{"id":653,"date":"2023-12-22T13:55:53","date_gmt":"2023-12-22T12:55:53","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=653"},"modified":"2026-01-17T11:08:49","modified_gmt":"2026-01-17T10:08:49","slug":"2-koenige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=653","title":{"rendered":"2.K\u00f6nige"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das zweite Buch der K\u00f6nige<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns653_02e2af-23{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns653_02e2af-23 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_02e2af-23 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns653_02e2af-23\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn653_b364d4-45.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn653_b364d4-45 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2372\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn653_d435a0-97.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn653_d435a0-97 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id653_53114c-a3 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id653_53114c-a3 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id653_53114c-a3 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id653_53114c-a3 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Fortsetzung der Geschichte beider Reiche bis zum Untergang des Reiches Israel (Kap. 1-17)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nach dem Tode Ahabs fielen die Moabiter von Israel ab. \u2013<br>2 Als Ahasja aber in Samaria durch das Gitterfenster in seinem Obergemach gefallen war und krank darniederlag, sandte er Boten ab mit dem Auftrag: \u00bbGeht hin und befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.\u00ab<br>3 Der Engel des HERRN aber gebot dem Elia aus Thisbe: \u00bbMache dich auf, gehe den Boten des K\u00f6nigs von Samaria entgegen und sage zu ihnen: \u203aEs gibt wohl keinen Gott in Israel, da\u00df ihr hingehen m\u00fc\u00dft, um bei Baal-Sebub, dem Gott von Ekron, anzufragen?\u2039<br>4 Darum hat der HERR so gesprochen: \u203aVon dem Lager, das du bestiegen hast, sollst du nicht wieder herunterkommen, sondern sollst unfehlbar sterben!\u2039\u00ab Darauf ging Elia von dannen.<br>5 Als nun die Boten zum K\u00f6nig zur\u00fcckkehrten, fragte er sie: \u00bbWarum kommt ihr denn zur\u00fcck?\u00ab<br>6 Sie antworteten ihm: \u00bbEin Mann ist uns entgegengekommen, der zu uns sagte: \u203aKehrt wieder zum K\u00f6nig zur\u00fcck, der euch entsandt hat, und sagt zu ihm: So hat der HERR gesprochen: Es gibt wohl keinen Gott in Israel, da\u00df du hinsenden mu\u00dft, um bei Baal-Sebub, dem Gott von Ekron, anzufragen? Darum sollst du von dem Lager, das du bestiegen hast, nicht wieder herunterkommen, sondern sollst unfehlbar sterben.\u2039\u00ab<br>7 Da fragte er sie: \u00bbWie sah der Mann aus, der euch entgegengekommen ist und diese Worte an euch gerichtet hat?\u00ab<br>8 Sie antworteten ihm: \u00bbDer Mann trug ein haariges Fell als Mantel und hatte sich einen ledernen G\u00fcrtel um die H\u00fcften gebunden.\u00ab Da rief Ahasja aus: \u00bbDas ist Elia aus Thisbe!\u00ab<br>9 Hierauf schickte er einen Hauptmann \u00fcber eine F\u00fcnfzigschaft mit seinen f\u00fcnfzig Leuten nach ihm aus. Als dieser zu ihm hinaufkam \u2013 Elia sa\u00df n\u00e4mlich oben auf einem Berge \u2013, sagte er zu ihm: \u00bbMann Gottes, der K\u00f6nig befiehlt dir herabzukommen!\u00ab<br>10 Aber Elia antwortete dem Hauptmann: \u00bbWenn ich denn ein Gottesmann bin, so falle Feuer vom Himmel herab und verzehre dich samt deinen f\u00fcnfzig Leuten!\u00ab Da fiel Feuer vom Himmel herab und verzehrte ihn samt seinen f\u00fcnfzig Leuten.<br>11 Hierauf sandte der K\u00f6nig nochmals einen andern Hauptmann mit seinen f\u00fcnfzig Leuten nach ihm aus; der redete ihn mit den Worten an: \u00bbMann Gottes, so hat der K\u00f6nig befohlen: \u203aKomm sofort herab!\u2039\u00ab<br>12 Aber Elia antwortete ihnen: \u00bbWenn ich ein Gottesmann bin, so falle Feuer vom Himmel herab und verzehre dich samt deinen f\u00fcnfzig Leuten!\u00ab Da fiel Feuer Gottes vom Himmel herab und verzehrte ihn samt seinen f\u00fcnfzig Leuten.<br>13 Hierauf sandte der K\u00f6nig nochmals einen dritten Hauptmann mit seinen f\u00fcnfzig Leuten ab. Als dieser dritte Hauptmann zu ihm hinaufkam, fiel er vor Elia auf die Knie und flehte ihn an mit den Worten: \u00bbMann Gottes, la\u00df doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser F\u00fcnfzig, etwas bei dir gelten!<br>14 Du wei\u00dft: Feuer ist vom Himmel herabgefallen und hat die beiden ersten Hauptleute samt ihren f\u00fcnfzig Leuten verzehrt; nun aber la\u00df doch meinem Leben Schonung widerfahren!\u00ab<br>15 Da sagte der Engel des HERRN zu Elia: \u00bbGehe mit ihm hinab, f\u00fcrchte dich nicht vor jenem!\u00ab Da stand Elia auf und ging mit ihm zum K\u00f6nig hinab.<br>16 Zu diesem sagte er dann: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aWeil du Boten abgesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen \u2013 als ob es keinen Gott in Israel g\u00e4be, dessen Ausspruch man einholen k\u00f6nnte \u2013, darum wirst du von dem Lager, das du bestiegen hast, nicht wieder herunterkommen, sondern wirst unfehlbar sterben!\u2039\u00ab<br>17 So starb er denn, wie der HERR es durch den Mund Elias hatte verk\u00fcndigen lassen; und sein Bruder Joram folgte ihm in der Regierung nach im zweiten Jahre der Regierung Jorams, des Sohnes Josaphats, des K\u00f6nigs von Juda; denn er hatte keinen Sohn hinterlassen.<br>18 Die \u00fcbrige Geschichte Ahasjas aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als dann der HERR den Elia im Wettersturm zum Himmel auffahren lassen wollte, ging Elia mit Elisa aus Gilgal weg.<br>2 Da sagte Elia zu Elisa: \u00bbBleibe doch hier! Denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt.\u00ab Doch Elisa erwiderte: \u00bbSo wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst, ich verlasse dich nicht!\u00ab Als sie nun nach Bethel hinabwanderten,<br>3 kamen die Prophetenj\u00fcnger, die in Bethel wohnten, zu Elisa hinaus und sagten zu ihm: \u00bbWei\u00dft du wohl, da\u00df Gott der HERR heute deinen Herrn \u00fcber deinem Haupt entf\u00fchren wird?\u00ab Er antwortete: \u00bbAuch ich wei\u00df es: schweigt still!\u00ab<br>4 Da sagte Elia zu ihm: \u00bbElisa, bleibe doch hier! Denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt.\u00ab Doch er entgegnete: \u00bbSo wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst, ich verlasse dich nicht!\u00ab Als sie nun nach Jericho gekommen waren,<br>5 traten die Prophetenj\u00fcnger, die in Jericho wohnten, an Elisa heran und sagten zu ihm: \u00bbWei\u00dft du wohl, da\u00df Gott der HERR heute deinen Herrn \u00fcber deinem Haupt entf\u00fchren wird?\u00ab Er antwortete: \u00bbAuch ich wei\u00df es: schweigt still!\u00ab<br>6 Darauf sagte Elia zu ihm: \u00bbBleibe doch hier! Denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt.\u00ab Doch er entgegnete: \u00bbSo wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst, ich verlasse dich nicht!\u00ab So gingen sie denn beide miteinander weiter.<br>7 Auch f\u00fcnfzig Mann von den Prophetenj\u00fcngern gingen mit, blieben aber abseits in einiger Entfernung stehen, w\u00e4hrend die beiden an den Jordan traten.<br>8 Da nahm Elia seinen Mantel, wickelte ihn zusammen und schlug damit auf das Wasser; da zerteilte es sich nach beiden Seiten hin, so da\u00df sie beide trockenen Fu\u00dfes hindurchgehen konnten.<br>9 Als sie nun dr\u00fcben angekommen waren, sagte Elia zu Elisa: \u00bbErbitte dir etwas, was ich dir tun soll, ehe ich von dir hinweggenommen werde.\u00ab Elisa antwortete: \u00bbM\u00f6chte mir doch ein doppelter Anteil von deinem Geist zufallen!\u00ab<br>10 Elia entgegnete: \u00bbDu hast eine schwer zu erf\u00fcllende Bitte ausgesprochen. Wenn du mit ansehen darfst, wie ich von dir entr\u00fcckt werde, so wird deine Bitte erf\u00fcllt werden, sonst nicht!\u00ab<br>11 W\u00e4hrend sie dann im Gespr\u00e4ch miteinander immer weiter gingen, erschien pl\u00f6tzlich ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen und trennte beide voneinander; und Elia fuhr im Wettersturm zum Himmel empor.<br>12 Als Elisa das sah, rief er laut: \u00bbMein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und seine Reiter!\u00ab Als er ihn dann nicht mehr sah, fa\u00dfte er seine Kleider und zerri\u00df sie in zwei St\u00fccke.<br>13 Hierauf hob er den Mantel auf, der dem Elia entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordans;<br>14 hier nahm er den Mantel Elias, der ihm entfallen war, schlug damit auf das Wasser und rief aus: \u00bbWo ist der HERR, der Gott Elias?\u00ab Als auch er so auf das Wasser geschlagen hatte, zerteilte es sich nach beiden Seiten hin, so da\u00df Elisa hindurchgehen konnte.<br>15 Als die Prophetenj\u00fcnger, die aus Jericho waren, das von dr\u00fcben her sahen, riefen sie aus: \u00bbDer Geist Elias ruht auf Elisa!\u00ab Sie gingen ihm dann entgegen, verneigten sich vor ihm bis zur Erde<br>16 und sagten zu ihm: \u00bbSiehe, es befinden sich hier bei deinen Knechten f\u00fcnfzig r\u00fcstige M\u00e4nner; die sollen hingehen und deinen Herrn suchen, ob ihn nicht etwa der Geist des HERRN entf\u00fchrt und ihn auf irgendeinen Berg oder in irgendein Tal entr\u00fcckt hat.\u00ab<br>17 Aber er erwiderte: \u00bbIhr braucht sie nicht auszuschicken!\u00ab Als sie jedoch bis aufs \u00e4u\u00dferste in ihn drangen, erkl\u00e4rte er schlie\u00dflich: \u00bbNun, so la\u00dft sie abgehen!\u00ab Da schickten sie die f\u00fcnfzig M\u00e4nner aus, die suchten drei Tage lang, fanden ihn aber nicht.<br>18 Als sie dann zu ihm zur\u00fcckkehrten, w\u00e4hrend er noch in Jericho weilte, sagte er zu ihnen: \u00bbHabe ich euch nicht gesagt, ihr m\u00f6chtet nicht hingehen?\u00ab<br>19 Die Einwohner der Stadt (Jericho) aber sagten zu Elisa: \u00bbIn unserer Stadt ist gewi\u00df gut wohnen, wie du, Herr, selbst siehst; aber das Wasser ist ungesund, und die Gegend verursacht Fehlgeburten.\u00ab<br>20 Da antwortete er: \u00bbBringt mir eine neue Sch\u00fcssel und tut Salz hinein.\u00ab Als man sie ihm gebracht hatte,<br>21 ging er an die Wasserquelle vor die Stadt hinaus, warf das Salz hinein und sagte: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aIch habe dieses Wasser gesund gemacht; es soll hinfort weder Tod noch Fehlgeburt daher kommen!\u2039\u00ab<br>22 Da wurde das Wasser gesund bis auf den heutigen Tag infolge des Wortes, das Elisa ausgesprochen hatte.<br>23 Von dort ging er dann nach Bethel zur\u00fcck; und als er so auf dem Wege hinaufging, kamen kleine Jungen aus dem Ort heraus, die ihn verspotteten, indem sie ihm zuriefen: \u00bbKomm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf!\u00ab<br>24 Da wandte er sich um, und als er sie sah, verw\u00fcnschte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei B\u00e4ren aus dem Walde heraus und zerrissen zweiundvierzig von den Knaben.<br>25 Von dort begab er sich nach dem Berge Karmel und kehrte von da nach Samaria zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Allgemeine Angaben \u00fcber Joram<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Joram, der Sohn Ahabs, wurde K\u00f6nig \u00fcber Israel zu Samaria im achtzehnten Jahre der Regierung des K\u00f6nigs Josaphat von Juda und regierte zw\u00f6lf Jahre.<br>2 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, jedoch nicht so schlimm wie sein Vater und seine Mutter; denn er entfernte die G\u00f6tzens\u00e4ule Baals, die sein Vater hatte aufstellen lassen,<br>3 aber an dem s\u00fcndhaften Stierdienst Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu dem er Israel verf\u00fchrt hatte, hielt er fest und lie\u00df nicht davon ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausbruch des Kriegs mit den Moabitern; B\u00fcndnis Jorams mit Josaphat; Marsch in die Steppe von Edom<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Da Mesa, der K\u00f6nig der Moabiter, Schafz\u00fcchter war, hatte er dem K\u00f6nig von Israel hunderttausend L\u00e4mmer und die Wolle von hunderttausend Widdern als regelm\u00e4\u00dfige Abgabe zu entrichten.<br>5 Aber nach Ahabs Tode fiel der K\u00f6nig der Moabiter vom K\u00f6nig von Israel ab.<br>6 Da zog der K\u00f6nig Joram zu jener Zeit aus Samaria aus und bot ganz Israel zum Kriege auf;<br>7 gleichzeitig schickte er eine Gesandtschaft an den K\u00f6nig Josaphat von Juda und lie\u00df ihm sagen: \u00bbDer K\u00f6nig der Moabiter ist von mir abgefallen: willst du nicht mit mir gegen die Moabiter zu Felde ziehen?\u00ab Er antwortete: \u00bbJa, ich will mitziehen; ich will sein wie du: mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!\u00ab<br>8 Als er dann fragte: \u00bbWelchen Weg wollen wir einschlagen?\u00ab, erwiderte jener: \u00bbDen Weg durch die Steppe von Edom.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlimme Lage des Heeres infolge von Wassermangel; Elisas gl\u00fcckverk\u00fcndende Weissagung<\/h3>\n\n\n\n<p>9 So zog denn der K\u00f6nig von Israel mit dem K\u00f6nig von Juda und dem K\u00f6nig der Edomiter aus. Als sie aber sieben Tagem\u00e4rsche zur Umgehung zur\u00fcckgelegt hatten, fehlte es dem Heere und dem Vieh, das mit ihnen zog, an Wasser.<br>10 Da rief der K\u00f6nig von Israel aus: \u00bbWehe! So hat also der HERR diese drei K\u00f6nige zum Kriege aufgeboten, um sie in die Hand der Moabiter fallen zu lassen!\u00ab<br>11 Nun fragte Josaphat: \u00bbIst denn hier kein Prophet des HERRN, durch den wir den HERRN befragen k\u00f6nnen?\u00ab Da antwortete einer von den Hofleuten des K\u00f6nigs von Israel: \u00bbHier ist Elisa, der Sohn Saphats, der als Diener bei Elia gelebt hat.\u00ab<br>12 Josaphat sagte: \u00bbJa wirklich, bei dem ist das Wort des HERRN zu finden!\u00ab Als sich nun der K\u00f6nig von Israel und Josaphat und der K\u00f6nig der Edomiter zu ihm hinabbegeben hatten,<br>13 sagte Elisa zum K\u00f6nig von Israel: \u00bbWas habe ich mit dir zu schaffen? Wende dich doch an die Propheten deines Vaters und an die Propheten deiner Mutter!\u00ab Aber der K\u00f6nig von Israel entgegnete ihm: \u00bbNicht doch! Hat etwa der HERR diese drei K\u00f6nige zum Krieg aufgeboten, um sie in die Hand der Moabiter fallen zu lassen?\u00ab<br>14 Da sagte Elisa: \u00bbSo wahr der HERR der Heerscharen lebt, in dessen Dienst ich stehe! Wenn ich nicht auf den K\u00f6nig Josaphat von Juda R\u00fccksicht n\u00e4hme, so w\u00fcrde ich dich wahrlich nicht beachten und dich keines Blickes w\u00fcrdigen!<br>15 Nun aber schafft mir einen Saitenspieler her!\u00ab Als dann der Saitenspieler die Saiten r\u00fchrte, kam die Hand des HERRN \u00fcber ihn,<br>16 und er sagte: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aMacht in diesem Tal Grube an Grube!\u2039<br>17 Denn so hat der HERR gesprochen: \u203aIhr werdet keinen Wind wahrnehmen und keinen Regen sehen, und doch wird sich dieses Tal mit Wasser f\u00fcllen, so da\u00df ihr samt eurem Heer und eurem Vieh trinken k\u00f6nnt.<br>18 Aber dies gen\u00fcgt dem HERRN noch nicht: er wird euch auch noch die Moabiter in die H\u00e4nde liefern,<br>19 so da\u00df ihr alle festen St\u00e4dte erobern, alle Fruchtb\u00e4ume f\u00e4llen, alle Wasserquellen versch\u00fctten und alles gute Ackerland mit Steinen verderben werdet.\u2039\u00ab<br>20 Und wirklich, am folgenden Morgen zu der Zeit, wo man das Speisopfer darbringt, kam pl\u00f6tzlich Wasser von Edom her geflossen, so da\u00df die ganze Gegend \u00fcberschwemmt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sieg der Israeliten; Mesa opfert seinen erstgeborenen Sohn und bewirkt dadurch den Abzug der Israeliten<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Als nun das ganze Volk der Moabiter h\u00f6rte, da\u00df die K\u00f6nige herangezogen waren, um sie zu bekriegen, wurde alles, was die Waffen tragen konnte, aufgeboten, ja sogar die noch nicht Waffenf\u00e4higen, und sie stellten sich an der Grenze auf.<br>22 Als aber am folgenden Morgen fr\u00fch die Sonne beim Aufgang \u00fcber das Wasser hin strahlte, erschien den Moabitern das Wasser dr\u00fcben rot wie Blut,<br>23 so da\u00df sie ausriefen: \u00bbDas ist Blut! Gewi\u00df sind die K\u00f6nige mit dem Schwert aneinandergeraten und haben ein Blutbad unter sich angerichtet: jetzt an die Beute, Moabiter!\u00ab<br>24 Als sie aber an das israelitische Lager herankamen, machten die Israeliten einen Ausfall und schlugen die Moabiter in die Flucht, drangen dann immer weiter ins Land ein und schlugen die Moabiter aufs neue.<br>25 Die St\u00e4dte zerst\u00f6rten sie, auf alles gute Ackerland warfen sie ein jeder seinen Stein, so da\u00df es ganz damit bedeckt war, alle Wasserquellen versch\u00fctteten sie und hieben alle Fruchtb\u00e4ume um, bis nichts mehr \u00fcbrig war als (die Stadt) Kir-Hareseth mit ihrer festen Steinmauer. Als dann die Schleuderer die Stadt umzingelten und beschossen<br>26 und der K\u00f6nig der Moabiter einsah, da\u00df er dem Angriff nicht gewachsen sei, nahm er siebenhundert mit Schwertern bewaffnete Krieger mit sich, um sich zum K\u00f6nig der Edomiter durchzuschlagen; aber es gelang ihnen nicht.<br>27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der ihm dereinst in der Regierung nachfolgen sollte, und brachte ihn auf der Mauer als Brandopfer dar. Da kam ein gewaltiger Zorn \u00fcber Israel, so da\u00df sie die Belagerung aufhoben und in ihr Land zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte vom \u00d6lkrug der Witwe<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Eine Frau von den Ehefrauen der Prophetenj\u00fcnger flehte einst Elisa laut mit den Worten an: \u00bbMein Mann, dein Knecht, ist gestorben, und du wei\u00dft selbst, da\u00df dein Knecht ein gottesf\u00fcrchtiger Mann gewesen ist. Nun ist der Gl\u00e4ubiger gekommen und will sich meine beiden S\u00f6hne zu Sklaven nehmen!\u00ab<br>2 Elisa antwortete ihr: \u00bbWas soll ich f\u00fcr dich tun? Sage mir, was du im Hause hast!\u00ab Sie erwiderte: \u00bbDeine Magd hat gar nichts mehr im Hause als nur einen Krug mit etwas \u00d6l.\u00ab<br>3 Da sagte er: \u00bbGehe hin, borge dir Gef\u00e4\u00dfe von allen deinen Nachbarn drau\u00dfen, leere Gef\u00e4\u00dfe, aber nimm nicht zu wenige;<br>4 hierauf gehe heim, schlie\u00dfe die T\u00fcr hinter dir und deinen beiden S\u00f6hnen zu und gie\u00dfe in alle jene Gef\u00e4\u00dfe ein; und wenn eins voll ist, so setze es beiseite.\u00ab\u00ab<br>5 Sie ging dann von ihm weg und schlo\u00df die T\u00fcr hinter sich und ihren S\u00f6hnen zu; diese reichten ihr (die Gef\u00e4\u00dfe), und sie go\u00df sie voll.<br>6 Als nun die Gef\u00e4\u00dfe gef\u00fcllt waren, sagte sie zu ihrem Sohn: \u00bbReiche mir noch ein Gef\u00e4\u00df!\u00ab, aber er antwortete ihr: \u00bbEs ist kein Gef\u00e4\u00df mehr da\u00ab; da h\u00f6rte das \u00d6l auf zu flie\u00dfen.<br>7 Als sie nun zu dem Gottesmann kam und es ihm berichtete, sagte er: \u00bbGehe hin, verkaufe das \u00d6l und bezahle deine Schuld; von dem, was dir dann noch \u00fcbrigbleibt, kannst du mit deinen S\u00f6hnen leben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elisa und die Sunamitin; Elisa verhei\u00dft der Sunamitin einen Sohn<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Eines Tages ging Elisa nach Sunem (1.Sam 28,4) hin\u00fcber; dort wohnte eine reiche Frau, die ihn n\u00f6tigte, bei ihr zu essen. Sooft er nun sp\u00e4ter an dem Ort vor\u00fcberkam, kehrte er dort zum Essen ein.<br>9 Da sagte sie zu ihrem Manne: \u00bbSieh doch, ich habe erkannt, da\u00df dieser ein heiliger Gottesmann ist, der immer bei uns einkehrt;<br>10 wir wollen ihm doch ein kleines Zimmer oben im Hause aufmauern lassen und ihm ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter hineinstellen; dann kann er dort ein Unterkommen finden, sooft er zu uns kommt.\u00ab<br>11 Als er nun eines Tages wieder hinkam, kehrte er in dem Oberst\u00fcbchen ein und schlief darin.<br>12 Nachher befahl er seinem Diener Gehasi: \u00bbRufe mir unsere Sunamitin!\u00ab Als er sie nun gerufen hatte und sie vor ihn getreten war,<br>13 sagte Elisa zu dem Diener: \u00bbSage ihr: \u203aDu hast dir unsertwegen alle diese Unruhe gemacht: was kann man f\u00fcr dich tun? Brauchst du F\u00fcrsprache beim K\u00f6nig oder Feldhauptmann?\u2039\u00ab Sie antwortete: \u00bbIch wohne hier ja sicher inmitten meines Volkes.\u00ab<br>14 Als er nun wieder fragte: \u00bbWas k\u00f6nnte man wohl f\u00fcr sie tun?\u00ab, antwortete Gehasi: \u00bbAch, sie ist kinderlos, und ihr Mann ist schon alt.\u00ab<br>15 Darauf sagte Elisa: \u00bbRufe sie her!\u00ab Als er sie nun gerufen hatte und sie in die T\u00fcr getreten war,<br>16 sagte er: \u00bb\u00dcbers Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn herzen!\u00ab Aber sie entgegnete: \u00bbAch nein, mein Herr, du Mann Gottes: t\u00e4usche doch deine Magd nicht!\u00ab<br>17 Die Frau aber wurde wirklich guter Hoffnung und gebar um dieselbe Zeit im n\u00e4chsten Jahre einen Sohn, wie Elisa ihr verhei\u00dfen hatte.<br>18 Als nun der Knabe herangewachsen war, begab es sich eines Tages, da\u00df er zu seinem Vater zu den Schnittern hinausging.<br>19 Da klagte er (pl\u00f6tzlich) seinem Vater: \u00bbMein Kopf, mein Kopf!\u00ab Jener befahl einem Knecht: \u00bbTrage ihn heim zu seiner Mutter!\u00ab<br>20 Als dieser ihn auf den Arm genommen und zu seiner Mutter gebracht hatte, sa\u00df er bis zum Mittag auf ihrem Scho\u00df; dann starb er.<br>21 Da stieg sie hinauf, legte ihn auf das Bett des Gottesmannes, schlo\u00df hinter ihm zu und ging hinaus;<br>22 dann lie\u00df sie ihren Mann rufen und sagte zu ihm: \u00bbSchicke mir doch einen von den Knechten und eine Eselin; ich will zu dem Gottesmann eilen, komme aber schnell wieder zur\u00fcck.\u00ab<br>23 Er entgegnete: \u00bbWarum willst du gerade heute zu ihm gehen? Es ist doch weder Neumond noch Sabbat!\u00ab Doch sie erwiderte: \u00bbDas schadet nichts.