{"id":648,"date":"2023-12-22T13:30:18","date_gmt":"2023-12-22T12:30:18","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=648"},"modified":"2026-01-17T11:06:38","modified_gmt":"2026-01-17T10:06:38","slug":"1-koenige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=648","title":{"rendered":"1.K\u00f6nige"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das erste Buch der K\u00f6nige<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns648_6f2646-e8{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_6f2646-e8 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns648_6f2646-e8\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn648_3abd69-6e.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn648_3abd69-6e kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2370\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn648_b57f7a-84.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn648_b57f7a-84 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id648_456951-fd .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id648_456951-fd .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id648_456951-fd .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id648_456951-fd .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die Geschichte Salomos (Kap. 1-11)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun der K\u00f6nig David alt (und) hochbetagt geworden war, h\u00fcllte man ihn in Decken ein, aber er konnte trotzdem nicht warm werden.<br>2 Da sagten seine Diener zu ihm: \u00bbMan mu\u00df sich f\u00fcr den K\u00f6nig, unsern Herrn, nach einem jungfr\u00e4ulichen M\u00e4dchen umsehen, die ihn zu bedienen hat und als Pflegerin bei ihm ist; wenn die dann in seinen Armen ruht, wird der K\u00f6nig, unser Herr, gewi\u00df warm werden.\u00ab<br>3 Da suchte man denn im ganzen Bereiche Israels nach dem sch\u00f6nsten M\u00e4dchen; und man fand Abisag von Sunem (1.Sam 28,4) und brachte sie zum K\u00f6nig.<br>4 Sie war ein M\u00e4dchen von au\u00dferordentlicher Sch\u00f6nheit und hatte nun den K\u00f6nig zu bedienen und zu pflegen; aber der K\u00f6nig hatte keinen ehelichen Umgang mit ihr.<br>5 Adonia aber, der Sohn der Haggith, dachte voller \u00dcberhebung: \u00bbIch bin\u2019s, der K\u00f6nig wird!\u00ab Daher schaffte er sich Wagen und Pferde an und f\u00fcnfzig Mann, die als Leibdiener vor ihm herliefen.<br>6 Sein Vater hatte ihm dar\u00fcber nie, solange er lebte, Vorstellungen gemacht, da\u00df er zu ihm gesagt h\u00e4tte: \u00bbWarum tust du so etwas?\u00ab Dazu war er ein Mann von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit und war gleich nach Absalom geboren.<br>7 So setzte er sich denn ins Einvernehmen mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit dem Priester Abjathar, so da\u00df diese auf der Seite Adonias standen,<br>8 w\u00e4hrend der Priester Zadok und Benaja, der Sohn Jojadas, und der Prophet Nathan sowie Simei und Rei und die Helden Davids es nicht mit Adonia hielten.<br>9 Als nun Adonia beim Schlangenstein, der neben der Walkerquelle (2.Sam 17,17) liegt, Kleinvieh, Rinder und Mastk\u00e4lber zu einem gro\u00dfen Opfermahl schlachtete, lud er alle seine Br\u00fcder, die K\u00f6nigss\u00f6hne (k\u00f6niglichen Prinzen), dazu ein, auch alle M\u00e4nner von Juda, soweit sie im Dienste des K\u00f6nigs standen;<br>10 aber den Propheten Nathan und Benaja sowie die Helden (V.8) und seinen Bruder Salomo lie\u00df er uneingeladen.<br>11 Da sagte Nathan zu Bathseba, der Mutter Salomos: \u00bbHast du nicht geh\u00f6rt, da\u00df Adonia, der Sohn der Haggith, sich zum K\u00f6nig gemacht hat, ohne da\u00df David, unser Herr, etwas davon wei\u00df?<br>12 Nun denn, komm, ich will dir einen Rat geben, wie du dir und deinem Sohne Salomo das Leben retten kannst!<br>13 Gehe sofort zum K\u00f6nig David hinein und sage zu ihm: \u203aDu selbst hast ja doch, mein Herr und K\u00f6nig, deiner Magd eidlich versprochen, da\u00df mein Sohn Salomo K\u00f6nig nach dir werden und er der Erbe deines Thrones sein solle. Wie kommt es denn, da\u00df jetzt Adonia K\u00f6nig geworden ist?\u2039<br>14 W\u00e4hrend du dann dort noch mit dem K\u00f6nige redest, werde ich selbst nach dir hineinkommen und deine Aussagen best\u00e4tigen.\u00ab<br>15 So ging denn Bathseba zum K\u00f6nig in das Schlafgemach hinein; der K\u00f6nig aber war schon sehr alt, und Abisag von Sunem war seine Pflegerin.<br>16 Als Bathseba sich nun vor dem K\u00f6nige verneigt und niedergeworfen hatte, fragte der K\u00f6nig sie: \u00bbWas w\u00fcnschest du?\u00ab<br>17 Sie antwortete ihm: \u00bbMein Herr, du selbst hast deiner Magd bei dem HERRN, deinem Gott, zugeschworen, da\u00df mein Sohn Salomo K\u00f6nig nach dir werden und er der Erbe deines Thrones sein solle.<br>18 Aber nun hat sich ja doch Adonia zum K\u00f6nig gemacht, ohne da\u00df du, mein Herr und K\u00f6nig, etwas davon wei\u00dft.<br>19 Er hat n\u00e4mlich Rinder, Mastk\u00e4lber und Kleinvieh in Menge (zu einem gro\u00dfen Opfermahl) schlachten lassen und alle k\u00f6niglichen Prinzen, auch den Priester Abjathar, sowie den obersten Heerf\u00fchrer Joab dazu eingeladen; aber deinen Knecht Salomo hat er uneingeladen gelassen!<br>20 Nun aber, mein Herr und K\u00f6nig, sind die Augen aller Israeliten auf dich gerichtet, da\u00df du ihnen kundgebest, wer auf dem Throne meines Herrn, des K\u00f6nigs, als sein Nachfolger sitzen soll.<br>21 Sonst wird es dahin kommen, sobald mein Herr und K\u00f6nig sich zu seinen V\u00e4tern (schlafen) gelegt hat, da\u00df ich und mein Sohn Salomo als Schuldige dastehen.\u00ab<br>22 W\u00e4hrend sie noch mit dem K\u00f6nige redete, erschien der Prophet Nathan;<br>23 man meldete also dem K\u00f6nige: \u00bbDer Prophet Nathan ist da!\u00ab Und er trat vor den K\u00f6nig, und als er sich vor ihm mit dem Angesicht zur Erde verneigt und sich niedergeworfen hatte,<br>24 sagte Nathan: \u00bbMein Herr und K\u00f6nig! Du hast wohl selbst angeordnet, da\u00df Adonia K\u00f6nig nach dir sein und auf deinem Throne sitzen soll?<br>25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat Rinder, Mastk\u00e4lber und Kleinvieh in Menge schlachten lassen und hat alle k\u00f6niglichen Prinzen, au\u00dferdem die obersten Heerf\u00fchrer und den Priester Abjathar eingeladen; und nun essen und trinken sie vor ihm und rufen: \u203aEs lebe der K\u00f6nig Adonia!\u2039<br>26 Aber mich, deinen Knecht, und den Priester Zadok sowie Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht dazu eingeladen!<br>27 Wenn dies alles mit Wissen und Willen meines Herrn, des K\u00f6nigs, geschehen ist, so h\u00e4ttest du also deine Diener nicht wissen lassen, wer auf dem Throne meines Herrn, des K\u00f6nigs, als sein Nachfolger sitzen soll?\u00ab<br>28 Da antwortete der K\u00f6nig David: \u00bbRuft mir Bathseba (wieder)!\u00ab Als sie nun erschienen und vor den K\u00f6nig getreten war,<br>29 schwur der K\u00f6nig mit den Worten: \u00bbSo wahr der HERR lebt, der mich aus aller Not errettet hat!<br>30 Wie ich dir beim HERRN, dem Gott Israels, geschworen und gelobt habe, da\u00df n\u00e4mlich dein Sohn Salomo K\u00f6nig nach mir sein und als mein Nachfolger auf meinem Throne sitzen soll, so will ich es am heutigen Tage wahr machen!\u00ab<br>31 Da verneigte sich Bathseba mit dem Angesicht bis zum Boden, warf sich vor dem K\u00f6nige nieder und rief aus: \u00bbM\u00f6ge mein Herr, der K\u00f6nig David, ewiglich leben!\u00ab<br>32 Hierauf befahl der K\u00f6nig David: \u00bbRuft mir den Priester Zadok, den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas!\u00ab Als sie vor dem K\u00f6nige erschienen waren, befahl dieser ihnen:<br>33 \u00bbNehmt die Knechte eures Herrn mit euch und la\u00dft meinen Sohn Salomo mein eigenes Maultier besteigen und geleitet ihn hinab an den Gihon.<br>34 Dort sollen der Priester Zadok und der Prophet Nathan ihn zum K\u00f6nig \u00fcber Israel salben; ihr aber la\u00dft in die Posaune sto\u00dfen und ruft: \u203aEs lebe der K\u00f6nig Salomo!\u2039<br>35 Alsdann zieht hinter ihm her wieder (zur Burg) herauf; und wenn er dort angekommen ist, soll er sich auf meinen Thron setzen, und dann soll er K\u00f6nig sein an meiner Statt; denn ihn habe ich zum F\u00fcrsten \u00fcber Israel und Juda bestellt!\u00ab<br>36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem K\u00f6nig mit den Worten: \u00bbSo sei es! M\u00f6ge der HERR, der Gott meines Herrn, des K\u00f6nigs, sein Amen dazu sprechen!<br>37 Wie Gott der HERR mit meinem Herrn, dem K\u00f6nig, gewesen ist, so m\u00f6ge er auch mit Salomo sein und m\u00f6ge seinen Thron noch mehr erh\u00f6hen als den Thron meines Herrn, des K\u00f6nigs David!\u00ab<br>38 So gingen denn der Priester Zadok, der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, samt der Leibwache der Krethi und Plethi (2.Sam 8,18) hinab, lie\u00dfen Salomo das Maultier des K\u00f6nigs David besteigen und geleiteten ihn an den Gihon.<br>39 Der Priester Zadok hatte aber das mit \u00d6l gef\u00fcllte Horn aus dem (heiligen) Zelt (2.Sam 6,17) mitgenommen und salbte nun Salomo; dann lie\u00dfen sie in die Posaune sto\u00dfen, und alles Volk rief: \u00bbEs lebe der K\u00f6nig Salomo!\u00ab<br>40 Hierauf geleitete ihn alles Volk (nach der Burg) hinauf, indem die Leute alle dabei auf Fl\u00f6ten bliesen und so laut und freudig jubelten, da\u00df die Erde vor ihrem Geschrei schier bersten wollte.<br>41 Das h\u00f6rten Adonia und alle seine G\u00e4ste, als sie eben mit dem Mahl zu Ende waren. Als nun Joab den Posaunenschall vernahm, fragte er: \u00bbWas bedeutet das Geschrei und der L\u00e4rm in der Stadt?\u00ab<br>42 W\u00e4hrend er noch redete, kam Jonathan, der Sohn des Priesters Abjathar; und Adonia rief ihm zu: \u00bbKomm herein, du bist ein zuverl\u00e4ssiger Mann und bringst gewi\u00df gute Botschaft!\u00ab<br>43 Aber Jonathan antwortete dem Adonia: \u00bbIm Gegenteil! Unser Herr, der K\u00f6nig David, hat Salomo zum K\u00f6nig gemacht!<br>44 Der K\u00f6nig hat n\u00e4mlich den Priester Zadok, den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, samt der Leibwache der Krethi und Plethi (V.38) mit ihm entsandt; diese haben ihn das Maultier des K\u00f6nigs besteigen lassen,<br>45 und der Priester Zadok und der Prophet Nathan haben ihn am Gihon zum K\u00f6nig gesalbt und sind von dort jubelnd (auf die Burg) hinaufgezogen, und die ganze Stadt ist dadurch in Aufregung geraten; daher r\u00fchrt das Geschrei, das ihr geh\u00f6rt habt.<br>46 Salomo hat sich dann auch auf den K\u00f6nigsthron gesetzt;<br>47 au\u00dferdem sind auch die Diener des K\u00f6nigs bereits hineingegangen, um unserm Herrn, dem K\u00f6nig David, Gl\u00fcck zu w\u00fcnschen mit den Worten: \u203aDein Gott m\u00f6ge den Namen Salomos noch ruhmvoller machen als den deinigen und seinen Thron noch mehr erh\u00f6hen als den deinigen!\u2039 Dabei hat der K\u00f6nig sich auf seinem Lager verneigt<br>48 und auch noch die Worte hinzugef\u00fcgt: \u203aGepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der es heute so gef\u00fcgt hat, da\u00df ich einen Nachfolger (aus meinem Geschlecht) auf meinem Throne mit eigenen Augen sitzen sehe!\u2039\u00ab<br>49 Da erschraken alle, die von Adonia eingeladen worden waren; sie brachen auf und gingen ein jeder seines Weges.<br>50 Adonia selbst aber, der sich vor Salomo f\u00fcrchtete, eilte sofort hin und umfa\u00dfte die H\u00f6rner des Altars.<br>51 Als man dies dem Salomo meldete mit den Worten: \u00bbAdonia hat jetzt aus Furcht vor dem K\u00f6nig Salomo die H\u00f6rner des Altars umfa\u00dft und erkl\u00e4rt, der K\u00f6nig Salomo m\u00f6ge ihm erst schw\u00f6ren, da\u00df er seinen Knecht nicht hinrichten lassen wolle\u00ab,<br>52 sagte Salomo: \u00bbWenn er sich als ein ehrenhafter Mann erweist, so soll ihm kein Haar gekr\u00fcmmt werden; l\u00e4\u00dft er sich aber B\u00f6ses zuschulden kommen, dann ist er ein Kind des Todes!\u00ab<br>53 Darauf lie\u00df ihn der K\u00f6nig Salomo vom Altar wegholen; und als er kam und sich vor dem K\u00f6nig Salomo niederwarf, sagte dieser zu ihm: \u00bbGehe in dein Haus!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als es nun mit Davids Leben zu Ende ging, gab er seinem Sohne Salomo folgende Weisungen:<br>2 \u00bbIch gehe jetzt den Weg alles Irdischen; so sei denn stark und zeige dich als Mann!<br>3 Beobachte alles, was der HERR, dein Gott, von dir fordert, indem du auf seinen Wegen wandelst, seine Satzungen und Gebote, seine Rechte und Verordnungen so h\u00e4ltst, wie im Gesetz Moses geschrieben steht; dann wirst du Gl\u00fcck haben in allem, was du unternimmst, und \u00fcberall, wohin du dich wendest;<br>4 dann wird auch der HERR seine Verhei\u00dfung in Erf\u00fcllung gehen lassen, die er mir gegeben hat mit den Worten (2.Sam 7,12-15): \u203aWenn deine S\u00f6hne auf ihren Weg achthaben, so da\u00df sie in Treue vor mir wandeln mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll es dir nie an einem Manne auf dem Thron Israels fehlen.\u2039<br>5 Nun wei\u00dft du selbst ja auch, wie Joab, der Sohn der Zeruja, gegen mich gehandelt hat, wie er sich n\u00e4mlich gegen die beiden obersten Heerf\u00fchrer Israels, gegen Abner, den Sohn Ners, und gegen Amasa, den Sohn Jethers, benommen hat, indem er sie ermordete und f\u00fcr das im Kriege vergossene Blut mitten im Frieden Rache nahm und unschuldiges Blut an den G\u00fcrtel um seine H\u00fcften und an die Schuhe an seinen F\u00fc\u00dfen gebracht hat.<br>6 So handle nun nach deiner Weisheit und la\u00df sein graues Haar nicht in Frieden in das Totenreich hinabfahren!<br>7 Dagegen sollst du den S\u00f6hnen des Gileaditers Barsillai Liebe erweisen: sie sollen zu denen geh\u00f6ren, die an deinem Tisch speisen; das haben sie durch ihr Entgegenkommen verdient, als ich vor deinem Bruder Absalom fliehen mu\u00dfte.<br>8 Ferner befindet sich in deiner N\u00e4he der Benjaminit Simei, der Sohn Geras, aus Bahurim; der hat die frechsten Fl\u00fcche gegen mich ausgesto\u00dfen an dem Tage, als ich mich nach Mahanaim begab. Aber er ist mir dann an den Jordan entgegengekommen, und ich habe ihm mit einem Schwur beim HERRN zugesagt: \u203aIch will dich nicht hinrichten lassen.\u2039<br>9 Nunmehr aber la\u00df du ihn nicht ungestraft! Du bist ja ein kluger Mann und wirst schon wissen, wie du mit ihm zu verfahren hast, um sein graues Haar blutbefleckt in das Totenreich hinabfahren zu lassen.\u00ab<br>10 Hierauf legte sich David zu seinen V\u00e4tern und wurde (zu Jerusalem) in der Davidsstadt begraben.<br>11 Die Zeit aber, die David \u00fcber Israel regiert hat, betrug vierzig Jahre: sieben Jahre hat er in Hebron und dreiunddrei\u00dfig Jahre in Jerusalem regiert.<br>12 Nunmehr sa\u00df Salomo auf dem Thron seines Vaters David, und sein K\u00f6nigtum erstarkte zu au\u00dferordentlicher Macht.<br>13 Adonia aber, der Sohn der Haggith, begab sich zu Bathseba, der Mutter Salomos. Als diese ihn fragte: \u00bbBedeutet dein Kommen Gutes?\u00ab, antwortete er: \u00bbJa, etwas Gutes.\u00ab<br>14 Dann fuhr er fort: \u00bbIch habe eine Bitte an dich.\u00ab Sie erwiderte: \u00bbRede!\u00ab<br>15 Da sagte er: \u00bbDu wei\u00dft selbst, da\u00df das K\u00f6nigtum (eigentlich) mir zukam und da\u00df ganz Israel in mir den zuk\u00fcnftigen K\u00f6nig sah; aber die Sache kam dann anders, und das K\u00f6nigtum ist meinem Bruder zugefallen, weil es vom HERRN f\u00fcr ihn bestimmt war.<br>16 Nun aber habe ich eine einzige Bitte an dich; schlage sie mir nicht ab!\u00ab Sie entgegnete ihm: \u00bbRede!\u00ab<br>17 Da fuhr er fort: \u00bbBitte doch den K\u00f6nig Salomo \u2013 denn dich wird er sicherlich nicht abweisen \u2013, er m\u00f6ge mir Abisag von Sunem zur Frau geben.\u00ab<br>18 Bathseba erwiderte darauf: \u00bbGut! Ich will deinethalben mit dem K\u00f6nig reden.\u00ab<br>19 Als Bathseba sich nun zum K\u00f6nig Salomo begab, um wegen Adonias mit ihm zu reden, erhob sich der K\u00f6nig, ging ihr entgegen, verneigte sich vor ihr und setzte sich dann wieder auf seinen Stuhl; dann lie\u00df er auch f\u00fcr die K\u00f6nigin-Mutter einen Stuhl hinstellen, und sie setzte sich zu seiner Rechten.<br>20 Darauf sagte sie: \u00bbIch habe eine kleine Bitte an dich: schlage sie mir nicht ab!\u00ab Der K\u00f6nig erwiderte ihr: \u00bbBitte nur, liebe Mutter! Denn ich werde dich nicht abweisen.\u00ab<br>21 Da sagte sie: \u00bbM\u00f6chte doch Abisag von Sunem deinem Bruder Adonia zur Frau gegeben werden!\u00ab<br>22 Da gab der K\u00f6nig Salomo seiner Mutter folgende Antwort: \u00bbWarum bittest du f\u00fcr Adonia nur um Abisag von Sunem? Bitte f\u00fcr ihn doch lieber gleich um das K\u00f6nigtum! Er ist ja mein \u00e4lterer Bruder, und auf seiner Seite stehen der Priester Abjathar und Joab, der Sohn der Zeruja!\u00ab<br>23 Hierauf schwur der K\u00f6nig Salomo beim HERRN: \u00bbGott strafe mich jetzt und k\u00fcnftig, wenn diese Bitte den Adonia nicht das Leben kostet!<br>24 So wahr der HERR lebt, der mich (als K\u00f6nig) eingesetzt und mich den Thron meines Vaters David hat besteigen lassen und der mir nach seiner Verhei\u00dfung ein Haus gebaut hat: heute noch mu\u00df Adonia sterben!\u00ab<br>25 Hierauf beauftragte der K\u00f6nig Salomo Benaja, den Sohn Jojadas; der stie\u00df ihn nieder; so starb er.<br>26 Dem Priester Abjathar aber befahl der K\u00f6nig: \u00bbBegib dich nach Anathoth auf dein Landgut! Denn du hast eigentlich den Tod verdient; aber ich will dich heute nicht t\u00f6ten lassen, weil du die Lade Gottes des HERRN vor meinem Vater David getragen und weil du an allen Leiden, die meinen Vater betroffen haben, teilgenommen hast.\u00ab<br>27 So verstie\u00df also Salomo den Abjathar, so da\u00df er nicht mehr Priester des HERRN war; und damit ging die Drohung in Erf\u00fcllung, die der HERR einst gegen das Haus Elis in Silo ausgesprochen hatte.<br>28 Als nun die Kunde von diesem allem zu Joab drang \u2013 Joab hatte n\u00e4mlich zu Adonia gehalten, w\u00e4hrend er sich an Absalom nicht angeschlossen hatte \u2013, da floh Joab in das Zelt des HERRN und umfa\u00dfte die H\u00f6rner des Altars.<br>29 Als nun dem K\u00f6nig Salomo gemeldet wurde, da\u00df Joab in das Zelt des HERRN geflohen sei und dort neben dem Altar stehe, da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas, hin mit dem Befehl: \u00bbGehe hin, sto\u00dfe ihn nieder!\u00ab<br>30 Benaja begab sich also in das Zelt des HERRN und sagte zu Joab: \u00bbSo lautet des K\u00f6nigs Befehl: \u203aKomm heraus!\u2039\u00ab Aber er antwortete: \u00bbNein, hier will ich sterben!\u00ab Da meldete Benaja dies dem K\u00f6nig mit den Worten: \u00bbSo hat Joab gesprochen, und so hat er mir geantwortet.\u00ab<br>31 Da befahl ihm der K\u00f6nig: \u00bbTu ihm, wie er gesagt hat: sto\u00dfe ihn nieder und begrabe ihn und schaffe so das Blut, das Joab ohne Grund vergossen hat, von mir und von meines Vaters Hause weg!<br>32 Der HERR lasse ihm seine Blutschuld auf sein eigenes Haupt zur\u00fcckfallen, weil er zwei M\u00e4nner, die ehrenhafter und besser waren als er, niedergesto\u00dfen und mit dem Schwert ermordet hat, ohne da\u00df mein Vater David etwas davon wu\u00dfte, n\u00e4mlich Abner, den Sohn Ners, den Heerf\u00fchrer der Israeliten, und Amasa, den Sohn Jethers, den Heerf\u00fchrer der Jud\u00e4er:<br>33 deren Blut m\u00f6ge auf das Haupt Joabs und auf das Haupt seiner Nachkommen f\u00fcr alle Zukunft zur\u00fcckfallen! David aber und seinen Nachkommen, seinem Hause und seinem Thron m\u00f6ge f\u00fcr alle Zeiten Heil vom HERRN zuteil werden!\u00ab<br>34 Da ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf und versetzte ihm den Todessto\u00df; er wurde alsdann bei seinem Hause in der Steppe (Juda) begraben.<br>35 Der K\u00f6nig machte hierauf Benaja, den Sohn Jojadas, an Joabs Statt zum obersten Heerf\u00fchrer und \u00fcbertrug dem Priester Zadok die Stelle Abjathars.<br>36 Weiter lie\u00df der K\u00f6nig den Simei rufen und sagte zu ihm: \u00bbBaue dir ein Haus in Jerusalem und bleibe dort wohnen! Du darfst von dort nicht weggehen, wohin es auch sei!<br>37 Sobald du dich n\u00e4mlich von da entfernst und auch nur \u00fcber den Bach Kidron gehst, so kannst du dich darauf verlassen, da\u00df du sterben mu\u00dft: dein Blut kommt dann \u00fcber dein eigenes Haupt!\u00ab<br>38 Simei erwiderte dem K\u00f6nig: \u00bbGut so! Wie mein Herr, der K\u00f6nig, befohlen hat, so wird dein Knecht tun.\u00ab So wohnte denn Simei lange Zeit in Jerusalem.<br>39 Aber nach Ablauf von drei Jahren begab es sich, da\u00df dem Simei zwei Sklaven zu Achis, dem K\u00f6nig von Gath, dem Sohne Maachas, entliefen. Als man nun dem Simei mitteilte, da\u00df seine Sklaven sich in Gath bef\u00e4nden,<br>40 machte Simei sich auf, lie\u00df seinen Esel satteln und begab sich nach Gath zu Achis, um seine Sklaven ausfindig zu machen; er zog also hin und holte seine Sklaven aus Gath zur\u00fcck.<br>41 Sobald nun Salomo erfuhr, da\u00df Simei sich von Jerusalem nach Gath begeben habe und von dort wieder zur\u00fcckgekommen sei,<br>42 lie\u00df der K\u00f6nig den Simei vor sich kommen und sagte zu ihm: \u00bbHabe ich dich nicht beim HERRN schw\u00f6ren lassen und dir die bestimmte Versicherung gegeben: \u203aSobald du dich von hier entfernst, wohin es auch sei, so kannst du dich darauf verlassen, da\u00df du sterben mu\u00dft?