{"id":741,"date":"2023-12-23T13:02:09","date_gmt":"2023-12-23T12:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=741"},"modified":"2026-01-17T13:12:25","modified_gmt":"2026-01-17T12:12:25","slug":"jeremia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=741","title":{"rendered":"Jeremia"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Prophet Jeremia<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns741_f6f903-94{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns741_f6f903-94 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns741_f6f903-94 .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns741_f6f903-94\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn741_98fe03-1f.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn741_98fe03-1f kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2398\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn741_68e6e8-02.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn741_68e6e8-02 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id741_04985d-5c .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id741_04985d-5c .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id741_04985d-5c .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id741_04985d-5c .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A. Reden und Erlebnisse Jeremias bis zur Zerst\u00f6rung Jerusalems (Kap. 1-39)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. \u00dcberschrift. Berufung des Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies sind) die Reden Jeremias, des Sohnes Hilkias, der zu der Priesterschaft in Anathoth im Lande Benjamin geh\u00f6rte;<br>2 an ihn erging das Wort des HERRN in den Tagen des j\u00fcd\u00e4ischen K\u00f6nigs Josia, des Sohnes Amons, im dreizehnten Jahre seiner Regierung,<br>3 und erging dann auch noch weiter an ihn in den Tagen des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Jojakim, des Sohnes Josias, bis zum Ablauf des elften Regierungsjahres des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Zedekia, des Sohnes Josias, bis zur Wegf\u00fchrung (der Bewohner) Jerusalems im f\u00fcnften Monat (des elften Regierungsjahres Zedekias).<br>4 Es erging aber das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>5 \u00bbNoch ehe ich dich im Mutterscho\u00dfe bildete, habe ich dich erw\u00e4hlt, und ehe du das Licht der Welt erblicktest, habe ich dich geweiht: zum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker habe ich dich bestimmt.\u00ab<br>6 Da antwortete ich: \u00bbAch, HERR, mein Gott, sieh doch: ich verstehe ja nicht zu reden, denn ich bin noch so jung!\u00ab<br>7 Doch der HERR erwiderte mir: \u00bbSage nicht, du seiest noch so jung! Denn zu allen, wohin ich dich senden werde, sollst du gehen, und alles, was ich dir auftragen werde, sollst du reden.<br>8 F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu beh\u00fcten!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>9 Hierauf streckte der HERR seine Hand aus und ber\u00fchrte meinen Mund mit ihr; dann sagte der HERR zu mir: \u00bbHiermit lege ich meine Worte in deinen Mund!<br>10 Wisse wohl: ich bestelle dich heute \u00fcber die V\u00f6lker und \u00fcber die K\u00f6nigreiche, um auszurei\u00dfen und niederzurei\u00dfen, zu vernichten und zu zerst\u00f6ren, (aber auch) um aufzubauen und zu pflanzen.\u00ab<br>11 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen: \u00bbWas siehst du, Jeremia?\u00ab Ich antwortete: \u00bbEinen Zweig vom wachen Baum sehe ich.\u00ab<br>12 Da sagte der HERR zu mir: \u00bbDu hast richtig gesehen: ja, ich wache \u00fcber meinem Wort, um es in Erf\u00fcllung gehen zu lassen!\u00ab<br>13 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich noch einmal folgenderma\u00dfen: \u00bbWas siehst du?\u00ab Ich antwortete: \u00bbEinen siedenden Kessel sehe ich, dessen Vorderseite von Norden her (gegen S\u00fcden) gerichtet ist.\u00ab<br>14 Da sagte der HERR zu mir: \u00bbJa, von Norden her wird das Ungl\u00fcck sich siedend \u00fcber alle Bewohner des Landes ergie\u00dfen.<br>15 Denn gib acht: ich will alle V\u00f6lkerst\u00e4mme der Reiche im Norden entbieten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda\u00df sie heranziehen und ein jeder seinen Thron aufstellt an den Eingang der Tore Jerusalems und gegen alle Mauern der Stadt ringsum und gegen alle St\u00e4dte Judas.<br>16 Dann will ich Abrechnung mit ihnen halten wegen all ihrer Bosheit, da\u00df sie von mir abgefallen sind und anderen G\u00f6ttern geopfert und die Machwerke ihrer H\u00e4nde angebetet haben.\u00ab<br>17 \u00bbDu aber, g\u00fcrte dir die H\u00fcften, mache dich auf und verk\u00fcnde ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihnen in Schrecken!<br>18 Denn wisse wohl: Ich selbst mache dich heute zu einer festen Burg, zu einer eisernen S\u00e4ule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, sowohl gegen die K\u00f6nige von Juda als auch gegen dessen F\u00fcrsten, gegen dessen Priester und gegen die ganze Bev\u00f6lkerung des Landes.<br>19 Wenn sie auch gegen dich anst\u00fcrmen, sollen sie dich doch nicht bezwingen; denn ich bin mit dir\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbum dich zu beh\u00fcten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Mahn- und Strafreden (Kap. 2-29)<br>Israels anf\u00e4ngliche Treue gegen seinen Gott und sein sp\u00e4terer schn\u00f6der Abfall mit seinen unheilvollen Folgen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Nun erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbGehe hin und rufe (dem Volk in) Jerusalem laut in die Ohren: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Ich gedenke an die Holdseligkeit deiner Jugend, deine br\u00e4utliche Liebe, wie du hinter mir herzogst in der W\u00fcste, im unwirtlichen Lande.<br>3 Geheiligt war Israel (damals) dem HERRN, sein Erstlingsabhub von der Ernte; alle, die sich an ihm vergriffen, mu\u00dften es b\u00fc\u00dfen: Unheil kam \u00fcber sie\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>4 Vernehmt das Wort des HERRN, ihr vom Hause Jakob und alle ihr Geschlechter des Hauses Israel!<br>5 So hat der HERR gesprochen: \u00bbWas haben eure V\u00e4ter Unrechtes an mir gefunden, da\u00df sie sich von mir losgesagt haben und der Nichtigkeit nachgelaufen und auf Nichtiges verfallen sind?<br>6 Sie fragten nicht mehr: \u203aWo ist der HERR, der uns aus \u00c4gyptenland hergef\u00fchrt, der uns durch die W\u00fcste geleitet hat, durch ein Land der Steppen und Schluchten, durch ein Land der D\u00fcrre und des Dunkels, durch ein Land, das kein Wanderer durchzieht und in welchem kein Mensch Wohnung nimmt?\u2039<br>7 Als ich euch dann in das Land der Fruchtgefilde gebracht hatte, damit ihr dessen Fr\u00fcchte und Segen gen\u00f6sset, da seid ihr hineingekommen und habt mein Land entweiht und mein Besitztum zu einer Greuelst\u00e4tte gemacht!<br>8 Die Priester fragten nicht: \u203aWo ist der HERR?\u2039, und die H\u00fcter des Gesetzes kannten mich nicht, die Hirten des Volkes fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch den Baal und liefen den G\u00f6tzen nach, die doch nicht zu helfen verm\u00f6gen.<br>9 Darum mu\u00df ich noch weiter mit euch ins Gericht gehen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund werde noch mit euren Kindeskindern ins Gericht gehen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Israels Verhalten ist unerh\u00f6rt und beispiellos<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbDenn fahrt doch nach den Gestaden der Kitth\u00e4er hin\u00fcber und \u00fcberzeugt euch dort, sendet nach Kedar, erkundigt euch genau und seht zu, ob so etwas jemals geschehen ist:<br>11 ob je ein Volk seine G\u00f6tter umgetauscht hat \u2013 und die da sind nicht einmal G\u00f6tter! Aber mein Volk hat seinen Ruhm vertauscht gegen ohnm\u00e4chtige G\u00f6tzen!<br>12 Entsetzt euch dar\u00fcber, ihr Himmel, schaudert und werdet starr vor Erstaunen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>13 \u00bbDenn zwiefaches Unrecht hat mein Volk begangen: mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich gegrabene Brunnen anzulegen, l\u00f6cherige Brunnen, die das Wasser nicht halten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die unheilvollen Folgen; Bu\u00dfmahnung<\/h3>\n\n\n\n<p>14 \u00bbIst denn Israel ein Knecht oder ein Sklavensohn? Warum ist er denn der Pl\u00fcnderung preisgegeben worden?<br>15 L\u00f6wen haben \u00fcber ihm gebr\u00fcllt, haben ihr Geheul erschallen lassen und sein Land zur W\u00fcste gemacht; seine St\u00e4dte sind verbrannt, leer von Bewohnern;<br>16 auch die \u00c4gypter von Noph und Thapanches haben dir den Scheitel abgeweidet.<br>17 Tr\u00e4gt nicht die Schuld daran deine Abkehr vom HERRN, deinem Gott, schon zur Zeit, wo er dich auf der Wanderung f\u00fchrte?<br>18 Und jetzt \u2013 was hast du nach \u00c4gypten zu laufen, um das Wasser des Nils zu trinken? Und was brauchst du nach Assyrien zu laufen, um das Wasser des Euphratstromes zu trinken?<br>19 Deine Bosheit bringt dich ins Ungl\u00fcck, und dein treuloses Treiben f\u00fchrt die Strafe f\u00fcr dich herbei! So erkenne es denn und bedenke wohl, wie schlimm und unheilvoll es ist, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, verlassen hast und keine Furcht vor mir in dir wohnt!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der verderbliche Baalsdienst und der z\u00fcgellose Hang zur Abg\u00f6tterei<\/h3>\n\n\n\n<p>20 \u00bbDenn von alters her hast du dein Joch zerbrochen, deine Bande zerrissen und hast gesagt: \u203aIch will nicht (l\u00e4nger) dienstbar sein!\u2039 Nein, auf jedem hohen H\u00fcgel und unter jedem dichtbelaubten Baum hast du dich als Buhlerin hingestreckt.<br>21 Und doch hatte ich dich als Edelrebe eingepflanzt, als ganz echtes Gew\u00e4chs: ach, wie bist du mir in die wilden Schosse eines fremden Weinstocks ausgeartet!<br>22 Ja, wenn du dich auch mit Laugensalz w\u00fcschest und noch so viel Seife an dich wendetest: deine Schuld w\u00fcrde doch als Schmutzfleck vor mir bleiben!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>23 \u00bbWie kannst du nur behaupten: \u203aIch habe mich nicht verunreinigt, bin den Baalen nicht nachgelaufen!\u2039 Sieh doch dein Treiben im Tal an, bedenke, was du dort ver\u00fcbt hast, du leichtf\u00fc\u00dfige Kamelin, die toll in die Kreuz und Quere rennt!<br>24 Eine Wildeselin, die, an die Steppe gew\u00f6hnt, in wilder Lustgier nach Luft schnappt: wer vermag ihre Brunst zu d\u00e4mpfen? Wer immer sie begehrt, braucht sich nicht m\u00fcde zu laufen: in ihrer Brunstzeit findet er sie m\u00fchelos.<br>25 Nimm deinen Fu\u00df in acht, da\u00df er sich nicht barfu\u00df l\u00e4uft, und deine Kehle, da\u00df sie nicht vor Durst lechzt! Doch du entgegnest: \u203aVergebliche M\u00fche, nein! Ich habe nun einmal die Fremden gern, und ihnen will ich nachlaufen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der unw\u00fcrdige G\u00f6tzendienst und unbegreifliche Abfall, die schlechte Rechtspflege und verkehrte Staatsleitung<\/h3>\n\n\n\n<p>26 \u00bbWie ein Dieb besch\u00e4mt dasteht, wenn er ertappt wird, so werden die zum Hause Israel Geh\u00f6rigen sich sch\u00e4men, sie samt ihren K\u00f6nigen und F\u00fcrsten, ihren Priestern und Propheten,<br>27 sie, die zu einem St\u00fcck Holz sagen: \u203aMein Vater bist du!\u2039 und zu einem Stein: \u203aDir verdanke ich mein Leben!\u2039 Dagegen mir haben sie den R\u00fccken zugekehrt und nicht mehr das Angesicht. Wenn aber das Ungl\u00fcck \u00fcber sie kommt, dann rufen sie: \u203aStehe auf und hilf uns!\u2039<br>28 Wo sind denn deine G\u00f6tter, die du dir selbst angefertigt hast? Sie m\u00f6gen doch aufstehen, ob sie dir helfen k\u00f6nnen zur Zeit deiner Not! Denn so zahlreich wie deine St\u00e4dte sind auch deine G\u00f6tter geworden, Juda.<br>29 Warum beklagt ihr euch \u00fcber mich? Ihr seid ja allesamt treulos von mir abgefallen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>30 \u00bbVergebens habe ich eure S\u00f6hne geschlagen: sie haben sich keine Lehre daraus gezogen; das Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein rei\u00dfender L\u00f6we.<br>31 O (entartetes) Geschlecht, das ihr seid! Achtet doch auf das Wort des HERRN! Bin ich etwa eine W\u00fcste f\u00fcr Israel gewesen oder ein Land tiefer Finsternis? Warum sagt denn mein Volk: \u203aWir haben die Freiheit gewonnen! Wir kehren nicht wieder zu dir zur\u00fcck!\u2039?<br>32 Vergi\u00dft wohl eine Jungfrau ihren Schmuck, eine Braut ihren G\u00fcrtel? Mein Volk aber hat mich vergessen schon seit unz\u00e4hligen Tagen!\u00ab<br>33 \u00bbWie geschickt wei\u00dft du deinen Gang einzurichten, um Liebschaften anzukn\u00fcpfen! Darum hast du dich auch auf deinen G\u00e4ngen sogar an Verbrechen gew\u00f6hnt:<br>34 auch an den S\u00e4umen deines Gewandes findet sich das Blut von schuldlosen ungl\u00fccklichen Menschen, die du nicht bei einem Einbruch betroffen hast.<br>35 Und trotzdem behauptest du: \u203aIch bin unschuldig: sein Zorn wendet sich von mir ab!\u2039 Wisse wohl: ich will mit dir ins Gericht gehen wegen dieses deines Wortes: \u203aIch habe nichts B\u00f6ses getan!\u2039\u00ab<br>36 \u00bbWarum hast du es so eilig, in der Staatsleitung einen andern Weg einzuschlagen? Auch an \u00c4gypten wirst du ebenso entt\u00e4uscht werden, wie du an Assyrien entt\u00e4uscht worden bist;<br>37 auch von dort wirst du abziehen, indem du die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopfe zusammenschl\u00e4gst; denn der HERR hat die verworfen, auf die du dein Vertrauen gesetzt hast, und so wirst du kein Gl\u00fcck mit ihnen haben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist eine Wiederannahme des durch G\u00f6tzendienst gesch\u00e4ndeten Volkes \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich?<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Er fuhr dann fort: \u00bbWenn ein Mann seine Ehefrau entl\u00e4\u00dft und diese von ihm weggegangen und die Frau eines andern Mannes geworden ist, darf sie dann wieder zu ihm zur\u00fcckkehren? W\u00fcrde nicht das betreffende Land dadurch ganz entweiht werden? Du aber hast schon mit vielen Liebhabern Ehebruch getrieben und solltest doch zu mir zur\u00fcckkehren d\u00fcrfen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>2 \u00bbErhebe doch deine Augen zu den kahlen H\u00f6hen und halte Umschau: wo hast du dich nicht sch\u00e4nden lassen? An den Wegen hast du gesessen und ihnen aufgelauert wie ein Araber in der W\u00fcste und hast das Land entweiht durch deine Buhlerei und deine Verworfenheit!<br>3 Und ob dir auch die Regenschauer (von mir) vorenthalten wurden und der Sp\u00e4tregen ausblieb, behieltest du doch die Stirn eines buhlerischen Weibes bei und wolltest nicht in dich gehen.<br>4 Freilich, nunmehr rufst du mir zu: \u203aMein Vater! Du bist ja der Vertraute meiner Jugend!<br>5 Wird er denn immerdar grollen, mir\u2019s ewig nachtragen?\u2039 Ja, so hast du geredet, dabei aber das B\u00f6se ver\u00fcbt und es durchgesetzt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beide Schwestern haben schwer ges\u00fcndigt, aber Judas Schuld ist gr\u00f6\u00dfer<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Der HERR sprach weiter zu mir in den Tagen des K\u00f6nigs Josia folgenderma\u00dfen: \u00bbHast du gesehen, wie Israel, das abtr\u00fcnnige Weib, es getrieben hat? Sie ist auf jeden hohen Berg und unter jeden dichtbelaubten Baum gegangen und hat dort Ehebruch getrieben.<br>7 Zwar dachte ich: \u203aSie wird zu mir zur\u00fcckkehren, nachdem sie dies alles ver\u00fcbt\u2039; aber sie kehrte nicht zur\u00fcck. Ihre treulose Schwester Juda sah das nun wohl;<br>8 doch obgleich sie gesehen hatte, da\u00df ich das abtr\u00fcnnige Weib Israel wegen ihres ehebrecherischen Treibens versto\u00dfen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, nahm ihre treulose Schwester Juda es sich doch nicht zu Herzen, sondern ging hin und trieb ebenfalls Unzucht.<br>9 So kam es denn, da\u00df sie durch ihre leichtfertige Unzucht das Land entweihte; denn sie trieb Ehebruch mit dem Stein und mit dem Holz.<br>10 Trotz alledem ist aber ihre treulose Schwester Juda nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zur\u00fcckgekehrt, sondern nur mit Heuchelei!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>11 Hierauf sagte der HERR weiter zu mir: \u00bbIsrael, das abtr\u00fcnnige Weib, steht weniger schuldig da als die treulose Juda.<br>12 Gehe hin und rufe diese Worte laut nach Norden hin: \u203aKehre zur\u00fcck (zu mir), Israel, du Abtr\u00fcnnige!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203aich will euch nicht mehr zornig anblicken, denn ich bin liebevoll\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203aich will (es dir) nicht ewig nachtragen!<br>13 Nur erkenne deine Verschuldung, da\u00df du dem HERRN, deinem Gott, die Treue gebrochen und dich immer wieder den Fremden preisgegeben hast unter jedem dichtbelaubten Baum; aber auf meinen Ruf habt ihr nicht geh\u00f6rt!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufforderung zur Umkehr; Heilsspruch \u00fcber Jerusalem und Juda<\/h3>\n\n\n\n<p>14 \u00bbKehrt um, ihr abtr\u00fcnnigen S\u00f6hne!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbdenn ich habe Herrenrecht \u00fcber euch und will euch holen, je einen aus jeder Ortschaft und je zwei aus jedem Geschlecht, und will euch nach Zion heimkehren lassen;<br>15 und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die euch mit Einsicht und Besonnenheit weiden sollen.<br>16 Wenn ihr euch dann im Lande vermehrt habt und zahlreich geworden seid in jenen Tagen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbso wird man nicht mehr sagen: \u203aO die Lade mit dem Bundesgesetz des HERRN!\u2039, denn sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird ihrer nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; auch wird niemals wieder eine solche angefertigt werden.<br>17 In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und es werden dort alle Heidenv\u00f6lker zusammenstr\u00f6men um des Namens des HERRN willen [in Jerusalem] und in ihrem Wandel nicht l\u00e4nger dem Starrsinn ihres eigenen b\u00f6sen Herzens folgen.<br>18 In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Hause Israel Hand in Hand gehen, und sie werden vereint aus dem Nordlande in das Land heimkehren, das ich euren V\u00e4tern zum Erbbesitz gegeben habe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wehm\u00fctiger R\u00fcckblick auf die Untreue des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>19 \u00bbZwar hatte ich gedacht: \u203aWie will ich dich an Sohnes Statt halten und dir ein herrliches Land, den kostbarsten Besitz der ganzen V\u00f6lkerwelt, verleihen!\u2039 Und weiter hatte ich gedacht, ihr w\u00fcrdet mich \u203aVater\u2039 nennen und euch von meiner Nachfolge nicht mehr abkehren.<br>20 Aber ach! Wie ein Weib ihrem Genossen die Treue bricht, so habt auch ihr treulos an mir gehandelt, ihr vom Hause Israel!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bu\u00dflied des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Horch! Auf den kahlen H\u00f6hen vernimmt man Weinen, das inst\u00e4ndige Flehen der Kinder Israel, weil sie auf verkehrtem Wege gewandelt sind und den HERRN, ihren Gott, vergessen haben.<br>22 \u00bbKehrt um, ihr abtr\u00fcnnigen S\u00f6hne: ich will euren Abfall wiedergutmachen!\u00ab \u2013 \u00bbJa hier sind wir, wir kommen zu dir; denn du, HERR, bist unser Gott.<br>23 Wahrlich, nur Trug sind die H\u00fcgel, das L\u00e4rmen auf den H\u00f6hen! Wahrlich, nur beim HERRN, unserm Gott, steht das Heil f\u00fcr Israel!<br>24 Ach, der Schandg\u00f6tze hat seit unserer Jugend das verschlungen, was unsere V\u00e4ter erworben hatten, ihr Kleinvieh und ihre Rinder, ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter!<br>25 So m\u00fcssen wir uns denn in unsere Schande betten, und unsere Schmach mu\u00df uns zudecken! Denn wir haben gegen den HERRN, unsern Gott, ges\u00fcndigt, wir selbst und unsere V\u00e4ter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag und haben auf die Stimme des HERRN, unsers Gottes, nicht geh\u00f6rt!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung der Wiederannahme nach aufrichtiger Bu\u00dfe<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn du umkehrst, Israel\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbsollst du zu mir zur\u00fcckkehren d\u00fcrfen; und wenn du deine greulichen G\u00f6tzen mir aus den Augen schaffst, sollst du nicht versto\u00dfen werden;<br>2 und wenn du \u203aSo wahr der HERR lebt!\u2039 in Wahrheit, in Treue und Aufrichtigkeit schw\u00f6rst, sollen die Heidenv\u00f6lker mit deinem Namen sich segnen und dein Gl\u00fcck sich w\u00fcnschen!\u00ab<br>3 Denn so hat der HERR zu den M\u00e4nnern von Juda und zu den Bewohnern Jerusalems gesprochen: \u00bbBrecht euch einen Neubruch und s\u00e4et nicht in die Dornen hinein!<br>4 Beschneidet euch f\u00fcr den HERRN und schafft die Vorhaut eurer Herzen weg, ihr M\u00e4nner von Juda und ihr Bewohner Jerusalems, damit mein Zorn nicht ausbricht wie Feuer und unausl\u00f6schlich brennt wegen der Verworfenheit eures ganzen Tuns!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Krieg! Das Erscheinen des furchtbaren nordischen Feindes <br>(Sammlung verschiedenartiger St\u00fccke: Kriegsbilder, Betrachtungen und Mahnungen)<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Verk\u00fcndet es in Juda und la\u00dft in Jerusalem die Botschaft ausrufen: \u00bbSto\u00dft in die Posaune im Lande umher! Ruft mit voller Kraft aus und macht bekannt: \u203aSchart euch zusammen und la\u00dft uns in die festen St\u00e4dte ziehen!\u2039<br>6 Pflanzt ein Banner auf nach Zion hin, fl\u00fcchtet euch, ohne Halt zu machen! Denn Unheil lasse ich von Norden her kommen und gewaltige Zerschmetterung.\u00ab<br>7 Heraufgestiegen ist schon der L\u00f6we aus seinem Dickicht, und der V\u00f6lkerw\u00fcrger ist aufgebrochen, ist ausgezogen aus seiner Wohnst\u00e4tte, um dein Land zur W\u00fcste zu machen, da\u00df deine St\u00e4dte in Tr\u00fcmmer sinken, menschenleer werden!<br>8 Darum g\u00fcrtet euch Sackleinen um, wehklagt und jammert: \u00bbAch, der lodernde Zorn des HERRN hat sich nicht von uns abgewandt!\u00ab<br>9 \u00bbAn jenem Tage\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwird dem K\u00f6nige und den F\u00fcrsten der Mut entschwinden, werden die Priester ratlos sein und die Propheten fassungslos dastehen.\u00ab<br>10 Da sagte ich: \u00bbAch, HERR, mein Gott! Wahrlich, arg hast du dieses Volk und Jerusalem get\u00e4uscht, als du verhie\u00dfest: \u203aHeil soll euch widerfahren!\u2039, und nun ist das Schwert ihnen gedrungen bis ans Leben!\u00ab \u2013<br>11 In jener Zeit wird man zu diesem Volk und zu Jerusalem sagen: \u00bbEin Glutwind von den kahlen H\u00f6hen in der W\u00fcste kommt dahergest\u00fcrmt auf die Tochter meines Volkes zu, ungeeignet zum Worfeln und ungeeignet zum Sieben des Korns,<br>12 ein Wind zu scharf, als da\u00df er dazu taugte, kommt, von mir bestellt: nun will ich selbst mit ihnen ins Gericht gehen!\u00ab \u2013<br>13 Sehet, wie Wetterwolken zieht er herauf, und wie der Sturmwind sind seine Kriegswagen, schneller als Adler seine Rosse: wehe uns, wir sind verloren! \u2013<br>14 Wasche dein Herz vom B\u00f6sen rein, Jerusalem, auf da\u00df du Rettung erlangst! Wie lange soll noch dein unheilvolles Sinnen in deinem Inneren wohnen? \u2013<br>15 Ach, horch! Eine Botschaft kommt von Dan her, eine Ungl\u00fcckskunde vom Gebirge Ephraim!<br>16 \u00bbVerk\u00fcndet es den V\u00f6lkern, meldet es weiter nach Jerusalem: \u203aBelagerer kommen aus fernem Lande und erheben ihren Kriegsruf gegen die St\u00e4dte Judas!<br>17 Wie Feldh\u00fcter stellen sie sich ringsum gegen Jerusalem auf, weil es widerspenstig gegen mich gewesen ist!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u2013<br>18 Dein Wandel und dein ganzes Tun haben dir solches Unheil eingetragen: deiner Verworfenheit verdankst du dies, da\u00df es so bitterweh ist, ja da\u00df es dir bis ans Leben geht. \u2013<br>19 O meine Brust, meine Brust! Mir ist so angst! O ihr W\u00e4nde meines Herzens! Mein Inneres ist mir in wildem Aufruhr: ich kann nicht schweigen! Denn Posaunenschall vernimmst du, meine Seele, das Get\u00f6se des Krieges.<br>20 Zerst\u00f6rung \u00fcber Zerst\u00f6rung wird gemeldet, denn verheert ist das ganze Land! Urpl\u00f6tzlich sind meine H\u00fctten zerst\u00f6rt, in einem Augenblick meine Zelte!<br>21 Wie lange noch soll ich Paniere sehen, Posaunenschall vernehmen? \u2013<br>22 Ach, verblendet ist mein Volk: mich kennen sie nicht! T\u00f6richte Kinder sind sie und ohne Einsicht: klug sind sie zum B\u00f6sestun, aber auf das Tun des Guten verstehen sie sich nicht. \u2013<br>23 Ich blicke die Erde an: ach, sie ist w\u00fcst und \u00f6de! und zum Himmel empor: sein Licht ist verschwunden!<br>24 Ich blicke die Berge an: ach, sie beben, und alle H\u00fcgel schwanken!<br>25 Ich blicke umher: ach, kein Mensch ist da, und alle V\u00f6gel des Himmels sind entflohen!<br>26 Ich blicke umher: ach, das Fruchtgefilde (Juda) ist eine W\u00fcste, und alle seine St\u00e4dte sind zerst\u00f6rt: nach dem Willen des HERRN, infolge der Glut seines Zorns! \u2013<br>27 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbZur W\u00fcste soll das ganze Land werden, doch seine v\u00f6llige Vernichtung will ich nicht herbeif\u00fchren.<br>28 Darob trauert die Erde, und der Himmel droben h\u00fcllt sich in Schwarz, weil ich (das) ausgesprochen und beschlossen habe; und ich lasse es mich nicht gereuen und gehe nicht davon ab.\u00ab \u2013<br>29 Vor dem Ruf \u00bbReiter und Bogensch\u00fctzen!\u00ab ist das ganze Stadtvolk auf der Flucht; in die Dickichte haben sie sich begeben und die Felsen erklommen: jede Ortschaft steht verlassen da, und kein Mensch ist darin wohnen geblieben.<br>30 Du aber, vergewaltigte (Stadt), was willst du tun? Magst du dich auch in Purpur kleiden, magst du dich mit Goldgeschmeide putzen, magst du deine Augenr\u00e4nder mit Schminke umzeichnen: vergebens machst du dich sch\u00f6n! Die Liebhaber haben dich satt, trachten dir nach dem Leben!