{"id":634,"date":"2023-12-22T12:28:40","date_gmt":"2023-12-22T11:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=634"},"modified":"2026-01-17T11:02:21","modified_gmt":"2026-01-17T10:02:21","slug":"1-samuel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=634","title":{"rendered":"1.Samuel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das erste Buch Samuel<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns634_62b820-16{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns634_62b820-16 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns634_62b820-16 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns634_62b820-16\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn634_115cd3-65.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn634_115cd3-65 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn634_b67133-8c.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn634_b67133-8c kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 1<\/h2>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id634_c2784b-99 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id634_c2784b-99 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id634_c2784b-99 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id634_c2784b-99 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Samuel und Saul (Kap. 1-15)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es war einst ein Mann aus (den B\u00fcrgern von) Ramath, ein Zuphit vom Gebirge Ephraim, mit Namen Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Thohus, des Sohnes Zuphs, ein Ephrathiter.<br>2 Der hatte zwei Frauen: die eine hie\u00df Hanna, die andere Peninna; und Peninna hatte Kinder, Hanna aber war kinderlos.<br>3 Dieser Mann zog Jahr f\u00fcr Jahr aus seinem Wohnort nach Silo hinauf, um Gott, den HERRN der Heerscharen, dort anzubeten und ihm zu opfern; dort waren die beiden S\u00f6hne Elis, Hophni und Pinehas, Priester des HERRN.<br>4 Sooft nun der Tag da war, an welchem Elkana opferte, gab er seiner Frau Peninna und all ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern Anteile;<br>5 der Hanna aber gab er einen doppelten Anteil, denn er hatte Hanna lieber, obgleich der HERR ihr Kinder versagt hatte.<br>6 Dann kr\u00e4nkte aber ihre Nebenfrau sie mit lieblosen Reden, um sie zu \u00e4rgern, weil der HERR ihr Kindersegen versagt hatte.<br>7 So ging es Jahr f\u00fcr Jahr: so oft sie zum Hause des HERRN hinaufzog, kr\u00e4nkte jene sie so, da\u00df sie weinte und nichts a\u00df.<br>8 Elkana, ihr Gatte, fragte sie dann: \u00bbHanna, warum weinst du, und warum issest du nicht, und warum bist du so betr\u00fcbt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn S\u00f6hne?\u00ab<br>9 Als man nun einst wieder in Silo in der Halle gegessen und getrunken hatte, stand Hanna auf und trat vor den HERRN, w\u00e4hrend der Priester Eli gerade auf dem Stuhl an einem der T\u00fcrpfosten des Tempels des HERRN sa\u00df.<br>10 In tiefer Bek\u00fcmmernis und unter vielen Tr\u00e4nen betete sie zum HERRN<br>11 und sprach folgendes Gel\u00fcbde aus: \u00bbGott, HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen willst und deiner Magd einen m\u00e4nnlichen Spro\u00df schenkst, so will ich ihn dir, HERR, f\u00fcr sein ganzes Leben weihen, und kein Schermesser soll an sein Haupt kommen.\u00ab<br>12 Als sie nun lange Zeit so vor dem HERRN betete, stieg in Eli, der ihren Mund beobachtete \u2013<br>13 Hanna redete n\u00e4mlich leise f\u00fcr sich, nur ihre Lippen bewegten sich, w\u00e4hrend man ihre Stimme nicht h\u00f6ren konnte \u2013, der Gedanke auf, sie sei trunken;<br>14 und er sagte zu ihr: \u00bbWie lange willst du dich noch wie eine Trunkene benehmen? Werde endlich wieder n\u00fcchtern!\u00ab<br>15 Da erwiderte ihm Hanna: \u00bbAch nein, Herr, ich bin eine ungl\u00fcckliche Frau! Wein und berauschende Getr\u00e4nke habe ich nicht genossen, sondern mein Herz vor dem HERRN ausgesch\u00fcttet.<br>16 Halte deine Magd nicht f\u00fcr ein verworfenes Weib! Denn nur infolge meiner gro\u00dfen Bek\u00fcmmernis und Traurigkeit habe ich so lange gebetet.\u00ab<br>17 Da entgegnete ihr Eli: \u00bbGehe hin in Frieden! Der Gott Israels m\u00f6ge dir die Bitte gew\u00e4hren, die du an ihn gerichtet hast!\u00ab<br>18 Sie erwiderte: \u00bbLa\u00df deine Magd deiner Huld empfohlen sein!\u00ab Damit ging die Frau ihres Weges und a\u00df, und ihr trauriges Aussehen war verschwunden.<br>19 Am andern Morgen machten sie sich fr\u00fch auf und verrichteten ihre Andacht (eig. Anbetung) vor dem HERRN, und als sie dann in ihr Haus nach Rama zur\u00fcckgekehrt waren und Elkana zu seiner Frau einging, da gedachte der HERR der Hanna:<br>20 sie wurde guter Hoffnung, und als die Zeit um war, gebar sie einen Sohn, dem sie den Namen Samuel gab; \u00bbdenn\u00ab, sagte sie, \u00bbvom HERRN habe ich ihn erbeten.\u00ab<br>21 Als dann ihr Mann Elkana mit seiner ganzen Familie wieder hinaufzog, um dem HERRN das j\u00e4hrliche Schlachtopfer und, was er gelobt hatte, darzubringen,<br>22 ging Hanna nicht mit hinauf; denn sie hatte zu ihrem Manne gesagt: \u00bbDer Knabe soll erst entw\u00f6hnt sein; dann will ich ihn hinbringen, damit er vor dem HERRN erscheint und f\u00fcr immer dort bleibt.\u00ab<br>23 Da hatte Elkana, ihr Mann, ihr erwidert: \u00bbMache es so, wie du es f\u00fcr gut h\u00e4ltst: bleibe daheim, bis du ihn entw\u00f6hnt hast! Nur m\u00f6ge der HERR seine Verhei\u00dfung in Erf\u00fcllung gehen lassen!\u00ab So blieb denn die Frau daheim und n\u00e4hrte ihren Sohn bis zu seiner Entw\u00f6hnung.<br>24 Sobald sie ihn aber entw\u00f6hnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nebst einem dreij\u00e4hrigen Stier, einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein: so brachte sie den Knaben, wiewohl er noch sehr jung war, in das Gotteshaus nach Silo.<br>25 Als sie dort den Stier geopfert hatten und sie den Knaben zu Eli brachten,<br>26 sagte die Mutter (zu Eli): \u00bbVerzeihe, mein Herr! So wahr du lebst, mein Herr: ich bin die Frau, die einst hier bei dir gestanden hat, um zum HERRN zu beten.<br>27 Um diesen Knaben habe ich damals gebetet; nun hat der HERR mir die Bitte gew\u00e4hrt, die ich ihm vorgetragen habe.<br>28 So habe denn auch ich ihn dem HERRN geweiht: solange er lebt, soll er dem HERRN geweiht sein!\u00ab Hierauf beteten sie dort den HERRN an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hanna aber betete so: \u00bbMein Herz frohlockt in dem HERRN, hoch ragt mein Horn durch den HERRN; mein Mund hat weit sich aufgetan gegen meine Feinde, denn ich freue mich deiner Hilfe.<br>2 Niemand ist heilig wie der HERR, denn keiner ist da au\u00dfer dir und keiner ein Fels wie unser Gott.<br>3 La\u00dft euer ewiges stolzes Reden: kein vermessenes Wort entfahre eurem Munde! Denn ein allwissender Gott ist der HERR und ein Gott, von dem die Taten gewogen werden.<br>4 Der Bogen der Starken wird zerbrochen, Strauchelnde aber g\u00fcrten sich mit Kraft.<br>5 Die da satt waren, m\u00fcssen um Brot sich verdingen, aber die Hunger litten, hungern nicht mehr; sogar die Unfruchtbare wird Mutter von sieben, aber die Kinderreiche welkt dahin.<br>6 Der HERR t\u00f6tet und macht lebendig, er st\u00f6\u00dft ins Totenreich hinab und f\u00fchrt herauf;<br>7 der HERR macht arm und macht reich, er erniedrigt und erh\u00f6ht auch;<br>8 er hebt den Geringen empor aus dem Staube, erh\u00f6ht den Armen aus dem Kehricht, um sie neben den F\u00fcrsten sitzen zu lassen und den Ehrenstuhl ihnen anzuweisen. Denn in der Hand des HERRN sind die S\u00e4ulen der Erde, und den Erdkreis hat er darauf gegr\u00fcndet.<br>9 Die Schritte seiner Frommen beh\u00fctet er, aber die Gottlosen verstummen in der Finsternis; denn nicht durch (eigene) Kraft gewinnt der Mensch den Sieg.<br>10 Die Widersacher des HERRN werden zerschmettert, \u00fcber ihnen donnert er im Himmel; der HERR richtet die Enden der Erde. St\u00e4rke verleiht er seinem K\u00f6nig und erh\u00f6ht das Horn seines Gesalbten.\u00ab<br>11 Darauf kehrte Elkana nach Rama in sein Haus zur\u00fcck; der Knabe aber diente dem HERRN unter der Aufsicht des Priesters Eli.<br>12 Die S\u00f6hne Elis aber waren nichtsw\u00fcrdige Buben, die sich weder um den HERRN<br>13 noch um das Recht der Priester gegen\u00fcber dem Volke k\u00fcmmerten. Sooft n\u00e4mlich jemand ein Schlachtopfer darbrachte, kam, w\u00e4hrend man das Fleisch noch kochte, der Diener des Priesters mit einer dreizinkigen Gabel in der Hand<br>14 und stie\u00df damit in den Kessel oder den Topf, in die Pfanne oder den Tiegel, und alles, was die Gabel dann heraufbrachte, nahm der Priester f\u00fcr sich. So machten sie es in Silo bei allen Israeliten, die dorthin kamen.<br>15 Sogar noch ehe man das Fett in Rauch hatte aufgehen lassen, kam der Diener des Priesters und sagte zu dem, der das Opfer darbrachte: \u00bbGib Fleisch her zum Braten f\u00fcr den Priester! Denn er will kein gekochtes Fleisch von dir haben, sondern rohes.\u00ab<br>16 Wenn dann der betreffende Mann ihm entgegnete: \u00bbZuerst mu\u00df doch das Fett verbrannt werden, dann magst du dir nehmen, wie es dir beliebt!\u00ab, so antwortete er: \u00bbNein, gleich jetzt sollst du es hergeben, sonst nehme ich es mit Gewalt!\u00ab<br>17 So war denn die Vers\u00fcndigung der beiden jungen M\u00e4nner sehr schwer vor dem HERRN, weil sie das Opfer des HERRN geringsch\u00e4tzig behandelten.<br>18 Samuel aber versah den Dienst vor dem HERRN als Tempelknabe, mit einem linnenen Schulterkleid umg\u00fcrtet;<br>19 dazu pflegte seine Mutter ihm ein kleines Obergewand anzufertigen und brachte es ihm jedes Jahr mit, wenn sie mit ihrem Manne hinaufzog, um das j\u00e4hrliche Schlachtopfer darzubringen.<br>20 Dann segnete Eli jedesmal den Elkana und seine Frau mit den Worten: \u00bbDer HERR wolle dir Kinder von dieser Frau schenken als Entgelt f\u00fcr das Darlehen, das sie dem HERRN geliehen hat!\u00ab Danach kehrten sie nach Hause zur\u00fcck.<br>21 Der HERR aber segnete Hanna, so da\u00df sie wiederum guter Hoffnung wurde und noch drei S\u00f6hne und zwei T\u00f6chter gebar. Der junge Samuel aber wuchs heran beim HERRN.<br>22 Wenn nun Eli, der ein sehr alter Mann war, von allem h\u00f6rte, was seine S\u00f6hne an allen Israeliten ver\u00fcbten, auch da\u00df sie sich mit den Weibern vergingen, die drau\u00dfen vor dem Offenbarungszelt sich einfanden,<br>23 dann sagte er zu ihnen: \u00bbWarum la\u00dft ihr euch dergleichen zuschulden kommen? Denn ich h\u00f6re diese \u00fcblen Reden \u00fcber euch von allen Leuten hier.<br>24 Nicht doch, meine S\u00f6hne! Denn das ist kein gutes Ger\u00fccht, das vom Volk des HERRN, wie ich h\u00f6re, \u00fcber euch verbreitet wird.<br>25 Wenn sich ein Mensch gegen einen Menschen vergeht, so entscheidet die Gottheit als Richter \u00fcber ihn; wenn sich aber ein Mensch gegen den HERRN vergeht, wer k\u00f6nnte da als Vermittler f\u00fcr ihn eintreten?\u00ab Doch sie h\u00f6rten nicht auf die Mahnungen ihres Vaters, denn der HERR hatte ihren Tod beschlossen. \u2013<br>26 Der junge Samuel aber wuchs immer mehr heran und gewann an Liebe sowohl beim HERRN als auch bei den Menschen.<br>27 Da kam ein Gottesmann zu Eli und sagte zu ihm: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aAllerdings habe ich mich dem Hause deines Vaters (Aaron) geoffenbart, als sie noch in \u00c4gypten (Knechte) des Hauses des Pharaos waren,<br>28 und habe ihn mir aus allen St\u00e4mmen Israels zum Priester erw\u00e4hlt, damit er zu meinem Altar hinaufsteige und R\u00e4ucherwerk anz\u00fcnde und das Schulterkleid vor mir trage; und ich habe dem Hause deines Vaters alle Feueropfer der Israeliten zum Unterhalt zugewiesen.<br>29 Warum tretet ihr nun mit F\u00fc\u00dfen meine Schlachtopfer und meine Speisopfer, die ich f\u00fcr meine Wohnung angeordnet habe? Und warum ehrst du deine S\u00f6hne mehr als mich, so da\u00df ihr euch von den Erstlingen aller Opfergaben meines Volkes Israel m\u00e4stet?\u2039<br>30 Darum lautet der Ausspruch des HERRN, des Gottes Israels, so: \u203aIch habe allerdings gesagt: Dein Haus und deines Vaters Haus sollen ewiglich vor mir einhergehen\u2039; jetzt aber lautet der Ausspruch des HERRN so: \u203aFern sei das von mir! Nein, wer mich ehrt, den will ich wieder ehren, aber wer mich verachtet, der wird erniedrigt werden.<br>31 Wisse wohl: es kommt die Zeit, da werde ich deinen Arm und den Arm deines ganzen Geschlechts abhauen, so da\u00df es keinen Betagten mehr in deinem Hause geben soll.<br>32 Dann wirst du neidisch auf alles Gl\u00fcck hinblicken, mit dem der HERR Israel segnen wird, w\u00e4hrend sich in deinem Hause nie mehr ein Betagter finden wird.<br>33 Und gesetzt, ich tilge dir einmal einen nicht weg von meinem Altar, um deine Augen nicht verschmachten und dein Herz sich nicht abh\u00e4rmen zu lassen, so soll doch aller Nachwuchs deines Hauses schon im Mannesalter sterben.<br>34 Und das Schicksal, das deine beiden S\u00f6hne Hophni und Pinehas treffen wird, soll dir ein Zeichen sein: an einem Tage werden sie beide sterben!<br>35 Mir aber will ich einen treuen Priester erstehen lassen, der nach meinem Herzen und nach meinem Sinn handelt; dem will ich ein Haus bauen, das Bestand hat, und er soll allezeit vor meinem Gesalbten einhergehen.<br>36 Dann wird es dahin kommen, da\u00df jeder, der von deinem Hause noch \u00fcbriggeblieben ist, herbeikommt und sich vor ihm niederwirft, um ein Geldst\u00fcck als Almosen oder einen Laib Brot zu erbetteln, und die Bitte ausspricht: Bringe mich doch bei einer der Priesterschaften unter, damit ich ein St\u00fcck Brot zu essen habe!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott offenbart sich dem Samuel und k\u00fcndigt den Untergang des Hauses Elis an<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Zu der Zeit, wo der junge Samuel den Dienst des HERRN unter Elis Aufsicht versah, waren Offenbarungen des HERRN in Israel etwas Seltenes: Gesichte kamen nicht h\u00e4ufig vor.<br>2 Nun begab es sich zu jener Zeit, w\u00e4hrend Eli an seiner gew\u00f6hnlichen Stelle schlief \u2013 seine Augen waren aber allm\u00e4hlich schwach geworden, so da\u00df er nicht mehr sehen konnte;<br>3 die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, Samuel aber schlief im Tempel des HERRN da, wo die Lade Gottes stand \u2013,<br>4 da rief der HERR: \u00bbSamuel!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab<br>5 und lief dann zu Eli und sagte: \u00bbHier bin ich! Du hast mich ja gerufen.\u00ab Jener aber erwiderte: \u00bbIch habe nicht gerufen; lege dich wieder schlafen!\u00ab Da ging er hin und legte sich schlafen.<br>6 Der HERR aber rief wiederum: \u00bbSamuel!\u00ab Dieser erhob sich, ging zu Eli und sagte: \u00bbHier bin ich! Du hast mich ja gerufen.\u00ab Jener antwortete: \u00bbIch habe nicht gerufen, mein Sohn; lege dich wieder schlafen!\u00ab<br>7 Samuel hatte n\u00e4mlich den HERRN noch nicht kennengelernt, und es war ihm noch keine Offenbarung des HERRN zuteil geworden.<br>8 Nun rief der HERR wiederum zum drittenmal: \u00bbSamuel!\u00ab Da stand er auf, ging zu Eli und sagte: \u00bbHier bin ich! Du hast mich ja gerufen.\u00ab Jetzt erkannte Eli, da\u00df der HERR es war, der den J\u00fcngling gerufen hatte;<br>9 daher sagte Eli zu Samuel: \u00bbGehe hin, lege dich schlafen! Doch wenn du wieder angerufen wirst, so antworte: \u203aRede, HERR, denn dein Knecht h\u00f6rt!\u2039\u00ab So ging denn Samuel hin und legte sich auf seinem Platze schlafen.<br>10 Da kam der HERR, trat vor ihn hin und rief wie die vorigen Male: \u00bbSamuel! Samuel!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbRede! Denn dein Knecht h\u00f6rt.\u00ab<br>11 Da sagte der HERR zu Samuel: \u00bbWisse wohl, ich will in Israel etwas vollf\u00fchren, da\u00df jedem, der es h\u00f6rt, beide Ohren gellen sollen.<br>12 An jenem Tage will ich an Eli alles in Erf\u00fcllung gehen lassen, was ich seinem Hause angedroht habe, von Anfang bis zu Ende!<br>13 Denn ich habe ihm ank\u00fcndigen lassen, da\u00df ich sein Haus f\u00fcr alle Zeit richten will wegen seiner Verschuldung; denn er hat gewu\u00dft, da\u00df seine S\u00f6hne Gott in Verachtung bringen, und er ist ihnen dennoch nicht entgegengetreten.<br>14 Darum habe ich dem Hause Elis geschworen: \u203aWahrlich, die Verfehlung des Hauses Elis soll in Ewigkeit nicht, weder durch Schlachtopfer noch durch Speisopfer, ges\u00fchnt werden!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel teilt Eli die Offenbarung mit und beginnt seine Wirksamkeit als Prophet f\u00fcr ganz Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Samuel blieb hierauf bis zum Morgen liegen; dann \u00f6ffnete er die T\u00fcren des Hauses des HERRN, scheute sich jedoch, dem Eli etwas von dem Gesicht mitzuteilen.<br>16 Aber Eli rief ihn zu sich und sagte: \u00bbSamuel, mein Sohn!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab<br>17 Da fragte jener: \u00bbWas hat er zu dir gesagt? Verheimliche mir ja nichts! Gott m\u00f6ge dir\u2019s jetzt und k\u00fcnftig vergelten, wenn du mir irgend etwas von allem verheimlichst, was er zu dir gesagt hat!\u00ab<br>18 Da teilte ihm Samuel die ganze Offenbarung mit, ohne ihm etwas zu verschweigen; der aber erwiderte: \u00bbEr ist der HERR: er tue, was ihm wohlgef\u00e4llt!\u00ab<br>19 Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und lie\u00df nichts unerf\u00fcllt von allem, was er angek\u00fcndigt hatte;<br>20 und ganz Israel von Dan bis Beerseba erkannte, da\u00df Samuel zum Propheten des HERRN bestellt worden war.<br>21 Der HERR aber erschien auch fernerhin in Silo; denn der HERR offenbarte sich dem Samuel [in Silo durch das Wort des HERRN], und Samuel teilte dann die Offenbarungen dem gesamten Israel mit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bundeslade ins Lager der Israeliten geholt<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Und die Israeliten zogen den Philistern zum Kampf entgegen und lagerten bei Eben-Eser, w\u00e4hrend die Philister ihr Lager bei Aphek aufgeschlagen hatten.<br>2 Als sich nun die Philister den Israeliten gegen\u00fcber in Schlachtordnung aufgestellt hatten und der Kampf sich weit ausbreitete, wurden die Israeliten von den Philistern besiegt, und diese erschlugen in der Schlacht auf offenem Felde gegen viertausend Mann.<br>3 Als dann das Heer ins Lager zur\u00fcckgekehrt war, sagten die \u00c4ltesten der Israeliten: \u00bbWarum hat der HERR uns heute den Philistern unterliegen lassen? Wir wollen die Bundeslade des HERRN aus Silo zu uns holen, damit er in unsere Mitte kommt und uns aus der Hand unserer Feinde errettet.\u00ab<br>4 So sandte denn das Volk nach Silo, und man holte von dort die Bundeslade Gottes, des HERRN der Heerscharen, der \u00fcber den Cheruben thront; und die beiden S\u00f6hne Elis, Hophni und Pinehas, begleiteten die Bundeslade Gottes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkung dieses Ereignisses auf die kriegf\u00fchrenden Teile; Niederlage der Israeliten und Verlust der Lade<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Als nun die Bundeslade des HERRN ins Lager kam, erhob ganz Israel ein so gewaltiges Jubelgeschrei, da\u00df die Erde davon erdr\u00f6hnte.<br>6 Als die Philister den lauten Jubel h\u00f6rten, fragten sie: \u00bbWas hat dies laute Jubelgeschrei im Lager der Hebr\u00e4er zu bedeuten?\u00ab Als sie dann erfuhren, da\u00df die Lade des HERRN ins Lager gekommen sei,<br>7 gerieten die Philister in Angst, denn sie dachten: \u00bbGott ist zu ihnen ins Lager gekommen!\u00ab, und sie riefen aus: \u00bbWehe uns! Denn so etwas ist vordem nie geschehen!<br>8 Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieser m\u00e4chtigen Gottheit erretten? Das ist ja dieselbe Gottheit, welche die \u00c4gypter in der W\u00fcste mit allerlei Plagen geschlagen hat!<br>9 Haltet euch tapfer und zeigt euch als M\u00e4nner, ihr Philister, sonst m\u00fc\u00dft ihr den Hebr\u00e4ern dienen, wie sie euch gedient haben; ja, seid M\u00e4nner und k\u00e4mpft!\u00ab<br>10 Da k\u00e4mpften denn die Philister, und die Israeliten wurden geschlagen, und sie flohen ein jeder zu seinen Zelten; und die Niederlage war sehr schwer: es fielen von den Israeliten drei\u00dfigtausend Mann Fu\u00dfvolk.<br>11 Auch die Lade Gottes wurde (von den Feinden) erbeutet, und die beiden S\u00f6hne Elis, Hophni und Pinehas, fanden den Tod.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die traurigen Wirkungen der Botschaft in Silo; der Tod Elis und seiner Schwiegertochter<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Ein Benjaminit nun war vom Schlachtfelde weggeeilt und noch an demselben Tage nach Silo gelangt mit zerrissenen Kleidern und mit Erde auf dem Haupt.<br>13 Als er dort ankam, sa\u00df Eli gerade auf einem Stuhle (neben dem Tor) und sp\u00e4hte die Stra\u00dfe entlang; denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Als nun der Mann ankam, um der Stadt die Nachricht zu bringen, erhob die ganze Stadt ein Wehgeschrei.<br>14 Als Eli das laute Geschrei h\u00f6rte, fragte er: \u00bbWas bedeutet dieses gewaltige Geschrei?\u00ab Da kam der Mann herangeeilt und brachte dem Eli die Meldung.<br>15 Eli war aber achtundneunzig Jahre alt und hatte das Augenlicht verloren, so da\u00df er nicht mehr sehen konnte.<br>16 Als nun der Mann zu Eli sagte: \u00bbIch bin der Bote, der vom Schlachtfeld gekommen ist, und zwar bin ich heute vom Schlachtfeld geflohen\u00ab, da fragte Eli: \u00bbWie ist es (denn dort) gegangen, mein Sohn?\u00ab<br>17 Der Bote antwortete: \u00bbDie Israeliten sind vor den Philistern geflohen; dazu hat unser Heer eine schwere Niederlage erlitten; auch deine beiden S\u00f6hne, Hophni und Pinehas, sind tot, und die Lade Gottes ist (von den Feinden) erbeutet.