{"id":693,"date":"2023-12-22T17:32:47","date_gmt":"2023-12-22T16:32:47","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=693"},"modified":"2026-01-17T11:30:45","modified_gmt":"2026-01-17T10:30:45","slug":"psalmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=693","title":{"rendered":"Psalmen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns693_15a162-7d{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns693_15a162-7d .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_15a162-7d .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns693_15a162-7d\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn693_e67fb8-c8.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn693_e67fb8-c8 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2386\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn693_cea942-47.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn693_cea942-47 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id693_9ca5de-0f .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id693_9ca5de-0f .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id693_9ca5de-0f .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id693_9ca5de-0f .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen &#8211; Erstes Buch (Psalm 1-41)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 1<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht tritt auf den Weg der S\u00fcnder, noch sitzt im Kreise der Sp\u00f6tter,<br>2 vielmehr Gefallen hat am Gesetz des HERRN und sinnt \u00fcber sein Gesetz bei Tag und bei Nacht!<br>3 Der gleicht einem Baum, gepflanzt an Wasserb\u00e4chen, der seine Fr\u00fcchte bringt zu rechter Zeit und dessen Laub nicht welkt; und alles, was er beginnt, das gelingt.<br>4 Nicht also die Gottlosen: nein, sie gleichen der Spreu, die der Wind verweht.<br>5 Darum werden die Gottlosen nicht im Gericht bestehn und die S\u00fcnder nicht in der Gemeinde der Gerechten.<br>6 Denn es kennt der HERR den Weg der Gerechten; doch der Gottlosen Weg f\u00fchrt ins Verderben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 2<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Was soll das Toben der V\u00f6lker und das eitle Sinnen der V\u00f6lkerschaften? (Apg 4,25)<br>2 Die K\u00f6nige der Erde rotten sich zusammen, und die F\u00fcrsten halten Rat miteinander gegen den HERRN und den von ihm Gesalbten:<br>3 \u00bbLa\u00dft uns zerrei\u00dfen ihre Bande und von uns werfen ihre Fesseln!\u00ab<br>4 Der im Himmel thront, der lacht, der Allherr spottet ihrer.<br>5 Dann aber wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken in seinem Ingrimm:<br>6 \u00bbHabe ich doch meinen K\u00f6nig eingesetzt auf dem Zion, meinem heiligen Berge!\u00ab \u2013<br>7 La\u00dft mich kundtun den Ratschlu\u00df des HERRN! Er hat zu mir gesagt: \u00bbMein Sohn bist du; ich selbst habe heute dich gezeugt (Apg 13,33; Hebr 1,5; 5,5).<br>8 Fordre von mir, so gebe ich dir die V\u00f6lker zum Erbe und dir zum Besitz die Enden der Erde.<br>9 Du sollst sie mit eiserner Keule zerschmettern, wie T\u00f6pfergeschirr sie zerschlagen!\u00ab \u2013<br>10 So nehmt denn Klugheit an, ihr K\u00f6nige, la\u00dft euch warnen, ihr Richter der Erde!<br>11 Dienet dem HERRN mit Furcht und jubelt ihm zu mit Zittern!<br>12 K\u00fcsset den Sohn, auf da\u00df er nicht z\u00fcrne und ihr zugrunde geht auf eurem Wege! denn leicht entbrennt sein Zorn. Wohl allen, die bei ihm sich bergen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 3<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohne Absalom floh.<br>2 Ach HERR, wie sind doch meine Bedr\u00e4nger so zahlreich, wie viele erheben sich gegen mich!<br>3 Gar viele sagen von mir: \u00bbEs gibt keine Rettung f\u00fcr ihn bei Gott!\u00ab SELA.<br>4 Doch du, o HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre und der mir das Haupt erhebt.<br>5 Laut ruf\u2019 ich zum HERRN, und er erh\u00f6rt mich von seinem heiligen Berge. SELA.<br>6 Ich legte mich nieder, schlief ruhig ein: erwacht bin ich wieder, denn der HERR st\u00fctzt mich.<br>7 Ich f\u00fcrchte mich nicht vor vielen Tausenden Kriegsvolks, die rings um mich her sich gelagert haben.<br>8 Steh auf, o HERR! Hilf mir, mein Gott! Du hast ja all meinen Feinden Backenstreiche versetzt, den Gottlosen die Z\u00e4hne zerschmettert.<br>9 Beim HERRN steht die Hilfe: \u00fcber deinem Volke walte dein Segen! SELA.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 4<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Psalm von David.<br>2 Wenn ich rufe, erh\u00f6re mich, du Gott meiner Gerechtigkeit! In Bedr\u00e4ngnis hast du mir (immer) Raum geschafft: sei mir gn\u00e4dig und h\u00f6re mein Gebet!<br>3 Ihr Herrens\u00f6hne, wie lange noch soll meine Ehre gesch\u00e4ndet werden? Wie lange noch wollt ihr an Eitlem hangen, auf L\u00fcgen ausgehn? SELA.<br>4 Erkennt doch, da\u00df der HERR den ihm Getreuen sich auserkoren: der HERR vernimmt\u2019s, wenn ich zu ihm rufe.<br>5 Seid zornerregt, doch vers\u00fcndigt euch nicht! (Eph 4,26) Denkt nach im stillen auf eurem Lager und schweigt! SELA.<br>6 Bringt Opfer der Gerechtigkeit dar und vertraut auf den HERRN!<br>7 Es sagen gar viele: \u00bbWer l\u00e4\u00dft Gutes uns schauen?\u00ab Erhebe \u00fcber uns, o HERR, das Licht deines Angesichts!<br>8 Du hast mir gr\u00f6\u00dfere Freude ins Herz gegeben als ihnen zur Zeit, wo sie Korn und Wein in F\u00fclle haben.<br>9 In Frieden will ich beides, mich niederlegen und schlafen; denn du allein, HERR, l\u00e4\u00dft mich in Sicherheit wohnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 5<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbdie Erbschaften\u00ab; ein Psalm von David.<br>2 Vernimm meine Worte, o HERR, merke auf mein Seufzen!<br>3 Ach, h\u00f6r\u2019 auf mein lautes Flehen, mein K\u00f6nig und mein Gott; denn zu dir geht mein Gebet!<br>4 O HERR, in der Fr\u00fche schon h\u00f6rst du mein Rufen, in der Fr\u00fche schon richte ich dir (ein Opfer) zu und sp\u00e4he aus (nach dir).<br>5 Du bist ja nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gef\u00e4llt: kein B\u00f6ser darf als Gast bei dir weilen;<br>6 Ruhmredige d\u00fcrfen dir nicht vor die Augen treten: du hassest alle \u00dcbelt\u00e4ter.<br>7 Du l\u00e4\u00dft die L\u00fcgner zugrunde gehn; wer mit Blutvergie\u00dfen und Trug sich befa\u00dft, den verabscheut der HERR.<br>8 Ich aber darf nach deiner gro\u00dfen Gnade dein Haus betreten, ich darf vor deinem heiligen Tempel in Ehrfurcht vor dir mich niederwerfen.<br>9 HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen, ebne vor mir deinen Weg!<br>10 Denn in ihrem Mund ist keine Aufrichtigkeit, ihr Inneres ist Bosheit; ein offnes Grab ist ihre Kehle, mit ihrer Zunge reden sie glatte Worte.<br>11 La\u00df sie b\u00fc\u00dfen, o Gott, da\u00df zu Fall sie kommen durch ihre Anschl\u00e4ge! Sto\u00dfe sie weg von dir ob der Menge ihrer Frevel, denn sie haben dir Trotz geboten!<br>12 Dann werden alle sich freun, die auf dich vertrauen: allzeit werden sie jubeln, da\u00df du sie beschirmst; und frohlocken werden alle \u00fcber dich, die deinen Namen lieben.<br>13 Denn du, HERR, segnest den Gerechten, schirmst ihn mit (deiner) Gnade wie mit einem Schilde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 6<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, im Basston; ein Psalm von David.<br>2 HERR, nicht in deinem Zorne strafe mich und nicht in deinem Ingrimm z\u00fcchtige mich!<br>3 Sei mir gn\u00e4dig, o HERR, denn ich bin am Verschmachten! Heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken,<br>4 und meine Seele ist voller Angst! Du aber, o HERR, \u2013 wie lange noch (willst du fern sein)?<br>5 Kehre doch wieder, o HERR, errette meine Seele! Hilf mir um deiner Gnade willen!<br>6 Denn im Tode gedenkt man deiner nicht: im Totenreich \u2013 wer singt da dein Lob?<br>7 Ersch\u00f6pft bin ich von all meinem Seufzen; in jeder Nacht netz\u2019 ich mein Bett (mit Z\u00e4hren), mache mein Lager zu einer Tr\u00e4nenflut.<br>8 Geschwunden ist mein Augenlicht vor Gram, gealtert (vom Weinen) ob all meinen Feinden.<br>9 Hinweg von mir, ihr \u00dcbelt\u00e4ter alle! Denn der HERR hat mein lautes Weinen geh\u00f6rt;<br>10 geh\u00f6rt hat der HERR mein Flehen: der HERR nimmt mein Gebet an.<br>11 Alle meine Feinde werden zuschanden werden und ganz best\u00fcrzt dastehn: mit Schanden m\u00fcssen sie abziehn augenblicklich!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 7<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Bittgebet Davids, das er dem Herrn wegen der Worte des Benjaminiten Kusch sang.<br>2 HERR, mein Gott, bei dir such\u2019 ich Zuflucht: hilf mir von allen meinen Verfolgern und rette mich,<br>3 da\u00df der Feind mich nicht wie ein L\u00f6we zerrei\u00dfe und zerfleische, weil kein Retter da ist!<br>4 O HERR mein Gott! Hab\u2019 ich solches ver\u00fcbt, klebt Unrecht an meinen H\u00e4nden,<br>5 hab\u2019 ich dem, der in Frieden mit mir lebte, B\u00f6ses getan \u2013 ach nein, ich rettete ja, die mich grundlos bedr\u00e4ngten \u2013:<br>6 so m\u00f6ge der Feind mich verfolgen und einholen, m\u00f6ge mein Leben zu Boden niedertreten und strecke meine Ehre in den Staub! SELA.<br>7 Steh auf, o HERR, in deinem Zorn! Erhebe dich gegen die Wut meiner Dr\u00e4nger! Werde wach mir zum Heil, du hast ja Gericht verordnet!<br>8 La\u00df die ganze Versammlung der V\u00f6lker dich umringen, und \u00fcber ihr kehre zur\u00fcck zur H\u00f6he!<br>9 Der HERR ist Richter \u00fcber die V\u00f6lker: schaffe mir Recht, o HERR, nach meiner Gerechtigkeit und nach meines Herzens Unschuld!<br>10 Mache der Gottlosen Bosheit ein Ende und hilf dem Gerechten zu festem Stand, du Pr\u00fcfer der Herzen und Nieren, gerechter Gott!<br>11 Meinen Schild h\u00e4lt Gott, der Helfer der in ihrem Herzen Redlichen.<br>12 Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der t\u00e4glich droht.<br>13 Wahrlich, wiederum sch\u00e4rft er sein Schwert, h\u00e4lt seinen Bogen gespannt und zielt<br>14 und richtet Todesgeschosse auf ihn, seine Pfeile, die er zu Brandpfeilen macht.<br>15 Seht: da br\u00fctet er \u00fcber Trug, geht schwanger mit Unheil und gebiert L\u00fcge;<br>16 eine Grube hat er gegraben und ausgescharrt, st\u00fcrzt selbst aber in die Grube, die er angelegt.<br>17 Das Unheil, das er geplant, f\u00e4llt ihm aufs eigne Haupt, sein Frevel f\u00e4hrt auf seinen eignen Scheitel nieder.<br>18 Preisen will ich den HERRN nach seiner Gerechtigkeit und lobsingen dem Namen des HERRN, des H\u00f6chsten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 8<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach der Keltertreterweise; ein Psalm von David.<br>2 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, du, dessen Hoheit am Himmel sich kundtut!<br>3 Aus der Kinder und S\u00e4uglinge Mund hast du ein Bollwerk dir zugerichtet deinen Gegnern zum Trotz, um Feinde und Widersacher verstummen zu machen.<br>4 Wenn ich anschau\u2019 deinen Himmel, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du hergerichtet:<br>5 was ist der Mensch, da\u00df du seiner gedenkst, und der Menschensohn, da\u00df du ihn beachtest?! (Hebr 2,6-9)<br>6 Und doch hast du ihn nur wenig hinter die Gottheit gestellt, mit Herrlichkeit und Hoheit ihn gekr\u00f6nt;<br>7 du hast ihm die Herrschaft verliehn \u00fcber deiner H\u00e4nde Werke, ja alles ihm unter die F\u00fc\u00dfe gelegt:<br>8 Kleinvieh und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere des Feldes,<br>9 die V\u00f6gel des Himmels, die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht.<br>10 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 9<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbstirb f\u00fcr den Sohn!\u00ab; ein Psalm von David.<br>2 Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen, verk\u00fcnden all deine Wundertaten,<br>3 ich will deiner mich freun und frohlocken, will lobsingen deinem Namen, du H\u00f6chster,<br>4 weil meine Feinde haben r\u00fcckw\u00e4rts weichen m\u00fcssen: sie sind gestrauchelt und umgekommen vor dir.<br>5 Denn du hast mein Recht und meine Sache gef\u00fchrt, hast auf dem Throne gesessen als gerechter Richter;<br>6 du hast die Heiden bedroht, die Frevler vernichtet, ihren Namen ausgel\u00f6scht f\u00fcr immer und ewig:<br>7 Der Feind ist dahin, zertr\u00fcmmert f\u00fcr immer; auch St\u00e4dte hast du zerst\u00f6rt, ihr Ged\u00e4chtnis ist untergegangen.<br>8 Der HERR aber thront in Ewigkeit; zum Gericht hat er aufgestellt seinen Stuhl;<br>9 und er, er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit (Apg 17,31), spricht das Urteil den V\u00f6lkern nach Geb\u00fchr.<br>10 So ist denn der HERR eine Burg den Bedr\u00fcckten, eine Burg f\u00fcr die Zeiten der Drangsal.<br>11 Drum vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du l\u00e4\u00dft nicht von denen, die dich, HERR, suchen.<br>12 Lobsinget dem HERRN, der auf Zion thront, verk\u00fcndet unter den V\u00f6lkern seine Taten!<br>13 Denn als R\u00e4cher der Blutschuld hat er ihrer gedacht, hat das Schreien der Elenden nicht vergessen.<br>14 Sei mir gn\u00e4dig, o HERR, sieh an, was ich leide durch meine Feinde! Du bist\u2019s, der den Pforten des Todes mich entrei\u00dft,<br>15 auf da\u00df ich verk\u00fcnde alle deine Ruhmestaten, in den Toren der Tochter Zion ob deiner Hilfe juble!<br>16 Versunken sind die Heiden in die Grube, die sie gegraben, im Netz, das sie heimlich gestellt, hat ihr eigner Fu\u00df sich verstrickt.<br>17 Kundgetan hat sich der HERR, hat Gericht gehalten: durch das Eingreifen seiner H\u00e4nde ist der Frevler gefangen. SAITENSPIEL. SELA.<br>18 Die Frevler fahren zur Unterwelt hinab, alle Heidenv\u00f6lker, die Gottes vergessen;<br>19 denn nicht auf ewig bleibt der Arme vergessen, und der Elenden Hoffnung geht nicht f\u00fcr immer verloren.<br>20 Steh auf, o HERR! La\u00df Menschen nicht trotzig schalten, la\u00df die Heiden gerichtet werden vor dir!<br>21 Lege doch, HERR, einen Schrecken auf sie! La\u00df die Heiden erkennen, da\u00df Menschen sie sind! SELA.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 10<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Warum, o HERR, stehst du so fern, verh\u00fcllst dir (das Auge) in Zeiten der Not?<br>2 Beim Hochmut der Gottlosen wird dem Bedr\u00fcckten bange: m\u00f6chten sie selbst sich fangen in den Anschl\u00e4gen, die sie ersinnen!<br>3 Denn der Frevler r\u00fchmt sich jubelnd seiner frechen Gel\u00fcste, und der Wucherer gibt dem HERRN den Abschied, l\u00e4stert ihn.<br>4 Der Frevler w\u00e4hnt in seinem Stolz: \u00bbGott fragt nicht danach!\u00ab \u00bbEs gibt keinen Gott!\u00ab \u2013 dahin geht all sein Denken.<br>5 Allezeit hat er ja Gl\u00fcck in seinem Tun, deine Strafgerichte bleiben himmelweit fern von ihm, alle seine Gegner \u2013 er bietet ihnen Hohn.<br>6 Er denkt im Herzen: \u00bbNie komm\u2019 ich zu Fall; nun und nimmer wird Ungl\u00fcck mich treffen!\u00ab<br>7 Sein Mund ist voll Fluchens, voll T\u00e4uschung und Gewalttat; unter seiner Zunge birgt sich Unheil und Frevel.<br>8 In (abgelegnen) Geh\u00f6ften liegt er im Hinterhalt, ermordet den Schuldlosen insgeheim, nach dem Hilflosen sp\u00e4hen seine Augen.<br>9 Er lauert im Versteck wie der L\u00f6we in seinem Dickicht, er lauert, den Elenden zu haschen; er hascht den Elenden, indem er ihn in sein Netz zieht;<br>10 er duckt sich, kauert nieder, und die Hilflosen fallen ihm in die Klauen.<br>11 Er denkt in seinem Herzen: \u00bbGott hat\u2019s vergessen, hat sein Antlitz verh\u00fcllt: er sieht es nimmer!\u00ab<br>12 Steh auf, o HERR, erhebe, o Gott, deinen Arm, vergi\u00df die Elenden nicht!<br>13 Warum darf der Frevler Gott l\u00e4stern, darf denken in seinem Herzen: \u00bbDu fragst nicht danach\u00ab?<br>14 Du hast es wohl gesehn, denn auf Unheil und Herzeleid achtest du wohl, in deine Hand es zu nehmen; du bist\u2019s, dem der Schwache es anheimstellt, der Waise bist du ein Helfer.<br>15 Zerschmettre den Arm des Frevlers und suche des B\u00f6sewichts gottloses Wesen heim, bis nichts mehr von ihm zu finden!<br>16 Der HERR ist K\u00f6nig auf immer und ewig: verschwinden m\u00fcssen die Heiden aus seinem Lande!<br>17 Das Verlangen der Elenden h\u00f6rst du, o HERR; du st\u00e4rkst ihren Mut, leihst ihnen dein Ohr,<br>18 um den Waisen und Bedr\u00fcckten Recht zu schaffen: nicht soll ein Mensch, der zur Erde geh\u00f6rt, noch ferner schrecken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 11<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von David. Der HERR ist meine Zuflucht; wie d\u00fcrft ihr zu mir sagen: \u00bbFliehet in euer Gebirge wie V\u00f6gel!<br>2 Denn seht, die Gottlosen spannen den Bogen, legen ihren Pfeil auf die Sehne, um im Dunkel zu schie\u00dfen auf schuldlose Herzen.<br>3 Wenn die Grundpfeiler niedergerissen werden, \u2013 was kann da der Gerechte noch leisten?\u00ab<br>4 Der HERR ist in seinem heiligen Palast, der HERR, dessen Thron im Himmel steht; seine Augen halten Ausschau, seine Blicke pr\u00fcfen die Menschenkinder.<br>5 Es pr\u00fcft der HERR den Gerechten und den Gottlosen, und wer Gewalttat liebt, den ha\u00dft seine Seele.<br>6 Er l\u00e4\u00dft auf die Gottlosen Schlingen regnen; Feuer und Schwefel und Glutwind sind ihres Bechers Teil (das ihnen zukommende Teil oder Los).<br>7 Denn gerecht ist der HERR, ein Freund gerechten Tuns: die Redlichen werden sein Angesicht schauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 12<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, im Basston; ein Psalm von David.<br>2 Hilf doch, o HERR! Denn dahin sind die Frommen und die Treuen ausgestorben inmitten der Menschenwelt!<br>3 Falschheit reden sie jeder mit dem andern, mit glatten Lippen, mit doppeltem Herzen reden sie. \u2013<br>4 O da\u00df doch der HERR vertilgte alle glatten Lippen, die Zunge, die vermessen redet,<br>5 (die Leute) die da sagen: \u00bbDurch unsre Zunge sind wir starke Helden, unser Mund steht uns zur Verf\u00fcgung: wer will uns meistern?\u00ab<br>6 \u00bbOb der Knechtung der Niedrigen, ob dem Seufzen der Armen will jetzt ich mich erheben\u00ab, spricht der HERR, \u00bbwill Rettung schaffen dem, der danach verlangt!\u00ab \u2013<br>7 Die Worte des HERRN sind lautere Worte, sind Silber, im Schmelzofen siebenf\u00e4ltig gel\u00e4utert.<br>8 Du, HERR, wirst treulich sie halten, wirst uns schirmen vor diesem Geschlecht zu jeder Zeit,<br>9 vor den Gottlosen, die ringsum stolzieren, weil Gemeinheit sich bl\u00e4ht inmitten der Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 13<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm Davids.<br>2 Wie lange noch, HERR, willst du mich ganz vergessen, wie lange dein Antlitz vor mir verh\u00fcllen?<br>3 Wie lange noch soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer im Herzen tragen Tag f\u00fcr Tag? Wie lange noch soll mein Feind sich gegen mich erheben?<br>4 Blick her, erh\u00f6re mich, HERR, mein Gott, la\u00df die Augen mir wieder leuchten, da\u00df zum Tode ich nicht entschlafe!<br>5 Sonst r\u00fchmt sich mein Feind: \u00bbIch habe ihn \u00fcberw\u00e4ltigt!\u00ab, und meine Gegner jubeln, wenn ich wanke.<br>6 Doch nein, ich vertraue deiner Gnade: jauchzen soll mein Herz ob deiner Hilfe! Singen will ich dem HERRN, da\u00df er Gutes an mir getan!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 14<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von David. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: \u00bbEs gibt keinen Gott\u00ab; verderbt, abscheulich ist ihr Tun: da ist keiner, des Gutes t\u00e4te.<br>2 Der HERR schaut hernieder vom Himmel aus nach den Menschenkindern, um zu sehn, ob da sei ein Verst\u00e4ndiger, einer der nach Gott fragt.<br>3 Doch alle sind sie abgefallen, insgesamt entartet; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (R\u00f6m 3,10-12).<br>4 Haben denn keinen Verstand die \u00dcbelt\u00e4ter alle, die mein Volk verzehren \u2013 die das Brot des HERRN wohl essen, doch ohne ihn anzurufen?<br>5 Damals gerieten sie in Angst und Schrecken, denn Gott war mit dem gerechten Geschlecht.<br>6 Beim Anschlag gegen den Elenden werdet zuschanden ihr werden, denn der HERR ist seine Zuflucht.<br>7 O da\u00df doch aus Zion die Rettung Israels k\u00e4me! Wenn der HERR einst wendet das Schicksal seines Volkes, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 15<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von David. HERR, wer darf Gast sein in deinem Zelte, wer wohnen auf deinem heiligen Berge?<br>2 Wer unstr\u00e4flich wandelt und Gerechtigkeit \u00fcbt und die Wahrheit redet, wie\u2019s ihm ums Herz ist;<br>3 wer keine Verleumdung mit seiner Zunge umhertr\u00e4gt, seinem N\u00e4chsten kein Unrecht zuf\u00fcgt und keine Schm\u00e4hung ausspricht gegen Verwandte;<br>4 wer Verworfne als wirklich ver\u00e4chtlich ansieht, aber Gottesf\u00fcrchtigen Ehre erweist; wer sich selbst zum Schaden schw\u00f6rt und den Eid doch h\u00e4lt;<br>5 wer sein Geld nicht ausleiht gegen Zins und Bestechung nicht annimmt gegen Schuldlose: wer solches tut, wird ewiglich nicht wanken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 16<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied von David. Beh\u00fcte mich, Gott, denn bei dir such\u2019 ich Zuflucht!<br>2 Ich sage zu Gott: \u00bbMein Allherr bist du, es gibt nichts Gutes f\u00fcr mich au\u00dfer dir\u00ab;<br>3 und von den Heiligen im Lande (sag ich): \u00bbDies sind die Edlen, an denen mein ganzes Herz h\u00e4ngt.\u00ab<br>4 Vielfaches Leid erw\u00e4chst den Verehrern anderer (G\u00f6tter): ich mag ihre Bluttrankopfer nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.<br>5 Der HERR ist mein Erbgut und Becherteil; du bist\u2019s, der mein Los mir sichert.<br>6 Die Me\u00dfschnur ist mir gefallen aufs lieblichste ja, mein Erbteil gef\u00e4llt mir gar wohl.<br>7 Ich preise den HERRN, der mich freundlich beraten; auch n\u00e4chtens mahnt mich mein Herz dazu.<br>8 Ich habe den HERRN mir best\u00e4ndig vor Augen gestellt: steht er mir zur Rechten, so wanke ich nicht.<br>9 Drum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt: auch mein Leib wird sicher wohnen.<br>10 Denn du gibst meine Seele dem Totenreich nicht preis, du l\u00e4\u00dft deinen Frommen nicht schaun die Vernichtung.<br>11 Du weisest mir den Weg des Lebens: vor deinem Angesicht sind Freuden in F\u00fclle und Segensgaben in deiner Rechten ewiglich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 17<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Gebet Davids. H\u00f6re, o HERR, die gerechte Sache, merk\u2019 auf mein lautes Rufen, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Trug!<br>2 Von dir soll das Urteil \u00fcber mich ergehn: deine Augen sehen untr\u00fcglich.<br>3 Pr\u00fcfst du mein Herz, siehst du nach mir bei Nacht, durchforschest du mich: du findest nichts B\u00f6ses; mein Mund macht sich keines Vergehens schuldig.<br>4 Beim Treiben der Menschen hab\u2019 ich nach deiner Lippen Wort gemieden die Pfade der Gewaltt\u00e4tigen.<br>5 Meine Schritte haben sich fest an deine Bahnen gehalten, meine Tritte haben nicht gewankt.<br>6 Ich rufe zu dir, denn du erh\u00f6rst mich, o Gott: neige dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!<br>7 Erweise mir deine Wundergnade, du Retter derer, die vor Widersachern Zuflucht suchen bei deiner Rechten!<br>8 Beh\u00fcte mich wie den Stern im Auge, birg mich im Schatten deiner Fl\u00fcgel<br>9 vor den Frevlern, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die voll Gier mich umringen!<br>10 Ihr gef\u00fchlloses Herz halten sie verschlossen, ihr Mund st\u00f6\u00dft vermessene Reden aus.<br>11 Auf Schritt und Tritt lauern sie jetzt uns auf, richten ihr Trachten darauf, uns zu Boden zu werfen;<br>12 sie gleichen dem L\u00f6wen, der gierig ist zu rauben, und dem jungen Leu, der da lauert im Versteck.<br>13 Erhebe dich, HERR, tritt ihm entgegen, strecke ihn nieder! Errette mein Leben mit deinem Schwert vor dem Frevler,<br>14 mit deiner Hand, o HERR, vor den Menschen, vor den Leuten dieser Welt, deren Teil im Leben ist! Mit deinem Aufgesparten f\u00fclle ihren Bauch! M\u00f6gen ihre S\u00f6hne satt daran werden und ihren \u00dcberrest wieder ihren Kindern hinterlassen!<br>15 Doch ich in Gerechtigkeit darf dein Angesicht schauen, darf satt mich sehn beim Erwachen an deinem Bilde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 18<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; vom Knecht des Herrn, von David, der dieses Lied an den Herrn richtete zu der Zeit, als der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde, auch aus der Gewalt Sauls errettet hatte. Er betete (damals) so:<br>2 Ich liebe dich, HERR, meine St\u00e4rke!<br>3 Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild und das Horn meines Heils, meine Feste.<br>4 Den Preisw\u00fcrdigen rufe ich an, den HERRN: so werd\u2019 ich von meinen Feinden errettet.<br>5 Die Wogen des Todes hatten mich umringt, und die Str\u00f6me des Unheils schreckten mich;<br>6 die Netze des Totenreichs umfingen mich schon, die Schlingen des Todes fielen \u00fcber mich.<br>7 In meiner Angst rief ich zum HERRN und schrie (um Hilfe) zu meinem Gott; da vernahm er in seinem Palast mein Rufen, und mein Notschrei drang ihm zu Ohren.<br>8 Da wankte und schwankte die Erde, und der Berge Grundfesten bebten, sie wankten hin und her, denn er war zornentbrannt.<br>9 Rauch stieg auf von seiner Nase, und fressendes Feuer drang aus seinem Munde, gl\u00fchende Kohlen spr\u00fchten von ihm aus.<br>10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, Wolkennacht lag unter seinen F\u00fc\u00dfen;<br>11 er fuhr auf dem Cherub und flog daher und scho\u00df herab auf den Fittichen des Sturms;<br>12 Finsternis machte er zu seiner H\u00fclle, rings um sich her zu seinem Gezelt Regendunkel, dichtes Gew\u00f6lk;<br>13 aus dem Glanz vor ihm her brachen durch seine Wolken Hagel und feurige Kohlen.<br>14 Dann donnerte der HERR im Himmel, der H\u00f6chste lie\u00df seine Stimme erschallen;<br>15 er scho\u00df seine Pfeile ab und zerstreute sie, schleuderte Blitze und schreckte sie.<br>16 Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres und aufgedeckt die Grundfesten der Erde vor deinem Schelten, o HERR, vor dem Zornesschnauben deiner Nase.<br>17 Er streckte die Hand herab aus der H\u00f6he, erfa\u00dfte mich, zog mich heraus aus den gro\u00dfen Fluten,<br>18 entri\u00df mich meinem starken Feinde und meinen Widersachern, die zu stark mir waren.<br>19 Sie hatten mich \u00fcberfallen an meinem Ungl\u00fcckstage; doch der HERR ward mir zur St\u00fctze;<br>20 er f\u00fchrte mich heraus auf weiten Raum, ri\u00df mich heraus, weil er Wohlgefallen an mir hatte.<br>21 Der HERR hat mir gelohnt nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H\u00e4nde mir vergolten;<br>22 denn ich habe eingehalten die Wege des HERRN und bin von meinem Gott nicht treulos abgefallen;<br>23 nein, alle seine Rechte haben mir vor Augen gestanden, und seine Gebote hab\u2019 ich nicht von mir gewiesen.<br>24 So bin ich unstr\u00e4flich vor ihm gewandelt und hab\u2019 mich vor jeder Verschuldung geh\u00fctet;<br>25 drum hat mir der HERR vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H\u00e4nde, die seinen Augen sichtbar war.<br>26 Gegen den Guten erweist du dich g\u00fctig, gegen den Redlichen zeigst du dich redlich,<br>27 gegen den Reinen erweist du dich rein, doch gegen den Falschen zeigst du dich entt\u00e4uschend;<br>28 denn du schaffst dem\u00fctigen Leuten Hilfe, aber stolze Augen erniedrigst du.<br>29 Ja, du l\u00e4\u00dft meine Leuchte hell scheinen; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.<br>30 Denn mit dir \u00fcberrenne ich Feindesscharen, und mit meinem Gott \u00fcberspringe ich Mauern.<br>31 Dieser Gott \u2013 sein Walten ist vollkommen; die Worte des HERRN sind lauter, ein Schild ist er allen, die zu ihm sich fl\u00fcchten.<br>32 Denn wer ist Gott au\u00dfer dem HERRN und wer ein Fels als nur unser Gott?,<br>33 dieser Gott, der mit Kraft mich geg\u00fcrtet und meinen Weg ohn\u2019 Ansto\u00df gemacht;<br>34 der mir F\u00fc\u00dfe verliehen den Hirschen gleich und mich sicher auf Bergesh\u00f6hen gestellt;<br>35 der meine H\u00e4nde streiten gelehrt, da\u00df meine Arme den ehernen Bogen spannten.<br>36 Du reichtest mir deinen sch\u00fctzenden Schild, deine Rechte st\u00fctzte mich, und deine Gnade machte mich gro\u00df.<br>37 Du schafftest weiten Raum meinen Schritten unter mir, und meine Kn\u00f6chel wankten nicht.<br>38 Ich verfolgte meine Feinde, holte sie ein und kehrte nicht um, bis ich sie vernichtet;<br>39 ich zerschmetterte sie, da\u00df sie nicht wieder aufstehn konnten: sie sanken unter meine F\u00fc\u00dfe nieder.<br>40 Und du g\u00fcrtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich alle, die sich gegen mich erhoben;<br>41 du triebst meine Feinde vor mir in die Flucht, und alle, die mich ha\u00dften, vernichtete ich:<br>42 sie schrien um Hilfe \u2013 doch da war kein Helfer \u2013 zum HERRN \u2013 doch er h\u00f6rte sie nicht;<br>43 ich zermalmte sie wie Staub vor dem Winde, wie Kot auf den Gassen sch\u00fcttete ich sie hin.<br>44 Du hast mich aus den K\u00e4mpfen f\u00fcr (mein) Volk errettet, mich zum Oberhaupt von V\u00f6lkern eingesetzt: V\u00f6lker, die ich nicht kannte, dienen mir;<br>45 aufs blo\u00dfe Wort gehorchen sie mir, die S\u00f6hne des Auslands huldigen mir;<br>46 die S\u00f6hne des Auslands sinken mutlos hin und kommen zitternd hervor aus ihren Schl\u00f6ssern.<br>47 Der HERR lebt: gepriesen sei mein Hort! und erhaben ist der Gott meines Heils,<br>48 der Gott, der mir Rache verliehen und die V\u00f6lker unter meine Herrschaft gezwungen,<br>49 der von meinen grimmen Feinden mich gerettet und \u00fcber meine Widersacher mich erh\u00f6ht, von dem Mann der Gewalttat mich befreit hat!<br>50 Drum will ich dich preisen, HERR, unter den V\u00f6lkern und deinem Namen lobsingen,<br>51 dir, der seinem K\u00f6nige gro\u00dfes Heil verleiht und Gnade an seinem Gesalbten \u00fcbt, an David und seinem Hause ewiglich!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 19<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David.<br>2 Die Himmel verk\u00fcnden Gottes Herrlichkeit, und vom Werk seiner H\u00e4nde erz\u00e4hlt die Feste.<br>3 Ein Tag ruft dem andern die Botschaft zu, und eine Nacht vermeldet der andern die Kunde.<br>4 Da ist keine Sprache, da sind keine Worte, unh\u00f6rbar ist ihre Stimme;<br>5 und doch: durch alle Lande dringt ihr Schall und ihre Rede bis ans Ende des Erdkreises; der Sonne hat er dort ein Zelt gesetzt.<br>6 Und sie \u2013 wie ein Br\u00e4utigam tritt sie hervor aus ihrem Gemach, sie freut sich wie ein Held, zu durchlaufen die Bahn.<br>7 Vom Ende des Himmels geht sie aus, und ihr Umlauf reicht wieder bis zu dessen Ende, und nichts bleibt verborgen vor ihrer Lichtglut. \u2013<br>8 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen: erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverl\u00e4ssig: macht die T\u00f6richten weise;<br>9 die Befehle des HERRN sind richtig: erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter: erleuchtet die Augen;<br>10 die Furcht vor dem HERRN ist rein: bleibt ewig bestehn; die Gerichtsurteile des HERRN sind Wahrheit: sind allzumal gerecht;<br>11 sie sind k\u00f6stlicher als Gold und als Feingold in Menge, sind s\u00fc\u00dfer als Honig und Wabenseim.<br>12 Auch dein Knecht l\u00e4\u00dft durch sie sich warnen: in ihrer Befolgung liegt ein reicher Lohn.<br>13 Verfehlungen \u2013 ach, wer nimmt sie wahr? Von den unbewu\u00dften Fehlern sprich mich los!<br>14 Auch vor Hochmutss\u00fcnden beh\u00fcte deinen Knecht: la\u00df sie nicht Macht \u00fcber mich gewinnen! Dann steh\u2019 ich unstr\u00e4flich da und bleibe rein von schwerer Verschuldung.<br>15 La\u00df wohlgef\u00e4llig dir sein die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens, o HERR, mein Fels und mein Erl\u00f6ser!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 20<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David.<br>2 Der HERR erh\u00f6re dich am Tage der Drangsal, es sch\u00fctze dich der Name des Gottes Jakobs!<br>3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum her und leiste dir Beistand von Zion aus!<br>4 Er gedenke aller deiner Speisopfer und sehe dein Brandopfer wohlgef\u00e4llig an! SELA.<br>5 Er gew\u00e4hre dir, was dein Herz begehrt, und lasse all deine Pl\u00e4ne gelingen!<br>6 Dann wollen wir jubeln ob deinem Heil und im Namen unsers Gottes die Fahnen entfalten: der HERR erf\u00fclle dir all deine W\u00fcnsche! \u2013<br>7 Jetzt wei\u00df ich, der HERR hilft seinem Gesalbten: er erh\u00f6rt ihn aus seinem heiligen Himmel durch die hilfreichen Taten seiner Rechten.<br>8 Diese sind stark durch Wagen und jene durch Rosse, doch wir sind stark durch den Namen des HERRN, unsers Gottes.<br>9 Sie st\u00fcrzen nieder und fallen, doch wir stehn fest und halten uns aufrecht.<br>10 O HERR, hilf dem K\u00f6nig! Erh\u00f6r\u2019 uns, sooft wir (dich) anrufen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 21<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David.<br>2 O HERR, ob deiner Kraft freut sich der K\u00f6nig, und ob deiner Hilfe \u2013 wie jauchzt er so laut!<br>3 Seines Herzens Verlangen hast du ihm erf\u00fcllt und den Wunsch seiner Lippen ihm nicht versagt; SELA.<br>4 denn mit Gl\u00fcck und Segen bist du ihm begegnet, hast aufs Haupt ihm gesetzt eine Krone von Feingold.<br>5 Leben erbat er von dir: du hast\u2019s ihm gew\u00e4hrt, der Jahre F\u00fclle auf endlose Zeit.<br>6 Gro\u00df ist sein Ruhm durch deine Hilfe, mit Glanz und Hoheit hast du ihn geschm\u00fcckt;<br>7 f\u00fcr die Dauer hast du ihn zum Segen gemacht, ihn begl\u00fcckt mit Freude vor deinem Angesicht.<br>8 Denn der K\u00f6nig vertraut auf den HERRN und wird durch des H\u00f6chsten Gnade nicht wanken.<br>9 Deine Hand wird treffen alle deine Feinde, deine Rechte alle erreichen, die dich hassen.<br>10 Du wirst sie wie einen Feuerofen machen, sobald du erscheinst; der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn, und Feuer wird sie verzehren.<br>11 Ihren Nachwuchs wirst du vom Erdboden tilgen und ihr Geschlecht aus der Menschenwelt.<br>12 Wenn B\u00f6ses sie gegen dich planen, auf Arglist sinnen: sie werden nichts verm\u00f6gen;<br>13 denn du wirst sie zwingen, die Flucht zu ergreifen, mit deinem Bogen auf ihr Antlitz zielen.<br>14 Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft: wir wollen dein Heldentum besingen und preisen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 22<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbHirschkuh der Morgenr\u00f6te\u00ab; ein Psalm von David.<br>2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Mt 27,46; Mk 15,34) Ach, fern von meiner Rettung bleiben die Worte meiner Klage!<br>3 Mein Gott! Ich rufe bei Tage, doch du antwortest nicht, und bei Nacht, doch Ruhe wird mir nicht zuteil!<br>4 Und doch bist du der Heilige, der da thront \u00fcber Israels Lobges\u00e4ngen.<br>5 Auf dich haben unsre V\u00e4ter vertraut, sie haben vertraut, und du hast ihnen ausgeholfen;<br>6 zu dir haben sie geschrien und Rettung gefunden, auf dich haben sie vertraut und sind nicht entt\u00e4uscht worden.<br>7 Doch ich bin ein Wurm und kein Mensch mehr, bin der Leute Hohn und verachtet vom Volk;<br>8 alle, die mich sehen, spotten mein, rei\u00dfen den Mund auf, sch\u00fctteln den Kopf:<br>9 \u00bbEr werf\u2019s auf den HERRN: der m\u00f6ge ihn befreien, der m\u00f6ge ihn retten: er hat ja Wohlgefallen an ihm!\u00ab<br>10 Ja du bist\u2019s, der mich der Mutter gelegt in den Scho\u00df, mich sicher geborgen an meiner Mutter Brust;<br>11 von Geburt an bin ich auf dich geworfen, vom Scho\u00df meiner Mutter her bist du mein Gott.<br>12 O bleibe nicht fern von mir, denn die Drangsal ist nahe, und sonst ist kein Helfer zu sehen!