delila zu Simson: \u00bbBisher hast du mich betrogen und mir L\u00fcgen vorgeredet; verrate mir doch, womit man dich binden kann!\u00ab Da antwortete er ihr: \u00bbWenn du die sieben Locken meines Kopfes in den Aufzug eines Gewebes hineinwebtest und sie mit dem Pflock festschl\u00fcgest, so w\u00fcrde ich schwach sein und wie jeder andere Mensch werden.\u00ab Da lie\u00df sie ihn einschlafen, webte die sieben Locken seines Kopfes in den Aufzug eines Gewebes hinein<br>14 und schlug den Aufzug mit dem Pflock fest. Als sie ihm nun zurief: \u00bbDie Philister \u00fcberfallen dich, Simson!\u00ab und er aus seinem Schlaf erwachte, ri\u00df er den Webepflock samt dem Aufzug heraus.<br>15 Da sagte sie zu ihm: \u00bbWie kannst du behaupten, du habest mich lieb, w\u00e4hrend doch dein Herz mir gar nicht geh\u00f6rt? Du hast mich nun schon dreimal betrogen und mir nicht verraten, woher deine gro\u00dfe Kraft r\u00fchrt.\u00ab<br>16 Als sie ihm nun alle Tage mit ihren Reden zusetzte und ihm keine Ruhe lie\u00df, so da\u00df er gar keine Freude mehr am Leben hatte,<br>17 sch\u00fcttete er ihr sein ganzes Herz aus, so da\u00df er zu ihr sagte: \u00bbNoch kein Schermesser ist auf mein Haupt gekommen; denn ich bin ein Gottgeweihter von meiner Geburt an; w\u00fcrde ich geschoren, so w\u00fcrde meine Kraft von mir weichen; ich w\u00fcrde dann schwach sein und wie alle anderen Menschen werden.\u00ab<br>18 Da nun Delila erkannte, da\u00df er ihr sein ganzes Herz ausgesch\u00fcttet hatte, lie\u00df sie die F\u00fcrsten der Philister rufen und ihnen sagen: \u00bbDiesmal m\u00fc\u00dft ihr heraufkommen, denn er hat mir sein ganzes Herz entdeckt.\u00ab Da begaben sich die F\u00fcrsten der Philister zu ihr hinauf und brachten auch das Geld mit.<br>19 Als sie ihn dann auf ihrem Scho\u00dfe hatte einschlafen lassen, rief sie einen Mann herbei, der die sieben Locken auf seinem Haupt abscheren mu\u00dfte; da wurde er schw\u00e4cher und schw\u00e4cher, und seine Kraft wich von ihm.<br>20 Als sie nun rief: \u00bbDie Philister \u00fcberfallen dich, Simson!\u00ab und er aus seinem Schlaf erwachte, dachte er: \u00bbIch werde mich auch jetzt wie die vorigen Male frei machen und gl\u00fccklich davonkommen!\u00ab Er wu\u00dfte ja nicht, da\u00df der HERR von ihm gewichen war.<br>21 Da ergriffen ihn die Philister, stachen ihm die Augen aus und f\u00fchrten ihn nach Gaza hinab; dort legten sie ihn in eherne Doppelketten, und er mu\u00dfte im Gef\u00e4ngnis die Handm\u00fchle drehen.<br>22 Allm\u00e4hlich wuchs ihm aber das Haupthaar wieder, nachdem es abgeschoren worden war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Simsons Erniedrigung, letzte Rache und Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Nun kamen einst die F\u00fcrsten der Philister zusammen, um ihrem Gott Dagon ein gro\u00dfes Schlachtopfer zu veranstalten und ein Freudenfest zu feiern; denn sie sagten: \u00bbUnser Gott hat unsern Feind Simson in unsere Hand gegeben!\u00ab<br>24 Als ihn nun das Volk erblickte, priesen sie ihren Gott, indem sie ausriefen: \u00bbUnser Gott hat unsern Feind in unsere Hand gegeben, der unsere Felder verw\u00fcstet und viele von unsern Leuten erschlagen hat.\u00ab<br>25 Als nun ihr Herz guter Dinge war, riefen sie: \u00bbLa\u00dft Simson herkommen, damit er uns belustige!\u00ab So lie\u00df man denn Simson aus dem Gef\u00e4ngnis holen, und er mu\u00dfte vor ihnen spielen. Da man ihn nun zwischen die S\u00e4ulen (der Halle) gestellt hatte,<br>26 bat Simson den Burschen, der ihn an der Hand gefa\u00dft hielt: \u00bbLa\u00df mich doch mal los, damit ich die S\u00e4ulen betaste, auf denen das Haus ruht: ich m\u00f6chte mich an sie anlehnen!\u00ab<br>27 Das Haus war aber voll von M\u00e4nnern und Frauen; auch alle F\u00fcrsten der Philister waren dort anwesend, und auf dem Dache befanden sich gegen dreitausend M\u00e4nner und Frauen, die dem Spiel Simsons zugesehen hatten.<br>28 Da betete Simson zum HERRN mit den Worten: \u00bbO HERR, mein Gott! Gedenke doch meiner und verleihe mir nur dies eine Mal noch Kraft, o Gott, damit ich Rache an den Philistern nehme f\u00fcr eins von meinen beiden Augen!\u00ab<br>29 Darauf umfa\u00dfte Simson die beiden Mittels\u00e4ulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seinem rechten, die andere mit seinem linken Arm, und stemmte sich gegen sie;<br>30 und indem er ausrief: \u00bbNun will ich mit den Philistern sterben!\u00ab, neigte er sich mit aller Kraft vorn\u00fcber. Da st\u00fcrzte das Haus auf die F\u00fcrsten und auf alle Leute, die darin waren, und die Zahl der Toten, die er im Sterben t\u00f6tete, war gr\u00f6\u00dfer als die Zahl derer, die er w\u00e4hrend seines Lebens get\u00f6tet hatte.