<br>31 Ach! Geschrei h\u00f6re ich wie von einem Weibe in Kindesn\u00f6ten, Angstrufe wie von einer Frau, die zum erstenmal Mutter wird: das Geschrei der Tochter Zion, die da aufst\u00f6hnt, ihre H\u00e4nde flehend ausbreitet: \u00bbWehe mir! Ach, ersch\u00f6pft ist meine Seele, eine Beute der M\u00f6rder!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die grauenvolle Verderbnis des gesamten Volkes in Jerusalem n\u00f6tigt den Herrn zum schonungslosen Vollzug der Strafe durch den furchtbaren Feind<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Streift in den Stra\u00dfen Jerusalems umher und seht euch um! Erkundigt euch und sucht auf den Pl\u00e4tzen der Stadt, ob ihr jemand findet, ob einer da ist, der Recht \u00fcbt, der auf Treue h\u00e4lt: dann will ich ihr vergeben.<br>2 Aber wenn sie auch sagen: \u00bbSo wahr der HERR lebt!\u00ab, so schw\u00f6ren sie darum doch falsch.<br>3 Sind denn deine Augen, HERR, nicht auf Treue gerichtet? Du hast sie zwar geschlagen, aber es hat ihnen nicht wehe getan; du hast sie der Vernichtung preisgegeben, aber sie haben keine Zucht annehmen wollen: sie haben ihr Angesicht h\u00e4rter gemacht als Felsgestein und eine Umkehr von sich gewiesen.<br>4 Da dachte ich: \u00bbNur die kleinen Leute sind so; die benehmen sich t\u00f6richt, weil sie den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes nicht kennen.<br>5 Ich will doch einmal zu den Gro\u00dfen gehen und mit ihnen reden; denn die m\u00fcssen doch den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes kennen.\u00ab Doch sie haben insgesamt das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen!<br>6 Darum schl\u00e4gt sie der L\u00f6we aus dem Walde nieder, \u00fcberw\u00e4ltigt sie der Steppenwolf; der Panther lauert ihnen auf vor ihren St\u00e4dten: jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird zerrissen; denn zahlreich sind ihre \u00dcbertretungen, vielf\u00e4ltig ihre Abfalls\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anfang der Drohrede Gottes<\/h3>\n\n\n\n<p>7 \u00bbWeshalb sollte ich dir verzeihen? Deine S\u00f6hne haben mich verlassen und schw\u00f6ren bei Nichtg\u00f6ttern; und obwohl ich sie den Bund hatte beschw\u00f6ren lassen, haben sie doch Ehebruch begangen und sind im Hurenhause heimisch geworden.<br>8 Wie wohlgen\u00e4hrte Rosse schweifen sie umher: ein jeder wiehert nach dem Eheweibe des andern.<br>9 Sollte ich so etwas ungestraft lassen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bboder sollte an einem solchen Volk meine Seele sich nicht r\u00e4chen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das g\u00f6ttliche Strafgericht f\u00fcr die Abtr\u00fcnnigen und ungl\u00e4ubig Trotzigen<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Steigt auf ihre Mauern hinauf und richtet Verw\u00fcstungen an, doch vernichtet sie nicht v\u00f6llig! Haut ihre Ranken ab; denn dem HERRN geh\u00f6ren sie nicht (mehr) an.<br>11 \u00bbAch, sie haben gar treulos an mir gehandelt, das Haus Israel und das Haus Juda!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>12 Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: \u00bbEs ist nichts mit ihm, und kein Ungl\u00fcck wird \u00fcber uns kommen: weder Schwert noch Hungersnot werden wir zu sehen bekommen!<br>13 Und die Propheten? Die sind f\u00fcr den Wind; denn das Wort (des HERRN) ist nicht in ihnen: m\u00f6ge es ihnen selbst so ergehen!\u00ab<br>14 Darum hat Gott, der HERR der Heerscharen, so gesprochen: \u00bbWeil ihr solche Reden f\u00fchrt, will ich nunmehr meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dieses Volk zu Brennholz, da\u00df es sie verzehren soll!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der furchtbare Feind<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbWisset wohl: ich lasse ein Volk aus der Ferne \u00fcber euch kommen, ihr vom Hause Israel!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbein Volk von unverw\u00fcstlicher Kraft ist es, ein Volk von uraltem Stamm, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst.<br>16 Sein K\u00f6cher ist wie ein offenes Grab: allesamt sind sie Kriegshelden.<br>17 Es wird deine Ernte und dein Brotkorn verzehren, verzehren deine S\u00f6hne und T\u00f6chter, verzehren dein Kleinvieh und deine Rinder, verzehren deinen Weinstock und deinen Feigenbaum; deine festen St\u00e4dte, auf die du dein Vertrauen setzt, wird es mit dem Schwert zerst\u00f6ren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Ursache der g\u00f6ttlichen Strafe (n\u00e4mlich der Verbannung)<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bbDoch auch in jenen Tagen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwill ich euch nicht v\u00f6llig vernichten.<br>19 Aber wenn ihr alsdann fragt: \u203aWof\u00fcr hat der HERR, unser Gott, uns dies alles widerfahren lassen?\u2039, so sollst du ihnen antworten: \u203aGleichwie ihr mich verlassen und fremden G\u00f6ttern im eigenen Lande gedient habt, ebenso sollt ihr nun Fremden dienstbar sein in einem Lande, das nicht euch geh\u00f6rt!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Unverstand des Volkes, die Habgier der oberen Schichten und die Unredlichkeit der Geistlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Verk\u00fcndet dies im Hause Jakob und macht es in Juda bekannt mit den Worten:<br>21 \u00bbH\u00f6rt doch dies, ihr t\u00f6richtes Volk voll Unverstand, die ihr Augen habt und nicht seht, die ihr Ohren habt und nicht h\u00f6rt!<br>22 Mich wollt ihr nicht f\u00fcrchten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund vor mir nicht zittern? der ich dem Meere den Sand zur Grenze gesetzt habe als ewige Schranke, die es nicht \u00fcberschreiten darf, so da\u00df seine Wogen, wenn sie auch branden, doch ohnm\u00e4chtig sind und, wenn sie auch brausen, doch nicht ungeb\u00fchrlich vordringen.<br>23 Aber dieses Volk besitzt ein trotziges und widerspenstiges Herz; sie sind abgefallen und davongegangen<br>24 und haben niemals in ihrem Herzen gedacht: \u203aLa\u00dft uns doch den HERRN, unsern Gott, f\u00fcrchten, der den Regen spendet, Fr\u00fchregen wie Sp\u00e4tregen zu rechter Zeit, der die festbestimmten Wochen der Erntezeit uns zugute einh\u00e4lt!\u2039<br>25 Eure Verschuldungen haben das unm\u00f6glich gemacht und eure S\u00fcnden euch um den Segen gebracht.<br>26 Denn unter meinem Volke gibt es Gottlose, die auf der Lauer liegen, wie Vogelf\u00e4nger sich ducken: sie stellen Fallen auf und treiben Menschenfang.<br>27 Wie ein K\u00e4fig sich mit V\u00f6geln f\u00fcllt, so f\u00fcllen sich ihre H\u00e4user mit ungerechtem Gut; auf solche Weise sind sie hoch gekommen und reich geworden;<br>28 fett sind sie geworden und feist, ja, ihre Verworfenheit \u00fcberschreitet jedes Ma\u00df. An das Recht halten sie sich nicht; f\u00fcr die Sache der Waisen treten sie nicht ein, um sie zum Siege zu f\u00fchren, und der Rechtssache der Armen nehmen sie sich nicht an.<br>29 Sollte ich so etwas ungestraft lassen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bboder sollte meine Seele sich an einem solchen Volk nicht r\u00e4chen?\u00ab<br>30 Entsetzliche und greuliche Dinge haben sich im Lande zugetragen:<br>31 die Propheten prophezeien als L\u00fcgendiener, und die Priester schalten mit ihnen Hand in Hand, und mein Volk hat es gern so! Was werdet ihr aber tun, wenn es damit zu Ende geht?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erneute Ank\u00fcndigung des bevorstehenden Krieges; neue Schilderung der Gr\u00f6\u00dfe des inneren Schadens<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Fl\u00fcchtet, ihr Benjaminiten, aus Jerusalem hinweg, sto\u00dft zu Thekoa in die Trompete und richtet ein Sturmzeichen \u00fcber Beth-Kerem auf! Denn Unheil droht von Norden her, und zwar eine gewaltige Zerschmetterung:<br>2 die Liebliche und Verw\u00f6hnte, die Tochter Zion, will ich vertilgen.<br>3 Auf sie zu kommen Hirten gezogen mitsamt ihren Herden, schlagen Zelte ringsum gegen sie auf und weiden ein jeder sein Teil ab.<br>4 \u00bbWeihet euch zum Kampf gegen sie! Auf, wir wollen noch am Mittag hinaufziehen! Wehe uns, der Tag neigt sich schon, denn die Abendschatten dehnen sich schon lang!<br>5 Auf, la\u00dft uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Pal\u00e4ste zerst\u00f6ren!<br>6 Denn so hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u203aF\u00e4llet die B\u00e4ume dort und f\u00fchrt einen Wall gegen Jerusalem auf!\u2039\u00ab \u2013 \u00bbDas ist die Stadt, die gestraft werden soll: \u00fcberall herrscht Gewalttat in ihrem Innern!<br>7 Wie ein Brunnen sein Wasser sprudeln l\u00e4\u00dft, so l\u00e4\u00dft sie ihre Bosheit sprudeln: von Frevel und Unrecht h\u00f6rt man in ihr; Wunden und Striemen treten mir allezeit (in ihr) vor Augen.<br>8 La\u00df dich warnen, Jerusalem, damit mein Herz sich nicht von dir losrei\u00dft, damit ich dich nicht zur W\u00fcste mache, zu einem unbewohnten Lande!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Heiliger Zorn des Propheten \u00fcber die Verderbtheit des gesamten Volkes (besonders der geistigen Leiter); Unheilsdrohung<\/h3>\n\n\n\n<p>9 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbGr\u00fcndliche Nachlese wie am Weinstock wird man am \u00dcberrest Israels halten: lege deine Hand immer wieder an, wie der Weing\u00e4rtner an die Ranken!\u00ab<br>10 Ja, an wen soll ich meine Worte noch richten und wem ins Gewissen reden, da\u00df sie darauf h\u00f6ren? Ach, ihr Ohr ist unbeschnitten, so da\u00df sie nichts vernehmen k\u00f6nnen! Ach, das Wort des HERRN ist ihnen zum Spott geworden, so da\u00df sie kein Gefallen daran haben!<br>11 Ja, ich bin mit der Zornglut des HERRN erf\u00fcllt, nur mit M\u00fche vermag ich sie zur\u00fcckzuhalten! \u00bbSo la\u00df sie sich denn \u00fcber die Kinder auf der Stra\u00dfe ergie\u00dfen und \u00fcber die Schar der J\u00fcnglinge allzumal! Denn M\u00e4nner wie Weiber sollen von ihr getroffen werden, Alte mitsamt den Vollbetagten;<br>12 und ihre H\u00e4user sollen an andere \u00fcbergehen, die \u00c4cker und die Weiber allesamt, wenn ich meine Hand ausstrecke gegen die Bewohner des Landes!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>13 Denn vom J\u00fcngsten bis zum \u00c4ltesten sind sie alle gierig nach Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Falschheit um;<br>14 die schwere Wunde meines Volkes wollen sie leichtfertig obenhin heilen, indem sie verhei\u00dfen: \u00bbHeil, Heil!\u00ab, wo doch kein Heil vorhanden ist.<br>15 Besch\u00e4mt werden sie dastehen m\u00fcssen, weil sie Greuel ver\u00fcbt haben; und doch sch\u00e4men sie sich keineswegs, und Err\u00f6ten kennen sie nicht. \u00bbDarum werden sie fallen, wenn alles f\u00e4llt: zur Zeit, wo ich sie zur Rechenschaft ziehe, werden sie st\u00fcrzen!\u00ab \u2013 so hat der HERR gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alle M\u00fche Gottes ist umsonst gewesen; das Gericht ist unvermeidlich<\/h3>\n\n\n\n<p>16 So hat der HERR gesprochen: \u00bbTretet hin an die Wege und haltet Umschau und forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei, und dann wandelt auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden f\u00fcr eure Seelen!\u00ab Aber sie haben geantwortet: \u00bbNein, wir wollen auf ihm nicht wandeln!\u00ab<br>17 \u00bbDann habe ich W\u00e4chter \u00fcber euch bestellt (und euch gemahnt): Merkt auf den Schall der Posaune! Aber sie haben geantwortet: \u203aNein, wir wollen auf ihn nicht merken!\u2039<br>18 Darum h\u00f6ret, ihr V\u00f6lker, und gib wohl acht, du Gemeinde, was mit ihnen geschehen wird!<br>19 Vernimm du es, Erde! Jetzt will ich Unheil \u00fcber dies Volk bringen, den Lohn ihrer (b\u00f6sen) Anschl\u00e4ge! Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und meine Weisung \u2013 die haben sie verworfen.<br>20 Wozu soll mir da der Weihrauch aus Saba dienen und das kostbare W\u00fcrzrohr aus fernem Lande? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgef\u00e4llig und eure Schlachtopfer mir nicht angenehm!\u00ab<br>21 Darum hat der HERR so gesprochen: \u00bbNunmehr lege ich diesem Volk Steine des Ansto\u00dfes in den Weg, da\u00df V\u00e4ter und S\u00f6hne zugleich dar\u00fcber straucheln, da\u00df ein Nachbar mit dem andern zugrunde geht!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der furchtbare Feind aus dem Norden, vor welchem Juda in Trauer und Verderben dahinsinkt<\/h3>\n\n\n\n<p>22 So hat der HERR gesprochen: \u00bbGebt acht! Es kommt ein Volk vom Nordlande her, und ein gewaltiges Heer setzt sich in Bewegung vom \u00e4u\u00dfersten Ende der Erde her.<br>23 Bogen und Wurfspie\u00df f\u00fchren sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr L\u00e4rmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie, ger\u00fcstet wie ein Mann zum Kampf gegen dich, Tochter Zion!\u00ab<br>24 \u00bbWir haben die Kunde von ihm vernommen: die H\u00e4nde sind uns schlaff herabgesunken, Angst hat uns erfa\u00dft, Zittern wie ein Weib in Kindesn\u00f6ten!<br>25 Geht nicht aufs Feld hinaus und wandert nicht auf der Landstra\u00dfe; denn da droht euch das Schwert des Feindes \u2013 Grauen ringsum!\u00ab<br>26 O Tochter meines Volkes, umg\u00fcrte dich mit dem Sackleinen und w\u00e4lze dich in der Asche! Stelle Trauer an wie um den einzigen Sohn, eine bittere Wehklage; denn j\u00e4hlings wird der Verw\u00fcster \u00fcber uns kommen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia als Metallpr\u00fcfer: seine vergebliche Arbeit an seinem Volke<\/h3>\n\n\n\n<p>27 \u00bbZum Pr\u00fcfer habe ich dich bei meinem Volk bestellt, zum Metallpr\u00fcfer, damit du ihren Wandel erkennen lernst und pr\u00fcfst.<br>28 Allesamt sind sie widerspenstige Emp\u00f6rer, gehen als Verleumder umher, sind gemeines Kupfer und Eisen, allesamt sch\u00e4ndliche B\u00f6sewichter!\u00ab<br>29 Der Blasebalg hat wohl geschnaubt, aber aus dem Feuer ist nur Blei herausgekommen: vergeblich ist alles Schmelzen gewesen, die Schlacken haben sich nicht ausscheiden lassen.<br>30 \u203aVerworfenes Silber\u2039 nennt man sie nun, denn der HERR hat sie verworfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gegen den rein \u00e4u\u00dferlichen Gottesdienst und den offenkundigen Ungehorsam des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, das vom HERRN an Jeremia ergangen ist, lautet folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbStelle dich auf im Tor des Hauses des HERRN und halte dort mit lauter Stimme folgende Ansprache: Vernehmt das Wort des HERRN, ihr Jud\u00e4er alle, die ihr durch diese Tore eintretet, um den HERRN anzubeten!<br>3 So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Bessert euren Wandel und euer ganzes Tun, so will ich euch an diesem Orte wohnen lassen!<br>4 Setzt euer Vertrauen nicht auf Trugworte, da\u00df ihr sagt: \u203aDer Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!\u2039<br>5 Denn nur, wenn ihr ernstlich euren Wandel und euer ganzes Tun bessert, wenn ihr wirklich das Recht bei den Streitigkeiten des einen mit dem anderen gelten la\u00dft,<br>6 wenn ihr Fremdlinge, Waisen und Witwen nicht bedr\u00fcckt und kein unschuldiges Blut an diesem Orte vergie\u00dft und nicht anderen G\u00f6ttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden:<br>7 nur dann will ich euch an diesem Orte wohnen lassen, in diesem Lande, das ich euren V\u00e4tern gegeben habe, von Ewigkeit bis in Ewigkeit.<br>8 Aber seht: ihr verla\u00dft euch auf Trugworte, die keinen Wert haben!<br>9 Nicht wahr? Stehlen, morden und Ehebruch treiben, falsch schw\u00f6ren, dem Baal opfern und anderen G\u00f6ttern nachlaufen, die euch nichts angehen!<br>10 Und dann kommt ihr her und tretet vor mein Angesicht in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sagt: \u203aWir sind errettet!\u2039, um dann alle jene Greuel weiter zu ver\u00fcben.<br>11 Ist denn dieses Haus, das meinen Namen tr\u00e4gt, in euren Augen zu einer R\u00e4uberh\u00f6hle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Tempel wird bei fortgesetzten \u00dcbertretungen des Volkes ebenso zerst\u00f6rt werden wie einst das Heiligtum in Silo<\/h3>\n\n\n\n<p>12 \u00bbGeht doch einmal nach meiner heiligen St\u00e4tte, die in Silo war, wo ich meinen Namen zu Anfang habe wohnen lassen, und seht, was ich aus ihr wegen der Bosheit meines Volkes Israel gemacht habe!<br>13 Nun aber, weil ihr ganz die gleichen Taten ver\u00fcbt habt\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund, wiewohl ich unaufh\u00f6rlich und immer wieder zu euch geredet habe, dennoch nicht geh\u00f6rt und, obschon ich euch zugerufen, dennoch nicht geantwortet habt:<br>14 so will ich mit diesem Hause, das meinen Namen tr\u00e4gt und auf das ihr euer Vertrauen setzt, und mit der Wohnst\u00e4tte, die ich euch und euren V\u00e4tern gegeben habe, ebenso verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin:<br>15 versto\u00dfen will ich euch von meinem Angesicht hinweg, wie ich alle eure Br\u00fcder, die gesamte Nachkommenschaft Ephraims, bereits versto\u00dfen habe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abweisung der F\u00fcrbitte des Propheten; die abg\u00f6ttische Verehrung der heidnischen Himmelsk\u00f6nigin<\/h3>\n\n\n\n<p>16 \u00bbDu aber, lege keine F\u00fcrbitte f\u00fcr dieses Volk ein, la\u00df kein Flehen und kein Gebet f\u00fcr sie laut werden und dringe nicht in mich; denn ich w\u00fcrde dich doch nicht erh\u00f6ren.<br>17 Siehst du denn nicht, was sie in den Ortschaften Judas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems treiben?<br>18 Die Kinder lesen Holz zusammen, und die V\u00e4ter z\u00fcnden das Feuer an; die Frauen aber kneten den Teig, um Kuchen f\u00fcr die Himmelsk\u00f6nigin zu backen; und Trankopfer spenden sie fremden G\u00f6ttern, um mir wehe zu tun.<br>19 Indes \u2013 tun sie mir damit wehe?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbnicht vielmehr sich selbst zu ihrer offenkundigen Besch\u00e4mung?\u00ab<br>20 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWahrlich, mein Zorn und mein Grimm wird sich \u00fcber diesen Ort ergie\u00dfen, \u00fcber die Menschen und \u00fcber das Vieh, \u00fcber die B\u00e4ume des Feldes und die Fr\u00fcchte des Erdbodens, und er wird unausl\u00f6schlich brennen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gehorsam will Gott, nicht Opfer und nicht selbstgew\u00e4hlten Gottesdienst<\/h3>\n\n\n\n<p>21 So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u00bbF\u00fcgt immerhin eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern hinzu und e\u00dft das Fleisch davon!<br>22 Denn ich habe euren V\u00e4tern damals, als ich sie aus \u00c4gypten wegf\u00fchrte, nichts von Brandopfern und Schlachtopfern gesagt und geboten,<br>23 sondern habe ihnen dies Gebot gegeben: \u203aGehorcht meinen Weisungen, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und haltet den ganzen Weg inne, den ich euch gebiete, damit es euch wohlergehe!\u2039<br>24 Aber sie haben nicht gehorcht und mir kein Geh\u00f6r geschenkt, sondern sind nach den Ratschl\u00e4gen, nach dem Starrsinn ihres b\u00f6sen Herzens gewandelt, indem sie mir den R\u00fccken und nicht mehr das Angesicht zukehrten.<br>25 Wohl habe ich seit dem Tage, als eure V\u00e4ter aus \u00c4gypten auszogen, bis auf den heutigen Tag alle meine Knechte, die Propheten, tagt\u00e4glich unerm\u00fcdlich fr\u00fch und sp\u00e4t zu euch gesandt,<br>26 aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Geh\u00f6r geschenkt, sondern sich halsstarrig gezeigt und es noch \u00e4rger getrieben als ihre V\u00e4ter.<br>27 Wenn du ihnen nun auch dies alles in deiner Rede vorh\u00e4ltst, so werden sie doch nicht auf dich h\u00f6ren; und wenn du ihnen zurufst, werden sie dir keine Antwort geben.<br>28 So sage denn zu ihnen: \u203aDies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht h\u00f6rt und sich nicht warnen l\u00e4\u00dft; dahin ist die Treue und verschwunden aus ihrem Munde!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der greuelvolle G\u00f6tzendienst wird furchtbare S\u00fchnung finden<\/h3>\n\n\n\n<p>29 Schere deine Kopfzier ab, Tochter Zion, und wirf es weg, und stimme ein Klagelied auf den kahlen H\u00f6hen an! Denn verworfen hat der HERR und versto\u00dfen das Geschlecht, dem er z\u00fcrnt!<br>30 \u00bbDenn die Kinder Juda haben getan, was mir mi\u00dff\u00e4llt\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbsie haben ihre scheu\u00dflichen G\u00f6tzen in dem Hause, das meinen Namen tr\u00e4gt, aufgestellt, um es zu entweihen,<br>31 und haben die Opferst\u00e4tte des Thopheths im Tale Ben-Hinnom angelegt, um ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter dort als Brandopfer darzubringen, was ich ihnen niemals geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist.<br>32 Darum gebt acht: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda wird man nicht mehr vom Thopheth und vom Tal Ben-Hinnom reden, sondern vom W\u00fcrgetal, und man wird im Thopheth begraben, weil sonst kein Platz mehr da ist.<br>33 Dann werden die Leichname dieses Volkes den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fra\u00df dienen, ohne da\u00df jemand sie verscheucht;<br>34 und ich werde in den Ortschaften Judas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems aller lauten Freude und Fr\u00f6hlichkeit, allem Jubel des Br\u00e4utigams und allem Brautgesang ein Ende machen; denn zur W\u00fcste soll das Land werden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das schm\u00e4hliche Los der G\u00f6tzendiener nach der Eroberung des Landes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbZu jener Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwird man die Gebeine der K\u00f6nige von Juda und die Gebeine seiner F\u00fcrsten, die Gebeine der Priester und Propheten und (\u00fcberhaupt) die Gebeine der Bewohner Jerusalems aus ihren Gr\u00e4bern herausholen<br>2 und wird sie hinbreiten vor der Sonne und dem Mond und vor dem ganzen Heer der Gestirne, welche sie geliebt und verehrt haben und denen sie nachgelaufen sind, die sie befragt und angebetet haben; man wird sie dann nicht wieder sammeln noch begraben, nein, zu D\u00fcnger sollen sie auf offenem Felde werden!<br>3 Und der ganze Rest, der von diesem b\u00f6sen Geschlecht noch \u00fcbriggeblieben ist, wird lieber sterben als leben wollen an allen Orten, wohin ich sie versto\u00dfen haben werde\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gegen die Unbu\u00dffertigkeit des Volkes und den D\u00fcnkel der geistlichen Leiter; die Schrecken des bevorstehenden Gerichts<\/h3>\n\n\n\n<p>4 \u00bbSage zu ihnen auch: So hat der HERR gesprochen: F\u00e4llt jemand wohl hin und steht nicht wieder auf? Oder wendet sich jemand ab (auf einen falschen Weg) und kehrt nicht wieder um?<br>5 Warum hat sich denn dieses Volk zu Jerusalem abgewandt in immerw\u00e4hrender Abkehr? Sie halten fest am Irrtum und wollen durchaus nicht umkehren.<br>6 Ich habe hingehorcht und gelauscht: sie reden die Unwahrheit; kein einziger bereut seine Schlechtigkeit, da\u00df er sagte: \u203aWas habe ich getan!\u2039 Nein, jeder st\u00fcrmt dahin in seinem Jagen wie ein in die Schlacht st\u00fcrmendes Ro\u00df.<br>7 Sogar der Storch oben am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten, auch die Turteltaube, die Schwalbe und der Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; aber mein Volk wei\u00df nichts von der Rechtsordnung des HERRN!\u00ab<br>8 Wie k\u00f6nnt ihr nur sagen: \u00bbWir sind weise, wir sind ja im Besitz des g\u00f6ttlichen Gesetzes!\u00ab Ja freilich! Aber zur L\u00fcge hat es der L\u00fcgengriffel der Schriftgelehrten gemacht.<br>9 Besch\u00e4mt werden die Weisen dastehen, werden best\u00fcrzt sein und sich gefangen sehen; sie haben ja das Wort des HERRN verworfen: welcherlei Weisheit besitzen sie da noch?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Drohwort gegen die geistlichen F\u00fchrer des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbDarum will ich ihre Weiber anderen geben, ihre \u00c4cker Eroberern; denn vom J\u00fcngsten bis zum \u00c4ltesten sind sie alle gierig nach Gewinn, vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lug und Trug um.<br>11 Die schwere Wunde der Tochter meines Volkes wollen sie leichtfertig obenhin heilen, indem sie verhei\u00dfen: \u203aHeil, Heil!\u2039, wo doch kein Heil vorhanden ist.<br>12 Besch\u00e4mt werden sie dastehen m\u00fcssen, weil sie Greuel ver\u00fcbt haben; und doch sch\u00e4men sie sich keineswegs und Err\u00f6ten kennen sie nicht mehr. Darum werden sie fallen, wenn alles f\u00e4llt: zur Zeit, da ich sie zur Rechenschaft ziehe, werden sie st\u00fcrzen!\u00ab \u2013 so hat der HERR gesprochen.<br>13 \u00bbWill ich Lese bei ihnen halten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbso sind keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Laub ist verwelkt. So will ich denn Leute f\u00fcr sie bestellen, die sie wegr\u00e4umen sollen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Schrecken des durch das Herannahen des nordischen Feindes sich vollziehenden Gottesgerichts<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Wozu sitzen wir m\u00fc\u00dfig da? Scharet euch zusammen und la\u00dft uns in die festen St\u00e4dte fl\u00fcchten und dort umkommen! Denn der HERR, unser Gott, will unsern Untergang und hat uns Giftwasser zu trinken gegeben, weil wir gegen den HERRN ges\u00fcndigt haben.<br>15 Wozu hoffen wir noch auf Rettung? Es wird ja doch nichts Gutes! Wozu auf eine Zeit der Heilung? Es gibt ja doch nur Schrecken!<br>16 Von Dan her vernimmt man schon das Schnauben seiner Rosse, vom lauten Gewieher seiner Hengste erbebt das ganze Land! Ja, sie kommen heran und verzehren das Land und seine F\u00fclle, die St\u00e4dte samt ihren Bewohnern.<br>17 \u00bbDenn gebt acht: ich lasse Schlangen gegen euch los, Giftschlangen, gegen welche es keine Beschw\u00f6rung gibt: die sollen euch stechen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Propheten Hoffnungslosigkeit und sein Schmerz \u00fcber die sittliche Zerr\u00fcttung des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Schwerer Kummer ist \u00fcber mich gekommen, krank ist mein Herz in mir!