{"id":718,"date":"2023-12-23T07:43:30","date_gmt":"2023-12-23T06:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=718"},"modified":"2026-01-17T13:07:40","modified_gmt":"2026-01-17T12:07:40","slug":"hoheslied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=718","title":{"rendered":"Hoheslied"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Hohelied<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns718_f1e026-2f{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns718_f1e026-2f .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns718_f1e026-2f .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns718_f1e026-2f\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn718_6e0d13-67.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn718_6e0d13-67 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2394\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn718_70d4d4-3e.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn718_70d4d4-3e kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id718_9b4986-07 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id718_9b4986-07 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id718_9b4986-07 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id718_9b4986-07 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Das Lied der Lieder, von Salomo.<br>2 O m\u00f6cht\u2019 er mich k\u00fcssen mit seines Mundes K\u00fcssen! Denn deine Liebe ist wonniger als Wein!<br>3 K\u00f6stlich ist der Duft deiner Salben; wie ausgegossenes Salb\u00f6l ist dein Name: drum haben die M\u00e4dchen dich lieb.<br>4 Zieh mich dir nach, komm, la\u00df uns eilen! F\u00fchre mich, K\u00f6nig, in deine Gem\u00e4cher! \u00bbWir wollen jubeln und deiner uns freuen, wollen preisen deine Liebe mehr als Wein!\u00ab Ach, inniglich lieben sie dich.<br>5 Gebr\u00e4unt bin ich, aber doch sch\u00f6n, ihr T\u00f6chter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, wie Salomos Teppiche.<br>6 Seht mich nicht an, da\u00df so gebr\u00e4unt ich bin, da\u00df die Sonne mich so verbrannt hat! Meiner Mutter S\u00f6hne waren b\u00f6se auf mich, bestellten mich zur H\u00fcterin der Weinberge; meinen eignen Weinberg hab\u2019 ich nicht geh\u00fctet.<br>7 Tu mir kund, du, den meine Seele liebt: wo weidest du, wo lagerst du zur Mittagszeit? Denn warum soll als Verirrte ich erscheinen bei den Herden deiner Genossen? \u2013<br>8 \u00bbWenn du das nicht wei\u00dft, du sch\u00f6nste unter den Weibern, so geh nur hinaus, den Spuren der Herde nach, und weide deine Zicklein bei den Zelten der Hirten!\u00ab<br>9 \u00bbEinem Prachtro\u00df an Pharaos Prunkwagen vergleiche ich dich, meine Freundin:<br>10 reizend sind deine Wangen im Schmuck der Kettchen, dein Hals in den Perlenschn\u00fcren!<br>11 Goldene Kettchen lassen wir dir machen mit K\u00fcgelchen von Silber.\u00ab \u2013<br>12 Solange der K\u00f6nig noch in seinem Kreise weilte, gab meine Narde ihren Duft.<br>13 Mein Geliebter ist mir wie ein Myrrhenb\u00fcndlein, das am Busen mir ruht;<br>14 ein Cyprusgebinde ist mir mein Geliebter in den Weinbergen von Engedi. \u2013<br>15 \u00bbO sch\u00f6n bist du, meine Freundin, ja, du bist sch\u00f6n! Deine Augen sind Taubenaugen.