\u00ab<br>24 Hierauf lie\u00df sie die Eselin satteln und befahl ihrem Knecht: \u00bbTreibe das Tier immerfort an und mache mir keinen Aufenthalt beim Reiten, es sei denn, da\u00df ich es dir sage!\u00ab<br>25 So machte sie sich auf den Weg und gelangte zu dem Gottesmann auf den Berg Karmel. Als nun der Gottesmann sie in einiger Entfernung erblickte, sagte er zu seinem Diener Gehasi: \u00bbDa ist ja unsere Sunamitin!<br>26 Wohlan, laufe ihr entgegen und frage sie, ob es ihr sowie ihrem Mann und dem Knaben gutgehe.\u00ab Sie antwortete: \u00bbJa.\u00ab<br>27 Als sie aber zu dem Gottesmann auf den Berg gekommen war, umfa\u00dfte sie seine F\u00fc\u00dfe; da trat Gehasi hinzu, um sie wegzusto\u00dfen; aber der Gottesmann sagte: \u00bbLa\u00df sie! Denn sie ist tief betr\u00fcbt, und Gott hat es mir verborgen und mir\u2019s nicht geoffenbart.\u00ab<br>28 Sie sagte dann: \u00bbBin ich es gewesen, die meinen Herrn um einen Sohn gebeten hat? Habe ich nicht vielmehr gesagt, du m\u00f6chtest mich nicht t\u00e4uschen?\u00ab<br>29 Da befahl er Gehasi: \u00bbG\u00fcrte dir die Lenden, nimm meinen Stab in deine Hand und gehe hin! Wenn du jemand triffst, so gr\u00fc\u00dfe ihn nicht, und wenn dich jemand gr\u00fc\u00dft, so danke ihm nicht! Lege dann dem Knaben meinen Stab auf das Gesicht!\u00ab<br>30 Aber die Mutter des Knaben rief: \u00bbSo wahr der HERR lebt und so wahr du selbst lebst: ich lasse nicht von dir!\u00ab Da machte er sich auf und folgte ihr.<br>31 Gehasi war ihnen unterdessen vorausgeeilt und hatte dem Knaben den Stab auf das Gesicht gelegt, aber kein Laut und kein Lebenszeichen war erfolgt. Da kehrte er um, (seinem Herrn) entgegen, und berichtete ihm, der Knabe sei nicht aufgewacht;<br>32 und als Elisa dann in das Haus kam, fand er den Knaben tot auf seinem eigenen Bette liegen.<br>33 Nun ging er hinein, schlo\u00df die T\u00fcr hinter sich zu und betete zum HERRN;<br>34 dann stieg er auf das Bett, streckte sich \u00fcber den Knaben hin und legte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen und seine H\u00e4nde auf die H\u00e4nde jenes. Als er sich so \u00fcber ihn hinstreckte, erw\u00e4rmte sich der Leib des Knaben.<br>35 Dann stand er wieder auf und ging im Zimmer hin und her, stieg dann wieder hinauf und streckte sich \u00fcber ihn hin. Da nieste der Knabe siebenmal und schlug die Augen hell auf.<br>36 Nun rief er Gehasi und befahl ihm: \u00bbRufe unsere Sunamitin!\u00ab Der rief sie herbei, und als sie zu ihm hereinkam, sagte er: \u00bbNimm da deinen Sohn!\u00ab<br>37 Da trat sie heran, fiel ihm zu F\u00fc\u00dfen, verneigte sich tief bis zur Erde, nahm ihren Sohn auf den Arm und ging hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Tod (= giftige Speise) im Topf und die wunderbare Speisung der Hundert<\/h3>\n\n\n\n<p>38 Elisa kehrte dann nach Gilgal zur\u00fcck, w\u00e4hrend eine Hungersnot im Lande herrschte. Als nun die Prophetenj\u00fcnger vor ihm sa\u00dfen, gab er seinem Diener den Auftrag, den gr\u00f6\u00dften Kochtopf aufs Feuer zu setzen und ein Gericht f\u00fcr die Prophetenj\u00fcnger zu kochen.<br>39 Da ging einer von ihnen auf das Feld hinaus, um Kr\u00e4uter zu sammeln, und als er ein wildes Schlinggew\u00e4chs fand, pfl\u00fcckte er davon wilde Gurken ab, seinen ganzen Mantel voll; dann kehrte er heim und zerschnitt sie in den Kochtopf; denn er kannte sie nicht.<br>40 Als man sie dann zum Essen f\u00fcr die M\u00e4nner ausgesch\u00fcttet hatte und diese von dem Gericht a\u00dfen, schrien sie laut auf und riefen: \u00bbDer Tod ist im Topf, Mann Gottes!\u00ab, und sie konnten es nicht essen.<br>41 Da sagte er: \u00bbSo bringt Mehl her!\u00ab Er warf es in den Topf und sagte dann: \u00bbF\u00fclle es jetzt f\u00fcr die Leute aus, damit sie es essen.\u00ab Da war nichts Sch\u00e4dliches mehr im Topf.<br>42 Hierauf kam ein Mann aus Baal-Salisa und brachte dem Gottesmann Erstlingsbrote, n\u00e4mlich zwanzig Gerstenbrote, dazu Schrotkorn in seinem Sack. Da befahl er: \u00bbGib es den Leuten zu essen!\u00ab<br>43 Sein Diener aber entgegnete: \u00bbWie kann ich dies hundert M\u00e4nnern vorsetzen?\u00ab Doch er befahl: \u00bbGib es den Leuten zu essen! Denn so hat der HERR gesprochen: \u203aMan wird essen und noch \u00fcbriglassen\u2039\u00ab.<br>44 Als er es ihnen nun vorsetzte, a\u00dfen sie und lie\u00dfen noch davon \u00fcbrig, wie der HERR es verhei\u00dfen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Heilung des Syrers Naeman vom Aussatz; Bestrafung der Untreue Gehasis<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Naeman, der Feldhauptmann des K\u00f6nigs von Syrien, galt bei seinem Herrn viel und stand in hohem Ansehen; denn durch ihn hatte Gott der HERR den Syrern den Sieg verliehen; aber dieser Mann, ein gro\u00dfer Kriegsheld, wurde auss\u00e4tzig.<br>2 Nun hatten die Syrer einst auf einem Streifzuge ein junges M\u00e4dchen aus dem Lande Israel gefangen weggef\u00fchrt; die war dann bei Naemans Gattin Dienerin geworden<br>3 und sagte (eines Tages) zu ihrer Herrin: \u00bbAch wenn mein Herr sich doch an den Propheten zu Samaria wendete! Dann w\u00fcrde der ihn von seinem Aussatz befreien.\u00ab<br>4 Da ging Naeman zu seinem Herrn und teilte ihm mit: \u00bbSo und so hat das M\u00e4dchen berichtet, das aus dem Lande Israel stammt.\u00ab<br>5 Darauf entgegnete der K\u00f6nig von Syrien: \u00bbNun gut, ziehe hin! Ich will dir ein Schreiben an den K\u00f6nig von Israel mitgeben.\u00ab Da machte er sich auf den Weg, nahm zehn Talente Silber, sechstausend Schekel Gold und zehn Festgew\u00e4nder mit<br>6 und \u00fcberreichte dem K\u00f6nig von Israel das Schreiben, das so lautete: \u00bbWenn dieses Schreiben an dich gelangt, so wisse: ich habe meinen Diener Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.\u00ab<br>7 Als der K\u00f6nig von Israel das Schreiben gelesen hatte, zerri\u00df er seine Kleider und rief aus: \u00bbBin ich etwa ein Gott, da\u00df ich t\u00f6ten und lebendig machen kann?! Dieser verlangt ja von mir, da\u00df ich einen Menschen von seinem Aussatz befreie! Da seht ihr nun deutlich, da\u00df er nur einen Vorwand zum Streit mit mir sucht!\u00ab<br>8 Als nun der Gottesmann Elisa erfuhr, da\u00df der K\u00f6nig von Israel seine Kleider zerrissen habe, sandte er zum K\u00f6nig und lie\u00df ihm sagen: \u00bbWarum hast du deine Kleider zerrissen? La\u00df ihn doch zu mir kommen: er soll erfahren, da\u00df es wirklich noch einen Propheten in Israel gibt!\u00ab<br>9 So kam denn Naeman mit seinen Rossen und seinem Wagen und hielt bei Elisa vor der Haust\u00fcr an.<br>10 Da lie\u00df ihm Elisa durch einen Boten sagen: \u00bbGehe hin und bade dich siebenmal im Jordan, dann wird dir dein Leib wieder gesund werden, und du wirst rein sein.\u00ab<br>11 Dar\u00fcber wurde Naeman unwillig und fuhr auf seinem Wagen weg mit den Worten: \u00bbIch hatte als sicher angenommen, er w\u00fcrde selbst zu mir herauskommen und vor mich hintreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und seine Hand nach der heiligen St\u00e4tte hin schwingen und so den Aussatz wegschaffen.<br>12 Sind nicht der Amana und der Pharphar, die Fl\u00fcsse von Damaskus, besser als alle Wasser in Israel? Kann ich mich nicht in ihnen baden, um rein zu werden?\u00ab Damit wandte er sich um und entfernte sich voller Zorn.<br>13 Da traten seine Diener an ihn heran und redeten ihm mit den Worten zu: \u00bbMein Vater, wenn der Prophet etwas Schwieriges von dir verlangt h\u00e4tte, so h\u00e4ttest du es sicherlich getan; wieviel mehr also jetzt, da er nur zu dir gesagt hat: \u203aBade dich, so wirst du rein sein!\u2039\u00ab<br>14 Als er sich nun an den Jordan hatte hinabfahren lassen und sich nach der Weisung des Gottesmannes siebenmal darin untergetaucht hatte, wurde sein Leib wieder so rein wie der Leib eines kleinen Kindes.<br>15 Er kehrte nun mit seinem ganzen Gefolge zu dem Gottesmann zur\u00fcck, trat nach seiner Ankunft vor ihn hin und sagte: \u00bbWisse wohl: jetzt habe ich erkannt, da\u00df es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt als nur in Israel. Nimm nun doch ein Geschenk von deinem Diener an!\u00ab<br>16 Doch Elisa entgegnete: \u00bbSo wahr der HERR lebt, in dessen Dienst ich stehe: ich nehme nichts an!\u00ab Und wie er ihn auch zur Annahme dr\u00e4ngte, er blieb doch bei seiner Weigerung.<br>17 Da sagte Naeman: \u00bbWenn denn nicht, so m\u00f6ge doch deinem Diener wenigstens eine Last Erde, soviel ein Paar Maultiere tragen k\u00f6nnen, mitgegeben werden; denn dein Diener wird fortan keinem andern Gott Brand- und Schlachtopfer darbringen als dem HERRN allein.<br>18 Nur in diesem einen St\u00fcck wolle der HERR mit deinem Diener Nachsicht haben: Wenn mein k\u00f6niglicher Herr in den Tempel Rimmons geht, um daselbst anzubeten, und sich dabei auf meinen Arm st\u00fctzt und sich im Tempel Rimmons niederwirft und ich mich dann ebenfalls im Tempel Rimmons niederwerfe, so m\u00f6ge Gott der HERR in diesem einen Fall deinem Diener Verzeihung zuteil werden lassen!\u00ab<br>19 Er erwiderte ihm: \u00bbZiehe hin in Frieden!\u00ab<br>20 Als (Naeman) aber eine Strecke Weges von ihm weggezogen war, dachte Gehasi, der Diener des Gottesmannes Elisa: \u00bbDa hat nun mein Herr wahrhaftig diesen Syrer Naeman geschont, statt etwas von dem anzunehmen, was jener mitgebracht hatte! So wahr der HERR lebt: ich laufe hinter ihm her und lasse mir etwas von ihm geben!\u00ab<br>21 So eilte denn Gehasi dem Naeman nach. Als dieser nun sah, da\u00df einer hinter ihm herlief, sprang er vom Wagen herab, ging ihm entgegen und fragte: \u00bbGeht es dir wohl?\u00ab<br>22 Er antwortete: \u00bbJa! Mein Herr schickt mich und l\u00e4\u00dft dir sagen: \u203aJetzt eben sind vom Gebirge Ephraim zwei junge Leute von den Prophetenj\u00fcngern zu mir gekommen; gib mir doch f\u00fcr sie ein Talent Silber und zwei Festkleider!\u2039\u00ab<br>23 Naeman erwiderte: \u00bbTu mir den Gefallen und nimm zwei Talente!\u00ab Er bat ihn dann dringend und lie\u00df zwei Talente Silber in zwei Beutel schn\u00fcren, tat dazu zwei Festkleider und lie\u00df sie durch zwei seiner Diener vor ihm her tragen.<br>24 Als er aber bei dem H\u00fcgel ankam, nahm er sie ihnen ab, brachte sie im Hause unter und entlie\u00df dann die Leute, die nun zur\u00fcckkehrten.<br>25 Als er aber hineingegangen und vor seinen Herrn getreten war, fragte ihn Elisa: \u00bbWoher kommst du, Gehasi?\u00ab Er antwortete: \u00bbDein Knecht ist \u00fcberhaupt nicht ausgegangen.\u00ab<br>26 Da sagte (Elisa) zu ihm: \u00bbBin ich nicht im Geist mit dir gegangen, als sich jemand von seinem Wagen aus nach dir umwandte? Ist es jetzt an der Zeit, Geld und Kleider anzunehmen und \u00d6lbaumg\u00e4rten und Weinberge, Kleinvieh und Rinder, Knechte und M\u00e4gde daf\u00fcr (zu erwerben)?<br>27 So soll denn der Aussatz Naemans an dir und deinen Nachkommen ewig haften!\u00ab Da ging (Gehasi) von ihm weg, vom Aussatz wei\u00df wie Schnee.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das schwimmende Eisen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Prophetenj\u00fcnger sagten einst zu Elisa: \u00bbSieh doch, der Raum, in dem wir hier beim Unterricht vor dir sitzen, ist zu eng f\u00fcr uns.<br>2 Wir wollen doch an den Jordan gehen und von dort ein jeder einen Balken holen, damit wir uns hier einen Raum herrichten, wo wir wohnen k\u00f6nnen.\u00ab Er antwortete: \u00bbJa, geht hin!\u00ab<br>3 Da bat einer: \u00bbSei doch so freundlich, deine Knechte zu begleiten!\u00ab Er erwiderte: \u00bbGut, ich will mitgehen.\u00ab<br>4 So ging er denn mit ihnen, und als sie an den Jordan gekommen waren, hieben sie dort B\u00e4ume um.<br>5 Da begab es sich, da\u00df einem, der einen Stamm f\u00e4llte, das eiserne Beilblatt ins Wasser fiel; und er rief laut: \u00bbO weh, Herr! Und es ist noch dazu entlehnt!\u00ab<br>6 Der Mann Gottes aber fragte: \u00bbWohin ist es gefallen?\u00ab Als er ihm nun die Stelle gezeigt hatte, schnitt (Elisa) ein St\u00fcck Holz zurecht, warf es dorthin und brachte dadurch das Eisen zum Schwimmen.<br>7 Dann forderte er ihn auf: \u00bbHole es dir herauf!\u00ab Der fa\u00dfte mit der Hand zu und ergriff es.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Heer der Syrer infolge von Elisas Gebet mit Blindheit geschlagen und irregef\u00fchrt<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Als einst der K\u00f6nig von Syrien Krieg mit Israel f\u00fchrte, traf er mit seinen Heerf\u00fchrern die Verabredung: \u00bbAn dem und dem Ort soll mein Lager stehen.\u00ab<br>9 Da sandte der Gottesmann (Elisa) zum K\u00f6nig von Israel und lie\u00df ihm sagen: \u00bbH\u00fcte dich, an jenem Ort vor\u00fcberzuziehen; denn dort liegen die Syrer im Hinterhalt!\u00ab<br>10 Darauf sandte der K\u00f6nig von Israel an den Ort, den ihm der Gottesmann bezeichnet und vor dem er ihn gewarnt hatte, und er nahm sich dort in acht; und das geschah mehr als einmal oder zweimal.<br>11 Da geriet der K\u00f6nig von Syrien in Erregung \u00fcber dieses Vorkommnis, so da\u00df er seine Heerf\u00fchrer berief und zu ihnen sagte: \u00bbK\u00f6nnt ihr mir nicht angeben, wer von den Unsrigen im Bunde mit dem K\u00f6nig von Israel steht?\u00ab<br>12 Da antwortete einer von seinen Heerf\u00fchrern: \u00bbNicht doch, mein Herr und K\u00f6nig! Sondern Elisa, der Prophet in Israel, teilt dem K\u00f6nig von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafgemach redest.\u00ab<br>13 Da befahl er: \u00bbGeht hin und bringt in Erfahrung, wo er sich befindet: ich will dann hinsenden und ihn festnehmen lassen.\u00ab Als man ihm nun meldete, (Elisa) befinde sich in Dothan,<br>14 sandte er Reiter, Wagen und ein starkes Heer dorthin, die bei Nacht dort ankamen und die Stadt umzingelten.<br>15 Als nun der Diener des Gottesmannes am Morgen fr\u00fch aufstand und aus dem Hause hinaustrat, lag da ein Heer um die Stadt herum mit Rossen und Wagen, so da\u00df sein Bursche ihm zurief: \u00bbO weh, Herr! Was sollen wir machen?\u00ab<br>16 Er aber erwiderte: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht! Denn unsere Kriegsmacht ist st\u00e4rker als die Macht jener.\u00ab<br>17 Hierauf betete Elisa mit den Worten: \u00bbHERR, \u00f6ffne ihm doch die Augen, damit er sehe!\u00ab Da \u00f6ffnete der HERR dem Diener die Augen, und als er hinblickte, sah er, wie das Gebirge rings um Elisa her voll von feurigen Rossen und Wagen war.<br>18 Als nun (die Feinde) gegen ihn heranr\u00fcckten, betete Elisa zum HERRN mit den Worten: \u00bbSchlage doch diese Leute mit Blindheit!\u00ab Da schlug er sie mit Blindheit, wie Elisa es gew\u00fcnscht hatte.<br>19 Elisa sagte dann zu ihnen: \u00bbDies ist nicht der rechte Weg und dies nicht die richtige Stadt; folgt mir, so will ich euch zu dem Manne f\u00fchren, den ihr sucht!\u00ab Darauf f\u00fchrte er sie nach Samaria.<br>20 Sobald sie aber in Samaria angekommen waren, betete Elisa: \u00bbHERR, \u00f6ffne diesen Leuten nun die Augen, damit sie sehen!\u00ab Da \u00f6ffnete der HERR ihnen die Augen, und sie sahen, da\u00df sie sich mitten in Samaria befanden.<br>21 Als nun der K\u00f6nig von Samaria sie erblickte, fragte er Elisa: \u00bbMein Vater, soll ich sie ohne Gnade niederhauen lassen?\u00ab<br>22 Doch er antwortete: \u00bbNein, das darfst du nicht tun! Willst du denn Leute niederhauen lassen, die du nicht mit deinem Schwert und deinem Bogen gefangengenommen hast? Setze ihnen Speise und Trank vor; wenn sie dann gegessen und getrunken haben, la\u00df sie wieder zu ihrem Herrn ziehen.\u00ab<br>23 Da lie\u00df er ihnen ein gro\u00dfes Mahl zurichten, und als sie gegessen und getrunken hatten, lie\u00df er sie zu ihrem Herrn heimziehen. Seitdem fielen keine Streifscharen der Syrer mehr ins Land Israel ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Belagerung Samarias und Hungersnot<\/h3>\n\n\n\n<p>24 Sp\u00e4ter begab es sich, da\u00df Benhadad, der K\u00f6nig von Syrien, seine ganze Heeresmacht zusammenzog, vor Samaria r\u00fcckte und es belagerte.<br>25 Da entstand eine schreckliche Hungersnot in Samaria, und es kam w\u00e4hrend der Belagerung dahin, da\u00df ein Eselskopf achtzig Schekel Silber und ein halbes Liter Taubenmist f\u00fcnf Schekel Silber kostete.<br>26 Als nun der K\u00f6nig von Israel einmal auf der Mauer einherging, rief ihm eine Frau laut die Worte zu: \u00bbHilf mir, mein Herr und K\u00f6nig!\u00ab<br>27 Aber er antwortete: \u00bbWenn dir Gott der HERR nicht hilft, wie sollte ich dir helfen? Etwa mit einer Gabe von der Tenne oder von der Kelter?\u00ab<br>28 Dann fuhr der K\u00f6nig fort: \u00bbWas willst du denn?\u00ab Da antwortete sie: \u00bbDiese Frau da hatte zu mir gesagt: \u203aGib deinen Sohn her, damit wir ihn heute essen; morgen wollen wir dann meinen Sohn verzehren!\u2039<br>29 So haben wir denn meinen Sohn gekocht und gegessen; als ich aber am folgenden Tage zu ihr sagte: \u203aGib jetzt deinen Sohn her, damit wir ihn verzehren!\u2039, da hatte sie ihren Sohn versteckt.\u00ab<br>30 Als der K\u00f6nig diese Worte der Frau h\u00f6rte, zerri\u00df er seine Kleider, w\u00e4hrend er auf der Mauer einherging; und dabei nahm das Volk wahr, da\u00df er darunter ein h\u00e4renes Trauergewand auf dem blo\u00dfen Leibe trug.<br>31 Und er rief aus: \u00bbGott soll mich jetzt und k\u00fcnftig strafen, wenn heute der Kopf Elisas, des Sohnes Saphats, auf seinen Schultern sitzen bleibt!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elisas Gl\u00fccksverhei\u00dfung f\u00fcr die Stadt<\/h3>\n\n\n\n<p>32 Elisa aber sa\u00df unterdessen in seiner Wohnung, und die \u00c4ltesten waren bei ihm versammelt. Da sandte (der K\u00f6nig) einen Mann vor sich her; aber ehe noch der Bote bei Elisa eintraf, hatte dieser zu den \u00c4ltesten gesagt: \u00bbWi\u00dft ihr wohl, da\u00df dieser Mordgeselle hergesandt hat, um mir den Kopf abschlagen zu lassen? Gebt wohl acht! Sobald der Bote kommt, verschlie\u00dft die T\u00fcr und stemmt euch mit der T\u00fcr gegen ihn! Ist nicht schon der Schall der Schritte seines Herrn hinter ihm h\u00f6rbar?\u00ab<br>33 W\u00e4hrend er noch mit ihnen redete, trat auch schon der K\u00f6nig bei ihm ein und sagte: \u00bbSiehe, dieses Ungl\u00fcck ist von Gott verh\u00e4ngt: was soll ich da noch ferner auf Gott hoffen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Da sagte Elisa: \u00bbH\u00f6rt das Wort des HERRN! So hat der HERR gesprochen: \u203aMorgen um diese Zeit wird ein Ma\u00df Feinmehl einen Schekel kosten und zwei Ma\u00df Gerste auch einen Schekel im Tor von Samaria!\u2039\u00ab<br>2 Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm der K\u00f6nig sich st\u00fctzte, dem Gottesmanne folgenderma\u00dfen: \u00bbSelbst wenn Gott der HERR Fenster am Himmel aufmachte: wie k\u00f6nnte so etwas m\u00f6glich sein?\u00ab Elisa aber entgegnete: \u00bbWisse wohl: du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erlebnisse der vier Auss\u00e4tzigen im syrischen Lager<\/h3>\n\n\n\n<p>3 Nun befanden sich vier auss\u00e4tzige M\u00e4nner au\u00dferhalb des Stadttores, die sagten zueinander: \u00bbWozu wollen wir hier bleiben, bis wir sterben?<br>4 Wenn wir uns vornehmen, in die Stadt zu gehen, so herrscht die Hungersnot in der Stadt, und wir m\u00fcssen dort sterben; bleiben wir aber hier, so m\u00fcssen wir auch sterben. Darum kommt, wir wollen auf das Lager der Syrer losgehen! Lassen sie uns am Leben, so bleiben wir leben; t\u00f6ten sie uns aber, nun, so sterben wir!\u00ab<br>5 So machten sie sich denn in der Abendd\u00e4mmerung auf, um sich ins Lager der Syrer zu begeben. Als sie nun an den Rand des syrischen Lagers kamen, war dort kein Mensch zu sehen.<br>6 Gott der HERR hatte n\u00e4mlich das syrische Heer ein Get\u00f6se von Wagen und Rossen, das Get\u00f6se einer gro\u00dfen Heeresmacht, h\u00f6ren lassen, so da\u00df einer zum andern sagte: \u00bbGewi\u00df hat der K\u00f6nig von Israel die K\u00f6nige der Hethiter und die K\u00f6nige von \u00c4gypten gegen uns gedungen, da\u00df sie uns \u00fcberfallen sollen!\u00ab<br>7 So hatten sie sich also noch in der Abendd\u00e4mmerung aufgemacht und die Flucht ergriffen, hatten ihre Zelte, ihre Pferde und Esel, kurz das ganze Lager, wie es war, im Stich gelassen und waren davongelaufen, um ihr Leben zu retten.<br>8 Als nun jene Auss\u00e4tzigen an den vorderen Eingang des Lagers gekommen waren, gingen sie in ein Zelt, a\u00dfen und tranken, nahmen Silber, Gold und Kleider daraus weg und vergruben es anderswo; dann kehrten sie um und gingen in ein anderes Zelt, pl\u00fcnderten es aus und vergruben den Raub.<br>9 Darauf aber sagten sie zueinander: \u00bbWir handeln nicht recht! Der heutige Tag ist ein Tag guter Botschaft; schweigen wir aber und warten wir, bis es morgen hell ist, so trifft uns eine Verschuldung. Wir wollen also jetzt hingehen und es im k\u00f6niglichen Palast melden!\u00ab<br>10 Sie machten sich also auf, riefen die Wache am Stadttor an und meldeten dort: \u00bbWir sind ins Lager der Syrer gekommen; aber da war kein Mensch zu sehen und keine Menschenstimme zu h\u00f6ren, sondern nur die Pferde und die Esel standen dort angebunden und die Zelte, wie sie gewesen waren.\u00ab<br>11 Da riefen die Torw\u00e4chter es in die Stadt hinein, und man lie\u00df es drinnen im Palast des K\u00f6nigs melden.<br>12 Da stand der K\u00f6nig noch in der Nacht auf und sagte zu seinen Dienern: \u00bbIch will euch sagen, was die Syrer gegen uns im Schilde f\u00fchren! Weil sie wissen, da\u00df wir Hunger leiden, haben sie ihr Lager verlassen, um sich irgendwo in der Gegend zu verstecken, indem sie denken: \u203aWenn die aus der Stadt herausgekommen sind, wollen wir sie lebendig gefangennehmen und dann in die Stadt eindringen.\u2039\u00ab<br>13 Da antwortete einer von seinen Dienern: \u00bbSo nehme man doch f\u00fcnf von den \u00fcbriggebliebenen Pferden, die hier noch \u00fcbrig sind \u2013 es wird ihnen ja doch nur ergehen wie der ganzen Menge, die bereits dahin ist \u2013: die wollen wir ausschicken, um nachzusehen.