{"id":704,"date":"2023-12-23T06:54:20","date_gmt":"2023-12-23T05:54:20","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=704"},"modified":"2026-01-17T11:32:33","modified_gmt":"2026-01-17T10:32:33","slug":"sprueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=704","title":{"rendered":"Spr\u00fcche"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Spr\u00fcche<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns704_96d14b-11{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns704_96d14b-11 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns704_96d14b-11 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns704_96d14b-11\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn704_0b8221-46.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn704_0b8221-46 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2388\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn704_dfc8f0-71.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn704_dfc8f0-71 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id704_c496fe-f3 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id704_c496fe-f3 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id704_c496fe-f3 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id704_c496fe-f3 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I. Erste Sammlung von Spr\u00fcchen Salomos (Kap. 1-9)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 1<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies sind) die Spr\u00fcche Salomos, des Sohnes Davids, des K\u00f6nigs von Israel:<br>2 damit man Weisheit und Zucht lernt, Verst\u00e4ndnis gewinnt f\u00fcr verst\u00e4ndige Reden,<br>3 damit man Zucht erlangt, welche Besonnenheit verleiht, Gerechtigkeit, Sittlichkeit und Ehrenhaftigkeit,<br>4 damit den Unerfahrenen Klugheit zuteil wird, den J\u00fcnglingen Erkenntnis und Lebenskunst.<br>5 Auch der Weise m\u00f6ge sie vernehmen, um an Wissen zuzunehmen, und der Verst\u00e4ndige m\u00f6ge sich (durch sie) Lebensklugheit aneignen,<br>6 um Sinnspr\u00fcche und bildliche Rede zu verstehen, die Worte der Weisen und ihre R\u00e4tsel.<br>7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis (9,10); die Toren verachten Weisheit und Zucht.<br>8 H\u00f6re, mein Sohn, auf die Belehrung deines Vaters und achte nicht gering die Unterweisung deiner Mutter!<br>9 Denn sie sind ein sch\u00f6ner Kranz f\u00fcr dein Haupt und eine Schmuckkette f\u00fcr deinen Hals.<br>10 Mein Sohn, wenn S\u00fcnder dich locken, so willige nicht ein.<br>11 Wenn sie zu dir sagen: \u00bbKomm mit uns! Wir wollen auf Bluttaten ausgehen, dem Unschuldigen ohne Ursache auflauern!<br>12 Wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich, lebendig und mit Haut und Haaren, wie solche, die in die Grube hinabgefahren sind!<br>13 Allerlei kostbares Gut wollen wir gewinnen, wollen unsere H\u00e4user mit Raub anf\u00fcllen!<br>14 Du sollst gleichen Anteil mit uns haben: wir wollen alle eine gemeinsame Kasse haben!\u00ab<br>15 Mein Sohn, schlie\u00dfe dich ihnen auf ihren Wegen nicht an, halte deinen Fu\u00df von ihrem Pfade zur\u00fcck!<br>16 Denn ihre F\u00fc\u00dfe laufen dem B\u00f6sen zu und haben Eile, Blut zu vergie\u00dfen.<br>17 Denn vergeblich ist das Netz ausgebreitet vor den Augen des gesamten Vogelvolkes;<br>18 vielmehr machen sie Anschl\u00e4ge gegen ihr eigenes Blut, stellen ihrem eigenen Leben nach.<br>19 So ergeht es (schlie\u00dflich) allen, die nach unrechtem Gewinn trachten: dieses (Trachten) kostet seinem Besitzer das (eigene) Leben.<br>20 Die Weisheit erhebt ihren Ruf laut auf der Stra\u00dfe, l\u00e4\u00dft ihre Stimme auf den M\u00e4rkten erschallen;<br>21 an der Ecke l\u00e4rmerf\u00fcllter Stra\u00dfen predigt sie; in den Eing\u00e4ngen der Stadttore, in der ganzen Stadt h\u00e4lt sie ihre Reden:<br>22 \u00bbWie lange noch wollt ihr Einf\u00e4ltigen die Einf\u00e4ltigkeit lieben und ihr Sp\u00f6tter Gefallen am Spotten finden und ihr Toren Erkenntnis hassen?<br>23 Wendet euch meiner Zurechtweisung zu! Seht, ich will euch meinen Geist hervorstr\u00f6men lassen, will euch meine Worte kundtun.<br>24 Weil ich gerufen habe und ihr mich abgewiesen habt, weil ich mit der Hand gewinkt habe und niemand darauf geachtet hat,<br>25 ihr vielmehr jeden Ratschlag von mir verworfen und auf meine Zurechtweisung nichts gegeben habt:<br>26 so will auch ich bei eurem Ungl\u00fcck lachen, will spotten, wenn der Schrecken \u00fcber euch kommt,<br>27 wenn der Schrecken euch \u00fcberf\u00e4llt wie ein Unwetter und euer Verderben wie ein Sturmwind heranzieht, wenn Angst und Bedr\u00e4ngnis \u00fcber euch hereinbrechen.<br>28 Alsdann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen, aber mich nicht finden.<br>29 Weil sie die Erkenntnis geha\u00dft und sich der Gottesfurcht nicht zugewandt,<br>30 meinen Ratschl\u00e4gen kein Geh\u00f6r geschenkt, jede Zurechtweisung von mir verschm\u00e4ht haben: \u2013<br>31 darum sollen sie die Frucht ihres Tuns zu schmecken bekommen und sich an ihren eigenen Anschl\u00e4gen satt essen.<br>32 Denn den Einf\u00e4ltigen bringt ihr eigenes Widerstreben den Tod, und ihre eigene Sorglosigkeit st\u00fcrzt die Toren ins Verderben;<br>33 wer aber auf mich h\u00f6rt, wird sicher wohnen und wohlgemut sein ohne Angst vor Unheil.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 2<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mein Sohn, wenn du meine Lehren annimmst und meine Weisungen bei dir verwahrst,<br>2 indem du dein Ohr auf Weisheit lauschen l\u00e4\u00dft und dein Herz der Einsicht zuwendest,<br>3 ja, wenn du nach der Verst\u00e4ndigkeit rufst und deine Stimme laut nach der Einsicht erschallen l\u00e4\u00dft,<br>4 wenn du nach ihr suchst wie nach Silber und ihr nachsp\u00fcrst wie verborgenen Sch\u00e4tzen:<br>5 dann wirst du die Furcht vor dem HERRN verstehen lernen und die Erkenntnis Gottes gewinnen \u2013<br>6 denn der HERR ist\u2019s, der Weisheit verleiht: aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht;<br>7 er h\u00e4lt f\u00fcr die Rechtschaffenen Gl\u00fcck in Bereitschaft und ist ein Schild f\u00fcr die, welche unstr\u00e4flich wandeln,<br>8 indem er die Pfade des Rechts beh\u00fctet und \u00fcber dem Ergehen seiner Frommen wacht \u2013;<br>9 dann wirst du Verst\u00e4ndnis gewinnen f\u00fcr Gerechtigkeit und Recht, f\u00fcr Rechtschaffenheit (und \u00fcberhaupt) f\u00fcr jegliche Bahn des Guten.<br>10 Denn Weisheit wird in dein Herz einziehen und Erkenntnis deiner Seele erfreulich sein;<br>11 Besonnenheit wird \u00fcber dich wachen und Einsicht dich beh\u00fcten,<br>12 indem sie dich vor dem Wege der B\u00f6sen bewahrt, vor den Menschen, die Verkehrtes reden,<br>13 vor denen, welche die geraden Pfade verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln;<br>14 die ihre Freude daran haben, B\u00f6ses zu ver\u00fcben, und \u00fcber boshafte Verkehrtheit frohlocken;<br>15 deren Pfade krumm sind und die in ihren Bahnen auf Abwege geraten \u2013;<br>16 indem sie dich vom Eheweibe eines anderen fernh\u00e4lt, von der fremden Frau, die glatte Reden f\u00fchrt,<br>17 die den trauten Freund ihrer Jugend verlassen und den vor ihrem Gott geschlossenen Ehebund vergessen hat;<br>18 denn zum Tode sinkt ihr Pfad hinab, und zum Schattenreich (f\u00fchren) ihre Bahnen;<br>19 keiner von denen, die zu ihr eingehen, kehrt zur\u00fcck, und keiner erreicht die Pfade des Lebens \u2013;<br>20 damit du auf dem Wege der Guten wandelst und die Pfade der Gerechten einh\u00e4ltst.<br>21 Denn die Rechtschaffenen werden das Land bewohnen und die Unstr\u00e4flichen darin \u00fcbrigbleiben;<br>22 die Gottlosen aber werden aus dem Lande ausgerottet und die Treulosen aus ihm entwurzelt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 3<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mein Sohn, vergi\u00df meine Belehrung nicht und la\u00df dein Herz meine Weisungen bewahren;<br>2 denn langes Leben und Jahre des Gl\u00fccks und Wohlergehen werden sie dir in F\u00fclle bringen. \u2013<br>3 Liebe und Treue d\u00fcrfen dich nicht verlassen: binde sie dir um den Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,<br>4 so wirst du Gunst und Beifall gewinnen bei Gott und den Menschen. \u2013<br>5 Vertraue auf den HERRN mit ganzem Herzen und verla\u00df dich nicht auf eigene Klugheit;<br>6 denke an ihn auf allen deinen Wegen, so wird er dir die Pfade ebnen. \u2013<br>7 Halte dich nicht selbst f\u00fcr weise; f\u00fcrchte den HERRN und halte dich fern vom B\u00f6sen:<br>8 das wird Arznei f\u00fcr deinen Leib sein und Labsal f\u00fcr deine Glieder. \u2013<br>9 Ehre den HERRN mit (Gaben von) deinem Verm\u00f6gen und mit den Erstlingen deines gesamten Feldertrags,<br>10 so werden deine Scheunen mit \u00dcberflu\u00df sich f\u00fcllen und deine Kufen von Most \u00fcberflie\u00dfen. \u2013<br>11 Mein Sohn, verschm\u00e4he nicht die Zucht des HERRN und sei nicht unwillig \u00fcber seine Strafe;<br>12 denn wen der HERR lieb hat, den z\u00fcchtigt er, und zwar wie ein Vater den Sohn, mit dem er\u2019s gut meint.<br>13 Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt hat, und wohl dem Manne, der Einsicht gewinnt!<br>14 Denn besser ist ihr Erwerb als der von Silber, und ihr Besitz ist mehr wert als Gold;<br>15 kostbarer ist sie als Perlen, und alle Kleinodien kommen ihr nicht gleich.<br>16 Langes Leben liegt in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre.<br>17 Ihre Wege sind begl\u00fcckende Wege, und alle ihre Pfade sind Wohlergehen.<br>18 Ein Baum des Lebens ist sie denen, die sie ergriffen haben, und wer sie festh\u00e4lt, ist gl\u00fccklich zu preisen. \u2013<br>19 Der HERR hat durch Weisheit die Erde gegr\u00fcndet und den Himmel durch Einsicht festgestellt;<br>20 durch seine Erkenntnis sind die Fluten der Tiefe (als Quellen) hervorgebrochen, und die Wolken lassen den Tau herabtr\u00e4ufeln. \u2013<br>21 Mein Sohn, la\u00df sie nicht aus deinen Augen entschwinden; halte fest an kluger \u00dcberlegung und Besonnenheit:<br>22 so werden sie Leben f\u00fcr deine Seele sein und ein sch\u00f6ner Schmuck f\u00fcr deinen Hals;<br>23 dann wirst du deinen Weg in Sicherheit wandeln und mit deinem Fu\u00df nicht ansto\u00dfen.<br>24 Wenn du dich schlafen legst, braucht dir nicht zu grauen; und legst du dich nieder, so wird dein Schlummer s\u00fc\u00df sein;<br>25 du brauchst dich nicht vor pl\u00f6tzlichem Schrecken zu f\u00fcrchten, auch nicht vor der Vernichtung der Gottlosen, wenn sie hereinbricht;<br>26 denn der HERR wird deine Zuversicht sein und deinen Fu\u00df vor dem Fallstrick beh\u00fcten.<br>27 Versage keinem Bed\u00fcrftigen eine Wohltat, wenn es in deiner Macht steht, sie zu erweisen.<br>28 Sage nicht zu deinem N\u00e4chsten: \u00bbGeh (jetzt) und komm mal wieder!\u00ab und \u00bbMorgen will ich es dir geben\u00ab, w\u00e4hrend du es doch schon jetzt tun kannst. \u2013<br>29 Ersinne nichts B\u00f6ses gegen deinen N\u00e4chsten, w\u00e4hrend er arglos neben dir wohnt. \u2013<br>30 Fange mit keinem Menschen Streit ohne Ursache an, wenn er dir nichts B\u00f6ses zugef\u00fcgt hat. \u2013<br>31 Sei nicht neidisch auf gewaltt\u00e4tige Menschen und verstehe dich nicht zu einem von ihren Wegen!<br>32 Denn wer sich auf Abwege begibt, ist dem HERRN ein Greuel, aber mit den Redlichen h\u00e4lt er treue Freundschaft.<br>33 Der Fluch des HERRN (lastet) auf dem Hause des Gottlosen, aber die Wohnung der Gerechten segnet er;<br>34 f\u00fcr die Sp\u00f6tter wird er selbst ein Sp\u00f6tter, aber den Dem\u00fctigen gibt er Gnade.<br>35 Zu Ehren gelangen die Weisen, aber den Toren verschafft die Schande einen Namen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 4<\/h3>\n\n\n\n<p>1 H\u00f6rt, ihr Kinder, die v\u00e4terliche Unterweisung und merkt wohl auf, um Einsicht zu lernen!<br>2 Denn treffliche Lehre gebe ich euch: la\u00dft meine Weisungen nicht unbeachtet!<br>3 Denn als ich noch als Sohn bei meinem Vater war, als zartes und einziges Kind unter der Obhut meiner Mutter,<br>4 da belehrte er mich und sagte zu mir: \u00bbLa\u00df dein Herz meine Worte festhalten! Beobachte meine Weisungen, so wirst du leben.<br>5 Erwirb dir Weisheit, erwirb dir Einsicht, vergi\u00df sie nicht und weiche nicht ab von den Worten meines Mundes!<br>6 La\u00df sie nicht au\u00dfer acht, so wird sie dich beh\u00fcten; gewinne sie lieb, so wird sie dich beschirmen.<br>7 Mit dem besten Teil deiner Habe erwirb dir Weisheit, und um den Preis deines ganzen Verm\u00f6gens verschaffe dir Einsicht!<br>8 Halte sie hoch, so wird sie dir Ansehen verleihen, wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie mit Liebe umf\u00e4ngst;<br>9 sie wird dir einen sch\u00f6nen Kranz aufs Haupt setzen, eine herrliche Krone dir bescheren.\u00ab<br>10 H\u00f6re, mein Sohn, und nimm meine Worte an, so werden dir viele Lebensjahre zuteil werden.<br>11 \u00dcber den Weg der Weisheit will ich dich belehren, will dich auf rechten Bahnen einhergehen lassen;<br>12 wenn du (auf ihnen) wandelst, wird dein Schritt nicht gehemmt sein, und wenn du l\u00e4ufst, wirst du nicht zu Fall kommen.<br>13 Halte an der Zucht fest, la\u00df sie nicht fahren! Bewahre sie, denn sie ist dein Leben.<br>14 Begib dich nicht auf den Pfad der Gottlosen und schreite nicht einher auf dem Wege der B\u00f6sen!<br>15 Meide ihn, gehe nicht auf ihn hin\u00fcber! Wende dich von ihm ab und gehe daran vor\u00fcber!<br>16 Denn sie k\u00f6nnen nicht schlafen, wenn sie nicht B\u00f6ses (zuvor) getan haben; und der Schlaf ist ihnen geraubt, wenn sie nicht jemand verf\u00fchrt haben;<br>17 denn das Brot, das sie essen, ist Gottlosigkeit, und der Wein, den sie trinken, ist Gewaltt\u00e4tigkeit.<br>18 Aber der Pfad der Gerechten gleicht dem Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zur vollen Tagesh\u00f6he.<br>19 Der Weg der Gottlosen ist wie dunkle Nacht; sie gewahren nicht, wor\u00fcber sie straucheln.<br>20 Mein Sohn, merke auf meine Worte, leihe meinen Reden dein Ohr!<br>21 La\u00df sie deinen Augen nie entschwinden, bewahre sie im Innersten deines Herzens!<br>22 Denn Leben sind sie f\u00fcr jeden, der sie erfa\u00dft, und heilsame Arznei f\u00fcr seinen ganzen Leib.<br>23 Mehr als alles, was man zu bewachen hat, beh\u00fcte dein Herz; denn von ihm h\u00e4ngt das Leben ab.<br>24 Tu Falschheit des Mundes von dir ab und la\u00df Lug und Trug fern von deinen Lippen sein!