<br>31 Darauf kamen seine Stammesgenossen und seine ganze Familie hinab und holten seinen Leichnam; sie brachten ihn dann hinauf und begruben ihn zwischen Zora und Esthaol im Grabe seines Vaters Manoah. Er war aber zwanzig Jahre lang Richter in Israel gewesen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Die beiden Anh\u00e4nge des Richterbuches (innere N\u00f6te in Israel) (Kap. 17-21)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es war einst ein Mann vom Gebirge Ephraim mit Namen Micha;<br>2 der sagte zu seiner Mutter: \u00bbDie elfhundert Silberst\u00fccke, die dir entwendet worden sind und um derenwillen du einen Fluch ausgesto\u00dfen und ihn gar vor meinen Ohren ausgesprochen hast \u2013 wisse, das Geld ist in meinem Besitz: ich selbst habe es genommen; nun aber will ich es dir zur\u00fcckgeben!\u00ab Da antwortete seine Mutter: \u00bbGesegnet seist du vom HERRN, mein Sohn!\u00ab<br>3 Als er nun die elfhundert Silberst\u00fccke seiner Mutter zur\u00fcckgegeben hatte, sagte diese: \u00bbIch will das Geld dem HERRN weihen (und es) aus meiner Hand zugunsten meines Sohnes (hingeben): es soll ein geschnitztes und gegossenes Gottesbild davon angefertigt werden.\u00ab<br>4 Als er nun das Geld seiner Mutter zur\u00fcckgegeben hatte, nahm diese zweihundert Silberst\u00fccke und gab sie einem Goldschmied, der davon ein geschnitztes und gegossenes Gottesbild anfertigte, das nun im Hause Michas aufgestellt wurde.<br>5 So besa\u00df denn dieser Micha ein Gotteshaus; er lie\u00df dann noch ein kostbares Schulterkleid und einen Hausgott anfertigen und stellte einen seiner S\u00f6hne an, da\u00df er ihm (dem Micha) als Priester diente.<br>6 Zu jener Zeit gab es noch keinen K\u00f6nig in Israel; ein jeder tat, was ihm beliebte.<br>7 Nun war da ein junger Mann aus Bethlehem in Juda aus dem Geschlecht Judas; der war ein Levit und hielt sich dort als Fremder auf.<br>8 Dieser Mann verlie\u00df die Stadt Bethlehem in Juda, um sich an irgendeinem anderen Orte, wo es sich gerade tr\u00e4fe, als Fremder niederzulassen, und kam bei seiner Wanderung im Gebirge Ephraim zum Hause Michas.<br>9 Dieser fragte ihn: \u00bbWoher kommst du?\u00ab Er antwortete ihm: \u00bbIch bin ein Levit aus Bethlehem in Juda und bin unterwegs, um mich an irgendeinem Ort niederzulassen, wo ich etwas Geeignetes finde.\u00ab<br>10 Da sagte Micha zu ihm: \u00bbBleibe bei mir und sei mir ein Vater und Priester, so will ich dir j\u00e4hrlich zehn Silberst\u00fccke geben und f\u00fcr Kleidung und deinen Lebensunterhalt aufkommen.\u00ab Als er dann dem Leviten weiter zuredete,<br>11 erkl\u00e4rte dieser sich einverstanden, bei dem Manne zu bleiben; und der junge Mann galt ihm wie einer seiner S\u00f6hne.<br>12 Micha nahm also den Leviten in seinen Dienst, so da\u00df der junge Mann sein Priester wurde und im Hause Michas blieb.<br>13 Micha aber dachte: \u00bbJetzt bin ich gewi\u00df, da\u00df der HERR es mir wird gl\u00fccken lassen, weil ich einen Leviten zum Priester (gewonnen) habe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Zu jener Zeit gab es noch keinen K\u00f6nig in Israel; und der Stamm der Daniten suchte sich damals gerade ein Gebiet zur Ansiedelung, denn es war ihm bis dahin inmitten der israelitischen St\u00e4mme noch kein Gebiet als Erbbesitz zugefallen.<br>2 Daher schickten die Daniten f\u00fcnf M\u00e4nner aus der Gesamtheit ihrer Stammesgenossen ab, kriegst\u00fcchtige M\u00e4nner aus Zora und Esthaol, um das Land auszukundschaften und zu erforschen, und gaben ihnen den Auftrag, sich zur Erforschung des Landes aufzumachen. So kamen diese denn auf das Gebirge Ephraim in den Wohnort Michas und \u00fcbernachteten dort.<br>3 Als sie nun in der N\u00e4he von Michas Hause waren und den jungen Mann, den Leviten, an seiner Sprache erkannten, kehrten sie dort ein und fragten ihn: \u00bbWer hat dich hierher gebracht? Was tust du hier, und wie geht\u2019s dir hier?\u00ab<br>4 Da antwortete er ihnen: \u00bbSo und so hat Micha mit mir verhandelt und mich dann in seinen Dienst genommen, und ich bin sein Priester geworden.\u00ab<br>5 Da baten sie ihn: \u00bbBefrage doch Gott, damit wir erfahren, ob das Unternehmen, f\u00fcr das wir jetzt unterwegs sind, gl\u00fccklichen Erfolg haben wird.\u00ab<br>6 Der Priester gab ihnen hierauf den Bescheid: \u00bbZieht getrost hin: euer jetziges Unternehmen ist dem HERRN wohlgef\u00e4llig!\u00ab<br>7 Da zogen die f\u00fcnf M\u00e4nner weiter, gelangten nach Lais und sahen, da\u00df die dortige Bev\u00f6lkerung nach der Weise der Sidonier sorglos lebte, friedlich und in Sicherheit, und an nichts Mangel hatte, was es auf Erden gibt, vielmehr im Besitz von Reichtum war; da\u00df sie auch von den Sidoniern entfernt wohnten und mit den Aram\u00e4ern in keiner Verbindung standen.