\u00ab<br>14 Da nahm man zwei Gespanne Rosse, die schickte der K\u00f6nig hinter dem syrischen Heere her mit dem Befehl: \u00bbGeht hin und seht nach!\u00ab<br>15 Als diese nun hinter ihnen her bis an den Jordan zogen, stellte es sich heraus, da\u00df der ganze Weg mit Kleidern und Waffen bedeckt war, welche die Syrer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Als dann die Boten zur\u00fcckgekehrt waren und dem K\u00f6nig Bericht erstattet hatten,<br>16 zog das Volk aus der Stadt hinaus und pl\u00fcnderte das syrische Lager; und nun kostete ein Ma\u00df Feinmehl einen Schekel und zwei Ma\u00df Gerste auch einen Schekel, wie der HERR es angek\u00fcndigt hatte.<br>17 Der K\u00f6nig hatte aber dem Ritter, auf dessen Arm er sich st\u00fctzte, die Aufsicht \u00fcber den Markt \u00fcbertragen; dabei zertrat ihn das Volk auf dem Markt, so da\u00df er starb, wie der Gottesmann es vorausgesagt hatte, als der K\u00f6nig zu ihm ins Haus gekommen war.<br>18 Als n\u00e4mlich der Gottesmann zum K\u00f6nige gesagt hatte: \u00bbZwei Ma\u00df Gerste werden morgen um diese Zeit auf dem Markt von Samaria einen Schekel kosten und ein Ma\u00df Feinmehl auch einen Schekel\u00ab,<br>19 da hatte der Ritter dem Gottesmann zur Antwort gegeben: \u00bbSelbst wenn Gott, der HERR, Fenster am Himmel aufmachte: wie k\u00f6nnte so etwas m\u00f6glich sein?\u00ab (Elisa) aber hatte entgegnet: \u00bbWisse wohl: du wirst es mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen.\u00ab<br>20 Und so erging es ihm jetzt wirklich: das Volk zertrat ihn auf dem Markt, so da\u00df er den Tod fand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Elisa hatte aber der Frau, deren Sohn er ins Leben zur\u00fcckgerufen hatte, den Rat gegeben: \u00bbMache dich auf, wandere mit deiner Familie aus und halte dich irgendwo in der Fremde auf; denn der HERR hat eine Hungersnot verh\u00e4ngt, die sieben Jahre lang im Lande herrschen wird.\u00ab<br>2 Da machte sich die Frau auf und folgte der Aufforderung des Gottesmannes: sie wanderte mit ihrer Familie aus und hielt sich sieben Jahre lang im Lande der Philister auf.<br>3 Als dann nach Ablauf der sieben Jahre die Frau aus dem Philisterlande zur\u00fcckgekehrt war, machte sie sich auf den Weg, um den K\u00f6nig wegen ihres Hauses und ihrer Felder um Hilfe anzurufen.<br>4 Der K\u00f6nig aber besprach sich gerade mit Gehasi, dem Diener des Gottesmannes, und forderte ihn auf, ihm alle die Wundertaten zu erz\u00e4hlen, die Elisa verrichtet habe.<br>5 W\u00e4hrend er nun dem K\u00f6nige eben erz\u00e4hlte, wie Elisa den Toten lebendig gemacht hatte, da erschien die Frau, deren Sohn er ins Leben zur\u00fcckgerufen hatte, um den K\u00f6nig wegen ihres Hauses und ihrer Felder um Hilfe anzurufen. Da sagte Gehasi: \u00bbMein Herr und K\u00f6nig, dies ist die Frau und dies ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat!\u00ab<br>6 Da erkundigte sich der K\u00f6nig bei der Frau, und sie mu\u00dfte ihm alles erz\u00e4hlen. Darauf gab der K\u00f6nig ihr einen Kammerherrn mit, dem er auftrug: \u00bbVerschaffe ihr alles wieder, was ihr geh\u00f6rt, auch den gesamten Ertrag der Felder von dem Tage ab, an dem sie das Land verlassen hat, bis heute!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elisa in Damaskus von Hasael befragt bez\u00fcglich des erkrankten K\u00f6nigs Benhadad<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Einst kam Elisa nach Damaskus, wo Benhadad, der K\u00f6nig von Syrien, krank lag. Als man diesem nun mitteilte, da\u00df der Gottesmann dorthin komme,<br>8 befahl der K\u00f6nig dem Hasael: \u00bbNimm Geschenke mit dir und gehe dem Gottesmann entgegen und la\u00df Gott den HERRN durch ihn befragen, ob ich von dieser meiner Krankheit genesen werde.\u00ab<br>9 Da ging Hasael ihm entgegen und nahm Geschenke an sich, allerlei Kostbarkeiten von Damaskus, eine Last f\u00fcr vierzig Kamele. Als er nun hingekommen und vor ihn getreten war, sagte er: \u00bbDein Sohn Benhadad, der K\u00f6nig von Syrien, hat mich zu dir gesandt und l\u00e4\u00dft fragen, ob er von dieser seiner Krankheit genesen werde.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elisas Er\u00f6ffnung an Hasael; Benhadads Ermordung; Hasaels Regierungsantritt<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Da antwortete ihm Elisa: \u00bbGehe hin und sage ihm, da\u00df er gewi\u00dflich wieder gesund werden w\u00fcrde; aber Gott der HERR hat mir geoffenbart, da\u00df er sterben mu\u00df.\u00ab<br>11 Dabei starrte der Gottesmann unverwandt vor sich hin und war aufs \u00e4u\u00dferste entsetzt und brach dann in Tr\u00e4nen aus.<br>12 Als Hasael ihn nun fragte: \u00bbWarum weint mein Herr?\u00ab, antwortete er: \u00bbWeil ich wei\u00df, wieviel Unheil du den Israeliten zuf\u00fcgen wirst: ihre festen St\u00e4dte wirst du in Brand stecken, ihre jungen M\u00e4nner mit dem Schwert umbringen, ihre kleinen Kinder zerschmettern und ihren schwangeren Frauen den Leib aufschlitzen.\u00ab<br>13 Da erwiderte Hasael: \u00bbWas ist denn dein Knecht, der Hund, da\u00df er solche gro\u00dfen Dinge tun sollte?\u00ab Elisa entgegnete ihm: \u00bbGott der HERR hat dich mir als K\u00f6nig \u00fcber Syrien geoffenbart.\u00ab<br>14 Darauf ging (Hasael) von Elisa weg, und als er zu seinem Herrn kam und dieser ihn fragte: \u00bbWas hat Elisa dir gesagt?\u00ab, antwortete er: \u00bbEr hat mir gesagt, du w\u00fcrdest gewi\u00dflich wieder gesund werden.\u00ab<br>15 Am folgenden Tage aber nahm er die Bettdecke (?), tauchte sie in Wasser und breitete sie ihm \u00fcber das Gesicht, so da\u00df er starb. Hasael aber wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<br>16 Im f\u00fcnften Jahre der Regierung Jorams, des Sohnes Ahabs, des K\u00f6nigs von Israel, kam Joram, der Sohn des K\u00f6nigs Josaphat von Juda, zur Regierung.<br>17 Er war zweiunddrei\u00dfig Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde, und acht Jahre regierte er in Jerusalem.<br>18 Er wandelte auf dem Wege der K\u00f6nige von Israel, wie es im Hause Ahabs durchweg der Fall war \u2013 er hatte sich n\u00e4mlich mit einer Tochter Ahabs verheiratet \u2013; so tat er, was dem HERRN mi\u00dffiel.<br>19 Aber der HERR wollte Juda nicht untergehen lassen um seines Knechtes David willen, weil er ihm zugesagt hatte, da\u00df er ihm allezeit eine Leuchte vor seinem Angesicht verleihen wolle.<br>20 Unter seiner Regierung fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab und setzten einen eigenen K\u00f6nig \u00fcber sich ein.<br>21 Da zog Joram mit all seinen Kriegswagen hin\u00fcber nach Zair; doch als er nachts aufgebrochen war, schlugen ihn (?) die Edomiter, die ihn und die Befehlshaber der Wagen umzingelt hatten, das Kriegsvolk aber floh nach Hause.<br>22 So fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab und sind unabh\u00e4ngig geblieben bis auf den heutigen Tag. Damals fiel auch Libna ab, zu derselben Zeit.<br>23 Die \u00fcbrige Geschichte Jorams aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>24 Als Joram sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Davidsstadt begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Ahasja in der Regierung nach.<br>25 Im zw\u00f6lften Jahre der Regierung Jorams, des Sohnes Ahabs, des K\u00f6nigs von Israel, kam Ahasja, der Sohn des K\u00f6nigs Joram von Juda, zur Regierung.<br>26 Zweiundzwanzig Jahre war Ahasja alt, als er auf den Thron kam, und ein Jahr hat er in Jerusalem regiert; seine Mutter hie\u00df Athalja und war die Enkelin des K\u00f6nigs Omri von Israel.<br>27 Er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, wie das Haus Ahabs, weil er mit dem Hause Ahabs verschw\u00e4gert war.<br>28 Er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, gegen Hasael, den K\u00f6nig von Syrien, zu Felde und k\u00e4mpfte mit ihm bei Ramoth in Gilead. Als aber die Syrer dort den K\u00f6nig Joram verwundet hatten,<br>29 kehrte der K\u00f6nig Joram zur\u00fcck, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Syrer bei Rama beigebracht hatten, als er gegen den K\u00f6nig Hasael von Syrien Krieg f\u00fchrte. Darauf kam Ahasja, der Sohn Jorams, der K\u00f6nig von Juda, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er dort krank lag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu auf Betreiben Elisas zum K\u00f6nig gesalbt<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der Prophet Elisa aber rief einen von den Prophetenj\u00fcngern zu sich und befahl ihm: \u00bbG\u00fcrte dir die Lenden, nimm dieses \u00d6lfl\u00e4schchen mit dir und begib dich nach Ramoth in Gilead.<br>2 Wenn du dort angekommen bist, so sieh dich daselbst nach Jehu um, dem Sohne Josaphats, des Sohnes Nimsis. Gehe dann zu ihm ins Haus, fordere ihn auf, aus dem Kreise seiner Genossen herauszutreten, und f\u00fchre ihn in das innerste Gemach.<br>3 Dann nimm das \u00d6lfl\u00e4schchen und gie\u00dfe es ihm aufs Haupt mit den Worten: \u203aSo spricht der HERR: Ich salbe dich hiermit zum K\u00f6nig \u00fcber Israel!\u2039 Dann \u00f6ffne die T\u00fcr und entfliehe unverz\u00fcglich!\u00ab<br>4 Als nun der junge Mann, der Diener des Propheten, nach Ramoth in Gilead gekommen<br>5 und in das Haus eingetreten war, sa\u00dfen da die Hauptleute des Heeres gerade beisammen. Er sagte: \u00bbIch habe einen Auftrag an dich, Hauptmann.\u00ab Als Jehu nun fragte: \u00bbAn wen von uns allen?\u00ab, antwortete er: \u00bbAn dich, Hauptmann.\u00ab<br>6 Da stand Jehu auf und ging (mit ihm) ins Haus hinein; jener aber go\u00df ihm das \u00d6l aufs Haupt und sagte zu ihm: \u00bbSo spricht der HERR, der Gott Israels: \u203aIch habe dich hiermit zum K\u00f6nig \u00fcber das Volk des HERRN, \u00fcber Israel, gesalbt.<br>7 Du sollst nun das Haus Ahabs, deines Herrn, ausrotten, damit ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN an Isebel r\u00e4che.<br>8 Denn das ganze Haus Ahabs soll umkommen, und ich will von den Angeh\u00f6rigen Ahabs alles ausrotten, was m\u00e4nnlichen Geschlechts ist, sowohl die Unm\u00fcndigen als auch die M\u00fcndigen in Israel;<br>9 und ich will mit dem Hause Ahabs verfahren wie mit dem Hause Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie mit dem Hause Baesas, des Sohnes Ahias.<br>10 Isebel aber sollen die Hunde auf der Feldmark von Jesreel fressen, und niemand soll sie begraben!\u2039\u00ab Hierauf \u00f6ffnete er die T\u00fcr und entfloh.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu von den Heerf\u00fchrern als K\u00f6nig anerkannt<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Als nun Jehu wieder zu den anderen Hauptleuten seines Herrn hinauskam und sie ihn fragten: \u00bbSteht alles gut? Warum ist dieser Verr\u00fcckte zu dir gekommen?\u00ab, antwortete er ihnen: \u00bbIhr kennt ja den Mann und sein Geschw\u00e4tz.\u00ab<br>12 Aber sie riefen: \u00bbDas sind Ausfl\u00fcchte! Teile es uns nur mit!\u00ab Da sagte er: \u00bbSo und so hat er zu mir gesagt, n\u00e4mlich: \u203aSo spricht der HERR: Ich habe dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gesalbt.\u2039\u00ab<br>13 Sofort nahmen sie alle ihre M\u00e4ntel, legten sie ihm zu F\u00fc\u00dfen auf die blo\u00dfen Stufen, lie\u00dfen die Posaune blasen und riefen: \u00bbJehu ist K\u00f6nig!\u00ab<br>14 Auf diese Weise zettelte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine Verschw\u00f6rung gegen Joram an. \u2013 Joram hatte n\u00e4mlich mit ganz Israel Ramoth in Gilead gegen den syrischen K\u00f6nig Hasael verteidigt,<br>15 war dann aber zur\u00fcckgekehrt, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Syrer im Kampfe mit dem syrischen K\u00f6nige Hasael beigebracht hatten. \u2013 Jehu aber sagte: \u00bbWenn ihr einverstanden seid, so darf niemand die Stadt verlassen, um hinzugehen und das Geschehene in Jesreel zu melden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu ermordet Joram und Ahasja<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Hierauf bestieg Jehu seinen Wagen und trat die Fahrt nach Jesreel an; denn dort lag Joram krank darnieder, und Ahasja, der K\u00f6nig von Juda, war dorthin gekommen, um Joram zu besuchen.<br>17 Als nun der W\u00e4chter, der auf dem Turm zu Jesreel stand, die Kriegerschar Jehus herankommen sah, rief er: \u00bbIch sehe eine Kriegerschar!\u00ab Da befahl Joram: \u00bbMan nehme einen Berittenen und schicke ihnen den entgegen, da\u00df er frage, ob sie in friedlicher Absicht kommen!\u00ab<br>18 Der Reiter ritt ihm also entgegen und sagte: \u00bbDer K\u00f6nig l\u00e4\u00dft fragen, ob ihr in friedlicher Absicht kommt.\u00ab Jehu antwortete: \u00bbWas geht dich der Friede an? Mache kehrt und reite hinter mir her!\u00ab Da meldete der W\u00e4chter: \u00bbDer Bote ist zu ihnen hingekommen, kehrt aber nicht zur\u00fcck.\u00ab<br>19 Da schickte er einen zweiten Reiter ab; als der bei ihnen ankam und sagte: \u00bbDer K\u00f6nig l\u00e4\u00dft fragen, ob ihr in friedlicher Absicht kommt\u00ab, antwortete Jehu wieder: \u00bbWas geht dich der Friede an? Mache kehrt und reite hinter mir her!\u00ab<br>20 Da meldete der W\u00e4chter: \u00bbDer ist auch zu ihnen hingekommen, kehrt aber nicht wieder zur\u00fcck. Doch die Art, wie jener f\u00e4hrt, sieht so aus, als ob es Jehu, der Sohn Nimsis, w\u00e4re; denn er f\u00e4hrt wie wahnsinnig.\u00ab<br>21 Da befahl Joram anzuspannen; und als man seinen Wagen angespannt hatte, fuhren Joram, der K\u00f6nig von Israel, und Ahasja, der K\u00f6nig von Juda, hinaus, jeder auf seinem Wagen; sie fuhren Jehu entgegen und trafen bei dem Acker Naboths, des Jesreeliters, mit ihm zusammen.<br>22 Als nun Joram den Jehu sah und ihn fragte: \u00bbKommst du in friedlicher Absicht, Jehu?\u00ab, antwortete dieser: \u00bbWas friedliche Absicht bei all dem G\u00f6tzendienst deiner Mutter Isebel und all ihren Zaubereien!\u00ab<br>23 Da lie\u00df Joram seinen Wagen zur Flucht umwenden und rief dem Ahasja zu: \u00bbVerrat, Ahasja!\u00ab<br>24 Jehu aber hatte seinen Bogen schon gespannt und traf Joram zwischen die Schulterbl\u00e4tter, so da\u00df der Pfeil ihm durch das Herz fuhr und er in seinem Wagen niedersank.<br>25 Dann befahl er Bidkar, seinem Ritter: \u00bbNimm ihn und wirf ihn auf den Acker Naboths, des Jesreeliters! Denke daran, wie wir beide nebeneinander hinter seinem Vater Ahab herritten und Gott der HERR dieses Drohwort gegen ihn aussprach:<br>26 \u203aSo wahr ich gestern das Blut Naboths und das Blut seiner S\u00f6hne gesehen habe\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203aso gewi\u00df will ich es dir auf diesem Acker vergelten!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. So nimm ihn nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Gehei\u00df des HERRN!\u00ab<br>27 Als Ahasja, der K\u00f6nig von Juda, das sah, floh er in der Richtung auf Beth-Haggan. Jehu aber jagte ihm nach und rief: \u00bbSchie\u00dft auch ihn nieder!\u00ab Da scho\u00df man nach ihm auf dem Wagen und verwundete ihn auf der Anh\u00f6he von Gur, die bei Jibleam liegt; er floh dann noch bis Megiddo und starb dort.<br>28 Seine Diener brachten ihn dann zu Wagen nach Jerusalem, und man begrub ihn in seiner Grabst\u00e4tte bei seinen V\u00e4tern in der Davidsstadt. \u2013<br>29 Ahasja war aber K\u00f6nig von Juda geworden im elften Jahre der Regierung Jorams, des Sohnes Ahabs.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isebels grausiges Ende<\/h3>\n\n\n\n<p>30 Jehu aber war nach Jesreel gekommen; und sobald Isebel dies erfuhr, schminkte sie sich die Augen, schm\u00fcckte sich das Haupt und schaute zum Fenster hinaus.<br>31 Als nun Jehu ins Tor hereinkam, rief sie ihm zu: \u00bbIst es Simri, dem M\u00f6rder seines Herrn, gut ergangen?\u00ab.<br>32 Da blickte er nach dem Fenster hinauf und rief: \u00bbWer h\u00e4lt es mit mir? Wer?\u00ab Als nun zwei oder drei Kammerherren zu ihm hinabschauten,<br>33 rief er ihnen zu: \u00bbSt\u00fcrzt sie herab!\u00ab Da st\u00fcrzten sie sie hinab, so da\u00df die Wand und die Rosse mit ihrem Blut bespritzt wurden und diese sie zerstampften.<br>34 Als er dann in das Schlo\u00df eingetreten war und gegessen und getrunken hatte, befahl er: \u00bbSeht doch nach jenem verfluchten Weibe und begrabt sie! Denn sie ist eine K\u00f6nigstochter.\u00ab<br>35 Als man aber hinging, um sie zu begraben, fand man von ihr nichts mehr als den Sch\u00e4del, die F\u00fc\u00dfe und die H\u00e4nde.<br>36 Als sie nun zur\u00fcckkamen und es dem Jehu meldeten, rief er aus: \u00bbSo lautet das Wort des HERRN, das er durch den Mund seines Knechtes Elia, des Thisbiters, hat verk\u00fcnden lassen (1.K\u00f6n 21,23): \u203aAuf der Feldmark von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen,<br>37 und der Leichnam Isebels soll auf der Feldmark von Jesreel wie D\u00fcnger auf dem Felde liegen, so da\u00df man nicht mehr wird sagen k\u00f6nnen: Das ist Isebel.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu l\u00e4\u00dft die siebzig k\u00f6niglichen Prinzen ermorden und rottet alle zum Hause Ahabs Geh\u00f6rigen aus<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun befanden sich siebzig S\u00f6hne Ahabs in Samaria. Daher schrieb Jehu Briefe und sandte sie nach Samaria an die Befehlshaber der Stadt sowie an die \u00c4ltesten und an die Erzieher der k\u00f6niglichen Prinzen; die lauteten so:<br>2 \u00bbUnd nun, wenn dieses Schreiben an euch gelangt \u2013 ihr seid ja \u00fcber die S\u00f6hne eures Herrn sowie \u00fcber die Wagen und Rosse, \u00fcber die festen Pl\u00e4tze und Waffenvorr\u00e4te bestellt \u2013:<br>3 so w\u00e4hlt euch den besten und t\u00fcchtigsten unter den S\u00f6hnen eures Herrn aus und setzt ihn auf den Thron seines Vaters und k\u00e4mpft f\u00fcr das Haus eures Herrn!\u00ab<br>4 Aber sie f\u00fcrchteten sich gar sehr und sagten: \u00bbNachdem sich die beiden K\u00f6nige gegen ihn nicht haben behaupten k\u00f6nnen, wie sollten wir da bestehen?\u00ab<br>5 So lie\u00dfen denn der Hausminister und der Stadtoberste sowie die \u00c4ltesten und die Erzieher folgende Botschaft an Jehu gelangen: \u00bbWir sind deine Knechte und wollen allen deinen Befehlen nachkommen; wir wollen niemand zum K\u00f6nig machen: tu, was dir beliebt!\u00ab<br>6 Da schrieb Jehu einen zweiten Brief an sie, der so lautete: \u00bbWenn ihr es mit mir haltet und mir gehorsam sein wollt, so nehmt die K\u00f6pfe der M\u00e4nner, der S\u00f6hne eures Herrn, und kommt damit morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel.\u00ab Die S\u00f6hne des K\u00f6nigs befanden sich n\u00e4mlich, siebzig an der Zahl, bei den vornehmsten M\u00e4nnern der Stadt, die sie zu erziehen hatten.<br>7 Sobald nun das Schreiben an sie gelangte, nahmen sie die Prinzen und ermordeten alle siebzig; ihre K\u00f6pfe legten sie dann in K\u00f6rbe beisammen und sandten sie an ihn nach Jesreel.<br>8 Als dann der Bote hinkam und ihm meldete, man habe die K\u00f6pfe der S\u00f6hne des K\u00f6nigs gebracht, befahl er: \u00bbSchichtet sie in zwei Haufen am Eingang des Tores bis morgen fr\u00fch auf!\u00ab<br>9 Am folgenden Morgen aber ging er hinaus und trat vor das ganze Volk mit den Worten: \u00bbIhr seid ohne Schuld! Ich bin es ja gewesen, der sich gegen meinen Herrn verschworen und ihn ums Leben gebracht hat; doch wer hat diese alle ermordet?<br>10 So erkennt denn hieraus, da\u00df keine Drohung, die der HERR gegen das Haus Ahabs ausgesprochen hat, unerf\u00fcllt bleibt; nein, der HERR hat alles ausgef\u00fchrt, was er durch den Mund seines Knechtes Elia angek\u00fcndigt hat.\u00ab<br>11 Hierauf lie\u00df Jehu alle, die in Jesreel vom Hause Ahabs noch \u00fcbrig waren, umbringen, auch alle seine Gro\u00dfen, seine Vertrauten und seine Priester, bis er ihm keinen einzigen mehr am Leben \u00fcbriggelassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu ermordet die jud\u00e4ischen Prinzen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf machte sich Jehu auf den Weg, um sich nach Samaria zu begeben. Als er unterwegs bei Beth-Eked-Haroim war,<br>13 traf er die Br\u00fcder Ahasjas, des K\u00f6nigs von Juda, an, und fragte sie, wer sie seien. Sie antworteten: \u00bbWir sind die Br\u00fcder Ahasjas und sind hergekommen, um die S\u00f6hne des K\u00f6nigs und die S\u00f6hne der K\u00f6nigin-Mutter zu besuchen.\u00ab<br>14 Da gab er den Befehl: \u00bbErgreift sie lebendig!\u00ab Da ergriff man sie lebendig, ermordete sie (und warf sie) in die Zisterne von Beth-Eked, zweiundvierzig Mann; keinen einzigen von ihnen lie\u00df er am Leben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu nimmt den Rechabiten Jonadab in seine Freundschaft auf<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Als er dann von dort weiterzog, traf er auf Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Der begr\u00fc\u00dfte ihn, er aber fragte ihn: \u00bbBist du aufrichtig gegen mich gesinnt, wie ich gegen dich?\u00ab Als Jonadab mit \u00bbJa\u00ab antwortete, sagte Jehu: \u00bbWenn es wirklich so ist, so gib mir deine Hand!\u00ab Da reichte er ihm seine Hand, und Jehu lie\u00df ihn zu sich in den Wagen steigen<br>16 und sagte: \u00bbKomm mit mir und sieh dir mit Freuden meinen Eifer f\u00fcr den HERRN an!\u00ab So nahm er ihn denn in seinem Wagen mit<br>17 und lie\u00df nach seiner Ankunft in Samaria alle umbringen, die in Samaria von Angeh\u00f6rigen Ahabs noch \u00fcbrig waren, bis er sie alle ausgerottet hatte, wie der HERR es dem Elia zuvor angek\u00fcndigt hatte (1.K\u00f6n 21,21-22).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu rottet die Baalsverehrer in Samaria aus<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Hierauf lie\u00df Jehu das ganze Volk zusammenkommen und sagte zu ihnen: \u00bbAhab hat dem Baal nur eine geringe Verehrung erwiesen, Jehu aber wird ihm eifriger dienen.<br>19 Daher la\u00dft jetzt alle Propheten Baals, alle seine Diener und alle seine Priester zu mir kommen, keiner darf fehlen! Denn ich habe f\u00fcr Baal ein gro\u00dfes Opferfest im Sinn: jeder, der dabei fehlt, ist des Todes!\u00ab Jehu ging aber mit Hinterlist so zu Werke, um die Baalsdiener auszurotten.