<br>19 Horch! Laut erschallt das Wehgeschrei der Tochter meines Volkes aus fernem Lande: \u00bbIst denn der HERR nicht in Zion? Ist sein K\u00f6nig nicht drinnen?\u00ab \u00bbWarum haben sie mich erbittert durch ihren Bilderdienst, durch die nichtigen G\u00f6tzen des Auslands?\u00ab<br>20 \u00bbVor\u00fcber ist die Ernte, zu Ende die Obstlese, doch wir haben keine Rettung erlangt!\u00ab<br>21 \u00dcber den Zusammenbruch der Tochter meines Volkes bin ich gebrochen; ich gehe trauernd einher, Entsetzen hat mich ergriffen!<br>22 Gibt es denn keinen Balsam mehr in Gilead, und ist kein Arzt mehr dort? Ach, warum ist der Tochter meines Volkes noch keine Heilung zuteil geworden!<br>23 O da\u00df doch mein Haupt zu Wasser w\u00fcrde und meine Augen zum Tr\u00e4nenquell! Dann wollte ich Tag und Nacht weinen um die Erschlagenen der Tochter meines Volkes!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia verzweifelt an seinem sittlich zerr\u00fctteten Volke<\/h3>\n\n\n\n<p>1 O h\u00e4tte ich doch eine Wanderer-Herberge fern in der W\u00fcste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen weggehen! Denn sie sind allesamt Ehebrecher, eine Gesellschaft von Treulosen.<br>2 \u00bbSie spannen ihre Zunge wie einen Bogen: mit L\u00fcge und nicht durch Wahrhaftigkeit schalten sie als Herren im Lande; denn von einer Bosheit schreiten sie zur andern fort, mich aber kennen sie nicht!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>3 Seid auf der Hut, ein jeder vor seinem Freunde, und schenkt auch keinem Bruder Vertrauen! Denn jeder Bruder \u00fcbt Lug und Trug, und jeder Freund geht auf Verleumdung aus;<br>4 sie hintergehen einer den andern, und keiner redet ein wahres Wort; sie haben ihre Zunge an L\u00fcgenreden gew\u00f6hnt und m\u00fchen sich ab, verkehrt zu handeln, k\u00f6nnen nicht anders:<br>5 \u00bbGewalttat \u00fcber Gewalttat, Arglist \u00fcber Arglist! Sie wollen mich nicht kennen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>6 Darum hat der HERR der Heerscharen so gesprochen: \u00bbGib acht: ich will sie schmelzen und l\u00e4utern! Denn wie sollte ich anders mit der Tochter meines Volks verfahren?<br>7 Ein todbringender Pfeil ist ihre Zunge, Trug sind die Worte ihres Mundes; man redet freundlich mit seinem N\u00e4chsten, aber im Herzen stellt man ihm eine Falle.<br>8 Sollte ich so etwas bei ihnen ungestraft lassen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bboder sollte ich mich an einem solchen Volk nicht r\u00e4chen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wehklage des Propheten; Gottes Gerichtsspruch; Klagelieder<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Um die Berge will ich ein Weinen und eine Wehklage erheben und um die Auen der Trift ein Trauerlied! Denn sie sind ver\u00f6det, so da\u00df niemand sie durchwandert und man die Stimmen der Herden nicht mehr vernimmt; die V\u00f6gel des Himmels und das Wild \u2013 alles ist entflohen, ist weggezogen!<br>10 \u00bbAuch Jerusalem will ich zu Steinhaufen machen, zur Behausung der Schakale; und die Ortschaften Judas verwandle ich in eine Ein\u00f6de, in der kein Mensch mehr wohnt!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Frage des Propheten und der Gerichtsspruch Gottes als Antwort<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Wer ist ein so weiser Mann, da\u00df er dies verstehen mag? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, da\u00df er es kundtue, warum das Land zugrunde gegangen ist und ver\u00f6det daliegt wie die W\u00fcste, so da\u00df niemand es durchwandert?<br>12 Der HERR hat gesagt: \u00bbWeil sie mein Gesetz, das ich ihnen vorgelegt hatte, unbeachtet gelassen und meinen Weisungen nicht gehorcht und nicht nach ihnen gelebt haben,<br>13 vielmehr dem Starrsinn ihres eigenen Herzens gefolgt und den Baalen nachgelaufen sind, wie sie es von ihren V\u00e4tern gelernt hatten;<br>14 darum\u00ab \u2013 so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u00bbNunmehr will ich sie, dieses Volk da, mit Wermut speisen und ihnen Giftwasser zu trinken geben<br>15 und will sie unter die Heidenv\u00f6lker zerstreuen, die weder sie noch ihre V\u00e4ter gekannt haben, und will das Schwert hinter ihnen her senden, bis ich sie vertilgt habe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klagelieder \u00fcber das Volk<\/h3>\n\n\n\n<p>16 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbMerkt auf und ruft die Klageweiber herbei, da\u00df sie kommen, und schickt zu den weisen Frauen, da\u00df sie herkommen<br>17 und eilends ein Klagelied \u00fcber uns anstimmen, damit unsere Augen in Tr\u00e4nen zerflie\u00dfen und unsere Wimpern von Z\u00e4hren triefen!\u00ab \u2013<br>18 Ach horch! Eine Wehklage vernimmt man von Zion her: \u00bbWehe, wie sind wir vergewaltigt und schm\u00e4hlich in Schande geraten! Ach, wir m\u00fcssen das Land verlassen! Ach, man hat unsere Wohnungen niedergerissen!\u00ab \u2013<br>19 Ach h\u00f6rt, ihr Frauen, das Wort des HERRN, und euer Ohr vernehme das Wort seines Mundes, und lehrt eure T\u00f6chter das Klagelied und eine jede die andere den Grabgesang:<br>20 \u00bbAch, der Tod ist in unsere Fenster eingestiegen, in unsere Pal\u00e4ste eingedrungen, hat die Kinder von der Stra\u00dfe weggerafft, die J\u00fcnglinge von den Marktpl\u00e4tzen!\u00ab \u2013<br>21 Rede: \u00bbSo lautet der Ausspruch des HERRN: Es liegen die Leichen der Menschen da wie D\u00fcnger auf dem Felde und wie \u00c4hrenb\u00fcndel hinter dem Schnitter, ohne da\u00df jemand sie aufliest!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anhang: Der wahre Selbstruhm; die rechte Beschneidung<\/h3>\n\n\n\n<p>22 So hat der HERR gesprochen: \u00bbNicht r\u00fchme sich der Weise seiner Weisheit, und der Starke r\u00fchme sich nicht seiner St\u00e4rke, nicht r\u00fchme sich der Reiche seines Reichtums!<br>23 Sondern wer sich r\u00fchmen will, der r\u00fchme sich dessen, da\u00df er Einsicht besitzt und von mir erkennt, da\u00df ich, der HERR, es bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit auf Erden \u00fcbt; denn an solchen habe ich Wohlgefallen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Israel ist unbeschnitten am Herzen<\/h3>\n\n\n\n<p>24 \u00bbGebt acht: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda werde ich alle, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind, zur Rechenschaft ziehen:<br>25 \u00c4gypten und Juda, Edom, die Ammoniter und Moabiter und alle, die sich das Haar an den Schl\u00e4fen stutzen, die in der W\u00fcste wohnen. Denn wohl sind alle Heidenv\u00f6lker unbeschnitten, aber das ganze Haus Israel ist unbeschnitten am Herzen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Vernehmt das Wort, das der HERR euch verk\u00fcnden l\u00e4\u00dft, ihr vom Hause Israel!<br>2 So hat der HERR gesprochen: \u00bbGew\u00f6hnt euch nicht an den Weg der Heidenv\u00f6lker und la\u00dft euch nicht durch die Zeichen am Himmel erschrecken, weil die Heidenv\u00f6lker vor ihnen erschrecken!<br>3 Denn der Gottesdienst der Heidenv\u00f6lker ist nichts als Wahn: ein St\u00fcck Holz ist es ja, das man im Walde gehauen hat, ein Werk von K\u00fcnstlerh\u00e4nden, mit dem Schnitzmesser hergestellt.<br>4 Mit Silber und Gold verziert er es, mit N\u00e4geln und H\u00e4mmern befestigt man es, damit es nicht wackelt.<br>5 Wie eine Vogelscheuche im Gem\u00fcsegarten stehen sie da und k\u00f6nnen nicht reden; man mu\u00df sie tragen, denn sie k\u00f6nnen nicht gehen. F\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen, denn sie k\u00f6nnen kein Unheil anrichten, aber auch Gutes zu tun steht nicht in ihrer Macht.\u00ab<br>6 Dir, o HERR, ist niemand gleich! Gro\u00df bist du, und gro\u00df ist dein Name ob deiner Kraft:<br>7 wer sollte dich nicht f\u00fcrchten, du K\u00f6nig der V\u00f6lker? Ja, dir geb\u00fchrt dies; denn unter allen Weisen der Heidenv\u00f6lker und in all ihren K\u00f6nigreichen ist keiner dir gleich,<br>8 sondern allesamt sind sie dumm und t\u00f6richt: die ganze Weisheit der G\u00f6tzen ist \u2013 Holz,<br>9 d\u00fcnngeh\u00e4mmertes Silber, das man aus Tharsis geholt hat, und Gold aus Uphas, eine Arbeit des Bildschnitzers und der H\u00e4nde des Goldschmieds, blauer und roter Purpur ist ihr Gewand: Machwerke kunstfertiger Meister sind sie allesamt.<br>10 Aber der HERR ist Gott in Wahrheit, ist der lebendige Gott und ein ewiger K\u00f6nig; vor seinem Z\u00fcrnen erbebt die Erde, und seinen Grimm verm\u00f6gen die V\u00f6lker nicht zu ertragen.<br>11 [So sollt ihr von ihnen sagen: \u00bbDie G\u00f6tter, die den Himmel und die Erde nicht geschaffen haben, diese werden von der Erde und unter diesem Himmel hinweg verschwinden.\u00ab]<br>12 Der HERR ist es, der die Erde durch seine Kraft geschaffen, den Erdkreis durch seine Weisheit fest gegr\u00fcndet und durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt hat.<br>13 Wenn er beim Schall des Donners Wasserrauschen am Himmel entstehen l\u00e4\u00dft und Gew\u00f6lk vom Ende der Erde herauff\u00fchrt, wenn er Blitze beim Regen schafft und den Sturmwind aus seinen Vorratskammern herausl\u00e4\u00dft \u2013<br>14 starr steht alsdann jeder Mensch da, ohne es begreifen zu k\u00f6nnen, und sch\u00e4men mu\u00df sich jeder Goldschmied seines Bildwerks; denn Trug ist sein gegossener G\u00f6tze, kein Odem wohnt in ihm:<br>15 nichts als Wahn sind sie, l\u00e4cherliche Gebilde; wenn die Zeit des Strafgerichts f\u00fcr sie kommt, ist es zu Ende mit ihnen.<br>16 Aber nicht wie diese ist Jakobs Erbteil; nein, er ist es, der das All geschaffen hat, und Israel ist der Stamm seines Erbbesitzes: HERR der Heerscharen ist sein Name.<br>17 Raffe dein B\u00fcndel von der Erde zusammen, Tochter Zion, die du in Belagerungsnot sitzest!<br>18 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbWisse wohl: diesmal will ich die Bewohner des Landes hinwegschleudern und sie in Bedr\u00e4ngnis versetzen, damit sie endlich zur Erkenntnis kommen!\u00ab<br>19 \u00bbWehe mir ob meiner Wunde: qualvoll ist der Schlag, der mich getroffen! Doch ich denke: \u203aDas ist nun einmal mein Leiden: so will ich es denn tragen!\u2039<br>20 Mein Zelt ist zerst\u00f6rt, und alle meine Zeltstricke sind zerrissen; meine Kinder sind mir entf\u00fchrt, keines ist mehr da; niemand schl\u00e4gt mir hinfort mein Zelt wieder auf und breitet meine Decken dar\u00fcber aus!<br>21 Denn meine Hirten sind verdummt gewesen und haben nicht nach dem HERRN gefragt; darum haben sie kein Gelingen gehabt, und ihre ganze Herde ist zerstoben.\u00ab<br>22 Horch, eine Kunde: siehe da, sie kommt, und ein gewaltiges Get\u00f6se vom Nordlande her, um die St\u00e4dte Judas zur W\u00fcste zu machen, zur Behausung der Schakale!<br>23 Ich wei\u00df, HERR, da\u00df des Menschen Schicksal nicht in seiner Hand liegt und da\u00df ein Mann, der da wandelt, seinen Gang nicht fest zu richten vermag.<br>24 Z\u00fcchtige mich, HERR, aber nach Billigkeit, nicht in deinem Zorn, auf da\u00df du mich nicht ganz vernichtest!<br>25 Gie\u00dfe deinen Grimm aus \u00fcber die Heidenv\u00f6lker, die dich nicht kennen, und \u00fcber die St\u00e4mme, die deinen Namen nicht anrufen! Denn sie haben Jakob verschlungen, ja ganz und gar aufgezehrt und seine Aue zur W\u00fcste gemacht!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Band zwischen Gott und dem Volk ist zerschnitten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, das an Jeremia vom HERRN erging, lautete folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbVernehmet die Worte dieses Bundes und verk\u00fcndet sie den M\u00e4nnern von Juda und besonders den Bewohnern Jerusalems<br>3 und sage du noch folgendes zu ihnen: So hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aVerflucht ist jeder, der den Bestimmungen dieses Bundes nicht nachkommt,<br>4 den ich euren V\u00e4tern zur Pflicht gemacht habe zu der Zeit, als ich sie aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Eisen-Schmelzofen, wegf\u00fchrte, indem ich ihnen sagte: Gehorcht meinen Weisungen und handelt nach ihnen ganz so, wie ich euch gebiete, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein,<br>5 damit ich den Eid aufrechterhalten kann, den ich euren V\u00e4tern zugeschworen habe, n\u00e4mlich ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft, wie es heute noch der Fall ist!\u2039\u00ab Da antwortete ich mit den Worten: \u00bbAmen, HERR!\u00ab<br>6 Darauf sagte der HERR zu mir: \u00bbMache alle diese Worte in den Ortschaften Judas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems bekannt, indem du sagst: \u203aVernehmet die Worte dieses Bundes und handelt nach ihnen!<br>7 Denn ich habe eure V\u00e4ter zu der Zeit, als ich sie aus dem Lande \u00c4gypten wegf\u00fchrte, und bis auf den heutigen Tag immer und immer wieder aufs ernstlichste ermahnt und sie aufgefordert, meinen Weisungen zu gehorchen.<br>8 Aber sie haben nicht gehorcht und mir kein Geh\u00f6r geschenkt, sondern sind ein jeder nach dem Starrsinn seines eigenen b\u00f6sen Herzens gewandelt. Deshalb habe ich alle Drohworte dieses Bundes, dessen Beobachtung ich ihnen geboten hatte, an ihnen in Erf\u00fcllung gehen lassen, weil sie nicht danach gehandelt hatten.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Volkes Bundesbruch und Verwerfung<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Weiter sagte der HERR zu mir: \u00bbEs besteht eine Verschw\u00f6rung unter den M\u00e4nnern von Juda und den Bewohnern Jerusalems.<br>10 Sie sind in die S\u00fcnden ihrer Vorv\u00e4ter zur\u00fcckgefallen, die meinen Weisungen den Gehorsam versagt haben; sind doch auch sie anderen G\u00f6ttern nachgelaufen, um sie zu verehren: gebrochen haben die vom Hause Israel und vom Hause Juda meinen Bund, den ich mit ihren V\u00e4tern geschlossen habe!\u00ab<br>11 Darum hat der HERR so gesprochen: \u00bbNunmehr will ich ein Unheil \u00fcber sie bringen, aus dem herauszukommen ihnen nicht m\u00f6glich sein soll; und wenn sie dann zu mir um Hilfe schreien, will ich sie nicht erh\u00f6ren.<br>12 Wenn dann die Ortschaften Judas und die Bewohner Jerusalems hingehen und zu den G\u00f6ttern, denen sie geopfert haben, um Hilfe schreien, so werden diese ihnen zur Zeit ihres Ungl\u00fccks nimmermehr helfen k\u00f6nnen.<br>13 Denn so zahlreich, wie deine St\u00e4dte sind, ebenso zahlreich sind auch deine G\u00f6tter geworden, Juda; und so viele Stra\u00dfen es in Jerusalem gibt, ebenso viele Alt\u00e4re habt ihr dem Schandg\u00f6tzen errichtet, Alt\u00e4re, um dem Baal zu r\u00e4uchern.<br>14 Du aber (Jeremia) sollst keine F\u00fcrbitte f\u00fcr dieses Volk einlegen und kein Flehen und kein Gebet f\u00fcr sie laut werden lassen! Denn ich w\u00fcrde doch nicht h\u00f6ren, wenn sie mich zur Zeit ihrer Not um Hilfe anriefen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Opfer und selbstgew\u00e4hlte Weihegaben halten den Untergang des einst gottgeliebten Volkes nicht auf<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbWas will mein Geliebter in meinem Hause? Etwa b\u00f6se Anschl\u00e4ge ausf\u00fchren? Werden Gel\u00fcbde und Opferfleisch deine Bosheit von dir wegschaffen, da\u00df du alsdann frohlocken d\u00fcrftest?\u00ab<br>16 Einen \u203aimmergr\u00fcnen \u00d6lbaum im Schmuck herrlicher Fr\u00fcchte\u2039 \u2013 so hat der HERR dich einst genannt; aber wegen seines gewaltig lauten Rauschens legt er jetzt Feuer an ihn, und es brechen seine Zweige.<br>17 Denn der HERR der Heerscharen, der dich gepflanzt, hat Unheil \u00fcber dich beschlossen wegen der Bosheit, die das Haus Israel und das Haus Juda ver\u00fcbt haben, um mich zu erbittern, indem sie dem Baal opferten.\u00ab<br>18 Der HERR hat es mich wissen lassen, da habe ich es erfahren; damals hast du mich ihr Treiben durchschauen lassen.<br>19 Ich selbst war wie ein argloses Lamm, das zur Schlachtbank gef\u00fchrt wird, und ahnte nicht, da\u00df sie b\u00f6se Anschl\u00e4ge gegen mich schmiedeten: \u00bbLa\u00dft uns den Baum samt seinen Fr\u00fcchten vernichten und ihn aus dem Lande der Lebenden ausrotten, da\u00df seines Namens nicht mehr gedacht wird!\u00ab<br>20 Und nun, HERR der Heerscharen, gerechter Richter, der du Nieren und Herz pr\u00fcfst: la\u00df mich deine Rache an ihnen sehen! Denn dir habe ich meine Sache anheimgestellt.<br>21 Darum hat der HERR so gesprochen in bezug auf die M\u00e4nner von Anathoth, die dir nach dem Leben getrachtet und zu dir gesagt haben: \u00bbDu sollst nicht im Namen des HERRN weissagen, sonst mu\u00dft du durch unsere Hand sterben!\u00ab \u2013<br>22 darum hat der HERR der Heerscharen so gesprochen: \u00bbWisse wohl: ich will es sie b\u00fc\u00dfen lassen! Ihre jungen M\u00e4nner sollen durchs Schwert umkommen, ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter Hungers sterben!<br>23 Kein \u00dcberrest soll ihnen verbleiben, denn ich will Ungl\u00fcck \u00fcber die M\u00e4nner von Anathoth bringen in dem Jahre, wo ich die Strafe an ihnen vollziehe!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremias Anfrage an Gott bez\u00fcglich des Gl\u00fccks der Gottlosen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu beh\u00e4ltst recht, HERR, wenn ich mit dir streite, und doch m\u00f6chte ich \u00fcber (dein) richterliches Walten mit dir reden: Warum ist das Tun und Lassen der Gottlosen erfolgreich, und warum bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten?<br>2 Du selbst pflanzest sie ein, sie schlagen auch Wurzel; sie gedeihen und bringen auch Frucht: nahe bist du ihnen ihrem Munde nach, doch fern von ihrem Herzen.<br>3 Du aber, HERR, du kennst mich durch und durch und hast erprobt, wie mein Herz zu dir steht: raffe sie hinweg wie Schafe zur Schlachtung und weihe sie f\u00fcr den Tag, an dem sie abgetan werden!<br>4 Wie lange soll das Land noch trauern und die Gew\u00e4chse auf der ganzen Flur verdorren? Wie lange noch sollen infolge der Bosheit seiner Bewohner Vieh und V\u00f6gel hinschwinden? Sie sagen ja doch: \u203aEr wird unser Ende nicht zu sehen bekommen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die g\u00f6ttliche Antwort<\/h3>\n\n\n\n<p>5 \u00bbWenn du mit Fu\u00dfg\u00e4ngern wettl\u00e4ufst und die dich schon m\u00fcde machen, wie willst du da mit Rossen um die Wette rennen? Und wenn du dich nur in einem friedlichen Lande sicher f\u00fchlst, wie willst du es da machen im hohen Dickicht des Jordans?<br>6 Denn selbst deine Verwandten und deines Vaters Haus \u2013 sogar die sind treulos gegen dich, auch die haben hinter dir her geschrien aus voller Kehle; traue ihnen nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Klagelied \u00fcber sein durch die Nachbarv\u00f6lker verw\u00fcstetes Land<\/h3>\n\n\n\n<p>7 \u00bbIch habe mich von meinem Hause losgesagt, meinen Erbbesitz hingegeben, habe den Liebling meines Herzens in die Gewalt seiner Feinde fallen lassen.<br>8 Mein Erbteil ist mir geworden wie ein L\u00f6we im Walde: es hat sein Gebr\u00fcll gegen mich erhoben, darum mu\u00dfte es mir verha\u00dft werden.<br>9 Ist denn mein Erbbesitz f\u00fcr mich zu einem bunten Vogel geworden, da\u00df die V\u00f6gel sich ringsum dawider sammeln? Auf! La\u00dft alle Tiere des Feldes zusammenkommen! Bringt sie zum Fressen herbei!<br>10 Viele Hirten haben meinen Weinberg verw\u00fcstet, meinen Grund und Boden zertreten; sie haben den Acker, der meine Lust war, zur \u00f6den Trift gemacht.<br>11 In eine Ein\u00f6de haben sie ihn verwandelt, ver\u00f6det trauert er um mich her; verw\u00fcstet ist das ganze Land, weil niemand es sich hat zu Herzen gehen lassen.\u00ab<br>12 \u00dcber alle kahlen H\u00f6hen in der Trift sind Verw\u00fcster eingebrochen; denn ein Schwert hat der HERR, das von einem Ende des Landes bis zum andern fri\u00dft: da gibt es keine Rettung f\u00fcr alles Fleisch.<br>13 Sie haben Weizen ges\u00e4t, aber Dornen geerntet, haben sich abgem\u00fcht, ohne etwas auszurichten. So werdet denn zuschanden an euren Ernteertr\u00e4gen infolge des lodernden Zornes des HERRN!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichts- und Heilsank\u00fcndigung f\u00fcr die heidnischen Nachbarv\u00f6lker<\/h3>\n\n\n\n<p>14 So hat der HERR \u00fcber alle meine b\u00f6sen Nachbarn gesprochen, die den Erbbesitz angetastet haben, den ich meinem Volke Israel zu eigen gegeben habe: \u00bbWisse wohl: ich will sie aus ihrem Boden herausrei\u00dfen, wie ich das Haus Juda aus ihrer Mitte wegrei\u00dfe!<br>15 Wenn ich sie aber herausgerissen habe, alsdann will ich mich ihrer wieder erbarmen und will sie zur\u00fcckf\u00fchren, einen jeden in seinen Erbbesitz und einen jeden in sein Land.<br>16 Wenn sie sich dann an die Wege meines Volkes fest gew\u00f6hnen, so da\u00df sie bei meinem Namen schw\u00f6ren: \u203aSo wahr der HERR lebt!\u2039, gleichwie sie mein Volk daran gew\u00f6hnt haben, beim Baal zu schw\u00f6ren, so sollen sie inmitten meines Volkes aufgebaut werden.<br>17 Wollen sie aber nicht gehorchen, so will ich ein solches Volk mit Stumpf und Stiel f\u00fcr immer ausrei\u00dfen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gleichnis (d.h. sinnbildliche Handlung) vom linnenen G\u00fcrtel<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So hat der HERR zu mir gesprochen: \u00bbGehe hin und kaufe dir einen linnenen G\u00fcrtel und lege ihn dir um die H\u00fcften, aber la\u00df ihn nicht ins Wasser geraten!\u00ab<br>2 Da kaufte ich den G\u00fcrtel nach dem Befehl des HERRN und legte ihn mir um die H\u00fcften.<br>3 Hierauf erging das Wort des HERRN zum zweitenmal an mich folgenderma\u00dfen:<br>4 \u00bbNimm den G\u00fcrtel, den du dir gekauft hast und um deine H\u00fcften tr\u00e4gst, und mache dich auf, gehe an den Euphrat und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!\u00ab<br>5 Da ging ich hin und versteckte ihn am Euphrat, wie der HERR mir geboten hatte.<br>6 Nach l\u00e4ngerer Zeit aber sagte der HERR zu mir: \u00bbMache dich auf, gehe an den Euphrat und hole von dort den G\u00fcrtel, den du dort auf meinen Befehl versteckt hast!\u00ab<br>7 Da begab ich mich an den Euphrat, grub nach und nahm den G\u00fcrtel von der Stelle, wo ich ihn versteckt hatte; aber siehe da: der G\u00fcrtel war verdorben, war zu nichts mehr zu gebrauchen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Deutung des Gleichnisses<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>9 \u00bbSo spricht der HERR: Ebenso will ich den Hochmut Judas und den Hochmut Jerusalems, der so gewaltig ist, ins Verderben st\u00fcrzen!<br>10 Dieses b\u00f6se Volk, das sich weigert, auf meine Worte zu h\u00f6ren, das da wandelt im Starrsinn seines Herzens und anderen G\u00f6ttern nachl\u00e4uft, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: es soll ihm ebenso ergehen wie diesem G\u00fcrtel, der zu nichts mehr taugt.<br>11 Denn gleichwie der G\u00fcrtel sich eng an die H\u00fcften eines Mannes anschlie\u00dft, so hatte ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda sich eng an mich anschlie\u00dfen lassen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdamit sie mein Volk w\u00fcrden, mir zum Ruhm und zum Lobpreis und zur Zierde; aber sie haben nicht gehorcht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gleichnis von den gef\u00fcllten und zerschlagenen Weinkr\u00fcgen; Warnungsruf<\/h3>\n\n\n\n<p>12 \u00bbSo richte denn folgende Worte an sie: \u203aSo hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: Jeder Krug wird mit Wein gef\u00fcllt.\u2039 Wenn sie dann zu dir sagen: \u203aSollten wir das wirklich nicht selbst wissen, da\u00df jeder Krug mit Wein gef\u00fcllt wird?\u2039,<br>13 so erwidere ihnen: \u203aSo hat der HERR gesprochen: F\u00fcrwahr, ich will alle Bewohner dieses Landes, sowohl die K\u00f6nige, die auf dem Throne Davids sitzen, als auch die Priester und Propheten und alle Bewohner Jerusalems mit Trunkenheit f\u00fcllen<br>14 und sie sich dann einen an dem andern zerschmettern lassen, und zwar die V\u00e4ter zugleich mit den S\u00f6hnen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203aich will dabei keine Schonung \u00fcben und kein Mitleid haben, und kein Erbarmen soll mich abhalten, sie zu vernichten!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warnung vor Selbstsicherheit<\/h3>\n\n\n\n<p>15 H\u00f6ret und merkt auf! Seid nicht hochm\u00fctig, denn der HERR ist\u2019s, der geredet hat!<br>16 Gebt dem HERRN, eurem Gott, die Ehre, bevor es Nacht wird und bevor eure F\u00fc\u00dfe sich an den Bergen in der Dunkelheit sto\u00dfen und ihr dann auf Licht wartet, er es aber zu tiefster Finsternis macht und es in Wolkendunkel verwandelt!<br>17 Wenn ihr aber nicht gehorcht, so mu\u00df ich vor Kummer im Verborgenen weinen ob eurem Hochmut, und mein Auge mu\u00df unaufh\u00f6rlich in Tr\u00e4nen zerflie\u00dfen, weil die Herde des HERRN gefangen weggef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Drohrede an den K\u00f6nig und die K\u00f6nigin-Mutter<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Sage zum K\u00f6nig und zur Herrin: \u00bbSetzt euch tief herunter, denn vom Haupt ist euch eure herrliche Krone herabgefallen.<br>19 Die St\u00e4dte des S\u00fcdlands sind verschlossen, und niemand ist da, der sie \u00f6ffnet; in Gefangenschaft wird Juda weggef\u00fchrt insgesamt, weggef\u00fchrt in voller Zahl!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klagelied und Wehe \u00fcber Jerusalem<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Hebe deine Augen auf, Jerusalem, und sieh, wie sie von Norden daherkommen! Wo ist die Herde, die dir anvertraut war, deine pr\u00e4chtigen Schafe?<br>21 Was wirst du sagen, wenn er die, welche du selbst als vertraute Freunde an dich gew\u00f6hnt hast, zum Oberhaupt \u00fcber dich bestellt? Werden dich da nicht Wehen erfassen wie ein Weib in Geburtsn\u00f6ten?<br>22 Und wenn du alsdann bei dir selber denkst: \u00bbWarum hat solches Leid mich getroffen?\u00ab, so wisse: Wegen deiner schweren Verschuldung wird dir die Schleppe aufgehoben, werden dir die F\u00fc\u00dfe mit Gewalt entbl\u00f6\u00dft.<br>23 Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln und ein Pardel sein buntes Fell? Dann w\u00fcrdet auch ihr imstande sein gut zu handeln, die ihr an B\u00f6sestun gew\u00f6hnt seid.