<br>13 Mich umzingeln m\u00e4chtige Stiere, Basans Riesenfarren halten mich umringt;<br>14 den Rachen sperren sie gegen mich auf \u2013 ein rei\u00dfender, br\u00fcllender L\u00f6we!<br>15 Wie Wasser bin ich ausgegossen, alle meine Glieder sind ausgerenkt; das Herz ist mir geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern.<br>16 Vertrocknet wie eine Scherbe ist meine Kraft, und die Zunge klebt mir am Gaumen: in den Staub des Todes hast du mich gelegt.<br>17 Ach, Hunde umgeben mich rings, eine Rotte von \u00dcbelt\u00e4tern umkreist mich; sie haben mir H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchbohrt.<br>18 Alle meine Gebeine kann ich z\u00e4hlen: sie aber blicken mich an und weiden sich an dem Anblick.<br>19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand (Mt 27,35; Joh 19,24).<br>20 Doch du, HERR, bleibe nicht fern von mir, du, meine St\u00e4rke, eile mir zu Hilfe!<br>21 Errette vor dem Schwert mein Leben, mein einziges Gut aus der Hunde Gewalt!<br>22 Hilf mir aus dem Rachen des L\u00f6wen und bewahre mich vor den H\u00f6rnern der B\u00fcffel!<br>23 Dann will ich deinen Namen meinen Br\u00fcdern kundtun, inmitten der Gemeinde dich r\u00fchmen:<br>24 \u00bbDie den HERRN ihr f\u00fcrchtet, preiset ihn! Ihr alle vom Hause Jakobs, ehret ihn und scheut euch vor ihm, ihr alle von Israels Stamm!<br>25 Denn er hat nicht \u00fcbersehen und nicht verabscheut das Elend des Dulders und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, nein, als er zu ihm schrie, auf ihn geh\u00f6rt.\u00ab<br>26 Dir soll mein Loblied gelten in gro\u00dfer Gemeinde; meine Gel\u00fcbde will ich erf\u00fcllen vor denen, die ihn f\u00fcrchten.<br>27 Die Elenden sollen essen, da\u00df sie satt werden, und die da suchen den HERRN, sollen ihn preisen: aufleben soll euer Herz f\u00fcr immer!<br>28 Daran werden gedenken und zum HERRN sich bekehren alle Enden der Erde, und vor dir werden sich niederwerfen alle Geschlechter der Heiden;<br>29 denn dem HERRN geh\u00f6rt die Herrschaft, und er ist der V\u00f6lkergebieter.<br>30 Vor ihm werden niederfallen alle Gro\u00dfen der Erde, vor ihm die Knie beugen alle, die in den Erdstaub sinken und wer seine Seele nicht am Leben erhalten kann.<br>31 Die Nachwelt wird ihm dienen; vom Allherrn wird man erz\u00e4hlen dem k\u00fcnft\u2019gen Geschlecht.<br>32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit kundtun dem nachgeborenen Volk, da\u00df Er es vollf\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 23<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von David. Der HERR ist mein Hirt: mir mangelt nichts.<br>2 Auf gr\u00fcnen Auen l\u00e4\u00dft er mich lagern, zum Lagerplatz am Bache f\u00fchrt er mich.<br>3 Er erquickt meine Seele; er leitet mich auf rechten Pfaden um seines Namens willen.<br>4 M\u00fc\u00dft\u2019 ich auch wandern in finsterm Tal: ich f\u00fcrchte kein Ungl\u00fcck, denn du bist bei mir: dein Hirtenstab und dein Stecken, die sind mein Trost.<br>5 Du deckst mir reichlich den Tisch vor den Augen meiner Feinde; du salbst mir das Haupt mit \u00d6l und schenkst mir den Becher voll ein.<br>6 Nur Gutes und Liebes werden mich begleiten mein ganzes Leben hindurch, und heimkehren werd\u2019 ich zum Hause des HERRN f\u00fcr eine lange Reihe von Tagen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 24<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David, ein Psalm. Dem HERRN geh\u00f6rt die Erde und ihre F\u00fclle, der Erdkreis und seine Bewohner;<br>2 denn er hat auf Meeren sie gegr\u00fcndet und \u00fcber Str\u00f6men sie festgestellt.<br>3 Wer darf hinaufgehn zum Berge des HERRN, wer stehen an seiner heiligen St\u00e4tte?<br>4 Wer schuldlos ist an H\u00e4nden und reinen Herzens, wer nie den Sinn auf T\u00e4uschung richtet, und wer nicht betr\u00fcgerisch schw\u00f6rt:<br>5 der wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit vom Gott seines Heils.<br>6 Dies ist das Geschlecht, das nach ihm verlangt, die dein Angesicht suchen, Gott Jakobs. SELA.<br>7 Hebt hoch, ihr Tore, eure H\u00e4upter und \u00f6ffnet euch weit, ihr uralten Pforten, da\u00df der K\u00f6nig der Herrlichkeit einziehe!<br>8 \u00bbWer ist denn der K\u00f6nig der Herrlichkeit?\u00ab Der HERR, gar stark und ein Held, der HERR, ein Held in der Schlacht!<br>9 Hebt hoch, ihr Tore, eure H\u00e4upter und \u00f6ffnet euch weit, ihr uralten Pforten, da\u00df der K\u00f6nig der Herrlichkeit einziehe!<br>10 \u00bbWer ist denn der K\u00f6nig der Herrlichkeit?\u00ab Der HERR der Heerscharen, der ist der K\u00f6nig der Herrlichkeit! SELA.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 25<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Zu dir, o HERR, erheb\u2019 ich meine Seele,<br>2 mein Gott, auf dich vertraue ich: la\u00df mich nicht entt\u00e4uscht werden, la\u00df meine Feinde nicht \u00fcber mich frohlocken!<br>3 Nein, keiner, der auf dich harrt, wird entt\u00e4uscht; entt\u00e4uscht wird nur, wer dich treulos verl\u00e4\u00dft. \u2013<br>4 Tu mir kund, o HERR, deine Wege, deine Pfade lehre mich!<br>5 La\u00df mich wandeln in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils: deiner harre ich allezeit. \u2013<br>6 Gedenke der Erweise deines Erbarmens, o HERR, und da\u00df deine Gnadenverhei\u00dfe aus der Urzeit stammen;<br>7 gedenke nicht der S\u00fcnden meiner Jugend und meiner Vergehen: nein, nach deiner Gnade gedenke meiner um deiner G\u00fcte willen!<br>8 G\u00fctig und aufrichtig ist der HERR; darum weist er den S\u00fcndern den rechten Weg,<br>9 l\u00e4\u00dft Bedr\u00fcckte wandeln in richtiger Weise und lehrt die Dulder seinen Weg.<br>10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen, die seinen Bund und seine Gebote halten.<br>11 Um deines Namens willen, o HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist gro\u00df! \u2013<br>12 Wie steht\u2019s mit dem Mann, der den HERRN f\u00fcrchtet? Dem zeigt er den Weg, den er w\u00e4hlen soll.<br>13 Er selbst wird wohnen im Gl\u00fcck, und seine Kinder werden das Land besitzen.<br>14 Freundschaft h\u00e4lt der HERR mit denen, die ihn f\u00fcrchten, und sein Bund will zur Erkenntnis sie f\u00fchren. \u2013<br>15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet, denn er wird meine F\u00fc\u00dfe aus dem Netze ziehn.<br>16 Wende dich mir zu und sei mir gn\u00e4dig! Denn einsam bin ich und elend.<br>17 Die \u00c4ngste meines Herzens sind schwer geworden: o f\u00fchr\u2019 mich heraus aus meinen N\u00f6ten!<br>18 Sieh mein Elend an und mein Ungemach und vergib mir alle meine S\u00fcnden! \u2013<br>19 Sieh meine Feinde an, wie viele ihrer sind und wie sie mich hassen mit frevlem Ha\u00df.<br>20 Beh\u00fcte meine Seele und rette mich, nicht entt\u00e4uscht la\u00df mich werden: ich traue auf dich!<br>21 Unschuld und Redlichkeit m\u00f6gen mich beh\u00fcten, denn ich harre deiner, o HERR! \u2013<br>22 O Gott, erl\u00f6se Israel aus allen seinen N\u00f6ten!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 26<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Schaffe mir Recht, o HERR, denn ich bin gewandelt in meiner Unschuld und habe vertraut auf den HERRN ohne Wanken!<br>2 Pr\u00fcfe mich, HERR, und erprobe mich: meine Nieren und mein Herz sind gel\u00e4utert!<br>3 Denn deine Gnade steht mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.<br>4 Ich sitze nicht bei falschen Menschen und verkehre nicht mit hinterlistigen Leuten;<br>5 ich meide die Versammlung der Misset\u00e4ter und halte mich nicht zu den Gottlosen;<br>6 ich wasche in Unschuld meine H\u00e4nde und schreite so um deinen Altar, o HERR,<br>7 da\u00df ich laut ein Danklied erschallen lasse und alle deine Wundertaten verk\u00fcnde.<br>8 O HERR, ich habe lieb die St\u00e4tte deines Hauses und den Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt.<br>9 Raffe nicht weg meine Seele mit den (Seelen der) S\u00fcnder, noch mein Leben mit dem der Mordgesellen,<br>10 an deren H\u00e4nden Verbrechen kleben und deren Rechte gef\u00fcllt ist mit Bestechung!<br>11 Ich aber wandle in meiner Unschuld: erl\u00f6se mich, HERR, und sei mir gn\u00e4dig!<br>12 Mein Fu\u00df steht fest auf ebenem Plan: in Versammlungen will ich preisen den HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 27<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil: vor wem sollt\u2019 ich mich f\u00fcrchten? Der HERR ist meines Lebens Schutzwehr: vor wem sollte mir bangen?<br>2 Wenn \u00dcbelt\u00e4ter gegen mich anst\u00fcrmen, mich zu zerfleischen, meine Widersacher und Feinde: sie straucheln und fallen.<br>3 Mag ein Heer sich gegen mich lagern: mein Herz ist ohne Furcht; mag Krieg sich gegen mich erheben: trotzdem bleib\u2019 ich getrost.<br>4 Nur eines erbitt\u2019 ich vom HERRN, danach trag\u2019 ich Verlangen: da\u00df ich weilen m\u00f6ge im Hause des HERRN mein ganzes Leben hindurch, um anzuschauen die Huld des HERRN und der Andacht mich hinzugeben in seinem Tempel.<br>5 Denn er birgt mich in seiner H\u00fctte am Tage des Unheils, beschirmt mich im Schirm seines Zeltes, hebt hoch mich auf einen Felsen empor.<br>6 So wird sich denn mein Haupt erheben \u00fcber meine Feinde rings um mich her; und opfern will ich in seinem Zelte Schlachtopfer mit Jubelschall, will singen und spielen dem HERRN!<br>7 H\u00f6re mich, HERR, laut ruf\u2019 ich zu dir! Ach sei mir gn\u00e4dig, erh\u00f6re mich!<br>8 Mein Herz h\u00e4lt dein Gebot dir vor: \u00bbIhr sollt mein Angesicht suchen!\u00ab Darum suche ich, o HERR, dein Angesicht.<br>9 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise nicht ab deinen Knecht im Zorn! Du bist meine Hilfe gewesen: verwirf mich nicht und verla\u00df mich nicht, du Gott meines Heils!<br>10 Wenn Vater und Mutter mich verlassen, so nimmt doch der HERR mich auf.<br>11 Lehre mich, HERR, deinen Weg und f\u00fchre mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen!<br>12 Gib mich nicht preis der Gier meiner Dr\u00e4nger! Denn L\u00fcgenzeugen sind gegen mich aufgetreten und schnauben Gewalttat (gegen mich).<br>13 Gott Lob! Ich bin gewi\u00df, die G\u00fcte des HERRN zu schauen im Lande der Lebenden.<br>14 Harre des HERRN, sei getrost, und dein Herz sei unverzagt! Ja, harre des HERRN!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 28<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Zu dir, HERR, rufe ich: mein Fels, o wende dich nicht schweigend von mir ab, auf da\u00df nicht, wenn du mir stumm bleibst, ich den ins Grab Gesunknen gleiche.<br>2 H\u00f6re mein lautes Flehen, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine H\u00e4nde erhebe nach deinem Allerheiligsten!<br>3 Raffe mich nicht weg mit den Frevlern und den \u00dcbelt\u00e4tern, die freundlich reden mit ihren N\u00e4chsten und dabei Arges im Herzen sinnen!<br>4 Vergilt du ihnen nach ihrem Tun, nach der Bosheit ihrer Handlungen, vergilt ihnen nach dem Werk ihrer H\u00e4nde, zahl\u2019 ihnen ihr Verhalten heim, wie sie\u2019s verdienen!<br>5 Denn sie achten nicht auf das Walten des HERRN und das Werk seiner H\u00e4nde; drum wird er sie niederrei\u00dfen und nicht wieder aufbaun.<br>6 Gepriesen sei der HERR, denn er hat geh\u00f6rt meinen lauten Hilferuf!<br>7 Der HERR ist meine St\u00e4rke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, da ist mir Hilfe geworden. So frohlockt denn mein Herz, und mit meinem Liede will ich ihm danken.<br>8 Der HERR ist seines Volkes St\u00e4rke und seines Gesalbten rettende Zuflucht.<br>9 O hilf deinem Volk und segne dein Erbe, weide sie und trage sie ewiglich!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 29<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von David. Bringt dar dem HERRN, ihr Gottess\u00f6hne, bringt dar dem HERRN Ehre und Preis!<br>2 Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens, werft vor dem HERRN euch nieder in heiligem Schmuck!<br>3 Der Donner des HERRN rollt \u00fcber dem Meer; der Gott der Herrlichkeit donnert, der HERR \u00fcber weiter Meeresflut!<br>4 Der Donner des HERRN erschallt mit Macht, der Donner des HERRN in seiner Pracht!<br>5 Der Donner des HERRN zerschmettert die Zedern, ja der HERR zersplittert die Zedern des Libanons<br>6 und l\u00e4\u00dft sie h\u00fcpfen wie K\u00e4lbchen, den Libanon und Sirjon (5.Mose 3,9) wie junge B\u00fcffel.<br>7 Der Donner des HERRN l\u00e4\u00dft Feuerflammen spr\u00fchn;<br>8 der Donner des HERRN macht die W\u00fcste erbeben, der HERR macht erbeben die W\u00fcste Kades (5.Mose 1,19).<br>9 Der Donner des HERRN macht Hirschk\u00fche krei\u00dfen, ent\u00e4stet die W\u00e4lder, und alles ruft in seinem Palast: \u00bbEhre!\u00ab<br>10 Der HERR hat \u00fcber der Sintflut (einst) gethront, und als K\u00f6nig thront der HERR in Ewigkeit.<br>11 Der HERR verleihe Kraft seinem Volk, der HERR wolle segnen sein Volk mit Frieden!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 30<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm, ein Lied zur Tempelweihe, von David.<br>2 Ich will dich erheben, o HERR, denn du hast aus der Tiefe mich gezogen und meinen Feinden die Freude \u00fcber mich vereitelt.<br>3 O HERR, mein Gott, ich schrie zu dir (um Hilfe), da hast du mir Heilung geschafft.<br>4 O HERR, du hast meine Seele aus dem Totenreich heraufgef\u00fchrt, hast mich am Leben erhalten, so da\u00df ich nicht ins Grab bin gesunken.<br>5 Lobsinget dem HERRN, ihr seine Frommen, und preist seinen heiligen Namen!<br>6 Denn sein Zorn w\u00e4hrt nur einen Augenblick, doch lebenslang seine Gnade: am Abend kehrt Weinen als Gast ein, doch am Morgen herrscht Jubel.<br>7 Ich aber dachte in meiner Sicherheit: \u00bbIch werde nimmermehr wanken!\u00ab<br>8 O HERR, nach deiner Gnade hattest du fest meinen Berg gegr\u00fcndet; dann aber verbargst du dein Antlitz, und ich erschrak.<br>9 Da rief ich zu dir, o HERR, und flehte zu meinem Gott:<br>10 \u00bbWas hast du f\u00fcr Gewinn von meinem Blut, wenn zur Gruft ich fahre? Kann der Staub dich preisen und deine Treue verk\u00fcnden?<br>11 O h\u00f6re mich, HERR, und erbarme dich mein, sei du, o HERR, ein Helfer!\u00ab<br>12 Du hast mir meine Klage in Reigentanz verwandelt, das Trauerkleid mir gel\u00f6st und mit Freude mich geg\u00fcrtet,<br>13 auf da\u00df dir meine Seele lobsinge und nicht schweige: o HERR, mein Gott, in Ewigkeit will ich dir danken!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 31<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David.<br>2 Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht: la\u00df mich nimmer entt\u00e4uscht werden! Nach deiner Gerechtigkeit errette mich!<br>3 Neige dein Ohr mir zu, eile zu meiner Rettung herbei, sei mir ein sch\u00fctzender Fels, eine feste Burg, mir zu helfen!<br>4 Du bist ja doch mein Fels und meine Burg, um deines Namens willen wirst du mich f\u00fchren und leiten,<br>5 mich befrein aus dem Netz, das man heimlich mir gestellt; denn du bist meine Schutzwehr.<br>6 In deine Hand befehl\u2019 ich meinen Geist (Lk 23,46): du wirst mich erl\u00f6sen, o HERR, du treuer Gott.<br>7 Du hassest, die sich an nichtige G\u00f6tzen halten, doch ich vertraue auf den HERRN.<br>8 Ich will jubeln und fr\u00f6hlich sein ob deiner Gnade, da\u00df du mein Elend hast angeschaut, auf die Angst meiner Seele geachtet<br>9 und mich der Gewalt des Feindes nicht preisgegeben, nein, meine F\u00fc\u00dfe gestellt hast auf weiten Raum.<br>10 Sei mir gn\u00e4dig, o HERR, denn ich bin in Bedr\u00e4ngnis; getr\u00fcbt vor Gram ist mir mein Auge, meine Seele und mein Leib;<br>11 denn in Kummer verzehrt sich mein Leben und meine Jahre in Seufzen; ersch\u00f6pft durch mein Verschulden ist meine Kraft, und verfallen sind meine Gebeine.<br>12 F\u00fcr alle meine Feinde bin ich zum Hohn geworden, von meinen Nachbarn gemieden und ein Schrecken f\u00fcr meine Bekannten: wer mich sieht auf der Stra\u00dfe, flieht scheu vor mir.<br>13 Entschwunden bin ich wie ein Toter dem Gedenken, bin geworden wie ein zerbrochnes Gef\u00e4\u00df.<br>14 Ich habe ja viele zischeln geh\u00f6rt: \u00bbGrauen ringsum!\u00ab Wenn sie vereint sich gegen mich beraten, sinnen sie darauf, mir das Leben zu rauben.<br>15 Doch ich vertraue auf dich, o HERR; ich sage: \u00bbNur du bist mein Gott.\u00ab<br>16 In deiner Hand steht meine Zeit: rette mich aus der Hand meiner Feinde und meiner Verfolger!<br>17 La\u00df leuchten dein Angesicht \u00fcber deinem Knecht, hilf mir durch deine Gnade!<br>18 HERR, la\u00df mich nicht entt\u00e4uscht werden, denn ich rufe dich an! La\u00df die Frevler entt\u00e4uscht werden, la\u00df sie, zum Schweigen gebracht, in die Unterwelt fahren!<br>19 Verstummen m\u00fcssen die L\u00fcgenlippen, die Freches reden gegen den Gerechten in Hochmut und Verachtung!<br>20 Wie gro\u00df ist deine G\u00fcte, die du vorbeh\u00e4ltst denen, die dich f\u00fcrchten, die du denen erzeigst, die ihre Zuflucht offen vor aller Welt zu dir nehmen!<br>21 Du schirmst sie mit deines Angesichts Schirm vor den Bosheitspl\u00e4nen der Menschen, birgst sie in einer H\u00fctte vor der Anfeindung der Zungen.<br>22 Gepriesen sei der HERR, da\u00df er mir seine Gnade wunderbar hat erwiesen in einer festen Stadt!<br>23 Ich zwar hatte gedacht in meiner Verzagtheit, ich sei versto\u00dfen fern von deinen Augen; doch du hast mein lautes Flehen geh\u00f6rt, als ich zu dir rief.<br>24 Liebet den HERRN, ihr seine Frommen alle! Die Treuen beh\u00fctet der HERR, vergilt aber reichlich dem, der Hochmut \u00fcbt.<br>25 Seid stark, und euer Herz sei unverzagt, ihr alle, die ihr harret des HERRN!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 32<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David; ein Lehrgedicht. Wohl dem, dessen Missetat vergeben und dessen S\u00fcnde zugedeckt ist!<br>2 Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet und in dessen Geist kein Trug wohnt!<br>3 Solange ich Schweigen \u00fcbte, verzehrte sich mein Leib, weil es unaufh\u00f6rlich in mir schrie;<br>4 denn bei Tag und bei Nacht lag schwer auf mir deine Hand: mein Lebenssaft verdorrte wie durch Sommergluten. SELA.<br>5 Da bekannte ich dir meine S\u00fcnde und verhehlte meine Verschuldung nicht; ich sagte: \u00bbBekennen will ich dem HERRN meine Missetaten!\u00ab Da hast du mir meine S\u00fcndenschuld vergeben. SELA.<br>6 Darum m\u00f6ge jeder Fromme zu dir beten, solange du dich finden l\u00e4\u00dft; wenn dann gewaltige Fluten daherst\u00fcrzen \u2013 ihn werden sie nicht erreichen.<br>7 Du bist mir ein Schirm, bewahrst mich vor Unheil: mit Rettungsjubel du wirst mich umgeben. SELA.<br>8 \u00bbIch will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du wandeln sollst; ich will dich beraten, mein Auge auf dich richten.<br>9 Seid nicht dem Ro\u00df, dem Maultier gleich, die keinen Verstand besitzen; mit Zaum und Gebi\u00df mu\u00dft du brechen ihren Trotz, sonst kommen sie nicht zu dir.\u00ab<br>10 Zahlreich sind die Leiden des Gottlosen; doch wer auf den HERRN vertraut, den wird er mit Gnade umgeben.<br>11 Freuet euch des HERRN und frohlockt, ihr Gerechten, und jubelt, ihr redlich Gesinnten alle!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 33<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Jubelt, ihr Gerechten, \u00fcber den HERRN! Den Aufrichtigen ziemet Lobgesang.<br>2 Preiset den HERRN mit der Zither, spielt ihm auf zehnsaitiger Harfe!<br>3 Singt ihm ein neues Lied, la\u00dft laut die Saiten erklingen mit Jubelschall!<br>4 Denn das Wort des HERRN ist wahrhaftig, und in all seinem Tun ist er treu;<br>5 er liebt Gerechtigkeit und Recht; von der Gnade des HERRN ist die Erde voll.<br>6 Durch das Wort des HERRN sind die Himmel geschaffen, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.<br>7 Er t\u00fcrmt die Wasser des Meeres auf wie einen Wall und legt die Fluten in Vorratskammern.<br>8 Es f\u00fcrchte den HERRN die ganze Erde, vor ihm m\u00fcssen beben alle Erdenbewohner;<br>9 denn er sprach: da geschah\u2019s; er gebot: da stand es da.<br>10 Der HERR hat den Ratschlu\u00df der Heiden zerschlagen, die Gedanken der V\u00f6lker vereitelt.<br>11 Der Ratschlu\u00df des HERRN bleibt ewig bestehn, seines Herzens Gedanken von Geschlecht zu Geschlecht.<br>12 Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das zum Eigentum er sich erw\u00e4hlt hat!<br>13 Vom Himmel blickt der HERR herab, sieht alle Menschenkinder;<br>14 von der St\u00e4tte, wo er wohnt, \u00fcberschaut er alle Bewohner der Erde,<br>15 er, der allen ihr Herz gestaltet, der acht hat auf all ihr Tun.<br>16 Ein K\u00f6nig ist nicht gesch\u00fctzt durch gro\u00dfe Heeresmacht, ein Kriegsheld rettet sich nicht durch gro\u00dfe Kraft;<br>17 betrogen ist, wer von Rossen die Rettung erhofft, denn trotz all ihrer St\u00e4rke verm\u00f6gen sie nicht zu retten.<br>18 Bedenke: das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn f\u00fcrchten, auf denen, die seiner Gnade harren,<br>19 auf da\u00df er ihre Seele vom Tode errette und sie am Leben erhalte in Hungersnot.<br>20 Unsre Seele harret des HERRN: unsre Hilfe und unser Schild ist er.<br>21 Ja, seiner freut sich unser Herz, denn auf seinen heiligen Namen vertrauen wir.<br>22 Deine Gnade walte \u00fcber uns, o HERR, gleichwie wir auf dich geharrt haben!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 34<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David, als er sich vor Abimelech irrsinnig stellte (1.Sam 21,11-16) und dieser ihn von sich trieb, so da\u00df er von dannen ging.<br>2 Ich will den HERRN allzeit preisen, immerdar soll sein Lob in meinem Munde sein.<br>3 Des HERRN soll meine Seele sich r\u00fchmen, die Dem\u00fctigen sollen es h\u00f6ren und sich freuen.<br>4 Verherrlicht mit mir den HERRN und la\u00dft uns gemeinsam seinen Namen erheben!<br>5 Sooft den HERRN ich suchte, hat er mich erh\u00f6rt und aus allen meinen \u00c4ngsten mich befreit.<br>6 Wer auf ihn blickt, wird heiteren Sinnes, und sein Antlitz braucht nicht besch\u00e4mt zu err\u00f6ten.<br>7 Hier ist ein (solcher) Dulder, der rief: da h\u00f6rte der HERR und half ihm aus all seinen N\u00f6ten.<br>8 Der Engel des HERRN lagert sich rings um die Gottesf\u00fcrchtigen und rettet sie.<br>9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist: wohl dem Manne, der auf ihn vertraut!<br>10 F\u00fcrchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! denn die ihn f\u00fcrchten, leiden keinen Mangel.<br>11 Junge L\u00f6wen m\u00fcssen darben und leiden Hunger; doch wer den HERRN sucht, entbehrt nichts Gutes.<br>12 Kommt her, ihr Kinder, h\u00f6rt mir zu: die Furcht des HERRN will ich euch lehren!<br>13 Wer ist der Mann, der langes Leben begehrt, der viele Tage sich w\u00fcnscht, um Gl\u00fcck zu genie\u00dfen?<br>14 H\u00fcte deine Zunge vor B\u00f6sem und deine Lippen vor Worten des Trugs!<br>15 Halte dich fern vom B\u00f6sen und tu das Gute, suche den Frieden und jage ihm nach!<br>16 Die Augen des HERRN sind auf die Gerechten gerichtet und seine Ohren auf ihr Hilfsgeschrei.<br>17 Das Antlitz des HERRN steht gegen die Frevler, um ihr Ged\u00e4chtnis auszutilgen von der Erde.<br>18 Wenn sie schreien, so h\u00f6rt es der HERR und rettet sie aus all ihren N\u00f6ten.<br>19 Der HERR ist nahe den zerbrochenen Herzen, hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.<br>20 Zahlreich sind die Leiden des Gerechten, doch aus allen rettet ihn der HERR.<br>21 Er beh\u00fctet alle seine Gebeine, da\u00df nicht eins von ihnen zerbrochen wird.<br>22 Den Gottlosen wird das Ungl\u00fcck t\u00f6ten, und wer den Gerechten ha\u00dft, mu\u00df es b\u00fc\u00dfen.<br>23 Der HERR erl\u00f6st die Seele seiner Knechte, und alle, die zu ihm sich fl\u00fcchten, brauchen nicht zu b\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 35<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Streite, HERR, mit denen, die mich bestreiten, k\u00e4mpfe mit denen, die mich bek\u00e4mpfen!<br>2 Ergreife Schild und Tartsche und stehe auf zur Hilfe f\u00fcr mich!<br>3 Z\u00fccke die Lanze und sperre meinen Verfolgern den Weg, sprich zu meiner Seele: \u00bbDeine Hilfe bin ich!\u00ab<br>4 La\u00df in Schmach und Schande geraten, die mir nach dem Leben trachten; zur\u00fcckweichen m\u00fcssen und schamrot werden, die auf Unheil gegen mich sinnen!<br>5 La\u00df sie werden wie Spreu vor dem Winde, w\u00e4hrend der Engel des HERRN sie zur\u00fcckst\u00f6\u00dft!<br>6 Ihr Weg m\u00fcsse finster und schl\u00fcpfrig sein, w\u00e4hrend der Engel des HERRN sie verfolgt!<br>7 Denn ohn\u2019 Ursach haben sie heimlich ihr Netz mir gestellt, meinem Leben ohn\u2019 Ursach eine Grube gegraben.<br>8 M\u00f6ge Verderben ihn unversehens treffen, und sein Netz, das er heimlich gestellt, das m\u00f6ge ihn fangen: zum Verderben gerate er selbst hinein!<br>9 Dann wird mein Herz frohlocken \u00fcber den HERRN und sich freuen ob seiner Hilfe;<br>10 alle Glieder meines Leibes werden bekennen: \u00bbHERR, wer ist dir gleich? Du bist\u2019s, der den Elenden rettet vor dem \u00dcberstarken und den Elenden und Armen vor dem R\u00e4uber.\u00ab<br>11 Es treten L\u00fcgenzeugen (gegen mich) auf, befragen mich \u00fcber Dinge, von denen ich nichts wei\u00df;<br>12 sie vergelten mir B\u00f6ses f\u00fcr Gutes, bringen Vereinsamung \u00fcber mich.<br>13 Ich aber \u2013 als krank sie lagen, war ein Sack mein Gewand; ich kasteite mich mit Fasten, und mein Gebet kehrte sich gegen mich selbst;<br>14 als w\u00e4r\u2019s mein Freund, mein Bruder, so ging ich einher; wie einer, der Leid um die Mutter tr\u00e4gt, so senkte ich trauernd das Haupt.<br>15 Doch jetzt ob meinem Sturze frohlocken sie und tun sich zusammen, sie treten zu kr\u00e4nkendem Spott zusammen gegen mich, und Leute, die ich nicht kenne, l\u00e4stern mich unaufh\u00f6rlich,<br>16 die heuchlerischen Kuchenbettler, die doch mit den Z\u00e4hnen gegen mich knirschen.<br>17 O Allherr, wie lange noch willst du\u2019s ansehn? Entrei\u00df meine Seele ihren L\u00fcgenreden (oder Verw\u00fcstungen), mein Leben den jungen L\u00f6wen!<br>18 Dann will ich dir danken in gro\u00dfer Versammlung, vor zahlreichem Volke dich preisen.<br>19 La\u00df sich nicht freun \u00fcber mich, die ohn\u2019 Ursach mir feind sind, la\u00df nicht mit den Augen blinzeln, die ohne Grund mich hassen!<br>20 Sie reden ja nicht, was zum Frieden dient, nein, gegen die Stillen im Lande ersinnen sie Worte des Truges;<br>21 sie rei\u00dfen den Mund weit auf gegen mich, sie rufen: \u00bbHaha, wir haben\u2019s mit unsern eigenen Augen gesehn!\u00ab<br>22 Du hast\u2019s gesehn, HERR: bleibe nicht stumm, o Allherr, bleibe nicht fern von mir,<br>23 Erhebe dich doch, wache auf, mir Recht zu schaffen, mein Gott und Allherr, meine Sache zu f\u00fchren!<br>24 Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, HERR mein Gott, la\u00df sie sich \u00fcber mich nicht freuen!<br>25 La\u00df sie in ihrem Herzen nicht sagen: \u00bbHaha! So wollten wir\u2019s!\u00ab La\u00df sie nicht sagen: \u00bbWir haben ihn verschlungen!\u00ab<br>26 La\u00df sie alle entt\u00e4uscht und schamrot werden, die meines Ungl\u00fccks sich freuen, la\u00df in Schmach und Schande sich kleiden, die gegen mich gro\u00dftun!<br>27 La\u00df jubeln und fr\u00f6hlich sein, die mein Recht mir w\u00fcnschen, und la\u00df sie immer bekennen: \u00bbGro\u00df ist der HERR, dem das Heil seines Knechtes am Herzen liegt!\u00ab<br>28 Dann soll meine Zunge verk\u00fcnden deine Gerechtigkeit (und) deinen Ruhm den ganzen Tag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 36<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; vom Knechte des Herrn, von David.<br>2 Eingebung der S\u00fcnde beherrscht den Frevler, so l\u00e4\u00dft es im Innern meines Herzens sich h\u00f6ren: kein Zagen vor Gott steht ihm vor Augen;<br>3 denn sie verblendet ihn mit Schmeichelreden, da\u00df er in Verschuldung ger\u00e4t, indem er Ha\u00df aus\u00fcbt (?).<br>4 Was er ausspricht, ist Unheil und Trug; aufgeh\u00f6rt hat er, verst\u00e4ndig zu sein, um gut zu handeln.<br>5 Unheil sinnt er auf seinem Lager, tritt hin auf den Weg der Bosheit, das Schlechte verabscheut er nicht.<br>6 O HERR, bis zum Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis hin an die Wolken;<br>7 deine Gerechtigkeit steht fest wie die Gottesberge, deine Gerichte gleichen dem weiten Weltmeer; Menschen und Tieren hilfst du, o HERR.<br>8 Wie k\u00f6stlich ist deine Gnade, o Gott, da\u00df Menschenkinder sich bergen im Schatten deiner Fl\u00fcgel!<br>9 Sie laben sich an den reichen G\u00fctern deines Hauses, und du tr\u00e4nkst sie mit dem Strom deiner Wonnen;<br>10 denn bei dir ist der Brunnquell des Lebens, und in deinem Lichte schauen wir Licht.<br>11 Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit den redlich Gesinnten!<br>12 La\u00df den Fu\u00df des Hochmuts mich nicht treten und die Hand der Frevler mich nicht vertreiben!<br>13 Einst werden die \u00dcbelt\u00e4ter gefallen sein, niedergest\u00fcrzt und k\u00f6nnen nicht wieder aufstehn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 37<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Entr\u00fcste dich nicht \u00fcber die B\u00f6sen und ereifre dich nicht \u00fcber die \u00dcbelt\u00e4ter!<br>2 denn schnell wie das Gras verwelken sie und verdorren wie gr\u00fcnender Rasen.<br>3 Vertrau auf den HERRN und tu das Gute, bleib wohnen im Lande und \u00fcbe Redlichkeit<br>4 und habe deine Lust am HERRN: so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.<br>5 Befiehl dem HERRN deine Wege und vertraue auf ihn: er wird\u2019s wohl machen<br>6 und deine Gerechtigkeit strahlen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.<br>7 Sei stille dem HERRN und harre auf ihn, entr\u00fcste dich nicht \u00fcber den, der Gl\u00fcck hat bei seinem Tun, \u00fcber den Mann, der R\u00e4nke \u00fcbt!<br>8 Steh ab vom Zorn und entsage dem Grimm, entr\u00fcste dich nicht: es f\u00fchrt nur zum B\u00f6sestun!<br>9 Denn die \u00dcbelt\u00e4ter werden ausgerottet, doch die da harren des HERRN, die werden das Land besitzen.<br>10 Nur noch ein Weilchen, so wird der Frevler nicht mehr sein, und siehst du dich um nach seiner St\u00e4tte, so ist er nicht mehr da;<br>11 die stillen Dulder aber werden das Land besitzen und sich freun an der F\u00fclle des Friedens.<br>12 B\u00f6ses sinnt der Frevler gegen den Gerechten und knirscht mit den Z\u00e4hnen gegen ihn;<br>13 der Allherr aber lacht \u00fcber ihn, denn er sieht, da\u00df sein Tag kommt.<br>14 Die Frevler z\u00fccken das Schwert und spannen den Bogen, um den Dulder und Armen niederzustrecken und die redlich Wandelnden hinzumorden;<br>15 doch ihr Schwert dringt ihnen ins eigne Herz, und ihre Bogen werden zerbrochen.<br>16 Das geringe Gut des Gerechten ist besser als der \u00dcberflu\u00df vieler Gottlosen;<br>17 denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, die Gerechten aber st\u00fctzt der HERR.<br>18 Der HERR kennt wohl die Tage der Frommen, und ihr Besitz ist f\u00fcr immer gesichert;<br>19 sie werden nicht zuschanden in b\u00f6ser Zeit, nein, in den Tagen des Hungers werden sie satt.<br>20 Dagegen die Gottlosen gehen zugrunde, und die Feinde des HERRN sind wie die Pracht der Auen: sie vergehen wie Rauch, sie vergehen!<br>21 Der Gottlose mu\u00df borgen und kann nicht zahlen, der Gerechte aber schenkt und gibt;<br>22 denn die vom HERRN Gesegneten erben das Land, aber die von ihm Verfluchten werden vernichtet.<br>23 Vom HERRN her werden die Schritte des Mannes gefestigt, und zwar wenn Gefallen er hat an seinem Wandel;<br>24 wenn er strauchelt, st\u00fcrzt er nicht v\u00f6llig nieder, denn der HERR st\u00fctzt ihm die Hand.<br>25 Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch hab\u2019 ich nie den Gerechten verlassen gesehn, noch seine Kinder betteln um Brot.<br>26 Allzeit kann er schenken und darleihn, und auch noch seine Kinder sind zum Segen.<br>27 Halte dich fern vom B\u00f6sen und tu das Gute, so wirst du f\u00fcr immer wohnen bleiben;<br>28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verl\u00e4\u00dft seine Frommen nicht: ewiglich werden sie beh\u00fctet, doch der Gottlosen Nachwuchs wird ausgerottet.<br>29 Die Gerechten werden das Land besitzen und bleiben in ihm wohnen f\u00fcr immer.<br>30 Des Gerechten Mund l\u00e4\u00dft Weisheit h\u00f6ren, und seine Zunge redet Recht;<br>31 das Gesetz seines Gottes wohnt ihm im Herzen, und seine Schritte wanken nicht.<br>32 Der Gottlose lauert dem Gerechten auf und sucht ihn ums Leben zu bringen;<br>33 doch der HERR l\u00e4\u00dft ihn nicht fallen in seine Hand und l\u00e4\u00dft ihn nicht verdammen vor Gericht.<br>34 Harre des HERRN und halte dich an seinen Weg, so wird er dich erh\u00f6hn zum Besitz des Landes; an der Gottlosen Vernichtung wirst du deine Freude sehn.<br>35 Ich hab\u2019 einen Frevler gesehen, der trat gar trotzig auf und spreizte sich stolz wie ein gr\u00fcnender, ragender Baum;<br>36 doch als ich (wieder) vor\u00fcberging, da war er verschwunden, und als ich ihn suchte, war er nicht mehr zu finden.<br>37 Bleibe (also) fromm und halte dich recht, denn solchen wird es zuletzt wohl ergehn;<br>38 die Frevler aber werden allesamt vertilgt, und der Gottlosen Nachwuchs wird ausgerottet.<br>39 Die Hilfe der Gerechten kommt vom HERRN: er ist ihre Schutzwehr zur Zeit der Not;<br>40 denn der HERR steht ihnen bei und rettet sie; er rettet sie von den Frevlern und bringt ihnen Hilfe, weil auf ihn sie ihr Vertrauen setzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 38<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von David, bei Darbringung des Duftopfers.<br>2 HERR, nicht in deinem Zorne strafe mich, und nicht in deinem Ingrimm z\u00fcchtige mich!<br>3 Denn deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und deine Hand liegt schwer auf mir:<br>4 nichts ist gesund an meinem Leib ob deinem Z\u00fcrnen, nichts heil an meinen Gliedern ob meiner S\u00fcnde.<br>5 Denn meine Missetaten schlagen mir \u00fcber dem Haupt zusammen; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.<br>6 Es faulen, es eitern meine Wunden infolge meiner Torheit.<br>7 Ich bin gekr\u00fcmmt, tief niedergebeugt; den ganzen Tag geh\u2019 ich trauernd einher;<br>8 denn meine Lenden sind voll von Entz\u00fcndung, und nichts ist unversehrt an meinem Leibe.<br>9 Ersch\u00f6pft bin ich und ganz zerschlagen, ich schreie auf infolge des St\u00f6hnens meines Herzens.<br>10 O Allherr, all mein Verlangen ist dir bekannt, und meine Seufzer sind dir nicht verborgen.<br>11 Mein Herz pocht st\u00fcrmisch, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen, auch das ist dahin!<br>12 Meine Freunde und Genossen stehn abseits von meinem Elend, und meine n\u00e4chsten Verwandten halten sich fern.<br>13 Die nach dem Leben mir trachten, legen mir Schlingen, und die mein Ungl\u00fcck suchen, verabreden Unheil und sinnen auf Trug den ganzen Tag.<br>14 Doch ich bin wie ein Tauber, h\u00f6re es nicht, und bin wie ein Stummer, der den Mund nicht auftut;<br>15 ja, ich bin wie einer, der nicht h\u00f6ren kann und in dessen Mund keine Widerrede ist;<br>16 denn auf dich, HERR, warte ich: du wirst antworten, o Allherr, mein Gott;<br>17 denn ich sage: \u00bbDa\u00df sie nur nicht \u00fcber mich frohlocken, nur nicht beim Wanken meines Fu\u00dfes gegen mich gro\u00dftun!\u00ab<br>18 Denn nahe bin ich am Zusammenbrechen, und mein Schmerz ist mir allezeit gegenw\u00e4rtig.<br>19 Ach! Ich bekenne meine Schuld, bin bek\u00fcmmert ob meiner S\u00fcnde!<br>20 Dagegen die ohne Grund mich befeinden, sind stark, und zahlreich sind, die ohn\u2019 Ursach\u2019 mich hassen,<br>21 und solche, die mir Gutes mit B\u00f6sem vergelten, sind meine Widersacher, weil fest am Guten ich halte.<br>22 Verla\u00df mich nicht, o HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir!<br>23 Eile zu meinem Schutz herbei, o Allherr, meine Rettung!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 39<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister Jeduthun; ein Psalm von David.<br>2 Ich dachte: \u00bbAchten will ich auf meine Wege, da\u00df ich nicht s\u00fcnd\u2019ge mit meiner Zunge; ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange noch der Frevler vor mir steht.