<br>20 Dann befahl Jehu: \u00bbK\u00fcndigt eine Festversammlung zu Ehren Baals an!\u00ab Als man sie \u00f6ffentlich bekanntgemacht hatte,<br>21 sandte Jehu Boten in alle Teile Israels umher. Da fanden sich alle Verehrer Baals ein, kein einziger blieb \u00fcbrig, der nicht erschienen w\u00e4re. Als sie sich dann in den Baalstempel begeben hatten, so da\u00df der Tempel von einem Ende bis zum andern mit Menschen angef\u00fcllt war,<br>22 gab er dem Aufseher \u00fcber die Kleiderkammer den Befehl, allen Baalsverehrern Gew\u00e4nder zu verabreichen. Als der die Gew\u00e4nder f\u00fcr sie herausgegeben hatte,<br>23 begab sich Jehu mit Jonadab, dem Sohne Rechabs, in den Baalstempel und sagte zu den Baalsverehrern: \u00bbSeht genau nach, da\u00df sich hier unter euch ja kein Verehrer Gottes des HERRN befinde, sondern ausschlie\u00dflich Verehrer Baals!\u00ab<br>24 Hierauf schickten sie sich an, die Schlacht- und Brandopfer darzubringen. Jehu hatte aber drau\u00dfen achtzig Mann aufgestellt und zu ihnen gesagt: \u00bbWer einen von den M\u00e4nnern, die ich euch in die H\u00e4nde liefere, entkommen l\u00e4\u00dft, soll mit seinem eigenen Leben f\u00fcr ihn haften!\u00ab<br>25 Als man dann mit der Darbringung des Brandopfers fertig war, befahl Jehu den Leibw\u00e4chtern und Rittern: \u00bbGeht hinein, haut sie nieder: keiner darf davonkommen!\u00ab Sie machten sie also mit dem Schwert nieder, warfen den Altar um (?) und drangen in das Allerheiligste des Baalstempels ein (?);<br>26 dann schafften sie die G\u00f6tzens\u00e4ulen aus dem Baalstempel hinaus und verbrannten sie,<br>27 zertr\u00fcmmerten das Standbild Baals, rissen den Baalstempel nieder und machten Aborte daraus, die bis auf den heutigen Tag geblieben sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Verk\u00fcndigung an Jehu; Mi\u00dferfolge Jehus; Abschlu\u00df der Jehugeschichte<\/h3>\n\n\n\n<p>28 So rottete Jehu den Baalsdienst in Israel aus;<br>29 jedoch von den S\u00fcnden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, die Israeliten verf\u00fchrt hatte, von diesen lie\u00df auch Jehu nicht ab, n\u00e4mlich von der Verehrung der goldenen Stierbilder, die in Bethel und Dan aufgestellt waren.<br>30 Der HERR lie\u00df zwar dem Jehu verk\u00fcnden: \u00bbWeil du alles, was mir wohlgef\u00e4llig war, eifrig ausgef\u00fchrt und am Hause Ahabs ganz nach meinem Sinn gehandelt hast, so sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Throne von Israel sitzen\u00ab;<br>31 aber Jehu lie\u00df es sich nicht angelegen sein, mit ganzem Herzen nach der Weisung des HERRN, des Gottes Israels, zu wandeln; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden, zu denen Jerobeam Israel verf\u00fchrt hatte.<br>32 Zu jener Zeit begann der HERR Teile vom Gebiet Israels loszurei\u00dfen; denn Hasael schlug sie in allen Grenzgebieten Israels:<br>33 \u00f6stlich vom Jordan die ganze Landschaft Gilead, die St\u00e4mme Gad, Ruben und Manasse, von Aroer an, das am Arnonflusse liegt, sowohl Gilead als auch Basan. \u2013<br>34 Die \u00fcbrige Geschichte Jehus aber und alles, was er unternommen hat, sowie alle seine tapferen Taten, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>35 Als Jehu sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Samaria begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Joahas in der Regierung nach.<br>36 Die Zeit aber, die Jehu in Samaria \u00fcber Israel regiert hat, betrug achtundzwanzig Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu l\u00e4\u00dft die siebzig k\u00f6niglichen Prinzen ermorden und rottet alle zum Hause Ahabs Geh\u00f6rigen aus<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun befanden sich siebzig S\u00f6hne Ahabs in Samaria. Daher schrieb Jehu Briefe und sandte sie nach Samaria an die Befehlshaber der Stadt sowie an die \u00c4ltesten und an die Erzieher der k\u00f6niglichen Prinzen; die lauteten so:<br>2 \u00bbUnd nun, wenn dieses Schreiben an euch gelangt \u2013 ihr seid ja \u00fcber die S\u00f6hne eures Herrn sowie \u00fcber die Wagen und Rosse, \u00fcber die festen Pl\u00e4tze und Waffenvorr\u00e4te bestellt \u2013:<br>3 so w\u00e4hlt euch den besten und t\u00fcchtigsten unter den S\u00f6hnen eures Herrn aus und setzt ihn auf den Thron seines Vaters und k\u00e4mpft f\u00fcr das Haus eures Herrn!\u00ab<br>4 Aber sie f\u00fcrchteten sich gar sehr und sagten: \u00bbNachdem sich die beiden K\u00f6nige gegen ihn nicht haben behaupten k\u00f6nnen, wie sollten wir da bestehen?\u00ab<br>5 So lie\u00dfen denn der Hausminister und der Stadtoberste sowie die \u00c4ltesten und die Erzieher folgende Botschaft an Jehu gelangen: \u00bbWir sind deine Knechte und wollen allen deinen Befehlen nachkommen; wir wollen niemand zum K\u00f6nig machen: tu, was dir beliebt!\u00ab<br>6 Da schrieb Jehu einen zweiten Brief an sie, der so lautete: \u00bbWenn ihr es mit mir haltet und mir gehorsam sein wollt, so nehmt die K\u00f6pfe der M\u00e4nner, der S\u00f6hne eures Herrn, und kommt damit morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel.\u00ab Die S\u00f6hne des K\u00f6nigs befanden sich n\u00e4mlich, siebzig an der Zahl, bei den vornehmsten M\u00e4nnern der Stadt, die sie zu erziehen hatten.<br>7 Sobald nun das Schreiben an sie gelangte, nahmen sie die Prinzen und ermordeten alle siebzig; ihre K\u00f6pfe legten sie dann in K\u00f6rbe beisammen und sandten sie an ihn nach Jesreel.<br>8 Als dann der Bote hinkam und ihm meldete, man habe die K\u00f6pfe der S\u00f6hne des K\u00f6nigs gebracht, befahl er: \u00bbSchichtet sie in zwei Haufen am Eingang des Tores bis morgen fr\u00fch auf!\u00ab<br>9 Am folgenden Morgen aber ging er hinaus und trat vor das ganze Volk mit den Worten: \u00bbIhr seid ohne Schuld! Ich bin es ja gewesen, der sich gegen meinen Herrn verschworen und ihn ums Leben gebracht hat; doch wer hat diese alle ermordet?<br>10 So erkennt denn hieraus, da\u00df keine Drohung, die der HERR gegen das Haus Ahabs ausgesprochen hat, unerf\u00fcllt bleibt; nein, der HERR hat alles ausgef\u00fchrt, was er durch den Mund seines Knechtes Elia angek\u00fcndigt hat.\u00ab<br>11 Hierauf lie\u00df Jehu alle, die in Jesreel vom Hause Ahabs noch \u00fcbrig waren, umbringen, auch alle seine Gro\u00dfen, seine Vertrauten und seine Priester, bis er ihm keinen einzigen mehr am Leben \u00fcbriggelassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu ermordet die jud\u00e4ischen Prinzen<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf machte sich Jehu auf den Weg, um sich nach Samaria zu begeben. Als er unterwegs bei Beth-Eked-Haroim war,<br>13 traf er die Br\u00fcder Ahasjas, des K\u00f6nigs von Juda, an, und fragte sie, wer sie seien. Sie antworteten: \u00bbWir sind die Br\u00fcder Ahasjas und sind hergekommen, um die S\u00f6hne des K\u00f6nigs und die S\u00f6hne der K\u00f6nigin-Mutter zu besuchen.\u00ab<br>14 Da gab er den Befehl: \u00bbErgreift sie lebendig!\u00ab Da ergriff man sie lebendig, ermordete sie (und warf sie) in die Zisterne von Beth-Eked, zweiundvierzig Mann; keinen einzigen von ihnen lie\u00df er am Leben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu nimmt den Rechabiten Jonadab in seine Freundschaft auf<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Als er dann von dort weiterzog, traf er auf Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Der begr\u00fc\u00dfte ihn, er aber fragte ihn: \u00bbBist du aufrichtig gegen mich gesinnt, wie ich gegen dich?\u00ab Als Jonadab mit \u00bbJa\u00ab antwortete, sagte Jehu: \u00bbWenn es wirklich so ist, so gib mir deine Hand!\u00ab Da reichte er ihm seine Hand, und Jehu lie\u00df ihn zu sich in den Wagen steigen<br>16 und sagte: \u00bbKomm mit mir und sieh dir mit Freuden meinen Eifer f\u00fcr den HERRN an!\u00ab So nahm er ihn denn in seinem Wagen mit<br>17 und lie\u00df nach seiner Ankunft in Samaria alle umbringen, die in Samaria von Angeh\u00f6rigen Ahabs noch \u00fcbrig waren, bis er sie alle ausgerottet hatte, wie der HERR es dem Elia zuvor angek\u00fcndigt hatte (1.K\u00f6n 21,21-22).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jehu rottet die Baalsverehrer in Samaria aus<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Hierauf lie\u00df Jehu das ganze Volk zusammenkommen und sagte zu ihnen: \u00bbAhab hat dem Baal nur eine geringe Verehrung erwiesen, Jehu aber wird ihm eifriger dienen.<br>19 Daher la\u00dft jetzt alle Propheten Baals, alle seine Diener und alle seine Priester zu mir kommen, keiner darf fehlen! Denn ich habe f\u00fcr Baal ein gro\u00dfes Opferfest im Sinn: jeder, der dabei fehlt, ist des Todes!\u00ab Jehu ging aber mit Hinterlist so zu Werke, um die Baalsdiener auszurotten.<br>20 Dann befahl Jehu: \u00bbK\u00fcndigt eine Festversammlung zu Ehren Baals an!\u00ab Als man sie \u00f6ffentlich bekanntgemacht hatte,<br>21 sandte Jehu Boten in alle Teile Israels umher. Da fanden sich alle Verehrer Baals ein, kein einziger blieb \u00fcbrig, der nicht erschienen w\u00e4re. Als sie sich dann in den Baalstempel begeben hatten, so da\u00df der Tempel von einem Ende bis zum andern mit Menschen angef\u00fcllt war,<br>22 gab er dem Aufseher \u00fcber die Kleiderkammer den Befehl, allen Baalsverehrern Gew\u00e4nder zu verabreichen. Als der die Gew\u00e4nder f\u00fcr sie herausgegeben hatte,<br>23 begab sich Jehu mit Jonadab, dem Sohne Rechabs, in den Baalstempel und sagte zu den Baalsverehrern: \u00bbSeht genau nach, da\u00df sich hier unter euch ja kein Verehrer Gottes des HERRN befinde, sondern ausschlie\u00dflich Verehrer Baals!\u00ab<br>24 Hierauf schickten sie sich an, die Schlacht- und Brandopfer darzubringen. Jehu hatte aber drau\u00dfen achtzig Mann aufgestellt und zu ihnen gesagt: \u00bbWer einen von den M\u00e4nnern, die ich euch in die H\u00e4nde liefere, entkommen l\u00e4\u00dft, soll mit seinem eigenen Leben f\u00fcr ihn haften!\u00ab<br>25 Als man dann mit der Darbringung des Brandopfers fertig war, befahl Jehu den Leibw\u00e4chtern und Rittern: \u00bbGeht hinein, haut sie nieder: keiner darf davonkommen!\u00ab Sie machten sie also mit dem Schwert nieder, warfen den Altar um (?) und drangen in das Allerheiligste des Baalstempels ein (?);<br>26 dann schafften sie die G\u00f6tzens\u00e4ulen aus dem Baalstempel hinaus und verbrannten sie,<br>27 zertr\u00fcmmerten das Standbild Baals, rissen den Baalstempel nieder und machten Aborte daraus, die bis auf den heutigen Tag geblieben sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Verk\u00fcndigung an Jehu; Mi\u00dferfolge Jehus; Abschlu\u00df der Jehugeschichte<\/h3>\n\n\n\n<p>28 So rottete Jehu den Baalsdienst in Israel aus;<br>29 jedoch von den S\u00fcnden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, die Israeliten verf\u00fchrt hatte, von diesen lie\u00df auch Jehu nicht ab, n\u00e4mlich von der Verehrung der goldenen Stierbilder, die in Bethel und Dan aufgestellt waren.<br>30 Der HERR lie\u00df zwar dem Jehu verk\u00fcnden: \u00bbWeil du alles, was mir wohlgef\u00e4llig war, eifrig ausgef\u00fchrt und am Hause Ahabs ganz nach meinem Sinn gehandelt hast, so sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Throne von Israel sitzen\u00ab;<br>31 aber Jehu lie\u00df es sich nicht angelegen sein, mit ganzem Herzen nach der Weisung des HERRN, des Gottes Israels, zu wandeln; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden, zu denen Jerobeam Israel verf\u00fchrt hatte.<br>32 Zu jener Zeit begann der HERR Teile vom Gebiet Israels loszurei\u00dfen; denn Hasael schlug sie in allen Grenzgebieten Israels:<br>33 \u00f6stlich vom Jordan die ganze Landschaft Gilead, die St\u00e4mme Gad, Ruben und Manasse, von Aroer an, das am Arnonflusse liegt, sowohl Gilead als auch Basan. \u2013<br>34 Die \u00fcbrige Geschichte Jehus aber und alles, was er unternommen hat, sowie alle seine tapferen Taten, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>35 Als Jehu sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Samaria begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Joahas in der Regierung nach.<br>36 Die Zeit aber, die Jehu in Samaria \u00fcber Israel regiert hat, betrug achtundzwanzig Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Athaljas Thronraub und Mordtaten; Rettung des Joas<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als aber Athalja, die Mutter Ahasjas, erfuhr, da\u00df ihr Sohn tot sei, machte sie sich daran, alle, die zur k\u00f6niglichen Familie geh\u00f6rten, umzubringen.<br>2 Aber Joseba, die Tochter des K\u00f6nigs Joram, Ahasjas Schwester, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und schaffte ihn aus der Mitte der K\u00f6nigss\u00f6hne, die ermordet werden sollten, heimlich beiseite, indem sie ihn mit seiner Amme in die Bettzeugkammer brachte; sie verbarg ihn dort vor Athalja, so da\u00df er der Ermordung entging.<br>3 Er blieb dann sechs Jahre lang bei ihr im Hause des HERRN versteckt, w\u00e4hrend Athalja das Land regierte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Verschw\u00f6rung Jojadas<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Im siebten Jahre aber lie\u00df Jojada (der Priester; vgl. V.9) die Hauptleute der Karer und der L\u00e4ufer holen und zu sich in den Tempel des HERRN kommen; da schlo\u00df er ein feierliches Abkommen mit ihnen und lie\u00df sie im Tempel einen Eid ablegen; dann zeigte er ihnen den K\u00f6nigssohn<br>5 und gab ihnen die Weisung: \u00bbFolgenderma\u00dfen m\u00fc\u00dft ihr zu Werke gehen: Das eine Drittel von euch, das am Sabbat (aus dem Tempel) abzieht, um die Wache im k\u00f6niglichen Palast zu \u00fcbernehmen,<br>6 und das (andere) Drittel am Tore Sur und das (letzte) Drittel am Tore hinter den Leibw\u00e4chtern, die ihr die Wache beim Palast gehalten habt \u2013<br>7 beide anderen Abteilungen, die am Sabbat aufziehen, sie alle sollen im Tempel des HERRN die Wache beim K\u00f6nig \u00fcbernehmen.<br>8 Ihr m\u00fc\u00dft euch also rings um den K\u00f6nig scharen, ein jeder mit seinen Waffen in der Hand; und wer in die Reihen eindringt, soll get\u00f6tet werden; und ihr m\u00fc\u00dft dann best\u00e4ndig um den K\u00f6nig sein, wenn er (aus dem Tempel) auszieht und wenn er (in den Palast) einzieht.\u00ab<br>9 Die Hauptleute verfuhren dann genau nach der Anweisung des Priesters Jojada: jeder nahm seine Mannschaft zu sich, sowohl die, welche am Sabbat abzog, als auch die, welche am Sabbat aufzog, und so kamen sie zum Priester Jojada.<br>10 Dieser gab dann den Hauptleuten die Speere und die Schilde, die dem K\u00f6nig David geh\u00f6rt hatten und die sich im Tempel des HERRN befanden.<br>11 Nachdem sich hierauf die Leibw\u00e4chter, ein jeder mit seinen Waffen in der Hand, von der S\u00fcdseite des Tempels bis an den Altar und von da wieder bis an die Nordseite des Tempels aufgestellt hatten,<br>12 f\u00fchrte er den K\u00f6nigssohn heraus und legte ihm die K\u00f6nigsbinde und die Armspangen (2.Sam 1,10) an. So machten sie ihn zum K\u00f6nig und salbten ihn, klatschten in die H\u00e4nde und riefen: \u00bbEs lebe der K\u00f6nig!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Athaljas Gefangennahme und Ermordung<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Als nun Athalja das Geschrei [der Leibw\u00e4chter und] des Volkes vernahm, begab sie sich zum Volk in den Tempel des HERRN.<br>14 Hier sah sie dann den K\u00f6nig an der S\u00e4ule, wie es Brauch war, und die Hauptleute und die Trompeter neben dem K\u00f6nige stehen, w\u00e4hrend das gesamte Volk des Landes voller Freude war und in die Trompeten stie\u00df. Da zerri\u00df Athalja ihre Kleider und rief: \u00bbVerrat, Verrat!\u00ab<br>15 Aber der Priester Jojada gab den Hauptleuten [den Befehlshabern des Heeres] den Befehl: \u00bbF\u00fchrt sie hinaus zwischen den Reihen hindurch, und wer ihr folgt, den haut mit dem Schwerte nieder!\u00ab Der Priester hatte n\u00e4mlich befohlen, sie d\u00fcrfe ja nicht im Tempel des HERRN get\u00f6tet werden.<br>16 Da legte man Hand an sie, und als sie an dem Wege, der zum Eingang f\u00fcr die Pferde bestimmt war, beim k\u00f6niglichen Palast angelangt war, wurde sie dort get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jojadas Ma\u00dfnahmen zur Ehre Gottes; Kr\u00f6nung des Joas<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Darauf schlo\u00df Jojada zwischen dem HERRN und dem K\u00f6nig und dem Volk das feierliche Abkommen, da\u00df sie das Volk des HERRN sein sollten; [ebenso zwischen dem K\u00f6nig und dem Volk].<br>18 Darauf zog das ganze Volk des Landes nach dem Baalstempel und ri\u00df ihn nieder; seine Alt\u00e4re und G\u00f6tterbilder zerschlugen sie vollst\u00e4ndig und t\u00f6teten den Baalspriester Matthan vor den Alt\u00e4ren. Nachdem der Priester dann Wachtposten am Tempel des HERRN aufgestellt hatte,<br>19 nahm er die Hauptleute und die Karer und Trabanten sowie alles Volk des Landes mit sich, und sie f\u00fchrten den K\u00f6nig aus dem Tempel des HERRN hinab und zogen durch das Leibw\u00e4chtertor in das k\u00f6nigliche Schlo\u00df ein, wo er sich auf den k\u00f6niglichen Thron setzte.<br>20 Da war die gesamte Bev\u00f6lkerung voller Freude, und die Stadt blieb ruhig; Athalja aber hatten sie im k\u00f6niglichen Schlo\u00df mit dem Schwert get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eingangswort<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Joas war beim Regierungsantritt sieben Jahre alt;<br>2 im siebten Jahre Jehus war er K\u00f6nig geworden, vierzig Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Zibja und stammte aus Beerseba.<br>3 Joas tat, was dem HERRN wohlgefiel, sein ganzes Leben lang, weil der Priester Jojada ihn beriet;<br>4 nur der H\u00f6hendienst wurde nicht beseitigt, sondern das Volk brachte immer noch Schlacht- und Rauchopfer auf den H\u00f6hen dar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verordnung des K\u00f6nigs \u00fcber die Ausbesserung des Tempels und \u00fcber die Verwaltung und Verwendung der einkommenden Tempelgelder<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Joas lie\u00df aber den Priestern die Weisung zugehen: \u00bbAlles Geld, das als Weihegabe in den Tempel des HERRN gebracht wird: das Geld, das jemand durch Sch\u00e4tzung auferlegt wird, ferner alles Geld, das jemand aus freien St\u00fccken in den Tempel des HERRN bringt,<br>6 das sollen die Priester in Empfang nehmen, ein jeder von seinen Bekannten (?); aber sie sollen hinwieder davon alles ausbessern lassen, was am Tempel bauf\u00e4llig ist, wo immer ein Schaden daran sichtbar wird.\u00ab<br>7 Da jedoch die Priester im dreiundzwanzigsten Jahre der Regierung des Joas die Sch\u00e4den am Tempel noch nicht ausgebessert hatten,<br>8 lie\u00df der K\u00f6nig Joas den Priester Jojada und die \u00fcbrigen Priester zu sich kommen und sagte zu ihnen: \u00bbWarum habt ihr die Sch\u00e4den am Tempel nicht ausgebessert? Fortan sollt ihr kein Geld mehr von euren Bekannten (?) in Empfang nehmen, sondern sollt es f\u00fcr die Ausbesserung der Sch\u00e4den am Tempel abliefern.\u00ab<br>9 Die Priester erkl\u00e4rten sich damit einverstanden, da\u00df sie kein Geld mehr vom Volk in Empfang nehmen sollten, aber auch f\u00fcr die Ausbesserung der Sch\u00e4den am Tempel nicht mehr zu sorgen brauchten.<br>10 Darauf nahm der Priester Jojada einen Kasten, lie\u00df ein Loch in seinen Deckel bohren und ihn neben dem Malstein rechts vom Eingang in den Tempel des HERRN aufstellen; dahinein mu\u00dften die Priester, die an der Schwelle Wache hielten, alles Geld tun, das im Tempel des HERRN abgeliefert wurde.<br>11 Sooft sie nun wahrnahmen, da\u00df viel Geld in dem Kasten war, kamen der Schreiber des K\u00f6nigs und der Hohepriester hinauf, banden das Geld, das sich im Tempel des HERRN vorfand, in einen Beutel zusammen und z\u00e4hlten es.<br>12 Dann h\u00e4ndigten sie das abgez\u00e4hlte Geld den Werkf\u00fchrern ein, denen die Ausf\u00fchrung der Arbeiten am Tempel des HERRN \u00fcbertragen war, und diese zahlten es an die Zimmerleute und an die \u00fcbrigen Handwerker aus, die am Tempel des HERRN arbeiteten,<br>13 sowie an die Maurer und Steinmetzen und f\u00fcr den Ankauf von H\u00f6lzern und behauenen Steinen, um die Sch\u00e4den am Tempel des HERRN auszubessern und \u00fcberhaupt alle Kosten zu bestreiten, welche die Instandhaltung des Tempels verursachte.<br>14 Doch lie\u00df man f\u00fcr den Tempel des HERRN keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten, kurz keinerlei goldene und silberne Ger\u00e4te von dem Gelde anfertigen, das im Tempel des HERRN einging,<br>15 sondern man gab es den Werkleuten, damit sie daf\u00fcr den Tempel des HERRN ausbesserten.<br>16 Dabei verlangte man von den M\u00e4nnern, denen man das Geld einh\u00e4ndigte, damit sie es an die Arbeiter auszahlten, keine Rechnungslegung, sondern sie handelten auf Treu und Glauben.<br>17 Das Geld von Schuld- und S\u00fcndopfern aber wurde nicht an den Tempel des HERRN abgeliefert, sondern es geh\u00f6rte den Priestern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joas bewahrt Jerusalem vor Hasaels Angriff durch Geldzahlung; seine Ermordung<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Damals zog der syrische K\u00f6nig Hasael heran, belagerte Gath und eroberte es. Als Hasael sich dann anschickte, auch gegen Jerusalem hinaufzuziehen,<br>19 nahm Joas, der K\u00f6nig von Juda, alle Weihgeschenke, die von seinen Vorfahren, den jud\u00e4ischen K\u00f6nigen Josaphat, Joram und Ahasja herr\u00fchrten, sowie seine eigenen Weihgeschenke, ferner alles Gold, das sich in den Schatzkammern des Tempels des HERRN und des k\u00f6niglichen Palastes vorfand, und sandte es an Hasael, den K\u00f6nig von Syrien. Da stand dieser von dem Zuge gegen Jerusalem ab.