<br>24 \u00bbDarum will ich sie zerstreuen wie Spreu, die vor dem W\u00fcstenwinde verfliegt.<br>25 Das ist dein Los, dein Teil, das ich dir zugemessen habe\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbweil du mich vergessen und dein Vertrauen auf Trug gesetzt hast.<br>26 Darum will auch ich dir deine Schleppen vorn bis \u00fcber das Gesicht hochziehen, damit deine Scham sichtbar wird.<br>27 Deine Ehebrecherei und dein br\u00fcnstiges Wiehern, die Schmach deiner Buhlerei \u2013 auf den H\u00fcgeln wie im freien Felde habe ich deine Greuel gesehen! Wehe dir, Jerusalem, da\u00df du dich nicht reinigst! Wie lange wird\u2019s noch w\u00e4hren?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort des HERRN, das an Jeremia erging aus Anla\u00df der gro\u00dfen D\u00fcrre:<br>2 \u00bbJuda trauert, und in seinen Toren verschmachten (die Menschen), liegen im Trauergewand am Boden, und Jerusalems Wehgeschrei steigt empor!<br>3 Die Vornehmen unter ihnen schicken ihre Diener nach Wasser aus; aber wenn diese an die Brunnen gekommen sind, finden sie kein Wasser und kehren mit leeren Gef\u00e4\u00dfen heim: entt\u00e4uscht und best\u00fcrzt sind sie und verh\u00fcllen ihr Haupt.<br>4 Wegen des Erdreichs, das unbestellt daliegt, weil kein Regen im Lande gefallen ist, sind die Ackerbauer (in ihrer Hoffnung) get\u00e4uscht und verh\u00fcllen sich das Haupt.<br>5 Ja, selbst die Hirschkuh auf dem Felde l\u00e4\u00dft ihr Junges, das sie eben geboren hat, im Stich, weil sie nichts Gr\u00fcnes mehr findet;<br>6 und die Wildesel stehen auf den kahlen H\u00f6hen, schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen verschmachten, denn nirgends ist gr\u00fcnes Futter.\u00ab<br>7 \u00bbWenn unsere S\u00fcnden uns anklagen, HERR, so handle du uns zugut um deines Namens willen! Denn gro\u00df ist die Zahl unserer Treubr\u00fcche, mit denen wir gegen dich ges\u00fcndigt haben.<br>8 O du Hoffnung Israels, du sein Retter zur Zeit der Not! Warum willst du sein wie ein Fremdling im Lande und wie ein Wanderer, der nur zum \u00dcbernachten Halt macht?<br>9 Warum willst du sein wie ein verzagter Mann, wie ein Held, der nicht zu helfen vermag? Du bist ja doch in unserer Mitte, o HERR, und nach deinem Namen sind wir genannt: verla\u00df uns nicht!\u00ab<br>10 So hat der HERR in bezug auf dieses Volk gesprochen: \u00bbSo hin und her zu schweifen, das lieben sie: ihre F\u00fc\u00dfe haben sie nie geschont; der HERR hat kein Wohlgefallen an ihnen gehabt; doch jetzt gedenkt er ihrer Schuld und straft sie f\u00fcr ihre S\u00fcnden.\u00ab<br>11 Weiter hat der HERR zu mir gesagt: \u00bbDu sollst keine F\u00fcrbitte f\u00fcr dieses Volk einlegen, da\u00df es ihm gut ergehen m\u00f6ge!<br>12 Wenn sie fasten, so h\u00f6re ich nicht auf ihr Flehen, und wenn sie Brandopfer und Speisopfer darbringen, so nehme ich sie nicht wohlgef\u00e4llig an, vielmehr will ich sie durch Schwert und Hungersnot und durch die Pest ausrotten!\u00ab<br>13 Da sagte ich: \u00bbAch, HERR, mein Gott, siehe, die Propheten sagen doch zu ihnen: \u203aIhr werdet kein Schwert zu sehen bekommen, und Hungersnot wird euch nicht treffen; nein, dauerndes Heil will ich euch an dieser St\u00e4tte verleihen!\u2039\u00ab<br>14 Da antwortete mir der HERR: \u00bbL\u00fcge weissagen die Propheten in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und sie nicht entboten und ihnen keinen Auftrag erteilt; erlogene Gesichte und Trugweissagung und selbstersonnene T\u00e4uschung weissagen sie euch!\u00ab<br>15 Darum hat der HERR so gesprochen: \u00bbDie Propheten, die in meinem Namen weissagen und die, obgleich ich sie nicht gesandt habe, dennoch verk\u00fcnden: \u203aWeder Schwert noch Hungersnot wird dieses Land treffen\u2039 \u2013 durch das Schwert und durch Hungersnot sollen diese Propheten den Tod finden!<br>16 Das Volk aber, dem sie weissagen, wird auf den Stra\u00dfen Jerusalems vom Hunger und Schwert niedergestreckt daliegen, ohne da\u00df jemand sie zu Grabe tr\u00e4gt \u2013 sie selbst und ihre Frauen, ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter; so will ich die Strafe f\u00fcr ihre Bosheit \u00fcber sie ausgie\u00dfen!\u00ab<br>17 \u00bbDu aber richte dieses Wort an sie: \u203aBei Tag und bei Nacht zerflie\u00dfen meine Augen in Tr\u00e4nen und kommen nicht zur Ruhe! Denn einen furchtbaren Schlag hat die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, erlitten, eine qualvolle Wunde.<br>18 Gehe ich aufs Feld hinaus, so erblicke ich dort vom Schwert Erschlagene, und komme ich in die Stadt zur\u00fcck, so gewahre ich die Qualen des Hungers! Ja, auch die Propheten und auch die Priester m\u00fcssen in ein Land ziehen, das sie nicht kennen.\u2039\u00ab<br>19 Hast du denn Juda ganz verworfen? Oder bist du Zions im Herzen \u00fcberdr\u00fcssig geworden? Warum hast du uns so geschlagen, da\u00df keine Heilung f\u00fcr uns mehr vorhanden ist? Wir warten auf Rettung, aber es kommt nichts Gutes, und auf die Stunde der Heilung, aber ach, da ist nichts als Schrecken!<br>20 O HERR, wir erkennen unsere Gottlosigkeit, auch die Schuld unserer V\u00e4ter, da\u00df wir gegen dich ges\u00fcndigt haben.<br>21 Verwirf (uns) nicht um deines Namens willen! La\u00df den Thronsitz deiner Herrlichkeit nicht in Unehre fallen! Behalte im Ged\u00e4chtnis, brich nicht deinen Bund mit uns!<br>22 Gibt es etwa unter den nichtigen G\u00f6tzen der Heiden Regenspender? Oder schickt etwa der Himmel von selbst die Regeng\u00fcsse? Bist du es nicht, HERR, unser Gott? So hoffen wir denn auf dich; denn du bist es, der dies alles tut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Aber der HERR antwortete mir: \u00bbWenn auch Mose und Samuel vor mich tr\u00e4ten, w\u00fcrde mein Herz sich doch diesem Volke nicht zuwenden: schaffe sie mir aus den Augen, sie sollen weggehen!<br>2 Wenn sie dich dann fragen: \u203aWohin sollen wir gehen?\u2039, so antworte ihnen: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wer f\u00fcr den Tod bestimmt ist, gehe zum Tode! Wer f\u00fcr das Schwert (bestimmt ist), zum Schwerte! Wer f\u00fcr den Hunger, zum Hunger! Und wer f\u00fcr die Gefangenschaft, zur Gefangenschaft!\u2039<br>3 Denn ich will vier Arten (von Verderbern) gegen sie aufbieten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbdas Schwert zum Morden, die Hunde zum Zerren, die V\u00f6gel des Himmels und die Tiere des Feldes zum Fressen und zum Vertilgen<br>4 und will sie so zu einem abschreckenden Beispiel f\u00fcr alle Reiche der Erde machen um des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Manasse, des Sohnes Hiskias, willen, wegen alles dessen, was er in Jerusalem ver\u00fcbt hat.\u00ab<br>5 Ach, wer wird Mitleid mit dir haben, Jerusalem, und wer dir Teilnahme bezeigen? Und wer wird bei dir einkehren, um sich nach deinem Ergehen zu erkundigen?<br>6 \u00bbDu selbst hast mich ja verworfen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbhast mir den R\u00fccken zugekehrt; darum habe ich meine Hand gegen dich erhoben und dich zerschmettert: ich war\u2019s m\u00fcde, mich erbitten zu lassen!<br>7 Ich habe sie mit der Worfschaufel hinausgeworfelt in den Toren des Landes, habe mein Volk seiner Kinder beraubt und es zugrunde gerichtet: sie sind von ihren b\u00f6sen Wegen doch nicht umgekehrt!<br>8 Ihre Witwen sind mir zahlreicher geworden als der Sand am Meer; ich habe ihnen \u00fcber die M\u00fctter der jungen M\u00e4nner den W\u00fcrgengel am hellen Mittag gebracht, habe j\u00e4hlings Angst und Schrecken auf sie fallen lassen.<br>9 Die Mutter, welche sieben S\u00f6hne geboren hat, vergeht nun vor Trauer, haucht ihr Leben aus: die Sonne ist ihr noch bei Tage untergegangen, fassungslos und gebrochen steht sie da! Was jetzt aber von ihnen noch \u00fcbrig ist, will ich dem Schwert preisgeben (auf der Flucht) vor ihren Feinden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia in seiner Kraft ersch\u00f6pft und an Gott irre geworden<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Wehe mir, meine Mutter, da\u00df du mich geboren hast, einen Mann der Anfeindung und des Haders f\u00fcr das ganze Land! Ich habe kein Geld ausgeliehen, und niemand hat mir geborgt, und doch fluchen sie mir alle!<br>11 Der HERR hat verhei\u00dfen: \u00bbWahrlich, ich will dich zum Guten st\u00e4rken, wahrlich, ich will es so f\u00fcgen, da\u00df zur Zeit des Ungl\u00fccks, zur Zeit der Not, der Feind dich bittend angehen soll!\u00ab<br>12 [Kann man Eisen zerbrechen, Eisen aus dem Norden, und Erz?<br>13 Dein Verm\u00f6gen und deine Sch\u00e4tze will ich der Pl\u00fcnderung preisgeben ohne Entgelt, und zwar wegen aller S\u00fcnden, die du in allen Teilen deines Landes begangen hast;<br>14 und ich will dich deinen Feinden dienstbar machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn und lodert gegen euch.]<br>15 HERR, du selbst wei\u00dft es: gedenke mein und nimm dich meiner an und schaffe mir Rache an meinen Widersachern! La\u00df mich nicht infolge deiner Langmut (gegen sie) hinweggerafft werden! Bedenke, da\u00df ich um deinetwillen Schmach erdulde!<br>16 Sooft deine Befehle erfolgten, habe ich sie meine Speise sein lassen, und deine Weisungen sind mir eine Wonne und Herzensfreude gewesen; ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, du Gott der Heerscharen.<br>17 Ich habe nie im Kreise der Scherzenden gesessen, um mich zu erlustigen; nein, von deiner Hand gebeugt, habe ich einsam gesessen, weil du mich mit Unwillen erf\u00fcllt hattest.<br>18 Warum ist mein Schmerz endlos geworden und meine Wunde t\u00f6dlich, da\u00df sie eine Heilung zur\u00fcckweist? Willst du mir wirklich wie ein tr\u00fcgerischer Bach sein, wie ein Wasserlauf, auf den kein Verla\u00df ist?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Des Propheten Zurechtweisung und Wiederannahme durch Gott<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Darum hat der HERR so (zu mir) gesprochen: \u00bbWenn du umkehrst, so will ich dich zur\u00fcckkehren lassen, da\u00df du mir aufs neue dienen darfst; und wenn du nur Edles, nichts Gemeines h\u00f6ren l\u00e4\u00dft, sollst du wieder wie mein Mund sein. Jene sollen sich dann zu dir umwenden, du aber sollst dich nicht zu ihnen umwenden.<br>20 Dann will ich dich diesem Volke gegen\u00fcber zu einer hochragenden Mauer von Erz machen, da\u00df, wenn sie gegen dich anst\u00fcrmen, sie dir doch nichts anhaben k\u00f6nnen; denn ich bin mit dir, um dir zu helfen und dir den Sieg zu verleihen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013;<br>21 \u00bbund ich will dich aus der Hand der B\u00f6sen erretten und dich aus der Faust der Gewaltt\u00e4tigen befreien!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia soll keine Familie begr\u00fcnden<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort des HERRN erging dann an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbDu sollst dir kein Weib nehmen und weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter an diesem Orte haben!\u00ab<br>3 Denn so hat der HERR gesprochen in betreff der S\u00f6hne und T\u00f6chter, die an diesem Orte geboren werden, und in betreff ihrer M\u00fctter, die sie geb\u00e4ren, und in betreff ihrer V\u00e4ter, die sie in diesem Lande zeugen:<br>4 \u00bbAn qualvollen Todesarten sollen sie sterben, ohne betrauert und bestattet zu werden! Zu D\u00fcnger auf offenem Felde sollen sie werden! Durch Schwert und Hunger sollen sie ums Leben kommen, und ihre Leichen sollen den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fra\u00df dienen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia soll sich von Leichenfeierlichkeiten und fr\u00f6hlichen Gelagen fernhalten<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Weiter gebot der HERR mir: \u00bbDu sollst in kein Trauerhaus eintreten und zu keiner Totenklage hingehen und keinem von ihnen Beileid bezeigen! Denn ich habe diesem Volke meine Freundschaft entzogen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdie Liebe und das Erbarmen.<br>6 So sollen sie denn in diesem Lande sterben, gro\u00df und klein, ohne bestattet zu werden, und niemand wird um sie trauern noch sich blutig ritzen oder sich ihretwegen kahl scheren.<br>7 Auch wird man keinem das Trauerbrot brechen, um ihn wegen eines Verstorbenen zu tr\u00f6sten, und wird keinem den Trostbecher zu trinken geben wegen seines Vaters oder seiner Mutter. \u2013<br>8 Auch in ein Haus, wo man ein Gastmahl abh\u00e4lt, sollst du nicht eintreten, um dich zum Schmausen und Trinken mit ihnen niederzusetzen!\u00ab<br>9 Denn so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, ich will an diesem Orte vor euren Augen und in euren Tagen aller lauten Freude und aller Fr\u00f6hlichkeit, allem Jubel des Br\u00e4utigams und allem Brautgesang ein Ende machen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Begr\u00fcndung dieser Heimsuchungen und Ank\u00fcndigung der Wegf\u00fchrung des Volkes in die Gefangenschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbWenn du nun diesem Volk alle diese Worte verk\u00fcndigst und sie dich dann fragen: \u203aWarum hat der HERR uns all dieses gro\u00dfe Unheil angedroht? Und worin besteht unsere Verschuldung und worin unsere S\u00fcnde, die wir gegen den HERRN, unsern Gott, begangen haben?\u2039,<br>11 so antworte ihnen: \u203aDarin, da\u00df eure V\u00e4ter mich verlassen haben\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203aund anderen G\u00f6ttern nachgelaufen sind und ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht beobachtet haben.<br>12 Und ihr habt es noch \u00e4rger getrieben als eure V\u00e4ter; ihr geht ja ein jeder dem Starrsinn seines b\u00f6sen Herzens nach, ohne auf mich zu h\u00f6ren!<br>13 So will ich euch denn aus diesem Lande wegschleudern in ein Land, das weder ihr noch eure V\u00e4ter gekannt haben; dort sollt ihr dann anderen G\u00f6ttern Tag und Nacht dienen, weil ich f\u00fcr euch kein Erbarmen mehr \u00fcbrig habe!\u2039\u00ab<br>14 \u00bbDarum wisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda wird man nicht mehr sagen: \u203aSo wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat!\u2039,<br>15 sondern: \u203aSo wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel hergef\u00fchrt hat aus dem Nordlande und aus all den L\u00e4ndern, wohin er sie versto\u00dfen hatte!\u2039 Denn ich werde sie in ihr Land zur\u00fcckbringen, das ich ihren V\u00e4tern gegeben habe.\u00ab<br>16 \u00bbWisset wohl: ich will zahlreiche Fischer entbieten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdie sollen sie wie Fische fangen; und danach will ich zahlreiche J\u00e4ger entbieten, die sollen sie aufjagen von jedem Berge hinweg und von jedem H\u00fcgel weg und aus den Felsenkl\u00fcften heraus;<br>17 denn meine Augen sind auf alle ihre Wege gerichtet: sie bleiben mir nicht verborgen, und ihre Schuld ist vor meinen Augen nicht verh\u00fcllt.<br>18 Zun\u00e4chst also will ich ihnen ihre Schuld und ihre S\u00fcnde zwiefach vergelten, weil sie mein Land durch die Leichen ihrer scheu\u00dflichen G\u00f6tzen entweiht und meinen Erbbesitz mit ihren Greueln erf\u00fcllt haben.\u00ab<br>19 O HERR, du meine St\u00e4rke und meine Burg, meine Zuflucht in der Zeit der Not! Zu dir werden die Heidenv\u00f6lker von den Enden der Erde her kommen und sagen: \u00bbNichts als Trug haben unsere V\u00e4ter zum Besitz gehabt, nichtige G\u00f6tzen, von denen keiner zu helfen vermag!<br>20 Kann etwa ein Mensch sich G\u00f6tter anfertigen? Das sind doch keine G\u00f6tter!\u00ab \u2013<br>21 \u00bbDarum wisset wohl: diesmal will ich sie zur Erkenntnis f\u00fchren, will sie meine Hand und meine St\u00e4rke f\u00fchlen lassen: dann werden sie erkennen, da\u00df mein Name ist \u203ader HERR\u2039!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Judas unverzeihliche Schuld und Gottes schwere Strafe<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die S\u00fcnde Judas ist aufgeschrieben mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze eingegraben in die Tafel ihres Herzens und an die H\u00f6rner ihrer Alt\u00e4re.<br>2 Wie ihrer Kinder, so gedenken sie ihrer Alt\u00e4re und ihrer Ascheren bei den dichtbelaubten B\u00e4umen, auf den hohen H\u00fcgeln.<br>3 \u00bbMeinen Berg im Gefilde, deine Habe, alle deine Sch\u00e4tze gebe ich der Pl\u00fcnderung preis, deine H\u00f6hen als Entgelt f\u00fcr deine Vers\u00fcndigung in allen Teilen deines Gebiets.<br>4 Da mu\u00dft du denn, und zwar durch eigene Schuld, deinen Erbbesitz fahren lassen, den ich dir verliehen habe, und ich will dich deinen Feinden zum Knecht machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ein Feuer habt ihr in meiner Nase angez\u00fcndet, das bis in Ewigkeit brennen wird.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Falsches Menschenvertrauen und rechtes Gottvertrauen und ihre Fr\u00fcchte<\/h3>\n\n\n\n<p>5 So hat der HERR gesprochen: \u00bbVerflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verl\u00e4\u00dft und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich vom HERRN abkehrt!<br>6 Der gleicht einem kahlen Baume in der Steppe und wird nicht erleben, da\u00df Gutes kommt; nein, er mu\u00df in d\u00fcrren W\u00fcstenstrichen wohnen, auf dem Salzboden der unwirtlichen Heide.<br>7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verl\u00e4\u00dft und dessen Zuversicht der HERR ist!<br>8 Der gleicht einem Baume, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln nach dem Bache hin ausstreckt; er hat nichts zu f\u00fcrchten, wenn Hitze kommt, und sein Laub bleibt gr\u00fcn; auch in d\u00fcrren Jahren ist ihm nicht bange, und ohne Aufh\u00f6ren tr\u00e4gt er Fr\u00fcchte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zwei Spr\u00fcche der Lebenserfahrung: des Menschen Herz und die Unsicherheit des ungerechten Gewinnes<\/h3>\n\n\n\n<p>9 Arglistig ist das Herz, mehr als alles andere, und verschlagen ist es: wer kann es ergr\u00fcnden?<br>10 \u00bbIch, der HERR, erforsche das Herz und pr\u00fcfe die Nieren, und zwar um einem jeden zu vergelten nach seinem Wandel, nach der Frucht seiner Taten.\u00ab<br>11 Wie ein Rebhuhn, das Eier bebr\u00fctet, die es nicht gelegt hat, so ist ein Mensch, der Reichtum erwirbt, aber nicht auf rechtm\u00e4\u00dfige Weise: in der Mitte seiner Lebenstage mu\u00df er ihn wieder fahren lassen, und an seinem Ende steht er da als Narr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Israels herrlicher Besitz<\/h3>\n\n\n\n<p>12 O Thron der Herrlichkeit, hocherhaben von Anbeginn an, du St\u00e4tte unsers Heiligtums!<br>13 O Hoffnung Israels, HERR! Alle, die dich verlassen, werden zuschanden, und die von dir abfallen, deren Namen werden auf die Erde geschrieben; denn verlassen haben sie den Brunnquell lebendigen Wassers, den HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremias Rachegebet gegen Sp\u00f6tter und Gegner<\/h3>\n\n\n\n<p>14 Heile mich, HERR, so werde ich heil, hilf mir, so ist mir geholfen! Denn mein Lobpreis bist du.<br>15 Siehe, jene sagen zu mir: \u00bbWo bleibt denn das Drohwort des HERRN? M\u00f6ge es doch eintreffen!\u00ab<br>16 Ich aber habe mich nicht dem Hirtenamt in deinem Dienst entzogen und habe den Tag des Unheils nicht herbeigew\u00fcnscht: du wei\u00dft es wohl! Was \u00fcber meine Lippen gekommen ist, liegt offen vor deinen Augen.<br>17 Mache mich nicht v\u00f6llig hoffnungslos, du bist meine Zuflucht am Tage des Unheils!<br>18 La\u00df meine Verfolger zuschanden werden, aber nicht mich! La\u00df sie verzagt dastehen, aber nicht mich! Bringe \u00fcber sie den Tag des Unheils und zerschmettere sie mit doppelter Vernichtung!<br>19 So hat der HERR mir geboten: \u00bbGehe hin und stelle dich auf im Tor der S\u00f6hne des Volkes, durch das die K\u00f6nige von Juda aus- und einziehen, und in allen \u00fcbrigen Toren Jerusalems<br>20 und sage zu ihnen: Vernehmt das Wort des HERRN, ihr K\u00f6nige von Juda und ihr Jud\u00e4er insgesamt und alle ihr Bewohner Jerusalems, die ihr durch diese Tore eingeht!<br>21 So hat der HERR gesprochen: \u203aH\u00fctet euch um eures Lebens willen, am Sabbattage eine Last auf euch zu nehmen und sie in die Tore Jerusalems hineinzubringen!<br>22 Tragt am Sabbattage auch keine Last aus euren H\u00e4usern hinaus und verrichtet \u00fcberhaupt keinerlei Arbeit, sondern haltet den Sabbattag heilig, wie ich euren V\u00e4tern geboten habe!\u2039<br>23 Doch sie haben nicht gehorcht und mir kein Geh\u00f6r geschenkt, sondern haben sich halsstarrig gezeigt, so da\u00df sie nicht gehorsam gewesen sind und sich nicht haben warnen lassen.<br>24 \u203aWenn ihr nun willig auf mich h\u00f6rt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203ada\u00df ihr am Sabbattage keine Last durch die Tore dieser Stadt hereintragt, vielmehr den Sabbattag heilig haltet, indem ihr keinerlei Arbeit an ihm verrichtet,<br>25 so werden K\u00f6nige [und F\u00fcrsten], die auf dem Throne Davids sitzen, durch die Tore dieser Stadt zu Wagen und zu Ro\u00df einziehen, sie samt ihren F\u00fcrsten, die M\u00e4nner von Juda samt den Bewohnern Jerusalems, und diese Stadt wird ewig bewohnt bleiben.<br>26 Dazu werden aus den Ortschaften Judas und aus der Umgegend von Jerusalem sowie aus dem Stamme Benjamin und aus der Niederung, vom Bergland und aus dem S\u00fcdgau Leute kommen, die Brand- und Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch darbringen und mit Dankopfern im Tempel des HERRN erscheinen.<br>27 Wenn ihr aber nicht auf mich h\u00f6rt, den Sabbattag heilig zu halten, so da\u00df ihr am Sabbattage keinerlei Last tragt, noch mit einer solchen durch die Tore Jerusalems eingeht, so will ich Feuer an die Tore der Stadt legen, das soll die Pal\u00e4ste Jerusalems verzehren und nicht erl\u00f6schen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, welches an Jeremia vom HERRN erging, lautete folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMache dich auf und gehe in das Haus des T\u00f6pfers hinab, denn dort will ich dir meine Weisungen kundtun!\u00ab<br>3 So ging ich denn in das Haus des T\u00f6pfers hinab und fand ihn gerade mit einer Arbeit auf der T\u00f6pferscheibe besch\u00e4ftigt;<br>4 und wenn das Gef\u00e4\u00df, das er anfertigte, mi\u00dfriet, wie das bei dem Ton unter der Hand des T\u00f6pfers vorkommt, so machte er wieder ein anderes Gef\u00e4\u00df daraus, wie es dem T\u00f6pfer eben gut schien.<br>5 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>6 \u00bbHabe ich nicht das Recht, wie dieser T\u00f6pfer da mit euch zu verfahren, ihr vom Hause Israel?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u00bbWisset wohl: wie der Ton in der Hand des T\u00f6pfers, ebenso seid ihr in meiner Hand, ihr vom Hause Israel.<br>7 Einmal drohe ich einem Volke oder einem K\u00f6nigshause, da\u00df ich es ausrotten, vernichten und vertilgen wolle;<br>8 wenn dann aber das betreffende Volk, gegen das meine Drohung gerichtet war, sich von seiner Bosheit bekehrt, so lasse ich mir das Unheil leid sein, das ich ihm zuzuf\u00fcgen beschlossen hatte.<br>9 Und ein andermal verhei\u00dfe ich einem Volke oder einem K\u00f6nigshause, es aufbauen und einpflanzen zu wollen;<br>10 wenn es dann aber tut, was mir mi\u00dff\u00e4llt, indem es meinen Weisungen nicht nachkommt, so lasse ich mir das Gute leid sein, das ich ihm zu erweisen gedacht hatte.<br>11 Darum verk\u00fcnde nun den M\u00e4nnern von Juda und besonders den Bewohnern Jerusalems folgendes: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wisset wohl: ich habe B\u00f6ses gegen euch im Sinn und hege Unheilsgedanken gegen euch. Kehrt doch um, ein jeder von seinem b\u00f6sen Wege, und bessert euren Wandel und euer ganzes Tun!\u2039<br>12 Doch sie werden antworten: \u203aVergebliche M\u00fche! Nein, wir wollen unsern eigenen Gedanken nachgehen und ein jeder nach dem Starrsinn seines b\u00f6sen Herzens handeln!\u2039\u00ab<br>13 Darum hat der HERR so gesprochen: \u00bbErkundigt euch doch bei den Heidenv\u00f6lkern, ob jemand so etwas jemals geh\u00f6rt habe! Etwas ganz Abscheuliches hat die Jungfrau Israel ver\u00fcbt!<br>14 Verl\u00e4\u00dft wohl jemals der Schnee des Libanons den Felsen im Gefild? Oder versiegen jemals die weither kommenden Wasser, die kalten, rieselnden?<br>15 Doch mich hat mein Volk vergessen: den nichtigen G\u00f6tzen opfern sie, und diese haben sie zu Fall gebracht auf ihren Wegen, den Pfaden der Vorzeit, so da\u00df sie wandeln auf den Steigen eines ungebahnten Weges,<br>16 um so ihr Land zu einem abschreckenden Beispiel zu machen, zu ewigem Hohn: jeder, der daran vor\u00fcberzieht, entsetzt sich und sch\u00fcttelt den Kopf.<br>17 Wie der Ostwind werde ich sie (auf der Flucht) vor dem Feinde her zerstreuen, werde ihnen den R\u00fccken, aber nicht mein Angesicht zukehren am Tage ihres Untergangs!\u00ab<br>18 Sie haben gesagt: \u00bbKommt, la\u00dft uns Anschl\u00e4ge gegen Jeremia ersinnen! Denn noch fehlt es den Priestern nicht an Belehrung und den Weisen nicht an Rat, noch den Propheten an Wort. Kommt, wir wollen ihn mit (seiner eigenen) Zunge schlagen und alle seine Reden unbeachtet lassen!\u00ab<br>19 Gib doch acht auf mich, HERR, und vernimm die Worte meiner Widersacher!<br>20 Soll denn Gutes mit B\u00f6sem vergolten werden? Sie haben ja meinem Leben eine Grube gegraben! Denke daran, wie ich vor dir gestanden habe, F\u00fcrbitte f\u00fcr sie einzulegen, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden!<br>21 Darum gib ihre Kinder dem Hunger preis und \u00fcberliefere sie der Gewalt des Schwertes! La\u00df ihre Weiber kinderlos und zu Witwen werden, wenn ihre M\u00e4nner von der Pest hingerafft sind, und la\u00df ihre J\u00fcnglinge vom Schwert erschlagen werden im Kriege!<br>22 Wehgeschrei m\u00f6ge aus ihren H\u00e4usern erschallen, wenn du unversehens Kriegerscharen \u00fcber sie kommen l\u00e4\u00dft; denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und meinen F\u00fc\u00dfen haben sie heimlich Schlingen gelegt.<br>23 Du aber, HERR, kennst alle ihre Mordanschl\u00e4ge gegen mich: vergib ihnen ihre Missetat nicht und tilge ihre S\u00fcnde nicht aus vor deinem Angesicht, sondern la\u00df sie niedergest\u00fcrzt vor deinen Augen liegen! Zur Zeit deines Zorngerichts rechne mit ihnen ab!