<br>25 Dann k\u00f6nnen deine Augen geradeaus schauen und deine Augenlider frei vor dich hinblicken.<br>26 La\u00df deinen Fu\u00df auf gerader Bahn gehen und alle deine Wege fest gerichtet sein!<br>27 Weiche nicht nach rechts noch nach links ab; halte deinen Fu\u00df vom B\u00f6sen fern!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 5<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit und leihe meiner Einsicht dein Ohr,<br>2 um Besonnenheit zu beobachten und damit deine Lippen Erkenntnis bewahren.<br>3 Denn von Honigseim triefen die Lippen der fremden Frau, und gl\u00e4tter als \u00d6l ist ihr Gaumen;<br>4 aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.<br>5 Ihre F\u00fc\u00dfe steigen zum Tode hinab, ihre Schritte sind geradeswegs zur Unterwelt gerichtet.<br>6 Damit du nicht den Weg des Lebens einschl\u00e4gst, sind ihre Bahnen unstet, ohne da\u00df du es merkst.<br>7 Nun denn, mein Sohn, h\u00f6re auf mich und weiche nicht ab von den Worten meines Mundes!<br>8 Halte deinen Weg fern von ihr und nahe dich nicht der T\u00fcr ihres Hauses,<br>9 damit du nicht anderen deine Ehre hingeben mu\u00dft und (den Ertrag) deiner Jahre einem unerbittlichen (R\u00e4cher);<br>10 damit nicht Fremde sich an deinem Verm\u00f6gen s\u00e4ttigen und dein m\u00fchsam Erworbenes nicht in das Haus eines andern kommt,<br>11 und du nicht schlie\u00dflich seufzen mu\u00dft, wenn dir Leib und Fleisch dahingeschwunden ist,<br>12 und du klagen mu\u00dft: \u00bbAch, warum habe ich die Zucht geha\u00dft, und warum hat mein Herz die Warnung mi\u00dfachtet!<br>13 Warum habe ich nicht auf die Stimme meiner Lehrer geh\u00f6rt und meinen Erziehern kein Geh\u00f6r geschenkt!<br>14 Beinahe w\u00e4re ich ganz ins Verderben geraten inmitten der Gerichtsversammlung und in der Gemeinde!\u00ab<br>15 Trinke Wasser nur aus deiner eigenen Zisterne und Quellwasser aus deinem eigenen Born!<br>16 Sollen deine Quellen sich auf die Stra\u00dfe ergie\u00dfen, deine Wasserb\u00e4che auf die freien Pl\u00e4tze?<br>17 Nein, dir allein sollen sie angeh\u00f6ren und keinem Fremden neben dir.<br>18 Dein Brunnquell m\u00f6ge gesegnet sein, da\u00df du am Weibe deiner Jugend dich erfreust!<br>19 Das liebreizende Reh, die anmutige Gazelle \u2013 ihr Busen m\u00f6ge dich allezeit erg\u00f6tzen, in ihrer Liebe sei immerdar trunken!<br>20 Denn warum wolltest du, mein Sohn, an einer Fremden dich erg\u00f6tzen und den Busen einer anderen umarmen? \u2013<br>21 Denn vor den Augen des HERRN liegen die Wege eines jeden offen da, und auf alle seine Pfade gibt er acht.<br>22 Die eigenen Verschuldungen fangen ihn, den Gottlosen, und durch die Bande seiner S\u00fcnde wird er festgehalten.<br>23 Sterben wird ein solcher infolge des Mangels an Zucht und ob seiner gro\u00dfen Torheit zum Sturz hintaumeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 6<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mein Sohn, hast du dich f\u00fcr deinen N\u00e4chsten verb\u00fcrgt, f\u00fcr einen andern dich durch Handschlag verpflichtet,<br>2 bist du durch ein m\u00fcndliches Versprechen gebunden und hast du dich durch eine Zusage verstricken lassen,<br>3 so tu doch ja dies, mein Sohn, damit du wieder frei wirst \u2013 denn du bist in die Gewalt deines N\u00e4chsten gefallen \u2013: Gehe hin, wirf dich vor ihm nieder und best\u00fcrme deinen N\u00e4chsten mit Bitten!<br>4 G\u00f6nne deinen Augen keinen Schlaf und deinen Augenlidern keinen Schlummer!<br>5 Mache dich frei von ihm wie eine Gazelle aus der Hand (des J\u00e4gers) und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers! \u2013<br>6 Gehe hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihr Tun an, damit du klug wirst.<br>7 Obgleich sie kein Oberhaupt, keinen Vorsteher und Gebieter hat,<br>8 sorgt sie doch im Sommer f\u00fcr ihren Unterhalt, sammelt in der Erntezeit ihre Nahrung ein.<br>9 Wie lange noch willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann endlich willst du von deinem Schlaf dich erheben?<br>10 \u00bbNoch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, noch ein wenig die H\u00e4nde falten, um auszuruhen!\u00ab<br>11 So kommt denn die Verarmung an dich heran wie ein Schnelll\u00e4ufer und der Mangel wie ein gewappneter Mann. \u2013<br>12 Ein nichtsw\u00fcrdiger Mensch, ein heilloser Mann ist, wer mit Lug und Trug des Mundes umhergeht,<br>13 wer mit den Augen blinzelt, mit den F\u00fc\u00dfen scharrt, mit den Fingern Zeichen gibt,<br>14 wer hinterlistige Pl\u00e4ne im Herzen ersinnt, allezeit b\u00f6se Anschl\u00e4ge schmiedet und H\u00e4ndel anstiftet.<br>15 Darum wird ihn das Verderben pl\u00f6tzlich ereilen; unvermutet wird er zerschmettert werden unheilbar. \u2013<br>16 Sechs Dinge sind es, die der HERR ha\u00dft, und sieben sind seinem Herzen ein Greuel:<br>17 hochm\u00fctige Augen, eine L\u00fcgenzunge und H\u00e4nde, die unschuldiges Blut vergie\u00dfen;<br>18 ein Herz, das t\u00fcckische Anschl\u00e4ge schmiedet, F\u00fc\u00dfe, die eilends zu b\u00f6sem Tun laufen;<br>19 wer als falscher Zeuge L\u00fcgen aussagt und Hader anstiftet unter Br\u00fcdern.<br>20 Mein Sohn, halte das Gebot deines Vaters fest und la\u00df nicht die Weisung deiner Mutter fahren!<br>21 Binde sie dir best\u00e4ndig aufs Herz, schlinge sie dir um den Hals!<br>22 Wenn du umhergehst, m\u00f6ge sie dich geleiten; wenn du dich niedergelegt hast, m\u00f6ge sie dich bewachen, und bist du aufgewacht, so m\u00f6ge sie sich mit dir unterreden.<br>23 Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht; und die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg zum Leben(sgl\u00fcck):<br>24 sie sollen dich bewahren vor dem b\u00f6sen Weibe, vor der glatten Zunge einer fremden Frau.<br>25 Trage in deinem Herzen kein Verlangen nach ihrer Sch\u00f6nheit und la\u00df dich nicht von ihr durch ihre Blicke fangen!<br>26 Denn der Preis f\u00fcr eine Buhldirne betr\u00e4gt h\u00f6chstens einen Laib Brot, aber eine verheiratete Frau macht Jagd auf die kostbare Seele.<br>27 Kann wohl jemand Feuer in den Bausch des Gewandes fassen, ohne da\u00df seine Kleider in Brand geraten?<br>28 Oder kann jemand \u00fcber gl\u00fchende Kohlen gehen, ohne sich die F\u00fc\u00dfe zu verbrennen?<br>29 Ebenso ergeht es dem, der sich mit der Ehefrau eines andern einl\u00e4\u00dft: keiner, der sie ber\u00fchrt, kommt ungestraft davon.<br>30 Man verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um seine Gier zu stillen, wenn ihn hungert;<br>31 doch wenn er ertappt wird, mag (mu\u00df) er siebenfachen Ersatz leisten, (am Ende gar) das ganze Verm\u00f6gen seines Hauses hingeben;<br>32 wer aber mit einem verheirateten Weibe Ehebruch begeht, ist von Sinnen; nur wer sich selbst zugrunde richten will, tut so etwas.<br>33 Schl\u00e4ge und Schmach tr\u00e4gt er als Lohn davon, und seine Schande ist unausl\u00f6schlich;<br>34 denn Eifersucht ist wilder Zorn eines Ehemannes, und am Tage der Rache \u00fcbt er keine Schonung:<br>35 er l\u00e4\u00dft sich auf keinerlei S\u00fchnegeld ein und bleibt unerbittlich, magst du ihm auch noch so viele Geschenke bieten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 7<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Mein Sohn, bewahre meine Warnungen und halte meine Gebote im Ged\u00e4chtnis fest!<br>2 Bewahre meine Gebote, so wirst du leben, und h\u00fcte meine Lehren wie deinen Augapfel!<br>3 Binde sie dir um die Finger, schreibe sie dir auf die Tafel deines Herzens!<br>4 Sage zur Weisheit: \u00bbDu bist meine Schwester\u00ab, und nenne die Einsicht deine vertraute Freundin,<br>5 damit sie dich von dem Eheweibe eines andern fernh\u00e4lt, von der fremden Frau, die glatte Reden f\u00fchrt (2,16).<br>6 Denn als ich (einmal) am Fenster meines Hauses durch mein Gitter hinausschaute,<br>7 da sah ich unter den Unerfahrenen, bemerkte ich unter den jungen Leuten einen unverst\u00e4ndigen J\u00fcngling,<br>8 der auf der Stra\u00dfe hin und her ging, in der N\u00e4he ihrer Ecke, und in der Richtung nach ihrem Hause schritt,<br>9 in der D\u00e4mmerung, am Abend des Tages, tief in der Nacht und in der Finsternis.<br>10 Da kam ihm auf einmal eine Frau entgegen im Anzug einer Lustdirne und mit arglistigem Herzen.<br>11 Sie ist in leidenschaftlicher Aufregung und wilder Unruhe, ihre F\u00fc\u00dfe halten\u2019s in ihrem Hause nicht aus;<br>12 bald ist sie auf der Stra\u00dfe, bald auf den freien Pl\u00e4tzen, und neben jeder Ecke lauert sie.<br>13 Nun hascht sie ihn, k\u00fc\u00dft ihn und sagt zu ihm mit frecher Miene:<br>14 \u00bbDankopfer war ich schuldig: heute habe ich meine Gel\u00fcbde entrichtet;<br>15 darum bin ich ausgegangen dir entgegen, um dich aufzusuchen, und habe dich nun gefunden.<br>16 Mit Teppichen habe ich mein Lager hergerichtet, mit bunten Decken von \u00e4gyptischem Linnen;<br>17 ich habe mein Bett mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt.<br>18 Komm, wir wollen uns an der Liebe berauschen, bis zum Morgen in Liebeslust schwelgen!<br>19 Denn der Mann ist nicht daheim, er ist weithin auf Reisen gegangen;<br>20 die Geldtasche hat er mit sich genommen: erst am Vollmondstage kommt er wieder heim.\u00ab<br>21 Durch ihr eifriges Zureden verf\u00fchrte sie ihn, mit ihrem glatten Geschw\u00e4tz ri\u00df sie ihn fort:<br>22 bet\u00f6rt folgte er ihr wie ein Stier, der zur Schlachtung geht, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt,<br>23 bis ein Pfeil ihm das Herz durchbohrt; wie ein Vogel dem Fanggarn zueilt, ohne zu ahnen, da\u00df es um sein Leben geht.<br>24 Nun denn, mein Sohn, so h\u00f6re auf mich und achte auf die Mahnungen meines Mundes!<br>25 La\u00df dein Herz sich nicht auf ihre Wege locken, verirre dich nicht auf ihre Pfade!<br>26 denn viele Erschlagene hat sie zu Boden gestreckt, und zahlreich sind die, welche sie alle gemordet hat.<br>27 Ihr Haus bildet den Eingang zur Unterwelt, Wege, die zu den Kammern des Todes hinabf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 8<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Horch! Die Weisheit ruft vernehmlich, und die Einsicht l\u00e4\u00dft ihre Stimme erschallen!<br>2 Oben auf den H\u00f6hen am Wege, da wo die Pfade zusammenlaufen, hat sie sich aufgestellt;<br>3 neben den Toren, am Ausgang der Stadt, am Eingang der Pforten ruft sie laut:<br>4 \u00bbAn euch, ihr M\u00e4nner, richte ich meinen Ruf, und meine Stimme ergeht an die Menschenkinder.<br>5 Gewinnt, ihr Einf\u00e4ltigen, Einsicht in Klugheit, und ihr Toren, gewinnt Einsicht in Verst\u00e4ndigkeit!<br>6 H\u00f6rt zu! Denn ich habe Wertvolles zu sagen, und meine Lippen will ich auftun zu (auf-) richtiger Rede;<br>7 denn mein Mund spricht Wahrheit aus, und Unehrlichkeit ist ein Greuel f\u00fcr meine Lippen.<br>8 Aufrichtig sind alle Reden meines Mundes: es ist nichts Hinterlistiges und Tr\u00fcgerisches in ihnen;<br>9 sie sind s\u00e4mtlich klar f\u00fcr den Verst\u00e4ndigen und richtig f\u00fcr die zur Erkenntnis Gelangten.<br>10 Nehmt Unterweisung lieber an als Silber, und Erkenntnis lieber als auserlesenes Gold!<br>11 Denn die Weisheit ist besser als Korallen, und alle Kleinode kommen ihr nicht gleich.<br>12 Ich, die Weisheit, stehe im Bunde mit der Klugheit und verf\u00fcge \u00fcber Erkenntnis wohldurchdachter Pl\u00e4ne.<br>13 Die Furcht des HERRN besteht im Ha\u00df gegen das B\u00f6se; Hoffart, Hochmut und b\u00f6sen Wandel sowie den Mund des Truges hasse ich.<br>14 Mir steht kluger Rat und \u00dcberlegung zu Gebot, ich verf\u00fcge \u00fcber Einsicht, und ich besitze Tatkraft.<br>15 Durch mich \u00fcben die K\u00f6nige ihre K\u00f6nigsmacht aus und erlassen die Machthaber gerechte Verordnungen;<br>16 durch mich bet\u00e4tigen sich die Herrscher als Herrscher und alle Richter auf Erden als Edle.<br>17 Ich liebe, die mich lieben, und wer mich eifrig sucht, der findet mich.<br>18 Reichtum und Ehre sind bei mir zu finden, bleibender Wohlstand und Gerechtigkeit;<br>19 was ich einbringe, ist wertvoller als feines, gediegenes Gold, und mein Ertrag kostbarer als auserlesenes Silber.<br>20 Ich wandle auf dem Pfade der Gerechtigkeit, mitten auf den Bahnen des Rechts,<br>21 um denen, die mich lieben, bleibenden Besitz zu verschaffen und ihre Schatzkammern zu f\u00fcllen.\u00ab<br>22 \u00bbDer HERR hat mich geschaffen als den Erstling seiner Sch\u00f6pfert\u00e4tigkeit, als das fr\u00fcheste seiner Werke in der Urzeit.<br>23 Von Ewigkeit her bin ich gebildet, von Anbeginn an, vor den Uranf\u00e4ngen der Erde.<br>24 Als noch keine Fluten der Tiefe da waren, bin ich geboren worden, ehe es wasserreiche Quellen gab.<br>25 Bevor die Berge eingesenkt waren, vor den H\u00fcgeln bin ich geboren worden,<br>26 als er die Erde und die Fluren noch nicht geschaffen hatte und die ersten Schollen des Erdreichs.<br>27 Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er das Himmelsgew\u00f6lbe feststellte \u00fcber der weiten Urflut;<br>28 als er die Wolken droben befestigte, als er die Quellen aus den Fluten der Tiefe mit Macht hervorbrechen lie\u00df;<br>29 als er dem Meer seine Grenze setzte, damit die Wasser seine Schranke nicht \u00fcberschritten, als er die Grundpfeiler der Erde feststellte:<br>30 da war ich als K\u00fcnstlerin ihm zur Seite und war voller Entz\u00fccken Tag f\u00fcr Tag, indem ich vor seinen Augen allezeit spielte,<br>31 indem ich auf seiner weiten Erdenwelt mein Spiel trieb und mein Entz\u00fccken an den Menschenkindern hatte.\u00ab<br>32 \u00bbNun denn, ihr S\u00f6hne, h\u00f6ret auf mich! Denn gl\u00fcckselig sind, die meine Wege einhalten.<br>33 H\u00f6ret auf meine Unterweisung, damit ihr weise werdet, und verwerft sie nicht!<br>34 Wohl dem Menschen, der mir Geh\u00f6r schenkt, indem er Tag f\u00fcr Tag an meiner T\u00fcr wacht und die Pfosten meiner Tore h\u00fctet!<br>35 Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen beim HERRN;<br>36 wer mich aber verfehlt, der f\u00fcgt seiner eigenen Seele Schaden zu: alle, die mich hassen, lieben den Tod.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 9<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Weisheit hat sich ihr Haus gebaut, hat ihre sieben S\u00e4ulen aufgerichtet;<br>2 sie hat ihr Schlachtvieh geschlachtet, ihren Wein gemischt, auch ihre Tafel zuger\u00fcstet;<br>3 sie hat ihre M\u00e4gde ausgesandt und l\u00e4\u00dft oben auf den h\u00f6chsten Punkten der Stadt die Einladung ergehen:<br>4 \u00bbWer einf\u00e4ltig ist, kehre hier ein!