\u00ab<br>3 So ward ich denn stumm, ganz stumm, mit Gewalt schweigsam (?); doch es w\u00fchlte mein Schmerz noch wilder.<br>4 Das Herz ward mir hei\u00df in der Brust, ob meinem Gr\u00fcbeln brannte ein Feuer in mir; da lie\u00df ich meiner Zunge freien Lauf:<br>5 \u00bbHERR, la\u00df mein Ende mich wissen und welches das Ma\u00df meiner Tage ist! La\u00df mich erkennen, wie verg\u00e4nglich ich bin!<br>6 Ach, spannenlang hast du mir die Tage gemacht, und meines Lebens Dauer ist wie nichts vor dir: ja, nur als ein Hauch steht jeglicher Mensch da!\u00ab SELA.<br>7 F\u00fcrwahr nur als Schattenbild wandelt der Mensch einher, nur um ein Nichts wird so viel L\u00e4rm gemacht; man h\u00e4uft auf und wei\u00df nicht, wer es einheimst.<br>8 Und nun, o Allherr, wes soll ich harren? Meine Hoffnung geht auf dich (allein).<br>9 Errette mich von allen meinen S\u00fcnden, zum Spott der Toren la\u00df mich nicht werden!<br>10 Ich schweige, tu meinen Mund nicht auf, denn du hast\u2019s so gef\u00fcgt.<br>11 Nimm deine Plage weg von mir: unter dem Druck deiner Hand erlieg\u2019 ich.<br>12 Z\u00fcchtigst du einen Menschen mit Strafen um der S\u00fcnde willen, so l\u00e4\u00dft du seine Sch\u00f6nheit vergehn wie die Motte: ach, nur ein Hauch ist jeglicher Mensch! SELA.<br>13 H\u00f6re, o HERR, mein Gebet und vernimm mein Schreien, bleib\u2019 nicht stumm bei meinen Tr\u00e4nen! Denn ein Gast (nur) bin ich bei dir, ein Beisa\u00df wie all meine V\u00e4ter.<br>14 Blick weg von mir, da\u00df mein Antlitz sich wieder erheitert, bevor ich dahinfahre und nicht mehr bin!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 40<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; von David ein Psalm.<br>2 Geduldig hatte ich des HERRN geharrt: da neigte er sich zu mir und h\u00f6rte mein Schreien;<br>3 er zog mich herauf aus der Grube des Unheils, aus dem schlammigen Sumpf, und stellte meine F\u00fc\u00dfe auf Felsengrund, verlieh meinen Schritten Festigkeit;<br>4 er legte ein neues Lied mir in den Mund, einen Lobgesang auf unsern Gott. Das werden viele sehen und Ehrfurcht f\u00fchlen und Vertrauen fassen zum HERRN.<br>5 Gl\u00fcckselig der Mann, der sein Vertrauen setzt auf den HERRN, der\u2019s nicht mit den Stolzen h\u00e4lt und nicht mit den treulosen L\u00fcgenfreunden!<br>6 Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, und deine Heilsgedanken mit uns, o HERR, mein Gott; dir ist nichts zu vergleichen; wollt\u2019 ich von ihnen reden und sie verk\u00fcnden \u2013 sie \u00fcbersteigen jede Zahl.<br>7 An Schlacht- und Speisopfern hast du kein Gefallen, doch offne Ohren hast du mir gegeben; nach Brand- und S\u00fcndopfern tr\u00e4gst du kein Verlangen.<br>8 Da hab\u2019 ich gesagt: \u00bbSiehe, hier bin ich! In der Rolle des Buches, da steht f\u00fcr mich geschrieben:<br>9 Deinen Willen zu tun, mein Gott, ist meine Lust, und dein Gesetz ist tief mir ins Herz geschrieben.\u00ab<br>10 Von (deiner) Gerechtigkeit hab\u2019 ich in gro\u00dfer Versammlung gesprochen, siehe, meinen Lippen hab\u2019 ich nicht Einhalt getan: du selbst, HERR, wei\u00dft es!<br>11 Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen in meinem Herzen, von deiner Treue und Hilfe laut geredet; ich habe deine Gnade und Wahrheit nicht verschwiegen, vor der gro\u00dfen Versammlung.<br>12 So wirst du, HERR, mir dein Erbarmen nicht versagen; deine Gnade und Wahrheit werden stets mich beh\u00fcten.<br>13 Denn Leiden ohne Zahl umringen mich, meine S\u00fcnden haben mich ereilt, un\u00fcbersehbar; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und der Mut ist mir entschwunden.<br>14 La\u00df dir\u2019s wohlgefallen, o HERR, mich zu retten, eile, o HERR, zu meiner Hilfe herbei!<br>15 La\u00df sie allesamt besch\u00e4mt und schamrot werden, die nach dem Leben mir stehn, um es wegzuraffen! La\u00df mit Schande beladen abziehn, die mein Ungl\u00fcck w\u00fcnschen!<br>16 Erschaudern m\u00fcssen ob ihrer Schmach, die \u00fcber mich rufen: \u00bbHaha, haha!\u00ab<br>17 La\u00df jubeln und deiner sich freuen alle, die dich suchen; la\u00df alle, die nach deinem Heil verlangen, immerdar bekennen: \u00bbGro\u00df ist der HERR.\u00ab<br>18 Bin ich auch elend und arm \u2013 der Allherr wird f\u00fcr mich sorgen. Meine Hilfe und mein Retter bist du: mein Gott, s\u00e4ume nicht!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 41<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David.<br>2 Wohl dem, der des Schwachen sich annimmt: am Tage des Ungl\u00fccks wird der HERR ihn erretten!<br>3 Der HERR wird ihn beh\u00fcten und am Leben erhalten, da\u00df er gl\u00fccklich gepriesen wird im Lande; und du gibst ihn nicht preis der Gier seiner Feinde.<br>4 Der HERR wird ihn auf dem Siechbett erquicken: sein ganzes Krankenlager machst du ihm leicht.<br>5 Ich sage: \u00bbO HERR, sei mir gn\u00e4dig, ach, heile meine Seele, denn an dir hab\u2019 ich ges\u00fcndigt!\u00ab<br>6 Meine Feinde reden B\u00f6ses von mir: \u00bbWann wird er sterben, da\u00df sein Name verschwindet?\u00ab<br>7 Kommt jemand, mich zu besuchen, so redet er Falschheit; sein Herz sammelt Bosheit an; dann geht er hinaus, um drau\u00dfen davon zu reden.<br>8 Alle, die mich hassen, zischeln vereint \u00fcber mich, Unheil sinnen sie gegen mich:<br>9 \u00bbEin heilloses \u00dcbel haftet ihm an! Wer so sich gelegt hat, kommt nicht wieder hoch!\u00ab<br>10 Sogar mein bester Freund, dem ich fest vertraute, der mein Brot a\u00df, hat die Ferse gegen mich erhoben.<br>11 Du aber, HERR, sei mir gn\u00e4dig und hilf mir wieder auf, so will ich\u2019s ihnen vergelten!<br>12 Daran will ich erkennen, da\u00df du Gefallen an mir hast, wenn mein Feind nicht \u00fcber mich jubeln wird,<br>13 doch du mich ob meiner Unschuld aufrecht h\u00e4ltst und mich vor deinem Angesicht stehn l\u00e4\u00dft immerdar.<br>14 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, ja Amen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen &#8211; Zweites Buch (Psalm 42-72)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 42<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Lehrgedicht der Korahiten.<br>2 Wie der Hirsch lechzt nach Wasserb\u00e4chen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott!<br>3 Meine Seele d\u00fcrstet nach Gott, dem lebendigen Gott: wann werde ich dahin kommen, da\u00df ich erscheine vor Gottes Angesicht?<br>4 Meine Tr\u00e4nen sind meine Speise geworden bei Tag und bei Nacht, weil man den ganzen Tag zu mir sagt: \u00bbWo ist nun dein Gott?\u00ab<br>5 Daran will ich gedenken \u2013 und meinem Schmerz freien Lauf in mir lassen \u2013, wie einst ich dahinschritt in dichter Schar, mit ihnen wallte zum Hause Gottes, umbraust von lautem Jubel und Lobgesang inmitten der feiernden Menge.<br>6 Was betr\u00fcbst du dich, meine Seele, und st\u00fcrmst so ruhlos in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, ihm, meines Angesichts Hilfe und meinem Gott.<br>7 Gebeugt ist meine Seele in mir: drum denk\u2019 ich an dich im Lande des Jordans und der Hermongipfel, am Berge Mizar:<br>8 Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasserst\u00fcrze; alle, alle deine Wogen und Wellen sind \u00fcber mich hingegangen!<br>9 Bei Tag seufz\u2019 ich: \u00bbEs entbiete der HERR seine Gnade!\u00ab, und nachts ist sein Lied in meinem Munde, ein Gebet zum Gott meines Lebens.<br>10 Ich sage zu Gott, meinem Felsen: \u00bbWarum hast du mich vergessen? Warum mu\u00df ich trauernd einhergehn unter dem Druck des Feindes?\u00ab<br>11 Wie Zermalmung liegt mir in meinen Gebeinen der Hohn meiner Dr\u00e4nger, weil sie den ganzen Tag zu mir sagen: \u00bbWo ist nun dein Gott?\u00ab<br>12 Was betr\u00fcbst du dich, meine Seele, und st\u00fcrmst so ruhlos in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, ihm, meines Angesichts Hilfe und meinem Gott.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 43<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Schaffe mir Recht, o Gott, und f\u00fchre meinen Rechtsstreit gegen ein liebloses Volk! Von Menschen des Trugs und der Bosheit errette mich, HERR!<br>2 Du bist ja der Gott, der mich sch\u00fctzt: warum hast du mich versto\u00dfen? Warum mu\u00df ich trauernd einhergehn unter dem Druck des Feindes?<br>3 Sende dein Licht und deine Treue! Die sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berge und deiner Wohnstatt,<br>4 damit ich zum Altar Gottes komme, zu dem Gott meines Freudenjubels, und unter Zitherklang dich preise, o Gott, mein Gott!<br>5 Was betr\u00fcbst du dich, meine Seele, und st\u00fcrmst so ruhlos in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, ihm, meines Angesichts Hilfe und meinem Gott.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 44<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; von den Korahiten (42,1) ein Lehrgedicht.<br>2 O Gott, mit eignen Ohren haben wir\u2019s geh\u00f6rt, unsre V\u00e4ter haben\u2019s uns erz\u00e4hlt, was du Gro\u00dfes in ihren Tagen vollf\u00fchrt hast, in den Tagen der Vorzeit.<br>3 Du hast Heidenv\u00f6lker mit deiner Hand vertrieben und sie an deren Stelle eingepflanzt; V\u00f6lker hast du vernichtet, sie aber ausgebreitet.<br>4 Denn nicht mit ihrem Schwerte haben sie das Land gewonnen, und nicht ihr Arm hat ihnen den Sieg verschafft, nein, deine Rechte und dein Arm und deines Angesichts Licht, denn du hattest Gefallen an ihnen.<br>5 Nur du bist mein K\u00f6nig, o Gott: entbiete Hilfe f\u00fcr Jakob!<br>6 Mit dir sto\u00dfen wir unsre Bedr\u00e4nger nieder, mit deinem Namen zertreten wir unsre Gegner.<br>7 Denn nicht auf meinen Bogen verlasse ich mich, und nicht mein Schwert verschafft mir den Sieg;<br>8 nein, du gew\u00e4hrst uns Hilfe gegen unsre Bedr\u00e4nger und machst zuschanden, die uns hassen:<br>9 Gottes r\u00fchmen wir uns allezeit und preisen deinen Namen ewiglich. SELA.<br>10 Und doch hast du uns versto\u00dfen und Schmach uns angetan und ziehst nicht mehr aus mit unsern Heeren;<br>11 du hast vor dem Feinde uns weichen lassen, und die uns hassen, haben sich Beute geholt;<br>12 du hast uns hingegeben wie Schafe zur Schlachtung und unter die Heiden uns zerstreut;<br>13 du hast dein Volk verkauft um ein Spottgeld und den Preis f\u00fcr sie gar niedrig angesetzt;<br>14 du hast uns unsern Nachbarn zum Hohn gemacht, zum Spott und Gel\u00e4chter rings umher;<br>15 hast gemacht, da\u00df den Heiden zum Sprichwort wir dienen, da\u00df den Kopf die V\u00f6lker \u00fcber uns sch\u00fctteln.<br>16 Allzeit steht meine Schmach mir vor Augen, und die (R\u00f6te der) Scham bedeckt mir das Antlitz,<br>17 weil ich h\u00f6re den lauten Hohn und die L\u00e4sterreden, weil den Feind und seine Rachgier ich sehn mu\u00df.<br>18 Dies alles hat uns getroffen, und wir hatten dich doch nicht vergessen und dem Bunde mit dir die Treue nicht gebrochen.<br>19 Unser Herz ist nicht von dir abgefallen und unser Schritt nicht abgewichen von deinem Pfade,<br>20 da\u00df du zermalmt uns hast an der St\u00e4tte der Schakale und mit Todesnacht uns umlagert h\u00e4ltst.<br>21 H\u00e4tten wir unsres Gottes Namen vergessen und unsre H\u00e4nde erhoben zu einem fremden Gott:<br>22 w\u00fcrde Gott das nicht entdecken? Er kennt ja des Herzens geheimste Gedanken.<br>23 Nein, um deinetwillen werden wir t\u00e4glich gemordet und werden dem Schlachtvieh gleich geachtet.<br>24 Wach auf! Warum schl\u00e4fst du, o Allherr? Erwache! Verwirf nicht f\u00fcr immer!<br>25 Warum verbirgst du dein Angesicht, denkst nicht an unser Elend und unsre Bedr\u00e4ngnis?<br>26 Ach, bis in den Staub ist unsre Seele gebeugt, unser Leib liegt da, am Erdboden klebend!<br>27 Steh auf, komm uns zu Hilfe und erl\u00f6se uns um deiner Gnade willen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 45<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbLilien\u00ab; von den Korahiten (42,1) ein Lehrgedicht, ein Liebeslied.<br>2 Das Herz wallt mir auf von lieblichen Worten: dem K\u00f6nige weihe ich meine Lieder; meine Zunge gleicht dem Griffel eines ge\u00fcbten Schreibers.<br>3 Du bist so sch\u00f6n wie sonst kein Mensch auf Erden: Anmut ist ausgegossen auf deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet f\u00fcr immer.<br>4 G\u00fcrte dein Schwert dir an die Seite, du Held, dazu deine herrlich schimmernde Wehr!<br>5 Gl\u00fcck auf! Fahre siegreich einher f\u00fcr die Sache der Wahrheit, zum Schutz des Rechts, und furchtbare Taten lasse dein Arm dich schauen!<br>6 Deine Pfeile sind scharf \u2013 V\u00f6lker sinken unter dir hin \u2013: sie dringen den Feinden des K\u00f6nigs ins Herz.<br>7 Dein Thron, ein Gottesthron, steht immer und ewig ein gerechtes Zepter ist dein Herrscherstab.<br>8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest den Frevel; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freuden\u00f6l wie keinen deinesgleichen.<br>9 Von Myrrhe und Aloe duften, von Kassia alle deine Kleider; aus Elfenbeinpal\u00e4sten erfreut dich Saitenspiel.<br>10 K\u00f6nigst\u00f6chter befinden sich unter deinen Geliebten; die Gattin steht dir zur Rechten im Goldschmuck von Ophir.<br>11 H\u00f6re, Tochter, blick her und neige dein Ohr: Vergi\u00df dein Volk und deines Vaters Haus;<br>12 und tr\u00e4gt der K\u00f6nig nach deiner Sch\u00f6nheit Verlangen &#8211; er ist ja dein Herr \u2013: so huldige ihm!<br>13 Die B\u00fcrgerschaft von Tyrus wird mit Gaben dir nahen, um deine Gunst m\u00fchen sich die Reichsten des Volkes.<br>14 Eitel Pracht ist die K\u00f6nigstochter drinnen, aus gewirktem Gold besteht ihr Gewand;<br>15 in buntgestickten Kleidern wird sie zum K\u00f6nig gef\u00fchrt; Jungfraun, ihr Gefolge, ihre Gespielinnen, werden zu dir geleitet;<br>16 unter Freudenrufen und Jubel werden sie hingef\u00fchrt, ziehen ein in den Palast des K\u00f6nigs.<br>17 An deiner V\u00e4ter Stelle werden deine S\u00f6hne treten; du wirst sie zu F\u00fcrsten bestellen im ganzen Land.<br>18 Ich will ein Ged\u00e4chtnis stiften deinem Namen bei allen kommenden Geschlechtern; darum werden die V\u00f6lker dich preisen immer und ewig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 46<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von den Korahiten (42,1), im Bass-Stimmsatz, ein Lied.<br>2 Gott ist uns Zuflucht und St\u00e4rke, als Hilfe in N\u00f6ten wohlbew\u00e4hrt befunden.<br>3 Darum bangen wir nicht, wenngleich die Erde vergeht, wenn Berge mitten im Meer versinken;<br>4 m\u00f6gen tosen, m\u00f6gen sch\u00e4umen seine Wogen, m\u00f6gen beben die Berge von seinem Ungest\u00fcm: der HERR der Heerscharen ist mit uns, ein\u2019 feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.<br>5 Ein Strom ist da: seine B\u00e4che erfreuen die Gottesstadt, das Heiligtum, die Wohnung des H\u00f6chsten.<br>6 Gott ist in ihrer Mitte: sie wird nicht wanken, Gott sch\u00fctzt sie, schon wenn der Morgen tagt.<br>7 V\u00f6lker tobten, K\u00f6nigreiche wankten: er lie\u00df seinen Donner dr\u00f6hnen, da zerflo\u00df die Erde.<br>8 Der HERR der Heerscharen ist mit uns, ein\u2019 feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.<br>9 Kommt her und schauet die Taten des HERRN, der Wunderbares wirket auf Erden,<br>10 der den Kriegen ein Ziel setzt bis ans Ende der Erde, der Bogen zerbricht und Speere zerschl\u00e4gt, Kriegswagen mit Feuer verbrennt!<br>11 \u00bbLa\u00dft ab und erkennt, da\u00df ich (nur) Gott bin, erhaben unter den V\u00f6lkern, erhaben auf Erden!\u00ab<br>12 Der HERR der Heerscharen ist mit uns, ein\u2019 feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 47<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von den Korahiten (42,1), ein Psalm.<br>2 Ihr V\u00f6lker alle, klatscht in die H\u00e4nde, jauchzet Gott mit Jubelrufen zu!<br>3 Denn der HERR, der H\u00f6chste, ist furchtbar, ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde.<br>4 Er hat V\u00f6lker unter unsre Herrschaft gebeugt und V\u00f6lkerschaften unter unsre F\u00fc\u00dfe;<br>5 er hat uns unser Erbteil auserw\u00e4hlt, den Stolz Jakobs, den er liebt. SELA.<br>6 Aufgefahren ist Gott unter Jauchzen, der HERR beim Schall der Posaunen.<br>7 Lobsinget Gott, lobsinget, lobsingt unserm K\u00f6nig, lobsinget!<br>8 Denn K\u00f6nig der ganzen Erde ist Gott: so singt ihm denn ein kunstvolles Lied!<br>9 Gott ist K\u00f6nig geworden \u00fcber die V\u00f6lker, Gott hat sich gesetzt auf seinen heiligen Thron.<br>10 Die Edlen der V\u00f6lker haben sich versammelt als das Volk des Gottes Abrahams; denn Gott sind untertan die Schilde der Erde: hoch erhaben steht er da.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 48<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied, ein Psalm von den Korahiten (42,1).<br>2 Gro\u00df ist der HERR und hoch zu preisen in unsers Gottes Stadt, auf seinem heiligen Berge.<br>3 Herrlich ragt empor, die Wonne der ganzen Erde, der Zionsberg, der wahre G\u00f6tterberg, die Stadt eines gro\u00dfen K\u00f6nigs.<br>4 Gott hat in ihren Pal\u00e4sten sich kundgetan als eine feste Burg.<br>5 Denn siehe, die K\u00f6nige hatten sich versammelt, waren vereint herangezogen;<br>6 doch als sie\u2019s sahen, waren sie betroffen, erschraken, flohen best\u00fcrzt davon;<br>7 Zittern erfa\u00dfte sie dort, Angst wie ein Weib in Wehen.<br>8 Durch einen Oststurm zertr\u00fcmmertest du die stolzen Tharsisschiffe (Jes 2,16).<br>9 Wie wir\u2019s geh\u00f6rt, so haben wir\u2019s nun gesehen in der Stadt des HERRN der Heerscharen, unsres Gottes Stadt: Gott l\u00e4\u00dft sie auf ewig feststehn. SELA.<br>10 Wir gedenken, o Gott, deiner Gnade inmitten deines Tempels.<br>11 Wie dein Name, o Gott, so reicht auch dein Ruhm bis an die Enden der Erde; mit Gerechtigkeit ist deine Rechte gef\u00fcllt.<br>12 Des freue sich der Zionsberg, jubeln m\u00f6gen die T\u00f6chter Judas um deiner Gerichte willen!<br>13 Umkreist den Zion, umwandelt ihn rings und z\u00e4hlt seine T\u00fcrme;<br>14 betrachtet genau seine Bollwerke, mustert seine Pal\u00e4ste, damit ihr dem k\u00fcnftgen Geschlecht erz\u00e4hlet,<br>15 da\u00df dies ist Gott, unser Gott: immer und ewig wird er uns f\u00fchren [bis zum Tode].<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 49<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von den Korahiten (42,1), ein Psalm.<br>2 H\u00f6ret dies, ihr V\u00f6lker alle, merkt auf, ihr Bewohner der ganzen Welt,<br>3 sowohl ihr S\u00f6hne des Volks als ihr Herrens\u00f6hne, beide, so reich wie arm!<br>4 Mein Mund soll volle Weisheit reden, und meines Herzens Sinnen soll h\u00f6chste Einsicht sein:<br>5 ich will mein Ohr einer Gleichnisrede leihen, will mein R\u00e4tsel er\u00f6ffnen bei Saitenklang.<br>6 Warum sollt\u2019 ich mich f\u00fcrchten in b\u00f6sen Tagen, wenn die Bosheit meiner Verfolger mich umgibt,<br>7 die auf ihr Verm\u00f6gen vertrauen und mit ihrem gro\u00dfen Reichtum prahlen?<br>8 Den Bruder loszukaufen vermag ja doch kein Mensch, noch an Gott das L\u00f6segeld f\u00fcr ihn zu zahlen<br>9 &#8211; denn unerschwinglich hoch ist der Kaufpreis f\u00fcr ihr Leben: er mu\u00df davon Abstand nehmen f\u00fcr immer \u2013,<br>10 damit er dauernd weiterlebe und die Grube nicht zu sehen bekomme.<br>11 Nein, er bekommt es zu sehen, da\u00df sterben die Weisen, und Toren und Dumme gleicherweise umkommen und m\u00fcssen andern ihr Gut hinterlassen:<br>12 Gr\u00e4ber sind ihre Behausung f\u00fcr immer, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht, ob sie auch L\u00e4nder mit ihren Namen benannten.<br>13 Ja, der Mensch \u2013 in Herrlichkeit lebt er nicht fort: er gleicht den Tieren, die abgetan werden.<br>14 Dies ist das Schicksal derer, die voll Zuversicht sind, und der Ausgang derer, die ihren Reden Beifall schenken. SELA.<br>15 Wie Schafe werden sie ins Totenreich versetzt; der Tod weidet sie, und \u00fcber sie herrschen die Frommen am Morgen (?); dem Totenreich zur Vernichtung f\u00e4llt ihre Gestalt anheim, so da\u00df ihr keine Wohnung bleibt.<br>16 Aber Gott wird meine Seele erl\u00f6sen aus des Totenreichs Gewalt, denn er wird mich annehmen. SELA.<br>17 Drum rege dich nicht auf, wenn jemand reich wird, wenn seines Hauses Herrlichkeit sich mehrt;<br>18 denn im Tode nimmt er das alles nicht mit: seine Herrlichkeit f\u00e4hrt nicht mit ihm hinab.<br>19 Mag er sich auch im Leben gl\u00fccklich preisen und mag man ihn r\u00fchmen, da\u00df es ihm wohlergehe:<br>20 er wird doch eingehn zum Geschlecht seiner V\u00e4ter, die das Tageslicht nimmermehr sehen.<br>21 Der Mensch, in Herrlichkeit lebend, doch ohne Einsicht, gleicht den Tieren, die abgetan werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 50<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von Asaph. Der Gott der G\u00f6tter, der HERR, redet und ruft der Erde zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang;<br>2 aus Zion, der Krone der Sch\u00f6nheit (48,3), strahlt Gott in lichtem Glanz hervor:<br>3 unser Gott kommt und kann nicht schweigen, verzehrendes Feuer geht vor ihm her, und rings um ihn her st\u00fcrmt es gewaltig.<br>4 Er ruft dem Himmel droben zu und der Erde, um sein Volk zu richten:<br>5 \u00bbVersammelt mir meine Gesetzestreuen, die den Bund mit mir geschlossen beim Opfer!\u00ab<br>6 Da taten die Himmel seine Gerechtigkeit kund; denn Gott selbst ist\u2019s, der da Gericht h\u00e4lt. SELA.<br>7 \u00bbH\u00f6re, mein Volk, und la\u00df mich reden, Israel, da\u00df ich dich ernstlich warne: Gott, dein Gott bin ich!<br>8 Nicht deiner Opfer wegen r\u00fcge ich dich, sind doch deine Brandopfer stets mir vor Augen.<br>9 Doch ich mag nicht Stiere nehmen aus deinem Hause, nicht B\u00f6cke aus deinen H\u00fcrden;<br>10 denn mein ist alles Wild des Waldes, das Getier auf meinen Bergen zu Tausenden.<br>11 Ich kenne jeden Vogel auf den Bergen, und was auf dem Felde sich regt, steht mir zur Verf\u00fcgung.<br>12 H\u00e4tte ich Hunger: ich brauchte es dir nicht zu sagen, denn mein ist der Erdkreis und all seine F\u00fclle.<br>13 Esse ich etwa das Fleisch von Stieren, und soll ich das Blut von B\u00f6cken trinken?<br>14 Bringe Dank dem HERRN als Opfer dar und bezahle so dem H\u00f6chsten deine Gel\u00fcbde,<br>15 und rufe mich an am Tage der Not, so will ich dich retten, und du sollst mich preisen!\u00ab<br>16 Zum Gottlosen aber spricht der Allherr: \u00bbWas hast du meine Satzungen aufzuz\u00e4hlen und meinen Bund im Munde zu f\u00fchren,<br>17 da du selbst doch die Zucht mi\u00dfachtest und meinen Worten den R\u00fccken kehrst?<br>18 Siehst du einen Dieb, so befreundest du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hast du Gemeinschaft;<br>19 deinem Munde l\u00e4\u00dft du freien Lauf zur Bosheit, und deine Zunge zettelt Betrug an;<br>20 du sitzest da und redest (B\u00f6ses) gegen deinen Bruder und bringst den Sohn deiner Mutter in Verruf!<br>21 Das (alles) hast du getan, und ich habe geschwiegen; da hast du gedacht, ich sei so wie du. Das mache ich dir zum Vorwurf und gebe dir\u2019s zu bedenken.<br>22 O beherzigt das wohl, ihr Gottverge\u00dfnen: sonst raffe ich euch hinweg ohne Rettung!<br>23 Wer Dank als Opfer darbringt, erweist mir Ehre, und wer unstr\u00e4flich wandelt, den lasse ich schauen Gottes Heil.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 51<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm von David,<br>2 als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er sich mit Bathseba vergangen hatte (2.Sam 12).<br>3 Sei mir gn\u00e4dig, o Gott, nach deiner G\u00fcte! Nach deinem gro\u00dfen Erbarmen tilge meine Vergehen!<br>4 Wasche v\u00f6llig mir ab meine Schuld und mache mich rein von meiner Missetat!<br>5 Ach, ich erkenne meine Vergehen wohl, und meine Missetat steht mir immerdar vor Augen!<br>6 Gegen dich allein hab\u2019 ich ges\u00fcndigt und habe getan, was b\u00f6se ist in deinen Augen, auf da\u00df du recht beh\u00e4ltst mit deinen Urteilsspr\u00fcchen und rein dastehst mit deinem Richten.<br>7 Ach, in Schuld bin ich geboren, und in S\u00fcnde hat meine Mutter mich empfangen.<br>8 Du hast Gefallen an Wahrheit im innersten Herzen, und im Verborg\u2019nen l\u00e4\u00dft du mich Weisheit erkennen.<br>9 Ents\u00fcndige mich mit Ysop, da\u00df ich rein werde, wasche mich, da\u00df ich wei\u00dfer werde als Schnee.<br>10 La\u00df mich (wieder) Freude und Wonne empfinden, da\u00df die Glieder frohlocken, die du zerschlagen.<br>11 Verh\u00fclle dein Antlitz vor meinen S\u00fcnden und tilge alle meine Missetaten!<br>12 Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und stell\u2019 einen neuen, festen Geist in meinem Innern her!<br>13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht weg von mir!<br>14 Gib, da\u00df ich deiner Hilfe mich wieder freue, und r\u00fcste mich aus mit einem willigen Geist!<br>15 Dann will ich die \u00dcbertreter deine Wege lehren, und die Misset\u00e4ter sollen zu dir sich bekehren.<br>16 Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, damit meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd preise!<br>17 O Allherr, tu mir die Lippen auf, damit mein Mund deinen Ruhm verk\u00fcnde!<br>18 Denn an Schlachtopfern hast du kein Gefallen, und br\u00e4chte ich Brandopfer dar: du m\u00f6chtest sie nicht.<br>19 Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochner Geist; ein zerbrochnes und zerschlagnes Herz wirst du, o Gott, nicht verschm\u00e4hen. \u2013<br>20 Tu doch Gutes an Zion nach deiner Gnade: baue Jerusalems Mauern wieder auf!<br>21 Dann wirst du auch Wohlgefallen haben an richtigen Opfern, an Brand- und Ganzopfern; dann wird man Farren opfern auf deinem Altar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 52<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Lehrgedicht (32,1) Davids,<br>2 als der Edomiter Doeg kam und dem Saul die Meldung brachte, David sei in das Haus Ahimelechs gekommen (1.Sam 21-22).<br>3 Was r\u00fchmst du dich der Bosheit, du Gewaltmensch? Gottes Gnade w\u00e4hret alle Zeit.<br>4 Auf Unheil sinnt deine Zunge wie ein scharfes Schermesser, du R\u00e4nkeschmied!<br>5 Du liebst das B\u00f6se mehr als das Gute, sprichst lieber L\u00fcgen als Gerechtigkeit. SELA.<br>6 Du liebst nur unheilvolle Reden, du tr\u00fcgerische Zunge!<br>7 So wird denn Gott dich auch vernichten f\u00fcr immer, dich wegraffen und herausrei\u00dfen aus dem Zelt, dich entwurzeln aus der Lebenden Land! SELA.<br>8 Die Gerechten werden es sehn und sich f\u00fcrchten, \u00fcber ihn aber spotten:<br>9 \u00bbSeht, das ist der Mann, der nicht Gott zu seiner Schutzwehr machte, vielmehr sich verlie\u00df auf seinen gro\u00dfen Reichtum und stark sich d\u00fcnkte durch seine Bosheit!\u00ab<br>10 Ich aber bin wie ein gr\u00fcnender \u00d6lbaum im Hause Gottes, ich vertraue auf Gottes Gnade immer und ewig.<br>11 Preisen will ich dich immer, denn du hast\u2019s vollf\u00fchrt, will r\u00fchmen deinen Namen, da\u00df er so herrlich ist, vor deinen Frommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 53<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbdie Krankheit\u00ab; ein Lehrgedicht von David.<br>2 Die Toren sprechen in ihrem Herzen: \u00bbEs gibt keinen Gott\u00ab; verderbt ist ihr Tun, abscheulich ihr Freveln: da ist keiner, der Gutes t\u00e4te.<br>3 Gott schaut hernieder vom Himmel aus nach den Menschenkindern, um zu sehn, ob da sei ein Verst\u00e4ndiger, einer, der nach Gott fragt.<br>4 Doch alle sind sie abgefallen, insgesamt entartet; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.<br>5 Haben denn keinen Verstand die \u00dcbelt\u00e4ter, die mein Volk verzehren? Die Gottes Brot wohl essen, doch ohne ihn anzurufen?<br>6 Damals gerieten sie in Angst und Schrecken, ohne da\u00df Grund zum Erschrecken war; denn Gott zerstreute die Gebeine deiner Belagerer; du machtest sie zuschanden, denn Gott hatte sie verworfen.<br>7 Ach, da\u00df doch aus Zion die Rettung Israels k\u00e4me! Wenn Gott einst wendet das Schicksal seines Volkes, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 54<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Lehrgedicht Davids,<br>2 als die Siphiter kamen und zu Saul sagten: \u00bbWei\u00dft du nicht, da\u00df David sich bei uns verborgen h\u00e4lt?\u00ab (1.Sam 23,19.26).<br>3 Hilf mir, o Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Kraft!<br>4 H\u00f6re, o Gott, mein Gebet, vernimm die Worte meines Mundes!<br>5 Denn Freche haben sich gegen mich erhoben, und Gewaltt\u00e4tige trachten mir nach dem Leben: sie haben Gott sich nicht vor Augen gestellt. SELA.<br>6 Ich wei\u00df: Gott ist mir ein Helfer, der Allherr ist meiner Seele St\u00fctze.<br>7 Das B\u00f6se wird auf meine Feinde zur\u00fcckfallen: nach deiner Treue vernichte sie!<br>8 Dann will ich mit Freuden dir Opfer bringen, will preisen deinen Namen, o HERR, da\u00df er g\u00fctig ist;<br>9 denn er hat mich aus aller Bedr\u00e4ngnis errettet, und an meinen Feinden hat mein Auge sich geweidet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 55<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, ein Lehrgedicht von David.<br>2 Vernimm, o Gott, mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!<br>3 Merke auf mich und erh\u00f6re mich! Ich schwanke in meinem Kummer hin und her und st\u00f6hne<br>4 ob dem L\u00e4rmen der Feinde, ob dem Toben der Frevler; denn sie w\u00e4lzen Unheil auf mich und befehden mich w\u00fctend.<br>5 Das Herz \u00e4ngstigt sich mir in der Brust, und die Schrecken des Todes haben mich befallen;<br>6 Furcht und Zittern kommt mich an, und ein Schauder \u00fcberl\u00e4uft mich.<br>7 So ruf ich denn aus: \u00bbO h\u00e4tt\u2019 ich doch Fl\u00fcgel wie die Taube! Ich wollte fliegen, bis ich irgendwo Ruhe f\u00e4nde.\u00ab<br>8 Ja weithin wollt ich entfliehen, in der W\u00fcste einen Rastort suchen; SELA.<br>9 nach einem Zufluchtsorte f\u00fcr mich wollt\u2019 ich eilen schneller als rei\u00dfender Wind, als Sturm!<br>10 Vernichte, Allherr, entzweie ihre Zungen! Denn ich sehe Gewalttat und Hader in der Stadt.<br>11 Man macht bei Tag und bei Nacht die Runde um sie auf ihren Mauern, Unheil und Elend herrschen in ihrer Mitte.<br>12 Heilloses Treiben besteht in ihrem Innern, und von ihrem Marktplatz weicht nicht Bedr\u00fcckung und Trug.<br>13 Denn nicht ein Feind ist\u2019s, der mich schm\u00e4ht \u2013 das wollt\u2019 ich ertragen; nicht einer, der mich ha\u00dft, tut gro\u00df gegen mich \u2013 ich w\u00fcrde vor ihm mich verbergen;<br>14 nein, du bist\u2019s, ein Mann meinesgleichen, mein Freund und trauter Bekannter,<br>15 die wir innigen Verkehr miteinander pflegten, zum Hause Gottes schritten im Festget\u00fcmmel.<br>16 M\u00f6ge der Tod sie ereilen, m\u00f6gen sie lebend zur Unterwelt fahren! Denn Bosheit herrscht in ihrer Wohnstatt, in ihrem Herzen.<br>17 Ich aber rufe zu Gott, und der HERR wird mir helfen.<br>18 Abends und morgens und mittags will ich klagen und seufzen, so wird er mein Flehen vernehmen.<br>19 Er wird meine Seele erl\u00f6sen zum Frieden, so da\u00df sie nicht an mich k\u00f6nnen; denn ihrer sind viele gegen mich.<br>20 Gott wird mich h\u00f6ren, wird sie dem\u00fctigen (ihnen Antwort geben), er, der von alters her auf dem Throne sitzt; SELA. sie wollen sich ja nicht \u00e4ndern und Gott nicht f\u00fcrchten.<br>21 Er hat die Hand an seine Freunde gelegt, hat seinen Bund entweiht.<br>22 Glatt sind die Schmeichlerworte seines Mundes, aber Krieg ist sein Sinnen; linder sind seine Reden als \u00d6l, und sind doch gez\u00fcckte Schwerter.<br>23 Wirf auf den HERRN deine B\u00fcrde: er wird dich aufrecht erhalten; er l\u00e4\u00dft den Gerechten nicht ewig wanken.<br>24 Ja du, Gott, wirst sie st\u00fcrzen in die Tiefe des Grabes; die M\u00e4nner des Blutvergie\u00dfens und des Truges werden ihre Tage nicht auf die H\u00e4lfte bringen. Ich aber vertraue auf dich!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 56<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbDie stumme Taube der Ferne\u00ab; ein Lied von David, als die Philister ihn in Gath festgenommen hatten (1.Sam 21,11-16).<br>2 Sei mir gn\u00e4dig, o Gott, denn Menschen stellen mir nach! Immerfort bedr\u00e4ngen mich Krieger.<br>3 Meine Feinde stellen mir immerfort nach, ja viele sind\u2019s, die in Hochmut mich befehden.<br>4 In Zeiten, da mir angst ist, vertrau ich auf dich!<br>5 Mit Gottes Hilfe werde sein Wort ich r\u00fchmen. Auf Gott vertrau\u2019 ich, f\u00fcrchte mich nicht; was k\u00f6nnen Menschen mir antun?<br>6 Allzeit suchen sie meiner Sache zu schaden; gegen mich ist all ihr Sinnen gerichtet auf B\u00f6ses.<br>7 Sie rotten sich zusammen, lauern auf meine Schritte, dieweil sie nach dem Leben mir trachten.<br>8 Ob der Bosheit zahle ihnen heim, im Zorn la\u00df die V\u00f6lker niedersinken, o Gott!<br>9 Meines Elends Tage hast du gez\u00e4hlt, meine Tr\u00e4nen in deinem Kr\u00fcglein gesammelt; ja gewi\u00df, sie stehen in deinem Buche verzeichnet.<br>10 So werden denn meine Feinde weichen, sobald (zu Gott) ich rufe; dessen bin ich gewi\u00df, da\u00df Gott mir beisteht.<br>11 Mit Gottes Hilfe werde sein Wort ich r\u00fchmen, mit Hilfe des HERRN werde sein Wort ich r\u00fchmen.<br>12 Auf Gott vertrau\u2019 ich, f\u00fcrchte mich nicht: was k\u00f6nnen Menschen mir antun?<br>13 Mir obliegt es, dir, Gott, zu erf\u00fcllen meine Gel\u00fcbde: Dankopfer ich will dir entrichten;<br>14 denn du hast meine Seele vom Tode errettet, ja, meine F\u00fc\u00dfe vom Straucheln, da\u00df ich wandeln soll vor Gottes Angesicht im Lichte der Lebenden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 57<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbVertilge nicht\u00ab; ein Lied Davids, als er vor Saul in die H\u00f6hle floh (1.Sam 22,1-2; 24).<br>2 Erbarme dich meiner, o Gott, erbarme dich meiner! Denn bei dir sucht meine Seele Zuflucht, und im Schatten deiner Fl\u00fcgel will ich mich bergen, bis das Verderben vor\u00fcbergezogen.<br>3 Ich rufe zu Gott, dem H\u00f6chsten, zum Allherrn, der meine Sache hinausf\u00fchrt.<br>4 Er sendet vom Himmel und hilft mir, da der gierige Verfolger mich geschm\u00e4ht hat! SELA. Es sendet Gott seine Gnade und Treue!<br>5 Mit meinem Leben liege ich mitten unter L\u00f6wen, inmitten ha\u00dferf\u00fcllter Feinde, unter Menschen, deren Z\u00e4hne Speere und Pfeile und deren Zunge ein scharfes Schwert ist.<br>6 Erhebe dich \u00fcber den Himmel hinaus, o Gott, \u00fcber die ganze Erde (verbreite sich) deine Herrlichkeit!<br>7 Sie haben meinen F\u00fc\u00dfen ein Netz gestellt: meine Seele ist gebeugt; eine Grube haben sie vor mir gegraben: sie selbst sind mitten hineingest\u00fcrzt. SELA.<br>8 Mein Herz ist getrost, o Gott, mein Herz ist getrost; singen will ich und spielen!<br>9 Wach auf, meine Seele, wacht auf, Harfe und Zither: ich will das Morgenrot wecken!<br>10 Ich will dich preisen unter den V\u00f6lkern, Allherr, ich will dir lobsingen unter den V\u00f6lkerschaften!<br>11 Denn gro\u00df bis zum Himmel ist deine Gnade, und bis an die Wolken geht deine Treue.<br>12 Erhebe dich \u00fcber den Himmel hinaus, o Gott, \u00fcber die ganze Erde (verbreite sich) deine Herrlichkeit!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 58<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbVertilge nicht\u00ab; von David ein Lied.<br>2 Sprecht in Wahrheit ihr Recht, ihr G\u00f6tter? Richtet ihr die Menschen gerecht?<br>3 Ach nein, im Herzen schmiedet ihr Frevel, im Lande w\u00e4gen eure H\u00e4nde Gewalttat dar.<br>4 Abtr\u00fcnnig sind die Gottlosen schon von Geburt an, schon vom Mutterleib an gehn die L\u00fcgenredner irre.<br>5 Gift haben sie in sich wie Schlangengift, sie gleichen der tauben Otter, die ihr Ohr verstopft,<br>6 die nicht h\u00f6rt auf die Stimme der Beschw\u00f6rer, (auf die Stimme) des kundigen Bannspruchredners.<br>7 Zerschmettre ihnen, Gott, die Z\u00e4hne im Munde, den jungen L\u00f6wen brich aus das Gebi\u00df, o HERR!<br>8 La\u00df sie vergehen wie Wasser, das sich verl\u00e4uft! Schie\u00dft er seine Pfeile ab: sie seien wie ohne Spitze!<br>9 Wie die Schnecke beim Kriechen zerflie\u00dft, so mu\u00df er zergehn, wie die Fehlgeburt eines Weibes, die das Licht nicht geschaut!