\u00ab<br>18 Als er nun die Lade Gottes erw\u00e4hnte, da fiel Eli r\u00fccklings vom Stuhl herab neben dem Tor, brach das Genick und war tot; denn er war alt und ein schwerer Mann. Vierzig Jahre lang war er Richter in Israel gewesen.<br>19 Seine Schwiegertochter aber, die Frau des Pinehas, war hochschwanger; als sie nun die Kunde vom Verlust der Lade Gottes und vom Tode ihres Schwiegervaters und ihres Mannes vernahm, brach sie zusammen und gebar, da die Wehen sie pl\u00f6tzlich \u00fcberfielen.<br>20 Als es nun mit ihr zum Sterben ging und die Frauen, die um sie standen, zu ihr sagten: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht; du hast einen Sohn geboren!\u00ab, gab sie keine Antwort und war ganz teilnahmslos;<br>21 doch nannte sie den Knaben Ikabod, womit sie sagen wollte: \u00bbDahin ist die Herrlichkeit Israels!\u00ab, weil ja die Lade Gottes verlorengegangen war und wegen ihres Schwiegervaters und um ihres Mannes willen.<br>22 Sie rief also aus: \u00bbDahin ist die Herrlichkeit Israels, denn die Lade Gottes ist verlorengegangen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Die Philister aber hatten die Lade Gottes erbeutet und brachten sie von Eben-Eser nach Asdod;<br>2 dort nahmen die Philister die Lade Gottes, brachten sie in den Tempel Dagons und stellten sie neben Dagon hin.<br>3 Als aber die Einwohner von Asdod am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fch in den Tempel Dagons kamen, fanden sie Dagon vor der Lade des HERRN am Boden auf dem Angesicht liegen. Da nahmen sie Dagon und stellten ihn wieder an seinen Platz.<br>4 Als sie aber am folgenden Tage fr\u00fchmorgens kamen, fanden sie Dagon wieder auf seinem Angesicht am Boden vor der Lade des HERRN liegen, und zwar lagen der Kopf Dagons und seine beiden H\u00e4nde abgetrennt auf der Schwelle des Tempels; nur sein Fischrumpf war neben ihr noch \u00fcbriggeblieben.<br>5 Daher treten in Asdod die Priester Dagons und alle, die in den Dagontempel hineingehen, nicht auf die Schwelle Dagons bis auf den heutigen Tag.<br>6 Hierauf legte sich die Hand des HERRN schwer auf die Einwohner von Asdod; er setzte sie in Schrecken und suchte die Stadt und ihr Gebiet mit Pestbeulen heim.<br>7 Als nun die Leute von Asdod diese ihre schlimme Lage erkannten, sagten sie: \u00bbDie Lade des Gottes Israels darf nicht bei uns bleiben! Denn seine Hand lastet schwer auf uns und unserm Gott Dagon.\u00ab<br>8 Da beriefen sie durch Boten s\u00e4mtliche F\u00fcrsten der Philister in ihre Stadt zusammen und fragten: \u00bbWas sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen?\u00ab Da antworteten jene: \u00bbNach Gath soll die Lade des Gottes Israels \u00fcberf\u00fchrt werden!\u00ab, und sie lie\u00dfen sie auch wirklich dorthin bringen.<br>9 Aber als sie dorthin geschafft worden war, kam die Hand des HERRN \u00fcber die Stadt mit einer ganz gewaltigen Best\u00fcrzung, und er schlug auch hier die Leute der Stadt, junge und alte, so da\u00df Pestbeulen an ihnen zum Ausbruch kamen.<br>10 Als man dann die Lade Gottes nach Ekron gebracht hatte, schrien die Einwohner der Stadt nach Ankunft der Lade Gottes in Ekron: \u00bbMan hat die Lade des Gottes Israels zu uns hergebracht, um uns und unsere Einwohnerschaft umzubringen!\u00ab<br>11 Da lie\u00dfen sie wiederum alle F\u00fcrsten der Philister durch Boten zusammenrufen und baten: \u00bbSchickt die Lade des Gottes der Israeliten wieder zur\u00fcck an den Ort, wohin sie geh\u00f6rt, damit sie nicht uns und unser Volk umbringt!\u00ab Denn es war ein t\u00f6dlicher Schrecken \u00fcber die ganze Stadt gekommen: \u00fcberaus schwer lastete die Hand Gottes auf ihr;<br>12 denn die Leute, die nicht starben, litten qualvoll an Pestbeulen, und das Wehgeschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beschlu\u00dffassung der Philister \u00fcber die Zur\u00fcckgabe der Lade<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nachdem sich nun die Lade des HERRN sieben Monate lang im Gebiet der Philister befunden hatte,<br>2 beriefen die Philister ihre Priester und Wahrsager und fragten sie: \u00bbWas sollen wir mit der Lade des HERRN machen? La\u00dft uns wissen, auf welche Weise wir sie an den Ort, wohin sie geh\u00f6rt, zur\u00fcckschicken sollen!\u00ab<br>3 Jene antworteten: \u00bbWollt ihr die Lade des Gottes Israels zur\u00fcckschicken, so d\u00fcrft ihr sie nicht ohne Geschenke ziehen lassen, sondern m\u00fc\u00dft ihr jedenfalls ein S\u00fchnegeschenk zum Entgelt mitgeben; alsdann wird es euch wieder gutgehen, und ihr werdet auch in Erfahrung bringen, warum seine Hand nicht von euch abl\u00e4\u00dft.\u00ab<br>4 Da fragten sie: \u00bbWorin soll das S\u00fchnegeschenk bestehen, das wir ihm als Entgelt entrichten sollen?\u00ab Jene antworteten: \u00bbEntsprechend der Zahl der F\u00fcrsten der Philister: f\u00fcnf goldene (Nachbildungen eurer) Pestbeulen und f\u00fcnf goldene M\u00e4use; denn die gleiche Plage ist euch allen, auch euren F\u00fcrsten widerfahren.<br>5 La\u00dft also Nachbildungen eurer Pestbeulen und Nachbildungen von den M\u00e4usen anfertigen, die euch das Land verw\u00fcsten, und erweist so dem Gott Israels eine Ehre; vielleicht l\u00e4\u00dft er dann seine Hand nicht mehr so schwer auf euch und eurem Gott und eurem Lande lasten.<br>6 Warum wollt ihr euer Herz verh\u00e4rten, wie die \u00c4gypter und der Pharao einst ihr Herz verh\u00e4rtet haben? Nicht wahr: erst als er ihnen \u00fcbel mitgespielt hatte, da lie\u00dfen sie sie ziehen, und sie durften gehen.<br>7 La\u00dft also jetzt einen neuen Wagen fertigen und nehmt ein Paar s\u00e4ugende K\u00fche, auf die noch nie ein Joch gekommen ist; spannt dann die K\u00fche an den Wagen, ihre K\u00e4lber aber treibt von ihnen weg nach Hause zur\u00fcck.<br>8 Dann nehmt die Lade des HERRN, stellt sie auf den Wagen und tut die goldenen Kleinodien, die ihr ihm als S\u00fchnegeschenk entrichten wollt, in ein K\u00e4stchen neben sie und la\u00dft sie so ihres Weges ziehen.<br>9 Gebt aber acht: wenn sie den Heimweg antritt hinauf nach Beth-Semes hin, so ist er es gewesen, der uns dieses gro\u00dfe Ungl\u00fcck hat zusto\u00dfen lassen; andernfalls wissen wir, da\u00df nicht seine Hand uns heimgesucht hat, sondern da\u00df nur ein Zufall uns begegnet ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausf\u00fchrung des Beschlusses; Ankunft und Empfang der Lade in Beth-Semes<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Da taten die Leute so: sie nahmen ein Paar s\u00e4ugende K\u00fche und spannten sie an den Wagen, w\u00e4hrend sie ihre K\u00e4lber zu Hause zur\u00fcckbehielten.<br>11 Dann stellten sie die Lade des HERRN auf den Wagen samt dem K\u00e4stchen mit den goldenen M\u00e4usen und den Nachbildungen ihrer Pestbeulen.<br>12 Da gingen die K\u00fche geradeaus auf dem Wege nach Beth-Semes zu, verfolgten, unaufh\u00f6rlich br\u00fcllend, dieselbe Stra\u00dfe, ohne nach rechts oder nach links abzubiegen; die F\u00fcrsten der Philister aber gingen hinter ihnen her bis an die Feldmark von Beth-Semes.<br>13 Die Einwohner von Beth-Semes aber waren gerade mit der Weizenernte in der Niederung besch\u00e4ftigt. Als sie nun ihre Augen erhoben und die Lade erblickten, freuten sie sich, sie wiederzusehen.<br>14 Als der Wagen dann auf dem Felde des Bethsemesiters Josua angekommen war, stand er daselbst still. Dort lag ein gro\u00dfer Stein. Sie spalteten nun das Holz des Wagens und brachten die beiden K\u00fche dem HERRN als Brandopfer dar.<br>15 Die Leviten hatten n\u00e4mlich die Lade des HERRN herabgenommen und ebenso das neben ihr stehende K\u00e4stchen, in welchem sich die goldenen Kleinodien befanden, und hatten sie auf den gro\u00dfen Stein gestellt; hierauf brachten die Einwohner von Beth-Semes dem HERRN noch an demselben Tage Brand- und Schlachtopfer dar.<br>16 Nachdem dann die f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister alles mit angesehen hatten, kehrten sie noch an demselben Tage nach Ekron zur\u00fcck. \u2013<br>17 Folgendes sind aber die goldenen Pestbeulen, welche die Philister dem HERRN als S\u00fchnegeschenk erstattet haben: f\u00fcr Asdod eine, f\u00fcr Gaza eine, f\u00fcr Askalon eine, f\u00fcr Gath eine, f\u00fcr Ekron eine;<br>18 die goldenen M\u00e4use aber entsprachen der Zahl aller Ortschaften der Philister unter den f\u00fcnf F\u00fcrsten, sowohl der befestigten St\u00e4dte als auch der offenen Bauernd\u00f6rfer. (Zeuge) hierf\u00fcr ist der gro\u00dfe Stein, auf den sie die Lade des HERRN niedergesetzt hatten, der bis auf den heutigen Tag auf dem Felde Josuas, des Bethsemesiters, liegt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufstellung der Lade in Kirjath-Jearim<\/h3>\n\n\n\n<p>19 (Der Herr) aber lie\u00df unter den Einwohnern von Beth-Semes ein Sterben ausbrechen, weil sie in die Lade des HERRN hineingeschaut hatten, und lie\u00df unter der Einwohnerschaft siebzig Personen sterben. Da trauerte die Einwohnerschaft dar\u00fcber, da\u00df der HERR ein so schreckliches Ungl\u00fcck \u00fcber das Volk hatte kommen lassen;<br>20 und die Leute von Beth-Semes riefen aus: \u00bbWer vermag zu bestehen vor dem HERRN, diesem heiligen Gott?!\u00ab und: \u00bbZu wem soll er nun hingehen von uns weg?\u00ab<br>21 Sie sandten dann Boten zu den Einwohnern von Kirjath-Jearim und lie\u00dfen ihnen sagen: \u00bbDie Philister haben die Lade des HERRN zur\u00fcckgebracht; kommt herab und holt sie zu euch hinauf!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da kamen die M\u00e4nner von Kirjath-Jearim, holten die Lade des HERRN hinauf und brachten sie in das Haus Abinadabs auf der Anh\u00f6he; seinen Sohn Eleasar aber weihten sie zum H\u00fcter der Lade des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Israeliten bekehren sich bu\u00dffertig zu Gott<\/h3>\n\n\n\n<p>2 Seit dem Tage nun, an welchem die Lade des HERRN in Kirjath-Jearim untergebracht war, verging eine lange Zeit, wohl zwanzig Jahre. Als sich dann das ganze Haus Israel mit Wehklagen an den HERRN wandte,<br>3 sagte Samuel zum ganzen Hause Israel: \u00bbWenn ihr mit eurem ganzen Herzen zum HERRN umkehren wollt, so schafft die fremden G\u00f6tter und besonders die Astartebilder aus eurer Mitte weg und richtet euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein, dann wird er euch aus der Gewalt der Philister erretten.\u00ab<br>4 Da entfernten die Israeliten die Bilder Baals und der Astarte und dienten dem HERRN allein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuels F\u00fcrbitte und Opfer f\u00fcr Israel in Mizpa; Besiegung der Philister; der Stein Eben-Eser<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Hierauf machte Samuel bekannt: \u00bbLa\u00dft ganz Israel in Mizpa zusammenkommen, dann will ich F\u00fcrbitte f\u00fcr euch beim HERRN einlegen!\u00ab<br>6 Als sie sich nun in Mizpa versammelt hatten, sch\u00f6pften sie Wasser und gossen es vor dem HERRN aus; zugleich fasteten sie an jenem Tage und legten dort das Bekenntnis ab: \u00bbWir haben gegen den HERRN ges\u00fcndigt!\u00ab Sodann sprach Samuel den Israeliten in Mizpa Recht.<br>7 Als aber die Philister erfuhren, da\u00df die Israeliten sich in Mizpa versammelt hatten, zogen die F\u00fcrsten der Philister gegen Israel hinauf. Als die Israeliten Kunde davon erhielten, gerieten sie in Furcht vor den Philistern<br>8 und baten Samuel: \u00bbLa\u00df nicht ab, f\u00fcr uns zum HERRN, unserm Gott, laut zu flehen, da\u00df er uns aus der Gewalt der Philister errette!\u00ab<br>9 Da nahm Samuel ein Milchlamm und brachte es dem HERRN als Ganzopfer dar; dabei flehte Samuel laut f\u00fcr Israel zum HERRN, und der HERR erh\u00f6rte ihn.<br>10 W\u00e4hrend n\u00e4mlich Samuel an jenem Tage das Brandopfer darbrachte, waren die Philister zum Angriff gegen Israel heranger\u00fcckt; aber der HERR lie\u00df ein Gewitter mit furchtbarem Donner \u00fcber den Philistern ausbrechen und versetzte sie dadurch in solche Best\u00fcrzung, da\u00df sie von den Israeliten geschlagen wurden.<br>11 Da brachen die Israeliten aus Mizpa hervor, verfolgten die Philister und richteten ein Blutbad unter ihnen an bis unterhalb von Beth-Kar.<br>12 Darauf nahm Samuel einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Sen auf und gab ihm den Namen Eben-Eser und sagte: \u00bbBis hierher hat der HERR uns geholfen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Friedenszustand des Landes; Samuels Wirksamkeit als Richter<\/h3>\n\n\n\n<p>13 So waren denn die Philister gedem\u00fctigt und fielen fortan nicht mehr in das Gebiet der Israeliten ein; denn solange Samuel lebte, lag die Hand des HERRN auf den Philistern.<br>14 Auch die St\u00e4dte, welche die Philister den Israeliten abgenommen hatten, kamen wieder in den Besitz der Israeliten, von Ekron an bis Gath; auch das zu ihnen geh\u00f6rige Gebiet machte Israel von der Herrschaft der Philister frei. Ebenso bestand Friede zwischen Israel und den Amoritern.<br>15 Samuel waltete dann als Richter in Israel w\u00e4hrend seines ganzen Lebens.<br>16 Er zog n\u00e4mlich Jahr f\u00fcr Jahr umher und machte die Runde \u00fcber Bethel, Gilgal und Mizpa; wenn er dann an allen diesen Orten Gericht in Israel gehalten hatte,<br>17 kehrte er nach Rama zur\u00fcck; denn dort hatte er seinen Wohnsitz, und dort sprach er den Israeliten Recht; er baute dort dem HERRN auch einen Altar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Verlangen des Volkes erregt Samuels Mi\u00dfmut, findet aber Gottes Zustimmung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als aber Samuel alt geworden war, bestellte er seine (beiden) S\u00f6hne zu Richtern \u00fcber Israel.<br>2 Sein \u00e4ltester Sohn hie\u00df Joel, sein zweiter Abia; sie sprachen in Beerseba Recht.<br>3 Aber seine S\u00f6hne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern gingen auf Gewinn aus, nahmen Bestechungsgeschenke an und beugten das Recht.<br>4 Da versammelten sich alle \u00c4ltesten der Israeliten, kamen zu Samuel nach Rama<br>5 und sagten zu ihm: \u00bbDu bist nun alt geworden, und deine S\u00f6hne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen K\u00f6nig \u00fcber uns ein, der uns richten soll, wie es bei allen anderen V\u00f6lkern der Fall ist.\u00ab<br>6 Samuel war zwar unzufrieden damit, da\u00df sie von ihm die Einsetzung eines K\u00f6nigs verlangten, der \u00fcber sie herrschen sollte; doch als er zum HERRN betete,<br>7 gab der HERR ihm die Antwort: \u00bbKomm der Forderung des Volkes in allem nach, was sie von dir verlangen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, da\u00df ich nicht (l\u00e4nger) K\u00f6nig \u00fcber sie sein soll.<br>8 Sie machen es jetzt mit dir ebenso, wie sie es mit mir immer gemacht haben seit der Zeit, wo ich sie aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt habe, bis auf diesen Tag, indem sie mich verlassen und anderen G\u00f6ttern gedient haben.<br>9 So komm also ihrer Forderung nach; nur verwarne sie ernstlich und weise sie hin auf die Rechte des K\u00f6nigs, der \u00fcber sie herrschen wird.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel teilt dem Volke die einem K\u00f6nig zustehenden Rechte mit<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Hierauf teilte Samuel dem Volke, das einen K\u00f6nig von ihm forderte, alles mit, was der HERR zu ihm gesagt hatte,<br>11 und fuhr dann fort: \u00bbFolgende Rechte wird der K\u00f6nig haben, der \u00fcber euch herrschen wird: Eure S\u00f6hne wird er nehmen, um sie f\u00fcr sich bei seinen Kriegswagen und seinen Reitern zu verwenden; er wird sie auch vor seinem Wagen herlaufen lassen<br>12 und sie als Befehlshaber \u00fcber Tausend und als Befehlshaber \u00fcber F\u00fcnfzig f\u00fcr sich anstellen; sie werden ferner seine \u00c4cker pfl\u00fcgen m\u00fcssen und seine Ernte einbringen und ihm Kriegsger\u00e4te und Wagengeschirr anzufertigen haben.<br>13 Eure T\u00f6chter aber wird er nehmen und sie zum Salbenbereiten, zum Kochen und zum Backen verwenden.<br>14 Von euren \u00c4ckern, euren Weinbergen und \u00d6lbaumg\u00e4rten wird er die besten nehmen und sie seinen Dienern geben;<br>15 und von euren Saatfeldern und Weinbergen wird er den Zehnten erheben und ihn seinen Hofleuten und Beamten geben.<br>16 Eure Knechte und M\u00e4gde, eure sch\u00f6nsten Rinder und Esel wird er nehmen und sie f\u00fcr seine Wirtschaft verwenden.<br>17 Von eurem Kleinvieh wird er den Zehnten erheben, und ihr selbst werdet ihm als Knechte dienen m\u00fcssen.<br>18 Und wenn ihr dann wegen eures K\u00f6nigs, den ihr euch erw\u00e4hlt habt, zum HERRN schreit, so wird der HERR euch alsdann nicht erh\u00f6ren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Volk beharrt bei seiner Forderung; Gottes Zustimmung<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Aber das Volk wollte auf Samuels Vorstellungen nicht h\u00f6ren, sondern erkl\u00e4rte: \u00bbNein, es soll dennoch ein K\u00f6nig an unserer Spitze stehen!<br>20 Wir wollen es ebenso haben wie alle anderen V\u00f6lker: unser K\u00f6nig soll uns Recht sprechen, soll unser Anf\u00fchrer sein und unsere Kriege f\u00fchren.\u00ab<br>21 Als nun Samuel alle Worte des Volkes angeh\u00f6rt und sie dem HERRN vorgetragen hatte,<br>22 sagte der HERR zu Samuel: \u00bbKomm ihrer Forderung nach und setze einen K\u00f6nig \u00fcber sie ein!\u00ab Darauf sagte Samuel zu den M\u00e4nnern von Israel: \u00bbGeht heim, ein jeder in seinen Wohnort!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saul kommt auf der Suche nach den Eselinnen seines Vaters in den Wohnort Samuels<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es war aber ein Mann aus (Gibea im) Stamme Benjamin namens Kis, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Aphiahs, ein Benjaminit, ein wohlhabender Mann;<br>2 der hatte einen Sohn namens Saul, von ungew\u00f6hnlicher Sch\u00f6nheit, so da\u00df es unter den Israeliten keinen sch\u00f6neren Mann gab; alle anderen im Volk \u00fcberragte er um eines Hauptes L\u00e4nge.<br>3 Als nun Kis, dem Vater Sauls, einst die Eselinnen sich verlaufen hatten, sagte Kis zu seinem Sohne Saul: \u00bbNimm einen von den Knechten mit dir und mache dich auf den Weg, um die Eselinnen zu suchen!\u00ab<br>4 Da durchwanderte er das ephraimitische Bergland und durchzog die Landschaft Salisa, ohne die Tiere zu finden; weiter zogen sie durch die Landschaft Saalim, aber sie waren nicht da; dann ging\u2019s durch das Gebiet von Benjamin, aber sie fanden sie auch hier nicht.<br>5 Als sie endlich in der Landschaft Zuph angelangt waren, sagte Saul zu seinem Knecht, der bei ihm war: \u00bbKomm, wir wollen umkehren; sonst k\u00f6nnte sich mein Vater um uns statt um die Eselinnen Sorge machen.\u00ab<br>6 Doch jener entgegnete ihm: \u00bbIn der Stadt dort wohnt ja ein Gottesmann, ein hochangesehener Mann; alles, was er sagt, trifft sicher ein. La\u00df uns also dorthin gehen! Vielleicht gibt er uns Auskunft in unserer Sache, deretwegen wir unterwegs sind.\u00ab<br>7 Saul erwiderte seinem Knechte: \u00bbWenn wir wirklich hingingen, ja was wollten wir dem Manne zukommen lassen? Das Brot in unseren Ranzen ist ausgegangen, und wir haben kein Geschenk, das wir dem Gottesmanne bringen k\u00f6nnten; was h\u00e4tten wir noch bei uns?\u00ab<br>8 Da antwortete der Knecht dem Saul noch einmal: \u00bbIch habe hier noch einen Viertelschekel Silber bei mir; den magst du dem Gottesmanne schenken, damit er uns Auskunft in unserer Sache gibt.\u00ab<br>9 [Ehedem gebrauchte man in Israel, wenn man zur Befragung Gottes ging, die Redensart: \u00bbKommt, la\u00dft uns zum Seher gehen!\u00ab; denn einen Mann, den man heutzutage Prophet hei\u00dft, nannte man ehedem Seher.]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls freundlicher Empfang und ehrenvolle Behandlung von seiten Samuels<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Da antwortete Saul seinem Knecht: \u00bbDein Vorschlag ist gut! Komm, wir wollen (zum Seher) hingehen!\u00ab Als sie nun nach der Stadt hingingen, wo der Gottesmann war,<br>11 und gerade den Aufgang zur Stadt hinanstiegen, begegneten ihnen junge M\u00e4dchen, die herauskamen, um Wasser zu holen. Diese fragten sie: \u00bbIst der Seher hier anwesend?\u00ab<br>12 Sie antworteten ihnen: \u00bbJawohl, er ist da gerade vor dir; eile nun hin, denn er ist eben heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest auf der H\u00f6he h\u00e4lt.<br>13 Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn gerade noch treffen, bevor er auf die H\u00f6he zum Essen hinaufgeht; denn die Festgesellschaft i\u00dft nicht eher, als bis er gekommen ist; er mu\u00df n\u00e4mlich das Opfermahl segnen: erst dann essen die Geladenen. Geht also hinauf, denn eben jetzt werdet ihr ihn treffen!\u00ab<br>14 So gingen sie denn zur Stadt hinauf; und als sie gerade in das Innere der Stadt getreten waren, kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Anh\u00f6he hinaufzugehen.<br>15 Nun hatte aber der HERR am Tage zuvor, ehe Saul kam, dem Samuel folgende Offenbarung zukommen lassen:<br>16 \u00bbMorgen um diese Stunde werde ich einen Mann aus dem Stamme Benjamin zu dir kommen lassen: den salbe zum F\u00fcrsten \u00fcber mein Volk Israel; er soll mein Volk aus der Gewalt der Philister erretten; denn ich habe das Elend meines Volkes angesehen, weil sein Hilferuf zu mir gedrungen ist.\u00ab<br>17 Sobald nun Samuel den Saul erblickte, tat der HERR ihm kund: \u00bbDies ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, da\u00df er \u00fcber mein Volk herrschen solle!\u00ab<br>18 Da trat Saul innerhalb des Torplatzes auf Samuel zu mit der Bitte: \u00bbSage mir doch, wo hier die Wohnung des Sehers ist.