\u00ab \u2013<br>16 \u00bbO sch\u00f6n bist du, mein Geliebter, ja holdselig! Sieh, unser Lager ist frisches Gr\u00fcn;<br>17 unsres Hauses Geb\u00e4lk sind Zedern, unser Get\u00e4fel Zypressen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Ich bin eine Narzisse in Saron, eine Lilie der T\u00e4ler. \u2013<br>2 \u00bbWie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin inmitten der M\u00e4dchen.\u00ab \u2013<br>3 Wie ein Apfelbaum unter den B\u00e4umen des Waldes, so ist mein Geliebter inmitten der Burschen; in seinem Schatten begehr\u2019 ich zu weilen: seine Frucht ist meinem Gaumen gar s\u00fc\u00df.<br>4 In ein Weinhaus hat er mich (jetzt) gef\u00fchrt, doch sein Panier \u00fcber mir ist die Liebe.<br>5 St\u00e4rkt mich doch mit Traubenkuchen! Erquickt mich mit \u00c4pfeln, denn ich bin liebeskrank!<br>6 Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte umf\u00e4ngt mich.<br>7 O la\u00dft euch beschw\u00f6ren, ihr T\u00f6chter Jerusalems, bei den Gazellen oder den Hinden der Flur: st\u00f6ret die Liebe nicht auf und wecket sie nicht, bis es ihr selber gef\u00e4llt!<br>8 Horch! mein Geliebter! Siehe, da kommt er, springt daher \u00fcber die Berge, h\u00fcpft \u00fcber die H\u00fcgel!<br>9 Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder dem jungen Hirsch. Ach sieh, da steht er hinter unsrer Mauer! Ich schaue durchs Fenster, gucke durchs Gitter!<br>10 Mein Geliebter hebt an und ruft mir zu: \u00bbSteh auf, meine Freundin, meine Sch\u00f6ne, und komm!<br>11 Sieh nur: der Winter ist dahin, die Regenzeit vor\u00fcber, ist vergangen!<br>12 Die Blumen zeigen sich auf der Flur, die Zeit der Ges\u00e4nge ist da, und der Turteltaube Ruf l\u00e4\u00dft sich im Land wieder h\u00f6ren;<br>13 der Feigenbaum setzt seine Knospen an, und der Reben Bl\u00fcte spendet ihren Duft. Steh auf, meine Freundin, meine Sch\u00f6ne, und komm!<br>14 Mein T\u00e4ubchen im Felsengekl\u00fcft, im Versteck der Felswand, la\u00df mich schauen dein Antlitz, deine Stimme mich h\u00f6ren! Denn s\u00fc\u00df ist deine Stimme, dein Antlitz so lieblich!\u00ab<br>15 Fangt uns die F\u00fcchse, die kleinen F\u00fcchse, die Weinbergverw\u00fcster! Unsre Reben stehn ja in Bl\u00fcte! \u2013<br>16 Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein; er weidet auf der Lilienau.<br>17 Bis der Abendwind haucht und die Schatten fliehn, ergehe dich frei, mein Geliebter, der Gazelle gleich, oder wie der junge Hirsch auf zerkl\u00fcfteten (?) Bergen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Auf meinem Lager in den N\u00e4chten, da sucht ich ihn, den meine Seele liebt: ich suchte ihn und fand ihn nicht.<br>2 \u00bbIch will mich doch aufmachen und die Stadt durchstreifen, in den Stra\u00dfen und auf den Pl\u00e4tzen will ich ihn suchen, den meine Seele liebt!\u00ab Ich suchte ihn und fand ihn nicht.<br>3 Mich trafen die W\u00e4chter, die in der Stadt umhergehn: \u00bbHabt ihr ihn nicht gesehn, den meine Seele liebt?\u00ab<br>4 Kaum war ich an ihnen vor\u00fcber, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn fest und lie\u00df ihn nicht los, bis ich ihn gebracht ins Haus meiner Mutter und ins Gemach der Guten, die mir das Leben gegeben.