\u00ab Und den Unverst\u00e4ndigen l\u00e4\u00dft sie sagen:<br>5 \u00bbKommt her, e\u00dft von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe!<br>6 La\u00dft die Torheit fahren, damit ihr lebt, und geht einher auf dem Wege der Einsicht!\u00ab \u2013<br>7 Wer einen Sp\u00f6tter zurechtweist, zieht sich Beschimpfung zu, und wer einen Gottlosen tadelt, hat Schande davon.<br>8 Tadle den Sp\u00f6tter nicht, sonst wird er dich hassen; tadle den Weisen, so wird er dich liebgewinnen.<br>9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; belehre den Gerechten, so wird er an Wissen zunehmen.<br>10 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des heiligen (Gottes) ist Einsicht. \u2013<br>11 \u00bbDenn durch mich werden deiner Tage viele werden und die Jahre deines Lebens sich mehren.<br>12 Wenn du weise bist, so bist du es zu deinem eigenen Besten; bist du aber ein Sp\u00f6tter, so hast du es allein zu tragen.\u00ab<br>13 Frau Torheit ist ein leidenschaftliches Gesch\u00f6pf, die reine Beschr\u00e4nktheit und kennt keine Scham;<br>14 sie sitzt am Eingang ihres Hauses, auf einem Thron hoch oben in der Stadt,<br>15 um die des Weges Vor\u00fcbergehenden einzuladen, alle, die auf ihren Pfaden geradeaus wandeln:<br>16 \u00bbWer einf\u00e4ltig ist, der kehre hier ein!\u00ab Und zu den Unverst\u00e4ndigen sagt sie:<br>17 \u00bbGestohlenes Wasser ist s\u00fc\u00df, und heimlich verzehrtes Brot schmeckt k\u00f6stlich!\u00ab<br>18 Und er bedenkt nicht, da\u00df die Totengeister dort hausen, da\u00df in den Tiefen des Totenreichs die von ihr beherbergten G\u00e4ste weilen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II. Zweite Sammlung von 375 (meist einzelnen) Spr\u00fcchen Salomos (10,1-22,16)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 10<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Spr\u00fcche Salomos. Ein weiser Sohn macht seinem Vater Freude, aber ein t\u00f6richter Sohn ist seiner Mutter Kummer. \u2013<br>2 Ungerecht erworbene Sch\u00e4tze bringen keinen Segen, aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. \u2013<br>3 Den Hunger des Frommen l\u00e4\u00dft der HERR nicht ungestillt, aber die Gier der Gottlosen st\u00f6\u00dft er zur\u00fcck. \u2013<br>4 Wer mit l\u00e4ssiger Hand arbeitet, verarmt, aber die Hand der Flei\u00dfigen schafft Reichtum.<br>5 Wer im Sommer einsammelt, handelt verst\u00e4ndig; wer aber in der Erntezeit schl\u00e4ft, handelt sch\u00e4ndlich. \u2013<br>6 Reicher Segen kommt auf das Haupt des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. \u2013<br>7 Das Andenken des Gerechten bleibt im Segen, aber der Name der Gottlosen vermodert. \u2013<br>8 Wer weisen Sinnes ist, nimmt Ratschl\u00e4ge an, aber ein n\u00e4rrischer Schw\u00e4tzer kommt zu Fall. \u2013<br>9 Wer in Unschuld wandelt, der wandelt sicher; wer aber krumme Wege einschl\u00e4gt, der wird durchschaut. \u2013<br>10 Wer mit den Augen blinzelt, verursacht Kr\u00e4nkung, und ein n\u00e4rrischer Schw\u00e4tzer kommt zu Fall. \u2013<br>11 Der Mund des Gerechten ist ein Quell des Lebens, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. \u2013<br>12 Ha\u00df ruft Streit hervor, aber die Liebe deckt alle Verfehlungen zu. \u2013<br>13 Auf den Lippen des Verst\u00e4ndigen findet man Weisheit, aber auf den R\u00fccken des Unverst\u00e4ndigen geh\u00f6rt der Stock. \u2013<br>14 Die Weisen halten mit ihrer Erkenntnis zur\u00fcck, aber der Mund des Toren ist herannahendes Verderben. \u2013<br>15 Des Reichen Besitz ist f\u00fcr ihn eine feste Burg, aber f\u00fcr die D\u00fcrftigen ist ihre Armut ein Unheil. \u2013<br>16 Der Erwerb des Gerechten dient zum Leben, das Einkommen des Gottlosen zur S\u00fcnde. \u2013<br>17 Wer Zurechtweisung beachtet, befindet sich auf dem Wege zum Leben; wer aber Warnungen unbeachtet l\u00e4\u00dft, geht irre. \u2013<br>18 Wer Ha\u00df in sich verbirgt, hat L\u00fcgenlippen, und wer \u00fcble Nachrede verbreitet, ist ein Tor. \u2013<br>19 Wo viele Worte sind, da geht es ohne Verfehlung nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaume h\u00e4lt, handelt klug. \u2013<br>20 Kostbares Silber ist die Zunge des Gerechten, der Verstand der Gottlosen (aber) ist wenig wert. \u2013<br>21 Die Lippen des Gerechten schaffen vielen eine Erquickung, aber die Toren gehen durch Unverstand zugrunde. \u2013<br>22 Der Segen des HERRN ist\u2019s, der reich macht, und neben ihm f\u00fcgt (eigene) Anstrengung nichts hinzu. \u2013<br>23 Dem Toren machen Schandtaten Vergn\u00fcgen, dem verst\u00e4ndigen Manne aber die (Bet\u00e4tigung der) Weisheit. \u2013<br>24 Wovor dem Gottlosen graut, das kommt \u00fcber ihn; was aber die Gerechten sich w\u00fcnschen, gew\u00e4hrt er ihnen. \u2013<br>25 Sobald der Sturmwind daherf\u00e4hrt, ist der Gottlose nicht mehr da, der Gerechte aber ist f\u00fcr die Ewigkeit fest gegr\u00fcndet. \u2013<br>26 Was der Essig f\u00fcr die Z\u00e4hne und der Rauch f\u00fcr die Augen, das ist der Faule f\u00fcr den, der ihn ausgesandt hat. \u2013<br>27 Die Furcht des HERRN verl\u00e4ngert die Lebenstage, aber die Jahre der Gottlosen werden verk\u00fcrzt. \u2013<br>28 Das Harren der Gerechten endet in Freude, aber die Hoffnung der Gottlosen wird vereitelt. \u2013<br>29 Das Walten des HERRN ist eine Schutzwehr f\u00fcr den Unschuldigen, aber ein Schrecken f\u00fcr die \u00dcbelt\u00e4ter. \u2013<br>30 Der Gerechte wird nimmermehr wanken, aber die Gottlosen werden im Lande nicht wohnen bleiben. \u2013<br>31 Der Mund des Gerechten l\u00e4\u00dft Weisheit sprie\u00dfen, aber die falsche Zunge wird ausgerottet. \u2013<br>32 Die Lippen des Gerechten verstehen sich auf das, was wohlgef\u00e4llig ist, aber der Mund der Gottlosen nur auf Verkehrtes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 11<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel, aber volles Gewicht ist ihm wohlgef\u00e4llig. \u2013<br>2 Kommt \u00dcbermut, so kommt auch Schande; bei den Bescheidenen aber ist Weisheit. \u2013<br>3 Die Redlichen leitet ihre Unschuld (sicher), die Treulosen aber richtet ihre Falschheit zugrunde. \u2013<br>4 Reichtum n\u00fctzt nichts am Tage des Zorngerichts, Gerechtigkeit aber errettet vom Tode (10,2). \u2013<br>5 Die Gerechtigkeit des Unschuldigen macht seinen Weg eben, doch der Gottlose kommt durch seinen Frevelmut zu Fall. \u2013<br>6 Die Rechtschaffenen rettet ihre Gerechtigkeit, aber die Treulosen werden durch die eigene Gier gefangen. \u2013<br>7 Mit dem Tode eines gottlosen Menschen geht jede Hoffnung (f\u00fcr ihn) verloren, und die Erwartung der Ruchlosen wird vereitelt. \u2013<br>8 Der Gerechte wird aus der Not gerettet, und der Gottlose mu\u00df an dessen Platz treten. \u2013<br>9 Mit dem Munde sucht der Ruchlose seinen N\u00e4chsten zugrunde zu richten, aber durch ihre Umsicht retten sich die Gerechten. \u2013<br>10 Beim Wohlergehen der Gerechten frohlockt die Stadt, und beim Untergang der Gottlosen herrscht Jubel. \u2013<br>11 Durch den Segen der Rechtschaffenen kommt eine Stadt empor, aber durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen. \u2013<br>12 Wer seinen N\u00e4chsten geringsch\u00e4tzig behandelt, ist unverst\u00e4ndig, aber ein einsichtsvoller Mann schweigt still. \u2013<br>13 Wer als Verleumder umhergeht, deckt Geheimnisse auf; wer aber ein treues Herz besitzt, h\u00e4lt die Sache geheim. \u2013<br>14 Wenn keine umsichtige Leitung da ist, kommt ein Volk zu Fall; gut aber steht\u2019s, wenn Ratgeber in gro\u00dfer Zahl da sind. \u2013<br>15 Ganz schlimm kann es gehen, wenn man f\u00fcr einen andern B\u00fcrgschaft leistet; wer aber Verpflichtungen durch Handschlag meidet, geht sicher. \u2013<br>16 Ein liebensw\u00fcrdiges Weib erlangt Ehre (ein h\u00e4\u00dflicher Schandfleck aber ist eine Frau, die Redlichkeit ha\u00dft. Die Faulen bringen es nicht zu Verm\u00f6gen, die Flei\u00dfigen aber erlangen Reichtum). \u2013<br>17 Ein liebevoller Mensch erweist sich selbst Gutes, der Hartherzige aber schneidet sich selbst ins Fleisch. \u2013<br>18 Der Gottlose erwirbt nur tr\u00fcgerischen Gewinn, wer aber Gerechtigkeit s\u00e4t, einen sicheren Lohn. \u2013<br>19 So gewi\u00df die Gerechtigkeit zum Leben f\u00fchrt, so sicher geht der, welcher dem B\u00f6sen nachjagt, zu seinem Tode.<br>20 Menschen mit falschem Herzen sind dem HERRN ein Greuel; wer aber unstr\u00e4flich wandelt, gef\u00e4llt ihm wohl. \u2013<br>21 Die Hand darauf! Der B\u00f6se bleibt nicht ungestraft; aber die Nachkommenschaft der Gerechten kommt wohlbehalten davon. \u2013<br>22 Ein goldener Ring am R\u00fcssel einer Sau: so ist ein sch\u00f6nes Weib ohne Sittsamkeit. \u2013<br>23 Das Streben der Gerechten f\u00fchrt zu lauter Gl\u00fcck, aber die Erwartung der Gottlosen zum Zorn. \u2013<br>24 Mancher teilt mit vollen H\u00e4nden aus und bekommt immer noch mehr; ein anderer spart \u00fcber Geb\u00fchr und wird dabei nur \u00e4rmer. \u2013<br>25 Eine wohlt\u00e4tige Seele wird reichlich ges\u00e4ttigt, und wer anderen zu trinken gibt, wird selbst getr\u00e4nkt. \u2013<br>26 Wer Getreide zur\u00fcckh\u00e4lt, den verfluchen die Leute; aber Segen kommt auf das Haupt dessen, der Getreide verkauft. \u2013<br>27 Wer sich des Guten beflei\u00dfigt, ist auf Wohlgef\u00e4lliges bedacht; wenn aber jemand nach B\u00f6sem trachtet, wird es \u00fcber ihn selbst kommen. \u2013<br>28 Wer sich auf seinen Reichtum verl\u00e4\u00dft, der wird verwelken; die Gerechten aber werden gr\u00fcnen wie junges Laub. \u2013<br>29 Wer sein eigenes Hauswesen vernachl\u00e4ssigt, wird Wind zum Besitz erhalten, und der Tor wird ein Knecht dessen, der weisen Sinnes ist. \u2013<br>30 Die Frucht des Rechttuns ist ein Baum des Lebens, aber Gewaltt\u00e4tigkeit nimmt das Leben. \u2013<br>31 Siehe, der Gerechte erh\u00e4lt schon auf Erden seinen Lohn: wieviel mehr der Gottlose und der S\u00fcnder!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 12<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Wer Zurechtweisung liebt, liebt Erkenntnis; wer aber die R\u00fcge ha\u00dft, ist ein Dummkopf. \u2013<br>2 Der Gute erlangt Wohlgefallen beim HERRN, aber einen t\u00fcckischen Menschen verdammt er. \u2013<br>3 Keiner gelangt durch Gottlosigkeit zu festem Bestand, aber die Wurzel der Frommen bleibt unersch\u00fcttert. \u2013<br>4 Ein braves Weib ist ihres Gatten Krone, ein nichtsnutziges aber ist wie Wurmfra\u00df in seinen Gebeinen. \u2013<br>5 Die Gedanken der Gerechten gehen auf das, was recht ist, aber die Anschl\u00e4ge der Gottlosen auf Trug. \u2013<br>6 Die Reden der Gottlosen sind ein Lauern auf Blutvergie\u00dfen, aber der Mund der Rechtschaffenen errettet sie. \u2013<br>7 Die Gottlosen werden umgest\u00fcrzt und sind nicht mehr, aber das Haus der Gerechten bleibt bestehen. \u2013<br>8 Nach dem Ma\u00df seiner Einsicht wird ein jeder gelobt; wer aber verkehrten Sinnes ist, f\u00e4llt der Verachtung anheim. \u2013<br>9 Besser gering sein und sich selbst bedienen, als vornehm tun und nichts zu essen haben. \u2013<br>10 Der Gerechte wei\u00df, wie seinem Vieh zumute ist; aber das Herz der Gottlosen ist gef\u00fchllos. \u2013<br>11 Wer seinen Acker bestellt, wird satt zu essen haben; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, ist unverst\u00e4ndig. \u2013<br>12 Es gel\u00fcstet den Gottlosen nach dem Raube der B\u00f6sen, aber die Wurzel der Gerechten schl\u00e4gt aus. \u2013<br>13 In der Verfehlung der Lippen liegt ein b\u00f6ser Fallstrick, der Gerechte aber entgeht dem Unheil. \u2013<br>14 An den Folgen seiner Reden hat jeder sattsam zu kauen, und was die H\u00e4nde eines Menschen schaffen, das wird ihm vergolten. \u2013<br>15 Dem Toren d\u00fcnkt sein Weg der richtige zu sein, aber der Weise h\u00f6rt auf Ratschl\u00e4ge. \u2013<br>16 Ein Tor ist, wer seinen \u00c4rger auf der Stelle merken l\u00e4\u00dft; der Kluge dagegen l\u00e4\u00dft die Schm\u00e4hung unbeachtet. \u2013<br>17 Wer die Wahrheit aussagt, tut Gerechtigkeit kund, ein falscher Zeuge aber Trug. \u2013<br>18 Es gibt Menschen, deren Geschw\u00e4tz wie Schwertstiche durchbohrt; aber die Zunge der Weisen schafft Heilung. \u2013<br>19 Wahrhaftige Lippen bestehen ewiglich, aber L\u00fcgenzungen nur f\u00fcr einen Augenblick. \u2013<br>20 Trug wohnt im Herzen derer, die auf B\u00f6ses sinnen; die aber Heilsames planen, erleben Freude. \u2013<br>21 Dem Gerechten widerf\u00e4hrt keinerlei Unheil, die Gottlosen aber trifft Ungl\u00fcck in F\u00fclle. \u2013<br>22 L\u00fcgenlippen sind dem HERRN ein Greuel; wer aber die Wahrheit \u00fcbt, gef\u00e4llt ihm wohl. \u2013<br>23 Ein kluger Mensch h\u00e4lt mit seinem Wissen zur\u00fcck, aber das Herz der Toren schreit Narrheit aus. \u2013<br>24 Die Flei\u00dfigen werden als Meister t\u00e4tig sein, die Tr\u00e4gen aber m\u00fcssen Zwangsarbeit verrichten. \u2013<br>25 Kummer im Herzen dr\u00fcckt einen Menschen nieder, aber ein freundliches Wort heitert ihn auf. \u2013<br>26 Der Gerechte weist seinem Genossen den rechten Weg, aber die Gottlosen f\u00fchrt ihr Weg in die Irre. \u2013<br>27 Nicht erjagt der L\u00e4ssige sein Wild (?), aber einem flei\u00dfigen Menschen wird wertvolles Gut zuteil. \u2013<br>28 Auf dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben, der Weg des Frevels aber f\u00fchrt zum Tode.