<br>8 Als sie daher zu ihren Stammesgenossen nach Zora und Esthaol zur\u00fcckgekehrt waren und diese sie fragten: \u00bbWelche Auskunft bringt ihr uns?\u00ab,<br>9 antworteten sie: \u00bbAuf! La\u00dft uns gegen sie zu Felde ziehen! Denn wir haben uns das Land angesehen und gefunden, da\u00df es ganz vortrefflich ist. Und da sitzt ihr noch unt\u00e4tig da? S\u00e4umt nicht, euch aufzumachen und hinzuziehen, um das Land in Besitz zu nehmen!<br>10 Wenn ihr hinkommt, werdet ihr ein sorgloses Volk antreffen, dessen Land sich nach allen Seiten hin weit ausdehnt. Ja, Gott hat es in eure Hand gegeben, eine Gegend, die an nichts Mangel hat, was es auf Erden gibt.\u00ab<br>11 Da brachen sechshundert wohlbewaffnete M\u00e4nner von dort aus dem Stamme der Daniten, aus Zora und Esthaol, auf;<br>12 sie zogen hinauf und lagerten bei Kirjath-Jearim in Juda; daher f\u00fchrt der betreffende Platz den Namen \u203aDans Lager\u2039 bis auf den heutigen Tag; er liegt bekanntlich westlich von Kirjath-Jearim.<br>13 Von dort zogen sie weiter in das Gebirge Ephraim und kamen in den Wohnort Michas.<br>14 Da machten die f\u00fcnf M\u00e4nner, die vordem zur Auskundschaftung des Gebietes der Stadt Lais ausgezogen waren, ihren Stammesgenossen die Mitteilung: \u00bbWi\u00dft ihr wohl, da\u00df sich in den Geh\u00f6ften hier ein kostbares Priestergewand und ein Hausgott sowie ein geschnitztes und gegossenes Gottesbild befinden? Bedenkt also, was ihr zu tun habt!\u00ab<br>15 Da bogen sie vom Wege dorthin ab, traten in die Wohnung des jungen Leviten, in das Haus Michas ein, und begr\u00fc\u00dften ihn.<br>16 W\u00e4hrend dann die sechshundert bewaffneten M\u00e4nner, die zu den Daniten geh\u00f6rten, drau\u00dfen am Eingang des Tores blieben,<br>17 stiegen die f\u00fcnf M\u00e4nner, die vordem zur Auskundschaftung des Landes hergekommen waren, hinauf, gingen in das Haus hinein und nahmen das geschnitzte Bild sowie das Priestergewand, den Hausgott und das gegossene Bild an sich, w\u00e4hrend der Priester drau\u00dfen am Toreingang bei den sechshundert bewaffneten Kriegern stand.<br>18 Als jene n\u00e4mlich in das Haus Michas eingetreten waren und das Schnitzbild sowie das Priestergewand, den Hausgott und das Gu\u00dfbild wegnahmen, sagte der Priester zu ihnen: \u00bbWas macht ihr da?\u00ab<br>19 Sie antworteten ihm: \u00bbSchweige still, lege dir die Hand auf den Mund, komm mit uns und werde unser Vater (17,10) und Priester! Ist es besser f\u00fcr dich, Priester f\u00fcr das Haus eines einzelnen Mannes zu sein oder Priester f\u00fcr einen ganzen Stamm und f\u00fcr ein Geschlecht in Israel?\u00ab<br>20 Da erkl\u00e4rte sich der Priester mit Freuden einverstanden: er nahm das Priestergewand, den Hausgott und das geschnitzte Bild und trat mitten unter die Kriegsleute.<br>21 Darauf wandten sie sich zum Abzug, nachdem sie noch die Frauen mit den Kindern sowie das Herdenvieh und die wertvollen Gegenst\u00e4nde an ihre Spitze gestellt hatten.<br>22 Kaum hatten sie sich aber eine Strecke vom Hause Michas entfernt, als sich die M\u00e4nner, die in den Geh\u00f6ften beim Hause Michas wohnten, zusammenscharten und die Daniten einholten.<br>23 Als sie dann den Daniten zuriefen, wandten diese sich um und fragten Micha: \u00bbWas soll dieser Auflauf bedeuten?\u00ab<br>24 Er antwortete: \u00bbMeinen Gott, den ich mir gemacht habe, habt ihr mit euch genommen samt dem Priester und seid weggezogen: was bleibt mir da noch? Wie k\u00f6nnt ihr mich nur fragen, was ich hier will?\u00ab<br>25 Aber die Daniten erwiderten ihm: \u00bbLa\u00df dein Geschrei uns hier nicht l\u00e4nger h\u00f6ren, sonst k\u00f6nnten erbitterte M\u00e4nner \u00fcber euch herfallen, und es k\u00f6nnte dich und deine Angeh\u00f6rigen das Leben kosten!\u00ab<br>26 Darauf zogen die Daniten ihres Weges, und Micha, der wohl einsah, da\u00df sie st\u00e4rker waren als er, wandte sich um und kehrte nach Hause zur\u00fcck.<br>27 Nachdem aber die Daniten das Gottesbild (V.24), das Micha sich angefertigt hatte, samt dem Priester, der bei ihm gewesen war, mitgenommen hatten, \u00fcberfielen sie Lais, dessen Bev\u00f6lkerung friedlich und sorglos war, machten alle Einwohner mit dem Schwert nieder und lie\u00dfen die Stadt in Flammen aufgehen,<br>28 ohne da\u00df ihr jemand zu Hilfe gekommen w\u00e4re; denn der Ort lag von Sidon weit entfernt und stand auch mit den Aram\u00e4ern in keiner Verbindung; er lag n\u00e4mlich in dem Tal, das sich nach Beth-Rehob hin erstreckt. Sie bauten dann die Stadt wieder auf und siedelten sich in ihr an,<br>29 nannten aber die Stadt \u203aDan\u2039 nach dem Namen ihres Ahnherrn Dan, dem Sohne Israels, w\u00e4hrend der Ort fr\u00fcher Lais gehei\u00dfen hatte.