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 So hat der HERR zu mir gesprochen: \u00bbGehe hin und kaufe dir beim T\u00f6pfer einen Krug, nimm dann einige von den \u00c4ltesten des Volkes und von den vornehmsten Priestern mit dir<br>2 und gehe in das Tal Ben-Hinnom hinaus, das vor dem Eingang des Scherbentors liegt, und rufe dort laut die Worte aus, die ich dir sagen werde!<br>3 So sprich zu ihnen: Vernehmt das Wort des HERRN, ihr K\u00f6nige von Juda und ihr Bewohner Jerusalems! So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWisset wohl: ich will Unheil \u00fcber diesen Ort bringen, da\u00df jedem, der davon h\u00f6rt, die Ohren gellen sollen!<br>4 Zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie mich verlassen und diese St\u00e4tte entehrt und an ihr anderen G\u00f6ttern geopfert haben, von denen weder sie noch ihre V\u00e4ter noch die K\u00f6nige von Juda etwas gewu\u00dft haben, und weil sie diese St\u00e4tte mit dem Blute Unschuldiger erf\u00fcllt<br>5 und die Baalsh\u00f6hen erbaut haben, um ihre Kinder als Brandopfer f\u00fcr den Baal zu verbrennen, was ich nie geboten noch angeordnet habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist: \u2013<br>6 darum wisset wohl: die Zeit kommt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203ada wird dieser Ort nicht mehr Thopheth und dieses Tal nicht mehr Tal Ben-Hinnom, sondern W\u00fcrgetal (7,32) genannt werden.<br>7 Da will ich dann die Klugheit Judas und Jerusalems an diesem Orte aussch\u00fctten und will sie fallen lassen durch das Schwert (auf der Flucht) vor ihren Feinden her und durch die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und will ihre Leichen den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fra\u00df geben.<br>8 Diese Stadt aber will ich zum abschreckenden Beispiel und zum Gesp\u00f6tt machen, so da\u00df jeder, der an ihr vor\u00fcbergeht, sich entsetzen und wegen aller ihrer Leiden zischen soll.<br>9 Auch will ich sie das Fleisch ihrer S\u00f6hne und das Fleisch ihrer T\u00f6chter essen lassen, und sie sollen einer das Fleisch des andern verzehren infolge der Belagerung und Not, in die sie von ihren Feinden und von denen, die ihnen nach dem Leben trachten, versetzt werden.\u2039<br>10 Hierauf sollst du den Krug vor den Augen der M\u00e4nner, die mit dir gegangen sind, zerschlagen<br>11 und zu ihnen sagen: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerschmettern, wie man T\u00f6pfergeschirr zerschmettert, das dann nicht wiederhergestellt werden kann; und im Thopheth wird man begraben, weil sonst kein Platz mehr zum Begraben vorhanden ist.<br>12 Auf diese Weise will ich mit diesem Ort verfahren\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203aund mit seinen Bewohnern: ein Thopheth will ich aus dieser Stadt machen.<br>13 Da sollen dann die H\u00e4user Jerusalems und die Pal\u00e4ste der K\u00f6nige von Juda ebenso unrein werden wie die St\u00e4tte des Thopheth: n\u00e4mlich alle die H\u00e4user, auf deren D\u00e4chern sie dem gesamten Sternenheer des Himmels ger\u00e4uchert und fremden G\u00f6ttern Trankspenden ausgegossen haben.\u2039\u00ab<br>14 Als Jeremia dann vom Thopheth, wohin der HERR ihn zur Verk\u00fcndigung des Prophetenspruchs gesandt hatte, zur\u00fcckkehrte, trat er in den Vorhof des Tempels des HERRN und sprach zum ganzen Volk:<br>15 \u00bbSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWisset wohl: ich will \u00fcber diese Stadt und \u00fcber s\u00e4mtliche Ortschaften, die zu ihr geh\u00f6ren, all das Unheil kommen lassen, das ich ihr angedroht habe! denn sie haben sich halsstarrig gezeigt, um auf meine Worte nicht zu h\u00f6ren.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als aber der Priester Pashur, der Sohn Immers, der damalige Oberaufseher im Tempel des HERRN, Jeremia diese Weissagung aussprechen h\u00f6rte,<br>2 lie\u00df er den Propheten Jeremia st\u00e4upen und ihn in den Block legen, der sich im Benjaminstor, dem oberen Tor am Tempel des HERRN, befand.<br>3 Am folgenden Morgen aber, als Pashur den Jeremia aus dem Block freigelassen hatte, sagte Jeremia zu ihm: \u00bbNicht Pashur nennt der HERR hinfort deinen Namen, sondern \u203aGrauen ringsum\u2039!<br>4 Denn so hat der HERR gesprochen: \u203aWisse wohl: ich mache dich zum Grauen f\u00fcr dich selbst und f\u00fcr alle deine Freunde! Denn sie werden durch das Schwert ihrer Feinde fallen, und zwar so, da\u00df du es mit eigenen Augen ansiehst; und ganz Juda will ich der Gewalt des K\u00f6nigs von Babylon preisgeben, damit er sie gefangen nach Babylon wegf\u00fchrt und sie mit dem Schwert erschl\u00e4gt.<br>5 Dazu will ich den ganzen Reichtum dieser Stadt, ihren gesamten Besitz samt allen ihren Kostbarkeiten, dahingeben, auch alle Sch\u00e4tze der K\u00f6nige von Juda ihren Feinden zu eigen geben: die sollen sie pl\u00fcndern und mitnehmen und nach Babylon bringen.<br>6 Du aber, Pashur, und alle deine Hausgenossen \u2013 ihr sollt in die Gefangenschaft wandern, und nach Babylon sollst du kommen und dort sterben und dort auch begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du falsch geweissagt hast!\u2039\u00ab<br>7 Du hast mich bet\u00f6rt, HERR, und ich habe mich bet\u00f6ren lassen; du hast mich \u00fcberw\u00e4ltigt und bist Sieger geblieben! Zum Gel\u00e4chter bin ich geworden tagaus tagein, alle Welt verh\u00f6hnt mich!<br>8 Ach, sooft ich rede, mu\u00df ich aufschreien, mu\u00df ich \u00bbUnrecht und Vergewaltigung!\u00ab rufen; denn das Wort des HERRN hat mir Hohn und Schmach eingebracht den ganzen Tag!<br>9 Doch wenn ich mir vornehme: \u00bbIch will seiner nicht mehr gedenken und in seinem Namen nicht mehr reden\u00ab, so ist es mir im Innern, als w\u00e4re ein loderndes Feuer in meinen Gebeinen eingeschlossen; und m\u00fche ich mich ab, es auszuhalten, so vermag ich es nicht!<br>10 Ach, ich habe viele schon fl\u00fcstern h\u00f6ren \u2013 Grauen ringsum! \u2013: \u00bbZeigt ihn an!\u00ab und \u00bbWir wollen ihn anzeigen!\u00ab Alle, die zu meiner Freundschaft geh\u00f6ren, lauern auf einen Fehltritt von mir: \u00bbVielleicht l\u00e4\u00dft er sich bet\u00f6ren, da\u00df wir ihn in der Gewalt haben und Rache an ihm nehmen k\u00f6nnen!\u00ab<br>11 Aber der HERR steht mir bei wie ein gewaltiger Held; darum werden meine Verfolger zu Fall kommen und nichts ausrichten; sie werden sich ganz entt\u00e4uscht sehen, weil es ihnen nicht gelungen ist: eine ewige Schmach, die unverge\u00dflich bleiben wird!<br>12 Und nun, HERR der Heerscharen, der du den Gerechten pr\u00fcfst, Nieren und Herz ansiehst: la\u00df mich deine Rache an ihnen sehen, denn dir habe ich meine Sache anheimgestellt! \u2013<br>13 Singet dem HERRN, preiset den HERRN, denn er errettet das Leben des Armen aus der Hand der \u00dcbelt\u00e4ter!<br>14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren ward! Der Tag, an dem meine Mutter mich geboren hat, bleibe ungesegnet!<br>15 Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft brachte: \u00bbEin Kind, ein Sohn ist dir geboren!\u00ab und ihn dadurch hoch erfreute!<br>16 Diesem Manne m\u00f6ge es ergehen wie den St\u00e4dten, die der HERR erbarmungslos zerst\u00f6rt hat: er h\u00f6re Wehgeschrei am Morgen und Kriegsl\u00e4rm zur Mittagszeit!<br>17 Warum hat er mich nicht schon im Mutterscho\u00df sterben lassen, so da\u00df meine Mutter mein Grab geworden w\u00e4re und ihr Scho\u00df mich immerfort getragen h\u00e4tte!<br>18 Warum nur bin ich aus dem Mutterscho\u00df zur Welt gekommen? Doch nur, um M\u00fchsal und Herzeleid zu erleben und damit meine Tage in Schande vergingen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unheilvolle Antwort Jeremias an Zedekias Gesandte und Mahnungen an das Volk w\u00e4hrend der Belagerung Jerusalems<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, als der K\u00f6nig Zedekia Pashur, den Sohn Malkijas, und den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, zu ihm gesandt hatte mit dem Auftrage:<br>2 \u00bbBefrage doch den HERRN f\u00fcr uns! Denn Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, f\u00fchrt Krieg mit uns; vielleicht tut der HERR wie schon oft ein Wunder an uns, da\u00df jener von uns abziehen mu\u00df!\u00ab<br>3 Da sagte Jeremia zu ihnen: \u00bbBringt dem Zedekia folgende Antwort:<br>4 So hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWisset wohl: die Kriegswaffen in eurer Hand, mit denen ihr bisher gegen den K\u00f6nig von Babylon und gegen die Chald\u00e4er, die euch belagern, au\u00dferhalb der Stadtmauer gek\u00e4mpft habt, die will ich umwenden und sie ins Innere dieser Stadt zuhauf hineinbringen;<br>5 und ich will selbst gegen euch k\u00e4mpfen mit hocherhobener Hand und starkem Arm, mit Zorn und Grimm und voller Wut;<br>6 und ich will die Bewohner dieser Stadt niederschlagen, sowohl Menschen als Vieh: an einer verheerenden Seuche sollen sie sterben!<br>7 Hierauf aber\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203awill ich Zedekia, den K\u00f6nig von Juda, samt seinen Dienern und dem Volke, soweit sie in dieser Stadt von der Seuche, vom Schwert und vom Hunger verschont geblieben sind, in die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, fallen lassen, damit er sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes niederhaue, ohne Mitleid mit ihnen zu haben und ohne Schonung und Erbarmen zu \u00fcben!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rat an das Volk<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bbZu dem Volke hier aber sollst du sagen: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wisset wohl: ich lasse euch die Wahl zwischen dem Wege, der zum Leben f\u00fchrt, und dem Wege zum Tode:<br>9 Wer hier in der Stadt bleibt, der wird durch das Schwert, durch den Hunger oder durch die Pest ums Leben kommen; wer aber hinausgeht und sich den Chald\u00e4ern ergibt, die euch belagern, der wird erhalten bleiben und sein Leben in Sicherheit bringen.<br>10 Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Unheil und nicht zum Segen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u203asie soll in die Hand des K\u00f6nigs von Babylon gegeben werden, damit er sie in Flammen aufgehen l\u00e4\u00dft!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mahnwort an das K\u00f6nigshaus<\/h3>\n\n\n\n<p>11 \u00bbSodann sollst du zum Hause des K\u00f6nigs von Juda sagen: \u203aVernehmt das Wort des HERRN, ihr vom Hause Davids!<br>12 So hat der HERR gesprochen: Haltet an jedem Morgen gerechtes Gericht und rettet den Bedr\u00fcckten aus der Hand des Gewaltt\u00e4tigen, damit mein Zorn nicht wie Feuer hervorbricht und unausl\u00f6schlich brennt infolge der Bosheit eurer Taten!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gerichtsank\u00fcndigung f\u00fcr die Stadt Jerusalem<\/h3>\n\n\n\n<p>13 \u00bbWisse wohl: ich will an dich, Bewohnerin des Tals, du Fels in der Ebene!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u00bbIhr sagt: \u203aWer sollte \u00fcber uns herfallen und wer in unsere Wohnungen eindringen?\u2039<br>14 Nun, ich will euch heimsuchen, wie eure Taten es verdienen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbund will ein Feuer in ihrem Walde entfachen, das ihre ganze Umgebung verzehren soll!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warnung an das K\u00f6nigshaus von Juda; Ank\u00fcndigung des Gerichts \u00fcber die K\u00f6nige Sallum (= Joahas) und Jojakim<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So hat der HERR zu mir gesprochen: \u00bbGehe zum Palast des K\u00f6nigs von Juda hinab und richte dort folgende Botschaft aus:<br>2 \u203aVernimm das Wort des HERRN, K\u00f6nig von Juda, der du auf dem Throne Davids sitzest, du samt deinen Dienern und deinen Untertanen, die ihr durch diese Tore (der K\u00f6nigsburg) eingeht!<br>3 So hat der HERR gesprochen: La\u00dft Recht und Gerechtigkeit walten, rettet den Beraubten aus der Hand des Gewaltt\u00e4tigen, bedr\u00fcckt und vergewaltigt keinen Fremdling, keine Waise und Witwe und vergie\u00dft kein unschuldiges Blut an diesem Ort!<br>4 Denn nur, wenn ihr dieses Gebot wirklich befolgt, werden durch die Tore dieses Palastes K\u00f6nige einziehen, die auf Davids Thron sitzen und auf Wagen einherfahren und auf Rossen reiten, er selbst und seine Diener und seine Untertanen.<br>5 Wenn ihr aber diesen Weisungen nicht nachkommt, so habe ich bei mir selbst geschworen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203ada\u00df dieser Palast zu einer Tr\u00fcmmerst\u00e4tte werden soll!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fluch \u00fcber den K\u00f6nigspalast<\/h3>\n\n\n\n<p>6 Denn so hat der HERR in betreff des Palastes des K\u00f6nigs von Juda gesprochen: \u00bbEin Gilead bist du mir, der Gipfel des Libanons; doch wahrlich, ich will dich zur W\u00fcste machen, zu unbewohnten St\u00e4dten,<br>7 und ich will Verw\u00fcster gegen dich in Dienst nehmen, einen jeden mit seinen Ger\u00e4tschaften: die sollen deine prachtvollen Zedern umhauen und ins Feuer werfen!<br>8 Wenn dann viele V\u00f6lkerschaften an dieser Stadt vor\u00fcberziehen und einer den andern fragt: \u203aWarum ist doch der HERR mit dieser gro\u00dfen Stadt so schlimm verfahren?\u2039,<br>9 so wird man antworten: \u203aZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie dem Bunde mit dem HERRN, ihrem Gott, untreu geworden sind und andere G\u00f6tter angebetet und ihnen gedient haben.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die K\u00f6nigsspr\u00fcche (22,10-23,8). Zun\u00e4chst ein Wort des Beileids f\u00fcr den ungl\u00fccklichen Sallum (= Joahas)<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Weint nicht um den Toten und klagt nicht um ihn! Weint vielmehr um den, der weggezogen ist! Denn er kehrt nie wieder zur\u00fcck und sieht das Land seiner Geburt nicht wieder.<br>11 Denn der HERR hat \u00fcber Sallum, den Sohn Josias, des K\u00f6nigs von Juda, der seinem Vater Josia in der Regierung gefolgt war und aus diesem Ort weggezogen ist, folgenderma\u00dfen gesprochen: \u00bbEr wird nicht wieder hierher zur\u00fcckkehren.<br>12 Nein, an dem Orte, wohin man ihn in die Gefangenschaft gef\u00fchrt hat, dort wird er sterben und dieses Land nicht wiedersehen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schwere Anklage und Strafandrohung gegen den K\u00f6nig Jojakim<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergem\u00e4cher mit Unrecht! Der seinen N\u00e4chsten ohne Entgelt arbeiten l\u00e4\u00dft und ihm seinen Lohn vorenth\u00e4lt!<br>14 Der da ausspricht: \u00bbIch will mir ein ger\u00e4umiges Haus bauen mit weitgedehnten Gem\u00e4chern, von Fenstern durchbrochen und mit Zedernholz get\u00e4felt und mit Zinnober rot gestrichen!\u00ab<br>15 Siehst du dein K\u00f6nigtum darin bestehen, da\u00df du dich f\u00fcr Zedernholz begeisterst? Dein Vater hat ja auch gegessen und getrunken, aber er hat Recht und Gerechtigkeit ge\u00fcbt: da erging es ihm gut;<br>16 er hat den Armen und Elenden zu ihrem Recht verholfen: da stand alles gut. \u00bbHei\u00dft nicht das mich recht erkennen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>17 Dagegen deine Augen und dein Herz sind nur auf Gewinn f\u00fcr dich gerichtet und auf das Blut Unschuldiger, um es zu vergie\u00dfen, und auf Bedr\u00fcckung und Erpressung, um sie zu ver\u00fcben.<br>18 Darum hat der HERR \u00fcber Jojakim, den Sohn Josias, den K\u00f6nig von Juda, also gesprochen: \u00bbMan wird nicht um ihn klagen: \u203aAch, mein Bruder!\u2039 und \u203aAch, seine Bruderschaft!\u2039, man wird nicht um ihn klagen: \u203aAch, Gebieter!\u2039 und \u203aAch, seine Hoheit!\u2039<br>19 Nein, eines Esels Bestattung wird man an ihm vollziehen, wird ihn hinausschleifen und hinwerfen weit au\u00dferhalb der Tore Jerusalems!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unheilsverk\u00fcndigung f\u00fcr Jerusalem und seinen K\u00f6nig Jojachin<\/h3>\n\n\n\n<p>20 \u00bbSteige (Volk von Jerusalem) auf den Libanon und schreie laut! La\u00df deinen Klageruf in Basan erschallen und schreie vom Berge Abarim (4.Mose 27,12; 5.Mose 32,49) herab! Denn zerschmettert sind alle deine Liebhaber.<br>21 Ich habe zu dir geredet zur Zeit deines ungetr\u00fcbten Gl\u00fccks, doch du antwortetest: \u203aIch will nichts davon h\u00f6ren!\u2039 Das war so deine Art von Jugend auf, du wolltest auf mich nicht h\u00f6ren.<br>22 Alle deine Hirten wird nun der Sturmwind auf die Weide f\u00fchren, und deine Liebhaber m\u00fcssen in die Gefangenschaft wandern! Ja, alsdann wirst du besch\u00e4mt und entt\u00e4uscht dastehen ob all deiner Bosheit!<br>23 Die du jetzt auf dem Libanon thronst, in Zedern eingenistet: wie wirst du st\u00f6hnen, wenn Wehen dich \u00fcberfallen, Kr\u00e4mpfe wie ein Weib in Kindesn\u00f6ten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Drei Ausspr\u00fcche \u00fcber den K\u00f6nig Konja (= Jojachin)<\/h3>\n\n\n\n<p>24 \u00bbSo wahr ich lebe!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbw\u00e4re auch Konja, der Sohn Jojakims, der K\u00f6nig von Juda, ein Siegelring an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch von da abrei\u00dfen<br>25 und dich in die Hand derer geben, die dir nach dem Leben trachten, und in die Hand derer, vor denen dir graut, und zwar in die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, und in die Hand der Chald\u00e4er.<br>26 Und ich will dich samt deiner Mutter, die dich geboren hat, in ein fremdes Land schleudern, in dem ihr nicht geboren seid, und dort werdet ihr sterben!<br>27 In das Land aber, in das sie sich sehnen zur\u00fcckzukehren, dahin werden sie nie zur\u00fcckkehren!\u00ab \u2013<br>28 Ist denn dieser Mann Konja ein ver\u00e4chtliches, zerschlagenes Gef\u00e4\u00df oder ein Ger\u00e4t, an dem niemand Gefallen findet? Warum sind sie weggeschleudert worden, er samt seinen Kindern, und in ein Land geworfen, das sie nicht kannten? \u2013<br>29 O Land, Land, Land, vernimm das Wort des HERRN!<br>30 So hat der HERR gesprochen: \u00bbSchreibt diesen Mann in die Listen als kinderlos ein, als einen Mann, der in seinen Lebenstagen kein Gelingen haben wird! Denn keinem von seinen Nachkommen wird es gelingen, auf Davids Thron zu sitzen und noch einmal \u00fcber Juda zu herrschen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weheruf \u00fcber die untreuen Hirten und Verhei\u00dfung des wahren Hirten aus dem Hause Davids<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide zugrunde richten und sich zerstreuen lassen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>2 Darum hat der HERR, der Gott Israels, in betreff der Hirten, die mein Volk weiden, so gesprochen: \u00bbIhr seid es, die meine Schafe zerstreut und versprengt und nicht acht auf sie gegeben haben; darum will ich euch jetzt wegen der Bosheit eures ganzen Tuns zur Rechenschaft ziehen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>3 \u00bbIch selbst will aber auch den \u00dcberrest meiner Herde aus all den L\u00e4ndern, wohin ich sie versprengt habe, sammeln und sie auf ihre Trift zur\u00fcckf\u00fchren: da werden sie fruchtbar sein und gedeihen.<br>4 Dann will ich Hirten \u00fcber sie erstehen lassen, die sie weiden sollen, da\u00df sie sich nicht weiterhin zu f\u00fcrchten brauchen und nicht erschrecken m\u00fcssen und da\u00df keines vermi\u00dft wird!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung des Davidssprossen<\/h3>\n\n\n\n<p>5 \u00bbWisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda will ich dem David einen rechten Spro\u00df erwecken: der wird als K\u00f6nig herrschen und mit Weisheit handeln und Recht und Gerechtigkeit im Lande walten lassen!<br>6 In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen, und der Name, den man ihm beilegt, wird lauten: \u203aDer HERR unsere Gerechtigkeit\u2039.<br>7 Darum wisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda wird man nicht mehr sagen: \u203aSo wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande \u00c4gypten hergef\u00fchrt hat!\u2039,<br>8 sondern: \u203aSo wahr der HERR lebt, der die zum Hause Israel Geh\u00f6rigen aus dem Nordland und aus all den L\u00e4ndern, wohin ich sie versprengt hatte, hergef\u00fchrt und heimgebracht hat, damit sie wieder auf ihrem Grund und Boden wohnten!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klage \u00fcber die allgemeine Verderbnis und die Verworfenheit der geistlichen F\u00fchrer<\/h3>\n\n\n\n<p>9 [\u00dcber die Propheten:] Gebrochen ist mir das Herz in der Brust, es zittern mir alle Glieder; mir ist zu Sinn wie einem Trunkenen, wie einem Manne, den der Wein \u00fcbermannt hat, vor dem HERRN und vor seinen heiligen Worten!<br>10 Ach, das Land ist voll von Ehebrechern! Ach, unter dem Fluch liegt das Land in Trauer darnieder, sind die Auen der Trift verdorrt, weil ihr ganzes Trachten Bosheit ist und ihr Schalten Unredlichkeit.<br>11 \u00bbDenn beide, Propheten und Priester, sind ruchlos: sogar in meinem Tempel habe ich ihr b\u00f6ses Treiben angetroffen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>12 \u00bbDarum soll ihr Weg f\u00fcr sie werden wie schl\u00fcpfriger Boden: in der Dunkelheit sollen sie ansto\u00dfen, da\u00df sie auf ihm zu Fall kommen; denn ich will Unheil, will das Jahr ihrer Heimsuchung \u00fcber sie bringen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausspr\u00fcche \u00fcber die falschen Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>13 \u00bbSchon an den Propheten Samarias habe ich \u00c4rgerliches erlebt: sie weissagten im Namen des Baal und f\u00fchrten mein Volk Israel irre;<br>14 aber an den Propheten Jerusalems habe ich Grauenvolles erlebt: Ehebruch und Wandel in der L\u00fcge, und sie best\u00e4rken die \u00dcbelt\u00e4ter in ihrem Tun, damit sich ja keiner von ihnen von seiner Bosheit bekehre. Ich achte sie allesamt den Leuten von Sodom gleich und die Bewohner ihrer Stadt den Leuten von Gomorrha!\u00ab<br>15 Darum hat der HERR der Heerscharen \u00fcber die Propheten so gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, ich will sie mit Wermut speisen und ihnen Giftwasser zu trinken geben; denn von den Propheten Jerusalems hat sich Verworfenheit \u00fcber das ganze Land verbreitet!\u00ab \u2013<br>16 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbH\u00f6rt nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie machen euch nur Wind vor: selbstersonnene Gesichte verk\u00fcnden sie euch ohne den Auftrag des HERRN.<br>17 Sie sagen immerdar zu denen, die mich verachten: \u203aDer HERR hat verhei\u00dfen: Es wird euch wohl ergehen!\u2039, und zu allen, die im Starrsinn ihres Herzens dahinwandeln, sagen sie: \u203aEs wird euch kein Unheil widerfahren!<br>18 Denn wer hat im Ratskreise des HERRN gestanden, da\u00df er ihn gesehen und sein Wort geh\u00f6rt h\u00e4tte? Wer hat sein Wort erlauscht und geh\u00f6rt?\u2039<br>19 Wisset wohl: ein Sturmwind des HERRN, sein Grimm, bricht los und wirbelnde Windsbraut, die auf das Haupt der Gottlosen niederf\u00e4hrt!<br>20 Nicht nachlassen wird der lodernde Zorn des HERRN, bis er\u2019s vollbracht und die Gedanken seines Herzens vollf\u00fchrt hat: am Ende der Tage werdet ihr das schon klar erkennen!<br>21 Ich habe diese Propheten nicht gesandt, und doch haben sie es eilig! Ich habe ihnen keinen Auftrag gegeben, und doch weissagen sie!<br>22 H\u00e4tten sie wirklich in meinem Ratskreise gestanden, so w\u00fcrden sie meinem Volk meine Worte verk\u00fcnden und es von seinem b\u00f6sen Wandel und seinem gottlosen Tun abbringen!\u00ab \u2013<br>23 \u00bbBin ich denn ein Gott, der nur in die N\u00e4he sieht\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbund nicht ein Gott auch aus der Ferne?<br>24 Oder kann sich jemand in Schlupfwinkeln so verstecken, da\u00df ich ihn nicht s\u00e4he?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u00bbBin ich es nicht, der den Himmel und die Erde erf\u00fcllt?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warnung vor den Tr\u00e4umen der L\u00fcgenpropheten<\/h3>\n\n\n\n<p>25 \u00bbIch habe wohl geh\u00f6rt, was die Propheten sagen, die in meinem Namen L\u00fcgen weissagen, wenn sie verk\u00fcnden: \u203aIch habe einen Traum gehabt, einen Traum!\u2039<br>26 Wie lange soll das bei ihnen noch so fortgehen? Haben etwa diese L\u00fcgenpropheten, die selbstersonnenen Trug weissagen, im Sinn,<br>27 ja, haben sie die Absicht, durch ihre Tr\u00e4ume, die sie einander erz\u00e4hlen, meinen Namen bei meinem Volke ebenso in Vergessenheit zu bringen, wie ihre V\u00e4ter meinen Namen \u00fcber dem Baal vergessen haben?<br>28 Der Prophet, dem (wirklich) ein Traum zuteil geworden ist, erz\u00e4hle ihn als Traum, und wem mein Wort zuteil geworden ist, verk\u00fcnde mein Wort der Wahrheit gem\u00e4\u00df! Was hat das Stroh mit dem Korn gemein?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>29 \u00bbIst mein Wort nicht also: wie Feuer?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund wie ein Hammer, der Felsen zerschl\u00e4gt?<br>30 Darum wisset wohl: ich will an die Propheten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdie meine Worte einer dem andern stehlen!<br>31 Ja, wisset wohl: ich will an die Propheten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdie ihre Zunge dazu mi\u00dfbrauchen, Gottesspr\u00fcche zu verk\u00fcnden!<br>32 Ja, wisset wohl: ich will an die (Propheten), welche L\u00fcgentr\u00e4ume weissagen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund sie anderen erz\u00e4hlen und mein Volk durch ihre L\u00fcgen und ihre Gaukelei irref\u00fchren, w\u00e4hrend ich sie doch nicht gesandt und ihnen keinen Auftrag gegeben habe und sie diesem Volke gar keinen Nutzen schaffen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>33 \u00bbWenn aber dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester dich fragen sollte: \u203aWas ist die Last des HERRN?\u2039, so antworte ihnen: \u203a(Was die Last sei?) Ihr seid die Last, und ich will euch abwerfen! \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>34 Der Prophet aber und der Priester und wer vom Volk noch von der Last des HERRN redet \u2013 einen solchen Menschen will ich es b\u00fc\u00dfen lassen samt seinem Hause!