<br>10 Bevor noch eure T\u00f6pfe den (brennenden) Stechdorn sp\u00fcren, wird ihn, noch unverbrannt, die Zornglut hinwegst\u00fcrmen.<br>11 Der Gerechte wird sich freun, da\u00df er Rache erlebt, seine F\u00fc\u00dfe wird er baden im Blute des Frevlers,<br>12 und die Menschen werden bekennen: \u00bbF\u00fcrwahr, der Gerechte erntet noch Lohn! F\u00fcrwahr, noch gibt\u2019s einen Gott, der auf Erden richtet!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 59<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbVertilge nicht\u00ab; ein Lied von David, als Saul das Haus bewachen lie\u00df, um ihn zu t\u00f6ten (1.Sam 19,11-17).<br>2 Rette mich von meinen Feinden, mein Gott! Sei mir ein Schutz vor meinen Widersachern!<br>3 Rette mich von den \u00dcbelt\u00e4tern und hilf mir gegen die Blutmenschen!<br>4 Denn siehe, sie trachten mir nach dem Leben; Starke rotten sich gegen mich zusammen ohne mein Verschulden, o HERR, und ohne da\u00df ich gefehlt.<br>5 Gegen einen Schuldlosen st\u00fcrmen sie an und stellen sich auf: erwache, komm mir zu Hilfe und sieh darein!<br>6 Ja, du, o HERR, Gott der Heerscharen, Israels Gott, wache auf, um alle Heiden zu strafen! Verschone keinen der treulosen Frevler! SELA.<br>7 Jeden Abend kommen sie wieder, heulen wie Hunde und streifen umher in der Stadt.<br>8 Siehe, sie geifern mit ihrem Munde, Schwerter stecken in ihren Lippen, denn (sie denken): \u00bbWer h\u00f6rt es?\u00ab<br>9 Doch du, o HERR, du lachest ihrer, spottest aller Heiden.<br>10 Meine St\u00e4rke, deiner will ich harren, denn Gott ist meine feste Burg.<br>11 Mein Gott kommt mir entgegen mit seiner Gnade; Gott l\u00e4\u00dft meine Lust mich sehn an meinen Feinden.<br>12 T\u00f6te sie nicht, da\u00df mein Volk sie nicht vergesse! Treibe sie in die Irre durch deine Macht und st\u00fcrze sie nieder, du, unser Schild, o Allherr!<br>13 S\u00fcndhaft ist ihr Mund, das Wort ihrer Lippen; drum la\u00df sie sich fangen in ihrem Hochmut wegen der Fl\u00fcche und L\u00fcgen, die sie reden!<br>14 Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, da\u00df sie nicht mehr sind! La\u00df sie inne werden, da\u00df Gott in Jakob herrscht, bis an die Enden der Erde! SELA.<br>15 Jeden Abend kommen sie wieder, heulen wie Hunde und streifen umher in der Stadt;<br>16 sie schweifen umher nach Fra\u00df und knurren, sind sie nicht satt geworden.<br>17 Ich aber will deine St\u00e4rke besingen und am Morgen ob deiner Gnade jubeln; denn du bist eine feste Burg f\u00fcr mich gewesen, eine Zuflucht zur Zeit meiner Drangsal.<br>18 Meine St\u00e4rke, dir will ich lobsingen! Denn Gott ist meine feste Burg, der Gott, der mir Gnade erweist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 60<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbLilie des Zeugnisses\u00ab; ein Lied Davids zum Lehren,<br>2 als er mit den Syrern von Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba Krieg f\u00fchrte und Joab zur\u00fcckkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zw\u00f6lftausend Mann. (2.Sam 8,3-14; 1.Chr 18,3-13).<br>3 Gott, du hast uns verworfen, uns zersprengt, du hast (uns) gez\u00fcrnt: stelle uns wieder her!<br>4 Du hast das Land ersch\u00fcttert, hast es zerrissen: o heile seine Risse, denn es wankt!<br>5 Dein Volk hast du Hartes erleben lassen, hast Taumelwein uns zu trinken gegeben;<br>6 doch deinen Getreuen hast eine Flagge du wehen lassen, damit sie sich fl\u00fcchten konnten vor dem Bogen (des Feindes). SELA.<br>7 Da\u00df deine Geliebten gerettet werden, hilf uns mit deiner Rechten, erh\u00f6re uns!<br>8 Gott hat in seiner Heiligkeit gesprochen: \u00bb(Als Sieger) will ich frohlocken, will Sichem verteilen und das Tal von Sukkoth (als Beutest\u00fcck) vermessen.<br>9 Mein ist Gilead, mein auch Manasse, und Ephraim ist meines Hauptes Schutzwehr, Juda mein Herrscherstab.<br>10 Moab (dagegen) ist mein Waschbecken, auf Edom werfe ich meinen Schuh; jauchze mir zu, Philisterland!\u00ab<br>11 Wer f\u00fchrt mich hin zur festen Stadt, wer geleitet mich bis Edom?<br>12 Hast nicht du uns, o Gott, verworfen und ziehst nicht aus, o Gott, mit unsern Heeren?<br>13 O schaff uns Hilfe gegen den Feind! denn nichtig ist Menschenhilfe.<br>14 Mit Gott werden wir Taten vollf\u00fchren, und er wird unsre Bedr\u00e4nger zertreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 61<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister \u00fcber das Saitenspiel; von David.<br>2 H\u00f6re, o Gott, mein lautes Rufen, achte auf mein Gebet!<br>3 Vom Ende der Erde ruf\u2019 ich zu dir, da mein Herz verschmachtet. Auf einen Felsen, der mir zu hoch ist, wollest du mich f\u00fchren!<br>4 Denn du bist mir stets eine Zuflucht gewesen, ein starker Turm vor dem Feinde.<br>5 K\u00f6nnt\u2019 ich doch allzeit weilen in deinem Zelt, im Schutze deiner Fl\u00fcgel mich bergen! SELA.<br>6 Denn du, Gott, h\u00f6rst auf meine Gel\u00fcbde, hast Besitz (mir) gew\u00e4hrt, wie die ihn erhalten, die deinen Namen f\u00fcrchten.<br>7 F\u00fcge neue Tage den Tagen des K\u00f6nigs hinzu, la\u00df seine Jahre dauern f\u00fcr und f\u00fcr!<br>8 Ewig m\u00f6ge er thronen vor Gottes Angesicht! Entbiete Gnade und Treue, da\u00df sie ihn beh\u00fcten!<br>9 Daf\u00fcr will ich ewig deinem Namen lobsingen, auf da\u00df ich meine Gel\u00fcbde bezahle Tag f\u00fcr Tag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 62<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister \u00fcber die Jeduthuniden; ein Psalm Davids.<br>2 Nur (im Aufblick) zu Gott ist meine Seele still: von ihm kommt meine Hilfe;<br>3 nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg: ich werde nicht allzusehr wanken.<br>4 Wie lange noch lauft ihr Sturm gegen einen Mann, wollt ihn niederschlagen allesamt wie eine sinkende Wand, eine dem Einsturz nahe Mauer?<br>5 Ja, von seiner H\u00f6he planen sie ihn zu sto\u00dfen; L\u00fcgen sind ihre Lust; mit dem Munde segnen sie, doch im Herzen fluchen sie. SELA.<br>6 Nur (im Aufblick) zu Gott sei still, meine Seele! Denn von ihm kommt meine Hoffnung;<br>7 nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg: ich werde nicht wanken.<br>8 Auf Gott beruht mein Heil und meine Ehre; mein starker Fels, meine Zuflucht liegt in Gott.<br>9 Vertraut auf ihn zu aller Zeit, ihr Volksgenossen, sch\u00fcttet vor ihm euer Herz aus: Gott ist unsere Zuflucht. SELA.<br>10 Nur ein Hauch sind Menschens\u00f6hne, ein Trug sind Herrens\u00f6hne; auf der Waage schnellen sie empor, sind allesamt leichter als ein Hauch.<br>11 Verla\u00dft euch nicht auf Erpressung und setzt nicht eitle Hoffnung auf Raub; wenn der Reichtum sich mehrt, so h\u00e4ngt das Herz nicht daran!<br>12 Eins ist\u2019s, was Gott gesprochen, und zweierlei ist\u2019s, was ich vernommen, da\u00df die Macht bei Gott steht.<br>13 Und bei dir, o Allherr, steht auch die Gnade: ja, du vergiltst einem jeden nach seinem Tun.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 63<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm Davids, als er in der W\u00fcste Juda war (2.Sam 15-17).<br>2 O Gott, du bist mein Gott: dich suche ich, es d\u00fcrstet nach dir meine Seele; es lechzt nach dir mein Leib wie d\u00fcrres, schmachtendes, wasserloses Land.<br>3 So hab\u2019 ich nach dir im Heiligtum ausgeschaut, um deine Macht und Herrlichkeit zu erblicken;<br>4 denn deine Gnade ist besser als das Leben: meine Lippen sollen dich r\u00fchmen.<br>5 So will ich dich preisen mein Leben lang, in deinem Namen meine H\u00e4nde erheben.<br>6 Wie an Mark und Fett ers\u00e4ttigt sich meine Seele, und mit jubelnden Lippen lobpreist mein Mund,<br>7 so oft ich deiner gedenke auf meinem Lager, in den Stunden der Nacht \u00fcber dich sinne;<br>8 denn du bist mir ein Helfer gewesen, und im Schatten deiner Fl\u00fcgel darf ich jubeln.<br>9 Meine Seele klammert sich an dich, aufrecht h\u00e4lt mich deine rechte Hand.<br>10 Doch sie, die nach dem Leben mir trachten, mich zu verderben, sie werden in der Erde unterste Tiefen fahren.<br>11 Man wird sie der Sch\u00e4rfe des Schwerts \u00fcberliefern; die Beute der Schakale werden sie sein.<br>12 Der K\u00f6nig dagegen wird Gottes sich freuen: Ruhm wird ernten ein jeder, der bei ihm schw\u00f6rt; den L\u00fcgnern dagegen wird der Mund gestopft werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 64<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, ein Psalm Davids.<br>2 H\u00f6re, o Gott, meine Stimme, wenn ich klage, vor dem Feinde, der mich schreckt, beh\u00fcte mein Leben!<br>3 Schirme mich vor den Pl\u00e4nen der b\u00f6sen Buben, vor der l\u00e4rmenden Rotte der \u00dcbelt\u00e4ter,<br>4 die ihre Zunge sch\u00e4rfen wie ein Schwert, giftige Worte als ihre Pfeile auf den Bogen legen,<br>5 um im Versteck auf den Frommen zu schie\u00dfen: unversehens schie\u00dfen sie auf ihn ohne Scheu.<br>6 Sie ermutigen sich zu b\u00f6sem Anschlag, verabreden, heimlich Schlingen zu legen; sie denken: \u00bbWer wird sie sehen?\u00ab<br>7 Sie sinnen auf Freveltaten: \u00bbWir sind fertig, der Plan ist fein erdacht!\u00ab Und das Innere jedes Menschen und das Herz sind unergr\u00fcndlich.<br>8 Da trifft sie Gott mit dem Pfeil, urpl\u00f6tzlich f\u00fchlen sie sich verwundet:<br>9 ihre eigene Zunge hat sie zu Fall gebracht; alle, die sie sehen, sch\u00fctteln das Haupt.<br>10 Da f\u00fcrchten sich alle Menschen und bekennen: \u00bbDas hat Gott getan!\u00ab und erw\u00e4gen sein Walten.<br>11 Der Gerechte freut sich des HERRN und nimmt seine Zuflucht zu ihm, und alle redlichen Herzen preisen sich gl\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 65<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Psalm Davids, ein Lied.<br>2 Dir geb\u00fchrt Lobpreis, o Gott, in Zion, und dir mu\u00df man Gel\u00fcbde bezahlen,<br>3 der du Gebete erh\u00f6rst: zu dir kommt alles Fleisch<br>4 um der Verschuldungen willen. Wenn uns unsere S\u00fcnden zu dr\u00fcckend werden, du, HERR, vergibst sie.<br>5 Wohl dem, den du erw\u00e4hlst und zu dir nahen l\u00e4\u00dft, da\u00df er in deinen Vorh\u00f6fen weilen darf! Wir wollen reichlich uns laben am Segen deines Hauses, deines heiligen Tempels!<br>6 Durch Wundertaten erh\u00f6rst du uns in Gerechtigkeit, du Gott unsers Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und der fernsten Meere,<br>7 der da feststellt die Berge durch seine Kraft, umg\u00fcrtet mit St\u00e4rke,<br>8 der da stillt das Brausen der Meere, das Brausen ihrer Wogen und das Toben der V\u00f6lker,<br>9 so da\u00df die Bewohner der Enden (des Erdrunds) sich f\u00fcrchten vor deinen Zeichen; die fernsten L\u00e4nder des Ostens und Westens bringst du zu lautem Jauchzen. \u2013<br>10 Du hast das Land gesegnet, es str\u00f6mt schier \u00fcber; du hast es gar reich gemacht \u2013 der Gottesbach hat Wasser in F\u00fclle gehabt \u2013; du hast ihre Feldfrucht wohl geraten lassen, denn also hast du das Land instand gesetzt;<br>11 du hast seine Furchen getr\u00e4nkt, seine Schollen geebnet, durch Regen es weich gemacht, sein Gew\u00e4chs gesegnet.<br>12 Du hast das Jahr gekr\u00f6nt mit deiner G\u00fcte, und deine Spuren triefen von Fett.<br>13 Es triefen die Anger der Steppe, und mit Jubel umg\u00fcrten sich die H\u00fcgel;<br>14 die Auen bekleiden sich mit Herden, und die T\u00e4ler h\u00fcllen sich in Korn: man jauchzt einander zu und singt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 66<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; ein Lied, ein Psalm. Jauchzet Gott, ihr Lande alle!<br>2 Lobsinget der Ehre seines Namens, macht seinen Lobpreis herrlich!<br>3 Sprechet zu Gott: \u00bbWie wunderbar ist dein Walten! Ob der F\u00fclle deiner Macht huldigen dir sogar deine Feinde.<br>4 Alle Lande m\u00fcssen vor dir sich niederwerfen und dir lobsingen, lobsingen deinem Namen!\u00ab SELA.<br>5 Kommt und schauet die Gro\u00dftaten Gottes, der wunderbar ist im Walten \u00fcber den Menschenkindern!<br>6 Er wandelte das Meer in trocknes Land, so da\u00df man den Strom zu Fu\u00df durchzog; drum wollen wir uns freun!<br>7 Ewig herrscht er in seiner Macht; seine Augen haben acht auf die V\u00f6lker: die Widerspenstigen d\u00fcrfen sich nicht stolz erheben. SELA.<br>8 Preiset, ihr V\u00f6lker, unsern Gott, la\u00dft laut seinen Ruhm erschallen,<br>9 ihn, der unsre Seele am Leben erhalten und unsern Fu\u00df nicht hat wanken lassen.<br>10 Wohl hast du uns gepr\u00fcft, o Gott, uns gel\u00e4utert, wie man Silber l\u00e4utert;<br>11 du hast uns ins Netz geraten lassen, hast dr\u00fcckende Last auf unsern R\u00fccken gelegt;<br>12 Menschen hast du hinfahren lassen \u00fcber unser Haupt, durch Feuer und Wasser haben wir ziehen m\u00fcssen: doch endlich hast du uns ins Freie hinausgef\u00fchrt.<br>13 Ich komme mit Brandopfern in dein Haus, entrichte dir meine Gel\u00fcbde,<br>14 zu denen meine Lippen sich verpflichtet haben, und die mein Mund verhei\u00dfen in meiner Not.<br>15 Brandopfer von Mastvieh will ich dir bringen samt dem Opferduft von Widdern; Rinder samt B\u00f6cken will ich zubereiten. SELA.<br>16 Kommt her und h\u00f6ret, ihr Gottesf\u00fcrchtigen alle: ich will erz\u00e4hlen, was er an meiner Seele getan!<br>17 Zu ihm hab\u2019 ich laut mit meinem Munde gerufen, w\u00e4hrend Lobpreis schon auf meiner Zunge lag.<br>18 W\u00e4re mein Sinn auf B\u00f6ses gerichtet gewesen, so h\u00e4tte der Allherr mich nicht erh\u00f6rt.<br>19 Aber Gott hat mich erh\u00f6rt, hat geachtet auf mein lautes Flehen.<br>20 Gepriesen sei Gott, der mein Flehen nicht verworfen und seine Gnade mir nicht versagt hat!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 67<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Psalm, ein Lied.<br>2 Gott sei uns gn\u00e4dig und segne uns! Er lasse sein Angesicht bei uns leuchten, SELA,<br>3 da\u00df man auf Erden dein Walten erkenne, unter allen Heidenv\u00f6lkern dein Heil!<br>4 Preisen m\u00fcssen dich, Gott, die V\u00f6lker, preisen die V\u00f6lker allesamt;<br>5 sich freuen m\u00fcssen die V\u00f6lkerschaften und jubeln, weil du die V\u00f6lker gerecht richtest und leitest die V\u00f6lkerschaften auf Erden. SELA.<br>6 Preisen m\u00fcssen dich, Gott, die V\u00f6lker, preisen die V\u00f6lker allesamt!<br>7 Das Land hat seinen Ertrag gespendet: gesegnet hat uns Gott, unser Gott.<br>8 Es segne uns Gott, und f\u00fcrchten m\u00fcssen ihn alle Enden der Erde!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 68<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von David ein Psalm, ein Lied.<br>2 Gott steht auf: da zerstieben seine Feinde, und die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht (4.Mose 10,35).<br>3 Wie Rauch verweht, so verwehst du sie; wie Wachs zerschmilzt vor dem Feuer, so kommen die Gottlosen um vor Gottes Angesicht;<br>4 die Gerechten aber freuen sich, jubeln vor Gottes Angesicht und frohlocken voller Freude.<br>5 Singet Gott, lobsingt seinem Namen, machet Bahn ihm, der durch W\u00fcsten einherf\u00e4hrt &#8211; \u203aHERR\u2039 ist sein Name \u2013, und jauchzet vor seinem Angesicht!<br>6 Ein Vater der Waisen, ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnstatt.<br>7 Gott verhilft den Vereinsamten zum Hausstand, f\u00fchrt Gefangne heraus zum Wohlergehn; doch Widerstrebende m\u00fcssen wohnen in d\u00fcrrem Land.<br>8 Als du auszogst, Gott, an der Spitze deines Volkes, einherschrittest durch die W\u00fcste: (SELA)<br>9 da bebte die Erde, da troffen die Himmel vor Gottes Angesicht, der Sinai dort vor dem Angesicht Gottes, des Gottes Israels.<br>10 Regen in F\u00fclle lie\u00dfest du str\u00f6men, o Gott; dein Eigentumsvolk, sooft ermattet es war: du machtest es wieder stark.<br>11 Deine Herde fand Wohnung darin, durch deine G\u00fcte stelltest du, Gott, die Schwachen wieder her.<br>12 Der Allherr lie\u00df Siegesruf erschallen &#8211; der Siegesbotinnen war eine gro\u00dfe Schar \u2013:<br>13 \u00bbDie K\u00f6nige der Heere fliehen, sie fliehn, und die Hausfrau teilt die Beute aus.\u00ab<br>14 \u00bbWollt ihr zwischen den H\u00fcrden liegen bleiben?\u00ab \u2013 \u00bbDie Fl\u00fcgel der Tauben, mit Silber \u00fcberzogen, und ihr Gefieder gelblich schimmernd von Gold.\u00ab \u2013<br>15 \u00bbAls K\u00f6nige dort der Allm\u00e4chtge zerstreute, da fand ein Schneegest\u00f6ber statt auf dem Zalmon.\u00ab<br>16 Du Gottesberg, Basansberg, du gipfelreicher Berg, Basansberg:<br>17 warum blickt ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott zum Wohnsitz erkoren? Ja, ewig wird der HERR dort wohnen.<br>18 Der Kriegswagen Gottes sind vieltausendmal tausend; der Allherr ist unter ihnen, ein Sinai an Heiligkeit.<br>19 Du bist zur H\u00f6he aufgefahren, hast Gefangene weggef\u00fchrt, hast Gaben unter den Menschen angenommen; ja auch die Widerstrebenden m\u00fcssen wohnen bei Gott dem HERRN.<br>20 Gepriesen sei der Allherr! Tag f\u00fcr Tag! Uns tr\u00e4gt der Gott, der unsre Hilfe ist. SELA.<br>21 Dieser Gott ist uns ein rettender Gott, und Gott der HERR wei\u00df Rat auch gegen den Tod.<br>22 Ja, Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Haarscheitel dessen, der in seinen S\u00fcnden einhergeht.<br>23 Der Allherr hat verhei\u00dfen: \u00bbAus Basan bring\u2019 ich (sie) heim, ja bringe (sie) heim aus den Tiefen des Meeres,<br>24 auf da\u00df du in Blut deine F\u00fc\u00dfe badest und die Zunge deiner Hunde an den Feinden sich letze.\u00ab \u2013<br>25 Man hat, o Gott, deinen Festzug gesehn, den Festzug meines Gottes, meines K\u00f6nigs, im Heiligtum:<br>26 An der Spitze zogen S\u00e4nger, dahinter Saitenspieler inmitten paukenschlagender Jungfrauen:<br>27 \u00bbIn Versammlungen preiset Gott, den Allherrn, ihr aus Israels Born!\u00ab<br>28 Dort schritt Benjamin hin, der J\u00fcngste, der sie doch beherrscht hat, die F\u00fcrsten Judas nach ihrer gro\u00dfen Menge, Sebulons F\u00fcrsten, die F\u00fcrsten von Naphthali.<br>29 Entbiete, o Gott, deine Macht, erhalte in Kraft, o Gott, was du uns erwirkt hast!<br>30 Um deines Tempels willen m\u00fcssen K\u00f6nige dir Geschenke hinauf nach Jerusalem bringen.<br>31 Bedrohe das Tier des Schilfrohrs, die Rotte der Stiere samt den V\u00f6lkerk\u00e4lbern, die mit Silberbarren sich unterwerfen; zerstreue die V\u00f6lker, die Freude an Kriegen haben!<br>32 Kommen werden die Edlen aus \u00c4gypten, \u00c4thiopien eilt mit vollen H\u00e4nden Gott entgegen.<br>33 Ihr K\u00f6nigreiche der Erde, singet Gott, lobsinget dem Allherrn, SELA,<br>34 ihm, der einherf\u00e4hrt im h\u00f6chsten Himmel der Urzeit! Horch! Er l\u00e4\u00dft seine Stimme erschallen, den rollenden Donner!<br>35 Gebt Gott die Macht! \u00dcber Israel waltet seine Hoheit und seine Macht in den Wolken.<br>36 Furchtbar bist du, Gott, von deinem Heiligtum aus! Israels Gott, er ist\u2019s, der Macht verleiht und St\u00e4rke seinem Volk: gepriesen sei Gott!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 69<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbLilien\u00ab, von David.<br>2 Hilf mir, o Gott, denn die Wasser gehen mir bis ans Leben!<br>3 Ich versinke im tiefen Schlamm, wo kein Grund ist; in Wassertiefen bin ich geraten, und die Flut \u00fcberstr\u00f6mt mich.<br>4 M\u00fcde bin ich von (allem) Schreien, meine Kehle ist heiser; erloschen sind mir die Augen, w\u00e4hrend ich harre auf meinen Gott.<br>5 Gr\u00f6\u00dfer als die Zahl der Haare auf meinem Haupt ist die Zahl derer, die ohne Ursach\u2019 mich hassen; m\u00e4chtig sind meine Gegner, die ohne Grund mich befeinden: wo ich gar nicht geraubt, da soll Ersatz ich leisten!<br>6 Du, o Gott, du wei\u00dft um meine Torheit, und meine Vergehen sind dir nicht verborgen.<br>7 La\u00df nicht entt\u00e4uscht an mir werden, die auf dich hoffen, o Gott, o HERR der Heerscharen! La\u00df nicht besch\u00e4mt an mir werden, die dich, Gott Israels, suchen!<br>8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach, (f\u00fcr dich) bedeckt Besch\u00e4mung mein Antlitz;<br>9 ein Fremdling bin ich meinen Br\u00fcdern geworden und unbekannt den S\u00f6hnen meiner Mutter.<br>10 Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schm\u00e4hungen derer, die dich schm\u00e4hen, haben mich getroffen.<br>11 Ich weinte und kasteite mich durch Fasten, doch es brachte mir nur Beschimpfung ein;<br>12 als ein Trauergewand zu meinem Kleid ich machte, da wurde ich ihnen zum Spottlied;<br>13 es schwatzten von mir die Leute auf dem Markt, und Schmachlieder sangen von mir die Zecher beim Wein.<br>14 Ich aber richte mein Gebet an dich, o HERR, zur Zeit, da dir es wohlgef\u00e4llig ist; o Gott, nach deiner gro\u00dfen Gnade erh\u00f6re mich, nach deiner heilspendenden Treue!<br>15 Zieh mich heraus aus dem Schlamm, da\u00df ich nicht versinke, la\u00df Rettung mich finden von meinen Hassern und aus den Wassertiefen!<br>16 La\u00df die Wasserflut mich nicht \u00fcberstr\u00f6men und die Tiefe mich nicht verschlingen und den Abgrund seinen Schlund nicht \u00fcber mir schlie\u00dfen!<br>17 Erh\u00f6re mich, HERR, denn deine G\u00fcte ist k\u00f6stlich! Nach deinem gro\u00dfen Erbarmen wende dich mir zu<br>18 und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin in Not: erh\u00f6re mich eiligst!<br>19 Nahe dich meiner Seele, erl\u00f6se sie, um meiner Feinde willen mach mich frei!<br>20 Du wei\u00dft um meine Schmach, um meine Schande und Beschimpfung; meine Feinde sind alle dir wohlbekannt.<br>21 Die Schmach hat mir das Herz gebrochen, so da\u00df ich verzweifle; ich hoffte auf Mitleid, aber vergebens, und auf Tr\u00f6ster, doch ich habe keine gefunden;<br>22 nein, sie haben mir Gift in die Speise getan und Essig mich trinken lassen f\u00fcr meinen Durst.<br>23 M\u00f6ge ihr Tisch vor ihnen zum Fangnetz werden und ihnen, den Sichren, zum Fallstrick!<br>24 La\u00df ihre Augen dunkel werden, da\u00df sie nicht sehen, und ihre H\u00fcften la\u00df immerdar wanken!<br>25 Gie\u00dfe \u00fcber sie deinen Grimm aus, und deines Zornes Glut erreiche sie!<br>26 Ihre Behausung m\u00fcsse zur \u00d6de werden, in ihren Zelten kein Bewohner sein!<br>27 Denn den du selbst geschlagen hast, verfolgen sie, und vom Weh der durch dich Verwundeten schwatzen sie.<br>28 F\u00fcge noch Schuld zu ihrer Verschuldung hinzu und la\u00df sie nicht kommen zur Gerechtigkeit vor dir!<br>29 Sie m\u00fcssen ausgel\u00f6scht werden aus dem Buche des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten!<br>30 Doch ich bin elend und schmerzbeladen: deine Hilfe, Gott, m\u00f6ge mich sicherstellen!<br>31 Ich will den Namen Gottes preisen in Liedern, will hoch ihn r\u00fchmen mit Danksagung;<br>32 das wird dem HERRN willkommner sein als Rinder, als Farren mit H\u00f6rnern und gespaltnen Hufen.<br>33 Wenn die Bedr\u00fcckten es sehen, so werden sie sich freuen: ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf!<br>34 Denn der HERR erh\u00f6rt die Armen, und seine Gefangenen l\u00e4\u00dft er nicht unbeachtet.<br>35 Es m\u00f6gen ihn preisen Himmel und Erde, die Meere und alles, was in ihnen sich regt!<br>36 Denn Gott wird Zion retten und Judas St\u00e4dte wieder erbaun, da\u00df man daselbst wohne und das Land besitze;<br>37 und der Nachwuchs seiner Knechte wird es erben, und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 70<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von David; bei Darbringung des Duftopfers.<br>2 Gott, eile zu meiner Rettung, HERR, eile zu meiner Hilfe herbei!<br>3 La\u00df alle besch\u00e4mt und schamrot werden, die nach dem Leben mir stehn (um es auszutilgen)! La\u00df mit Schande beladen abziehn, die mein Ungl\u00fcck w\u00fcnschen!<br>4 La\u00df zur\u00fcck sich wenden ob ihrer Schmach, die \u00fcber mich rufen: \u00bbHaha, haha!\u00ab<br>5 La\u00df jubeln und deiner sich freuen alle, die dich suchen! La\u00df alle, die nach deinem Heil verlangen, immerdar bekennen: \u00bbGro\u00df ist Gott!\u00ab<br>6 Doch ich bin elend und arm: o Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und mein Retter bist du: o HERR, s\u00e4ume nicht!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 71<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht: la\u00df mich nimmermehr entt\u00e4uscht werden!<br>2 Nach deiner Gerechtigkeit rette und befreie mich, neige dein Ohr mir zu und hilf mir!<br>3 Sei mir ein sch\u00fctzender Fels, zu dem ich allzeit fliehen kann; du hast ja geboten, mich zu retten, denn mein Fels und meine Burg bist du.<br>4 Mein Gott, errette mich aus des Gottlosen Hand, aus der Faust des Frevlers und Gewaltmenschen!<br>5 Denn du bist meine Hoffnung, HERR, mein Gott, du meine Zuversicht von Jugend an.<br>6 Auf dich hab\u2019 ich mich gest\u00fctzt seit meiner Geburt; aus dem Mutterscho\u00df hast du mich ans Licht gezogen: dir hat mein Lobpreis immer gegolten.<br>7 Wie ein Wunder komme ich vielen vor, doch du bist meine starke Zuflucht.<br>8 Mein Mund ist deines Ruhmes voll, allzeit voll von deiner Verherrlichung.<br>9 Verwirf mich nicht in den Tagen des Alters, beim Schwinden meiner Kraft verla\u00df mich nicht!<br>10 Denn schon verhandeln meine Feinde \u00fcber mich, und die den Tod mir w\u00fcnschen, beraten sich zusammen<br>11 und sagen: \u00bbGott hat ihn verlassen: verfolgt und ergreift ihn, denn er hat keinen Retter!\u00ab<br>12 O Gott, bleib du nicht fern von mir, mein Gott, eil\u2019 mir zu Hilfe!<br>13 Es m\u00fcssen entt\u00e4uscht und vernichtet werden, die mich befeinden! La\u00df alle in Schmach und Schande sich h\u00fcllen, die mein Ungl\u00fcck suchen!<br>14 Ich aber will immerdar harren und all deinen Ruhm noch mehren.<br>15 Mein Mund soll deine Gerechtigkeit k\u00fcnden, allzeit deine Heilserweise, denn ich vermag sie nicht zu z\u00e4hlen.<br>16 Kommen will ich mit den Machttaten Gottes des HERRN, will preisen deine Gerechtigkeit, dich allein.<br>17 Du hast mich, o Gott, von Jugend auf gelehrt, und bis hierher habe ich deine Wunder verk\u00fcndet;<br>18 doch auch bis zum Greisenalter und grauen Haar verla\u00df mich nicht, o Gott, auf da\u00df ich deinen Arm verk\u00fcnde den Zeitgenossen und allen, die noch kommen werden, deine Macht.<br>19 Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis hoch an den Himmel; der du gro\u00dfe Dinge getan, o Gott, wer ist dir gleich?<br>20 Du hast viel Not und Leid uns f\u00fchlen lassen: du wirst uns auch wieder beleben und aus den Tiefen der Erde empor uns f\u00fchren.<br>21 Du wirst mich um so h\u00f6her erheben und mit Trost dich wieder zu mir wenden.<br>22 So will denn auch ich dich preisen mit Saitenspiel, f\u00fcr deine Treue dir danken, mein Gott; ich will auf der Zither dir spielen, du Heiliger Israels.<br>23 Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele, und zugleich meine Seele, die du erl\u00f6st hast;<br>24 auch meine Zunge soll allezeit von deiner Gerechtigkeit reden, denn entt\u00e4uscht, denn schamrot sind geworden, die mein Ungl\u00fcck suchten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 72<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von Salomo. Gott, dein richterlich Walten verleihe dem K\u00f6nig und deine Gerechtigkeit dem K\u00f6nigssohn,<br>2 da\u00df er dein Volk mit Gerechtigkeit richte und deine Elenden nach dem Recht!<br>3 La\u00df die Berge dem Volke Frieden tragen und die H\u00fcgel sich kleiden in Gerechtigkeit!<br>4 Er schaffe Recht den Elenden im Volk, er helfe den armen Leuten und zertrete den Bedr\u00fccker.<br>5 M\u00f6ge er leben, solange die Sonne scheint und der Mond (uns leuchtet), von Geschlecht zu Geschlecht!<br>6 Er m\u00f6ge sein wie Regen f\u00fcr frischgem\u00e4hte Wiesen, wie Regenschauer, die das Land besprengen!<br>7 In seinen Tagen m\u00f6ge der Gerechte bl\u00fchen und Friede in F\u00fclle bestehn, bis kein Mond mehr scheint.<br>8 Er herrsche von Meer zu Meer und vom Euphratstrom bis hin an die Enden der Erde!<br>9 Vor ihm m\u00fcssen die Steppenv\u00f6lker die Knie beugen und seine Feinde den Staub lecken;<br>10 die K\u00f6nige von Tharsis und den Meeresl\u00e4ndern m\u00fcssen Geschenke ihm bringen, die Herrscher von Saba und Seba Abgaben entrichten;<br>11 ja huldigen m\u00fcssen ihm alle K\u00f6nige, die V\u00f6lker alle ihm dienen!<br>12 Denn er wird den Armen retten, der um Hilfe schreit, den Leidenden und den, der keinen Helfer hat.<br>13 Er wird sich erbarmen des Schwachen und Armen und Hilfe gew\u00e4hren den Seelen der Armen;<br>14 aus Bedr\u00fcckung und Gewalttat wird er ihre Seelen erl\u00f6sen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.<br>15 So lebe er denn, und man gebe ihm vom Golde aus Saba, man bete immerdar f\u00fcr ihn und segne ihn allezeit!<br>16 F\u00fclle von Korn m\u00f6ge sein im Lande bis auf die Gipfel der Berge, es rausche seine Frucht wie der Libanon! Und aus den St\u00e4dten bl\u00fche das Volk hervor so zahlreich wie das Gras der Erde!<br>17 Sein Name m\u00f6ge ewig bestehn: solange die Sonne scheint, lebe sein Name fort, so da\u00df man in ihm sich Segen w\u00fcnscht und alle V\u00f6lker ihn gl\u00fccklich preisen!<br>18 Gepriesen sei Gott der HERR, der Gott Israels, der Wunder vollbringt, er allein!<br>19 Und gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit, und die ganze Erde sei seiner Herrlichkeit voll! Amen, ja Amen! \u2013<br>20 Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen &#8211; Drittes Buch (Psalm 73-89)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 73<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von Asaph. Dennoch ist Gott voll G\u00fcte gegen den Frommen, der Herr gegen alle, die reinen Herzens sind.<br>2 Doch ich \u2013 fast w\u00e4r\u2019 ich gestrauchelt mit meinen F\u00fc\u00dfen, nichts fehlte, so w\u00e4ren meine Schritte ausgeglitten;<br>3 denn ich ereiferte mich \u00fcber die Gro\u00dfsprecher, wenn ich sehen mu\u00dfte der Gottlosen Wohlergehn.<br>4 Denn bis zu ihrem Tode leiden sie keine Schmerzen, und wohlgen\u00e4hrt ist ihr Leib;<br>5 Ungl\u00fcck trifft sie nicht wie andere Sterbliche, und sie werden nicht geplagt wie sonst die Menschen.<br>6 Drum ist auch Hochmut ihr Halsgeschmeide, und Gewalttat ist das Kleid, das sie umh\u00fcllt.<br>7 Aus strotzendem Antlitz tritt ihr Auge hervor, die Gebilde ihres Herzens wallen \u00fcber.<br>8 Sie h\u00f6hnen und reden in Bosheit (nur) von Gewalttat, f\u00fchren Reden von oben herab;<br>9 gegen den Himmel richten sie ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich frei auf Erden.<br>10 Darum wendet das Volk sich ihnen zu und schl\u00fcrft das Wasser (ihrer Lehren) in vollen Z\u00fcgen;<br>11 sie sagen: \u00bbWie sollte Gott es wissen, und wie sollte der H\u00f6chste Kenntnis davon haben?\u00ab<br>12 Seht, so treiben\u2019s die Gottlosen, und, immer in Sicherheit lebend, h\u00e4ufen sie Reichtum an.<br>13 Ach, ganz umsonst hab\u2019 ich rein mein Herz erhalten und in Unschuld meine H\u00e4nde gewaschen;<br>14 ich ward ja doch vom Ungl\u00fcck allzeit geplagt, und alle Morgen war meine Z\u00fcchtigung da.<br>15 Doch h\u00e4tt\u2019 ich gesagt: \u00bbIch will auch so reden!\u00ab, so h\u00e4tt\u2019 ich treulos verleugnet deiner S\u00f6hne Geschlecht.<br>16 So sann ich denn nach, um dies zu begreifen, doch es war zu schwer f\u00fcr mein Verst\u00e4ndnis,<br>17 bis ich eindrang in die Heiligt\u00fcmer Gottes und achtgab auf der Gottlosen Endgeschick.<br>18 F\u00fcrwahr, auf schl\u00fcpfrigen Boden stellst du sie, l\u00e4\u00dft sie fallen, da\u00df sie in Tr\u00fcmmer zergehn.<br>19 Wie werden sie doch im Nu vernichtet, weggerafft, und nehmen ein Ende mit Schrecken!<br>20 Wie ein Traumbild gleich nach dem Erwachen verfliegt, so l\u00e4\u00dft du, o Allherr, beim Wachwerden ihr Bild verschwinden.<br>21 Wenn mein Herz sich nun noch verbitterte und ich in meinem Innern emp\u00f6rt mich f\u00fchlte,<br>22 so w\u00e4r\u2019 ich ein ganzer Tor und bar der Einsicht, ben\u00e4hme mich wie ein vernunftloses Tier gegen dich.<br>23 Doch nein, ich bleibe stets mit dir verbunden, du h\u00e4ltst mich fest bei meiner rechten Hand;<br>24 du leitest mich nach deinem Ratschlu\u00df und nimmst mich endlich auf in die Herrlichkeit.<br>25 Wen h\u00e4tt\u2019 ich sonst noch im Himmel? Und au\u00dfer dir erfreut mich nichts auf Erden.<br>26 Mag Leib und Seele mir verschmachten, bleibt Gott doch allzeit meines Herzens Fels und mein Teil.<br>27 Denn gewi\u00df: wer von dir sich lossagt, der kommt um; du vernichtest alle, die treulos von dir abfallen.<br>28 Mir aber ist Gottes N\u00e4he begl\u00fcckend: ich setze mein Vertrauen auf Gott den HERRN, um alle deine Werke zu verk\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 74<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lehrgedicht von Asaph. Warum hast du uns, o Gott, f\u00fcr immer verworfen, warum raucht dein Zorn gegen die Herde, die du weidest?<br>2 Gedenke deiner Gemeinde, die vor alters du erworben, die zum Eigentumsvolk du dir erl\u00f6st hast! (Gedenke) des Berges Zion, auf dem du Wohnung genommen!<br>3 Lenk deine Schritte hinauf zu den ewigen Tr\u00fcmmern: ach, alles hat der Feind im Heiligtum zerst\u00f6rt!<br>4 Wild br\u00fcllen deine Feinde im Innern deiner Versammlungsst\u00e4tte; haben dort ihre Fahnen als Siegeszeichen aufgestellt.<br>5 Es sieht sich an, als ob man die \u00c4xte hoch geschwungen h\u00e4tte im Dickicht des Waldes.<br>6 Und jetzt zerschlagen sie auch sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen und H\u00e4mmern.<br>7 Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, bis zum Boden entweiht die Wohnung deines Namens.<br>8 Sie haben sich vorgenommen: \u00bbWir rotten sie allesamt aus!\u00ab und haben alle Gottesst\u00e4tten im Lande verbrannt.<br>9 Unsre (heiligen) Zeichen sehn wir nicht mehr, kein Prophet ist mehr da, und niemand wei\u00df bei uns, wie lange das dauern soll.<br>10 Wie lange, o Gott, soll der Widersacher noch schm\u00e4hen, der Feind deinen Namen immerfort l\u00e4stern?<br>11 Warum doch ziehst du deine Hand zur\u00fcck? O zieh deine Rechte hervor aus dem Busen, mach ein Ende!<br>12 Gott ist ja doch mein K\u00f6nig von alters her, Rettungstaten vollf\u00fchrt er inmitten des Landes.<br>13 Du hast das Meer durch deine Kraft gespalten, die H\u00e4upter der Drachen auf den Fluten zerschellt.<br>14 Du hast Leviathans K\u00f6pfe zermalmt, zum Fra\u00df ihn hingegeben dem Volke der W\u00fcstentiere.<br>15 Du hast Quellen und B\u00e4che hervorbrechen lassen, du hast nieversiegende Str\u00f6me trocken gelegt.<br>16 Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne hingestellt.<br>17 Du hast der Erde rings die Grenzen festgesetzt, Sommer und Winter, du hast sie gebildet.<br>18 Denke daran: der Feind hat dich, o HERR, geh\u00f6hnt, und ein gottloses Volk deinen Namen gel\u00e4stert!<br>19 Gib nicht den Raubtieren preis die Seele deiner Taube, vergi\u00df nicht f\u00fcr immer das Leben deiner Dulder!<br>20 Blick hin auf den Bund! Denn angef\u00fcllt sind die Verstecke des Landes mit St\u00e4tten der Gewalttat.<br>21 La\u00df den Bedr\u00e4ngten nicht entt\u00e4uscht davongehn, der Arme und Bedr\u00fcckte m\u00fcsse deinen Namen r\u00fchmen!<br>22 Steh auf, Gott, verficht deine Sache! Gedenke der Schmach, die dich trifft von den Ruchlosen Tag f\u00fcr Tag!<br>23 Vergi\u00df nicht das Geschrei deiner Feinde, das Toben deiner Gegner, das allzeit aufsteigt!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 75<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbVertilge nicht\u00ab; ein Psalm von Asaph, ein Lied.<br>2 Wir preisen dich, Gott, wir preisen! Denn nahe ist uns dein Name: deine Wundertaten verk\u00fcnden ihn.<br>3 \u00bbWenPsalm n ich die Zeit gekommen erachte, dann halte ich gerechtes Gericht.<br>4 Mag wanken die Erde mit allen ihren Bewohnern: ich bin\u2019s, der ihre S\u00e4ulen festgestellt. SELA.<br>5 Ich rufe den Stolzen zu: \u203aSeid nicht stolz!\u2039 und den Frevlern: \u203aHebt den Kopf nicht hoch!<br>6 Hebt euren Kopf nicht gar so hoch, redet nicht vermessen mit gerecktem Hals!\u2039\u00ab \u2013<br>7 Denn nicht vom Aufgang (der Sonne) noch vom Niedergang und nicht von der W\u00fcste her kommt die Erh\u00f6hung;<br>8 nein, Gott ist\u2019s, der da richtet: diesen erniedrigt und jenen erh\u00f6ht er.