\u2039 Damals erkl\u00e4rtest du mir: \u203aGut so! Ich habe es geh\u00f6rt.\u2039<br>43 Warum hast du dich nun an den beim HERRN geschworenen Eid und an den von mir erteilten Befehl nicht gehalten?\u00ab<br>44 Der K\u00f6nig f\u00fcgte dann noch hinzu: \u00bbDu wei\u00dft selbst, wie schwer du dich gegen meinen Vater David vergangen hast \u2013 du erinnerst dich dessen noch recht gut \u2013; so l\u00e4\u00dft denn der HERR jetzt deine Bosheit auf dein Haupt zur\u00fcckfallen.<br>45 Der K\u00f6nig Salomo dagegen wird gesegnet sein und der Thron Davids immerdar feststehen vor dem HERRN!\u00ab<br>46 Darauf erteilte der K\u00f6nig dem Benaja, dem Sohn Jojadas, Befehl; der ging hinaus und stie\u00df ihn nieder: so starb er. Als nun das K\u00f6nigtum sich in Salomos Hand befestigt hatte,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 verschw\u00e4gerte sich Salomo mit dem Pharao, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten; er heiratete n\u00e4mlich eine Tochter des Pharaos und f\u00fchrte sie in die Davidsstadt, bis er mit dem Bau seines Palastes sowie mit dem Bau des Tempels des HERRN und der Ringmauer um Jerusalem fertig war.<br>2 Das Volk mu\u00dfte damals leider noch auf den H\u00f6hen opfern, weil bis zu dieser Zeit dem Namen des HERRN noch kein eigenes Haus erbaut worden war.<br>3 Salomo hatte zwar den HERRN lieb, so da\u00df er nach den Weisungen seines Vaters David wandelte, doch opferte und r\u00e4ucherte auch er noch auf den H\u00f6hen.<br>4 So begab sich denn der K\u00f6nig nach Gibeon, um dort zu opfern; denn dort befand sich das vornehmste H\u00f6henheiligtum; tausend Brandopfer(-tiere) brachte Salomo auf dem dortigen Altar dar.<br>5 Da erschien der HERR dem Salomo zu Gibeon nachts im Traum, und Gott sagte: \u00bbBitte, was ich dir geben soll!\u00ab<br>6 Salomo antwortete: \u00bbDu hast deinem Knecht, meinem Vater David, gro\u00dfe Huld erwiesen, weil er vor dir in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen gegen dich gewandelt ist, und du hast ihm auch diese gro\u00dfe Huld bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Throne sitzt, wie dieser Tag beweist.<br>7 Nun denn, HERR, mein Gott, weil du selbst deinen Knecht an meines Vaters David Statt zum K\u00f6nig gemacht hast, ich aber noch ein junger Mann bin, der weder aus noch ein wei\u00df,<br>8 und weil dein Knecht in der Mitte deines Volkes steht, das du erw\u00e4hlt hast, eines so gro\u00dfen Volkes, da\u00df man es vor Menge nicht z\u00e4hlen noch berechnen kann:<br>9 so wollest du deinem Knecht ein verst\u00e4ndiges Herz geben, damit er dein Volk zu regieren versteht und zwischen gut und b\u00f6se zu unterscheiden wei\u00df; denn wer w\u00e4re sonst imstande, dieses dein so zahlreiches Volk zu regieren?\u00ab<br>10 Diese Rede gefiel dem HERRN wohl, da\u00df Salomo n\u00e4mlich eine solche Bitte ausgesprochen hatte;<br>11 darum antwortete Gott ihm: \u00bbWeil du diese Bitte ausgesprochen und dir nicht ein langes Leben oder Reichtum gew\u00fcnscht oder auch um den Tod deiner Feinde gebeten, sondern dir Einsicht erbeten hast, um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Recht zu besitzen,<br>12 so will ich deine Bitte erf\u00fcllen: Siehe, ich will dir ein weises und einsichtsvolles Herz geben, so da\u00df deinesgleichen nicht vor dir gewesen ist und deinesgleichen nach dir nicht erstehen wird.<br>13 Aber auch das will ich dir verleihen, was du dir nicht erbeten hast, sowohl Reichtum als auch Ehre, so da\u00df kein anderer K\u00f6nig dir gleich sein soll, solange du lebst.<br>14 Und wenn du auf meinen Wegen wandelst, indem du meine Satzungen und Gebote beobachtest, wie dein Vater David gewandelt ist, so will ich dir auch ein langes Leben verleihen.\u00ab<br>15 Als nun Salomo erwachte, erkannte er, da\u00df es ein bedeutungsvoller Traum gewesen war. Als er dann nach Jerusalem zur\u00fcckgekehrt war, trat er vor die Bundeslade des HERRN, brachte Brandopfer dar und richtete Heilsopfer her und veranstaltete ein Festmahl f\u00fcr alle seine Diener.<br>16 Damals kamen zwei Dirnen zum K\u00f6nig und traten vor ihn;<br>17 und das eine Weib sagte: \u00bbMit Vergunst, Herr! Ich und dieses Weib wohnen in demselben Hause, und ich gebar ein Kind in ihrer Gegenwart im Hause.<br>18 Da geschah es zwei Tage nach meiner Niederkunft, da\u00df auch dieses Weib ein Kind gebar, und wir beide waren allein, kein Fremder war sonst bei uns im Hause, nur wir beide befanden uns im Hause.<br>19 Da starb das Kind dieses Weibes in der Nacht, weil sie es im Schlaf erdr\u00fcckt hatte.<br>20 Sie aber stand mitten in der Nacht auf, nahm mein Kind von meiner Seite weg, w\u00e4hrend deine Magd schlief, und legte es an ihre Brust, dagegen ihr totes Kind legte sie mir in den Arm.<br>21 Als ich nun gegen Morgen aufstand, um meinem Kinde die Brust zu geben, sah ich, da\u00df es tot war; als ich es aber bei Tagesanbruch genau betrachtete, sah ich, da\u00df es gar nicht mein Kind war, das ich geboren hatte.\u00ab<br>22 Da sagte das andere Weib: \u00bbNein, mein Kind ist das lebende, und dein Kind ist das tote!\u00ab, jene aber versicherte: \u00bbNein, dein Kind ist das tote und mein Kind das lebende!\u00ab So stritten sie vor dem K\u00f6nige.<br>23 Da sagte der K\u00f6nig: \u00bbDie eine behauptet: \u203aDieses, das lebende Kind, geh\u00f6rt mir, und dein Kind ist das tote\u2039; die andere behauptet: \u203aNein, dein Kind ist das tote und mein Kind das lebende!\u2039\u00ab<br>24 Dann befahl der K\u00f6nig: \u00bbHolt mir ein Schwert!\u00ab Als man nun das Schwert vor den K\u00f6nig gebracht hatte,<br>25 befahl er: \u00bbTeilt das lebende Kind in zwei Teile und gebt dieser Frau die eine H\u00e4lfte und jener die andere H\u00e4lfte!\u00ab<br>26 Da rief die Frau, der das lebende Kind geh\u00f6rte \u2013 denn die m\u00fctterliche Liebe zu ihrem Kinde kam bei ihr zum Durchbruch \u2013, dem K\u00f6nig die Worte zu: \u00bbMit Vergunst, Herr! Gebt ihr das lebende Kind und t\u00f6tet es ja nicht!\u00ab Die andere aber rief: \u00bbEs soll weder mir noch dir geh\u00f6ren: zerteilt es!\u00ab<br>27 Da entschied der K\u00f6nig: \u00bbDie da, welche gerufen hat: \u203aGebt ihr das lebende Kind und t\u00f6tet es ja nicht!\u2039, die ist seine Mutter.\u00ab<br>28 Als nun ganz Israel den Richterspruch vernahm, den der K\u00f6nig gef\u00e4llt hatte, f\u00fchlte man Ehrfurcht vor dem K\u00f6nig, denn man erkannte, da\u00df eine g\u00f6ttliche Weisheit in ihm wohnte, um Recht zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 So herrschte also Salomo als K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel;<br>2 und dies waren seine F\u00fcrsten: Asarja, der Sohn Zadoks, war (Hoher-) Priester;<br>3 Elihoreph und Ahija, die S\u00f6hne Sisas, waren Staatsschreiber; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;<br>4 Benaja, der Sohn Jojadas, war oberster Heerf\u00fchrer; [Zadok und Abjathar waren Priester;]<br>5 Asarja, der Sohn Nathans, war \u00fcber die V\u00f6gte gesetzt; Sabud, der Sohn Nathans, war der priesterliche Freund des K\u00f6nigs;<br>6 Ahisar war Palastoberster, und Adoniram, der Sohn Addas, hatte die Oberaufsicht \u00fcber die Fronarbeiten.<br>7 Salomo hatte zw\u00f6lf V\u00f6gte, die \u00fcber ganz Israel gesetzt waren und den K\u00f6nig und seinen Hof zu versorgen hatten, und zwar oblag jedem von ihnen die Versorgung einen Monat lang im Jahre.<br>8 Folgendes sind ihre Namen: Der Sohn Hurs, im Gebirge Ephraim;<br>9 der Sohn Dekers in Makaz; (ihm unterstand) Saalbim, Beth-Semes und Elon bis Beth-Hanan;<br>10 der Sohn Heseds in Arubboth; ihm war Socho und die ganze Landschaft Hepher \u00fcberwiesen;<br>11 der Sohn Abinadabs, der das ganze H\u00fcgelland von Dor unter sich hatte; er war mit Salomos Tochter Taphath verheiratet worden;<br>12 Baana, der Sohn Ahiluds, in Thaanach, Megiddo und ganz Beth-Sean, das neben Zarthan liegt unterhalb Jesreels, von Beth-Sean bis nach Abel-Mehola, bis \u00fcber Jokmeam hinaus;<br>13 der Sohn Gebers zu Ramoth in Gilead, dem die Zeltd\u00f6rfer Jairs, des Sohnes Manasses, die in Gilead liegen, \u00fcberwiesen waren; dazu geh\u00f6rte auch der Landstrich Argob in Basan, sechzig gro\u00dfe St\u00e4dte mit Mauern und ehernen Riegeln;<br>14 Ahinadab, der Sohn Iddos, in Mahanaim;<br>15 Ahimaaz in Naphthali; auch er war mit einer Tochter Salomos, mit Basmath, verheiratet;<br>16 Baana, der Sohn Husais, in Asser und Bealoth;<br>17 Josaphat, der Sohn Pharuahs, in Issaschar;<br>18 Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;<br>19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, dem Lande Sihons, des K\u00f6nigs der Amoriter, und Ogs, des K\u00f6nigs von Basan; au\u00dferdem war noch ein Vogt \u00fcber alle V\u00f6gte im Lande eingesetzt. \u2013<br>20 (Die Bewohner von) Juda und Israel waren so zahlreich wie der Sand am Meer an Menge; sie a\u00dfen und tranken und waren guter Dinge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Salomo war aber Beherrscher aller Reiche vom Euphratstrom bis zum Philisterland und bis an die Grenze \u00c4gyptens; sie zahlten Tribut und waren Salomo untertan, solange er lebte.<br>2 Der t\u00e4gliche Speisebedarf Salomos betrug drei\u00dfig Kor Feinmehl und sechzig Kor gew\u00f6hnliches Mehl,<br>3 zehn gem\u00e4stete Rinder, zwanzig Rinder von der Weide und hundert St\u00fcck Kleinvieh, ungerechnet die Hirsche, Gazellen, Damhirsche und das gem\u00e4stete Gefl\u00fcgel.<br>4 Denn er herrschte \u00fcber alle L\u00e4nder diesseits des Euphrats von Thiphsah bis nach Gaza, \u00fcber alle K\u00f6nige diesseits des Euphrats, und lebte in Frieden mit allen V\u00f6lkern ringsum,<br>5 so da\u00df Juda und Israel von Dan bis Beerseba in Sicherheit wohnten, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, solange Salomo lebte.<br>6 Salomo besa\u00df auch viertausend Paar Pferde f\u00fcr seine Kriegswagen und zw\u00f6lftausend Reitpferde,<br>7 und jene V\u00f6gte versorgten den K\u00f6nig Salomo und alle, deren Unterhalt dem K\u00f6nig Salomo oblag, ein jeder w\u00e4hrend seines Monats, und lie\u00dfen es an nichts fehlen.<br>8 Auch die Gerste und das Stroh f\u00fcr die Wagen- und die Reitpferde hatten sie an den Ort zu liefern, wo er sich gerade aufhielt, ein jeder, wie es ihn der Reihe nach traf.<br>9 Gott verlieh aber dem Salomo Weisheit und Einsicht in sehr hohem Ma\u00dfe und einen Verstand so weitreichend wie der Sand, der am Ufer des Meeres liegt,<br>10 so da\u00df die Weisheit Salomos gr\u00f6\u00dfer war als die Weisheit aller Bewohner des Morgenlandes und als alle Weisheit \u00c4gyptens;<br>11 ja, er war weiser als alle Menschen, auch weiser als der Esrahiter Ethan und als Heman, Kalkol und Darda, die S\u00f6hne Mahols, und sein Ruhm war unter allen V\u00f6lkern ringsum verbreitet.<br>12 Er verfa\u00dfte dreitausend Spr\u00fcche, und die Zahl seiner Lieder betrug tausend und f\u00fcnf.<br>13 Er besang die B\u00e4ume von der Zeder auf dem Libanon an bis zum Ysop, der (aus den Fugen) an der Mauer hervorw\u00e4chst; er besang auch die vierf\u00fc\u00dfigen Tiere und die V\u00f6gel, das Gew\u00fcrm und die Fische;<br>14 und aus allen V\u00f6lkern kamen die Leute, um die Weisheit Salomos zu h\u00f6ren, von allen K\u00f6nigen der Erde her Leute, die von seiner Weisheit geh\u00f6rt hatten.<br>15 Hiram aber, der K\u00f6nig von Tyrus, schickte seine Knechte an Salomo; denn er hatte geh\u00f6rt, da\u00df man ihn als Nachfolger seines Vaters zum K\u00f6nig gesalbt hatte; Hiram war n\u00e4mlich zeitlebens mit David befreundet gewesen.<br>16 Da lie\u00df auch Salomo dem Hiram durch eine Gesandtschaft sagen:<br>17 \u00bbDu wei\u00dft selbst, da\u00df mein Vater David dem Namen des HERRN, seines Gottes, keinen Tempel hat erbauen k\u00f6nnen wegen der Kriege, in die seine Feinde ihn rings verwickelten, bis der HERR sie ihm unter seine Fu\u00dfsohlen legte.<br>18 Da mir jetzt aber der HERR, mein Gott, auf allen Seiten Ruhe verschafft hat, so da\u00df kein Widersacher und keine Schwierigkeit mehr vorhanden ist,<br>19 so beabsichtige ich nun, dem Namen des HERRN, meines Gottes, einen Tempel zu erbauen, wie der HERR dies meinem Vater David verhei\u00dfen hat mit den Worten: \u203aDein Sohn, den ich als deinen Nachfolger auf deinen Thron setzen werde, der soll meinem Namen das Haus bauen.\u2039<br>20 So gib nun Befehl, da\u00df man mir Zedern auf dem Libanon f\u00e4lle; meine Leute sollen dabei mit den deinigen zusammenarbeiten, und den Lohn f\u00fcr deine Leute will ich dir geben, ganz wie du es bestimmst. Du wei\u00dft ja selbst, da\u00df es keinen bei uns gibt, der Bauholz so zu hauen verst\u00e4nde wie die Sidonier.\u00ab<br>21 Als Hiram diese Botschaft Salomos vernahm, freute er sich au\u00dferordentlich und rief aus: \u00bbGepriesen sei heute der HERR, der dem David einen weisen Sohn zum Herrscher \u00fcber dies gro\u00dfe Volk gegeben hat!\u00ab<br>22 Hierauf lie\u00df Hiram dem Salomo durch eine Gesandtschaft sagen: \u00bbIch habe deine Botschaft an mich vernommen. Ich werde alle deine W\u00fcnsche bez\u00fcglich des Zedern- und Zypressenholzes erf\u00fcllen.<br>23 Meine Leute sollen die H\u00f6lzer vom Libanon ans Meer hinabschaffen; dann will ich Fl\u00f6\u00dfe daraus auf dem Meer herstellen lassen und sie bis an den Ort schaffen, den du mir angeben wirst; dort lasse ich sie wieder auseinandernehmen, und du l\u00e4\u00dft sie dann abholen. Daf\u00fcr mu\u00dft du aber auch meine W\u00fcnsche erf\u00fcllen, indem du meinen Hofhalt mit Speisebedarf versorgst.\u00ab<br>24 So lieferte also Hiram dem Salomo Zedern- und Zypressenholz, soviel er w\u00fcnschte;<br>25 Salomo dagegen lieferte dem Hiram 20000 Kor Weizen f\u00fcr den Unterhalt seines Hofes und 20000 Bath feinstes \u00d6l von zersto\u00dfenen Oliven; so viel hatte Salomo dem Hiram Jahr f\u00fcr Jahr zu liefern.<br>26 Der HERR aber verlieh dem Salomo Weisheit, wie er ihm verhei\u00dfen hatte; und es bestand ein freundschaftliches Verh\u00e4ltnis zwischen Salomo und Hiram, denn sie hatten einen Bund miteinander geschlossen.<br>27 Hierauf hob der K\u00f6nig Salomo aus ganz Israel Fronarbeiter aus, so da\u00df die Fronenden sich auf drei\u00dfigtausend Mann beliefen.<br>28 Er schickte sie abwechselnd auf den Libanon, jeden Monat zehntausend, so da\u00df sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate jeder zu Hause blieb; Adoniram hatte die Oberaufsicht \u00fcber die Fronarbeiter. \u2013<br>29 Au\u00dferdem hatte Salomo 70000 Lasttr\u00e4ger und 80000 Steinhauer im Gebirge (Juda),<br>30 ungerechnet die 3300 von Salomo bestellten Werkf\u00fchrer, welche die Arbeiten zu leiten und die Leute, die mit der Arbeit besch\u00e4ftigt waren, zu beaufsichtigen hatten.<br>31 Der K\u00f6nig gab auch Befehl, gro\u00dfe und schwere Steine zu brechen, um die Grundmauern des Tempels mit Quadersteinen zu legen.<br>32 Die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams behieben sie dann gemeinsam und richteten die H\u00f6lzer und die Steine zum Bau des Tempels her.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug der Israeliten aus \u00c4gypten, im vierten Jahre der Regierung Salomos \u00fcber Israel, im Monat Siw \u2013 das ist der zweite Monat \u2013, da begann Salomo den Bau des Tempels f\u00fcr den HERRN.<br>2 Der Tempel, den der K\u00f6nig Salomo f\u00fcr den HERRN baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und drei\u00dfig Ellen hoch.<br>3 Die Halle an der Vorderseite des Gro\u00dfraumes des Geb\u00e4udes war zwanzig Ellen breit, entsprechend der Breite des Geb\u00e4udes, und zehn Ellen tief in der L\u00e4ngsrichtung des Geb\u00e4udes.<br>4 (Salomo) lie\u00df an dem Tempel Fenster mit unbeweglichem Gitterwerk anbringen<br>5 und f\u00fchrte an der Wand des Tempels ringsum, sowohl um den Gro\u00dfraum als auch um den Hinterraum, einen Anbau auf und richtete so ringsum Seitenr\u00e4ume ein.<br>6 Das unterste Stockwerk (dieses Anbaus) war f\u00fcnf Ellen breit, das mittlere sechs, das dritte sieben Ellen breit; denn Salomo hatte au\u00dfen am Tempel ringsum Abs\u00e4tze anbringen lassen, damit die Querbalken nicht in die Mauern des Hauptgeb\u00e4udes eingriffen.<br>7 Beim Bau des Tempels verwandte man aber nur Steine, die beim Brechen (im Steinbruch) schon fertig behauen waren, so da\u00df man w\u00e4hrend der Errichtung des Geb\u00e4udes von H\u00e4mmern und Mei\u00dfeln, \u00fcberhaupt von eisernen Werkzeugen im Tempel nichts h\u00f6rte.<br>8 Der Eingang zum untersten Stockwerk des Anbaus befand sich an der S\u00fcdseite des Geb\u00e4udes; und auf einer Wendeltreppe stieg man in das mittlere und vom mittleren in das dritte Stockwerk hinauf.<br>9 Als er so den Bau des Tempels vollendet hatte, deckte er das Geb\u00e4ude mit Balken und Bohlenreihen von Zedernholz.<br>10 Den Anbau aber f\u00fchrte er um den ganzen Tempel her auf, jedes Stockwerk f\u00fcnf Ellen hoch, und verband ihn mit dem Hauptgeb\u00e4ude durch Zedernbalken.<br>11 Und es erging das Wort des HERRN an Salomo folgenderma\u00dfen:<br>12 \u00bbSo steht es mit diesem Hause, das du eben erbaust: Wenn du nach meinen Satzungen wandelst und meinen Weisungen nachkommst, alle meine Gebote h\u00e4ltst, so da\u00df du nach ihnen wandelst, so will ich die Verhei\u00dfung an dir wahrmachen, die ich deinem Vater David gegeben habe:<br>13 ich werde alsdann inmitten der Israeliten wohnen und mein Volk Israel nicht verlassen.\u00ab<br>14 Als nun Salomo mit dem Bau des Hauses fertig war,<br>15 bekleidete er die W\u00e4nde des Tempels im Inneren des Hauses mit Brettern von Zedernholz: vom Fu\u00dfboden des Geb\u00e4udes bis zu den Balken der Decke t\u00e4felte er die inneren W\u00e4nde mit Holz und belegte den Fu\u00dfboden des Tempels mit Bohlen von Zypressenholz.<br>16 Ebenso bekleidete er die zwanzig Ellen an der Hinterseite des Tempels mit Zedernbrettern vom Fu\u00dfboden bis an die Decke und baute sich so im Inneren des Tempels den Hinterraum als das Allerheiligste aus.<br>17 Aber das vordere Tempelhaus, das hei\u00dft der Gro\u00dfraum vorn vor dem Allerheiligsten, ma\u00df vierzig Ellen.<br>18 So bestand denn das ganze Haus im Inneren aus Zedernholz, verziert mit Schnitzwerk in Form von wilden Gurken und Blumengewinden, alles von Zedernholz, so da\u00df kein Stein zu sehen war.<br>19 Den Hinterraum aber im Inneren des Geb\u00e4udes richtete er so ein, da\u00df er die Bundeslade des HERRN dort unterbringen konnte.<br>20 Der Hinterraum war n\u00e4mlich zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch, und er lie\u00df ihn mit feinem Gold \u00fcberziehen; auch den Zedernholz-Altar vor dem Hinterraum \u00fcberzog er damit.<br>21 Weiter \u00fcberzog Salomo das Geb\u00e4ude im Inneren mit feinem Gold und zog vor dem Hinterraum goldene Ketten her und \u00fcberzog auch ihn mit Gold.<br>22 Den ganzen Tempel \u00fcberzog er also im Inneren mit Gold, das ganze Geb\u00e4ude vollst\u00e4ndig; auch den Altar, der vor dem Allerheiligsten stand, \u00fcberzog er ganz mit Gold.<br>23 Weiter lie\u00df er im Allerheiligsten zwei Cherube aus \u00d6lbaumholz anfertigen, je zehn Ellen hoch.<br>24 Jeder Fl\u00fcgel der beiden Cherube ma\u00df f\u00fcnf Ellen, so da\u00df von der einen Fl\u00fcgelspitze bis zu der andern ein Abstand von zehn Ellen war.<br>25 Und zehn Ellen ma\u00df auch der andere Cherub: beide Cherube hatten dasselbe Ma\u00df und dieselbe Gestalt;<br>26 die H\u00f6he des einen Cherubs betrug zehn Ellen und ebenso die des anderen Cherubs.<br>27 Er stellte die beiden Cherube dann in der Mitte des innersten Tempelraumes auf, und sie hielten ihre Fl\u00fcgel so ausgebreitet, da\u00df der Fl\u00fcgel des einen Cherubs diese Wand des Allerheiligsten und der Fl\u00fcgel des andern Cherubs die andere Wand ber\u00fchrte, w\u00e4hrend ihre inneren Fl\u00fcgel in der Richtung nach der Mitte des Raumes aneinander stie\u00dfen.<br>28 Auch die Cherube \u00fcberzog er mit Gold.<br>29 Weiter lie\u00df er an allen W\u00e4nden des Geb\u00e4udes ringsum Schnitzwerk von Cheruben, Palmen und Blumengewinden anbringen.<br>30 Auch den Fu\u00dfboden des Tempels lie\u00df er mit Gold \u00fcberziehen sowohl im Hinterraum als auch im Vorderraum.<br>31 Und f\u00fcr den Eingang in den Hinterraum lie\u00df er eine T\u00fcreinfassung von \u00d6lbaumholz anfertigen; die Oberschwelle und die Pfosten bildeten ein F\u00fcnfeck.<br>32 Auf den beiden T\u00fcrfl\u00fcgeln von \u00d6lbaumholz aber lie\u00df er Schnitzwerk von Cheruben, Palmen und Blumengewinden anbringen und sie dann mit Gold \u00fcberziehen, und zwar die Cherube und die Palmen mit breitgeschlagenem Gold.<br>33 Ebenso lie\u00df er auch f\u00fcr den Eingang zum Gro\u00dfraum eine T\u00fcreinfassung von \u00d6lbaumholz anfertigen, die ein Viereck bildete,<br>34 dazu zwei T\u00fcrfl\u00fcgel von Zypressenholz, von denen jeder aus zwei drehbaren Bl\u00e4ttern bestand.<br>35 Er lie\u00df dann Schnitzwerk darauf anbringen, n\u00e4mlich Cherube, Palmen und Blumengewinde, und lie\u00df sie mit Goldblech \u00fcberziehen, das dem Schnitzwerk genau angepa\u00dft war.<br>36 Darauf lie\u00df er den inneren Vorhof mit einer Mauer umziehen, die aus drei Lagen von Quadersteinen und einer Lage von Zedernbalken bestand.