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 13<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein weiser Sohn nimmt die Zurechtweisung des Vaters an, aber ein Sp\u00f6tter h\u00f6rt nicht auf Scheltreden. \u2013<br>2 Die Frucht des Rechttuns bekommt der Gute zu genie\u00dfen, das Verlangen der Treulosen aber ist auf Gewalttat gerichtet. \u2013<br>3 Wer seinen Mund h\u00fctet, wahrt seine Seele; wer aber seine Lippen aufsperrt, dem schl\u00e4gt es zum Verderben aus. \u2013<br>4 Das Herz des Tr\u00e4gen hegt viele W\u00fcnsche, jedoch erfolglos; aber das Verlangen der Flei\u00dfigen wird reichlich befriedigt. \u2013<br>5 Der Gerechte ha\u00dft Lug und Trug, aber der Gottlose handelt sch\u00e4ndlich und nichtsw\u00fcrdig. \u2013<br>6 Die Gerechtigkeit beh\u00fctet die unstr\u00e4flich Wandelnden, Gottlosigkeit aber bringt die S\u00fcnder zu Fall. \u2013<br>7 Mancher stellt sich reich und hat doch gar nichts; mancher, der sich arm stellt, besitzt ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen. \u2013<br>8 L\u00f6segeld f\u00fcr das Leben ist manchem sein Reichtum, doch ein Armer bekommt keine Drohung zu h\u00f6ren. \u2013<br>9 Das Licht der Gerechten brennt lustig, aber die Leuchte der Gottlosen erlischt. \u2013<br>10 Bei \u00dcbermut gibt es nichts als Streit, aber bei denen, die sich raten lassen, ist Weisheit. \u2013<br>11 M\u00fchelos erlangtes Verm\u00f6gen zerrinnt; wer aber h\u00e4ndeweis sammelt, der gewinnt immer mehr. \u2013<br>12 Lange hingezogene Hoffnung macht das Herz krank, ein erf\u00fcllter Wunsch aber ist ein Baum des Lebens. \u2013<br>13 Wer das Wort (Gottes) verachtet, verschuldet sich ihm gegen\u00fcber; wer aber das Gebot (Gottes) in Ehren h\u00e4lt, dem wird\u2019s vergolten. \u2013<br>14 Die Belehrung des Weisen ist ein Born des Lebens, so da\u00df man den Schlingen des Todes fern bleibt. \u2013<br>15 Gute Einsicht verschafft Anerkennung, aber der Treulosen Weg ist steinhart. \u2013<br>16 Alles vollf\u00fchrt der Kluge mit \u00dcberlegung, aber ein Tor kramt Dummheit aus. \u2013<br>17 Ein gottloser Gesandter richtet Unheil an, aber ein treuer Bote bringt Heilung. \u2013<br>18 Armut und Schande treffen den, der Zurechtweisung verschm\u00e4ht; wer aber Zurechtweisung beachtet, kommt zu Ehren. \u2013<br>19 Die Erf\u00fcllung eines Wunsches tut dem Herzen wohl, aber ein Greuel ist es den Toren, vom B\u00f6sen abzulassen. \u2013<br>20 Wer mit Weisen umgeht, wird weise; wer sich aber zu den Toren gesellt, dem ergeht es \u00fcbel. \u2013<br>21 Die S\u00fcnder verfolgt das Ungl\u00fcck, aber die Gerechten belohnt (Gott) mit Gutem. \u2013<br>22 Der Gute vererbt seinen Besitz auf Kindeskinder, aber der Reichtum des S\u00fcnders ist den Gerechten vorbehalten. \u2013<br>23 Reichliche Nahrung gew\u00e4hrt der Neubruch der Armen; aber mancher (Besitz) geht durch Unredlichkeit verloren. \u2013<br>24 Wer seine Rute schont, der ha\u00dft sein Kind; wer es aber lieb hat, l\u00e4\u00dft es fr\u00fch die Z\u00fcchtigung f\u00fchlen. \u2013<br>25 Der Gerechte hat zu essen, bis er seinen Hunger gestillt hat; aber der Magen der Gottlosen mu\u00df darben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 14<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Frau Weisheit baut ihr Haus auf, aber Frau Torheit rei\u00dft es mit eigenen H\u00e4nden nieder. \u2013<br>2 Wer in seiner Redlichkeit wandelt, f\u00fcrchtet den HERRN; wer aber krumme Wege geht, verachtet ihn. \u2013<br>3 Im Munde des Narren ist eine Rute f\u00fcr seinen Hochmut, aber dem Weisen dienen seine Lippen zum Schutz. \u2013<br>4 Wo keine Ochsen sind, bleibt die Krippe rein, aber reicher Ertrag kommt durch die Kraft von Pflugstieren. \u2013<br>5 Ein wahrhaftiger Zeuge l\u00fcgt nicht, aber ein falscher Zeuge tr\u00e4gt L\u00fcgen vor. \u2013<br>6 Der Sp\u00f6tter sucht Weisheit, ohne sie zu finden; aber f\u00fcr den Verst\u00e4ndigen ist die Erkenntnis etwas Leichtes. \u2013<br>7 Gehe von einem t\u00f6richten Menschen weg, denn du lernst da nichts von einsichtsvollen Lippen kennen. \u2013<br>8 Die Weisheit des Klugen besteht darin, da\u00df er auf seinen Weg acht gibt; aber die Narrheit der Toren ist Entt\u00e4uschung f\u00fcr sie selbst. \u2013<br>9 Der Toren spottet das Schuldopfer; aber unter Rechtschaffenen herrscht gutes Einvernehmen. \u2013<br>10 Das Herz allein kennt seinen Kummer, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen. \u2013<br>11 Das Haus der Gottlosen wird zerst\u00f6rt werden, das Zelt der Rechtschaffenen aber wird in Bl\u00fcte stehen. \u2013<br>12 Mancher Weg erscheint einem Menschen gerade, aber das Ende davon sind Wege des Todes. \u2013<br>13 Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer empfinden, und das Ende der Freude ist (oft) Traurigkeit. \u2013<br>14 Den Lohn f\u00fcr seine Wege bekommt der zu schmecken, dessen Herz abtr\u00fcnnig ist, und ebenso ein guter Mensch f\u00fcr seine Handlungen. \u2013<br>15 Der Einf\u00e4ltige glaubt jedem Wort, der Kluge aber gibt auf seine Schritte acht. \u2013<br>16 Der Weise ist vorsichtig und meidet das B\u00f6se, der Tor aber ereifert sich und ist sorglos. \u2013<br>17 Der J\u00e4hzornige richtet Torheit an, ein besonnener Mensch aber bleibt ruhig. \u2013<br>18 Die Einf\u00e4ltigen eignen sich Dummheit an, die Klugen aber werden mit Erfahrung gekr\u00f6nt. \u2013<br>19 Die B\u00f6sen m\u00fcssen sich vor den Guten verneigen und die Gottlosen an den T\u00fcren des Gerechten stehen. \u2013<br>20 Sogar seinem Freunde ist der Arme widerw\u00e4rtig; aber derer, die den Reichen lieben, sind viele. \u2013<br>21 Wer seinen N\u00e4chsten ver\u00e4chtlich behandelt, vers\u00fcndigt sich; wer sich aber der Ungl\u00fccklichen erbarmt: Heil ihm! \u2013<br>22 Wahrlich, wer auf B\u00f6ses sinnt, wird irre gehen; aber Liebe und Vertrauen erntet, wer gute Absichten hegt. \u2013<br>23 Bei jeder sauren Arbeit kommt ein Gewinn heraus, aber leeres Geschw\u00e4tz bringt nur Verlust. \u2013<br>24 F\u00fcr weise Menschen ist ihr Reichtum eine Krone, der Kranz der Toren aber ist die Torheit. \u2013<br>25 Ein wahrhaftiger Zeuge ist ein Lebensretter; wer aber L\u00fcgen ausspricht, ist ein falscher Zeuge. \u2013<br>26 In der Gottesfurcht liegt eine starke Sicherheit, und auch die Kinder eines solchen haben darin eine Zuflucht. \u2013<br>27 Die Gottesfurcht ist ein Born des Lebens, um den Schlingen des Todes zu entgehen. \u2013<br>28 Auf der Menge des Kriegsvolks beruht das Ansehen eines K\u00f6nigs; aber der Mangel an Kriegsmannschaft f\u00fchrt den Sturz eines F\u00fcrsten herbei. \u2013<br>29 Ein Geduldiger beweist viel Einsicht, aber ein J\u00e4hzorniger treibt die Torheit auf die Spitze. \u2013<br>30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Leidenschaftlichkeit ist wie Wurmfra\u00df in den Gebeinen. \u2013<br>31 Wer den Geringen bedr\u00fcckt, beschimpft den, der ihn geschaffen hat; wer sich aber des Armen erbarmt, erweist jenem Ehre. \u2013<br>32 Durch seine Bosheit wird der Gottlose gest\u00fcrzt; aber der Gerechte bleibt auch im Tode noch getrost. \u2013<br>33 Im Herzen des Verst\u00e4ndigen ruht die Weisheit verschlossen; was aber im Inneren der Toren ist, gibt sich kund. \u2013<br>34 Gerechtigkeit erh\u00f6ht ein Volk, aber die S\u00fcnde ist die Schmach der V\u00f6lker. \u2013<br>35 Des K\u00f6nigs Gunst wird dem klugen Diener zuteil, aber einen unbrauchbaren wird sein Ingrimm treffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 15<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Eine sanfte Antwort beschwichtigt den Grimm, aber ein kr\u00e4nkendes Wort ruft Zorn hervor. \u2013<br>2 Die Zunge der Weisen tr\u00e4ufelt Erkenntnis (aus), aber der Mund der Toren sprudelt Dummheit hervor. \u2013<br>3 An jedem Orte sind die Augen des HERRN, sie schauen auf die B\u00f6sen und auf die Guten. \u2013<br>4 Sanftheit der Zunge ist ein Baum des Lebens, aber Verkehrtheit an ihr schl\u00e4gt dem Herzen Wunden. \u2013<br>5 Ein Tor verschm\u00e4ht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung annimmt, wird klug. \u2013<br>6 Das Haus des Gerechten ist eine gro\u00dfe Schatzkammer, aber im Einkommen des Gottlosen herrscht Zerr\u00fcttung. \u2013<br>7 Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, aber der Toren Sinn ist verkehrt gerichtet. \u2013<br>8 Das Opfer der Gottlosen ist dem HERRN ein Greuel, aber das Gebet der Aufrichtigen ist ihm wohlgef\u00e4llig. \u2013<br>9 Der Wandel des Gottlosen ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den hat er lieb. \u2013<br>10 Schwere Z\u00fcchtigung erwartet den, der den rechten Weg verl\u00e4\u00dft; wer Zurechtweisung verschm\u00e4ht, wird sterben. \u2013<br>11 Unterwelt und Abgrund liegen offen vor dem HERRN: um wieviel mehr die Herzen der Menschenkinder! \u2013<br>12 Der Sp\u00f6tter hat es nicht gern, da\u00df man ihn zurechtweist; (darum) mag er sich nicht zu den Weisen gesellen. \u2013<br>13 Ein fr\u00f6hliches Herz macht das Angesicht heiter, aber bei Bek\u00fcmmernis des Herzens ist der Mut gebrochen. \u2013<br>14 Das Herz des Verst\u00e4ndigen trachtet nach Erkenntnis, aber der Mund der Toren geht auf Dummheit aus. \u2013<br>15 Alle Lebenstage sind f\u00fcr den Ungl\u00fccklichen tr\u00fcbselig, aber ein wohlgemuter Sinn ist wie ein best\u00e4ndiges Festmahl. \u2013<br>16 Besser wenig (Habe) bei Gottesfurcht, als reiche Sch\u00e4tze und Unruhe dabei. \u2013<br>17 Besser ein Gericht Gem\u00fcse und Liebe dabei, als ein gem\u00e4steter Ochs und Ha\u00df dabei. \u2013<br>18 Ein zornm\u00fctiger Mensch ruft Streit hervor, aber ein langm\u00fctiger beschwichtigt den Hader. \u2013<br>19 Der Weg des Faulen ist wie mit Dornen verz\u00e4unt, aber der Pfad der Flei\u00dfigen ist ebene Bahn. \u2013<br>20 Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude, aber ein t\u00f6richter Mensch verachtet seine Mutter. \u2013<br>21 Die Torheit ist dem Unverst\u00e4ndigen eine Freude, ein verst\u00e4ndiger Mensch aber geht seinen Weg geradeaus. \u2013<br>22 Wo keine Beratung stattfindet, da mi\u00dflingen die Pl\u00e4ne; wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande. \u2013<br>23 Freude hat jeder an der (treffenden) Antwort seines Mundes, und ein Wort zu rechter Zeit \u2013 wie wertvoll ist das! \u2013<br>24 Der Weg des Lebens geht f\u00fcr den Einsichtigen aufw\u00e4rts, damit er dem Totenreich drunten fernbleibe. \u2013<br>25 Das Haus der Hochm\u00fctigen rei\u00dft der HERR nieder, aber die Grenze der Witwe legt er fest. \u2013<br>26 Boshafte Anschl\u00e4ge sind dem HERRN ein Greuel, aber leutselige Worte sind (ihm) rein. \u2013<br>27 Wer unrechtm\u00e4\u00dfigen Gewinn macht, zerr\u00fcttet sein (eigenes) Haus; wer aber Bestechungsgeschenke ha\u00dft, wird leben. \u2013<br>28 Das Herz des Gerechten \u00fcberlegt, um eine Antwort zu geben; aber der Mund der Gottlosen sprudelt Bosheiten hervor. \u2013<br>29 Von den Gottlosen bleibt der HERR fern, aber das Gebet der Gerechten vernimmt er. \u2013<br>30 Ein freundlicher Blick erfreut das Herz; eine gute Botschaft erquickt Mark und Bein. \u2013<br>31 Ein Ohr, das auf heilsame Zurechtweisung h\u00f6rt, weilt gern im Kreise der Weisen. \u2013<br>32 Wer Unterweisung verschm\u00e4ht, mi\u00dfachtet (das Heil) seiner Seele; wer aber auf Zurechtweisung h\u00f6rt, erwirbt sich Einsicht. \u2013<br>33 Die Furcht des HERRN ist Unterweisung zur Weisheit, und vor der Ehre geht die Demut her.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 16<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dem Menschen geh\u00f6ren die Entw\u00fcrfe des Herzens an, aber vom HERRN kommt das, was die Zunge ausspricht. \u2013<br>2 Einem Menschen erscheint alles rein, was er unternimmt; aber der HERR w\u00e4gt die Geister. \u2013<br>3 Befiehl dem HERRN deine Werke, dann werden deine Pl\u00e4ne gelingen. \u2013<br>4 Alles hat der HERR f\u00fcr einen bestimmten Zweck geschaffen, so auch den Gottlosen f\u00fcr den Tag des Ungl\u00fccks. \u2013<br>5 Jeder Hochm\u00fctige ist dem HERRN ein Greuel: die Hand darauf! Ein solcher wird nicht ungestraft bleiben (11,21). \u2013<br>6 Durch Liebe und Treue wird Verschuldung ges\u00fchnt, aber durch Gottesfurcht h\u00e4lt man sich vom B\u00f6sen fern. \u2013<br>7 Wenn das Verhalten jemandes dem HERRN wohlgef\u00e4llt, so s\u00f6hnt er sogar seine Feinde mit ihm aus. \u2013<br>8 Besser wenig mit Gerechtigkeit, als ein gro\u00dfes Einkommen mit Unrecht. \u2013<br>9 Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, der HERR aber lenkt seine Schritte. \u2013<br>10 Ein Gottesurteil liegt auf den Lippen des K\u00f6nigs: beim Rechtsprechen verfehlt sich sein Mund nicht. \u2013<br>11 [Richtige] Waage und Waagschalen sind Gottes Sache; sein Werk sind alle Gewichtst\u00fccke im Beutel. \u2013<br>12 Das Ver\u00fcben von Freveltaten ist den K\u00f6nigen ein Greuel; denn nur durch Gerechtigkeit steht ein Thron fest. \u2013<br>13 Wahrhaftige Lippen gefallen dem K\u00f6nige wohl, und wer aufrichtig redet, den liebt er. \u2013<br>14 Des K\u00f6nigs Zorn gleicht Todesboten, aber ein weiser Mann bes\u00e4nftigt diesen (Zorn). \u2013<br>15 Im freundlichen Blick des K\u00f6nigs liegt Leben, und seine Huld ist wie eine Regenwolke des Sp\u00e4tregens. \u2013<br>16 Weisheit zu erwerben ist viel besser als Gold, und Einsicht zu erwerben ist wertvoller als Silber. \u2013<br>17 Die Bahn der Rechtschaffenen ist darauf gerichtet, sich vom B\u00f6sen fernzuhalten; wer auf seinen Wandel achtgibt, beh\u00fctet seine Seele. \u2013<br>18 Hochmut kommt vor dem Fall und hoff\u00e4rtiger Sinn vor dem Sturz. \u2013<br>19 Besser ist es, dem\u00fctig zu sein mit den Niedrigen, als Beute zu teilen mit den Stolzen. \u2013<br>20 Wer auf das Wort (Gottes) achtet, wird Segen davon haben, und wer auf den HERRN vertraut: wohl ihm! \u2013<br>21 Wer weisen Herzens ist, der wird mit Recht verst\u00e4ndig genannt, doch S\u00fc\u00dfigkeit der Lippen f\u00f6rdert noch die Belehrung. \u2013<br>22 Ein Born des Lebens ist die Einsicht f\u00fcr ihren Besitzer; f\u00fcr die Toren aber ist die Torheit eine Strafe. \u2013<br>23 Der Verstand des Weisen macht seinen Mund klug und mehrt auf seinen Lippen die Belehrung. \u2013<br>24 Honigseim sind freundliche Worte, s\u00fc\u00df f\u00fcr die Seele und gesund f\u00fcr den Leib. \u2013<br>25 Mancher Weg erscheint dem Menschen gerade und ist schlie\u00dflich doch ein Weg zum Tode. \u2013<br>26 Der Hunger des Arbeiters f\u00f6rdert seine Arbeit, denn sein (hungriger) Mund treibt ihn dazu an. \u2013<br>27 Ein nichtsw\u00fcrdiger Mensch gr\u00e4bt Unheilsgruben, und auf seinen Lippen ist\u2019s wie brennendes Feuer. \u2013<br>28 Ein r\u00e4nkes\u00fcchtiger Mensch richtet Unfrieden an, und ein Ohrenbl\u00e4ser entzweit vertraute Freunde. \u2013<br>29 Ein gewaltt\u00e4tiger Mensch beschwatzt seinen Genossen und f\u00fchrt ihn auf einen unheilvollen Weg. \u2013<br>30 Wer seine Augen zukneift, will Arglist ersinnen; wer seine Lippen zusammenpre\u00dft, hat Bosheit vollbracht. \u2013<br>31 Graues Haar ist eine Ehrenkrone; auf dem Wege der Gerechtigkeit wird sie erlangt. \u2013<br>32 Besser ein Langm\u00fctiger als ein Kriegsheld, und besser einer, der sich selbst beherrscht, als ein St\u00e4dteeroberer. \u2013<br>33 Im Bausch (des Gewandes) wirft man das Los, aber alle seine Entscheidung kommt vom HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 17<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Besser ein St\u00fcck