\u00ab<br>19 Samuel antwortete dem Saul: \u00bbIch bin der Seher: steige vor mir her die H\u00f6he hinauf! Denn ihr m\u00fc\u00dft heute mit mir essen; morgen fr\u00fch will ich dich dann ziehen lassen und dir Auskunft \u00fcber alles geben, was dir auf dem Herzen liegt.<br>20 Um die Eselinnen aber, die dir heute vor drei Tagen abhanden gekommen sind, brauchst du dir keine Gedanken zu machen; denn sie haben sich wiedergefunden. Und wem geh\u00f6rt alles, was es Wertvolles in Israel gibt? Doch wohl dir und deines Vaters ganzem Hause?\u00ab<br>21 Da entgegnete Saul: \u00bbIch bin doch nur ein Benjaminit, aus einem der kleinsten St\u00e4mme Israels, und mein Geschlecht ist das geringste unter allen Geschlechtern des Stammes Benjamin: warum redest du da solche Worte zu mir?\u00ab<br>22 Samuel aber nahm Saul samt seinem Knecht mit sich, f\u00fchrte sie in die Halle und wies ihnen einen Platz an zuoberst der G\u00e4ste, deren ungef\u00e4hr drei\u00dfig anwesend waren.<br>23 Hierauf sagte Samuel zu dem Koch: \u00bbBringe das St\u00fcck her, das ich dir \u00fcbergeben und von dem ich dir gesagt habe, du m\u00f6chtest es beiseite legen.\u00ab<br>24 Da brachte der Koch die Keule mit dem Nierenst\u00fcck herbei, Samuel aber setzte sie dem Saul vor und sagte: \u00bbSiehe, dies Ehrenst\u00fcck ist f\u00fcr dich aufgehoben! Lege es dir vor und i\u00df! Denn bis zur bestimmten Zeit ist es f\u00fcr dich aufbewahrt worden, schon als ich sagte, ich h\u00e4tte die G\u00e4ste geladen.\u00ab So a\u00df denn Saul mit Samuel an jenem Tage.<br>25 Als sie dann von der Anh\u00f6he zur Stadt hinuntergegangen waren, bereitete man dem Saul das Lager auf dem Dach;<br>26 und er legte sich schlafen. Als dann die Morgenr\u00f6te aufging, rief Samuel aufs Dach hinauf dem Saul die Worte zu: \u00bbStehe auf! Ich will dich geleiten.\u00ab Da stand Saul auf, und sie gingen beide, er und Samuel, hinaus auf die Stra\u00dfe.<br>27 W\u00e4hrend sie nun ans Ende der Stadt hinuntergingen, sagte Samuel zu Saul: \u00bbLa\u00df den Knecht uns vorausgehen! Du selbst aber bleibe jetzt hier stehen: ich will dir ein Gotteswort kundtun!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf nahm Samuel die \u00d6lflasche und go\u00df sie ihm aufs Haupt, k\u00fc\u00dfte ihn dann und sagte: \u00bbHiermit hat der HERR dich zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Eigentumsvolk Israel gesalbt!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel prophezeit dem Saul drei Zeichen, die auf dem Heimwege bei ihm eintreffen sollen, und bestellt ihn nach Gilgal<\/h3>\n\n\n\n<p>2 \u00bbWenn du jetzt von mir weggehst, wirst du beim Grabe der Rahel an der Grenze von Benjamin, in Zelzah, zwei M\u00e4nner treffen, die zu dir sagen werden: \u203aDie Eselinnen, zu deren Aufsuchung du ausgezogen bist, haben sich wiedergefunden; dein Vater denkt jetzt nicht mehr an den Vorfall mit den Eselinnen, macht sich aber um euch Sorge und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes tun?\u2039<br>3 Wenn du dann von dort weiterwanderst und zum Terebinthenhain von Thabor gekommen bist, so werden dir dort drei M\u00e4nner begegnen, die zum Heiligtum Gottes nach Bethel hinaufgehen; der eine tr\u00e4gt drei B\u00f6ckchen, der andere drei Laibe Brot und der dritte einen Schlauch Wein.<br>4 Sie werden dich begr\u00fc\u00dfen und dir zwei Brote anbieten, die du von ihnen annehmen sollst.<br>5 Hierauf wirst du nach Gibea-Elohim kommen, wo die S\u00e4ule der Philister steht, und beim Eintritt in den Ort wirst du dort einer Schar Propheten begegnen, die von der H\u00f6he herabkommen, und vor ihnen her erschallt Musik von Harfen, Pauken, Fl\u00f6ten und Zithern, w\u00e4hrend sie selbst sich in prophetischer Begeisterung befinden.<br>6 Da wird dann der Geist des HERRN auch \u00fcber dich kommen, so da\u00df du mit ihnen in Begeisterung ger\u00e4tst und in einen anderen Menschen verwandelt wirst.<br>7 Wenn nun diese Zeichen bei dir eingetroffen sind, so tu, wozu du dich gerade getrieben f\u00fchlst, denn Gott ist mit dir!<br>8 Gehe vor mir nach Gilgal hinab; ich werde alsdann zu dir dorthin kommen, um Brandopfer darzubringen und Heilsopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du dort warten, bis ich zu dir komme und dir mitteile, was du zu tun hast.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Eintreffen der angek\u00fcndigten Zeichen; Saul unter den Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Sobald nun Saul den R\u00fccken gewandt hatte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte ihm Gott sein Herz; und alle diese Zeichen trafen an jenem Tage ein.<br>10 Denn als sie dorthin, nach Gibea, kamen und ihm die Prophetenschar begegnete, da kam pl\u00f6tzlich der Geist Gottes \u00fcber ihn, so da\u00df er mitten unter ihnen in prophetische Begeisterung geriet.<br>11 Als nun alle, die ihn von fr\u00fcher her kannten, sahen, wie er sich gleich den anderen als Prophet geb\u00e4rdete, fragten die Leute sich untereinander: \u00bbWas ist denn mit dem Sohn des Kis vorgegangen? Geh\u00f6rt denn Saul auch zu den Propheten?\u00ab<br>12 Da antwortete ein Mann von dort: \u00bbAber wer ist denn deren Vater?\u00ab Daher r\u00fchrt das Sprichwort: \u00bbGeh\u00f6rt Saul auch zu den Propheten?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saul wieder zu Hause; seine zur\u00fcckhaltende Unterredung mit seinem Vetter<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Als dann seine prophetische Begeisterung vor\u00fcber war und er nach Hause gekommen war,<br>14 fragte sein Vetter ihn und seinen Knecht: \u00bbWohin seid ihr gegangen?\u00ab Er antwortete: \u00bbWir wollten die Eselinnen suchen, und als wir sahen, da\u00df sie nirgends zu finden waren, sind wir zu Samuel gegangen.\u00ab<br>15 Da bat ihn sein Vetter: \u00bbTeile mir doch mit, was Samuel euch gesagt hat!\u00ab<br>16 Da erwiderte Saul seinem Vetter: \u00bbNun, er hat uns mitgeteilt, da\u00df die Eselinnen sich wiedergefunden h\u00e4tten.\u00ab Was ihm aber Samuel in betreff des K\u00f6nigtums gesagt hatte, davon verriet er ihm nichts.<br>17 Hierauf berief Samuel das Volk zum (Heiligtum des) HERRN nach Mizpa<br>18 und sagte zu den Israeliten: \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIch bin\u2019s, der Israel aus \u00c4gypten heraufgef\u00fchrt und euch aus der Hand der \u00c4gypter und aus der Gewalt aller K\u00f6nigreiche, die euch bedr\u00e4ngten, errettet hat.<br>19 Ihr aber habt jetzt euren Gott verworfen, der euch aus allen euren N\u00f6ten und Bedr\u00e4ngnissen errettet hat, und habt zu ihm gesagt: \u203aNein, einen K\u00f6nig sollst du \u00fcber uns einsetzen!\u2039 Nun denn, so stellt euch vor dem HERRN nach euren St\u00e4mmen und nach euren Tausendschaften auf!\u00ab<br>20 Als dann Samuel alle St\u00e4mme Israels hatte antreten lassen, wurde der Stamm Benjamin durchs Los getroffen;<br>21 und als er den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern antreten lie\u00df, wurde das Geschlecht der Matriten und aus diesem Saul, der Sohn des Kis, getroffen; als man aber nach ihm suchte, war er nicht zu finden.<br>22 Da fragte man nochmals beim HERRN an: \u00bbIst der Mann \u00fcberhaupt hergekommen?\u00ab Der HERR antwortete: \u00bbJawohl, er h\u00e4lt sich beim Gep\u00e4ck versteckt.\u00ab<br>23 Da eilte man hin und holte ihn von dort; und als er dann mitten unter das Volk trat, \u00fcberragte er alle anderen um eines Hauptes L\u00e4nge.<br>24 Da sagte Samuel zu dem ganzen Volk: \u00bbSeht ihr wohl, wen der HERR sich erw\u00e4hlt hat? Diesem kommt keiner im ganzen Volke gleich!\u00ab Da erhob das ganze Volk ein Jubelgeschrei und rief: \u00bbEs lebe der K\u00f6nig!\u00ab<br>25 Darauf brachte Samuel die Rechte des K\u00f6nigtums zur Kenntnis des Volkes und trug sie in ein Buch ein, das er vor den HERRN niederlegte; danach entlie\u00df Samuel das ganze Volk, einen jeden in seine Heimat.<br>26 Auch Saul kehrte in seinen Wohnort nach Gibea zur\u00fcck, und eine Kriegerschar der Tapferen, denen Gott das Herz ger\u00fchrt hatte, gab ihm das Geleit.<br>27 Einige nichtsw\u00fcrdige Leute aber sagten: \u00bbWas wird der uns helfen k\u00f6nnen?\u00ab So verachteten sie ihn und lie\u00dfen ihm kein Huldigungsgeschenk zukommen; doch er tat, als merkte er es nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die von dem Ammoniter Nahas schwer bedr\u00e4ngte Stadt Jabes ruft die Hilfe der Israeliten an<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Nach ungef\u00e4hr einem Monat aber) zog der Ammoniter Nahas heran und belagerte Jabes in Gilead. Da lie\u00df die gesamte B\u00fcrgerschaft von Jabes dem Nahas sagen: \u00bbSchlie\u00dfe einen Vertrag mit uns, so wollen wir uns dir unterwerfen.\u00ab<br>2 Aber der Ammoniter Nahas antwortete ihnen: \u00bbNur unter der Bedingung will ich einen Vertrag mit euch schlie\u00dfen, da\u00df ich jedem von euch das rechte Auge aussteche und dadurch ganz Israel beschimpfe.\u00ab<br>3 Da lie\u00dfen ihm die \u00c4ltesten von Jabes sagen: \u00bbGew\u00e4hre uns eine Frist von sieben Tagen, damit wir Boten in alle Teile Israels senden! Wenn dann niemand uns Hilfe leistet, so wollen wir uns dir ergeben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls entschlossenes Auftreten und herrlicher Sieg<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Als nun die Boten nach Gibea kamen, wo Saul wohnte, und ihr Anliegen dem Volke vortrugen, brachen alle Leute in lautes Weinen aus.<br>5 Saul aber kam gerade hinter den Rindern her vom Felde heim und fragte: \u00bbWas hat das Volk, da\u00df es weint?\u00ab Als man ihm dann mitteilte, was die M\u00e4nner von Jabes berichtet hatten,<br>6 kam beim Vernehmen dieser Nachricht der Geist Gottes \u00fcber ihn, und er geriet in heftigen Zorn.<br>7 Er nahm also ein Paar Rinder, zerst\u00fcckte sie, sandte die St\u00fccke durch Boten in alle Teile Israels und lie\u00df bekanntmachen: \u00bbWer nicht mit auszieht hinter Saul und Samuel her, dessen Rindern soll es ebenso ergehen!\u00ab Da fiel ein heiliger Schrecken auf das Volk, so da\u00df sie auszogen wie ein Mann;<br>8 und als er sie bei Besek musterte, waren es 300000 Israeliten und 30000 Mann vom Stamme Juda.<br>9 Man sagte nun zu den Boten, die gekommen waren: \u00bbMeldet den Einwohnern von Jabes in Gilead folgendes: \u203aMorgen, wenn die Sonne hei\u00df scheint, wird euch Hilfe werden!\u2039\u00ab Als nun die Boten bei ihrer Heimkehr dieses den B\u00fcrgern von Jabes berichteten, freuten diese sich<br>10 und lie\u00dfen den Ammonitern sagen: \u00bbMorgen wollen wir zu euch hinausziehen; dann m\u00f6gt ihr mit uns verfahren, wie es euch beliebt!\u00ab<br>11 Als Saul dann am andern Morgen seine Mannschaft in drei Heerhaufen geteilt hatte und diese in das feindliche Lager zur Zeit der Morgenwache eindrangen, richteten sie ein Blutbad unter den Ammonitern an, bis der Tag am hei\u00dfesten wurde; und die \u00dcbriggebliebenen wurden so zersprengt, da\u00df nicht zwei von ihnen beisammen blieben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls Gro\u00dfmut gegen seine Ver\u00e4chter; Freudenfest in Gilgal<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Da sagte das Volk zu Samuel: \u00bbWer sind die, welche gesagt haben: \u203aSaul sollte K\u00f6nig \u00fcber uns sein?\u2039 Her mit diesen M\u00e4nnern, da\u00df wir sie totschlagen!\u00ab<br>13 Saul aber entgegnete: \u00bbNiemand soll heute den Tod erleiden, denn heute hat der HERR dem Volke Israel Rettung geschafft!\u00ab<br>14 Samuel aber forderte das Volk auf: \u00bbKommt, la\u00dft uns nach Gilgal ziehen und dort das K\u00f6nigtum best\u00e4tigen!\u00ab<br>15 Da zog das gesamte Volk nach Gilgal und setzte dort Saul vor dem HERRN in Gilgal zum K\u00f6nig ein. Man schlachtete dort Heilsopfer vor dem HERRN, und Saul samt allen Israeliten feierten dort ein gro\u00dfes Freudenfest.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Volk best\u00e4tigt dem Samuel die unstr\u00e4fliche F\u00fchrung des Richteramtes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Darauf sagte Samuel zu ganz Israel: \u00bbSeht, ich bin in allem, was ihr mir vorgetragen habt, eurem Wunsche nachgekommen und habe einen K\u00f6nig \u00fcber euch eingesetzt.<br>2 So wird denn nunmehr der K\u00f6nig an eurer Spitze einhergehen. Ich aber bin alt und grau geworden, so da\u00df nun meine S\u00f6hne unter euch sind. Ich habe aber meinen Wandel von meiner Jugend an bis auf den heutigen Tag vor euren Augen gef\u00fchrt.<br>3 Hier stehe ich: tretet vor dem HERRN und seinem Gesalbten gegen mich auf! Wem habe ich seinen Ochsen, wem seinen Esel weggenommen? Wen habe ich \u00fcbervorteilt, wem Gewalt angetan? Oder von wem habe ich ein Geschenk angenommen, da\u00df ich mir dadurch die Augen h\u00e4tte blenden lassen? \u2013 so will ich es euch zur\u00fcckerstatten!\u00ab<br>4 Da antworteten sie: \u00bbDu hast uns nicht \u00fcbervorteilt und uns keine Gewalt angetan, hast auch von niemand irgend etwas angenommen.\u00ab<br>5 Darauf fuhr er fort: \u00bbDer HERR ist heute mein Zeuge euch gegen\u00fcber, und ebenso ist auch sein Gesalbter Zeuge, da\u00df ihr gar nichts (von unrechtem Gut) in meinem Besitz gefunden habt.\u00ab Sie riefen: \u00bbJa, er ist Zeuge!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel erinnert das Volk an die vielen Wohltaten Gottes<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Hierauf sagte Samuel weiter zum Volke: \u00bbJa, Zeuge ist der HERR, der Mose und Aaron geschaffen und der eure V\u00e4ter aus dem Lande \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat!<br>7 Jetzt aber tretet her, damit ich euch vor dem HERRN ins Gewissen rede und euch alle Wohltaten vorhalte, die der HERR euch und euren V\u00e4tern erwiesen hat!<br>8 Als Jakob nach \u00c4gypten gekommen war und eure V\u00e4ter zum HERRN um Hilfe schrien, da sandte der HERR Mose und Aaron, damit sie eure V\u00e4ter aus \u00c4gypten wegf\u00fchrten und ihnen Wohnsitze in diesem Lande g\u00e4ben.<br>9 Als sie (eure V\u00e4ter) aber den HERRN, ihren Gott, verga\u00dfen, lie\u00df er sie in die Gewalt Siseras, des Heerf\u00fchrers (des K\u00f6nigs Jabin) von Hazor, fallen und in die Gewalt der Philister und in die Gewalt des K\u00f6nigs der Moabiter; die fingen Kriege mit ihnen an.<br>10 Als sie nun zum HERRN um Hilfe schrien und bekannten: \u203aWir haben ges\u00fcndigt, da\u00df wir den HERRN verlassen und den Baalen und Astarten gedient haben! Jetzt aber errette uns aus der Gewalt unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!\u00ab \u2013<br>11 da sandte der HERR Jerubbaal und Barak, Jephthah und Samuel und errettete euch aus der Gewalt eurer Feinde ringsum, so da\u00df ihr in Sicherheit wohnen konntet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel beweist dem Volke durch ein wunderbares Gotteszeichen, da\u00df es sich durch die Wahl eines K\u00f6nigs vers\u00fcndigt habe<\/h3>\n\n\n\n<p>12 \u00bbAls ihr aber saht, da\u00df Nahas, der K\u00f6nig der Ammoniter, gegen euch heranr\u00fcckte, da sagtet ihr zu mir: \u203aNein, ein K\u00f6nig soll \u00fcber uns herrschen!\u2039, w\u00e4hrend doch der HERR, euer Gott, euer K\u00f6nig ist.<br>13 Nun denn \u2013 da ist der K\u00f6nig, den ihr erw\u00e4hlt, den ihr verlangt habt; ja, der HERR hat nun einen K\u00f6nig \u00fcber euch eingesetzt.<br>14 Werdet ihr nun den HERRN f\u00fcrchten und ihm dienen, seinen Weisungen gehorchen und euch gegen die Befehle des HERRN nicht auflehnen, sondern ihr beide, sowohl ihr selbst als auch der K\u00f6nig, der \u00fcber euch herrscht, dem HERRN, eurem Gott, folgsam sein?<br>15 Wenn ihr aber den Weisungen des HERRN nicht gehorcht, sondern euch gegen die Befehle des HERRN auflehnt, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein, wie sie vormals gegen eure V\u00e4ter gewesen ist.<br>16 Jetzt aber tretet her und achtet auf das gro\u00dfe Ereignis, das der HERR vor euren Augen wird geschehen lassen.<br>17 Es ist jetzt doch die Zeit der Weizenernte; ich will aber den HERRN anrufen, er m\u00f6ge Donnerschl\u00e4ge und Regen kommen lassen; dann werdet ihr erkennen und einsehen, ein wie gro\u00dfes Unrecht ihr vor den Augen des HERRN begangen habt, indem ihr einen K\u00f6nig f\u00fcr euch verlangtet!\u00ab<br>18 Als dann Samuel den HERRN anrief, lie\u00df dieser an jenem Tage Donner und Regen kommen, so da\u00df das ganze Volk in gro\u00dfe Furcht vor dem HERRN und vor Samuel geriet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel ermutigt das Volk, ermahnt es zur Gottesfurcht und befiehlt es dem g\u00f6ttlichen Segen<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Da richtete das ganze Volk die Aufforderung an Samuel: \u00bbLege F\u00fcrbitte f\u00fcr deine Knechte bei dem HERRN, deinem Gott, ein, da\u00df wir nicht zu sterben brauchen, weil wir zu allen unsern S\u00fcnden auch noch das Unrecht hinzugef\u00fcgt haben, einen K\u00f6nig f\u00fcr uns zu verlangen!\u00ab20 Samuel aber erwiderte dem Volke: \u00bbF\u00fcrchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Unrecht begangen; aber weicht nur nicht vom Gehorsam gegen den HERRN ab, sondern dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen21 und fallt nicht von ihm ab, da\u00df ihr den G\u00f6tzen nachgeht, die nicht helfen und nicht erretten k\u00f6nnen, weil sie ja nichts sind.22 Der HERR dagegen wird um seines gro\u00dfen Namens willen sein Volk nicht versto\u00dfen, weil es dem HERRN gefallen hat, euch zu seinem Volke zu machen.23 Auch von mir sei es fern, mich am HERRN zu vers\u00fcndigen, da\u00df ich davon ablassen sollte, F\u00fcrbitte f\u00fcr euch einzulegen! Nein, ich will euch den guten und rechten Weg lehren.24 Nur f\u00fcrchtet den HERRN und dient ihm aufrichtig mit eurem ganzen Herzen; denn beachtet wohl, was er Gro\u00dfes an euch getan hat!25 Wenn ihr aber dennoch b\u00f6se handelt, so werdet ihr samt eurem K\u00f6nig hinweggerafft werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zertr\u00fcmmerung der S\u00e4ule der Philister; Aufbietung des israelitischen Heerbannes; Heranzug der Philister; Verzagtheit der Israeliten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Saul war \u2026 Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde, und herrschte \u2026 Jahre \u00fcber Israel.<br>2 Er w\u00e4hlte sich dreitausend Mann aus Israel aus, von denen sich zweitausend bei ihm zu Michmas und im Gebirge von Bethel befanden, w\u00e4hrend tausend Mann unter Jonathan zu Gibea im Stamme Benjamin standen; das \u00fcbrige Kriegsvolk hatte er entlassen, einen jeden zu seinen Zelten.<br>3 Da zertr\u00fcmmerte Jonathan die S\u00e4ule der Philister, die in Gibea stand. Das kam zur Kenntnis der Philister; Saul aber lie\u00df die Posaune im ganzen Lande erschallen und sagte: \u00bbDie Hebr\u00e4er sollen es h\u00f6ren!\u00ab<br>4 Als nun ganz Israel die Kunde vernahm, Saul habe die S\u00e4ule der Philister zertr\u00fcmmert und Israel habe dadurch die Philister t\u00f6dlich beleidigt, da wurde das Volk aufgeboten, dem Saul nach Gilgal zu folgen.<br>5 Die Philister aber sammelten sich zum Kampf mit Israel: dreitausend Kriegswagen und sechstausend Reiter und Fu\u00dfvolk so zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres; die zogen herauf und lagerten bei Michmas \u00f6stlich von Beth-Awen.<br>6 Als nun die Mannschaft der Israeliten sah, da\u00df sie sich in einer schlimmen Lage und in arger Bedr\u00e4ngnis befand, versteckten sich die Leute in den H\u00f6hlen und Dickichten, in den Felsspalten, Gr\u00e4bern und Zisternen;<br>7 manche begaben sich sogar (\u00fcber die Jordanfurten) ins Land der Gaditen und nach Gilead. Saul aber befand sich immer noch in Gilgal, und das ganze Kriegsvolk folgte ihm zitternd.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls voreiliges und eigenm\u00e4chtiges Opfern in Gilgal; Bruch zwischen Samuel und dem K\u00f6nige; Sauls Verwerfung<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Er wartete nun sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit; als Samuel aber nicht nach Gilgal kam und seine Leute ihn verlie\u00dfen und sich zerstreuten,<br>9 befahl Saul: \u00bbBringt mir (die Tiere f\u00fcr) das Brandopfer und die Heilsopfer her!\u00ab Und er vollzog das Brandopfer.<br>10 Kaum war er aber mit der Darbringung des Brandopfers fertig, als Samuel erschien. Saul ging hinaus ihm entgegen, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen;<br>11 Samuel aber fragte: \u00bbWas hast du getan?\u00ab Saul antwortete: \u00bbWeil ich sah, da\u00df das Kriegsvolk mich verlie\u00df und sich zerstreute und du zur bestimmten Zeit nicht kamst, die Philister aber sich schon bei Michmas gesammelt haben,<br>12 da dachte ich: \u203aJetzt werden die Philister gegen mich nach Gilgal herabziehen, ehe ich noch die Huld des HERRN f\u00fcr mich gewonnen habe\u2039; da habe ich mir denn ein Herz gefa\u00dft und das Brandopfer dargebracht.\u00ab<br>13 Da sagte Samuel zu Saul: \u00bbDu hast t\u00f6richt gehandelt, da\u00df du das Gebot, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat, nicht beobachtet hast, sonst h\u00e4tte der HERR jetzt dein K\u00f6nigtum \u00fcber Israel f\u00fcr immer best\u00e4tigt;<br>14 nun aber wird dein K\u00f6nigtum keinen Bestand haben. Der HERR hat sich einen Mann nach seinem Herzen gesucht, und der HERR hat ihn zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk bestellt; denn du hast nicht befolgt, was der HERR dir geboten hatte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die geringe Heeresmacht Sauls; die Pl\u00fcnderungen der Philister; Wehrlosigkeit der Israeliten<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Hierauf machte Samuel sich auf, verlie\u00df Gilgal und ging seines Weges; der Rest des Heeres aber folgte dem Saul von Gilgal nach Gibea im Stamme Benjamin; dort musterte Saul das Kriegsvolk, das sich noch bei ihm befand, etwa sechshundert Mann,<br>16 und verblieb mit seinem Sohne Jonathan und der ihm zur Verf\u00fcgung stehenden Mannschaft zu Geba im Stamme Benjamin, w\u00e4hrend die Philister sich bei Michmas gelagert hatten.