<br>37 Im vierten Jahre (der Regierung Salomos), im Monat Siw (V.1), war der Grund zum Tempel des HERRN gelegt worden,<br>38 und im elften Jahre, im Monat Bul \u2013 das ist der achte Monat \u2013, war der Tempel vollendet in allen seinen Teilen und mit allem, was dazu geh\u00f6rte; sieben Jahre also hatte man daran gebaut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Aber an seinem eigenen Hause baute Salomo dreizehn Jahre lang, bis er seinen Palast ganz vollendet hatte.<br>2 Er erbaute n\u00e4mlich das Libanonwaldhaus, das hundert Ellen lang, f\u00fcnfzig Ellen breit und drei\u00dfig Ellen hoch war, auf vier Reihen von Zederns\u00e4ulen, und auf den S\u00e4ulen ruhten Balken von Zedernholz.<br>3 Eine Decke von Zedernholz befand sich \u00fcber den Tragbalken, die auf den S\u00e4ulen lagen, zusammen f\u00fcnfundvierzig, f\u00fcnfzehn in jeder Reihe.<br>4 Und Durchblicke waren da in drei Reihen, und die Licht\u00f6ffnungen lagen einander gegen\u00fcber, dreimal.<br>5 Alle T\u00fcren und Licht\u00f6ffnungen waren viereckig, im Durchblick; und die Licht\u00f6ffnungen lagen einander gegen\u00fcber, dreimal.<br>6 Sodann erbaute er den S\u00e4ulensaal, der f\u00fcnfzig Ellen lang und drei\u00dfig Ellen breit war; eine Halle mit S\u00e4ulen und eine Treppe befand sich davor. \u2013<br>7 Weiter erbaute er den Thronsaal, in dem er Recht sprach, den Gerichtssaal; der war mit Zedernholz get\u00e4felt vom Fu\u00dfboden bis an die Decke. \u2013<br>8 Sodann sein eigener Palast, in dem er wohnte, im zweiten Vorhof einw\u00e4rts vom Thronsaal, war ein Bau von derselben Art. Auch f\u00fcr die Tochter des Pharaos, die Salomo geheiratet hatte, baute er einen Palast gleich jener Halle.<br>9 Alle diese Bauten waren aus Prachtsteinen aufgef\u00fchrt, die nach Quaderma\u00df behauen und innen wie au\u00dfen mit der S\u00e4ge zugeschnitten waren, und zwar vom Grund an bis zu den Gesimsen und von au\u00dfen bis zu dem gro\u00dfen Vorhof.<br>10 Die Fundamente aber bestanden aus gewaltig gro\u00dfen Steinen, aus Bl\u00f6cken von zehn Ellen und solchen von acht Ellen L\u00e4nge;<br>11 und dar\u00fcber lagen Prachtsteine, die nach Quaderma\u00df zugehauen waren, und Zedernbalken.<br>12 Der gro\u00dfe Vorhof aber war rings mit einer Mauer umgeben, die aus drei Lagen Quadersteinen und einer Lage Zedernbalken bestand; ebenso war es auch bei dem inneren Vorhof am Tempel des HERRN und bei dem Vorhof am S\u00e4ulensaal des Palastes.<br>13 Darauf sandte der K\u00f6nig Salomo hin und lie\u00df Hiram von Tyrus holen.<br>14 Dieser war der Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphthali, sein Vater aber war ein tyrischer Kupferschmied. Er war ein hochbegabter, einsichtsvoller und kunstsinniger Mann, der sich auf die Herstellung von Erzarbeiten jeder Art verstand. Dieser Mann kam also zum K\u00f6nig Salomo und f\u00fchrte alle Erzarbeiten f\u00fcr ihn aus.<br>15 So stellte er die beiden ehernen S\u00e4ulen her: achtzehn Ellen war die eine S\u00e4ule hoch, ein Faden von zw\u00f6lf Ellen umspannte sie, und ihre Dicke betrug vier Finger; inwendig war sie hohl; und ebenso machte er die zweite S\u00e4ule.<br>16 Auch fertigte er zwei aus Erz gegossene Kn\u00e4ufe an, um sie oben auf die S\u00e4ulen zu setzen; jedes dieser beiden Kapitelle hatte f\u00fcnf Ellen H\u00f6he.<br>17 Zur Bekleidung der Kapitelle, die sich oben auf den S\u00e4ulen befanden, dienten Flechtwerke von kettenartig gearbeiteten Schn\u00fcren.<br>18 Dann fertigte er die Granat\u00e4pfel an, und zwar zwei Reihen von Granat\u00e4pfeln aus Erz f\u00fcr das eine Flechtwerk; und ebenso verfertigte er sie f\u00fcr das andere Kapitell.<br>19 Die Kapitelle, die sich oben auf den S\u00e4ulen befanden, waren in Form von Lilien gearbeitet, in der Vorhalle, vier Ellen.<br>20 und der Granat\u00e4pfel waren zweihundert, in Reihen rings um das eine Kapitell; Und Kapitelle waren auf den beiden S\u00e4ulen auch oberhalb nahe bei dem Wulst, der nach der Seite des Flechtwerks ging.<br>21 Er stellte diese S\u00e4ulen am Eingang zur Vorhalle des Tempels auf; die eine S\u00e4ule, die er rechts aufstellte, nannte er Jachin, und der anderen, die er links aufstellte, gab er den Namen Boas.<br>22 Oben auf den S\u00e4ulen aber war ein lilienf\u00f6rmiges Gebilde; und damit war die Herstellung der S\u00e4ulen vollendet.<br>23 Hiram fertigte auch das aus Erz gegossene Meer, das von einem Rande bis zum andern zehn Ellen ma\u00df, ringsum gerundet und f\u00fcnf Ellen hoch; eine Schnur von drei\u00dfig Ellen war erforderlich, um es ganz zu umspannen.<br>24 Unterhalb seines Randes waren Gebilde von wilden Gurken (6,18) angebracht, die es rings umgaben, je zehn auf die Elle; sie bildeten einen Kranz um das Becken, zwei Reihen Gurken, die gleich beim Gu\u00df mitgegossen worden waren.<br>25 Es ruhte auf zw\u00f6lf Rindern, von denen drei nach Norden, drei nach Westen, drei nach S\u00fcden und drei nach Osten gewandt waren; das Becken aber lag oben auf ihnen, und die Hinterseite war bei allen Rindern nach innen gekehrt.<br>26 Die Dicke (der Wand) des Beckens betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie die Arbeit eines Becherrandes geformt, nach Art einer bl\u00fchenden Lilie. Es fa\u00dfte zweitausend Bath.<br>27 Er fertigte auch die zehn Gest\u00fchle aus Erz; jedes dieser Gest\u00fchle war vier Ellen lang, vier Ellen breit und drei Ellen hoch.<br>28 Die Gest\u00fchle waren aber folgenderma\u00dfen gearbeitet: sie hatten Stege, und zwar Stege auch zwischen den Leitersprossen;<br>29 auf den Stegen aber, die zwischen den Leitersprossen waren, befanden sich L\u00f6wen, Rinder und Cherube, und ebenso an den Leitersprossen oben und unten; unterhalb der L\u00f6wen und Rinder waren Kr\u00e4nze in Form von Gewinden angebracht.<br>30 Jedes Gest\u00fchl hatte vier eherne R\u00e4der und eherne Achsen, und an seinen vier Ecken befanden sich Aufs\u00e4tze, die unterhalb des Beckens angegossen waren; jenseits eines jeden waren Gewinde.<br>31 Sein Auflager befand sich innerhalb der Aufs\u00e4tze und ragte eine Elle dar\u00fcber hinaus; sein Auflager war rund, in Gestell-Arbeit, anderthalb Ellen im Durchmesser; und auch an dem Auflager war Bildwerk angebracht, seine Stege aber waren viereckig, nicht rund.<br>32 Die vier R\u00e4der befanden sich unten an den Stegen, und die Halter der R\u00e4der waren an dem Gest\u00fchl befestigt, und jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.<br>33 Die R\u00e4der waren wie Wagenr\u00e4der gearbeitet; ihre Halter und Felgen, ihre Speichen und Naben \u2013 alles war Gu\u00dfwerk.<br>34 An den vier Eckpfosten jedes Gest\u00fchls befanden sich vier Aufs\u00e4tze, die aus einem Gu\u00df mit dem Gest\u00fchl waren.<br>35 Oben auf dem Gest\u00fchl war eine Art Gestell, eine halbe Elle hoch, rund ringsum; und oben auf dem Gest\u00fchl war der Aufsatz mit seinen Haltern, die das Becken st\u00fctzten, seine Halter und Stege aus einem Gu\u00df mit ihm.<br>36 Auf die Tafeln und Stege grub er Bildwerk von Cheruben, L\u00f6wen und Palmen ein, soweit leerer Raum bei ihnen vorhanden war, und Gewinde ringsum.<br>37 Auf diese Weise stellte er die zehn Gest\u00fchle her; alle hatten denselben Gu\u00df, dasselbe Ma\u00df und dieselbe Gestaltung. \u2013<br>38 Dann fertigte er zehn eherne Kessel, von denen jeder vierzig Bath fa\u00dfte und jeder einen Durchmesser von vier Ellen hatte; auf jedes der zehn Gest\u00fchle kam ein solcher Kessel.<br>39 Von den Gest\u00fchlen stellte er f\u00fcnf auf der S\u00fcdseite und f\u00fcnf auf der Nordseite des Tempels auf; das gro\u00dfe Wasserbecken aber erhielt seinen Platz auf der S\u00fcdostseite des Tempels.<br>40 Weiter fertigte Hiram die T\u00f6pfe, Schaufeln und Sprengschalen an und vollendete so alle Arbeiten, die er f\u00fcr den K\u00f6nig Salomo am Gotteshause herzustellen hatte,<br>41 n\u00e4mlich zwei S\u00e4ulen mit den beiden kugelf\u00f6rmigen Kn\u00e4ufen oben auf den S\u00e4ulen sowie die zwei Geflechte zur Bekleidung der beiden kugelf\u00f6rmigen Kapitelle oben auf den S\u00e4ulen;<br>42 und die vierhundert Granat\u00e4pfel f\u00fcr die beiden Flechtwerke: zwei Reihen Granat\u00e4pfel f\u00fcr jedes Flechtwerk;<br>43 ferner die zehn Gest\u00fchle nebst den zehn Kesseln auf den Gest\u00fchlen,<br>44 und das eine gro\u00dfe Wasserbecken mit den zw\u00f6lf Rindern unter dem Becken;<br>45 sodann die T\u00f6pfe, Schaufeln und Sprengschalen. Alle diese Kunstwerke, die Hiram dem K\u00f6nig Salomo f\u00fcr den Tempel des HERRN fertigte, waren von gepl\u00e4ttetem Erz.<br>46 In der Jordanaue hatte der K\u00f6nig sie gie\u00dfen lassen an der Furt von Adama, zwischen Sukkoth und Zarethan.<br>47 Salomo lie\u00df aber alle diese Metallarbeiten ungewogen wegen ihrer \u00fcbergro\u00dfen Menge; das Gewicht des Erzes wurde nicht festgestellt.<br>48 Ferner lie\u00df Salomo alle die Ausstattungsgegenst\u00e4nde und Ger\u00e4te anfertigen, die zum Tempel des HERRN geh\u00f6rten: den vergoldeten Altar und den vergoldeten Tisch, auf dem die Schaubrote lagen;<br>49 weiter die Leuchter, n\u00e4mlich f\u00fcnf auf der rechten und f\u00fcnf auf der linken Seite vor dem Allerheiligsten aus gediegenem Gold, dazu die Bl\u00fcten, Lampen und Lichtscheren aus Gold;<br>50 weiter die Becken, Messer, Sprengschalen, Sch\u00fcsseln und R\u00e4ucherpfannen aus gediegenem Gold. Was schlie\u00dflich die Angeln an den T\u00fcrfl\u00fcgeln im Innenraum des Tempels, des Allerheiligsten, sowie an den T\u00fcrfl\u00fcgeln des Gro\u00dfraumes des Tempels betrifft, so waren sie von Gold.<br>51 Als nun alle Arbeiten, die der K\u00f6nig Salomo f\u00fcr den Tempel des HERRN hatte herstellen lassen, fertig waren, lie\u00df Salomo auch die Weihgeschenke seines Vaters David hineinbringen; und zwar legte er das Silber, das Gold und die Ger\u00e4te in die Schatzkammern des Tempels des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Damals lie\u00df Salomo die \u00c4ltesten der Israeliten und (zwar besonders) alle H\u00e4upter der St\u00e4mme und die Obersten der israelitischen Geschlechter bei sich in Jerusalem zusammenkommen, um die Bundeslade des HERRN aus der Davidstadt, das ist Zion, hinaufzubringen.<br>2 So versammelten sich denn alle israelitischen M\u00e4nner beim K\u00f6nig Salomo am Fest im Monat Ethanim, das ist der siebte Monat.<br>3 Als nun alle \u00c4ltesten der Israeliten sich eingefunden hatten, hoben die Priester die Lade des HERRN auf<br>4 und trugen sie hinauf, ebenso das Offenbarungszelt und alle heiligen Ger\u00e4te, die sich im Zelt befanden: die Priester und Leviten trugen sie hinauf.<br>5 Der K\u00f6nig Salomo aber und die ganze Volksgemeinde Israel, die sich um ihn versammelt hatte, opferten vor der Lade so viele St\u00fcck Kleinvieh und Rinder, da\u00df ihre Menge geradezu unz\u00e4hlbar war.<br>6 Alsdann brachten die Priester die Lade mit dem Bundesgesetz des HERRN an die f\u00fcr sie bestimmte St\u00e4tte, n\u00e4mlich in den Hinterraum des Tempels, in das Allerheiligste, unter die Fl\u00fcgel der Cherube;<br>7 die Cherube hielten n\u00e4mlich ihre Fl\u00fcgel ausgebreitet \u00fcber die St\u00e4tte, wo die Lade stand, so da\u00df die Cherube eine Decke oben \u00fcber der Lade und deren Tragstangen bildeten.<br>8 Die Tragstangen aber waren so lang, da\u00df die Spitzen der Stangen im Heiligtum an der Vorderseite des Allerheiligsten eben noch sichtbar waren; weiter au\u00dfen aber waren sie nicht zu sehen; und sie sind dort geblieben bis auf den heutigen Tag.<br>9 In der Lade befand sich nichts als nur die beiden steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit den Israeliten nach ihrem Auszug aus \u00c4gypten geschlossen hatte.<br>10 Als aber die Priester aus dem Heiligtum hinausgetreten waren, da erf\u00fcllte die Wolke den Tempel des HERRN,<br>11 so da\u00df die Priester wegen der Wolke nicht hintreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erf\u00fcllte den Tempel des HERRN.<br>12 Damals sprach Salomo: \u00bbDer HERR hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen.<br>13 So habe ich dir nun ein Haus zur Wohnung gebaut, eine St\u00e4tte zum Wohnsitz f\u00fcr dich auf ewige Zeiten.\u00ab<br>14 Hierauf wandte der K\u00f6nig sich um und segnete die ganze Volksgemeinde Israel, wobei die ganze Gemeinde Israel dastand.<br>15 Dann sagte er: \u00bbGepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der die Verhei\u00dfung, die er meinem Vater David m\u00fcndlich gegeben, nun tats\u00e4chlich erf\u00fcllt hat, da er sagte (2.Sam 7,6-13):<br>16 \u203aSeit der Zeit, wo ich mein Volk Israel aus \u00c4gypten hinausgef\u00fchrt, habe ich aus allen St\u00e4mmen Israels nie eine Stadt dazu erw\u00e4hlt, da\u00df mir daselbst ein Haus gebaut w\u00fcrde, an dem mein Name haften sollte; David aber habe ich dazu ersehen, Herrscher \u00fcber mein Volk Israel zu sein.\u2039<br>17 Nun hatte zwar mein Vater David den Wunsch, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen;<br>18 aber der HERR lie\u00df meinem Vater David verk\u00fcnden: \u203aDa\u00df du den Wunsch gehegt hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, an diesem Vorhaben hast du wohl getan;<br>19 jedoch nicht du sollst das Haus mir bauen, sondern dein leiblicher Sohn, der dir geboren werden wird, der soll meinem Namen das Haus bauen.\u2039<br>20 Nun hat der HERR diese Verhei\u00dfung, die er gegeben hat, in Erf\u00fcllung gehen lassen; denn ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und habe den Thron Israels bestiegen, wie der HERR es verhei\u00dfen hatte, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, den Tempel erbaut,<br>21 und ich habe darin eine St\u00e4tte geschaffen f\u00fcr die Lade, in der die Urkunde des Bundes liegt, den der HERR mit unsern V\u00e4tern geschlossen hat, als er sie aus dem Lande \u00c4gypten hinausf\u00fchrte.\u00ab<br>22 Nunmehr trat Salomo angesichts der ganzen Gemeinde Israel vor den Altar des HERRN, breitete seine H\u00e4nde gen Himmel aus<br>23 und betete: \u00bbHERR, du Gott Israels! Kein Gott weder im Himmel droben noch auf der Erde unten ist dir gleich, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln.<br>24 Du hast deinem Knechte David, meinem Vater, das Versprechen gehalten, was du ihm gegeben hattest; ja, was du m\u00fcndlich zugesagt hattest, das hast du tats\u00e4chlich erf\u00fcllt, wie es heute sichtbar zutage liegt.<br>25 Und nun, HERR, du Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, auch die Verhei\u00dfung, die du ihm gegeben hast mit den Worten: \u203aEs soll dir nie an einem (Nachkommen) fehlen, der vor meinem Angesicht auf dem Throne Israels sitze, wofern nur deine S\u00f6hne auf ihren Weg achthaben, da\u00df sie vor meinen Augen wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.\u2039<br>26 Nun also, Gott Israels, la\u00df deine Verhei\u00dfung, die du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, in Erf\u00fcllung gehen!<br>27 Wie aber? Sollte Gott wirklich auf der Erde Wohnung nehmen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel k\u00f6nnen dich nicht fassen: wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!<br>28 Und doch wende dich dem Gebet deines Knechtes und seinem Flehen zu, HERR, mein Gott, und h\u00f6re auf das laute Rufen und das Gebet, das dein Knecht heute an dich richtet!<br>29 La\u00df deine Augen bei Tag und bei Nacht offenstehen \u00fcber diesem Hause, \u00fcber der St\u00e4tte, von der du verhei\u00dfen hast: \u203aMein Name soll daselbst wohnen!\u2039, da\u00df du auf das Gebet h\u00f6rest, das dein Knecht an dieser St\u00e4tte verrichten wird.<br>30 So h\u00f6re denn auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, sooft sie an dieser St\u00e4tte beten werden! Ja, erh\u00f6re du es an der St\u00e4tte, wo du thronst, im Himmel, und wenn du es h\u00f6rst, so vergib!<br>31 Wenn sich jemand gegen seinen N\u00e4chsten vergeht und man ihm einen Eid auferlegt, den er schw\u00f6ren soll, und er kommt und schw\u00f6rt vor deinem Altar in diesem Hause:<br>32 so wollest du es im Himmel h\u00f6ren und eingreifen und deinen Knechten Recht schaffen, indem du den Schuldigen dadurch f\u00fcr schuldig erkl\u00e4rst, da\u00df du sein Tun auf sein Haupt zur\u00fcckfallen l\u00e4\u00dft, dem Unschuldigen aber dadurch zu seinem Recht verhilfst, da\u00df du ihm zuteil werden l\u00e4\u00dft nach seiner Gerechtigkeit!<br>33 Wenn dein Volk Israel von einem Feinde geschlagen wird, weil es sich gegen dich vers\u00fcndigt hat, sich dann aber wieder zu dir bekehrt und deinen Namen bekennt und in diesem Hause zu dir betet und fleht:<br>34 so wollest du es im Himmel h\u00f6ren und deinem Volk Israel die S\u00fcnde vergeben und sie in dem Lande wohnen lassen, das du ihren V\u00e4tern gegeben hast!<br>35 Wenn der Himmel verschlossen bleibt und kein Regen f\u00e4llt, weil sie gegen dich ges\u00fcndigt haben, und sie dann an dieser St\u00e4tte beten und deinen Namen bekennen und sich von ihrer S\u00fcnde bekehren, weil du sie gedem\u00fctigt hast:<br>36 so wollest du es im Himmel h\u00f6ren und deinen Knechten, deinem Volk Israel, die S\u00fcnde vergeben, indem du sie auf den rechten Weg weisest, auf dem sie wandeln sollen, und wollest Regen fallen lassen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbbesitz gegeben hast!<br>37 Wenn eine Hungersnot im Lande herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Getreidebrand oder Vergilben des Getreides, Heuschrecken oder Ungeziefer \u00fcber das Land kommen, wenn seine Feinde es in einer seiner Ortschaften bedr\u00e4ngen oder sonst irgendeine Plage, irgendeine Krankheit sie heimsucht:<br>38 was man alsdann bittet und fleht, es geschehe von einem einzelnen Menschen oder von deinem ganzen Volk Israel, wenn ein jeder sich in seinem Gewissen getroffen f\u00fchlt und er seine H\u00e4nde nach diesem Hause hin ausstreckt:<br>39 so wollest du es im Himmel h\u00f6ren an der St\u00e4tte, wo du thronst, und wollest Verzeihung gew\u00e4hren und einem jeden ganz nach Verdienst vergelten, wie du sein Herz kennst \u2013 denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder \u2013,<br>40 damit sie dich allezeit f\u00fcrchten, solange sie auf dem Boden des Landes leben, das du unsern V\u00e4tern gegeben hast!<br>41 Aber auch den Fremdling, der nicht zu deinem Volk Israel geh\u00f6rt, sondern aus fernem Lande um deines Namens willen hergekommen ist \u2013<br>42 denn sie werden von deinem gro\u00dfen Namen, von deiner starken Hand und deinem hocherhobenen Arm h\u00f6ren \u2013, wenn er also kommt und vor diesem Tempel betet:<br>43 so wollest du ihn im Himmel h\u00f6ren an der St\u00e4tte, wo du thronst, und alles das tun, um was der Fremdling dich anruft, auf da\u00df alle V\u00f6lker der Erde deinen Namen kennenlernen, damit sie dich ebenso f\u00fcrchten wie dein Volk Israel und damit sie innewerden, da\u00df dieses Haus, das ich erbaut habe, deinem Namen als Besitz zugesprochen ist.<br>44 Wenn dein Volk gegen seine Feinde zum Kampf auszieht auf dem Wege, auf den du sie senden wirst, und sie sich im Gebet zu dem HERRN nach der Stadt hin wenden, die du erw\u00e4hlt hast, und nach dem Tempel hin, den ich zu Ehren deines Namens erbaut habe:<br>45 so wollest du ihr Gebet und Flehen im Himmel h\u00f6ren und ihnen zu ihrem Recht verhelfen!<br>46 Wenn sie sich an dir vers\u00fcndigt haben \u2013 es gibt ja keinen Menschen, der nicht s\u00fcndigt \u2013 und du ihnen z\u00fcrnst und sie dem Feinde preisgibst, so da\u00df ihre Besieger sie gefangen wegf\u00fchren in Feindesland, es liege fern oder nahe,<br>47 und sie dann in dem Lande, wohin sie in die Gefangenschaft gef\u00fchrt worden sind, in sich gehen und sich bekehren und dich im Lande ihrer Zwingherren mit dem Bekenntnis anrufen: \u203aWir haben ges\u00fcndigt und uns vergangen, wir haben gottlos gehandelt!\u2039,<br>48 wenn sie sich also im Lande ihrer Feinde, die sie in Gefangenschaft halten, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dir wieder zuwenden und zu dir beten in der Richtung nach ihrem Lande hin, das du ihren V\u00e4tern gegeben hast, und nach der Stadt hin, die du dir erw\u00e4hlt hast, und nach dem Tempel hin, den ich zu Ehren deines Namens erbaut habe:<br>49 so wollest du ihr Gebet und Flehen im Himmel an der St\u00e4tte, wo du thronst, h\u00f6ren und ihnen zu ihrem Recht verhelfen<br>50 und wollest deinem Volke vergeben, was sie gegen dich ges\u00fcndigt haben, und alle ihre \u00dcbertretungen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben, und wollest sie Barmherzigkeit finden lassen bei ihren Zwingherren, so da\u00df diese Erbarmen mit ihnen haben!<br>51 Denn sie sind dein Volk und dein Eigentum, das du aus \u00c4gypten, mitten aus dem Eisen-Schmelzofen, weggef\u00fchrt hast.<br>52 So la\u00df denn deine Augen offenstehen f\u00fcr das Flehen deines Knechtes und f\u00fcr das Flehen deines Volkes Israel, da\u00df du sie erh\u00f6rest, sooft sie dich anrufen!<br>53 Denn du selbst hast sie dir zum Eigentum ausgesondert aus allen V\u00f6lkern der Erde, wie du es durch den Mund deines Knechtes Mose ausgesprochen hast (2.Mose 19,5), als du unsere V\u00e4ter aus \u00c4gypten wegf\u00fchrtest, HERR, unser Gott!\u00ab<br>54 Als nun Salomo mit diesem ganzen Gebet und Flehen, das er an den HERRN gerichtet hatte, zu Ende war, erhob er sich von dem Platze vor dem Altar des HERRN, wo er mit zum Himmel ausgebreiteten H\u00e4nden auf den Knien gelegen hatte;<br>55 er trat dann hin und segnete die ganze Volksgemeinde Israel, indem er mit lauter Stimme ausrief:<br>56 \u00bbGepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe verschafft hat, ganz wie er es verhei\u00dfen hat! Von all seinen herrlichen Verhei\u00dfungen, die er durch den Mund seines Knechtes Mose gegeben hat, ist keine einzige unerf\u00fcllt geblieben.