{"id":641,"date":"2023-12-22T13:04:55","date_gmt":"2023-12-22T12:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=641"},"modified":"2026-01-17T11:04:31","modified_gmt":"2026-01-17T10:04:31","slug":"2-samuel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=641","title":{"rendered":"2.Samuel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das zweite Buch Samuel<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns641_13a76d-c9{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_13a76d-c9 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns641_13a76d-c9\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn641_3db757-6c.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn641_3db757-6c kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2368\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn641_cb3346-8f.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn641_cb3346-8f kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id641_3ac7e3-1e .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id641_3ac7e3-1e .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id641_3ac7e3-1e .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id641_3ac7e3-1e .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Davids Klage um Saul und Jonathan bei der Nachricht von deren Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach Sauls Tode nun, als David von dem Siege \u00fcber die Amalekiter (nach Ziklag) zur\u00fcckgekehrt war und zwei Tage in Ziklag zugebracht hatte,<br>2 da kam pl\u00f6tzlich am dritten Tage ein Mann aus dem Lager von Saul her mit zerrissenen Kleidern und mit Erde auf dem Haupt; und als er bei David angekommen war, warf er sich vor ihm zur Erde nieder und brachte ihm seine Huldigung dar.<br>3 Auf Davids Frage, woher er komme, gab er die Antwort: \u00bbAus dem Lager der Israeliten bin ich entronnen.\u00ab<br>4 Als David ihn dann aufforderte: \u00bbErz\u00e4hle mir doch, wie die Sache sich zugetragen hat!\u00ab, berichtete er: \u00bbDas Heer ist aus der Schlacht geflohen, und viele von den Leuten sind gefallen und ums Leben gekommen; auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot.\u00ab<br>5 Als nun David den jungen Mann, der ihm die Meldung brachte, weiter fragte: \u00bbWoher wei\u00dft du, da\u00df Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?\u00ab,<br>6 berichtete ihm der junge Mann, der ihm die Meldung brachte: \u00bbIch kam ganz zuf\u00e4llig auf das Gebirge Gilboa; da sah ich pl\u00f6tzlich Saul, der sich auf seinen Speer st\u00fctzte, w\u00e4hrend die Wagen und Reiter ihn eingeholt hatten.<br>7 Als er sich nun umwandte und mich erblickte, rief er mich an, und ich antwortete: \u203aHier bin ich!\u2039<br>8 Er fragte mich dann, wer ich sei, und ich erwiderte ihm: \u203aIch bin ein Amalekiter!\u2039<br>9 Da befahl er mir: \u203aTritt her zu mir und t\u00f6te mich vollends! Denn ein Schwindel hat mich ergriffen, und doch bin ich noch bei vollem Bewu\u00dftsein.\u2039<br>10 Da trat ich zu ihm und t\u00f6tete ihn vollends; denn ich wu\u00dfte, da\u00df er seinen Fall nicht \u00fcberleben w\u00fcrde. Dann nahm ich den Stirnreif von seinem Haupt und die Spange, die sich an seinem Arm befand, und \u00fcberbringe sie hier meinem Herrn.\u00ab<br>11 Da fa\u00dfte David seine Kleider und zerri\u00df sie; ebenso taten alle M\u00e4nner, die bei ihm waren;<br>12 sie hielten die Totenklage und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und seinen Sohn Jonathan, um das Volk des HERRN und um das Haus Israel, weil sie durch das Schwert gefallen waren.<br>13 Hierauf fragte David den jungen Mann, der ihm die Meldung gebracht hatte: \u00bbWoher bist du?\u00ab Er antwortete: \u00bbIch bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings.\u00ab<br>14 Da rief David aus: \u00bbWie? Du hast dich nicht gescheut, deine Hand zu erheben, um dem Gesalbten des HERRN das Leben zu nehmen?!\u00ab<br>15 Hierauf rief David einen von seinen Leuten herbei und befahl ihm: \u00bbTritt herzu! Sto\u00df ihn nieder!\u00ab Der hieb ihn nieder, da\u00df er starb,<br>16 w\u00e4hrend David ihm noch zurief: \u00bbDein Blut komme \u00fcber dein Haupt! Denn dein eigener Mund hat Zeugnis gegen dich abgelegt durch dein Bekenntnis: \u203aIch habe den Gesalbten des HERRN get\u00f6tet.\u2039\u00ab<br>17 David stimmte dann folgendes Klagelied auf Saul und dessen Sohn Jonathan an<br>18 und befahl, man solle es [das Bogenlied] die S\u00f6hne Judas lehren; es steht bekanntlich aufgezeichnet im \u203aBuch des Braven\u2039:<br>19 Ach, (deine) Zier, o Israel, liegt erschlagen auf deinen H\u00f6hen wie sind die Helden gefallen!<br>20 Verk\u00fcndet es nicht zu Gath, meldet es nicht auf Askalons Stra\u00dfen, damit die T\u00f6chter der Philister sich nicht freun, die T\u00f6chter der Heiden nicht jubeln!<br>21 Ihr Berge Gilboas, kein Tau, kein Regen m\u00fcsse noch auf euch fallen, kein Gefilde auf euch sein, von dem Erstlingsgaben kommen! Denn dort liegt der Schild der Helden weggeworfen, der Schild Sauls, den kein \u00d6l mehr salben wird.<br>22 Ohne Blut der Durchbohrten, ohne Fett der Helden ist Jonathans Bogen nie zur\u00fcckgekommen und Sauls Schwert nie ohne Beute heimgekehrt.<br>23 Saul und Jonathan, die Geliebten und Holden, im Leben und auch im Tod sind vereint sie geblieben; sie waren schneller als Adler, st\u00e4rker als L\u00f6wen!<br>24 Ihr T\u00f6chter Israels, weinet um Saul, der in Purpur euch k\u00f6stlich gekleidet, der Goldschmuck auf eure Gew\u00e4nder geheftet!<br>25 Wie sind die Helden gefallen mitten im Kampf! Jonathan liegt durchbohrt auf deinen H\u00f6hen!<br>26 Wie ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan, wie warst du mir so lieb! Beseligend war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe!<br>27 Ach, wie sind die Helden gefallen, vernichtet die R\u00fcstzeuge des Kampfes!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. David als K\u00f6nig von Juda in Hebron (2,1-5,5)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf fragte David beim HERRN an: \u00bbSoll ich in eine der St\u00e4dte Judas hinaufziehen?\u00ab Der HERR antwortete ihm: \u00bbJa, ziehe hinauf.\u00ab Als David weiter fragte: \u00bbWohin soll ich ziehen?\u00ab, erhielt er die Antwort: \u00bbNach Hebron.\u00ab<br>2 So zog denn David dorthin samt seinen beiden Frauen Ahinoam aus Jesreel und Abigail, der Witwe Nabals, aus Karmel;<br>3 auch seine Kriegsleute, die bei ihm waren, lie\u00df er alle samt ihren Familien hinaufziehen, und sie lie\u00dfen sich in den zu Hebron geh\u00f6rigen Ortschaften nieder.<br>4 Da kamen die M\u00e4nner von Juda und salbten David dort zum K\u00f6nig \u00fcber den Stamm Juda.&#8220;Als&#8220;&gt;man dann David die Nachricht brachte, da\u00df die M\u00e4nner von Jabes in Gilead es seien, die Saul begraben h\u00e4tten,<br>5 da sandte David Boten an die Einwohner von Jabes in Gilead und lie\u00df ihnen sagen: \u00bbDer Segen des HERRN m\u00f6ge euch daf\u00fcr zuteil werden, da\u00df ihr Saul, eurem Herrn, diese Liebe erwiesen und ihn begraben habt!<br>6 So m\u00f6ge nun der HERR euch G\u00fcte und Treue erweisen! Und auch ich will euch daf\u00fcr belohnen, da\u00df ihr so gehandelt habt.<br>7 Jetzt aber seid guten Mutes und beweist euch als wackere M\u00e4nner! Denn Saul, euer Herr, ist (zwar) tot, aber der Stamm Juda hat mich zum K\u00f6nig \u00fcber sich gesalbt.\u00ab<br>8 Abner aber, der Sohn Ners, der Heerf\u00fchrer Sauls, nahm Sauls Sohn Isboseth, brachte ihn nach Mahanaim hin\u00fcber<br>9 und machte ihn dort zum K\u00f6nig \u00fcber Gilead, \u00fcber Asser, \u00fcber Jesreel, Ephraim, Benjamin, \u00fcberhaupt \u00fcber ganz Israel.<br>10 Vierzig Jahre war Isboseth, der Sohn Sauls, alt, als er K\u00f6nig \u00fcber Israel wurde, und zwei Jahre lang hat er regiert; nur der Stamm Juda hielt zu David.<br>11 Die Zeit aber, die David als K\u00f6nig \u00fcber den Stamm Juda in Hebron regiert hat, betrug sieben Jahre und sechs Monate.<br>12 Einst zog Abner, der Sohn Ners, mit den Leuten Isboseths, des Sohnes Sauls, von Mahanaim nach Gibeon;<br>13 ebenso r\u00fcckte Joab, der Sohn der Zeruja, mit den Leuten Davids (von Hebron) aus; beide Heere stie\u00dfen dann am Teiche von Gibeon aufeinander und lagerten sich, das eine diesseits, das andere jenseits des Teiches.<br>14 Da lie\u00df Abner dem Joab sagen: \u00bbDie jungen Leute k\u00f6nnten ja einmal auftreten und ein Kampfspiel vor unsern Augen auff\u00fchren!\u00ab Joab lie\u00df antworten: \u00bbGut! Es soll geschehen!\u00ab<br>15 Da machten sie sich auf und traten einander abgez\u00e4hlt paarweise gegen\u00fcber: zw\u00f6lf aus Benjamin f\u00fcr Isboseth, den Sohn Sauls, und zw\u00f6lf von den Leuten Davids.<br>16 Da fa\u00dfte jeder seinen Gegner beim Schopf und stie\u00df ihm das Schwert in die Seite, so da\u00df sie insgesamt fielen; daher nannte man jenen Ort \u203aFeld der Klingen\u2039; er liegt bei Gibeon.<br>17 Als sich darauf an diesem Tage ein \u00fcberaus erbitterter Kampf entspann, wurde Abner und das Heer der Israeliten von den Leuten Davids in die Flucht geschlagen.<br>18 Es befanden sich aber dort (im Heere Davids) die drei S\u00f6hne der Zeruja: Joab, Abisai und Asahel, von denen Asahel schnellf\u00fc\u00dfig war wie eine Gazelle auf dem Felde.<br>19 Als nun Asahel den Abner verfolgte, ohne weder nach rechts noch nach links bei der Verfolgung hinter Abner abzubiegen,<br>20 wandte Abner sich um und rief: \u00bbBist du es, Asahel?\u00ab Er antwortete: \u00bbJawohl.\u00ab<br>21 Da rief Abner ihm zu: \u00bbWende dich doch nach links oder nach rechts (von mir) ab und mache dich an einen von den Leuten und nimm dir seine R\u00fcstung!\u00ab Aber Asahel wollte nicht von ihm ablassen.<br>22 Da rief Abner ihm noch einmal zu: \u00bbGehe hinter mir weg! Warum soll ich dich zu Boden schlagen? Wie k\u00f6nnte ich dann noch deinem Bruder Joab vor die Augen treten?\u00ab<br>23 Als er trotzdem die Verfolgung nicht aufgeben wollte, stie\u00df ihn Abner mit dem unteren Ende seines Speeres in den Unterleib, so da\u00df der Speer hinten herausdrang und er dort zu Boden st\u00fcrzte und an jener Stelle starb. Alle aber, die zu der Stelle kamen, wo Asahel gefallen und gestorben war, blieben stehen.<br>24 Joab aber und Abisai setzten die Verfolgung Abners fort und waren bei Sonnenuntergang bis zum H\u00fcgel Amma gelangt, der Giah gegen\u00fcber in der Richtung nach der W\u00fcste Gibeon zu liegt.<br>25 Hier sammelten sich die Benjaminiten hinter Abner her, bildeten eine geschlossene Schar und setzten sich oben auf dem H\u00fcgel fest.<br>26 Nun rief Abner dem Joab die Worte zu: \u00bbSoll denn das Schwert ewig fressen? Siehst du nicht, da\u00df ein Verzweiflungskampf das Ende sein wird? Wann wirst du endlich deinen Leuten befehlen, von der Verfolgung ihrer Br\u00fcder abzustehen?\u00ab<br>27 Joab erwiderte: \u00bbSo wahr Gott lebt! H\u00e4ttest du nicht geredet, so h\u00e4tten die Leute insgesamt erst morgen fr\u00fch von der Verfolgung ihrer Br\u00fcder abgelassen!\u00ab<br>28 Hierauf lie\u00df Joab ein Zeichen mit der Posaune geben, und sofort machte das ganze Heer halt, gab die weitere Verfolgung der Israeliten auf und setzte den Kampf nicht fort.<br>29 Abner marschierte nun mit seinen Leuten w\u00e4hrend der ganzen folgenden Nacht durch die Jordanebene, \u00fcberschritt dann den Jordan, durchzog das ganze Tal Bithron und gelangte so nach Mahanaim. \u2013<br>30 Als Joab aber die Verfolgung Abners aufgegeben und seine ganze Mannschaft wieder gesammelt hatte, wurden von den Leuten Davids au\u00dfer Asahel nur neunzehn Mann vermi\u00dft,<br>31 w\u00e4hrend Davids Leute von den Benjaminiten und den \u00fcbrigen Leuten Abners 360 Mann erschlagen hatten.<br>32 Den Asahel aber hob man auf und begrub ihn im Begr\u00e4bnis seines Vaters zu Bethlehem. Joab aber und seine Leute marschierten die ganze Nacht hindurch, bis sie bei Tagesanbruch in Hebron ankamen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Der Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids zog sich dann in die L\u00e4nge; aber Davids Macht nahm immerfort zu, w\u00e4hrend das Haus Sauls immer schw\u00e4cher wurde.<br>2 In Hebron wurden dem David folgende S\u00f6hne geboren: sein Erstgeborener war Amnon, von Ahinoam aus Jesreel;<br>3 sein zweiter Sohn Kileab, von Abigail, der Witwe Nabals, aus Karmel; der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Thalmais, des K\u00f6nigs von Gesur;<br>4 der vierte Adonia, der Sohn der Haggith; der f\u00fcnfte Sephatja, der Sohn der Abital;<br>5 der sechste Jithream, von Davids Frau Egla. Diese wurden dem David in Hebron geboren.<br>6 Solange nun der Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids w\u00e4hrte, hielt Abner treu zum Hause Sauls.<br>7 Saul hatte aber ein Nebenweib gehabt namens Rizpa, eine Tochter Ajas. Nun richtete (Isboseth) eines Tages die Frage an Abner: \u00bbWarum hast du ein Verh\u00e4ltnis mit dem Nebenweibe meines Vaters gehabt?\u00ab<br>8 \u00dcber diese \u00c4u\u00dferung Isboseths geriet Abner in heftigen Zorn, so da\u00df er ausrief: \u00bbBin ich denn ein jud\u00e4ischer Hundskopf?! Bis heute habe ich dem Hause deines Vaters Saul und seinen Verwandten und Freunden treu gedient und dich nicht in Davids H\u00e4nde fallen lassen, und doch wirfst du mir heute eine Verschuldung mit einem Weibe vor?<br>9 So m\u00f6ge denn Gott mich, Abner, jetzt und k\u00fcnftighin strafen, wenn ich nicht das, was der HERR dem David zugeschworen hat, jetzt f\u00fcr ihn verwirkliche,<br>10 da\u00df ich n\u00e4mlich das K\u00f6nigtum dem Hause Sauls nehme und den Thron Davids \u00fcber Israel und \u00fcber Juda aufrichte von Dan bis Beerseba!\u00ab<br>11 Da vermochte jener dem Abner kein Wort mehr zu erwidern: so f\u00fcrchtete er sich vor ihm.<br>12 Darauf sandte Abner auf der Stelle Boten zu David und lie\u00df (ihm) sagen: \u00bbWem geh\u00f6rt das Land? Schlie\u00dfe einen Vertrag mit mir, dann stelle ich mich dir zur Verf\u00fcgung, um ganz Israel auf deine Seite zu bringen.\u00ab<br>13 (David) gab zur Antwort: \u00bbGut! Ich will einen Vertrag mit dir schlie\u00dfen; doch fordere ich eins von dir, n\u00e4mlich: du darfst mir nicht vor die Augen treten, es sei denn, da\u00df du Sauls Tochter Michal mitbringst, wenn du herkommst, um vor mir zu erscheinen.\u00ab<br>14 Zugleich schickte David aber auch Gesandte an Isboseth, den Sohn Sauls, mit der Forderung: \u00bbGib mir meine Gattin Michal zur\u00fcck, die ich mir um den Preis von hundert Vorh\u00e4uten der Philister zur Frau gewonnen habe!\u00ab<br>15 Da sandte Isboseth hin und lie\u00df sie ihrem Gatten Paltiel, dem Sohne des Lais, wegnehmen.<br>16 Ihr Gatte aber ging mit ihr und begleitete sie unter best\u00e4ndigem Weinen bis Bachurim; dann, als Abner ihn aufforderte, heimzugehen, kehrte er nach Hause zur\u00fcck.<br>17 Abner aber hatte mit den \u00c4ltesten von Israel Verhandlungen angekn\u00fcpft und ihnen vorgestellt: \u00bbSchon l\u00e4ngst habt ihr David zum K\u00f6nig \u00fcber euch gew\u00fcnscht:<br>18 so f\u00fchrt es denn jetzt aus! Denn der HERR hat im Hinblick auf David verhei\u00dfen: \u203aDurch die Hand meines Knechtes David will ich mein Volk Israel aus der Gewalt der Philister und aller seiner Feinde befreien.\u2039\u00ab<br>19 Ebenso hatte Abner auch mit den Benjaminiten heimlich unterhandelt; und endlich machte er sich auf den Weg, um David in Hebron pers\u00f6nlich alles mitzuteilen, was Israel und der ganze Stamm Benjamin beschlossen hatten.<br>20 Als nun Abner in Begleitung von zwanzig M\u00e4nnern zu David nach Hebron kam und David ihm und seinen Begleitern ein Festmahl hatte ausrichten lassen,<br>21 sagte Abner zu David: \u00bbIch will mich jetzt aufmachen und hingehen und ganz Israel um meinen Herrn, den K\u00f6nig, sammeln, damit sie einen Vertrag mit dir schlie\u00dfen; dann kannst du als K\u00f6nig ganz nach Herzenswunsch regieren!\u00ab Darauf entlie\u00df David den Abner, der sich in Frieden entfernte.<br>22 Da aber kamen gerade Davids Leute und Joab von einem Streifzug zur\u00fcck und brachten reiche Beute mit, als Abner sich bereits nicht mehr bei David in Hebron befand, sondern dieser ihn entlassen hatte, so da\u00df er in Frieden heimzog.<br>23 Als nun Joab mit der ganzen Mannschaft, die bei ihm war, heimkam und man ihm berichtete: \u00bbAbner, der Sohn Ners, ist zum K\u00f6nig gekommen, und der hat ihn ruhig wieder ziehen lassen\u00ab,<br>24 da ging Joab zum K\u00f6nig hinein und sagte: \u00bbWas hast du da getan? Ich wei\u00df, Abner ist bei dir gewesen: warum hast du ihn nun ungehindert wieder ziehen lassen?<br>25 Du mu\u00dft doch Abner, den Sohn Ners, so weit kennen, da\u00df er nur gekommen ist, um dich zu \u00fcberlisten! Er will nur all dein Tun und Lassen auskundschaften und alles, was du vorhast, erkunden.\u00ab<br>26 Als Joab dann David verlassen hatte, sandte er Boten hinter Abner her, die ihn von der Zisterne Sira wieder zur\u00fcckholen mu\u00dften, ohne da\u00df David etwas davon wu\u00dfte.<br>27 Als Abner nun nach Hebron zur\u00fcckkam, f\u00fchrte Joab ihn abseits in das Innere des Tores, als wollte er vertraulich mit ihm reden; dort versetzte er ihm einen Stich in den Unterleib, da\u00df er starb \u2013 um die Blutrache f\u00fcr seinen Bruder Asahel zu vollziehen.<br>28 Als David hernach die Sache erfuhr, rief er aus: \u00bbIch und mein K\u00f6nigtum sind f\u00fcr immer schuldlos vor dem HERRN an der Ermordung Abners, des Sohnes Ners!<br>29 (Sein Blut) falle auf das Haupt Joabs und auf sein ganzes Geschlecht zur\u00fcck! M\u00f6ge es im Hause Joabs nie an Schwinds\u00fcchtigen und Auss\u00e4tzigen fehlen, nie an solchen, die an Kr\u00fccken gehen, die durchs Schwert fallen und denen es an Brot mangelt!\u00ab<br>30 Als nun Joab und sein Bruder Abisai Abner ermordet hatten, weil er ihren Bruder Asahel bei Gibeon im Kampf get\u00f6tet hatte,<br>31 befahl David dem Joab und allen Personen, die zu seiner Umgebung geh\u00f6rten: \u00bbZerrei\u00dft eure Kleider, legt Trauergew\u00e4nder an und stimmt die Totenklage an vor Abners Bahre her!