<br>30 Sodann stellten die Daniten das geschnitzte Gottesbild bei sich auf, und Jonathan, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, er und seine Nachkommen, waren Priester bei dem Stamme der Daniten bis zu der Zeit, wo die Bev\u00f6lkerung in die Verbannung ziehen mu\u00dfte.<br>31 Das geschnitzte Bild aber, das Micha hatte anfertigen lassen, war bei ihnen aufgestellt die ganze Zeit hindurch, solange das Haus Gottes sich in Silo befand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Besuch eines Leviten in Bethlehem zur Wiedergewinnung seines Nebenweibes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Zu jener Zeit, als es noch keinen K\u00f6nig in Israel gab, begab es sich, da\u00df ein Levit, der ganz hinten im Gebirge Ephraim als Fremdling wohnte, sich ein M\u00e4dchen aus Bethlehem in Juda zum Nebenweibe nahm.<br>2 Aber sein Nebenweib \u00fcberwarf sich mit ihm, verlie\u00df ihn und kehrte in ihres Vaters Haus nach Bethlehem in Juda zur\u00fcck; dort blieb sie vier Monate lang.<br>3 Da machte ihr Mann sich auf den Weg und zog ihr nach, um sie durch freundliches Zureden zur R\u00fcckkehr zu bewegen; seinen Diener und ein paar Esel hatte er bei sich. Sie f\u00fchrte ihn dann in das Haus ihres Vaters, und als dieser ihn sah, kam er ihm freundlich entgegen.<br>4 Sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, hielt ihn dann zur\u00fcck, so da\u00df er drei Tage bei ihm blieb; sie a\u00dfen und tranken miteinander und \u00fcbernachteten dort.<br>5 Am vierten Tage aber, als sie in der Fr\u00fche aufgestanden waren und er aufbrechen wollte, sagte der Vater des jungen Weibes zu seinem Schwiegersohn: \u00bbSt\u00e4rke dich noch mit einem Imbi\u00df, dann m\u00f6gt ihr euch auf den Weg machen!\u00ab<br>6 So setzten sie sich denn hin, und die beiden a\u00dfen und tranken zusammen; dann bat der Vater des jungen Weibes den Mann: \u00bbEntschlie\u00dfe dich doch, \u00fcber Nacht noch hier zu bleiben, und sei guter Dinge!\u00ab<br>7 Und als der Mann aufstand, um sich auf den Weg zu machen, n\u00f6tigte ihn sein Schwiegervater, so da\u00df er wiederum \u00fcber Nacht dablieb.<br>8 Als er dann am f\u00fcnften Tage fr\u00fchmorgens aufbrechen wollte, sagte der Vater des jungen Weibes wiederum: \u00bbSt\u00e4rke dich doch erst und wartet noch bis zum Nachmittag!\u00ab, und so a\u00dfen sie beide nochmals zusammen.<br>9 Als dann der Mann aufstand, um mit seinem Nebenweibe und seinem Diener aufzubrechen, sagte sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, zu ihm: \u00bbSieh doch, der Tag geht zu Ende, es will Abend werden: \u00fcbernachtet doch hier! Sieh doch, wie der Tag schon zur Neige geht; bleibe \u00fcber Nacht hier und la\u00df dir\u2019s bei mir gefallen! Morgen fr\u00fch macht ihr euch dann auf euren Weg, und du kehrst nach Hause zur\u00fcck.\u00ab<br>10 Aber der Mann wollte nicht noch einmal \u00fcber Nacht bleiben, sondern brach auf und zog fort und kam bis in die Gegend von Jebus, das ist Jerusalem; seine beiden gesattelten Esel, sein Nebenweib (und sein Diener) waren bei ihm.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einkehr und Aufnahme des Mannes in Gibea<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Als sie nun bei Jebus waren und der Tag schon stark zu Ende ging, sagte der Diener zu seinem Herrn: \u00bbKomm, la\u00df uns hier in der Jebusiterstadt einkehren und darin \u00fcbernachten!\u00ab<br>12 Aber sein Herr erwiderte ihm: \u00bbNein, wir wollen in keiner Stadt von fremden Leuten einkehren, die nicht zu den Israeliten geh\u00f6ren, sondern wollen bis Gibea weiterziehen.\u00ab<br>13 Weiter sagte er zu seinem Diener: \u00bbKomm, wir wollen eine von den Ortschaften dort zu erreichen suchen und in Gibea oder in Rama \u00fcber Nacht bleiben!\u00ab<br>14 Als sie nun eiligst weiterzogen, ging die Sonne ihnen unter, als sie nahe bei Gibea waren, das zu Benjamin geh\u00f6rt.<br>15 Da kehrten sie dort ein, um zu einem Nachtquartier in Gibea zu gelangen, und er machte nach seiner Ankunft auf dem Marktplatz der Stadt halt; aber da war niemand, der sie zum \u00dcbernachten ins Haus aufgenommen h\u00e4tte.<br>16 Endlich kam ein alter Mann abends vom Felde von seiner Arbeit heim; der stammte vom Gebirge Ephraim und lebte als Fremdling in Gibea, w\u00e4hrend die Bewohner des Ortes Benjaminiten waren.<br>17 Als dieser nun sich umsah und den Wandersmann auf dem Marktplatz der Stadt erblickte, fragte er: \u00bbWohin willst du, und woher kommst du?\u00ab<br>18 Der antwortete ihm: \u00bbWir sind auf der Wanderung von Bethlehem in Juda nach dem \u00e4u\u00dfersten Teil des Gebirges Ephraim, wo ich zu Hause bin. Ich war nach Bethlehem in Juda gereist und will jetzt nach meinem Wohnort zur\u00fcckkehren; aber niemand nimmt mich in sein Haus auf,<br>19 obgleich wir sowohl Stroh als auch Futter f\u00fcr unsere Esel und auch Brot und Wein f\u00fcr mich und deine Magd und f\u00fcr den Burschen, der hier bei uns, deinen Knechten, ist, bei uns haben und nichts weiter bed\u00fcrfen.