trocknes Brot und Ruhe dabei, als ein Haus voll Fleisch mit Unfrieden. \u2013<br>2 Ein kluger Knecht wird Herr \u00fcber einen nichtsnutzigen Haussohn werden und sich inmitten der Br\u00fcder in die Erbschaft teilen. \u2013<br>3 Der Schmelztiegel ist f\u00fcr das Silber und der Ofen f\u00fcr das Gold; der aber die Herzen pr\u00fcft, ist der HERR. \u2013<br>4 Ein B\u00f6sewicht horcht auf unheilstiftende Lippen, ein Betr\u00fcger leiht verderbenbringenden Zungen sein Ohr. \u2013<br>5 Wer den Armen verspottet, schm\u00e4ht dessen Sch\u00f6pfer, und wer sich \u00fcber Ungl\u00fcck freut, wird nicht ungestraft bleiben. \u2013<br>6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Stolz sind ihre V\u00e4ter. \u2013<br>7 Selbstbewu\u00dfte Rede kommt einem Toren nicht zu, noch viel weniger einem Edlen L\u00fcgensprache. \u2013<br>8 Ein Bestechungsgeschenk erscheint dem, der es empf\u00e4ngt, als ein Zauberstein: \u00fcberall, wohin es gelangt, hat es Erfolg. \u2013<br>9 Wer Liebe sucht, deckt Verfehlungen zu; wer aber eine Sache immer wieder aufr\u00fchrt, entzweit vertraute Freunde. \u2013<br>10 Ein Verweis macht bei einem Verst\u00e4ndigen tieferen Eindruck als hundert Stockschl\u00e4ge bei einem Toren. \u2013<br>11 Nur auf (eigenes) Unheil ist der Emp\u00f6rer bedacht, denn ein unbarmherziger Bote wird gegen ihn gesandt werden. \u2013<br>12 Eine ihrer Jungen beraubte B\u00e4rin m\u00f6ge (immerhin) jemandem begegnen, aber nur nicht ein Tor mit seinem Unverstand! \u2013<br>13 Wer Gutes mit B\u00f6sem vergilt, aus dessen Hause wird das Ungl\u00fcck nicht weichen. \u2013<br>14 Der Anfang eines Zankes ist so, wie wenn man Wasser ausbrechen l\u00e4\u00dft; (darum) la\u00df vom Streit ab, ehe er zum Ausbruch kommt! \u2013<br>15 Wer den Schuldigen freispricht und wer den Unschuldigen verurteilt, die sind alle beide dem HERRN ein Greuel. \u2013<br>16 Wozu doch Geld in der Hand des Toren? Er k\u00f6nnte Weisheit kaufen, doch ihm fehlt der Verstand dazu. \u2013<br>17 Zu jeder Zeit beweist der (wahre) Freund Liebe und wird als Bruder f\u00fcr die Zeit der Not geboren. \u2013<br>18 Ein unverst\u00e4ndiger Mensch ist, wer durch Handschlag sich verpflichtet, wer einem andern gegen\u00fcber B\u00fcrgschaft leistet. \u2013<br>19 Wer Streit liebt, liebt Vers\u00fcndigung; wer seine T\u00fcr hoch baut, will den Einsturz. \u2013<br>20 Wer falschen Herzens ist, erlangt kein Gl\u00fcck; und wer eine verlogene Zunge hat, ger\u00e4t ins Ungl\u00fcck. \u2013<br>21 Wer einen Toren zum Sohn hat, der hat Kummer davon, und der Vater eines Narren erlebt keine Freude. \u2013<br>22 Ein fr\u00f6hlicher Sinn bef\u00f6rdert die Genesung, aber ein bedr\u00fccktes Gem\u00fct l\u00e4\u00dft die Gebeine verdorren. \u2013<br>23 Der Gottlose nimmt Geschenke aus dem Bausch jemandes an, um den Gang des Rechts zu beugen. \u2013<br>24 Der Verst\u00e4ndige hat die Weisheit vor seinen Augen schweben, aber die Augen des Toren schweifen am Ende der Erde umher. \u2013<br>25 Ein t\u00f6richter Sohn ist ein Kummer f\u00fcr seinen Vater und ein bitteres Weh f\u00fcr die (Mutter), die ihn geboren. \u2013<br>26 Schon eine Geldstrafe einem Unschuldigen aufzuerlegen ist vom \u00dcbel; Edle aber zu schlagen ist ganz ungeb\u00fchrlich. \u2013<br>27 Wer mit seinen Worten an sich h\u00e4lt, besitzt Einsicht, und der Kaltbl\u00fctige ist ein verst\u00e4ndiger Mann. \u2013<br>28 Selbst ein Tor kann, wenn er schweigt, als weise gelten und, wenn er seine Lippen verschlie\u00dft, als einsichtsvoll.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 18<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der Sonderling geht dem eigenen Gel\u00fcsten nach; er k\u00e4mpft gegen alles an, was frommt. \u2013<br>2 Dem Toren ist es nicht um Einsicht zu tun, sondern nur um die Kundmachung seiner Gedanken. \u2013<br>3 Wo Gottlosigkeit ver\u00fcbt wird, da stellt sich auch Verachtung ein, und mit der Schandtat kommt die Schmach. \u2013<br>4 Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Munde manches Mannes, ein sprudelnder Bach, ein Born der Weisheit. \u2013<br>5 Es ist ein \u00fcbel Ding, Partei f\u00fcr den Schuldigen zu nehmen, so da\u00df man den, der recht hat, im Gericht unterliegen l\u00e4\u00dft. \u2013<br>6 Die Lippen des Toren f\u00fchren Streit herbei, und sein Mund ruft nach Stockschl\u00e4gen. \u2013<br>7 Dem Toren bringt sein Mund Verderben, und seine Lippen werden zum Fallstrick f\u00fcr sein Leben. \u2013<br>8 Die Worte des Ohrenbl\u00e4sers sind wie Leckerbissen, die in das Innerste des Leibes hinabgleiten. \u2013<br>9 Schon wer sich l\u00e4ssig bei seiner Arbeit zeigt, ist ein Bruder dessen, der (sein Verm\u00f6gen) zugrunde richtet. \u2013<br>10 Ein fester Turm ist der Name des HERRN; in diesen fl\u00fcchtet sich der Gerechte und ist in Sicherheit. \u2013<br>11 Das Verm\u00f6gen des Reichen ist f\u00fcr ihn eine feste Burg und gleich einer hohen Mauer \u2013 in seiner Einbildung. \u2013<br>12 Vor dem Sturz ist das Herz eines Menschen hochm\u00fctig, aber vor der Ehre schreitet die Demut einher. \u2013<br>13 Wenn jemand Antwort gibt, ehe er (recht) geh\u00f6rt hat, so gilt ihm das als Unverstand und Schande. \u2013<br>14 Ein m\u00e4nnlicher Mut ertr\u00e4gt sein Leiden; aber ein bedr\u00fccktes Gem\u00fct \u2013 wer kann das ertragen? \u2013<br>15 Ein verst\u00e4ndiges Herz erwirbt Weisheit, und das Ohr des Weisen trachtet nach Erkenntnis. \u2013<br>16 Geschenke \u00f6ffnen einem Menschen T\u00fcr und Tor und verschaffen ihm Zutritt zu den Gro\u00dfen. \u2013<br>17 Recht hat, wer als der erste in einer Streitsache auftritt; wenn dann aber der andere kommt, so widerlegt er ihn. \u2013<br>18 Das Los schlichtet Streitigkeiten und entscheidet zwischen Starken. \u2013<br>19 Ein Bruder, gegen den man treulos gehandelt hat, leistet st\u00e4rkeren Widerstand als eine feste Stadt, und Zerw\u00fcrfnisse sind wie der Riegel einer Burg. \u2013<br>20 Jeder bekommt die Frucht seines Mundes sattsam zu schmecken: den Ertrag seiner Lippen mu\u00df er auskosten. \u2013<br>21 Tod und Leben stehen in der Gewalt der Zunge, und wer sie viel gebraucht, wird das, was sie anrichtet, zu schmecken bekommen. \u2013<br>22 Wer ein (gutes) Eheweib gefunden, hat etwas Vortreffliches gefunden und ein Gnadengeschenk vom HERRN erhalten. \u2013<br>23 Unterw\u00fcrfige Bitten spricht der Arme aus, aber der Reiche antwortet mit H\u00e4rte. \u2013<br>24 Gar manche Freunde gereichen zum Verderben; doch mancher Freund ist anh\u00e4nglicher als ein Bruder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 19<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Besser ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, als wer unehrliche Lippen hat und dabei reich ist. \u2013<br>2 Schon bei sich selbst gar nicht zu \u00fcberlegen (?) ist verfehlt; wer sich aber \u00fcberst\u00fcrzt, tritt fehl. \u2013<br>3 Des Menschen eigene Torheit l\u00e4\u00dft seine Unternehmungen mi\u00dflingen; aber alsdann grollt sein Herz gegen den HERRN. \u2013<br>4 Reichtum verschafft Freunde in gro\u00dfer Zahl; wer aber arm ist, sieht sich von seinem Freunde verlassen. \u2013<br>5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer L\u00fcgen vorbringt, wird (der Strafe) nicht entrinnen. \u2013<br>6 Viele umschmeicheln einen Vornehmen, und alle Welt ist einem freigebigen Menschen zugetan. \u2013<br>7 Den Armen hassen alle seine Br\u00fcder; erst recht ziehen sich seine Freunde von ihm zur\u00fcck. Wer Worten nachjagt, dem dienen sie zu nichts (?). \u2013<br>8 Wer Verstand erwirbt, liebt sein Leben; wer Einsicht bewahrt, wird Segen davon haben. \u2013<br>9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer L\u00fcgen vorbringt, geht zugrunde. \u2013<br>10 Wohlleben kommt keinem Toren zu; geschweige denn einem Sklaven, \u00fcber F\u00fcrsten zu herrschen. \u2013<br>11 Die Einsicht eines Menschen zeigt sich in seiner Langmut, und ein Ruhm ist es f\u00fcr ihn, Verfehlungen zu verzeihen. \u2013<br>12 Des K\u00f6nigs Groll ist wie das Knurren eines L\u00f6wen, dagegen seine Gunst wie Tau auf Pflanzen. \u2013<br>13 Ein t\u00f6richter Sohn ist ein Ungl\u00fcck f\u00fcr seinen Vater, und ein z\u00e4nkisches Weib ist wie eine stets rinnende Dachtraufe. \u2013<br>14 Haus und Habe erbt man von den V\u00e4tern, aber ein verst\u00e4ndiges Weib ist eine Gabe vom HERRN. \u2013<br>15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und ein l\u00e4ssiger Mensch mu\u00df Hunger leiden. \u2013<br>16 Wer das Gebot (Gottes) beachtet, der bewahrt sein Leben; wer dagegen das Wort (Gottes) verachtet, wird sterben. \u2013<br>17 Wer sich des Armen erbarmt, gibt dem HERRN ein Darlehen; und der wird ihm sein Wohltun vergelten. \u2013<br>18 Z\u00fcchtige deinen Sohn, weil noch Hoffnung (auf Besserung) vorhanden ist, und la\u00df dir nicht in den Sinn kommen, ihn zu t\u00f6ten. \u2013<br>19 Wer j\u00e4hzornig ist, mu\u00df eine Geldbu\u00dfe zahlen, denn greifst du auch wehrend ein, so machst du\u2019s nur noch schlimmer (?). \u2013<br>20 H\u00f6re auf guten Rat und nimm Zurechtweisung an, damit du in Zukunft klug wirst. \u2013<br>21 Vielerlei Pl\u00e4ne sind im Herzen eines Menschen, aber der Ratschlu\u00df des HERRN, der wird zustande kommen. \u2013<br>22 Die Bereitwilligkeit eines Menschen ist f\u00fcr seine Liebesbet\u00e4tigung bestimmend, und besser ist ein Armer als ein L\u00fcgner. \u2013<br>23 Die Gottesfurcht f\u00fchrt zum Leben; so kann man nachts ges\u00e4ttigt schlafen und wird von keinem Ungl\u00fcck heimgesucht. \u2013<br>24 Hat der Faule seine Hand in die E\u00dfsch\u00fcssel gesteckt, so mag er sie nicht einmal zu seinem Munde zur\u00fcckbringen. \u2013<br>25 Schl\u00e4gst du den Sp\u00f6tter, so wird der Unverst\u00e4ndige dadurch klug; und weist man den Verst\u00e4ndigen zurecht, so l\u00e4\u00dft er es sich zur Lehre dienen. \u2013<br>26 Wer den Vater mi\u00dfhandelt, die Mutter aus dem Hause jagt, ist ein sch\u00e4ndlicher und nichtsnutziger Sohn. \u2013<br>27 La\u00df ab, mein Sohn, auf Zurechtweisung zu h\u00f6ren, wenn du doch von den Lehren der Weisheit abweichen willst. \u2013<br>28 Ein gewissenloser Zeuge verh\u00f6hnt das Recht, und der Mund der Gottlosen sprudelt Unheil hervor. \u2013<br>29 F\u00fcr die Sp\u00f6tter sind Strafgerichte bereit, und Schl\u00e4ge f\u00fcr den R\u00fccken der Toren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 20<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Der Wein ist ein Sp\u00f6tter, der Rauschtrank ein L\u00e4rmmacher, und keiner, der von ihm taumelt, ist weise. \u2013<br>2 Des K\u00f6nigs Drohen ist wie das Knurren eines L\u00f6wen (19,12); wer ihn zum Zorn reizt, frevelt gegen sein Leben. \u2013<br>3 Ehrenvoll ist es f\u00fcr den Mann, vom Streit fernzubleiben; jeder Narr aber f\u00e4ngt H\u00e4ndel an. \u2013<br>4 Mit Eintritt des Herbstes mag der Faule nicht pfl\u00fcgen; wenn er dann in der Erntezeit (nach Fr\u00fcchten) verlangt, so ist nichts da. \u2013<br>5 Ein tiefes Wasser sind die Pl\u00e4ne im Herzen eines Menschen, aber ein kluger Mann wei\u00df sie doch zu sch\u00f6pfen. \u2013<br>6 Viele Menschen werden g\u00fctige Leute genannt, aber einen wirklich treuen Mann \u2013 wer findet den? \u2013<br>7 Wer in seiner Unstr\u00e4flichkeit als gerechter Mann wandelt: wohl seinen Kindern nach ihm! \u2013<br>8 Ein K\u00f6nig, der auf dem Richterstuhl sitzt, macht, mit seinen Augen sichtend, alles B\u00f6se ausfindig. \u2013<br>9 Wer darf sagen: \u00bbIch habe mein Herz unbefleckt erhalten, ich bin rein von S\u00fcnde geblieben\u00ab? \u2013<br>10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Ma\u00df, die sind alle beide dem HERRN ein Greuel. \u2013<br>11 Schon ein Kind gibt durch sein Tun zu erkennen, ob seine Sinnesart lauter und aufrichtig ist. \u2013<br>12 Ein h\u00f6rendes Ohr und ein sehendes Auge, die hat der HERR alle beide geschaffen. \u2013<br>13 Liebe den Schlaf nicht, sonst verarmst du; halte die Augen offen, so wirst du satt zu essen haben. \u2013<br>14 \u00bbSchlecht, schlecht!\u00ab sagt der K\u00e4ufer; wenn er aber weggeht, dann lacht er sich ins F\u00e4ustchen. \u2013<br>15 M\u00f6gen auch Gold und Korallen in F\u00fclle vorhanden sein: das kostbarste Ger\u00e4t sind doch einsichtsvolle Lippen. \u2013<br>16 Nimm ihm seinen Rock, denn er hat f\u00fcr einen andern geb\u00fcrgt; um fremder Leute willen pf\u00e4nde ihn aus. \u2013<br>17 S\u00fc\u00df schmeckt dem Menschen das durch Betrug erworbene Brot, hinterdrein aber hat er den Mund voll Kies. \u2013<br>18 Pl\u00e4ne kommen durch Beratschlagung zustande; darum f\u00fchre Krieg (nur) mit kluger \u00dcberlegung. \u2013<br>19 Geheimnisse verr\u00e4t, wer als Verleumder umhergeht; darum la\u00df dich nicht ein mit einem, der seine Lippen aufsperrt. \u2013<br>20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird zur Zeit tiefster Finsternis erl\u00f6schen. \u2013<br>21 Ein Besitz, den man mit \u00dcberst\u00fcrzung gleich im Anfang erlangt hat, wird schlie\u00dflich ungesegnet sein. \u2013<br>22 Sage nicht: \u00bbIch will das B\u00f6se vergelten!\u00ab Harre auf den HERRN, so wird er dir helfen. \u2013<br>23 Zweierlei Gewichtsteine sind dem HERRN ein Greuel, und falsche Waage ist ein \u00fcbel Ding. \u2013<br>24 Vom HERRN h\u00e4ngen die Schritte eines jeden ab; der Mensch aber \u2013 was versteht der von seinem Wege? \u2013<br>25 Ein Fallstrick ist es f\u00fcr den Menschen, unbesonnen auszusprechen: \u00bbGeweiht!