<br>9 Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN mit sch\u00e4umendem Wein, voll von berauschender Mischung; und er schenkt daraus ein: sogar die Hefen davon m\u00fcssen schl\u00fcrfen und trinken alle Frevler der Erde.<br>10 Ich aber will das ewig verk\u00fcnden, will lobsingen dem Gotte Jakobs;<br>11 und alle H\u00f6rner der Frevler will ich abhaun, doch die H\u00f6rner der Gerechten sollen erh\u00f6ht sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 76<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Psalm von Asaph, ein Lied.<br>2 Allbekannt ist Gott in Juda, in Israel ist gro\u00df sein Name;<br>3 in Salem erstand seine H\u00fctte und seine Wohnstatt in Zion.<br>4 Allda hat er zerbrochen des Bogens Blitze, Schild und Schwert und jegliche Kriegswehr. SELA.<br>5 Ruhmvoll bist du, herrlich von den ewigen Bergen her.<br>6 Ausgepl\u00fcndert wurden die tapferen Streiter, sanken hin in ihren Todesschlaf, und all den Helden versagte der Arm:<br>7 vor deinem Drohruf, du Gott Jakobs, sanken in Bet\u00e4ubung so Wagen wie Rosse.<br>8 Ja du bist furchtbar, und wer kann bestehn vor dir, sobald dein Zorn entbrannt ist?<br>9 Vom Himmel her k\u00fcndigtest du das Gericht an: da erschrak die Erde und wurde still,<br>10 als Gott sich erhob zum Gerichtsvollzug, um allen Bedr\u00fcckten auf Erden zu helfen. SELA.<br>11 Denn der Menschen Grimm wird dir zum Lobpreis, wenn zuletzt du dich g\u00fcrtest mit Zornesflammen.<br>12 Bringt Gel\u00fcbde dar und erf\u00fcllt sie dem HERRN, eurem Gott: alle, die ihn rings umgeben, m\u00fcssen Geschenke dem Schrecklichen bringen,<br>13 ihm, der den Hochmut der F\u00fcrsten d\u00e4mpft und furchtbar ist den K\u00f6nigen der Erde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 77<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister \u00fcber die Jeduthuniden; von Asaph ein Psalm.<br>2 Laut ruf\u2019 ich zu Gott, ja ich will schreien, laut ruf\u2019 ich zu Gott: \u00bbAch, h\u00f6re mein Flehen!\u00ab<br>3 Wenn Drangsalszeiten \u00fcber mich kommen, such\u2019 ich den Allherrn; meine Hand ist nachts ohn\u2019 Ermatten ausgestreckt, meine Seele will sich nicht tr\u00f6sten lassen.<br>4 Denk\u2019 ich an Gott, so mu\u00df ich seufzen; sinne ich nach, so verzagt mein Geist. SELA.<br>5 Du h\u00e4ltst mir die Augenlider offen, ich bin voll Unruhe und kann nicht reden.<br>6 Ich \u00fcberdenke die Tage der Vorzeit, die l\u00e4ngst entschwundenen Jahre;<br>7 ich denke bei Nacht an mein Saitenspiel, ich sinne in meinem Herzen nach, und es gr\u00fcbelt mein Geist und fragt:<br>8 \u00bbWird der Allherr auf ewig versto\u00dfen und niemals wieder Gnade \u00fcben?<br>9 Ist seine G\u00fcte f\u00fcr immer ersch\u00f6pft? sind seine Verhei\u00dfungen abgetan f\u00fcr alle Zukunft?<br>10 Hat Gott vergessen, gn\u00e4dig zu sein, oder im Zorn sein Erbarmen verschlossen?\u00ab SELA.<br>11 Da sagte ich mir: \u00bbDas bek\u00fcmmert mich schmerzlich, da\u00df das Walten des H\u00f6chsten sich hat ge\u00e4ndert.\u00ab<br>12 Ich will gedenken der Taten des HERRN, will gedenken deiner Wunder von der Vorzeit her,<br>13 will sinnen \u00fcber all dein Tun und deine gro\u00dfen Taten erw\u00e4gen.<br>14 O Gott, erhaben ist dein Weg: wo ist eine Gottheit so gro\u00df wie Gott?<br>15 Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht an den V\u00f6lkern bewiesen,<br>16 hast dein Volk erl\u00f6st mit starkem Arm, die Kinder Jakobs und Josephs. SELA.<br>17 Als die Wasser dich sahen, o Gott, als die Wasser dich sahen, erbebten sie, auch die Tiefen des Weltmeers zitterten;<br>18 die Wolken ergossen sich in str\u00f6menden Regen, das Gew\u00f6lk lie\u00df Donner erkrachen, und deine Pfeile fuhren einher;<br>19 deine Donnerstimme dr\u00f6hnte am Himmelsgew\u00f6lbe, Blitze erhellten den Erdkreis, es bebte und schwankte die Erde.<br>20 Durchs Meer ging dein Weg dahin und dein Pfad durch gewaltige Fluten; doch deine Spuren waren nicht zu erkennen.<br>21 Du hast dein Volk gef\u00fchrt wie eine Herde unter Leitung von Mose und Aaron.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 78<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lehrgedicht von Asaph. Gib acht, mein Volk, auf meine Belehrung, leiht euer Ohr den Worten meines Mundes!<br>2 Ich will auftun meinen Mund zur Rede in Spr\u00fcchen, will R\u00e4tsel verk\u00fcnden von der Vorzeit her.<br>3 Was wir geh\u00f6rt und erfahren und unsere V\u00e4ter uns erz\u00e4hlt haben,<br>4 das wollen wir ihren Kindern nicht verschweigen, sondern dem k\u00fcnftgen Geschlecht verk\u00fcnden die Ruhmestaten des HERRN und seine St\u00e4rke und die Wunder, die er getan hat.<br>5 Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und festgestellt in Israel ein Gesetz, von dem er unsern V\u00e4tern gebot, es ihren Kindern kundzutun,<br>6 auf da\u00df die Nachwelt Kenntnis davon erhielte: die Kinder, die geboren w\u00fcrden, sollten aufstehn und ihren Kindern davon erz\u00e4hlen,<br>7 da\u00df sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht verg\u00e4\u00dfen und seine Gebote befolgten,<br>8 da\u00df sie nicht wie ihre V\u00e4ter w\u00fcrden, ein trotziges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht mit wankelm\u00fctigem Herzen, dessen Geist sich nicht zuverl\u00e4ssig zu Gott hielt.<br>9 Ephraims S\u00f6hne, bogenger\u00fcstete Sch\u00fctzen, haben den R\u00fccken gewandt am Tage des Kampfes.<br>10 Sie hielten den gottgestifteten Bund nicht und wollten nicht wandeln in seinem Gesetz;<br>11 nein, sie verga\u00dfen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte sehen lassen.<br>12 Vor ihren V\u00e4tern hatte er Wunder getan im Lande \u00c4gypten, im Gefilde von Zoan.<br>13 Er spaltete das Meer und lie\u00df sie hindurchziehn und t\u00fcrmte die Wasser auf wie einen Wall;<br>14 er leitete sie bei Tag durch die Wolke und w\u00e4hrend der ganzen Nacht durch Feuerschein;<br>15 er spaltete Felsen in der W\u00fcste und tr\u00e4nkte sie reichlich wie mit Fluten;<br>16 B\u00e4che lie\u00df er aus dem Felsen hervorgehn und Wasser gleich Str\u00f6men niederflie\u00dfen.<br>17 Dennoch fuhren sie fort, gegen ihn zu s\u00fcndigen, und widerstrebten dem H\u00f6chsten in der W\u00fcste;<br>18 ja, sie versuchten Gott in ihren Herzen, indem sie Speise verlangten f\u00fcr ihr Gel\u00fcst,<br>19 und redeten gegen Gott mit den Worten: \u00bbKann Gott wohl einen Tisch in der W\u00fcste uns decken?<br>20 Wohl hat er den Felsen geschlagen, da\u00df Wasser flossen heraus und B\u00e4che sich ergossen; doch wird er auch verm\u00f6gen Brot zu geben oder Fleisch seinem Volke zu schaffen?\u00ab<br>21 Drum, als der HERR das h\u00f6rte, ergrimmte er: Feuer entbrannte gegen Jakob, und Zorn stieg auf gegen Israel,<br>22 weil sie an Gott nicht glaubten und auf seine Hilfe nicht vertrauten.<br>23 Und doch gebot er den Wolken droben und tat die T\u00fcren des Himmels auf,<br>24 lie\u00df Manna auf sie regnen zum Essen und gab ihnen himmlisches Brotkorn:<br>25 Engelspeise a\u00dfen sie allesamt, Reisekost sandte er ihnen zur S\u00e4ttigung.<br>26 Hinfahren lie\u00df er den Ostwind am Himmel und f\u00fchrte durch seine Kraft den S\u00fcdwind herbei;<br>27 Fleisch lie\u00df er auf sie regnen wie Staub und beschwingte V\u00f6gel wie Meeressand;<br>28 mitten in ihr Lager lie\u00df er sie fallen, rings um ihre Wohnungen her.<br>29 Da a\u00dfen sie und wurden reichlich satt, und was sie gew\u00fcnscht, gew\u00e4hrte er ihnen.<br>30 Noch hatten sie ihres Gel\u00fcsts sich nicht entschlagen, noch hatten sie ihre Speise in ihrem Munde,<br>31 da stieg der Ingrimm Gottes gegen sie auf und erw\u00fcrgte die kr\u00e4ftigen M\u00e4nner unter ihnen und streckte Israels junge Mannschaft zu Boden.<br>32 Trotz alledem s\u00fcndigten sie weiter und glaubten nicht an seine Wunder.<br>33 Drum lie\u00df er ihre Tage vergehn wie einen Hauch und ihre Jahre in angstvoller Hast.<br>34 Wenn er sie sterben lie\u00df, dann fragten sie nach ihm und kehrten um und suchten Gott eifrig<br>35 und dachten daran, da\u00df Gott ihr Fels sei und Gott, der H\u00f6chste, ihr Erl\u00f6ser.<br>36 Doch sie heuchelten ihm mit ihrem Munde und belogen ihn mit ihrer Zunge;<br>37 denn ihr Herz hing nicht fest an ihm, und sie hielten nicht treu an seinem Bunde.<br>38 Doch er war barmherzig, vergab die Schuld und vertilgte sie nicht, nein, immer wieder hielt er seinen Zorn zur\u00fcck und lie\u00df nicht seinen ganzen Grimm erwachen;<br>39 denn er dachte daran, da\u00df Fleisch sie waren, ein Windhauch, der hinf\u00e4hrt und nicht wiederkehrt.<br>40 Wie oft widerstrebten sie ihm in der W\u00fcste, kr\u00e4nkten sie ihn in der \u00d6de!<br>41 Und immer aufs neue versuchten sie Gott und betr\u00fcbten den Heiligen Israels.<br>42 Sie dachten nicht mehr an seine starke Hand, an den Tag, wo er sie vom Bedr\u00e4nger erl\u00f6ste,<br>43 als er seine Zeichen in \u00c4gypten tat, seine Wunder im Gefilde von Zoan (V.12).<br>44 Er verwandelte dort in Blut ihre Str\u00f6me, so da\u00df man ihr flie\u00dfendes Wasser nicht trinken konnte;<br>45 er sandte unter sie Ungeziefer, das sie fra\u00df, und Fr\u00f6sche, die ihnen Verderben brachten;<br>46 er gab ihre Ernte den Fre\u00dfgrillen preis und die Frucht ihrer Arbeit den Heuschrecken;<br>47 er zerschlug ihre Reben mit Hagel, ihre Maulbeerfeigenb\u00e4ume mit Schlo\u00dfen;<br>48 er gab ihr Vieh dem Hagel preis und ihren Besitz den Blitzen;<br>49 er sandte gegen sie seines Zornes Glut, Wut und Grimm und Drangsal: eine Schar von Ungl\u00fccksengeln;<br>50 er lie\u00df seinem Ingrimm freien Lauf, entzog ihre Seele nicht dem Tode, \u00fcberlie\u00df vielmehr ihr Leben der Pest;<br>51 er lie\u00df alle Erstgeburt in \u00c4gypten sterben, der Manneskraft Erstlinge in den Zelten Hams.<br>52 Dann lie\u00df er sein Volk ausziehn wie Schafe und leitete sie in der W\u00fcste wie eine Herde<br>53 und f\u00fchrte sie sicher, so da\u00df sie nicht bangten; ihre Feinde aber bedeckte das Meer.<br>54 So brachte er sie nach seinem heiligen Gebiet, in das Bergland, das er mit seiner Rechten erworben,<br>55 und vertrieb vor ihnen her die V\u00f6lker, verloste ihr Gebiet als erblichen Besitz und lie\u00df in ihren Zelten die St\u00e4mme Israels wohnen.<br>56 Doch sie versuchten und reizten Gott, den H\u00f6chsten, und hielten sich nicht an seine Gebote,<br>57 sondern fielen ab und handelten treulos, ihren V\u00e4tern gleich; sie versagten wie ein tr\u00fcglicher Bogen<br>58 und erbitterten ihn durch ihren H\u00f6hendienst und reizten ihn zum Eifer durch ihre G\u00f6tzenbilder.<br>59 Als Gott es vernahm, ergrimmte er und verwarf Israel ganz und gar:<br>60 er gab seine Wohnung in Silo auf, das Zelt, das er aufgeschlagen unter den Menschen;<br>61 er lie\u00df seine Macht in Gefangenschaft fallen und seine Zier in die Hand des Feindes;<br>62 er gab sein Volk dem Schwerte preis und war entr\u00fcstet \u00fcber sein Erbteil;<br>63 seine jungen M\u00e4nner fra\u00df das Feuer, und seine Jungfraun blieben ohne Brautlied;<br>64 seine Priester fielen durchs Schwert, und seine Witwen konnten keine Totenklage halten.<br>65 Da erwachte der Allherr wie ein Schlafender, wie ein vom Wein \u00fcbermannter Kriegsheld;<br>66 er schlug seine Feinde von hinten und gab sie ewiger Schande preis.<br>67 Auch verwarf er das Zelt Josephs und erw\u00e4hlte nicht den Stamm Ephraim,<br>68 sondern erw\u00e4hlte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebgewonnen;<br>69 und er baute den ragenden Bergen gleich sein Heiligtum, fest wie die Erde, die er auf ewig gegr\u00fcndet.<br>70 Dann erw\u00e4hlte er David, seinen Knecht, den er wegnahm von den H\u00fcrden des Kleinviehs;<br>71 von den Mutterschafen holte er ihn, da\u00df er Jakob weide, sein Volk, und Israel, seinen Erbbesitz.<br>72 Der weidete sie mit redlichem Herzen und leitete sie mit kundiger Hand.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 79<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm von Asaph. O Gott, in dein Eigentum sind Heiden eingedrungen, haben deinen heiligen Tempel entweiht, Jerusalem zu Tr\u00fcmmerhaufen gemacht!<br>2 Sie haben die Leichen deiner Knechte den V\u00f6geln des Himmels zum Fra\u00df gegeben, den wilden Tieren des Landes die Leiber deiner Frommen!<br>3 Sie haben deren Blut vergossen wie Wasser rings um Jerusalem her, und niemand hat sie begraben!<br>4 Wir sind unsern Nachbarn zur Schm\u00e4hung geworden, ein Spott und Hohn den V\u00f6lkern um uns her!<br>5 Wie lange, o HERR, willst du unvers\u00f6hnlich z\u00fcrnen? Bis wann soll lodern dein Eifer wie Feuer?<br>6 Gie\u00df deine Zornglut \u00fcber die Heiden aus, die dich nicht kennen, auf die Reiche, die deinen Namen nicht anrufen!<br>7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Wohnstatt verw\u00fcstet.<br>8 Rechne uns nicht die Schuld der V\u00e4ter an, la\u00df eilends dein Erbarmen uns angedeihn! Denn gar schwach sind wir geworden.<br>9 Hilf uns, du Gott unsers Heils, um der Ehre deines Namens willen! Errette uns und vergib uns unsere S\u00fcnden um deines Namens willen!<br>10 Warum sollen die Heiden sagen: \u00bbWo ist ihr Gott?\u00ab La\u00df kundwerden an den Heiden vor unsern Augen die Rache f\u00fcr das vergossne Blut deiner Knechte!<br>11 La\u00df vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; kraft deines starken Armes erhalte am Leben die dem Tode Geweihten!<br>12 Und zahle unsern Nachbarn siebenfach heim in ihren Busen den Hohn, mit dem sie dich, o Allherr, geh\u00f6hnt!<br>13 Wir aber, dein Volk und die Herde, die du weidest, wir wollen dir ewiglich danken, von Geschlecht zu Geschlecht verk\u00fcnden deinen Ruhm!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 80<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbLilien(rein) ist das Zeugnis\u00ab; von Asaph ein Psalm.<br>2 O Hirte Israels, merk auf, der du Joseph leitest wie eine Herde! Der du thronst \u00fcber den Cheruben, erscheine!<br>3 Als Anf\u00fchrer Ephraims und Benjamins und Manasses biete deine Heldenkraft auf und komm uns zu Hilfe!<br>4 O Gott (der Heerscharen), stelle uns wieder her und la\u00df dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerf\u00e4hrt!<br>5 O HERR, Gott der Heerscharen, wie lange noch raucht dein Zorn trotz der Gebete deines Volkes?<br>6 Du hast uns Tr\u00e4nenbrot essen lassen und uns eimerweise getr\u00e4nkt mit Tr\u00e4nen;<br>7 du hast uns gemacht zum Zankapfel unsern Nachbarn, und unsere Feinde spotten \u00fcber uns.<br>8 O Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her und la\u00df dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerf\u00e4hrt!<br>9 Einen Weinstock hast aus \u00c4gypten du ausgehoben, hast Heidenv\u00f6lker vertrieben, ihn eingepflanzt,<br>10 hast weiten Raum vor ihm her geschafft, da\u00df er Wurzeln schlug und das Land erf\u00fcllte;<br>11 die Berge wurden von seinem Schatten bedeckt und von seinen Reben die Zedern Gottes;<br>12 er streckte seine Ranken aus bis ans Meer und seine Sch\u00f6\u00dflinge bis zum Euphratstrom.<br>13 Warum hast du sein Gehege eingerissen, so da\u00df alle ihn zerpfl\u00fccken, die des Weges ziehn?<br>14 Es zerw\u00fchlt ihn der Eber aus dem Walde, und die Tiere des Feldes fressen ihn kahl.<br>15 O Gott der Heerscharen, kehre doch zur\u00fcck, schaue vom Himmel nieder und blicke her und nimm dich dieses Weinstocks an,<br>16 des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt, und des Sch\u00f6\u00dflings, den du dir gro\u00dfgezogen!<br>17 Er ist mit Feuer verbrannt, ist abgehauen: vor dem Zornblick deines Angesichts kommen sie um.<br>18 Halte schirmend die Hand \u00fcber den Mann deiner Rechten, den Menschensohn, den du dir gro\u00dfgezogen:<br>19 so wollen wir nimmer von dir weichen! Schenke uns neues Leben, so wollen wir deinen Namen preisen!<br>20 O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her, la\u00df dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerf\u00e4hrt!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 81<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach der Keltertreterweise; von Asaph.<br>2 Singt jubelnd dem Gott, der unsre St\u00e4rke ist, jauchzet dem Gott Jakobs!<br>3 Stimmt Lobgesang an und la\u00dft die Pauken erschallen, die liebliche Zither mitsamt der Harfe!<br>4 Sto\u00dft am Neumond in die Posaune, beim Vollmond zur Feier unsres Festes!<br>5 Denn so ist es Satzung f\u00fcr Israel, ein Gebot des Gottes Jakobs;<br>6 als Gesetz hat er\u2019s f\u00fcr Joseph verordnet, als er auszog gegen \u00c4gyptenland. \u2013 Eine Sprache, die ich bisher nicht gekannt, vernehme ich:<br>7 \u00bbIch hab\u2019 seine Schulter der Last entzogen, seine H\u00e4nde sind des Tragkorbs ledig geworden.<br>8 Als du riefst in der Drangsal, erl\u00f6ste ich dich, erh\u00f6rte dich in der H\u00fclle der Donnerwolke, pr\u00fcfte dich am Haderwasser (4.Mose 20,13). SELA.<br>9 \u203aH\u00f6re, mein Volk, ich will dich warnen! o Israel, m\u00f6chtest du mir doch gehorchen!<br>10 Kein fremder Gott soll unter dir sein, vor keinem Gott des Auslands darfst du dich niederwerfen!<br>11 Ich, der HERR, bin dein Gott, der dich heraufgef\u00fchrt aus \u00c4gyptenland: tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn f\u00fcllen!\u2039<br>12 Doch mein Volk hat nicht geh\u00f6rt auf meine Stimme, und Israel ist mir nicht zu Willen gewesen.<br>13 Da hab ich sie preisgegeben dem Starrsinn ihres Herzens: sie sollten nach ihren eignen Gedanken wandeln.<br>14 O wollte mein Volk doch mir gehorchen, Israel doch wandeln auf meinen Wegen!<br>15 Wie bald w\u00fcrde ich ihre Feinde beugen und gegen ihre Dr\u00e4nger kehren meine Hand!<br>16 Die da hassen den HERRN, die m\u00fc\u00dften ihm schmeicheln, und ihre Gerichtszeit sollte ewig w\u00e4hren.<br>17 Doch ihn wollt\u2019 ich n\u00e4hren mit dem Mark des Weizens, dich s\u00e4ttigen aus dem Felsen mit Honig.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 82<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm Asaphs. Gott steht da in der Gottesversammlung, h\u00e4lt inmitten der G\u00f6tter Gericht:<br>2 \u00bbWie lange noch wollt ihr ungerecht richten und Partei f\u00fcr die Gottlosen nehmen? SELA.<br>3 Schafft Recht dem Geringen und Verwaisten, dem Bedr\u00fcckten und D\u00fcrftigen verhelft zum Recht!<br>4 Rettet den Geringen und Armen, entrei\u00dft ihn der Hand der Gottlosen!\u00ab<br>5 \u00bbDoch sie sind ohne Einsicht und ohne Erkenntnis; in Finsternis gehn sie einher, m\u00f6gen der Erde Pfeiler auch alle wanken.<br>6 Wohl hab\u2019 ich selber gesagt, da\u00df ihr G\u00f6tter seid und S\u00f6hne des H\u00f6chsten allesamt;<br>7 dennoch wie (gew\u00f6hnliche) Menschen sollt ihr sterben. und fallen wie irgendeiner der F\u00fcrsten.\u00ab<br>8 Erhebe dich, Gott, richte die Erde! Denn du bist der Erbherr \u00fcber alle V\u00f6lker.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 83<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied, ein Psalm Asaphs.<br>2 O Gott, halte dich nicht zur\u00fcck, verharre nicht im Schweigen und bleibe nicht ruhig, o Gott!<br>3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, tragen das Haupt hoch!<br>4 Gegen dein Volk ersinnen sie einen Anschlag und beraten sich gegen deine Schutzbefohlnen;<br>5 sie sagen: \u00bbKommt, wir wollen sie vertilgen als Volk: des Namens Israel soll man f\u00fcrder nicht gedenken!\u00ab<br>6 Ja, sie haben einm\u00fctigen Sinns sich beraten, ein B\u00fcndnis gegen dich geschlossen:<br>7 die Zelte Edoms und der Ismaeliter, Moab und die Hagriter,<br>8 Gebal und Ammon und Amalek, das Philisterland samt den Bewohnern von Tyrus.<br>9 Auch Assur hat sich zu ihnen gesellt, es leiht den Nachkommen Lots seinen Arm. SELA.<br>10 Verfahre mit ihnen wie einst mit Midian (Ri 7-8; Jes 9,3), wie mit Sisera, wie mit Jabin am Bache Kison (Ri 4),<br>11 die bei Endor (Jos 17,11) den Untergang fanden, mit ihren Leibern das Erdreich d\u00fcngten!<br>12 Mache sie, ihre Edlen, wie Oreb und Seeb, und wie Sebah und Zalmunna alle ihre F\u00fcrsten (Ri 7-8),<br>13 die gesprochen hatten: \u00bbWir wollen f\u00fcr uns erobern die Fluren Gottes!\u00ab (Ps 74,8)<br>14 Mein Gott, mache sie gleich dem verwehten Laub, wie Spreu vor dem Winde!<br>15 Wie Feuer, das den Wald verzehrt, wie Flammen, welche die Berge versengen:<br>16 so verfolge sie mit deinem Sturm und schrecke sie mit deiner Windsbraut!<br>17 La\u00df Besch\u00e4mung ihr Antlitz bedecken, auf da\u00df sie nach deinem Namen fragen, o HERR!<br>18 La\u00df sie besch\u00e4mt und erschreckt sein f\u00fcr immer, in Schande geraten und vergehn!<br>19 Sie m\u00fcssen erkennen, da\u00df du, dessen Name \u00bbHERR\u00ab ist, du allein der H\u00f6chste bist \u00fcber die ganze Erde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 84<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, nach der Keltertreterweise; von den Korahiten ein Psalm.<br>2 Wie lieblich ist deine Wohnstatt (43,3), HERR der Heerscharen!<br>3 Meine Seele hat sich gesehnt, ja geschmachtet nach den Vorh\u00f6fen des HERRN; nun jubeln mein Herz und mein Leib dem lebendigen Gott entgegen!<br>4 Hat doch auch der Sperling ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest f\u00fcr sich, woselbst sie ihre Jungen birgt: deine Alt\u00e4re, o HERR der Heerscharen, mein K\u00f6nig und mein Gott.<br>5 Wohl denen, die da wohnen in deinem Haus, dich allzeit preisen! SELA.<br>6 Wohl allen, die in dir ihre St\u00e4rke finden, wenn auf Pilgerfahrten sie sinnen!<br>7 Wenn sie wandern durchs Bakatal, machen sie\u2019s zum Quellengrund, den auch der Fr\u00fchregen kleidet in reichen Segen.<br>8 Sie wandern dahin mit stets erneuter Kraft, bis vor Gott sie erscheinen in Zion.<br>9 O HERR, Gott der Heerscharen, h\u00f6re mein Gebet, vernimm es, Gott Jakobs! SELA.<br>10 Du unser Schild, blick her, o Gott, und schau auf das Antlitz deines Gesalbten!<br>11 Denn ein einziger Tag in deinen Vorh\u00f6fen ist besser als tausend andere; lieber will ich stehn an der Schwelle im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten der Frevler.<br>12 Denn Sonne und Schild ist Gott der HERR; Gnade und Ehre verleiht der HERR, nichts Gutes versagt er denen, die unstr\u00e4flich wandeln.<br>13 O HERR der Heerscharen, wohl dem Menschen, der dir vertraut!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 85<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; von den Korahiten ein Psalm.<br>2 Du hast zwar, HERR, deinem Lande Gnade gew\u00e4hrt, hast Jakobs Mi\u00dfgeschick gewendet,<br>3 hast deinem Volke die Schuld vergeben und all seine S\u00fcnde zugedeckt, SELA;<br>4 hast deinem ganzen Groll entsagt, von der Glut deines Zorns dich abgewandt:<br>5 stell uns nun aber auch wieder her, du Gott unsers Heils, und la\u00df deinen Unmut gegen uns schwinden!<br>6 Willst du denn unvers\u00f6hnlich gegen uns z\u00fcrnen und deinen Zorn fortdauern lassen f\u00fcr und f\u00fcr?<br>7 Willst du uns nicht wieder neu beleben, da\u00df dein Volk sich deiner mag freuen?<br>8 La\u00df uns schauen, o HERR, deine Gnade und gew\u00e4hre uns dein Heil!<br>9 Ich will doch h\u00f6ren, was Gott der HERR verk\u00fcndet! \u2013 F\u00fcrwahr, er k\u00fcndet Segen an seinem Volke und seinen Frommen; nur da\u00df sie nicht wieder sich wenden zur Torheit!<br>10 Wahrlich, sein Heil ist denen nah, die ihn f\u00fcrchten, da\u00df Herrlichkeit in unserm Lande wohne,<br>11 da\u00df Gnade und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich k\u00fcssen.<br>12 Die Treue wird aus der Erde sprossen und Gerechtigkeit vom Himmel niederschauen.<br>13 Dann wird uns der HERR auch Segen spenden, da\u00df unser Land uns seinen Ertrag gew\u00e4hrt;<br>14 Gerechtigkeit wird vor ihm hergehn und achten auf den Weg seiner Schritte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 86<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Gebet Davids. Neige, o HERR, dein Ohr, erh\u00f6re mich, denn elend bin ich und arm!<br>2 Bewahre meine Seele, denn ich bin fromm; hilf du, mein Gott, deinem Knecht, der auf dich vertraut!<br>3 Sei mir gn\u00e4dig, o Allherr, denn zu dir rufe ich allezeit.<br>4 Erfreue das Herz deines Knechtes, denn zu dir, o Allherr, erheb\u2019 ich meine Seele.<br>5 Denn du, o Allherr, bist g\u00fctig und bereit zum Verzeihen, bist reich an Gnade f\u00fcr alle, die dich anrufen.<br>6 Vernimm, o HERR, mein Gebet und merke auf mein lautes Flehen!<br>7 Bin ich in Not, so ruf\u2019 ich zu dir, denn du erh\u00f6rst mich.<br>8 Keiner kommt dir gleich unter den G\u00f6ttern, o Allherr, und nichts ist deinen Werken vergleichbar.<br>9 Alle V\u00f6lker, die du geschaffen, werden kommen und vor dir anbeten, o Allherr, und deinen Namen ehren;<br>10 denn du bist gro\u00df, und Wunder tust du: ja du, nur du bist Gott.<br>11 Lehre mich, HERR, deinen Weg, da\u00df ich ihn wandle in deiner Wahrheit; richte mein Herz auf das Eine, da\u00df es deinen Namen f\u00fcrchte!<br>12 Preisen will ich dich, Allherr, mein Gott, von ganzem Herzen und deinen Namen ewiglich ehren;<br>13 denn deine Gnade ist gro\u00df gegen mich gewesen: du hast meine Seele errettet aus der Tiefe des Totenreichs.<br>14 O Gott! Vermessene haben sich gegen mich erhoben, eine Rotte von Schreckensm\u00e4nnern steht mir nach dem Leben; sie haben dich nicht vor Augen.<br>15 Doch du, o Allherr, bist ein Gott voll Erbarmen und Gnade, langm\u00fctig und reich an Gnade und Treue.<br>16 Wende dich zu mir und sei mir gn\u00e4dig; verleih deine Kraft deinem Knecht und hilf dem Sohne deiner Magd!<br>17 Tu ein Zeichen an mir zum Guten, da\u00df meine Feinde es sehn und sich sch\u00e4men m\u00fcssen, weil du, o HERR, mein Helfer und Tr\u00f6ster gewesen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 87<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von den Korahiten ein Psalm, ein Lied. Seine Gr\u00fcndung liegt auf heiligen Bergen:<br>2 lieb hat der HERR die Tore Zions mehr als alle (anderen) Wohnst\u00e4tten Jakobs.<br>3 Herrliches ist von dir berichtet, du Gottesstadt. SELA.<br>4 \u00bbIch nenne \u00c4gypten und Babel als meine Bekenner, hier das Philisterland und Tyrus samt \u00c4thiopien \u2013 n\u00e4mlich wer dort seine Heimat hat.\u00ab<br>5 Doch von Zion hei\u00dft es: \u00bbMann f\u00fcr Mann hat dort seine Heimat, und er selbst, der H\u00f6chste, macht es stark.\u00ab<br>6 Der HERR z\u00e4hlt, wenn er die V\u00f6lker aufschreibt: \u00bbDieser hat dort seine Heimat.\u00ab SELA.<br>7 Sie aber tanzen den Reigen und singen: \u00bbAlle meine Quellen sind in dir (o Zion)!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 88<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied, ein Psalm von den Korahiten; dem Musikmeister, nach (der Singweise = Melodie) \u00bbdie Krankheit\u00ab; ein Lehrgedicht von Heman, dem Esrahiten.<br>2 O HERR, du Gott meines Heils, ich rufe bei Tage und schreie nachts vor dir:<br>3 o la\u00df mein Gebet vor dich kommen, neige dein Ohr meinem Flehen zu!<br>4 Denn meine Seele ist mit Leiden ges\u00e4ttigt, und mein Leben naht sich dem Totenreich.<br>5 Schon z\u00e4hlt man mich zu den ins Grab Gesunknen, ich bin wie ein Mann ohne Lebenskraft.<br>6 Unter den Toten hab\u2019 ich mein Lager gleichwie Erschlagne, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkst: sie sind ja deiner Hand entr\u00fcckt.<br>7 Du hast mich in die Grube der Unterwelt versetzt, in finstre Nacht, in die Tiefe;<br>8 auf mir lastet schwer dein Grimm, und mit all deinen Wogen dr\u00fcckst du mich nieder. SELA.<br>9 Meine Bekannten hast du mir entfremdet, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht; eingeschlossen bin ich und kann nicht hinaus:<br>10 mein Auge erlischt vor Elend. Ich rufe zu dir, o HERR, jeden Tag, ich breite zu dir meine H\u00e4nde aus:<br>11 \u00bbKannst an den Toten du Wunder tun, oder werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen? SELA.<br>12 Wird man im Grabe von deiner Gnade erz\u00e4hlen, von deiner Treue im Abgrund?<br>13 Verk\u00fcndet man dein Wunderwalten in der Finsternis und deine Gerechtigkeit im Lande des Vergessens?\u00ab<br>14 Ich dagegen rufe laut zu dir, o HERR, schon am Morgen tritt mein Gebet vor dich:<br>15 \u00bbWarum, o HERR, verwirfst du mich, verbirgst du dein Antlitz vor mir?\u00ab<br>16 Elend bin ich und siech von Jugend auf, ich trage deine Schrecken und verzweifle.<br>17 Deine Zornesgluten sind \u00fcber mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet;<br>18 sie umgeben mich immerdar wie Wasserfluten, umringen mich allzumal.<br>19 Freunde und Gef\u00e4hrten hast du mir entfremdet: nur die Finsternis ist mir vertraut (geblieben).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 89<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lehrgedicht von Ethan, dem Esrahiten.<br>2 Die Gnadenerweise des HERRN will ich allzeit besingen, bis zum fernsten Geschlecht deine Treue laut verk\u00fcnden.<br>3 Denn du, Herr, hast verhei\u00dfen: \u00bbAuf ewig soll der Gnadenbund aufgebaut sein\u00ab &#8211; fest wie den Himmel hast du deine Treue gegr\u00fcndet \u2013:<br>4 \u00bbIch habe einen Bund geschlossen mit meinem Erw\u00e4hlten, habe David, meinem Knecht, geschworen:<br>5 \u203aDeinem Geschlecht will ich ewige Dauer verleihen und aufbaun deinen Thron f\u00fcr alle Zeiten.\u2039\u00ab SELA.<br>6 Da priesen die Himmel deine Wundertat, o HERR, dazu deine Treue in der Versammlung der Heiligen.<br>7 Denn wer in der Wolkenh\u00f6he kommt dem HERRN gleich, ist dem HERRN vergleichbar unter den Gottess\u00f6hnen,<br>8 dem Gott, der gef\u00fcrchtet ist im Kreise der Heiligen und furchtbar \u00fcber alle um ihn her?<br>9 HERR, du Gott der Heerscharen, wer ist dir gleich? Stark bist du, HERR, und deine Treue ist rings um dich her.<br>10 Du herrschest \u00fcber das Ungest\u00fcm des Meeres: erheben sich seine Wogen \u2013 du bes\u00e4nftigst sie.<br>11 Du hast Rahab zermalmt wie einen Durchbohrten, deine Feinde mit deinem starken Arm zerstreut.<br>12 Dein ist der Himmel, dein auch die Erde, der Erdkreis und seine F\u00fclle \u2013 du hast sie gegr\u00fcndet;<br>13 Norden und S\u00fcden \u2013 du hast sie geschaffen, der Thabor und Hermon bejubeln deinen Namen.<br>14 Du hast einen Arm voll Heldenkraft: stark ist deine Hand, deine Rechte hoch erhoben.<br>15 Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones St\u00fctzen, Gnade und Treue gehen vor dir her.<br>16 Wohl dem Volk, das zu jubeln versteht, das, o HERR, im Licht deines Angesichts wandelt:<br>17 ob deinem Namen frohlocken sie allezeit, ob deiner Gerechtigkeit sind sie hochgemut.<br>18 Denn du bist ihr Ruhm und ihre St\u00e4rke, und durch deine Gnade ragt hoch unser Horn;<br>19 denn dem HERRN geh\u00f6rt unser Schild und dem Heiligen Israels unser K\u00f6nig.<br>20 Damals (V.3-4) hast du in einem Gesicht zu deinem Frommen gesprochen: \u00bbIch habe die Hilfe einem Helden \u00fcbertragen, einen Auserw\u00e4hlten \u00fcber das Volk erh\u00f6ht:<br>21 ich habe David als meinen Knecht gefunden, mit meinem heiligen \u00d6l ihn gesalbt,<br>22 damit meine Hand best\u00e4ndig mit ihm sei und mein Arm ihm St\u00e4rke verleihe.<br>23 Kein Feind soll ihn \u00fcberlisten und kein Ruchloser ihn \u00fcberw\u00e4ltigen;<br>24 nein, seine Gegner will ich vor ihm zerschmettern, und die ihn hassen, will ich niederschlagen.<br>25 Doch mit ihm soll meine Treue und Gnade sein, durch meinen Namen soll sein Horn hoch ragen;<br>26 ich will das Meer unter seine Hand tun und seine Rechte auf die Str\u00f6me legen.<br>27 Er soll zu mir rufen: \u203aMein Vater bist du, mein Gott und der Fels meines Heils!\u2039<br>28 So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum h\u00f6chsten unter den K\u00f6nigen der Erde.<br>29 F\u00fcr immer will ich ihm meine Gnade bewahren, und mein Bund soll fest ihm bleiben;<br>30 f\u00fcr immer will ich sein Geschlecht erhalten und seinen Thron, solange der Himmel steht.<br>31 Wenn seine S\u00f6hne mein Gesetz verlassen und nicht in meinen Rechten wandeln,<br>32 wenn sie meine Satzungen entweihen und meine Gebote nicht beachten:<br>33 so werde ich zwar mit der Rute ihren Abfall strafen und ihre \u00dcbertretung mit Schl\u00e4gen,<br>34 doch meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und meine Treue nimmer verleugnen;<br>35 ich werde meinen Bund nicht entweihen und den Ausspruch meiner Lippen nicht \u00e4ndern.<br>36 Ein f\u00fcr allemal hab\u2019 ich bei meiner Heiligkeit geschworen &#8211; niemals werde ich David bel\u00fcgen \u2013:<br>37 \u203aSein Geschlecht soll ewig bestehn, sein Thron wie die Sonne vor mir,<br>38 wie der Mond soll f\u00fcr immer er bleiben\u2039: der Zeuge in Wolkenh\u00f6hen ist treu!\u00ab SELA.<br>39 Und dennoch hast du verworfen und versto\u00dfen, hast Zorn gegen deinen Gesalbten bet\u00e4tigt;<br>40 du hast den Bund mit deinem Knecht gebrochen, seine Krone entweiht und zu Boden geschleudert;<br>41 all seine Mauern hast du eingerissen, seine festen Pl\u00e4tze in Tr\u00fcmmer gelegt.<br>42 Es pl\u00fcndern ihn alle, die des Weges ziehen, seinen Nachbarn ist er zum Spott geworden.<br>43 Du hast den Arm seiner Dr\u00e4nger hoch erhoben und all seine Feinde mit Freude erf\u00fcllt;<br>44 auch hast du r\u00fcckw\u00e4rts gewandt sein scharfes Schwert und im Krieg ihn nicht aufrecht gehalten (siegreich erhalten);<br>45 du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron zu Boden gest\u00fcrzt;<br>46 du hast die Tage seiner Jugend verk\u00fcrzt, hast ihn mit Schande bedeckt. SELA.<br>47 Bis wann, HERR, willst du dich ganz verbergen? Bis wann soll lodern wie Feuer dein Zorn?<br>48 Bedenke, wie kurz meine Lebenszeit ist, wie verg\u00e4nglich du alle Menschenkinder geschaffen!<br>49 Wo ist ein Mensch, der leben bleibt und den Tod nicht sieht, seine Seele errettet vor des Totenreichs Macht?<br>50 Wo sind deine fr\u00fcheren Gnadenverhei\u00dfungen, Allherr, die du David zugeschworen in deiner Treue?<br>51 Gedenke, Allherr, der Schmach deiner Knechte, da\u00df ich tragen mu\u00df in meinem Busen den Hohn von all den vielen V\u00f6lkern,<br>52 womit deine Feinde, o HERR, geschm\u00e4ht uns haben, womit geschm\u00e4ht sie haben die Fu\u00dfstapfen deines Gesalbten!<br>53 Gepriesen sei der HERR in Ewigkeit! Amen, ja Amen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen &#8211; Viertes Buch (Psalm 90-106)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 90<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. O Allherr, eine Zuflucht bist du uns gewesen von Geschlecht zu Geschlecht.<br>2 Ehe die Berge geboren waren und die Erde und die Welt von dir geschaffen wurden, ja von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott.<br>3 Du l\u00e4\u00dft die Menschen zum Staub zur\u00fcckkehren und sprichst: \u00bbKommt wieder, ihr Menschenkinder!\u00ab<br>4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen, und wie eine Wache in der Nacht.<br>5 Du schwemmst sie hinweg; sie sind wie ein Schlaf am Morgen, dem sprossenden Grase gleich:<br>6 am Morgen gr\u00fcnt es und sprie\u00dft, am Abend welkt es ab, und es verdorrt.<br>7 Denn wir vergehen durch deinen Zorn und werden hinweggerafft durch deinen Grimm.<br>8 Du hast unsre S\u00fcnden vor dich hingestellt, unser geheimstes Denken ins Licht vor deinem Angesicht.<br>9 Ach, alle unsre Tage fahren dahin durch deinen Grimm; wir lassen unsre Jahre entschwinden wie einen Gedanken.<br>10 Unsre Lebenszeit \u2013 sie w\u00e4hrt nur siebzig Jahre, und, wenn\u2019s hoch kommt, sind\u2019s achtzig Jahre, und ihr Stolz ist M\u00fchsal und Nichtigkeit; denn schnell ist sie enteilt, und wir fliegen davon.<br>11 Doch wer bedenkt die St\u00e4rke deines Zorns und deinen Grimm trotz deines furchtbaren Waltens?<br>12 Unsre Tage z\u00e4hlen, das lehre uns, damit ein weises Herz wir gewinnen!<br>13 Kehre dich wieder zu uns, o HERR! Wie lange noch (willst du z\u00fcrnen)? Erbarm dich deiner Knechte!<br>14 S\u00e4ttige fr\u00fch uns am Morgen mit deiner Gnade, da\u00df wir jubeln und uns freun unser Leben lang!