\u00ab Der K\u00f6nig David aber ging hinter der Bahre her;<br>32 und als man Abner in Hebron begrub, brach der K\u00f6nig am Grabe Abners in lautes Weinen aus, und das ganze Volk weinte mit.<br>33 Sodann stimmte der K\u00f6nig ein Klagelied um Abner an, das da lautete: Mu\u00dfte Abner sterben, wie ein Gottloser stirbt?<br>34 Deine H\u00e4nde waren nicht gefesselt und deine F\u00fc\u00dfe nicht in Ketten gelegt: nein, du bist gefallen, wie man vor Verbrechern f\u00e4llt! Da weinte alles Volk noch mehr um ihn.<br>35 Als dann alles Volk kam, um David zum Essen zu bewegen, solange es noch Tag war, schwur David: \u00bbGott strafe mich jetzt und k\u00fcnftig, wenn ich vor Sonnenuntergang Brot oder irgend etwas anderes genie\u00dfe!\u00ab<br>36 Als alles Volk dies wahrnahm, gefiel es ihnen wohl; \u00fcberhaupt fand das ganze Verhalten des K\u00f6nigs beim gesamten Volke Beifall;<br>37 und das ganze Volk, auch ganz Israel, kam an jenem Tage zu der Erkenntnis, da\u00df die Ermordung Abners, des Sohnes Ners, nicht vom K\u00f6nige ausgegangen war.<br>38 Auch sagte der K\u00f6nig zu seiner Umgebung: \u00bbWi\u00dft ihr nicht, da\u00df am heutigen Tage ein F\u00fcrst und Gro\u00dfer in Israel gefallen ist?<br>39 Ich aber, obgleich zum K\u00f6nig gesalbt, bin jetzt noch zu machtlos, und diese M\u00e4nner, die S\u00f6hne der Zeruja, sind zu hart f\u00fcr mich. Der HERR lasse den, der die Freveltat begangen hat, f\u00fcr seinen Frevel b\u00fc\u00dfen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun Sauls Sohn (Isboseth) erfuhr, da\u00df Abner in Hebron ums Leben gekommen war, entsank ihm der Mut, und ganz Israel geriet in Best\u00fcrzung.<br>2 Nun hatte Sauls Sohn Isboseth zwei M\u00e4nner als Anf\u00fchrer von Streifscharen, der eine hie\u00df Baana, der andere Rechab; beide waren S\u00f6hne des Benjaminiten Rimmon von Beeroth \u2013 auch Beeroth wird n\u00e4mlich zu Benjamin gerechnet;<br>3 jedoch waren die Einwohner von Beeroth nach Gitthaim ausgewandert und sind dort als Schutzb\u00fcrger bis auf den heutigen Tag se\u00dfhaft geblieben. \u2013<br>4 Sauls Sohn Jonathan aber hatte einen Sohn, der an beiden F\u00fc\u00dfen lahm war; er war f\u00fcnf Jahre alt gewesen, als die Nachricht vom Tode Sauls und Jonathans aus Jesreel anlangte; da hatte seine W\u00e4rterin ihn auf den Arm genommen und die Flucht ergriffen; aber infolge der Eile bei der Flucht war er ihr entfallen und dadurch lahm geworden; sein Name war Mephiboseth.<br>5 Die S\u00f6hne Rimmons von Beeroth also, Rechab und Baana, machten sich auf und begaben sich zur Zeit der Mittagshitze in das Haus Isboseths, der eben seine Mittagsruhe hielt.<br>6 Die T\u00fcrh\u00fcterin des Hauses war n\u00e4mlich gerade beim Reinigen von Weizen eingenickt und schlief; daher konnten sich die beiden Br\u00fcder in das Haus einschleichen,<br>7 drangen in das Schlafgemach ein, wo Isboseth auf seinem Bette lag; sie schlugen ihn tot und hieben ihm den Kopf ab. Dann nahmen sie seinen Kopf, eilten w\u00e4hrend der ganzen Nacht durch die Jordanebene,<br>8 kamen mit dem Kopfe Isboseths zu David nach Hebron und sagten zum K\u00f6nig: \u00bbHier hast du den Kopf Isboseths, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der dir nach dem Leben getrachtet hat! Aber Gott, der HERR, hat heute meinem Herrn, dem K\u00f6nig, Rache an Saul und seinen Nachkommen gew\u00e4hrt!\u00ab<br>9 Da antwortete David dem Rechab und seinem Bruder Baana, den S\u00f6hnen Rimmons von Beeroth: \u00bbSo wahr der HERR lebt, der mich aus aller Bedr\u00e4ngnis errettet hat:<br>10 ich habe den Mann, der mir die Nachricht von Sauls Tode brachte und sich f\u00fcr einen Gl\u00fccksboten hielt, in Ziklag ergreifen und t\u00f6ten lassen und ihm so seinen Botenlohn gezahlt!<br>11 Wieviel mehr, wenn ruchlose Menschen einen unschuldigen Mann in seinem eigenen Hause auf seiner Lagerst\u00e4tte ermordet haben: sollte ich da jetzt nicht sein Blut von euch fordern und euch vom Erdboden vertilgen?!\u00ab<br>12 Hierauf gab David seinen Leibw\u00e4chtern Befehl; die hieben sie nieder, schlugen ihnen die H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe ab und h\u00e4ngten sie am Teiche zu Hebron auf. Den Kopf Isboseths aber nahmen sie und begruben ihn in der Grabst\u00e4tte Abners zu Hebron.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf fanden sich s\u00e4mtliche St\u00e4mme der Israeliten bei David in Hebron ein und sagten: \u00bbWir sind ja doch von deinem Gebein und Fleisch.<br>2 Schon fr\u00fcher, als Saul noch unser K\u00f6nig war, bist du es gewesen, der Israel ins Feld und wieder heim gef\u00fchrt hat; dazu hat der HERR dir verhei\u00dfen: \u203aDu sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst F\u00fcrst \u00fcber Israel sein.\u2039\u00ab<br>3 Als so alle \u00c4ltesten der Israeliten zum K\u00f6nig nach Hebron gekommen waren, schlo\u00df der K\u00f6nig David einen Vertrag mit ihnen in Hebron vor dem Angesicht des HERRN; dann salbten sie David zum K\u00f6nig \u00fcber Israel.<br>4 Drei\u00dfig Jahre war David alt, als er K\u00f6nig wurde, und vierzig Jahre hat er regiert.<br>5 Zu Hebron hat er sieben Jahre und sechs Monate \u00fcber Juda regiert, und in Jerusalem hat er dreiunddrei\u00dfig Jahre \u00fcber ganz Israel und Juda regiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. David in Jerusalem (5,6-20,22)<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Als hierauf der K\u00f6nig mit seinem Heere vor Jerusalem gegen die Jebusiter zog, welche die dortige Gegend bewohnten, sagte man zu David: \u00bbHier wirst du nicht eindringen, sondern die Blinden und Lahmen werden dich vertreiben\u00ab; damit wollte man sagen: \u00bbDavid wird hier nicht eindringen.\u00ab<br>7 Aber David eroberte die Burg Zion [das ist die jetzige \u203aDavidsstadt\u2039].<br>8 An jenem Tage sagte David: \u00bbWer die Jebusiter schl\u00e4gt, indem er den Schacht hinaufsteigt, und \u203adie Lahmen und die Blinden\u2039, denen die Seele Davids feind ist \u2026\u00ab Daher r\u00fchrt das Sprichwort: \u00bbEin Blinder und ein Lahmer darf uns nicht ins Haus kommen.\u00ab<br>9 David nahm dann seinen Wohnsitz in der Burg und nannte sie \u203aStadt Davids\u2039; auch f\u00fchrte David Bauten ringsum auf, von der Burg Millo an nach innen zu.<br>10 Seine Macht wuchs nun immer mehr, weil der HERR, der Gott der Heerscharen, mit ihm war.<br>11 Und Hiram, der K\u00f6nig von Tyrus, schickte Gesandte an David mit Zedernst\u00e4mmen, dazu Zimmerleute und Steinmetzen, damit sie David ein Haus bauten.<br>12 Daran erkannte David, da\u00df der HERR ihn als K\u00f6nig \u00fcber Israel best\u00e4tigt und da\u00df er sein K\u00f6nigtum zu Ansehen gebracht habe um seines Volkes Israel willen.<br>13 Darauf nahm sich David noch mehr Nebenweiber und Frauen in Jerusalem, nachdem er von Hebron dorthin gekommen war, und es wurden ihm noch mehr S\u00f6hne und T\u00f6chter geboren.<br>14 Dies sind die Namen der S\u00f6hne, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Sammua, Sobab, Nathan, Salomo,<br>15 Jibhar, Elisua, Nepheg, Japhia,<br>16 Elisama, Eljada und Eliphelet.<br>17 Als aber die Philister vernahmen, da\u00df man David zum K\u00f6nig \u00fcber (ganz) Israel gesalbt hatte, zogen die Philister insgesamt heran, um seiner habhaft zu werden. Aber David erhielt Kunde davon und zog nach der Bergfeste (Adullam) hinab.<br>18 Als nun die Philister herankamen und sich in der Ebene Rephaim ausbreiteten,<br>19 richtete David die Anfrage an den HERRN: \u00bbSoll ich gegen die Philister hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben?\u00ab Der HERR antwortete ihm: \u00bbZiehe hinauf, ich will die Philister unfehlbar in deine Hand geben.\u00ab<br>20 Da zog David nach Baal-Perazim; und als er sie dort geschlagen hatte, rief er aus: \u00bbDer HERR hat meine Feinde vor mir her durchbrochen, wie das Wasser einen Damm durchbricht!\u00ab Darum hat man jenem Ort den Namen Baal-Perazim gegeben.<br>21 Da (die Philister) ihre G\u00f6tzenbilder dort zur\u00fcckgelassen hatten, nahmen David und seine Leute sie als Beute weg.<br>22 Die Philister zogen dann nochmals herauf und breiteten sich in der Ebene Rephaim aus.<br>23 Als David nun den HERRN befragte, antwortete dieser: \u00bbDu sollst nicht hinaufziehen ihnen entgegen, sondern umgehe sie, damit du ihnen in den R\u00fccken f\u00e4llst! Greife sie vom Baka-Geh\u00f6lz her an!<br>24 Sobald du dann in den Wipfeln des Baka-Geh\u00f6lzes das Ger\u00e4usch von Schritten vernimmst, dann beeile dich! Denn alsdann ist der HERR vor dir her ausgezogen, um das Heer der Philister zu schlagen.\u00ab<br>25 Da tat David so, wie der HERR ihm geboten hatte, und richtete ein Blutbad unter den Philistern an von Geba bis in die Gegend von Geser hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 David lie\u00df dann nochmals alle Auserlesenen in Israel zusammenkommen, 30000 Mann;<br>2 dann machte er sich auf und zog mit dem gesamten Volke, das bei ihm war, nach Baala in Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzuholen, die den Namen f\u00fchrt nach Gott, dem HERRN der Heerscharen, der \u00fcber den Cheruben thront.<br>3 Man lud die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und brachte sie so hinweg aus dem Hause Abinadabs, das auf der Anh\u00f6he lag (1.Sam 7,1); und zwar lenkten Ussa und Ahjo, die S\u00f6hne Abinadabs, den neuen Wagen<br>4 und brachten die Lade weg aus dem Hause Abinadabs, das auf der Anh\u00f6he lag, indem Ussa neben der Lade Gottes herging, w\u00e4hrend Ahjo vor der Lade einherschritt.<br>5 David aber und alle Israeliten tanzten vor dem HERRN her mit Aufbietung aller Kr\u00e4fte und mit Liedern unter Begleitung von Zithern und Harfen, Handpauken, Schellen und Zimbeln.<br>6 Als sie nun so zur Tenne Nachons gekommen waren, griff Ussa mit der Hand nach der Lade Gottes und hielt sie fest, weil die Rinder zu Fall gekommen waren.<br>7 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Ussa, und Gott schlug ihn dort wegen seiner Verfehlung, so da\u00df er dort neben der Lade Gottes starb.<br>8 Da wurde David tief betr\u00fcbt, da\u00df der HERR einen solchen Schlag gegen Ussa gef\u00fchrt hatte; daher nannte man jenen Ort Perez-Ussa bis auf den heutigen Tag.<br>9 David aber geriet an jenem Tage in Furcht vor dem HERRN, so da\u00df er ausrief: \u00bbWie kann da die Lade des HERRN zu mir kommen?!\u00ab<br>10 Weil David also die Lade des HERRN nicht zu sich in die Davidsstadt bringen wollte, lie\u00df er sie abseits in das Haus des Gathiters Obed-Edom schaffen.<br>11 So blieb denn die Lade des HERRN ein Vierteljahr lang im Hause des Gathiters Obed-Edom stehen; der HERR aber segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.<br>12 Als man nun dem K\u00f6nig David berichtete, der HERR habe das Haus Obed-Edoms und sein ganzes Besitztum um der Lade Gottes willen gesegnet, da ging David hin und holte die Lade Gottes voller Freude aus dem Hause Obed-Edoms nach der Davidsstadt hinauf<br>13 und opferte dabei, als die Tr\u00e4ger der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen waren, ein Rind und ein Mastkalb.<br>14 Auch tanzte David mit Aufbietung aller Kraft vor dem HERRN her, wobei er nur mit einem leinenen Schulterkleid umg\u00fcrtet war.<br>15 So brachte David mit allen Israeliten die Lade des HERRN unter Jauchzen und Posaunenschall (nach Jerusalem) hinauf.<br>16 Da begab es sich, als die Lade des HERRN in die Davidsstadt einzog, da\u00df Sauls Tochter Michal zum Fenster hinausschaute; als sie nun den K\u00f6nig David so vor dem HERRN her h\u00fcpfen und tanzen sah, empfand sie Verachtung f\u00fcr ihn in ihrem Herzen.<br>17 Nachdem man dann die Lade des HERRN hineingebracht und sie an ihren Platz inmitten des Zeltes, das von David f\u00fcr sie aufgeschlagen worden war, niedergesetzt hatte, brachte David Brand- und Heilsopfer vor dem HERRN dar,<br>18 segnete dann, als er mit der Darbringung der Brand- und Heilsopfer fertig war, das Volk im Namen des HERRN der Heerscharen<br>19 und lie\u00df unter das ganze Volk, an s\u00e4mtliche Israeliten, sowohl an M\u00e4nner wie an Frauen, an einen jeden einen Brotkuchen, ein St\u00fcck Fleisch und einen Rosinenkuchen austeilen. Darauf kehrte jedermann aus dem Volk nach Hause zur\u00fcck.<br>20 Als nun David heimkehrte, um seine Familie zu begr\u00fc\u00dfen, trat Sauls Tochter Michal ihm mit den Worten entgegen: \u00bbWie w\u00fcrdevoll hat sich heute der K\u00f6nig von Israel benommen, indem er sich heute vor den Augen der M\u00e4gde seiner Untertanen entbl\u00f6\u00dft hat, wie es sonst nur gemeine Leute tun!\u00ab<br>21 Da erwiderte David der Michal: \u00bbVor dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor dessen ganzem Hause erw\u00e4hlt hat, um mich zum F\u00fcrsten \u00fcber das Volk des HERRN, \u00fcber Israel, zu bestellen \u2013 ja vor dem HERRN will ich tanzen,<br>22 auch wenn ich mich dadurch noch tiefer erniedrige als diesmal, und will dem\u00fctig von mir denken; aber bei den M\u00e4gden, von denen du redest \u2013 bei ihnen werde ich an Ehre gewinnen.\u00ab<br>23 Michal aber, Sauls Tochter, blieb bis an ihren Todestag kinderlos.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun der K\u00f6nig in seinem Hause wohnte, nachdem der HERR ihm Ruhe vor all seinen Feinden ringsum verschafft hatte,<br>2 sagte der K\u00f6nig (eines Tages) zu dem Propheten Nathan: \u00bbBedenke doch, ich wohne hier in einem Zedernpalast, w\u00e4hrend die Lade Gottes hinter Zeltt\u00fcchern steht!\u00ab<br>3 Da antwortete Nathan dem K\u00f6nig: \u00bbWohlan, f\u00fchre alles aus, was du im Sinn hast! Denn der HERR ist mit dir!\u00ab<br>4 Aber noch in derselben Nacht erging das Wort des HERRN an Nathan folgenderma\u00dfen:<br>5 \u00bbGehe hin und sage zu meinem Knecht, zu David: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Solltest du mir ein Haus zu meiner Wohnung bauen?<br>6 Ich habe ja doch in keinem Hause gewohnt seit der Zeit, als ich die Israeliten aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt habe, bis auf den heutigen Tag, sondern bin in einer Zeltwohnung mit umhergewandert.<br>7 Habe ich etwa, solange ich unter allen Israeliten umhergezogen bin, zu einem von den Richtern Israels, denen ich mein Volk Israel zu weiden geboten hatte, jemals auch nur ein Wort gesagt: Warum habt ihr mir kein Zedernhaus gebaut?\u2039<br>8 Darum sollst du jetzt zu meinem Knecht, zu David, folgendes sagen: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Ich habe dich von der Weide hinter der Herde weggeholt, damit du F\u00fcrst \u00fcber mein Volk, \u00fcber Israel, sein solltest;<br>9 und ich bin bei allem, was du unternommen hast, mit dir gewesen und habe alle deine Feinde vor dir her ausgerottet und habe dir einen gro\u00dfen Namen geschaffen, wie ihn nur die Gr\u00f6\u00dften auf Erden haben;<br>10 und ich will meinem Volk Israel eine St\u00e4tte anweisen und es da fest einpflanzen, damit es an seiner St\u00e4tte ruhig wohnen kann und sich nicht mehr zu \u00e4ngstigen braucht und gewaltt\u00e4tige Menschen es nicht mehr bedr\u00fccken wie fr\u00fcher,<br>11 seit der Zeit, wo ich Richter \u00fcber mein Volk Israel bestellt habe; sondern ich will dir Ruhe vor allen deinen Feinden verschaffen; und der HERR verk\u00fcndigt dir, da\u00df der HERR dir ein Haus bauen wird.<br>12 Wenn einst deine Tage voll sind und du dich zu deinen V\u00e4tern gelegt hast, dann will ich nach deinem Tode deinen leiblichen Sohn zu deinem Nachfolger erheben und ihm sein K\u00f6nigtum best\u00e4tigen.<br>13 Der soll dann meinem Namen ein haus bauen, und ich will seinen K\u00f6nigsthron feststellen f\u00fcr immer.\u2039\u00ab<br>14 \u00bbIch will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein, so da\u00df, wenn er sich verfehlt, ich ihn mit einer menschlichen Rute und mit menschlichen Schl\u00e4gen z\u00fcchtigen werde;<br>15 aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul, deinem Vorg\u00e4nger, habe weichen lassen.<br>16 Nein, dein Haus und dein K\u00f6nigtum sollen f\u00fcr immer Bestand vor mir haben: dein Thron soll feststehen f\u00fcr immer!\u2039\u00ab<br>17 Nachdem Nathan diesen Worten und dieser Offenbarung genau entsprechend zu David geredet hatte,<br>18 ging der K\u00f6nig David (in das Gotteszelt) hinein, warf sich vor dem HERRN nieder und betete: \u00bbWer bin ich, HERR mein Gott, und was ist mein Haus, da\u00df du mich bis hierher gebracht hast!<br>19 Und dies hast du f\u00fcr noch nicht gen\u00fcgend gehalten, HERR mein Gott; denn jetzt hast du auch noch in bezug auf das Haus deines Knechtes Verhei\u00dfungen f\u00fcr ferne Zeiten gegeben, und zwar nach Menschenweise, HERR mein Gott.<br>20 Was soll da David noch weiter zu dir sagen? Du selbst kennst ja deinen Knecht, HERR mein Gott.<br>21 Um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du gehandelt, indem du all dieses Gro\u00dfe deinem Knecht kundgetan hast.<br>22 Darum bist du gro\u00df, HERR mein Gott; ja, niemand ist dir gleich, und es gibt keinen Gott au\u00dfer dir nach allem, was wir mit unsern Ohren vernommen haben.<br>23 Und wo ist ein anderes Volk, das deinem Volk Israel gleicht? Es ist das einzige Volk auf Erden, um deswillen Gott hingegangen ist, es sich zum Eigentumsvolk zu erkaufen und ihm einen Namen zu schaffen und ihm zugut so gro\u00dfe Dinge und wunderbare Taten zu vollf\u00fchren, indem du vor deinem Volk, das du dir aus \u00c4gypten befreit hast, Heidenv\u00f6lker und ihre G\u00f6tter vertrieben hast.<br>24 So hast du dir denn dein Volk Israel f\u00fcr alle Zeiten zum Volk best\u00e4tigt, und du, HERR, bist ihr Gott geworden.<br>25 Und nun, HERR mein Gott: mache die Verhei\u00dfung, die du in betreff deines Knechtes und seines Hauses ausgesprochen hast, f\u00fcr alle Zeiten wahr und verfahre so, wie du zugesagt hast!<br>26 Dann wird dein Name f\u00fcr immer gro\u00df sein, da\u00df man aussprechen wird: \u203aDer HERR der Heerscharen ist der Gott f\u00fcr Israel\u2039, und das Haus deines Knechtes David wird Bestand vor dir haben.