<br>5 Ich beschw\u00f6re euch, ihr T\u00f6chter Jerusalems, bei den Gazellen oder den Hinden der Flur: st\u00f6ret die Liebe nicht auf und wecket sie nicht, bis es ihr selber gef\u00e4llt!<br>6 Was ist\u2019s, das da heraufkommt aus der Trift wie S\u00e4ulen von Rauch, umduftet von Myrrhe und Weihrauch, von allem Gew\u00fcrzstaub des Kr\u00e4mers?<br>7 Siehe da, es ist Salomos Tragbett, rings umgeben von sechzig Helden aus Israels Kriegern,<br>8 schwertbewaffnet sie alle und kriegsge\u00fcbt, ein jeder mit seinem Schwert an der Seite zum Schutz gegen n\u00e4chtliche Schrecken!<br>9 Eine Prachts\u00e4nfte hat der K\u00f6nig [Salomo] sich fertigen lassen aus Holz vom Libanon;<br>10 ihre S\u00e4ulen hat er von Silber machen lassen, ihre Lehne von Gold; ihr Sitz ist von Purpurzeug, das Innere kunstvoll gestickt, ein Liebesbeweis der T\u00f6chter Jerusalems.<br>11 Kommt heraus, ihr T\u00f6chter Zions, beschaut euch den K\u00f6nig Salomo in der Krone, mit der seine Mutter ihn gekr\u00f6nt am Tage seiner Hochzeit und am Tage seiner Herzensfreude!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 O du bist sch\u00f6n, meine Freundin, ja sch\u00f6n bist du! Deine Augen sind Taubenaugen hinter deinem Schleier hervor; dein Haar gleicht einer Ziegenherde, die vom Gileadberge herabwallt.<br>2 Deine Z\u00e4hne sind gleich einer Herde von Schafen, die frischgeschoren der Schwemme entsteigen, allesamt zwillingstr\u00e4chtig und keins von ihnen kinderlos.<br>3 Deine Lippen gleichen einer Purpurschnur, und dein Mund ist voll Anmut; wie der Spalt eines Granatapfels schimmern die Schl\u00e4fen dir hinter dem Schleier hervor.<br>4 Wie Davids Turm ragt dein Hals, zur Fernsicht gebaut: tausend Schilde hangen an ihm, lauter Wehren von Helden.<br>5 Deine Br\u00fcste sind gleich einem Zwillingspaar junger Gazellen, die unter den Lilien weiden.<br>6 Bis der Abendwind haucht und die Schatten entfliehn, will zum Myrrhenberge ich gehn und zum Weihrauchh\u00fcgel.<br>7 Wundersch\u00f6n bist du, meine Freundin; nichts, nichts fehlt deinen Reizen!<br>8 Komm mit mir vom Libanon, Braut, mit mir vom Libanon, o komm! Steig herab vom Gipfel des Amana, vom Gipfel des Senir und Hermon, von den Lagerst\u00e4tten der L\u00f6wen, von den Bergen der Panther.<br>9 Du hast mich bezaubert, meine br\u00e4utliche Schwester, du hast mich bezaubert mit einem deiner Blicke, mit einem der Kettchen an deinem Halsschmuck!<br>10 Wie sch\u00f6n ist deine Liebe, meine br\u00e4utliche Schwester, viel s\u00fc\u00dfer ist deine Liebe als Wein, und deiner Salben Duft geht \u00fcber alle Wohlger\u00fcche!<br>11 Von Honigseim triefen deine Lippen, meine Braut; Honig und Milch birgst du unter deiner Zunge, und deiner Gew\u00e4nder Duft ist wie der Duft des Libanons!<br>12 Ein wohlverschlo\u00dfner Garten ist meine br\u00e4utliche Schwester, ein verschlo\u00dfner Born, ein versiegelter Quell.<br>13 Alles, was an dir spro\u00dft, ist ein Lusthain von Granaten mit den k\u00f6stlichsten Fr\u00fcchten, Zyperblumen samt Narden,<br>14 Narde und Safran, W\u00fcrzrohr und Zimt samt allerlei Weihrauchstauden, Myrrhe und Aloe nebst allen edelsten Balsamgew\u00e4chsen.<br>15 Eine Quelle im Garten bist du, ein Born voll sprudelnden Wassers, und B\u00e4che, die vom Libanon rieseln.