<br>57 Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern V\u00e4tern gewesen ist! Er verlasse uns nicht und verwerfe uns nicht,<br>58 sondern lasse unsere Herzen auf ihn gerichtet sein, damit wir allezeit auf seinen Wegen wandeln und seine Gebote, Satzungen und Rechte beobachten, zu denen er unsere V\u00e4ter verpflichtet hat!<br>59 Und diese meine Worte, mit denen ich den HERRN angefleht habe, m\u00f6gen dem HERRN, unserm Gott, bei Tag und bei Nacht gegenw\u00e4rtig sein, auf da\u00df er seinem Knecht und seinem Volk Israel so, wie jeder Tag es erfordert, Recht schaffe,<br>60 damit alle V\u00f6lker der Erde erkennen, da\u00df der HERR Gott ist und sonst keiner.<br>61 Euer Herz aber m\u00f6ge dem HERRN, unserm Gott, ungeteilt ergeben sein, da\u00df ihr nach seinen Satzungen wandelt und seine Gebote so haltet, wie es heute der Fall ist!\u00ab<br>62 Hierauf brachten der K\u00f6nig und ganz Israel mit ihm Schlachtopfer vor dem HERRN dar,<br>63 und zwar lie\u00df Salomo als Heilsopfer, das er dem HERRN darbrachte, 22000 Rinder und 120000 St\u00fcck Kleinvieh schlachten: so weihten der K\u00f6nig und alle Israeliten den Tempel des HERRN ein.<br>64 An jenem Tage weihte der K\u00f6nig den mittleren Teil des Vorhofes, der vor dem Tempel des HERRN liegt, zur Opferst\u00e4tte; denn er brachte dort die Brandopfer, die Speisopfer und die Fettst\u00fccke der Heilsopfer dar, weil der eherne Altar, der vor dem Tempel des HERRN steht, zu klein war, um die Brand- und Speisopfer und die Fettst\u00fccke der Heilsopfer zu fassen.<br>65 Auch beging Salomo damals das (Laubh\u00fctten-) Fest und ganz Israel mit ihm \u2013 eine gewaltige Festgemeinde, die zusammengekommen war von der Gegend bei Hamath an bis an den Bach \u00c4gyptens \u2013 vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage lang [und noch einmal sieben Tage, im ganzen vierzehn Tage lang].<br>66 Am achten Tage aber entlie\u00df er das Volk; sie nahmen Abschied vom K\u00f6nig und kehrten zu ihren Zelten zur\u00fcck, fr\u00f6hlich und wohlgemut wegen all des Guten, mit dem der HERR seinen Knecht David und sein Volk Israel gesegnet hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun Salomo den Bau des Tempels des HERRN und des k\u00f6niglichen Palastes vollendet hatte und mit allem, was er sonst noch auszuf\u00fchren gew\u00fcnscht hatte, fertig war,<br>2 da erschien ihm der HERR zum zweitenmal, wie er ihm vorher in Gibeon erschienen war;<br>3 und der HERR sagte zu ihm: \u00bbIch habe dein Gebet und dein Flehen geh\u00f6rt, das du an mich gerichtet hast. Ich habe diesen Tempel, den du erbaut hast, dazu geweiht, meinen Namen f\u00fcr alle Zeiten daran haften zu lassen, und meine Augen und mein Herz sollen immerdar dort zugegen sein.<br>4 Wenn du nun vor mir ebenso wandelst, wie dein Vater David es getan hat, in Herzenseinfalt und Aufrichtigkeit, so da\u00df du alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und Rechte beobachtest,<br>5 so will ich den Thron deines K\u00f6nigtums \u00fcber Israel auf ewige Zeiten best\u00e4tigen, wie ich es deinem Vater David feierlich zugesagt habe mit den Worten: \u203aEs soll dir nie an einem Manne auf dem Throne Israels fehlen!\u2039<br>6 Wenn ihr aber von mir abfallt, ihr oder eure Kinder, und meine Gebote und Satzungen, die ich euch zur Pflicht gemacht habe, nicht beobachtet, sondern anderen G\u00f6ttern zu dienen und sie anzubeten anfangt,<br>7 so werde ich Israel aus dem Lande, das ich ihnen gegeben habe, ausrotten und den Tempel, den ich meinem Namen geheiligt habe, keines Blickes mehr w\u00fcrdigen, und Israel soll f\u00fcr alle V\u00f6lker ein Gegenstand des Hohns und Spottes werden.<br>8 Und dieser Tempel soll zu einem Tr\u00fcmmerhaufen werden, so da\u00df alle, die an ihm vor\u00fcbergehen, sich entsetzen und zischeln; und wenn man dann fragt: \u203aWarum hat der HERR diesem Land und diesem Hause solches Geschick widerfahren lassen?\u2039,<br>9 so wird man antworten: \u203aZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie den HERRN, ihren Gott, der ihre V\u00e4ter aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hatte, verlassen und sich anderen G\u00f6ttern zugewandt und sie angebetet und ihnen gedient haben; darum hat der HERR all dieses Ungl\u00fcck \u00fcber sie kommen lassen.\u2039\u00ab<br>10 Nach Ablauf der zwanzig Jahre nun, w\u00e4hrend deren Salomo die beiden Bauwerke, den Tempel des HERRN und den k\u00f6niglichen Palast, erbaut hatte \u2013<br>11 Hiram, der K\u00f6nig von Tyrus, hatte n\u00e4mlich dem K\u00f6nig Salomo Zedern- und Zypressenholz sowie Gold geliefert, soviel er gew\u00fcnscht hatte \u2013, damals schenkte der K\u00f6nig Salomo dem Hiram zwanzig St\u00e4dte in der Landschaft Galil\u00e4a.<br>12 Als aber Hiram aus Tyrus her\u00fcberkam, um sich die St\u00e4dte anzusehen, die Salomo ihm \u00fcberwiesen hatte, gefielen sie ihm nicht,<br>13 und er sagte: \u00bbWas sind das f\u00fcr St\u00e4dte, die du mir da abgetreten hast, mein Bruder!\u00ab Daher nennt man diese Landschaft \u00bbKabul\u00ab bis auf den heutigen Tag.<br>14 Hiram hatte n\u00e4mlich dem K\u00f6nige hundertundzwanzig Talente Gold gesandt.<br>15 Folgenderma\u00dfen aber verhielt es sich mit den Fronarbeitern, die der K\u00f6nig Salomo ausgehoben hatte, um den Tempel des HERRN und seinen eigenen Palast sowie die Burg Millo und die Mauer Jerusalems zu bauen und um Hazor, Megiddo und Geser zu befestigen:<br>16 Der Pharao n\u00e4mlich, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, war heraufgezogen, hatte Geser erobert und einge\u00e4schert und die Kanaan\u00e4er, die in der Stadt wohnten, niedergemacht und dann (den Ort) seiner Tochter, der Gemahlin Salomos, als Mitgift geschenkt;<br>17 hierauf hatte Salomo Geser wieder aufgebaut, ebenso (baute er) auch das untere Beth-Horon,<br>18 Baalath, Thamar in der Steppe im Lande Juda,<br>19 dazu alle Vorratsst\u00e4dte, die Salomo besa\u00df, und die Ortschaften f\u00fcr die Kriegswagen und die Reitpferde und \u00fcberhaupt alle Bauten, die Salomo in Jerusalem, auf dem Libanon und im ganzen Bereich seines K\u00f6nigreiches auszuf\u00fchren w\u00fcnschte.<br>20 Alles, was noch an Nachkommen von den Amoritern, Hethitern, Pherissitern, Hewitern und Jebusitern vorhanden war, die nicht zu den Israeliten geh\u00f6rten \u2013<br>21 deren Nachkommen, soweit sie im Lande noch \u00fcbriggeblieben waren, weil die Israeliten den Blutbann an ihnen nicht hatten vollstrecken k\u00f6nnen, die hob Salomo zum Frondienst aus, und sie sind Fronarbeiter geblieben bis auf den heutigen Tag.<br>22 Von den Israeliten dagegen machte Salomo keinen zum Leibeigenen, sondern diese dienten ihm als Krieger und Hofbeamte, als hohe und niedere Offiziere und als Befehlshaber \u00fcber seine Kriegswagen und seine Reiterei.<br>23 Die Zahl der Oberaufseher, die bei den Arbeiten Salomos besch\u00e4ftigt waren, belief sich auf 550; sie hatten die bei den Arbeiten besch\u00e4ftigten Leute zu beaufsichtigen.<br>24 Sobald die Tochter des Pharaos aus der Davidstadt in ihren eigenen Palast eingezogen war, den Salomo f\u00fcr sie hatte bauen lassen, machte er sich an den Bau der Burg Millo. \u2013<br>25 Dreimal j\u00e4hrlich pflegte Salomo Brand- und Heilsopfer auf dem Altar darzubringen, den er dem HERRN erbaut hatte, und ebenso auf dem (Altar) zu r\u00e4uchern, der vor dem HERRN stand. Als er den H\u00e4userbau vollendet hatte,<br>26 schuf K\u00f6nig Salomo auch eine Flotte in Ezjon-Geber, das bei Elath am Ufer des Schilfmeeres im Lande der Edomiter liegt.<br>27 Hiram sandte dann auf dieser Flotte als Bemannung seine Leute \u2013 Seeleute, die mit dem Meer vertraut waren \u2013 zusammen mit den Leuten Salomos aus.<br>28 Sie fuhren bis nach Ophir und holten von dort Gold, 420 Talente, und brachten es dem K\u00f6nig Salomo.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als aber die K\u00f6nigin von Saba den Ruhm Salomos vernahm und von dem Tempel h\u00f6rte, den er dem Namen des HERRN erbaut hatte, kam sie, um ihn mit R\u00e4tselfragen auf die Probe zu stellen.<br>2 Sie kam also nach Jerusalem mit einem sehr gro\u00dfen Gefolge und mit Kamelen, welche Spezereien und Gold in sehr gro\u00dfer Menge und Edelsteine trugen. Als sie nun bei Salomo angekommen war, trug sie ihm alles vor, was sie sich vorgenommen hatte.<br>3 Salomo aber wu\u00dfte ihr auf alle Fragen Antwort zu geben, und nichts war dem K\u00f6nige verborgen, da\u00df er ihr nicht h\u00e4tte Auskunft geben k\u00f6nnen.<br>4 Als nun die K\u00f6nigin von Saba sich von der allseitigen Weisheit Salomos \u00fcberzeugt hatte, dazu den Palast sah, den er erbaut hatte,<br>5 und die Speisen auf seiner Tafel und wie seine Hofleute dasa\u00dfen, ferner die Aufwartung seiner Dienerschaft und ihre Tracht, seine Mundschenken sowie seine Brandopfer, die er im Tempel des HERRN darzubringen pflegte, da geriet sie vor Erstaunen au\u00dfer sich<br>6 und sagte zum K\u00f6nig: \u00bbWahr ist das gewesen, was ich in meiner Heimat \u00fcber dich und deine Weisheit geh\u00f6rt habe.<br>7 Ich wollte dem, was man mir erz\u00e4hlte, nicht glauben, bis ich jetzt hergekommen bin und mich mit eigenen Augen \u00fcberzeugt habe. Und dabei hat man mir noch nicht einmal die H\u00e4lfte berichtet: deine Weisheit und deine Vorz\u00fcge \u00fcbertreffen noch das Ger\u00fccht, das ich vernommen habe.<br>8 Beneidenswert sind deine Leute, beneidenswert diese deine Diener, die best\u00e4ndig um dich sind und deine Weisheit h\u00f6ren k\u00f6nnen!<br>9 Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Wohlgefallen an dir gehabt hat, so da\u00df er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel allezeit liebt, darum hat er dich zum K\u00f6nig bestellt, damit du Recht und Gerechtigkeit \u00fcbest.\u00ab<br>10 Hierauf schenkte sie dem K\u00f6nig hundertundzwanzig Talente Gold und Spezereien in sehr gro\u00dfer Menge, sowie Edelsteine; niemals wieder ist eine solche F\u00fclle von Spezereien ins Land gekommen, wie die K\u00f6nigin von Saba sie damals dem K\u00f6nig Salomo schenkte.<br>11 Allerdings brachten auch die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir geholt hatten, Sandelholz in sehr gro\u00dfer Menge und Edelsteine aus Ophir mit;<br>12 und der K\u00f6nig lie\u00df aus dem Sandelholz Gel\u00e4nder f\u00fcr den Tempel des HERRN und f\u00fcr den k\u00f6niglichen Palast herstellen sowie Zithern und Harfen f\u00fcr die S\u00e4nger. In solcher Menge ist Sandelholz nie wieder ins Land gekommen und dort zu sehen gewesen bis auf den heutigen Tag.<br>13 Der K\u00f6nig Salomo aber schenkte der K\u00f6nigin von Saba alles, wonach sie Verlangen trug und was sie sich w\u00fcnschte, abgesehen von den Geschenken, die er ihr aus freien St\u00fccken mit k\u00f6niglicher Freigebigkeit gab. Hierauf trat sie mit ihrem Gefolge den R\u00fcckweg an und zog heim.<br>14 Das Gewicht des Goldes, das f\u00fcr Salomo in einem einzigen Jahre einging, betrug 666 Talente Gold,<br>15 ungerechnet die Abgaben der reisenden Gro\u00dfkaufleute und die Steuern der Kleinh\u00e4ndler sowie die Tribute aller K\u00f6nige Arabiens und was von den Statthaltern des Landes einkam. \u2013<br>16 Der K\u00f6nig Salomo lie\u00df auch zweihundert Langschilde von getriebenem Gold anfertigen: sechshundert Schekel Gold verwandte er auf jeden Schild;<br>17 ferner dreihundert Kleinschilde von getriebenem Gold; drei Minen Gold verwandte er auf jeden Schild. Der K\u00f6nig brachte sie dann im Libanonwaldhause unter. \u2013<br>18 Weiter lie\u00df der K\u00f6nig einen gro\u00dfen Thron von Elfenbein anfertigen und ihn mit feinem Gold \u00fcberziehen.<br>19 Der Thron hatte sechs Stufen, und das Kopfst\u00fcck des Thrones hinten war gerundet; auf beiden Seiten des Sitzplatzes befanden sich Armlehnen, und neben den Armlehnen standen zwei L\u00f6wen;<br>20 au\u00dferdem standen zw\u00f6lf L\u00f6wen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten: ein derartiges Kunstwerk ist noch nie f\u00fcr ein K\u00f6nigreich hergestellt worden. \u2013<br>21 Alle Trinkgef\u00e4\u00dfe des K\u00f6nigs Salomo bestanden aus Gold; auch alle Ger\u00e4te im Libanonwaldhause waren von feinem Gold, nichts von Silber, das man zu Salomos Lebzeiten f\u00fcr wertlos ansah.<br>22 Denn der K\u00f6nig hatte Tharsisschiffe, die mit den Schiffen Hirams \u00fcber Meer fuhren; alle drei Jahre einmal kamen die Tharsisschiffe heim und brachten Gold und Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen mit.<br>23 So \u00fcbertraf denn der K\u00f6nig Salomo alle K\u00f6nige der Erde an Reichtum und an Weisheit;<br>24 und alle Welt suchte Salomo zu sehen, um sich pers\u00f6nlich von seiner Weisheit zu \u00fcberzeugen, die Gott ihm ins Herz gelegt hatte.<br>25 Dabei brachte jeder von ihnen ein entsprechendes Geschenk mit: silberne und goldene Kunstwerke, Gew\u00e4nder, Waffen und Spezereien, Rosse und Maultiere, Jahr f\u00fcr Jahr. \u2013<br>26 Salomo brachte auch zahlreiche Kriegswagen und Reitpferde zusammen, so da\u00df er 1400 Wagen und 12000 Reitpferde besa\u00df, die er in den Wagenst\u00e4dten oder in seiner N\u00e4he zu Jerusalem unterbrachte.<br>27 Und der K\u00f6nig brachte es dahin, da\u00df es in Jerusalem soviel Silber gab wie Steine und da\u00df die Zedernst\u00e4mme an Menge den Maulbeerfeigenb\u00e4umen in der Niederung gleichkamen. \u2013<br>28 Der Bezug der Pferde f\u00fcr Salomo erfolgte aus \u00c4gypten, und zwar aus Koa; die H\u00e4ndler des K\u00f6nigs kauften sie dort in Koa auf,<br>29 so da\u00df ein Wagen bei der Ausfuhr aus \u00c4gypten auf sechshundert Schekel Silber zu stehen kam und ein Pferd auf einhundertundf\u00fcnfzig. Auf gleiche Weise wurden sie durch Vermittelung (seiner H\u00e4ndler) f\u00fcr alle K\u00f6nige der Hethiter und f\u00fcr die K\u00f6nige von Syrien bezogen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Der K\u00f6nig Salomo liebte aber zahlreiche ausl\u00e4ndische Frauen, n\u00e4mlich neben der Tochter des Pharaos auch moabitische, ammonitische, edomitische, ph\u00f6nizische und hethitische,<br>2 also Frauen aus solchen V\u00f6lkern, bez\u00fcglich deren der HERR den Israeliten geboten hatte (2.Mose 34,15-16; 5.Mose 7,3): \u00bbIhr sollt keinen ehelichen Verkehr mit ihnen haben, und sie sollen nicht mit euch verkehren, sie w\u00fcrden sonst sicherlich eure Herzen ihren G\u00f6ttern zuwenden!\u00ab An diesen Frauen hing Salomo mit Vorliebe;<br>3 und zwar hatte er siebenhundert f\u00fcrstliche Frauen und dreihundert Nebenweiber, und seine Frauen zogen sein Herz von dem HERRN ab.<br>4 Als Salomo n\u00e4mlich alt geworden war, wandten seine Frauen sein Herz anderen G\u00f6ttern zu, so da\u00df sein Herz dem HERRN, seinem Gott, nicht mehr ungeteilt ergeben war wie das Herz seines Vaters David.<br>5 So verehrte er z.B. die ph\u00f6nizische G\u00f6ttin Astarte und den greulichen G\u00f6tzen der Ammoniter, Milkom;<br>6 und Salomo tat so, was dem HERRN mi\u00dffiel, indem er dem HERRN nicht volle Hingabe bewies wie sein Vater David.<br>7 Damals baute Salomo f\u00fcr Kamos, den G\u00f6tzen der Moabiter, ein H\u00f6henheiligtum auf dem Berge \u00f6stlich von Jerusalem, und ebenso f\u00fcr Moloch, den G\u00f6tzen der Ammoniter;<br>8 und dasselbe tat er f\u00fcr alle seine ausl\u00e4ndischen Frauen, die ihren G\u00f6ttern Rauch- und Schlachtopfer darbrachten.<br>9 So wurde denn der HERR zornig auf Salomo, weil er sein Herz vom HERRN, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm doch zweimal erschienen war<br>10 und ihm gerade dieses Gebot gegeben hatte, keine fremden G\u00f6tter zu verehren; trotzdem hatte er dieses Gebot des HERRN unbeachtet gelassen.<br>11 Darum sagte der HERR zu Salomo: \u00bbWeil es soweit mit dir gekommen ist, da\u00df du meinen Bund und meine Satzungen, die ich dir zur Pflicht gemacht habe, nicht mehr beachtest, so will ich dir das K\u00f6nigtum entrei\u00dfen und es einem deiner Knechte geben.<br>12 Doch will ich es noch nicht bei deinen Lebzeiten tun um deines Vaters David willen; erst deinem Sohne will ich es entrei\u00dfen.<br>13 Doch will ich ihm nicht das ganze Reich entrei\u00dfen; nein, einen Stamm will ich deinem Sohne geben um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, das ich erw\u00e4hlt habe.\u00ab<br>14 So lie\u00df denn der HERR dem Salomo einen Widersacher erstehen in dem Edomiter Hadad, der aus dem K\u00f6nigsgeschlecht in Edom stammte.<br>15 Als David n\u00e4mlich die Edomiter besiegt hatte und der Feldhauptmann Joab hingezogen war, um die gefallenen Israeliten zu begraben, und er dabei alles, was m\u00e4nnlichen Geschlechts in Edom war, niedermetzeln lie\u00df \u2013<br>16 denn ein halbes Jahr lang war Joab mit dem ganzen Heer der Israeliten dort geblieben, bis er alles, was m\u00e4nnlichen Geschlechts in Edom war, ausgerottet hatte \u2013,<br>17 da entfloh Hadad mit mehreren Edomitern, die zu den Dienern seines Vaters geh\u00f6rt hatten, um sich nach \u00c4gypten zu begeben; Hadad war aber damals noch ein kleiner Knabe.<br>18 Sie machten sich also aus Midian auf und gelangten nach Paran; aus Paran nahmen sie dann Leute mit sich und kamen so nach \u00c4gypten zum Pharao, dem \u00e4gyptischen K\u00f6nige. Dieser gab ihm ein Haus und wies ihm seinen Unterhalt an und schenkte ihm auch ein Landgut.<br>19 Hadad gewann dann die Gunst des Pharaos in hohem Grade, so da\u00df er ihm die Schwester seiner Gemahlin, die Schwester der Thachpenes, zur Frau gab.<br>20 Diese Schwester der Thachpenes gebar ihm dann seinen Sohn Genubath, den sie im Palast des Pharaos erziehen lie\u00df; und fortan lebte Genubath im Palast des Pharaos unter den S\u00f6hnen des K\u00f6nigs.<br>21 Als Hadad dann in \u00c4gypten erfuhr, da\u00df David sich zu seinen V\u00e4tern gelegt habe und da\u00df auch der Feldhauptmann Joab tot sei, bat Hadad den Pharao: \u00bbLa\u00df mich gehen, da\u00df ich in meine Heimat ziehe!\u00ab<br>22 Als ihn der Pharao fragte: \u00bbWas fehlt dir denn bei mir, da\u00df du durchaus in deine Heimat ziehen willst?\u00ab, antwortete er: \u00bbNichts! Doch du mu\u00dft mich ziehen lassen!\u00ab<br>23 Und Gott lie\u00df dem Salomo noch einen andern Widersacher erstehen, n\u00e4mlich Reson, den Sohn Eljadas, der aus der Umgebung Hadad-Esers, seines Herrn, des K\u00f6nigs von Zoba, entflohen war.<br>24 Dieser sammelte Leute um sich und wurde der F\u00fchrer einer Freibeuterschar damals, als David das Blutbad unter den Syrern anrichtete. Er zog dann nach Damaskus, setzte sich dort fest, machte sich zum K\u00f6nig in Damaskus<br>25 (So kehrte denn Hadad in seine Heimat zur\u00fcck,) und das Unheil, das er anrichtete, bestand darin, da\u00df er Israel bedr\u00e4ngte und K\u00f6nig \u00fcber die Edomiter wurde. und war ein Widersacher Israels, solange Salomo lebte.<br>26 Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimit aus Zereda, der Sohn einer Witwe namens Zerua, ein Beamter Salomos, emp\u00f6rte sich gegen den K\u00f6nig;<br>27 und zwar war er folgenderma\u00dfen dazu gekommen, sich gegen den K\u00f6nig zu emp\u00f6ren: Salomo baute die Burg Millo aus, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die an der Davidsstadt seines Vaters noch geblieben war.<br>28 Nun war jener Jerobeam ein t\u00fcchtiger Mann, und als Salomo sah, wie eifrig der junge Mann bei der Arbeit war, machte er ihn zum Aufseher \u00fcber die gesamten Fronarbeiten des Hauses Joseph.<br>29 Damals begab es sich nun, als Jerobeam eines Tages Jerusalem verlassen hatte, da\u00df ihn der Prophet Ahia von Silo unterwegs traf, der gerade einen neuen Mantel umhatte; und sie beide waren allein auf freiem Felde.<br>30 Da nahm Ahia den neuen Mantel, den er anhatte, zerri\u00df ihn in zw\u00f6lf St\u00fccke<br>31 und sagte zu Jerobeam: \u00bbNimm dir zehn St\u00fccke davon; denn so hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aSiehe, ich will das Reich der Hand Salomos entrei\u00dfen und will dir zehn St\u00e4mme geben \u2013<br>32 aber den einen Stamm soll er behalten um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich aus allen St\u00e4mmen Israels erw\u00e4hlt habe \u2013,<br>33 zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df er mich verlassen und sich vor Astarte, der Gottheit der Ph\u00f6nizier, vor Kamos, dem Gott der Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der Ammoniter, niedergeworfen hat und nicht auf meinen Wegen gewandelt ist, um das zu tun, was mir wohlgef\u00e4llt, und meine Satzungen und Rechte zu beobachten, wie sein Vater David es getan hat.<br>34 Doch will ich nicht ihm selbst die ganze K\u00f6nigsmacht entrei\u00dfen, sondern will ihm, solange er lebt, die Herrschaft lassen um meines Knechtes David willen, den ich erw\u00e4hlt habe und der meine Gebote und Satzungen beobachtet hat.<br>35 Aber seinem Sohne will ich das K\u00f6nigtum nehmen und es dir geben, n\u00e4mlich zehn St\u00e4mme;<br>36 seinem Sohne dagegen will ich nur einen einzigen Stamm geben, damit meinem Knecht David allezeit eine Leuchte vor mir verbleibe in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erw\u00e4hlt habe, um meinen Namen daselbst dauernd wohnen zu lassen.