<br>27 Denn du selbst, HERR der Heerscharen, Gott Israels, hast deinem Knecht die Offenbarung zuteil werden lassen: \u203aIch will dir ein Haus bauen\u2039; darum hat dein Knecht den Mut gefunden, dieses Gebet an dich zu richten.<br>28 Nun denn, HERR mein Gott: du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit! Nachdem du deinem Knecht diese herrliche Zusage gemacht hast,<br>29 so m\u00f6ge es dir nun auch gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, damit es immerdar vor dir bestehe! Denn du selbst, HERR mein Gott, hast es verhei\u00dfen. So wird denn das Haus deines Knechtes durch deinen Segen auf ewig gesegnet sein!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nachmals besiegte David die Philister und dem\u00fctigte sie und machte so der Oberherrschaft der Philister ein Ende. \u2013<br>2 Er besiegte auch die Moabiter und ma\u00df sie mit der Me\u00dfschnur ab, indem er sie auf die Erde niederlegen lie\u00df; und zwar ma\u00df er zwei Schnurl\u00e4ngen ab, um (die betreffenden) zu t\u00f6ten, und eine volle Schnurl\u00e4nge f\u00fcr die, welche am Leben bleiben sollten. So wurden die Moabiter Davids tributpflichtige Untertanen. \u2013<br>3 Sodann besiegte David Hadad-Eser, den Sohn Rehobs, den K\u00f6nig von Zoba, als dieser ausgezogen war, um seine Herrschaft am Euphrat wiederherzustellen.<br>4 Dabei machte David 1700 Reiter von ihm und 20000 Mann Fu\u00dfvolk zu Gefangenen und lie\u00df die Gespanne s\u00e4mtlich l\u00e4hmen; nur hundert Wagenpferde behielt er von diesen f\u00fcr sich. \u2013<br>5 Als dann die Syrer von Damaskus dem K\u00f6nig Hadad-Eser von Zoba zu Hilfe kamen, erschlug David von den Syrern 22000 Mann<br>6 und setzte dann V\u00f6gte im damascenischen Syrien ein, so da\u00df die dortigen Syrer zu tributpflichtigen Untertanen Davids wurden. So verlieh der HERR dem David den Sieg auf allen Z\u00fcgen, die er unternahm.<br>7 Auch erbeutete David die goldenen Schilde, welche die Dienstleute Hadad-Esers getragen hatten, und lie\u00df sie nach Jerusalem bringen;<br>8 und in Betah und Berothai, den St\u00e4dten Hadad-Esers, fiel dem K\u00f6nig David sehr viel Kupfer in die H\u00e4nde. \u2013<br>9 Als aber Thoi, der K\u00f6nig von Hamath, erfuhr, da\u00df David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers geschlagen hatte,<br>10 sandte er seinen Sohn Joram zum K\u00f6nig David, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen und ihm Gl\u00fcck zu w\u00fcnschen, da\u00df er aus dem Kriege mit Hadad-Eser als Sieger hervorgegangen war \u2013 Thoi hatte n\u00e4mlich auf dem Kriegsfu\u00df mit Hadad-Eser gestanden \u2013; und jener brachte silberne, goldene und kupferne Ger\u00e4te mit,<br>11 die der K\u00f6nig David ebenfalls dem HERRN weihte, wie er es auch mit dem Silber und Gold machte, das ihm bei allen unterworfenen V\u00f6lkern in die H\u00e4nde gefallen war,<br>12 n\u00e4mlich bei den Syrern, Moabitern, Ammonitern, Philistern und Amalekitern, sowie mit der Beute, die ihm bei Hadad-Eser, dem Sohne Rehobs, dem K\u00f6nig von Zoba, in die H\u00e4nde gefallen war.<br>13 Als David dann von dem Siege \u00fcber die Syrer zur\u00fcckkehrte, gewann er neuen Ruhm, indem er die Edomiter im Salztal besiegte und 18000 Mann von ihnen erschlug.<br>14 Auch \u00fcber alle Teile des Landes der Edomiter setzte er V\u00f6gte ein, so da\u00df das ganze Land Edom ihm untertan wurde. So verlieh der HERR dem David den Sieg \u00fcberall, wohin er zog.<br>15 So herrschte denn David \u00fcber ganz Israel und lie\u00df Recht und Gerechtigkeit in seinem ganzen Volke walten. \u2013<br>16 Joab, der Sohn der Zeruja, stand an der Spitze des Heeres; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;<br>17 Zadok, der Sohn Ahitubs, und Abjathar, der Sohn Ahimelechs, waren Priester, Seraja Staatsschreiber,<br>18 Benaja, der Sohn Jojadas, Befehlshaber der (Leibwache der) Krethi und Plethi; Priesterrang hatten auch die S\u00f6hne Davids.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 David fragte: \u00bbIst noch jemand von Sauls Familie \u00fcbriggeblieben? Ich will Barmherzigkeit an ihm \u00fcben um Jonathans willen.\u00ab<br>2 Nun war im Hause Sauls ein Diener namens Ziba; den berief man zu David, und der K\u00f6nig fragte ihn: \u00bbBist du Ziba?\u00ab Er antwortete: \u00bbJa, dein Knecht.\u00ab<br>3 Der K\u00f6nig fragte weiter: \u00bbIst niemand mehr da von Sauls Familie, da\u00df ich ihm Gottes Barmherzigkeit erweisen k\u00f6nnte?\u00ab Da antwortete Ziba dem K\u00f6nig: \u00bbDoch, es lebt noch ein Sohn Jonathans, der an den F\u00fc\u00dfen lahm ist.\u00ab<br>4 Als der K\u00f6nig ihn nun fragte, wo dieser sich befinde, erwiderte Ziba dem K\u00f6nig: \u00bbEr befindet sich zu Lodebar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiels.\u00ab<br>5 Da sandte der K\u00f6nig David hin und lie\u00df ihn aus Lodebar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiels, holen.<br>6 Als nun Mephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, zu David kam, warf er sich vor ihm auf sein Angesicht nieder und brachte ihm seine Huldigung dar. Da sagte David zu ihm: \u00bbMephiboseth!\u00ab Er antwortete: \u00bbHier ist dein Knecht!\u00ab<br>7 Dann fuhr David fort: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht! Denn ich will dir um deines Vaters Jonathan willen Barmherzigkeit erweisen und dir den ganzen Grundbesitz deines Gro\u00dfvaters Saul zur\u00fcckgeben; du selbst aber sollst allezeit an meinem Tische speisen.\u00ab<br>8 Da verneigte sich jener und sagte: \u00bbWas ist dein Knecht, da\u00df du deine Gnade einem toten Hunde zuwendest, wie ich einer bin!\u00ab<br>9 Darauf lie\u00df der K\u00f6nig den Diener Sauls, Ziba, kommen und sagte zu ihm: \u00bbAlles, was Saul und seinem ganzen Hause geh\u00f6rt hat, habe ich dem Sohne deines (fr\u00fcheren) Herrn zur\u00fcckgegeben.<br>10 Du aber sollst ihm das Feld bestellen, du mit deinen S\u00f6hnen und Knechten, und sollst die Ernte einbringen, damit (das Haus) des Sohnes deines (fr\u00fcheren) Herrn zu leben hat; Mephiboseth aber, der Sohn deines (fr\u00fcheren) Herrn, wird regelm\u00e4\u00dfig an meinem Tische speisen.\u00ab Ziba hatte aber f\u00fcnfzehn S\u00f6hne und zwanzig Knechte.<br>11 Da antwortete Ziba dem K\u00f6nig: \u00bbGanz so, wie mein Herr und K\u00f6nig seinem Knechte befiehlt, wird dein Knecht es ausrichten.\u00ab So speiste denn Mephiboseth an Davids Tisch, als w\u00e4re er einer von den K\u00f6nigss\u00f6hnen.<br>12 Mephiboseth aber hatte einen kleinen Sohn namens Micha, und alle, die im Hause Zibas wohnten, waren nun Knechte in Mephiboseths Diensten.<br>13 Mephiboseth selbst aber wohnte in Jerusalem, weil er regelm\u00e4\u00dfig an der Tafel des K\u00f6nigs speiste; er war aber an beiden F\u00fc\u00dfen lahm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Danach begab es sich, da\u00df (Nahas), der K\u00f6nig der Ammoniter, starb und sein Sohn Hanun ihm in der Regierung nachfolgte.<br>2 Da dachte David: \u00bbIch will mich freundlich gegen Hanun, den Sohn des Nahas, beweisen, wie sein Vater sich mir gegen\u00fcber freundlich gezeigt hat.\u00ab So schickte denn David hin, um ihm durch seine Diener sein Beileid zum Tode seines Vaters ausdr\u00fccken zu lassen. Als aber die Diener Davids im Lande der Ammoniter angekommen waren,<br>3 sagten die F\u00fcrsten der Ammoniter zu Hanun, ihrem Herrn: \u00bbGlaubst du etwa, da\u00df David Beileidsgesandte deshalb geschickt hat, um deinem Vater eine Ehre zu erweisen? Nein, offenbar hat David seine Diener nur deshalb zu dir geschickt, um die Stadt zu erforschen und auszukundschaften und sie dann zu zerst\u00f6ren.\u00ab<br>4 Da lie\u00df Hanun die Gesandten Davids festnehmen, lie\u00df ihnen den Bart halb abscheren und die R\u00f6cke halb abschneiden bis unter den G\u00fcrtel und entlie\u00df sie dann.<br>5 Als man dies dem David meldete, schickte er ihnen Boten entgegen \u2013 denn die M\u00e4nner waren schwer beschimpft \u2013; und der K\u00f6nig lie\u00df ihnen sagen: \u00bbBleibt in Jericho, bis euch der Bart wieder gewachsen ist: dann kehrt heim!\u00ab<br>6 Als nun die Ammoniter sahen, da\u00df sie David t\u00f6dlich beleidigt hatten, sandten sie hin und nahmen die Syrer von Beth-Rehob und die Syrer von Zoba in Sold, 20000 Mann Fu\u00dfvolk, ebenso den K\u00f6nig von Maacha mit 1000 Mann und 12000 Mann von Istob.<br>7 Sobald David Kunde davon erhielt, lie\u00df er Joab mit dem ganzen Heer, auch den Helden, ausr\u00fccken.<br>8 Die Ammoniter zogen dann (aus der Stadt) hinaus und stellten sich vor dem Stadttor in Schlachtordnung auf, w\u00e4hrend die Syrer von Zoba und Rehob und die Mannschaften von Istob und Maacha f\u00fcr sich im freien Felde standen.<br>9 Als nun Joab sah, da\u00df ihm sowohl von vorn als auch im R\u00fccken ein Angriff drohe, nahm er aus allen auserlesenen israelitischen Kriegern eine Auswahl vor und stellte sich mit ihnen den Syrern gegen\u00fcber auf;<br>10 den Rest des Heeres aber \u00fcberwies er seinem Bruder Abisai, und dieser mu\u00dfte sich mit ihnen den Ammonitern gegen\u00fcber aufstellen.<br>11 Dann sagte er: \u00bbWenn die Syrer mir \u00fcberlegen sind, so kommst du mir zu Hilfe; und wenn die Ammoniter dir \u00fcberlegen sind, so komme ich dir zu Hilfe.<br>12 Nur Mut! Wir wollen tapfer k\u00e4mpfen f\u00fcr unser Volk und f\u00fcr die St\u00e4dte unsers Gottes! Der HERR aber m\u00f6ge tun, was ihm wohlgef\u00e4llt!\u00ab<br>13 Darauf r\u00fcckte Joab mit der Mannschaft, die unter seinem Befehl stand, zum Angriff gegen die Syrer vor, und diese wandten sich vor ihm zur Flucht;<br>14 und als die Ammoniter die Flucht der Syrer gewahrten, flohen auch sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zur\u00fcck. Darauf lie\u00df Joab vom Kampf gegen die Ammoniter ab und kehrte nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>15 Als sich nun die Syrer von den Israeliten geschlagen sahen, sammelten sie sich wieder in voller Zahl;<br>16 und Hadad-Eser sandte hin und lie\u00df die Syrer von jenseits des Euphrats ins Feld r\u00fccken, und diese kamen unter F\u00fchrung Sobachs, des Heerf\u00fchrers Hadad-Esers, nach Helam.<br>17 Auf die Kunde hiervon bot David ganz Israel zum Kriege auf, \u00fcberschritt den Jordan und gelangte nach Helam, wo die Syrer sich ihm entgegenstellten und ihm eine Schlacht lieferten.<br>18 Aber die Syrer wurden von den Israeliten in die Flucht geschlagen, und David erschlug den Syrern die Bemannung von 700 Kriegswagen und 40000 Mann Fu\u00dfvolk; auch ihren Heerf\u00fchrer Sobach verwundete er, so da\u00df er dort starb.<br>19 Als nun s\u00e4mtliche K\u00f6nige, die dem Hadad-Eser Heerfolge leisteten, sich von den Israeliten besiegt sahen, schlossen sie Frieden mit den Israeliten und unterwarfen sich ihnen. Infolgedessen scheuten sich die Syrer, den Ammonitern fernerhin noch Hilfe zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im folgenden Jahre aber sandte David zu der Zeit, wo die K\u00f6nige ins Feld zu ziehen pflegen, Joab samt seinen Hauptleuten und der Heeresmacht von ganz Israel aus. Sie verw\u00fcsteten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba, w\u00e4hrend David in Jerusalem geblieben war.<br>2 Da begab es sich eines Abends, da\u00df David sich von seinem Lager erhob und, als er auf dem Dache des k\u00f6niglichen Palastes umherging, vom Dache aus eine Frau sich baden sah; die Frau war von ungew\u00f6hnlicher Sch\u00f6nheit.<br>3 Als er sich nun durch Boten nach der Frau erkundigen lie\u00df und man ihm berichtete, da\u00df es Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau des Hethiters Uria sei,<br>4 sandte David Boten hin und lie\u00df sie holen. Sie kam zu ihm, und er wohnte ihr bei \u2013 sie hatte sich aber eben von ihrer Verunreinigung gereinigt \u2013; darauf kehrte sie in ihre Wohnung zur\u00fcck.<br>5 Als die Frau dann guter Hoffnung wurde und dem David Mitteilung von ihrem Zustande machte,<br>6 da lie\u00df David dem Joab sagen: \u00bbSchicke mir den Hethiter Uria her!\u00ab, und Joab kam dem Befehle nach.<br>7 Als nun Uria zu David kam, erkundigte dieser sich nach dem Befinden Joabs, nach dem Ergehen des Heeres und nach dem Stande des Krieges.<br>8 Darauf sagte David zu Uria: \u00bbGehe jetzt in dein Haus hinunter und nimm ein Fu\u00dfbad\u00ab; und als Uria den Palast des K\u00f6nigs verlie\u00df, wurde eine k\u00f6nigliche Ehrenmahlzeit hinter ihm hergetragen;<br>9 aber Uria legte sich am Eingang des K\u00f6nigspalastes bei allen \u00fcbrigen Dienern seines Herrn nieder und ging nicht in sein Haus hinunter.<br>10 Als man nun dem K\u00f6nig meldete, Uria sei nicht in sein Haus hinabgegangen, fragte ihn David: \u00bbDu bist doch von der Reise heimgekommen: warum gehst du nicht in deine Wohnung?\u00ab<br>11 Da antwortete Uria dem K\u00f6nige: \u00bbDie Lade sowie Israel und Juda sind in H\u00fctten untergebracht, und mein Herr Joab und die Diener meines Herrn m\u00fcssen auf freiem Felde lagern, und da sollte ich in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken, und sollte es mir bei meiner Frau wohl sein lassen? So wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst: das tue ich nicht!\u00ab<br>12 Darauf sagte David zu Uria: \u00bbDu magst auch heute noch hier bleiben: morgen werde ich dich entlassen.\u00ab So blieb denn Uria an diesem Tage noch in Jerusalem.<br>13 Am folgenden Tage aber lud David ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken, und er machte ihn trunken; aber am Abend ging Uria wieder hin, um sich auf sein Lager bei den \u00fcbrigen Leuten seines Herrn schlafen zu legen, und ging nicht in sein Haus hinunter.<br>14 Am n\u00e4chsten Morgen aber schrieb David einen Brief an Joab und lie\u00df ihn durch Uria \u00fcberbringen.<br>15 In dem Briefe hatte er folgendes geschrieben: \u00bbStellt Uria vornhin, wo am hitzigsten gek\u00e4mpft wird, und zieht euch dann hinter ihm zur\u00fcck, damit er erschlagen wird und den Tod findet.\u00ab<br>16 So stellte denn Joab bei der Belagerung der Stadt den Uria an eine Stelle, von der er wu\u00dfte, da\u00df dort tapfere Gegner standen.<br>17 Als dann die St\u00e4dter einen Ausfall machten und mit Joab handgemein wurden, fielen manche von der Mannschaft, von den Leuten Davids; und auch der Hethiter Uria fand dabei den Tod.<br>18 Als hierauf Joab an David einen Bericht \u00fcber den ganzen Verlauf des Kampfes schickte,<br>19 gab er dem Boten den Befehl: \u00bbWenn du dem K\u00f6nig den ganzen Verlauf des Kampfes bis zu Ende berichtet hast<br>20 und der K\u00f6nig dann vor Zorn aufbraust und dich fragt: \u203aWarum seid ihr zum Angriff so nahe an die Stadt heranger\u00fcckt? Wu\u00dftet ihr nicht, da\u00df man von der Mauer herab schie\u00dfen w\u00fcrde?<br>21 Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeseths, erschlagen? Hat nicht ein Weib den oberen Stein einer Handm\u00fchle von der Mauer auf ihn herabgeworfen, so da\u00df er in Thebez den Tod fand (Ri 9,53)? Warum seid ihr so nahe an die Mauer heranger\u00fcckt?\u2039 \u2013 dann sage nur: \u203aAuch dein Knecht, der Hethiter Uria, ist ums Leben gekommen.\u2039\u00ab<br>22 Darauf ging der Bote hin und richtete nach seiner Ankunft den Auftrag Joabs bei David genau aus.<br>23 Er meldete dem K\u00f6nige n\u00e4mlich: \u00bbWeil die Feinde uns \u00fcberlegen und bis aufs freie Feld gegen uns vorgedrungen waren, so mu\u00dften wir sie bis an den Eingang des Stadttors zur\u00fcckdr\u00e4ngen.<br>24 Da aber schossen die Sch\u00fctzen von der Mauer herab auf deine Leute, und dabei fielen einige von den Leuten des K\u00f6nigs; auch dein Knecht, der Hethiter Uria, fand den Tod.\u00ab<br>25 Da sagte David zu dem Boten: \u00bbMelde dem Joab folgendes: \u203aLa\u00df dir diesen Vorfall nicht leid sein! Denn das Schwert fri\u00dft eben bald diesen, bald jenen. Setze nur deine Belagerung der Stadt entschlossen fort und zerst\u00f6re sie!\u2039 So sollst du ihm Mut zusprechen!\u00ab<br>26 Als nun die Frau Urias den Tod ihres Mannes erfuhr, hielt sie die Totenklage um ihren Gatten;<br>27 sobald aber die Trauerzeit vor\u00fcber war, lie\u00df David sie in sein Haus holen. Sie wurde also seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat, die David ver\u00fcbt hatte, erregte das Mi\u00dffallen des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf sandte der HERR (den Propheten) Nathan zu David; als dieser zu ihm gekommen war, redete er so zu ihm: \u00bbEs lebten zwei M\u00e4nner in derselben Stadt, ein reicher und ein armer.<br>2 Der Reiche besa\u00df Kleinvieh und Rinder in gro\u00dfer Menge,<br>3 der Arme aber hatte gar nichts als ein einziges L\u00e4mmchen, das er sich gekauft und aufgezogen hatte und das bei ihm und zugleich mit seinen Kindern aufwuchs; es a\u00df von seinem Bissen und trank aus seinem Becher, es schlief an seinem Busen und wurde von ihm wie eine Tochter gehalten.<br>4 Da kam eines Tages Besuch zu dem reichen Mann, und weil es ihm leid tat, ein St\u00fcck von seinem eigenen Kleinvieh oder von seinen Rindern zu nehmen, um es f\u00fcr den Besuch, der zu ihm gekommen war, als Mahl zuzubereiten, nahm er das L\u00e4mmchen des armen Mannes und richtete es f\u00fcr den Gast zu, der zu ihm gekommen war.\u00ab<br>5 Da geriet David in heftigen Zorn gegen den Mann, so da\u00df er zu Nathan sagte: \u00bbSo wahr der HERR lebt: der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes!<br>6 Und das Lamm soll er vierfach erstatten zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df er so gehandelt und weil er kein Mitleid bewiesen hat!\u00ab<br>7 Da erwiderte Nathan dem David: \u00bbDu bist der Mann! So hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIch habe dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gesalbt, und ich habe dich aus Sauls H\u00e4nden errettet,<br>8 ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Frauen deines Herrn dir in den Scho\u00df gelegt (zur Verf\u00fcgung gestellt); ich habe dir das Haus Israel und Juda \u00fcbergeben, und wenn dir das noch zu wenig war, so h\u00e4tte ich dir noch dies und das hinzugef\u00fcgt.