<br>15 Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast, so viele Jahre, wie Ungl\u00fcck wir erlebten!<br>16 La\u00df deinen Knechten dein Walten sichtbar werden und ihren Kindern deine Herrlichkeit!<br>17 Und es ruhe auf uns die Huld des Allherrn, unsres Gottes, und das Werk unsrer H\u00e4nde segne bei uns! Ja, das Werk unsrer H\u00e4nde wollest du segnen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 91<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Wer da wohnt im Schirm des H\u00f6chsten und im Schatten des Allm\u00e4chtigen weilt,<br>2 der spricht zum HERRN: \u00bbMeine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue!\u00ab<br>3 Denn er ist\u2019s, der dich rettet aus den Voglers Schlinge, von der unheilvollen Pest.<br>4 Mit seinen Fittichen deckt er dich, und unter seinen Fl\u00fcgeln bist du geborgen, Schild und Panzer ist seine Treue.<br>5 Du brauchst dich nicht zu f\u00fcrchten vor n\u00e4chtlichem Schrecken, vor dem Pfeil, der bei Tage daherfliegt,<br>6 nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die mittags w\u00fctet.<br>7 Ob tausend dir zur Seite fallen, zehntausend zu deiner Rechten: an dich kommt\u2019s nicht heran;<br>8 nein, lediglich mit eignen Augen wirst du\u2019s schauen und zusehn, wie den Frevlern vergolten wird.<br>9 Ja, du, o HERR, bist meine Zuflucht: den H\u00f6chsten hast du zum Schutz dir erw\u00e4hlt.<br>10 Kein \u00dcbel wird dir begegnen, kein Unheilsschlag deinem Zelte nahn;<br>11 denn seine Engel wird er f\u00fcr dich entbieten, da\u00df sie dich beh\u00fcten auf all deinen Wegen;<br>12 auf den Armen werden sie dich tragen, damit dein Fu\u00df nicht sto\u00dfe an einen Stein;<br>13 \u00fcber L\u00f6wen und Ottern wirst du schreiten, wirst junge L\u00f6wen und Schlangen zertreten.<br>14 \u00bbWeil er fest an mir h\u00e4ngt, so will ich ihn retten, will ihn sch\u00fctzen, denn er kennt meinen Namen.<br>15 Ruft er mich an, so will ich ihn erh\u00f6ren; ich steh\u2019 ihm bei in der Not, will frei ihn machen und geehrt.<br>16 Mit langem Leben will ich ihn s\u00e4ttigen und lasse ihn schauen mein Heil.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 92<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm; ein Lied f\u00fcr den Sabbattag.<br>2 K\u00f6stlich ist\u2019s, dem HERRN zu danken, zu lobsingen deinem Namen, du H\u00f6chster,<br>3 am Morgen deine Gnade zu k\u00fcnden und deine Treue in den N\u00e4chten<br>4 zum Klang zehnsaitigen Psalters und zur Harfe, zum Saitenspiel auf der Zither.<br>5 Denn du hast mich erfreut, o HERR, durch dein Tun, ob den Werken deiner H\u00e4nde juble ich.<br>6 Wie gro\u00df sind deine Werke, o HERR, gewaltig tief sind deine Gedanken!<br>7 Nur ein unvern\u00fcnft\u2019ger Mensch erkennt das nicht, nur ein Tor sieht dies nicht ein.<br>8 Wenn die Gottlosen sprossen wie Gras und alle \u00dcbelt\u00e4ter bl\u00fchen, so ist\u2019s doch nur dazu, damit sie f\u00fcr immer vertilgt werden.<br>9 Du aber thronst auf ewig in der H\u00f6he, HERR!<br>10 Denn wahrlich deine Feinde, o HERR, ja wahrlich deine Feinde kommen um: alle \u00dcbelt\u00e4ter werden zerstreut.<br>11 Doch mein Horn erh\u00f6hst du wie das eines Wildstiers, hast allzeit mich gesalbt mit frischem \u00d6l;<br>12 mein Auge wird sich weiden an meinen Feinden; vom Geschick der B\u00f6sen, die sich gegen mich erheben, wird mein Ohr mit Freuden h\u00f6ren.<br>13 Der Gerechte spro\u00dft gleich dem Palmbaum, er w\u00e4chst wie auf dem Libanon die Zeder.<br>14 Gepflanzt im Hause des HERRN, sprossen sie reich in den Vorh\u00f6fen unsers Gottes,<br>15 tragen Frucht noch im Greisenalter, sind voller Saft und frischbelaubt,<br>16 um zu verk\u00fcnden, da\u00df der HERR gerecht ist, mein Fels, an dem kein Unrecht haftet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 93<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der HERR ist K\u00f6nig! Er hat sich gekleidet in Hoheit; in Hoheit hat der HERR sich gekleidet, mit Kraft umg\u00fcrtet, auch der Erdkreis steht fest, so da\u00df er nicht wankt.<br>2 Fest steht dein Thron von Anbeginn, von Ewigkeit her bist du.<br>3 Fluten erhoben, o HERR, Fluten erhoben ihr Brausen, Fluten werden (auch weiter) ihr Tosen erheben \u2013<br>4 m\u00e4chtiger als das Brausen gewaltiger Wasser, m\u00e4chtiger als die brandenden Meereswogen ist der HERR in der Himmelsh\u00f6he!<br>5 Was du verordnet hast, ist v\u00f6llig zuverl\u00e4ssig, deinem Hause geb\u00fchrt Heiligkeit, o HERR, f\u00fcr die Dauer der Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 94<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Du Gott der Rache, o HERR, du Gott der Rache, erscheine!<br>2 Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Stolzen nach ihrem Tun!<br>3 Wie lange noch sollen die Gottlosen, HERR, wie lange noch sollen die Gottlosen jubeln,<br>4 sollen sie geifern und trotzige Reden f\u00fchren, alle \u00dcbelt\u00e4ter stolz sich br\u00fcsten?<br>5 Dein Volk, o HERR, zertreten sie und bedr\u00fccken dein Erbe;<br>6 sie erw\u00fcrgen Witwe und Fremdling und morden die Waisen<br>7 und sagen dabei: \u00bbNicht sieht es der HERR\u00ab oder: \u00bbNicht merkt es der Gott Jakobs.\u00ab<br>8 Nehmt Verstand an, ihr Unvern\u00fcnftigen im Volk, und ihr Toren: wann wollt ihr Einsicht gewinnen?<br>9 Der das Ohr gepflanzt, der sollte nicht h\u00f6ren? Der das Auge gebildet, der sollte nicht sehn?<br>10 Der die V\u00f6lker erzieht, der sollte nicht strafen, er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?<br>11 Der HERR kennt wohl die Gedanken der Menschen, da\u00df nur ein Hauch sie sind.<br>12 Wohl dem Manne, den du, HERR, in Zucht nimmst, und den du aus deinem Gesetz belehrst,<br>13 damit er sich Ruhe verschaffe vor Ungl\u00fcckstagen, bis dem Frevler die Grube man gr\u00e4bt!<br>14 Denn der HERR wird sein Volk nicht versto\u00dfen und sein Erbe (V.5) nicht verlassen;<br>15 denn Recht mu\u00df doch Recht bleiben, und ihm werden alle redlich Gesinnten sich anschlie\u00dfen.<br>16 Wer leistet mir Beistand gegen die B\u00f6sen? Wer tritt f\u00fcr mich ein gegen die \u00dcbelt\u00e4ter?<br>17 W\u00e4re der HERR nicht mein Helfer gewesen, so wohnte meine Seele wohl schon im stillen Land.<br>18 Sooft ich dachte: \u00bbMein Fu\u00df will wanken\u00ab, hat deine Gnade, HERR, mich immer gest\u00fctzt;<br>19 bei der Menge meiner Sorgen in meiner Brust haben deine Tr\u00f6stungen mir das Herz erquickt.<br>20 Sollte verb\u00fcndet dir sein der Richterstuhl des Unheils, der Verderben schafft durch Gesetzesverdrehung?<br>21 Sie tun sich ja zusammen gegen das Leben des Gerechten und verurteilen unschuldig Blut.<br>22 Doch der HERR ist mir zur festen Burg geworden, mein Gott zu meinem Zufluchtsfelsen;<br>23 er l\u00e4\u00dft ihren Frevel auf sie selber fallen und wird sie ob ihrer Bosheit vertilgen: ja vertilgen wird sie der HERR, unser Gott.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 95<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Kommt, la\u00dft uns dem HERRN zujubeln, jauchzen dem Felsen unsers Heils!<br>2 La\u00dft uns mit Dank vor sein Angesicht treten, mit Liedern ihm jauchzen!<br>3 Denn ein gro\u00dfer Gott ist der HERR und ein gro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber alle G\u00f6tter,<br>4 er, in dessen Hand die Tiefen der Erde sind und dem auch die Gipfel der Berge geh\u00f6ren;<br>5 er, dem das Meer geh\u00f6rt: er hat\u2019s ja geschaffen, und das Festland: seine H\u00e4nde haben\u2019s gebildet.<br>6 Kommt, la\u00dft uns anbeten und niederfallen, die Knie beugen vor dem HERRN, unserm Sch\u00f6pfer!<br>7 Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide, die Herde seiner Hand. M\u00f6chtet ihr heute doch h\u00f6ren auf seine Stimme:<br>8 \u00bbVerstockt nicht euer Herz wie bei Meriba, wie am Tage von Massa in der W\u00fcste (2.Mose 17,1-7),<br>9 woselbst eure V\u00e4ter mich versuchten, mich pr\u00fcften, obwohl sie doch sahen mein Tun.<br>10 Vierzig Jahre hegte ich Abscheu gegen dieses Geschlecht, und sagte: \u203aSie sind ein Volk mit irrendem Herzen\u2039; sie aber wollten von meinen Wegen nichts wissen.<br>11 So schwur ich denn in meinem Zorn: \u203aSie sollen nicht eingehn in meine Ruhstatt!\u2039\u00ab (4.Mose 14,23)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 96<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Singet dem HERRN ein neues Lied, singet dem HERRN, alle Lande!<br>2 Singt dem HERRN, preist seinen Namen, verk\u00fcndet Tag f\u00fcr Tag sein Heil!<br>3 Erz\u00e4hlt von seiner Herrlichkeit unter den Heiden, unter allen V\u00f6lkern seine Wundertaten!<br>4 Denn gro\u00df ist der HERR und hoch zu preisen, mehr zu f\u00fcrchten als alle andern G\u00f6tter;<br>5 denn alle G\u00f6tter der Heiden sind nichtige G\u00f6tzen, doch der HERR hat den Himmel geschaffen.<br>6 Hoheit und Pracht gehn vor ihm her, Macht und Herrlichkeit f\u00fcllen sein Heiligtum.<br>7 Bringt dar dem HERRN, ihr Geschlechter der V\u00f6lker, bringt dar dem HERRN Ehre und Preis!<br>8 Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringt Opfergaben und kommt in seine Vorh\u00f6fe!<br>9 Werft vor dem HERRN euch nieder in heiligem Schmuck, erzittert vor ihm, alle Lande!<br>10 Verk\u00fcndet unter den Heiden: \u00bbDer HERR ist K\u00f6nig! Und feststehn wird der Erdkreis, da\u00df er nicht wankt; richten wird er die V\u00f6lker nach Geb\u00fchr.\u00ab<br>11 Des freue sich der Himmel, die Erde jauchze, es brause das Meer und was darin wimmelt!<br>12 Es jauchze die Flur und was auf ihr w\u00e4chst! Dann werden auch jubeln alle B\u00e4ume des Waldes<br>13 vor dem HERRN, wenn er kommt, wenn er kommt, zu richten die Erde. Richten wird er den Erdkreis mit Gerechtigkeit und die V\u00f6lker mit seiner Treue.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 97<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der HERR ist K\u00f6nig! Des juble die Erde, die Menge der Meeresl\u00e4nder m\u00f6ge sich freuen!<br>2 Gew\u00f6lk und Dunkel umgibt ihn rings, Gerechtigkeit und Recht sind seines Throns St\u00fctzen.<br>3 Feuer geht vor ihm her und rafft seine Feinde ringsum hinweg.<br>4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis: die Erde sieht\u2019s und erbebt in Angst.<br>5 Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der ganzen Erde.<br>6 Die Himmel verk\u00fcnden seine Gerechtigkeit und alle V\u00f6lker sehn seine Herrlichkeit.<br>7 Zuschanden sollen werden alle Bilderverehrer, die der nichtigen G\u00f6tzen sich r\u00fchmen: alle G\u00f6tter werfen vor ihm sich nieder.<br>8 Zion vernimmt es mit Freuden, und die T\u00f6chter Judas jauchzen um deiner Gerichte willen, o HERR.<br>9 Denn du, HERR, bist der H\u00f6chste \u00fcber die ganze Erde, hoch erhaben \u00fcber alle G\u00f6tter.<br>10 Die den HERRN ihr lieb habt, hasset das B\u00f6se! Er, der die Seelen seiner Frommen beh\u00fctet, wird sie erretten aus der Gottlosen Hand.<br>11 Licht erstrahlt dem Gerechten und Freude den redlich Gesinnten.<br>12 Freut euch des HERRN, ihr Gerechten, und preist seinen heiligen Namen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 98<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied! Denn Wunderbares hat er vollbracht: den Sieg hat seine Rechte ihm verschafft und sein heiliger Arm.<br>2 Der HERR hat kundgetan sein hilfreiches Tun, vor den Augen der V\u00f6lker seine Gerechtigkeit offenbart.<br>3 Er hat gedacht seiner Gnade und Treue gegen\u00fcber dem Hause Israel: alle Enden der Erde haben geschaut die Heilstat unsers Gottes.<br>4 Jauchzet dem HERRN, alle Lande, brecht in Jubel aus und spielt!<br>5 Spielet zu Ehren des HERRN auf der Zither, auf der Zither und mit lautem Gesang,<br>6 mit Trompeten und Posaunenschall! Jauchzt vor dem HERRN, dem K\u00f6nig!<br>7 Es tose das Meer und was darin wimmelt, der Erdkreis und seine Bewohner!<br>8 Die Str\u00f6me sollen in die H\u00e4nde klatschen, die Berge allesamt jubeln<br>9 vor dem HERRN, wenn er kommt, zu richten die Erde. Richten wird er den Erdkreis mit Gerechtigkeit und die V\u00f6lker nach Geb\u00fchr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 99<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der HERR ist K\u00f6nig: es zittern die V\u00f6lker; er thront \u00fcber den Cheruben: es wankt die Erde.<br>2 Gro\u00df ist der HERR in Zion und hocherhaben \u00fcber alle V\u00f6lker.<br>3 Preisen sollen sie deinen Namen, den gro\u00dfen und hehren \u2013 heilig ist er \u2013,<br>4 und preisen die St\u00e4rke des K\u00f6nigs, der da liebt das Recht. Du hast gerechte Ordnung fest gegr\u00fcndet, Recht und Gerechtigkeit hast du in Jakob hergestellt.<br>5 Erhebet den HERRN, unsern Gott, und werft euch nieder vor dem Schemel seiner F\u00fc\u00dfe: heilig ist er!<br>6 Mose und Aaron waren unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anriefen: sie riefen zum HERRN, und er erh\u00f6rte sie.<br>7 In der Wolkens\u00e4ule redete er zu ihnen; sie wahrten seine Gebote, das Gesetz, das er ihnen gegeben.<br>8 O HERR, unser Gott, du hast sie erh\u00f6rt, ein verzeihender Gott bist du ihnen gewesen, doch auch ein strafender ob ihrer Vergehen.<br>9 Erhebet den HERRN, unsern Gott, und werft euch nieder auf seinem heiligen Berge, denn heilig ist der HERR, unser Gott!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 100<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm als Dankbezeigung. Jauchzet dem HERRN, alle Lande,<br>2 dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel!<br>3 Erkennt, da\u00df der HERR Gott ist! Er hat uns geschaffen, und sein sind wir, sein Volk und die Herde, die er weidet.<br>4 Zieht ein durch seine Tore mit Danken, in seines Tempels H\u00f6fe mit Lobgesang, dankt ihm, preist seinen Namen!<br>5 Denn freundlich ist der HERR, seine Gnade w\u00e4hrt ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 101<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David, ein Psalm. Von Gnade und Recht will ich singen, dir, o HERR, will ich spielen!<br>2 Achten will ich auf fehllosen Wandel &#8211; wann wirst du zu mir kommen? In Herzensreinheit will ich wandeln im Innern meines Hauses.<br>3 Ich will nicht mein Auge gerichtet halten auf schandbare Dinge; das Tun der Abtr\u00fcnnigen hasse ich: es soll mir nicht anhaften.<br>4 Ein falsches Herz soll fern von mir bleiben, einen B\u00f6sen will ich nicht kennen.<br>5 Wer seinen N\u00e4chsten heimlich verleumdet, den will ich zum Schweigen bringen; wer stolze Augen hat und ein hoff\u00e4rtig Herz, den werde ich nicht ertragen.<br>6 Meine Augen sollen blicken auf die Treuen im Lande: die sollen bei mir wohnen; wer auf frommen Wege wandelt, der soll mir dienen.<br>7 Nicht darf inmitten meines Hauses weilen, wer Trug ver\u00fcbt; wer L\u00fcgen redet, soll nicht bestehn vor meinen Augen.<br>8 Jeden Morgen will ich unsch\u00e4dlich machen alle Frevler im Lande, um auszurotten aus der Stadt des HERRN alle \u00dcbelt\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 102<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Gebet eines Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem Herrn aussch\u00fcttet.<br>2 HERR, h\u00f6re mein Gebet und la\u00df mein Schreien zu dir dringen!<br>3 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tage, wo mir angst ist! Neige dein Ohr mir zu am Tage, wo ich rufe; erh\u00f6re mich eilends!<br>4 Ach, meine Tage sind wie Rauch entschwunden und meine Gebeine wie von Brand durchgl\u00fcht;<br>5 mein Herz ist versengt und verdorrt wie Gras, so da\u00df ich sogar vergesse, Speise zu genie\u00dfen;<br>6 infolge meines \u00c4chzens und St\u00f6hnens klebt mein Gebein mir am Fleisch.<br>7 Ich gleiche dem Wasservogel in der W\u00fcste, bin geworden wie ein K\u00e4uzlein in Tr\u00fcmmerst\u00e4tten;<br>8 ich finde keinen Schlaf und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.<br>9 Tagt\u00e4glich schm\u00e4hen mich meine Feinde; und die gegen mich toben, w\u00fcnschen mir Unheil an.<br>10 Ach, Asche e\u00df ich als Brot und mische meinen Trank mit Tr\u00e4nen<br>11 ob deinem Zorn und deinem Grimm; denn du hast mich hochgehoben und niedergeschleudert.<br>12 Meine Tage sind wie ein langgestreckter Schatten, und ich selbst verdorre wie Gras!<br>13 Du aber, HERR, thronst ewiglich, und dein Ged\u00e4chtnis bleibt von Geschlecht zu Geschlecht.<br>14 Du wirst dich erheben, dich Zions erbarmen, denn Zeit ist\u2019s, Gnade an ihm zu \u00fcben: die Stunde ist da<br>15 &#8211; denn deine Knechte lieben Zions Steine, und Weh erfa\u00dft sie um seinen Schutt \u2013,<br>16 damit die Heiden f\u00fcrchten lernen den Namen des HERRN und alle K\u00f6nige der Erde deine Herrlichkeit.<br>17 Denn der HERR hat Zion wieder aufgebaut, ist in seiner Herrlichkeit dort erschienen,<br>18 hat dem Gebet der Verlass\u2019nen sich zugewandt und ihr Flehen nicht verachtet.<br>19 Dies werde aufgeschrieben f\u00fcrs kommende Geschlecht, damit das neugeschaffne Volk den HERRN lobpreise,<br>20 da\u00df von seiner heiligen H\u00f6he er herabgeschaut, da\u00df der HERR geblickt hat vom Himmel zur Erde,<br>21 um das Seufzen der Gefangnen zu h\u00f6ren und die dem Tode Geweihten frei zu machen,<br>22 damit man verk\u00fcnde in Zion den Namen des HERRN und seinen Ruhm in Jerusalem,<br>23 wenn die V\u00f6lker sich allzumal versammeln und die K\u00f6nigreiche, um (Gott) dem HERRN zu dienen.<br>24 Gel\u00e4hmt hat er mir auf dem Wege die Kraft, hat verk\u00fcrzt meine Lebenstage.<br>25 Nun fleh\u2019 ich: \u00bbMein Gott, raffe mich nicht hinweg in der Mitte meiner Tage, du, dessen Jahre w\u00e4hren f\u00fcr und f\u00fcr!\u00ab<br>26 Vorzeiten hast du die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk:<br>27 sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle zerfallen wie ein Gewand, wie ein Kleid wirst du sie verwandeln, und so werden sie sich wandeln.<br>28 Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.<br>29 Die Kinder deiner Knechte werden (sicher) wohnen, und ihr Geschlecht wird fest bestehen vor dir.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 103<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen!<br>2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergi\u00df nicht, was er dir Gutes getan!<br>3 Der dir alle deine Schuld vergibt und alle deine Gebrechen heilt;<br>4 der dein Leben erl\u00f6st vom Verderben, der dich kr\u00f6nt mit Gnade und Erbarmen;<br>5 der dein Alter mit guten Gaben s\u00e4ttigt, da\u00df, dem Adler gleich, sich erneut deine Jugend.<br>6 Gerechtigkeit \u00fcbt der HERR, schafft allen Unterdr\u00fcckten ihr Recht;<br>7 er hat Mose seine Wege kundgetan, den Kindern Israel seine Gro\u00dftaten.<br>8 Barmherzig und gn\u00e4dig ist der HERR, voller Langmut und reich an G\u00fcte;<br>9 er wird nicht ewig hadern und den Zorn nicht immerdar festhalten;<br>10 er handelt nicht mit uns nach unsern S\u00fcnden und vergilt uns nicht nach unsern Missetaten;<br>11 nein, so hoch der Himmel \u00fcber der Erde ist, so gro\u00df ist seine Gnade \u00fcber denen, die ihn f\u00fcrchten;<br>12 so fern der Sonnenaufgang ist vom Niedergang, l\u00e4\u00dft er unsre Verschuldungen fern von uns sein;<br>13 wie ein Vater sich \u00fcber die Kinder erbarmt, so erbarmt der HERR sich derer, die ihn f\u00fcrchten.<br>14 Denn er wei\u00df, welch ein Gebilde wir sind, er denkt daran, da\u00df wir Staub sind.<br>15 Der Mensch \u2013 dem Grase gleicht seine Lebenszeit, wie die Blume des Feldes, so bl\u00fcht er:<br>16 wenn ein Windsto\u00df \u00fcber sie hinf\u00e4hrt, ist sie dahin, und ihr Standort wei\u00df nichts mehr von ihr.<br>17 Doch die Gnade des HERRN erweist sich von Ewigkeit zu Ewigkeit an denen, die ihn f\u00fcrchten, und seine Gerechtigkeit besteht f\u00fcr Kindeskinder<br>18 bei denen, die seinen Bund bewahren und seiner Gebote gedenken, um sie auszuf\u00fchren.<br>19 Der HERR hat seinen Thron im Himmel festgestellt, und seine K\u00f6nigsmacht umschlie\u00dft das All.<br>20 Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr sein Wort vollf\u00fchrt, gehorsam der Stimme seines Gebots!<br>21 Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, ihr seine Diener, Vollstrecker seines Willens!<br>22 Lobet den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 104<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Lobe den HERRN, meine Seele! O HERR, mein Gott, wie bist du so gro\u00df! In Erhabenheit und Pracht bist du gekleidet,<br>2 du, der in Licht sich h\u00fcllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie ein Zeltdach,<br>3 der die Balken seines Palastes im Wasser festlegt, der Wolken macht zu seinem Wagen, einherf\u00e4hrt auf den Fl\u00fcgeln des Windes;<br>4 der Winde zu seinen Boten bestellt, zu seinen Dienern lohendes Feuer.<br>5 Er hat die Erde gegr\u00fcndet auf ihre Pfeiler, so da\u00df sie in alle Ewigkeit nicht wankt.<br>6 Mit der Urflut gleich einem Kleide bedecktest du sie: bis \u00fcber die Berge standen die Wasser;<br>7 doch vor deinem Schelten flohen sie, vor der Stimme deines Donners wichen sie angstvoll zur\u00fcck.<br>8 Da stiegen die Berge empor, und die T\u00e4ler senkten sich an den Ort, den du ihnen verordnet.<br>9 Eine Grenze hast du gesetzt, die sie nicht \u00fcberschreiten: sie d\u00fcrfen die Erde nicht nochmals bedecken.<br>10 Quellen l\u00e4\u00dft er den B\u00e4chen zugehn: zwischen den Bergen rieseln sie dahin;<br>11 sie tr\u00e4nken alles Getier des Feldes, die Wildesel l\u00f6schen ihren Durst;<br>12 an ihnen wohnen die V\u00f6gel des Himmels, lassen ihr Lied aus den Zweigen erschallen.<br>13 Er tr\u00e4nkt die Berge aus seinem Himmelspalast: vom Segen deines Schaffens wird die Erde satt.<br>14 Gras l\u00e4\u00dft er sprossen f\u00fcr das Vieh und Pflanzen f\u00fcr den Bedarf der Menschen, um Brotkorn aus der Erde hervorgehn zu lassen und Wein, der des Menschen Herz erfreut;<br>15 um jedes Antlitz ergl\u00e4nzen zu lassen vom \u00d6l und durch Brot das Herz des Menschen zu st\u00e4rken.<br>16 Es trinken sich satt die B\u00e4ume des HERRN, die Zedern des Libanons, die er gepflanzt,<br>17 woselbst die V\u00f6gel ihre Nester bauen, der Storch, der Zypressen zur Wohnung w\u00e4hlt.<br>18 Die hohen Berge geh\u00f6ren den Gemsen, die Felsen sind der Klippdachse Zuflucht.<br>19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten, die Sonne, die ihren Niedergang kennt.<br>20 L\u00e4\u00dft du Finsternis entstehn, so wird es Nacht, da regt sich alles Getier des Waldes:<br>21 die jungen L\u00f6wen br\u00fcllen nach Raub, indem sie von Gott ihre Nahrung fordern.<br>22 Geht die Sonne auf, so ziehn sie sich zur\u00fcck und kauern in ihren H\u00f6hlen;<br>23 dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit und an sein Tagwerk bis zum Abend.<br>24 Wie sind deiner Werke so viele, o HERR! Du hast sie alle mit Weisheit geschaffen, voll ist die Erde von deinen Gesch\u00f6pfen.<br>25 Da ist das Meer, so gro\u00df und weit nach allen Seiten: drin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und gro\u00df.<br>26 Dort fahren die Schiffe einher; da ist der Walfisch, den du geschaffen, darin sich zu tummeln.<br>27 Sie alle schauen aus zu dir hin, da\u00df du Speise ihnen gebest zu seiner Zeit;<br>28 gibst du sie ihnen, so lesen sie auf; tust deine Hand du auf, so werden sie satt des Guten;<br>29 doch verbirgst du dein Angesicht, so bef\u00e4llt sie Schrecken; nimmst du weg ihren Odem, so sterben sie und kehren zur\u00fcck zum Staub, woher sie gekommen.<br>30 L\u00e4\u00dft du ausgehn deinen Odem, so werden sie geschaffen, und so erneust du das Antlitz der Erde.<br>31 Ewig bleibe die Ehre des HERRN bestehn, es freue der HERR sich seiner Werke!<br>32 Blickt er die Erde an, so erbebt sie; r\u00fchrt er die Berge an, so stehn sie in Rauch.<br>33 Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, will spielen meinem Gott, solange ich bin.<br>34 M\u00f6ge mein Sinnen ihm wohlgef\u00e4llig sein: ich will meine Freude haben am HERRN!<br>35 M\u00f6chten die S\u00fcnder verschwinden vom Erdboden und die Gottlosen nicht mehr sein! \u2013 Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 105<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Preiset den HERRN, ruft seinen Namen an, macht seine Taten unter den V\u00f6lkern bekannt!<br>2 Singt ihm, spielet ihm, redet von all seinen Wundern!<br>3 R\u00fchmt euch seines heiligen Namens! Es m\u00f6gen herzlich sich freun, die da suchen den HERRN!<br>4 Fragt nach dem HERRN und seiner St\u00e4rke, suchet sein Angesicht allezeit!<br>5 Gedenkt seiner Wunder, die er getan, seiner Zeichen und der Urteilsspr\u00fcche seines Mundes,<br>6 ihr Kinder Abrahams, seines Knechtes, ihr S\u00f6hne Jakobs, seine Erw\u00e4hlten!<br>7 Er, der HERR, ist unser Gott, \u00fcber die ganze Erde ergehen seine Gerichte.<br>8 Er gedenkt seines Bundes auf ewig, des Wortes, das er geboten auf tausend Geschlechter,<br>9 (des Bundes) den er mit Abraham geschlossen, und des Eides, den er Isaak geschworen,<br>10 den f\u00fcr Jakob er als Satzung best\u00e4tigt und f\u00fcr Israel als ewigen Bund,<br>11 da er sprach: \u00bbDir will ich Kanaan geben, das Land, das ich euch als Erbbesitztum zugeteilt!\u00ab<br>12 Damals waren sie noch ein kleines H\u00e4uflein, gar wenige und nur G\u00e4ste im Lande;<br>13 sie mu\u00dften wandern von Volk zu Volk, von einem Reich zur andern V\u00f6lkerschaft;<br>14 doch keinem gestattete er, sie zu bedr\u00fccken, ja K\u00f6nige strafte er ihretwillen:<br>15 \u00bbTastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten nichts zuleide!\u00ab<br>16 Dann, als er Hunger ins Land lie\u00df kommen und jegliche St\u00fctze des Brotes zerbrach,<br>17 da hatte er schon einen Mann vor ihnen her gesandt: Joseph, der als Sklave verkauft war.<br>18 Man hatte seine F\u00fc\u00dfe gezw\u00e4ngt in den Stock, in Eisen(-fesseln) war er gelegt,<br>19 bis zu der Zeit, wo seine Weissagung eintraf und der Ausspruch des HERRN ihn als echt erwies.<br>20 Da sandte der K\u00f6nig und lie\u00df ihn entfesseln, der V\u00f6lkergebieter, und machte ihn frei;<br>21 er bestellte ihn \u00fcber sein Haus zum Herrn, zum Gebieter \u00fcber sein ganzes Besitztum;<br>22 er sollte \u00fcber seine F\u00fcrsten schalten nach Belieben und seine h\u00f6chsten Beamten Weisheit lehren.<br>23 So kam denn Israel nach \u00c4gypten, und Jakob weilte als Gast im Lande Hams.<br>24 Da machte Gott sein Volk gar fruchtbar und lie\u00df es st\u00e4rker werden als seine Bedr\u00e4nger;<br>25 er wandelte ihren Sinn, sein Volk zu hassen und Arglist an seinen Knechten zu \u00fcben.<br>26 Dann sandte er Mose, seinen Knecht, und Aaron, den er erkoren;<br>27 die richteten seine Zeichen unter ihnen aus und die Wunder im Lande Hams:<br>28 Er sandte Finsternis und lie\u00df es dunkel werden; doch sie achteten nicht auf seine Worte;<br>29 er verwandelte ihre Gew\u00e4sser in Blut und lie\u00df ihre Fische sterben;<br>30 es wimmelte ihr Land von Fr\u00f6schen bis hinein in ihre K\u00f6nigsgem\u00e4cher;<br>31 er gebot, da kamen Bremsenschw\u00e4rme, Stechfliegen \u00fcber ihr ganzes Gebiet;<br>32 er gab ihnen Hagelschauer als Regen, sandte flammendes Feuer in ihr Land;<br>33 er schlug ihre Reben und Feigenb\u00e4ume und zerbrach die B\u00e4ume in ihrem Gebiet;<br>34 er gebot, da kamen die Heuschrecken und die Grillen in zahlloser Menge,<br>35 die verzehrten alle Gew\u00e4chse im Land und fra\u00dfen die Fr\u00fcchte ihrer Felder.<br>36 Dann schlug er alle Erstgeburt im Lande, die Erstlinge all ihrer Manneskraft.<br>37 Nun lie\u00df er sie ausziehn mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war in seinen St\u00e4mmen;<br>38 \u00c4gypten war ihres Auszugs froh, denn Angst vor ihnen hatte sie befallen.<br>39 Er breitete Gew\u00f6lk aus als Decke und Feuer, um ihnen die Nacht zu erhellen;<br>40 auf Moses Bitte lie\u00df er Wachteln kommen und s\u00e4ttigte sie mit Himmelsbrot;<br>41 er spaltete einen Felsen: da rannen Wasser und flossen durch die Steppen als Strom;<br>42 denn er gedachte seines heiligen Wortes, dachte an Abraham, seinen Knecht.<br>43 So lie\u00df er sein Volk in Freuden ausziehn, unter Jubel seine Erw\u00e4hlten;<br>44 dann gab er ihnen die L\u00e4nder der Heiden, und was die V\u00f6lker erworben, das nahmen sie in Besitz,<br>45 auf da\u00df sie seine Gebote halten m\u00f6chten und seine Gesetze bewahrten. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 106<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Preiset den HERRN, denn er ist freundlich, ja ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>2 Wer kann des HERRN Machttaten geb\u00fchrend preisen und kundtun all seinen Ruhm?<br>3 Wohl denen, die am Recht festhalten, und dem, der Gerechtigkeit \u00fcbt zu jeder Zeit!<br>4 Gedenke meiner, o HERR, mit der Liebe zu deinem Volk, nimm dich meiner an mit deiner Hilfe,<br>5 da\u00df ich schau\u2019 meine Lust am Gl\u00fcck deiner Erw\u00e4hlten, an der Freude deines Volkes Anteil habe und gl\u00fccklich mich preise mit deinem Eigentumsvolke!<br>6 Wir haben ges\u00fcndigt gleich unsern V\u00e4tern, wir haben gefehlt und gottlos gehandelt.<br>7 Unsre V\u00e4ter in \u00c4gypten achteten nicht auf deine Wunder, gedachten nicht der F\u00fclle deiner Gnadenerweise, waren widerspenstig gegen den H\u00f6chsten schon am Schilfmeer;<br>8 dennoch half er ihnen um seines Namens willen, um seine Heldenkraft zu erweisen.<br>9 Er schalt das Schilfmeer: da ward es trocken, und er lie\u00df sie ziehn durch die Fluten wie \u00fcber die Trift.<br>10 So rettete er sie aus der Hand des Verfolgers und erl\u00f6ste sie aus der Gewalt des Feindes:<br>11 die Fluten bedeckten ihre Bedr\u00e4nger, nicht einer von ihnen blieb \u00fcbrig.<br>12 Da glaubten sie an seine Worte, besangen seinen Ruhm.<br>13 Doch schnell verga\u00dfen sie seine Taten und warteten seinen Ratschlu\u00df nicht ab;<br>14 sie fr\u00f6hnten ihrem Gel\u00fcst in der W\u00fcste und versuchten Gott in der Ein\u00f6de:<br>15 da gew\u00e4hrte er ihnen ihr Verlangen, sandte aber die Seuche gegen ihr Leben.<br>16 Dann wurden sie eifers\u00fcchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den Geweihten des HERRN:<br>17 da tat die Erde sich auf und verschlang Dathan und begrub die ganze Rotte Abirams,<br>18 Feuer verbrannte ihre Rotte, Flammen verzehrten die Frevler.<br>19 Sie machten sich ein Kalb am Horeb und warfen vor einem Gu\u00dfbild sich nieder<br>20 und vertauschten so die Herrlichkeit ihres Gottes mit dem Bildnis eines Stieres, der Gras fri\u00dft.<br>21 Sie hatten Gott, ihren Retter, vergessen, der gro\u00dfe Dinge getan in \u00c4gypten,<br>22 Wunderzeichen im Lande Hams, furchtbare Taten am Schilfmeer.<br>23 Da gedachte er sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein Auserw\u00e4hlter, mit F\u00fcrbitte vor ihn hingetreten w\u00e4re, um seinen Grimm vom Vernichten abzuwenden.<br>24 Sodann verschm\u00e4hten sie das herrliche Land und schenkten seiner Verhei\u00dfung keinen Glauben,<br>25 sondern murrten in ihren Zelten, gehorchten nicht der Weisung des HERRN.<br>26 Da erhob er seine Hand gegen sie zum Schwur, sie in der W\u00fcste niederzuschlagen,<br>27 ihre Nachkommen unter die Heiden niederzuwerfen und sie rings zu zerstreuen in die L\u00e4nder.<br>28 Dann h\u00e4ngten sie sich an den Baal-Peor und a\u00dfen Opferfleisch der toten (G\u00f6tzen)<br>29 und erbitterten ihn durch ihr ganzes Tun. Als nun ein Sterben unter ihnen ausbrach,<br>30 trat Pinehas auf und hielt Gericht: da wurde dem Sterben Einhalt getan.<br>31 Das wurde ihm angerechnet zur Gerechtigkeit von Geschlecht zu Geschlecht in Ewigkeit. \u2013<br>32 Dann erregten sie Gottes Zorn am Haderwasser, und Mose erging es \u00fcbel um ihretwillen;<br>33 denn weil sie dem Geiste Gottes widerstrebten, hatte er unbedacht mit seinen Lippen geredet.<br>34 Sie vertilgten auch die V\u00f6lker nicht, von denen der HERR es ihnen geboten,<br>35 sondern traten mit den Heiden in Verkehr und gew\u00f6hnten sich an deren (b\u00f6ses) Tun<br>36 und dienten ihren G\u00f6tzen: die wurden ihnen zum Fallstrick.<br>37 Ja, sie opferten ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter den b\u00f6sen Geistern<br>38 und vergossen unschuldig Blut [das Blut ihrer S\u00f6hne und T\u00f6chter, die sie den G\u00f6tzen Kanaans opferten]: so wurde das Land durch Blutvergie\u00dfen entweiht.<br>39 Sie wurden unrein durch ihr Verhalten und ver\u00fcbten Abfall durch ihr Tun. \u2013<br>40 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen sein Volk, und Abscheu f\u00fchlte er gegen sein Erbe;<br>41 er lie\u00df sie in die Hand der Heiden fallen, so da\u00df ihre Hasser \u00fcber sie herrschten;<br>42 ihre Feinde bedr\u00e4ngten sie hart, so da\u00df sie sich beugen mu\u00dften unter deren Hand.<br>43 Oftmals zwar befreite er sie, doch sie blieben widerspenstig gegen seinen Ratschlu\u00df und sanken immer tiefer durch ihre Schuld.<br>44 Er aber nahm sich ihrer Drangsal an, sooft er ihr Wehgeschrei h\u00f6rte,<br>45 und gedachte seines Bundes ihnen zugut, f\u00fchlte Mitleid nach seiner gro\u00dfen G\u00fcte<br>46 und lie\u00df sie Erbarmen finden bei allen, die sie gefangen hielten.<br>47 O hilf uns, HERR, unser Gott, und bring uns wieder zusammen aus den Heiden, damit wir deinem heiligen Namen danken, uns gl\u00fccklich preisen, deinen Ruhm zu k\u00fcnden!<br>48 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sage \u00bbAmen!\u00ab Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Psalmen &#8211; F\u00fcnftes Buch (Ps 107-150)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 107<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDanket dem HERRN, denn er ist freundlich, ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade\u00ab:<br>2 so sollen die vom HERRN Erl\u00f6sten sprechen, die er befreit hat aus Drangsal<br>3 und die er gesammelt aus den L\u00e4ndern vom Aufgang her und vom Niedergang, vom Norden her und vom Meer.<br>4 Sie irrten umher in der W\u00fcste, der \u00d6de, und fanden den Weg nicht zu einer Wohnstatt;<br>5 gequ\u00e4lt vom Hunger und vom Durst, wollte ihre Seele in ihnen verschmachten.<br>6 Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten<br>7 und leitete sie auf richtigem Wege, da\u00df sie kamen zu einer bewohnten Ortschaft: \u2013<br>8 die m\u00f6gen danken dem HERRN f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wundertaten an den Menschenkindern,<br>9 da\u00df er die lechzende Seele ges\u00e4ttigt und die hungernde Seele gef\u00fcllt hat mit Labung.<br>10 Die da sa\u00dfen in Finsternis und Todesnacht, gefangen in Elend und Eisenbanden \u2013<br>11 denn sie hatten Gottes Geboten getrotzt und den Ratschlu\u00df des H\u00f6chsten verachtet,<br>12 so da\u00df er ihren Sinn durch Leiden beugte, da\u00df sie niedersanken und keinen Helfer hatten \u2013;<br>13 da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten;<br>14 er f\u00fchrte sie heraus aus Finsternis und Todesnacht und zersprengte ihre Fesseln: \u2013<br>15 die m\u00f6gen danken dem HERRN f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wundertaten an den Menschenkindern,<br>16 da\u00df er eherne T\u00fcren zerbrochen und eiserne Riegel zerschlagen.<br>17 Die da krank waren infolge ihres S\u00fcndenlebens und wegen ihrer Verfehlungen leiden mu\u00dften \u2013<br>18 vor jeglicher Speise hatten sie Widerwillen, so da\u00df sie den Pforten des Todes nahe waren \u2013;<br>19 da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten;<br>20 er sandte sein Wort, sie gesund zu machen, und lie\u00df sie aus ihren Gruben entrinnen: \u2013<br>21 die m\u00f6gen danken dem HERRN f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wundertaten an den Menschenkindern;<br>22 sie m\u00f6gen Opfer des Dankes bringen und seine Taten mit Jubel verk\u00fcnden!<br>23 Die aufs Meer gefahren waren in Schiffen, auf weiten Fluten Handelsgesch\u00e4fte trieben,<br>24 die haben das Walten des HERRN geschaut und seine Wundertaten auf hoher See.