<br>37 Dich aber will ich nehmen, damit du herrschest \u00fcber alles, wonach du Verlangen tr\u00e4gst, und K\u00f6nig \u00fcber Israel seiest.<br>38 Wenn du dann allen meinen Befehlen nachkommst und auf meinen Wegen wandelst und das tust, was mir wohlgef\u00e4llt, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, wie mein Knecht David es getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein Haus bauen, das Bestand haben soll, wie ich David ein solches gebaut habe, und will dir Israel \u00fcbergeben;<br>39 die Nachkommenschaft Davids aber will ich um deswillen dem\u00fctigen, doch nicht f\u00fcr alle Zeiten.\u2039\u00ab \u2013<br>40 Als Salomo dann dem Jerobeam nach dem Leben trachtete, machte dieser sich auf und floh nach \u00c4gypten zu Sisak, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten, und blieb in \u00c4gypten bis zu Salomos Tode.<br>41 Die \u00fcbrige Geschichte Salomos aber und alle seine Taten und seine Weisheit, das findet sich bekanntlich schon aufgeschrieben im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten Salomos.<br>42 Die Zeit aber, w\u00e4hrend welcher Salomo in Jerusalem \u00fcber ganz Israel geherrscht hat, betrug vierzig Jahre.<br>43 Dann legte Salomo sich zu seinen V\u00e4tern und wurde in der Stadt Davids, seines Vaters, begraben. Sein Sohn Rehabeam folgte ihm in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Geschichte der getrennten Reiche Juda und Israel bis Josaphat von Juda und Ahasja von Israel (Kap. 12-22)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Rehabeam begab sich nach Sichem; denn in Sichem hatten sich alle Israeliten eingefunden, um ihn zum K\u00f6nig zu machen.<br>2 Sobald nun Jerobeam, der Sohn Nebats, Kunde davon erhielt \u2013 er befand sich n\u00e4mlich noch in \u00c4gypten, wohin er vor dem K\u00f6nig Salomo geflohen war \u2013, da kehrte Jerobeam aus \u00c4gypten zur\u00fcck;<br>3 sie hatten n\u00e4mlich hingesandt und ihn rufen lassen. So kamen denn Jerobeam und die ganze Volksgemeinde Israels (nach Sichem) und trugen dem Rehabeam folgendes vor:<br>4 \u00bbDein Vater hat uns ein hartes Joch auferlegt; so erleichtere du uns jetzt deines Vaters harten Dienst und das schwere Joch, das er uns aufgelegt hat, so wollen wir dir untertan sein.\u00ab<br>5 Er antwortete ihnen: \u00bbGeduldet euch noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir!\u00ab Nachdem sich nun das Volk entfernt hatte,<br>6 beriet sich der K\u00f6nig Rehabeam mit den alten R\u00e4ten, die seinem Vater Salomo w\u00e4hrend dessen Lebzeiten gedient hatten, und fragte sie: \u00bbWelche Antwort ratet ihr mir diesen Leuten zu erteilen?\u00ab<br>7 Sie gaben ihm folgende Antwort: \u00bbWenn du heute diesen Leuten zu Willen bist, dich nachgiebig zeigst und auf sie h\u00f6rst und ihnen eine freundliche Antwort gibst, so werden sie dir stets gehorsame Untertanen sein.\u00ab<br>8 Aber er lie\u00df den Rat, den ihm die Alten gegeben hatten, unbeachtet und beriet sich mit den jungen M\u00e4nnern, die mit ihm aufgewachsen waren und jetzt in seinen Diensten standen.<br>9 Er fragte sie: \u00bbWelche Antwort m\u00fcssen wir nach eurer Ansicht diesen Leuten geben, die von mir eine Erleichterung des Joches verlangen, das mein Vater ihnen aufgelegt hat?\u00ab<br>10 Da gaben ihm die jungen M\u00e4nner, die mit ihm aufgewachsen waren, folgende Antwort: \u00bbSo mu\u00dft du diesen Leuten antworten, die von dir eine Erleichterung des schweren Joches verlangen, das dein Vater ihnen aufgelegt hat \u2013 so mu\u00dft du ihnen antworten: \u203aMein kleiner Finger ist dicker als meines Vaters Lenden.<br>11 Und nun: hat mein Vater euch ein schweres Joch aufgeladen, so will ich euer Joch noch schwerer machen; hat mein Vater euch mit Peitschen gez\u00fcchtigt, so will ich euch mit Skorpionen z\u00fcchtigen.\u2039\u00ab<br>12 Als nun Jerobeam mit dem ganzen Volk am dritten Tage zu Rehabeam kam, wie der K\u00f6nig ihnen befohlen hatte mit den Worten: \u00bbKommt am dritten Tage wieder zu mir!\u00ab,<br>13 gab der K\u00f6nig dem Volke eine harte Antwort und lie\u00df den Rat au\u00dfer acht, den die Alten ihm gegeben hatten;<br>14 er gab ihnen vielmehr nach dem Rat der jungen M\u00e4nner folgende Antwort: \u00bbHat mein Vater euch ein schweres Joch aufgelegt, so will ich euer Joch noch schwerer machen; hat mein Vater euch mit Peitschen gez\u00fcchtigt, so will ich euch mit Skorpionen z\u00fcchtigen.\u00ab<br>15 So schenkte also der K\u00f6nig dem Volke kein Geh\u00f6r; denn vom HERRN war es so gef\u00fcgt worden, damit er seine Verhei\u00dfung in Erf\u00fcllung gehen lie\u00dfe, die der HERR durch den Mund Ahias von Silo dem Jerobeam, dem Sohne Nebats, gegeben hatte.<br>16 Als nun ganz Israel sah, da\u00df der K\u00f6nig ihnen kein Geh\u00f6r schenkte, lie\u00df das Volk dem K\u00f6nig folgende Erkl\u00e4rung zugehen: \u00bbWas haben wir mit David zu schaffen? Wir haben nichts gemein mit dem Sohne Isais. Auf, ihr Israeliten, zu euren Zelten! Nun sorge (selbst) f\u00fcr dein Haus, David!\u00ab So begaben sich denn die Israeliten in ihre Heimat,<br>17 so da\u00df Rehabeam nur \u00fcber die Israeliten, die in den Ortschaften Judas wohnten, K\u00f6nig blieb.<br>18 Als dann der K\u00f6nig Rehabeam Adoram, den Oberaufseher \u00fcber die Fronarbeiten, hinsandte, warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Da hatte der K\u00f6nig nichts Eiligeres zu tun, als seinen Wagen zu besteigen, um (aus Sichem) nach Jerusalem zu fliehen.<br>19 So fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf den heutigen Tag.<br>20 Als nun ganz Israel vernahm, da\u00df Jerobeam zur\u00fcckgekehrt sei, lie\u00dfen sie ihn in die Gemeindeversammlung holen und machten ihn zum K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel; dem Hause Davids blieb nur der eine Stamm Juda treu.<br>21 Als nun Rehabeam in Jerusalem angekommen war, bot er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180000 auserlesene Krieger, zum Kampf gegen das Haus Israel auf, um das K\u00f6nigtum f\u00fcr Rehabeam, den Sohn Salomos, wiederzugewinnen.<br>22 Aber das Wort Gottes erging an den Gottesmann Semaja also:<br>23 \u00bbSage zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem K\u00f6nig von Juda, und zum ganzen Hause Juda und Benjamin und zu dem \u00fcbrigen Volk:<br>24 So hat der HERR gesprochen: \u203aIhr sollt nicht hinziehen, um mit euren Br\u00fcdern, den Israeliten, Krieg zu f\u00fchren: kehrt allesamt nach Hause zur\u00fcck! Denn von mir ist dieses alles so gef\u00fcgt worden.\u2039\u00ab Da gehorchten sie dem Befehl des HERRN und machten sich auf den Heimweg, wie der HERR es geboten hatte.<br>25 Jerobeam aber befestigte Sichem im Gebirge Ephraim und machte es zu seiner Residenz; darauf zog er von dort aus und befestigte Pnuel.<br>26 Er dachte aber bei sich: \u00bbDas K\u00f6nigtum wird nun wohl an das Haus Davids zur\u00fcckfallen.<br>27 Wenn n\u00e4mlich das Volk hier hinaufziehen mu\u00df, um im Tempel des HERRN zu Jerusalem Opfer darzubringen, so wird das Herz des Volkes hier sich wieder dem K\u00f6nig Rehabeam von Juda als ihrem Herrn zuwenden; sie werden mich dann umbringen und dem K\u00f6nig Rehabeam von Juda wieder zufallen.\u00ab<br>28 Als der K\u00f6nig dann mit sich zu Rate gegangen war, lie\u00df er zwei goldene Stierbilder anfertigen und sagte zum Volk: \u00bbIhr seid nun lange genug nach Jerusalem hinaufgezogen. Seht, dies hier ist euer Gott, Israeliten, der euch aus \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat!\u00ab<br>29 Das eine Stierbild stellte er dann in Bethel auf, das andere lie\u00df er nach Dan bringen.<br>30 Dies wurde aber eine Veranlassung zur S\u00fcnde; und das Volk ging zu dem einen hin (nach Bethel und zu dem andern) nach Dan.<br>31 Er richtete auch Opferst\u00e4tten auf den H\u00f6hen ein und bestellte zu Priestern beliebige Leute aus dem Volk, die nicht zu den Leviten geh\u00f6rten.<br>32 Ferner ordnete Jerobeam ein Fest an am f\u00fcnfzehnten Tage des achten Monats, das dem Laubh\u00fcttenfest in Juda entsprach, und opferte selbst auf dem Altar. Ebenso machte er es zu Bethel, um den Stierbildern zu opfern, die er hatte anfertigen lassen, und er lie\u00df in Bethel die Priester der H\u00f6hentempel, die er eingerichtet hatte, den heiligen Dienst verrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Vorgang am Altar zu Bethel<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Als er nun zu dem Altar hinaufgestiegen war, den er in Bethel errichtet hatte, am f\u00fcnfzehnten Tage des achten Monats, in demselben Monat, den er willk\u00fcrlich zu einem Festtag der Israeliten bestimmt hatte, \u2013 als er also zu dem Altar hinaufgestiegen war, um zu opfern,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>1 da kam pl\u00f6tzlich auf Gehei\u00df des HERRN ein Gottesmann aus Juda nach Bethel, w\u00e4hrend Jerobeam gerade am Altar stand, um zu opfern.<br>2 Dieser rief auf Gehei\u00df des HERRN folgende Worte gegen den Altar aus: \u00bbAltar! Altar! So hat der HERR gesprochen: \u203aEinst wird dem Hause Davids ein Sohn geboren werden namens Josia; der wird auf dir die H\u00f6henpriester schlachten, die auf dir opfern, und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen!\u2039\u00ab<br>3 Gleichzeitig k\u00fcndigte er ein Wunderzeichen an mit den Worten: \u00bbDies ist das Wahrzeichen daf\u00fcr, da\u00df der HERR es ist, der jetzt durch mich geredet hat: Der Altar da wird jetzt bersten und die Fettasche, die darauf liegt, versch\u00fcttet werden.\u00ab<br>4 Sobald nun der K\u00f6nig die Worte h\u00f6rte, die der Gottesmann gegen den Altar zu Bethel ausgerufen hatte, streckte Jerobeam seinen Arm aus vom Altar herab und rief: \u00bbNehmt ihn fest!\u00ab Aber sein Arm, den er gegen ihn ausgestreckt hatte, erstarrte, so da\u00df er ihn nicht wieder zur\u00fcckziehen konnte.<br>5 Der Altar aber barst, und die Fettasche, die darauf lag, wurde vom Altar herab versch\u00fcttet, wie der Gottesmann es als Wahrzeichen auf Gehei\u00df des HERRN angek\u00fcndigt hatte.<br>6 Da richtete der K\u00f6nig an den Gottesmann die Bitte: \u00bbBes\u00e4nftige doch den HERRN, deinen Gott, und bitte f\u00fcr mich, da\u00df ich meinen Arm wieder an mich ziehen kann!\u00ab Da legte der Gottesmann F\u00fcrsprache beim HERRN ein, so da\u00df der K\u00f6nig seinen Arm wieder an sich ziehen konnte und dieser wieder so wurde wie zuvor.<br>7 Darauf sagte der K\u00f6nig zu dem Gottesmann: \u00bbKomm mit mir ins Haus und erquicke dich! Ich will dir auch ein Geschenk geben.\u00ab<br>8 Aber der Gottesmann antwortete dem K\u00f6nige: \u00bbWenn du mir auch deinen halben Besitz g\u00e4best, so w\u00fcrde ich doch nicht mit dir gehen, w\u00fcrde auch an diesem Ort weder Brot essen noch Wasser trinken.<br>9 Denn so ist mir geboten worden durch das Wort des HERRN, das da lautete: \u203aDu darfst dort weder Brot essen noch Wasser trinken, darfst auch nicht auf dem Wege zur\u00fcckkehren, auf dem du hingegangen bist!\u2039\u00ab<br>10 Darauf zog er auf einem andern Wege von dannen und kehrte nicht auf dem Wege zur\u00fcck, auf dem er nach Bethel gekommen war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Vorgang im Hause des alten Propheten zu Bethel<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Nun wohnte in Bethel ein alter Prophet; dessen S\u00f6hne kamen heim und erz\u00e4hlten ihm alles, was der Gottesmann an jenem Tage in Bethel getan, und die Worte, die er an den K\u00f6nig gerichtet hatte. Als sie dies ihrem Vater erz\u00e4hlt hatten,<br>12 fragte ihr Vater sie, auf welchem Wege er weggegangen sei. Als seine S\u00f6hne ihm den Weg bezeichnet hatten, den der Gottesmann, der aus Juda gekommen war, eingeschlagen hatte,<br>13 befahl er seinen S\u00f6hnen: \u00bbSattelt mir den Esel!\u00ab, und als sie ihm den Esel gesattelt hatten, bestieg er ihn<br>14 und ritt hinter dem Gottesmanne her. Er fand ihn unter der Terebinthe sitzen und fragte ihn: \u00bbBist du der Gottesmann, der aus Juda gekommen ist?\u00ab Er antwortete: \u00bbJa.\u00ab<br>15 Da bat er ihn: \u00bbKomm mit mir nach Hause und nimm einen Imbi\u00df bei mir ein!\u00ab<br>16 Doch er entgegnete: \u00bbIch darf nicht mit dir umkehren und bei dir einkehren, werde auch an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser mit dir trinken;<br>17 denn durch das Wort des HERRN ist mir der Befehl erteilt: \u203aDu darfst dort weder Brot essen noch Wasser trinken, darfst auch nicht auf dem Wege zur\u00fcckkehren, auf dem du gekommen bist.\u2039\u00ab<br>18 Aber jener entgegnete ihm: \u00bbAuch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat mir auf Gehei\u00df des HERRN geboten: \u203aBringe ihn mit dir in dein Haus zur\u00fcck, auf da\u00df er Brot esse und Wasser trinke!\u2039\u00ab Damit sagte er ihm aber die Unwahrheit.<br>19 Da kehrte er mit ihm um und a\u00df Brot in seinem Hause und trank Wasser.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Tod und die Bestattung des ungehorsamen Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>20 W\u00e4hrend sie aber bei Tisch sa\u00dfen, erging das Wort des HERRN an den Propheten, der ihn zur\u00fcckgeholt hatte;<br>21 und er rief dem Gottesmanne, der aus Juda gekommen war, die Worte zu: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df du gegen den Befehl des HERRN ungehorsam gewesen bist und auf das Gebot, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat, nicht geachtet hast,<br>22 sondern umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, an welchem der HERR dir zu essen und zu trinken verboten hatte, wird deine Leiche nicht in das Grab deiner V\u00e4ter kommen!\u2039\u00ab<br>23 Nachdem er nun mit Essen und Trinken fertig war, sattelte er sich den Esel des Propheten, der ihn zur\u00fcckgeholt hatte.<br>24 Als er dann weggeritten war, stie\u00df unterwegs ein L\u00f6we auf ihn und t\u00f6tete ihn, und sein Leichnam lag auf dem Wege hingestreckt, w\u00e4hrend der Esel neben ihm stehenblieb und auch der L\u00f6we neben dem Toten stand.<br>25 Als nun Leute, die dort vor\u00fcbergingen, den Leichnam auf dem Wege hingestreckt und den L\u00f6wen neben dem Toten stehen sahen, gingen sie hin und erz\u00e4hlten es in der Stadt, in welcher der alte Prophet wohnte.<br>26 Sobald nun der Prophet, der ihn von der Heimkehr zur\u00fcckgeholt hatte, dies vernahm, sagte er: \u00bbDas ist der Gottesmann, der gegen den Befehl des HERRN ungehorsam gewesen ist; darum hat der HERR ihn dem L\u00f6wen preisgegeben; der hat ihn zerrissen und get\u00f6tet, wie der HERR es ihm vorher angek\u00fcndigt hatte.\u00ab<br>27 Sodann befahl er seinen S\u00f6hnen: \u00bbSattelt mir den Esel!\u00ab, und als sie ihn gesattelt hatten,<br>28 ritt er hin und fand seine Leiche auf dem Wege hingestreckt, w\u00e4hrend der Esel und der L\u00f6we neben dem Toten standen: der L\u00f6we hatte den Toten nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.<br>29 Der Prophet hob nun die Leiche des Gottesmannes auf, lud ihn auf den Esel und brachte ihn in den Wohnort des alten Propheten zur\u00fcck, um ihm eine Totenfeier zu veranstalten und ihn zu begraben.<br>30 Er lie\u00df aber die Leiche in sein eigenes Grab legen, und man hielt ihm die Totenklage: \u00bbAch, mein Bruder!\u00ab<br>31 Nachdem er ihn aber begraben hatte, sagte er zu seinen S\u00f6hnen: \u00bbWenn ich einst gestorben bin, so begrabt mich in demselben Grabe, in welchem der Gottesmann begraben liegt; neben seine Gebeine legt auch die meinigen!<br>32 Denn die Drohung, die er auf Befehl des HERRN gegen den Altar zu Bethel und gegen alle H\u00f6hentempel in den Ortschaften Samarias ausgesto\u00dfen hat, wird sicherlich in Erf\u00fcllung gehen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jerobeam setzt sein s\u00fcndiges Tun fort<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Auch nach dieser Begebenheit lie\u00df Jerobeam von seinem b\u00f6sen Wandel nicht ab, sondern fuhr fort, alle beliebigen Leute zu H\u00f6henpriestern zu machen; wer nur immer Lust dazu hatte, den setzte er ein und bestellte ihn zum H\u00f6henpriester.<br>34 Dieses Verfahren f\u00fchrte aber beim Hause Jerobeams zur Vers\u00fcndigung und weiter zu seiner Vernichtung und Vertilgung vom Erdboden hinweg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Zu jener Zeit wurde Abia, der Sohn Jerobeams, krank.<br>2 Da sagte Jerobeam zu seiner Gemahlin: \u00bbMache dich auf, verkleide dich, damit man die Gemahlin Jerobeams in dir nicht erkenne, und begib dich nach Silo. Dort wohnt n\u00e4mlich der Prophet Ahia, derselbe, der mir einst angek\u00fcndigt hat, da\u00df ich K\u00f6nig \u00fcber dieses Volk werden w\u00fcrde.<br>3 Nimm zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig mit und gehe zu ihm: er wird dir verk\u00fcnden, wie es mit dem Knaben gehen wird.\u00ab<br>4 Da tat die Gemahlin Jerobeams so; sie machte sich auf den Weg nach Silo und kam in das Haus Ahias. Ahia aber konnte nicht mehr sehen, denn seine Augen waren infolge seines hohen Alters erblindet.<br>5 Der HERR aber hatte zu Ahia gesagt: \u00bbSoeben kommt die Gemahlin Jerobeams, um von dir Auskunft \u00fcber ihren Sohn zu erhalten, denn er ist krank. So und so sollst du zu ihr sagen.\u00ab Als sie nun in ihrer Verkleidung eintrat<br>6 und Ahia, w\u00e4hrend sie zur T\u00fcr hereintrat, das Ger\u00e4usch ihrer Schritte vernahm, rief er ihr zu: \u00bbKomm herein, Gattin Jerobeams! Warum doch verstellst du dich so? Mir ist eine harte Botschaft an dich aufgetragen.<br>7 Gehe heim und sage zu Jerobeam: So hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIch habe dich mitten aus dem Volk emporgehoben und dich zum F\u00fcrsten \u00fcber mein Volk Israel bestellt;<br>8 ich habe das K\u00f6nigtum dem Hause Davids entrissen und es dir gegeben; du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote beobachtet hat und mir von ganzem Herzen gehorsam gewesen ist, so da\u00df er nur das tat, was mir wohlgefiel;<br>9 nein, du hast mehr B\u00f6ses getan als alle deine Vorg\u00e4nger; denn du bist hingegangen und hast dir andere G\u00f6tter gemacht, n\u00e4mlich Gu\u00dfbilder, um mich zum Zorn zu reizen, mich aber hast du hinter deinen R\u00fccken geworfen.<br>10 Darum will ich nunmehr Ungl\u00fcck \u00fcber das Haus Jerobeams kommen lassen und von den Angeh\u00f6rigen Jerobeams alles ausrotten, was m\u00e4nnlichen Geschlechts ist, Unm\u00fcndige und M\u00fcndige in Israel, und will das Haus Jerobeams wegfegen, wie man Unrat wegfegt, bis nichts mehr von ihm \u00fcbrig ist.<br>11 Wer von Jerobeams Angeh\u00f6rigen in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem freien Felde stirbt, den sollen die V\u00f6gel des Himmels fressen; denn der HERR hat gesprochen!<br>12 Du aber mache dich auf und kehre heim: sowie deine F\u00fc\u00dfe die Stadt betreten, wird der Knabe sterben.<br>13 Ganz Israel wird dann um ihn klagen, und man wird ihn begraben; denn von den Angeh\u00f6rigen Jerobeams wird dieser allein in ein Grab kommen, weil sich an ihm noch etwas Gutes vor dem HERRN, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams gefunden hat.<br>14 Der HERR aber wird sich einen K\u00f6nig \u00fcber Israel erstehen lassen, der das Haus Jerobeams ausrotten soll an jenem Tage; und was geschieht schon jetzt? (?)<br>15 Und der HERR wird Israel schlagen, da\u00df es schwankt, wie das Schilfrohr im Wasser schwankt; er wird Israel aus diesem sch\u00f6nen Lande versto\u00dfen, das er ihren V\u00e4tern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Euphratstroms zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie sich G\u00f6tzenbilder angefertigt und den HERRN dadurch erz\u00fcrnt haben.<br>16 Ja, er wird Israel dahingeben um der S\u00fcnden Jerobeams willen, die er selbst begangen und zu denen er Israel verf\u00fchrt hat!\u00ab<br>17 Da machte sich die Gemahlin Jerobeams auf den Weg und kehrte nach Thirza zur\u00fcck; kaum hatte sie dort die Schwelle des K\u00f6nigshauses betreten, als der Knabe starb.<br>18 Man begrub ihn, und ganz Israel hielt ihm die Totenklage, wie der HERR es durch seinen Knecht, den Propheten Ahia, hatte ank\u00fcndigen lassen.<br>19 Die \u00fcbrige Geschichte Jerobeams aber, wie er Kriege gef\u00fchrt und wie er regiert hat, das findet sich bekanntlich bereits aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>20 Die Dauer der Regierung Jerobeams betrug zweiundzwanzig Jahre; dann legte er sich zu seinen V\u00e4tern, und sein Sohn Nadab folgte ihm in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Judas Abg\u00f6tterei unter Rehabeam<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Rehabeam aber, der Sohn Salomos, war K\u00f6nig \u00fcber Juda; 41 Jahre war Rehabeam alt, als er K\u00f6nig wurde, und 17 Jahre regierte er in Jerusalem, der Stadt, die der HERR aus allen St\u00e4mmen Israels erw\u00e4hlt hatte, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Seine Mutter hie\u00df Naama und war eine Ammonitin.