\u00ab<br>20 Da sagte der alte Mann: \u00bbFriede dir! Nur, was du bedarfst, la\u00df meine Sorge sein! Doch auf dem Platz hier sollst du nicht \u00fcbernachten!\u00ab<br>21 Dann nahm er ihn in sein Haus mit und mengte Futter f\u00fcr die Esel; und als sie sich die F\u00fc\u00dfe gewaschen hatten, a\u00dfen und tranken sie.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Schandtat an dem Weibe und die Heimkehr des Leviten<\/h3>\n\n\n\n<p>22 W\u00e4hrend sie so sich g\u00fctlich taten, umringten die M\u00e4nner der Stadt, nichtsnutzige Buben, das Haus, schlugen laut an die T\u00fcr und riefen dem alten Manne, dem das Haus geh\u00f6rte, die Worte zu: \u00bbGib den Mann heraus, der bei dir eingekehrt ist: wir wollen uns an ihn machen!\u00ab<br>23 Da ging der Besitzer des Hauses zu ihnen hinaus und sagte zu ihnen: \u00bbNicht doch, meine Br\u00fcder! Begeht doch nichts so B\u00f6ses! Nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, d\u00fcrft ihr eine solche Schandtat nimmermehr ver\u00fcben.<br>24 Da ist meine Tochter, die Jungfrau, und das Nebenweib dieses Mannes: die will ich euch herausbringen; denen m\u00f6gt ihr Gewalt antun und mit ihnen machen, was euch gef\u00e4llt, aber an diesem Manne d\u00fcrft ihr eine solche Schandtat nicht ver\u00fcben!\u00ab<br>25 Aber die M\u00e4nner wollten nicht auf ihn h\u00f6ren. Da nahm der Mann sein Nebenweib und f\u00fchrte sie zu ihnen hinaus auf die Stra\u00dfe, und sie mi\u00dfbrauchten sie und taten ihr Gewalt an die ganze Nacht hindurch bis zum Morgen; erst bei Tagesanbruch lie\u00dfen sie sie gehen.<br>26 Als nun der Morgen tagte, kam das Weib heim und fiel am Toreingang zum Hause des Mannes, woselbst ihr Herr war, nieder und blieb da liegen, bis es hell wurde.<br>27 Als nun ihr Herr am Morgen aufstand und die Haust\u00fcr \u00f6ffnete und hinaustrat, um seines Weges weiter zu ziehen, fand er das Weib, sein Nebenweib, am Toreingang zum Hause liegen mit den H\u00e4nden auf der Schwelle.<br>28 Er rief ihr zu: \u00bbStehe auf, wir wollen weiterziehen!\u00ab, aber es erfolgte keine Antwort. Da hob er sie auf den Esel, machte sich dann auf und zog nach seinem Wohnort.<br>29 Als er dort in sein Haus gekommen war, nahm er ein Messer, ergriff sein Nebenweib, zerschnitt sie Glied f\u00fcr Glied in zw\u00f6lf St\u00fccke und schickte diese im ganzen Gebiet Israels umher.<br>30 Da erkl\u00e4rte denn jeder, der das sah: \u00bbSo etwas ist bisher noch nicht vorgekommen und noch nicht erlebt worden seit der Zeit, wo die Israeliten aus dem Lande \u00c4gypten heraufgezogen sind, bis zum heutigen Tage. Nehmt es zu Herzen, beratet euch und redet!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Beratung der israelitischen St\u00e4mme in Mizpa; ihr Aufgebot zum Kriege<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da zogen alle Israeliten aus, und die Volksgemeinde versammelte sich wie ein Mann von Dan bis Beerseba, auch das Land Gilead, vor dem HERRN in Mizpa;<br>2 und die H\u00e4upter des ganzen Volkes, der s\u00e4mtlichen St\u00e4mme Israels, stellten sich in der Versammlung des Volkes Gottes ein, 400000 Mann Fu\u00dfvolk, mit Schwertern bewaffnet.<br>3 Und die Benjaminiten h\u00f6rten, da\u00df die Israeliten nach Mizpa hinaufgezogen seien. Nun fragten die Israeliten: \u00bbSagt an, wie diese Untat vor sich gegangen ist.\u00ab<br>4 Da nahm der Levit, der Mann des ermordeten Weibes, das Wort und berichtete: \u00bbIch war mit meinem Nebenweibe nach Gibea im Stamme Benjamin gekommen, um dort zu \u00fcbernachten.<br>5 Da erhoben sich die B\u00fcrger von Gibea gegen mich und umringten nachts das Haus in feindseliger Absicht gegen mich: mich gedachten sie umzubringen, meinem Nebenweibe aber haben sie Gewalt angetan, so da\u00df sie gestorben ist.<br>6 Da habe ich mein Nebenweib genommen, habe sie zerst\u00fcckt und die St\u00fccke in alle Teile des israelitischen Erbbesitzes gesandt; denn man hat ein Verbrechen und eine ruchlose Tat in Israel ver\u00fcbt.<br>7 Ihr seid jetzt hier alle versammelt, ihr Israeliten: so beratet denn allhier die Sache und fa\u00dft einen Beschlu\u00df!\u00ab<br>8 Da erhob sich das ganze Volk wie ein Mann und rief: \u00bbKeiner von uns darf in seinen Wohnort zur\u00fcckkehren und keiner sich nach seinem Hause begeben!<br>9 Nein, so wollen wir jetzt mit Gibea verfahren: Wir wollen gegen die Stadt nach dem Lose vorgehen!