<br>9 Warum hast du dich \u00fcber das Gebot des HERRN hinweggesetzt und etwas getan, was ihm mi\u00dff\u00e4llt? Den Hethiter Uria hast du mit dem Schwert erschlagen lassen und sein Weib dir zum Weibe genommen, nachdem du ihn selbst durch das Schwert der Ammoniter hast umbringen lassen.<br>10 So soll denn nun das Schwert aus deinem Hause niemals weichen zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df du mich mi\u00dfachtet und das Weib des Hethiters Uria dir zum Weibe genommen hast!\u2039<br>11 So hat der HERR gesprochen: \u203aSiehe, ich will Unheil \u00fcber dich aus deinem eigenen Hause hervorgehen lassen und will dir deine Frauen vor deinen Augen wegnehmen und sie einem andern geben, da\u00df er im Angesicht dieser Sonne deinen Frauen beiwohnen soll.<br>12 Denn du hast im geheimen gehandelt, ich aber will diese Drohung vor den Augen von ganz Israel und angesichts der Sonne zur Ausf\u00fchrung bringen!\u2039\u00ab<br>13 Da sagte David zu Nathan: \u00bbIch habe gegen den HERRN ges\u00fcndigt!\u00ab Nathan antwortete dem David: \u00bbSo hat auch der HERR dir deine S\u00fcnde vergeben: du selbst wirst nicht sterben!<br>14 Doch weil du den Feinden des HERRN durch diese Tat Anla\u00df zur L\u00e4sterung gegeben hast, so soll auch der Sohn, der dir geboren ist, unrettbar sterben!\u00ab<br>15 Als Nathan hierauf nach Hause gegangen war, schlug der HERR das Kind, welches die Frau Urias dem David geboren hatte, so da\u00df es todkrank wurde.<br>16 Da suchte David Gott um des Knaben willen (im Heiligtum) auf, und David fastete und brachte, als er heimgekommen war, die ganze Nacht hindurch auf dem Erdboden liegend zu.<br>17 Obgleich nun die \u00c4ltesten seines Hauses zu ihm traten, um ihn zum Aufstehen von der Erde zu bewegen, weigerte er sich doch und speiste nicht mit ihnen.<br>18 Als das Kind dann am siebten Tage starb, trugen die Hofleute Davids Bedenken, ihm den Tod des Kindes anzuzeigen; denn sie dachten: \u00bbSolange das Kind noch am Leben war, hat er unsere Vorstellungen, wenn wir ihm zuredeten, unbeachtet gelassen: wie k\u00f6nnen wir ihm da jetzt den Tod des Kindes anzeigen? Es g\u00e4be ein Ungl\u00fcck ab!\u00ab<br>19 Als David aber seine Hofleute miteinander fl\u00fcstern sah und daran merkte, da\u00df das Kind tot war, fragte er seine Hofleute: \u00bbIst das Kind tot?\u00ab Sie antworteten ihm: \u00bbJa, es ist tot.\u00ab<br>20 Da stand David vom Boden auf, wusch und salbte sich und legte die Trauerkleider ab; darauf ging er in das Haus des HERRN und warf sich nieder. Als er dann in sein Haus zur\u00fcckgekehrt war, lie\u00df er sich eine Mahlzeit auftragen und a\u00df.<br>21 Da sagten seine Hofleute zu ihm: \u00bbWie unerkl\u00e4rlich ist dein Verhalten! Solange das Kind noch am Leben war, hast du um seinetwillen gefastet und geweint; und jetzt, da das Kind tot ist, stehst du auf und nimmst Nahrung zu dir.\u00ab<br>22 Da antwortete er: \u00bbSolange das Kind noch lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Wer wei\u00df, vielleicht erbarmt der HERR sich meiner, da\u00df das Kind am Leben bleibt?<br>23 Nun es aber tot ist, wozu soll ich da fasten? Kann ich es etwa wieder ins Leben zur\u00fcckrufen? Ich kann wohl zu ihm kommen, es aber kann nicht wieder zu mir zur\u00fcckkehren.\u00ab<br>24 Nachdem David dann seiner Gattin Bathseba Trost zugesprochen und sich ihr wieder in Liebe zugewandt hatte, wurde sie Mutter eines Sohnes, den er Salomo nannte und den der HERR liebhatte.<br>25 David \u00fcbergab ihn der F\u00fcrsorge des Propheten Nathan, der ihm den Namen Jedidjah gab, um des HERRN willen.<br>26 Joab aber best\u00fcrmte unterdessen Rabba, die Hauptstadt der Ammoniter, und eroberte die K\u00f6nigsstadt.<br>27 Hierauf sandte er Boten an David und lie\u00df ihm sagen: \u00bbIch habe Rabba best\u00fcrmt und die Wasserstadt auch erobert;<br>28 so biete jetzt nun den Rest des Kriegsvolkes auf, belagere die Stadt und erobere sie, damit nicht ich die Stadt einnehme und dann mein Name \u00fcber ihr ausgerufen wird.\u00ab<br>29 Da bot David seine ganze Heeresmacht auf, zog gegen Rabba, best\u00fcrmte die Stadt und eroberte sie.<br>30 Er nahm dann ihrem G\u00f6tzen Milkom die Krone vom Haupt, die ein Talent Gold wog und mit einem kostbaren Edelstein besetzt war; der kam nunmehr an Davids Haupt. Und er f\u00fchrte aus der Stadt eine \u00fcberaus reiche Beute weg.<br>31 Die Bev\u00f6lkerung, die sich dort vorfand, lie\u00df er wegf\u00fchren und stellte sie als Fronarbeiter an bei den S\u00e4gen, bei den eisernen Picken und den eisernen \u00c4xten und lie\u00df sie an den Ziegel\u00f6fen arbeiten; ebenso verfuhr er mit allen \u00fcbrigen St\u00e4dten der Ammoniter. Dann kehrte David mit dem gesamten Heere nach Jerusalem zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Amnons leidenschaftliche Liebe; seine Schandtat an seiner Halbschwester Thamar<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Danach begab sich folgendes: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine sch\u00f6ne Schwester namens Thamar; in diese verliebte sich Amnon, Davids Sohn,<br>2 und h\u00e4rmte sich vor Liebe zu seiner Halbschwester Thamar so ab, da\u00df er krank wurde; sie war n\u00e4mlich noch Jungfrau, und es schien dem Amnon unm\u00f6glich, an sie heranzukommen.<br>3 Nun hatte Amnon einen Freund namens Jonadab, einen Sohn Simeas, des Bruders Davids; und dieser Jonadab war ein sehr kluger Mann.<br>4 Der fragte ihn: \u00bbWarum siehst du jeden Morgen so elend aus, K\u00f6nigssohn? Willst du es mir nicht anvertrauen?\u00ab Amnon antwortete ihm: \u00bbIch liebe Thamar, die Schwester meines Bruders Absalom.\u00ab<br>5 Da sagte Jonadab zu ihm: \u00bbLege dich zu Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, um dich zu besuchen, so sage zu ihm: \u203aWenn doch meine Schwester Thamar herk\u00e4me und mir etwas zu essen g\u00e4be! Wenn sie das Essen vor meinen Augen zubereitete, so da\u00df ich zusehen kann, w\u00fcrde ich das Essen von ihrer Hand annehmen.\u00ab<br>6 So legte sich denn Amnon zu Bett und stellte sich krank; und als der K\u00f6nig kam, um ihn zu besuchen, sagte Amnon zum K\u00f6nig: \u00bbWenn doch meine Schwester Thamar herk\u00e4me und vor meinen Augen ein paar Pfannkuchen zubereitete, da\u00df ich sie aus ihrer Hand essen k\u00f6nnte!\u00ab<br>7 Da sandte David zu Thamar ins Haus und lie\u00df ihr sagen: \u00bbGehe doch in die Wohnung deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen!\u00ab<br>8 So ging denn Thamar in die Wohnung ihres Bruders Amnon, w\u00e4hrend er zu Bett lag. Sie nahm den Teig, knetete ihn, formte Kuchen vor seinen Augen daraus und buk die Kuchen.<br>9 Dann nahm sie die Pfanne und sch\u00fcttete sie vor seinen Augen (auf einen Teller) aus; er weigerte sich jedoch zu essen und befahl, jedermann solle aus dem Zimmer hinausgehen. Als nun alle hinausgegangen waren,<br>10 sagte Amnon zu Thamar: \u00bbBringe mir das Essen in die Kammer herein, dann will ich von deiner Hand das Essen annehmen.\u00ab Da nahm Thamar die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in die Kammer hinein;<br>11 aber als sie ihm diese zum Essen hinreichte, ergriff er sie und sagte zu ihr: \u00bbKomm, lege dich zu mir, liebe Schwester!\u00ab<br>12 Sie erwiderte ihm: \u00bbNicht doch, mein Bruder! Entehre mich nicht! So etwas darf in Israel nicht geschehen! Begehe keine solche Schandtat!<br>13 Wohin sollte ich denn meine Schande tragen? Und du selbst w\u00fcrdest in Israel als ein ehrloser Mann dastehen! Rede doch lieber mit dem K\u00f6nig: er wird mich dir gewi\u00df nicht versagen.\u00ab<br>14 Aber er wollte nicht auf ihre Vorstellungen h\u00f6ren, sondern \u00fcberw\u00e4ltigte sie und tat ihr Gewalt an.<br>15 Hierauf aber fa\u00dfte Amnon eine \u00fcberaus tiefe Abneigung gegen sie, so da\u00df der Widerwille, den er gegen sie empfand, noch st\u00e4rker war als seine fr\u00fchere Liebe zu ihr. Daher rief er ihr zu: \u00bbMach, da\u00df du fortkommst!\u00ab<br>16 Sie antwortete ihm: \u00bbNicht doch, mein Bruder! Denn dieses Unrecht, wenn du mich jetzt von dir stie\u00dfest, w\u00e4re noch gr\u00f6\u00dfer als das andere, das du mir angetan hast!\u00ab Er wollte aber nicht auf sie h\u00f6ren,<br>17 sondern rief seinen Burschen her, der ihn zu bedienen hatte, und befahl ihm: \u00bbSchafft mir diese da hinaus auf die Stra\u00dfe und riegle die T\u00fcr hinter ihr zu!\u00ab<br>18 Sie trug aber ein \u00c4rmelkleid; denn so kleideten sich ehemals die T\u00f6chter des K\u00f6nigs, solange sie unverheiratet waren. Als nun sein Leibdiener sie auf die Stra\u00dfe hinausgeschafft und die T\u00fcr hinter ihr verriegelt hatte,<br>19 streute Thamar Staub auf ihr Haupt, zerri\u00df das \u00c4rmelkleid, das sie anhatte, legte sich die Hand aufs Haupt und ging laut schreiend davon.<br>20 Da sagte ihr Bruder Absalom zu ihr: \u00bbDein Bruder Amnon ist bei dir gewesen? Nun denn, liebe Schwester, schweige still! Er ist ja dein Bruder: nimm dir die Sache nicht zu Herzen!\u00ab So blieb denn Thamar einsam im Hause ihres Bruders Absalom wohnen.<br>21 Als dann der K\u00f6nig David den ganzen Vorfall vernahm, geriet er in heftigen Zorn (tat aber seinem Sohne Amnon nichts zuleide; denn er hatte ihn lieb, weil er sein Erstgeborener war).<br>22 Absalom aber redete seitdem kein Wort mehr mit Amnon, weder im B\u00f6sen noch im Guten; denn Absalom ha\u00dfte Amnon, weil er seine Schwester Thamar entehrt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absaloms Rache an Amnon<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Nun begab es sich zwei volle Jahre sp\u00e4ter, da\u00df Absalom in Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt, Schafschur hielt und alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs dazu einlud.<br>24 Er ging auch zum K\u00f6nig und sagte: \u00bbDu wei\u00dft, dein Knecht h\u00e4lt eben Schafschur; m\u00f6chte doch der K\u00f6nig samt seiner Umgebung deinen Knecht dorthin begleiten!\u00ab<br>25 Aber der K\u00f6nig erwiderte dem Absalom: \u00bbNicht doch, mein Sohn! Wir wollen nicht allesamt kommen, damit wir dir nicht zu viel Last machen.\u00ab Da drang er in ihn, aber er wollte nicht mitgehen, sondern schlug ihm seine Bitte ab.<br>26 Da sagte Absalom: \u00bbWenn also nicht, so la\u00df wenigstens meinen Bruder Amnon mit uns gehen!\u00ab Der K\u00f6nig antwortete ihm: \u00bbWozu sollte er mit dir gehen?\u00ab<br>27 Als Absalom jedoch auf seiner Bitte bestand, lie\u00df er Amnon und alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs mit ihm gehen.<br>28 (Absalom veranstaltete nun ein Gelage gleich einem K\u00f6nigsgelage.) Dabei gab er seinen Dienern folgenden Befehl: \u00bbGebt acht! Wenn Amnon vom Wein in fr\u00f6hliche Stimmung versetzt ist und ich euch zurufe: \u203aHaut Amnon nieder!\u2039, so t\u00f6tet ihn, f\u00fcrchtet euch nicht! Ich bin\u2019s ja, der es euch befohlen hat: seid mutig und zeigt euch mannhaft!\u00ab<br>29 Da verfuhren die Diener Absaloms mit Amnon so, wie Absalom ihnen befohlen hatte; darauf standen die S\u00f6hne des K\u00f6nigs alle auf, bestiegen ein jeder sein Maultier und ergriffen die Flucht.<br>30 W\u00e4hrend sie noch unterwegs waren, war schon das Ger\u00fccht zu David gedrungen, Absalom habe alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs ermordet, so da\u00df auch nicht einer von ihnen am Leben geblieben sei.<br>31 Da stand der K\u00f6nig auf, zerri\u00df seine Kleider und warf sich auf die Erde nieder; auch alle seine Hofleute standen (um ihn her) mit zerrissenen Kleidern.<br>32 Da nahm Jonadab, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, das Wort und sagte: \u00bbMein Herr denke doch nicht, da\u00df man die jungen Leute, die S\u00f6hne des K\u00f6nigs, allesamt ums Leben gebracht habe! Nein, Amnon allein ist tot; man hat es dem Absalom ja ansehen k\u00f6nnen, da\u00df das bei ihm beschlossene Sache war seit dem Tage, als jener seine Schwester Thamar entehrt hatte.<br>33 Darum wolle jetzt mein Herr, der K\u00f6nig, nicht den Gedanken hegen und nicht aussprechen, da\u00df alle K\u00f6nigss\u00f6hne tot seien; nein, Amnon allein ist tot!\u00ab<br>34 [Absalom aber hatte die Flucht ergriffen.] Als nun der Diener, der W\u00e4chter, (auf dem Turme) Ausschau hielt, sah er viele Leute auf dem Wege nach Horonaim den Abhang herabkommen.<br>35 Da sagte Jonadab zum K\u00f6nige: \u00bbSiehst du? Die S\u00f6hne des K\u00f6nigs kommen! Wie dein Knecht gesagt hat, so verh\u00e4lt es sich wirklich!\u00ab<br>36 Kaum hatte er ausgeredet, da kamen auch schon die K\u00f6nigss\u00f6hne und brachen in lautes Weinen aus; und auch der K\u00f6nig und alle seine Hofleute erhoben eine \u00fcberaus gro\u00dfe Wehklage.<br>37 Absalom aber war geflohen und hatte sich zu Thalmai, dem Sohne Ammihuds, dem K\u00f6nige von Gesur, begeben. David aber trauerte um seinen Sohn Amnon die ganze Zeit hindurch.<br>38 Nachdem Absalom aber geflohen war und sich nach Gesur begeben hatte, blieb er dort drei Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absaloms Begnadigung und R\u00fcckkehr<\/h3>\n\n\n\n<p>39 Als dann der Zorn des K\u00f6nigs gegen Absalom allm\u00e4hlich milder geworden war, weil er sich \u00fcber den Tod Amnons getr\u00f6stet hatte,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 und als Joab, der Sohn der Zeruja, erkannte, da\u00df das Herz des K\u00f6nigs sich zu Absalom wieder hingewandt hatte,<br>2 sandte Joab nach Thekoa, lie\u00df von dort eine kluge Frau holen und sagte zu ihr: \u00bbStelle dich, als ob du in Trauer w\u00e4rest, ziehe Trauerkleider an, salbe dich nicht mit \u00d6l und benimm dich wie eine Frau, die schon lange Zeit um einen Toten trauert.<br>3 Dann begib dich zum K\u00f6nig und rede zu ihm so und so\u00ab; und Joab gab ihr genau die Worte an, die sie sagen sollte.<br>4 Die Frau aus Thekoa ging also zum K\u00f6nig hinein, warf sich vor ihm auf ihr Angesicht zu Boden, brachte ihre Huldigung dar und rief aus: \u00bbHilf mir, o K\u00f6nig!\u00ab<br>5 Als nun der K\u00f6nig sie fragte, was sie w\u00fcnsche, antwortete sie: \u00bbAch, ich bin eine Witwe, denn mein Mann ist tot!<br>6 Nun hatte deine Magd zwei S\u00f6hne, die gerieten auf dem Felde in Streit miteinander, und weil keiner da war, der sie auseinanderbrachte, schlug der eine auf den andern los und t\u00f6tete ihn.<br>7 Und jetzt hat sich die ganze Verwandtschaft gegen deine Magd erhoben und sagt: \u203aGib den Bruderm\u00f6rder heraus, damit wir ihn umbringen f\u00fcr das Leben seines Bruders, den er erschlagen hat, und damit wir auch den Erben ausrotten!\u2039 So wollen sie also die letzte Kohle, die mir noch geblieben ist, ausl\u00f6schen, um meinem Manne weder Namen noch Nachkommen auf dem Erdboden zu lassen!\u00ab<br>8 Da sagte der K\u00f6nig zu der Frau: \u00bbGehe heim, ich selber werde deinetwegen verf\u00fcgen!\u00ab<br>9 Die Frau aus Thekoa aber erwiderte dem K\u00f6nig: \u00bbAuf mir, mein Herr und K\u00f6nig, liege die Schuld (n\u00e4mlich, da\u00df keine Blutrache vollzogen wird) und auf meines Vaters Hause! Den K\u00f6nig aber und seinen Thron trifft keine Verantwortung!\u00ab<br>10 Da sagte der K\u00f6nig: \u00bbWer etwas von dir will, den bringe zu mir her: er soll dir nicht weiter zu schaffen machen!\u00ab<br>11 Da entgegnete sie: \u00bbDer K\u00f6nig wolle doch des HERRN, seines Gottes, gedenken, damit der Blutr\u00e4cher nicht noch mehr Ungl\u00fcck anrichtet und sie meinen Sohn nicht auch noch vertilgen!\u00ab Da sagte er: \u00bbSo wahr der HERR lebt, kein Haar soll deinem Sohne gekr\u00fcmmt werden!\u00ab<br>12 Nun fuhr die Frau fort: \u00bbDarf deine Magd ein Wort an meinen Herrn, den K\u00f6nig, richten?\u00ab Er antwortete: \u00bbRede!\u00ab<br>13 Da sagte die Frau: \u00bbUnd warum hegst du denn eine derartige Gesinnung gegen das Volk Gottes? Denn nachdem der K\u00f6nig dies Urteil gef\u00e4llt hat, hat er sich selbst gleichsam f\u00fcr schuldig erkl\u00e4rt, weil der K\u00f6nig seinen versto\u00dfenen Sohn nicht zur\u00fcckkehren l\u00e4\u00dft.<br>14 Denn wir m\u00fcssen zwar gewi\u00dflich sterben und sind wie Wasser, das auf die Erde ausgegossen ist und nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott wird das Leben dessen nicht dahinraffen, der ernstlich darauf sinnt, einen Verbannten nicht fern von sich in dauernder Verbannung zu belassen.<br>15 Und nun, der Grund, weshalb ich hergekommen bin, um diese Sache meinem Herrn, dem K\u00f6nige, vorzutragen, ist der, da\u00df die Leute mir Angst gemacht haben. Da dachte aber deine Magd: \u203aIch will es doch dem K\u00f6nig vortragen; vielleicht erf\u00fcllt der K\u00f6nig die Bitte seiner Magd.\u2039<br>16 Ja, der K\u00f6nig wird mich erh\u00f6ren, um seine Magd aus der Hand des Mannes zu erretten, der mich und zugleich meinen Sohn aus dem Erbe Gottes zu vertilgen sucht.<br>17 Daher dachte deine Magd: \u203aDas Wort meines Herrn, des K\u00f6nigs, wird mir eine Beruhigung sein\u2039; denn mein Herr, der K\u00f6nig, ist wie der Engel Gottes, um Gutes und B\u00f6ses zu unterscheiden; und der HERR, dein Gott, sei mit dir!\u00ab<br>18 Da hub der K\u00f6nig an und sagte zu der Frau: \u00bbVerheimliche mir nichts, wonach ich dich jetzt fragen werde!\u00ab Die Frau antwortete: \u00bbMein Herr, der K\u00f6nig, braucht nur zu reden!\u00ab<br>19 Da fragte der K\u00f6nig: \u00bbHat nicht Joab die Hand bei dieser ganzen Sache im Spiel?\u00ab Da erwiderte die Frau: \u00bbSo wahr du lebst, mein Herr und K\u00f6nig! Es ist nicht m\u00f6glich, bei allem, was mein Herr, der K\u00f6nig, sagt, rechts oder links vorbeizukommen! Ja, dein Knecht Joab, er hat mir den Auftrag gegeben, und er selbst hat deiner Magd alle diese Worte in den Mund gelegt.<br>20 Um der Sache ein anderes Aussehen zu geben, ist dein Knecht Joab so zu Werke gegangen; aber mein Herr ist weise, ebenso weise wie der Engel Gottes, so da\u00df er alles wei\u00df, was auf Erden vorgeht.\u00ab<br>21 Der K\u00f6nig sagte dann zu Joab: \u00bbNun gut! Ich will diese deine Bitte erf\u00fcllen! Gehe also hin und hole den jungen Mann, den Absalom, zur\u00fcck!