<br>17 Da zog die pl\u00fcndernde Schar aus dem Lager der Philister in drei Abteilungen aus: die eine Abteilung wandte sich in der Richtung gegen Ophra in die Landschaft Sual,<br>18 die zweite Abteilung zog in der Richtung gegen Beth-Horon, und die dritte Abteilung schlug die Richtung nach dem H\u00fcgel ein, der \u00fcber die Hy\u00e4nenschlucht emporragt, nach der W\u00fcste hin.<br>19 Es war aber kein Schmied im ganzen Lande Israel zu finden; denn die Philister hatten gedacht: \u00bbDie Hebr\u00e4er sollen sich keine Schwerter und Spie\u00dfe anfertigen d\u00fcrfen!\u00ab<br>20 Daher mu\u00dften alle Israeliten zu den Philistern hinabgehen, sooft jemand seine Pflugschar oder Hacke, seine Axt oder seine Sichel zu sch\u00e4rfen hatte<br>21 und sooft die Schneiden an den Pflugscharen oder an den Spaten und Hacken und \u00c4xten stumpf geworden waren und um die Ochsenstecken gerade zu richten.<br>22 So kam es denn, da\u00df beim Ausbruch des Krieges kein Schwert und kein Spie\u00df in der Hand des ganzen Kriegsvolks, das Saul und Jonathan bei sich hatten, zu finden war; nur Saul und sein Sohn Jonathan besa\u00dfen Waffen. \u2013<br>23 Ein Posten der Philister aber war nach dem Pa\u00df von Michmas vorger\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jonathans k\u00fchner Handstreich; Schrecken im Lager der Philister<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Eines Tages nun sagte Jonathan, der Sohn Sauls, zu dem Burschen, der sein Waffentr\u00e4ger war: \u00bbKomm, wir wollen auf den Vorposten der Philister losgehen, der dort dr\u00fcben steht!\u00ab Seinem Vater aber sagte er nichts davon;<br>2 denn Saul befand sich gerade an der Grenze von Gibea unter dem Granatbaume, der bei Migron steht; und die Leute, die er bei sich hatte, machten ungef\u00e4hr 600 Mann aus,<br>3 und Ahia, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinehas, des Sohnes Elis, des Priesters des HERRN zu Silo, trug damals das priesterliche Schulterkleid; auch das Kriegsvolk wu\u00dfte nichts davon, da\u00df Jonathan weggegangen war.<br>4 Es lag aber an der \u00dcbergangsstelle, durch welche Jonathan an den Posten der Philister heranzukommen suchte, eine Felsspitze diesseits und eine Felsspitze jenseits; die eine hie\u00df Bozez, die andere Sene.<br>5 Die eine Felsspitze fiel steil nach Norden ab gegen Michmas, die andere nach S\u00fcden zu gegen Geba.<br>6 Jonathan sagte also zu seinem Waffentr\u00e4ger: \u00bbKomm, wir wollen auf den Posten dieser Heiden dr\u00fcben losgehen; vielleicht l\u00e4\u00dft der HERR uns etwas ausrichten; denn f\u00fcr den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige (Leute) zu retten.\u00ab<br>7 Da antwortete ihm sein Waffentr\u00e4ger: \u00bbMache es ganz so, wie du es beabsichtigst; ich bin mit allem einverstanden und zu allem bereit.\u00ab<br>8 Jonathan fuhr fort: \u00bbGut! Wir gehen hin\u00fcber auf die Leute los und wollen uns ihnen zeigen;<br>9 wenn sie uns dann zurufen: \u203aSteht still, bis wir zu euch hinkommen!\u2039, so wollen wir auf unserem Platze stehenbleiben und nicht zu ihnen hinaufsteigen;<br>10 wenn sie uns aber so zurufen: \u203aKommt nur zu uns herauf!\u2039, so wollen wir zu ihnen hinaufsteigen; denn dann hat der HERR sie in unsere Hand gegeben: dies soll uns als Zeichen dienen!\u00ab<br>11 Als nun die beiden dem Posten der Philister sichtbar wurden, sagten die Philister: \u00bbSeht, da kommen ja Hebr\u00e4er aus den L\u00f6chern hervor, in die sie sich verkrochen haben!\u00ab<br>12 Hierauf riefen die Mannschaften, die dort auf Posten standen, dem Jonathan und seinem Waffentr\u00e4ger zu: \u00bbKommt nur herauf zu uns! Wir wollen euch einen Denkzettel geben!\u00ab Da sagte Jonathan zu seinem Waffentr\u00e4ger: \u00bbSteige mir nach, denn der HERR hat sie in die Hand Israels gegeben!\u00ab<br>13 So kletterte denn Jonathan auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen hinan und sein Waffentr\u00e4ger hinter ihm her. (Jene wollten sich zur Flucht vor Jonathan wenden, aber er hieb sie nieder), und sein Waffentr\u00e4ger t\u00f6tete sie vollends hinter ihm her.<br>14 So belief sich das erste Blutbad, das Jonathan mit seinem Waffentr\u00e4ger anrichtete, auf ungef\u00e4hr zwanzig Mann, auf einer Strecke nicht gr\u00f6\u00dfer als eine halbe Hufe Ackers (?).<br>15 Da entstand ein Schrecken im Lager auf dem Felde und unter dem ganzen Kriegsvolk; auch die auf Posten Stehenden und die Pl\u00fcnderschar gerieten in Best\u00fcrzung; dazu bebte die Erde, und das rief einen Gottesschrecken hervor.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saul greift in den Kampf ein und tr\u00e4gt einen gl\u00e4nzenden Sieg davon<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Als nun die Sp\u00e4her Sauls, die sich zu Gibea im Stamm Benjamin befanden, ausschauten, da sahen sie, wie die Menge hin und her wogte.<br>17 Nun befahl Saul den Leuten, die bei ihm waren: \u00bbNehmt eine Musterung vor und seht zu, wer von uns weggegangen ist!\u00ab Als man nun die Musterung vornahm, stellte es sich heraus, da\u00df Jonathan und sein Waffentr\u00e4ger fehlten.<br>18 Da befahl Saul dem Ahia (V.3): \u00bbBringe die Lade Gottes her!\u00ab Denn die Lade Gottes befand sich damals bei den Israeliten.<br>19 W\u00e4hrend aber Saul noch mit dem Priester redete, wurde das Get\u00fcmmel im Lager der Philister immer gr\u00f6\u00dfer; daher befahl Saul dem Priester: \u00bbLa\u00df es sein!\u00ab<br>20 Darauf trat Saul mit der ganzen Mannschaft, die bei ihm war, zum Kampf an; doch als sie an das feindliche Lager kamen (?), fanden sie das Schwert des einen gegen den andern gekehrt, und es herrschte eine heillose Verwirrung.<br>21 Auch die Hebr\u00e4er, die es seit l\u00e4ngerer Zeit mit den Philistern gehalten hatten und mit ihnen ins Feld gezogen waren, auch diese fielen jetzt ab, um sich den Israeliten unter Saul und Jonathan anzuschlie\u00dfen.<br>22 Als ferner alle Israeliten, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hielten, von der Flucht der Philister h\u00f6rten, setzten sie ihnen gleichfalls nach, um sie zu bek\u00e4mpfen.<br>23 So verlieh der HERR den Israeliten an jenem Tage den Sieg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls unbedachter Befehl von Jonathan unwissentlich \u00fcbertreten; das Heer bei der Abendmahlzeit durch Sauls Eingreifen vor Vers\u00fcndigung bewahrt<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Als aber der Kampf sich bis \u00fcber Beth-Awen hin ausbreitete, wurde die Mannschaft der Israeliten im Laufe jenes Tages sehr m\u00fcde. Saul hatte n\u00e4mlich seine Leute durch folgenden Fluch gebunden: \u00bbVerflucht ist jeder, der bis zum Abend etwas genie\u00dft, bis ich Rache an meinen Feinden genommen habe!\u00ab So nahm denn auch keiner von den Leuten Nahrung zu sich.<br>25 Nun hatte sich damals die ganze Gegend mit Bienenwirtschaft befa\u00dft, und die Bienenst\u00f6cke befanden sich auf freiem Felde.<br>26 Als nun das Kriegsvolk zu den St\u00f6cken kam, da flossen sie von Honig \u00fcber; aber niemand f\u00fchrte seine Hand zum Munde, weil die Leute sich vor dem Fluch scheuten.<br>27 Da Jonathan es aber nicht geh\u00f6rt hatte, als sein Vater das Kriegsvolk beschwor, streckte er seinen Stab aus, den er in der Hand hatte, tauchte seine Spitze in den Honigseim und f\u00fchrte seine Hand zum Munde: da wurden seine Augen leuchtend.<br>28 Einer von den Mannschaften aber teilte ihm mit: \u00bbDein Vater hat das Heer durch folgenden feierlichen Fluch gebunden: \u203aVerflucht ist jeder, der heute etwas genie\u00dft!\u2039\u00ab Das Heer war aber todm\u00fcde,<br>29 und Jonathan antwortete: \u00bbMein Vater st\u00fcrzt das Land ins Ungl\u00fcck! Seht doch, wie leuchtend meine Augen geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig genossen habe!<br>30 Was w\u00e4re es erst gewesen, wenn die Leute von der feindlichen Beute, die sie vorgefunden haben, geh\u00f6rig h\u00e4tten essen d\u00fcrfen! So aber ist die Niederlage unter den Philistern nicht gro\u00df geworden\u00ab.<br>31 Sie hatten aber an jenem Tage ein Blutbad unter den Philistern von Michmas bis nach Ajjalon angerichtet, obgleich das Kriegsvolk sehr ermattet war.<br>32 (Am Abend) aber fielen die Leute \u00fcber die Beute her, nahmen Kleinvieh, Rinder und K\u00e4lber und schlachteten sie zur Erde hin, und die Leute a\u00dfen das Fleisch samt dem Blut.<br>33 Als man nun dem Saul meldete: \u00bbDie Leute vers\u00fcndigen sich ja gegen den HERRN, indem sie das Fleisch samt dem Blut essen\u00ab, rief er aus: \u00bbIhr handelt gottlos! W\u00e4lzt mir einen gro\u00dfen Stein hierher!\u00ab<br>34 Dann befahl Saul: \u00bbZerstreut euch unter die Leute und macht ihnen bekannt: \u203aBringt ein jeder sein Rind und ein jeder sein St\u00fcck Kleinvieh zu mir her und schlachtet die Tiere hier und e\u00dft dann erst! Sonst vers\u00fcndigt ihr euch gegen den HERRN, indem ihr das Fleisch samt dem Blute genie\u00dft.\u2039\u00ab So brachte denn jeder von den Leuten das St\u00fcck Vieh, das in seinem Besitz war, an jenem Abend herbei und schlachtete es dort.<br>35 Dann baute Saul dem HERRN einen Altar; dies war der erste Altar, den er dem HERRN erbaute.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jonathan, durch Sauls blinden Eifer mit dem Tode bedroht, wird durch das Heer gerettet<\/h3>\n\n\n\n<p>36 Hierauf sagte Saul: \u00bbLa\u00dft uns noch in der Nacht hinabziehen hinter den Philistern her, damit wir bis Tagesanbruch Beute unter ihnen machen und keinen von ihnen \u00fcbriglassen!\u00ab Sie antworteten: \u00bbTu ganz, wie es dir gut scheint!\u00ab Der Priester aber sagte: \u00bbLa\u00dft uns zuerst hier vor Gott treten!\u00ab<br>37 Als nun Saul bei Gott anfragte: \u00bbSoll ich zur Verfolgung der Philister hinabziehen? Wirst du sie in die Hand Israels geben?\u00ab, erteilte ihm der HERR an jenem Tage keine Antwort.<br>38 Da befahl Saul: \u00bbTretet hierher, ihr Anf\u00fchrer des Heeres alle, und untersucht sorgf\u00e4ltig, durch wen diese Vers\u00fcndigung heute begangen worden ist!<br>39 Denn so wahr der HERR lebt, der Israel den Sieg verliehen hat: selbst wenn die Schuld sich bei meinem Sohne Jonathan f\u00e4nde, so m\u00fc\u00dfte er unfehlbar sterben!\u00ab Aber keiner von allen Leuten gab ihm eine Antwort.<br>40 Hierauf befahl er dem gesamten Israel: \u00bbIhr sollt auf der einen Seite stehen, ich aber und mein Sohn Jonathan wollen die andere Seite bilden.\u00ab Das Heer antwortete ihm: \u00bbTu, was dir gut d\u00fcnkt.\u00ab<br>41 Dann betete Saul zum HERRN: \u00bbGott Israels, la\u00df die Wahrheit zutage treten!\u00ab Da wurden Jonathan und Saul getroffen, das Heer aber ging frei aus.<br>42 Darauf befahl Saul: \u00bbWerft das Los zwischen mir und meinem Sohne Jonathan!\u00ab Da wurde Jonathan getroffen.<br>43 Nun sagte Saul zu Jonathan: \u00bbBekenne mir, was du getan hast!\u00ab<br>44 Da bekannte ihm Jonathan: \u00bbIch habe nur ein wenig Honig mit der Spitze des Stabes gekostet, den ich in meiner Hand hatte: daf\u00fcr soll ich jetzt sterben?\u00ab Saul erwiderte: \u00bbGott tue mir jetzt und k\u00fcnftig an, was er will: ja, Jonathan, du mu\u00dft unbedingt sterben!\u00ab<br>45 Aber das Heer erkl\u00e4rte dem Saul: \u00bbJonathan soll sterben, der diesen gro\u00dfen Sieg in Israel errungen hat? Das sei fern! So wahr der HERR lebt: kein Haar soll von seinem Haupt auf die Erde fallen! Denn mit Gott im Bunde hat er den Sieg heute errungen!\u00ab So machte das Heer den Jonathan frei, da\u00df er nicht zu sterben brauchte.<br>46 Hierauf stand Saul von der Verfolgung der Philister ab und zog heim, w\u00e4hrend die Philister in ihr Land zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sauls sonstige Kriegstaten und seine Familie<\/h3>\n\n\n\n<p>47 Nachdem Saul das K\u00f6nigtum \u00fcber Israel \u00fcbernommen hatte, f\u00fchrte er Kriege gegen alle seine Feinde ringsum: gegen die Moabiter, die Ammoniter und die Edomiter, gegen die K\u00f6nige von Zoba und gegen die Philister, und \u00fcberall, wohin er sich wandte, war er siegreich.<br>48 Er bewies sich als tapferen Mann, besiegte die Amalekiter und befreite Israel von denen, die es (bis dahin) ausgepl\u00fcndert hatten. \u2013<br>49 Die S\u00f6hne Sauls waren: Jonathan, Jiswi und Malkisua; und von seinen zwei T\u00f6chtern hie\u00df die \u00e4ltere Merab und die j\u00fcngere Michal.<br>50 Sauls Gattin hie\u00df Ahinoam, sie war die Tochter des Ahimaaz; sein Heerf\u00fchrer hie\u00df Abner und war der Sohn Ners, des Oheims Sauls;<br>51 denn Kis, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren beide S\u00f6hne Abiels. \u2013<br>52 Mit den Philistern aber hatte Saul schwere K\u00e4mpfe zu bestehen, solange er lebte; wenn Saul daher irgendwo einen tapferen und kriegst\u00fcchtigen Mann sah, nahm er ihn in seine Dienste.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saul unternimmt auf g\u00f6ttlichen Befehl den Rachekrieg gegen die Amalekiter, vollzieht aber den Bann in ungen\u00fcgender Weise<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Samuel aber sagte zu Saul: \u00bbMich hat der HERR (einst) gesandt, dich zum K\u00f6nig \u00fcber sein Volk Israel zu salben; so gehorche nun dem bestimmten Befehl des HERRN!<br>2 So hat Gott, der HERR der Heerscharen, gesprochen: \u203aIch will das Unrecht ahnden, das die Amalekiter einst den Israeliten zugef\u00fcgt haben, indem sie ihnen beim Auszug aus \u00c4gypten den Weg verlegten.<br>3 Darum ziehe jetzt hin, schlage die Amalekiter und vollstrecke den Bann an ihnen und an allem, was sie besitzen! \u00dcbe keine Schonung an ihnen, sondern la\u00df alles sterben, M\u00e4nner wie Weiber, Kinder wie S\u00e4uglinge, Rinder wie Kleinvieh, Kamele wie Esel!\u2039\u00ab<br>4 Da bot Saul das Volk auf und musterte es in Telaim: 200000 Mann Fu\u00dfvolk und 10000 Mann aus Juda.<br>5 Nachdem Saul dann vor die Hauptstadt der Amalekiter ger\u00fcckt war, legte er einen Hinterhalt im Bachtal;<br>6 den Kenitern aber lie\u00df er sagen: \u00bbAuf! Zieht euch zur\u00fcck und entfernt euch aus der Mitte der Amalekiter, damit ich euch nicht zugleich mit ihnen vernichte! Denn ihr habt allen Israeliten bei ihrem Auszuge aus \u00c4gypten Freundschaft erwiesen.\u00ab Da zogen die Keniter aus dem Gebiet der Amalekiter weg.<br>7 Hierauf besiegte Saul die Amalekiter (und richtete ein Blutbad unter ihnen an) von Hawila bis nach Sur, das \u00f6stlich von \u00c4gypten liegt.<br>8 Agag, den K\u00f6nig der Amalekiter, nahm er lebendig gefangen und vollstreckte den Bann an dem ganzen Volk mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes;<br>9 doch verschonte Saul und seine Leute den Agag und die besten St\u00fccke des Kleinviehs und der Rinder, die feisten Tiere und die L\u00e4mmer und \u00fcberhaupt alles Wertvolle, und sie wollten den Bann an ihnen nicht vollstrecken; nur was vom Vieh gering (und wertlos) war, an dem vollstreckten sie den Bann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saul wegen seines Ungehorsams von Gott verworfen; Samuels Strafrede und Sauls Schuldbekenntnis<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Da erging das Wort des HERRN an Samuel also:<br>11 \u00bbEs reut mich, da\u00df ich Saul zum K\u00f6nig gemacht habe; denn er hat sich vom Gehorsam gegen mich abgewandt und meine Befehle nicht ausgerichtet.\u00ab Dar\u00fcber geriet Samuel in schmerzliche Aufregung, so da\u00df er die ganze Nacht hindurch zum HERRN schrie.<br>12 Am folgenden Morgen fr\u00fch aber machte Samuel sich auf, um Saul entgegenzugehen; da wurde ihm die Botschaft gebracht, Saul habe sich nach Karmel begeben und sich dort ein Denkmal errichtet, sei dann aber umgekehrt und weiter nach Gilgal hinabgezogen.<br>13 Als nun Samuel zu Saul kam, sagte Saul zu ihm: \u00bbGesegnet seist du vom HERRN! Ich habe den Befehl des HERRN ausgef\u00fchrt.\u00ab<br>14 Da antwortete Samuel: \u00bbWas ist denn das f\u00fcr ein Bl\u00f6ken von Kleinvieh, das an meine Ohren dringt, und ein Gebr\u00fcll von Rindern, das ich h\u00f6re?\u00ab<br>15 Saul erwiderte: \u00bbVon den Amalekitern haben unsere Leute sie mitgebracht, weil sie die besten St\u00fccke von dem Kleinvieh und den Rindern verschont haben, um sie dem HERRN, deinem Gott, zu opfern; aber an dem \u00dcbrigen haben wir den Bann vollstreckt.\u00ab<br>16 Da entgegnete Samuel dem Saul: \u00bbHalt ein! Ich will dir mitteilen, was der HERR in dieser Nacht zu mir gesagt hat.\u00ab Jener erwiderte ihm: \u00bbRede!\u00ab<br>17 Da sagte Samuel: \u00bbNicht wahr? Obgleich du dir selbst klein vorkamst, bist du doch das Haupt der St\u00e4mme Israels geworden; denn der HERR hat dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gesalbt.<br>18 Nun hat der HERR dich zu einem Kriegszuge ausgesandt und dir geboten: \u203aZiehe hin, vollstrecke den Bann an den Frevlern, den Amalekitern, und bekriege sie, bis du sie vernichtet hast!\u2039<br>19 Warum bist du nun der Weisung des HERRN nicht nachgekommen, sondern hast dich \u00fcber die Beute hergemacht und das getan, was dem HERRN mi\u00dff\u00e4llt?\u00ab<br>20 Saul antwortete dem Samuel: \u00bbIch bin ja doch der Weisung des HERRN nachgekommen und habe den Kriegszug, zu dem der HERR mich ausgesandt hatte, ausgef\u00fchrt und habe Agag, den K\u00f6nig der Amalekiter, mitgebracht und an den Amalekitern den Bann vollstreckt.<br>21 Aber das Kriegsvolk hat von der Beute Kleinvieh und Rinder genommen, das Beste von dem Banngut, um es dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern.\u00ab<br>22 Da antwortete Samuel: \u00bbHat der HERR etwa an Brandopfern und Schlachtopfern das gleiche Wohlgefallen wie am Gehorsam gegen seine Befehle? Wisse wohl: Gehorsam ist besser als Schlachtopfer, Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern;<br>23 denn Ungehorsam ist ebenso schlimm wie die S\u00fcnde der Zauberei, und Eigenwille ist wie Abg\u00f6tterei und G\u00f6tzendienst. Weil du den Befehl des HERRN verworfen hast, hat er dich auch verworfen, da\u00df du nicht mehr K\u00f6nig sein sollst!\u00ab<br>24 Da sagte Saul zu Samuel: \u00bbIch habe ges\u00fcndigt, weil ich den Befehl des HERRN und deine Weisungen \u00fcbertreten habe; denn ich habe mich vor dem Kriegsvolk gef\u00fcrchtet und deshalb seiner Forderung nachgegeben.<br>25 Doch nun vergib mir meine Vers\u00fcndigung und kehre mit mir um, damit ich den HERRN anbete!\u00ab<br>26 Aber Samuel erwiderte ihm: \u00bbIch kehre nicht mit dir um; weil du den Befehl des HERRN verworfen hast, so hat der HERR dich auch verworfen, da\u00df du nicht l\u00e4nger K\u00f6nig \u00fcber Israel sein sollst.\u00ab<br>27 Als nun Samuel sich umwandte, um wegzugehen, erfa\u00dfte Saul den Zipfel seines Mantels, aber dieser ri\u00df ab.<br>28 Da sagte Samuel zu ihm: \u00bbDer HERR hat heute das K\u00f6nigtum \u00fcber Israel von dir gerissen und gibt es einem andern, der besser ist als du.<br>29 Und niemals l\u00fcgt der ruhmw\u00fcrdige Gott Israels und empfindet keine Reue; denn er ist kein Mensch, da\u00df ihn etwas gereuen m\u00fc\u00dfte.\u00ab<br>30 Saul antwortete: \u00bbIch habe ges\u00fcndigt; aber erweise mir doch jetzt vor den \u00c4ltesten meines Volkes und vor Israel die Ehre, mit mir umzukehren, damit ich den HERRN, deinen Gott, anbete!\u00ab<br>31 Da kehrte Samuel um, und zwar hinter Saul her, und Saul verrichtete seine Anbetung vor dem HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samuel vollzieht den Bann am K\u00f6nig Agag und trennt sich von Saul auf Nimmerwiedersehen<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Hierauf befahl Samuel: \u00bbBringt Agag, den K\u00f6nig der Amalekiter, zu mir her!\u00ab Da trat Agag wohlgemut vor ihn und sagte: \u00bbF\u00fcrwahr, der Tod hat seine Bitterkeit (f\u00fcr mich) verloren!\u00ab<br>33 Samuel aber sagte: \u00bbWie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter ihrer Kinder unter den Frauen beraubt sein!\u00ab Hierauf hieb Samuel den Agag in St\u00fccke vor dem HERRN in Gilgal.<br>34 Samuel begab sich dann nach Rama, w\u00e4hrend Saul nach dem Gibea Sauls heimkehrte.<br>35 Samuel besuchte dann Saul bis zu seinem Todestage nicht wieder; denn Samuel trauerte um Saul, weil der HERR es bereut hatte, Saul zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gemacht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Saul und David (Kap. 16-31)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da sagte der HERR zu Samuel: \u00bbWie lange willst du noch um Saul trauern, da ich ihn doch f\u00fcr unw\u00fcrdig erachtet habe, noch l\u00e4nger K\u00f6nig \u00fcber Israel zu sein? F\u00fclle dein Horn mit \u00d6l und mache dich auf den Weg: ich will dich nach Bethlehem zu Isai senden; denn unter seinen S\u00f6hnen habe ich mir einen K\u00f6nig ersehen.\u00ab<br>2 Samuel antwortete: \u00bbWie kann ich hingehen? Wenn Saul davon h\u00f6rt, bringt er mich um!\u00ab Da antwortete der HERR: \u00bbNimm eine junge Kuh mit dir und sage: \u203aIch bin hergekommen, um dem HERRN ein Opfer zu bringen\u2039.<br>3 Wenn du dann Isai zum Opfermahl eingeladen hast, werde ich selbst dir kundtun, was du zu tun hast; denn du sollst mir den salben, den ich dir bezeichnen werde.\u00ab<br>4 Samuel tat hierauf, was der HERR ihm geboten hatte, und begab sich nach Bethlehem. Da gingen ihm die \u00c4ltesten des Ortes \u00e4ngstlich entgegen und fragten ihn: \u00bbBedeutet dein Kommen etwas Gutes?