<br>10 und zwar wollen wir von allen St\u00e4mmen Israels je zehn M\u00e4nner von hundert und je hundert von tausend und je tausend von zehntausend nehmen, die sollen Lebensmittel f\u00fcr das Kriegsvolk holen, damit wir dann nach ihrer R\u00fcckkehr mit Gibea im Stamme Benjamin ganz so verfahren, wie die Schandtat es verdient, die es in Israel ver\u00fcbt hat.\u00ab<br>11 So versammelte sich denn die gesamte Mannschaft der Israeliten gegen die Stadt, wie ein Mann verb\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Benjaminiten, anstatt die Misset\u00e4ter auszuliefern, r\u00fcsten auch ihrerseits zum Kampf<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf sandten die israelitischen St\u00e4mme M\u00e4nner durch den ganzen Stamm Benjamin mit der Botschaft: \u00bbWas ist das f\u00fcr eine Untat, die bei euch ver\u00fcbt worden ist!<br>13 So gebt nun jetzt die M\u00e4nner, die ruchlosen Buben, die sich in Gibea befinden, heraus, damit wir sie t\u00f6ten und das B\u00f6se aus Israel wegschaffen!\u00ab Aber die Benjaminiten wollten der Forderung ihrer Br\u00fcder, der Israeliten, nicht nachkommen,<br>14 sie versammelten sich vielmehr aus ihren Ortschaften in Gibea, um zum Kampf mit den Israeliten auszur\u00fccken.<br>15 Als man damals die Benjaminiten aus den Ortschaften musterte, belief sich ihre Zahl auf 26000 schwertbewaffnete M\u00e4nner, abgesehen von den Bewohnern Gibeas selbst, die bei der Musterung 700 auserlesene Krieger stellten.<br>16 Unter all diesen Leuten waren 700 auserlesene M\u00e4nner linksh\u00e4ndig: ein jeder von ihnen schleuderte mit Steinen haarscharf, ohne zu fehlen.<br>17 Als man dann auch die Mannschaft der Israeliten au\u00dfer dem Stamme Benjamin musterte, ergab sich bei ihnen die Zahl von 400000 schwertbewaffneten M\u00e4nnern, lauter kampff\u00e4hige Krieger.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Blutige Niederlage der Israeliten an den ersten beiden Schlachttagen; ihre Anfrage in Bethel<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Hierauf machten die Israeliten sich auf den Weg und zogen nach Bethel hinauf, um Gott zu befragen, wer von ihnen zuerst zum Kampf mit den Benjaminiten ausziehen solle. Der HERR antwortete ihnen: \u00bbJuda soll den Anfang machen!\u00ab<br>19 So brachen denn die Israeliten am folgenden Morgen fr\u00fch auf und lagerten sich vor Gibea;<br>20 dann zogen die M\u00e4nner von Israel zum Kampf mit den Benjaminiten aus und stellten sich gegen sie in Schlachtordnung vor Gibea auf.<br>21 Die Benjaminiten aber brachen aus Gibea hervor und streckten an diesem Tage 22000 Mann von Israel zu Boden.<br>22 Doch das Kriegsvolk, die israelitische Mannschaft, lie\u00df sich dadurch nicht entmutigen, sondern stellte sich noch einmal in Schlachtordnung auf an derselben Stelle, wo sie sich am ersten Tage aufgestellt hatten.<br>23 Zuvor aber zogen die Israeliten (nach Bethel) hinauf und weinten vor dem HERRN bis zum Abend und befragten dann den HERRN, ob sie noch einmal zum Kampfe mit ihren Br\u00fcdern, den Benjaminiten, ausr\u00fccken sollten. Der HERR gab ihnen die Antwort: \u00bbZieht gegen sie aus!\u00ab<br>24 Als nun die Israeliten an diesem zweiten Tage wieder gegen die Benjaminiten anr\u00fcckten,<br>25 zogen diese ihnen auch an diesem zweiten Tage aus Gibea entgegen und streckten von den Israeliten abermals 18000 Mann zu Boden, lauter M\u00e4nner, die das Schwert f\u00fchrten.<br>26 Da zogen die Israeliten allesamt, das ganze Kriegsvolk, nach Bethel hinauf, weinten dort ununterbrochen vor dem HERRN, fasteten w\u00e4hrend jenes Tages bis zum Abend und brachten Brand- und Heilsopfer vor dem HERRN dar.<br>27 Als die Israeliten dann den HERRN befragten \u2013 dort befand sich n\u00e4mlich zu jener Zeit die Bundeslade Gottes,<br>28 und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, versah damals den Dienst vor ihm \u2013 und die Anfrage stellten: \u00bbSoll ich noch einmal zum Kampf gegen meine Br\u00fcder, die Benjaminiten, ausziehen oder davon abstehen?\u00ab, gab der HERR die Antwort: \u00bbZieht hin, denn morgen will ich sie in eure Gewalt geben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Vernichtung Gibeas und die fast v\u00f6llige Ausrottung des Stammes Benjamin<\/h3>\n\n\n\n<p>29 Darauf legte Israel ringsum gegen Gibea Leute in den Hinterhalt.<br>30 Als dann die Israeliten am dritten Tage wieder gegen die Benjaminiten heranzogen und sich wie die beiden vorigen Male in Schlachtordnung vor Gibea aufstellten,<br>31 r\u00fcckten die Benjaminiten heraus dem (feindlichen) Heere entgegen, lie\u00dfen sich von der Stadt weglocken und begannen, wie die beiden vorigen Male, einige von dem Heere zu erschlagen auf den Landstra\u00dfen \u2013 von denen die eine nach Bethel hinaufgeht, die andere durch die Felder nach Gibeon f\u00fchrt \u2013, etwa drei\u00dfig Mann von den Israeliten.