<br>20 Die \u00fcbrige Geschichte des Joas aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>21 Es taten sich aber seine Diener zu einer Verschw\u00f6rung gegen ihn zusammen und ermordeten Joas, als er in die Burg Millo hinabging;<br>22 und zwar waren es seine Diener Josachar, der Sohn Simeaths, und Josabad, der Sohn Somers, die ihn ermordeten. Man begrub ihn dann bei seinen V\u00e4tern in der Davidsstadt, und sein Sohn Amazja folgte ihm in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joahas K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im dreiundzwanzigsten Regierungsjahre des Joas, des Sohnes des K\u00f6nigs Ahasja von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte siebzehn Jahre in Samaria.<br>2 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, und wandelte in den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte; er lie\u00df nicht davon ab.<br>3 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, so da\u00df er sie in die Gewalt Hasaels, des K\u00f6nigs von Syrien, und in die Gewalt Benhadads, des Sohnes Hasaels, die ganze Zeit hindurch fallen lie\u00df.<br>4 Als Joahas dann aber den HERRN mit Gebeten anging, erh\u00f6rte ihn der HERR; denn er sah die Bedr\u00e4ngnis der Israeliten, weil der syrische K\u00f6nig sie hart bedr\u00fcckte.<br>5 Daher lie\u00df der HERR den Israeliten einen Retter erstehen, so da\u00df sie sich von der Herrschaft der Syrer frei machten und die Israeliten wieder ruhig in ihren Zelten wohnen konnten wie ehedem.<br>6 Dennoch gaben sie die S\u00fcnde des Hauses Jerobeams nicht auf, wozu dieser die Israeliten verf\u00fchrt hatte: sie hielten daran fest; sogar die Bilds\u00e4ule der Aschera blieb in Samaria stehen.<br>7 Er (der HERR) hatte dem Joahas an Kriegsvolk nichts \u00fcbriggelassen als f\u00fcnfzig Reiter, zehn Kriegswagen und zehntausend Mann Fu\u00dfvolk; denn der syrische K\u00f6nig hatte sie vernichtet und sie dem Staub gleichgemacht, den man zertritt.<br>8 Die \u00fcbrige Geschichte des Joahas aber sowie alles, was er unternommen hat, und seine tapferen Taten, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>9 Als Joahas sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Samaria begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Joas in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joas K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Im siebenunddrei\u00dfigsten Jahre der Regierung des Joas, des K\u00f6nigs von Juda, wurde Joas, der Sohn des Joahas, K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte sechzehn Jahre in Samaria.<br>11 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel; er lie\u00df in keinem St\u00fcck von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, ab, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte; nein, er hielt daran fest. \u2013<br>12 Die \u00fcbrige Geschichte des Joas aber sowie alles, was er unternommen hat, seine tapferen Taten (und) wie er mit Amazja, dem K\u00f6nige von Juda, Krieg gef\u00fchrt hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel. \u2013<br>13 Als Joas sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und Jerobeam als sein Nachfolger den Thron bestiegen hatte, wurde Joas in Samaria bei den K\u00f6nigen von Israel begraben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Joas bei dem erkrankten Elisa; Tod Elisas<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Als Elisa aber an der Krankheit darniederlag, an der er sterben sollte, kam Joas, der K\u00f6nig von Israel, zu ihm hinab, weinte \u00fcber ihm und rief aus: \u00bbMein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und seine Reiter!\u00ab<br>15 Da sagte Elisa zu ihm: \u00bbHole einen Bogen und Pfeile!\u00ab, und als er ihm einen Bogen und Pfeile geholt hatte,<br>16 sagte er zum K\u00f6nig von Israel: \u00bbLege deine Hand auf den Bogen!\u00ab Als er es getan hatte, legte Elisa seine H\u00e4nde auf die H\u00e4nde des K\u00f6nigs<br>17 und sagte: \u00bb\u00d6ffne das Fenster nach Osten zu!\u00ab Nachdem er es ge\u00f6ffnet hatte, forderte Elisa ihn auf zu schie\u00dfen. Da scho\u00df er, (Elisa) aber rief aus: \u00bbEin Siegespfeil vom HERRN ist es, und zwar ein Siegespfeil gegen die Syrer! So wirst du die Syrer bei Aphek bis zur Vernichtung schlagen!\u00ab<br>18 Dann fuhr er fort: \u00bbNimm die Pfeile!\u00ab Als er sie genommen hatte, sagte er zum K\u00f6nig von Israel: \u00bbSchlage damit auf die Erde!\u00ab Da schlug er dreimal und hielt dann inne.<br>19 Da wurde der Gottesmann unwillig \u00fcber ihn und sagte: \u00bbDu h\u00e4ttest f\u00fcnf- oder sechsmal schlagen sollen, dann h\u00e4ttest du die Syrer bis zur Vernichtung geschlagen; nun aber wirst du die Syrer nur dreimal schlagen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Elisa noch im Grabe wundert\u00e4tig<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Als Elisa dann gestorben war, begrub man ihn. Es pflegten aber moabitische Streifscharen Jahr f\u00fcr Jahr ins Land einzufallen.<br>21 Nun begab es sich, als man gerade einen Mann begraben wollte, da\u00df man pl\u00f6tzlich eine Streifschar herankommen sah; da warf man den Mann in das Grab Elisas und ging weg. Sobald aber der Mann hineinkam und mit den Gebeinen Elisas in Ber\u00fchrung kam, wurde er wieder lebendig und stellte sich aufrecht auf seine F\u00fc\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die drei Siege des Joas \u00fcber die Syrer<\/h3>\n\n\n\n<p>22 Der K\u00f6nig Hasael von Syrien aber hatte die Israeliten w\u00e4hrend der ganzen Regierung des Joahas bedr\u00e4ngt;<br>23 doch nun erwies der HERR ihnen Gnade, erbarmte sich ihrer und wandte sich ihnen wieder zu wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob; denn er wollte sie noch nicht zugrunde gehen lassen, hatte sie auch bis jetzt noch nicht von seinem Angesicht verworfen.<br>24 Als daher Hasael, der K\u00f6nig von Syrien, gestorben und sein Sohn Benhadad ihm in der Regierung nachgefolgt war,<br>25 entri\u00df Joas, der Sohn des Joahas, dem Benhadad, dem Sohne Hasaels, die St\u00e4dte wieder, die dieser seinem Vater Joahas im Kriege entrissen hatte. Dreimal schlug ihn Joas und gewann so die israelitischen St\u00e4dte zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Guter Regierungsanfang<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im zweiten Regierungsjahre des Joas, des Sohnes des K\u00f6nigs Joahas von Israel, wurde Amazja, der Sohn des Joas, K\u00f6nig \u00fcber Juda.<br>2 Im Alter von f\u00fcnfundzwanzig Jahren kam er auf den Thron, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Joaddan und stammte aus Jerusalem.<br>3 Er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht so wie sein Ahnherr David, sondern ganz, wie sein Vater Joas getan hatte;<br>4 jedoch der H\u00f6hendienst wurde nicht abgeschafft, sondern das Volk brachte immer noch Schlacht- und Rauchopfer auf den H\u00f6hen dar. \u2013<br>5 Sobald er nun die Herrschaft fest in H\u00e4nden hatte, lie\u00df er von seinen Dienern diejenigen hinrichten, die den K\u00f6nig, seinen Vater, ermordet hatten.<br>6 Aber die S\u00f6hne der M\u00f6rder lie\u00df er nicht hinrichten, sondern verfuhr so, wie im Gesetzbuch Moses (5.Mose 24,16) geschrieben steht, wo der HERR ausdr\u00fccklich geboten hat: \u00bbV\u00e4ter sollen nicht wegen einer Verschuldung ihrer S\u00f6hne get\u00f6tet werden, und S\u00f6hne sollen nicht wegen einer Verschuldung ihrer V\u00e4ter get\u00f6tet werden, sondern ein jeder soll nur wegen seiner eigenen S\u00fcnde get\u00f6tet werden.\u00ab<br>7 Er war es auch, der die Edomiter im Salztal schlug, zehntausend Mann, und Sela im Sturm eroberte und dem Ort den Namen Joktheel beilegte, den er bis auf den heutigen Tag f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Amazjas ungl\u00fccklicher Krieg mit Joas von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Damals schickte Amazja Gesandte an den K\u00f6nig Joas von Israel, den Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, und lie\u00df ihm sagen: \u00bbKomm, wir wollen unsere Kr\u00e4fte miteinander messen!\u00ab<br>9 Da lie\u00df Joas, der K\u00f6nig von Israel, dem K\u00f6nig Amazja von Juda durch eine Gesandtschaft antworten: \u00bbDer Dornstrauch auf dem Libanon sandte (einst) zu der Zeder auf dem Libanon und lie\u00df ihr sagen: \u203aGib deine Tochter meinem Sohne zur Frau!\u2039, aber da liefen die wilden Tiere auf dem Libanon \u00fcber den Dornstrauch hin und zertraten ihn.<br>10 Weil du die Edomiter gl\u00fccklich besiegt hast, ist dir der Mut gewachsen. Begn\u00fcge dich mit dem Ruhme und bleibe zu Hause sitzen: warum willst du das Ungl\u00fcck herausfordern, da\u00df du zu Fall kommst und Juda mit dir?\u00ab<br>11 Da aber Amazja nicht h\u00f6ren wollte, zog Joas, der K\u00f6nig von Israel, heran, und beide ma\u00dfen ihre Kr\u00e4fte miteinander, er und der K\u00f6nig Amazja von Juda, bei Beth-Semes, das zu Juda geh\u00f6rt.<br>12 Da wurden die Jud\u00e4er von den Israeliten geschlagen, so da\u00df ein jeder in seine Heimat floh.<br>13 Den Amazja selber aber, den K\u00f6nig von Juda, den Sohn des Joas, des Sohnes Ahasjas, nahm Joas, der K\u00f6nig von Israel, bei Beth-Semes gefangen und lie\u00df, als er nach Jerusalem gekommen war, ein St\u00fcck der Mauer Jerusalems vom Ephraimstor bis zum Ecktor auf einer Strecke von vierhundert Ellen niederrei\u00dfen.<br>14 Au\u00dferdem nahm er alles Gold und Silber sowie alle Ger\u00e4te, die sich im Tempel des HERRN und in den Schatzkammern des k\u00f6niglichen Palastes vorfanden, dazu Geiseln, und kehrte dann nach Samaria zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00dfwort \u00fcber Joas von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Die \u00fcbrige Geschichte des Joas aber, alles, was er unternommen hat, und seine tapferen Taten und wie er mit dem K\u00f6nig Amazja von Juda Krieg gef\u00fchrt hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>16 Als Joas sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn in Samaria bei den K\u00f6nigen von Israel begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Jerobeam in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00dfwort \u00fcber Amazja von Juda; seine Ermordung<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Amazja aber, der Sohn des Joas, der K\u00f6nig von Juda, \u00fcberlebte den K\u00f6nig Joas von Israel, den Sohn des Joahas, noch f\u00fcnfzehn Jahre.<br>18 Die \u00fcbrige Geschichte Amazjas aber findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda. \u2013<br>19 Als man aber in Jerusalem eine Verschw\u00f6rung gegen ihn anstiftete, floh er nach Lachis; doch man sandte Leute nach Lachis hinter ihm her, die ihn dort ermordeten.<br>20 Dann lud man ihn auf Rosse, und er wurde in Jerusalem bei seinen V\u00e4tern in der Davidstadt begraben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regierungsantritt Asarjas<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Hierauf nahm die ganze Bev\u00f6lkerung von Juda den Asarja, der sechzehn Jahre alt war, und machte ihn zum K\u00f6nig als Nachfolger seines Vaters Amazja.<br>22 Er befestigte Elath, das er an Juda zur\u00fcckgebracht hatte, sogleich nachdem der K\u00f6nig sich zu seinen V\u00e4tern gelegt hatte.<br>23 Im f\u00fcnfzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Amazja von Juda, des Sohnes des Joas, wurde Jerobeam, der Sohn des K\u00f6nigs Joas von Israel, K\u00f6nig zu Samaria und regierte einundvierzig Jahre.<br>24 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel; er wich in keinem St\u00fcck von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte.<br>25 Er stellte die Grenze Israels wieder her von der Gegend um Hamath an bis an den gro\u00dfen Steppensee (das Tote Meer), der Verhei\u00dfung entsprechend, die der HERR, der Gott Israels, durch seinen Knecht, den Propheten Jona, den Sohn Amittais aus Gath-Hepher, gegeben hatte.<br>26 Denn der HERR hatte das gar bittere Elend Israels wahrgenommen und gesehen, da\u00df Unm\u00fcndige ebenso wie M\u00fcndige dahin waren und da\u00df kein Helfer f\u00fcr Israel da war.<br>27 Auch hatte der HERR noch nicht die Drohung ausgesprochen, da\u00df er den Namen Israels unter dem Himmel austilgen wolle; darum half er ihnen jetzt durch Jerobeam, den Sohn des Joas.<br>28 Die \u00fcbrige Geschichte Jerobeams aber und alles, was er unternommen hat, und seine tapferen Taten, wie er Krieg gef\u00fchrt und wie er Damaskus und Hamath, die zu Juda geh\u00f6rt hatten, f\u00fcr Israel zur\u00fcckerobert hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel. \u2013<br>29 Als Jerobeam sich dann zu seinen V\u00e4tern, den K\u00f6nigen von Israel, gelegt hatte, folgte ihm sein Sohn Sacharja in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im siebenundzwanzigsten Regierungsjahr Jerobeams, des K\u00f6nigs von Israel, wurde Asarja K\u00f6nig, der Sohn des K\u00f6nigs Amazja von Juda.<br>2 Im Alter von sechzehn Jahren bestieg er den Thron, und zweiundf\u00fcnfzig Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Jecholja und stammte aus Jerusalem.<br>3 Er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz so wie sein Vater Amazja getan hatte;<br>4 jedoch der H\u00f6hendienst wurde nicht abgeschafft, das Volk brachte immer noch Schlacht- und Rauchopfer auf den H\u00f6hen dar.<br>5 Der HERR aber suchte den K\u00f6nig schwer heim, da\u00df er bis zu seinem Todestage am Aussatz litt und in einem Hause abgesondert f\u00fcr sich wohnte. Jotham aber, der Sohn des K\u00f6nigs, waltete im k\u00f6niglichen Hause (oder Palaste) als Familienhaupt und versah die Regierungsgesch\u00e4fte f\u00fcr das Land. \u2013<br>6 Die \u00fcbrige Geschichte Asarjas aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>7 Als Asarja sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Davidsstadt begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Jotham in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sacharja K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Im achtunddrei\u00dfigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Asarja von Juda wurde Sacharja, der Sohn Jerobeams, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Samaria und regierte ein halbes Jahr.<br>9 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, so wie seine V\u00e4ter getan hatten; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte.<br>10 Da zettelte Sallum, der Sohn des Jabes, eine Verschw\u00f6rung gegen ihn an, ermordete ihn in Jibleam und trat als K\u00f6nig an seine Stelle.<br>11 Die \u00fcbrige Geschichte Sacharjas aber findet sich bereits aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>12 So erf\u00fcllte sich die Verhei\u00dfung, die der HERR dem Jehu gegeben hatte mit den Worten: \u00bbEs sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Thron von Israel sitzen.\u00ab So ist es auch geschehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sallum K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Sallum, der Sohn des Jabes, wurde K\u00f6nig im neununddrei\u00dfigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Ussia von Juda und regierte einen Monat lang zu Samaria.<br>14 Da zog Menahem, der Sohn Gadis, aus Thirza gegen ihn heran, drang in Samaria ein, brachte Sallum, den Sohn des Jabes, in Samaria ums Leben und trat als K\u00f6nig an seine Stelle.<br>15 Die \u00fcbrige Geschichte Sallums aber und die Verschw\u00f6rung, die er angezettelt hatte, das findet sich bereits aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>16 Damals verw\u00fcstete Menahem die Stadt Thappuah und alles, was darin war, sowie ihr ganzes Gebiet von Thirza an; weil man ihm die Tore nicht ge\u00f6ffnet hatte, verw\u00fcstete er es und lie\u00df allen Frauen dort, die guter Hoffnung waren, den Leib aufschlitzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Menahem K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Im neununddrei\u00dfigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Asarja von Juda wurde Menahem, der Sohn Gadis, K\u00f6nig \u00fcber Israel und regierte zehn Jahre in Samaria.<br>18 Er tat, was dem Herrn mi\u00dffiel; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte. Unter seiner Regierung<br>19 fiel der assyrische K\u00f6nig Phul in das Land ein, und Menahem gab dem Phul tausend Talente Silber, damit er ihm Beistand gew\u00e4hre, um ihn im Besitz des K\u00f6nigtums zu sichern.<br>20 Das Geld lie\u00df Menahem dann von den Israeliten aufbringen, n\u00e4mlich von allen wohlhabenden Leuten, um dem K\u00f6nig von Assyrien Zahlung leisten zu k\u00f6nnen; f\u00fcnfzig Schekel Silber kamen auf jeden Mann. Da zog der K\u00f6nig von Assyrien wieder ab und blieb nicht l\u00e4nger dort im Lande. \u2013<br>21 Die \u00fcbrige Geschichte Menahems aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>22 Als Menahem sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt hatte, folgte ihm sein Sohn Pekahja in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pekahja K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Im f\u00fcnfzigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Asarja von Juda wurde Pekahja, der Sohn Menahems, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Samaria und regierte zwei Jahre.<br>24 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte.<br>25 Da zettelte sein Ritter Pekah, der Sohn Remaljas, eine Verschw\u00f6rung gegen ihn an und ermordete ihn zu Samaria in der Burg des k\u00f6niglichen Palastes [zugleich auch den Argob und den Arje], zur Seite standen ihm dabei f\u00fcnfzig Mann von den Gileaditern. Nachdem er ihn get\u00f6tet hatte, folgte er ihm als K\u00f6nig in der Regierung nach. \u2013<br>26 Die \u00fcbrige Geschichte Pekahjas aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bereits aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pekah K\u00f6nig von Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Im zweiundf\u00fcnfzigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Asarja von Juda wurde Pekah, der Sohn Remaljas, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Samaria und regierte zwanzig Jahre.<br>28 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel; er lie\u00df nicht ab von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hatte.<br>29 Unter der Regierung Pekahs, des K\u00f6nigs von Israel, zog Thiglath-Pileser, der K\u00f6nig von Assyrien, heran und eroberte Ijjon, Abel-Beth-Maacha, Janoah, Kedes und Hazor, Gilead und Galil\u00e4a, das ganze Land Naphthali, und f\u00fchrte die Bewohner in die Gefangenschaft nach Assyrien.<br>30 Da zettelte Hosea, der Sohn Elas, eine Verschw\u00f6rung gegen Pekah, den Sohn Remaljas an, brachte ihn ums Leben und trat dann als K\u00f6nig an seine Stelle im zwanzigsten Regierungsjahre Jothams, des Sohnes Ussias. \u2013<br>31 Die \u00fcbrige Geschichte Pekahs aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bereits aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Israel.<br>32 Im zweiten Regierungsjahre Pekahs, des Sohnes des K\u00f6nigs Remalja von Israel, wurde Jotham, der Sohn Ussias, K\u00f6nig \u00fcber Juda.<br>33 Im Alter von f\u00fcnfundzwanzig Jahren wurde er K\u00f6nig, und sechzehn Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Jerusa und war eine Tochter Zadoks.<br>34 Er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Ussia getan hatte;<br>35 jedoch der H\u00f6hendienst wurde nicht abgeschafft; das Volk brachte immer noch Schlacht- und Rauchopfer auf den H\u00f6hen dar. Er baute das obere Tor am Tempel des HERRN.<br>36 Die \u00fcbrige Geschichte Jothams aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>37 Zu jener Zeit begann der HERR den K\u00f6nig Rezin von Syrien und Pekah, den Sohn Remaljas, gegen Juda vorgehen zu lassen.<br>38 Als Jotham sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Stadt seines Ahnherrn David begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Ahas als K\u00f6nig in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Ahas heidnische Greuel<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im siebzehnten Regierungsjahre Pekahs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas K\u00f6nig, der Sohn des K\u00f6nigs Jotham von Juda.<br>2 Im Alter von zwanzig Jahren wurde Ahas K\u00f6nig, und sechzehn Jahre regierte er in Jerusalem. Er tat nicht, was dem HERRN, seinem Gott, wohlgefiel, wie sein Ahnherr David getan hatte,<br>3 sondern er wandelte auf dem Wege der K\u00f6nige von Israel, ja, er lie\u00df sogar seinen Sohn als Opfer verbrennen nach der grauenhaften Sitte der heidnischen V\u00f6lker, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.<br>4 Er brachte auch Schlacht- und Rauchopfer dar auf den H\u00f6hen und auf den H\u00fcgeln und unter jedem dichtbelaubten Baum.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sein Krieg mit Syrien und Israel; Ahas wird den Assyrern tributpflichtig<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Damals zogen Rezin, der K\u00f6nig von Syrien, und Pekah, der Sohn Remaljas, der K\u00f6nig von Israel, zum Angriff gegen Jerusalem heran und belagerten (die Stadt), waren aber nicht imstande, sie zu erst\u00fcrmen.<br>6 Zu jener Zeit brachte der K\u00f6nig von Edom Elath wieder an Edom und vertrieb die Jud\u00e4er aus Elath; da kamen die Edomiter nach Elath zur\u00fcck und sind dort wohnen geblieben bis auf den heutigen Tag.<br>7 Ahas aber schickte eine Gesandtschaft an Thiglath-Pileser, den K\u00f6nig von Assyrien, und lie\u00df ihm sagen: \u00bbIch bin dein Knecht und dein Sohn: komm mir zu Hilfe und rette mich aus der Gewalt des K\u00f6nigs von Syrien und aus der Gewalt des K\u00f6nigs von Israel, die gegen mich zu Felde gezogen sind!\u00ab<br>8 Zugleich nahm Ahas das Silber und Gold, das sich im Tempel des HERRN und in den Schatzkammern des k\u00f6niglichen Palastes vorfand, und sandte es an den K\u00f6nig von Assyrien als Geschenk.