\u00ab<br>22 Da warf sich Joab auf sein Angesicht zur Erde nieder, brachte seine Huldigung dar und begl\u00fcckw\u00fcnschte den K\u00f6nig; dann rief Joab aus: \u00bbHeute erkennt dein Knecht, da\u00df mein Herr, der K\u00f6nig, mir in Gnaden zugetan ist, weil der K\u00f6nig die Bitte seines Knechtes erf\u00fcllt hat!\u00ab<br>23 Darauf machte Joab sich auf den Weg, begab sich nach Gesur und brachte Absalom nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>24 Der K\u00f6nig aber befahl: \u00bbEr soll sich in seine Wohnung begeben, mir aber nicht vor die Augen treten!\u00ab So begab sich denn Absalom in seine Wohnung und durfte sich vor dem K\u00f6nig nicht sehen lassen.<br>25 In ganz Israel gab es aber keinen Mann, der wegen seiner Sch\u00f6nheit ebenso gefeiert gewesen w\u00e4re wie Absalom: von der Fu\u00dfsohle bis zum Scheitel war kein Fehl an ihm;<br>26 und wenn er sich das Haupt(-haar) scheren lie\u00df \u2013 das geschah n\u00e4mlich nach Ablauf jeden Jahres, weil es ihm sonst zu beschwerlich geworden w\u00e4re \u2013, so wog sein Haupthaar zweihundert Schekel nach k\u00f6niglichem Gewicht.<br>27 Es waren aber dem Absalom drei S\u00f6hne und eine Tochter namens Thamar geboren; die war ein M\u00e4dchen von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit.<br>28 Als nun Absalom zwei volle Jahre in Jerusalem zugebracht hatte, ohne dem K\u00f6nig vor die Augen zu treten,<br>29 schickte er zu Joab, um ihn zum K\u00f6nig zu senden; aber der weigerte sich, zu ihm zu kommen; und als er noch ein zweites Mal hinschickte, weigerte er sich wieder, zu kommen.<br>30 Da sagte Absalom zu seinen Knechten: \u00bbIhr wi\u00dft, Joab hat da ein Ackerst\u00fcck neben dem meinigen und hat Gerste darauf stehen; geht hin und z\u00fcndet es an!\u00ab Als nun die Knechte Absaloms das Feld in Brand gesteckt hatten,<br>31 machte Joab sich auf, ging zu Absalom ins Haus und fragte ihn: \u00bbWarum haben deine Knechte mein Feld angez\u00fcndet?\u00ab<br>32 Absalom antwortete dem Joab: \u00bbDu wei\u00dft, ich habe zu dir gesandt und dir sagen lassen: Komm her zu mir, ich will dich zum K\u00f6nig senden und ihm sagen lassen: \u203aWozu bin ich aus Gesur heimgekehrt? Es w\u00e4re besser f\u00fcr mich, ich w\u00e4re noch dort!\u2039 Jetzt aber werde ich dem K\u00f6nig vor die Augen treten; und wenn eine Schuld auf mir liegt, so mag er mich t\u00f6ten!\u00ab<br>33 Als Joab sich nun zum K\u00f6nige begeben und ihm die Sache vorgetragen hatte, lie\u00df dieser Absalom rufen. Als der zum K\u00f6nig kam, warf er sich auf sein Angesicht vor ihm zur Erde nieder; der K\u00f6nig aber k\u00fc\u00dfte Absalom.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absaloms ehrgeizige und gunstbuhlerische Umtriebe<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Danach begab es sich, da\u00df Absalom sich Wagen und Pferde anschaffte, dazu f\u00fcnfzig Mann, die als Leibdiener vor ihm herliefen.<br>2 Auch pflegte Absalom sich alle Morgen fr\u00fch neben dem Wege nach dem Ratstor aufzustellen; wenn dann jemand einen Rechtsstreit hatte und den K\u00f6nig um Entscheidung angehen wollte, rief Absalom ihn an und fragte ihn: \u00bbAus welcher Ortschaft bist du?\u00ab Wenn jener dann antwortete: \u00bbDein Knecht kommt aus dem und dem Stamme Israels\u00ab,<br>3 so sagte Absalom zu ihm: \u00bbDeine Sache ist allerdings gut und in Ordnung, aber beim K\u00f6nig ist niemand, der dir Geh\u00f6r schenkt!\u00ab<br>4 Dann fuhr Absalom fort: \u00bbWenn man mich doch zum Richter im Lande bestellte, da\u00df jeder, der eine Streitsache und einen Rechtshandel hat, zu mir k\u00e4me: ich wollte ihm schon zu seinem Recht verhelfen!\u00ab<br>5 Und wenn jemand an ihn herantrat, um sich vor ihm huldigend zu verneigen, so streckte er seine Hand aus, umarmte ihn und k\u00fc\u00dfte ihn.<br>6 So machte es Absalom mit allen Israeliten, die zum K\u00f6nig kamen, um sich Recht sprechen zu lassen; und so stahl Absalom sich die Herzen der Israeliten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absaloms Verschw\u00f6rung und Emp\u00f6rung in Hebron<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Nach Verlauf von vier Jahren aber sagte Absalom zum K\u00f6nig: \u00bbIch m\u00f6chte gern hingehen und in Hebron mein Gel\u00fcbde einl\u00f6sen, das ich dem HERRN dargebracht habe.<br>8 Denn als ich mich zu Gesur in Syrien aufhielt, hat dein Knecht folgendes Gel\u00fcbde getan: \u203aWenn der HERR mich nach Jerusalem zur\u00fcckkehren l\u00e4\u00dft, so will ich dem HERRN ein Dankopfer darbringen.\u2039\u00ab<br>9 Der K\u00f6nig antwortete ihm: \u00bbGehe hin in Frieden!\u00ab So machte Absalom sich denn auf den Weg und ging nach Hebron.<br>10 Er hatte aber heimlich Boten durch alle St\u00e4mme der Israeliten gesandt und sagen lassen: \u00bbSobald ihr Posaunenschall h\u00f6rt, so ruft aus: \u203aAbsalom ist in Hebron K\u00f6nig geworden!\u2039\u00ab<br>11 Mit Absalom gingen aber auch zweihundert M\u00e4nner aus Jerusalem nach Hebron, die von ihm zum Opferfest eingeladen waren und arglos mitgingen, ohne von irgend etwas zu wissen.<br>12 Au\u00dferdem lie\u00df Absalom, als das Opferfest schon im Gange war, den Giloniten Ahithophel, den Ratgeber Davids, aus seinem Wohnort Gilo holen. So gewann die Verschw\u00f6rung immer weitere Verbreitung, und immer mehr Leute schlossen sich an Absalom an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David tritt eiligst die Flucht aus Jerusalem an nach Zur\u00fccklassung einiger Kebsweiber<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Als nun ein Bote bei David eintraf mit der Meldung: \u00bbDas Herz der Israeliten hat sich Absalom zugewandt\u00ab,14 da befahl David allen seinen Dienern, die in Jerusalem bei ihm waren: \u00bbAuf! Wir m\u00fcssen fliehen! Sonst gibt es f\u00fcr uns keine Rettung vor Absalom! Macht euch eilends auf den Weg, damit er uns nicht zuvorkommt und das Unheil \u00fcber uns bringt und ein Blutbad in der Stadt anrichtet!\u00ab15 Die Diener des K\u00f6nigs antworteten ihm: \u00bbGanz wie unser k\u00f6niglicher Herr es f\u00fcr gut befindet: wir sind deine gehorsamen Diener!\u00ab16 So zog denn der K\u00f6nig aus, und sein ganzer Hof befand sich in seinem Gefolge; nur zehn Kebsweiber lie\u00df der K\u00f6nig zur\u00fcck, um das Haus zu h\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbeizug des Kriegsvolkes am K\u00f6nig; die Treue Itthais<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Als so der K\u00f6nig auszog und das ganze Volk ihm auf dem Fu\u00dfe folgte, machte er beim letzten Hause halt,18 w\u00e4hrend alle seine Diener neben ihm standen und seine gesamte Leibwache (die Krethi und Plethi, vgl. zu 8,18) und alle Leute des Gathiters (Itthai), sechshundert Mann, die ihm von Gath her gefolgt waren, an dem K\u00f6nige vor\u00fcberzogen.19 Da sagte der K\u00f6nig zu Itthai aus Gath: \u00bbWarum willst auch du mit uns ziehen? Kehre um und bleibe beim K\u00f6nig (Absalom)! Du bist ja ein Ausl\u00e4nder und noch dazu aus deiner Heimat verbannt.20 Erst gestern bist du hergekommen, und heute soll ich dich schon mit uns auf die Irrfahrt nehmen, ohne selbst zu wissen, wohin ich gehe? Kehre um und nimm deine Landsleute mit dir zur\u00fcck! Der HERR m\u00f6ge dir G\u00fcte und Treue erweisen!\u00ab21 Itthai aber erwiderte dem K\u00f6nig: \u00bbSo wahr der HERR lebt, und so wahr mein Herr und K\u00f6nig lebt, nein! An dem Orte, an dem mein Herr und K\u00f6nig sein wird, es gehe zum Tode oder zum Leben, da wird auch dein Knecht zu finden sein!\u00ab22 Da sagte David zu Itthai: \u00bbGut denn, so ziehe vor\u00fcber!\u00ab Da zog Itthai aus Gath vor\u00fcber mit all seinen Leuten und dem ganzen Tro\u00df (von Kindern und Frauen), der bei ihm war.23 Die ganze Bev\u00f6lkerung aber weinte laut, w\u00e4hrend das gesamte Kriegsvolk vor\u00fcberzog. Hierauf ging der K\u00f6nig \u00fcber den Bach Kidron, und auch das gesamte Volk zog hin\u00fcber in der Richtung nach der W\u00fcste (Juda) hin.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davids Auftrag an Zadok und Abjathar<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Da erschienen auch Zadok (und Abjathar) mit allen Leviten, die trugen die Bundeslade Gottes; sie setzten die Lade Gottes dort nieder, und Abjathar brachte Opfer dar, bis alles Volk aus der Stadt vollst\u00e4ndig vor\u00fcbergezogen war.<br>25 Darauf sagte der K\u00f6nig zu Zadok: \u00bbBringe die Lade Gottes in die Stadt zur\u00fcck! Finde ich Gnade in den Augen des HERRN, so wird er mich zur\u00fcckf\u00fchren und mich die Lade und seine Wohnung wiedersehen lassen.<br>26 Spricht er aber so zu mir: \u203aIch habe kein Gefallen an dir\u2039 \u2013 nun, hier bin ich! Er tue mir, wie es ihm wohlgef\u00e4llt!\u00ab<br>27 Dann sagte der K\u00f6nig weiter zum Priester Zadok: \u00bbDu und Abjathar, kehrt ihr ruhig in die Stadt zur\u00fcck und mit euch eure beiden S\u00f6hne, Ahimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars.<br>28 Gebt wohl acht! Ich will in den Niederungen der W\u00fcste verweilen, bis eine Botschaft von euch kommt und mir Nachricht gibt.\u00ab<br>29 So brachten denn Zadok und Abjathar die Lade Gottes nach Jerusalem zur\u00fcck und blieben dort.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davids Marsch \u00fcber den \u00d6lberg; sein Auftrag an Husai<\/h3>\n\n\n\n<p>30 David aber stieg die Anh\u00f6he am \u00d6lberg hinan, im Gehen weinend und mit verh\u00fclltem Haupt, und er ging barfu\u00df; auch alles Volk, das ihn begleitete, hatte ein jeder das Haupt verh\u00fcllt und stieg unter fortw\u00e4hrendem Weinen den Berg hinan.<br>31 Als man nun David meldete, da\u00df auch Ahithophel unter den Verschworenen bei Absalom sei, rief David aus: \u00bbO HERR, mache doch die Ratschl\u00e4ge Ahithophels zur Torheit!\u00ab<br>32 Als David dann auf der H\u00f6he angelangt war, wo man Gott anzubeten pflegt, kam ihm pl\u00f6tzlich der Arkiter Husai mit zerrissenem Gewand und mit Erde auf dem Haupt entgegen.<br>33 David sagte zu ihm: \u00bbWenn du mit mir weiter z\u00f6gest, w\u00fcrdest du mir nur zur Last fallen;<br>34 wenn du aber in die Stadt zur\u00fcckkehrst und zu Absalom sagst: \u203aO K\u00f6nig, ich will dein Diener sein! Wie ich bisher deines Vaters Diener gewesen bin, so will ich jetzt dein Diener sein!\u2039 \u2013 so k\u00f6nntest du mir die Ratschl\u00e4ge Ahithophels vereiteln.<br>35 Dort sind ja auch die Priester Zadok und Abjathar bei dir; teile also alles, was du aus dem Hause des K\u00f6nigs erf\u00e4hrst, sofort den Priestern Zadok und Abjathar mit!<br>36 Sie haben dort ihre beiden S\u00f6hne bei sich, Zadok den Ahimaaz und Abjathar den Jonathan; durch diese la\u00dft mir Nachricht von allem zukommen, was ihr in Erfahrung bringt.\u00ab<br>37 So begab sich denn Davids vertrauter Freund Husai nach Jerusalem zur\u00fcck, als Absalom gerade in die Stadt einzog.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ziba, Mephiboseths Diener, beschenkt den K\u00f6nig; sein L\u00fcgenbericht \u00fcber Mephiboseth<\/h3>\n\n\n\n<p>1 David aber hatte die H\u00f6he des \u00d6lberges kaum etwas \u00fcberschritten, als ihm Ziba, der Diener Mephiboseths, mit einem Paar gesattelter Esel entgegenkam, welche zweihundert Brote, hundert Rosinentrauben, hundert Feigenkuchen und einen Schlauch Wein trugen.<br>2 Als der K\u00f6nig nun Ziba fragte: \u00bbWas willst du damit?\u00ab, antwortete Ziba: \u00bbDie Esel sind f\u00fcr die k\u00f6nigliche Familie zum Reiten bestimmt, die Brote aber und das getrocknete Obst f\u00fcr die Dienerschaft zum Essen und der Wein zum Trinken f\u00fcr die in der W\u00fcste Ermatteten.\u00ab<br>3 Als der K\u00f6nig dann weiter fragte: \u00bbWo ist denn der Sohn deines (fr\u00fcheren) Herrn?\u00ab, erwiderte Ziba dem K\u00f6nig: \u00bbJa, der ist in Jerusalem geblieben; denn er denkt, jetzt werde ihm das Haus Israel das K\u00f6nigtum seines Gro\u00dfvaters (Saul) zur\u00fcckgeben.\u00ab<br>4 Da sagte der K\u00f6nig zu Ziba: \u00bbSo soll denn der gesamte Besitz Mephiboseths dir geh\u00f6ren!\u00ab Ziba antwortete: \u00bbIch werfe mich huldigend nieder! M\u00f6gest du mir auch ferner gn\u00e4dig gesinnt sein, mein Herr und K\u00f6nig!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Simeis unw\u00fcrdiges Benehmen gegen den K\u00f6nig<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Als hierauf der K\u00f6nig David bis Bahurim gekommen war, trat dort auf einmal ein Mann vom Geschlecht des Hauses Saul namens Simei, der Sohn Geras, (aus dem Orte) heraus. Unter unaufh\u00f6rlichen Verw\u00fcnschungen kam er heraus<br>6 und warf mit Steinen nach David und allen Leuten des K\u00f6nigs David, obgleich das ganze Volk und die gesamte Leibwache zur Rechten und zur Linken des K\u00f6nigs gingen.<br>7 Simei stie\u00df aber schreiend folgende Fl\u00fcche aus: \u00bbHinweg, hinweg mit dir, du Blutmensch, B\u00f6sewicht!<br>8 Endlich l\u00e4\u00dft der HERR alle deine Blutschuld am Hause Sauls, an dessen Stelle du dich zum K\u00f6nig gemacht hast, auf dich zur\u00fcckfallen, und der HERR hat das K\u00f6nigtum deinem Sohne Absalom \u00fcbergeben! Und siehe, nun bist du ins Ungl\u00fcck geraten, weil du ein Blutmensch bist!\u00ab<br>9 Da sagte Abisai, der Sohn der Zeruja, zum K\u00f6nig: \u00bbWarum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem K\u00f6nig, fluchen d\u00fcrfen? La\u00df mich doch hingehen und ihm den Kopf abhauen!\u00ab<br>10 Aber der K\u00f6nig erwiderte: \u00bbIhr S\u00f6hne der Zeruja, was habe ich mit euch zu schaffen? La\u00dft ihn doch fluchen! Denn wenn der HERR es ihm eingegeben hat, dem David zu fluchen, wer darf dann fragen: \u203aWarum tust du so?\u2039\u00ab<br>11 Weiter sagte David zu Abisai und allen seinen Hofleuten: \u00bbWenn mein eigener leiblicher Sohn mir nach dem Leben trachtet: wieviel mehr jetzt dieser Benjaminit! La\u00dft ihn fluchen, denn der HERR hat es ihm eingegeben!<br>12 Vielleicht sieht der HERR mein Elend an und vergilt mir Gutes daf\u00fcr, da\u00df mir heute hier geflucht wird.\u00ab<br>13 So zog denn David mit seinen Leuten seines Weges weiter, w\u00e4hrend Simei am Abhang des Berges neben ihm herging, indem er unaufh\u00f6rlich Fl\u00fcche ausstie\u00df, mit Steinen nach ihm warf und Staub aufwirbelte.<br>14 Endlich kam der K\u00f6nig mit allem Volk, das ihn begleitete, ermattet (am Jordan) an; dort konnte er sich erholen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absalom von Husai get\u00e4uscht<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Absalom aber war unterdessen mit seinem ganzen Anhang der Israeliten nach Jerusalem gekommen; auch Ahithophel war bei ihm.<br>16 Als nun der Arkiter Husai, Davids vertrauter Freund, zu Absalom kam, rief Husai dem Absalom zu: \u00bbEs lebe der K\u00f6nig! Es lebe der K\u00f6nig!\u00ab<br>17 Absalom entgegnete ihm: \u00bbIst das deine Treue gegen deinen Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?\u00ab<br>18 Da antwortete Husai dem Absalom: \u00bbNein! Sondern wen der HERR und das Volk hier und alle M\u00e4nner von Israel erw\u00e4hlt haben, dem geh\u00f6re ich an, und bei dem will ich bleiben!<br>19 Und zweitens: Wem leiste ich denn Dienste? Doch wohl seinem Sohne? Wie ich deinem Vater gedient habe, so will ich auch dir zur Verf\u00fcgung stehen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahithophels erster Rat von Absalom befolgt<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Darauf sagte Absalom zu Ahithophel: \u00bbErteilt mir euren Rat, was wir tun sollen!\u00ab<br>21 Ahithophel antwortete ihm: \u00bbGehe ein zu den Kebsweibern deines Vaters, die er hier zur Hut des Hauses zur\u00fcckgelassen hat. Wenn dann ganz Israel erf\u00e4hrt, da\u00df du unwiderruflich mit deinem Vater gebrochen hast, so werden alle, die es mit dir halten, dadurch ermutigt werden.\u00ab<br>22 Da schlug man f\u00fcr Absalom ein Zelt auf dem Dache (des Palastes) auf, und Absalom ging zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz Israel.<br>23 Zu jener Zeit aber galt ein Rat, den Ahithophel gab, so viel wie eine Offenbarung Gottes: so hoch galten alle Ratschl\u00e4ge Ahithophels sowohl bei David als auch bei Absalom.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahithophels zweiter trefflicher Rat von Husai bek\u00e4mpft und von Absalom verworfen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun sagte Ahithophel zu Absalom: \u00bbIch will mir 12000 Mann ausw\u00e4hlen und mich noch in dieser Nacht aufmachen, um David zu verfolgen;<br>2 ich werde ihn dann \u00fcberfallen, w\u00e4hrend er noch ermattet und mutlos ist, und werde ihn in solchen Schrecken versetzen, da\u00df die gesamte Mannschaft, die er bei sich hat, die Flucht ergreift und ich den K\u00f6nig allein erschlagen kann.<br>3 Dann will ich alles Volk zu dir zur\u00fcckbringen, wie man eine junge Frau zu ihrem Gatten zur\u00fcckholt. Du trachtest ja doch nur einem Manne nach dem Leben, w\u00e4hrend das ganze \u00fcbrige Volk unversehrt bleiben soll.\u00ab<br>4 Der Rat fand den Beifall Absaloms und aller \u00c4ltesten der Israeliten;<br>5 dennoch befahl Absalom: \u00bbMan rufe noch den Arkiter Husai! wir wollen doch auch seine Ansicht h\u00f6ren!\u00ab<br>6 Als nun Husai zu Absalom gekommen war, sagte dieser zu ihm: \u00bbSo und so hat Ahithophel geraten; sollen wir seinen Vorschlag ausf\u00fchren? Wenn nicht, so rede du!\u00ab<br>7 Da antwortete Husai dem Absalom: \u00bbDiesmal ist der Rat, den Ahithophel erteilt hat, nicht gut.\u00ab<br>8 Er fuhr dann fort: \u00bbDu wei\u00dft wohl, da\u00df dein Vater und seine Leute Helden sind und voll wilden Mutes wie eine B\u00e4rin auf dem Felde, der man die Jungen geraubt hat. Au\u00dferdem ist dein Vater ein Kriegsmann, der seine Leute nicht Nachtruhe halten l\u00e4\u00dft.<br>9 Gewi\u00df hat er sich schon jetzt in irgendeiner Schlucht oder sonstwo versteckt. Sollten nun gleich im Anfang einige von unsern Leuten fallen, so wird jeder, der es h\u00f6rt, behaupten: \u203aDie Leute, die es mit Absalom halten, haben eine Niederlage erlitten!\u2039<br>10 Da w\u00fcrde dann auch der Tapferste, der ein Herz wie ein L\u00f6we hat, sicherlich den Mut sinken lassen; ganz Israel wei\u00df ja, da\u00df dein Vater ein Held ist und wie tapfer die M\u00e4nner sind, die er bei sich hat.