<br>32 Da dachten die Benjaminiten: \u00bbSie sind von uns geschlagen wie fr\u00fcher\u00ab; die Israeliten dagegen hatten verabredet: \u00bbWir wollen fliehen, um sie noch weiter von der Stadt wegzulocken nach den Landstra\u00dfen hin!\u00ab<br>33 Daher verlie\u00dfen sie, die gesamte Mannschaft der Israeliten, ihren Standort und stellten sich erst wieder bei Baal-Thamar auf, w\u00e4hrend die im Hinterhalt liegenden Israeliten aus ihrem Standort westlich von Gibea hervorbrachen.<br>34 So r\u00fcckten denn 10000 Mann, eine aus ganz Israel erlesene Mannschaft, gegen Gibea heran, und ein w\u00fctender Kampf entstand; jene aber hatten keine Ahnung davon, da\u00df das Verderben daran war, \u00fcber sie hereinzubrechen.<br>35 Da lie\u00df der HERR den Stamm Benjamin von Israel besiegt werden, so da\u00df die Israeliten von den Benjaminiten 25100 Mann an diesem Tage niedermachten, lauter M\u00e4nner, die das Schwert f\u00fchrten.<br>36 Da sahen die Benjaminiten, da\u00df sie geschlagen waren; die Israeliten hatten sich n\u00e4mlich vor den Benjaminiten zur\u00fcckgezogen, weil sie sich auf den Hinterhalt verlie\u00dfen, den sie gegen Gibea gelegt hatten.<br>37 Die im Hinterhalt Liegenden warfen sich dann auch eiligst auf Gibea, drangen in die Stadt ein und machten die ganze Bev\u00f6lkerung mit dem Schwerte nieder.<br>38 Die Israeliten hatten aber mit den im Hinterhalt Liegenden verabredet, da\u00df sie eine gro\u00dfe Rauchwolke aus der Stadt aufsteigen lassen sollten.<br>39 Als sich nun das israelitische Heer in der Schlacht zur Flucht gewandt und die Benjaminiten schon angefangen hatten, unter den Israeliten einige, etwa drei\u00dfig Mann, zu erschlagen, weil sie dachten, jene seien v\u00f6llig von ihnen geschlagen wie beim fr\u00fcheren Kampf \u2013<br>40 da begann das verabredete Zeichen aus der Stadt aufzusteigen, die Rauchs\u00e4ule; und als die Benjaminiten sich umwandten, sahen sie die Flammen der ganzen Stadt zum Himmel aufsteigen.<br>41 Nun machte das israelitische Heer kehrt, die Benjaminiten aber gerieten in Best\u00fcrzung, denn sie erkannten, da\u00df das Unheil sie erreicht hatte.<br>42 Sie zogen sich dann vor den Israeliten in der Richtung nach der Steppe hin zur\u00fcck; aber das feindliche Heer folgte ihnen auf dem Fu\u00dfe nach, und die aus der Stadt Kommenden vernichteten sie in ihrer Mitte.<br>43 Sie umzingelten die Benjaminiten, verfolgten sie, holten sie ein, wo sie ausruhen wollten, bis in die Gegend \u00f6stlich von Gibea (?);<br>44 dabei fielen von den Benjaminiten 18000 Mann, lauter tapfere Krieger.<br>45 Die anderen wandten sich zur Flucht gegen die W\u00fcste, nach dem Felsen Rimmon hin, jene aber erschlugen von ihnen auf den Landstra\u00dfen nachtr\u00e4glich noch 5000 Mann und verfolgten sie weiter bis Gideom und machten von ihnen noch 2000 Mann nieder.<br>46 So betrug die Gesamtzahl der an jenem Tage gefallenen Benjaminiten 25000 Mann, lauter schwertbewaffnete, tapfere Krieger.<br>47 600 Mann aber, die sich zur Flucht gewandt hatten, waren in die W\u00fcste nach dem Felsen Rimmon entkommen und blieben dort am Felsen Rimmon vier Monate lang.<br>48 Die israelitische Mannschaft aber kehrte ins Land der noch \u00fcbrigen Benjaminiten zur\u00fcck und machte mit dem Schwert alles nieder, was sich vorfand, die Menschen in den Ortschaften bis zum Vieh; auch alle Ortschaften, die sich da vorfanden, steckten sie in Brand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richter Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trauer der Gemeinde; den Benjaminiten werden Jungfrauen aus der Stadt Jabes zugewiesen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die M\u00e4nner von Israel hatten aber in Mizpa folgenden feierlichen Schwur abgelegt: \u00bbKeiner von uns darf seine Tochter einem Benjaminiten zur Frau geben!\u00ab<br>2 Als nun das Volk nach Bethel gezogen war und dort bis zum Abend vor Gott (beim Heiligtum) verweilte, fingen sie an, laut zu weinen,<br>3 und wehklagten: \u00bbWarum, o HERR, Gott Israels, ist dies in Israel geschehen, da\u00df heute ein ganzer Stamm aus Israel fehlt!\u00ab<br>4 Am folgenden Tage aber in der Fr\u00fche baute das Volk dort einen Altar und brachte Brand- und Heilsopfer dar.<br>5 Dann fragten die Israeliten: \u00bbWer von allen St\u00e4mmen Israels ist nicht mit der Gemeinde zum HERRN hergekommen?\u00ab Man hatte n\u00e4mlich in betreff eines jeden, der nicht zum HERRN nach Mizpa hinkommen w\u00fcrde, einen feierlichen Eid ausgesprochen des Inhalts: \u00bbEr mu\u00df unbedingt sterben.\u00ab<br>6 Nun tat es aber den Israeliten um ihren Bruderstamm Benjamin leid, so da\u00df sie klagten: \u00bbHeute ist ein ganzer Stamm von Israel abgehauen!