\u00ab und erst nach dem Geloben zu \u00fcberlegen. \u2013<br>26 Ein weiser K\u00f6nig macht die Frevler ausfindig und l\u00e4\u00dft den Dreschwagen \u00fcber sie hingehen. \u2013<br>27 Eine vom HERRN verliehene Leuchte ist der Geist des Menschen: er durchforscht alle Kammern des Leibes. \u2013<br>28 Liebe und Treue beschirmen den K\u00f6nig, und durch Liebe st\u00fctzt er seinen Thron. \u2013<br>29 Der J\u00fcnglinge Ruhm ist ihre Kraft, und der Greise Schmuck ist das graue Haar. \u2013<br>30 Blutige Striemen scheuern das B\u00f6se weg, und Schl\u00e4ge s\u00e4ubern die Kammern des Leibes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 21<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Gleich Wasserb\u00e4chen ist das Herz des K\u00f6nigs in der Hand des HERRN: wohin immer er will, leitet er es. \u2013<br>2 Alle seine Wege mag ein Mensch f\u00fcr recht halten, aber der HERR w\u00e4gt die Herzen (16,2). \u2013<br>3 Recht und Gerechtigkeit \u00fcben ist dem HERRN wohlgef\u00e4lliger als Schlachtopfer. \u2013<br>4 Stolze Augen und ein aufgeblasenes Herz: das neue Leben der Gottlosen ist doch wieder S\u00fcnde (?). \u2013<br>5 Die Bestrebungen des Flei\u00dfigen bringen nur Gewinn; wer sich aber \u00fcberst\u00fcrzt, hat nur Schaden davon. \u2013<br>6 Erwerb von Sch\u00e4tzen durch l\u00fcgnerische Zunge ist wie ein verwehender Hauch, Schlingen des Todes. \u2013<br>7 Die Gottlosen rafft ihre Gewaltt\u00e4tigkeit hinweg, weil sie sich weigern zu tun, was recht ist. \u2013<br>8 Vielgewunden ist der Weg eines schuldbeladenen Menschen; wer aber redlich ist, dessen Tun ist gerade. \u2013<br>9 Besser ist es, auf dem Dach in einem Winkel zu wohnen, als mit einem z\u00e4nkischen Weibe in gemeinsamem Haus. \u2013<br>10 Der Sinn des Gottlosen trachtet nach B\u00f6sem; sein N\u00e4chster findet kein Erbarmen in seinen Augen. \u2013<br>11 Durch Bestrafung des Sp\u00f6tters wird der Unverst\u00e4ndige gewitzigt; und wenn man den Weisen belehrt, so nimmt er Einsicht an. \u2013<br>12 Es ist ein Gerechter da, der auf das Haus des Gottlosen achtet und die Gottlosen ins Verderben st\u00fcrzt. \u2013<br>13 Wer sein Ohr vor dem Hilferuf des Armen verstopft, der wird ebenfalls, wenn er selber ruft, kein Geh\u00f6r finden. \u2013<br>14 Eine Gabe im geheimen beschwichtigt den Zorn und ein Geschenk im Busen den heftigsten Grimm. \u2013<br>15 F\u00fcr die Gerechten ist es eine Freude, wenn Recht geschafft wird, aber f\u00fcr die \u00dcbelt\u00e4ter ein Entsetzen. \u2013<br>16 Ein Mensch, der vom Wege der Einsicht abirrt, wird (bald) in der Versammlung der Schatten ruhen. \u2013<br>17 Wer Lustbarkeiten liebt, wird Mangel leiden; wer Wein und Salb\u00f6l liebt, wird nicht reich. \u2013<br>18 Der Gottlose ist ein L\u00f6segeld f\u00fcr den Gerechten, und der Betr\u00fcger tritt an die Stelle (des Ungl\u00fccks) der Redlichen. \u2013<br>19 Besser ist es, (einsam) in einem w\u00fcsten Lande zu wohnen als bei einem z\u00e4nkischen und gr\u00e4mlichen Weibe. \u2013<br>20 Kostbare Sch\u00e4tze sind in der Wohnung des Weisen, aber ein t\u00f6richter Mensch vergeudet sie. \u2013<br>21 Wer sich der Gerechtigkeit und G\u00fcte beflei\u00dfigt, erlangt Leben, Heil und Ehre. \u2013<br>22 Ein Weiser ersteigt die feste Stadt von Kriegshelden und bringt das Bollwerk, auf das sie sich verlie\u00df, zu Fall. \u2013<br>23 Wer seinen Mund und seine Zunge h\u00fctet, beh\u00fctet sein Leben vor F\u00e4hrlichkeiten. \u2013<br>24 Ein aufgeblasener und frecher Mensch \u2013 Sp\u00f6tter ist sein Name \u2013 handelt in vermessenem \u00dcbermut. \u2013<br>25 Dem Faulen bringt sein Gel\u00fcsten den Tod, weil seine H\u00e4nde sich vor der Arbeit scheuen. \u2013<br>26 Unaufh\u00f6rlich wird gebettelt und gebettelt; dennoch gibt der Gerechte, ohne zu geizen. \u2013<br>27 Das Opfer der Gottlosen ist (dem HERRN) ein Greuel, zumal wenn sie es um einer Schandtat willen darbringen. \u2013<br>28 Ein l\u00fcgenhafter Zeuge geht zugrunde, aber ein Mann, der Ohrenzeuge gewesen, mag allezeit reden. \u2013<br>29 Ein gottloser Mensch tr\u00e4gt ein freches Angesicht zur Schau, ein Rechtschaffener aber gibt seinem Wege eine feste Richtung. \u2013<br>30 Es gibt weder Weisheit noch Einsicht noch einen klugen Anschlag gegen\u00fcber dem HERRN. \u2013<br>31 Das Ro\u00df wird f\u00fcr den Tag der Schlacht ger\u00fcstet, aber der Sieg steht bei dem HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 22<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein guter Name ist wertvoller als gro\u00dfer Reichtum, Beliebtheit besser als Silber und Gold. \u2013<br>2 Reiche und Arme sind aufeinander angewiesen: der HERR hat sie alle beide geschaffen. \u2013<br>3 Der Kluge sieht das Ungl\u00fcck voraus und verbirgt sich; die Einf\u00e4ltigen aber gehen weiter und erleiden Schaden. \u2013<br>4 Der Lohn der Demut (und) der Gottesfurcht ist Reichtum, Ehre und Leben. \u2013<br>5 Fu\u00dfangeln und Schlingen liegen auf dem Wege des Falschen; wer sein Leben bewahren will, h\u00e4lt sich fern von ihnen. \u2013<br>6 Erziehe dein Kind angemessen f\u00fcr seinen Lebensweg; dann wird es auch im Alter nicht davon abweichen. \u2013<br>7 Der Reiche ist ein Herr der Armen, und wer borgt, ist ein Knecht des Gl\u00e4ubigers. \u2013<br>8 Wer Unrecht s\u00e4t, wird Unheil ernten, und die Zuchtrute seines Grimmes wird ihn selbst treffen. \u2013<br>9 Der Mildherzige wird gesegnet; denn er gibt dem Armen von seinem Brot ab. \u2013<br>10 Treibe den Sp\u00f6tter weg, so geht der Streit mit hinaus, und das Zanken und Schm\u00e4hen hat ein Ende. \u2013<br>11 Wer reines Herzens ist, den liebt der HERR, und wessen Lippen herzgewinnend reden, dessen Freund ist der K\u00f6nig. \u2013<br>12 Die Augen des HERRN bewahren, was sie wahrgenommen, und er bringt die Worte des Treulosen zu Fall. \u2013<br>13 Der Faule sagt: \u00bbEin L\u00f6we ist drau\u00dfen; ich k\u00f6nnte mitten auf der Stra\u00dfe ums Leben kommen!\u00ab \u2013<br>14 Eine tiefe Grube ist der Mund der fremden Weiber; wer dem HERRN verha\u00dft ist, f\u00e4llt hinein. \u2013<br>15 Steckt Torheit tief im Herzen eines Kindes, so wird die Zuchtrute sie ihm austreiben. \u2013<br>16 Wer einen Armen bedr\u00fcckt, verhilft ihm zur Bereicherung; wer einen Reichen beschenkt, tut\u2019s nur zu dessen Verarmung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III. Erste Sammlung von Ausspr\u00fcchen der Weisen (22,17-24,22)<\/h2>\n\n\n\n<p>17 Leihe mir dein Ohr und vernimm die Worte von Weisen und richte deine Aufmerksamkeit auf mein Wissen!<br>18 Denn sch\u00f6n ist\u2019s, wenn du sie in deinem Inneren festh\u00e4ltst: m\u00f6chten sie allesamt auf deinen Lippen verbleiben!<br>19 Damit dein Vertrauen auf dem HERRN ruhe, habe ich dich heute unterwiesen, ja dich.<br>20 Wahrlich ich habe dir Kernspr\u00fcche aufgeschrieben mit Ratschl\u00e4gen und Lehren,<br>21 um dir kundzutun die Richtschnur von Wahrheitsworten, damit du denen, die dich fragen, richtige Antworten geben kannst.<br>22 Bringe den Geringen nicht um das Seine, weil er gering ist, und zertritt den Armen nicht im Tor,<br>23 denn der HERR wird ihre Sache f\u00fchren und denen, die sie berauben, das Leben rauben.<br>24 Befreunde dich nicht mit einem Zornm\u00fctigen und habe keinen Umgang mit einem Hitzkopf,<br>25 damit du dich nicht an seine Pfade gew\u00f6hnst und dir einen Fallstrick f\u00fcr deine Seele zulegst.<br>26 Geh\u00f6re nicht zu denen, die Handschlag geben, zu denen, die f\u00fcr (fremde) Schulden B\u00fcrgschaft leisten;<br>27 denn wenn du nicht imstande bist zu zahlen: warum soll man dir das Bett unter dem Leibe wegnehmen?<br>28 Verr\u00fccke nicht die uralten Grenzsteine, die deine V\u00e4ter gesetzt haben. \u2013<br>29 Siehst du einen Mann, der in seinem Gesch\u00e4ft t\u00fcchtig ist, so wisse: bei K\u00f6nigen kann er in Dienst treten; er braucht nicht niedrigen Leuten seine Dienste zu widmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 23<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Wenn du mit einem Herrscher zu Tische sitzt, so beachte wohl, wen du vor dir hast,<br>2 und setze dir ein Messer an die Kehle, wenn du starke E\u00dflust hast!<br>3 La\u00df dich nicht nach seinen Leckerbissen gel\u00fcsten, denn sie sind eine tr\u00fcgliche Speise.<br>4 M\u00fche dich nicht, dir Reichtum zu erwerben: dazu biete deine Klugheit nicht auf!<br>5 Kaum hast du deine Blicke auf ihn gerichtet, so ist er schon verschwunden; denn sicherlich verschafft er sich Fl\u00fcgel wie ein Adler, der gen Himmel fliegt.<br>6 Speise nicht bei einem Mi\u00dfg\u00fcnstigen und la\u00df dich nicht nach seinen Leckerbissen gel\u00fcsten!<br>7 Denn wie einer, der alles bei sich berechnet, so gibt er sich: \u00bbI\u00df und trink!\u00ab sagt er zu dir, ohne es dir jedoch im Herzen zu g\u00f6nnen.<br>8 So mu\u00dft du denn den Bissen, den du genossen hast, wieder ausspeien, und deine freundlichen Worte hast du verschwendet.<br>9 Rede nicht vor den Ohren eines Toren, denn er hat f\u00fcr deine verst\u00e4ndigen Worte nur Verachtung. \u2013<br>10 Verr\u00fccke die Grenzsteine der Witwe nicht und dringe nicht in den Ackerbesitz der Verwaisten ein!<br>11 Denn ihr Rechtsbeistand ist stark: der wird ihre Sache gegen dich f\u00fchren.<br>12 Bringe dein Herz der Unterweisung entgegen und deine Ohren einsichtsvollen Reden.<br>13 Erspare deinem Kinde die Z\u00fcchtigung nicht! Denn schl\u00e4gst du es mit der Rute, wird es nicht zu sterben brauchen.<br>14 Du wirst es mit der Rute schlagen und dadurch sein Leben vor dem Totenreich bewahren.<br>15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, so wird das auch f\u00fcr mich eine herzliche Freude sein;<br>16 und mein Innerstes wird frohlocken, wenn deine Lippen reden, was recht ist.<br>17 Dein Herz ereifere sich nicht bez\u00fcglich der S\u00fcnder, wohl aber bez\u00fcglich der Furcht des HERRN allezeit:<br>18 denn es gibt (f\u00fcr dich) sicherlich noch eine Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht zuschanden werden.<br>19 H\u00f6re du zu, mein Sohn, damit du weise wirst, und la\u00df dein Herz geradeaus den rechten Weg gehen!<br>20 Geh\u00f6re nicht zu den Trunkenbolden, noch zu denen, die im Fleischgenu\u00df schwelgen!<br>21 Denn S\u00e4ufer und Schlemmer verarmen, und Schl\u00e4frigkeit gibt Lumpen zur Kleidung.<br>22 Gehorche deinem Vater, der dir das Leben gegeben hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist!<br>23 Kaufe dir Wahrheit und verkaufe sie nicht wieder, Weisheit und Zucht und Einsicht.<br>24 Laut frohlockt der Vater eines frommen (Sohnes); und die ein verst\u00e4ndiges Kind geboren hat, darf sich seiner freuen.<br>25 M\u00f6gen dein Vater und deine Mutter solche Freude haben und sie, die dir das Leben gegeben haben, (\u00fcber dich) frohlocken!<br>26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz und la\u00df deinen Augen meine Wege wohlgefallen!<br>27 Denn eine tiefe Grube ist die Lustdirne und ein enger Brunnen die Buhlerin.<br>28 \u00dcberdies liegt sie auf der Lauer wie ein R\u00e4uber und vermehrt die (Zahl der) Treulosen unter den Menschen.<br>29 Bei wem findet sich Ach? Bei wem Wehe? Bei wem H\u00e4ndel? Bei wem Klagen? Bei wem Wunden ohne Ursache? Bei wem tr\u00fcbe Augen?<br>30 Bei denen, die noch sp\u00e4t beim Wein sitzen, die da einkehren, um den Mischtrank zu pr\u00fcfen.<br>31 Sieh den Wein nicht an, wie er r\u00f6tlich schimmert, wie hell er im Becher funkelt und so sanft hinuntergleitet!<br>32 Aber hinterher bei\u00dft er wie eine Schlange und spritzt Gift wie eine Otter.<br>33 Deine Augen werden seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird verkehrtes Zeug reden;<br>34 und du wirst sein wie einer, der tief unten im Meer liegt, und wie einer, der oben im Mastkorb liegt.<br>35 \u00bbMan hat mich geschlagen, aber es hat mir nicht weh getan; man hat mich gepr\u00fcgelt, aber ich habe nichts davon gef\u00fchlt. Wann werde ich aufwachen? Dann will ich es wieder so machen, will ihn aufs neue aufsuchen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 24<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Sei nicht neidisch auf b\u00f6se Menschen und la\u00df dich nicht gel\u00fcsten, ihr Genosse zu sein!<br>2 Denn ihr Herz sinnt auf Gewalttat, und ihre Lippen reden Unheil.<br>3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Einsicht fest gegr\u00fcndet;<br>4 und durch Klugheit f\u00fcllen sich die Kammern mit allerlei kostbarem und herrlichem Besitz.<br>5 Ein weiser Mann ist einem starken \u00fcberlegen und ein einsichtiger einem kraftvollen;<br>6 denn mit klugen Ma\u00dfnahmen wirst du den Krieg gl\u00fccklich f\u00fchren, und der Sieg ist da, wo Ratgeber in gro\u00dfer Zahl vorhanden sind.<br>7 Unerschwinglich ist f\u00fcr den Toren die Weisheit; darum tut er am Tor den Mund nicht auf.<br>8 Wer darauf ausgeht, B\u00f6ses zu tun, den nennt man einen B\u00f6sewicht.<br>9 Die S\u00fcnde ist ein Vorhaben des Unverstandes, und der Sp\u00f6tter ist ein Greuel f\u00fcr die Menschen.<br>10 Hast du dich in der Zeit (des Gl\u00fccks) schlaff gezeigt, so ist deine Kraft auch in der Zeit der Not schwach.<br>11 Rette die, welche (unschuldig) zum Tode geschleppt werden, und die zur Hinrichtung Wankenden \u2013 o befreie sie doch!<br>12 Wolltest du sagen: \u00bbWir haben ja nichts davon gewu\u00dft\u00ab: wird nicht er, der die Herzen w\u00e4gt, es durchschauen und er, der deine Seele beobachtet, es wissen? Ja, er wird jedem nach seinem Tun vergelten.<br>13 I\u00df Honig, mein Sohn, denn er ist gesund, und Honigseim schmeckt deinem Gaumen s\u00fc\u00df.<br>14 Ebenso heilsam erachte die Weisheit f\u00fcr deine Seele! Hast du sie erlangt, so ist eine Zukunft (f\u00fcr dich) vorhanden, und deine Hoffnung wird nicht zuschanden werden.<br>15 Belaure nicht, du Gottloser, die Wohnung des Gerechten und verst\u00f6re seine Lagerst\u00e4tte nicht!<br>16 Denn siebenmal f\u00e4llt der Gerechte und steht wieder auf, die Gottlosen aber st\u00fcrzen nieder im Ungl\u00fcck.<br>17 Wenn dein Feind zu Fall kommt, so freue dich nicht, und wenn er strauchelt, so frohlocke dein Herz nicht,<br>18 damit der HERR es nicht sieht und Mi\u00dffallen empfindet und seinen Zorn von ihm weg (gegen dich) wendet.<br>19 Erhitze dich nicht \u00fcber die \u00dcbelt\u00e4ter, ereifere dich nicht \u00fcber die Gottlosen!<br>20 Denn f\u00fcr den B\u00f6sen gibt es keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen erlischt.<br>21 Mein Sohn, f\u00fcrchte den HERRN und den K\u00f6nig und la\u00df dich nicht mit Mi\u00dfvergn\u00fcgten ein!<br>22 Denn pl\u00f6tzlich bricht das Verderben \u00fcber sie herein, und der Untergang der Mi\u00dfvergn\u00fcgten kommt unvermutet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV. Zweite Sammlung von Ausspr\u00fcchen der Weisen<\/h2>\n\n\n\n<p>23 Auch die folgenden Spr\u00fcche stammen von Weisen: In einer Rechtssache die Person ansehen, ist ein \u00fcbel Ding.<br>24 Wer zu dem Schuldigen sagt: \u00bbDu bist im Recht\u00ab, den verw\u00fcnschen die V\u00f6lker, verfluchen die V\u00f6lkerschaften;<br>25 aber denen, die gerecht entscheiden, ergeht es gut, und reicher Segen wird ihnen zuteil.<br>26 Wie ein Ku\u00df auf die Lippen ist eine treffende Antwort.