<br>9 Der K\u00f6nig von Assyrien kam dann auch seiner Aufforderung nach, r\u00fcckte gegen Damaskus, eroberte es und f\u00fchrte (die Einwohner) gefangen nach Kir; den K\u00f6nig Rezin aber lie\u00df er hinrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ahas l\u00e4\u00dft einen neuen Brandopferaltar bauen, erl\u00e4\u00dft eine neue Opferordnung und greift in den Tempelbesitz ein<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Als sich nun der K\u00f6nig Ahas nach Damaskus begeben hatte, um dort mit Thiglath-Pileser, dem K\u00f6nig von Assyrien, zusammenzutreffen, und den Altar sah, der in Damaskus stand, sandte der K\u00f6nig Ahas dem Priester Uria die Ma\u00dfe des Altars und eine bis in alle Einzelheiten ausgef\u00fchrte Nachbildung.<br>11 Da lie\u00df der Priester Uria einen Altar genau nach dem Vorbild bauen, das ihm der K\u00f6nig Ahas aus Damaskus hatte zugehen lassen; so lie\u00df der Priester Uria ihn herstellen, ehe noch der K\u00f6nig Ahas aus Damaskus zur\u00fcckkehrte.<br>12 Als dann der K\u00f6nig nach seiner R\u00fcckkehr aus Damaskus den Altar sah, trat der K\u00f6nig an den Altar heran und stieg zu ihm hinauf,<br>13 lie\u00df dann selber sein Brand- und Speisopfer in Rauch aufgehen, go\u00df sein Trankopfer aus und sprengte das Blut seiner Heilsopfer an den Altar.<br>14 Den ehernen Altar aber, der vor dem (Tempel des) HERRN stand, den lie\u00df er von der Vorderseite des Tempels, von der Stelle zwischen dem (neuen) Altar und dem Tempel des HERRN, entfernen und ihn auf die Nordseite des (neuen) Altars versetzen.<br>15 Sodann erteilte der K\u00f6nig Ahas dem Priester Uria folgenden Befehl: \u00bbAuf dem gro\u00dfen (neuen) Altar verbrenne das Morgenbrandopfer und das Abendspeisopfer sowie das Brandopfer des K\u00f6nigs nebst seinem Speisopfer, ebenso auch die Brandopfer aller Privatleute des Landes samt ihren Speis- und Trankopfern, und sprenge alles Blut der Brandopfer und alles Blut der Schlachtopfer an diesen Altar; in betreff des ehernen Altars aber will ich mich noch bedenken.\u00ab<br>16 Da verfuhr der Priester Uria genau nach dem Befehl des K\u00f6nigs Ahas.<br>17 Sodann lie\u00df der K\u00f6nig Ahas die Beschl\u00e4ge (?) an den Gest\u00fchlen herausbrechen und die Kessel von ihnen herunternehmen; auch das gro\u00dfe Wasserbecken lie\u00df er von den ehernen Rindern, auf denen es ruhte, herabnehmen und es auf eine Unterlage von Steinen setzen.<br>18 Weiter lie\u00df er den \u00fcberdeckten Sabbat-Gang, den man im Tempel erbaut hatte, und den \u00e4u\u00dferen K\u00f6nigszugang am Tempel des HERRN beseitigen mit R\u00fccksicht auf den K\u00f6nig von Assyrien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00dfwort<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Die \u00fcbrige Geschichte des Ahas aber und alles, was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>20 Als Ahas sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn bei seinen V\u00e4tern in der Davidstadt begraben hatte, trat sein Sohn Hiskia als K\u00f6nig an seine Stelle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hosea K\u00f6nig von Israel; Untergang des Reiches; assyrische Gefangenschaft (oder Verbannung)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im zw\u00f6lften Jahre des K\u00f6nigs Ahas von Juda wurde Hosea, der Sohn Elas, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Samaria und regierte neun Jahre.<br>2 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, wenn auch nicht so arg wie die K\u00f6nige von Israel, die vor ihm regiert hatten.<br>3 Gegen ihn zog Salmanassar, der K\u00f6nig von Assyrien, heran; Hosea unterwarf sich ihm und wurde ihm tributpflichtig.<br>4 Als aber der K\u00f6nig von Assyrien eine Verschw\u00f6rung Hoseas entdeckte \u2013 er hatte n\u00e4mlich Gesandte an den K\u00f6nig Sewe von \u00c4gypten geschickt und dem K\u00f6nige von Assyrien nicht mehr wie sonst allj\u00e4hrlich den Tribut entrichtet \u2013, da lie\u00df der K\u00f6nig von Assyrien ihn festnehmen und gefesselt ins Gef\u00e4ngnis werfen.<br>5 Der K\u00f6nig von Assyrien hatte n\u00e4mlich das ganze Land mit Krieg \u00fcberzogen, war vor Samaria ger\u00fcckt und hatte es drei Jahre lang belagert.<br>6 Als der K\u00f6nig von Assyrien dann Samaria im neunten Regierungsjahre Hoseas erobert hatte, f\u00fchrte er die Israeliten in die Gefangenschaft nach Assyrien und wies ihnen Wohnsitze in Halah und am Habor, dem Flusse Gosans, sowie in den Ortschaften Mediens an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Ursachen, welche die Verwerfung und den Untergang des Nordreiches herbeigef\u00fchrt haben<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Das ist aber geschehen, weil die Israeliten sich am HERRN, ihrem Gott, vers\u00fcndigt hatten, der sie aus \u00c4gypten aus der Gewalt des Pharaos, des \u00e4gyptischen K\u00f6nigs, weggef\u00fchrt hatte, und weil sie andere G\u00f6tter verehrt hatten<br>8 und nach den Satzungen der Heidenv\u00f6lker gewandelt waren, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte, und nach den Br\u00e4uchen, welche die K\u00f6nige von Israel eingef\u00fchrt hatten.<br>9 So hatten denn die Israeliten gegen den Willen des HERRN, ihres Gottes, Dinge getrieben, die nicht recht waren; denn sie hatten sich H\u00f6henheiligt\u00fcmer in allen ihren Ortschaften erbaut, von den Wachtt\u00fcrmen an bis zu den festen St\u00e4dten,<br>10 und hatten sich Malsteine und G\u00f6tzens\u00e4ulen auf jedem hohen H\u00fcgel und unter jedem dichtbelaubten Baume errichtet<br>11 und dort auf allen H\u00f6hen geopfert wie die heidnischen V\u00f6lkerschaften, die der HERR vor ihnen vertrieben hatte. Sie hatten also b\u00f6se Dinge ver\u00fcbt, um den HERRN zum Zorn zu reizen,<br>12 und den G\u00f6tzen gedient, in betreff deren der HERR ihnen geboten hatte: \u00bbIhr d\u00fcrft so etwas nicht tun!\u00ab<br>13 Und der HERR hatte doch Israel und Juda durch den Mund aller Propheten, aller Seher warnen lassen, indem er ihnen vorhielt: \u00bbKehrt von euren b\u00f6sen Wegen um und haltet meine Gebote und meine Verordnungen genau nach der Weisung, die ich euren V\u00e4tern gegeben und die ich euch durch meine Knechte, die Propheten, habe zukommen lassen!\u00ab<br>14 Aber sie hatten nicht h\u00f6ren wollen, sondern sich halsstarrig gezeigt, wie auch ihre V\u00e4ter, die dem HERRN, ihrem Gott, nicht vertraut hatten;<br>15 sie mi\u00dfachteten seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren V\u00e4tern geschlossen, und seine Warnungen, die er an sie gerichtet hatte; sie liefen vielmehr hinter den nichtigen G\u00f6tzen her und wandten sich einem nichtigen Treiben zu nach dem Vorbild der heidnischen V\u00f6lkerschaften, die um sie her wohnten, bez\u00fcglich deren der HERR ihnen geboten hatte, es nicht so zu machen wie jene.<br>16 Sie vernachl\u00e4ssigten alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und fertigten sich zwei gegossene Stierbilder an, verfertigten sich G\u00f6tzens\u00e4ulen, beteten das ganze Sternenheer des Himmels an und dienten dem Baal.<br>17 Sie verbrannten auch ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter als Opfer, trieben Wahrsagerei und Zauberei und gaben sich dazu her, das, was dem HERRN mi\u00dffiel, zu ver\u00fcben, um ihn zu erbittern.<br>18 Da geriet der HERR in heftigen Zorn gegen die Israeliten und verstie\u00df sie von seinem Angesicht, so da\u00df nichts \u00fcbrigblieb als der Stamm Juda allein.<br>19 Aber auch die dem Stamm Juda Angeh\u00f6rigen beobachteten die Gebote des HERRN, ihres Gottes, nicht, sondern wandelten in den Br\u00e4uchen, welche die Israeliten in Aufnahme gebracht hatten.<br>20 Da verwarf denn der HERR die ganze Nachkommenschaft Israels, dem\u00fctigte sie und lie\u00df sie in die Gewalt von R\u00e4ubern fallen, bis er sie ganz von seinem Angesicht versto\u00dfen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jerobeams verh\u00e4ngnisvolle Schuld<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Als n\u00e4mlich Israel sich vom Hause Davids losgerissen und sie Jerobeam, den Sohn Nebats, zum K\u00f6nig gemacht hatten, da hatte Jerobeam die Israeliten zum Abfall vom HERRN veranla\u00dft und sie zu schwerer S\u00fcnde verf\u00fchrt.<br>22 So waren denn die Israeliten in allen S\u00fcnden gewandelt, die Jerobeam begangen hatte; sie waren nicht davon abgegangen,<br>23 bis der HERR die Israeliten von seinem Angesicht verstie\u00df, wie er es durch den Mund aller seiner Knechte, der Propheten, angedroht hatte. So wurden also die Israeliten aus ihrem Lande nach Assyrien weggef\u00fchrt, wo sie sich bis auf den heutigen Tag befinden.<br>24 Der K\u00f6nig von Assyrien aber lie\u00df Leute aus Babylon, Kutha, Awwa, Hamath und Sepharwaim kommen und siedelte sie an Stelle der Israeliten in den Ortschaften Samarias an; die nahmen Besitz von Samaria und wohnten in den dortigen Ortschaften.<br>25 Weil sie aber in der ersten Zeit ihrer Niederlassung daselbst den HERRN nicht verehrten, lie\u00df der HERR L\u00f6wen gegen sie los, welche Verheerungen unter ihnen anrichteten.<br>26 Da machte man dem K\u00f6nig von Assyrien die Meldung: \u00bbDie V\u00f6lkerschaften, die du aus ihrer Heimat hast auswandern lassen und in den Ortschaften Samarias angesiedelt hast, verstehen sich nicht auf die dem Landesgott geb\u00fchrende Verehrung; daher hat er L\u00f6wen gegen sie losgelassen, die nun Verheerungen unter ihnen anrichten, weil sie sich nicht auf die dem Landesgott geb\u00fchrende Verehrung verstehen.\u00ab<br>27 Da erlie\u00df der K\u00f6nig von Assyrien folgenden Befehl: \u00bbLa\u00dft einen von den Priestern, die ihr von dort weggef\u00fchrt habt, dorthin zur\u00fcckkehren; der soll sich dorthin begeben und dort wohnen und sie in der dem Landesgott geb\u00fchrenden Verehrung unterweisen!\u00ab<br>28 So kam denn einer von den Priestern, die man aus Samaria weggef\u00fchrt hatte, zur\u00fcck, lie\u00df sich in Bethel nieder und unterwies sie, wie sie den HERRN zu verehren h\u00e4tten.<br>29 Dabei machten sie sich aber, jede einzelne V\u00f6lkerschaft, ihren besonderen Gott und stellten diesen in den H\u00f6hentempeln auf, welche die Samarier erbaut hatten, eine jede V\u00f6lkerschaft in ihren Ortschaften, in denen sie angesiedelt waren.<br>30 Die Leute von Babylon z.B. fertigten ein Bild des Sukkoth-Benoth an, die Leute aus Kuth ein Bild des Nergal, die Leute aus Hamath ein Bild des Asima;<br>31 die Awwiter fertigten ein Bild des Nibhas und Tharthak an, und die Sepharwiter verbrannten ihre Kinder als Feueropfer zu Ehren Adrammelechs und Anammelechs, der G\u00f6tter von Sepharwaim.<br>32 Daneben verehrten sie (jetzt) aber auch Gott den HERRN und bestellten sich Leute aus ihrer Mitte zu H\u00f6henpriestern, die f\u00fcr sie Opfer in den H\u00f6henheiligt\u00fcmern darbrachten.<br>33 So waren sie zwar Verehrer des HERRN, blieben zugleich aber auch Diener ihrer G\u00f6tter nach den Br\u00e4uchen der V\u00f6lkerschaften, aus denen man sie weggef\u00fchrt hatte.<br>34 Bis auf den heutigen Tag verfahren sie nach den urspr\u00fcnglichen Br\u00e4uchen: sie verehren den HERRN nicht in rechter Weise und verfahren nicht nach seinen Satzungen und seinen Verordnungen, nicht nach dem Gesetz und den Geboten, die der HERR den Nachkommen Jakobs geboten hat, dem er den Namen \u203aIsrael\u2039 beilegte.<br>35 Und doch hatte der HERR einen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen ausdr\u00fccklich geboten: \u00bbIhr d\u00fcrft keine anderen G\u00f6tter verehren und d\u00fcrft sie nicht anbeten und ihnen nicht dienen noch opfern;<br>36 sondern Gott den HERRN, der euch aus \u00c4gypten mit gro\u00dfer Kraft und hocherhobenem Arm hergef\u00fchrt hat, den sollt ihr verehren und den sollt ihr anbeten und ihm opfern!<br>37 Die Satzungen und Verordnungen aber, das Gesetz und die Gebote, die er euch vorgeschrieben hat, m\u00fc\u00dft ihr beobachten, da\u00df ihr allezeit danach tut, und d\u00fcrft keine anderen G\u00f6tter verehren!<br>38 Und des Bundes, den ich mit euch geschlossen habe, d\u00fcrft ihr nicht vergessen und d\u00fcrft keine anderen G\u00f6tter verehren;<br>39 sondern den HERRN, euren Gott, sollt ihr verehren: er ist es, der euch aus der Gewalt aller eurer Feinde erretten wird.\u00ab<br>40 Aber sie wollten nicht darauf h\u00f6ren, sondern taten nach ihrer fr\u00fcheren Weise. \u2013<br>41 So waren also diese V\u00f6lkerschaften zwar Verehrer des HERRN, zugleich aber Diener ihrer G\u00f6tzenbilder; auch ihre Kinder und Kindeskinder halten es so, wie ihre V\u00e4ter getan haben, bis auf den heutigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Geschichte des Reiches Juda von der Regierung Hiskias bis zum Untergang des Reiches (Kap. 18-25)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Darauf, im dritten Regierungsjahre Hoseas, des Sohnes Elas, des K\u00f6nigs von Israel, wurde Hiskia K\u00f6nig, der Sohn des K\u00f6nigs Ahas von Juda.<br>2 Im Alter von f\u00fcnfundzwanzig Jahren wurde er K\u00f6nig, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Abi und war die Tochter Sacharjas.<br>3 Er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz so wie sein Ahnherr David getan hatte.<br>4 Er war es, der den H\u00f6hendienst abschaffte, die Malsteine zertr\u00fcmmerte, die G\u00f6tzenb\u00e4ume umhieb und die eherne Schlange zerschlug, die Mose angefertigt hatte; denn bis zu dieser Zeit hatten die Israeliten ihr immerfort geopfert, und man nannte sie Nehustan.<br>5 Er setzte sein Vertrauen auf den HERRN, den Gott Israels, so da\u00df unter allen K\u00f6nigen von Juda weder nach ihm noch unter denen, die vor ihm gewesen waren, irgendeiner ihm gleichgekommen ist.<br>6 Er hielt am HERRN fest, ohne von ihm abzuweichen, und beobachtete seine Gebote, die der HERR dem Mose gegeben hatte.<br>7 So war denn auch der HERR mit ihm, so da\u00df er bei allen seinen Unternehmungen Gl\u00fcck hatte. Er fiel auch vom K\u00f6nig von Assyrien ab und machte sich unabh\u00e4ngig von ihm.<br>8 Er schlug auch die Philister bis nach Gaza hin, und zwar bis an die Grenze dieser Stadt, vom W\u00e4chterturm an bis zur befestigten Stadt.<br>9 Im vierten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Hiskia aber \u2013 das war das siebte Regierungsjahr des K\u00f6nigs Hosea von Israel, des Sohnes Elas \u2013 zog der assyrische K\u00f6nig Salmanassar gegen Samaria heran, belagerte es<br>10 und nahm es nach Ablauf von drei Jahren ein; im sechsten Regierungsjahr Hiskias \u2013 das war das neunte Regierungsjahr des K\u00f6nigs Hosea von Israel \u2013 wurde Samaria erobert.<br>11 Der K\u00f6nig von Assyrien f\u00fchrte dann die Israeliten in die Gefangenschaft nach Assyrien und verpflanzte sie nach Halah und an den Habor, den Flu\u00df Gosans, und in die Ortschaften der Meder,<br>12 zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie den Weisungen des HERRN, ihres Gottes, nicht nachgekommen waren und seinen Bund \u00fcbertreten hatten, alles was Mose, der Knecht des HERRN, ihnen geboten hatte: sie hatten weder darauf geh\u00f6rt noch danach getan.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hiskia schickt erfolglos den von Sanherib geforderten Tribut<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Im vierzehnten Regierungsjahr des K\u00f6nigs Hiskia aber zog der assyrische K\u00f6nig Sanherib gegen alle festen St\u00e4dte Judas heran und eroberte sie.<br>14 Da schickte der K\u00f6nig Hiskia von Juda eine Gesandtschaft an den K\u00f6nig von Assyrien nach Lachis und lie\u00df ihm sagen: \u00bbIch habe unrecht getan; ziehe aus meinem Lande wieder ab! Was du mir auferlegst, will ich tragen.\u00ab Da legte der K\u00f6nig von Assyrien dem K\u00f6nige Hiskia von Juda die Zahlung von dreihundert Talenten Silber und drei\u00dfig Talenten Gold auf;<br>15 und Hiskia gab alles Silber hin, das sich im Tempel des HERRN und in den Schatzkammern des k\u00f6niglichen Palastes vorfand.<br>16 Zu jener Zeit lie\u00df Hiskia von den T\u00fcren im Tempel des HERRN und von den Pfeilern, die er selbst mit Goldblech hatte \u00fcberziehen lassen, das Gold abnehmen und gab es dem K\u00f6nig von Assyrien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sanherib l\u00e4\u00dft von Lachis aus die Stadt Jerusalem durch seinen Gro\u00dfwesir (= Oberfeldherrn) h\u00f6hnisch zur \u00dcbergabe auffordern<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Aber der assyrische K\u00f6nig sandte seinen Gro\u00dfwesir und den Oberk\u00e4mmerer und den Obermundschenk mit einem starken Heere von Lachis aus gegen den K\u00f6nig Hiskia nach Jerusalem. Als diese hinaufgezogen und vor Jerusalem angekommen waren, stellten sie sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches auf, der an der Stra\u00dfe nach dem Walkerfeld liegt.<br>18 Als sie nun den K\u00f6nig zu sprechen verlangten, ging der Hausminister Eljakim, der Sohn Hilkias, mit dem Staatsschreiber Sebna und dem Kanzler Joah, dem Sohne Asaphs, zu ihnen hinaus.<br>19 Da sagte der Obermundschenk zu ihnen: \u00bbBerichtet dem Hiskia: So hat der Gro\u00dfk\u00f6nig, der K\u00f6nig von Assyrien, gesprochen: \u203aWorauf beruht denn das feste Vertrauen, das du hegst?<br>20 Meinst du etwa, der Verlauf und Ausgang eines Krieges h\u00e4nge lediglich von Worten ab? Auf wen verl\u00e4\u00dft du dich eigentlich, da\u00df du dich gegen mich emp\u00f6rt hast?<br>21 Nun ja, du verl\u00e4\u00dft dich auf \u00c4gypten, auf diesen eingeknickten Rohrstab, der jedem, welcher sich darauf st\u00fctzt, in die Hand f\u00e4hrt und sie durchbohrt: so erweist sich n\u00e4mlich der Pharao, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, allen denen, die sich auf ihn verlassen.<br>22 Wenn ihr mir aber entgegnen wollt: Auf den HERRN, unsern Gott, verlassen wir uns! \u2013 ist das nicht derselbe, dessen H\u00f6hen(- dienst) und Alt\u00e4re Hiskia beseitigt hat, als er in Juda und Jerusalem den Befehl erlie\u00df: Nur vor dem Altar hier in Jerusalem d\u00fcrft ihr euch niederwerfen?<br>23 Und nun, gehe doch mit meinem Herrn, dem K\u00f6nig von Assyrien, eine Wette ein: ich will dir zweitausend Pferde liefern, ob du wohl imstande bist, die Reiter f\u00fcr sie aufzubringen!<br>24 Wie willst du da den Kampf mit einem einzigen Befehlshaber von den geringsten Dienern meines Herrn aufnehmen? Und doch verl\u00e4\u00dft du dich auf \u00c4gypten um der Wagen und Reiter willen!<br>25 Zudem: bin ich etwa ohne Zutun des HERRN, eures Gottes, gegen diesen Ort herangezogen, um ihn zu verheeren? Der HERR selbst hat mich aufgefordert, gegen dieses Land zu ziehen und es zu verheeren!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sanheribs und seiner Gesandten Hochmut<\/h3>\n\n\n\n<p>26 Hierauf sagten Eljakim, der Sohn Hilkias, und Sebna und Joah zu dem Obermundschenk: \u00bbSprich doch aram\u00e4isch mit deinen Knechten, denn wir verstehen es, und sprich nicht jud\u00e4isch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer steht!\u00ab<br>27 Aber der Obermundschenk erwiderte ihnen: \u00bbHat mich mein Herr etwa nur zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Verhandlungen zu f\u00fchren, und nicht auch zu den M\u00e4nnern, die dort auf der Mauer sitzen, um schlie\u00dflich mit euch zusammen ihren eigenen Kot zu verzehren und ihren Harn zu trinken?\u00ab<br>28 Hierauf trat der Obermundschenk vor und rief mit gehobener Stimme auf jud\u00e4isch die Worte aus: \u00bbVernehmt die Botschaft des Gro\u00dfk\u00f6nigs, des K\u00f6nigs von Assyrien!<br>29 So l\u00e4\u00dft euch der K\u00f6nig sagen: \u203aLa\u00dft euch von Hiskia nicht t\u00e4uschen! Denn er vermag euch nicht aus meiner Gewalt zu erretten;<br>30 auch la\u00dft euch von Hiskia nicht auf Gott den HERRN vertr\u00f6sten, wenn er sagt: Gott der HERR wird uns sicherlich erretten, und unsere Stadt wird nicht in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien fallen!<br>31 H\u00f6rt nicht auf Hiskia! Denn so l\u00e4\u00dft euch der K\u00f6nig von Assyrien sagen: Schlie\u00dft Frieden mit mir und ergebt euch mir! Dann sollt ihr ein jeder von seinem eigenen Weinstock und seinem eigenen Feigenbaum essen und ein jeder das Wasser aus seiner eigenen Zisterne trinken,<br>32 bis ich komme, um euch in ein Land mitzunehmen, das gleich dem eurigen ist, ein Land voll von Getreide und Most, ein Land voll von Brot und Weinbergen, ein Land voll von \u00d6lb\u00e4umen und Honig, damit ihr am Leben bleibt und nicht zu sterben braucht. Aber h\u00f6rt nicht auf Hiskia! Denn er will euch nur bet\u00f6ren, wenn er sagt: Gott der HERR wird uns erretten!<br>33 Hat etwa von den G\u00f6ttern der anderen V\u00f6lker irgendeiner sein Land aus der Gewalt des K\u00f6nigs von Assyrien gerettet?<br>34 Wo sind die G\u00f6tter von Hamath und Arpad? Wo die G\u00f6tter von Sepharwaim, von Hena und Iwwa? Und ebensowenig haben sie Samaria aus meiner Gewalt gerettet.<br>35 Wo ist unter allen G\u00f6ttern der L\u00e4nder ein einziger, der sein Land aus meiner Gewalt gerettet h\u00e4tte, da\u00df jetzt Gott der HERR Jerusalem aus meiner Gewalt erretten sollte?\u2039\u00ab<br>36 Da schwieg das Volk still und antwortete ihm kein Wort; denn es lag ein Befehl des K\u00f6nigs vor, der geboten hatte: \u00bbIhr sollt ihm nicht antworten!\u00ab \u2013<br>37 Hierauf kehrten der Hausminister Eljakim, der Sohn Hilkias, und der Staatsschreiber Sebna und der Kanzler Joah, der Sohn Asaphs, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia zur\u00fcck und berichteten ihm, was der Obermundschenk gesagt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ermutigung Hiskias durch Jesaja<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als nun der K\u00f6nig Hiskia das vernommen hatte, zerri\u00df er seine Kleider, h\u00fcllte sich in Sackleinen und begab sich in den Tempel des HERRN;<br>2 seinen Hausminister Eljakim aber und den Staatsschreiber Sebna samt den vornehmsten Priestern sandte er, ebenfalls in Trauerkleider geh\u00fcllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohne des Amoz.<br>3 Diese sagten zu ihm: \u00bbSo l\u00e4\u00dft Hiskia dir sagen: \u203aEin Tag der Bedr\u00e4ngnis, der Z\u00fcchtigung und Schmach ist der heutige Tag; denn die Kinder sind bis zum Muttermund gekommen, aber es fehlt an Kraft zum Geb\u00e4ren.