<br>25 Denn er gebot und lie\u00df einen Sturm entstehn, der hoch die Wogen des Meeres t\u00fcrmte:<br>26 sie stiegen empor zum Himmel und fuhren hinab in die Tiefen, so da\u00df ihr Herz vor Angst verzagte;<br>27 sie wurden schwindlig und schwankten wie Trunkne, und mit all ihrer Weisheit war\u2019s zu Ende: \u2013<br>28 da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, und er befreite sie aus ihren \u00c4ngsten;<br>29 er stillte das Ungewitter zum S\u00e4useln, und das Toben der Wogen verstummte;<br>30 da wurden sie froh, da\u00df es still geworden, und er f\u00fchrte sie zum ersehnten Hafen: \u2013<br>31 die m\u00f6gen danken dem HERRN f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wundertaten an den Menschenkindern;<br>32 sie m\u00f6gen ihn erheben in der Volksgemeinde und im Kreise der Alten ihn preisen!<br>33 Er wandelte Str\u00f6me zur W\u00fcste und Wasserquellen zu d\u00fcrrem Land,<br>34 fruchtbares Erdreich zu salziger Steppe wegen der Bosheit seiner Bewohner.<br>35 Wiederum machte er w\u00fcstes Land zum Wasserteich und d\u00fcrres Gebiet zu Wasserquellen<br>36 und lie\u00df dort Hungrige se\u00dfhaft werden, so da\u00df sie eine Stadt zum Wohnsitz bauten<br>37 und Felder bes\u00e4ten und Weinberge pflanzten, die reichen Ertrag an Fr\u00fcchten brachten;<br>38 und er segnete sie, da\u00df sie stark sich mehrten, und lie\u00df ihres Viehs nicht wenig sein.<br>39 Dann aber nahmen sie ab und wurden gebeugt durch den Druck des Ungl\u00fccks und Kummers;<br>40 \u00bb\u00fcber Edle go\u00df er Verachtung aus und lie\u00df sie irren in pfadloser \u00d6de\u00ab.<br>41 Den Armen aber hob er empor aus dem Elend und machte seine Geschlechter wie Kleinviehherden.<br>42 \u00bbDie Gerechten sehen\u2019s und freuen sich, alle Bosheit aber mu\u00df schlie\u00dfen ihren Mund\u00ab.<br>43 Wer ist weise? Der beachte dies und lerne die Gnadenerweise des HERRN verstehn!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 108<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied, ein Psalm Davids.<br>2 Mein Herz ist getrost, o Gott: singen will ich und spielen! Wach auf, meine Seele!<br>3 Wacht auf, Harfe und Zither: ich will das Morgenrot wecken!<br>4 Ich will dich preisen unter den V\u00f6lkern, o HERR, und dir lobsingen unter den V\u00f6lkerschaften!<br>5 Denn gro\u00df bis \u00fcber den Himmel hinaus ist deine Gnade, und bis an die Wolken geht deine Treue.<br>6 Erhebe dich \u00fcber den Himmel hinaus, o Gott, und \u00fcber die ganze Erde (verbreite sich) deine Herrlichkeit!<br>7 Da\u00df deine Geliebten gerettet werden, hilf uns mit deiner Rechten, erh\u00f6r\u2019 uns!<br>8 Gott hat in seiner Heiligkeit gesprochen: \u00bb(Als Sieger) will ich frohlocken, will Sichem verteilen und das Tal von Sukkoth (als Beutest\u00fcck) vermessen.<br>9 Mein ist Gilead, mein auch Manasse, und Ephraim ist meines Hauptes Schutzwehr, Juda mein Herrscherstab.<br>10 Moab (dagegen) ist mein Waschbecken, auf Edom werf\u2019 ich meinen Schuh; \u00fcber das Philisterland will (als Sieger) ich jauchzen.\u00ab<br>11 Wer f\u00fchrt mich hin zur festen Stadt, wer geleitet mich bis Edom?<br>12 Hast nicht du uns, o Gott, verworfen und ziehst nicht aus, o Gott, mit unsern Heeren?<br>13 O schaffe uns Hilfe gegen den Feind! Denn nichtig ist Menschenhilfe.<br>14 Mit Gott werden wir Taten vollf\u00fchren, und er wird unsre Bedr\u00e4nger zertreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 109<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister; von David ein Psalm. Du Gott, dem mein Lobpreis gilt, bleibe nicht stumm!<br>2 Denn Frevlermund und L\u00fcgenmaul haben sich gegen mich aufgetan, mit tr\u00fcgerischer Zunge zu mir geredet;<br>3 mit Worten des Hasses haben sie mich umschwirrt und ohne Ursach\u2019 mich angegriffen;<br>4 f\u00fcr meine Liebe befeinden sie mich, w\u00e4hrend ich doch (stets f\u00fcr sie) bete;<br>5 ja sie haben mir B\u00f6ses f\u00fcr Gutes vergolten und Ha\u00df f\u00fcr meine Liebe erwiesen.<br>6 Bestell\u2019 einen Frevler zum Richter gegen ihn, und ein Ankl\u00e4ger steh\u2019 ihm zur Rechten!<br>7 Als schuldig soll er hervorgehn aus dem Gericht und sogar sein Gebet ihm als S\u00fcnde gelten!<br>8 Seiner Lebenstage m\u00fcssen nur wenige sein, und sein Amt ein andrer empfangen!<br>9 Seine Kinder m\u00fcssen zu Waisen werden und seine Frau eine Witwe!<br>10 Seine Kinder m\u00fcssen unstet umherziehn und betteln und vertrieben werden aus ihres Vaterhauses Tr\u00fcmmern!<br>11 Sein Gl\u00e4ubiger lege Beschlag auf alles, was er hat, und Fremde m\u00fcssen seine Habe pl\u00fcndern!<br>12 Er finde keinen, der ihm Schonung gew\u00e4hrt, und niemand habe Erbarmen mit seinen Waisen!<br>13 Sein Nachwuchs m\u00fcsse der Ausrottung verfallen: schon im zweiten Gliede m\u00fcsse ihr Name erl\u00f6schen!<br>14 Der Verschuldung seiner V\u00e4ter werde beim HERRN gedacht, und die S\u00fcnde seiner Mutter bleibe ungetilgt!<br>15 Sie m\u00fcssen best\u00e4ndig dem HERRN vor Augen stehn, und er tilge ihr Ged\u00e4chtnis aus von der Erde,<br>16 dieweil er nicht daran dachte, Liebe zu \u00fcben, vielmehr den Elenden und Armen verfolgte und den hoffnungslos Verzagten, ihn vollends zu t\u00f6ten.<br>17 Er liebte den Fluch: so treffe er ihn! Er hatte am Segen keine Freude: so bleib\u2019 er ihm fern!<br>18 Er zog den Fluch an wie sein Kleid: so dringe er ihm in den Leib wie Wasser und wie \u00d6l in seine Gebeine;<br>19 er werde ihm wie der Mantel, in den er sich h\u00fcllt, wie der G\u00fcrtel, den er sich st\u00e4ndig umlegt!<br>20 Dies sei meiner Widersacher Lohn von seiten des HERRN und derer, die B\u00f6ses gegen mich reden!<br>21 Du aber, HERR, mein Gott, tritt f\u00fcr mich ein um deines Namens willen! Weil deine Gnade k\u00f6stlich ist, errette mich!<br>22 Denn elend bin ich und arm, und mein Herz ist verwundet in meiner Brust.<br>23 Wie ein Schatten, wenn er sich dehnt, so schwinde ich hin, bin vom Sturm verweht einer Heuschrecke gleich;<br>24 meine Knie wanken vom Fasten, mein Leib ist abgemagert, ohne Fett;<br>25 und ich \u2013 den Leuten bin ich zum Hohn geworden: sehen sie mich, so sch\u00fctteln sie h\u00f6hnend den Kopf.<br>26 Stehe mir bei, o HERR, mein Gott, hilf mir nach deiner Gnade!<br>27 La\u00df sie erkennen, da\u00df dies deine Hand ist, da\u00df du, HERR, selbst es so gef\u00fcgt hast!<br>28 Sie m\u00f6gen fluchen, du aber wollest segnen; erheben sie sich, so la\u00df sie zuschanden werden, dein Knecht aber m\u00fcsse sich freuen!<br>29 La\u00df meine Widersacher in Schmach sich kleiden und ihre Schande umtun wie einen Mantel!<br>30 Laut soll mein Mund dem HERRN Dank sagen, und inmitten vieler will ich ihn preisen;<br>31 denn er steht dem Armen zur Rechten, um ihn zu retten vor denen, die ihn schuldig sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 110<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David, ein Psalm. So lautet der Ausspruch des HERRN an meinen Herrn: \u00bbSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel f\u00fcr deine F\u00fc\u00dfe!\u00ab<br>2 Dein machtvolles Zepter wird der HERR von Zion hinausstrecken: herrsche inmitten deiner Feinde!<br>3 Dein Volk wird voller Willigkeit sein am Tage deines Heereszuges; in heiligem Schmuck, wie aus des Fr\u00fchrots Scho\u00df der Tau, wird dir kommen deine junge Mannschaft.<br>4 Geschworen hat der HERR und wird sich\u2019s nicht leid sein lassen: \u00bbDu sollst ein Priester in Ewigkeit sein nach der Weise Melchisedeks.\u00ab (1.Mose 14,18-20)<br>5 Der Allherr, der dir zur Rechten steht, wird K\u00f6nige zerschmettern am Tage seines Zorns;<br>6 Gericht wird er unter den V\u00f6lkern halten, f\u00fcllt alles mit Leichen an, zerschmettert ein Haupt auf weitem Gefilde.<br>7 Aus dem Bach am Wege wird er trinken; darum wird er das Haupt hoch halten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 111<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen im Kreise der Frommen und in der Gemeinde.<br>2 Gro\u00df sind die Werke des HERRN, erforschenswert f\u00fcr alle, die Gefallen an ihnen haben.<br>3 Ruhmvoll und herrlich ist sein Tun, und seine Gerechtigkeit bleibt ewig bestehn.<br>4 Er hat ein Ged\u00e4chtnis seiner Wundertaten gestiftet; gn\u00e4dig und barmherzig ist der HERR.<br>5 Speise hat er denen gegeben, die ihn f\u00fcrchten; er gedenkt seines Bundes ewiglich.<br>6 Sein machtvolles Walten hat er kundgetan seinem Volk, indem er ihnen das Erbe der Heiden gab.<br>7 Die Werke seiner H\u00e4nde sind Treue und Recht; unwandelbar sind alle seine Gebote,<br>8 festgestellt f\u00fcr immer, f\u00fcr ewig, gegeben mit Treue und Redlichkeit.<br>9 Erl\u00f6sung hat er seinem Volk gesandt, seinen Bund auf ewig verordnet; heilig und furchtgebietend ist sein Name.<br>10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang (Spr 9,10), eine treffliche Einsicht f\u00fcr alle, die sie \u00fcben: sein Ruhm besteht in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 112<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Wohl dem Menschen, der den HERRN f\u00fcrchtet, an seinen Geboten herzliche Freude hat!<br>2 Seine Nachkommen werden im Lande gewaltig sein, als ein Geschlecht von Frommen wird man sie segnen.<br>3 Wohlstand und F\u00fclle herrscht in seinem Hause, und seine Gerechtigkeit besteht f\u00fcr immer.<br>4 Den Frommen geht er auf wie ein Licht in der Finsternis, als gn\u00e4dig, barmherzig und gerecht.<br>5 Gl\u00fccklich der Mann, der Barmherzigkeit \u00fcbt und darleiht! Er wird sein Recht behaupten vor Gericht;<br>6 denn nimmermehr wird er wanken: in ew\u2019gem Ged\u00e4chtnis bleibt der Gerechte.<br>7 Vor b\u00f6sem Leumund braucht er sich nicht zu f\u00fcrchten; sein Herz ist fest, voll Vertraun auf den HERRN.<br>8 Getrost ist sein Herz, er f\u00fcrchtet sich nicht, bis er sieht seine Lust an seinen Bedr\u00e4ngern.<br>9 Reichlich teilt er aus und spendet den Armen; seine Gerechtigkeit besteht fest f\u00fcr immer, sein Horn ragt hoch empor in Ehren.<br>10 Der Gottlose sieht es und \u00e4rgert sich; er knirscht mit den Z\u00e4hnen und vergeht; der Gottlosen W\u00fcnsche bleiben unerf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 113<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN!<br>2 Gepriesen sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit!<br>3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des HERRN!<br>4 Erhaben \u00fcber alle V\u00f6lker ist der HERR, den Himmel \u00fcberragt seine Herrlichkeit!<br>5 Wer ist dem HERRN gleich, unserm Gott, der da thront in der H\u00f6he,<br>6 der niederschaut in die Tiefe, im Himmel und auf Erden?<br>7 Er hebt aus dem Staub den Geringen empor und erh\u00f6ht aus dem Schmutz den Armen,<br>8 um ihn sitzen zu lassen neben Edlen, neben den Edlen seines Volks.<br>9 Er verleiht der kinderlosen Gattin Hausrecht, macht sie zur fr\u00f6hlichen Mutter von Kindern. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 114<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Als Israel aus \u00c4gypten auszog, Jakobs Haus aus dem Volk fremder Sprache,<br>2 da ward Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsgebiet.<br>3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich r\u00fcckw\u00e4rts,<br>4 die Berge h\u00fcpften wie Widder, die H\u00fcgel gleichwie L\u00e4mmer.<br>5 Was war dir, o Meer, da\u00df du flohest, dir, Jordan, da\u00df du dich r\u00fcckw\u00e4rts wandtest?<br>6 (Was war euch) ihr Berge, da\u00df ihr h\u00fcpftet wie Widder, ihr H\u00fcgel gleichwie L\u00e4mmer?<br>7 Vor dem Anblick des Herrn erbebe, du Erde, vor dem Anblick des Gottes Jakobs,<br>8 der Felsen wandelt zum Wasserteich, Kieselgestein zum sprudelnden Quell!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 115<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nicht uns, o HERR, nicht uns, nein, deinem Namen schaffe Ehre um deiner Gnade, um deiner Treue willen!<br>2 Warum sollen die Heiden sagen: \u00bbWo ist denn ihr Gott?\u00ab<br>3 Unser Gott ist ja im Himmel: alles, was ihm gef\u00e4llt, vollf\u00fchrt er.<br>4 Ihre G\u00f6tzen sind Silber und Gold, Machwerk von Menschenh\u00e4nden.<br>5 Sie haben einen Mund und k\u00f6nnen nicht reden, haben Augen und sehen nicht;<br>6 sie haben Ohren und k\u00f6nnen nicht h\u00f6ren, haben eine Nase und riechen nicht;<br>7 mit ihren H\u00e4nden k\u00f6nnen sie nicht greifen, mit ihren F\u00fc\u00dfen nicht gehen; kein Laut dringt aus ihrer Kehle.<br>8 Ihnen gleich sind ihre Verfertiger, jeder, der auf sie vertraut.<br>9 Du, Israel, vertraue auf den HERRN! \u2013 Ihre Hilfe und ihr Schild ist er.<br>10 Ihr vom Hause Aarons, vertraut auf den HERRN! \u2013 Ihre Hilfe und ihr Schild ist er.<br>11 Ihr, die ihr f\u00fcrchtet den HERRN, vertraut auf den HERRN! \u2013 Ihre Hilfe und ihr Schild ist er.<br>12 Der HERR hat unser gedacht: er wird segnen, segnen das Haus Israels, segnen das Haus Aarons;<br>13 er wird segnen, die den HERRN f\u00fcrchten, die Kleinen samt den Gro\u00dfen.<br>14 Der HERR wolle euch mehren, euch selbst und eure Kinder!<br>15 Gesegnet seid ihr vom HERRN, der Himmel und Erde geschaffen!<br>16 Der Himmel ist der Himmel des Allherrn, die Erde aber hat er den Menschen gegeben.<br>17 Nicht die Toten preisen den HERRN und keiner, der ins stille Land gefahren.<br>18 Doch wir, wir preisen den HERRN von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 116<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ich liebe den HERRN, denn er hat erh\u00f6rt mein flehentlich Rufen;<br>2 ja, er hat sein Ohr mir zugeneigt: ich will zu ihm rufen mein Leben lang!<br>3 Umschlungen hatten mich des Todes Netze und die \u00c4ngste der Unterwelt mich befallen, in Drangsal und Kummer war ich geraten.<br>4 Da rief ich den Namen des HERRN an: \u00bbAch, HERR, errette meine Seele!\u00ab<br>5 Gn\u00e4dig ist der HERR und gerecht, und unser Gott ist voll Erbarmens;<br>6 der HERR sch\u00fctzt den, der unbeirrt ihm traut: ich war schwach geworden, aber er half mir.<br>7 Kehre zur\u00fcck, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der HERR hat Gutes an dir getan!<br>8 Ja, du hast mein Leben vom Tode errettet, meine Augen vom Weinen, meinen Fu\u00df vom Ansto\u00df;<br>9 ich werde noch wandeln vor dem HERRN in den Landen des Lebens.<br>10 Ich habe Glauben gehalten, wenn ich auch sagte: \u00bbIch bin gar tief gebeugt\u00ab;<br>11 in meiner Verzagtheit hab\u2019 ich gesagt: \u00bbDie Menschen sind L\u00fcgner allesamt.\u00ab<br>12 Wie soll ich dem HERRN vergelten alles, was er mir Gutes getan?<br>13 Den Becher des Heils will ich erheben und den Namen des HERRN anrufen;<br>14 meine Gel\u00fcbde will ich bezahlen dem HERRN, ja angesichts seines ganzen Volkes.<br>15 Kostbar ist in den Augen des HERRN der Tod seiner Frommen.<br>16 Ach, HERR, ich bin ja dein Knecht, ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd; meine Bande hast du gel\u00f6st:<br>17 dir will ich Dankopfer bringen und den Namen des HERRN anrufen;<br>18 meine Gel\u00fcbde will ich bezahlen dem HERRN, ja angesichts seines ganzen Volkes,<br>19 in den Vorh\u00f6fen am Hause des HERRN, in deiner Mitte, Jerusalem! Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 117<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Lobet den HERRN, ihr Heiden alle! Preiset ihn, ihr V\u00f6lker alle!<br>2 Denn machtvoll waltet \u00fcber uns seine Gnade, und die Treue des HERRN w\u00e4hrt ewiglich. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 118<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>2 So bekenne denn Israel: \u00bbJa, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!\u00ab<br>3 So bekenne denn Aarons Haus: \u00bbJa, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!\u00ab<br>4 So m\u00f6gen denn alle Gottesf\u00fcrcht\u2019gen bekennen: \u00bbJa, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!\u00ab<br>5 Aus meiner Bedr\u00e4ngnis rief ich zum HERRN: da hat der HERR mich erh\u00f6rt, mir weiten Raum geschafft.<br>6 Ist der HERR f\u00fcr mich, so f\u00fcrchte ich nichts: was k\u00f6nnen Menschen mir tun?<br>7 Tritt der HERR f\u00fcr mich zu meiner Hilfe ein, so werde ich siegreich jubeln \u00fcber meine Feinde.<br>8 Besser ist\u2019s auf den HERRN vertrauen als auf Menschen sich verlassen;<br>9 besser ist\u2019s auf den HERRN vertrauen als auf F\u00fcrsten sich verlassen.<br>10 Die Heidenv\u00f6lker alle hatten mich umringt: im Namen des HERRN, so vertilgte ich sie;<br>11 sie hatten mich umringt, umzingelt: im Namen des HERRN, so vertilgte ich sie;<br>12 sie hatten mich umringt wie Bienenschw\u00e4rme; schnell wie ein Dornenfeuer sind sie erloschen: im Namen des HERRN, so vertilgte ich sie.<br>13 Man hat mich hart gesto\u00dfen, damit ich fallen sollte, doch der HERR hat mir geholfen.<br>14 Meine St\u00e4rke und mein Lobpreis ist der HERR, und er ist mein Retter geworden.<br>15 Jubel und Siegeslieder erschallen in den Zelten der Gerechten: \u00bbDie Hand des HERRN schafft m\u00e4chtige Taten,<br>16 die Hand des HERRN erh\u00f6ht, die Hand des HERRN schafft m\u00e4chtige Taten!\u00ab<br>17 Ich werde nicht sterben, nein, ich werde leben und die Taten des HERRN verk\u00fcnden.<br>18 Der HERR hat mich hart gez\u00fcchtigt, doch dem Tode mich nicht preisgegeben.<br>19 \u00d6ffnet mir die Tore der Gerechtigkeit: ich will durch sie eingehn, dem HERRN zu danken. \u2013<br>20 Dies ist das Tor des HERRN: Gerechte d\u00fcrfen hier eingehn. \u2013<br>21 Ich danke dir, da\u00df du mich erh\u00f6rt hast und bist mir ein Retter geworden.<br>22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden;<br>23 vom HERRN ist dies geschehn, in unsern Augen ein Wunder!<br>24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat: la\u00dft uns jubeln und fr\u00f6hlich an ihm sein! \u2013<br>25 Ach hilf doch, HERR, ach, HERR, la\u00df wohl gelingen! \u2013<br>26 Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Hause des HERRN aus.<br>27 Der HERR ist Gott, er hat uns Licht gegeben: schlinget den Reigen, mit Zweigen (geschm\u00fcckt), bis an die H\u00f6rner des Altars!<br>28 Du bist mein Gott, ich will dir danken; mein Gott, ich will dich erheben!<br>29 Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 119<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Wohl denen, deren Wandel unstr\u00e4flich ist, die einhergehn im Gesetz des HERRN!<br>2 Wohl denen, die seine Zeugnisse beobachten, die mit ganzem Herzen ihn suchen,<br>3 die auch kein Unrecht ver\u00fcben, sondern auf seinen Wegen gehen!<br>4 Du selbst hast deine Befehle erlassen, da\u00df man sie sorglich befolge.<br>5 Ach m\u00f6chte doch mein Wandel fest sein in der Befolgung deiner Satzungen!<br>6 Dann werde ich nicht besch\u00e4mt sein, wenn ich alle deine Gebote vor Augen habe.<br>7 Ich will dir aufrichtigen Herzens danken, indem ich die Rechte deiner Gerechtigkeit lerne.<br>8 Deine Satzungen will ich halten: verla\u00df mich nicht ganz und gar!<br>9 Wie wird ein J\u00fcngling seinen Wandel rein gestalten? Wenn er ihn f\u00fchrt nach deinem Wort.<br>10 Mit ganzem Herzen suche ich dich: la\u00df mich von deinen Geboten nicht abirren!<br>11 In meinem Herzen wahre ich dein Wort, um mich nicht gegen dich zu verfehlen.<br>12 Gepriesen seist du, o HERR: lehre mich deine Satzungen!<br>13 Mit meinen Lippen z\u00e4hle ich her alle Rechte deines Mundes.<br>14 An dem Wege deiner Zeugnisse habe ich Freude wie \u00fcber irgendwelchen Reichtum.<br>15 \u00dcber deine Befehle will ich sinnen und achten auf deine Pfade.<br>16 An deinen Satzungen habe ich meine Lust, will deine Worte nicht vergessen.<br>17 Tu Gutes an deinem Knecht, auf da\u00df ich leben bleibe, so will ich deine Worte befolgen.<br>18 \u00d6ffne mir die Augen, da\u00df ich klar erkenne die Wunder in deinem Gesetz.<br>19 Ich bin nur ein Gast auf Erden: verbirg deine Gebote nicht vor mir.<br>20 Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht nach deinen Rechten allezeit.<br>21 Gedroht hast du den Stolzen; verflucht sind, die von deinen Geboten abweichen.<br>22 W\u00e4lze Schmach und Verachtung von mir ab, denn ich beobachte deine Zeugnisse.<br>23 M\u00f6gen auch F\u00fcrsten sitzen und wider mich beraten: dein Knecht sinnt doch \u00fcber deine Satzungen nach.<br>24 Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude, meine Ratgeber sind sie.<br>25 Mein Mut ist in den Staub gesunken: belebe mich wieder nach deinem Wort.<br>26 Ich habe dir meine Lage geschildert, da hast du mich erh\u00f6rt: lehre mich deine Satzungen.<br>27 La\u00df mich den Weg verstehn, den deine Befehle gebieten, so will ich sinnen \u00fcber deine Wunder.<br>28 Mein Herz zerflie\u00dft vor Kummer in Tr\u00e4nen; richte mich auf nach deinen Worten.<br>29 Den Weg der L\u00fcge halte fern von mir, doch begnade mich mit deinem Gesetz!<br>30 Den Weg der Treue habe ich erw\u00e4hlt, deine Rechte unanst\u00f6\u00dfig befunden.<br>31 Ich halte fest an deinen Zeugnissen: HERR, la\u00df mich nicht zuschanden werden!<br>32 Den Weg deiner Gebote will ich laufen, denn du machst mir weit das Herz.<br>33 Lehre mich, HERR, den Weg deiner Satzungen, so will ich ihn innehalten bis ans Ende.<br>34 Verleihe mir Einsicht, damit ich deine Weisung beachte und sie mit ganzem Herzen befolge.<br>35 La\u00df mich wandeln auf dem Pfade deiner Gebote, denn an diesem habe ich meine Freude.<br>36 Neige mein Herz deinen Zeugnissen zu und nicht zur Gewinnsucht.<br>37 Wende meine Augen ab, da\u00df sie nicht nach Eitlem schauen; belebe mich auf deinen Wegen.<br>38 Erf\u00fclle an deinem Knechte deine Verhei\u00dfung, die darauf abzielt, da\u00df man dich f\u00fcrchte.<br>39 Wende ab meine Schmach, vor der mir graut; denn deine Rechte sind heilsam.<br>40 F\u00fcrwahr, ich sehne mich nach deinen Befehlen: belebe mich durch deine Gerechtigkeit!<br>41 La\u00df deine Gnadenerweise mir widerfahren, o HERR, deine Hilfe nach deinem Wort,<br>42 da\u00df ich dem, der mich schm\u00e4ht, zu antworten wei\u00df; denn ich verlasse mich auf dein Wort.<br>43 Und entzieh meinem Munde nicht ganz das Wort der Wahrheit; denn ich harre auf deine Rechte.<br>44 Und befolgen will ich dein Gesetz best\u00e4ndig, immer und ewiglich;<br>45 so werde ich wandeln auf freier Bahn; denn ich habe mich stets um deine Befehle gek\u00fcmmert;<br>46 und ich will von deinen Zeugnissen reden vor K\u00f6nigen, ohne mich zu scheuen;<br>47 denn ich habe meine Freude an deinen Geboten, die mir lieb sind,<br>48 und hebe meine H\u00e4nde auf zu deinen Geboten, [die mir lieb sind,] will \u00fcber deine Satzungen sinnen.<br>49 Halte deinem Knecht getreulich dein Wort, auf das du mich hast hoffen lassen!<br>50 Das ist mein Trost in meinem Elend, da\u00df dein Wort mich neu belebt hat.<br>51 Die \u00dcberm\u00fct\u2019gen verspotten mich ma\u00dflos, doch ich bin von deinem Gesetz nicht abgewichen.<br>52 Gedenke ich deiner Rechte aus der Vorzeit, so f\u00fchle ich mich, o HERR, getr\u00f6stet.<br>53 Hei\u00dfer Zorn erfa\u00dft mich wegen der Gottlosen, die dein Gesetz verlassen haben.<br>54 Deine Satzungen sind mir zu Lobges\u00e4ngen geworden im Hause meiner Pilgerschaft.<br>55 In der Nacht sogar gedenke ich deines Namens, o HERR, und befolge dein Gesetz.<br>56 Das ist mir zuteil geworden, da\u00df ich deine Befehle befolgt habe.<br>57 Meine Aufgabe ist, o HERR, ich bekenne es, deine Worte zu befolgen.<br>58 Von ganzem Herzen fleh\u2019 ich dich an: \u00bbSei mir gn\u00e4dig nach deiner Verhei\u00dfung!\u00ab<br>59 Ich habe \u00fcber meine Wege nachgedacht und lenke (daher) meine Schritte zu deinen Zeugnissen zur\u00fcck.<br>60 Ich eile und s\u00e4ume nicht, deine Gebote zu befolgen.<br>61 Die Fallstricke der Gottlosen umringen mich; dennoch vergesse ich dein Gesetz nicht.<br>62 In der Mitte der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken f\u00fcr die Verordnungen deiner Gerechtigkeit.<br>63 Befreundet bin ich mit allen, die dich f\u00fcrchten, und mit denen, die deine Befehle befolgen.<br>64 Deiner Gnade, o HERR, ist die Erde voll: lehre mich deine Satzungen!<br>65 Gutes hast du an deinem Knechte getan, o HERR, nach deiner Verhei\u00dfung.<br>66 Rechte Einsicht und Erkenntnis lehre mich, denn ich vertraue auf deine Gebote.<br>67 Bevor ich gedem\u00fctigt wurde, ging ich irre; jetzt aber beobachte ich dein Wort.<br>68 Du bist g\u00fctig und erweisest Gutes: lehre mich deine Satzungen!<br>69 L\u00fcgen haben die Stolzen gegen mich erdichtet, ich aber befolge deine Befehle mit ganzem Herzen.<br>70 Unempfindlich wie von Fett ist ihr Herz, ich aber habe Freude an deinem Gesetz.<br>71 Gut war\u2019s f\u00fcr mich, da\u00df ich gedem\u00fctigt wurde, damit ich deine Satzungen lernte.<br>72 Die Weisung deines Mundes ist mir lieber als Tausende von Gold- und Silberst\u00fccken.<br>73 Deine H\u00e4nde haben mich geschaffen und gebildet: verleihe mir nun auch Einsicht, da\u00df ich deine Gebote lerne!<br>74 Die dich f\u00fcrchten, werden mich sehen und sich freun; denn ich habe auf dein Wort geharrt.<br>75 Ich wei\u00df, o HERR, da\u00df deine Gerichte gerecht sind und du mich in Treue gedem\u00fctigt hast.<br>76 La\u00df doch deine Gnade mir Trost gew\u00e4hren, wie du deinem Knechte verhei\u00dfen hast!<br>77 La\u00df mir dein Erbarmen widerfahren, da\u00df ich auflebe, denn dein Gesetz ist meine Lust.<br>78 La\u00df die Stolzen zuschanden werden, weil sie ohne Grund mich niederdr\u00fccken; ich aber sinne \u00fcber deine Befehle.<br>79 La\u00df mir sich zuwenden, die dich f\u00fcrchten und die deine Zeugnisse anerkennen!<br>80 Mein Herz halte treu an deinen Satzungen fest, auf da\u00df ich nicht zuschanden werde.<br>81 Meine Seele schmachtet nach deiner Hilfe: ich harre auf dein Wort.<br>82 Meine Augen schmachten nach deiner Verhei\u00dfung, indem ich frage: \u00bbWann wirst du mich tr\u00f6sten?\u00ab<br>83 Bin ich auch wie ein Schlauch im Rauch geworden, hab\u2019 ich doch deine Satzungen nicht vergessen.<br>84 Wie viele sind noch der Lebenstage deines Knechts? Wann h\u00e4ltst du Gericht \u00fcber meine Verfolger?<br>85 \u00dcberm\u00fctige haben mir Gruben gegraben, sie, die sich nicht nach deinem Gesetz verhalten.<br>86 Alle deine Gebote sind Wahrheit; mit L\u00fcge verfolgt man mich: so hilf mir!<br>87 Fast h\u00e4tten sie mich im Lande umgebracht; doch ich verlasse deine Befehle nicht.<br>88 Nach deiner Gnade erhalte mich am Leben, so will ich das Zeugnis deines Mundes befolgen.<br>89 Auf ewige Zeit, o HERR, steht fest dein Wort im Himmel.<br>90 Von Geschlecht zu Geschlecht w\u00e4hrt deine Treue; du hast die Erde festgestellt, und sie steht;<br>91 nach deinen Verordnungen stehn sie noch heute, denn alle Dinge sind dir dienstbar.<br>92 W\u00e4re dein Gesetz nicht meine Freude gewesen, so w\u00e4r\u2019 ich in meinem Elend vergangen.<br>93 Niemals will ich deine Befehle vergessen, denn durch sie hast du mich neu belebt.<br>94 Dein bin ich: hilf mir! Denn ich beachte deine Verordnungen.<br>95 Gottlose lauern mir auf, um mich umzubringen, ich aber achte auf deine Zeugnisse.<br>96 Von allem Vollkomm\u2019nen habe ich eine Grenze gesehn; doch dein Gebot ist v\u00f6llig unbeschr\u00e4nkt.<br>97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Den ganzen Tag ist es mein Sinnen.<br>98 Weiser, als meine Feinde sind, machen mich deine Gebote, denn mein sind sie f\u00fcr immer.<br>99 Verst\u00e4ndiger bin ich als alle meine Lehrer, denn deine Zeugnisse sind mein Sinnen.<br>100 Mehr Einsicht besitz\u2019 ich als die Greise; denn ich beobachte deine Befehle.<br>101 Von jedem b\u00f6sen Pfade halte ich meinen Fu\u00df fern, um dein Wort zu befolgen.<br>102 Von deinen Rechten weiche ich nicht ab, denn du hast mich belehrt.<br>103 Wie s\u00fc\u00df sind deine Worte meinem Gaumen, s\u00fc\u00dfer als Honig meinem Munde!<br>104 Aus deinen Befehlen gewinne ich Einsicht; darum hasse ich jeglichen L\u00fcgenpfad.<br>105 Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.<br>106 Ich habe geschworen und den Vorsatz gefa\u00dft, den Verordnungen deiner Gerechtigkeit treu zu bleiben.<br>107 Ich bin gar tief gebeugt: o HERR, belebe mich wieder nach deiner Verhei\u00dfung!<br>108 La\u00df, HERR, dir gefallen die willigen Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte!<br>109 Ich schwebe best\u00e4ndig in Todesgefahr, doch dein Gesetz vergesse ich nicht.<br>110 Die Gottlosen haben mir Schlingen gelegt, aber von deinen Befehlen irre ich nicht ab.<br>111 Deine Zeugnisse sind mein ewiger Erbbesitz, denn sie sind die Wonne meines Herzens.<br>112 Ich neige mein Herz dazu, deine Satzungen zu erf\u00fcllen immerdar bis ans Ende.<br>113 Die Doppelherzigen hasse ich, aber dein Gesetz ist mir lieb.<br>114 Mein Schirm und Schild bist du; auf dein Wort harre ich.<br>115 Weicht von mir, ihr \u00dcbelt\u00e4ter! Ich will die Gebote meines Gottes halten.<br>116 St\u00fctze mich nach deiner Verhei\u00dfung, da\u00df ich lebe, und la\u00df mich nicht in meiner Hoffnung get\u00e4uscht werden!<br>117 St\u00e4rke mich, auf da\u00df ich Heil erlange, und la\u00df mich stets auf deine Satzungen achten!<br>118 Du verwirfst alle, die von deinen Satzungen abirren; denn erfolglos ist ihre T\u00e4uschung.<br>119 Wie Schlacken r\u00e4umst du alle Gottlosen des Landes hinweg; darum liebe ich deine Zeugnisse.<br>120 Aus Furcht vor dir schaudert mein Leib, und mir ist bange vor deinen Gerichten.<br>121 Ich habe Recht und Gerechtigkeit ge\u00fcbt: gib mich nicht meinen Bedr\u00fcckern preis!<br>122 Tritt f\u00fcr deinen Knecht zu seinem Heile ein, la\u00df die Stolzen mir nicht Gewalt antun!<br>123 Meine Augen schmachten nach deiner Rettung und nach der Best\u00e4tigung deiner Gerechtigkeit.<br>124 Verfahre mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Satzungen!<br>125 Dein Knecht bin ich, verleihe mir Einsicht, damit ich deine Zeugnisse verstehen lerne.<br>126 Zeit ist\u2019s f\u00fcr den HERRN, zu handeln: sie haben ja dein Gesetz gebrochen.<br>127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und als Feingold.<br>128 Darum sch\u00e4tze ich alle deine Befehle als richtig; jeder L\u00fcgenpfad ist mir verha\u00dft.<br>129 Wunderwerke sind deine Zeugnisse; darum h\u00e4lt mein Herz an ihnen fest.<br>130 Die Erschlie\u00dfung deiner Worte erleuchtet, verleiht den Einf\u00e4ltigen Einsicht.<br>131 Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten.<br>132 Wende dich zu mir und sei mir gn\u00e4dig, wie es recht ist bei denen, die deinen Namen lieben!<br>133 La\u00df meine Schritte fest sein durch dein Wort und la\u00df nichts Tr\u00fcgerisches \u00fcber mich herrschen.<br>134 Erl\u00f6se mich von der Bedr\u00fcckung der Menschen, so will ich deine Befehle befolgen.<br>135 La\u00df dein Angesicht leuchten gegen deinen Knecht und lehre mich deine Satzungen.<br>136 Tr\u00e4nenstr\u00f6me rinnen aus meinen Augen, weil viele dein Gesetz nicht befolgen.<br>137 Gerecht bist du, o HERR, und richtig sind deine Rechte.<br>138 In Gerechtigkeit hast du deine Zeugnisse verordnet und in unersch\u00fctterlicher Treue.<br>139 Mich verzehrt mein Eifer, weil meine Gegner deine Worte vergessen.<br>140 Dein Wort ist wohlgel\u00e4utert, und dein Knecht hat es lieb.<br>141 Gering bin ich und verachtet, doch deine Befehle vergesse ich nicht.<br>142 Deine Gerechtigkeit ist ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.<br>143 Wenn Leiden und Not mich getroffen haben, sind deine Gebote dennoch meine Freude.<br>144 Deine Zeugnisse bleiben immerdar gerecht: verleihe mir Verst\u00e4ndnis, so werde ich leben.<br>145 Ich rufe von ganzem Herzen: \u00bbErh\u00f6re mich, HERR!\u00ab Deine Satzungen will ich beobachten.<br>146 Ich rufe zu dir: \u00bbHilf mir! So will ich deine Zeugnisse beobachten.\u00ab<br>147 Fr\u00fch bin ich auf vor Tagesanbruch und flehe laut; auf dein Wort harre ich.<br>148 Meine Augen wachen die ganze Nacht hindurch, um \u00fcber dein Wort nachzusinnen.<br>149 H\u00f6re meine Stimme nach deiner Gnade! O HERR, nach deinen Rechten la\u00df mich aufleben!<br>150 Mir haben sich Leute genaht, die der Arglist fr\u00f6nen: von deinem Gesetz sind sie fern;<br>151 doch du bist mir nahe, o HERR, und alle deine Gebote sind Wahrheit.<br>152 L\u00e4ngst wei\u00df ich aus deinen Zeugnissen, da\u00df du sie f\u00fcr ewig festgestellt hast.<br>153 Sieh mein Elend an und errette mich! Denn dein Gesetz vergesse ich nicht.<br>154 F\u00fchre meine Sache und erl\u00f6se mich, schenke mir neues Leben nach deiner Verhei\u00dfung!<br>155 Den Gottlosen bleibt die Hilfe fern, denn sie k\u00fcmmern sich nicht um deine Satzungen.<br>156 Deine Barmherzigkeit ist gro\u00df, o HERR: nach deinen Rechten belebe mich wieder!<br>157 Gro\u00df ist meiner Verfolger und Gegner Zahl, doch von deinen Zeugnissen geh\u2019 ich nicht ab.<br>158 Wenn ich Treulose sehe, so f\u00fchle ich Abscheu, weil sie dein Wort nicht befolgen.<br>159 Sieh her, ich liebe deine Befehle: HERR, schenke mir neues Leben nach deiner Gnade!<br>160 Der ganze Inhalt deines Wortes ist Wahrheit, und ewig gilt jede Verordnung deiner Gerechtigkeit.<br>161 F\u00fcrsten haben mich ohne Ursach\u2019 verfolgt; doch nur vor deinen Worten erbebt mein Herz.<br>162 Ich freue mich \u00fcber dein Wort wie einer, der gro\u00dfe Beute gewinnt.<br>163 L\u00fcgen hasse und verabscheue ich, aber dein Gesetz ist mir lieb.<br>164 Siebenmal t\u00e4glich preise ich dich um der Verordnungen deiner Gerechtigkeit willen.<br>165 Frieden in F\u00fclle erlangen die Freunde deines Gesetzes, denn es gibt f\u00fcr sie kein Straucheln.<br>166 Ich hoffe auf deine Rettung, o HERR, denn ich habe deine Gebote gehalten.<br>167 Mein Herz befolgt deine Zeugnisse, und ich habe sie aufrichtig lieb.<br>168 Ich befolge deine Befehle und Zeugnisse; denn alle meine Wege sind dir bekannt.<br>169 La\u00df mein lautes Flehen zu dir dringen, o HERR; verleih mir Verst\u00e4ndnis f\u00fcr dein Wort!<br>170 La\u00df mein Beten vor dich kommen: errette mich nach deiner Verhei\u00dfung!<br>171 Meine Lippen sollen Lobpreis sprudeln lassen, weil du mich deine Satzungen lehrst.<br>172 Meine Zunge soll von deinem Worte singen; denn alle deine Gebote sind gerecht.<br>173 La\u00df deine Hand bereit sein, mir zu helfen, denn deine Befehle hab\u2019 ich (zu F\u00fchrern) erw\u00e4hlt.<br>174 Ich sehne mich nach deiner Hilfe, o HERR, und dein Gesetz ist meine Freude.<br>175 La\u00df meine Seele leben, da\u00df sie dich preise, und deine Rechte m\u00f6gen mir helfen!<br>176 Geh ich irre wie ein verlorenes Schaf, so suche deinen Knecht! Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die 15 Wallfahrtslieder (Psalm 120-134)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 120<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied?). Ich rief zum HERRN in meiner Not: da erh\u00f6rte er mich.<br>2 O HERR, errette mich von der L\u00fcgenlippe, von der tr\u00fcgerischen Zunge!<br>3 Was wird Er dir jetzt und in Zukunft bescheren, du tr\u00fcgerische Zunge?<br>4 Gesch\u00e4rfte Kriegerpfeile samt Kohlen vom Ginsterstrauch!<br>5 Wehe mir, da\u00df ich als Fremdling in Mesech weile, da\u00df ich wohne bei den Zelten von Kedar!<br>6 Lange genug schon weile ich hier bei Leuten, die den Frieden hassen.<br>7 Ich bin ganz friedlich gestimmt, doch was ich auch rede: sie gehen auf Krieg aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 121<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lied f\u00fcr Wallfahrten (oder f\u00fcr die Stufen? vgl. Ps 120). Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: von wo wird Hilfe mir kommen?<br>2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde geschaffen.<br>3 Er wird deinen Fu\u00df nicht wanken lassen; nicht schlummert dein H\u00fcter.<br>4 Nein, nicht schlummert und nicht schl\u00e4ft der H\u00fcter Israels.<br>5 Der HERR ist dein H\u00fcter, der HERR dein Schatten \u00fcber deiner rechten Hand,<br>6 da\u00df dich bei Tage die Sonne nicht sticht, noch der Mond in der Nacht.<br>7 Der HERR beh\u00fctet dich vor allem \u00dcbel, er beh\u00fctet deine Seele;<br>8 der HERR beh\u00fctet deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 122<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120) Davids. Ich freute mich, als man mir sagte: \u00bbWir wollen pilgern zum Hause des HERRN!