<br>35 Ihr sollt vielmehr zueinander und untereinander so sagen: \u203aWas hat der HERR geantwortet?\u2039 und \u203aWas hat der HERR verk\u00fcndigt?\u2039<br>36 Aber den Ausdruck \u203aLast des HERRN\u2039 sollt ihr nicht mehr gebrauchen, sonst soll einem jeden diese seine Redeweise zur Last werden! Denn ihr w\u00fcrdet damit die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unsers Gottes, verkehren.<br>37 So sollst du den Propheten fragen: \u203aWas hat der HERR dir geantwortet?\u2039 oder \u203aWas hat der HERR verk\u00fcndigt?\u2039<br>38 Wenn ihr aber den Ausdruck \u203aLast des HERRN\u2039 gebraucht \u2013 nun, so hat der HERR folgenderma\u00dfen gesprochen: Zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df ihr diesen Ausdruck \u203aLast des HERRN\u2039 gebraucht, obgleich ich euch habe gebieten lassen, den Ausdruck \u203aLast des HERRN\u2039 nicht zu gebrauchen,<br>39 darum wisset wohl: Ich will euch aufheben wie eine Last und wegwerfen euch samt der Stadt, die ich euch und euren V\u00e4tern gegeben habe, von meinem Angesicht hinweg,<br>40 und will ewige Schmach \u00fcber euch verh\u00e4ngen und ewige Schande, die nie vergessen werden soll!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Der HERR hat mich (folgendes Gesicht) schauen lassen: Ich gewahrte zwei K\u00f6rbe mit Feigen, die vor dem Tempel des HERRN aufgestellt waren \u2013 nachdem Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, Jechonja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig von Juda, und die Oberen von Juda samt den Schmieden und Schlossern aus Jerusalem in die Gefangenschaft gef\u00fchrt und sie nach Babylon gebracht hatte.<br>2 Der eine Korb enthielt sehr gute Feigen, wie Fr\u00fchfeigen zu sein pflegen; in dem andern Korbe aber befanden sich sehr schlechte Feigen, die wegen ihrer schlechten Beschaffenheit ungenie\u00dfbar waren.<br>3 Da fragte mich der HERR: \u00bbWas siehst du, Jeremia?\u00ab Ich antwortete: \u00bbFeigen! Die guten Feigen sind sehr gut, aber die schlechten ganz schlecht, so da\u00df man sie vor Schlechtigkeit nicht genie\u00dfen kann.\u00ab<br>4 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>5 \u00bbSo spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen hier, so will ich die gefangenen Jud\u00e4er, die ich aus diesem Ort in das Land der Chald\u00e4er habe wegf\u00fchren lassen, freundlich ansehen:<br>6 ich will mein Auge zum Guten auf sie richten und sie in dieses Land zur\u00fcckkehren lassen, um sie neu aufzubauen, ohne sie wieder niederzurei\u00dfen, und um sie einzupflanzen, ohne sie wieder auszurei\u00dfen.<br>7 Und ich will ihnen ein Herz verleihen, mich zu erkennen, da\u00df ich der HERR bin; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, denn sie werden sich mit ihrem ganzen Herzen zu mir bekehren. \u2013<br>8 Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, da\u00df man sie nicht genie\u00dfen kann\u00ab \u2013 ja, so hat der HERR gesprochen \u2013, \u00bbebenso will ich Zedekia, den K\u00f6nig von Juda, machen samt seinen Oberen und denen, die von den Bewohnern Jerusalems in diesem Lande zur\u00fcckgeblieben sind, und auch denen, die sich in \u00c4gypten niedergelassen haben:<br>9 ich will sie zum abschreckenden Beispiel des Ungl\u00fccks f\u00fcr alle Reiche der Erde machen, zum Schimpf und zum Hohn, zur Spottrede und zum Fluchwort an allen Orten, wohin ich sie versto\u00dfen werde;<br>10 und ich will das Schwert, den Hunger und die Pest gegen sie loslassen, bis sie ganz aus dem Lande vertilgt sind, das ich ihnen und ihren V\u00e4tern gegeben habe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zeitangabe; Jeremias Hinweis auf seine 23j\u00e4hrige erfolglose Wirksamkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das an Jeremia \u00fcber das ganze Volk Juda ergangen ist im vierten Regierungsjahre Jojakims, des Sohnes Josias, des K\u00f6nigs von Juda \u2013 es war dies das erste Regierungsjahr Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon \u2013;<br>2 der Prophet Jeremia hat dies Wort an das ganze Volk von Juda und an alle Einwohner Jerusalems gerichtet, indem er sprach:<br>3 \u00bbSeit dem dreizehnten Regierungsjahre Josias, des Sohnes Amons, des K\u00f6nigs von Juda, bis auf den heutigen Tag, nun schon dreiundzwanzig Jahre lang, ist das Wort des HERRN an mich ergangen, und ich habe unerm\u00fcdlich fr\u00fch und sp\u00e4t zu euch geredet, aber ihr habt nicht darauf geh\u00f6rt.<br>4 Dazu hat der HERR alle seine Knechte, die Propheten, unerm\u00fcdlich fr\u00fch und sp\u00e4t zu euch gesandt, aber ihr habt ihnen nicht gehorcht und ihnen kein Geh\u00f6r geschenkt, um euch warnen zu lassen,<br>5 indem er euch sagen lie\u00df: \u203aKehrt doch um, ein jeder von seinem b\u00f6sen Wandel und von seinem verwerflichen Tun, dann sollt ihr in dem Lande, das der HERR euch und euren V\u00e4tern gegeben hat, wohnen bleiben bis in alle Ewigkeit!<br>6 Lauft also nicht anderen G\u00f6ttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten, und reizt mich nicht zum Zorn durch die Machwerke eurer H\u00e4nde, damit ich kein Ungl\u00fcck \u00fcber euch verh\u00e4nge!<br>7 Aber ihr habt nicht auf mich geh\u00f6rt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203asondern habt mich geflissentlich zum Zorn gereizt durch die Machwerke eurer H\u00e4nde, euch selbst zum Unheil.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung der Vernichtung Judas sowie der siebzigj\u00e4hrigen babylonischen Gefangenschaft und der sp\u00e4teren Bestrafung der Chald\u00e4er<\/h3>\n\n\n\n<p>8 Darum hat der HERR der Heerscharen so gesprochen: \u00bbZur Strafe daf\u00fcr, da\u00df ihr auf meine Worte nicht geh\u00f6rt habt,<br>9 will ich nunmehr alle V\u00f6lkerschaften des Nordens herbeiholen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund an meinen Knecht Nebukadnezar, den K\u00f6nig von Babylon, Botschaft senden und sie gegen dies Land und seine Bewohner und gegen alle diese V\u00f6lker ringsum hereinbrechen lassen; und ich will den Bann \u00fcber sie verh\u00e4ngen und sie zum Gegenstand des Entsetzens und des Spottes und zu ewigen Ein\u00f6den machen;<br>10 und will unter ihnen jeder lauten Freude und Fr\u00f6hlichkeit, jedem Br\u00e4utigamsjubel und jedem Brautgesang, dem Schall der Handm\u00fchlen und dem Licht der Lampen ein Ende machen.<br>11 Dieses ganze Land soll zur Ein\u00f6de, zur W\u00fcste werden, und diese V\u00f6lkerschaften sollen dem K\u00f6nige von Babylon dienstbar sein siebzig Jahre lang.<br>12 Wenn aber die siebzig Jahre um sind, dann will ich auch am K\u00f6nig von Babylon und an jenem Volk\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbdas Strafgericht wegen ihrer Verschuldung vollziehen, auch am Lande der Chald\u00e4er, und will es auf ewig zu W\u00fcsteneien machen.<br>13 Ich will dann an jenem Lande alle meine Drohungen, die ich gegen dasselbe ausgesprochen habe, in Erf\u00fcllung gehen lassen, alles, was in diesem Buche geschrieben steht, was Jeremia \u00fcber alle V\u00f6lker geweissagt hat.<br>14 Denn sie sollen gleichfalls m\u00e4chtigen V\u00f6lkern und gewaltigen K\u00f6nigen dienstbar werden, und ich werde ihnen nach Verdienst und nach ihrem ganzen Tun vergelten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Zornbecher und Schwert f\u00fcr alle V\u00f6lker<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Denn so hat der HERR, der Gott Israels, zu mir gesprochen: \u00bbNimm diesen Becher voll Zornweins aus meiner Hand und la\u00df alle V\u00f6lker, zu denen ich dich senden werde, daraus trinken!<br>16 Sie sollen trinken, da\u00df sie hin und her taumeln und in Tollheit rasen ob dem Schwert, das ich unter sie sende!\u00ab<br>17 Da nahm ich den Becher aus der Hand des HERRN und lie\u00df alle V\u00f6lker daraus trinken, zu denen der HERR mich gesandt hatte:<br>18 Jerusalem und die anderen St\u00e4dte Judas, ihre K\u00f6nige und ihre F\u00fcrsten, um sie zur Ein\u00f6de, zum abschreckenden Beispiel, zum Gegenstand des Spottes und zum Fluchwort zu machen, wie es heutzutage der Fall ist;<br>19 sodann den Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, samt seinen Dienern und obersten Beamten und seinem ganzen Volk<br>20 und das gesamte V\u00f6lkergemisch dort; sodann alle K\u00f6nige des Landes Uz und alle K\u00f6nige des Philisterlandes, n\u00e4mlich Askalon, Gaza, Ekron und den \u00dcberrest von Asdod;<br>21 Edom, Moab und die Ammoniter;<br>22 alle K\u00f6nige von Tyrus, alle K\u00f6nige von Sidon und die K\u00f6nige der K\u00fcstenl\u00e4nder jenseits des Meeres;<br>23 ferner Dedan, Thema, Bus und alle, die sich das Haar an den Schl\u00e4fen stutzen;<br>24 sodann alle K\u00f6nige von Arabien und alle K\u00f6nige der Mischv\u00f6lker, die in der W\u00fcste wohnen;<br>25 ferner alle K\u00f6nige von Simri und alle K\u00f6nige von Elam und alle K\u00f6nige von Medien;<br>26 sodann alle K\u00f6nige des Nordens, die nahen wie die fernen, einen nach dem andern, \u00fcberhaupt alle K\u00f6nigreiche der Welt, soviele ihrer auf dem ganzen Erdboden sind; der K\u00f6nig von Sesach aber mu\u00df nach ihnen trinken.<br>27 \u00bbDu sollst dabei zu ihnen sagen: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Trinkt, bis ihr trunken seid und euch erbrecht! St\u00fcrzt hin, ohne wieder aufzustehen \u2013 ob dem Schwert, das ich unter euch sende!\u2039<br>28 Sollten sie sich aber weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen, um aus ihm zu trinken, so sollst du zu ihnen sagen: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Trinken m\u00fc\u00dft ihr dennoch!<br>29 Denn wisset wohl: Bei der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, habe ich mit dem Strafgericht den Anfang gemacht, und da solltet ihr frei ausgehen? Nein, ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn das Schwert biete ich gegen alle Bewohner der Erde auf!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott erscheint zum Weltgericht; Vernichtung der V\u00f6lker<\/h3>\n\n\n\n<p>30 \u00bbDu aber sollst bei der Verk\u00fcndigung aller dieser Drohworte zu ihnen sagen: \u203aDer HERR br\u00fcllt aus der H\u00f6he und l\u00e4\u00dft seine Stimme erschallen aus seiner heiligen Wohnst\u00e4tte! Laut br\u00fcllt er \u00fcber seine Aue hin, l\u00e4\u00dft ein Jauchzen erschallen wie die Keltertreter gegen alle Bewohner der Erde.<br>31 Bis ans Ende der Erde dringt der Schall; denn der HERR geht mit den V\u00f6lkern ins Gericht; er bringt seine Sache mit der ganzen Menschheit zum Austrag: die Gottlosen gibt er dem Schwerte preis!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>32 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, Unheil schreitet von Volk zu Volk, und ein gewaltiger Sturm zieht heran von den Enden der Erde!\u00ab<br>33 An jenem Tage werden die vom HERRN Erschlagenen von einem Ende der Erde bis zum andern daliegen, unbetrauert und ohne aufgehoben und begraben zu werden: zu D\u00fcnger m\u00fcssen sie auf offenem Felde werden.<br>34 \u00bbHeult, ihr V\u00f6lkerhirten, und schreit! Und w\u00e4lzt euch (in der Asche), ihr F\u00fchrer der Herde! Denn eure Zeit ist erf\u00fcllt, da\u00df man euch schlachte, und ich zerschmettere euch, da\u00df ihr zu Boden fallen sollt wie kostbares Geschirr!\u00ab<br>35 Da gibt es kein Entfliehen mehr f\u00fcr die Hirten und kein Entrinnen f\u00fcr die F\u00fchrer der Herde.<br>36 Horch! Angstgeschrei der Hirten und Geheul der F\u00fchrer der Herde! Denn der HERR verw\u00fcstet ihre Weide,<br>37 und verheert werden die friedlichen Auen vor dem lodernden Zorn des HERRN!<br>38 Wie ein L\u00f6we hat er sein Dickicht verlassen: ach, ihr Land ist zur W\u00fcste geworden vor dem verheerenden Schwert und vor seinem lodernden Zorn!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einleitung; Angabe des Hauptinhalts der Rede; Gefangennahme Jeremias<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des K\u00f6nigs von Juda, erging folgendes Wort des HERRN (an Jeremia):<br>2 So spricht der HERR: \u00bbStelle dich auf im Vorhof des Tempels des HERRN und verk\u00fcnde denen, die aus allen Ortschaften Judas herkommen, um im Tempel des HERRN anzubeten, alle Worte, deren Verk\u00fcndigung ich dir geboten habe: la\u00df kein Wort davon weg!<br>3 Vielleicht h\u00f6ren sie darauf und bekehren sich, ein jeder von seinem b\u00f6sen Wandel; dann w\u00fcrde ich mir auch das Unheil leid sein lassen, das ich ihnen wegen ihres b\u00f6sen Tuns zuzuf\u00fcgen gedenke.<br>4 Und zwar sollst du zu ihnen sagen: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wenn ihr mir nicht gehorcht und nicht nach meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe,<br>5 und wenn ihr nicht auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, h\u00f6rt, die ich fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder zu euch sende, ohne da\u00df ihr auf sie h\u00f6rt:<br>6 so will ich mit diesem Tempel hier verfahren wie einst mit dem zu Silo und will den Namen dieser Stadt zum Fluchwort f\u00fcr alle V\u00f6lker der Erde machen!\u2039\u00ab<br>7 Als nun die Priester und Propheten und das gesamte Volk den Jeremia diese Worte im Tempel des HERRN verk\u00fcndigen h\u00f6rten<br>8 und Jeremia mit der Verk\u00fcndigung alles dessen, was er dem ganzen Volke nach dem Befehl des HERRN vorhalten sollte, zu Ende war, da ergriffen ihn die Priester, die Propheten und das gesamte Volk und riefen: \u00bbJetzt mu\u00dft du sterben!<br>9 Warum hast du im Namen des HERRN die Weissagung ausgesprochen, es werde diesem Hause ergehen wie dem zu Silo und diese Stadt werde so w\u00fcst werden, da\u00df niemand mehr darin wohne?\u00ab So rottete sich denn das gesamte Volk im Tempel des HERRN gegen Jeremia zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gerichtsverhandlung vor den Oberen; Jeremias Freisprechung; die F\u00fcrsprache einiger Volks\u00e4ltesten f\u00fcr ihn<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Als nun die F\u00fcrsten von Juda von diesen Vorg\u00e4ngen Kunde erhielten, begaben sie sich aus dem Palast des K\u00f6nigs zum Tempel des HERRN hinauf und lie\u00dfen sich zum Gericht nieder im Eingang des neuen Tores am Tempel des HERRN.<br>11 Hierauf gaben die Priester und die Propheten vor den F\u00fcrsten und dem gesamten Volke die Erkl\u00e4rung ab: \u00bbDieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat gegen diese Stadt geweissagt, wie ihr mit eigenen Ohren geh\u00f6rt habt.\u00ab<br>12 Jeremia aber richtete an alle F\u00fcrsten und an das gesamte Volk folgende Worte: \u00bbDer HERR hat mich gesandt, damit ich gegen diesen Tempel und gegen diese Stadt alle die Drohworte ausspreche, die ihr vernommen habt.<br>13 Und nun \u2013 bessert euren Wandel und euer ganzes Tun und gehorcht den Weisungen des HERRN, eures Gottes, damit der HERR sich das Unheil leid sein l\u00e4\u00dft, das er euch angedroht hat!<br>14 Was mich aber betrifft, so stehe ich hier in eurer Gewalt: verfahrt mit mir, wie es euch gut und recht d\u00fcnkt!<br>15 Nur das sollt ihr bestimmt wissen: Wenn ihr mich t\u00f6tet, werdet ihr unschuldiges Blut \u00fcber euch, \u00fcber diese Stadt und ihre Bewohner bringen; denn der HERR hat mich wahrhaftig zu euch gesandt, damit ich alle diese Worte laut an euch richte.\u00ab<br>16 Da sagten die F\u00fcrsten und das gesamte Volk zu den Priestern und den Propheten: \u00bbDieser Mann ist des Todes nicht schuldig, denn er hat im Auftrage des HERRN, unsers Gottes, zu uns geredet.\u00ab<br>17 Hierauf traten auch M\u00e4nner von den \u00c4ltesten des Landes auf und sagten zu der ganzen versammelten Volksmenge:<br>18 \u00bbMicha aus Moreseth ist unter der Regierung Hiskias, des K\u00f6nigs von Juda, als Prophet aufgetreten und hat zum ganzen Volk von Juda gesagt: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Zion wird zu Ackerland umgepfl\u00fcgt werden, und Jerusalem wird zu einem Tr\u00fcmmerhaufen und der Tempelberg zu einer bewaldeten H\u00f6he werden!\u2039 (Mi 3,12)<br>19 Haben nun etwa Hiskia, der K\u00f6nig von Juda, und ganz Juda ihn daf\u00fcr get\u00f6tet? Hat Hiskia nicht vielmehr den HERRN gef\u00fcrchtet und den HERRN zu vers\u00f6hnen gewu\u00dft, so da\u00df der HERR sich das Unheil leid sein lie\u00df, das er ihnen angedroht hatte? Und wir wollen unser Gewissen mit einer so schweren Schuld beladen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unheilvolles Geschick des Propheten Uria<\/h3>\n\n\n\n<p>20 Es war aber damals noch ein anderer Mann da, der im Namen des HERRN als Prophet wirkte, n\u00e4mlich Uria, der Sohn Semajas, aus Kirjath-Jearim; und zwar weissagte er gegen diese Stadt und gegen dieses Land mit denselben Worten wie Jeremia.<br>21 Als nun der K\u00f6nig Jojakim und alle seine Heerf\u00fchrer und alle obersten Beamten von seinen Reden h\u00f6rten, suchte der K\u00f6nig ihn zu t\u00f6ten; Uria aber erhielt Kunde davon, und da er sich f\u00fcrchtete, ergriff er die Flucht und entkam nach \u00c4gypten.<br>22 Da sandte der K\u00f6nig Jojakim M\u00e4nner nach \u00c4gypten, n\u00e4mlich Elnathan, den Sohn Achbors, und noch einige andere mit ihm;<br>23 die holten Uria aus \u00c4gypten und brachten ihn zum K\u00f6nig Jojakim, der ihn mit dem Schwert hinrichten und seinen Leichnam auf den Begr\u00e4bnisplatz des gemeinen Volkes werfen lie\u00df.<br>24 Aber Jeremias hatte sich (damals) Ahikam, der Sohn Saphans, tatkr\u00e4ftig angenommen, so da\u00df man ihn dem Volk nicht zur T\u00f6tung preisgab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia, mit dem Joch auf dem Nacken, warnt die Gesandten einiger ausw\u00e4rtigen Staaten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im Anfang der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des K\u00f6nigs von Juda, erging folgendes Wort an Jeremia vom HERRN:<br>2 so gebot mir der HERR: \u00bbMache dir Stricke und Jochst\u00e4be und lege sie dir auf den Nacken<br>3 und sende (Botschaft) an den K\u00f6nig von Edom sowie an den K\u00f6nig von Moab, an den K\u00f6nig der Ammoniter, an den K\u00f6nig von Tyrus und an den K\u00f6nig von Sidon durch Vermittlung der Gesandten, die nach Jerusalem zu Zedekia, dem K\u00f6nig von Juda, gekommen sind,<br>4 und trage ihnen folgende Botschaft an ihre Gebieter auf: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Berichtet euren Gebietern folgendes:<br>5 Ich habe die Erde, die Menschen und die Tiere, die es auf der ganzen Erde gibt, durch meine gro\u00dfe Kraft und meinen ausgestreckten Arm geschaffen und gebe sie, wem es mir beliebt.<br>6 So habe ich nunmehr alle diese L\u00e4nder der Gewalt meines Kneches Nebukadnezar, des K\u00f6nigs von Babylon, \u00fcbergeben und sogar die Tiere des Feldes ihm gegeben, da\u00df sie ihm dienstbar seien.<br>7 So sollen denn alle V\u00f6lker ihm und seinem Sohne und seinem Enkel untertan sein, bis auch f\u00fcr sein Land die Zeit gekommen ist, wo m\u00e4chtige V\u00f6lker und gro\u00dfe K\u00f6nige ihn sich untertan machen.<br>8 Dasjenige Volk und Reich aber, das ihm, dem babylonischen K\u00f6nig Nebukadnezar, sich nicht unterwirft und seinen Nacken nicht in das Joch des babylonischen K\u00f6nigs stecken will, ein solches Volk\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203awill ich mit dem Schwert, mit Hunger und mit der Pest heimsuchen, bis ich es durch seine Hand g\u00e4nzlich vernichtet habe.<br>9 So h\u00f6rt ihr nun nicht auf eure Propheten und Wahrsager, auch nicht auf eure Tr\u00e4ume, eure Zauberer und Beschw\u00f6rer, wenn sie euch bestimmt versichern: Ihr werdet dem K\u00f6nig von Babylon nicht untertan sein m\u00fcssen;<br>10 denn eine L\u00fcge ist es, die sie euch weissagen, um euch aus eurem Lande in die Verbannung zu bringen, weil ich euch alsdann versto\u00dfen werde und ihr zugrunde geht.<br>11 Dasjenige Volk aber, das seinen Nacken in das Joch des babylonischen K\u00f6nigs steckt und ihm untertan ist, das will ich ruhig in seinem Lande belassen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203adamit es dasselbe bebaut und darin wohnen bleibt.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia richtet dieselbe Warnung an den j\u00fcdischen K\u00f6nig Zedekia<\/h3>\n\n\n\n<p>12 Hierauf richtete ich an Zedekia, den K\u00f6nig von Juda, folgende Worte in ganz demselben Sinn: \u00bbSteckt euren Nacken in das Joch des K\u00f6nigs von Babylon und unterwerft euch ihm und seinem Volk, so werdet ihr am Leben bleiben!<br>13 Warum wollt ihr, du und dein Volk, durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest zugrunde gehen, wie der HERR dem Volke angedroht hat, das sich dem K\u00f6nige von Babylon nicht unterwerfen will?<br>14 H\u00f6rt nur nicht auf die Reden der Propheten, die euch bestimmt versichern: \u203aIhr werdet dem K\u00f6nig von Babylon nicht untertan sein m\u00fcssen!\u2039, denn eine L\u00fcge ist es, die sie euch weissagen.<br>15 \u203aDenn ich habe sie nicht gesandt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203avielmehr weissagen sie Falsches in meinem Namen, damit ich euch versto\u00dfe und ihr elend zugrunde geht, ihr mitsamt den Propheten, die euch weissagen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremias Mahnung an die Priester und an das Volk<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Hierauf wandte ich mich an die Priester und an das ganze hiesige Volk mit folgenden Worten: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: H\u00f6rt nicht auf die Reden eurer Propheten, die vor euch die Weissagung aussprechen: \u203aF\u00fcrwahr, die Tempelger\u00e4te des HERRN werden nun gar bald aus Babylon zur\u00fcckgebracht werden!\u2039, denn eine L\u00fcge ist es, die sie euch weissagen.<br>17 H\u00f6rt nicht auf sie, werdet vielmehr dem K\u00f6nig von Babylon untertan, so werdet ihr am Leben bleiben: warum soll diese Stadt zu einer W\u00fcste werden?<br>18 Sind sie aber wirklich Propheten und sind sie im Besitz des Wortes des HERRN, so m\u00f6gen sie doch F\u00fcrbitte beim HERRN der Heerscharen einlegen, da\u00df die Ger\u00e4te, die noch im Tempel des HERRN und im Palast des K\u00f6nigs von Juda und in Jerusalem \u00fcbriggeblieben sind, nicht auch noch nach Babylon kommen!<br>19 Denn so hat der HERR der Heerscharen bez\u00fcglich der S\u00e4ulen und bez\u00fcglich des gro\u00dfen Wasserbeckens sowie bez\u00fcglich der Gest\u00fchle und der sonstigen Ger\u00e4te gesprochen, die in dieser Stadt noch zur\u00fcckgeblieben sind,<br>20 weil Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, sie nicht mitgenommen hat, als er Jechonja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig von Juda, aus Jerusalem nach Babylon in die Gefangenschaft wegf\u00fchrte samt allen vornehmen M\u00e4nnern Judas und Jerusalems \u2013<br>21 ja, so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, bez\u00fcglich der Ger\u00e4te gesprochen, die im Tempel des HERRN und im Palast des K\u00f6nigs von Juda und in Jerusalem noch zur\u00fcckgeblieben sind:<br>22 \u203aNach Babylon sollen sie gebracht werden und dort bleiben bis zu dem Tage, an dem ich wieder nach ihnen sehen werde\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203aund ich sie wieder herschaffe und an diesen Ort zur\u00fcckbringe.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hananjas Ausspruch und Jeremias Antwort<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es begab sich aber in demselben Jahre, im Anfang der Regierung Zedekias, des K\u00f6nigs von Juda, im f\u00fcnften Monat des vierten Jahres, da sagte der Prophet Hananja, der Sohn Assurs aus Gibeon, im Tempel des HERRN in Gegenwart der Priester und des ganzen Volkes so zu mir:<br>2 \u00bbSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIch zerbreche das Joch des K\u00f6nigs von Babylon!<br>3 Noch vor Ablauf von zwei Jahren will ich alle Tempelger\u00e4te des HERRN, die Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, von dieser St\u00e4tte weggenommen und nach Babylon gebracht hat, wieder an diese St\u00e4tte zur\u00fcckbringen;<br>4 auch Jechonja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig von Juda, samt allen Jud\u00e4ern, die nach Babylon in die Verbannung weggef\u00fchrt sind, will ich an diesen Ort zur\u00fcckbringen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203adenn ich will das Joch des K\u00f6nigs von Babylon zerbrechen.\u2039\u00ab<br>5 Da gab der Prophet Jeremia dem Propheten Hananja in Gegenwart der Priester und des gesamten Volkes, das im Tempel des HERRN anwesend war,<br>6 folgende Antwort: \u00bbJa, so sei es! Der HERR m\u00f6ge es so f\u00fcgen! Der HERR m\u00f6ge deine Weissagung, die du ausgesprochen hast, in Erf\u00fcllung gehen lassen, da\u00df er n\u00e4mlich die Tempelger\u00e4te des HERRN und alle in die Gefangenschaft Weggef\u00fchrten aus Babylon an diesen Ort zur\u00fcckbringt!<br>7 Jedoch vernimm folgendes Wort, das ich vor deinen Ohren und vor dem gesamten Volk hier laut ausspreche:<br>8 \u203aDie Propheten, die vor mir und vor dir seit den \u00e4ltesten Zeiten aufgetreten sind, die haben \u00fcber m\u00e4chtige L\u00e4nder und \u00fcber gro\u00dfe Reiche von Krieg, von Unheil und von Pest geweissagt;<br>9 der Prophet also, der eine Gl\u00fccksverhei\u00dfung ausspricht, wird erst dann, wenn seine Prophezeiung eingetroffen ist, als ein Prophet anerkannt werden, den der HERR wirklich gesandt hat!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hananjas gewaltt\u00e4tiges Vorgehen und Jeremias Gottesspruch (= Todesurteil) \u00fcber ihn<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Da nahm der Prophet Hananja die Jochst\u00e4be vom Nacken des Propheten Jeremia und zerbrach sie;<br>11 sodann sagte Hananja vor dem ganzen Volke: \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aEbenso will ich das Joch Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, noch vor Ablauf von zwei Jahren zerbrechen und es vom Nacken aller V\u00f6lker wegnehmen!\u2039\u00ab Der Prophet Jeremia aber ging seines Weges.<br>12 Nachdem aber der Prophet Hananja die Jochst\u00e4be vom Nacken des Propheten Jeremia (genommen und sie) zerbrochen hatte, erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>13 \u00bbGehe hin und sage zu Hananja: So hat der HERR gesprochen: \u203aJochst\u00e4be von Holz hast du zerbrochen, aber Jochst\u00e4be von Eisen an ihre Stelle gesetzt.