<br>16 Erwache, du Nordwind, und komm, du S\u00fcdwind! Durchhauche meinen Garten, da\u00df seine D\u00fcfte zerflie\u00dfen! Mein Geliebter komme in seinen Garten und genie\u00dfe seine k\u00f6stlichen Fr\u00fcchte! \u2013<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbIch komme in meinen Garten, meine br\u00e4utliche Schwester; ich pfl\u00fccke meine Myrrhe samt meinem Balsam, koste meine Wabe samt meinem Honig, ich trinke meinen Wein samt meiner Milch. Esset, ihr Freunde, trinkt und s\u00e4ttiget euch an Liebe!\u00ab<br>2 Ich schlief, doch mein Herz war wach. Horch! Da klopft mein Geliebter! \u00bbMach mir auf, meine Schwester, meine Freundin, mein T\u00e4ubchen, meine Reine! Ach, mein Haupthaar ist voll von Tau, meine Locken voll von den Tropfen der Nacht!\u00ab<br>3 \u00bbIch habe mein Kleid schon ausgezogen: wie sollt\u2019 ich\u2019s wieder anziehn?! Ich habe mir schon die F\u00fc\u00dfe gewaschen: wie sollt\u2019 ich sie wieder beschmutzen?!\u00ab<br>4 Da streckte mein Geliebter die Hand durch das Guckloch (der T\u00fcr), da wallte das Herz mir auf vor Sehnsucht nach ihm, und die Sinne vergingen mir ob seiner Rede;<br>5 ich stand auf, um meinem Geliebten zu \u00f6ffnen: da troffen meine H\u00e4nde von Myrrhe und meine Finger vom k\u00f6stlichsten \u00d6l am Griff des Riegels.<br>6 Ich \u00f6ffnete meinem Geliebten, doch mein Geliebter war fort, war verschwunden. Ich suchte ihn und fand ihn nicht; ich rief nach ihm, doch er gab mir keine Antwort.<br>7 Es trafen mich die W\u00e4chter, die in der Stadt umhergehn; sie schlugen mich, verwundeten mich, rissen den Schleier mir ab, die W\u00e4chter der Stadtmauer!<br>8 O la\u00dft euch beschw\u00f6ren, ihr T\u00f6chter Jerusalems: wenn ihr antrefft meinen Geliebten, was sollt ihr ihm sagen? Da\u00df krank ich bin vor Liebe!<br>9 \u00bbWas hat denn dein Geliebter vor andern Geliebten voraus, du Sch\u00f6nste unter den Weibern? Was hat dein Geliebter vor andern Geliebten voraus, da\u00df du uns so beschw\u00f6rst?\u00ab<br>10 Mein Geliebter ist blendend wei\u00df und braun, kenntlich unter vielen Tausenden.<br>11 Sein Haupt ist gel\u00e4utertes Feingold, seine Locken wallende Ranken, schwarz wie Raben;<br>12 seine Augen wie Tauben an Wasserb\u00e4chen, die, milchwei\u00df gebadet, am Teichesrand sitzen;<br>13 seine Wangen wie Balsambeete, Gel\u00e4nde duftender Kr\u00e4uter; seine Lippen sind wie Lilien, triefend von k\u00f6stlichster Myrrhe;<br>14 seine Arme goldene Walzen, mit Edelsteinen dicht besetzt; sein Leib ein Kunstwerk von Elfenbein, mit Saphiren \u00fcbers\u00e4t;<br>15 seine Beine S\u00e4ulen von wei\u00dfem Marmor, ruhend auf Sockeln von Feingold; seine Gestalt (ragend) wie der Libanon, gro\u00dfartig wie die Zedern;<br>16 sein Gaumen lauter S\u00fc\u00dfe und alles an ihm entz\u00fcckend! Das ist mein Geliebter und das mein Freund, ihr T\u00f6chter Jerusalems!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWohin ist denn dein Geliebter gegangen, du Sch\u00f6nste unter den Weibern? Wohin hat dein Geliebter sich begeben, damit wir ihn mit dir suchen?\u00ab<br>2 Mein Geliebter ist in seinen Garten hinabgegangen zu den Balsambeeten, um sich in den Anlagen zu ergehen und Lilien zu pfl\u00fccken.