<br>4 Vielleicht aber wird der HERR, dein Gott, auf alle Worte des Gro\u00dfwesirs h\u00f6ren, den sein Herr, der K\u00f6nig von Assyrien, hergesandt hat, um den lebendigen Gott zu verh\u00f6hnen, und wird ihn f\u00fcr die Worte strafen, die der HERR, dein Gott, geh\u00f6rt hat. So lege denn F\u00fcrbitte ein f\u00fcr den Rest, der noch vorhanden ist!\u2039\u00ab<br>5 Als nun die Diener des K\u00f6nigs Hiskia zu Jesaja gekommen waren,<br>6 sagte dieser zu ihnen: \u00bbBringt eurem Herrn folgenden Bescheid: \u203aSo hat der HERR gesprochen: F\u00fcrchte dich nicht vor den Reden, die du geh\u00f6rt hast, mit denen die Diener des K\u00f6nigs von Assyrien mich geschm\u00e4ht haben!<br>7 Wisse wohl: ich will ihm einen Geist eingeben, da\u00df er, wenn er eine Kunde erh\u00e4lt, in sein Land zur\u00fcckkehrt, und ich will ihn dann in seinem eigenen Lande durch das Schwert umkommen lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zweite Aufforderung Sanheribs durch ein Drohschreiben von Libna aus<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Als hierauf der Gro\u00dfwesir zur\u00fcckgekehrt war, fand er den K\u00f6nig von Assyrien mit der Belagerung von Libna besch\u00e4ftigt; er hatte n\u00e4mlich erfahren, da\u00df jener von Lachis abgezogen war.<br>9 Als (Sanherib) sodann in betreff des \u00e4thiopischen K\u00f6nigs Thirhaka die Nachricht erhielt, dieser sei zum Kriege gegen ihn ausgezogen, sandte er nochmals Boten an Hiskia und lie\u00df ihm sagen:<br>10 \u00bbFolgende Botschaft sollt ihr dem K\u00f6nig Hiskia von Juda \u00fcberbringen: La\u00df dich nicht von deinem Gott t\u00e4uschen, auf den du dein Vertrauen setzt, indem du meinst: \u203aJerusalem wird nicht in die Gewalt des K\u00f6nigs von Assyrien fallen!\u2039<br>11 Du hast doch selbst geh\u00f6rt, wie die K\u00f6nige von Assyrien mit allen L\u00e4ndern verfahren sind, indem sie den Bann an ihnen vollstreckten, und da solltest du gerettet werden?<br>12 Haben etwa die G\u00f6tter der V\u00f6lkerschaften, welche meine V\u00e4ter vernichtet haben, diese V\u00f6lker errettet: Gosan, Haran und Rezeph und die Bewohner von Eden in Thelassar?<br>13 Wo ist der K\u00f6nig von Hamath, der K\u00f6nig von Arpad und der K\u00f6nig von Lair und Sepharwaim, von Hena und Iwwa?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hiskias Bittgebet im Tempel<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Als nun Hiskia das Schreiben aus der Hand der Gesandten in Empfang genommen und es gelesen hatte, ging er in den Tempel des HERRN hinauf und breitete es dort vor dem HERRN aus.<br>15 Alsdann betete Hiskia vor dem HERRN mit den Worten: \u00bbHERR, Gott Israels, der du \u00fcber den Cheruben thronst! Du allein bist der Gott \u00fcber alle Reiche auf Erden; du bist\u2019s, der Himmel und Erde geschaffen hat!<br>16 Neige, HERR, dein Ohr und h\u00f6re! \u00d6ffne deine Augen, HERR, und blicke her! Ja, h\u00f6re die Worte, die Sanherib hier hat sagen lassen, um den lebendigen Gott zu verh\u00f6hnen!<br>17 Es ist allerdings wahr, HERR, da\u00df die K\u00f6nige von Assyrien die V\u00f6lkerschaften und ihr Land verw\u00fcstet<br>18 und deren G\u00f6tter ins Feuer geworfen haben; aber das waren auch keine G\u00f6tter, sondern nur Machwerk von Menschenh\u00e4nden, Holz und Stein: die konnten sie vernichten.<br>19 Nun aber, HERR, unser Gott, rette uns doch aus seiner Hand, damit alle Reiche auf Erden erkennen, da\u00df du, HERR, allein Gott bist!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesaja sendet dem K\u00f6nig Hiskia im Namen Gottes Bescheid auf sein Gebet<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie\u00df ihm sagen: \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWas das Gebet betrifft, das du wegen Sanheribs, des K\u00f6nigs von Assyrien, an mich gerichtet hast, so habe ich es geh\u00f6rt.\u2039<br>21 Folgenden Ausspruch hat der HERR \u00fcber ihn getan: \u203aEs verachtet dich, es spottet deiner die jungfr\u00e4uliche Tochter Zion; hinter dir her sch\u00fcttelt das Haupt die Tochter Jerusalem!<br>22 Wen hast du geschm\u00e4ht und gel\u00e4stert und gegen wen deine Stimme erhoben und deine Augen hochm\u00fctig emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels!<br>23 Durch den Mund deiner Gesandten hast du den HERRN geschm\u00e4ht und hast gesagt: Mit meiner Kriegswagen Menge ersteige ich die H\u00f6hen der Berge, den obersten Gipfel des Libanon; ich haue nieder den Hochwald seiner Zedern, die Auslese seiner Zypressen, und dringe vor bis zu seinem obersten Gipfel, in seinen dichtesten Baumgarten.<br>24 Ich grabe den Erdboden auf und trinke Wasser und mache andrerseits mit der Sohle meiner F\u00fc\u00dfe versiegen alle Nilarme \u00c4gyptens! \u2013<br>25 Hast du es nicht geh\u00f6rt? Von lange her habe ich es festgesetzt und seit den Tagen der Vorzeit es vorbereitet, nunmehr aber es eintreten lassen, da\u00df du feste St\u00e4dte zu w\u00fcsten Steinhaufen verheeren solltest,<br>26 und ihre Bewohner, deren Arm zu kurz war, sollten erschreckt dastehen und zuschanden werden, sollten wie Kraut des Feldes und gr\u00fcnender Rasen sein, wie Gras auf den D\u00e4chern und wie Getreide, das versengt ist, ehe es aufschie\u00dft (?).<br>27 Mir ist dein Aufstehen und dein Sitzen offenbar (?), dein Gehen und Kommen kenne ich wohl, auch dein Toben wider mich.<br>28 Weil du nun wider mich tobst und dein Gro\u00dftun zu meinen Ohren aufgestiegen ist, will ich dir meinen Ring in die Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und will dich auf dem Wege zur\u00fcckkehren lassen, auf dem du hergekommen bist.\u2039<br>29 Folgendes aber m\u00f6ge dir, Hiskia, als Wahrzeichen dienen: In diesem Jahr wird man den Brachwuchs essen und im n\u00e4chsten Jahre den Wurzelwuchs; im dritten Jahre aber sollt ihr s\u00e4en und ernten, sollt ihr Weinberge anlegen und ihren Ertrag genie\u00dfen.<br>30 Was dann vom Hause Juda entronnen und als Rest \u00fcbriggeblieben ist, wird aufs neue unten Wurzel treiben und oben Fr\u00fcchte tragen;<br>31 denn von Jerusalem wird ein \u00dcberrest ausgehen und eine Schar Entronnener vom Berge Zion; der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies vollf\u00fchren!<br>32 Darum hat der HERR in bezug auf den K\u00f6nig von Assyrien so gesprochen: \u203aEr soll nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil hineinschie\u00dfen; er soll mit keinem Schild gegen sie anr\u00fccken und keinen Wall gegen sie auff\u00fchren!<br>33 Nein, auf dem Wege, auf dem er gekommen ist, soll er zur\u00fcckkehren und in diese Stadt nicht eindringen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>34 \u203aJa, ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu erretten, um meiner selbst willen und um meines Knechtes David willen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung: Sanheribs Abzug und Ermordung<\/h3>\n\n\n\n<p>35 In derselben Nacht aber ging der Engel des HERRN aus und lie\u00df im Lager der Assyrer 185000 Mann sterben; und als man am Morgen fr\u00fch aufstand, fand man sie alle tot als Leichen vor.<br>36 Da brach Sanherib, der K\u00f6nig von Assyrien, auf und zog ab; er kehrte nach Hause zur\u00fcck und nahm seinen Wohnsitz in Ninive.<br>37 Als er aber dort (einmal) im Tempel seines Gottes Nisroch anbetete, erschlugen ihn seine S\u00f6hne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; sie entflohen dann ins Land Ararat, und sein Sohn Esarhaddon folgte ihm als K\u00f6nig in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hiskias Krankheit und Genesung; die Gesandtschaft aus Babylon<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als Hiskia in jenen Tagen auf den Tod erkrankte, begab sich der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, zu ihm und sagte zu ihm: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aBestelle dein Haus, denn du mu\u00dft sterben und wirst nicht wieder gesund werden!\u2039\u00ab<br>2 Da kehrte er sein Gesicht gegen die Wand hin und betete zum HERRN:<br>3 \u00bbAch, HERR! Denke doch daran, wie ich in Treue und mit ungeteiltem Herzen vor deinem Angesicht gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgef\u00e4llt!\u00ab Hierauf brach Hiskia in heftiges Weinen aus.<br>4 Als nun Jesaja den inneren Vorhof des Palastes noch nicht verlassen hatte, da erging das Wort des HERRN an ihn folgenderma\u00dfen:<br>5 \u00bbKehre um und sage zu Hiskia, dem F\u00fcrsten meines Volks: So hat der HERR, der Gott deines Ahnherrn David, gesprochen: \u203aIch habe dein Gebet geh\u00f6rt und deine Tr\u00e4nen gesehen; so will ich dich denn wieder gesund werden lassen: schon \u00fcbermorgen sollst du zum Tempel des HERRN hinaufgehen!<br>6 Ich will dann zu deinen Lebenstagen noch f\u00fcnfzehn Jahre hinzuf\u00fcgen; dazu will ich dich und diese Stadt aus der Gewalt des K\u00f6nigs von Assyrien erretten und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.\u2039\u00ab<br>7 Darauf sagte Jesaja: \u00bbBringt ein Feigenpflaster her!\u00ab Da holten sie ein solches und legten es auf das Geschw\u00fcr: da wurde er gesund.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das g\u00f6ttliche Wunderzeichen an der Sonnenuhr<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Als Hiskia aber Jesaja fragte: \u00bbWelches ist das Wahrzeichen daf\u00fcr, da\u00df der HERR mich heilen wird und da\u00df ich \u00fcbermorgen zum Tempel des HERRN hinaufgehen kann?\u00ab<br>9 Da antwortete Jesaja: \u00bbFolgendes soll dir von seiten des HERRN als Wahrzeichen daf\u00fcr dienen, da\u00df der HERR die Verhei\u00dfung erf\u00fcllen wird, die er gegeben hat: Soll der Schatten zehn Stufen vorw\u00e4rts oder zehn Stufen r\u00fcckw\u00e4rts gehen?\u00ab<br>10 Hiskia antwortete: \u00bbEs w\u00e4re f\u00fcr den Schatten ein leichtes, zehn Stufen hinabzusteigen; nein, der Schatten soll zehn Stufen wieder r\u00fcckw\u00e4rts gehen!\u00ab<br>11 Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an, und dieser lie\u00df den Schatten an den Stufen, welche (die Sonne) auf den Stufen des Sonnenzeigers des Ahas bereits hinabgestiegen war, um zehn Stufen r\u00fcckw\u00e4rts gehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesandtschaft Merodach-Baladans aus Babylon<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Zu jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der K\u00f6nig von Babylon, ein Schreiben und ein Geschenk an Hiskia; er hatte n\u00e4mlich geh\u00f6rt, da\u00df Hiskia krank gewesen war.<br>13 Hiskia h\u00f6rte sie (die Gesandten) gern an und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus: das Silber und das Gold, die Spezereien und das kostbare \u00d6l, sein ganzes Zeughaus und \u00fcberhaupt alles, was sich in seinen Schatzh\u00e4usern vorfand; es gab nichts in seinem Palast und im ganzen Bereich seiner Herrschaft, was Hiskia ihnen nicht gezeigt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jesajas Strafrede \u00fcber die unvorsichtige Prunksucht des K\u00f6nigs und seine Weissagung \u00fcber die babylonische Gefangenschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Da begab sich der Prophet Jesaja zum K\u00f6nig Hiskia und fragte ihn: \u00bbWas haben diese M\u00e4nner gewollt, und woher sind sie gekommen?\u00ab Hiskia antwortete: \u00bbAus einem fernen Lande sind sie gekommen, aus Babylon.\u00ab<br>15 Darauf fragte jener: \u00bbWas haben sie in deinem Palast zu sehen bekommen?\u00ab Hiskia antwortete: \u00bbAlles, was in meinem Palast ist, haben sie zu sehen bekommen; es gibt in meinen Schatzh\u00e4usern nichts, was ich ihnen nicht gezeigt h\u00e4tte.\u00ab<br>16 Da sagte Jesaja zu Hiskia: \u00bbVernimm das Wort des HERRN:<br>17 \u203aWisse wohl: es kommt die Zeit, da wird alles, was in deinem Palast vorhanden ist und was an Sch\u00e4tzen deine V\u00e4ter bis zum heutigen Tage aufgeh\u00e4uft haben, nach Babylon weggebracht werden; nichts wird zur\u00fcckbleiben!\u2039 \u2013 so hat der HERR gesprochen \u2013;<br>18 \u203aund von deinen leiblichen S\u00f6hnen, die dir geboren werden, wird man einige nehmen, damit sie im Palast des K\u00f6nigs von Babylon als K\u00e4mmerlinge dienen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hiskias gottergebene, aber reuelose Antwort<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Da antwortete Hiskia dem Jesaja: \u00bbG\u00fctig ist das Wort des HERRN, das du mir mitgeteilt hast!\u00ab Er dachte n\u00e4mlich: \u00bbNun gut: es wird ja doch Friede und Sicherheit herrschen, solange ich lebe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlu\u00dfwort zur Geschichte Hiskias<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Die \u00fcbrige Geschichte Hiskias aber und alle seine Herrschermacht und wie er den Teich und die Wasserleitung angelegt und das Wasser in die Stadt geleitet hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>21 Als Hiskia sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt hatte, folgte ihm sein Sohn Manasse als K\u00f6nig in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im Alter von zw\u00f6lf Jahren wurde Manasse K\u00f6nig und regierte f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Jahre in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Hephziba.<br>2 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, im Anschlu\u00df an den greuelhaften G\u00f6tzendienst der heidnischen V\u00f6lker, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.<br>3 Er baute die H\u00f6hen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerst\u00f6rt hatte, errichtete dem Baal Alt\u00e4re, lie\u00df ein Standbild der Aschera herstellen, wie es der K\u00f6nig Ahab von Israel getan hatte, betete das ganze Sternenheer des Himmels an und erwies ihnen Verehrung.<br>4 Er erbaute sogar Alt\u00e4re im Tempel des HERRN, von dem doch der HERR gesagt hatte: \u00bbIn Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen\u00ab;<br>5 und zwar erbaute er dem ganzen Sternenheer des Himmels Alt\u00e4re in den beiden Vorh\u00f6fen des Tempels des HERRN.<br>6 Auch lie\u00df er seinen eigenen Sohn als Brandopfer verbrennen, trieb Zauberei und Wahrsagerei und bestellte Totenbeschw\u00f6rer und Zeichendeuter: er tat gar vieles, was dem HERRN mi\u00dffiel und ihn zum Zorn reizen mu\u00dfte.<br>7 Das geschnitzte Astartebild, das er hatte anfertigen lassen, stellte er sogar im Tempel auf, von dem doch der HERR zu David und dessen Sohne Salomo gesagt hatte (2.K\u00f6n 8,29; 9,3): \u00bbIn diesem Hause und in Jerusalem, das ich aus allen St\u00e4mmen Israels erw\u00e4hlt habe, will ich meinen Namen f\u00fcr ewige Zeiten wohnen lassen;<br>8 und ich will den Fu\u00df Israels fortan nicht wieder wandern lassen aus dem Lande, das ich ihren V\u00e4tern gegeben habe, wofern sie nur darauf bedacht sind, alles zu tun, wie ich es ihnen geboten habe, n\u00e4mlich ganz nach dem Gesetz (zu leben), das mein Knecht Mose ihnen geboten hat.\u00ab<br>9 Aber sie gehorchten nicht; und Manasse verleitete sie dazu, es noch \u00e4rger zu treiben als die heidnischen V\u00f6lker, welche der HERR vor den Israeliten vertilgt hatte.<br>10 Da lie\u00df sich der HERR durch den Mund seiner Knechte, der Propheten, so vernehmen:<br>11 \u00bbWeil Manasse, der K\u00f6nig von Juda, diese Greuel ver\u00fcbt hat, die \u00e4rger sind als alles, was die Amoriter vordem getan haben; und weil er auch Juda durch seinen G\u00f6tzendienst zur S\u00fcnde verf\u00fchrt hat,<br>12 darum hat der HERR, der Gott Israels, so gesprochen: \u203aWisset wohl: ich will Ungl\u00fcck \u00fcber Jerusalem und Juda kommen lassen, da\u00df allen, die davon h\u00f6ren, beide Ohren gellen sollen!<br>13 Und zwar will ich \u00fcber Jerusalem die Me\u00dfschnur ziehen wie (vordem) \u00fcber Samaria und will die Setzwaage stellen wie beim Hause Ahabs, und ich will Jerusalem ausscheuern, wie man eine Sch\u00fcssel ausscheuert und sie nach dem Ausscheuern auf ihre Oberseite umkehrt.<br>14 Und ich will den \u00dcberrest meines Eigentumsvolkes versto\u00dfen und sie in die Gewalt ihrer Feinde fallen lassen, da\u00df sie allen ihren Feinden zum Raub und zur Beute werden sollen,<br>15 zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie getan haben, was mir mi\u00dff\u00e4llt, und mich immerfort zum Zorn gereizt haben seit der Zeit, wo ihre V\u00e4ter aus \u00c4gypten ausgezogen sind, bis auf den heutigen Tag!\u2039\u00ab<br>16 Auch sehr viel unschuldiges Blut vergo\u00df Manasse, so da\u00df er Jerusalem damit bis oben an den Rand anf\u00fcllte, abgesehen von der S\u00fcnde, zu der er Juda verf\u00fchrte, das zu tun, was dem HERRN mi\u00dffiel.<br>17 Die \u00fcbrige Geschichte Manasses aber und alles, was er unternommen, und seine Vers\u00fcndigung, die er begangen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda. \u2013<br>18 Als Manasse sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt und man ihn im Garten seines Palastes, im Garten Ussas begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Amon als K\u00f6nig in der Regierung nach.<br>19 Im Alter von zweiundzwanzig Jahren wurde Amon K\u00f6nig, und zwei Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Mesullameth und war die Tochter des Haruz von Jotba.<br>20 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, wie sein Vater Manasse getan hatte,<br>21 und wandelte ganz auf dem Wege, den sein Vater gewandelt war: er verehrte die G\u00f6tzen, die sein Vater verehrt hatte, und betete sie an;<br>22 aber vom HERRN, dem Gott seiner V\u00e4ter, wandte er sich ab und wandelte nicht auf dem Wege des HERRN.<br>23 Da verschworen sich seine eigenen Diener gegen ihn und ermordeten den K\u00f6nig in seinem Palaste;<br>24 die Landbev\u00f6lkerung aber erschlug alle, die an der Verschw\u00f6rung gegen den K\u00f6nig Amon teilgenommen hatten, und erhob dann seinen Sohn Josia zu seinem Nachfolger auf dem Throne.<br>25 Die \u00fcbrige Geschichte Amons aber, alles was er unternommen hat, findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>26 Als man ihn aber in seinem Begr\u00e4bnis im Garten Ussas begraben hatte, folgte ihm sein Sohn Josia als K\u00f6nig in der Regierung nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im Alter von acht Jahren wurde Josia K\u00f6nig, und einunddrei\u00dfig Jahre regierte er in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Jedida und war die Tochter Adajas von Bozkath.<br>2 Er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte ganz auf dem Wege seines Ahnherrn David, ohne nach rechts oder nach links davon abzuweichen.<br>3 In seinem achtzehnten Regierungsjahre aber sandte der K\u00f6nig Josia den Staatsschreiber Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, in den Tempel des HERRN mit der Weisung:<br>4 \u00bbGehe zum Hohenpriester Hilkia hinauf, er soll das Geld aussch\u00fctten, das in den Tempel des HERRN gebracht worden ist und das die Schwellenh\u00fcter vom Volk eingesammelt haben;<br>5 man soll es dann den Werkf\u00fchrern einh\u00e4ndigen, die am Tempel des HERRN zu Aufsehern bestellt sind, damit diese es den Arbeitern auszahlen, die am Tempel des HERRN mit der Ausbesserung der Sch\u00e4den des Tempels besch\u00e4ftigt sind,<br>6 den Zimmerleuten, Bauleuten und Maurern sowie f\u00fcr den Ankauf von H\u00f6lzern und behauenen Steinen zur Instandsetzung des Tempels.<br>7 Doch soll \u00fcber das Geld, das man ihnen einh\u00e4ndigt, keine Verrechnung mit ihnen stattfinden; denn sie handeln auf Treu und Glauben.\u00ab<br>8 Da sagte dann der Hohepriester Hilkia zum Staatsschreiber Saphan: \u00bbIch habe das Gesetzbuch im Tempel des HERRN gefunden\u00ab; damit \u00fcbergab Hilkia dem Saphan das Buch, und er las es.<br>9 Als hierauf der Staatsschreiber Saphan zum K\u00f6nige kam und diesem Bericht erstattet hatte mit den Worten: \u00bbDeine Knechte haben das Geld, das sich im Tempel vorfand, ausgesch\u00fcttet und es den Werkf\u00fchrern eingeh\u00e4ndigt, die am Tempel des HERRN zu Aufsehern bestellt sind\u00ab,<br>10 machte der Staatsschreiber Saphan dem K\u00f6nige noch die Mitteilung: \u00bbDer Priester Hilkia hat mir ein Buch \u00fcbergeben\u00ab, und Saphan las es dem K\u00f6nige vor.<br>11 Als nun der K\u00f6nig den Inhalt des Gesetzbuches vernommen hatte, zerri\u00df er seine Kleider<br>12 und gab sodann dem Priester Hilkia und Ahikam, dem Sohne Saphans, und Achbor, dem Sohne Michajas, und dem Staatsschreiber Saphan und Asaja, dem Leibdiener des K\u00f6nigs, folgenden Befehl:<br>13 \u00bbGeht hin und befragt den HERRN f\u00fcr mich und f\u00fcr das Volk und f\u00fcr ganz Juda in betreff des Inhalts dieses Buches, das man aufgefunden hat! Denn gro\u00df ist der Grimm des HERRN, der gegen uns entbrannt ist, weil unsere V\u00e4ter den Weisungen dieses Buches nicht gehorcht haben, um das genau zu befolgen, was darin geschrieben steht.\u00ab<br>14 Da begab sich der Priester Hilkia mit Ahikam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau des Kleiderh\u00fcters Sallum, des Sohnes Thikwas, des Sohnes Harhas; die wohnte zu Jerusalem im zweiten Bezirk. Als sie sich mit ihr besprachen,<br>15 sagte sie zu ihnen: \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aSagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:<br>16 So hat der HERR gesprochen: \u203aWisset wohl: ich will Ungl\u00fcck \u00fcber diesen Ort und seine Bewohner kommen lassen, n\u00e4mlich alle Drohungen des Buches, das der K\u00f6nig von Juda gelesen hat.<br>17 Zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie mich verlassen und anderen G\u00f6ttern geopfert haben, um mich mit all dem Machwerk ihrer H\u00e4nde zum Zorn zu reizen, soll mein Grimm gegen diesen Ort entbrennen und nicht wieder erl\u00f6schen!