\u00ab<br>5 Er antwortete: \u00bbJa, Gutes! Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Opfer zu bringen; heiligt euch also und kommt mit mir zum Opfermahl.\u00ab Hierauf lie\u00df er auch Isai und seine S\u00f6hne sich heiligen und lud sie zum Opfermahl ein.<br>6 Als sie sich nun einfanden und er Eliab sah, dachte er: \u00bbSicherlich (steht hier) vor dem HERRN der, den er zu seinem Gesalbten machen will.\u00ab<br>7 Aber der HERR sagte zu Samuel: \u00bbSieh nicht auf seine \u00e4u\u00dfere Gestalt und seinen hohen Wuchs! Denn diesen habe ich nicht erkoren. Gott sieht ja nicht das an, worauf Menschen sehen; denn die Menschen sehen nach den Augen, der HERR aber sieht nach dem Herzen.\u00ab<br>8 Da rief Isai den Abinadab und lie\u00df ihn vor Samuel treten; doch der erkl\u00e4rte: \u00bbAuch diesen hat der HERR nicht erw\u00e4hlt.\u00ab<br>9 Da lie\u00df Isai den Samma vortreten, aber Samuel erkl\u00e4rte: \u00bbAuch diesen hat der HERR nicht erw\u00e4hlt.\u00ab<br>10 So f\u00fchrte Isai dem Samuel sieben seiner S\u00f6hne vor, aber Samuel erkl\u00e4rte dem Isai: \u00bbVon diesen hat der HERR keinen erw\u00e4hlt.\u00ab<br>11 Hierauf fragte Samuel den Isai: \u00bbSind das die jungen Leute alle?\u00ab Jener erwiderte: \u00bbEs ist noch der j\u00fcngste \u00fcbrig; der h\u00fctet eben das Kleinvieh.\u00ab Da sagte Samuel zu Isai: \u00bbSende hin und la\u00df ihn holen; denn wir werden uns nicht eher (zum Mahl) setzen, als bis er hergekommen ist.\u00ab<br>12 Da sandte er hin und lie\u00df ihn holen. (David) war aber br\u00e4unlich, hatte sch\u00f6ne Augen und eine kr\u00e4ftige Gestalt. Da sagte der HERR: \u00bbAuf! Salbe ihn, denn dieser ist es!\u00ab<br>13 Da nahm Samuel das \u00d6lhorn und salbte ihn inmitten seiner Br\u00fcder; da kam der Geist des HERRN \u00fcber David von diesem Tage an und (blieb) auch sp\u00e4terhin (auf ihm). Samuel aber machte sich auf und kehrte nach Rama zur\u00fcck.<br>14 Als nun der Geist des HERRN von Saul gewichen war und ihn ein vom HERRN gesandter b\u00f6ser Geist \u00e4ngstigte,<br>15 sagten Sauls Diener zu ihm: \u00bbDu wei\u00dft, da\u00df ein b\u00f6ser Geist Gottes dich \u00e4ngstigt.<br>16 Unser Herr braucht nur zu gebieten: deine Knechte stehen dir zu Diensten und werden einen Mann suchen, der sich auf das Saitenspiel versteht; wenn dann der b\u00f6se Geist von Gott \u00fcber dich kommt, soll er die Saiten (vor dir) r\u00fchren, dann wird dir wohler werden.\u00ab<br>17 Da befahl Saul seinen Dienern: \u00bbSo seht euch f\u00fcr mich nach einem Manne um, der gut zu spielen versteht, und bringt ihn zu mir!\u00ab<br>18 Da nahm einer von den Dienern das Wort und sagte: \u00bbJa, ich habe einen Sohn Isais in Bethlehem kennengelernt, der sich auf das Saitenspiel versteht; er ist auch ein tapferer Mann und kriegsge\u00fcbt, dazu redegewandt und von sch\u00f6nem \u00c4u\u00dferen, und der HERR ist mit ihm.\u00ab<br>19 Da schickte Saul Boten zu Isai und lie\u00df ihm sagen: \u00bbSchicke mir doch deinen Sohn David, der bei dem Kleinvieh ist.\u00ab<br>20 Da nahm Isai einen mit Brot beladenen Esel, einen Schlauch Wein und ein Ziegenb\u00f6ckchen und sandte es durch seinen Sohn David an Saul.<br>21 So kam David zu Saul und trat in seine Dienste; und (Saul) gewann ihn sehr lieb, so da\u00df er sein Waffentr\u00e4ger wurde<br>22 und Saul dem Isai sagen lie\u00df: \u00bbLa\u00df doch David in meinem Dienste bleiben, denn er gef\u00e4llt mir wohl.\u00ab<br>23 Sooft nun der b\u00f6se Geist Gottes \u00fcber Saul kam, nahm David die Zither und spielte; dann fand Saul Erleichterung, so da\u00df er sich wohler f\u00fchlte und der b\u00f6se Geist von ihm wich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da boten die Philister ihre Heere zum Kriege auf, sammelten sich bei Socho, das zu Juda geh\u00f6rt, und schlugen ein Lager zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim auf.<br>2 Saul aber und die Israeliten sammelten sich und bezogen ein Lager im Terebinthental und r\u00fcsteten sich zum Kampf gegen die Philister;<br>3 die Philister standen am Berge jenseits, die Israeliten am Berge diesseits, so da\u00df das Tal zwischen ihnen lag.<br>4 Da trat aus den Reihen der Philister der Vork\u00e4mpfer namens Goliath hervor, ein Gathiter, der sechs Ellen und eine Spanne hoch war;<br>5 er trug einen ehernen Helm auf dem Kopfe und hatte einen Schuppenpanzer an, dessen Gewicht f\u00fcnftausend Schekel Erz betrug.<br>6 An den Beinen trug er eherne Schienen und zwischen den Schultern einen ehernen Wurfspie\u00df;<br>7 der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres bestand aus sechshundert Schekel Eisen; sein Schildtr\u00e4ger ging vor ihm her.<br>8 Er stellte sich hin und rief den in Reihen stehenden Israeliten die Worte zu: \u00bbWarum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich nicht da, der Philister, und ihr, die Knechte Sauls? W\u00e4hlt euch einen Mann aus, der komme zu mir herab!<br>9 Vermag er mich im Kampfe zu bestehen und erschl\u00e4gt er mich, so wollen wir euch untertan sein; bin aber ich ihm \u00fcberlegen und erschlage ich ihn, so sollt ihr uns untertan sein und m\u00fc\u00dft uns dienen!\u00ab<br>10 Dann f\u00fcgte der Philister noch hinzu: \u00bbHeute habe ich den in Reihen stehenden Israeliten Hohn geboten: stellt mir einen Mann, da\u00df wir miteinander k\u00e4mpfen!\u00ab<br>11 Als Saul und alle Israeliten diese Worte des Philisters h\u00f6rten, erschraken sie und f\u00fcrchteten sich sehr.<br>12 David aber war der Sohn jenes Ephrathiten aus Bethlehem in Juda, der Isai hie\u00df und acht S\u00f6hne hatte und zur Zeit Sauls schon ein \u00e4lterer, in den Jahren vorger\u00fcckter Mann war.<br>13 Die drei \u00e4ltesten S\u00f6hne Isais waren unter Saul in den Krieg gezogen; von diesen seinen drei S\u00f6hnen, die ins Feld gezogen waren, hie\u00df der \u00e4lteste Eliab, der zweite Abinadab, der dritte Samma;<br>14 David aber war der j\u00fcngste. Da die drei \u00e4ltesten unter Saul in den Krieg gezogen waren,<br>15 ging David ab und zu von Sauls Hofe heim, um in Bethlehem das Kleinvieh seines Vaters zu h\u00fcten.<br>16 Der Philister aber trat morgens und abends auf und stellte sich vierzig Tage lang (vor die Israeliten) hin. \u2013<br>17 Da sagte Isai (eines Tages) zu seinem Sohne David: \u00bbNimm doch f\u00fcr deine Br\u00fcder ein Epha von diesem ger\u00f6steten Getreide und diese zehn Brote und bringe sie schnell zu deinen Br\u00fcdern ins Lager;<br>18 diese zehn frischen K\u00e4se aber nimm f\u00fcr den Hauptmann der Tausendschaft mit und erkundige dich nach dem Befinden deiner Br\u00fcder und la\u00df dir ein Pfand von ihnen mitgeben!\u00ab<br>19 Saul und sie und alle Israeliten befanden sich n\u00e4mlich im Terebinthental im Kriege mit den Philistern.<br>20 Da machte sich David am andern Morgen fr\u00fch reisefertig, \u00fcberlie\u00df das Kleinvieh einem H\u00fcter, packte die Lebensmittel ein und begab sich auf den Weg, wie Isai ihm befohlen hatte. Er kam zur Wagenburg, als das Heer gerade in Schlachtordnung ausr\u00fcckte und man das Kriegsgeschrei erhob;<br>21 Israel und die Philister stellten sich zum Kampf auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.<br>22 Da \u00fcbergab David das Gep\u00e4ck, das er mitgebracht hatte, dem Gep\u00e4ckh\u00fcter, lief dann in die Schlachtreihe und erkundigte sich, als er hinkam, bei seinen Br\u00fcdern nach ihrem Ergehen.<br>23 W\u00e4hrend er sich noch mit ihnen besprach, trat der Vork\u00e4mpfer \u2013 er hie\u00df Goliath und war ein Philister aus Gath \u2013 aus den Reihen der Philister hervor und f\u00fchrte dieselben Reden wie fr\u00fcher, so da\u00df David es h\u00f6rte;<br>24 alle Israeliten aber, die den Mann erblickten, flohen vor ihm und f\u00fcrchteten sich sehr.<br>25 Da sagte einer von den Israeliten: \u00bbHabt ihr diesen Mann gesehen, der da heraufkommt? Ja, um Israel zu verh\u00f6hnen, tritt er auf! Und wer ihn erschl\u00e4gt, den will der K\u00f6nig mit gro\u00dfem Reichtum belohnen und will ihm seine Tochter geben und seines Vaters Haus steuerfrei in Israel machen!\u00ab<br>26 Da fragte David die M\u00e4nner, die bei ihm standen: \u00bbWie soll der Mann belohnt werden, der diesen Philister da erschl\u00e4gt und Israel von der Schande befreit? Wer ist denn dieser Philister, dieser Heide, da\u00df er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes beschimpfen darf?\u00ab<br>27 Da wiederholten ihm die Leute die fr\u00fchere Mitteilung: \u00bbSo und so wird man den Mann belohnen, der ihn erschl\u00e4gt!\u00ab<br>28 Als nun sein \u00e4ltester Bruder Eliab h\u00f6rte, wie er sich mit den M\u00e4nnern unterhielt, geriet er in Zorn \u00fcber David und rief aus: \u00bbWozu bist du eigentlich hergekommen, und wem hast du die paar Schafe dort in der Steppe \u00fcberlassen? Ich kenne deinen vorwitzigen und boshaften Sinn wohl: du bist nur hergekommen, um dir den Krieg anzusehen!\u00ab<br>29 David entgegnete: \u00bbNun, was habe ich denn jetzt getan? Es war ja nur eine Frage!\u00ab<br>30 Damit wandte er sich von ihm ab, einem andern zu, und wiederholte seine vorige Frage, und die Leute gaben ihm dieselbe Auskunft wie zuvor.<br>31 Als man nun h\u00f6rte, wie David sich ausgesprochen hatte, hinterbrachte man es dem Saul, und dieser lie\u00df ihn zu sich kommen.<br>32 Da sagte David zu Saul: \u00bbKein Mensch braucht um den da den Mut zu verlieren! Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister k\u00e4mpfen.\u00ab<br>33 Saul aber antwortete ihm: \u00bbDu kannst diesem Philister nicht entgegentreten, um mit ihm zu k\u00e4mpfen; denn du bist noch ein J\u00fcngling, er aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf!\u00ab<br>34 Da entgegnete David dem Saul: \u00bbDein Knecht hat seinem Vater das Kleinvieh geh\u00fctet; wenn da ein L\u00f6we oder ein B\u00e4r kam und ein St\u00fcck aus der Herde wegtrug,<br>35 so lief ich ihm nach und erschlug ihn und ri\u00df es ihm aus dem Rachen; leistete er mir aber Widerstand, so packte ich ihn am Bart und schlug ihn tot.<br>36 L\u00f6wen so gut wie B\u00e4ren hat dein Knecht erschlagen, und diesem Philister, diesem Heiden, soll es ebenso ergehen wie jenen allen; denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verh\u00f6hnt!\u00ab<br>37 Dann fuhr David fort: \u00bbDer HERR, der mich aus den Krallen der L\u00f6wen und aus den Klauen der B\u00e4ren errettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten.\u00ab Da sagte Saul zu David: \u00bbSo gehe hin! Der HERR wird mit dir sein!\u00ab<br>38 Hierauf legte Saul dem David seine R\u00fcstung an: er setzte ihm einen ehernen Helm aufs Haupt und zog ihm einen Panzer an;<br>39 weiter mu\u00dfte David Sauls Schwert \u00fcber seinen Waffenrock g\u00fcrten und bem\u00fchte sich dann zu gehen; denn er hatte es noch nie versucht. Aber er sagte zu Saul: \u00bbIch kann darin nicht gehen, denn ich bin nicht daran gew\u00f6hnt.\u00ab So legte David denn alles wieder ab,<br>40 nahm nur seinen Stecken in die Hand, suchte sich aus dem Bach f\u00fcnf glatte Kieselsteine aus und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Schleudertasche diente; dann nahm er seine Schleuder in die Hand und ging auf den Philister los.<br>41 Der Philister aber kam immer n\u00e4her an David heran, w\u00e4hrend sein Schildtr\u00e4ger vor ihm herschritt.<br>42 Als nun der Philister hinblickte und David sah, verachtete er ihn, weil er noch so jung war, ein br\u00e4unlicher J\u00fcngling von schmuckem Aussehen.<br>43 Daher rief der Philister dem David zu: \u00bbBin ich etwa ein Hund, da\u00df du mit St\u00f6cken zu mir kommst?\u00ab Hierauf fluchte der Philister dem David bei seinem Gott<br>44 und rief dem David zu: \u00bbKomm nur her zu mir, damit ich dein Fleisch den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!\u00ab<br>45 David aber erwiderte ihm: \u00bbDu trittst mir mit Schwert und Lanze und Wurfspie\u00df entgegen, ich aber trete dir entgegen mit dem Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verh\u00f6hnt hast.<br>46 Am heutigen Tage wird dich der HERR in meine Hand fallen lassen, da\u00df ich dich erschlage und dir den Kopf abhaue; und (deinen Leichnam und) die Leichen des Philisterheeres werde ich noch heute den V\u00f6geln des Himmels und den wilden Tieren des Landes \u00fcbergeben, damit alle Welt erkennt, da\u00df Israel einen Gott hat!<br>47 und alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, da\u00df der HERR nicht Schwert und Spie\u00df braucht, um den Sieg zu schaffen; denn der HERR hat die Entscheidung im Kampf, und er wird euch in unsere Hand geben!\u00ab<br>48 Als sich nun der Philister in Bewegung setzte und auf David losging, lief dieser eilends aus der Schlachtreihe, dem Philister entgegen;<br>49 dabei griff er mit der Hand in die Tasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, so da\u00df ihm der Stein in die Stirn eindrang und er vorn\u00fcber zu Boden fiel.<br>50 So \u00fcberw\u00e4ltigte David den Philister mit der Schleuder und dem Stein, besiegte den Philister und t\u00f6tete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.<br>51 Er lief n\u00e4mlich hin, trat an den Philister heran, nahm dessen Schwert, zog es aus der Scheide und t\u00f6tete ihn vollends, indem er ihm den Kopf damit abhieb. Als nun die Philister sahen, da\u00df ihr st\u00e4rkster Mann tot war, ergriffen sie die Flucht.<br>52 Da machten sich die M\u00e4nner von Israel und Juda auf, erhoben das Kriegsgeschrei und verfolgten die Philister bis nach Gath und bis an die Tore von Ekron, so da\u00df die Leichen der erschlagenen Philister auf dem Wege von Saaraim bis nach Gath und Ekron lagen.<br>53 Als dann die Israeliten von der Verfolgung der Philister zur\u00fcckkehrten, pl\u00fcnderten sie deren Lager.<br>54 David aber nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem; seine R\u00fcstung dagegen legte er in seinem Zelte nieder.<br>55 Als aber Saul sah, wie David dem Philister entgegenging, fragte er seinen Heerf\u00fchrer Abner: \u00bbWessen Sohn ist denn der J\u00fcngling, Abner?\u00ab Dieser antwortete: \u00bbBei deinem Leben, o K\u00f6nig: ich wei\u00df es nicht!\u00ab<br>56 Da gab ihm der K\u00f6nig den Auftrag: \u00bbErkundige dich doch, wessen Sohn der junge Mann ist!\u00ab<br>57 Sobald nun David von dem Sieg \u00fcber den Philister zur\u00fcckkehrte, nahm ihn Abner mit sich und f\u00fchrte ihn vor Saul, w\u00e4hrend er den Kopf des Philisters noch in der Hand hatte.<br>58 Da fragte ihn Saul: \u00bbWessen Sohn bist du, junger Mann?\u00ab, und David antwortete: \u00bbDer Sohn deines Knechtes Isai aus Bethlehem.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun David seine Unterredung mit Saul beendet hatte, da schlo\u00df Jonathan den David in sein Herz und gewann ihn lieb wie sein eigenes Leben.<br>2 Saul aber nahm David an jenem Tage zu sich und lie\u00df ihn nicht wieder in das Haus seines Vaters zur\u00fcckkehren.<br>3 Da schlo\u00df Jonathan einen Freundschaftsbund mit David, weil er ihn wie sich selbst liebte.<br>4 Dabei zog Jonathan den Mantel aus, den er anhatte, und gab ihn David, dazu auch seinen Waffenrock samt seinem Schwerte, seinem Bogen und seinem G\u00fcrtel.<br>5 Sooft nun David Kriegsz\u00fcge unternahm, hatte er \u00fcberall Gl\u00fcck, wohin Saul ihn sandte; daher \u00fcbertrug Saul ihm die Stelle eines Anf\u00fchrers in seinem Heere; und er war beim ganzen Volk und auch bei den Hofleuten Sauls beliebt.<br>6 Es begab sich aber bei der Heimkehr Sauls und des Heeres, als David nach der Erschlagung des Philisters zur\u00fcckkehrte: da zogen die Frauen aus allen Ortschaften Israels singend und tanzend, mit Handpauken, Jubelgeschrei und Zimbeln dem K\u00f6nig Saul entgegen;<br>7 und die Frauen hoben im Wechselgesang an: \u00bbSaul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!\u00ab<br>8 Da geriet Saul in heftigen Zorn, weil dieses Lied ihm durchaus mi\u00dffiel, und er sagte: \u00bbDem David weisen sie zehntausend zu, mir aber nur tausend; nun fehlt ihm nur noch das K\u00f6nigtum!\u00ab<br>9 So sah denn Saul den David seit jenem Tage und weiterhin mit Neid an.<br>10 Am folgenden Tage nun kam ein b\u00f6ser Geist Gottes \u00fcber Saul, so da\u00df er im Hause drinnen raste; David aber spielte die Zither, wie er dies alle Tage zu tun pflegte, w\u00e4hrend Saul den Speer in der Hand hatte.<br>11 Da z\u00fcckte Saul den Speer, indem er dachte: \u00bbIch will David an die Wand spie\u00dfen!\u00ab, aber David wich ihm zweimal aus.<br>12 Da f\u00fcrchtete sich Saul vor David, weil der HERR mit ihm war, w\u00e4hrend er von Saul gewichen war.<br>13 Darum entfernte ihn Saul aus seiner N\u00e4he und machte ihn zum Hauptmann \u00fcber tausend Mann. Er unternahm nun Kriegsz\u00fcge an der Spitze seiner Leute<br>14 und hatte bei allen seinen Unternehmungen Gl\u00fcck, weil der HERR mit ihm war.<br>15 Als nun Saul sah, da\u00df er au\u00dferordentliches Gl\u00fcck hatte, geriet er in Angst vor ihm;<br>16 aber bei ganz Israel und Juda war David beliebt, weil er bei seinen Kriegsz\u00fcgen an ihrer Spitze aus- und einzog.<br>17 Da sagte Saul zu David: \u00bbHier ist meine \u00e4lteste Tochter Merab, die will ich dir zur Frau geben; nur mu\u00dft du dich mir als Held erweisen und die Kriege des HERRN f\u00fchren.\u00ab Saul dachte n\u00e4mlich: \u00bbIch selbst will nicht Hand an ihn legen, sondern die Philister sollen ihn ums Leben bringen.\u00ab<br>18 Da antwortete David dem Saul: \u00bbWer bin ich, und was ist meine Familie, das Geschlecht meines Vaters, in Israel, da\u00df ich des K\u00f6nigs Schwiegersohn werden sollte!\u00ab<br>19 Als dann aber die Zeit kam, wo Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, wurde sie mit Adriel von Mehola verheiratet.<br>20 Aber Sauls Tochter Michal fa\u00dfte Liebe zu David. Als Saul Kenntnis davon erhielt, fand die Sache seinen Beifall;<br>21 er dachte n\u00e4mlich: \u00bbIch will sie ihm zur Frau geben, damit sie f\u00fcr ihn zur Schlinge wird und er den Philistern in die H\u00e4nde f\u00e4llt.\u00ab So sagte denn Saul zu David: \u00bbMit der zweiten sollst du jetzt mein Schwiegersohn werden.\u00ab<br>22 Darauf gab er seinen Dienern die Weisung: \u00bbRedet vertraulich mit David und sagt ihm: \u203aDer K\u00f6nig hat offenbar Wohlgefallen an dir, und alle seine Diener haben dich gern; so werde also nun der Schwiegersohn des K\u00f6nigs!\u2039\u00ab<br>23 Als nun die Diener Sauls in dieser Weise dem David zuredeten, entgegnete David: \u00bbD\u00fcnkt es euch etwas Leichtes, des K\u00f6nigs Schwiegersohn zu werden? Ich bin ja doch nur ein armer und geringer Mann.\u00ab<br>24 Als nun die Diener Sauls diesem berichteten: \u00bbSo und so hat David sich ausgesprochen\u00ab,<br>25 antwortete Saul: \u00bbTeilt dem David mit, der K\u00f6nig begehre keine andere Heiratsgabe als hundert Vorh\u00e4ute von Philistern, um Rache an den Feinden des K\u00f6nigs zu nehmen.\u00ab Saul gedachte n\u00e4mlich, David durch die Hand der Philister aus der Welt zu schaffen.<br>26 Als nun Sauls Diener dem David diese \u00c4u\u00dferung hinterbrachten, war David damit einverstanden, des K\u00f6nigs Schwiegersohn zu werden; und ehe noch die Zeit um war,<br>27 machte David sich mit seinen Leuten auf den Weg und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Er brachte dann ihre Vorh\u00e4ute heim und lieferte sie dem K\u00f6nige vollz\u00e4hlig ab, um des K\u00f6nigs Schwiegersohn zu werden. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.<br>28 Als aber Saul immer klarer erkannte, da\u00df der HERR mit David war und da\u00df Michal, die Tochter Sauls, ihn liebte,<br>29 f\u00fcrchtete Saul sich noch mehr vor David und wurde ihm f\u00fcr immer feind.<br>30 Sooft aber die F\u00fcrsten der Philister ins Feld zogen, hatte David allemal gr\u00f6\u00dferen Erfolg als alle anderen Heerf\u00fchrer Sauls, so da\u00df sein Name in hohen Ehren stand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun Saul zu seinem Sohne Jonathan und seiner ganzen Umgebung davon redete, da\u00df er David t\u00f6ten wolle,<br>2 hinterbrachte Jonathan, der Sohn Sauls, es dem David, den er sehr liebhatte, mit den Worten: \u00bbMein Vater Saul trachtet dir nach dem Leben; nimm dich daher morgen fr\u00fch in acht und halte dich sorgf\u00e4ltig verborgen!<br>3 Ich selbst aber will hinausgehen und auf dem Felde, wo du dich befinden mu\u00dft, neben meinen Vater treten; ich will dann mit meinem Vater von dir reden und sehen, wie die Sache steht, und es dir dann mitteilen.\u00ab<br>4 Hierauf trat Jonathan bei der Unterredung mit seinem Vater Saul f\u00fcr David ein, indem er zu ihm sagte: \u00bbDer K\u00f6nig vers\u00fcndige sich nicht an seinem Diener David; denn er hat sich dir gegen\u00fcber nichts zuschulden kommen lassen, sondern sich gro\u00dfe Verdienste um dich erworben;<br>5 er hat sogar sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und so hat der HERR dem ganzen Volk Israel einen herrlichen Sieg verschafft. Du hast es mit angesehen und dich dar\u00fcber gefreut: warum willst du dich also an unschuldigem Blut vers\u00fcndigen, indem du David ohne Grund t\u00f6test?\u00ab<br>6 Da schenkte Saul den Vorstellungen Jonathans Geh\u00f6r und schwur: \u00bbSo wahr der HERR lebt, er soll nicht sterben!\u00ab<br>7 Nun rief Jonathan den David zu sich und teilte ihm diese ganze Unterredung mit; dann f\u00fchrte er David zu Saul, und er war wieder in der Umgebung des K\u00f6nigs wie fr\u00fcher.<br>8 Als dann aber der Krieg aufs neue ausbrach und David, der gegen die Philister ins Feld gezogen war, ihnen eine schwere Niederlage beigebracht und sie in die Flucht geschlagen hatte,<br>9 kam der b\u00f6se Geist des HERRN wieder \u00fcber Saul, als er in seinem Hause sa\u00df und seinen Speer in der Hand hatte, w\u00e4hrend David die Zither spielte.