<br>22 Juda tat aber, was dem HERRN mi\u00dffiel, und sie reizten ihn durch die S\u00fcnden, die sie begingen, in noch h\u00f6herem Grade zum Eifer, als er erregt worden war durch alles, was ihre V\u00e4ter getan hatten;<br>23 denn auch sie errichteten sich H\u00f6hentempel, Malsteine und G\u00f6tzenbilder auf jedem hohen H\u00fcgel und unter jedem dichtbelaubten Baume;<br>24 ja, auch Heiligtumsbuhler gab es im Lande, (kurz) sie taten es allen Greueln der Heidenv\u00f6lker gleich, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einfall und Pl\u00fcnderung des \u00e4gyptischen K\u00f6nigs Sisak; Schlu\u00dfwort<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Aber im f\u00fcnften Regierungsjahre Rehabeams zog Sisak, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, gegen Jerusalem heran<br>26 und raubte die Sch\u00e4tze des Tempels des HERRN und die Sch\u00e4tze des k\u00f6niglichen Palastes, \u00fcberhaupt alles raubte er; auch die goldenen Schilde nahm er weg, die Salomo hatte anfertigen lassen.<br>27 An deren Stelle lie\u00df der K\u00f6nig Rehabeam eherne Schilde herstellen und \u00fcbergab sie der Obhut der Befehlshaber seiner Leibwache, die am Eingang zum k\u00f6niglichen Palast die Wache hatte.<br>28 Sooft sich nun der K\u00f6nig in den Tempel des HERRN begab, mu\u00dften die Leibw\u00e4chter die Schilde tragen und brachten sie dann wieder in das Wachtzimmer der Leibwache zur\u00fcck.<br>29 Die \u00fcbrige Geschichte Rehabeams aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>30 Es bestand aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam, solange sie lebten.<br>31 Rehabeam legte sich dann zu seinen V\u00e4tern und wurde bei seinen V\u00e4tern in der Davidsstadt begraben [seine Mutter hie\u00df Naama und war eine Ammonitin]; und sein Sohn Abia folgte ihm in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Abia von Juda<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im achtzehnten Regierungsjahre Jerobeams, des 1. K\u00f6nige Kapitel  Nebats, wurde Abia K\u00f6nig \u00fcber Juda.<br>2 Er regierte drei Jahre in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Maacha und war eine Enkeltochter Absaloms.<br>3 Abia wandelte in allen S\u00fcnden seines Vaters, die dieser vor ihm begangen hatte, und sein Herz war dem HERRN, seinem Gott, nicht ungeteilt ergeben wie das Herz seines Ahnherrn David.<br>4 Doch um Davids willen hatte der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte in Jerusalem scheinen lassen, indem er seinen Sohn nach ihm (auf den Thron) erhob und Jerusalem bestehen lie\u00df,<br>5 weil David getan hatte, was dem HERRN wohlgefiel, und w\u00e4hrend seines ganzen Lebens von allem, was er ihm geboten, nicht abgewichen war, abgesehen von dem Vorkommnis mit dem Hethiter Uria.<br>6 Es bestand aber Krieg zwischen Abia und Jerobeam, solange er lebte.<br>7 Die \u00fcbrige Geschichte Abias aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet in dem Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda. Es bestand aber Krieg zwischen Abia und Jerobeam.<br>8 Als Abia sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in der Davidsstadt begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Asa in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Asa von Juda<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Im zwanzigsten Jahre der Regierung Jerobeams, des K\u00f6nigs von Israel, wurde Asa K\u00f6nig \u00fcber Juda<br>10 und regierte 41 Jahre zu Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Maacha und war eine Tochter Absaloms.<br>11 Asa tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Ahnherr David.<br>12 So jagte er denn die Heiligtumsbuhler aus dem Lande und entfernte alle G\u00f6tzenbilder, die seine Vorfahren hatten anfertigen lassen.<br>13 Sogar seiner Mutter Maacha entzog er den Rang der K\u00f6nigin-Mutter, weil sie der Aschera ein Schandmal hatte anfertigen lassen; Asa lie\u00df ihr Schandmal umhauen und im Kidrontal verbrennen.<br>14 Der H\u00f6hendienst wurde allerdings nicht abgeschafft, doch war das Herz Asas dem HERRN zeitlebens ungeteilt ergeben.<br>15 Er lie\u00df auch die Geschenke, die sein Vater und die er selbst geweiht hatte, in den Tempel des HERRN bringen, Silber, Gold und Ger\u00e4te.<br>16 Es bestand aber zwischen Asa und dem K\u00f6nig Baesa von Israel Krieg, solange sie lebten.<br>17 Dabei zog Baesa, der K\u00f6nig von Israel, gegen Juda hinauf und befestigte Rama, damit niemand mehr bei Asa, dem K\u00f6nig von Juda, ungehindert aus- und eingehen k\u00f6nne.<br>18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das noch in den Schatzkammern des Tempels des HERRN vorhanden war, und die Sch\u00e4tze des k\u00f6niglichen Palastes, \u00fcbergab sie seinen Dienern und sandte sie an Benhadad, den Sohn Tabrimmons, den Enkel Hesjons, den K\u00f6nig von Syrien, der in Damaskus seinen Sitz hatte, und lie\u00df ihm sagen:<br>19 \u00bbEin B\u00fcndnis besteht zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater. Hier \u00fcbersende ich dir ein Geschenk an Silber und Gold. So l\u00f6se denn dein B\u00fcndnis mit dem K\u00f6nig Baesa von Israel, damit er aus meinem Lande abziehe!\u00ab<br>20 Benhadad schenkte der Aufforderung des K\u00f6nigs Asa Geh\u00f6r, lie\u00df seine Heerf\u00fchrer gegen die St\u00e4dte Israels ziehen und eroberte Ijjon, Dan, Abel-Beth-Maacha und ganz Kinneroth nebst der ganzen Landschaft Naphthali.<br>21 Sobald nun Baesa Kunde davon erhielt, gab er die Befestigung Ramas auf und kehrte nach Thirza zur\u00fcck.<br>22 Nun bot der K\u00f6nig Asa ganz Juda auf bis auf den letzten Mann; die mu\u00dften die Steine und Balken wegschaffen, mit denen Baesa Rama hatte befestigen wollen; und der K\u00f6nig Asa lie\u00df damit Geba im Stamme Benjamin und Mizpa befestigen.<br>23 Die ganze \u00fcbrige Geschichte Asas aber und alle seine tapferen Taten und alles, was er unternommen hat, sowie seine Festungsbauten, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda. Doch hatte er in seinem Alter an einer Fu\u00dfkrankheit zu leiden.<br>24 Als Asa sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids, seines Ahnherrn, begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Josaphat in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Nadab von Israel; sein Sturz durch Baesa<\/h3>\n\n\n\n<p>25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, wurde K\u00f6nig \u00fcber Israel im zweiten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda, und regierte zwei Jahre \u00fcber Israel.<br>26 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, und wandelte auf dem Wege seines Vaters und in dessen S\u00fcnde, zu der er Israel verf\u00fchrt hatte.<br>27 Aber Baesa, der Sohn Ahias, aus dem Hause Issaschar, zettelte eine Verschw\u00f6rung gegen ihn an und ermordete ihn bei der Philisterstadt Gibbethon, w\u00e4hrend Nadab und ganz Israel Gibbethon gerade belagerten.<br>28 Baesa brachte ihn also im dritten Regierungsjahre Asas, des K\u00f6nigs von Juda, ums Leben und wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<br>29 Sobald er nun die Herrschaft erlangt hatte, rottete er das ganze Haus Jerobeams aus: er lie\u00df von den Angeh\u00f6rigen Jerobeams keine lebende Seele \u00fcbrig, bis er sie vertilgt hatte, wie der HERR es durch den Mund seines Knechtes Ahia von Silo hatte ank\u00fcndigen lassen,<br>30 zur Strafe f\u00fcr die S\u00fcnden, die Jerobeam selbst ver\u00fcbt und zu denen er die Israeliten verf\u00fchrt hatte, indem er den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn reizte.<br>31 Die \u00fcbrige Geschichte Nadabs aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>32 Es bestand aber Krieg zwischen Asa und dem K\u00f6nig Baesa von Israel, solange sie lebten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Baesa von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>33 Im dritten Regierungsjahre Asas, des K\u00f6nigs von Juda, wurde Baesa, der Sohn Ahias, K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel und regierte in Thirza vierundzwanzig Jahre lang.<br>34 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, und wandelte auf dem Wege Jerobeams und in dessen S\u00fcnde, zu der er Israel verf\u00fchrt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Propheten Jehu Gerichtsdrohung gegen Baesa<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da erging das Wort des HERRN an Jehu, den Sohn Hananis, gegen Baesa also:<br>2 \u00bbWeil ich dich aus dem Staub erhoben und dich zum F\u00fcrsten \u00fcber mein Volk Israel gemacht habe, du aber auf dem Wege Jerobeams gewandelt bist und mein Volk Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hast, so da\u00df sie mich durch ihre S\u00fcnden zum Zorn reizen,<br>3 so will ich nun 1. K\u00f6nige Kapitel aesa und sein Haus wegfegen und will es mit deinem Hause machen wie mit dem Hause Jerobeams, des Sohnes Nebats.<br>4 Wer von den Angeh\u00f6rigen Baesas in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer von ihnen auf dem freien Felde stirbt, den sollen die V\u00f6gel des Himmels fressen!\u00ab \u2013<br>5 Die \u00fcbrige Geschichte Baesas aber und was er unternommen hat sowie seine tapferen Taten, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel. \u2013<br>6 Als Baesa sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Thirza begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Ela in der Regierung nach.<br>7 \u00dcbrigens war das Wort des HERRN gegen Baesa und dessen Haus durch den Mund des Propheten Jehu, des Sohnes Hananis, sowohl wegen alles des B\u00f6sen ergangen, durch das er sich gegen den HERRN vers\u00fcndigt hatte, um ihn durch sein ganzes Tun zum Zorn zu reizen, so da\u00df er es dem Hause Jerobeams gleichtat, als auch deshalb, weil er dieses ausgerottet hatte.<br>8 Im sechsundzwanzigsten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baesas, K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte in Thirza zwei Jahre.<br>9 Gegen ihn verschwor sich sein Diener Simri, einer seiner Obersten, der \u00fcber die H\u00e4lfte der Kriegswagen gesetzt war. Als sich Ela nun einst in Thirza bei einem Gelage im Hause Arzas, seines Haushofmeisters in Thirza, berauscht hatte,<br>10 drang Simri dort ein und erschlug ihn im siebenundzwanzigsten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda, und wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<br>11 Als er nun K\u00f6nig geworden war, ermordete er, sobald er auf seinem Throne sa\u00df, alle zum Hause Baesas Geh\u00f6rigen; er lie\u00df keinen von ihnen \u00fcbrig, der m\u00e4nnlichen Geschlechts war, weder seine Blutsverwandten noch seine Freunde.<br>12 So rottete Simri das ganze Haus Baesas aus, gem\u00e4\u00df der Drohung, die der HERR durch den Mund des Propheten Jehu gegen Baesa ausgesprochen hatte,<br>13 wegen all der S\u00fcnden, die Baesa und sein Sohn Ela begangen und zu denen sie Israel verf\u00fchrt hatten, um den HERRN, den Gott Israels, durch ihren G\u00f6tzendienst zum Zorn zu reizen.<br>14 Die \u00fcbrige Geschichte Elas aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Simri von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Im siebenundzwanzigsten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda, wurde Simri K\u00f6nig f\u00fcr sieben Tage in Thirza, w\u00e4hrend das Heer die Philisterstadt Gibbethon belagerte.<br>16 Als nun das Heer im Lager die Kunde erhielt, Simri habe eine Verschw\u00f6rung angestiftet und den K\u00f6nig schon ermordet, da erhob das ganze israelitische Heer noch an demselben Tage Omri, den obersten Befehlshaber des israelitischen Heeres, im Lager zum K\u00f6nig \u00fcber Israel.<br>17 Darauf zog Omri mit allen Israeliten von Gibbethon ab und belagerte Thirza.<br>18 Als nun Simri sah, da\u00df die Stadt erobert war, begab er sich in die Burg des k\u00f6niglichen Palastes, steckte den k\u00f6niglichen Palast \u00fcber sich in Brand und fand so den Tod<br>19 um seiner S\u00fcnden willen, die er begangen hatte, indem er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, indem er auf dem Wege Jerobeams wandelte und in dessen S\u00fcnde, durch die er sich verschuldet hatte, indem er Israel zur S\u00fcnde verleitete.<br>20 Die \u00fcbrige Geschichte Simris aber und seine Verschw\u00f6rung, die er angestiftet hatte, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spaltung des Reiches Israel; Omri Alleinherrscher<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Damals spaltete sich das Volk Israel in zwei Parteien: die eine H\u00e4lfte des Volkes hielt es mit Thibni, dem Sohne Ginaths, um ihn zum K\u00f6nig zu machen, die andere H\u00e4lfte dagegen war f\u00fcr Omri.<br>22 Aber die Partei Omris gewann die Oberhand \u00fcber die Anh\u00e4nger Thibnis, des Sohnes Ginaths; und als Thibni starb, wurde Omri K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierung des K\u00f6nigs Omri von Israel; Gr\u00fcndung der Hauptstadt Samaria<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Im einunddrei\u00dfigsten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda, wurde Omri K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte zw\u00f6lf Jahre. Als er in Thirza sechs Jahre regiert hatte,<br>24 kaufte er den Berg Samaria von Semer f\u00fcr zwei Talente Silber, befestigte dann den Berg und nannte die Stadt, die er dort gr\u00fcndete, Samaria nach dem Namen Semers, des fr\u00fcheren Besitzers des Berges.<br>25 Omri tat aber, was dem HERRN mi\u00dffiel, ja, er trieb es noch \u00e4rger als alle seine Vorg\u00e4nger;<br>26 er wandelte ganz auf dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in den S\u00fcnden, zu denen jener die Israeliten verf\u00fchrt hatte, so da\u00df sie den HERRN, den Gott Israels, durch ihren G\u00f6tzendienst erz\u00fcrnten.<br>27 Die \u00fcbrige Geschichte Omris aber, seine Unternehmungen und die tapferen Taten, die er vollf\u00fchrt hat, das alles findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>28 Als Omri sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Samaria begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Ahab in der Regierung nach.<br>29 Ahab, der Sohn Omris, wurde K\u00f6nig \u00fcber Israel im achtunddrei\u00dfigsten Jahre der Regierung Asas, des K\u00f6nigs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte \u00fcber Israel zweiundzwanzig Jahre in Samaria.<br>30 Er tat aber, was dem HERRN mi\u00dffiel, und trieb es noch \u00e4rger als alle seine Vorg\u00e4nger.<br>31 Und nicht genug, da\u00df er in den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte, heiratete er auch noch Isebel, die Tochter des Sidonierk\u00f6nigs Ethbaal, und wandte sich dann dem Dienste Baals zu und betete ihn an.<br>32 Er errichtete dem Baal auch einen Altar in dem Baaltempel, den er in Samaria erbaut hatte,<br>33 und lie\u00df das Ascherabild anfertigen und ver\u00fcbte noch andere Greuel, um den HERRN, den Gott Israels, noch heftiger zu erz\u00fcrnen als alle israelitischen K\u00f6nige, die vor ihm geherrscht hatten.<br>34 W\u00e4hrend seiner Regierung baute Hiel von Bethel die Stadt Jericho wieder auf. Die Grundlegung kostete seinem \u00e4ltesten Sohne Abiram das Leben, und die Einsetzung der Tore brachte seinem j\u00fcngsten Sohne Segub den Tod, wie der HERR es durch den Mund Josuas, des Sohnes Nuns, vorausgesagt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elia vor dem K\u00f6nig Ahab und am Bache Krith<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Da sagte Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: \u00bbSo wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe: es soll in den n\u00e4chsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!\u00ab<br>2 Hierauf erging das Wort des HERRN an ihn also:<br>3 \u00bbGehe weg von hier und wende dich ostw\u00e4rts und verbirg dich am Bache Krith, der \u00f6stlich vom Jordan flie\u00dft.<br>4 Aus dem Bache sollst du trinken, und den Raben habe ich geboten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.\u00ab<br>5 Da ging er weg und tat nach dem Befehl des HERRN: er ging hin und lie\u00df sich am Bache Krith nieder, der auf der Ostseite des Jordans flie\u00dft;<br>6 und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und ebenso am Abend, und er trank aus dem Bache.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Wunder Elias bei der Witwe in Zarpath (Sarepta) in Ph\u00f6nizien<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als dann aber der Bach nach einiger Zeit trocken wurde, weil kein Regen im Lande gefallen war,<br>8 erging das Wort des HERRN an ihn also:<br>9 \u00bbMache dich auf, begib dich nach Zarpath, das zu Sidon geh\u00f6rt, und bleibe daselbst! Ich habe einer Witwe dort geboten, f\u00fcr deinen Unterhalt zu sorgen.\u00ab<br>10 Da machte er sich auf den Weg und begab sich nach Zarpath; und als er am Stadttor ankam, war dort eine Witwe gerade damit besch\u00e4ftigt, Holz zusammenzulesen. Er rief sie an mit den Worten: \u00bbHole mir doch ein wenig Wasser in einem Kruge, damit ich trinke!\u00ab<br>11 Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr die Worte nach: \u00bbBring mir doch auch einen Bissen Brot mit!\u00ab<br>12 Aber sie antwortete: \u00bbSo wahr der HERR, dein Gott, lebt! Ich besitze nichts Gebackenes; nur noch eine Handvoll Mehl ist im Topf und ein wenig \u00d6l im Kruge. Eben lese ich ein paar St\u00fccke Holz zusammen, dann will ich heimgehen und es f\u00fcr mich und meinen Sohn zubereiten, damit wir es essen und dann sterben.\u00ab<br>13 Doch Elia antwortete ihr: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, gehe heim und tu, wie du gesagt hast; doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen und bringe ihn mir her! Darnach magst du f\u00fcr dich und deinen Sohn auch etwas zubereiten.<br>14 Denn so hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aDas Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das \u00d6l im Kruge nicht abnehmen bis zu dem Tage, wo der HERR wieder Regen auf den Erdboden fallen l\u00e4\u00dft.\u2039\u00ab<br>15 Da ging sie hin und kam der Weisung Elias nach; und sie hatten lange Zeit zu essen, er und sie und ihr Sohn:<br>16 das Mehl im Topf ging nicht aus, und das \u00d6l im Kruge nahm nicht ab, wie der HERR es durch den Mund Elias hatte ank\u00fcndigen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wiederbelebung des Sohnes der Witwe<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Nachmals aber begab es sich, da\u00df der Sohn jener Frau, der das Haus geh\u00f6rte, krank wurde, und seine Krankheit verschlimmerte sich so, da\u00df kein Atem mehr in ihm blieb.<br>18 Da sagte sie zu Elia: \u00bbWas haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuf\u00fchren!\u00ab<br>19 Er antwortete ihr: \u00bbGib mir deinen Sohn her!\u00ab Er nahm ihn dann von ihrem Scho\u00df, trug ihn in das Obergemach hinauf, wo er selbst wohnte, und legte ihn auf sein Bett;<br>20 dann rief er den HERRN an und betete: \u00bbHERR, mein Gott, hast du wirklich die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so ungl\u00fccklich gemacht, da\u00df du ihren Sohn hast sterben lassen?\u00ab<br>21 Darauf streckte er sich dreimal \u00fcber den Knaben hin und rief den HERRN mit den Worten an: \u00bbHERR, mein Gott, la\u00df doch die Seele dieses Knaben wieder in ihn zur\u00fcckkehren!\u00ab<br>22 Da erh\u00f6rte der HERR das Gebet Elias, und die Seele des Knaben kehrte in ihn zur\u00fcck, so da\u00df er wieder auflebte.<br>23 Elia aber nahm den Knaben, trug ihn aus dem Obergemach ins Haus hinunter und \u00fcbergab ihn seiner Mutter mit den Worten: \u00bbSieh her, dein Sohn lebt!\u00ab<br>24 Da antwortete die Frau dem Elia: \u00bbJa, nun wei\u00df ich, da\u00df du ein Mann Gottes bist und da\u00df das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Befehl an Elia; Obadjas Zusammentreffen mit Elia<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Lange Zeit darauf aber erging das Wort des HERRN an Elia im dritten Jahr der D\u00fcrre also: \u00bbGehe hin, zeige dich dem Ahab; denn ich will auf Erden regnen lassen\u00ab.<br>2 Da machte sich Elia auf den Weg, um dem Ahab vor die Augen zu treten. Die Hungersnot war aber in Samaria immer dr\u00fcckender geworden;<br>3 da hatte Ahab seinen Haushofmeister Obadja rufen lassen \u2013 dieser war ein treuer Verehrer des HERRN;<br>4 als daher Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, hatte Obadja hundert Propheten genommen und sie, je f\u00fcnfzig Mann, in einer H\u00f6hle versteckt und sie mit Brot und Wasser versorgt.<br>5 Ahab hatte also zu Obadja gesagt: \u00bbKomm, wir wollen durch das Land an alle Wasserquellen und an alle B\u00e4che gehen; vielleicht finden wir noch Futter, so da\u00df wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten k\u00f6nnen und nicht einen Teil des Viehs eingehen zu lassen brauchen.\u00ab<br>6 Dann hatten sie das Land unter sich geteilt, um es zu durchwandern: Ahab war f\u00fcr sich allein in der einen Richtung gegangen und Obadja auch f\u00fcr sich allein in der anderen Richtung.<br>7 W\u00e4hrend nun Obadja unterwegs war, trat ihm pl\u00f6tzlich Elia entgegen. Als er ihn erkannte, warf er sich auf sein Angesicht nieder und rief aus: \u00bbBist du es wirklich, mein Herr Elia?\u00ab<br>8 Er antwortete ihm: \u00bbJawohl! Gehe hin und sage deinem Herrn: \u203aElia ist da!\u2039\u00ab<br>9 Doch er erwiderte: \u00bbWomit habe ich es verdient, da\u00df du deinen Knecht dem Ahab ausliefern willst, damit er mich umbringe?