\u2039<br>18 Aber zum K\u00f6nig von Juda, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu dem sollt ihr so sagen: \u203aSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: Was die Drohungen betrifft, die du vernommen hast:<br>19 weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN gedem\u00fctigt hast, als du vernahmst, was ich diesem Ort und seinen Bewohnern angedroht habe, da\u00df sie n\u00e4mlich zu einem abschreckenden Beispiel und zu einem Fluch werden sollen, und weil du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich dir Geh\u00f6r geschenkt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>20 \u203aDarum wisse wohl: ich will dich zu deinen V\u00e4tern versammeln, da\u00df du in Frieden in deine Grabst\u00e4tte gebracht wirst, und deine Augen sollen all das Ungl\u00fcck, das ich \u00fcber diesen Ort bringen werde, nicht zu sehen bekommen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als sie nun dem K\u00f6nig Bericht erstattet hatten, sandte der K\u00f6nig Boten aus, da\u00df sie alle \u00c4ltesten von Juda und Jerusalem bei ihm versammelten.<br>2 Hierauf ging der K\u00f6nig zum Tempel des HERRN hinauf und mit ihm alle M\u00e4nner von Juda und alle Bewohner Jerusalems, auch die Priester und die Propheten, \u00fcberhaupt das ganze Volk, klein und gro\u00df; und er las ihnen den ganzen Inhalt des Bundesbuches vor, das man im Tempel des HERRN gefunden hatte.<br>3 Hierauf trat der K\u00f6nig an die S\u00e4ule und schlo\u00df den Bund vor dem HERRN, da\u00df sie dem HERRN nachwandeln und seine Gebote, seine Verordnungen und seine Satzungen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele beobachten wollten, um so den Bestimmungen dieses Bundes, die in diesem Buche geschrieben standen, Geltung zu verschaffen. Und das gesamte Volk trat dem Bunde bei.<br>4 Hierauf befahl der K\u00f6nig dem Hohenpriester Hilkia und den Priestern zweiter Ordnung und den Schwellenh\u00fctern, alle Ger\u00e4te, die f\u00fcr Baal und Astarte und f\u00fcr das ganze Sternenheer des Himmels angefertigt worden waren, aus dem Tempel des HERRN hinauszuschaffen; er lie\u00df sie dann au\u00dferhalb Jerusalems auf den Feldern am Kidron verbrennen und ihre Asche nach Bethel bringen.<br>5 Sodann setzte er die G\u00f6tzenpriester ab, welche die K\u00f6nige von Juda eingesetzt hatten und die auf den H\u00f6hen in den Ortschaften Judas und in der Umgegend von Jerusalem geopfert, sowie die, welche dem Baal, der Sonne und dem Monde, den Bildern des Tierkreises und dem ganzen Sternenheer des Himmels Opfer dargebracht hatten.<br>6 Ferner lie\u00df er das Standbild der Aschera aus dem Tempel des HERRN hinaus vor die Tore Jerusalems in das Kidrontal schaffen und es dort verbrennen und zu Staub zerstampfen und den Staub davon auf die Gr\u00e4ber der gemeinen Leute werfen.<br>7 Sodann lie\u00df er die Stuben der Heiligtumsbuhler niederrei\u00dfen, die sich im Tempel des HERRN befanden und in denen die Weiber H\u00fcllen f\u00fcr Astarte zu weben pflegten.<br>8 Weiter lie\u00df er alle Priester aus den Ortschaften Judas kommen und die H\u00f6hen entweihen, auf denen die Priester geopfert hatten, von Geba bis Beerseba; auch lie\u00df er die H\u00f6hen der Bocksgestalten niederrei\u00dfen, die am Eingang des Tores des Stadthauptmannes Josua auf der linken Seite standen, wenn man zum Stadttor hineinging.<br>9 Doch durften die H\u00f6henpriester nicht den Opferdienst auf dem Altar des HERRN in Jerusalem versehen, wohl aber a\u00dfen sie die unges\u00e4uerten Brote inmitten ihrer Amtsbr\u00fcder.<br>10 Auch die Greuelst\u00e4tte, die im Tal Ben-Hinnom lag, lie\u00df er entweihen, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch als Brandopfer darbr\u00e4chte.<br>11 Ferner lie\u00df er die Rosse beseitigen, welche die K\u00f6nige von Juda zu Ehren des Sonnengottes am Eingang zum Tempel des HERRN in der Richtung nach der Zelle des K\u00e4mmerers Nethan-Melech, im Parwarim aufgestellt hatten, und lie\u00df den Sonnenwagen im Feuer verbrennen.<br>12 Auch die Alt\u00e4re, die auf dem Dach, dem S\u00f6ller des Ahas, standen und von den K\u00f6nigen von Juda herr\u00fchrten, sowie die Alt\u00e4re, welche Manasse in den beiden Vorh\u00f6fen des Tempels des HERRN errichtet hatte, lie\u00df der K\u00f6nig niederrei\u00dfen und zerschlagen und den Schutt von ihnen in das Kidrontal werfen.<br>13 Auch die H\u00f6hen, die \u00f6stlich von Jerusalem, s\u00fcdlich vom Unheilsberge lagen, die der K\u00f6nig Salomo von Israel zu Ehren der Astarte, des greulichen G\u00f6tzen der Sidonier, und f\u00fcr Kamos, das Scheusal der Moabiter, und f\u00fcr Milkom, den greulichen G\u00f6tzen der Ammoniter, errichtet hatte, lie\u00df der K\u00f6nig entweihen;<br>14 ebenso zertr\u00fcmmerte er die Malsteine und lie\u00df die G\u00f6tzenb\u00e4ume umhauen und ihren Platz mit Menschengebeinen anf\u00fcllen.<br>15 Aber auch den Altar zu Bethel, die H\u00f6he, welche Jerobeam, der Sohn Nebats, der Israel zur S\u00fcnde verf\u00fchrte, hergestellt hatte, auch diesen Altar samt der H\u00f6he lie\u00df er niederrei\u00dfen; er verw\u00fcstete die H\u00f6he mit Feuer, zermalmte sie zu Staub und verbrannte das Standbild der Aschera.<br>16 Als Josia dabei umherblickte und die Gr\u00e4ber dort am Bergabhang wahrnahm, sandte er Leute hin, lie\u00df die Gebeine aus den Gr\u00e4bern herausnehmen und auf dem Altar verbrennen und entweihte ihn auf diese Weise gem\u00e4\u00df der Drohung des HERRN, die der Gottesmann einst ausgesprochen hatte, der diese Dinge voraussagte (1.K\u00f6n 13,2).<br>17 Als er dann fragte: \u00bbWas ist das f\u00fcr ein Grabmal, das ich dort sehe?\u00ab, antworteten ihm die Leute der Stadt: \u00bbDas ist das Grab des Gottesmannes, der aus Juda gekommen war und das angesagt hat, was du jetzt am Altar von Bethel getan hast.\u00ab<br>18 Da befahl er: \u00bbLa\u00dft ihn liegen, niemand st\u00f6re seine Gebeine in ihrer Ruhe!\u00ab So lie\u00df man denn seine Gebeine unversehrt samt den Gebeinen des Propheten, der aus Samaria war. \u2013<br>19 Au\u00dferdem beseitigte Josia auch alle H\u00f6henheiligt\u00fcmer, die sich in den Ortschaften Samarias befanden und die von den israelitischen K\u00f6nigen angelegt waren, um (den HERRN) zum Zorn zu reizen; er verfuhr mit ihnen gerade so, wie er zu Bethel verfahren war.<br>20 Alle H\u00f6henpriester aber, die daselbst waren, lie\u00df er auf den Alt\u00e4ren schlachten und Menschengebeine darauf verbrennen; alsdann kehrte er nach Jerusalem zur\u00fcck.<br>21 Hierauf lie\u00df der K\u00f6nig folgenden Befehl an das ganze Volk ergehen: \u00bbFeiert das Passahfest zu Ehren des HERRN, eures Gottes, so wie es in diesem Bundesbuche geschrieben steht!\u00ab<br>22 Denn ein solches Passah wie dieses war nicht gefeiert worden seit der Zeit der Richter, die in Israel gewaltet hatten, und w\u00e4hrend der ganzen Zeit der K\u00f6nige von Israel und der K\u00f6nige von Juda;<br>23 vielmehr erst im achtzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Josia wurde dieses Passah zu Ehren des HERRN in Jerusalem begangen.<br>24 Au\u00dferdem rottete Josia auch die Totenbeschw\u00f6rer und Zeichendeuter, die Hausg\u00f6tter (1.Mose 31,19; 1.Sam 19,13) und die G\u00f6tzen, \u00fcberhaupt alle Abg\u00f6tter aus, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, um den Bestimmungen des Gesetzes nachzukommen, die in dem Buch, das der Priester Hilkia im Tempel des HERRN gefunden hatte, geschrieben standen.<br>25 Und seinesgleichen hat es vor ihm keinen K\u00f6nig gegeben, der sich so von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller seiner Kraft dem HERRN ganz nach dem mosaischen Gesetze zugewandt h\u00e4tte, und auch nach ihm ist keiner seinesgleichen erstanden.<br>26 Gleichwohl lie\u00df der HERR von der gewaltigen Glut seines Zornes nicht ab, weil sein Zorn einmal gegen Juda entbrannt war wegen all der \u00c4rgernisse, durch die Manasse ihn erbittert hatte.<br>27 Daher sprach der HERR: \u00bbAuch Juda will ich mir aus den Augen schaffen, wie ich Israel versto\u00dfen habe, und will diese Stadt verwerfen, die ich einst erw\u00e4hlt hatte, Jerusalem, und das Haus, von dem ich einst gesagt hatte, mein Name solle daselbst wohnen.\u00ab<br>28 Die \u00fcbrige Geschichte Josias aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>29 W\u00e4hrend seiner Regierung zog der Pharao Necho, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, gegen den K\u00f6nig von Assyrien zu Felde an den Euphratstrom. Der K\u00f6nig Josia zog ihm entgegen, aber (Necho) t\u00f6tete ihn bei Megiddo, sobald er seiner ansichtig geworden war.<br>30 Da fuhren seine Diener ihn zu Wagen tot von Megiddo hinweg, brachten ihn nach Jerusalem und setzten ihn in seiner Grabst\u00e4tte bei. Die Landbev\u00f6lkerung nahm dann Joahas, den Sohn Josias, salbte ihn und machte ihn zum K\u00f6nig an seines Vaters Statt.<br>31 Im Alter von dreiundzwanzig Jahren wurde Joahas K\u00f6nig und regierte drei Monate in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Hamutal und war die Tochter Jeremias von Libna.<br>32 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, ganz so wie seine V\u00e4ter getan hatten.<br>33 Der Pharao Necho aber lie\u00df ihn zu Ribla in der Landschaft Hamath ins Gef\u00e4ngnis werfen, damit er nicht l\u00e4nger K\u00f6nig in Jerusalem w\u00e4re, und legte dem Lande eine Geldbu\u00dfe von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold auf.<br>34 Sodann machte der Pharao Necho Eljakim, den Sohn Josias, zum K\u00f6nig an Stelle seines Vaters Josia und \u00e4nderte seinen Namen in Jojakim ab; den Joahas aber nahm er mit sich; so kam dieser nach \u00c4gypten und starb daselbst.<br>35 Das Silber und das Gold lieferte Jojakim dem Pharao ab, mu\u00dfte jedoch seinem Lande eine besondere Steuer auferlegen, um das Geld nach der Forderung des Pharaos zahlen zu k\u00f6nnen: je nachdem ein jeder abgesch\u00e4tzt worden war, trieb er das Silber und das Gold von der Bev\u00f6lkerung des Landes ein, um es dann dem Pharao Necho zu \u00fcbergeben.<br>36 Im Alter von f\u00fcnfundzwanzig Jahren wurde Jojakim K\u00f6nig und regierte elf Jahre in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Sebudda und war die Tochter Pedajas aus Ruma.<br>37 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, ganz so wie seine V\u00e4ter getan hatten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 W\u00e4hrend seiner Regierung kam Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, herangezogen, und Jojakim wurde ihm drei Jahre lang untertan, fiel dann aber wieder von ihm ab.<br>2 Da lie\u00df Gott der HERR die Kriegsscharen der Chald\u00e4er und der Syrer sowie die Scharen der Moabiter und der Ammoniter gegen ihn heranziehen; die lie\u00df er in Juda einfallen, um es zugrunde zu richten, gem\u00e4\u00df der Drohung, die der HERR durch den Mund seiner Knechte, der Propheten, hatte aussprechen lassen.<br>3 Nur nach dem Ausspruch des HERRN ist dies Unheil \u00fcber Juda hereingebrochen, damit er es sich aus den Augen schaffte wegen der S\u00fcnden Manasses, infolge alles dessen, was er ver\u00fcbt hatte;<br>4 besonders auch das unschuldige Blut, das er vergossen hatte, so da\u00df er Jerusalem mit unschuldigem Blut anf\u00fcllte, auch das wollte der HERR nicht vergeben.<br>5 Die \u00fcbrige Geschichte Jojakims aber und alles, was er unternommen hat, das findet sich bekanntlich aufgezeichnet im Buch der Denkw\u00fcrdigkeiten der K\u00f6nige von Juda.<br>6 Als Jojakim sich dann zu seinen V\u00e4tern gelegt hatte, folgte ihm sein Sohn Jojachin als K\u00f6nig in der Regierung nach.<br>7 Der K\u00f6nig von \u00c4gypten aber unternahm fortan keinen Kriegszug mehr aus seinem Lande; denn der K\u00f6nig von Babylon hatte alles in Besitz genommen, was dem K\u00f6nig von \u00c4gypten geh\u00f6rt hatte, vom Bach \u00c4gyptens an bis zum Euphratstrom.<br>8 Im Alter von achtzehn Jahren wurde Jojachin K\u00f6nig und regierte drei Monate in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Nehustha und war die Tochter Elnathans aus Jerusalem.<br>9 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, ganz so wie sein Vater getan hatte.<br>10 Zu jener Zeit zogen die Heerf\u00fchrer Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, gegen Jerusalem heran, und die Stadt wurde eingeschlossen.<br>11 Als dann Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, selbst vor der Stadt ankam, w\u00e4hrend seine Heerf\u00fchrer sie belagerten,<br>12 ging Jojachin, der K\u00f6nig von Juda, zum K\u00f6nig von Babylon hinaus, er mit seiner Mutter, seinen Hofbeamten, seinen Heeresobersten und seinen K\u00e4mmerlingen, und der K\u00f6nig von Babylon nahm ihn im achten Jahre seiner Regierung gefangen.<br>13 Er lie\u00df dann alle Sch\u00e4tze des Tempels des HERRN und die Sch\u00e4tze des k\u00f6niglichen Palastes von dort wegbringen und brach den Metallbeschlag von allen goldenen Ger\u00e4ten ab, die Salomo, der K\u00f6nig von Israel, f\u00fcr den Tempel des HERRN hatte anfertigen lassen: wie der HERR es angek\u00fcndigt hatte.<br>14 Ganz Jerusalem aber f\u00fchrte er in die Gefangenschaft: alle hohen Beamten und alle kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner, zehntausend Gefangene, dazu alle Schmiede und Schlosser: nichts blieb zur\u00fcck au\u00dfer der niederen Bev\u00f6lkerung des Landes.<br>15 Auch Jojachin f\u00fchrte er nach Babylon in die Gefangenschaft, ebenso die Mutter des K\u00f6nigs und die k\u00f6niglichen Frauen; auch seine K\u00e4mmerlinge und die vornehmsten M\u00e4nner des Landes f\u00fchrte er als Gefangene von Jerusalem weg nach Babylon;<br>16 dazu alle kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner, siebentausend an Zahl, ferner die Schmiede und Schlosser, tausend an Zahl, lauter kriegst\u00fcchtige, streitbare M\u00e4nner; die brachte der K\u00f6nig von Babylon als Gefangene nach Babylon.<br>17 Hierauf machte der K\u00f6nig von Babylon Matthanja, den Oheim Jojachins, zum K\u00f6nig an dessen Stelle und \u00e4nderte seinen Namen in Zedekia ab.<br>18 Im Alter von einundzwanzig Jahren kam Zedekia auf den Thron und regierte elf Jahre in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Hamutal und war die Tochter Jeremias aus Libna.<br>19 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, ganz wie Jojakim getan hatte.<br>20 Denn infolge des Zornes des HERRN kam es mit Jerusalem und Juda dahin, da\u00df der HERR sie von seinem Angesicht verstie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. K\u00f6nige Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als Zedekia aber vom K\u00f6nig von Babylon abgefallen war, da \u2013 es war im neunten Jahre seiner Regierung, am zehnten Tage des zehnten Monats \u2013 kam Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, in eigener Person mit seiner ganzen Heeresmacht gegen Jerusalem herangezogen und belagerte es. Man f\u00fchrte rings um die Stadt Belagerungswerke auf,<br>2 und die Stadt blieb dann eingeschlossen bis ins elfte Jahr der Regierung Zedekias.<br>3 Am neunten Tage des (vierten) Monats, als die Hungersnot in der Stadt \u00fcberm\u00e4chtig geworden war und die Landbev\u00f6lkerung kein Brot mehr hatte,<br>4 da wurde die Stadtmauer durchbrochen, und alle Kriegsleute ergriffen nachts die Flucht auf dem Wege durch das Tor zwischen den beiden Mauern, das am K\u00f6nigsgarten liegt, w\u00e4hrend die Chald\u00e4er noch rings um die Stadt her lagen; und man wandte sich dann der Jordanebene zu.<br>5 Aber das Heer der Chald\u00e4er setzte dem K\u00f6nige nach und holte ihn in den Steppen von Jericho ein, nachdem sein ganzes Heer sich zerstreut und ihn verlassen hatte.<br>6 So wurde denn der K\u00f6nig gefangengenommen und zum K\u00f6nig von Babylon nach Ribla hinaufgef\u00fchrt, wo man Gericht \u00fcber ihn hielt.<br>7 Die S\u00f6hne Zedekias lie\u00df er vor dessen Augen grausam hinrichten; Zedekia aber lie\u00df er blenden und in Ketten legen; dann brachte man ihn nach Babylon.<br>8 Am siebten Tage des f\u00fcnften Monats aber \u2013 das war das neunzehnte Regierungsjahr des K\u00f6nigs Nebukadnezar, des K\u00f6nigs von Babylon \u2013 kam Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, der dem K\u00f6nige von Babylon besonders nahe stand, nach Jerusalem<br>9 und verbrannte den Tempel des HERRN sowie den k\u00f6niglichen Palast und alle H\u00e4user in Jerusalem: alle gr\u00f6\u00dferen H\u00e4user lie\u00df er in Flammen aufgehen.<br>10 Sodann mu\u00dfte das ganze chald\u00e4ische Heer, welches der Befehlshaber der Leibwache bei sich hatte, die Mauern rings um Jerusalem niederrei\u00dfen.<br>11 Den Rest des Volkes aber, was an Einwohnern in der Stadt noch \u00fcbriggeblieben war, und die \u00dcberl\u00e4ufer, die zum K\u00f6nig von Babylon \u00fcbergegangen waren, [sowie den Rest der Werkleute] lie\u00df Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, in die Gefangenschaft nach Babylon f\u00fchren;<br>12 von der niederen Bev\u00f6lkerung des Landes aber lie\u00df der Befehlshaber der Leibwache einen Teil als Weing\u00e4rtner und Ackerleute zur\u00fcck.<br>13 Aber die ehernen S\u00e4ulen, die am Tempel des HERRN standen, sowie die Gest\u00fchle und das gro\u00dfe eherne Wasserbecken, die beim Tempel des HERRN waren, zerschlugen die Chald\u00e4er und nahmen das Erz davon mit sich nach Babylon.<br>14 Auch die Kessel, Schaufeln, Messer zum Lichtputzen, die Schalen und alle \u00fcbrigen ehernen Ger\u00e4te, die man beim Gottesdienst gebraucht hatte, nahmen sie weg;<br>15 ebenso die Kohlenpfannen und Sprengschalen, alles, was ganz aus Gold oder ganz aus Silber bestand, nahm der Befehlshaber der Leibwache weg.<br>16 Was die beiden S\u00e4ulen sowie das eine gro\u00dfe Wasserbecken und die Gest\u00fchle betrifft, die Salomo f\u00fcr den Tempel des HERRN hatte anfertigen lassen, so war es unm\u00f6glich, das Erz aller dieser Kunstwerke zu w\u00e4gen.<br>17 Achtzehn Ellen war die eine S\u00e4ule hoch, und ein Knauf von Erz befand sich oben darauf; die H\u00f6he des Knaufes betrug drei Ellen, und ein Flechtwerk und Granat\u00e4pfel waren ringsum an dem Knauf angebracht, alles von Erz; ebenso war auch die andere S\u00e4ule beschaffen nebst dem Flechtwerk.<br>18 Weiter lie\u00df der Befehlshaber der Leibwache den Oberpriester Seraja, den Unterpriester Zephanja und die drei Schwellenh\u00fcter verhaften;<br>19 ferner nahm er aus der Stadt den einen K\u00e4mmerer fest, der den Oberbefehl \u00fcber das Kriegsvolk gehabt hatte, sowie f\u00fcnf M\u00e4nner von denen, die zu der st\u00e4ndigen Umgebung des K\u00f6nigs geh\u00f6rt hatten und die in der Stadt vorgefunden wurden, au\u00dferdem den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Landvolk zum Heeresdienst ausgehoben hatte, au\u00dferdem sechzig Personen von der Landbev\u00f6lkerung, die noch in der Stadt angetroffen worden waren.<br>20 Diese nahm Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, und brachte sie zum K\u00f6nig von Babylon nach Ribla;<br>21 der K\u00f6nig von Babylon aber lie\u00df sie zu Ribla in der Landschaft Hamath grausam hinrichten. So wurde Juda von seinem heimischen Boden gefangen weggef\u00fchrt.<br>22 \u00dcber das Volk aber, das im Lande Juda zur\u00fcckgeblieben war, weil Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, es \u00fcbriggelassen hatte, \u00fcber diese setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, als Statthalter ein.<br>23 Als nun alle Truppenf\u00fchrer samt ihren Leuten erfuhren, da\u00df der K\u00f6nig von Babylon Gedalja zum Statthalter bestellt habe, da begaben sie sich zu Gedalja nach Mizpa, n\u00e4mlich Ismael, der Sohn Nethanjas, Johanan, der Sohn Kareahs, Seraja, der Sohn Thanhumeths aus Netopha, und Jaasanja, der Sohn eines Maachathiters, samt ihren Leuten.<br>24 Da richtete Gedalja an sie und ihre Leute unter feierlicher Anrufung Gottes folgende Ansprache: \u00bbF\u00fcrchtet euch nicht vor den Beamten der Chald\u00e4er! Bleibt im Lande und seid dem K\u00f6nig von Babylon untertan: ihr werdet euch gut dabei stehen!\u00ab<br>25 Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohnes Elisamas, ein Mann von k\u00f6niglicher Abkunft, und mit ihm zehn M\u00e4nner; die erschlugen Gedalja samt den Jud\u00e4ern und Chald\u00e4ern, die bei ihm in Mizpa waren.<br>26 Da machte sich das ganze Volk, klein und gro\u00df, mitsamt den Truppenf\u00fchrern auf und zog nach \u00c4gypten; denn sie f\u00fcrchteten sich vor den Chald\u00e4ern.<br>27 Aber im siebenunddrei\u00dfigsten Jahr der Wegf\u00fchrung Jojachins, des K\u00f6nigs von Juda, am siebenundzwanzigsten Tage des zw\u00f6lften Monats, begnadigte Ewil-Merodach, der K\u00f6nig von Babylon, \u2013 im Jahre seines Regierungsantritts \u2013 den K\u00f6nig Jojachin von Juda und entlie\u00df ihn aus dem Gef\u00e4ngnis.<br>28 Er redete freundlich mit ihm und wies ihm seinen Sitz an \u00fcber den Sitz der anderen K\u00f6nige, die bei ihm in Babylon waren.<br>29 Da durfte er auch seine Gefangenenkleidung ablegen und speiste regelm\u00e4\u00dfig an der k\u00f6niglichen Tafel, solange er noch lebte.<br>30 Sein Unterhalt aber wurde ihm als st\u00e4ndiger Unterhalt, soviel er t\u00e4glich bedurfte, von seiten des K\u00f6nigs bis zu seinem Todestage zugewiesen, solange er noch lebte.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-653_956cb6-ac .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-653_956cb6-ac .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-653_956cb6-ac\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns653_fd00ba-33{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_fd00ba-33 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns653_fd00ba-33\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn653_344bd0-42.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn653_344bd0-42 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=41\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zur Startseite<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns653_9b1a19-26{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns653_9b1a19-26 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns653_9b1a19-26\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn653_978b90-d6.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn653_978b90-d6 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=648\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">zur\u00fcck zum 1. 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