<br>11 Ich rate vielmehr: La\u00df ganz Israel von Dan bis Beerseba bei dir sich versammeln, so zahlreich wie der Sand am Meer, und ziehe dann pers\u00f6nlich in ihrer Mitte ins Feld.<br>12 Treffen wir ihn dann an irgendeinem Ort, wo er sich aufh\u00e4lt, so fallen wir \u00fcber ihn her, wie der Tau auf den Erdboden f\u00e4llt, und es soll von ihm und allen M\u00e4nnern, die er bei sich hat, auch nicht einer \u00fcbrigbleiben!<br>13 Zieht er sich aber in eine Stadt zur\u00fcck, so soll ganz Israel Seile an die betreffende Stadt legen, und wir schleifen sie ins Tal hinunter, bis auch nicht ein Steinchen mehr dort zu finden ist.\u00ab<br>14 Da erkl\u00e4rten Absalom und alle Israeliten: \u00bbDer Rat des Arkiters Husai ist besser als der Rat Ahithophels!\u00ab Der HERR hatte es n\u00e4mlich so gef\u00fcgt, da\u00df der gute Rat Ahithophels verworfen wurde, weil der HERR Unheil \u00fcber Absalom bringen wollte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Husai und die Priester schicken heimlich Botschaft an den K\u00f6nig; David setzt \u00fcber den Jordan<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Hierauf teilte Husai den Priestern Zadok und Abjathar mit: \u00bbSo und so hat Ahithophel dem Absalom und den \u00c4ltesten der Israeliten geraten, und so und so habe ich geraten.<br>16 La\u00dft also jetzt in aller Eile folgende Botschaft an David gelangen: \u203aBleibe \u00fcber Nacht nicht mehr in den Niederungen der W\u00fcste (Juda), sondern setze auf jeden Fall (\u00fcber den Jordan) hin\u00fcber, damit der K\u00f6nig nicht mit allen Leuten, die er bei sich hat, vom Verderben ereilt wird.\u2039\u00ab<br>17 Jonathan und Ahimaaz hatten aber ihren Standort bei der Quelle Rogel, und eine Magd mu\u00dfte von Zeit zu Zeit hingehen und ihnen Nachricht bringen; dann gingen sie jedesmal hin und erstatteten dem K\u00f6nig Bericht; denn sie durften sich nicht sehen lassen, da\u00df sie in die Stadt h\u00e4tten kommen k\u00f6nnen.<br>18 Aber ein Knabe bemerkte sie und teilte es Absalom mit. Da entfernten die beiden sich eiligst und begaben sich in das haus eines Mannes zu Bachurim. Dieser hatte in seinem Hofe eine Zisterne, in die sie sich hinablie\u00dfen;<br>19 die Frau nahm dann eine Decke, breitete diese oben \u00fcber die Zisterne aus und sch\u00fcttete Gr\u00fctze dar\u00fcber, so da\u00df man nichts bemerken konnte.<br>20 Als nun die Leute Absaloms zu der Frau ins Haus kamen und fragten, wo Ahimaaz und Jonathan seien, antwortete ihnen die Frau: \u00bbSie sind von hier nach dem Wasser weitergegangen.\u00ab Als jene sie nun trotz alles Suchens nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>21 Nach ihrem Weggang stiegen dann die beiden aus der Zisterne herauf, gingen weiter, erstatteten dem K\u00f6nig David Bericht und sagten zu David: \u00bbMacht euch auf und setzt eilends \u00fcber den Jordan! Denn so und so hat Ahithophel in bezug auf euch geraten.\u00ab<br>22 Da machte sich David mit allen Leuten, die er bei sich hatte, auf den Weg, und sie setzten \u00fcber den Jordan. Bis der Morgen tagte, befanden sich alle bis auf den letzten Mann auf der andern Seite des Jordans.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahithophels Selbstmord<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Als nun Ahithophel sah, da\u00df sein Rat nicht ausgef\u00fchrt wurde, lie\u00df er seinen Esel satteln und machte sich auf den Heimweg nach seinem Wohnort. Nachdem er dort sein Haus bestellt hatte, erh\u00e4ngte er sich; seine Leiche wurde dann im Begr\u00e4bnis seines Vaters beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absalom beginnt die Verfolgung Davids und \u00fcbertr\u00e4gt dem Amasa den Oberbefehl; David in Mahanaim<\/h3>\n\n\n\n<p>24 David aber war bereits in Mahanaim angekommen, als Absalom mit allen Israeliten \u00fcber den Jordan setzte.<br>25 An Stelle Joabs hatte Absalom dem Amasa den Oberbefehl \u00fcber das Heer \u00fcbertragen. Dieser Amasa war der Sohn eines gewissen Jithra, eines Ismaeliten, der mit Abigail, der Tochter des Nahas, der Halbschwester der Zeruja, der Mutter Joabs, ein Verh\u00e4ltnis gehabt hatte.<br>26 So lagerten sich denn die Israeliten unter Absalom in der Landschaft Gilead.<br>27 Als aber David in Mahanaim angekommen war, hatten Sobi, der Sohn des Nahas, aus Rabba, (der Hauptstadt) der Ammoniter, und Machir, der Sohn Ammiels, aus Lodebar, und der Gileaditer Barsillai aus Rogelim<br>28 Ruhebetten, Becken und irdenes Geschirr, dazu Weizen, Gerste, Mehl, ger\u00f6stetes Korn, Bohnen, Linsen,<br>29 Honig und Butter, Kleinvieh und Kuhk\u00e4se f\u00fcr David und seine Leute zur Nahrung gebracht; denn sie hatten gedacht: \u00bbDie Leute m\u00fcssen in der Steppe hungrig, m\u00fcde und durstig geworden sein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Davids milit\u00e4rische Anordnungen; Auszug seines Heeres<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun musterte David das Kriegsvolk, das bei ihm war, und setzte Anf\u00fchrer ein \u00fcber je tausend und \u00fcber je hundert Mann.<br>2 Dann lie\u00df David das Heer ausr\u00fccken, ein Drittel unter dem Befehl Joabs, ein Drittel unter Abisai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs, und das letzte Drittel unter dem Befehl Itthais aus Gath. Dabei sagte der K\u00f6nig zu der Mannschaft: \u00bbIch will auch mit euch ausziehen!\u00ab<br>3 Aber die Leute entgegneten: \u00bbNein, du darfst nicht mitziehen! Denn wenn wir geschlagen werden, wird man sich um uns nicht k\u00fcmmern; und wenn auch die H\u00e4lfte von uns fiele, w\u00fcrde man sich um uns nicht k\u00fcmmern, du dagegen bist so viel wert wie zehntausend von uns. Au\u00dferdem ist es besser, wenn du uns jederzeit von der Stadt aus Hilfe leisten kannst.\u00ab<br>4 Da antwortete ihnen der K\u00f6nig: \u00bbIch will eurem Wunsche nachkommen!\u00ab Hierauf trat der K\u00f6nig neben das Tor, w\u00e4hrend das ganze Heer nach Hunderten und Tausenden auszog.<br>5 Dem Joab, Abisai und Itthai aber erteilte der K\u00f6nig den Befehl: \u00bbGeht mir schonend mit dem jungen Mann, mit Absalom, um!\u00ab Und das gesamte Kriegsvolk h\u00f6rte es mit an, wie der K\u00f6nig allen Anf\u00fchrern diesen Befehl in betreff Absaloms erteilte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Absalom wird besiegt und von Joab selbst get\u00f6tet; sein Grab<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Als so das Heer ins Feld gegen die Israeliten gezogen war und es im Walde Ephraim zur Schlacht kam,<br>7 wurde dort das Heer der Israeliten von den Leuten Davids besiegt, so da\u00df sie an diesem Tage dort eine schwere Niederlage, einen Verlust von zwanzigtausend Mann, erlitten.<br>8 Der Kampf breitete sich dann \u00fcber die ganze Gegend dort aus, und der Wald brachte an diesem Tage noch mehr Leuten den Tod, als das Schwert es getan hatte.<br>9 Da kam Absalom zuf\u00e4llig den Leuten Davids zu Gesicht. Er ritt n\u00e4mlich auf einem Maultier, und als dieses unter die verschlungenen Zweige einer gro\u00dfen Terebinthe geraten war, blieb er mit dem Haupt (-haar) an der Terebinthe hangen, so da\u00df er zwischen Himmel und Erde schwebte, nachdem das Maultier unter ihm davongelaufen war.<br>10 Als das ein Mann sah, erstattete er dem Joab die Meldung: \u00bbIch habe soeben Absalom an einer Terebinthe h\u00e4ngen sehen.\u00ab<br>11 Da erwiderte Joab dem Manne, der ihm die Mitteilung gemacht hatte: \u00bbNun, wenn du ihn gesehen hast, warum hast du ihn dort nicht gleich zur Erde heruntergeschlagen? Ich w\u00e4re dann in der Lage gewesen, dir zehn Silberst\u00fccke und einen G\u00fcrtel zu geben!\u00ab<br>12 Der Mann aber antwortete dem Joab: \u00bbUnd wenn mir tausend Silberst\u00fccke in die Hand gezahlt w\u00fcrden, wollte ich mich doch nicht an dem Sohne des K\u00f6nigs vergreifen; wir haben ja mit eigenen Ohren geh\u00f6rt, wie der K\u00f6nig dir und Abisai und Itthai den bestimmten Befehl gegeben hat: \u203aVerfahrt mir schonend mit dem jungen Manne, mit Absalom!\u2039<br>13 H\u00e4tte ich mich nun frevelhaft an seinem Leben vergriffen, so w\u00e4re die ganze Sache dem K\u00f6nig doch nicht verborgen geblieben, und du selbst w\u00fcrdest dich abseits stellen.\u00ab<br>14 Da sagte Joab: \u00bbIch mag hier bei dir keine Zeit verlieren!\u00ab Hierauf nahm er drei Speere in die Hand und stie\u00df sie dem Absalom ins Herz, w\u00e4hrend er, noch lebend, in den Zweigen der Terebinthe hing.<br>15 Dann traten zehn Knappen, Joabs Waffentr\u00e4ger, rings hinzu, schlugen Absalom herunter und t\u00f6teten ihn vollends.<br>16 Darauf lie\u00df Joab ein Zeichen mit der Posaune geben, da standen die Leute Davids von der Verfolgung der Israeliten ab; denn dem Volk wollte Joab Schonung erweisen.<br>17 Darauf nahmen sie Absalom, warfen ihn im Walde in eine gro\u00dfe Grube und t\u00fcrmten einen gewaltigen Steinhaufen \u00fcber ihm auf. Alle Israeliten aber flohen, ein jeder in seinen Wohnort. \u2013<br>18 Absalom hatte aber schon bei seinen Lebzeiten den Denkstein, der im K\u00f6nigstal steht, genommen und ihn f\u00fcr sich aufgerichtet; er hatte n\u00e4mlich gedacht: \u00bbIch habe keinen Sohn, der meinen Namen in der Erinnerung erhalten k\u00f6nnte.\u00ab Er hatte also den Denkstein nach seinem Namen benannt; und darum hei\u00dft er bis auf den heutigen Tag \u203aAbsaloms Denkmal\u2039.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Wettlauf des Ahimaaz und des Mohren<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sagte (zu Joab): \u00bbIch m\u00f6chte gern hinlaufen und dem K\u00f6nig die Botschaft bringen, da\u00df der HERR ihm den Sieg \u00fcber seine Feinde verliehen hat!\u00ab<br>20 Aber Joab erwiderte ihm: \u00bbDu bist heute nicht der rechte Mann f\u00fcr diese Botschaft; ein andermal magst du Bote sein, aber heute darfst du die Botschaft nicht \u00fcberbringen, weil ja der Sohn des K\u00f6nigs tot ist.\u00ab<br>21 Hierauf befahl Joab seinem Mohren: \u00bbGehe hin, melde dem K\u00f6nig, was du gesehen hast!\u00ab Da warf sich der Mohr vor Joab nieder und eilte davon.<br>22 Aber Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sagte nochmals zu Joab: \u00bbMag kommen, was da will: la\u00df doch auch mich hinter dem Mohren herlaufen!\u00ab Joab entgegnete: \u00bbWozu willst du denn laufen, mein Sohn? Dir wird doch kein Botenlohn ausgezahlt werden.\u00ab<br>23 Er antwortete: \u00bbMag kommen, was da will: ich laufe!\u00ab Da sagte Joab zu ihm: \u00bbNun, so laufe!\u00ab Da schlug Ahimaaz den Weg durch die Jordanaue ein und \u00fcberholte den Mohren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David im Tor von Mahanaim; sein Schmerz \u00fcber Absaloms Tod<\/h3>\n\n\n\n<p>24 David aber sa\u00df gerade inmitten der beiden Torpforten, w\u00e4hrend der Sp\u00e4her auf der Mauer nach dem Tordach zu ging. Als dieser nun Ausschau hielt, sah er einen einzelnen Mann heranlaufen.<br>25 Da meldete es der Sp\u00e4her dem K\u00f6nig durch Zuruf. Der K\u00f6nig sagte: \u00bbWenn es nur einer ist, so hat er gute Nachricht zu \u00fcberbringen.\u00ab W\u00e4hrend nun jener immer n\u00e4her kam,<br>26 sah der Sp\u00e4her noch einen zweiten Mann heranlaufen und rief ins Tor hinein: \u00bbIch sehe noch einen zweiten Mann allein heranlaufen!\u00ab Da sagte der K\u00f6nig: \u00bbAuch der bringt gute Botschaft.\u00ab<br>27 Der Sp\u00e4her rief dann weiter: \u00bbAm Laufen des ersten glaube ich Ahimaaz, den Sohn Zadoks, zu erkennen!\u00ab Der K\u00f6nig sagte: \u00bbDas ist ein braver Mann: der kommt gewi\u00df mit guter Botschaft!\u00ab<br>28 Ahimaaz aber rief dem K\u00f6nig zu: \u00bbSieg!\u00ab Dann warf er sich vor dem K\u00f6nige mit dem Gesicht zur Erde nieder und rief aus: \u00bbGepriesen sei der HERR, dein Gott, der die M\u00e4nner dahingegeben hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den K\u00f6nig, erhoben haben!\u00ab<br>29 Der K\u00f6nig aber fragte: \u00bbGeht es dem jungen Manne, dem Absalom, gut?\u00ab Ahimaaz antwortete: \u00bbIch sah ein gro\u00dfes Get\u00fcmmel, als des K\u00f6nigs Diener Joab deinen Knecht absandte, wei\u00df aber nicht, was da vorging.\u00ab<br>30 Der K\u00f6nig entgegnete: \u00bbTritt ab und bleibe hier stehen!\u00ab Da trat er ab und stellte sich abseits,<br>31 als auch schon der Mohr ankam und ausrief: \u00bbMein Herr, der K\u00f6nig, lasse sich die Freudenbotschaft melden, da\u00df der HERR dir heute den Sieg \u00fcber alle verliehen hat, die sich gegen dich emp\u00f6rt haben!\u00ab<br>32 Da fragte der K\u00f6nig den Mohren: \u00bbGeht es dem jungen Manne, dem Absalom, gut?\u00ab Der Mohr antwortete: \u00bbWie dem jungen Manne, so m\u00f6ge es den Feinden des K\u00f6nigs, meines Herrn, und allen ergehen, die sich in b\u00f6ser Absicht gegen dich auflehnen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da erbebte der K\u00f6nig, stieg in das Obergemach des Torgeb\u00e4udes hinauf und weinte; im Gehen aber rief er die Worte aus: \u00bbMein Sohn Absalom! Mein Sohn! Mein Sohn Absalom! W\u00e4re doch ich selber statt deiner gestorben! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcble Wirkung der Trauer Davids auf das Heer; Joabs Tadel; David rafft sich auf<\/h3>\n\n\n\n<p>2 Als nun dem Joab berichtet wurde, da\u00df der K\u00f6nig um Absalom weine und trauere,<br>3 da wurde der Sieg an diesem Tage zur Trauer f\u00fcr das ganze Volk, weil jedermann an diesem Tage erfuhr, da\u00df der K\u00f6nig um seinen Sohn Leid trage.<br>4 So stahl sich denn das Heer an jenem Tage zum Einzug in die Stadt heran, wie sich ein Heer heranstiehlt, das sich mit Schmach bedeckt hat, weil es in der Schlacht geflohen ist.<br>5 Der K\u00f6nig aber hatte sich das Gesicht verh\u00fcllt und wehklagte laut: \u00bbMein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!\u00ab<br>6 Da begab sich Joab zum K\u00f6nig ins Haus und sagte: \u00bbDu hast heute alle deine Knechte offen beschimpft, obgleich sie heute dir sowie deinen S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, deinen Frauen und Nebenweibern das Leben gerettet haben!<br>7 Denn du hast denen, die dich hassen, Liebe und denen, die dich lieben, Ha\u00df erwiesen; du hast ja heute offen gezeigt, da\u00df dir an deinen Heerf\u00fchrern und Knechten nichts gelegen ist; ja, jetzt wei\u00df ich, da\u00df, wenn nur Absalom noch lebte und wir anderen alle heute tot w\u00e4ren, dir das gerade recht sein w\u00fcrde.<br>8 Nun aber stehe auf, la\u00df dich \u00f6ffentlich sehen und g\u00f6nne deinen Knechten ein freundliches Wort! Denn ich schw\u00f6re dir beim HERRN: Wenn du dich nicht \u00f6ffentlich sehen l\u00e4\u00dft, so bleibt kein Mann mehr diese Nacht bei dir, und das w\u00e4re f\u00fcr dich schlimmer als alles Ungl\u00fcck, das du von deiner Jugend an bis jetzt erlebt hast!\u00ab<br>9 Da stand der K\u00f6nig auf und setzte sich ins Tor; und als es dem ganzen Volk bekannt wurde, da\u00df der K\u00f6nig (nunmehr) im Tor sitze, erschienen alle Leute vor dem K\u00f6nige.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Umschlag der Volksstimmung f\u00fcr David; Davids Verhandlungen mit den \u00c4ltesten von Juda und mit Amasa<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Als nun die Israeliten geflohen waren, ein jeder in seinen Wohnort, erhob das ganze Volk in allen St\u00e4mmen der Israeliten Vorw\u00fcrfe gegen sich selbst; \u00fcberall hie\u00df es: \u00bbDer K\u00f6nig hat uns aus der Gewalt unserer Feinde errettet, er hat uns von der Herrschaft der Philister befreit, und jetzt hat er vor Absalom aus dem Lande fliehen m\u00fcssen!<br>11 Nun aber, da Absalom, den wir zum K\u00f6nig \u00fcber uns gesalbt hatten, in der Schlacht ums Leben gekommen ist: warum z\u00f6gert ihr da noch, den K\u00f6nig zur\u00fcckzuholen?\u00ab<br>12 (Als diese \u00c4u\u00dferungen des gesamten Volkes zum K\u00f6nig drangen) sandte der K\u00f6nig David zu den Priestern Zadok und Abjathar und lie\u00df ihnen sagen: \u00bbRedet mit den \u00c4ltesten von Juda und gebt ihnen zu erw\u00e4gen: \u203aWarum wollt ihr die Letzten sein, die den K\u00f6nig in sein Haus zur\u00fcckf\u00fchren?<br>13 Ihr seid doch meine Stammesgenossen, seid von meinem Fleisch und Bein: warum wollt ihr also die Letzten sein, wo es gilt, den K\u00f6nig heimzuholen?\u2039<br>14 Und zu Amasa sollt ihr sagen: \u203aDu bist ja doch von meinem Fleisch und Bein: Gott strafe mich jetzt und k\u00fcnftig, wenn du nicht oberster Heerf\u00fchrer bei mir auf Lebenszeit an Joabs Statt wirst!\u2039\u00ab<br>15 So gewann er die Herzen aller M\u00e4nner von Juda, so da\u00df sie einm\u00fctig die Aufforderung an den K\u00f6nig richteten: \u00bbKehre du mit allen deinen Dienern zur\u00fcck!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David tritt die R\u00fcckkehr an und wird von den Jud\u00e4ern eingeholt; seine Milde gegen Simei<\/h3>\n\n\n\n<p>16 So trat denn der K\u00f6nig den R\u00fcckweg an, und als er an den Jordan gelangte, waren ihm die Jud\u00e4er nach Gilgal entgegengekommen, um den K\u00f6nig einzuholen und ihn \u00fcber den Jordan zu geleiten.<br>17 Auch der Benjaminit Simei, der Sohn Geras, war aus Bachurim mit der Mannschaft der Jud\u00e4er dem K\u00f6nig David entgegengeeilt<br>18 und mit ihm tausend Mann aus dem Stamme Benjamin; au\u00dferdem auch Ziba, der Hausverwalter Sauls, mit seinen f\u00fcnfzehn S\u00f6hnen und seinen zwanzig Knechten; sie waren schon vor der Ankunft des K\u00f6nigs \u00fcber den Jordan gesetzt.<br>19 Als nun die F\u00e4hre hin\u00fcbergefahren war, um die k\u00f6nigliche Familie her\u00fcberzuholen und sich dem K\u00f6nig zur Verf\u00fcgung zu stellen, warf sich Simei, der Sohn Geras, vor dem K\u00f6nig nieder, als dieser eben \u00fcber den Jordan fahren wollte,<br>20 und richtete an den K\u00f6nig die Worte: \u00bbMein Herr wolle mir keine Verschuldung anrechnen und nicht des Vergehens gedenken, das dein Knecht sich hat zuschulden kommen lassen an dem Tage, als mein Herr, der K\u00f6nig, Jerusalem verlie\u00df! Der K\u00f6nig wolle es mir nicht unvers\u00f6hnlich nachtragen!