\u00ab<br>2 So stehn denn nunmehr unsre F\u00fc\u00dfe in deinen Toren, Jerusalem!<br>3 Jerusalem, du wiedererbaute als eine Stadt, die fest in sich geschlossen,<br>4 wohin die St\u00e4mme hinaufziehn, die St\u00e4mme des HERRN, nach der f\u00fcr Israel g\u00fcltigen Weisung, dort den Namen des HERRN zu preisen;<br>5 denn dort waren einst aufgestellt die St\u00fchle zum Gericht, die St\u00fchle des Hauses Davids.<br>6 Bringet Jerusalem dar den Friedensgru\u00df: \u00bbHeil denen, die dich lieben!<br>7 Friede herrsche vor deinen Mauern, sichere Ruhe in deinen Pal\u00e4sten!\u00ab<br>8 Um meiner Br\u00fcder und Freunde willen will ich dir Frieden w\u00fcnschen;<br>9 um des Hauses des HERRN, unsres Gottes, willen will ich Segen f\u00fcr dich erbitten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 123<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Zu dir erhebe ich meine Augen, der du thronst im Himmel.<br>2 Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihrer Herren, wie die Augen der Magd auf ihrer Gebieterin Hand: so blicken unsre Augen hin auf den HERRN, unsern Gott, bis er sich unser erbarmt.<br>3 Erbarme dich, HERR, erbarme dich unser! Denn gr\u00fcndlich sind wir satt der Verachtung;<br>4 satt, ja \u00fcbersatt ist uns die Seele des Hohns der Leichtfertigen, der Verachtung der Stolzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 124<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120) von David. \u00bbW\u00e4re der HERR nicht f\u00fcr uns gewesen\u00ab &#8211; so bekenne Israel! \u2013,<br>2 \u00bbw\u00e4re der HERR nicht f\u00fcr uns gewesen, als Menschen sich gegen uns erhoben:<br>3 dann h\u00e4tten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannt war;<br>4 dann h\u00e4tten die Wasser uns \u00fcberflutet, ein Wildbach h\u00e4tte sich \u00fcber uns ergossen;<br>5 dann w\u00e4ren \u00fcber uns hingegangen die wildwogenden Fluten.\u00ab<br>6 Gepriesen sei der HERR, der uns nicht ihren Z\u00e4hnen zum Raub hat preisgegeben!<br>7 Unsre Seele ist entschl\u00fcpft wie ein Vogel dem Netz der Vogelsteller: das Netz ist zerrissen, und wir sind frei geworden.<br>8 Unsre Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 125<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Die auf den HERRN vertrauen, die gleichen dem Berge Zion, der nicht wankt, der in Ewigkeit feststeht.<br>2 Wie Berge Jerusalem rings umgeben, so umhegt der HERR sein Volk von nun an bis in Ewigkeit.<br>3 Denn der Gottlosen Zepter wird nicht lasten bleiben auf dem Erbteil der Gerechten, damit nicht auch die Gerechten ihre H\u00e4nde ausstrecken zum Frevel.<br>4 Erweise deine G\u00fcte, HERR, den Guten und denen, die redlichen Herzens sind!<br>5 Doch die auf ihre krummen Wege abbiegen, die lasse der HERR hinfahren mitsamt den \u00dcbelt\u00e4tern! Heil \u00fcber Israel!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 126<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Als der HERR einst Zions Mi\u00dfgeschick wandte, da war\u2019s uns, als tr\u00e4umten wir.<br>2 Damals war unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Jubels; damals sagte man unter den Heiden: \u00bbDer HERR hat Gro\u00dfes an ihnen getan!\u00ab<br>3 Ja, Gro\u00dfes hatte der HERR an uns getan: wie waren wir fr\u00f6hlich!<br>4 Wende, o HERR, unser Mi\u00dfgeschick gleich den B\u00e4chen im Mittagsland!<br>5 Die mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, werden mit Jubel ernten.<br>6 Wohl schreitet man weinend dahin, wenn man tr\u00e4gt den Samen zur Aussaat; doch jubelnd kehrt man heim, mit Garben beladen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 127<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120) Salomos. Wenn der HERR das Haus nicht baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen; wenn der HERR nicht die Stadt beh\u00fctet, so wacht der W\u00e4chter umsonst.<br>2 Vergebens ist\u2019s f\u00fcr euch, da\u00df fr\u00fch ihr aufsteht und sp\u00e4t noch sitzt bei der Arbeit, um das Brot der M\u00fchsal zu essen; ebenso (reichlich) gibt er\u2019s seinen Freunden im Schlaf. \u2013<br>3 Ja, S\u00f6hne sind ein Geschenk des HERRN, und Kindersegen ist eine Belohnung.<br>4 Wie Pfeile in der Hand eines Kriegers, so sind die S\u00f6hne der Jugendkraft:<br>5 wohl dem Manne, der mit ihnen seinen K\u00f6cher gef\u00fcllt hat! Die werden nicht zuschanden, wenn sie verhandeln mit Widersachern im Stadttor.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 128<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Wohl jedem, der den HERRN f\u00fcrchtet und auf seinen Wegen wandelt!<br>2 Deiner H\u00e4nde Erwerb \u2013 du darfst ihn genie\u00dfen: wohl dir, du hast es gut!<br>3 Dein Weib gleicht einem fruchtbaren Weinstock im Innern deines Hauses; deine Kinder sind wie \u00d6lbaumschosse rings um deinen Tisch.<br>4 Ja wahrlich, so wird der Mann gesegnet, der da f\u00fcrchtet den HERRN.<br>5 Dich segne der HERR von Zion her, da\u00df du schauest deine Lust an Jerusalems Gl\u00fcck dein Leben lang<br>6 und sehest Kinder von deinen Kindern! Heil \u00fcber Israel!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 129<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). \u00bbSie haben mich hart bedr\u00e4ngt von meiner Jugend an\u00ab &#8211; so bekenne Israel \u2013,<br>2 \u00bbsie haben mich hart bedr\u00e4ngt von meiner Jugend an, aber doch mich nicht \u00fcberw\u00e4ltigt.<br>3 Auf meinem R\u00fccken haben die Pfl\u00fcger gepfl\u00fcgt und lange Furchen gezogen;<br>4 doch der HERR ist gerecht: er hat zerhauen der Gottlosen Stricke.\u00ab<br>5 Zuschanden m\u00fcssen werden und r\u00fcckw\u00e4rts weichen alle, die Zion hassen!<br>6 Sie m\u00fcssen gleichen dem Gras auf den D\u00e4chern, das d\u00fcrr schon ist, bevor es in Halme schie\u00dft,<br>7 mit dem der Schnitter seine Hand nicht f\u00fcllt, noch der Garbenbinder seinen Gewandbausch,<br>8 und bei dem, wer des Weges vor\u00fcbergeht, nicht ruft: \u00bbGottes Segen sei \u00fcber euch! Wir segnen euch im Namen des HERRN!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 130<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir:<br>2 \u00bbAllherr, h\u00f6re auf meine Stimme, la\u00df deine Ohren merken auf mein lautes Flehen!\u00ab<br>3 Wenn du, HERR, S\u00fcnden behalten willst, o Allherr, wer kann bestehn!<br>4 Doch bei dir ist die Vergebung, auf da\u00df man dich f\u00fcrchte.<br>5 Ich harre des HERRN, meine Seele harrt, und ich warte auf sein Wort;<br>6 meine Seele harrt auf den Allherrn sehnsuchtsvoller als W\u00e4chter auf den Morgen.<br>7 Sehnsuchtsvoller als W\u00e4chter auf den Morgen harre, Israel, auf den HERRN! Denn beim HERRN ist die Gnade und Erl\u00f6sung bei ihm in F\u00fclle,<br>8 und er wird Israel erl\u00f6sen von allen seinen S\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 131<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120) Davids. HERR, mein Herz ist nicht hochfahrend, und meine Augen erheben sich nicht stolz; ich gehe nicht mit Dingen um, die vermessen sind und mir zu hoch.<br>2 Nein, ich habe mein Herz beruhigt und gestillt; wie ein entw\u00f6hntes Kind an der Mutter Brust, so ruht entw\u00f6hnt mein Herz in mir. \u2013<br>3 Israel, harre des HERRN von nun an bis in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 132<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Gedenke, HERR, dem David alle seine M\u00fchsal,<br>2 ihm, der dem HERRN einst zuschwor und gelobte Jakobs m\u00e4chtigem Gott:<br>3 \u00bbWahrlich, ich will mein Wohnzelt nicht betreten, nicht mein Ruhelager besteigen;<br>4 ich will meinen Augen den Schlaf nicht g\u00f6nnen, nicht Schlummer meinen Augenlidern,<br>5 bis eine St\u00e4tte dem HERRN ich gefunden, eine Wohnung f\u00fcr Jakobs m\u00e4chtigen Gott!\u00ab<br>6 Ja, wir haben von ihr geh\u00f6rt in Ephrath, sie gefunden im Gefilde von Jaar:<br>7 \u00bbLa\u00dft uns in seine Wohnung treten, uns niederwerfen vor dem Schemel seiner F\u00fc\u00dfe!<br>8 Brich auf, o HERR, zu deiner Ruhstatt, du und die Lade (das Sinnbild) deiner Macht! (2.Chr 6,41)<br>9 La\u00df deine Priester sich kleiden in Gerechtigkeit, und deine Frommen m\u00f6gen jubeln!<br>10 Um deines Knechtes David willen weise das Antlitz deines Gesalbten nicht ab!\u00ab<br>11 Geschworen hat der HERR dem David einen Eid, einen wahren Eid, von dem er nicht abgeht: \u00bbVon deinen leiblichen Sprossen will einen ich setzen auf deinen Thron.<br>12 Wenn deine S\u00f6hne meinen Bund beachten und meine Zeugnisse, die ich sie lehren werde, so sollen auch ihre S\u00f6hne f\u00fcr und f\u00fcr sitzen auf deinem Thron.\u00ab<br>13 Denn der HERR hat Zion erw\u00e4hlt, hat es zu seiner Wohnung begehrt:<br>14 \u00bbDies ist meine Ruhstatt f\u00fcr immer, hier will ich wohnen, weil ich\u2019s so begehrt.<br>15 Zions Nahrung will ich reichlich segnen, seine Armen s\u00e4ttigen mit Brot;<br>16 seine Priester werde in Heil ich kleiden, seine Frommen sollen laut frohlocken.<br>17 Dort will ich Davids Macht erbl\u00fchen lassen; eine Leuchte hab\u2019 ich meinem Gesalbten bereitet.<br>18 Seine Feinde will ich kleiden in Schmach, doch ihm soll auf dem Haupt die Krone gl\u00e4nzen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 133<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120) Davids. Seht, wie sch\u00f6n und wie lieblich ist\u2019s, wenn Br\u00fcder auch (friedlich) beisammen wohnen!<br>2 Das gleicht dem k\u00f6stlichen \u00d6l auf dem Haupt, das herabtroff in den Bart, in Aarons Bart, der niederwallte auf den Saum seiner Gewandung.<br>3 Es gleicht dem Hermontau, der niederf\u00e4llt auf die Berge Zions; denn dorthin hat der HERR den Segen entboten, Leben bis in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 134<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Wallfahrtslied (oder Stufenlied? vgl. Ps 120). Wohlan, preiset den HERRN, alle ihr Diener des HERRN, die ihr steht in den N\u00e4chten im Hause des HERRN!<br>2 Erhebt eure H\u00e4nde zum Heiligtum hin und preiset den HERRN!<br>3 Dich segne der HERR von Zion her, der Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 135<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Preiset den Namen des HERRN, preist ihn, ihr Diener des HERRN,<br>2 die ihr stehet im Hause des HERRN, in den H\u00f6fen am Haus unsers Gottes!<br>3 Preiset den HERRN, denn g\u00fctig ist der HERR; lobsingt seinem Namen, denn lieblich ist er!<br>4 Denn Jakob hat der HERR sich erw\u00e4hlt und Israel sich zum Eigentum erkoren.<br>5 Ja, ich wei\u00df es: gro\u00df ist der HERR, und unser Gott steht \u00fcber allen G\u00f6ttern;<br>6 alles, was dem HERRN gef\u00e4llt, das f\u00fchrt er aus im Himmel und auf Erden, in den Meeren und allen Tiefen.<br>7 Er ist\u2019s, der Wolken herauff\u00fchrt vom Ende der Erde, der Blitze bei Gewitterregen schafft, der den Wind aus seinen Speichern herausl\u00e4\u00dft.<br>8 Er war\u2019s, der \u00c4gyptens Erstgeburten schlug unter Menschen wie beim Vieh;<br>9 der Zeichen und Wunder sandte in deine Mitte, \u00c4gypten, gegen den Pharao und all seine Knechte.<br>10 Er war\u2019s, der viele V\u00f6lker schlug und m\u00e4chtige K\u00f6nige t\u00f6tete:<br>11 Sihon, den K\u00f6nig der Amoriter, und Og, den K\u00f6nig von Basan, und alle K\u00f6nigreiche Kanaans,<br>12 und ihr Land als Erbbesitz hingab, als Erbe seinem Volke Israel.<br>13 O HERR, dein Name w\u00e4hrt ewig, dein Ged\u00e4chtnis, o HERR, von Geschlecht zu Geschlecht<br>14 denn der HERR schafft Recht seinem Volk und erbarmt sich \u00fcber seine Knechte.<br>15 Die G\u00f6tzen der Heiden sind Silber und Gold, das Machwerk von Menschenh\u00e4nden;<br>16 sie haben einen Mund und k\u00f6nnen nicht reden, haben Augen und sehen nicht;<br>17 sie haben Ohren und k\u00f6nnen nicht h\u00f6ren, auch ist kein Odem in ihrem Munde.<br>18 Ihnen gleich sind ihre Verfertiger, jeder, der auf sie vertraut.<br>19 Ihr vom Hause Israel, preiset den HERRN! Ihr vom Hause Aaron, preiset den HERRN!<br>20 Ihr vom Hause Levi, preiset den HERRN! Ihr, die ihr f\u00fcrchtet den HERRN, preiset den HERRN!<br>21 Gepriesen sei der HERR von Zion aus, er, der da wohnt in Jerusalem! Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 136<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>2 Danket dem Gott der G\u00f6tter \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>3 Danket dem Herrn der Herren \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>4 Ihm, der gro\u00dfe Wunder tut, er allein: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>5 der den Himmel mit Weisheit geschaffen: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>6 der die Erde \u00fcber den Wassern ausgebreitet: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>7 der die gro\u00dfen Lichter geschaffen: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>8 die Sonne zur Herrschaft am Tage: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>9 den Mond und die Sterne zur Herrschaft bei Nacht: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>10 Ihm, der \u00c4gypten schlug an seinen Erstgeburten: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>11 und Israel aus ihrer Mitte f\u00fchrte: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>12 mit starker Hand und hocherhobnem Arm: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>13 der das Schilfmeer in zwei Teile zerschnitt: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>14 und Israel mitten hindurchziehen lie\u00df: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>15 und den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer st\u00fcrzte: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>16 Ihm, der sein Volk durch die W\u00fcste f\u00fchrte: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>17 der gro\u00dfe K\u00f6nige schlug: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>18 und m\u00e4chtige K\u00f6nige t\u00f6tete: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>19 Sihon, den K\u00f6nig der Amoriter: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>20 und Og, den K\u00f6nig von Basan: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>21 und ihr Land als Erbbesitz hingab: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>22 als Erbbesitz seinem Knechte Israel: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>23 ihm, der in unsrer Erniedrigung unser gedachte: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>24 und uns von unsern Dr\u00e4ngern befreite: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>25 der Nahrung allen Gesch\u00f6pfen gibt: \u2013 ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<br>26 Danket dem Gott des Himmels: ja, ewiglich w\u00e4hrt seine Gnade!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 137<\/h3>\n\n\n\n<p>1 An Babels Str\u00f6men, da sa\u00dfen wir und weinten, wenn Zions wir gedachten;<br>2 an die Weiden, die dort stehen, h\u00e4ngten wir unsre Harfen;<br>3 denn Lieder verlangten von uns dort unsre Zwingherrn, und unsre Peiniger hie\u00dfen uns fr\u00f6hlich sein: \u00bbSingt uns eins von euren Zionsliedern!\u00ab<br>4 Wie sollten wir singen die Lieder des HERRN auf fremdem Boden?<br>5 Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre mir die rechte Hand!<br>6 Die Zunge bleibe mir am Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht eingedenk bleibe, wenn ich Jerusalem nicht stelle \u00fcber alles, was mir Freude macht!<br>7 Gedenke, HERR, den S\u00f6hnen Edoms den Ungl\u00fcckstag Jerusalems, wie sie riefen: \u00bbRei\u00dft nieder, rei\u00dft nieder bis auf den Grund in ihm!\u00ab<br>8 Bewohnerschaft Babels, Verw\u00fcsterin! Heil dem, der dir vergilt dasselbe, was du an uns ver\u00fcbt!<br>9 Heil dem, der deine Kindlein packt und am Felsen sie zerschmettert!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 138<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Danken will ich dir (HERR) von ganzem Herzen, vor den G\u00f6ttern will ich dir lobsingen;<br>2 vor deinem heiligen Tempel will ich anbeten und deinen Namen preisen ob deiner Gnade und Treue; denn \u00fcber deinen ganzen Namen hinaus hast dein Wort du gro\u00df gemacht.<br>3 Als ich rief zu dir, da hast du mich erh\u00f6rt, hast mir Mut verliehn: in mein Herz kam Kraft.<br>4 Danken werden dir, HERR, alle K\u00f6nige der Erde, wenn sie h\u00f6ren die Worte deines Mundes,<br>5 und werden singen vom Walten des HERRN, denn gro\u00df ist die Herrlichkeit des HERRN.<br>6 Denn der HERR ist erhaben und sieht doch den Niedrigen, den Stolzen aber erkennt er schon von ferne.<br>7 Wenn ich auch mitten in Drangsal wandle, erh\u00e4ltst du mir dennoch das Leben; du streckst deine Hand aus gegen die Wut meiner Feinde, und deine Rechte hilft mir.<br>8 Der HERR wird\u2019s mir zum Heil vollf\u00fchren; o HERR, deine Gnade walte f\u00fcr immer: la\u00df die Werke deiner H\u00e4nde nicht fahren!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 139<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, von David ein Psalm. HERR, du erforschest mich und kennst mich;<br>2 du wei\u00dft es, ob ich sitze oder aufstehe, du verstehst, was ich denke, von ferne;<br>3 ob ich wandre oder ruhe, du pr\u00fcfst es und bist mit all meinen Wegen vertraut;<br>4 denn ehe ein Wort auf meiner Zunge liegt, kennst du, o HERR, es schon genau.<br>5 Du h\u00e4ltst mich von hinten und von vorne umschlossen und hast deine Hand auf mich gelegt.<br>6 Zu wunderbar ist solches Wissen f\u00fcr mich, zu hoch: ich vermag\u2019s nicht zu begreifen!<br>7 Wohin soll ich gehn vor deinem Geist und wohin fliehn vor deinem Angesicht?<br>8 F\u00fchre ich auf zum Himmel, so w\u00e4rst du da, und lagert\u2019 ich mich in der Unterwelt, so w\u00e4rst du dort;<br>9 n\u00e4hme ich Schwingen des Morgenrots zum Flug und lie\u00dfe mich nieder am \u00e4u\u00dfersten Westmeer,<br>10 so w\u00fcrde auch dort deine Hand mich f\u00fchren und deine Rechte mich fassen;<br>11 und spr\u00e4ch\u2019 ich: \u00bbLauter Finsternis soll mich umh\u00fcllen und Nacht sei das Licht um mich her!\u00ab \u2013<br>12 auch die Finsternis w\u00fcrde f\u00fcr dich nicht finster sein, vielmehr die Nacht dir leuchten wie der Tag: Finsternis w\u00e4re f\u00fcr dich wie das Licht.<br>13 Denn du bist\u2019s, der meine Nieren gebildet, mich gewoben im Scho\u00df meiner Mutter.<br>14 Ich danke dir, da\u00df ich so \u00fcberaus wunderbar bereitet bin: wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl.<br>15 Meine Wesensgestaltung war dir nicht verborgen, als im Dunkeln ich gebildet ward, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde.<br>16 Deine Augen sahen mich schon als formlosen Keim, und in deinem Buch standen eingeschrieben alle Tage, die vorbedacht waren, als noch keiner von ihnen da war.<br>17 F\u00fcr mich nun \u2013 wie kostbar sind deine Gedanken, o Gott, wie gewaltig sind ihre Summen!<br>18 Wollt\u2019 ich sie z\u00e4hlen: ihrer sind mehr als des Sandes; wenn ich erwache, bin ich noch immer bei dir.<br>19 M\u00f6chtest du doch die Frevler t\u00f6ten, o Gott! Und ihr M\u00e4nner der Blutschuld, weichet von mir!<br>20 Sie, die von dir mit Arglist reden, mit Falschheit reden als deine Widersacher.<br>21 Sollt\u2019 ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, nicht verabscheun, die sich erheben gegen dich?<br>22 Ja, ich hasse sie mit t\u00f6dlichem Ha\u00df: als Feinde gelten sie mir.<br>23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, pr\u00fcfe mich und erkenne meine Gedanken!<br>24 Und sieh, ob ich wandle auf tr\u00fcglichem Wege, und leite mich auf dem ewigen Wege!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 140<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Musikmeister, ein Psalm von David.<br>2 Rette mich, HERR, von den b\u00f6sen Menschen! Vor den Freunden der Gewalttat sch\u00fctze mich,<br>3 die auf B\u00f6ses im Herzen sinnen und allezeit Streit erregen!<br>4 Sie spitzen ihre Zungen der Schlange gleich, Otterngift ist hinter ihren Lippen. SELA.<br>5 Beh\u00fcte mich, HERR, vor den H\u00e4nden der Frevler! Vor den Freunden der Gewalttat sch\u00fctze mich, die darauf sinnen, zu Fall mich zu bringen!<br>6 Die Frechen legen mir heimlich Schlingen und Fallstricke, spannen Netze aus zur Seite des Wegs und stellen mir Fallen. SELA.<br>7 Ich sage zum HERRN: \u00bbDu bist mein Gott, vernimm, o HERR, mein lautes Flehen!\u00ab<br>8 O HERR, mein Gott, meine starke Hilfe, du hast mein Haupt beschirmt am Tage des Kampfes:<br>9 gew\u00e4hre nicht, HERR, die Gel\u00fcste der Frevler, la\u00df ihr b\u00f6ses Trachten nicht gelingen! SELA.<br>10 Erheben sie das Haupt rings um mich her, so falle das Unheil ihrer Lippen auf sie selbst!<br>11 Er lasse gl\u00fchende Kohlen auf sie regnen, ins Feuer st\u00fcrze er sie, in Wasserfluten, da\u00df sie nicht aufstehn k\u00f6nnen!<br>12 Der Verleumder wird keinen Halt im Lande gewinnen; der Mann der Gewalttat jage das Ungl\u00fcck Sto\u00df auf Sto\u00df!<br>13 Ich wei\u00df, der HERR wird f\u00fchren des Elenden Sache, den Rechtsstreit der Armen.<br>14 Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Redlichen bleiben wohnen vor deinem Angesicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 141<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe dich, eile mir zu Hilfe! Vernimm meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!<br>2 La\u00df mein Gebet dir als R\u00e4ucherwerk gelten, das Aufheben meiner H\u00e4nde als Abendopfer!<br>3 Stelle, o HERR, eine Wache vor meinen Mund, beh\u00fcte das Tor meiner Lippen!<br>4 La\u00df mein Herz sich nicht neigen zu b\u00f6sem Tun, da\u00df ich gottlose Taten ver\u00fcbe im Verein mit M\u00e4nnern, die \u00dcbelt\u00e4ter sind: ich mag nicht essen von ihren Leckerbissen!<br>5 Schl\u00e4gt mich ein Gerechter: das ist Liebe, und weist er mich zurecht: das ist Salbe f\u00fcrs Haupt; nicht soll mein Haupt dagegen sich str\u00e4uben; denn noch ist\u2019s der Fall, da\u00df f\u00fcr ihre Bosheit mein Gebet erfolgt.<br>6 Sind ihre Richter eine Felswand hinabgest\u00fcrzt worden, so wird man h\u00f6ren, da\u00df meine Worte lieblich sind.<br>7 Wie einer das Erdreich furcht und aufrei\u00dft, so sind unsere Gebeine hingestreut f\u00fcr den Rachen der Unterwelt.<br>8 Denn auf dich, o Allherr, sind meine Augen gerichtet, bei dir such\u2019 ich Zuflucht: gib mein Leben nicht hin in den Tod!<br>9 Beh\u00fcte mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt, und vor den Fallstricken der \u00dcbelt\u00e4ter!<br>10 La\u00df die Frevler fallen in ihre eigenen Netze, w\u00e4hrend ich zugleich daran vor\u00fcbergehe!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 142<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Lehrgedicht Davids, als er sich in der H\u00f6hle befand, ein Gebet.<br>2 Laut schrei\u2019 ich zum HERRN, laut fleh\u2019 ich zum HERRN,<br>3 ich sch\u00fctte meine Klage vor ihm aus, tue kund vor ihm meine Not.<br>4 Wenn mein Geist in mir verschmachtet, du kennst doch meinen Lebenspfad. Auf dem Wege, den ich wandeln will, hat man mir heimlich ein Fangnetz ausgespannt.<br>5 Blick\u2019 ich nach rechts und halte Umschau: ach, da ist keiner, der mich versteht! Verschlossen ist mir jede Zuflucht: niemand fragt nach mir!<br>6 Ich schreie, HERR, zu dir, ich sage: \u00bbDu bist meine Zuflucht, mein Anteil im Lande der Lebenden!\u00ab<br>7 Ach, merk\u2019 auf mein Flehn, denn ich bin gar schwach geworden! Rette mich vor meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu stark!<br>8 F\u00fchre mich aus der Umkreisung hinaus, damit ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden bei mir erwarten, da\u00df du mir wohltust.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 143<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Psalm Davids. HERR, h\u00f6re mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Treue willen! Erh\u00f6re mich nach deiner Gerechtigkeit<br>2 und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor dir ist kein Lebender gerecht.<br>3 Ach, der Feind verfolgt meine Seele, hat mein Leben zu Boden geschlagen, versetzt mich in Nacht wie die ewig Toten.<br>4 Nun will mein Geist in mir verzagen, mein Herz erstarrt mir in der Brust.<br>5 Ich gedenke der fr\u00fcheren Tage, rufe all deine Taten mir ins Ged\u00e4chtnis, denke \u00fcber dein ganzes Walten nach;<br>6 ich breite meine H\u00e4nde aus nach dir: meine Seele d\u00fcrstet nach dir wie lechzendes Land. SELA.<br>7 Eile, mich zu erh\u00f6ren, o HERR: mein Geist verzagt! Verh\u00fclle dein Angesicht nicht vor mir, sonst werde ich denen gleich, die ins Totenreich gefahren.<br>8 La\u00df schon fr\u00fch am Morgen mich deine Gnade erfahren, denn auf dich vertraue ich! Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!<br>9 Rette mich, HERR, von meinen Feinden: zu dir nehme ich meine Zuflucht!<br>10 Lehre mich das dir Wohlgef\u00e4llige tun, denn du bist mein Gott: dein guter Geist f\u00fchre mich auf ebener Bahn!<br>11 Um deines Namens willen, HERR, erhalt\u2019 mich am Leben, nach deiner Gerechtigkeit hilf mir aus der Not,<br>12 und nach deiner Gnade vertilge meine Feinde und vernichte alle, die meine Seele bedr\u00e4ngen; ich bin ja dein Knecht!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 144<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Von David. Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine H\u00e4nde t\u00fcchtig gemacht zum Kampf, meine Finger geschickt zum Kriege,<br>2 mein Wohlt\u00e4ter und meine Burg, meine Feste und mein Retter, mein Schild und der, auf den ich vertraue; V\u00f6lker hat er mir unterworfen!<br>3 HERR, was ist der Mensch, da\u00df du ihn beachtest, des Menschen Sohn, da\u00df du seiner gedenkst?<br>4 Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein Schatten, der vor\u00fcberfliegt.<br>5 HERR, neige deinen Himmel und fahre herab, r\u00fchre die Berge an, da\u00df sie rauchen!<br>6 Schleudre Blitze und zerstreue sie, schie\u00df deine Pfeile ab und la\u00df sie zerstieben!<br>7 Strecke deine H\u00e4nde aus der H\u00f6he herab, rei\u00df mich heraus und rette mich aus gewaltigen Fluten, aus der Hand der S\u00f6hne der Fremde,<br>8 deren Lippen L\u00fcgen reden und deren Rechte mit T\u00e4uschung umgeht.<br>9 Gott, ein neues Lied will (alsdann) ich dir singen, auf zehnsaitiger Harfe dir spielen:<br>10 dir, der den K\u00f6nigen Sieg verleiht, der David, seinen Knecht, entrissen dem m\u00f6rderischen Schwert.<br>11 Rei\u00df mich heraus und rette mich aus der Hand der S\u00f6hne der Fremde, deren Lippen L\u00fcgen reden und deren Rechte mit T\u00e4uschung umgeht! \u2013<br>12 O gib, da\u00df unsere S\u00f6hne in ihrer Jugendkraft hochgewachsenen Setzlingen gleichen! Da\u00df unsre T\u00f6chter seien wie sch\u00f6ngemei\u00dfelte Ecks\u00e4ulen an pr\u00e4chtig gebauten Pal\u00e4sten!<br>13 Da\u00df unsre Speicher, wohlgef\u00fcllt, spenden einen Vorrat nach dem andern! Da\u00df unser Kleinvieh sich tausendfach mehre, zehntausendfach auf unsern Triften!<br>14 Da\u00df unsre Rinder tr\u00e4chtig seien ohne Mi\u00dfgeschick und ohne Fehlgeburt, keine Spaltung im Volk und kein Wehgeschrei auf unsern Stra\u00dfen!<br>15 Gl\u00fcckselig das Volk, dem es so ergeht! Gl\u00fcckselig das Volk, dessen Gott der HERR ist!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 145<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Loblied von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du K\u00f6nig, und deinen Namen preisen immer und ewig!<br>2 An jedem Tage will ich dich preisen und deinen Namen r\u00fchmen immer und ewig!<br>3 Gro\u00df ist der HERR und hoch zu r\u00fchmen, und seine Gr\u00f6\u00dfe ist unausforschlich.<br>4 Ein Geschlecht wird dem andern r\u00fchmen deine Werke und kundtun deine gewaltigen Taten.<br>5 Von der herrlichen Pracht deiner Hoheit will ich reden, und von deinen Wundertaten (will ich singen).<br>6 Von der Macht deines furchtbaren Waltens wird man reden, und deine Gr\u00f6\u00dfe \u2013 davon will ich erz\u00e4hlen!<br>7 Den Ruhm deiner reichen G\u00fcte wird man verk\u00fcnden und jubelnd preisen deine Gerechtigkeit.<br>8 Gn\u00e4dig und barmherzig ist der HERR, langm\u00fctig und reich an G\u00fcte.<br>9 Der HERR ist g\u00fctig gegen alle, und sein Erbarmen umfa\u00dft alle seine Werke.<br>10 Alle deine Werke werden dich loben, HERR, und deine Frommen dich preisen;<br>11 die Herrlichkeit deines K\u00f6nigtums werden sie r\u00fchmen und reden von deiner Macht,<br>12 um den Menschenkindern kundzutun seine m\u00e4chtigen Taten und die herrliche Pracht seines K\u00f6nigtums.<br>13 Dein Reich ist ein Reich f\u00fcr alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft besteht durch alle Geschlechter. Getreu ist der HERR in seinen Worten und heilig in all seinem Tun.<br>14 Der HERR st\u00fctzt alle Fallenden und richtet alle Gebeugten auf.<br>15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit;<br>16 du tust deine Hand auf und s\u00e4ttigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.<br>17 Gerecht ist der HERR in all seinem Walten und liebreich in all seinem Tun.<br>18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Treue anrufen;<br>19 er erf\u00fcllt das Begehren derer, die ihn f\u00fcrchten, er h\u00f6rt ihr Schreien und hilft ihnen.<br>20 Der HERR beh\u00fctet alle, die ihn lieben, doch alle Frevler rottet er aus.<br>21 Mein Mund soll verk\u00fcnden den Lobpreis des HERRN, und alles Fleisch soll preisen seinen heiligen Namen immer und ewig!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 146<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!<br>2 Loben will ich den HERRN, solange ich lebe, will meinem Gott lobsingen, solange ich bin!<br>3 Verla\u00dft euch nicht auf F\u00fcrsten, nicht auf Menschen, die ja nicht helfen k\u00f6nnen!<br>4 Geht der Odem ihnen aus, so kehren sie zur\u00fcck zum Staube; am gleichen Tage ist\u2019s aus mit ihren Pl\u00e4nen.<br>5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung ruht auf dem HERRN, seinem Gott,<br>6 auf ihm, der Himmel und Erde geschaffen, das Meer mit allem, was in ihnen ist, der Treue ewiglich h\u00e4lt;<br>7 der Recht den Unterdr\u00fcckten schafft und Brot den Hungrigen gibt. Der HERR macht die Gefangenen frei;<br>8 der HERR gibt Blinden das Augenlicht, der HERR richtet die Gebeugten auf, der HERR hat lieb die Gerechten;<br>9 der HERR beh\u00fctet den Fremdling; Waisen und Witwen h\u00e4lt er aufrecht; doch den Weg der Gottlosen macht er zum Irrweg.<br>10 Der HERR wird K\u00f6nig in Ewigkeit sein, dein Gott, o Zion, f\u00fcr und f\u00fcr! Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 147<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Preiset den HERRN! Denn sch\u00f6n ist\u2019s, unserm Gott zu lobsingen, ja lieblich und wohlgeziemend ist Lobgesang.<br>2 Der HERR baut Jerusalem wieder auf, er sammelt Israels zerstreute S\u00f6hne;<br>3 er heilt, die zerbrochnen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden;<br>4 er bestimmt den Sternen ihre Zahl und ruft sie alle mit Namen (Jes 40,26).<br>5 Gro\u00df ist unser Herr und allgewaltig, f\u00fcr seine Weisheit gibt\u2019s kein Ma\u00df.<br>6 Der HERR hilft den Gebeugten auf, doch die Gottlosen st\u00fcrzt er nieder zu Boden.<br>7 Stimmt f\u00fcr den HERRN ein Danklied an, spielt unserm Gott auf der Zither \u2013<br>8 ihm, der den Himmel mit Wolken bedeckt und Regen schafft f\u00fcr die Erde, der Gras auf den Bergen sprie\u00dfen l\u00e4\u00dft,<br>9 der den Tieren ihr Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm schreien!<br>10 Er hat nicht Lust an der St\u00e4rke des Rosses, nicht Gefallen an den Schenkeln des Mannes;<br>11 Gefallen hat der HERR an denen, die ihn f\u00fcrchten, an denen, die auf seine Gnade harren.<br>12 Preise den HERRN, Jerusalem, lobsinge, Zion, deinem Gott!<br>13 Denn er hat die Riegel deiner Tore stark gemacht, gesegnet deine Kinder in deiner Mitte;<br>14 er schafft deinen Grenzen Sicherheit, s\u00e4ttigt dich mit dem Mark des Weizens.<br>15 Er l\u00e4\u00dft sein Machtwort nieder zur Erde gehn: gar eilig l\u00e4uft sein Gebot dahin;<br>16 er sendet Schnee wie Wollflocken und streut den Reif wie Asche aus;<br>17 er wirft seinen Hagel wie Brocken herab: wer kann bestehn vor seiner K\u00e4lte?<br>18 Doch l\u00e4\u00dft er sein Gebot ergehn, so macht er sie schmelzen; l\u00e4\u00dft er wehn seinen Tauwind, so rieseln die Wasser.<br>19 Er hat Jakob sein Wort verk\u00fcndet, Israel sein Gesetz und seine Rechte.<br>20 Mit keinem (anderen) Volk ist so er verfahren, drum kennen sie seine Rechte nicht. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 148<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Lobet den HERRN vom Himmel her, lobet ihn in den Himmelsh\u00f6hen!<br>2 Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, alle seine Heerscharen!<br>3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle ihr leuchtenden Sterne!<br>4 Lobet ihn, ihr Himmel der Himmel, und ihr Wasser oberhalb des Himmels!<br>5 Loben sollen sie den Namen des HERRN, denn er gebot, da waren sie geschaffen,<br>6 und er hat sie hingestellt f\u00fcr immer und ewig und ihnen ein Gesetz gegeben, das \u00fcbertreten sie nicht.<br>7 Lobet den HERRN von der Erde her, ihr Seeungeheuer und alle Meeresfluten,<br>8 du Feuer und Hagel, du Schnee und Nebel, du Sturmwind, der sein Gebot vollzieht;<br>9 ihr Berge und H\u00fcgel allesamt, ihr Fruchtb\u00e4ume und Zedern allzumal,<br>10 ihr Tiere alle, wilde und zahme, du Gew\u00fcrm und ihr beschwingte V\u00f6gel,<br>11 ihr K\u00f6nige der Erde und alle V\u00f6lkerschaften, ihr F\u00fcrsten und alle Richter auf Erden,<br>12 ihr J\u00fcnglinge mitsamt den Jungfrauen, ihr Greise samt den Jungen!<br>13 Sie alle sollen loben den Namen des HERRN, denn sein Name allein ist erhaben; seine Hoheit \u00fcberragt die Erde und den Himmel.<br>14 Er hat sein Volk aufs neue zu Ehren gebracht: ein Ruhm ist das f\u00fcr alle seine Frommen, f\u00fcr Israels S\u00f6hne, das Volk, das am n\u00e4chsten ihm steht. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 149<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied, seinen Lobpreis in der Versammlung der Frommen!<br>2 Es freue sich Israel seines Sch\u00f6pfers, Zions S\u00f6hne sollen jubeln ob ihrem K\u00f6nig!<br>3 Sie sollen seinen Namen preisen im Reigentanz, mit Pauken und Zithern ihm spielen!<br>4 Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk; er schm\u00fcckt die Gebeugten mit Sieg.<br>5 Frohlocken sollen die Frommen mit Stolz, sollen jauchzen auf ihren Lagern,<br>6 Lobeserhebungen Gottes im Mund und ein doppelschneidiges Schwert in der Hand:<br>7 um Rache zu vollziehn an den Heiden, Vergeltung an den V\u00f6lkern,<br>8 um ihre K\u00f6nige mit Ketten zu binden und ihre Edlen mit eisernen Fesseln,<br>9 um das l\u00e4ngst geschriebene Urteil an ihnen zu vollstrecken: eine Ehre ist dies f\u00fcr alle seine Frommen! Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Psalm 150<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Halleluja! Lobt Gott in seinem (himmlischen) Heiligtum, lobt ihn in seiner starken Feste!<br>2 Lobt ihn ob seinen Wundertaten, lobt ihn nach seiner gewaltigen Gr\u00f6\u00dfe!<br>3 Lobt ihn mit Posaunenschall, lobt ihn mit Harfe und Zither!<br>4 Lobt ihn mit Pauke und Reigentanz, lobt ihn mit Saitenspiel und Fl\u00f6te!<br>5 Lobt ihn mit hellklingenden Zimbeln, lobt ihn mit lautschallenden Zimbeln!<br>6 Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-693_a375ad-a2 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-693_a375ad-a2 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-693_a375ad-a2\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns693_a86c6b-74{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns693_a86c6b-74 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns693_a86c6b-74 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns693_a86c6b-74 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