<br>27 Besorge (zun\u00e4chst) deine Obliegenheiten drau\u00dfen und verrichte deine Arbeit auf dem Felde; darnach magst du dir einen (eigenen) Hausstand gr\u00fcnden.<br>28 Tritt nicht als falscher Zeuge gegen einen andern auf und richte keine T\u00e4uschung mit deinen Lippen an.<br>29 Sage nicht: \u00bbWie er mir getan hat, so will ich ihm wieder tun: ich will dem Manne nach seinem Tun vergelten.\u00ab<br>30 Am Acker eines faulen Mannes kam ich vor\u00fcber und am Weinberg eines unverst\u00e4ndigen Menschen;<br>31 und siehe da: er war ganz mit Disteln \u00fcberwachsen, seine Oberfl\u00e4che mit Unkraut bedeckt und seine Steinmauer eingest\u00fcrzt.<br>32 Als ich das sah, nahm ich es mir zu Herzen, ich beachtete es und lie\u00df es mir zur Lehre dienen:<br>33 \u00bbNoch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig die H\u00e4nde falten, um auszuruhen!\u00ab<br>34 So kommt denn die Armut im Eilschritt \u00fcber dich und der Mangel \u00fcber dich wie ein gewappneter Mann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. Dritte Sammlung von Spr\u00fcchen Salomos (Kap. 25-29)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 25<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Auch dies sind Spr\u00fcche von Salomo, welche die M\u00e4nner Hiskias, des K\u00f6nigs von Juda, gesammelt haben.<br>2 Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, aber der K\u00f6nige Ehre ist es, eine Sache ans Licht zu bringen. \u2013<br>3 Wie des Himmels H\u00f6he und der Erde Tiefe, so ist auch das Herz der K\u00f6nige unerforschlich. \u2013<br>4 Nur wenn die Schlacken vom Silber geschieden werden, so kommt dem Goldschmied ein Ger\u00e4t zustande.<br>5 Nur wenn die Gottlosen aus der N\u00e4he des K\u00f6nigs entfernt werden, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit feststehen. \u2013<br>6 Br\u00fcste dich nicht vor dem K\u00f6nig und stelle dich nicht an den Platz der Gro\u00dfen!<br>7 Denn besser ist\u2019s, da\u00df man zu dir sagt: \u00bbR\u00fccke herauf, hierher\u00ab, als da\u00df man dich vor einem Vornehmen herunterr\u00fccken l\u00e4\u00dft. \u2013<br>8 Was du mit deinen Augen gesehen hast, mache nicht voreilig zum Gegenstand einer Anklage; denn was willst du hinterher anfangen, wenn dein N\u00e4chster dich schm\u00e4hlich widerlegt? \u2013<br>9 Bringe deinen Rechtshandel mit deinem Gegner zum Austrag, aber verrate dabei kein fremdes Geheimnis,<br>10 damit, wer es h\u00f6rt, dich nicht schm\u00e4ht und dein \u00fcbler Ruf nicht wieder schwindet. \u2013<br>11 Wie goldene \u00c4pfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, gesprochen zu rechter Zeit. \u2013<br>12 Ein goldener Ring und ein Geschmeide von feinem Gold: so ist ein weiser Tadler f\u00fcr ein aufmerksames Ohr. \u2013<br>13 Wie K\u00fchlung durch Schnee an einem Erntetage, so ist ein treuer Bote f\u00fcr seinen Auftraggeber: er erquickt das Herz seines Herrn. \u2013<br>14 Wie Gew\u00f6lk und Wind und doch kein Regen: so ist ein Mann, der mit Geschenken prahlt, die er nie gibt. \u2013<br>15 Durch leidenschaftslose Ruhe wird der F\u00fcrst gewonnen, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen. \u2013<br>16 Hast du Honig gefunden, so genie\u00dfe davon nur ein gen\u00fcgend Teil, damit du nicht \u00fcbersatt wirst und ihn wieder ausspeien mu\u00dft. \u2013<br>17 Setze deinen Fu\u00df nur selten in das Haus deines N\u00e4chsten, damit er deiner nicht \u00fcberdr\u00fcssig wird und dich dann ha\u00dft. \u2013<br>18 Streithammer, Schwert und spitzer Pfeil: so ist ein Mann, der gegen einen andern als falscher Zeuge aussagt. \u2013<br>19 Ein br\u00fcchiger Zahn und ein wankender Fu\u00df: so ist ein treuloser Mensch in der Zeit der Not. \u2013<br>20 Wie einer, der Essig auf eine Wunde gie\u00dft, so (verkehrt) ist jemand, der einem bek\u00fcmmerten Herzen Lieder vorsingt. \u2013<br>21 Wenn deinen Feind hungert, so speise ihn mit Brot, und wenn ihn d\u00fcrstet, so gib ihm Wasser zu trinken;<br>22 denn damit h\u00e4ufst du gl\u00fchende Kohlen auf sein Haupt, und der HERR wird dir\u2019s vergelten. \u2013<br>23 Nordwind bringt Regen herbei, und Ohrenbl\u00e4serei verursacht verdrie\u00dfliche Gesichter. \u2013<br>24 Besser ist es, auf dem Dach in einem Winkel zu wohnen, als mit einem z\u00e4nkischen Weibe in gemeinsamem Hause. \u2013<br>25 K\u00fchles Wasser f\u00fcr eine lechzende Seele: so ist eine gute Nachricht aus fernem Lande. \u2013<br>26 Eine getr\u00fcbte Quelle und ein versch\u00fctteter Brunnen: so ist ein Gerechter, der vor dem Gottlosen wankt. \u2013<br>27 Zuviel Honig essen ist nicht heilsam, darum sei sparsam mit ehrenden Worten. \u2013<br>28 Wie eine Stadt, deren Mauern niedergerissen sind, so ist ein Mann, dessen Geiste Selbstbeherrschung mangelt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 26<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So wenig Schnee zum Sommer und so wenig Regen zur Erntezeit pa\u00dft, so ungeh\u00f6rig ist Ehre f\u00fcr den Toren. \u2013<br>2 Wie ein Sperling, der davonflattert, und wie eine Schwalbe, die wegfliegt, so ist ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.<br>3 Die Peitsche f\u00fcr das Pferd, der Zaum f\u00fcr den Esel und der Stock f\u00fcr den R\u00fccken der Toren. \u2013<br>4 Antworte dem Toren nicht im Anschlu\u00df an seine Narrheit, damit du selbst ihm nicht gleich wirst;<br>5 antworte dem Toren im Anschlu\u00df an seine Narrheit, damit er sich nicht selbst weise d\u00fcnkt. \u2013<br>6 Die F\u00fc\u00dfe haut sich ab und Unheil bekommt zu schlucken, wer Auftr\u00e4ge durch einen Toren ausrichten l\u00e4\u00dft. \u2013<br>7 Schlaff h\u00e4ngen die Beine an einem Lahmen herab; ebenso ist ein Weisheitsspruch im Munde der Toren. \u2013<br>8 Wie wenn man einen Stein an einer Schleuder festbindet, so (sinnlos) ist es, wenn man einem Toren Ehre erweist. \u2013<br>9 Ein Dornzweig, der einem Trunkenen in die Hand ger\u00e4t: so ist ein Weisheitsspruch im Munde von Toren.<br>10 Wie ein Sch\u00fctze, der alle Vor\u00fcbergehenden verwundet: so ist, wer Toren oder Trunkene dingt. \u2013<br>11 Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zur\u00fcckkehrt, so ist ein Tor, der seinen Unverstand wiederholt. \u2013<br>12 Siehst du einen Mann, der sich selbst f\u00fcr weise h\u00e4lt: da ist f\u00fcr einen Toren mehr Hoffnung vorhanden als f\u00fcr ihn. \u2013<br>13 Der Faule sagt: \u00bbEin Leu ist auf dem Wege, ein L\u00f6we innerhalb der Stra\u00dfen.\u00ab \u2013<br>14 Die T\u00fcr dreht sich in ihrer Angel und der Faule in seinem Bett. \u2013<br>15 Hat der Faule seine Hand in die E\u00dfsch\u00fcssel gesteckt, so ist es ihm beschwerlich, sie zu seinem Munde zur\u00fcckzubringen. \u2013<br>16 Ein Fauler kommt sich selbst weiser vor als sieben (Weise), die verst\u00e4ndig zu antworten verstehen. \u2013<br>17 Wie einer, der einen vor\u00fcberlaufenden Hund bei den Ohren packt, so ist, wer sich in einen Streit einmischt, der ihn nichts angeht. \u2013<br>18 Wie einer, der sich wahnsinnig stellt und dabei Brandpfeile und todbringende Geschosse schleudert,<br>19 so ist ein Mann, der einen andern betrogen hat und dann sagt: \u00bbIch habe ja nur gescherzt.\u00ab \u2013<br>20 Wo das Holz fehlt, erlischt das Feuer, und wo kein Ohrenbl\u00e4ser ist, da h\u00f6rt der Streit auf. \u2013<br>21 Kohlen sch\u00fcren die Glut und Holz das Feuer, und ein zanks\u00fcchtiger Mensch sch\u00fcrt den Streit. \u2013<br>22 Die Worte des Ohrenbl\u00e4sers sind wie Leckerbissen, die in das Innerste des Leibes hinabdringen. \u2013<br>23 Blanke Glasur, mit der ein irdenes Gef\u00e4\u00df \u00fcberzogen ist: so sind liebegl\u00fchende Lippen und ein boshaftes Herz. \u2013<br>24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Hassende, aber in seinem Innern hegt er Trug;<br>25 wenn er freundliche Worte redet, so traue ihm nicht! Denn sieben Greuel hegt er in seinem Herzen. \u2013<br>26 Mag Ha\u00df sich auch hinter Verstellung verbergen, so wird seine Bosheit doch in der Gerichtsversammlung offenbar werden. \u2013<br>27 Wer (anderen) eine Grube gr\u00e4bt, f\u00e4llt (selbst) hinein; und wer einen Stein (auf andere) w\u00e4lzt, auf den rollt er zur\u00fcck. \u2013<br>28 Eine L\u00fcgenzunge ha\u00dft die von ihr Vernichteten, und ein glatter Mund bringt zu Fall.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 27<\/h3>\n\n\n\n<p>1 R\u00fchme dich nicht des morgenden Tages, denn du wei\u00dft nicht, was ein Tag gebiert. \u2013<br>2 Ein anderer r\u00fchme dich, aber nicht dein eigener Mund; ein Fremder, aber nicht deine eigenen Lippen. \u2013<br>3 Schwer mag ein Stein sein und der Sand eine Last, aber Verdru\u00df \u00fcber einen Toren ist schwerer als beide. \u2013<br>4 Die Wut mag grimmig sein und der Zorn \u00fcberwallen, aber wer kann der Eifersucht Widerstand leisten? \u2013<br>5 Besser ist ein offen ausgesprochener Tadel als eine Liebe, welche verschleiert. \u2013<br>6 Treuer gemeint sind die von Freundes Hand versetzten Schl\u00e4ge als die \u00fcberreichlichen K\u00fcsse des Hassenden. \u2013<br>7 Wessen Hunger gestillt ist, der tritt Honigseim mit F\u00fc\u00dfen; aber einem Hungrigen schmeckt alles Bittere s\u00fc\u00df. \u2013<br>8 Wie ein Vogel, der aus seinem Neste verscheucht ist, so ein Mann, der fern von seiner Heimat schweift. \u2013<br>9 Salb\u00f6l und R\u00e4ucherwerk erfreuen das Herz, aber von Leiden wird die Seele zerrissen. \u2013<br>10 Deinen Freund und deines Vaters Freund verla\u00df nicht und begib dich nicht in das Haus deines Bruders am Tage deines Ungl\u00fccks; besser ist ein Nachbar in der N\u00e4he als ein Bruder in der Ferne, (wenn du in Not bist). \u2013<br>11 Sei weise, mein Sohn, und erfreue dadurch mein Herz, damit ich mich gegen den, der mich schm\u00e4ht, verantworten kann. \u2013<br>12 Der Kluge sieht die Gefahr und birgt sich; die Einf\u00e4ltigen aber gehen weiter und erleiden Schaden. \u2013<br>13 Nimm ihm seinen Rock weg, denn er hat sich f\u00fcr einen andern verb\u00fcrgt, und um fremder Leute willen pf\u00e4nde ihn aus! \u2013<br>14 Wenn jemand seinen N\u00e4chsten am Morgen ganz fr\u00fch mit lautem Segenswunsch begr\u00fc\u00dft, so wird ihm das als (versteckte) Verw\u00fcnschung ausgelegt. \u2013<br>15 Eine bei Regenwetter stets rinnende Dachtraufe und ein z\u00e4nkisches Weib gleichen sich (19,13);<br>16 wer dieses zur Ruhe bringt, kann auch den Wind zur Ruhe bringen und mit seiner Hand \u00d6l festhalten. \u2013<br>17 Eisen wird durch Eisen gesch\u00e4rft, und ein Mensch sch\u00e4rft das Gesicht des andern. \u2013<br>18 Wer einen Feigenbaum pflegt, wird seine Fr\u00fcchte genie\u00dfen; und wer seinem Herrn aufmerksam dient, wird geehrt werden. \u2013<br>19 Wie das eine Gesicht neben dem andern, ebenso sind die Herzen der Menschen verschieden. \u2013<br>20 Unterwelt und Abgrund sind uners\u00e4ttlich; ebenso werden auch die Augen des Menschen nicht satt. \u2013<br>21 Der Schmelztiegel ist f\u00fcr das Silber und der Ofen f\u00fcr das Gold; ein Mann aber wird beurteilt nach Ma\u00dfgabe seines Rufes. \u2013<br>22 Wenn du auch den Toren im M\u00f6rser mitten unter der Gr\u00fctze mit dem St\u00f6\u00dfel zerstie\u00dfest, so w\u00fcrde doch seine Torheit nicht von ihm weichen.<br>23 Gib auf das Aussehen deines Kleinviehs wohl acht und richte deine Aufmerksamkeit auf deine Herden;<br>24 denn Wohlstand dauert nicht ewig; und vererbt sich etwa eine Krone von Geschlecht auf Geschlecht?<br>25 Ist das Gras geschwunden und das junge Gr\u00fcn abgeweidet und sind die Kr\u00e4uter der Berge vernichtet,<br>26 so (liefern) die L\u00e4mmer dir Kleidung, und die B\u00f6cke (dienen dir als) Kaufgeld f\u00fcr einen Acker;<br>27 und Ziegenmilch ist reichlich da zu deiner Nahrung, zur Ern\u00e4hrung deiner Familie, und Lebensunterhalt f\u00fcr deine M\u00e4gde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 28<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Gottlosen fliehen, ohne da\u00df jemand sie verfolgt, die Gerechten aber sind unerschrocken wie ein junger L\u00f6we. \u2013<br>2 Durch die S\u00fcndhaftigkeit eines Landes tritt h\u00e4ufiger F\u00fcrstenwechsel ein; aber durch einen einsichtigen, erfahrenen Mann gewinnt der Rechtsstand lange Dauer. \u2013<br>3 Ein Mann, der an der Spitze steht und die Geringen bedr\u00fcckt, ist wie ein Regen, der (das Erdreich) wegschwemmt, ohne Brot zu bringen. \u2013<br>4 Menschen, die das Gesetz (Gottes) verlassen, r\u00fchmen den Gottlosen; die aber das Gesetz beobachten, sind entr\u00fcstet \u00fcber ihn. \u2013<br>5 B\u00f6se Menschen verstehen sich nicht auf das, was recht ist; die aber den HERRN suchen, verstehen es in jeder Hinsicht. \u2013<br>6 Besser ist ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, als ein Mensch, der auf krummen Wegen geht und dabei reich ist. \u2013<br>7 Wer am Gesetz (Gottes) festh\u00e4lt, ist ein verst\u00e4ndiger Sohn; wer sich aber zu Schlemmern gesellt, macht seinem Vater Schande. \u2013<br>8 Wer sein Verm\u00f6gen durch Zins und Wucher vermehrt, sammelt es f\u00fcr den, der sich der Armen erbarmt. \u2013<br>9 Wer sein Ohr abwendet, um das Gesetz (Gottes) nicht zu h\u00f6ren, dessen Gebet sogar ist ein Greuel. \u2013<br>10 Wer Rechtschaffene irref\u00fchrt auf b\u00f6sen Weg, wird in die eigene Grube fallen; die Unstr\u00e4flichen aber werden Segen erlangen. \u2013<br>11 Ein reicher Mann h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr weise, aber ein Armer, der einsichtig ist, forscht ihn aus. \u2013<br>12 Wenn die Gerechten frohlocken, ist die Herrlichkeit gro\u00df; wenn aber die Gottlosen hochkommen, halten sich die Menschen versteckt. \u2013<br>13 Wer seine \u00dcbertretungen zu verheimlichen sucht, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und davon abl\u00e4\u00dft, wird Vergebung erlangen. \u2013<br>14 Wohl dem, der best\u00e4ndig in der Furcht (Gottes) bleibt! Wer aber sein Herz verh\u00e4rtet, wird in Ungl\u00fcck geraten. \u2013<br>15 Ein br\u00fcllender L\u00f6we und ein raubgieriger B\u00e4r: so ist ein gottloser Herrscher f\u00fcr ein armes Volk. \u2013<br>16 Ein F\u00fcrst, arm an Einsicht, ist oft reich an Erpressungen; aber nur ein den unrechtm\u00e4\u00dfigen Gewinn hassender F\u00fcrst wird es zu langem Leben bringen. \u2013<br>17 Ein Mensch, der Blutschuld auf dem Gewissen hat, ist bis zur Grube ein unsteter Fl\u00fcchtling: niemand helfe ihm auf! \u2013<br>18 Wer unstr\u00e4flich