\u2039<br>14 Denn so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aEin eisernes Joch lege ich allen diesen V\u00f6lkern auf den Nacken, da\u00df sie Nebukadnezar, dem K\u00f6nig von Babylon, dienstbar sein m\u00fcssen; ja, sie sollen ihm dienen, und sogar die wilden Tiere des Feldes habe ich ihm \u00fcbergeben.\u2039\u00ab<br>15 Weiter sagte der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja: \u00bbH\u00f6re doch, Hananja! Der HERR hat dich nicht gesandt, und doch hast du dieses Volk dazu verf\u00fchrt, sich auf eine L\u00fcge zu verlassen!<br>16 Darum hat der HERR so gesprochen: \u203aWisse wohl: ich will dich vom Erdboden wegschaffen; noch in diesem Jahre sollst du sterben, weil du zum Ungehorsam gegen den HERRN aufgefordert hast!\u2039\u00ab<br>17 Und der Prophet Hananja starb wirklich noch in demselben Jahre im siebten Monat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erkl\u00e4rende Einleitung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Dies ist der Wortlaut des Schreibens, das der Prophet Jeremia von Jerusalem aus an die am Leben gebliebenen \u00c4ltesten unter den in die Gefangenschaft Weggef\u00fchrten und an die Priester und Propheten und \u00fcberhaupt an das gesamte Volk sandte, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babylon in die Gefangenschaft gef\u00fchrt hatte \u2013<br>2 nachdem der K\u00f6nig Jechonja und die K\u00f6nigin-Mutter nebst den Hofbeamten, den F\u00fcrsten von Juda und Jerusalem, den Schmieden und Schlossern aus Jerusalem weggezogen waren \u2013,<br>3 und zwar durch Vermittlung Eleasas, des Sohnes Saphans, und Gemarjas, des Sohnes Hilkias, die Zedekia, der K\u00f6nig von Juda, nach Babylon zu Nebukadnezar, dem K\u00f6nig von Babylon, sandte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wortlaut des Schreibens Jeremias<\/h3>\n\n\n\n<p>4 (Dies ist der Wortlaut des Schreibens:) \u00bbSo spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Verbannten, die ich aus Jerusalem nach Babylon habe wegf\u00fchren lassen:<br>5 \u203aBaut H\u00e4user und wohnt in ihnen! Legt G\u00e4rten an und genie\u00dft ihre Fr\u00fcchte!<br>6 Nehmt euch Frauen und zeugt S\u00f6hne und T\u00f6chter! Nehmt auch f\u00fcr eure S\u00f6hne Frauen und verheiratet eure T\u00f6chter an M\u00e4nner, damit sie M\u00fctter von S\u00f6hnen und T\u00f6chtern werden und ihr euch dort vermehrt und an Zahl nicht abnehmt!<br>7 Bem\u00fcht euch um die Wohlfahrt der Stadt, wohin ich euch in die Verbannung habe f\u00fchren lassen, und betet f\u00fcr sie zum HERRN, denn auf seiner Wohlfahrt beruht euer eigenes Wohl.\u2039<br>8 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: \u203aLa\u00dft euch von euren Propheten, die in eurer Mitte leben, und von euren Wahrsagern nicht t\u00e4uschen und schenkt auch euren Tr\u00e4umen, die ihr euch tr\u00e4umen la\u00dft, keinen Glauben!<br>9 Denn L\u00fcgen sind es, die sie euch in meinem Namen weissagen: ich habe sie nicht gesandt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>10 Vielmehr, so spricht der HERR: \u203aErst wenn volle siebzig Jahre f\u00fcr Babylon vergangen sind, werde ich mich euer wieder annehmen und meine Gl\u00fccksverhei\u00dfung an euch in Erf\u00fcllung gehen lassen, da\u00df ich euch an diesen Ort zur\u00fcckbringe.<br>11 Denn ich wei\u00df wohl, was f\u00fcr Gedanken ich gegen euch hege\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203an\u00e4mlich Gedanken des Heils und nicht des Leids, euch eine Zukunft und Hoffnung zu gew\u00e4hren.<br>12 Wenn ihr mich alsdann anruft, so will ich euch antworten, und wenn ihr zu mir betet, will ich euch erh\u00f6ren,<br>13 und wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr dann von ganzem Herzen Verlangen nach mir tragt,<br>14 so will ich mich von euch finden lassen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u203aund will euer Schicksal wenden und euch aus allen V\u00f6lkern und von allen Orten her sammeln, wohin ich euch versto\u00dfen habe\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203aund will euch an den Ort zur\u00fcckbringen, von wo ich euch habe wegf\u00fchren lassen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die traurige Lage der in Jerusalem zur\u00fcckgebliebenen Volksgenossen; Bescheltung zweier ehebrecherischer L\u00fcgenpropheten in Babylon<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bbWenn ihr aber sagt: \u203aDer HERR hat uns (auch) in Babylon Propheten erstehen lassen\u2039 \u2013<br>16 [ja, so sagt der HERR in betreff des K\u00f6nigs gesprochen, der auf dem Throne Davids sitzt, und in betreff des gesamten Volkes, das in dieser Stadt hier wohnt, in betreff eurer Volksgenossen, die nicht mit euch in die Verbannung gezogen sind \u2013<br>17 so spricht der HERR der Heerscharen: \u203aWisset wohl: ich entbiete gegen sie das Schwert, den Hunger und die Pest und will sie machen wie ekelhafte Feigen, die so schlecht sind, da\u00df man sie nicht genie\u00dfen kann,<br>18 ich will sie mit dem Schwert, mit Hunger und mit der Pest verfolgen und sie zum abschreckenden Beispiel f\u00fcr alle Reiche der Erde machen, zum Fluchwort und zum Entsetzen, zum Spott und Hohn bei allen V\u00f6lkern, unter die ich sie versto\u00dfen habe,<br>19 zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie auf meine Worte nicht geh\u00f6rt haben\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203ada ich doch meine Knechte, die Propheten, fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder zu ihnen gesandt habe, ohne da\u00df ihr auf sie geh\u00f6rt h\u00e4ttet\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>20 \u203aSo vernehmt nun doch ihr das Wort des HERRN, ihr Weggef\u00fchrten alle, die ich aus Jerusalem nach Babylon in die Verbannung habe wegf\u00fchren lassen.\u2039] \u2013:<br>21 so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, in betreff Ahabs, des Sohnes Kolajas, und in betreff Zedekias, des Sohnes Maasejas, gesprochen, die euch L\u00fcgen weissagen in meinem Namen: \u203aF\u00fcrwahr, ich will sie in die Gewalt Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, geben, damit er sie vor euren Augen hinrichten l\u00e4\u00dft!\u2039 \u2013<br>22 es wird dann bei allen in die Verbannung weggef\u00fchrten Jud\u00e4ern, die in Babylon leben, infolge dieses Geschicks ein Fluchwort in Aufnahme kommen, da\u00df man sagt: \u203aDer HERR lasse es dir ergehen wie dem Zedekia und dem Ahab, die der K\u00f6nig von Babylon im Feuer hat r\u00f6sten lassen!\u2039 \u2013,<br>23 \u203azur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie Gottlosigkeit in Israel ver\u00fcbt und mit den Frauen ihrer Volksgenossen Ehebruch getrieben und in meinem Namen L\u00fcgenworte verk\u00fcndigt haben, wozu sie keinen Auftrag von mir hatten: mir selbst ist das wohlbekannt, und ich bin Zeuge daf\u00fcr!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.\u00ab<br>24 \u00bbZu Semaja aus Nehalam aber sollst du folgendes sagen:<br>25 So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Weil du in deinem eigenen Namen einen Brief an das gesamte Volk in Jerusalem und an den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, und an s\u00e4mtliche Priester gerichtet hast folgenden Wortlauts:<br>26 \u203aDer HERR hat dich an Stelle des Priesters Jojada zum Priester bestellt, damit ein Aufseher im Tempel des HERRN f\u00fcr jeden Irrsinnigen, der als Weissager auftritt, vorhanden sei, damit du einen solchen Menschen in den Block und in Halseisen legest:<br>27 nun, warum bist du nicht gegen Jeremia aus Anathoth vorgegangen, der sich herausnimmt, bei euch als Prophet zu wirken?<br>28 Er hat ja doch ein Schreiben an uns nach Babylon geschickt, worin er sagt: Es wird noch lange dauern; baut (euch also) H\u00e4user und wohnt in ihnen! Legt G\u00e4rten an und genie\u00dft ihre Fr\u00fcchte!\u2039 \u2026\u00ab<br>29 Als nun der Priester Zephanja diesen Brief dem Propheten Jeremia pers\u00f6nlich vorgelesen hatte,<br>30 erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>31 \u00bbLa\u00df allen in die Verbannung Weggef\u00fchrten folgende Botschaft zugehen: \u203aSo hat der HERR in betreff Semajas aus Nehalam gesprochen: Weil Semaja als Prophet bei euch aufgetreten ist, ohne da\u00df ich ihn gesandt habe, und er euch dazu verf\u00fchrt hat, euch auf L\u00fcgen zu verlassen,<br>32 darum hat der HERR so gesprochen: Wisset wohl, ich will Semaja aus Nehalam und seine Nachkommen daf\u00fcr b\u00fc\u00dfen lassen: er soll keinen Nachkommen haben, der inmitten dieses Volkes wohnen bleibt, auch soll er das Gl\u00fcck nicht miterleben, das ich meinem Volke zugedacht habe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203adenn er hat zum Ungehorsam gegen den HERRN aufgefordert.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Trostreden vom k\u00fcnftigen Heil (Kap. 30-33)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, lautete folgenderma\u00dfen:<br>2 So spricht der HERR, der Gott Israels: \u00bbSchreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!<br>3 Denn wisse wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda werde ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda wenden\u00ab \u2013 so spricht der HERR \u2013 \u00bbund sie in das Land zur\u00fcckf\u00fchren, das ich ihren V\u00e4tern gegeben habe: sie sollen es (wieder) in Besitz nehmen.\u00ab<br>4 Dies aber sind die Worte, die der HERR in betreff Israels und Judas ausgesprochen hat;<br>5 ja, so hat der HERR gesprochen: \u00bbBanges Geschrei vernehmen wir, Entsetzen voller Unheil!<br>6 Fragt doch nach und seht zu, ob auch ein Mannsbild in Kindesn\u00f6te kommen kann! Warum sehe ich denn alle M\u00e4nner die H\u00e4nde an die H\u00fcften stemmen wie Frauen in Kindesn\u00f6ten und alle Gesichter in Totenbl\u00e4sse verwandelt?<br>7 Ach wehe! Gewaltig ist jener Tag, keiner ist ihm gleich! Und eine Zeit der Not ist\u2019s f\u00fcr Jakob, doch er wird aus ihr gerettet werden!\u00ab<br>8 \u00bbAn jenem Tage wird\u2019s geschehen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen \u2013, \u00bbda werde ich sein Joch, das auf deinem Nacken liegt, zerbrechen und deine Fesseln zerrei\u00dfen; und Fremde sollen sie nicht l\u00e4nger knechten,<br>9 sondern dem HERRN, ihrem Gott, werden sie dienen und ihrem K\u00f6nig David, den ich ihnen erwecken will.<br>10 Du aber f\u00fcrchte dich nicht, mein Knecht Jakob\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbund la\u00df dir nicht bange sein, Israel! Denn wisse wohl: ich will dich erretten aus der Ferne und deine Kinder aus dem Lande ihrer Gefangenschaft; und Jakob soll heimkehren und in Ruhe und Sicherheit wohnen, ohne da\u00df jemand ihn aufschreckt;<br>11 denn ich bin mit dir\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbum dir zu helfen. Denn \u00fcber alle V\u00f6lker, unter die ich dich zerstreut habe, will ich v\u00f6llige Vernichtung bringen; dich allein will ich nicht v\u00f6llig vernichten, sondern dich nur nach Geb\u00fchr z\u00fcchtigen; denn ganz ungestraft will ich dich nicht lassen.\u00ab<br>12 Ja, so hat der HERR gesprochen: \u00bbT\u00f6dlich ist deine Wunde, unheilbar der Schlag, der dich getroffen!<br>13 Niemand nimmt sich deiner Sache an, f\u00fcr dein Geschw\u00fcr gibt es keine Heilmittel, kein Verband ist f\u00fcr dich da!<br>14 Alle deine Liebhaber haben dich vergessen und k\u00fcmmern sich nicht um dich; denn wie ein Feind schl\u00e4gt, so habe ich dich geschlagen mit erbarmungsloser Z\u00fcchtigung wegen der Gr\u00f6\u00dfe deiner Schuld und wegen der Menge deiner S\u00fcnden!<br>15 Was schreist du ob deiner Wunde, da\u00df dein Schmerz unheilbar sei? Wegen der Gr\u00f6\u00dfe deiner Schuld und wegen der Menge deiner S\u00fcnden habe ich dir dies Leid angetan!\u00ab<br>16 \u00bbDarum sollen alle, die dich gefressen haben, wieder gefressen werden und alle deine Bedr\u00e4nger insgesamt in die Gefangenschaft wandern; die dich ausgepl\u00fcndert haben, sollen der Pl\u00fcnderung anheimfallen, und alle, die dich ausgeraubt haben, will ich der Beraubung preisgeben!<br>17 Denn ich will dir einen Verband anlegen und dich von deinen Wunden heilen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbweil man dich, die du doch Zion bist, \u203adie Versto\u00dfene\u2039 genannt hat, \u203anach der niemand fragt\u2039.\u00ab<br>18 So hat der HERR gesprochen: \u00bbNunmehr will ich das Geschick der Zelte Jakobs wenden und mich seiner Wohnungen erbarmen: die Stadt soll auf ihrem H\u00fcgel wieder aufgebaut und die K\u00f6nigsburg in der alten Weise bewohnt werden!<br>19 Lobges\u00e4nge und der Jubel fr\u00f6hlicher Menschen sollen wieder aus ihnen erschallen, und ich will sie mehren, da\u00df ihre Zahl nicht klein bleibt, und ich will sie zu Ehren bringen, da\u00df sie nicht l\u00e4nger verachtet sein sollen!<br>20 Jakobs S\u00f6hne sollen wieder zu mir stehen wie vordem, und seine Volksgemeinde wird festen Bestand vor mir haben; alle seine Bedr\u00e4nger aber werde ich zur Rechenschaft ziehen!<br>21 Sein Machthaber soll aus ihm selbst stammen und sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen, und ich will ihm Zutritt zu mir gew\u00e4hren, da\u00df er mir nahen darf; denn wer w\u00fcrde sonst wohl sein Leben daransetzen, um mir zu nahen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>22 \u00bbSo werdet ihr denn mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.\u00ab<br>23 Wisset wohl: ein Sturmwind des HERRN, sein Grimm, bricht los und wirbelnde Windsbraut, auf das Haupt der Gottlosen f\u00e4hrt sie nieder!<br>24 Nicht nachlassen wird der lodernde Zorn des HERRN, bis er\u2019s vollbracht und die Gedanken seines Herzens ausgef\u00fchrt hat: am Ende der Tage werdet ihr das schon erkennen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbIn jener Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwill ich der Gott sein f\u00fcr alle Geschlechter Israels, und sie sollen mein Volk sein.\u00ab<br>2 So hat der HERR gesprochen: \u00bbDas Volk der dem Schwert Entronnenen hat Gnade gefunden in der W\u00fcste: ich will hingehen, um Israel zu seiner Ruhest\u00e4tte zu f\u00fchren!\u00ab<br>3 Von fern her ist der HERR mir erschienen: \u00bbJa, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir meine Gnade so lange treu bewahrt.<br>4 Ich will dich noch einmal aufbauen, da\u00df du neuerbaut dastehst, Jungfrau Israel! Du sollst dich noch einmal mit deinen Handpauken schm\u00fccken und im Reigen der Tanzenden ausziehen!<br>5 Du sollst noch einmal Weing\u00e4rten auf den Bergen Samarias anlegen, und die sie angelegt haben, sollen auch die Fr\u00fcchte genie\u00dfen.<br>6 Denn es kommt ein Tag, da werden die W\u00e4chter im Gebirge Ephraim rufen: \u203aMacht euch auf, la\u00dft uns nach Zion hinaufziehen zum HERRN, unserm Gott!\u2039\u00ab<br>7 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbErhebt ein Freudengeschrei \u00fcber Jakob und jauchzt \u00fcber das Haupt der V\u00f6lker! La\u00dft Lobgesang erschallen und betet: \u203aRette dein Volk, HERR, den \u00dcberrest Israels!\u2039<br>8 Seht, ich bringe sie heim aus dem Lande des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und W\u00f6chnerinnen allzumal: als gro\u00dfe Volksgemeinde kehren sie hierher zur\u00fcck.<br>9 Mit Weinen kommen sie, und unter flehentlichen Gebeten geleite ich sie; ich f\u00fchre sie zu Wasserb\u00e4chen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln sollen; denn ich bin (jetzt wieder) Israels Vater geworden, und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn!\u00ab<br>10 Vernehmt das Wort des HERRN, ihr V\u00f6lker, und verk\u00fcndet in den fernsten Meeresl\u00e4ndern folgende Botschaft: \u00bbEr, der Israel zerstreut hat, sammelt es wieder und h\u00fctet es wie ein Hirt seine Herde!\u00ab<br>11 Denn der HERR hat Jakob losgekauft und ihn befreit aus der Gewalt dessen, der st\u00e4rker war als er.<br>12 So werden sie denn kommen und auf Zions H\u00f6he jubeln und strahlen vor Freude \u00fcber die Segensgaben des HERRN, \u00fcber das Korn und den Most und das \u00d6l, \u00fcber die jungen Schafe und Rinder; und ihre Seele wird sein wie ein wohlbew\u00e4sserter Garten, und sie werden fortan nicht mehr zu darben brauchen.<br>13 Alsdann wird die Jungfrau sich wieder am Reigentanz erfreuen, J\u00fcnglinge und Greise allzumal. \u00bbJa, ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und sie tr\u00f6sten und fr\u00f6hlich machen nach ihrem Leid.<br>14 Und ich will das Herz der Priester mit fetter Speise laben, und mein Volk soll sich an meinen Segensgaben s\u00e4ttigen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rahel weint um ihre Kinder und wird von Gott getr\u00f6stet<\/h3>\n\n\n\n<p>15 So hat der HERR gesprochen: \u00bbHorch! In Rama wird Wehklage laut, bitterliches Weinen! Rahel weint um ihre Kinder, will sich nicht tr\u00f6sten lassen wegen ihrer Kinder: ach, sie sind nicht mehr da!\u00ab<br>16 Doch so hat der HERR gesprochen: \u00bbWehre deiner Stimme das Klagen und deinen Augen die Tr\u00e4nen! Denn es gibt noch einen Lohn f\u00fcr deine M\u00fchsal\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbdenn sie sollen aus dem Lande des Feindes wieder heimkehren!<br>17 Ja, es ist noch eine Hoffnung f\u00fcr deine Zukunft vorhanden\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbdenn deine Kinder kehren in ihre Heimat zur\u00fcck!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ephraims Bu\u00dfe und Gottes Gnade<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bbIch habe wohl geh\u00f6rt, wie Ephraim klagte: \u203aDu hast mich gez\u00fcchtigt, und ich habe Zucht gelernt wie ein nicht ans Joch gew\u00f6hnter Jungstier: o la\u00df mich heimkehren, so will ich mich bekehren! Du bist ja doch der HERR, mein Gott!<br>19 Denn seitdem ich mich von dir abgewandt habe, f\u00fchle ich Reue; und nachdem ich zur Erkenntnis gekommen bin, schlage ich mich auf die H\u00fcften: ich sch\u00e4me mich, stehe zerknirscht da, denn ich habe die Schmach meiner Jugend zu b\u00fc\u00dfen!\u2039<br>20 Ist mir denn Ephraim ein so teurer Sohn oder mein Lieblingskind, da\u00df, sooft ich ihm auch gedroht habe, ich seiner doch immer wieder freundlich gedenken mu\u00df? Darum schl\u00e4gt mein Herz so warm f\u00fcr ihn: ich mu\u00df mich seiner erbarmen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Aufforderung an Israel zur R\u00fcckkehr<\/h3>\n\n\n\n<p>21 \u00bbStelle dir Wegweiser auf, setze dir Merksteine hin! Gib wohl acht auf die Stra\u00dfe, auf den Weg, den du einst gezogen bist! Kehre heim, Jungfrau Israel, kehre heim zu deinen St\u00e4dten hier!<br>22 Wie lange willst du dich noch hierhin und dorthin wenden, du abtr\u00fcnnige Tochter? Der HERR schafft ja doch etwas Neues im Lande: das Weib umwirbt den Mann.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Segen nach der R\u00fcckkehr der Zerstreuten<\/h3>\n\n\n\n<p>23 So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u00bbNoch wird man im Lande Juda und in seinen St\u00e4dten, wenn ich ihr Geschick gewandt habe, diesen Gru\u00df aussprechen: \u203aDer HERR segne dich, du Gefilde der Gerechtigkeit, du heiliger Berg!\u2039<br>24 Und Juda wird darin wohnen samt allen seinen St\u00e4dten ohne Ausnahme, die Ackerleute und solche, die mit der Herde umherziehen;<br>25 denn ich will die lechzenden Seelen reichlich tr\u00e4nken und jegliche schmachtende Seele s\u00e4ttigen!\u00ab<br>26 Dar\u00fcber erwachte ich und schaute mich um, und mein Schlaf war mir k\u00f6stlich gewesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott will bauen und pflanzen<\/h3>\n\n\n\n<p>27 \u00bbWisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda will ich \u00fcber das Haus Israel und \u00fcber das Haus Juda eine Saat von Menschen und eine Saat von Vieh ausstreuen;<br>28 und wie ich die Augen offen \u00fcber ihnen gehalten habe, um auszurei\u00dfen und zu zerst\u00f6ren, um niederzurei\u00dfen und zu verderben und Unheil anzurichten, ebenso will ich alsdann \u00fcber ihnen wachen, um aufzubauen und zu pflanzen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Sprichwort von den Herlingen soll au\u00dfer Gebrauch kommen<\/h3>\n\n\n\n<p>29 In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: \u00bbDie V\u00e4ter haben Herlinge gegessen, und den Kindern werden die Z\u00e4hne stumpf davon\u00ab;<br>30 sondern ein jeder wird um seiner eigenen Verschuldung willen sterben: nur wer Herlinge i\u00dft, dem sollen die (eigenen) Z\u00e4hne stumpf werden.<br>31 \u00bbWisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schlie\u00dfen,<br>32 nicht einen solchen Bund, wie ich ihn mit ihren V\u00e4tern damals geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus \u00c4gyptenland wegzuf\u00fchren, einen Bund, den sie gebrochen haben, wiewohl ich Herrenrecht \u00fcber sie hatte!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>33 \u00bbNein, darin soll der Bund bestehen, den ich mit dem Hause Israel nach dieser Zeit schlie\u00dfen werde\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbIch will mein Gesetz in ihr Inneres hineinlegen und es ihnen ins Herz schreiben und will dann ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.<br>34 Da braucht dann niemand mehr seinem Genossen und niemand seinem Bruder Belehrung zu erteilen und ihm vorzuhalten: \u203aLernt den HERRN erkennen!\u2039, denn sie werden mich allesamt erkennen, die Kleinsten wie die Gr\u00f6\u00dften\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbdenn ich will ihnen ihre Schuld vergeben und ihrer S\u00fcnde nicht mehr gedenken!\u00ab<br>35 So hat der HERR gesprochen, der die Sonne zur Leuchte am Tage bestellt hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Erleuchtung bei Nacht, der das Meer aufw\u00fchlt, so da\u00df seine Wogen brausen \u2013 HERR der Heerscharen ist sein Name \u2013:<br>36 \u00bbWenn diese festen Ordnungen jemals vor mir zu bestehen aufh\u00f6ren\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdann (erst) soll auch die Nachkommenschaft Israels aufh\u00f6ren, ein Volk vor meinen Augen zu sein f\u00fcr alle Zeiten!\u00ab<br>37 So hat der HERR gesprochen: \u00bbSo wenig der Himmel droben ausgemessen und die Grundfesten der Erde drunten durchsp\u00e4ht werden k\u00f6nnen, so wenig will ich auch die gesamte Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie begangen haben\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>38 \u00bbWisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda wird diese Stadt f\u00fcr den HERRN wieder aufgebaut werden vom Turm Hananeel bis zum Ecktor (2.K\u00f6n 14,13);<br>39 und weiter wird die Me\u00dfschnur (von da) geradeaus \u00fcber den H\u00fcgel Gareb fortlaufen und sich dann nach Goah wenden.<br>40 Und das ganze Tal der Leichen und der Opferasche und das gesamte Feld bis an den Bach Kidron, bis an die Ecke des Ro\u00dftores (Neh 3,27-28) gegen Osten, wird dem HERRN heilig sein; es wird dort alsdann nie wieder eingerissen und zerst\u00f6rt werden in Ewigkeit!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging im zehnten Regierungsjahr des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Zedekia \u2013 dieses Jahr war das achtzehnte Regierungsjahr Nebukadnezars.<br>2 Damals belagerte n\u00e4mlich das Heer des K\u00f6nigs von Babylon Jerusalem, und der Prophet Jeremia wurde im Wachthof, der zum Palast des K\u00f6nigs von Juda geh\u00f6rte, in Haft gehalten.<br>3 Denn Zedekia, der K\u00f6nig von Juda, hatte ihn dort gefangengesetzt mit dem Vorhalt: \u00bbWarum trittst du als Prophet auf und sagst: \u203aSo hat der HERR gesprochen: F\u00fcrwahr, ich will diese Stadt in die Gewalt des K\u00f6nigs von Babylon geben, da\u00df er sie erobert;<br>4 auch Zedekia, der K\u00f6nig von Juda, wird den H\u00e4nden der Chald\u00e4er nicht entrinnen, sondern unfehlbar dem K\u00f6nig von Babylon in die H\u00e4nde \u00fcbergeben werden und von Mund zu Mund mit ihm reden und ihm Auge in Auge gegen\u00fcberstehen;<br>5 der wird Zedekia dann nach Babylon bringen lassen, und dort wird er bleiben, bis ich mich seiner wieder annehme \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. Wenn ihr also mit den Chald\u00e4ern k\u00e4mpft, werdet ihr kein Gl\u00fcck haben.\u2039\u00ab<br>6 Da sagte Jeremia: \u00bbDas Wort des HERRN ist an mich folgenderma\u00dfen ergangen:<br>7 Demn\u00e4chst wird Hanamel, der Sohn deines Oheims Sallum, zu dir kommen mit der Aufforderung: \u203aKaufe dir meinen Acker, der bei Anathoth liegt! Denn du hast das L\u00f6serecht und bist zum Kauf verpflichtet.\u2039\u00ab<br>8 Und wirklich kam Hanamel, der Sohn meines Oheims, zu mir in den Wachthof, wie der HERR mir angek\u00fcndigt hatte, und sagte zu mir: \u00bbKaufe doch meinen Acker, der bei Anathoth im Stamm Benjamin liegt, denn dir steht das Besitz- und Vorkaufsrecht zu; kaufe ihn dir!\u00ab Da wurde mir klar, da\u00df es eine Weisung vom HERRN gewesen war;<br>9 und so kaufte ich denn den Acker, der bei Anathoth lag, von meinem Vetter Hanamel und wog ihm das Geld dar, siebzehn Schekel Silber.<br>10 Hierauf brachte ich einen Kaufvertrag zu Papier, versah ihn mit einem Siegel, lie\u00df ihn durch Zeugen beglaubigen und wog ihm das Geld auf der Waage dar.<br>11 Hierauf nahm ich den Kaufvertrag, den versiegelten und mit der Abmachung und den Bedingungen versehenen und auch den offenen,<br>12 und \u00fcbergab den Kaufvertrag Baruch, dem Sohne Nerijas, des Sohnes Mahsejas, in Gegenwart meines Vetters Hanamel und in Gegenwart der Zeugen, die den Kaufvertrag unterschrieben hatten, und in Gegenwart aller Jud\u00e4er, die im Wachthof anwesend waren.<br>13 Hierauf erteilte ich dem Baruch in ihrer Gegenwart folgenden Auftrag:<br>14 \u00bbSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aNimm diese Urkunden, und zwar sowohl diesen versiegelten Kaufvertrag als auch dieses offene Schriftst\u00fcck, und lege sie in ein irdenes Gef\u00e4\u00df, damit sie lange Zeit erhalten bleiben!\u2039<br>15 Denn so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aMan wird k\u00fcnftig wieder H\u00e4user, \u00c4cker und Weinberge in diesem Lande kaufen!