<br>21 Dein Knecht wei\u00df ja, da\u00df ich mich vergangen habe; doch, wie du siehst, bin ich heute als der erste vom ganzen Hause Joseph herabgekommen, um meinen Herrn, den K\u00f6nig, einzuholen.\u00ab<br>22 Als nun Abisai, der Sohn der Zeruja, das Wort nahm und ausrief: \u00bbSollte Simei nicht den Tod daf\u00fcr erleiden, da\u00df er dem Gesalbten des HERRN geflucht hat?\u00ab,<br>23 entgegnete David: \u00bbIhr S\u00f6hne der Zeruja, was habe ich mit euch zu tun, da\u00df ihr mir heute zum Satan werden wollt? Heute soll niemand in Israel den Tod erleiden, da ich doch wei\u00df, da\u00df ich heute wieder K\u00f6nig \u00fcber Israel bin!\u00ab<br>24 Hierauf sagte der K\u00f6nig zu Simei: \u00bbDu sollst nicht sterben!\u00ab, und der K\u00f6nig bekr\u00e4ftigte es ihm mit einem Eide.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mephiboseth rechtfertigt sich gegen David<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Auch Mephiboseth, Sauls Enkel, war herabgekommen dem K\u00f6nig entgegen; er hatte aber weder seine F\u00fc\u00dfe gereinigt, noch seinen Bart gepflegt, noch seine Kleider gewaschen seit dem Tage, an dem der K\u00f6nig weggezogen war, bis zu dem Tage, an dem er gl\u00fccklich heimkehrte.<br>26 Als er nun von Jerusalem her dem K\u00f6nig entgegenkam, fragte der K\u00f6nig ihn: \u00bbMephiboseth, warum bist du nicht mit mir ausgezogen?\u00ab<br>27 Da antwortete er: \u00bbMein Herr und K\u00f6nig! Mein Diener hat mich betrogen! Dein Knecht hatte sich n\u00e4mlich vorgenommen: \u203aIch will mir doch meinen Esel satteln lassen und darauf reiten, um mit dem K\u00f6nig zu ziehen \u2013 dein Knecht ist ja lahm \u2013;<br>28 aber er hat deinen Knecht bei meinem Herrn, dem K\u00f6nig, verleumdet. Jedoch mein Herr, der K\u00f6nig, gleicht (an Weisheit) dem Engel Gottes; so tu nun, was dir gef\u00e4llt!<br>29 Denn da das ganze Haus meines Vaters nichts anderes von meinem Herrn und K\u00f6nig hat erwarten d\u00fcrfen als den Tod und du dennoch deinen Knecht unter deine Tischgenossen aufgenommen hast \u2013 welches Recht h\u00e4tte ich da noch, und was h\u00e4tte ich da noch vom K\u00f6nig zu beanspruchen?\u00ab<br>30 Der K\u00f6nig antwortete ihm: \u00bbWas machst du da noch Worte? Ich bestimme hiermit: Du und Ziba sollt euch in den Grundbesitz teilen!\u00ab<br>31 Da sagte Mephiboseth zum K\u00f6nig: \u00bbEr mag sogar das Ganze hinnehmen, nachdem mein Herr und K\u00f6nig gl\u00fccklich heimgekehrt ist!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Barsillais herzliche Unterredung mit David; \u00dcbergang \u00fcber den Jordan<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Auch der Gileaditer Barsillai war von Rogelim herabgekommen und mit dem K\u00f6nig an den Jordan gezogen, doch nur um ihn den Jordan entlang zu geleiten.<br>33 Barsillai war n\u00e4mlich sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er war\u2019s gewesen, der den K\u00f6nig w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Mahanaim (mit Lebensmitteln) versorgt hatte, weil er ein sehr reicher Mann war.<br>34 Nun sagte der K\u00f6nig zu Barsillai: \u00bbDu mu\u00dft mit mir hin\u00fcberfahren; ich will f\u00fcr deinen Unterhalt bei mir in deinen alten Tagen in Jerusalem sorgen.\u00ab<br>35 Aber Barsillai erwiderte dem K\u00f6nig: \u00bbWie viele sind noch der Tage meiner Lebensjahre, da\u00df ich mit dem K\u00f6nig nach Jerusalem hinaufziehen sollte?<br>36 Ich bin jetzt achtzig Jahre alt: wie k\u00f6nnte ich da noch zwischen Gutem und Schlechtem unterscheiden? Kann dein Knecht etwa noch schmecken, was ich esse und trinke? Oder kann ich noch der Stimme der S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen lauschen? Wozu sollte also dein Knecht meinem Herrn, dem K\u00f6nig, noch zur Last fallen?<br>37 Nein, nur eben \u00fcber den Jordan m\u00f6chte dein Knecht mit dem K\u00f6nig fahren. Und warum will der K\u00f6nig mir mit so reichem Lohn vergelten?<br>38 La\u00df doch deinen Knecht heimkehren, damit ich in meiner Vaterstadt beim Grabe meines Vaters und meiner Mutter sterbe! Aber siehe, hier ist (mein Sohn,) dein Knecht Kimham: der mag mit meinem Herrn, dem K\u00f6nig, hin\u00fcberfahren, und tu an ihm, was du f\u00fcr gut h\u00e4ltst!\u00ab<br>39 Der K\u00f6nig antwortete: \u00bbJa, Kimham soll mit mir hin\u00fcberfahren, und ich will an ihm tun, was dir erfreulich ist, und will dir jeden Wunsch erf\u00fcllen!\u00ab<br>40 Als dann alles Kriegsvolk \u00fcber den Jordan gesetzt und auch der K\u00f6nig hin\u00fcbergefahren war, k\u00fc\u00dfte dieser den Barsillai und nahm mit Segensw\u00fcnschen Abschied von ihm; darauf kehrte jener in seinen Wohnort zur\u00fcck,<br>41 w\u00e4hrend der K\u00f6nig nach Gilgal weiterfuhr und Kimham ihn begleitete. Das gesamte Kriegsvolk von Juda aber und auch die H\u00e4lfte des Kriegsvolkes von Israel war mit dem K\u00f6nig hin\u00fcbergezogen.<br>42 Da kamen pl\u00f6tzlich alle M\u00e4nner Israels zum K\u00f6nig und fragten ihn: \u00bbWarum haben unsere Volksgenossen, die Jud\u00e4er, dich entf\u00fchrt und haben den K\u00f6nig mit seiner Familie und seinem ganzen Hofe \u00fcber den Jordan gebracht?\u00ab<br>43 Da antworteten alle Jud\u00e4er den Israeliten: \u00bbDer K\u00f6nig steht uns doch am n\u00e4chsten! Warum regt ihr euch hier\u00fcber so auf? Haben wir etwa auf Kosten des K\u00f6nigs gelebt? Oder hat er uns irgendein Geschenk gemacht?\u00ab<br>44 Aber die Israeliten entgegneten den Jud\u00e4ern: \u00bbWir haben den zehnfachen Anteil am K\u00f6nig, und somit haben wir auch an David mehr Anrecht als ihr: warum habt ihr uns also zur\u00fcckgesetzt? Und haben wir nicht zuerst die Absicht ausgesprochen, unsern K\u00f6nig zur\u00fcckzuholen?\u00ab Die Worte der Jud\u00e4er aber waren darauf noch leidenschaftlicher als die der Israeliten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nun befand sich dort zuf\u00e4llig ein nichtsw\u00fcrdiger Mensch namens Seba, der Sohn Bichris, ein Benjaminit; der stie\u00df in die Posaune und rief aus: \u00bbWir haben keinen Anteil an David und nichts zu schaffen mit dem Sohne Isais! Ein jeder begebe sich in seinen Wohnort, ihr Israeliten!\u00ab<br>2 Da fielen die Israeliten insgesamt von David ab und schlossen sich an Seba, den Sohn Bichris, an; die Jud\u00e4er aber blieben ihrem K\u00f6nig treu (und geleiteten ihn) vom Jordan bis nach Jerusalem.<br>3 Als nun David in seinen Palast nach Jerusalem zur\u00fcckgekommen war, lie\u00df er die zehn Nebenweiber, die er zur Hut des Palastes zur\u00fcckgelassen hatte, in ein besonderes Haus bringen und sorgte dort f\u00fcr ihren Unterhalt, hatte aber keinen Verkehr mehr mit ihnen; so lebten sie eingesperrt bis zu ihrem Todestag gleichsam als Witwen bei Lebzeiten (ihres Mannes).<br>4 Darauf befahl der K\u00f6nig dem Amasa: \u00bbBiete mir die Mannschaft von Juda binnen drei Tagen auf und sei du selbst dann hier zur Stelle!\u00ab<br>5 Amasa machte sich nun daran, die Jud\u00e4er aufzubieten; als er jedoch \u00fcber die ihm genau bestimmte Zeit hinaus ausblieb,<br>6 sagte David zu Abisai: \u00bbNun wird Seba, der Sohn Bichris, f\u00fcr uns noch gef\u00e4hrlicher werden als Absalom. Nimm du die Leute deines Herrn und verfolge ihn, damit er nicht etwa feste St\u00e4dte f\u00fcr sich gewinnt und uns viel zu schaffen macht!\u00ab<br>7 Da zogen denn unter Abisais F\u00fchrung Joab mit seinen Leuten sowie die (Leibwache der) Krethi und Plethi und alle \u203aKriegshelden\u2039 ins Feld; sie zogen aus Jerusalem aus, um Seba, den Sohn Bichris, zu verfolgen.<br>8 Als sie nun bei dem gro\u00dfen Stein in Gibeon waren, kam Amasa ihnen zu Gesicht. Joab aber war mit seinem Waffenrock bekleidet und hatte sich dar\u00fcber ein Schwert umgeg\u00fcrtet, das ihm in seiner Scheide an die H\u00fcfte gekoppelt war und das er, als er vorging, aus der Scheide herausfallen lie\u00df.<br>9 Darauf redete Joab den Amasa mit den Worten an: \u00bbGeht es dir gut, lieber Bruder?\u00ab Dabei fa\u00dfte Joab mit der rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu k\u00fcssen.<br>10 Amasa hatte aber nicht auf das Schwert geachtet, das Joab in der (linken) Hand hatte; so stie\u00df Joab es ihm in den Leib, so da\u00df ihm die Eingeweide auf die Erde herausfielen und er starb, ohne da\u00df er ihm noch einen zweiten Sto\u00df zu versetzen brauchte. W\u00e4hrend dann Joab und sein Bruder Abisai die Verfolgung Sebas, des Sohnes Bichris, fortsetzten,<br>11 mu\u00dfte einer von den Leuten Joabs bei Amasa stehen bleiben und ausrufen: \u00bbWer es mit Joab h\u00e4lt und wer f\u00fcr David ist, folge Joab nach!\u00ab<br>12 Amasa aber hatte sich in seinem Blute gew\u00e4lzt und lag mitten auf der Stra\u00dfe. Als nun der Mann sah, da\u00df die Leute alle stehenblieben, schaffte er Amasa von der Stra\u00dfe weg aufs Feld und warf einen Mantel \u00fcber ihn, weil er sah, da\u00df alle, die an ihn herankamen, stehenblieben.<br>13 Nachdem er ihn aber von der Stra\u00dfe weggeschafft hatte, zogen alle Leute vor\u00fcber hinter Joab her, um an der Verfolgung Sebas teilzunehmen.<br>14 Dieser hatte aber alle St\u00e4mme Israels bis nach Abel-Beth-Maacha durchzogen (freilich mit geringem Erfolg); nur eben alle Bichrileute waren hinter ihm hergekommen, ebenfalls dorthin.<br>15 Nun kamen jene heran und belagerten ihn in Abel-Beth-Maacha; sie f\u00fchrten gegen die Stadt einen Wall auf, der an die Au\u00dfenmauer stie\u00df; und alle Leute Joabs unterw\u00fchlten die Mauer, um sie zum Einsturz zu bringen.<br>16 Da (trat) eine kluge Frau (auf die Vormauer und) rief aus der Stadt heraus: \u00bbH\u00f6rt, h\u00f6rt! Fordert doch Joab auf, hierher zu kommen: ich m\u00f6chte mit ihm reden!\u00ab<br>17 Als er nun nahe an sie herangekommen war, fragte die Frau: \u00bbBist du Joab?\u00ab Er antwortete ihr: \u00bbJa, ich bin\u2019s.\u00ab Da sagte sie zu ihm: \u00bbH\u00f6re, was deine Magd dir zu sagen hat!\u00ab Er antwortete: \u00bbIch h\u00f6re!\u00ab<br>18 Da fuhr sie fort: \u00bbFr\u00fcher pflegte der Volksmund zu sagen: \u203aFragt nur in Abel an!\u2039, und so kam man gl\u00fccklich ans Ziel.<br>19 Wir geh\u00f6ren zu den friedlichsten, getreusten Leuten in Israel, und du suchst eine Stadt, eine Muttergemeinde in Israel zu zerst\u00f6ren? Warum willst du das Eigentum des HERRN zugrunde richten?\u00ab<br>20 Da antwortete Joab: \u00bbGanz fern liegt es mir, da\u00df ich zerst\u00f6ren und da\u00df ich zugrunde richten will.<br>21 Die Sache liegt nicht so, sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim namens Seba, der Sohn Bichris, hat sich gegen den K\u00f6nig, gegen David, emp\u00f6rt; liefert ihn aus, ihn allein, so ziehe ich von der Stadt ab!\u00ab Da erwiderte die Frau dem Joab: \u00bbSein Kopf soll dir alsbald \u00fcber die Mauer zugeworfen werden!\u00ab<br>22 Hierauf redete die Frau (in der Stadt) mit ihrer Klugheit auf die ganze Einwohnerschaft so lange ein, bis sie Seba, dem Sohne Bichris, den Kopf abhieben und ihn dem Joab zuwarfen. Da lie\u00df Joab mit der Posaune zum Abzug blasen, und seine Leute zogen von der Stadt ab und zerstreuten sich, ein jeder in seinen Wohnort; Joab aber kehrte nach Jerusalem zum K\u00f6nig zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Nachtr\u00e4ge zum zweiten Buch Samuel (20,23-24,25)<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Joab war oberster Heerf\u00fchrer in Israel; Benaja, der Sohn Jojadas, war Befehlshaber (der Leibwache) der Krethi und Plethi;<br>24 Adoram war Oberaufseher \u00fcber die Fronarbeiten; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;<br>25 Seja war Staatsschreiber; Zadok und Abjathar waren Priester,<br>26 und Ira, der Jairit, war ebenfalls ein Priester Davids.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Unter der Regierung Davids herrschte einst eine Hungersnot drei Jahre lang, Jahr f\u00fcr Jahr. Als sich David nun an den HERRN mit einer Anfrage wandte, antwortete der HERR, auf Saul und seinem Hause laste eine Blutschuld, weil er die Gibeoniten get\u00f6tet habe.<br>2 Da lie\u00df der K\u00f6nig die Gibeoniten kommen und fragte sie \u2013 die Gibeoniten geh\u00f6rten n\u00e4mlich nicht zu den Israeliten, sondern zu dem \u00dcberrest der Amoriter; obgleich nun die Israeliten einen Vertrag (mit ihnen geschlossen und ihn) beschworen hatten, war Saul doch in seinem Eifer f\u00fcr die Israeliten und Jud\u00e4er darauf ausgegangen, sie auszurotten. \u2013<br>3 David fragte also die Gibeoniten: \u00bbWas soll ich f\u00fcr euch tun, und womit soll ich S\u00fchne schaffen, damit ihr das Eigentumsvolk des HERRN (wieder) segnet?\u00ab<br>4 Die Gibeoniten antworteten ihm: \u00bbEs ist uns dem Saul und seinem Hause gegen\u00fcber nicht um Silber und Gold zu tun, auch kommt es uns nicht zu, jemand in Israel zu t\u00f6ten.\u00ab Da fragte er sie: \u00bbWas verlangt ihr, da\u00df ich f\u00fcr euch tun soll?\u00ab<br>5 Da antworteten sie dem K\u00f6nig: \u00bbDer Mann, der uns hat vernichten wollen und der darauf ausgegangen ist, uns auszurotten, damit in keinem Teil Israels unseres Bleibens mehr sein sollte: \u2013<br>6 von dessen Nachkommen liefere man uns sieben M\u00e4nner aus, da\u00df wir sie vor dem HERRN aufh\u00e4ngen in Sauls-Gibea auf dem Berge des HERRN.\u00ab Da sagte der K\u00f6nig: \u00bbIch will sie euch geben.\u00ab<br>7 Der K\u00f6nig verschonte aber Mephiboseth, den Sohn Jonathans und Enkel Sauls, um des Schwures beim HERRN willen, der zwischen David und Jonathan, dem Sohne Sauls, bestand.<br>8 Der K\u00f6nig nahm vielmehr die beiden S\u00f6hne, welche Rizpa, die Tochter Ajjas, dem Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboseth, dazu die f\u00fcnf S\u00f6hne, welche Merab, die Tochter Sauls, dem Adriel, dem Sohne des Meholathiters Barsillai, geboren hatte.<br>9 Er \u00fcbergab sie den Gibeoniten, und diese h\u00e4ngten sie vor dem HERRN auf dem Berge auf. So kamen die sieben zu gleicher Zeit ums Leben, und zwar wurden sie in den ersten Tagen der Ernte, bei Beginn der Gerstenernte, get\u00f6tet.<br>10 Da nahm Rizpa, die Tochter Ajjas, Sackleinwand und breitete es (als Lager) f\u00fcr sich auf dem Felsen aus, vom Beginn der Ernte an, bis der Herbstregen auf die Toten niederfiel; und sie sorgte daf\u00fcr, da\u00df bei Tage kein Raubvogel und w\u00e4hrend der Nacht kein wildes Tier an die Leichen herankam. \u2013<br>11 Als man nun David berichtete, was Rizpa, das Nebenweib Sauls, die Tochter Ajjas, getan hatte,<br>12 ging er hin und lie\u00df sich von den B\u00fcrgern der Stadt Jabes in Gilead die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan ausliefern, die sie einst vom Marktplatz in Beth-San heimlich weggeholt hatten, wo die Philister sie damals aufgeh\u00e4ngt hatten, als die Philister Saul auf dem Gilboa geschlagen hatten.<br>13 Als nun David die Gebeine Sauls und die seines Sohnes Jonathan von dort hatte holen lassen, sammelte man auch die Gebeine der Gehenkten<br>14 und begrub sie bei den Gebeinen Sauls und seines Sohnes Jonathan im Gebiet des Stammes Benjamin zu Zela im Begr\u00e4bnis seines Vaters Kis. Als man so alles nach dem Befehl des K\u00f6nigs ausgef\u00fchrt hatte, lie\u00df Gott sich von da an f\u00fcr das Land wieder g\u00fcnstig stimmen.<br>15 Als einst wieder einmal ein Krieg zwischen den Philistern und Israeliten ausgebrochen und David mit seinen Leuten hinabgezogen war (und sie sich in Gob festgesetzt hatten), um mit den Philistern zu k\u00e4mpfen, und David erm\u00fcdet war,<br>16 da war da ein Mann namens Jisbi-Benob, einer von den Riesenkindern; der hatte einen Speer, dessen eherne Spitze dreihundert Schekel wog, und hatte eine neue R\u00fcstung an und gedachte David zu erschlagen.<br>17 Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe und schlug den Philister tot. Damals beschworen Davids Leute ihn mit den Worten: \u00bbDu darfst nicht wieder mit uns in den Kampf ziehen, damit du die Leuchte Israels nicht ausl\u00f6schest!\u00ab<br>18 Sp\u00e4ter kam es dann nochmals zum Kampf mit den Philistern bei Gob. Damals erschlug der Husathiter Sibbechai den Saph, der auch zu den Riesenkindern geh\u00f6rte.<br>19 Dann fand nochmals ein Kampf mit den Philistern bei Gob statt; und Elhanan aus Bethlehem, der Sohn Jaare-Orgims, erschlug den Goliath aus Gath, dessen Speerschaft wie ein Weberbaum war.<br>20 Als es dann wiederum zum Kampf und zwar bei Gath kam, war da ein Mann von riesiger Gr\u00f6\u00dfe, der an jeder Hand sechs Finger und an jedem Fu\u00df sechs Zehen hatte, im ganzen vierundzwanzig; auch dieser stammte aus dem Riesengeschlecht.<br>21 Er hatte die Israeliten verh\u00f6hnt; aber Jonathan, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, erschlug ihn.<br>22 Diese vier stammten aus dem Riesengeschlecht in Gath, und sie fielen durch die Hand Davids und seiner Krieger.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Das folgende Lied richtete David an den HERRN zu der Zeit, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und (besonders) aus der Hand Sauls errettet hatte. Er betete (damals):<br>2 Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Erretter;<br>3 Gott ist mein Fels, zu dem ich mich fl\u00fcchte, mein Schild und das Horn meines Heils, mein fester Turm und meine Zuflucht, mein Erretter, der von Gewalttat mich rettet.<br>4 Den Preisw\u00fcrdigen rufe ich an, den HERRN: so werd\u2019 ich von meinen Feinden errettet.<br>5 Denn die Wogen des Todes hatten mich umringt, die Str\u00f6me des Unheils schreckten mich,<br>6 die Netze des Totenreichs umfingen mich, die Schlingen des Todes fielen \u00fcber mich.<br>7 In meiner Angst rief ich zum HERRN und schrie um Hilfe zu meinem Gott; da vernahm er in seinem Palast mein Rufen, und mein Notschrei drang zu seinen Ohren.<br>8 Da wankte und schwankte die Erde, des Himmels Grundfesten bebten und wankten hin und her, denn er war zornentbrannt;<br>9 Rauch stieg auf aus seiner Nase, und fressendes Feuer drang aus seinem Munde, gl\u00fchende Kohlen spr\u00fchten von ihm aus.