<br>7 Wie k\u00f6nnen wir nun den \u00dcbriggebliebenen zu Frauen verhelfen, da wir doch beim HERRN geschworen haben, da\u00df wir ihnen keine von unsern T\u00f6chtern zu Frauen geben wollen?\u00ab<br>8 Da fragten sie: \u00bbIst etwa einer von den St\u00e4mmen Israels nicht zum HERRN nach Mizpa hinaufgekommen?\u00ab Da ergab es sich, da\u00df aus Jabes in Gilead niemand ins Lager zur Versammlung gekommen war.<br>9 Man hatte n\u00e4mlich das Volk gemustert, und da stellte es sich heraus, da\u00df von den Einwohnern von Jabes in Gilead keiner anwesend war.<br>10 Nun sandte die Volksgemeinde 12000 Mann von den tapfersten M\u00e4nnern dorthin mit dem Befehl: \u00bbGeht hin und erschlagt die Einwohner von Jabes in Gilead mit dem Schwerte, auch die Weiber und die Kinder!<br>11 Verfahrt dabei aber so: an allen M\u00e4nnern sowie an allen weiblichen Personen, die schon mit M\u00e4nnern zu tun gehabt haben, sollt ihr den Blutbann vollstrecken (die Jungfrauen aber am Leben lassen und sie hierher ins Lager bringen)!\u00ab<br>12 Sie fanden aber unter den Bewohnern von Jabes in Gilead vierhundert jungfr\u00e4uliche M\u00e4dchen, die noch mit keinem Mann zu tun gehabt hatten; die brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande Kanaan liegt.<br>13 Hierauf sandte die ganze Volksgemeinde hin und verhandelte mit den Benjaminiten, die sich noch am Felsen Rimmon befanden, und lie\u00df ihnen Sicherheit entbieten.<br>14 So kehrten denn die Benjaminiten damals zur\u00fcck, und man gab ihnen die M\u00e4dchen, die man von den weiblichen Personen aus Jabes in Gilead am Leben gelassen hatte, zu Frauen; diese reichten jedoch f\u00fcr sie nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Raub der Jungfrauen von Silo durch die Benjaminiten; Abschlu\u00df der Erz\u00e4hlung<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Weil nun die Benjaminiten dem Volke leid taten, da der HERR einen Ri\u00df in den St\u00e4mmen Israels hatte entstehen lassen,<br>16 sagten die \u00c4ltesten der Gemeinde: \u00bbWie k\u00f6nnen wir den \u00dcbriggebliebenen zu Frauen verhelfen, da ja die Frauen aus Benjamin ausgerottet sind?\u00ab<br>17 Da sagten sie: \u00bbDer Erbbesitz soll den Benjaminiten verbleiben, die mit dem Leben davongekommen sind, damit nicht ein Stamm aus Israel ausgetilgt wird.<br>18 Wir aber k\u00f6nnen ihnen keine von unsern T\u00f6chtern zu Frauen geben, denn die Israeliten haben feierlich geschworen: \u203aVerflucht sei, wer seine Tochter einem Benjaminiten zur Frau gibt!\u2039\u00ab<br>19 Da sagten sie: \u00bbEs findet bekanntlich alle Jahre ein Fest des HERRN in Silo statt (auf dem Platze) n\u00f6rdlich von Bethel, \u00f6stlich von der Landstra\u00dfe, die von Bethel nach Sichem hinauff\u00fchrt, und s\u00fcdlich von Lebona.\u00ab<br>20 Da gaben sie den Benjaminiten folgende Weisung: \u00bbGeht hin und versteckt euch in den Weinbergen!<br>21 Wenn ihr dann die M\u00e4dchen von Silo herauskommen seht, um Reigent\u00e4nze aufzuf\u00fchren, so brecht aus den Weinbergen hervor und erhascht euch ein jeder sein Weib aus den M\u00e4dchen von Silo und kehrt mit ihr ins Land Benjamin zur\u00fcck.<br>22 Wenn dann ihre V\u00e4ter oder Br\u00fcder kommen, um sich bei uns (\u00fcber euch) zu beschweren, so wollen wir zu ihnen sagen: \u203aVerg\u00f6nnt sie ihnen um unsertwillen! [Denn wir haben durch den Krieg (gegen Jabes) nicht f\u00fcr jeden eine Frau gewonnen.] Nicht ihr habt sie ihnen ja gegeben; denn in diesem Fall w\u00fcrdet ihr als schuldig dastehen.\u2039\u00ab<br>23 Die Benjaminiten befolgten die Weisung: sie holten sich die erforderliche Zahl von Frauen aus den tanzenden M\u00e4dchen, die sie raubten, kehrten dann in ihren Erbbesitz zur\u00fcck, bauten die Ortschaften wieder auf und lie\u00dfen sich darin nieder.<br>24 Nunmehr zogen auch die Israeliten von dort heim, ein jeder in seinen Stamm und zu seinem Geschlecht, und begaben sich von dort weg, ein jeder in seinen Erbbesitz.<br>25 Zu jener Zeit gab es noch keinen K\u00f6nig in Israel; jeder tat, was ihm gut d\u00fcnkte.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-625_fb8d30-0a .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-625_fb8d30-0a .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div 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Kapitel 1 I. Einleitung: Abschlu\u00df der Erz\u00e4hlung von der Eroberung des Landes (1,1-2,5) 1 Nach Josuas Tode aber fragten die Israeliten beim HERRN an: \u00bbWer von uns soll zuerst gegen die Kanaan\u00e4er hinaufziehen, um mit ihnen zu k\u00e4mpfen?\u00ab2 Der HERR antwortete: \u00bbJuda soll hinaufziehen; hiermit gebe ich das Land in&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/625\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}