<br>10 Da gedachte Saul den David mit dem Speer an die Wand zu spie\u00dfen; aber David wich dem Saul aus, so da\u00df der Speer in die Wand fuhr und David sich durch die Flucht retten konnte.<br>11 In derselben Nacht nun sandte Saul Boten in Davids Haus, die ihn bewachen sollten, damit er ihn am andern Morgen t\u00f6ten k\u00f6nnte. Aber Davids Frau Michal verriet es ihm und sagte: \u00bbWenn du dein Leben nicht noch in dieser Nacht in Sicherheit bringst, so bist du morgen des Todes!\u00ab<br>12 Nachdem Michal ihn dann durchs Fenster hinabgelassen hatte, ergriff er die Flucht und entkam gl\u00fccklich.<br>13 Hierauf nahm Michal den Hausgott, legte ihn aufs Bett, legte dann ein Geflecht von Ziegenhaaren zu seinen H\u00e4upten und deckte ihn mit der Decke zu.<br>14 Als nun Saul Boten sandte, um David festnehmen zu lassen, erkl\u00e4rte sie, er sei krank.<br>15 Da sandte Saul die Boten zur\u00fcck, um nach David zu sehen, mit dem Befehl: \u00bbBringt ihn mitsamt dem Bett zu mir her, damit ich ihn t\u00f6te.\u00ab<br>16 Als nun die Boten hinkamen, fanden sie den Hausgott im Bett liegen und das Geflecht von Ziegenhaaren zu seinen H\u00e4upten.<br>17 Da sagte Saul zu Michal: \u00bbWarum hast du mich so betrogen und meinen Feind entrinnen lassen, so da\u00df er sich in Sicherheit gebracht hat?\u00ab Michal gab ihm zur Antwort: \u00bbEr sagte zu mir: \u203aLa\u00df mich gehen, sonst mu\u00df ich dich t\u00f6ten!\u2039\u00ab<br>18 David also hatte sich gl\u00fccklich durch die Flucht gerettet und war nach Rama zu Samuel gekommen, dem er alles mitteilte, was Saul ihm angetan hatte. Er ging dann mit Samuel hin, und (beide) wohnten im Prophetenhause bei Rama.<br>19 Als nun Saul die Kunde erhielt, David halte sich im Prophetenhause bei Rama auf,<br>20 sandte er Boten ab, die David festnehmen sollten. Als diese aber die Versammlung der Propheten sahen, die sich in Begeisterung befanden, und Samuel an ihrer Spitze stehend erblickten, kam der Geist Gottes \u00fcber die Boten Sauls, so da\u00df auch sie in prophetische Begeisterung gerieten.<br>21 Als man das dem Saul meldete, schickte er andere Boten ab, aber auch diese gerieten in Verz\u00fcckung, und ebenso erging es den Boten, die Saul zum drittenmal sandte.<br>22 Nun ging er selbst nach Rama; und als er bei der gro\u00dfen Zisterne, die sich in Sechu befindet, angekommen war, fragte er: \u00bbWo sind hier Samuel und David?\u00ab Man antwortete ihm: \u00bbIm Prophetenhause zu Rama.\u00ab<br>23 Er ging also von dort nach dem Prophetenhause bei Rama; als er aber noch unterwegs war, kam auch \u00fcber ihn der Geist Gottes, und er befand sich auf dem ganzen Wege in prophetischer Begeisterung bis zu seiner Ankunft im Prophetenhause bei Rama.<br>24 Dort zog auch er seine Oberkleider aus und war ebenfalls in Verz\u00fcckung vor Samuel und lag (schlie\u00dflich) in blo\u00dfen Unterkleidern w\u00e4hrend jenes ganzen Tages und der ganzen Nacht da. Daher pflegt man zu sagen: \u00bbGeh\u00f6rt auch Saul zu den Propheten?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David beklagt sich bei Jonathan<\/h3>\n\n\n\n<p>1 David aber kam heimlich aus der Prophetenwohnung bei Rama zu Jonathan und sagte zu ihm: \u00bbWas habe ich verbrochen? Worin besteht meine Verschuldung und worin mein Vergehen gegen deinen Vater, da\u00df er mir nach dem Leben trachtet?\u00ab<br>2 Er antwortete ihm: \u00bbBeh\u00fcte Gott! Du wirst nicht sterben! Du wei\u00dft, mein Vater tut nichts, es sei wichtig oder unbedeutend, ohne mir Mitteilung davon zu machen: warum sollte mein Vater also dies vor mir verheimlichen? Es ist nichts dran!\u00ab<br>3 Da entgegnete ihm David mit der bestimmten Versicherung: \u00bbDein Vater wei\u00df ganz genau, da\u00df du mich liebgewonnen hast; darum wird er sich gesagt haben: \u203aDies darf Jonathan nicht erfahren, damit er sich dar\u00fcber nicht aufregt\u2039. Aber so wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst: zwischen mir und dem Tode ist nur ein Schritt!\u00ab<br>4 Da antwortete Jonathan dem David: \u00bbIch will dir jeden Wunsch erf\u00fcllen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davids Vorschlag<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Nun sagte David zu Jonathan: \u00bbWie du wei\u00dft, ist morgen Neumondstag; da m\u00fc\u00dfte ich eigentlich mit dem K\u00f6nig zu Tisch sitzen; aber la\u00df mich gehen: ich will mich auf dem Felde verbergen bis zum dritten Abend.<br>6 Sollte dein Vater mich etwa vermissen, so sage ihm: \u203aDavid hat mich dringend um Urlaub gebeten, um nach seiner Vaterstadt Bethlehem zu eilen; denn dort findet das j\u00e4hrliche Opferfest f\u00fcr die ganze Familie statt\u2039.<br>7 Wenn er dann sagt: \u203aGut!\u2039, so droht deinem Knecht keine Gefahr; ger\u00e4t er aber in Zorn, so wisse, da\u00df das Unheil seinerseits beschlossene Sache ist.<br>8 Gib also deinem Knecht einen Beweis deiner Liebe; du hast ja deinen Knecht in einen heiligen Freundschaftsbund mit dir treten lassen. Sollte aber eine Schuld bei mir liegen, so t\u00f6te du mich; aber zu deinem Vater bringe mich nicht zur\u00fcck!\u00ab<br>9 Da erwiderte Jonathan: \u00bbBeh\u00fcte Gott! Nein, wenn ich erkennen sollte, da\u00df von meinem Vater die Ausf\u00fchrung einer b\u00f6sen Absicht gegen dich beschlossen ist, so w\u00fcrde ich es dir selbstverst\u00e4ndlich mitteilen.\u00ab<br>10 David entgegnete dem Jonathan: \u00bbWenn mir nur jemand eine Mitteilung machen wollte, ob dein Vater dir eine abweisende Antwort gegeben hat!\u00ab<br>11 Da sagte Jonathan zu David: \u00bbKomm, la\u00df uns aufs Feld hinausgehen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Eid auf Gegenseitigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Als nun beide aufs Feld hinausgegangen waren, sagte Jonathan zu David: \u00bbDer HERR, der Gott Israels, ist Zeuge! Wenn ich morgen um diese Zeit oder \u00fcbermorgen in sichere Erfahrung gebracht habe, da\u00df mein Vater es gut mit David meint, und ich alsdann nicht zu dir sende und es dich wissen lasse,<br>13 so m\u00f6ge der HERR den Jonathan jetzt und sp\u00e4ter daf\u00fcr b\u00fc\u00dfen lassen! Wenn aber mein Vater B\u00f6ses gegen dich im Sinne hat, so will ich dir auch das mitteilen und dich ziehen lassen, da\u00df du dich in Sicherheit bringen kannst. Der HERR m\u00f6ge dann mit dir sein, wie er mit meinem Vater gewesen ist!<br>14 Und nicht nur, w\u00e4hrend ich noch lebe, und nicht nur an mir erweise du die Barmherzigkeit des HERRN, da\u00df ich nicht sterbe,<br>15 sondern auch meinem Hause entziehe niemals deine G\u00fcte, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids allesamt vom Erdboden vertilgen wird!\u00ab<br>16 So schlo\u00df denn Jonathan einen Bund mit dem Hause Davids und sagte: \u00bbDer HERR m\u00f6ge Rache \u00fcben an den Feinden Davids!\u00ab<br>17 Dann schwur Jonathan dem David noch einmal bei seiner Liebe zu ihm; denn er liebte ihn wie sein eigenes Leben.<br>18 Hierauf sagte Jonathan zu ihm: \u00bbMorgen ist Neumondstag; da wird man dich vermissen, wenn dein Platz bei Tisch leer bleibt.<br>19 \u00dcbermorgen aber wird man dich erst recht vermissen; da begib dich an den Ort, wo du dich am Tage des (damaligen) Vorkommnisses verborgen hattest, und verstecke dich neben dem Steinhaufen dort.<br>20 Ich will dann \u00fcbermorgen in seiner N\u00e4he drei Pfeile abschie\u00dfen, als ob ich nach einem Ziele sch\u00f6sse.<br>21 Dann werde ich den Burschen abschicken mit den Worten: \u203aGeh, suche die Pfeile!\u2039 Wenn ich dann dem Burschen zurufe: \u203aDie Pfeile liegen von dir ab herw\u00e4rts, hole sie!\u2039, so komm; denn das bedeutet Gutes f\u00fcr dich, und du hast nichts zu f\u00fcrchten, so wahr der HERR lebt!<br>22 Rufe ich aber dem Jungen so zu: \u203aDie Pfeile liegen von dir ab hinw\u00e4rts!\u2039, so gehe! Denn der HERR hei\u00dft dich weggehen.<br>23 Aber f\u00fcr das, was wir beide, ich und du, miteinander besprochen haben, daf\u00fcr ist der HERR (Zeuge) zwischen mir und dir in Ewigkeit!\u00ab<br>24 Hierauf versteckte sich David auf dem Felde. Als nun der Neumondstag da war, setzte sich der K\u00f6nig zu Tisch, um zu speisen,<br>25 und zwar setzte sich der K\u00f6nig auf seinen gew\u00f6hnlichen Platz, n\u00e4mlich auf den Platz an der Wand; Jonathan setzte sich ihm gegen\u00fcber und Abner neben Saul, w\u00e4hrend Davids Platz leer blieb.<br>26 Saul sagte an diesem Tage nichts, weil er dachte: \u00bbEs ist ein Zufall; David wird nicht rein sein, weil er sich noch nicht hat reinigen lassen.\u00ab<br>27 Als aber am anderen Tage, der auf den Neumond folgte, Davids Platz wieder leer blieb, fragte Saul seinen Sohn Jonathan: \u00bbWarum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Essen gekommen?\u00ab<br>28 Jonathan antwortete dem Saul: \u00bbDavid hat sich dringend Urlaub von mir nach Bethlehem erbeten;<br>29 er hat n\u00e4mlich zu mir gesagt: \u203aLa\u00df mich doch hingehen! Denn wir halten ein Familienopfer in der Stadt; mein Bruder selbst hat mich dazu eingeladen. Willst du mir also eine Liebe erweisen, so gib mir Urlaub, damit ich meine Angeh\u00f6rigen besuchen kann!\u2039 Darum ist er nicht an der Tafel des K\u00f6nigs erschienen.\u00ab<br>30 Da geriet Saul in Zorn \u00fcber Jonathan und sagte zu ihm: \u00bbO du Sohn entarteter Widerspenstigkeit! Meinst du, ich w\u00fc\u00dfte nicht, da\u00df du dir den Sohn Isais zum Freunde erw\u00e4hlt hast zu deiner Schande und zur Schande der Scham deiner Mutter?<br>31 Denn solange der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst weder du noch dein K\u00f6nigtum festen Bestand haben. So schicke denn jetzt hin und la\u00df ihn mir holen; denn er ist ein Kind des Todes!\u00ab<br>32 Da gab Jonathan seinem Vater Saul zur Antwort: \u00bbWarum soll er sterben? Was hat er verbrochen?\u00ab<br>33 Da stie\u00df Saul mit dem Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Als nun Jonathan erkannte, da\u00df der Tod Davids bei seinem Vater beschlossene Sache war,<br>34 erhob er sich von der Tafel in gl\u00fchendem Zorn, ohne an diesem zweiten Neumondstage etwas genossen zu haben; denn er trug um David Leid, weil sein Vater ihn beschimpft hatte.<br>35 Am folgenden Morgen aber ging Jonathan, wie er mit David verabredet hatte, aufs Feld hinaus, und ein junger Bursche begleitete ihn.<br>36 Diesem befahl er: \u00bbLauf und suche mir die Pfeile, die ich abschie\u00dfe!\u00ab W\u00e4hrend nun der Bursche hinlief, scho\u00df er den Pfeil \u00fcber ihn hinaus;<br>37 und als der Bursche an die Stelle kam, wo der von Jonathan abgeschossene Pfeil lag, rief Jonathan hinter dem Burschen her: \u00bbDer Pfeil liegt ja von dir hinw\u00e4rts!\u00ab<br>38 Weiter rief er hinter dem Burschen her: \u00bbMache schnell! Halte dich nicht auf!\u00ab Da las der Bursche Jonathans die Pfeile auf und kam zu seinem Herrn zur\u00fcck,<br>39 ohne etwas gemerkt zu haben; nur Jonathan und David wu\u00dften um die Sache.<br>40 Dann \u00fcbergab Jonathan sein Schie\u00dfger\u00e4t seinem Burschen mit der Weisung: \u00bbGeh, trage das in die Stadt!\u00ab<br>41 Als nun der Bursche sich entfernt hatte, kam David hinter dem Steinhaufen hervor, warf sich mit dem Angesicht zur Erde nieder und verneigte sich dreimal; darauf k\u00fc\u00dften sie einander und weinten zusammen, bis David seine Fassung wiedergewann.<br>42 Jonathan sagte dann zu David: \u00bbGehe in Frieden! Was wir beide uns im Namen des HERRN zugeschworen haben, daf\u00fcr wird der HERR zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Nachkommen Zeuge sein in Ewigkeit!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf machte sich David auf und entfernte sich; Jonathan aber kehrte in die Stadt zur\u00fcck.<br>2 David kam dann nach Nob zum Priester Ahimelech; dieser kam ihm \u00e4ngstlich entgegen und fragte ihn: \u00bbWarum kommst du allein, ohne einen Begleiter bei dir zu haben?\u00ab<br>3 David antwortete dem Priester Ahimelech: \u00bbDer K\u00f6nig hat mir einen Auftrag gegeben und zu mir gesagt: \u203aNiemand darf etwas von der Sache erfahren, deretwegen ich dich absende und die ich dir aufgetragen habe!\u2039 Darum habe ich auch meine Leute an einen bestimmten Ort bestellt.<br>4 Und nun, wenn du einige Lebensmittel zur Verf\u00fcgung hast, etwa f\u00fcnf Brote, so gib sie mir, oder was sonst vorhanden ist!\u00ab<br>5 Der Priester antwortete David: \u00bbGew\u00f6hnliches Brot ist nicht in meinem Besitz, sondern nur geweihtes Brot ist da; wenn sich die Leute nur von Weibern ferngehalten haben!\u00ab<br>6 Da antwortete David dem Priester: \u00bbGewi\u00df! Weiber sind uns schon seit mehreren Tagen versagt gewesen; als ich auszog, waren die Leiber der Leute rein, obwohl es sich nur um ein gew\u00f6hnliches Unternehmen handelte; wieviel mehr werden sie heute am Leibe rein sein!\u00ab<br>7 Da gab ihm der Priester geweihtes Brot, weil dort kein anderes Brot vorhanden war als nur die Schaubrote, die man vor dem Angesicht des HERRN wegnimmt, um neugebackene Brote am Tage ihrer Wegnahme daf\u00fcr aufzulegen.<br>8 Es war aber an jenem Tage ein Mann dort anwesend, im Heiligtum vor dem HERRN abgesondert, einer von Sauls Dienern, ein Edomiter namens Doeg, der Aufseher der Hirten Sauls.<br>9 David fragte dann Ahimelech: \u00bbHast du hier nicht irgendeinen Speer oder ein Schwert zur Hand? Ich habe n\u00e4mlich weder mein Schwert noch meine anderen Waffen mitgenommen, weil der Auftrag des K\u00f6nigs gro\u00dfe Eile hatte.\u00ab<br>10 Der Priester antwortete: \u00bbDas Schwert des Philisters Goliath, den du im Terebinthental erschlagen hast, das ist noch hier, eingewickelt in ein Tuch, hinter dem Priesterkleide; wenn du es f\u00fcr dich nehmen willst, so nimm es hin; denn ein anderes ist sonst nicht hier.\u00ab David erwiderte: \u00bbSeinesgleichen gibt es nicht: gib es mir her!\u00ab<br>11 Hierauf machte sich David auf den Weg und floh an jenem Tage vor Saul und begab sich zu Achis, dem K\u00f6nig von Gath.<br>12 Da sagten die Diener des Achis zu diesem: \u00bbDas ist ja David, der K\u00f6nig des Landes; das ist ja der, zu dessen Ehren sie bei den Reigent\u00e4nzen singen: \u203aSaul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende.\u2039\u00ab<br>13 Diese Worte machten David \u00fcberaus bedenklich, und er geriet in gro\u00dfe Furcht vor Achis, dem K\u00f6nig von Gath.<br>14 Daher stellte er sich wahnsinnig vor ihnen und geb\u00e4rdete sich wie ein Rasender unter ihren H\u00e4nden, trommelte an die Torfl\u00fcgel und lie\u00df den Speichel in seinen Bart flie\u00dfen.<br>15 Da sagte Achis zu seinen Dienern: \u00bbIhr seht doch, da\u00df der Mann verr\u00fcckt ist: warum bringt ihr ihn zu mir?<br>16 Fehlt es mir hier etwa an verr\u00fcckten Leuten, da\u00df ihr mir auch diesen noch hergebracht habt, damit er den Verr\u00fcckten bei mir spiele? Der sollte mir ins Haus kommen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da ging David von dort weg und fl\u00fcchtete sich in die H\u00f6hle von Adullam. Als nun seine Br\u00fcder und seine ganze Familie dies erfuhren, kamen sie dorthin zu ihm hinab.<br>2 Au\u00dferdem sammelten sich bei ihm allerlei Leute, die sich in bedr\u00e4ngter Lage befanden, und alle, die Schulden hatten, und allerlei mi\u00dfvergn\u00fcgte Leute, deren Anf\u00fchrer er wurde, so da\u00df etwa vierhundert Mann bei ihm waren.<br>3 Von dort begab sich David nach Mizpe im Moabiterlande und bat den K\u00f6nig der Moabiter: \u00bbLa\u00df doch meinen Vater und meine Mutter bei euch wohnen, bis ich wei\u00df, was Gott mit mir vorhat!\u00ab<br>4 Da brachte er sie zu dem Moabiterk\u00f6nig, und sie blieben bei diesem, solange David auf der Bergfeste war.<br>5 Als aber der Prophet Gad zu David sagte: \u00bbBleibe nicht auf der Bergfeste, sondern begib dich ins Land Juda!\u00ab, da brach David auf und kam nach Jaar-Hereth.<br>6 Als nun Saul erfuhr, da\u00df David mit seinen Leuten wieder zum Vorschein gekommen war \u2013 Saul sa\u00df aber gerade in Gibea unter der Tamariske auf der Anh\u00f6he, mit dem Speer in der Hand, w\u00e4hrend alle seine Diener um ihn herum standen \u2013,<br>7 da sagte Saul zu seinen Dienern, die ihn umgaben: \u00bbH\u00f6rt doch, ihr Benjaminiten! Wird wohl der Sohn Isais euch allen auch \u00c4cker und Weinberge schenken und euch alle zu Hauptleuten \u00fcber Tausendschaften und zu Hauptleuten \u00fcber hundert Mann machen,<br>8 da\u00df ihr euch alle gegen mich verschworen habt und niemand mir eine Mitteilung gemacht hat, als mein Sohn einen Freundschaftsbund mit dem Sohne Isais schlo\u00df, und da\u00df niemand von euch Mitgef\u00fchl mit mir gehabt und mir eine Mitteilung gemacht hat, als mein Sohn meinen Diener (David) zur Feindschaft gegen mich aufwiegelte, wie es jetzt klar zutage liegt?\u00ab<br>9 Da nahm der Edomiter Doeg, der neben den Dienern Sauls stand, das Wort und sagte: \u00bbIch habe gesehen, wie der Sohn Isais nach Nob zu Ahimelech, dem Sohne Ahitubs, kam.<br>10 Da hat dieser den HERRN f\u00fcr ihn befragt und ihm auch Zehrung gegeben und ihm das Schwert des Philisters Goliath \u00fcbergeben.\u00ab<br>11 Da lie\u00df der K\u00f6nig den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, und sein ganzes Geschlecht, die Priesterschaft, die in Nob war, rufen; und als sie sich alle beim K\u00f6nig eingestellt hatten,<br>12 sagte Saul: \u00bbH\u00f6re doch, Sohn Ahitubs!\u00ab Dieser antwortete: \u00bbHier bin ich, Herr!\u00ab<br>13 Da fuhr Saul fort: \u00bbWarum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, da\u00df du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott f\u00fcr ihn befragt hast, damit er sich gegen mich erhebe und auflehne, wie es jetzt klar zutage liegt?\u00ab<br>14 Ahimelech antwortete: \u00bbAber wer unter allen deinen Dienern ist so treu wie David? Dazu ist er des K\u00f6nigs Schwiegersohn und Oberster \u00fcber deine Leibwache und geehrt in deinem Hause.<br>15 Ist es denn jetzt das erste Mal gewesen, da\u00df ich Gott f\u00fcr ihn befragt habe? Das sei fern von mir! Der K\u00f6nig m\u00f6ge doch seinem Knecht und meinem ganzen Geschlecht so etwas nicht zur Last legen! Denn dein Knecht hat von allem diesem nicht das Geringste gewu\u00dft!\u00ab<br>16 Doch der K\u00f6nig entgegnete: \u00bbAhimelech, du mu\u00dft ohne Gnade sterben, du selbst und dein ganzes Geschlecht!\u00ab<br>17 Hierauf gab der K\u00f6nig seinen Leibw\u00e4chtern, die vor ihm standen, den Befehl: \u00bbTretet herzu und t\u00f6tet die Priester des HERRN! Denn auch sie halten es mit David, und obwohl sie wu\u00dften, da\u00df er auf der Flucht war, haben sie mir keine Mitteilung gemacht!\u00ab Aber die Diener des K\u00f6nigs weigerten sich, Hand an die Priester des HERRN zu legen, um sie niederzusto\u00dfen.<br>18 Da befahl der K\u00f6nig dem Doeg: \u00bbTritt du herzu und sto\u00dfe die Priester nieder!\u00ab Da trat der Edomiter Doeg heran, und er stie\u00df die Priester nieder; er t\u00f6tete an jenem Tage f\u00fcnfundachtzig M\u00e4nner, die das leinene Priesterkleid trugen.<br>19 Sodann lie\u00df er in der Priesterstadt Nob alles Lebende mit dem Schwerte niedermachen, M\u00e4nner wie Frauen, Kinder wie S\u00e4uglinge, Rinder, Esel und das Kleinvieh, alles lie\u00df er mit dem Schwert niedermachen.<br>20 Nur ein einziger Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, namens Abjathar, rettete sich durch die Flucht zu Davids Gefolgschaft<br>21 und berichtete dem David, da\u00df Saul die Priester des HERRN ermordet habe.<br>22 Da sagte David zu Abjathar: \u00bbIch wu\u00dfte schon damals, da\u00df der Edomiter Doeg, der dort anwesend war, es Saul sicherlich verraten w\u00fcrde. Ich selbst trage die Schuld am Tode aller Angeh\u00f6rigen deines Geschlechts!<br>23 Bleibe bei mir und f\u00fcrchte dich nicht! Denn nur wer mir nach dem Leben trachtet, wird auch dir nach dem Leben trachten k\u00f6nnen: du bist bei mir in voller Sicherheit!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als dann die Meldung bei David einlief, da\u00df die Philister Kegila belagerten und die Tennen pl\u00fcnderten,<br>2 befragte David den HERRN: \u00bbSoll ich hinziehen und die Philister dort schlagen?\u00ab Der HERR antwortete ihm: \u00bbZiehe hin, schlage die Philister und entsetze Kegila!\u00ab<br>3 Aber Davids Leute sagten zu ihm: \u00bbWir m\u00fcssen schon hier in Juda in ewiger Angst leben; wie erst, wenn wir nach Kegila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen!\u00ab<br>4 Da befragte David den HERRN noch einmal und erhielt vom HERRN die Antwort: \u00bbMache dich auf und ziehe nach Kegila hinab! Denn ich werde die Philister in deine Hand geben.\u00ab<br>5 Da zog David mit seinen Leuten nach Kegila, griff die Philister an, erbeutete ihre Herden und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei. So rettete David die Einwohner von Kegila. \u2013<br>6 Als aber Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu David [nach Kegila] floh, hatte er ein Priesterkleid mitgebracht. \u2013<br>7 Als nun Saul erfuhr, da\u00df David nach Kegila gezogen sei, rief er aus: \u00bbGott hat ihn mir in die H\u00e4nde geliefert! Denn er hat sich selbst eingeschlossen, indem er sich in eine Stadt mit Toren und Riegeln begeben hat.\u00ab<br>8 Saul bot also das ganze Volk zum Kriege auf, um nach Kegila zur Belagerung Davids und seiner Leute hinabzuziehen.<br>9 Als nun David erkannte, da\u00df Saul B\u00f6ses gegen ihn im Schilde f\u00fchrte, befahl er dem Priester Abjathar: \u00bbBringe das Priesterkleid herbei!\u00ab<br>10 Dann betete David: \u00bbHERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewi\u00df geh\u00f6rt, da\u00df Saul nach Kegila zu ziehen gedenkt, um die Stadt um meinetwillen zu vernichten.