<br>3 Ich geh\u00f6re meinem Geliebten, und mein Geliebter geh\u00f6rt mir: er weidet auf der Lilienau.<br>4 Sch\u00f6n bist du, meine Freundin, wie Thirza (1.K\u00f6n 14,17), lieblich wie Jerusalem, doch furchtbar wie Kriegerscharen!<br>5 Wende deine Augen weg von mir, denn sie bringen mich von Sinnen! Dein Haar gleicht einer Ziegenherde, die vom Gileadberge herabwallt.<br>6 Deine Z\u00e4hne sind wie eine Herde Mutterschafe, die der Schwemme entsteigen, allesamt zwillingstr\u00e4chtig und keins von ihnen ist kinderlos.<br>7 Wie der Spalt eines Granatapfels schimmern die Schl\u00e4fen dir hinter dem Schleier hervor.<br>8 Ihrer sechzig sind K\u00f6niginnen (bei Salomo) und achtzig Nebenfrauen und zahllos die Jungfrauen.<br>9 Eine einzige ist meine Taube, meine Reine, die einziggeliebte Tochter ihrer Mutter, das Herzblatt der Guten, die ihr das Leben gegeben. Wenn die M\u00e4dchen sie sehen, so preisen diese sie gl\u00fccklich, K\u00f6niginnen und Nebenfrauen, und k\u00fcnden ihren Ruhm.<br>10 Wer ist diese, die da hervorgl\u00e4nzt wie das Morgenrot, sch\u00f6n wie der Vollmond, strahlend wie die Sonne, furchtbar wie Kriegerscharen?<br>11 In den Nu\u00dfgarten war ich hinabgegangen, um mich zu erfreun am jungen Gr\u00fcn des Tales, um nachzusehn, wie der Weinstock gespro\u00dft, ob die Granaten Bl\u00fcten getrieben h\u00e4tten.<br>12 Unvermutet hat mein Verlangen mich gef\u00fchrt zu der Tochter eines Edlen (?).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Wende dich, wende dich, Sulammith! Wende dich, wende dich, da\u00df wir dich beschauen! \u00bbWas wollt ihr schauen an Sulammith beim kriegerischen Tanz?\u00ab<br>2 Wie sch\u00f6n sind deine F\u00fc\u00dfe in den Schuhen, du F\u00fcrstenkind! Die W\u00f6lbungen deiner H\u00fcften sind wie Halsgeschmeide, ein Werk von K\u00fcnstlerhand;<br>3 dein Scho\u00df eine runde Schale, der nie der Mischtrank fehlen darf; dein Leib ein Weizenhaufen, ums\u00e4umt von Lilien.<br>4 Deine Br\u00fcste sind gleich einem Zwillingspaar junger Gazellen;<br>5 dein Hals wie ein Turm von Elfenbein, deine Augen wie die Teiche von Hesbon am volksbelebten Tor; deine Nase wie der Libanonturm, der nach Damaskus schaut;<br>6 dein Haupt droben wie der Karmel und das herabwallende Haar deines Hauptes wie dunkler Purpur: ein K\u00f6nig liegt gefangen in den Locken!<br>7 Wie bist du so sch\u00f6n und so hold, du Geliebte, du Wonnevolle!<br>8 Dein Wuchs da gleicht einer Palme und deine Br\u00fcste den Datteltrauben.<br>9 Ich dachte: Ersteigen will ich die Palme, ihre Fruchtrispen ergreifen; dann sollen deine Br\u00fcste mir sein wie Trauben am Weinstock und dein Atem s\u00fc\u00df wie der Duft von \u00c4pfeln<br>10 und dein Mund wie der k\u00f6stlichste Wein, der meinem Gaumen glatt eingeht und mir \u00fcber die Lippen und Z\u00e4hne sanft hinflie\u00dft.<br>11 Ich geh\u00f6re meinem Geliebten, und nach mir sehnt sich sein Herz!<br>12 Komm, mein Geliebter, la\u00df uns aufs Feld hinausgehn, in den D\u00f6rfern \u00fcbernachten!<br>13 Fr\u00fchmorgens brechen wir nach den Weinbergen auf, wollen nachsehn, ob der Weinstock spro\u00dft, ob die Bl\u00fcten sich erschlie\u00dfen, die Granaten bl\u00fchen: dort will ich dir meine Liebe schenken.