<br>10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, Wolkennacht lag unter seinen F\u00fc\u00dfen;<br>11 Er fuhr auf dem Cherub und flog daher und scho\u00df herab auf den Fittichen des Sturms;<br>12 Finsternis machte er rings um sich her zu seinem Gezelt, Regendunkel, dichtes Gew\u00f6lk;<br>13 aus dem Glanz vor ihm her brannten Feuerflammen.<br>14 Dann donnerte der HERR vom Himmel her, der H\u00f6chste lie\u00df seine Stimme erschallen;<br>15 er scho\u00df seine Pfeile ab und zerstreute sie, schleuderte Blitze und schreckte sie.<br>16 Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres und aufgedeckt die Grundfesten der Erde durch das Schelten des HERRN, von dem Zornesschnauben seiner Nase.<br>17 Er streckte die Hand herab aus der H\u00f6he, ergriff mich, zog mich heraus aus den gro\u00dfen Fluten,<br>18 entri\u00df mich meinem starken Feinde, meinen Widersachern, die zu stark mir waren.<br>19 Sie hatten mich \u00fcberfallen an meinem Ungl\u00fcckstage, doch der HERR ward mir zur St\u00fctze;<br>20 er f\u00fchrte mich heraus auf weiten Raum, ri\u00df mich heraus, weil er Wohlgefallen an mir hatte.<br>21 Der HERR hat mir gelohnt nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H\u00e4nde mir vergolten;<br>22 denn ich habe innegehalten die Wege des HERRN und bin von meinem Gott nicht treulos abgefallen;<br>23 nein, alle seine Rechte haben mir vor Augen gestanden, und von seinen Geboten bin ich nicht abgewichen.<br>24 So bin ich unstr\u00e4flich vor ihm gewandelt und hab\u2019 mich vor jeder Verschuldung geh\u00fctet;<br>25 drum hat mir der HERR vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit, die seinen Augen sichtbar war.<br>26 Gegen den Guten erweist du dich g\u00fctig, gegen den Redlichen zeigst du dich redlich,<br>27 gegen den Reinen erweist du dich rein, doch gegen den Falschen zeigst du dich entt\u00e4uschend;<br>28 denn du schaffst dem\u00fctigen Leuten Hilfe, aber stolze Augen erniedrigst du.<br>29 Ja, du bist meine Leuchte, o HERR; und mein Gott erhellt meine Finsternis.<br>30 Denn mit dir \u00fcberrenne ich Feindesscharen, mit meinem Gott \u00fcberspringe ich Mauern.<br>31 Dieser Gott \u2013 sein Walten ist vollkommen, die Worte des HERRN sind lauter, ein Schild ist er allen, die zu ihm sich fl\u00fcchten.<br>32 Denn wer ist Gott au\u00dfer dem HERRN und wer ein Fels als nur unser Gott?,<br>33 dieser Gott, der mit Kraft mich geg\u00fcrtet und der meinen Weg ohn\u2019 Ansto\u00df gemacht;<br>34 der mir F\u00fc\u00dfe verliehen den Hirschen gleich und mich sicher auf Bergesh\u00f6hen gestellt;<br>35 der meine H\u00e4nde streiten gelehrt, da\u00df meine Arme den ehernen Bogen spannten.<br>36 Du reichtest mir deinen sch\u00fctzenden Schild, und deine Gnade machte mich gro\u00df.<br>37 Du schafftest weiten Raum meinen Schritten unter mir, und meine Kn\u00f6chel wankten nicht.<br>38 Ich verfolgte meine Feinde, vertilgte sie und kehrte nicht um, bis ich sie vernichtet;<br>39 ich vernichtete und zerschmetterte sie, da\u00df sie nicht wieder aufstehn konnten: sie sanken unter meine F\u00fc\u00dfe nieder.<br>40 Und du g\u00fcrtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich, die sich gegen mich erhoben;<br>41 du triebst meine Feinde vor mir in die Flucht, und alle, die mich ha\u00dften, vernichtete ich.<br>42 Sie blickten nach Hilfe umher \u2013 doch da war kein Helfer \u2013 zum HERRN \u2013 doch er h\u00f6rte sie nicht;<br>43 ich zermalmte sie wie Staub auf dem Boden, wie Kot auf den Gassen zertrat, zerstampfte ich sie.<br>44 Du hast mich aus meines Volkes Fehden errettet, mich zum Oberhaupt von V\u00f6lkern eingesetzt: V\u00f6lker, die ich nicht kannte, dienen mir;<br>45 die S\u00f6hne des Auslands huldigen mir, aufs blo\u00dfe Wort gehorchen sie mir;<br>46 die S\u00f6hne des Auslands sinken mutlos hin und kommen zitternd hervor aus ihren Schl\u00f6ssern.<br>47 Der HERR lebt: gepriesen sei mein Hort!, und erhaben ist der Gott, der Fels meines Heils,<br>48 der Gott, der mir Rache verliehen und die V\u00f6lker unter meine Herrschaft gezwungen,<br>49 der mich von meinen Feinden frei gemacht und \u00fcber meine Widersacher mich erh\u00f6ht, von dem Mann der Gewalttat mich befreit hat!<br>50 Drum will ich dich preisen, HERR, unter den V\u00f6lkern und deinem Namen lobsingen,<br>51 dir, der seinem K\u00f6nige gro\u00dfes Heil verleiht und Gnade an seinem Gesalbten \u00fcbt, an David und seinem Hause ewiglich!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Dies sind Davids letzte Worte: Ausspruch Davids, des Sohnes Isais, und Ausspruch des Mannes, der hoch erhoben ward, des Gesalbten des Gottes Jakobs und des Lieblings der Lieder Israels:<br>2 Der Geist des HERRN redet in mir, und sein Wort liegt auf meiner Zunge.<br>3 Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels zu mir gesagt: Wer gerecht herrscht \u00fcber die Menschen, wer da herrscht in der Furcht Gottes,<br>4 der ist wie das Licht, das am Morgen aufstrahlt, wie die Sonne am Morgen ohne Gew\u00f6lk: von ihrem Glanz nach dem Regen spro\u00dft junges Gr\u00fcn aus der Erde hervor.<br>5 Ja, steht nicht so mein Haus zu Gott? Hat er doch einen ewigen Bund mit mir geschlossen, der in allen St\u00fccken gesichert und festgestellt ist. Ja, all mein Gl\u00fcck und all mein Verlangen, sollte er das nicht sprossen lassen?<br>6 Die B\u00f6sen aber sind allesamt wie Dornen, die man wegwirft; denn mit der Hand fa\u00dft man sie nicht an;<br>7 nein, wer sich mit ihnen befa\u00dft, bewehrt sich mit Eisen und Speerschaft, und im Feuer verbrennt man sie g\u00e4nzlich an ihrer St\u00e4tte.<br>8 Dies sind die Namen der Helden (10,7) Davids: Joseb-Bassebeth, der Tahchemoniter, das Haupt der Drei; der schwang seinen Speer \u00fcber achthundert (Feinden), die er auf einmal erschlagen hatte. \u2013<br>9 Nach ihm kam unter den drei (Rittern) Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahohiter. Er war bei David in Pas-Dammim, als die Philister sich dort zur Schlacht versammelt hatten. Als nun die Israeliten sich vor ihnen zur\u00fcckzogen,<br>10 war er es, der standhielt und unter den Philistern ein Blutbad anrichtete, bis sein Arm erlahmt war und seine Hand am Schwert kleben blieb. So verlieh der HERR (den Israeliten) an jenem Tage einen herrlichen Sieg. Da kehrte das Heer unter seiner F\u00fchrung wieder um, doch nur, um (die Erschlagenen) auszupl\u00fcndern. \u2013<br>11 Nach ihm kam Samma, der Sohn des Harariters Age. Einst hatten sich n\u00e4mlich die Philister in Lehi gesammelt, und es war dort ein Ackerst\u00fcck mit Linsen; als nun das Heer vor den Philistern floh,<br>12 trat er mitten auf das Feld, behauptete es und schlug die Philister; so verlieh (ihm) der HERR einen herrlichen Sieg.<br>13 Einst kamen drei von den drei\u00dfig Rittern w\u00e4hrend der Erntezeit zu David in die H\u00f6hle von Adullam hinab, w\u00e4hrend die Schar der Philister sich in der Ebene Rephaim gelagert hatte.<br>14 David befand sich aber damals in der Bergfeste, w\u00e4hrend eine Besatzung der Philister damals in Bethlehem lag.<br>15 Nun versp\u00fcrte David ein Gel\u00fcsten und rief aus: \u00bbWer verschafft mir Wasser zu trinken aus dem Brunnen, der in Bethlehem am Stadttor liegt?\u00ab<br>16 Da schlugen sich die drei Helden durch das Lager der Philister hindurch, sch\u00f6pften Wasser aus dem Brunnen am Tor zu Bethlehem und brachten es gl\u00fccklich zu David hin. Aber dieser wollte es nicht trinken, sondern go\u00df es als Trankopfer f\u00fcr den HERRN aus<br>17 mit den Worten: \u00bbDer HERR beh\u00fcte mich davor, da\u00df ich so etwas tun sollte! Das ist ja das Blut der M\u00e4nner, die unter Lebensgefahr dorthin gezogen sind!\u00ab Und er wollte es nicht trinken. Das hatten die drei Helden ausgef\u00fchrt.<br>18 Abisai aber, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, war das Haupt der Drei\u00dfig; der schwang seinen Speer \u00fcber dreihundert (Feinden), die er erschlagen hatte, und besa\u00df hohes Ansehen unter den Drei\u00dfig.<br>19 Unter den Drei\u00dfig geno\u00df er die h\u00f6chste Ehre, so da\u00df er auch ihr Oberster wurde; aber an die (ersten) drei Helden reichte er nicht heran. \u2013<br>20 Benaja, der Sohn Jojadas, (ein tapferer Mann), gro\u00df an Taten, stammte aus Kabzeel; er war es, der die beiden S\u00f6hne Ariels aus Moab erschlug. Auch stieg er einmal in eine Zisterne hinab und erschlug darin einen L\u00f6wen an einem Tage, an dem Schnee gefallen war.<br>21 Auch erschlug er einen \u00c4gypter von riesiger Gr\u00f6\u00dfe, der einen Speer in der Hand hatte; er aber ging mit einem Stecken auf ihn los, ri\u00df dem \u00c4gypter den Speer aus der Hand und t\u00f6tete ihn mit seinem eigenen Speer.<br>22 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; er besa\u00df hohes Ansehen unter den drei\u00dfig Rittern<br>23 und war der geehrteste unter den Drei\u00dfig, aber an die (ersten) drei Helden reichte er nicht heran. David stellte ihn an die Spitze seiner Leibwache.<br>24 Zu den drei\u00dfig (Rittern) geh\u00f6rten: Asahel, der Bruder Joabs; Elhanan aus Bethlehem, der Sohn Dodos;<br>25 Samma aus Harod; Elika aus Harod;<br>26 Helez aus Pelet; Ira, der Sohn des Ikkes, aus Thekoa;<br>27 Abieser aus Anathoth; Mebunnai aus Husa;<br>28 Zalmon aus Ahoah; Maharai aus Netopha;<br>29 Heleb, der Sohn Baanas, aus Netopha; Itthai, der Sohn Ribais, aus Gibea im Stamme Benjamin;<br>30 Benaja aus Pirathon; Hiddai aus Nahale-Gaas;<br>31 Abi-Albon aus Beth-Araba; Asmaweth aus Bahurim;<br>32 Eljahba aus Saalbon; Jasen, der Gunit;<br>33 Jonathan, der Sohn Sammas, aus Harar; Ahiam, der Sohn Sarars, aus Harar;<br>34 Eliphelet, der Sohn Ahasbais, aus Beth-Maacha; Eliam, der Sohn Ahithophels, aus Gilo;<br>35 Hezrai aus Karmel; Paarai, der Arkiter;<br>36 Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani aus Gad;<br>37 Zelek, der Ammoniter; Naharai aus Beeroth, der Waffentr\u00e4ger Joabs, des Sohnes der Zeruja;<br>38 Ira aus Jatthir; Gareb aus Jatthir;<br>39 Uria, der Hethiter: zusammen siebenunddrei\u00dfig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Samuel Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Der Zorn des HERRN aber entbrannte (einst) aufs neue gegen Israel, so da\u00df er David gegen das Volk reizte durch die Aufforderung: \u00bbAuf! Nimm eine Z\u00e4hlung in Israel und Juda vor!\u00ab<br>2 Da befahl der K\u00f6nig seinem Heerf\u00fchrer Joab (und den Heeresobersten bei ihm): \u00bbDurchwandre alle Stammgebiete Israels von Dan bis Beerseba und nehmt eine Volksz\u00e4hlung vor, damit ich die Zahl des Volkes erfahre!\u00ab<br>3 Joab antwortete dem K\u00f6nig: \u00bbDer HERR, dein Gott, m\u00f6ge das Volk, so zahlreich es auch schon ist, noch hundertmal zahlreicher werden lassen, und mein Herr, der K\u00f6nig, m\u00f6ge das selbst noch mit eigenen Augen schauen! Aber warum tr\u00e4gt mein Herr, der K\u00f6nig, Verlangen nach einer derartigen Vornahme?\u00ab<br>4 Doch der Befehl des K\u00f6nigs blieb trotz den Vorstellungen Joabs und der Heeresobersten bestehen, und so machte sich denn Joab mit den Heeresobersten auf Gehei\u00df des K\u00f6nigs daran, die Volksz\u00e4hlung in Israel vorzunehmen.<br>5 Sie gingen also \u00fcber den Jordan und lagerten sich bei Aroer rechts von der Stadt, die inmitten des Flu\u00dftales (des Arnon) liegt, in der Richtung nach Gad und nach Jaser hin.<br>6 Dann begaben sie sich nach Gilead und bis zum Lande der Hethiter gegen Kades hin; hierauf gelangten sie nach Dan, bogen hierauf um nach Sidon zu,<br>7 kamen alsdann zu der festen Stadt Tyrus und zu allen Ortschaften der Hewiter und Kanaan\u00e4er und begaben sich schlie\u00dflich in das S\u00fcdland von Juda, nach Beerseba.<br>8 Nachdem sie so das ganze Land durchzogen hatten, kehrten sie nach Verlauf von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>9 Da teilte Joab dem K\u00f6nig das Ergebnis der Volksz\u00e4hlung mit, und zwar belief sich die Zahl der kriegst\u00fcchtigen, schwertbewaffneten M\u00e4nner in Israel auf 800000, in Juda auf 500000 Mann.<br>10 Nachdem aber David die Volksz\u00e4hlung hatte vornehmen lassen, schlug ihm das Gewissen; daher betete er zum HERRN: \u00bbIch habe mich durch mein Tun schwer vers\u00fcndigt; doch la\u00df nun, o HERR, deinem Knecht seine Verschuldung ungestraft hingehen, denn ich habe in gro\u00dfer Verblendung gehandelt!\u00ab<br>11 Als aber David am folgenden Morgen aufstand, erging das Wort des HERRN an den Propheten Gad, den Seher Davids, folgenderma\u00dfen:<br>12 \u00bbGehe hin und sage zu David: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Dreierlei lege ich dir vor: w\u00e4hle dir eins davon, damit ich es an dir zur Ausf\u00fchrung bringe!\u2039\u00ab<br>13 Da begab sich Gad zu David, teilte es ihm mit und sagte zu ihm: \u00bbSollen dir zur Strafe drei Jahre Hungersnot \u00fcber dein Land kommen? Oder willst du drei Monate lang vor deinen Feinden fliehen m\u00fcssen und von ihnen verfolgt werden? Oder soll die Pest drei Tage lang in deinem Lande sein? Nun gehe mit dir zu Rat und \u00fcberlege, welche Antwort ich dem bringen soll, der mich gesandt hat.\u00ab<br>14 Da sagte David zu Gad: \u00bbMir ist sehr bange! Wir wollen aber lieber in die Hand des HERRN fallen, denn sein Erbarmen ist gro\u00df; aber in die Hand von Menschen m\u00f6chte ich nicht fallen!\u00ab<br>15 Da lie\u00df der HERR eine Pest \u00fcber Israel kommen vom Morgen an bis zum Nachmittag, und es starben aus dem Volke von Dan bis Beerseba siebzigtausend Menschen.<br>16 Als aber der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es zu vernichten, da gereute den HERRN das Unheil, und er gebot dem Engel, der das Ungl\u00fcck unter dem Volke anzurichten hatte: \u00bbEs ist genug so! La\u00df jetzt deine Hand ruhen!\u00ab Der Engel des HERRN befand sich aber gerade bei der Tenne des Jebusiters Arawna.<br>17 Als nun David den Engel sah, der das Sterben unter dem Volke anrichtete, rief er, zum HERRN betend, aus: \u00bbAch, ich bin\u2019s ja, der ges\u00fcndigt hat, und ich habe mich vergangen! Diese Herde aber \u2013 was hat sie verschuldet? La\u00df doch deine Hand mich und meine Familie treffen!\u00ab<br>18 An jenem Tage kam dann Gad zu David und sagte zu ihm: \u00bbGehe hinauf und errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne des Jebusiters Arawna!\u00ab<br>19 Da begab sich David nach der Aufforderung Gads, dem Befehl des HERRN gehorsam, hinauf.<br>20 Als nun Arawna von oben her ausschaute und den K\u00f6nig mit seinen Dienern auf sich zukommen sah (Arawna war n\u00e4mlich gerade mit dem Dreschen des Weizens besch\u00e4ftigt), trat er hinaus und verneigte sich vor David mit dem Angesicht bis zur Erde.<br>21 Hierauf fragte Arawna: \u00bbWarum kommt mein Herr, der K\u00f6nig, zu seinem Knecht?\u00ab David antwortete: \u00bbUm die Tenne von dir zu kaufen; ich will hier dem HERRN einen Altar errichten, damit dem Sterben unter dem Volk Einhalt getan wird.\u00ab<br>22 Da sagte Arawna zu David: \u00bbMein Herr, der K\u00f6nig, nehme sie hin und opfere, was ihm beliebt! Die Rinder hier stehen als Brandopfer und die Dreschschlitten nebst den Geschirren der Rinder als Brennholz zu deiner Verf\u00fcgung:<br>23 das alles, o K\u00f6nig, macht Arawna dem K\u00f6nige zum Geschenk.\u00ab Dann fuhr er fort: \u00bbDer HERR, dein Gott, wolle dir gn\u00e4dig sein!\u00ab<br>24 Aber der K\u00f6nig erwiderte dem Arawna: \u00bbNein! K\u00e4uflich will ich es von dir erwerben f\u00fcr den vollen Preis; denn ich mag dem HERRN, meinem Gott, keine Brandopfer darbringen, die mir geschenkt sind.\u00ab So kaufte denn David die Tenne und die Rinder f\u00fcr den Preis von f\u00fcnfzig Schekeln Silber.<br>25 David erbaute alsdann dem HERRN dort einen Altar und brachte Brandopfer und Heilsopfer dar; hierauf wandte der HERR dem Lande seine Gnade wieder zu, und das Sterben unter den Israeliten erreichte sein Ende.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-641_090e4b-40 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-641_090e4b-40 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-641_090e4b-40\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns641_fe9702-38{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns641_fe9702-38 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_fe9702-38 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns641_fe9702-38\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn641_397743-bf.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn641_397743-bf kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=41\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Startseite<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns641_f2e121-66{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns641_f2e121-66 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_f2e121-66 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns641_f2e121-66\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn641_5a3e1f-53.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn641_5a3e1f-53 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=634\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zum 1. Buch Samuel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns641_7be129-15{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns641_7be129-15 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns641_7be129-15 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns641_7be129-15\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn641_815be5-12.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn641_815be5-12 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=648\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">vor zum 1. 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Davids Klage um Saul und Jonathan bei der Nachricht von deren Tod 1 Nach Sauls Tode nun, als David von dem Siege \u00fcber die Amalekiter (nach Ziklag) zur\u00fcckgekehrt war und zwei Tage in Ziklag zugebracht hatte,2 da kam pl\u00f6tzlich am dritten Tage ein Mann aus dem&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-641","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=641"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/641\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}