<br>11 Werden die B\u00fcrger von Kegila mich ihm ausliefern? Wird Saul wirklich herabkommen, wie dein Knecht vernommen hat? HERR, Gott Israels, tu das doch deinem Knechte kund!\u00ab Da antwortete der HERR: \u00bbJa, er wird herabkommen.\u00ab<br>12 Dann fragte David weiter: \u00bbWerden die B\u00fcrger von Kegila mich und meine Leute an Saul ausliefern?\u00ab Der HERR antwortete: \u00bbJa, sie werden dich ausliefern.\u00ab<br>13 Da machte sich David mit seinen Leuten, etwa sechshundert Mann, auf und zog aus Kegila ab, und sie streiften aufs Geratewohl umher. Als dann dem Saul gemeldet wurde, David sei aus Kegila entronnen, stand er vom Zug dorthin ab.<br>14 David hielt sich dann in der W\u00fcste auf den Bergh\u00f6hen auf, und zwar besonders im Gebirge in der W\u00fcste Siph; und Saul suchte w\u00e4hrend der ganzen Zeit nach ihm, aber Gott lie\u00df ihn nicht in seine H\u00e4nde fallen.<br>15 Als nun David sah, da\u00df Saul ausgezogen war, um ihn ums Leben zu bringen \u2013 er befand sich gerade in Horesa in der W\u00fcste Siph \u2013,<br>16 da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und begab sich zu David nach Horesa und weckte neues Vertrauen auf Gott in ihm,<br>17 indem er zu ihm sagte: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht erreichen, sondern du wirst K\u00f6nig \u00fcber Israel werden, und ich werde der Zweite nach dir sein; auch mein Vater Saul wei\u00df das wohl.\u00ab<br>18 Dann schlossen beide einen Bund miteinander vor dem HERRN; und David blieb in Horesa, w\u00e4hrend Jonathan wieder heimkehrte.<br>19 Hierauf gingen einige Siphiter zu Saul nach Gibea hinauf und meldeten: \u00bbDavid h\u00e4lt sich bei uns auf den Bergh\u00f6hen in Horesa verborgen, auf dem H\u00f6henzuge Hachila, der s\u00fcdlich von der \u00d6de liegt.<br>20 Nun denn, o K\u00f6nig, komm zu uns herab, sobald es dir beliebt; unsere Sache soll es alsdann sein, ihn in die Gewalt des K\u00f6nigs zu bringen.\u00ab<br>21 Da antwortete Saul: \u00bbDer HERR m\u00f6ge euch daf\u00fcr segnen, da\u00df ihr Teilnahme f\u00fcr mich bewiesen habt!<br>22 Geht nun hin, vergewissert euch noch mehr und gebt sorgsam acht, um seinen Aufenthaltsort zu erkunden und wer ihn daselbst gesehen hat; denn man hat mir gesagt, er sei ein sehr listiger Mann.<br>23 Wenn ihr alle Schlupfwinkel, wo er sich versteckt h\u00e4lt, sicher erkundet habt, so kommt wieder zu mir mit zuverl\u00e4ssiger Auskunft, dann will ich mit euch gehen; und wenn er wirklich im Lande ist, so will ich ihn schon unter allen Tausendschaften Judas aufsp\u00fcren!\u00ab<br>24 Da machten sich die Siphiter auf und gingen Saul voraus nach Siph; David aber befand sich damals mit seinen Leuten in der W\u00fcste Maon, in der Steppe s\u00fcdlich von der Ein\u00f6de.<br>25 Als nun Saul mit seinen Leuten hinzog, um ihn aufzusuchen, und man es David hinterbrachte, zog er nach dem Felsen hinab, der in der W\u00fcste Maon liegt. Auf die Kunde hiervon folgte Saul dem David eiligst in die W\u00fcste Maon nach.<br>26 Da zog nun Saul auf der einen Seite des Bergzuges und David mit seinen Leuten auf der anderen Seite. Als dann David sich beeilte, dem Saul zu entkommen, war Saul mit seinen Leuten gerade im Begriff, David und seine Leute zu umzingeln, um sie gefangenzunehmen.<br>27 Da traf pl\u00f6tzlich ein Bote bei Saul ein mit der Meldung: \u00bbMache dich schleunigst auf den Weg! Denn die Philister sind ins Land eingefallen.\u00ab<br>28 Da mu\u00dfte Saul die Verfolgung Davids aufgeben und den Philistern entgegenziehen; daher nennt man jenen Ort den \u203aTrennungsfelsen\u2039.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 David zog dann von dort hinweg und setzte sich auf den Bergh\u00f6hen von Engedi fest.<br>2 Als nun Saul von der Verfolgung der Philister zur\u00fcckgekehrt war, meldete man ihm, David sei jetzt in der W\u00fcste von Engedi.<br>3 Da nahm Saul dreitausend Mann, auserlesene Leute aus ganz Israel, und brach auf, um David und seine Leute auf der Ostseite der Steinbockfelsen zu suchen.<br>4 Als er nun zu den Schafh\u00fcrden am Wege kam, war dort eine H\u00f6hle, in die Saul hineinging, um seine Notdurft zu verrichten; David aber sa\u00df mit seinen Leuten hinten in der H\u00f6hle.<br>5 Da sagten Davids Leute zu ihm: \u00bbWahrlich, dies ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: \u203aF\u00fcrwahr, ich will deinen Feind dir in die H\u00e4nde liefern, so da\u00df du mit ihm verfahren kannst, wie es dir beliebt.\u2039\u00ab Hierauf stand David auf und schnitt unbemerkt einen Zipfel von Sauls Mantel ab.<br>6 Hinterher aber schlug ihm doch das Gewissen, da\u00df er den Zipfel von Sauls Mantel abgeschnitten hatte,<br>7 und er sagte zu seinen Leuten: \u00bbDer HERR bewahre mich davor, so etwas zu tun und mich an meinem Herrn, dem Gesalbten Gottes, zu vergreifen! Er ist ja der Gesalbte Gottes!\u00ab<br>8 Mit diesen Worten trat David seinen Leuten entgegen und gestattete ihnen nicht, Saul ein Leid anzutun. Als dann Saul die H\u00f6hle verlassen hatte und seines Weges weiterzog,<br>9 machte sich auch David alsbald auf, trat aus der H\u00f6hle hinaus und rief hinter Saul her: \u00bbMein Herr und K\u00f6nig!\u00ab Als Saul sich nun umwandte, verneigte David sich mit dem Angesicht zur Erde nieder und brachte dem K\u00f6nige seine Huldigung dar;<br>10 dann rief er dem Saul zu: \u00bbWarum h\u00f6rst du auf das Gerede der Leute, die da sagen, David sinne auf dein Verderben?<br>11 Siehe, am heutigen Tage hast du mit eigenen Augen sehen k\u00f6nnen, da\u00df der HERR dich heute in der H\u00f6hle in meine Gewalt gegeben hatte; und obgleich man mir zuredete, ich m\u00f6chte dich umbringen, habe ich dich doch verschont und habe gedacht: \u203aIch will mich nicht an meinem Herrn vergreifen, weil er der Gesalbte Gottes ist.\u2039<br>12 Und nun, mein Vater, sieh her! Ja, sieh hier den Zipfel deines Mantels in meiner Hand! Daran, da\u00df ich den Zipfel von deinem Mantel abgeschnitten habe, ohne dich zu t\u00f6ten, daran kannst du mit Sicherheit erkennen, da\u00df ich an nichts B\u00f6ses und an keinen Verrat gegen dich gedacht und mich nicht an dir vers\u00fcndigt habe, w\u00e4hrend du mir nachstellst, um mich des Lebens zu berauben.<br>13 Der HERR m\u00f6ge Richter zwischen mir und dir sein, und der HERR m\u00f6ge mich an dir r\u00e4chen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein!<br>14 Schon das alte Sprichwort sagt: \u203aVon den Gottlosen mag Gottlosigkeit ausgehen!\u2039, aber meine Hand soll nicht gegen dich sein!<br>15 Hinter wem zieht denn der K\u00f6nig von Israel her? Wen verfolgst du? Einen toten Hund! Einen einzelnen Floh!<br>16 So sei denn der HERR Richter und entscheide zwischen mir und dir! Er m\u00f6ge die Untersuchung in meiner Sache f\u00fchren und mich vertreten und mir Recht gegen dich schaffen!\u00ab<br>17 Als David diese Worte an Saul gerichtet hatte, antwortete dieser: \u00bbIst das nicht deine Stimme, mein Sohn David?\u00ab Hierauf fing Saul an, laut zu weinen,<br>18 und rief dem David zu: \u00bbDu bist gerechter als ich; denn du hast mir Gutes erwiesen, w\u00e4hrend ich b\u00f6se an dir gehandelt habe.<br>19 Und heute hast du mir deine Liebe in besonderem Ma\u00dfe dadurch bewiesen, da\u00df du mich nicht get\u00f6tet hast, als der HERR mich in deine Hand gegeben hatte.<br>20 Denn wenn jemand seinen Feind antrifft, l\u00e4\u00dft er ihn da wohl friedlich seines Weges ziehen? So m\u00f6ge denn der HERR dir mit Gutem vergelten, was du heute an mir getan hast!<br>21 Und nun, siehe, ich wei\u00df gewi\u00df, da\u00df du K\u00f6nig werden wirst und da\u00df in deiner Hand das K\u00f6nigtum \u00fcber Israel Bestand haben wird.<br>22 So schw\u00f6re mir denn jetzt beim HERRN, da\u00df du meine Nachkommen nach meinem Tode nicht ausrotten und meinen Namen aus meinem Geschlecht nicht austilgen willst!\u00ab<br>23 Da schwur David es dem Saul; dann zog Saul heim, w\u00e4hrend David sich mit seinen Leuten auf die Bergfeste begab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da starb Samuel, und ganz Israel versammelte sich und hielt um ihn die Totenklage; man begrub ihn dann in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog in die W\u00fcste Paran hinab.<br>2 Nun lebte da in Maon ein Mann, der sein Anwesen in Karmel hatte, ein sehr beg\u00fcterter Mann, der dreitausend Schafe und tausend Ziegen besa\u00df; und er war gerade mit der Schur seiner Schafe in Karmel besch\u00e4ftigt.<br>3 Der Mann hie\u00df Nabal und seine Frau Abigail; die Frau war klug und von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit, der Mann dagegen roh und b\u00f6sartig in all seinem Tun, ein echter Kalebiter.<br>4 Als nun David in der W\u00fcste h\u00f6rte, da\u00df Nabal eben Schafschur hielt,<br>5 schickte er zehn von seinen Leuten ab mit dem Auftrage: \u00bbGeht nach Karmel hinauf, kehrt bei Nabal ein, gr\u00fc\u00dft ihn von mir<br>6 und sagt zu meinem Bruder: \u203aHeil dir und Heil deiner Familie und Heil allem, was du besitzest!<br>7 Ich habe jetzt eben vernommen, da\u00df die Schafschur bei dir stattfindet. Da nun deine Hirten sich bei uns hier aufgehalten haben, ohne da\u00df wir ihnen etwas zuleide getan und ohne da\u00df sie w\u00e4hrend der ganzen Zeit ihres Aufenthalts in Karmel das Geringste vermi\u00dft haben \u2013<br>8 frage nur deine Leute, sie werden es dir best\u00e4tigen! \u2013, so erweise dich nun freundlich gegen die Leute, zumal da wir an einem Festtage zu dir kommen. Gib also deinen Knechten und deinem Sohne David, was dir gerade vor die Hand kommt!\u2039\u00ab<br>9 Als nun Davids Leute hinkamen, richteten sie den Auftrag im Namen Davids bei Nabal genau aus und warteten dann schweigend.<br>10 Nabal aber gab den Leuten Davids zur Antwort: \u00bbWer ist David, und wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es Knechte genug, die ihren Herren entlaufen!<br>11 Soll ich etwa mein Brot, mein Wasser und mein Geschlachtetes, das ich f\u00fcr meine Scherer geschlachtet habe, nehmen und es Leuten geben, von denen ich nicht einmal wei\u00df, woher sie sind?\u00ab<br>12 Darauf wandten sich Davids Leute um und zogen ihres Weges zur\u00fcck und erstatteten David nach ihrer R\u00fcckkehr genauen Bericht \u00fcber den Vorfall.<br>13 Da befahl David seinen Leuten: \u00bbJeder g\u00fcrte sein Schwert um!\u00ab Nachdem nun alle dem Befehle nachgekommen waren und auch David sich sein Schwert umgeg\u00fcrtet hatte, zogen sie unter Davids F\u00fchrung hinauf, etwa vierhundert Mann, w\u00e4hrend zweihundert beim Gep\u00e4ck zur\u00fcckblieben.<br>14 Inzwischen hatte aber einer von den Knechten der Abigail, der Frau Nabals, berichtet: \u00bbDavid hat soeben Boten aus der W\u00fcste hergeschickt, um unsern Herrn begr\u00fc\u00dfen zu lassen, der aber hat sie grob angefahren.<br>15 Und doch sind die M\u00e4nner sehr gut gegen uns gewesen; es ist uns von ihnen nichts zuleide geschehen, und wir haben nicht das Geringste vermi\u00dft w\u00e4hrend der ganzen Zeit, die wir bei ihnen auf dem Felde umhergezogen sind;<br>16 nein, sie sind eine Mauer um uns bei Tag und bei Nacht gewesen, solange wir das Kleinvieh in ihrer N\u00e4he geh\u00fctet haben.<br>17 \u00dcberlege jetzt also und sieh zu, was du tun willst! Denn unserm Herrn und seinem ganzen Hause steht sicherlich ein Ungl\u00fcck bevor; er selbst aber ist ein zu b\u00f6sartiger Mann, als da\u00df man mit ihm reden k\u00f6nnte.\u00ab<br>18 Da nahm Abigail in aller Eile zweihundert Brote und zwei Schl\u00e4uche Wein, f\u00fcnf zubereitete Schafe, f\u00fcnf Scheffel ger\u00f6stetes Getreide, hundert Rosinentrauben und zweihundert Feigenkuchen, lud alles auf Esel<br>19 und befahl ihren Knechten: \u00bbZieht mir voraus, ich komme sogleich hinter euch her!\u00ab Ihrem Manne Nabal aber sagte sie nichts davon.<br>20 W\u00e4hrend sie nun an einer durch den Berg verdeckten Stelle auf ihrem Esel abw\u00e4rts ritt, kam gerade auch David mit seinen Leuten von der entgegengesetzten Seite herab, und sie traf mit ihnen zusammen.<br>21 Nun hatte David bei sich \u00fcberlegt: \u00bbRein umsonst habe ich diesem Menschen seine gesamte Habe in der W\u00fcste besch\u00fctzt, so da\u00df ihm nie das Geringste von seinem gesamten Besitz verlorengegangen ist; er aber hat mir Gutes mit B\u00f6sem vergolten.<br>22 Gott m\u00f6ge es den Feinden Davids jetzt und k\u00fcnftig gut ergehen lassen, wenn ich von allem, was ihm geh\u00f6rt, bis morgen fr\u00fch ein einziges Mannesbild \u00fcbriglasse!\u00ab<br>23 Als nun Abigail Davids ansichtig wurde, stieg sie schleunigst von ihrem Esel herab, warf sich vor David auf ihr Angesicht nieder, verneigte sich dann zur Erde<br>24 und rief knief\u00e4llig aus: \u00bbAuf mir allein, mein Herr, liegt die Schuld! La\u00df doch deine Magd vor dir reden und schenke den Worten deiner Magd Geh\u00f6r!<br>25 Mein Herr gebe doch nichts auf diesen nichtsw\u00fcrdigen Menschen, auf Nabal! Denn er ist wirklich so, wie sein Name besagt: er hei\u00dft Nabal und ver\u00fcbt nur Torheiten; ich aber, deine Magd, habe die Leute, die du, mein Herr, gesandt hast, nicht zu Gesicht bekommen.<br>26 Und nun, mein Herr, so wahr Gott lebt und so wahr du selbst lebst: Gott hat dich davor beh\u00fctet, in Blutschuld zu geraten und dich mit eigener Hand zu r\u00e4chen. So m\u00f6gen nun deine Feinde und alle, die B\u00f6ses gegen meinen Herrn sinnen, dem Nabal gleich werden!<br>27 Und nun, dieses Geschenk hier, das deine Magd f\u00fcr meinen Herrn mitgebracht hat, ist f\u00fcr die Leute bestimmt, die meinem Herrn auf seinen Z\u00fcgen folgen.<br>28 Vergib deiner Magd ihr Vergehen! Denn sicherlich wird Gott meinem Herrn ein Haus bauen, das Bestand hat, weil mein Herr im Dienste Gottes streitet und kein Unrecht sich an dir finden wird, solange du lebst.<br>29 Und wenn ein Mensch sich erheben sollte, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so m\u00f6ge die Seele meines Herrn eingebunden sein im B\u00fcndel des Lebens beim HERRN, deinem Gott! die Seele deiner Feinde aber m\u00f6ge er wegschleudern in der Schleuderpfanne!<br>30 Wenn Gott dann meinem Herrn all das Gl\u00fcck verleihen wird, das er dir verhei\u00dfen hat, und dich zum F\u00fcrsten \u00fcber Israel bestellt,<br>31 so wirst du dich frei in deinem Inneren f\u00fchlen, und mein Herr braucht sich keine Vorw\u00fcrfe zu machen, da\u00df du, mein Herr, Blut ohne Ursache vergossen und dir mit eigener Hand Recht geschafft habest. Wenn aber Gott meinem Herrn Gl\u00fcck verleihen wird, so gedenke deiner Magd!\u00ab<br>32 Da antwortete David der Abigail: \u00bbGepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der dich mir heute hat entgegenkommen lassen!<br>33 Und gepriesen sei deine Klugheit und gepriesen du selbst, da\u00df du mich heute davon abgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit eigener Hand Genugtuung zu verschaffen!<br>34 Denn so wahr der HERR lebt, der Gott Israels, der mich davor beh\u00fctet hat, dir ein Leid anzutun: w\u00e4rst du mir nicht so schnell entgegengekommen, so w\u00e4re dem Nabal bis morgen fr\u00fch kein einziges Mannesbild \u00fcbriggeblieben!\u00ab<br>35 Darauf nahm David von ihr an, was sie ihm mitgebracht hatte; zu ihr selbst aber sagte er: \u00bbKehre in Frieden in dein Haus zur\u00fcck! Wisse wohl: ich habe dir Geh\u00f6r geschenkt und R\u00fccksicht auf dich genommen!\u00ab<br>36 Als dann Abigail zu Nabal zur\u00fcckkehrte, hielt er gerade ein Gastmahl in seinem Hause, ein geradezu k\u00f6nigliches Festgelage, und er befand sich in der fr\u00f6hlichsten Stimmung. Da er schwer betrunken war, teilte sie ihm nicht das Geringste mit, bis der Morgen anbrach.<br>37 Als er aber am folgenden Morgen seinen Rausch ausgeschlafen hatte, machte seine Frau ihm Mitteilung von allem, was vorgegangen war. Da erlitt er einen Schlaganfall und wurde wie ein Stein;<br>38 und nach etwa zehn Tagen traf ihn die Hand des HERRN, da\u00df er starb.<br>39 Als nun David die Nachricht vom Tode Nabals erhielt, rief er aus: \u00bbGepriesen sei der HERR, der die mir von Nabal zugef\u00fcgte Schmach ger\u00e4cht und mich, seinen Knecht, vom B\u00f6sestun zur\u00fcckgehalten, die Bosheit Nabals aber auf ihn selbst hat zur\u00fcckfallen lassen!\u00ab Darauf sandte David hin und warb um Abigail, um sie sich zum Weibe zu nehmen.<br>40 Als nun Davids Boten nach Karmel zu Abigail kamen und die Werbung anbrachten mit den Worten: \u00bbDavid hat uns zu dir gesandt: er w\u00fcnscht dich als sein Weib heimzuf\u00fchren\u00ab,<br>41 da erhob sie sich, verneigte sich mit dem Antlitz bis zur Erde und sagte: \u00bbJa, deine Magd ist bereit, als Dienerin den Knechten meines Herrn die F\u00fc\u00dfe zu waschen!\u00ab<br>42 Sodann machte Abigail sich schleunigst auf und setzte sich auf ihren Esel; ebenso ihre f\u00fcnf Dienerinnen, die ihre Begleitung bildeten. So folgte sie den Boten Davids und wurde sein Weib.<br>43 David hatte sich aber auch Ahinoam aus Jesreel (in Juda) geholt; so wurden beide zumal seine Frauen.<br>44 Saul dagegen hatte seine Tochter Michal, die mit David verheiratet war, Palti, dem Sohne des Lais aus Gallim, zur Frau gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da kamen die Siphiter zu Saul nach Gibea und meldeten: \u00bbWisse, David h\u00e4lt sich auf dem H\u00f6henzuge Hachila am Saume der Ein\u00f6de verborgen.\u00ab<br>2 Da machte sich Saul mit dreitausend Mann auserlesener Israeliten auf den Weg und zog in die W\u00fcste Siph hinab, um David in der W\u00fcste Siph zu suchen.<br>3 Saul lagerte sich dann auf dem H\u00f6henzuge Hachila, der am Saum der Ein\u00f6de an der Stra\u00dfe liegt, w\u00e4hrend David sich in der W\u00fcste aufhielt. Als dieser nun erfuhr, da\u00df Saul zu seiner Verfolgung in die W\u00fcste gekommen war,<br>4 sandte er Kundschafter aus und erhielt so die sichere Nachricht von der Ankunft Sauls.<br>5 Er machte sich also auf und kam an den Ort, wo Saul sich gelagert hatte. Als aber David den Platz sah, wo Saul mit seinem Heerf\u00fchrer Abner, dem Sohne Ners, lag \u2013 Saul lag n\u00e4mlich innerhalb der Wagenburg, w\u00e4hrend das Kriegsvolk rings um ihn her gelagert war \u2013,<br>6 da wandte sich David an den Hethiter Ahimelech und an Abisai, den Sohn der Zeruja, den Bruder Joabs, mit der Frage: \u00bbWer geht mit mir zu Saul in das Lager hinab?\u00ab Abisai antwortete: \u00bbIch gehe mit dir hinab!\u00ab<br>7 Als nun David und Abisai nachts zu den Leuten gekommen waren, da fanden sie Saul schlafend innerhalb der Wagenburg liegen, und sein Speer steckte zu seinen H\u00e4upten im Boden; Abner aber und das Kriegsvolk lagen um ihn her.<br>8 Da sagte Abisai zu David: \u00bbHeute hat Gott deinen Feind dir in die H\u00e4nde geliefert; und nun la\u00df mich ihn doch mit seinem Speer an den Boden spie\u00dfen mit einem Sto\u00df: es soll kein zweiter Sto\u00df f\u00fcr ihn n\u00f6tig sein!\u00ab<br>9 Aber David erwiderte dem Abisai: \u00bbTu ihm nichts zuleide! Denn wer k\u00f6nnte Hand an den Gesalbten des HERRN legen und bliebe ungestraft?\u00ab<br>10 Dann fuhr David fort: \u00bbSo wahr der HERR lebt, nein! Sicherlich wird die Hand des HERRN ihn treffen, sei es, da\u00df der Tag eines nat\u00fcrlichen Todes f\u00fcr ihn kommt oder da\u00df er in den Krieg zieht und hinweggerafft wird;<br>11 aber der HERR beh\u00fcte mich davor, die Hand an den Gesalbten des HERRN zu legen! Nein, nimm jetzt den Speer, der zu seinen H\u00e4upten steht, und den Wasserkrug; dann wollen wir gehen!\u00ab<br>12 Hierauf nahm David den Speer und den Wasserkrug, der zu Sauls H\u00e4upten stand, und sie entfernten sich, ohne da\u00df jemand sie gesehen oder etwas gemerkt h\u00e4tte, und niemand wachte auf; vielmehr schliefen sie allesamt, weil ein tiefer, vom HERRN gesandter Schlaf auf sie gefallen war.<br>13 Als dann David auf die gegen\u00fcberliegende Seite (des Tales) gekommen und in einiger Entfernung auf die Spitze des Berges getreten war, so da\u00df ein gro\u00dfer Zwischenraum zwischen ihnen lag,<br>14 rief David dem Kriegsvolk und Abner, dem Sohne Ners, die Worte zu: \u00bbGibst du keine Antwort, Abner?\u00ab Da erwiderte Abner: \u00bbWer bist du, da\u00df du dem K\u00f6nige so zurufst?\u00ab<br>15 David antwortete dem Abner: \u00bbDu bist mir f\u00fcrwahr ein rechter Mann, und deinesgleichen gibt es nicht in ganz Israel! Warum hast du auf deinen Herrn, den K\u00f6nig, nicht achtgegeben? Es ist ja einer von den Leuten eingedrungen, um deinen Herrn, den K\u00f6nig, zu ermorden!<br>16 Das bringt dir keine Ehre, was du da getan hast. So wahr der HERR lebt: den Tod habt ihr verdient, weil ihr auf euren Herrn, den Gesalbten Gottes, nicht achtgegeben habt! Und nun sieh doch mal nach, wo der Speer des K\u00f6nigs geblieben ist und wo der Wasserkrug, der zu seinen H\u00e4upten gestanden hat!\u00ab<br>17 Da erkannte Saul die Stimme Davids und rief aus: \u00bbIst das nicht deine Stimme, mein Sohn David?\u00ab David erwiderte: \u00bbJawohl, mein Herr und K\u00f6nig!\u00ab<br>18 Dann fuhr er fort: \u00bbWarum verfolgt mein Herr seinen Knecht? Was habe ich denn verbrochen, und was f\u00fcr B\u00f6ses klebt an meiner Hand?<br>19 M\u00f6chte doch mein Herr, der K\u00f6nig, jetzt den Worten seines Knechtes Geh\u00f6r schenken! Wenn Gott es ist, der dich gegen mich erbittert hat, so m\u00f6ge er den Duft einer Opfergabe zu riechen bekommen; wenn es aber Menschen sind, so seien sie verflucht vor Gott, weil sie mich jetzt von der Teilnahme am Erbbesitz des HERRN ausgeschlossen haben, als wollten sie zu mir sagen: \u203aHinweg mit dir! Diene anderen G\u00f6ttern!