<br>10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt: es gibt kein Volk und kein K\u00f6nigreich, wohin mein Herr nicht gesandt h\u00e4tte, um dich zu suchen; sagte man dann: \u203aEr ist nicht hier\u2039, so lie\u00df er das K\u00f6nigshaus und das Volk schw\u00f6ren, da\u00df er dich wirklich nicht ausfindig machen w\u00fcrde.<br>11 Und nun forderst du mich auf: \u203aGehe hin und melde deinem Herrn: Elia ist da!\u2039<br>12 Wenn ich jetzt von dir weggehe und der Geist des HERRN dich an einen mir unbekannten Ort entf\u00fchrt und ich dann zu Ahab k\u00e4me, um es ihm zu melden, und er dich dann nicht f\u00e4nde, so w\u00fcrde er mich hinrichten lassen! Und dein Knecht hat doch den HERRN von Jugend auf gef\u00fcrchtet.<br>13 Ist es denn meinem Herrn unbekannt geblieben, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN ermorden lie\u00df? Da\u00df ich von den Propheten des HERRN hundert Mann, je f\u00fcnfzig in einer H\u00f6hle versteckt und sie mit Speise und Trank versorgt habe?<br>14 Und jetzt forderst du mich auf: \u203aGehe hin und sage deinem Herrn: Elia ist da!\u2039 Er w\u00fcrde mich ja umbringen!\u00ab<br>15 Aber Elia entgegnete: \u00bbSo wahr Gott, der HERR der Heerscharen, lebt, in dessen Dienst ich stehe: noch heute will ich ihm vor die Augen treten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elia vor Ahab; Berufung der G\u00f6tzenpropheten auf den Berg Karmel<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Da ging Obadja dem Ahab entgegen und berichtete es ihm, und Ahab machte sich auf, um mit Elia zusammenzutreffen.<br>17 Sobald nun Ahab den Elia erblickte, rief er ihm zu: \u00bbBist du wirklich da, du Ungl\u00fccksstifter f\u00fcr Israel?\u00ab<br>18 Er antwortete: \u00bbNicht ich bin es, der Israel ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt hat, sondern du und dein Haus, weil ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und den Baalen nachgelaufen seid.<br>19 Nun aber sende hin und la\u00df ganz Israel bei mir auf dem Berge Karmel zusammenkommen, dazu die vierhundertf\u00fcnfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch der Isebel essen.\u00ab<br>20 Da sandte Ahab Boten in alle Teile Israels und lie\u00df die Propheten auf dem Berge Karmel zusammenkommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gottesurteil auf dem Karmel; die T\u00f6tung der Baalspropheten<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Da trat Elia vor das gesamte Volk hin und sagte: \u00bbWie lange wollt ihr nach beiden Seiten hinken? Wenn der HERR Gott ist, so haltet euch zu ihm; ist es aber der Baal, so folgt diesem nach!\u00ab Aber das Volk antwortete ihm kein Wort.<br>22 Hierauf sagte Elia zum Volk: \u00bbIch bin allein noch als Prophet des HERRN \u00fcbriggeblieben, der Propheten Baals dagegen sind vierhundertf\u00fcnfzig Mann.<br>23 So gebe man uns nun zwei Stiere; sie m\u00f6gen sich dann einen von den Stieren ausw\u00e4hlen und ihn zerst\u00fccken und auf die Holzscheite legen, jedoch ohne Feuer daranzubringen. Ich aber will den andern Stier zurichten und ihn auf die Holzscheite legen, ebenfalls ohne Feuer daranzulegen.<br>24 Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an, w\u00e4hrend ich den Namen des HERRN anrufen werde; und der Gott, der dann mit Feuer antwortet, der soll als Gott gelten!\u00ab Da rief das ganze Volk: \u00bbDer Vorschlag ist gut!\u00ab<br>25 Hierauf sagte Elia zu den Propheten Baals: \u00bbW\u00e4hlt euch einen von den Stieren aus und richtet ihn zuerst zu; denn ihr seid in der Mehrzahl; ruft dann den Namen eures Gottes an, aber ihr d\u00fcrft kein Feuer daranlegen.\u00ab<br>26 Da nahmen sie den Stier, dessen Wahl er ihnen freigestellt hatte, richteten ihn zu und riefen den Namen Baals vom Morgen bis zum Mittag an, indem sie riefen: \u00bbBaal, erh\u00f6re uns!\u00ab, aber es erfolgte kein Laut, und niemand antwortete. Dabei tanzten sie um den Altar herum, den sie errichtet hatten.<br>27 Als es nun Mittag geworden war, da verh\u00f6hnte Elia sie mit den Worten: \u00bbRuft recht laut, er ist ja doch ein Gott! Vielleicht ist er eben in Gedanken versunken oder ist beiseite gegangen oder befindet sich auf Reisen; vielleicht schl\u00e4ft er gar und mu\u00df erst aufwachen.\u00ab<br>28 Da riefen sie recht laut und brachten sich nach ihrem Brauch Wunden mit Schwertern und Spie\u00dfen bei, bis das Blut an ihnen herabflo\u00df.<br>29 Als dann der Mittag vor\u00fcber war, gerieten sie ins Rasen bis zur Zeit, da man das Speisopfer darzubringen pflegt; aber kein Laut, keine Antwort und keine Erh\u00f6rung war erfolgt.<br>30 Nunmehr sagte Elia zu dem ganzen Volk: \u00bbTretet zu mir heran!\u00ab Als nun das ganze Volk zu ihm getreten war, stellte er den Altar des HERRN, der niedergerissen worden war, wieder her;<br>31 er nahm n\u00e4mlich zw\u00f6lf Steine nach der Zahl der St\u00e4mme der S\u00f6hne Jakobs \u2013 an den einst das Wort des HERRN also ergangen war: \u00bbIsrael soll dein Name sein!\u00ab \u2013<br>32 und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN; alsdann zog er rings um den Altar einen Graben, der einen Umfang hatte wie ein Feld f\u00fcr zwei Ma\u00df Aussaat.<br>33 Hierauf schichtete er die Holzscheite auf, zerst\u00fcckte den Stier, legte ihn auf den Holzsto\u00df<br>34 und sagte: \u00bbF\u00fcllet vier Kr\u00fcge mit Wasser und gie\u00dft es \u00fcber das Brandopfer und \u00fcber das Holz!\u00ab Dann befahl er: \u00bbWiederholt es noch einmal!\u00ab Da taten sie es noch einmal. Hierauf befahl er: \u00bbTut es zum drittenmal!\u00ab Da taten sie es zum drittenmal,<br>35 so da\u00df das Wasser rings um den Altar herumlief; und auch den Graben lie\u00df er mit Wasser f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elias Gebet von Gott erh\u00f6rt; Abschlachtung der Baalspfaffen<\/h3>\n\n\n\n<p>36 Als dann die Zeit da war, wo man das Speisopfer darzubringen pflegt, trat der Prophet Elia herzu und betete: \u00bbHERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, la\u00df es heute kund werden, da\u00df du Gott in Israel bist und ich dein Knecht bin und da\u00df ich dies alles nach deinem Befehl getan habe.<br>37 Erh\u00f6re mich, HERR, erh\u00f6re mich, damit dieses Volk erkennt, da\u00df du, HERR, der wahre Gott bist und du selbst ihre Herzen zur Umkehr gebracht hast!\u00ab<br>38 Da fiel das Feuwer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz, die Steine und das Erdreich und leckte sogar das Wasser im Graben auf.<br>39 Als das ganze Volk das sah, warfen sie sich auf ihr Angesicht nieder und riefen aus: \u00bbDer HERR, er ist der wahre Gott! Der HERR, er ist der wahre Gott!\u00ab<br>40 Elia aber befahl ihnen: \u00bbErgreift die Propheten Baals, la\u00dft keinen von ihnen entrinnen!\u00ab Als man sie nun ergriffen hatte, f\u00fchrte Elia sie an den Bach Kison hinab und lie\u00df sie dort abschlachten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schilderung des aufsteigenden Gewitters; Ahabs Fahrt und Elias Dauerlauf nach Jesreel<\/h3>\n\n\n\n<p>41 Hierauf sagte Elia zu Ahab: \u00bbGehe hinauf, i\u00df und trink! Denn ich h\u00f6re schon das Rauschen des Regens.\u00ab<br>42 W\u00e4hrend nun Ahab hinaufging, um zu essen und zu trinken, stieg Elia der Spitze des Karmels zu und kauerte sich tief zur Erde nieder, indem er sein Gesicht zwischen seine Knie legte.<br>43 Dann befahl er seinem Diener: \u00bbSteige h\u00f6her hinauf, schaue aus nach dem Meere hin!\u00ab Der ging hinauf und schaute aus und meldete: \u00bbEs ist nichts zu sehen.\u00ab Er antwortete: \u00bbGehe wieder hin!\u00ab, und so siebenmal.<br>44 Beim siebten Male aber meldete er: \u00bbSoeben steigt eine Wolke, so klein wie eines Mannes Hand, aus dem Meere auf!\u00ab Da befahl er ihm: \u00bbGehe hin und sage zu Ahab: \u203aLa\u00df anspannen und fahre hinab, damit dich der Regen nicht zur\u00fcckh\u00e4lt!\u2039\u00ab<br>45 Und es dauerte nicht lange, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Sturm, und es erfolgte ein gewaltiger Regen; Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel.<br>46 \u00dcber Elia aber kam die Hand des HERRN, so da\u00df er seine Lenden g\u00fcrtete und vor Ahab herlief bis nach Jesreel hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isebels Drohung; Elias Verzagtheit; seine St\u00e4rkung durch einen Engel und seine Wanderung nach dem Horeb<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun Ahab der Isebel alles mitteilte, was Elia getan, und vor allem, wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte,<br>2 da schickte Isebel einen Boten an Elia und lie\u00df ihm sagen: \u00bbDie G\u00f6tter sollen mich jetzt und k\u00fcnftig strafen, wenn ich nicht morgen um diese Zeit mit deinem Leben ebenso verfahre, wie du mit dem Leben eines jeden von ihnen verfahren bist!\u00ab<br>3 Da geriet er in Furcht und machte sich schnell auf den Weg, um sein Leben zu retten. Als er dann nach Beerseba, das schon zu Juda geh\u00f6rt, gekommen war, lie\u00df er seinen Diener dort zur\u00fcck;<br>4 er selbst aber ging eine Tagereise weit in die W\u00fcste hinein; dort angekommen, setzte er sich unter einem Ginsterstrauch nieder. Da w\u00fcnschte er sich den Tod und betete: \u00bbEs ist genug! Nimm nunmehr, HERR, mein Leben hin, denn ich bin nicht besser als meine V\u00e4ter.\u00ab<br>5 Hierauf legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein; aber pl\u00f6tzlich r\u00fchrte ihn ein Engel an und sagte zu ihm:<br>6 \u00bbStehe auf, i\u00df!\u00ab Als er nun hinblickte, sah er zu seinen H\u00e4upten einen auf hei\u00dfen Steinen ger\u00f6steten Brotkuchen liegen, und daneben stand ein Krug mit Wasser. Er a\u00df also und trank und legte sich wieder schlafen.<br>7 Aber der Engel des HERRN kam zum zweitenmal wieder, r\u00fchrte ihn an und sagte: \u00bbStehe auf, i\u00df! Sonst ist der Weg f\u00fcr dich zu weit.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gottesoffenbarung am Horeb<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Da stand er auf, a\u00df und trank und wanderte, durch diese Speise gest\u00e4rkt, vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte lang bis zum Gottesberge Horeb,<br>9 wo er in eine H\u00f6hle ging und darin \u00fcber Nacht blieb. Da nun erging an ihn das Wort des HERRN, der zu ihm sagte: \u00bbWas willst du hier, Elia?\u00ab<br>10 Er antwortete: \u00bbIch habe f\u00fcr den HERRN, den Gott der Heerscharen, unerschrocken geeifert; denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen, deine Alt\u00e4re niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert get\u00f6tet; ich allein bin \u00fcbriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.\u00ab<br>11 Da erwiderte er: \u00bbGehe hinaus und tritt auf dem Berge vor den HERRN hin!\u00ab Und siehe, der HERR zog an ihm vor\u00fcber: ein Sturmwind, gewaltig und stark, der die Berge zerri\u00df und die Felsen spaltete, ging vor dem HERRN her; aber der HERR war nicht in dem Sturme. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben: aber der HERR war nicht in dem Erdbeben;<br>12 und nach dem Erdbeben kam ein Feuer: aber der HERR war nicht in dem Feuer. Nach dem Feuer aber kam ein leises, sanftes S\u00e4useln.<br>13 Als Elia dieses h\u00f6rte, verh\u00fcllte er sich das Antlitz mit seinem Mantel, ging hinaus und trat an den Eingang der H\u00f6hle. Da redete ihn eine Stimme an, die fragte: \u00bbWas willst du hier, Elia?\u00ab<br>14 Er antwortete: \u00bbIch habe f\u00fcr den HERRN, den Gott der Heerscharen, unerschrocken geeifert; denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen, deine Alt\u00e4re niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert get\u00f6tet; ich allein bin \u00fcbriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elia erh\u00e4lt den Befehl, die Werkzeuge der g\u00f6ttlichen Rache (Hasael, Jehu, Elisa) bereitzumachen<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Da sagte der HERR zu ihm: \u00bbKehre jetzt auf demselben Wege nach der Steppe von Damaskus zur\u00fcck, gehe in die Stadt hinein und salbe Hasael zum K\u00f6nig \u00fcber Syrien;<br>16 und Jehu, den Sohn Nimsis, sollst du zum K\u00f6nig \u00fcber Israel salben, und Elisa, den Sohn Saphats, aus Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Statt salben.<br>17 Wer dann dem Schwert Hasaels entrinnt, den wird Jehu t\u00f6ten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den wird Elisa t\u00f6ten.<br>18 Doch will ich in Israel siebentausend (M\u00e4nner) \u00fcbriglassen: alle, deren Knie sich vor dem Baal nicht gebeugt haben, und alle, deren Mund ihn nicht gek\u00fc\u00dft hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Berufung Elisas<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Als Elia nun von dort weggegangen war, traf er Elisa, den Sohn Saphats, der gerade pfl\u00fcgte; zw\u00f6lf Joch Ochsen waren vor ihm her, er selbst aber befand sich bei dem zw\u00f6lften. W\u00e4hrend nun Elia an ihm vor\u00fcberschritt, warf er ihm sein Fell \u00fcber.<br>20 Da verlie\u00df er die Rinder, eilte dem Elia nach und sagte: \u00bbLa\u00df mich nur noch Abschied von meinem Vater und meiner Mutter nehmen; dann will ich dir nachfolgen.\u00ab Elia antwortete ihm: \u00bbGehe immerhin noch einmal zur\u00fcck; denn was habe ich dir getan?\u00ab<br>21 Da kehrte er von ihm zur\u00fcck, nahm das eine Joch Rinder und schlachtete es, mit dem Geschirr der Rinder aber kochte er ihr Fleisch und gab es den Leuten zu essen; dann machte er sich auf den Weg, schlo\u00df sich an Elia an und wurde sein Diener.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Benhadad belagert Samaria; Ahabs anf\u00e4ngliche Schw\u00e4che, sodann entschiedenes Auftreten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Benhadad aber, der K\u00f6nig von Syrien, bot seine ganze Streitmacht auf, zweiunddrei\u00dfig K\u00f6nige leisteten ihm Heeresfolge mit Rossen und Wagen; so zog er heran, belagerte Samaria und best\u00fcrmte es.<br>2 Dann schickte er Gesandte in die Stadt zu Ahab, dem K\u00f6nig von Israel,<br>3 und lie\u00df ihm sagen: \u00bbSo spricht Benhadad: \u203aDein Silber und Gold geh\u00f6rt mir, und deine Frauen und deine [sch\u00f6nsten] Kinder geh\u00f6ren ebenfalls mir.\u2039\u00ab<br>4 Der K\u00f6nig von Israel gab ihm zur Antwort: \u00bbWie du befiehlst, mein Herr und K\u00f6nig: dein bin ich mit allem, was mir geh\u00f6rt.\u00ab<br>5 Darauf kamen die Gesandten noch einmal und sagten: \u00bbSo spricht Benhadad: \u203aIch habe zu dir gesandt und dir sagen lassen: Dein Silber und dein Gold, deine Frauen und deine Kinder sollst du mir geben;<br>6 morgen also um diese Zeit werde ich meine Diener zu dir senden, damit sie deinen Palast und die H\u00e4user deiner Diener durchsuchen; und sie sollen dann alles, was ihnen beachtenswert erscheint, mit Beschlag belegen und mitnehmen.\u2039\u00ab<br>7 Da berief der K\u00f6nig von Israel alle \u00c4ltesten des Landes und sagte: \u00bbDa k\u00f6nnt ihr nun klar erkennen, wie b\u00f6se dieser Mensch es meint; denn als er zu mir sandte, um meine Frauen und meine Kinder, mein Silber und mein Gold zu fordern, habe ich es ihm nicht verweigert.\u00ab<br>8 Da antworteten ihm alle \u00c4ltesten und das gesamte Volk: \u00bbDa gehorchst du nicht und willigst nicht ein!\u00ab<br>9 So erwiderte er denn den Gesandten Benhadads: \u00bbMeldet meinem Herrn, dem K\u00f6nige: \u203aAlles, was du von deinem Knecht zuerst verlangt hast, will ich tun, aber auf diese letzte Forderung kann ich nicht eingehen.\u2039\u00ab Als nun die Gesandten hingegangen waren und den Bescheid \u00fcberbracht hatten,<br>10 sandte Benhadad zu ihm und lie\u00df ihm sagen: \u00bbDie G\u00f6tter sollen mich jetzt und k\u00fcnftig strafen, wenn der Schutt von Samaria hinreicht, allen Kriegern, an deren Spitze ich stehe, die hohlen H\u00e4nde zu f\u00fcllen!\u00ab<br>11 Darauf gab ihm der K\u00f6nig von Israel zur Antwort: \u00bbSagt ihm nur: \u203aWer sich das Schwert umg\u00fcrtet, darf sich nicht br\u00fcsten, als ob er es schon wieder ablegte.\u2039\u00ab<br>12 Als Benhadad diesen Bescheid vernahm, w\u00e4hrend er gerade mit den K\u00f6nigen in den Weinberglauben bei einem Trinkgelage zechte, rief er seinen Leuten zu: \u00bbZum Angriff!\u00ab, und sie stellten sich zum Angriff gegen die Stadt auf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Weisungen eines Propheten an Ahab; gro\u00dfer Sieg der Israeliten \u00fcber Benhadad<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Da trat pl\u00f6tzlich ein Prophet zu Ahab, dem K\u00f6nig von Israel, und sagte: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aSiehst du diesen ganzen gewaltigen Heerhaufen? Wisse wohl: ich gebe ihn dir heute in die Hand, damit du erkennst, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<br>14 Ahab fragte: \u00bbDurch wen?\u00ab Er antwortete: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aDurch die Leute der Landv\u00f6gte.\u2039\u00ab Da fragte er weiter: \u00bbWer soll den Kampf er\u00f6ffnen?\u00ab Er erwiderte: \u00bbDu selbst.\u00ab<br>15 Darauf musterte Ahab die Leute der Landv\u00f6gte: es waren ihrer 232 Mann. Nach ihnen musterte er das gesamte \u00fcbrige Kriegsvolk, alle Israeliten: es waren 7000 Mann.<br>16 Sie machten dann zur Mittagszeit einen Ausfall, als Benhadad sich gerade in den Lauben samt den zweiunddrei\u00dfig mit ihm verb\u00fcndeten K\u00f6nigen einen Rausch antrank.<br>17 Als nun die Leute der Landv\u00f6gte als Vortrab ausr\u00fcckten und Benhadad durch Kundschafter, die er ausgesandt hatte, die Meldung erhielt, da\u00df Leute aus Samaria ausger\u00fcckt seien,<br>18 befahl er: \u00bbM\u00f6gen sie in friedlicher oder in feindlicher Absicht ausger\u00fcckt sein: nehmt sie lebendig gefangen!\u00ab<br>19 Sobald aber jene aus der Stadt ausger\u00fcckt waren, n\u00e4mlich die Leute der Landv\u00f6gte und das ihnen folgende Heer,<br>20 schlugen sie w\u00fctend drein, so da\u00df die Syrer flohen. Die Israeliten verfolgten sie, doch Benhadad, der K\u00f6nig von Syrien, rettete sich zu Pferde mit einigen Reitern.<br>21 Nun r\u00fcckte auch der K\u00f6nig von Israel selber aus, fiel \u00fcber die Rosse und Wagen her und brachte den Syrern eine schwere Niederlage bei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Benhadads zweiter Feldzug; neue Weisung des Propheten an Ahab; Beratung der Syrer; Sieg der Israeliten<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Da trat der Prophet (wiederum) zum K\u00f6nig von Israel und sagte zu ihm: \u00bbWohlan, nimm dich zusammen und sieh wohl zu, was du zu tun hast! Denn \u00fcbers Jahr wird der K\u00f6nig von Syrien wieder gegen dich heranziehen.\u00ab<br>23 Die Heerf\u00fchrer des K\u00f6nigs von Syrien aber sagten zu ihm: \u00bbIhr Gott ist ein Berggott, darum sind sie uns \u00fcberlegen gewesen; wenn wir dagegen in der Ebene mit ihnen k\u00e4mpfen k\u00f6nnten, w\u00fcrden wir sie gewi\u00df besiegen.<br>24 Gehe also folgenderma\u00dfen zu Werke: Entferne die K\u00f6nige s\u00e4mtlich von ihren Stellen und ersetze sie durch Statthalter;<br>25 sodann biete ein ebenso gro\u00dfes Heer auf, wie das vorige war, das dir verlorengegangen ist, ebenso Rosse und Wagen wie das vorige Mal; dann wollen wir mit ihnen in der Ebene k\u00e4mpfen, so werden wir sie gewi\u00df besiegen.\u00ab Benhadad ging auf ihren Vorschlag ein und verfuhr demgem\u00e4\u00df.<br>26 Als dann das Jahr um war, bot Benhadad die Syrer auf und zog nach Aphek, um dort den Israeliten eine Schlacht zu liefern.<br>27 Nachdem auch die Israeliten gemustert worden waren und sich mit Mundvorrat versorgt hatten, zogen sie ihnen entgegen und lagerten sich ihnen gegen\u00fcber wie ein Paar kleine Ziegenherden, w\u00e4hrend die Syrer die ganze Gegend f\u00fcllten.<br>28 Da trat der Gottesmann abermals herzu und sagte zum K\u00f6nig von Israel: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aWeil die Syrer gesagt haben, der HERR sei ein Gott der Berge, aber kein Gott der Ebenen, so will ich diesen ganzen gewaltigen Heerhaufen in deine Hand geben, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<br>29 So lagerten sie denn sieben Tage lang einander gegen\u00fcber; am siebten Tage aber kam es zur Schlacht, und die Israeliten erschlugen von den Syrern hunderttausend Mann Fu\u00dfvolk an einem einzigen Tage;<br>30 die \u00dcbriggebliebenen fl\u00fcchteten sich in die Stadt Aphek. Da fiel die Stadtmauer \u00fcber den 27000 Mann zusammen, die \u00fcbriggeblieben waren. Auch Benhadad war geflohen und in die Stadt gekommen (und versteckte sich) von einem Gemach in das andere.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Benhadad in Aphek belagert und zur Ergebung gezwungen; Ahabs unbesonnene Milde gegen ihn<\/h3>\n\n\n\n<p>31 Da sagten seine Diener zu ihm: \u00bbWir haben oft genug geh\u00f6rt, da\u00df die K\u00f6nige der Israeliten gro\u00dfm\u00fctige K\u00f6nige seien. So wollen wir uns denn Bu\u00dfgew\u00e4nder um unsere Lenden legen und Stricke um unseren Kopf und so zum K\u00f6nig von Israel hinausgehen; vielleicht schenkt er dir das Leben.\u00ab<br>32 Sie g\u00fcrteten sich also Bu\u00dfgew\u00e4nder um ihre Lenden und legten Stricke um ihren Kopf; und als sie zum K\u00f6nig von Israel kamen, sagten sie: \u00bbDein Knecht Benhadad l\u00e4\u00dft dich bitten, ihm das Leben zu schenken.\u00ab Er antwortete: \u00bbLebt er noch? Er ist ja mein Bruder.