wandelt, wird gerettet werden; wer aber krumme Wege einschl\u00e4gt, f\u00e4llt in die Grube. \u2013<br>19 Wer seinen Acker bestellt, wird reichlich Brot haben; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, wird reichlich Armut haben. \u2013<br>20 Ein treuer Mann wird reich gesegnet; wer aber m\u00f6glichst schnell reich werden will, wird nicht schuldlos bleiben. \u2013<br>21 Parteiisch sein ist ein \u00fcbel Ding, aber mancher l\u00e4\u00dft sich schon durch ein St\u00fcck Brot zum B\u00f6sen verf\u00fchren. \u2013<br>22 Ein scheelblickender Mensch trachtet gierig nach Reichtum und bedenkt nicht, da\u00df Mangel \u00fcber ihn kommen wird. \u2013<br>23 Wer einen andern zurechtweist, wird schlie\u00dflich mehr Dank ernten, als wer mit glatter Zunge schmeichelt. \u2013<br>24 Wer seinem Vater und seiner Mutter das Ihre nimmt und behauptet, das sei keine S\u00fcnde, der ist ein Genosse des Verderbers. \u2013<br>25 Der Habgierige erregt Streit; wer aber auf den HERRN vertraut, wird reichlich ges\u00e4ttigt. \u2013<br>26 Wer sich auf seinen Verstand verl\u00e4\u00dft, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit wandelt, der wird (dem Ungl\u00fcck) entrinnen. \u2013<br>27 Wer dem Armen gibt, wird keinen Mangel leiden; wer aber seine Augen verh\u00fcllt, wird mit Fl\u00fcchen \u00fcberh\u00e4uft werden. \u2013<br>28 Wenn die Gottlosen hochkommen, verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, werden die Gerechten m\u00e4chtig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 29<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Ein Mensch, der allen Warnungen gegen\u00fcber halsstarrig bleibt, wird pl\u00f6tzlich unheilbar zerschmettert werden. \u2013<br>2 Wenn die Gerechten die Oberhand haben, so freut sich das Volk; wenn aber ein Gottloser herrscht, so seufzt das Volk. \u2013<br>3 Wenn jemand die Weisheit liebt, macht er seinem Vater Freude; wer aber mit Dirnen umgeht, bringt sein Verm\u00f6gen durch. \u2013<br>4 Ein K\u00f6nig verleiht durch Gerechtigkeit dem Lande Bestand; wer aber immer neue Abgaben erpre\u00dft, richtet es zugrunde. \u2013<br>5 Ein Mann, der seinem N\u00e4chsten schmeichelt, breitet ein Netz vor dessen F\u00fc\u00dfen aus. \u2013<br>6 In der \u00dcbertretung eines b\u00f6sen Menschen liegt ein Fallstrick f\u00fcr ihn; aber der Gerechte wird jubeln und fr\u00f6hlich sein. \u2013<br>7 Der Gerechte nimmt Kenntnis von der Rechtssache der Geringen, der Gottlose aber versteht sich nicht zu (solcher) Kenntnisnahme. \u2013<br>8 Sp\u00f6tter versetzen die Stadt in Aufruhr, Weise aber beschwichtigen die Aufregung. \u2013<br>9 Wenn ein weiser Mann einem t\u00f6richten Menschen Vorstellungen macht, so braust der auf und lacht, aber es tritt keine Ruhe ein. \u2013<br>10 Blutgierige Menschen hassen den Unschuldigen, die Rechtschaffenen aber nehmen sich seiner an. \u2013<br>11 Der Tor macht seinem ganzen Unmut Luft, der Weise aber h\u00e4lt ihn beschwichtigend zur\u00fcck. \u2013<br>12 Wenn ein Herrscher auf L\u00fcgenworte horcht, so werden seine Diener alle gottlos. \u2013<br>13 Der Arme und der gewaltt\u00e4tige (Reiche) leben beisammen; der HERR ist\u2019s, der ihnen beiden das Augenlicht gibt. \u2013<br>14 Ein K\u00f6nig, der den Geringen gewissenhaft Recht schafft, dessen Thron wird immerdar feststehen. \u2013<br>15 Rute und Zurechtweisung verleihen Weisheit; aber ein sich selbst \u00fcberlassenes Kind bringt seiner Mutter Schande. \u2013<br>16 Wenn die Gottlosen m\u00e4chtig werden, mehren sich auch die \u00dcbertretungen; aber die Gerechten werden ihren Sturz mit Freuden sehen. \u2013<br>17 Z\u00fcchtige deinen Sohn, so wird er dir Behagen verschaffen und deinem Herzen Leckerbissen bereiten. \u2013<br>18 Wenn keine prophetische Offenbarung da ist, wird das Volk z\u00fcgellos; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz (Gottes) beobachtet! \u2013<br>19 Mit blo\u00dfen Worten l\u00e4\u00dft sich ein Knecht nicht zurechtbringen; denn er versteht sie wohl, richtet sich aber nicht danach. \u2013<br>20 Siehst du einen Mann, der mit Worten schnell fertig ist, so ist f\u00fcr einen Toren mehr Hoffnung vorhanden als f\u00fcr ihn. \u2013<br>21 Wenn einer seinen Knecht von Jugend auf verw\u00f6hnt, so will dieser schlie\u00dflich Sohn im Hause sein. \u2013<br>22 Ein zornm\u00fctiger Mensch ruft Streit hervor, und ein Hitzkopf richtet viel Unheil an. \u2013<br>23 Hochmut wird einen Menschen erniedrigen; der Dem\u00fctige dagegen wird Ehre erlangen. \u2013<br>24 Wer mit Dieben gemeinsame Sache macht, ha\u00dft sein eigenes Leben: er h\u00f6rt die Verfluchung (des Richters) und erstattet doch keine Anzeige. \u2013<br>25 Menschenfurcht legt Fallstricke; wer aber auf den HERRN vertraut, ist wohlgeborgen. \u2013<br>26 Viele suchen Hilfe beim Herrscher; aber vom HERRN wird jedem sein Recht zuteil. \u2013<br>27 F\u00fcr die Gerechten ist ein Mensch, der unrecht tut, ein Greuel; und f\u00fcr den Gottlosen ist ein Greuel, wer rechtschaffen wandelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VI. Ausspr\u00fcche Agurs<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 30<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies sind) die Spr\u00fcche Agurs, des Sohnes Jakes, aus Massa. So lautet der Ausspruch des Mannes: \u00bbIch habe mich abgem\u00fcht, o Gott, ich habe mich abgem\u00fcht, o Gott, und bin dahingeschwunden;<br>2 denn ich bin ein vernunftloses Gesch\u00f6pf, kein Mensch, und besitze keinen Menschenverstand;<br>3 auch Weisheit habe ich nicht gelernt, da\u00df ich die Erkenntnis des heiligen (Gottes) gewonnen h\u00e4tte.<br>4 Wer ist in den Himmel emporgestiegen und wieder herabgekommen? Wer hat den Wind in seine F\u00e4uste gesammelt, wer die Wasser in ein Gewand gebunden? Wer hat alle Enden der Erde festgestellt? Wie hei\u00dft er, und wie hei\u00dft sein Sohn? Wei\u00dft du es etwa?\u00ab<br>5 Jedes Wort Gottes ist lautere Wahrheit; ein Schild ist er denen, die Zuflucht bei ihm suchen.<br>6 F\u00fcge nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht zur Rechenschaft zieht und du als L\u00fcgner dastehst!<br>7 Um zweierlei bitte ich dich \u2013 versage es mir nicht, ehe ich sterbe \u2013:<br>8 Falschheit und L\u00fcgenwort halte fern von mir! Armut und Reichtum gib mir nicht! La\u00df mich (aber) den mir zukommenden Teil von Nahrung verzehren,<br>9 damit ich nicht aus \u00dcbers\u00e4ttigung dich verleugne und sage: \u00bbWer ist der HERR?\u00ab, aber auch nicht infolge der Armut zum Diebe werde und mich am Namen meines Gottes vergreife.<br>10 Verleumde einen Knecht nicht bei seinem Herrn, damit er dir nicht flucht und du es b\u00fc\u00dfen mu\u00dft.<br>11 (Ein Greuel f\u00fcr den HERRN ist) ein Geschlecht, das seinem Vater flucht und seine Mutter nicht segnet,<br>12 ein Geschlecht, das sich selbst f\u00fcr rein h\u00e4lt und doch von seiner Unreinheit sich nicht ges\u00e4ubert hat,<br>13 ein Geschlecht, das den Kopf wunder wie hoch tr\u00e4gt und auf andere mit stolz erhobenen Augen herabblickt,<br>14 ein Geschlecht, dessen Z\u00e4hne Schwerter sind und dessen Gebi\u00df aus Messern besteht, um die Elenden aus dem Lande wegzufressen und die Armen aus der Mitte der Menschen.<br>15 Aluka hat zwei T\u00f6chter: \u00bbGib her! Gib her!\u00ab Drei gibt es, die nicht satt werden, und vier sagen niemals: \u00bbGenug!\u00ab,<br>16 n\u00e4mlich das Totenreich und der unfruchtbare Mutterscho\u00df, die Erde, die des Wassers nie satt wird, und das Feuer, das niemals sagt: \u00bbGenug!\u00ab<br>17 Ein Auge, das den Vater verspottet und die greise Mutter verachtet, das m\u00fcssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Geier fressen.<br>18 Drei Dinge sind es, die mir zu wunderbar erscheinen, und vier, die ich nicht begreife:<br>19 des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg \u00fcber den Felsen, des Schiffes Weg mitten auf dem Meer und des Mannes Weg bei einem Weibe. \u2013<br>20 So ist das Verhalten eines ehebrecherischen Weibes: sie i\u00dft und wischt sich den Mund ab und sagt: \u00bbIch habe nichts Unrechtes getan.\u00ab<br>21 Unter drei Dingen erzittert die Erde, und unter vieren kann sie es nicht aushalten:<br>22 unter einem Sklaven, wenn er K\u00f6nig wird, und unter einem ruchlosen Menschen, wenn er Brot in F\u00fclle hat;<br>23 unter einer unleidlichen Frau, wenn sie zur Ehe kommt, und unter einer Magd, wenn sie ihre Herrin verdr\u00e4ngt.<br>24 Vier Tiere geh\u00f6ren zu den kleinsten auf Erden und sind doch unglaublich klug:<br>25 die Ameisen, ein schwaches Volk, aber sie bereiten sich im Sommer ihren Speisebedarf;<br>26 die Klippdachse, ein Volk ohne Kraft, aber sie legen ihre Wohnung in den Felsen an;<br>27 die Heuschrecken, die keinen K\u00f6nig haben, und doch zieht ihr ganzer Schwarm wohlgeordnet daher;<br>28 die Eidechsen, die du mit (blo\u00dfen) H\u00e4nden fangen kannst und die sich doch in K\u00f6nigspal\u00e4sten finden.<br>29 Drei sind es, die stattlich einherschreiten, und vier, die einen w\u00fcrdevollen Gang haben:<br>30 der L\u00f6we, der Held unter den Tieren, der vor nichts kehrt macht;<br>31 (der Hahn, der wohlgemut unter den Hennen einherschreitet, und der Bock, der die Ziegenherde anf\u00fchrt) und der K\u00f6nig an der Spitze seines Heerbannes. \u2013<br>32 Magst du t\u00f6richt gewesen sein, indem du dich \u00fcber den andern erhobst, oder magst du mit \u00dcberlegung gehandelt haben: lege die Hand auf den Mund!<br>33 Denn der Druck auf die Milch bringt Butter hervor, und Druck auf die Nase bringt Blut hervor, und Druck auf den Zorn bringt Streit hervor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VII. Spr\u00fcche f\u00fcr Lemuel (F\u00fcrstenspiegel)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spr\u00fcche Kapitel 31<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Spr\u00fcche f\u00fcr Lemuel, den K\u00f6nig von Massa, mit denen seine Mutter ihn unterwiesen hat:<br>2 \u00bbWas mein Sohn, (was, o Lemuel, mein Erstgeborener, was soll ich dir sagen)? Ja was (soll ich dir sagen), du Sohn meines Scho\u00dfes, und was dir, du Sohn meiner Gel\u00fcbde?<br>3 Gib nicht den Weibern deine Kraft preis und (folge nicht in deinem Tun) den Verderberinnen der K\u00f6nige.<br>4 Es ziemt sich nicht f\u00fcr K\u00f6nige, Lemuel, es ziemt sich nicht f\u00fcr K\u00f6nige der Weingenu\u00df noch f\u00fcr F\u00fcrsten das Verlangen nach berauschenden Getr\u00e4nken:<br>5 sie k\u00f6nnten sonst \u00fcber dem Trinken das festgesetzte Recht au\u00dfer acht lassen und der Rechtssache aller geringen Leute Eintrag tun.<br>6 Gebt berauschendes Getr\u00e4nk den Verzweifelnden und Wein denen, deren Herz bek\u00fcmmert ist:<br>7 die m\u00f6gen trinken, um ihre Armut zu vergessen und an ihr Elend nicht mehr zu denken. \u2013<br>8 Tu deinen Mund auf f\u00fcr die Stummen, f\u00fcr die Sache aller Hilflosen!<br>9 Tu deinen Mund auf zu gerechtem Richterspruch und schaffe Recht dem Elenden und Armen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VIII. Lob der t\u00fcchtigen Hausfrau<\/h2>\n\n\n\n<p>10 Eine t\u00fcchtige Frau \u2013 wer mag sie finden? Weit \u00fcber Korallen geht ihr Wert.<br>11 Das Herz ihres Gatten kann sich auf sie verlassen, und an Gewinn wird es (ihm) nicht fehlen.<br>12 Sie erweist ihm Gutes und nichts B\u00f6ses w\u00e4hrend ihrer ganzen Lebenszeit.<br>13 Sie tr\u00e4gt Sorge f\u00fcr Wolle und Flachs und schafft dann mit arbeitsfreudigen H\u00e4nden.<br>14 Sie gleicht den Schiffen eines Kaufmanns: von fernher beschafft sie den Bedarf f\u00fcr ihren Haushalt.<br>15 Sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Kost heraus f\u00fcr ihre Hausgenossen und weist den M\u00e4gden ihr Tagewerk an.<br>16 Sie fa\u00dft den Ankauf eines Ackers ins Auge und erwirbt ihn auch; vom Ertrag ihrer Handarbeit legt sie einen Weinberg an.<br>17 Sie g\u00fcrtet ihre H\u00fcften mit Kraft und regt die Arme, ohne zu ermatten.<br>18 Sie merkt, da\u00df ihr Schaffen Segen bringt: auch nachts erlischt ihre Lampe nicht.<br>19 Sie legt ihre H\u00e4nde an den Spinnrocken, und ihre Finger ergreifen die Spindel.<br>20 Dem Elenden bietet sie ihre Hand (schenkend) dar und streckt dem D\u00fcrftigen ihre Arme entgegen.<br>21 Sie braucht f\u00fcr ihre Hausgenossen vom Schnee nichts zu f\u00fcrchten; denn ihr ganzes Haus ist in Scharlachwolle geh\u00fcllt.<br>22 Sie fertigt sich Decken an; Linnen und Purpur bilden ihre Kleidung.<br>23 Hochgeachtet ist ihr Gatte in den Toren, wenn er mit den \u00c4ltesten des Landes Sitzung h\u00e4lt.<br>24 Feine Unterkleider fertigt sie an und verkauft sie, und G\u00fcrtel liefert sie dem Kaufmann.<br>25 Kraft und W\u00fcrde sind ihr Gewand, und so sieht sie dem kommenden Tage unbesorgt entgegen.<br>26 Den Mund \u00f6ffnet sie zu einsichtsvoller Rede, und freundliche Unterweisung liegt auf ihrer Zunge.<br>27 Sie \u00fcberwacht alle Vorg\u00e4nge in ihrem Hause und i\u00dft nie das Brot des M\u00fc\u00dfiggangs.<br>28 Ihre S\u00f6hne treten hin und preisen sie gl\u00fccklich; ihr Gatte tritt hin und r\u00fchmt sie:<br>29 \u00bbEs gibt wohl viele Frauen, die T\u00fcchtiges geleistet haben, doch du \u00fcbertriffst sie alle!\u00ab<br>30 Anmut ist tr\u00fcgerisch, und Sch\u00f6nheit vergeht, aber ein gottesf\u00fcrchtiges Weib ist des Lobes wert.<br>31 La\u00dft sie den Lohn ihres Schaffens genie\u00dfen, und was sie geleistet hat, m\u00f6ge ihren Ruhm in den Toren verk\u00fcnden!<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-704_362bc1-90 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-704_362bc1-90 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-704_362bc1-90\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow 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Erste Sammlung von Spr\u00fcchen Salomos (Kap. 1-9) Spr\u00fcche Kapitel 1 1 (Dies sind) die Spr\u00fcche Salomos, des Sohnes Davids, des K\u00f6nigs von Israel:2 damit man Weisheit und Zucht lernt, Verst\u00e4ndnis gewinnt f\u00fcr verst\u00e4ndige Reden,3 damit man Zucht erlangt, welche Besonnenheit verleiht, Gerechtigkeit, Sittlichkeit und Ehrenhaftigkeit,4 damit den Unerfahrenen Klugheit zuteil wird, den&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-704","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=704"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/704\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}