\u2039<br>20 So m\u00f6ge nun mein Blut nicht fern vom Angesicht Gottes zur Erde fallen! Denn der K\u00f6nig von Israel ist ausgezogen, um mein Leben zu erjagen, wie der Habicht auf ein Rebhuhn in den Bergen Jagd macht.\u00ab<br>21 Da antwortete Saul: \u00bbIch habe unrecht getan: kehre zur\u00fcck, mein Sohn David! Denn ich will dir fortan nichts mehr zuleide tun zum Lohn daf\u00fcr, da\u00df du mein Leben heute verschont hast. Ja, ich habe t\u00f6richt gehandelt und mich schwer vergangen!\u00ab<br>22 Darauf antwortete David: \u00bbSiehe, hier ist der Speer des K\u00f6nigs: so komme denn einer von den Leuten her\u00fcber und hole ihn!<br>23 Der HERR aber vergilt einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue; denn der HERR hatte dich heute in meine Hand gegeben, ich aber habe mich nicht an dem Gesalbten des HERRN vergreifen wollen.<br>24 So wertvoll aber dein Leben heute mir gewesen ist, ebenso wertvoll m\u00f6ge mein Leben dem HERRN sein, da\u00df er mich aus aller Bedr\u00e4ngnis errette!\u00ab<br>25 Da rief Saul dem David zu: \u00bbGesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst deine Sache sicherlich durchf\u00fchren und gl\u00fccklich ans Ziel gelangen!\u00ab Hierauf ging David seines Weges, Saul aber kehrte nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p>1 David aber sagte zu sich selbst: \u00bbEines Tages werde ich doch noch durch Sauls Hand weggerafft werden; es bleibt mir nichts Besseres \u00fcbrig, als da\u00df ich mich eilends im Lande der Philister in Sicherheit bringe; dann wird Saul davon abstehen, auf mich noch l\u00e4nger in allen Teilen Israels zu fahnden, und ich bin seinen H\u00e4nden entronnen.\u00ab<br>2 So machte David sich denn auf und zog mit den sechshundert Mann, die er bei sich hatte, zu Achis, dem Sohne Maochs, dem K\u00f6nig von Gath, hin\u00fcber.<br>3 Er nahm bei diesem seinen Wohnsitz in Gath mit seinen Leuten, ein jeder mit seiner Familie, David selbst mit seinen beiden Frauen, Ahinoam aus Jesreel und Abigail, der Witwe Nabals, aus Karmel.<br>4 Als nun Saul die Nachricht erhielt, da\u00df David nach Gath entwichen sei, gab er es auf, noch l\u00e4nger nach ihm zu suchen.<br>5 David aber sagte zu Achis: \u00bbWenn du mir eine Gnade erweisen willst, so la\u00df mir einen Platz in einer der Ortschaften des offenen Landes zum Wohnsitz anweisen; denn warum soll dein Knecht bei dir in der K\u00f6nigsstadt wohnen?\u00ab<br>6 Da wies ihm Achis noch an demselben Tage Ziklag an. Infolgedessen hat Ziklag den K\u00f6nigen von Juda bis auf den heutigen Tag geh\u00f6rt.<br>7 Die ganze Zeit aber, die David im Lande der Philister zubrachte, betrug ein Jahr und vier Monate.<br>8 David unternahm nun mit seinen Leuten Raubz\u00fcge und machte Einf\u00e4lle in das Gebiet der Gesuriter, der Girsiter und der Amalekiter; denn das sind die Bewohner des Landes von alters her bis nach Sur hin und bis nach \u00c4gypten.<br>9 Sooft er aber in ihr Land einfiel, lie\u00df er weder M\u00e4nner noch Frauen am Leben und raubte Kleinvieh, Rinder, Esel, Kamele und Kleidungsst\u00fccke; darauf kehrte er wieder zu Achis zur\u00fcck.<br>10 Wenn Achis ihn dann fragte: \u00bbWo habt ihr diesmal einen Einfall gemacht?\u00ab, so antwortete David: \u00bbIm S\u00fcdland von Juda\u00ab oder \u00bbim S\u00fcdland der Jerahmeeliter\u00ab oder \u00bbim S\u00fcdland der Keniter\u00ab.<br>11 M\u00e4nner und Frauen aber lie\u00df David deshalb nicht am Leben, um sie nicht nach Gath mitnehmen zu m\u00fcssen; denn er dachte: \u00bbSie k\u00f6nnten gegen uns aussagen und berichten: \u203aSo und so ist David zu Werke gegangen.\u2039\u00ab Dieses Verfahren beobachtete David w\u00e4hrend der ganzen Zeit, die er im Lande der Philister zubrachte.<br>12 Achis aber schenkte dem David Vertrauen, weil er dachte: \u00bbEr hat sich bei seinem Volk, bei Israel, t\u00f6dlich verha\u00dft gemacht; darum wird er f\u00fcr immer mein Dienstmann bleiben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun die Philister in jener Zeit ihre Heere zu einem Kriegszuge gegen die Israeliten sammelten, sagte Achis zu David: \u00bbDu sollst bestimmt wissen, da\u00df du samt deinen Leuten mit mir im Heerbann ausziehen mu\u00dft.\u00ab<br>2 David antwortete ihm: \u00bbGut! Du wirst nun sehen, was dein Knecht zu leisten vermag.\u00ab Achis erwiderte dem David: \u00bbGut! Ich ernenne dich auf Lebenszeit zum H\u00fcter meines Hauptes.\u00ab<br>3 Samuel aber war gestorben (25,1), und ganz Israel hatte die Totenklage um ihn gehalten und ihn in seiner Vaterstadt Rama begraben. Saul aber hatte die Totenbeschw\u00f6rer und Wahrsager aus dem Lande vertrieben. \u2013<br>4 Nachdem sich nun die Philister gesammelt hatten und ins Land eingefallen waren, lagerten sie sich bei Sunem, w\u00e4hrend Saul, der ganz Israel aufgeboten hatte, sein Lager auf dem (Gebirge) Gilboa aufschlug.<br>5 Als nun Saul das Heerlager der Philister erblickte, geriet er in Angst und erschrak im innersten Herzen.<br>6 Er befragte daher den HERRN, aber der HERR gab ihm keine Antwort weder durch Tr\u00e4ume, noch durch das Priester-Orakel, noch durch die Propheten.<br>7 Da gab Saul seinen Dienern den Befehl: \u00bbMacht mir eine Frau ausfindig, die sich auf Totenbeschw\u00f6rung versteht: ich will zu ihr gehen und sie befragen.\u00ab Seine Diener antworteten ihm: \u00bbIn Endor wohnt eine Frau, die Tote zu beschw\u00f6ren vermag.\u00ab<br>8 Da machte sich Saul unkenntlich, legte andere Kleider an und begab sich mit zwei Begleitern auf den Weg. Als sie nachts bei der Frau angekommen waren, sagte er zu ihr: \u00bbWahrsage mir durch Totenbeschw\u00f6rung und la\u00df mir aus der Unterwelt den erscheinen, den ich dir nennen werde.\u00ab<br>9 Aber die Frau antwortete ihm: \u00bbDu wei\u00dft doch selbst, was Saul getan hat: da\u00df er die Totenbeschw\u00f6rer und Wahrsager im Lande ausgerottet hat; warum stellst du mir also eine Falle, um mich ums Leben zu bringen?\u00ab<br>10 Da schwur ihr Saul beim HERRN: \u00bbSo wahr der HERR lebt, es soll dich in diesem Falle keine Schuld treffen!\u00ab<br>11 Da fragte das Weib: \u00bbWen soll ich dir heraufbringen?\u00ab Er antwortete: \u00bbLa\u00df mir Samuel erscheinen!\u00ab<br>12 Als nun die Frau Samuel anblickte, schrie sie laut auf und sagte zu Saul: \u00bbWarum hast du mich betrogen? Du bist ja Saul!\u00ab<br>13 Der K\u00f6nig erwiderte ihr: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht! Sondern (sage): was siehst du?\u00ab Die Frau antwortete ihm: \u00bbEin G\u00f6tterwesen sehe ich aus der Erde aufsteigen.\u00ab<br>14 Da fragte er sie: \u00bbWie sieht es aus?\u00ab Sie antwortete: \u00bbEin alter Mann steigt herauf, in einen Mantel eingeh\u00fcllt.\u00ab Da erkannte Saul, da\u00df es Samuel war; er neigte sich also mit dem Antlitz zur Erde und bezeugte ihm seine Ehrfurcht.<br>15 Samuel aber sprach zu Saul: \u00bbWarum st\u00f6rst du mich in meiner Ruhe, da\u00df du mich heraufkommen l\u00e4\u00dft?\u00ab Saul erwiderte: \u00bbIch befinde mich in gro\u00dfer Not; denn die Philister haben Krieg mit mir angefangen, Gott aber hat mich verlassen und gibt mir keine Antwort mehr weder durch die Propheten noch durch Tr\u00e4ume; darum habe ich dich rufen lassen, um von dir zu erfahren, was ich tun soll.\u00ab<br>16 Samuel antwortete: \u00bbWas fragst du mich denn, da doch der HERR dich verlassen hat und dein Feind geworden ist?<br>17 Der HERR hat dir so getan, wie er dir durch mich hat ank\u00fcndigen lassen: der HERR hat dir das K\u00f6nigtum entrissen und es einem andern, dem David, gegeben.<br>18 Weil du dem Befehl des HERRN nicht gehorcht und seinen lodernden Zorn an den Amalekitern nicht vollzogen hast, darum hat der HERR dich jetzt in diese Lage kommen lassen.<br>19 Und der HERR wird auch die Israeliten zugleich mit dir in die Gewalt der Philister fallen lassen: morgen wirst du mitsamt deinen S\u00f6hnen bei mir sein, auch das Heer der Israeliten wird der HERR in die Gewalt der Philister fallen lassen!\u00ab<br>20 Da fiel Saul voller Entsetzen seiner ganzen L\u00e4nge nach zu Boden: solchen Eindruck hatten die Worte Samuels auf ihn gemacht; auch hatte er keine Kraft mehr in sich, weil er w\u00e4hrend des ganzen Tages und der ganzen Nacht keine Nahrung zu sich genommen hatte.<br>21 Als die Frau nun an ihn herantrat und bemerkte, da\u00df er ganz fassungslos war, sagte sie zu ihm: \u00bbSiehe, deine Magd ist deiner Aufforderung nachgekommen, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Wunsch erf\u00fcllt, den du gegen mich ausgesprochen hast.<br>22 So schenke nun auch du deiner Magd Geh\u00f6r und la\u00df mich dir ein wenig zu essen vorsetzen: i\u00df nun, damit du die n\u00f6tigen Kr\u00e4fte f\u00fcr den R\u00fcckweg besitzest.\u00ab<br>23 Er schlug aber alles ab und erkl\u00e4rte: \u00bbIch mag nichts essen!\u00ab Als dann aber seine Begleiter und auch die Frau in ihn drangen, gab er ihrer Aufforderung nach; er stand vom Boden auf und setzte sich auf das Lager.<br>24 Die Frau aber hatte ein gem\u00e4stetes Kalb im Hause, das sie in aller Eile schlachtete; weiter nahm sie Mehl, knetete es und buk Brotkuchen daraus;<br>25 das setzte sie Saul und seinen Begleitern vor. Nachdem sie dann gegessen hatten, machten sie sich noch in derselben Nacht auf den R\u00fcckweg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun die Philister ihre gesamte Heeresmacht bei Aphek gesammelt hatten \u2013 die Israeliten aber hatten sich an der Quelle bei Jesreel gelagert \u2013<br>2 und die F\u00fcrsten der Philister nach ihren Hundertschaften und Tausendschaften aufzogen und zuletzt auch David und seine Leute mit Achis aufmarschierten,<br>3 da riefen die F\u00fcrsten der Philister: \u00bbWas sollen diese Hebr\u00e4er da?\u00ab Achis erwiderte den F\u00fcrsten der Philister: \u00bbDas ist ja David, der Diener des K\u00f6nigs Saul von Israel, der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist, ohne da\u00df ich an ihm, seitdem er zu mir \u00fcbergetreten ist, bis heute etwas Verd\u00e4chtiges bemerkt h\u00e4tte.\u00ab<br>4 Aber die F\u00fcrsten der Philister wurden ungehalten \u00fcber ihn und sagten zu ihm: \u00bbSchicke den Mann zur\u00fcck! Er soll wieder an den Ort zur\u00fcckkehren, den du ihm angewiesen hast, und soll nicht mit uns in den Krieg ziehen, damit er nicht in der Schlacht zum Verr\u00e4ter an uns wird. Denn womit k\u00f6nnte der sich wohl besser in Gunst bei seinem Herrn setzen als auf Kosten der K\u00f6pfe unserer Leute?<br>5 Das ist ja derselbe David, dem zu Ehren sie beim Reigentanz das Lied singen: \u203aSaul hat seine Tausende geschlagen, aber David seine Zehntausende.\u2039\u00ab<br>6 Da lie\u00df Achis David rufen und sagte zu ihm: \u00bbSo wahr Gott lebt! Du bist ein Ehrenmann, und mir w\u00fcrde es lieb sein, wenn du den Feldzug mit mir im Heere mitmachtest; denn ich habe an dir nichts zu tadeln gefunden, seitdem du zu mir gekommen bist, bis auf den heutigen Tag. Aber den \u00fcbrigen F\u00fcrsten bist du nicht erw\u00fcnscht.<br>7 Daher kehre jetzt zur\u00fcck und ziehe in Frieden heim, damit du nichts tust, was den F\u00fcrsten der Philister mi\u00dff\u00e4llt!\u00ab<br>8 David antwortete dem Achis: \u00bbWas habe ich denn getan, und was hast du an deinem Knecht Verwerfliches gefunden, seitdem ich in deinen Dienst getreten bin, bis zum heutigen Tage, da\u00df ich nicht mitziehen und k\u00e4mpfen darf gegen die Feinde meines Herrn, des K\u00f6nigs?\u00ab<br>9 Da antwortete Achis dem David: \u00bbIch wei\u00df, da\u00df du mir so lieb bist wie ein Engel Gottes; jedoch die (anderen) F\u00fcrsten der Philister haben erkl\u00e4rt, du d\u00fcrfest nicht neben ihnen in den Krieg ziehen.<br>10 Daher mache dich morgen fr\u00fch auf den Weg, du und die Knechte deines Herrn, die mit dir hergekommen sind; brecht also in aller Fr\u00fche auf, sobald es Tag wird, und zieht ab!\u00ab<br>11 So machte sich denn David mit seinen Leuten am n\u00e4chsten Morgen in aller Fr\u00fche auf den Weg, um ins Land der Philister zur\u00fcckzukehren; die Philister aber zogen hinauf nach Jesreel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David findet Ziklag von den Amalekitern verw\u00fcstet; seine Best\u00fcrzung und Ermutigung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun David mit seinen Leuten am dritten Tage in Ziklag ankam, hatten die Amalekiter einen Einfall in das S\u00fcdland und in Ziklag gemacht und hatten Ziklag gepl\u00fcndert und niedergebrannt.<br>2 Die Frauen und alles, was im Orte anwesend war, klein und gro\u00df, hatten sie gefangengenommen, ohne jedoch jemand zu t\u00f6ten, hatten sie dann weggef\u00fchrt und waren ihres Weges gezogen.<br>3 Als nun David und seine Leute zu der Stadt zur\u00fcckkamen und sie niedergebrannt und ihre Frauen, S\u00f6hne und T\u00f6chter in Gefangenschaft weggef\u00fchrt fanden,<br>4 da erhoben David und seine Leute ein lautes Wehgeschrei und weinten, bis sie keine Kraft mehr zum Weinen hatten.<br>5 Auch die beiden Frauen Davids waren gefangen weggef\u00fchrt worden, Ahinoam aus Jesreel und Abigail, die Witwe Nabals, aus Karmel.<br>6 David aber geriet pers\u00f6nlich in gro\u00dfe Gefahr, weil seine Leute schon daran dachten, ihn zu steinigen; denn sie waren alle \u00fcber den Verlust ihrer S\u00f6hne und T\u00f6chter ganz verzweifelt. David aber gewann neue Kraft durch sein Vertrauen auf den HERRN, seinen Gott,<br>7 und befahl dem Priester Abjathar, dem Sohne Ahimelechs: \u00bbBringe mir das Priesterkleid her!\u00ab Als nun Abjathar das Priesterkleid zu David brachte,<br>8 richtete David die Frage an den HERRN: \u00bbSoll ich dieser R\u00e4uberschar nachsetzen? Werde ich sie einholen?\u00ab Da erhielt er die Antwort: \u00bbJa, verfolge sie! Du wirst sie sicher einholen und (die Gefangenen) befreien.\u00ab<br>9 Da machte sich David mit den sechshundert Mann, die er bei sich hatte, auf den Weg, und sie kamen an den Bach Besor (wo sie zweihundert Mann zur\u00fccklie\u00dfen).<br>10 David aber setzte die Verfolgung mit vierhundert Mann fort, w\u00e4hrend zweihundert Mann, die zu erm\u00fcdet waren, um \u00fcber den Bach Besor zu gehen, zur\u00fcckbleiben mu\u00dften.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davids Verfolgung und Vernichtung der amalekitischen R\u00e4uberschar<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Da fanden sie einen \u00c4gypter auf freiem Felde, den brachten sie zu David; und als sie ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken gegeben<br>12 und ihm auch ein St\u00fcck Feigenkuchen und zwei Rosinentrauben zu essen gegeben hatten, kam er wieder zu sich; denn er hatte seit drei Tagen und drei N\u00e4chten nichts gegessen und nichts getrunken.<br>13 David fragte ihn nun: \u00bbWem geh\u00f6rst du, und woher bist du?\u00ab Er antwortete: \u00bbIch bin ein \u00e4gyptischer Bursche, der Sklave eines Amalekiters; mein Herr hat mich hier liegen lassen, weil ich heute vor drei Tagen krank geworden war.<br>14 Wir hatten einen Einfall gemacht ins S\u00fcdland der Kreter und ins Gebiet von Juda und ins S\u00fcdland von Kaleb und haben Ziklag niedergebrannt.\u00ab<br>15 Da fragte ihn David: \u00bbWillst du mich zu dieser R\u00e4uberschar hinabf\u00fchren?\u00ab Er erwiderte: \u00bbSchw\u00f6re mir bei Gott, da\u00df du mich nicht t\u00f6ten und mich nicht meinem Herrn ausliefern willst, so will ich dich zu dieser Horde hinabf\u00fchren.\u00ab<br>16 Als er ihn nun hinabf\u00fchrte, hatten (die Amalekiter) sich weithin \u00fcber die ganze Gegend zerstreut, a\u00dfen und tranken und feierten ein Freudenfest wegen all der gro\u00dfen Beute, die sie im Lande der Philister und im Lande Juda gewonnen hatten.<br>17 Da richtete David (am folgenden Tage) ein Blutbad unter ihnen an vom fr\u00fchen Morgen bis zum Abend, und keiner von ihnen entkam au\u00dfer vierhundert jungen Leuten, welche die Kamele bestiegen hatten und entflohen.<br>18 So fiel dem David alles in die H\u00e4nde, was die Amalekiter geraubt hatten; auch seine beiden Frauen gewann er wieder,<br>19 so da\u00df von ihnen nicht das Geringste vermi\u00dft wurde, weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter, auch nichts von der Beute; \u00fcberhaupt alles, was sie mit sich genommen hatten, brachte David zur\u00fcck.<br>20 David nahm dann alles Kleinvieh und die Rinder; die trieben sie vor der andern Herde her und riefen: \u00bbDas ist Davids Beute!\u00ab<br>21 Als David dann zu den zweihundert Mann zur\u00fcckkam, die zu ermattet gewesen waren, um mit David weiterzuziehen, und die man deshalb am Bache Besor zur\u00fcckgelassen hatte, kamen diese ihm und seinen Leuten entgegengezogen; David ging auf die Leute zu und begr\u00fc\u00dfte sie freundlich.<br>22 Da lie\u00dfen alle b\u00f6sen und nichtsw\u00fcrdigen Leute unter der Mannschaft, die mit David gezogen waren, sich dahin vernehmen: \u00bbWeil sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir ihnen auch von der Beute, die wir wiedergewonnen haben, nichts abgeben als nur einem jeden seine Frau und seine Kinder; die m\u00f6gen sie hinnehmen und dann ihres Weges ziehen!\u00ab<br>23 Aber David sagte: \u00bbVerfahrt nicht so, meine Br\u00fcder, mit dem, was der HERR uns hat zuteil werden lassen! Er hat uns ja besch\u00fctzt und die R\u00e4uberbande, die bei uns eingedrungen war, in unsere Hand fallen lassen:<br>24 wer k\u00f6nnte da in dieser Sache eurer Ansicht beitreten? Nein, der Anteil dessen, der beim Gep\u00e4ck Wache gehalten hat, soll ebenso gro\u00df sein wie der Anteil dessen, der in den Kampf gezogen ist: gleichen Anteil sollen sie erhalten!\u00ab<br>25 Und dabei ist es seit jenem Tage in der Folgezeit geblieben; man hat das zu einem feststehenden Grundsatz in Israel gemacht bis auf den heutigen Tag.<br>26 Als David dann nach Ziklag zur\u00fcckkam, sandte er Teile der Beute an die ihm befreundeten \u00c4ltesten von Juda und lie\u00df ihnen dabei sagen: \u00bbHier habt ihr eine Begr\u00fc\u00dfungsgabe aus der Beute von den Feinden des HERRN!\u00ab<br>27 Solche Geschenke sandte er an die \u00c4ltesten von Bethel und von Ramath im S\u00fcdland sowie an die von Jatthir,<br>28 von Aroer, von Siphmoth, von Esthemoa,<br>29 von Rachal und von den Ortschaften der Jerahmeeliter und der Keniter;<br>30 ferner an die \u00c4ltesten von Horma, von Bor-Asan, von Athach,<br>31 von Hebron und an alle Ortschaften, wo David mit seinen Leuten umhergezogen war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samuel Kapitel 31 <\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als es aber zwischen den Philistern und Israeliten zur Schlacht kam, wurden die Israeliten von den Philistern in die Flucht geschlagen, und viele Erschlagene lagen auf dem Gebirge Gilboa umher.<br>2 Die Philister setzten Saul und seinen S\u00f6hnen hart zu und erschlugen Sauls S\u00f6hne Jonathan, Abinadab und Malchisua.<br>3 Als dann ein wilder Kampf um Saul her entstand und die Bogensch\u00fctzen ihn ausfindig gemacht hatten, da ward er von den Bogensch\u00fctzen in den Unterleib getroffen.<br>4 Da befahl Saul seinem Waffentr\u00e4ger: \u00bbZiehe dein Schwert und durchbohre mich damit, auf da\u00df nicht diese Heiden kommen und ihren Mutwillen an mir auslassen!\u00ab Aber sein Waffentr\u00e4ger weigerte sich, weil er sich zu sehr f\u00fcrchtete. Da nahm Saul das Schwert und st\u00fcrzte sich hinein.<br>5 Als nun sein Waffentr\u00e4ger sah, da\u00df Saul tot war, st\u00fcrzte er sich gleichfalls in sein Schwert und starb neben ihm.<br>6 So fanden Saul, seine drei S\u00f6hne und sein Waffentr\u00e4ger an jenem Tage zusammen ihren Tod.<br>7 Als aber die Israeliten, die in den St\u00e4dten der Ebene (Jesreel) und in den St\u00e4dten am Jordan wohnten, sahen, da\u00df die Israeliten geflohen und da\u00df Saul samt seinen S\u00f6hnen gefallen war, verlie\u00dfen sie ihre St\u00e4dte und ergriffen die Flucht; da kamen die Philister und setzten sich darin fest.<br>8 Als dann am n\u00e4chsten Tage die Philister kamen, um die Gefallenen auszupl\u00fcndern, fanden sie die Leichen Sauls und seiner drei S\u00f6hne auf dem Gebirge Gilboa liegen.<br>9 Da hieben sie ihm den Kopf ab, zogen ihm seine R\u00fcstung aus und sandten (Boten) in allen Teilen des Philisterlandes umher, um die Siegesbotschaft in ihren G\u00f6tzentempeln und unter dem Volke zu verk\u00fcnden.<br>10 Seine Waffen legten sie im Tempel der Astarte nieder, seine Leiche aber h\u00e4ngten sie an der Mauer von Beth-San auf.<br>11 Als aber die Einwohner von Jabes in Gilead erfuhren, was die Philister an Saul ver\u00fcbt hatten,<br>12 machten sich alle streitbaren M\u00e4nner auf, marschierten die ganze Nacht hindurch und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichen seiner S\u00f6hne von der Mauer von Beth-San herab, kehrten mit ihnen nach Jabes zur\u00fcck und verbrannten sie dort.<br>13 Hierauf nahmen sie ihre Gebeine, begruben sie unter der Tamariske in Jabes und hielten sieben Tage lang ein Fasten.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-634_605c0c-fb .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-634_605c0c-fb .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-634_605c0c-fb\"><div 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Buch Samuel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Buch Samuel Samuel Kapitel 1 I. Samuel und Saul (Kap. 1-15) 1 Es war einst ein Mann aus (den B\u00fcrgern von) Ramath, ein Zuphit vom Gebirge Ephraim, mit Namen Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Thohus, des Sohnes Zuphs, ein Ephrathiter.2 Der hatte zwei Frauen: die eine hie\u00df Hanna, die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-634","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=634"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/634\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}