\u00ab<br>33 Die M\u00e4nner nahmen das als eine gute Vorbedeutung; darum beeilten sie sich, ihn beim Wort zu nehmen, und sagten: \u00bbBenhadad ist also dein Bruder?\u00ab Da antwortete er: \u00bbGeht, bringt ihn her!\u00ab, und als Benhadad dann zu ihm hinauskam, lie\u00df er ihn zu sich auf den Wagen steigen.<br>34 Da sagte Benhadad zu ihm: \u00bbDie St\u00e4dte, die mein Vater deinem Vater weggenommen hat, will ich dir zur\u00fcckgeben; auch magst du dir Handelsh\u00e4user in Damaskus anlegen, wie mein Vater sich solche in Samaria angelegt hat.\u00ab \u00bbUnd ich\u00ab, entgegnete Ahab, \u00bbwill dich auf Grund dieses Abkommens freilassen.\u00ab Er schlo\u00df also einen Vertrag mit ihm und lie\u00df ihn frei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Prophetensch\u00fcler stellt dem Ahab seine Verfehlung vor Augen<\/h3>\n\n\n\n<p>35 Einer aber von den Prophetensch\u00fclern forderte auf Gehei\u00df des HERRN seinen Genossen auf: \u00bbBringe mir eine Wunde bei!\u00ab Als jener sich weigerte, ihn zu verwunden,<br>36 sagte er zu ihm: \u00bbZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df du dem Befehl des HERRN nicht nachgekommen bist, wird dich, sobald du von mir weggegangen bist, ein L\u00f6we t\u00f6ten.\u00ab Kaum war er dann von ihm weggegangen, da fiel ein L\u00f6we ihn an und t\u00f6tete ihn.<br>37 Als jener hierauf einen anderen (Genossen) traf, forderte er ihn (wieder) auf: \u00bbBringe mir eine Wunde bei!\u00ab Da verwundete ihn dieser durch einen Schlag.<br>38 Nun ging der Prophet hin und stellte sich auf den Weg, den der K\u00f6nig kommen mu\u00dfte, machte sich aber durch eine Binde \u00fcber seinen Augen unkenntlich.<br>39 Als dann der K\u00f6nig vor\u00fcberkam, rief er ihn laut an mit den Worten: \u00bbDein Knecht war mit in die Schlacht gezogen; da trat pl\u00f6tzlich ein Mann, ein Oberer, an mich heran und brachte mir einen Gefangenen mit der Weisung: \u203aBewache diesen Mann! Sollte er dir abhanden kommen, so haftest du mit deinem Leben f\u00fcr ihn, oder du hast ein Talent Silber zu bezahlen.\u2039<br>40 W\u00e4hrend nun dein Knecht hier und da zu tun hatte, war der Mensch verschwunden.\u00ab Da sagte der K\u00f6nig von Israel zu ihm: \u00bbDa hast du dein Urteil; du hast es dir selbst gesprochen.\u00ab<br>41 Da entfernte jener schnell die Binde von seinen Augen, und der K\u00f6nig von Israel erkannte in ihm einen von den Propheten.<br>42 Der aber sagte zu ihm: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aWeil du den Mann, der von mir dem Tode geweiht war, aus der Hand gelassen hast, mu\u00dft du mit deinem Leben f\u00fcr ihn haften und dein Volk f\u00fcr sein Volk.\u2039\u00ab<br>43 Da zog der K\u00f6nig von Israel mi\u00dfmutig und verst\u00f6rt nach Hause und gelangte nach Samaria.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahabs Mi\u00dfmut \u00fcber Naboth<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nachmals aber begab sich folgendes: Naboth, (ein B\u00fcrger) von Jesreel, besa\u00df einen Weinberg in Jesreel nahe bei dem Palaste Ahabs, des K\u00f6nigs von Samaria.<br>2 Ahab machte nun dem Naboth fol1. K\u00f6nige Kapitel genden Vorschlag: \u00bbTritt mir deinen Weinberg ab, damit ich mir einen Gem\u00fcsegarten daraus mache, weil er nahe bei meinem Palaste liegt; ich will dir einen besseren Weinberg daf\u00fcr geben oder, wenn dir das lieber ist, dir den Preis bar bezahlen.\u00ab<br>3 Aber Naboth erwiderte dem Ahab: \u00bbDer HERR bewahre mich davor, dir den Erbbesitz meiner V\u00e4ter abzutreten!\u00ab<br>4 Da kehrte Ahab in seinen Palast zur\u00fcck, mi\u00dfmutig und verst\u00f6rt \u00fcber die Antwort, die Naboth, der Jesreeliter, ihm gegeben hatte mit den Worten: \u00bbIch will dir den Erbbesitz meiner V\u00e4ter nicht abtreten.\u00ab Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht gegen die Wand ab und wollte keine Nahrung zu sich nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isebels unheilvolles Eingreifen; ihr nichtsw\u00fcrdiger Brief an die \u00c4ltesten der Stadt Jesreel<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Da trat seine Gemahlin Isebel zu ihm und fragte ihn: \u00bbWarum bist du denn so mi\u00dfmutig, da\u00df du nichts essen willst?\u00ab<br>6 Er antwortete ihr: \u00bbIch habe Naboth von Jesreel den Vorschlag gemacht: \u203aTritt mir deinen Weinberg gegen Bezahlung ab, oder, wenn du das vorziehst, will ich dir einen anderen Weinberg daf\u00fcr geben\u2039; aber er hat mir geantwortet: \u203aIch will dir meinen Weinberg nicht abtreten.\u2039\u00ab<br>7 Da erwiderte ihm seine Gemahlin Isebel: \u00bbJetzt mu\u00dft du zeigen, da\u00df du K\u00f6nig in Israel bist! Stehe auf, i\u00df und sei guten Muts: ich will dir den Weinberg des Jesreeliters Naboth schon verschaffen.\u00ab<br>8 Darauf schrieb sie einen Brief unter Ahabs Namen, versiegelte ihn mit seinem Siegel und schickte den Brief an die \u00c4ltesten und Obersten, die in seiner Stadt wohnten und Mitbeisitzer Naboths waren.<br>9 In dem Briefe schrieb sie folgendes: \u00bbLa\u00dft ein Fasten ausrufen und setzt Naboth obenan unter dem Volke!<br>10 Dann setzt zwei nichtsw\u00fcrdige Menschen ihm gegen\u00fcber, die gegen ihn auftreten und das Zeugnis ablegen sollen, er habe Gott und den K\u00f6nig gel\u00e4stert; dann f\u00fchrt ihn vor die Stadt hinaus und steinigt ihn zu Tode!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ruchlose Ermordung Naboths; Ahabs gewaltsame Besitznahme des Weinbergs<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Und die M\u00e4nner seiner Stadt, die \u00c4ltesten und Vornehmen, die in seiner Stadt die Beisitzer waren, taten, wie Isebel ihnen in dem Briefe, den sie ihnen hatte zugehen lassen, aufgetragen hatte:<br>12 sie lie\u00dfen ein Fasten ausrufen und setzten Naboth obenan unter dem Volke;<br>13 dann kamen die zwei nichtsw\u00fcrdigen Buben, setzten sich ihm gegen\u00fcber und legten vor dem Volke das Zeugnis gegen ihn ab: \u00bbNaboth hat Gott und den K\u00f6nig gel\u00e4stert!\u00ab Hierauf f\u00fchrte man ihn zur Stadt hinaus und steinigte ihn; so fand er seinen Tod.<br>14 Dann sandten sie zu Isebel und lie\u00dfen ihr melden, Naboth sei gesteinigt worden und sei nun tot.<br>15 Sobald Isebel die Nachricht von Naboths Steinigung und Tod erhalten hatte, sagte sie zu Ahab: \u00bbAuf! Nimm den Weinberg des Jesreeliters Naboth, den er dir f\u00fcr Geld nicht hat \u00fcberlassen wollen, in Besitz! Denn Naboth lebt nicht mehr, sondern ist tot.\u00ab<br>16 Sobald nun Ahab den Tod Naboths erfuhr, machte er sich auf den Weg, um in den Weinberg Naboths hinabzugehen und ihn in Besitz zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elia k\u00fcndigt dem K\u00f6nigspaar das g\u00f6ttliche Strafgericht an<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Da erging das Wort des HERRN an Elia, den Thisbiter, also:<br>18 \u00bbMache dich auf, gehe hinab und tritt vor Ahab, den K\u00f6nig von Israel, der in Samaria wohnt; er befindet sich gerade im Weinberge Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen.<br>19 Sage dann zu ihm folgendes: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Du hast gemordet und hast nun auch schon die Erbschaft angetreten?\u2039 Sage dann weiter zu ihm: \u203aSo hat der HERR gesprochen: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen die Hunde auch dein Blut lecken!\u2039\u00ab<br>20 Da sagte Ahab zu Elia: \u00bbHast du mich wieder herausgefunden, mein Feind?\u00ab Er antwortete: \u00bbJa, ich habe dich herausgefunden. Weil du dich so weit vergessen hast, zu tun, was dem HERRN mi\u00dff\u00e4llt:<br>21 \u203aso will ich nunmehr Ungl\u00fcck \u00fcber dich bringen und dich wegfegen und will von Ahabs Angeh\u00f6rigen alles ausrotten, was m\u00e4nnlichen Geschlechts ist, Unm\u00fcndige wie M\u00fcndige, in Israel;<br>22 und ich will es mit deinem Hause machen wie mit dem Hause Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie mit dem Hause Baesas, des Sohnes Ahias, weil du mich zum Zorn gereizt und Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hast!\u2039<br>23 Auch in betreff Isebels hat der HERR geredet und angek\u00fcndigt: \u203aDie Hunde sollen Isebel am Stadtgraben von Jesreel fressen.<br>24 Wer von Ahabs Angeh\u00f6rigen in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die V\u00f6gel des Himmels fressen!\u2039\u00ab<br>25 Es hat niemals einen Menschen gegeben, der sich so weit wie Ahab vergessen h\u00e4tte, um das zu tun, was dem HERRN mi\u00dff\u00e4llt, weil ihn sein Weib Isebel dazu verf\u00fchrte.<br>26 Er ver\u00fcbte zahllose Greuel, indem er den G\u00f6tzen nachging, ganz wie die Amoriter es getan hatten, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahabs Reue; Gottes Milderung der Unheilsdrohung<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Als nun Ahab diese Worte h\u00f6rte, zerri\u00df er seine Kleider, legte ein h\u00e4renes Bu\u00dfgewand um den blo\u00dfen Leib und fastete; er schlief sogar in dem Bu\u00dfgewand und ging bek\u00fcmmert einher.<br>28 Da erging das Wort des HERRN an Elia, den Thisbiter, also:<br>29 \u00bbHast du gesehen, wie Ahab sich vor mir gedem\u00fctigt hat? Weil er sich vor mir gedem\u00fctigt hat, will ich das Ungl\u00fcck nicht schon bei seinen Lebzeiten hereinbrechen lassen: erst unter der Regierung seines Sohnes will ich das Ungl\u00fcck \u00fcber sein Haus kommen lassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. K\u00f6nige Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahab und Josaphat verb\u00fcnden sich zum Kriege gegen Syrien<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Drei Jahre vergingen ruhig, ohne da\u00df Krieg zwischen Syrien und Israel stattfand.<br>2 Im dritten Jahre aber, als Josaphat, der K\u00f6nig von Juda, zum K\u00f6nig von Israel (auf Besuch) gekommen war,<br>3 sagte der K\u00f6nig von Israel zu seinen Dienern: \u00bbIhr wi\u00dft doch wohl, da\u00df Ramoth in Gilead uns geh\u00f6rt? Wir aber sitzen hier m\u00fc\u00dfig, anstatt es dem K\u00f6nig von Syrien zu entrei\u00dfen!\u00ab<br>4 Als er hierauf an Josaphat die Frage richtete: \u00bbWillst du mit mir gegen Ramoth in Gilead zu Felde ziehen?\u00ab, antwortete ihm Josaphat: \u00bbIch will sein wie du: mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der g\u00fcnstige Bescheid der 400 Propheten; Micha soll befragt werden<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Als Josaphat dann dem K\u00f6nig von Israel riet, zun\u00e4chst doch den Willen des HERRN zu erforschen,<br>6 lie\u00df der K\u00f6nig von Israel die Propheten zusammenkommen, ungef\u00e4hr vierhundert Mann, und fragte sie: \u00bbSoll ich gegen Ramoth in Gilead zu Felde ziehen, oder soll ich es unterlassen?\u00ab Sie antworteten: \u00bbZiehe hin, denn der HERR wird es dem K\u00f6nig in die Hand geben.\u00ab<br>7 Da fragte Josaphat: \u00bbGibt es hier sonst keinen Propheten des HERRN mehr, durch den wir Auskunft erhalten k\u00f6nnten?\u00ab<br>8 Der K\u00f6nig von Israel erwiderte dem Josaphat: \u00bbEs ist wohl noch einer da, durch den wir den HERRN befragen k\u00f6nnten, aber ich habe nicht gern mit ihm zu tun; denn er weissagt mir niemals Gutes, sondern immer nur Ungl\u00fcck: Micha, der Sohn Jimlas.\u00ab Aber Josaphat entgegnete: \u00bbDer K\u00f6nig wolle nicht so reden!\u00ab<br>9 Da rief der K\u00f6nig von Israel einen Kammerherrn und befahl ihm, schleunigst Micha, den Sohn Jimlas, zu holen.<br>10 W\u00e4hrend nun der K\u00f6nig von Israel und der K\u00f6nig Josaphat von Juda ein jeder auf seinem Throne in ihren K\u00f6nigsgew\u00e4ndern auf dem Platz am Eingang des Stadttores von Samaria dasa\u00dfen und alle Propheten vor ihnen weissagten,<br>11 machte sich Zedekia, der Sohn Kenaanas, eiserne H\u00f6rner und rief aus: \u00bbSo spricht der HERR: \u203aMit solchen (H\u00f6rnern) wirst du die Syrer niedersto\u00dfen, bis du sie vernichtet hast!\u2039\u00ab<br>12 Ebenso weissagten auch alle anderen Propheten, indem sie riefen: \u00bbZiehe hin gegen Ramoth in Gilead: du wirst Gl\u00fcck haben! Denn der HERR wird es dem K\u00f6nig in die Hand fallen lassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Michas anf\u00e4nglicher Gl\u00fccksspruch, sodann seine Unheilsverk\u00fcndigung<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Der Bote aber, der hingegangen war, um Micha zu holen, sagte zu ihm: \u00bbWisse: die (\u00fcbrigen) Propheten haben dem K\u00f6nige einstimmig Gl\u00fcck verhei\u00dfen; schlie\u00dfe dich doch ihrem einm\u00fctigen Ausspruch an und prophezeie ebenfalls Gl\u00fcck!\u00ab<br>14 Micha aber antwortete: \u00bbSo wahr der HERR lebt: nur was der HERR mir eingeben wird, das werde ich verk\u00fcnden!\u00ab<br>15 Als er nun zum K\u00f6nige kam, fragte dieser ihn: \u00bbMicha, sollen wir gegen Ramoth in Gilead zu Felde ziehen, oder sollen wir es unterlassen?\u00ab Er antwortete ihm: \u00bbZiehe hin, du wirst Gl\u00fcck haben! Denn der HERR wird es dem K\u00f6nige in die Hand fallen lassen.\u00ab<br>16 Da entgegnete ihm der K\u00f6nig: \u00bbWie oft soll ich dich noch beschw\u00f6ren, mir nichts zu verk\u00fcnden als nur die reine Wahrheit im Namen des HERRN?\u00ab<br>17 Da sagte Micha: \u00bbIch habe ganz Israel zerstreut auf den Bergen gesehen wie Schafe, die keinen Hirten haben; der HERR aber sagte: \u203aDiese haben keinen Herrscher mehr: ein jeder von ihnen m\u00f6ge in Frieden nach Hause zur\u00fcckkehren!\u2039\u00ab<br>18 Da sagte der K\u00f6nig von Israel zu Josaphat: \u00bbHabe ich dir nicht gesagt, da\u00df er mir niemals Gl\u00fcck, sondern immer nur Unheil prophezeit?\u00ab<br>19 Micha aber fuhr fort: \u00bbDarum vernimm das Wort des HERRN! Ich habe den HERRN auf seinem Throne sitzen sehen, w\u00e4hrend das ganze himmlische Heer zur Rechten und zur Linken neben ihm stand.<br>20 Und der HERR fragte: \u203aWer will Ahab bet\u00f6ren, da\u00df er zu Felde ziehe und bei Ramoth in Gilead falle?\u2039 Da erwiderte der eine dies, der andere das,<br>21 bis endlich der Geist vortrat und sich vor den HERRN stellte und sagte: \u203aIch will ihn bet\u00f6ren.\u2039 Der HERR fragte ihn: \u203aAuf welche Weise?\u2039<br>22 Da antwortete er: \u203aIch will hingehen und zum L\u00fcgengeist im Munde aller seiner Propheten werden.\u2039 Da sagte der HERR: \u203aDu sollst ihn bet\u00f6ren, und es wird dir auch gelingen: gehe hin und mache es so.\u2039<br>23 Nun denn, siehe, der HERR hat allen diesen deinen Propheten einen L\u00fcgengeist in den Mund gelegt; denn der HERR hat Ungl\u00fcck f\u00fcr dich beschlossen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Michas Mi\u00dfhandlung durch Zedekia und seine Gefangennahme durch Ahab<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, auf Micha zu und gab ihm einen Backenstreich mit den Worten: \u00bbWie? Ist etwa der Geist des HERRN von mir gewichen, um mit dir zu reden?\u00ab<br>25 Micha entgegnete: \u00bbDu wirst es an jenem Tage erfahren, an dem du dich aus einem Gemach in das andere begeben wirst, um dich zu verstecken.\u00ab<br>26 Hierauf befahl der K\u00f6nig von Israel (dem Kammerherrn): \u00bbNimm Micha fest und f\u00fchre ihn zu dem Stadthauptmann Amon und zu dem k\u00f6niglichen Prinzen Joas zur\u00fcck<br>27 und melde dort: \u203aSo hat der K\u00f6nig befohlen: Setzt diesen Menschen ins Gef\u00e4ngnis und erhaltet ihn notd\u00fcrftig mit Brot und Wasser am Leben, bis ich wohlbehalten heimkehre!\u2039\u00ab<br>28 Micha antwortete: \u00bbWenn du wirklich wohlbehalten heimkehrst, dann hat der HERR nicht in mir geredet.\u00ab Er f\u00fcgte dann noch hinzu: \u00bbH\u00f6rt dies, ihr V\u00f6lker alle!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Niederlage der Verb\u00fcndeten bei Ramoth; Ahabs Tod in der Schlacht; seine Bestattung in Samaria; Schlu\u00dfwort<\/h3>\n\n\n\n<p>29 Als hierauf der K\u00f6nig von Israel und der K\u00f6nig Josaphat von Juda gegen Ramoth in Gilead zu Felde gezogen waren,<br>30 sagte der K\u00f6nig von Israel zu Josaphat: \u00bbIch will mich verkleiden und so in die Schlacht gehen; du aber magst deine gew\u00f6hnliche Kleidung anbehalten.\u00ab So nahm denn der K\u00f6nig von Israel verkleidet an der Schlacht teil.<br>31 Der K\u00f6nig von Syrien hatte aber den zweiunddrei\u00dfig Befehlshabern seiner Kriegswagen den bestimmten Befehl erteilt: \u00bbIhr sollt niemand angreifen, er sei gering oder vornehm, sondern nur den K\u00f6nig von Israel!\u00ab<br>32 Als nun die Befehlshaber der Kriegswagen Josaphat zu Gesicht bekamen, dachten sie, da\u00df es gewi\u00df der K\u00f6nig von Israel sei, und wandten sich gegen ihn, um ihn anzugreifen. Da erhob Josaphat ein Geschrei;<br>33 und sobald die Befehlshaber der Wagen erkannt hatten, da\u00df er nicht der K\u00f6nig von Israel sei, wandten sie sich von ihm ab.<br>34 Ein Mann aber spannte seinen Bogen aufs Geratewohl und traf den K\u00f6nig von Israel zwischen dem Ringelgurt und dem Panzer. Da befahl er seinem Wagenlenker: \u00bbWende um und bringe mich vom Schlachtfeld weg, denn ich bin verwundet!\u00ab<br>35 Da aber der Kampf an jenem Tage immer heftiger wurde, blieb der K\u00f6nig dann doch den Syrern gegen\u00fcber aufrecht im Wagen stehen, bis er am Abend starb; das Blut war aus der Schu\u00dfwunde ins Innere des Wagens geflossen.<br>36 Da erscholl gegen Sonnenuntergang der laute Ruf durch das Lager: \u00bbJeder (kehre heim) in seine Stadt und jeder in sein Land! Denn der K\u00f6nig ist tot!\u00ab<br>37 Als man dann nach Samaria gekommen war, begruben sie den K\u00f6nig in Samaria;<br>38 und als man den Wagen am Teich von Samaria absp\u00fclte, leckten die Hunde sein Blut [und die Dirnen wuschen sich damit], wie der HERR es zuvor angek\u00fcndigt hatte.<br>39 Die \u00fcbrige Geschichte Ahabs aber sowie alle seine Taten und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und s\u00e4mtliche St\u00e4dte, die er befestigt hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel. \u2013<br>40 Als Ahab sich aber zu seinen V\u00e4tern gelegt hatte, folgte ihm sein Sohn Ahasja in der Regierung nach.<br>41 Josaphat, der Sohn Asas, wurde K\u00f6nig \u00fcber Juda im vierten Jahre der Regierung des K\u00f6nigs Ahab von Israel.<br>42 F\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahre war Josaphat beim Regierungsantritt alt, und f\u00fcnfundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter hie\u00df Asuba und war eine Tochter Silhis.<br>43 Er wandelte ganz auf dem Wege seines Vaters Asa, ohne davon abzuweichen, so da\u00df er tat, was dem HERRN wohlgefiel.<br>44 Nur der H\u00f6hendienst wurde nicht beseitigt: das Volk brachte immer noch Schlacht- und Rauchopfer auf den H\u00f6hen dar.<br>45 Mit dem K\u00f6nig von Israel aber lebte Josaphat in Frieden.<br>46 Die \u00fcbrige Geschichte Josaphats aber und seine tapferen Taten, die er ausgef\u00fchrt, und wie er Krieg gef\u00fchrt hat, das findet sich bekanntlich bereits aufgezeichnet im Buche der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>47 Auch den Rest der Heiligtumsbuhler, der unter der Regierung seines Vaters Asa noch \u00fcbriggeblieben war, schaffte er aus dem Lande weg.<br>48 In Edom gab es damals keinen K\u00f6nig; als K\u00f6nig galt der (jud\u00e4ische) Statthalter (?).<br>49 Josaphat hatte Tharsisschiffe bauen lassen, die nach Ophir fahren und Gold holen sollten; aber man fuhr nicht dahin, weil die Schiffe bei Ezjon-Geber scheiterten.<br>50 Damals machte Ahasja, der Sohn Ahabs, dem Josaphat den Vorschlag: \u00bbLa\u00df meine Leute die Fahrt zur See mit den deinigen mitmachen!\u00ab, aber Josaphat ging nicht darauf ein.<br>51 Als Josaphat sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Stadt seines Ahnherrn David begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Joram in der Regierung nach.<br>52 Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde K\u00f6nig \u00fcber Israel zu Samaria im siebzehnten Jahre der Regierung des K\u00f6nigs Josaphat von Juda und regierte zwei Jahre \u00fcber Israel.<br>53 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, und wandelte auf dem Wege seines Vaters und seiner Mutter und auf dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte.<br>54 Er diente dem Baal und betete ihn an und erz\u00fcrnte dadurch den HERRN, den Gott Israels, ganz wie sein Vater getan hatte.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-648_cfb1cb-86 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-648_cfb1cb-86 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-648_cfb1cb-86\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns648_5f0e56-47{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns648_5f0e56-47 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns648_5f0e56-47 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5f0e56-47 .kt-btn-wrap-0 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Buch Samuel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns648_5bc6b4-f0{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns648_5bc6b4-f0 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns648_5bc6b4-f0\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn648_5a2f8f-6b.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn648_5a2f8f-6b kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=653\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">vor zum 2. 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