<br>14 Die Liebes\u00e4pfel duften s\u00fc\u00df, und \u00fcber unsrer T\u00fcr sind k\u00f6stliche Fr\u00fcchte jeder Art, heurige und j\u00e4hrige: f\u00fcr dich, mein Geliebter, hab\u2019 ich sie aufbewahrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoheslied Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Ach, w\u00e4rst du doch mein Bruder, h\u00e4ttest die Brust meiner Mutter gesogen! Tr\u00e4f\u2019 ich dich dann auf der Stra\u00dfe, so d\u00fcrft\u2019 ich dich k\u00fcssen, ohne da\u00df jemand mich deshalb mi\u00dfachtete.<br>2 Ich n\u00e4hme dich dann mit mir ins Haus meiner Mutter; du m\u00fc\u00dftest mich unterweisen, ich g\u00e4be dir W\u00fcrzwein zu trinken, den Most meiner Granaten. \u2013<br>3 Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte umf\u00e4ngt mich.<br>4 Ich beschw\u00f6re euch, ihr T\u00f6chter Jerusalems: was wollt ihr die Liebe aufst\u00f6ren und wecken, eh\u2019 es ihr selber gef\u00e4llt!<br>5 Wer ist\u2019s, die da heraufkommt aus der Trift, gelehnt an ihren Geliebten? \u00bbUnter dem Apfelbaum hab\u2019 ich dich aufgeweckt; dort hat deine Mutter dich mit Schmerzen geboren, dort dich mit Schmerzen ans Licht der Welt gebracht.\u00ab<br>6 \u00bbO lege mich an dein Herz wie einen Siegelring, wie einen Siegelring an deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe und ihre Leidenschaft hart wie die Unterwelt; ihre Gluten sind Feuergluten, ihre Flammen wie Flammen Gottes.<br>7 Die m\u00e4chtigsten Fluten verm\u00f6gen die Liebe nicht auszul\u00f6schen und Str\u00f6me sie nicht fortzuschwemmen; b\u00f6t\u2019 einer auch alles Gut seines Hauses (als Kaufpreis) f\u00fcr die Liebe: man w\u00fcrde sein nur spotten.\u00ab<br>8 Ein Schwesterlein haben wir, die noch keine Br\u00fcste hat; was sollen wir nun mit unserer Schwester tun am Tage, wo man um sie freit?<br>9 Ist sie eine Mauer, so bauen wir eine Kr\u00f6nung von Silber auf ihr; ist sie aber ein Tor, so verrammeln wir es mit Zederbohlen.\u00ab \u2013<br>10 Ich bin eine Mauer, und meine Br\u00fcste sind wie T\u00fcrme; doch ich habe mich ihm gezeigt als friedlich \u00fcbergebene Burg.<br>11 Einen Weinberg besa\u00df Salomo in Baal-Hamon; er \u00fcbergab den Weinberg den H\u00fctern; jeder hatte f\u00fcr seinen Ertrag tausend Silberst\u00fccke zu zahlen.<br>12 \u00dcber meinen Weinberg verf\u00fcge ich allein. Die tausend Silberst\u00fccke geh\u00f6ren dir, (mein) Salomo, und dazu noch zweihundert den H\u00fctern seiner Fr\u00fcchte.<br>13 Die du wohnst in den G\u00e4rten, die Freunde lauschen: deine Stimme la\u00df mich h\u00f6ren!<br>14 \u00bbEnteile, mein Geliebter, und mache es wie die Gazelle oder wie der junge Hirsch auf den balsamduftenden Bergen!\u00ab<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-718_adcbae-d8 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-718_adcbae-d8 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-718_adcbae-d8\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow 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Denn deine Liebe ist wonniger als Wein!3 K\u00f6stlich ist der Duft deiner Salben; wie ausgegossenes Salb\u00f6l ist dein Name: drum haben die M\u00e4dchen dich lieb.4 Zieh mich dir nach, komm, la\u00df uns eilen! 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