\u2039\u00ab<br>16 Nachdem ich so Baruch, dem Sohne Nerijas, den Kaufvertrag \u00fcbergeben hatte, richtete ich folgendes Gebet an den HERRN:<br>17 \u00bbAch HERR, mein Gott! Du bist\u2019s, der den Himmel und die Erde durch deine gro\u00dfe Kraft und deinen ausgestreckten Arm geschaffen hat: dir ist kein Ding unm\u00f6glich.<br>18 Du \u00fcbst Gnade an Tausenden und l\u00e4\u00dft die Strafe f\u00fcr die Schuld der V\u00e4ter in den Scho\u00df ihrer Kinder nach ihnen fallen, du gro\u00dfer, starker Gott, dessen Name \u203aHERR der Heerscharen\u2039 ist,<br>19 gro\u00df an Rat und m\u00e4chtig an Tat, du, dessen Augen offen stehen \u00fcber allen Wegen der Menschenkinder, damit du einem jeden nach seinem Wandel und nach den Fr\u00fcchten seines Tuns vergiltst.<br>20 Du hast Zeichen und Wunder im Lande \u00c4gypten und bis auf diesen Tag sowohl an Israel als auch an den (anderen) Menschen gewirkt und dir dadurch einen Namen gemacht, wie es heute klar zu Tage liegt.<br>21 Du hast dein Volk Israel aus dem Lande \u00c4gypten ausziehen lassen unter Zeichen und Wundern, mit starker Hand, mit hocherhobenem Arm und gro\u00dfem Schrecken,<br>22 und hast ihnen dies Land gegeben, dessen Besitz du ihren V\u00e4tern zugeschworen hattest, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dft.<br>23 Als sie aber hineingekommen waren und es in Besitz genommen hatten, h\u00f6rten sie nicht auf deine Weisungen und lebten nicht nach deinem Gesetz und taten nichts von allem, was du ihnen zu tun geboten hattest; darum hast du ihnen all dies Ungl\u00fcck widerfahren lassen.<br>24 Ach, die Belagerungsw\u00e4lle sind schon bis an die Stadt herangekommen, um sie zu erobern, und die Stadt ist der Gewalt der Chald\u00e4er, die sie belagern, durch das Schwert, durch den Hunger und die Pest preisgegeben, und was du angedroht hast, ist eingetreten: du siehst es ja selbst.<br>25 Und doch hast du, HERR, mein Gott, mir geboten: \u203aKaufe dir den Acker f\u00fcr Geld und ziehe Zeugen hinzu!\u2039, und dabei ist die Stadt schon der Gewalt der Chald\u00e4er preisgegeben!\u00ab<br>26 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>27 \u00bbF\u00fcrwahr, ich bin der HERR, der Gott alles Fleisches: sollte mir irgend etwas unm\u00f6glich sein?<br>28 Darum spricht der HERR so: Allerdings lasse ich diese Stadt in die Gewalt der Chald\u00e4er und zwar in die Gewalt des babylonischen K\u00f6nigs Nebukadnezar fallen, der sie erobern soll;<br>29 und die Chald\u00e4er, die diese Stadt belagern, werden in sie eindringen und Feuer an diese Stadt legen und sie ein\u00e4schern, eben die H\u00e4user, auf deren D\u00e4chern man dem Baal Rauchopfer dargebracht und fremden G\u00f6ttern Trankspenden ausgegossen hat, um mich zu erbittern.<br>30 Denn die Israeliten und die Jud\u00e4er haben von ihrer Jugend an immer nur das getan, was mir mi\u00dff\u00e4llt; ja, die Israeliten haben mich immer nur erbittert durch die Machwerke ihrer H\u00e4nde!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013;<br>31 \u00bbja ein Gegenstand des Zornes und des Grimms ist diese Stadt f\u00fcr mich vom Tage ihrer Gr\u00fcndung an bis auf den heutigen Tag gewesen, so da\u00df ich sie mir aus den Augen schaffen mu\u00df<br>32 wegen all des B\u00f6sen, das die Israeliten und die Jud\u00e4er mir zum \u00c4rgernis ver\u00fcbt haben, sie selbst, ihre K\u00f6nige und ihre F\u00fcrsten, ihre Priester und ihre Propheten, sowohl die M\u00e4nner von Juda als die Bewohner Jerusalems.<br>33 Sie haben mir den R\u00fccken zugekehrt, statt auf mich zu blicken; und obgleich ich sie fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder habe belehren lassen, haben sie doch nicht darauf geh\u00f6rt und keine Zucht annehmen wollen.<br>34 Nein, sie haben ihre scheu\u00dflichen G\u00f6tzen sogar in dem Hause, das meinen Namen tr\u00e4gt, aufgestellt, um es dadurch zu entweihen,<br>35 und haben dem Baal die Opferst\u00e4tten im Tal Ben-Hinnom erbaut, um ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter dort dem Moloch als Opfer zu verbrennen, was ich ihnen niemals geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist, da\u00df sie solche Greuel ver\u00fcben sollten, um Juda zur S\u00fcnde zu verf\u00fchren.\u00ab<br>36 Nun aber \u2013 trotz alledem spricht der HERR, der Gott Israels, in bezug auf diese Stadt, von der ihr sagt, sie sei der Gewalt des babylonischen K\u00f6nigs durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest preisgegeben, folgenderma\u00dfen:<br>37 \u00bbF\u00fcrwahr, ich will sie aus allen L\u00e4ndern, wohin ich sie in meinem Zorn und Grimm und in heftiger Ungnade versto\u00dfen habe, wieder sammeln und sie an diesen Ort zur\u00fcckbringen und sie hier in Sicherheit wohnen lassen.<br>38 Sie sollen dann mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein<br>39 und ihnen einerlei Sinn und einerlei Wandel verleihen, auf da\u00df sie mich allezeit f\u00fcrchten, zu ihrem eigenen Heil und zum Segen ihrer Kinder nach ihnen.<br>40 Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schlie\u00dfen, da\u00df ich niemals von ihnen ablassen will, ihnen Gutes zu erweisen, und ich will ihnen Furcht vor mir ins Herz legen, damit sie mir nie wieder untreu werden.<br>41 Ich werde dann meine Freude an ihnen haben, so da\u00df ich ihnen Liebe erweise, und will sie in dieses Land einpflanzen in Treue, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.\u00ab<br>42 Denn so spricht der HERR: \u00bbWie ich all dieses gro\u00dfe Unheil \u00fcber dieses Volk gebracht habe, ebenso will ich ihnen all das Gute widerfahren lassen, das ich ihnen jetzt verhei\u00dfe.<br>43 Denn es sollen wieder \u00c4cker gekauft werden in diesem Lande, von dem ihr sagt, es sei eine Ein\u00f6de ohne Menschen und ohne Vieh und sei der Gewalt der Chald\u00e4er preisgegeben.<br>44 Man wird wieder \u00c4cker f\u00fcr Geld kaufen und Kaufvertr\u00e4ge schreiben und versiegeln und sie durch Zeugen beglaubigen lassen im Stamm Benjamin wie im Bezirk Jerusalems und in den Ortschaften Judas, sowohl in den Ortschaften des Berglandes als auch in denen der Niederung und in den Ortschaften des S\u00fcdlandes; denn ich werde ihr Geschick wenden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf erging das Wort des HERRN zum zweitenmal an Jeremia, w\u00e4hrend er noch im Wachthof eingeschlossen gehalten wurde, folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbSo spricht der HERR, der (alles) ausf\u00fchrt, der HERR, der es ersinnt, um es auch zu verwirklichen, \u203aHERR\u2039 ist sein Name:<br>3 Rufe mich an, so will ich dich erh\u00f6ren und dir gro\u00dfe und unglaubliche Dinge kundtun, von denen du bisher nichts gewu\u00dft hast.<br>4 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, in betreff der H\u00e4user dieser Stadt und in betreff der Pal\u00e4ste der K\u00f6nige von Juda, die niedergerissen worden sind, um gegen die Belagerungsw\u00e4lle und zu Kriegszwecken verwandt zu werden,<br>5 zum Kampf gegen die Chald\u00e4er und um sie mit den Leichen der Menschen anzuf\u00fcllen, die ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen habe, weil ich mein Angesicht vor dieser Stadt um all ihrer Bosheit willen verh\u00fcllt hatte \u2013:<br>6 Wisse wohl: ich will ihr einen Verband und Heilmittel auflegen und ihr Heilung verschaffen und ihnen eine F\u00fclle von Gl\u00fcck und Sicherheit erscheinen lassen.<br>7 Und ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und sie wieder aufbauen wie vordem<br>8 und will sie von all ihrer Verschuldung reinigen, mit der sie gegen mich ges\u00fcndigt haben, und will ihnen alle Missetaten vergeben, die sie gegen mich begangen haben und durch die sie mir untreu geworden sind.<br>9 Dann wird Jerusalem f\u00fcr mich ein Freudenname werden, ein Ruhm und eine Verherrlichung bei allen V\u00f6lkern der Erde, die, wenn sie von all dem Guten h\u00f6ren, das ich dieser Stadt erweise, erschrecken und erzittern werden \u00fcber all das Gute und \u00fcber all das Gl\u00fcck, das ich ihr erweisen werde!\u00ab \u2013<br>10 So hat der HERR gesprochen: \u00bbAn diesem Orte, von dem ihr sagt, er sei ver\u00f6det, menschenleer und ohne Vieh in den Ortschaften Judas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems, die jetzt vereinsamt sind, menschenleer, ohne Bewohner und ohne Vieh,<br>11 da wird man k\u00fcnftig wieder Freudenrufe und laute Fr\u00f6hlichkeit vernehmen, den Jubel des Br\u00e4utigams und den Jubel der Braut, den Jubel derer, die da rufen: \u203aLobet den HERRN der Heerscharen! Denn g\u00fctig ist der HERR, und seine Gnade w\u00e4hret ewiglich!\u2039, und den Jubel derer, welche Dankopfer im Tempel des HERRN darbringen. Denn ich will das Geschick des Landes wenden, da\u00df es wieder wird wie vordem!\u00ab \u2013 so hat der HERR gesprochen. \u2013<br>12 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbAn diesem Ort, der jetzt ver\u00f6det ist, menschenleer und ohne Vieh, und in allen seinen Ortschaften soll k\u00fcnftig wieder eine Trift f\u00fcr Hirten sein, die ihre Herden sich lagern lassen.<br>13 In den Ortschaften des Berglandes und in denen der Niederung, in den Ortschaften des S\u00fcdlandes und im Stamme Benjamin, im Bezirk Jerusalems und in den \u00fcbrigen Ortschaften Judas sollen k\u00fcnftig die Herden wieder unter den H\u00e4nden des (Hirten), der sie z\u00e4hlt, vor\u00fcberziehen!\u00ab \u2013 so hat der HERR gesprochen.<br>14 \u00bbWisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda will ich die Segensverhei\u00dfung, die ich \u00fcber das Haus Israel und \u00fcber das Haus Juda ausgesprochen habe, in Erf\u00fcllung gehen lassen.<br>15 In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Spro\u00df der Gerechtigkeit ersprie\u00dfen lassen, der Recht und Gerechtigkeit im Lande walten l\u00e4\u00dft.<br>16 In jenen Tagen wird Juda Rettung erlangen und Jerusalem in Sicherheit wohnen, und der Name, den man der Stadt beilegt, wird lauten: \u203ader HERR unsere Gerechtigkeit\u2039.\u00ab<br>17 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbNie soll es dem David an einem (Nachkommen) fehlen, der auf dem Throne des Hauses Israel sitzt;<br>18 und auch den levitischen Priestern soll es vor meinem Angesicht nie an einem (Nachkommen) fehlen, der Brandopfer darbringt und Speisopfer in Rauch aufgehen l\u00e4\u00dft und Schlachtopfer zurichtet immerdar!\u00ab<br>19 Darauf erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>20 \u00bbSo spricht der HERR: So wenig ihr meinen Bund mit dem Tage und meinen Bund mit der Nacht aufheben k\u00f6nnt, so da\u00df Tag und Nacht nicht mehr zu ihrer Zeit eintreten w\u00fcrden,<br>21 ebenso wenig wird auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben werden, da\u00df er keinen Sohn mehr haben sollte, der als K\u00f6nig auf seinem Throne s\u00e4\u00dfe, und ebenso wenig mein Bund mit meinen Dienern, den priesterlichen Leviten!<br>22 Wie das Sternenheer am Himmel nicht gez\u00e4hlt und der Sand am Meer nicht gemessen werden kann, ebenso unz\u00e4hlbar will ich die Nachkommenschaft meines Knechtes David und die Leviten machen, die meinen Dienst versehen.\u00ab<br>23 Weiter erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>24 \u00bbHast du nicht darauf geachtet, was diese Leute da behaupten, wenn sie sagen: \u203aDie beiden Geschlechter, die der HERR einst erw\u00e4hlt hatte, die hat er jetzt verworfen!\u2039, und wie sie mein Volk verachten, so da\u00df es in ihren Augen gar kein Volk mehr ist?<br>25 So spricht der HERR: So gewi\u00df mein Bund mit Tag und Nacht besteht, so gewi\u00df ich die Ordnungen des Himmels und der Erde festgesetzt habe,<br>26 ebenso gewi\u00df will ich auch die Nachkommenschaft Jakobs und meines Knechtes David nicht verwerfen, da\u00df ich aus seiner Nachkommenschaft keine Herrscher mehr f\u00fcr die Nachkommenschaft Abrahams, Isaaks und Jakobs entnehmen sollte; denn ich werde ihr Geschick wenden und mich ihrer erbarmen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Verschiedenes aus der Zeit vor der Zerst\u00f6rung Jerusalems (Kap. 34-39)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, als Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, mit seiner ganzen Heeresmacht und allen K\u00f6nigreichen der Erde, soweit sie seiner Herrschaft unterworfen waren, und mit allen (\u00fcbrigen) V\u00f6lkern Jerusalem belagerte und alle zugeh\u00f6rigen St\u00e4dte bekriegte, lautete folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbSo spricht der HERR, der Gott Israels: Gehe hin und verk\u00fcnde dem jud\u00e4ischen K\u00f6nige Zedekia folgende Botschaft: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wisse wohl: ich gebe diese Stadt in die Gewalt des K\u00f6nigs von Babylon, damit er sie in Flammen aufgehen l\u00e4\u00dft.<br>3 Und auch du wirst seiner Hand nicht entrinnen, sondern unfehlbar ergriffen und in seine Hand \u00fcberliefert werden; du wirst dann dem K\u00f6nige von Babylon Auge in Auge gegen\u00fcberstehen, und er wird Mund gegen Mund mit dir reden; darauf wirst du nach Babylon kommen.\u2039<br>4 Vernimm jedoch das Wort des HERRN, Zedekia, K\u00f6nig von Juda! Folgende Verhei\u00dfung hat der HERR \u00fcber dich ausgesprochen: \u203aDu sollst den Tod nicht durch das Schwert erleiden;<br>5 in Frieden sollst du sterben! Und wie man deinen V\u00e4tern, den fr\u00fcheren K\u00f6nigen, deinen Vorg\u00e4ngern, Leichenbr\u00e4nde veranstaltet hat, so wird man auch dir ein Totenfeuer anz\u00fcnden und dich mit dem Klagerufe betrauern: Ach, Gebieter!, denn ich habe es so bestimmt! \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.\u2039\u00ab<br>6 Alle diese Worte verk\u00fcndete der Prophet Jeremia dem jud\u00e4ischen K\u00f6nig Zedekia in Jerusalem,<br>7 w\u00e4hrend das Heer des K\u00f6nigs von Babylon Jerusalem und alle noch \u00fcbriggebliebenen St\u00e4dte von Juda, n\u00e4mlich Lachis und Aseka, belagerte; denn diese waren die einzigen von den festen Pl\u00e4tzen Judas, die noch standhielten.<br>8 (Dies ist) das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, nachdem der K\u00f6nig Zedekia sich durch ein Abkommen mit dem gesamten Volk in Jerusalem dazu verpflichtet hatte, eine Freilassung f\u00fcr sie ausrufen zu lassen,<br>9 da\u00df n\u00e4mlich ein jeder seinen hebr\u00e4ischen Sklaven und ein jeder seine hebr\u00e4ische Sklavin frei ziehen lassen solle, so da\u00df niemand k\u00fcnftig einen jud\u00e4ischen Volksgenossen zu Sklavendiensten zwingen d\u00fcrfe.<br>10 Da hatten alle F\u00fcrsten und das gesamte Volk, die diesen Beschlu\u00df gemeinsam gefa\u00dft hatten, ihre Sklaven und Sklavinnen freizulassen und sie nicht l\u00e4nger zu Sklavendiensten zu zwingen, den Beschlu\u00df auch pflichtgem\u00e4\u00df ausgef\u00fchrt und die Freilassung vollzogen;<br>11 nachher aber waren sie anderen Sinnes geworden und hatten die Sklaven und Sklavinnen, die sie bereits in Freiheit gesetzt hatten, zur\u00fcckgeholt und zwangsweise wieder zu Sklaven und Sklavinnen gemacht.<br>12 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>13 \u00bbSo spricht der HERR, der Gott Israels: Ich selbst habe mit euren V\u00e4tern damals, als ich sie aus dem Lande \u00c4gypten, dem Sklavenhause, wegf\u00fchrte, einen Bund geschlossen und geboten (2.Mose 21,2-6; 5.Mose 15,1-12):<br>14 \u203aNach Ablauf von sieben Jahren sollt ihr ein jeder seinen hebr\u00e4ischen Volksgenossen, der sich dir verkauft hat, in Freiheit setzen: sechs Jahre lang soll er dir Dienste leisten, dann aber sollst du ihn frei von dir ziehen lassen!\u2039 Aber eure V\u00e4ter sind mir nicht gehorsam gewesen und haben mir kein Geh\u00f6r geschenkt.<br>15 Nun wart ihr jetzt zwar umgekehrt und hattet getan, was in meinen Augen recht war, indem ihr ein jeder die Freilassung f\u00fcr seinen Volksgenossen ausrufen lie\u00dft und in dem Tempel, der meinen Namen tr\u00e4gt, vor meinem Angesicht einen gemeinsamen Beschlu\u00df fa\u00dftet.<br>16 Dann aber seid ihr wieder anderen Sinnes geworden und habt meinen Namen entehrt, indem ihr ein jeder seinen Sklaven und seine Sklavin, die ihr auf ihr Verlangen bereits freigelassen hattet, zur\u00fcckgeholt und zwangsweise wieder zu euren Sklaven und Sklavinnen gemacht habt.<br>17 Darum spricht der HERR so: Ihr habt nicht auf mich geh\u00f6rt, da\u00df ihr ein jeder f\u00fcr seinen Volks- und Stammesgenossen die Freilassung h\u00e4ttet ausrufen lassen: nun, so will ich jetzt \u00fcber euch eine Freilassung ausrufen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbn\u00e4mlich f\u00fcr das Schwert, f\u00fcr die Pest und f\u00fcr den Hunger, und will euch zum abschreckenden Beispiel f\u00fcr alle Reiche der Erde machen<br>18 und will die M\u00e4nner, die das vor mir geschlossene Abkommen \u00fcbertreten haben, indem sie den Bestimmungen des Beschlusses, den sie vor meinem Angesicht gefa\u00dft hatten, nicht nachgekommen sind, dem Opferkalb gleich machen, das sie in zwei H\u00e4lften zerschnitten haben und zwischen dessen St\u00fccken sie hindurchgeschritten sind:<br>19 die F\u00fcrsten von Juda und die F\u00fcrsten Jerusalems, die Kammerherren und die Priester und das gesamte Volk des Landes, die zwischen den St\u00fccken des Kalbes hindurchgeschritten sind \u2013<br>20 ja, die will ich der Gewalt ihrer Feinde preisgeben und sie in die Hand derer fallen lassen, die ihnen nach dem Leben trachten; und ihre Leichname sollen den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fra\u00df dienen.<br>21 Auch Zedekia, den K\u00f6nig von Juda, und seine F\u00fcrsten will ich der Gewalt ihrer Feinde preisgeben und sie in die Hand derer fallen lassen, die ihnen nach dem Leben trachten, n\u00e4mlich in die Gewalt des Heeres des K\u00f6nigs von Babylon, das jetzt von euch abgezogen ist.<br>22 Wisset wohl: ich gebiete\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund bringe sie wieder zu dieser Stadt zur\u00fcck, damit sie sie belagern und erobern und in Flammen aufgehen lassen! Und auch die (\u00fcbrigen) St\u00e4dte Judas will ich zu einer unbewohnten Ein\u00f6de machen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Das Wort, das vom HERRN unter der Regierung des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Jojakim, des Sohnes Josias, an Jeremia erging, lautete folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbBegib dich zur Genossenschaft der Rechabiten und lade sie ein; f\u00fchre sie dann in den Tempel des HERRN in eine der Zellen und setze ihnen Wein zum Trinken vor!\u00ab<br>3 Da holte ich Jaasanja, den Sohn Jeremias, des Sohnes Habazinjas, nebst seinen Br\u00fcdern und allen seinen S\u00f6hnen, \u00fcberhaupt die ganze Genossenschaft der Rechabiten,<br>4 und f\u00fchrte sie zum Tempel des HERRN in die Zelle der S\u00f6hne des Gottesmannes Hanan, des Sohnes Jigdaljas, die neben der Zelle der F\u00fcrsten, oberhalb der Zelle des Schwellenh\u00fcters Maaseja, des Sohnes Sallums, lag.<br>5 Dort setzte ich den zur Familie der Rechabiten geh\u00f6renden M\u00e4nnern mit Wein gef\u00fcllte Kr\u00fcge und Becher vor und forderte sie auf, Wein zu trinken.<br>6 Doch sie antworteten: \u00bbWir trinken keinen Wein, denn unser Stammvater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns das Gebot erteilt: \u203aIhr d\u00fcrft keinen Wein trinken, weder ihr noch euere Nachkommen, in alle Zukunft;<br>7 auch d\u00fcrft ihr euch keine H\u00e4user bauen, keine Saatfelder bestellen und keine Weinberge anlegen oder in Besitz haben, sondern sollt w\u00e4hrend eures ganzen Lebens in Zelten wohnen, damit ihr lange in dem Lande lebt, in welchem ihr euch als Fremdlinge aufhaltet.\u2039<br>8 So sind wir denn dem Gebot unsers Stammvaters Jonadab, des Sohnes Rechabs, in allen St\u00fccken genau nachgekommen, so da\u00df wir zeitlebens keinen Wein trinken, weder wir noch unsere Frauen, noch unsere S\u00f6hne und T\u00f6chter,<br>9 und da\u00df wir uns keine H\u00e4user bauen, um darin zu wohnen, und weder Weinberge noch \u00c4cker und Saatfelder besitzen;<br>10 vielmehr wohnen wir in Zelten und erf\u00fcllen gehorsam alles, was unser Stammvater Jonadab uns geboten hat.<br>11 Nur als Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, gegen dies Land herangezogen kam, da sagten wir: \u203aKommt, wir wollen uns vor dem Heere der Chald\u00e4er und vor dem Heere der Syrer nach Jerusalem zur\u00fcckziehen!\u2039, und so haben wir jetzt in Jerusalem Wohnung genommen.\u00ab<br>12 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>13 \u00bbSo spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Gehe hin und sage zu den M\u00e4nnern von Juda und zu den Bewohnern Jerusalems: \u203aWollt ihr denn keine Zucht annehmen, da\u00df ihr meinen Weisungen gehorcht?\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>14 \u203aDie Weisung, die Jonadab, der Sohn Rechabs, seinen Nachkommen gegeben hat, keinen Wein zu trinken, die ist befolgt worden: sie haben keinen Wein bis auf den heutigen Tag getrunken, weil sie dem Gebot ihres Stammvaters gehorsam gewesen sind. Ich aber habe fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder zu euch geredet, doch ihr habt nicht auf mich geh\u00f6rt.<br>15 Und dabei habe ich alle meine Knechte, die Propheten, fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder zu euch gesandt mit der Mahnung: Kehrt doch alle von euren b\u00f6sen Wegen um, bessert euren Wandel und lauft nicht anderen G\u00f6ttern nach, um ihnen zu dienen! Dann sollt ihr in dem Lande wohnen bleiben, das ich euch und euren V\u00e4tern gegeben habe; aber ihr habt nicht h\u00f6ren wollen und seid mir nicht gehorsam gewesen.<br>16 Ja, die Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs, sind dem Gebot nachgekommen, das ihr Stammvater ihnen gegeben hat; dieses Volk aber hat nicht auf mich geh\u00f6rt!\u2039<br>17 Darum spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, folgenderma\u00dfen: \u203aF\u00fcrwahr, ich will \u00fcber Juda und \u00fcber alle Bewohner Jerusalems all das Unheil kommen lassen, das ich ihnen angedroht habe, weil sie nicht haben h\u00f6ren wollen, als ich zu ihnen redete, und nicht geantwortet haben, als ich ihnen zurief.\u2039\u00ab<br>18 Zur Genossenschaft der Rechabiten aber sagte Jeremia: \u00bbSo spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: \u203aWeil ihr dem Gebot eures Stammvaters Jonadab gehorsam gewesen seid, indem ihr alle seine Gebote beobachtet und alles getan habt, was er euch befohlen hat:<br>19 darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, also: Es soll Jonadab, dem Sohne Rechabs, in Zukunft niemals an einem (Nachkommen) fehlen, der in meinem Dienst vor mir steht!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im vierten Regierungsjahre des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Jojakim, des Sohnes Josias, erging folgendes Wort des HERRN an Jeremia:<br>2 \u00bbNimm dir eine Buchrolle und schreibe auf sie alle die Worte, die ich in betreff Israels und Judas und in betreff aller V\u00f6lker zu dir gesprochen habe seit dem Tage, an dem ich dir Offenbarungen habe zuteil werden lassen, n\u00e4mlich seit der Regierung Josias bis auf den heutigen Tag!<br>3 Vielleicht h\u00f6ren dann die vom Hause Juda auf all das Unheil, das ich \u00fcber sie zu verh\u00e4ngen gedenke, und bekehren sich alle von ihrem b\u00f6sen Wandel, so da\u00df ich ihnen ihre Verschuldung und S\u00fcnde vergeben kann.\u00ab<br>4 Da berief Jeremia den Baruch, den Sohn Nerijas, und dieser schrieb alle die Worte, welche der HERR zu ihm gesprochen hatte, so, wie Jeremia sie ihm vorsagte, auf eine Buchrolle.<br>5 Hierauf gab Jeremia dem Baruch folgenden Auftrag: \u00bbMir ist\u2019s verwehrt: ich darf nicht in den Tempel des HERRN gehen.<br>6 So gehe denn du hin und lies aus der Rolle die Worte des HERRN, die du so, wie ich sie dir vorsagte, aufgeschrieben hast, dem Volke im Tempel des HERRN an einem Fasttage laut vor; auch allen Jud\u00e4ern, die aus ihren Ortschaften herkommen, sollst du sie laut vorlesen:<br>7 vielleicht dringt dann ihr Flehen zum HERRN empor, und sie bekehren sich alle von ihrem b\u00f6sen Wandel; denn gro\u00df ist der Zorn und Grimm, mit dem der HERR diesem Volke gedroht hat.\u00ab<br>8 Da tat Baruch, der Sohn Nerijas, genau so, wie der Prophet Jeremia ihm aufgetragen hatte, indem er aus dem Buche die Worte des HERRN im Tempel des HERRN vorlas.<br>9 Es begab sich n\u00e4mlich im f\u00fcnften Regierungsjahr des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Jojakim, des Sohnes Josias, im neunten Monat, da\u00df man die ganze Bev\u00f6lkerung Jerusalems und alles Volk, das aus den Ortschaften Judas nach Jerusalem gekommen war, zu einem Fasten vor dem HERRN aufrief.<br>10 Da las Baruch aus dem Buche die Worte Jeremias im Tempel des HERRN in der Zelle Gemarjas, des Sohnes des Staatsschreibers Saphan, im oberen Vorhof, am Eingang des neuen Tores am Tempel des HERRN dem ganzen Volke laut vor.<br>11 Als nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Saphans, alle Worte des HERRN aus dem Buche hatte vorlesen h\u00f6ren,<br>12 begab er sich zum k\u00f6niglichen Palast hinab in das Zimmer des Staatsschreibers, wo gerade alle F\u00fcrsten eine Sitzung abhielten, n\u00e4mlich der Staatsschreiber Elisama, Delaja, der Sohn Semajas, Elnathan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, Zedekia, der Sohn Hananjas kurz alle F\u00fcrsten.<br>13 Als ihnen nun Michaja alle die Worte mitgeteilt hatte, die er Baruch dem Volk aus dem Buch hatte laut vorlesen h\u00f6ren,<br>14 sandten alle F\u00fcrsten Jehudi, den Sohn Nethanjas, des Sohnes Selemjas, des Sohnes Kusis, zu Baruch und lie\u00dfen ihm sagen: \u00bbNimm die Buchrolle, aus der du dem Volke laut vorgelesen hast, mit dir und komm hierher!\u00ab Da nahm Baruch, der Sohn Nerijas, die Rolle mit sich und kam zu ihnen.<br>15 Nun sagten sie zu ihm: \u00bbSetze dich hin und lies sie auch uns laut vor!\u00ab Da las Baruch sie ihnen laut vor.<br>16 Als sie nun alle die Worte geh\u00f6rt hatten, sahen sie einander erschrocken an und sagten zu Baruch: \u00bbWir m\u00fcssen alle diese Worte unbedingt dem K\u00f6nig berichten.\u00ab<br>17 Hierauf wandten sie sich an Baruch mit der Frage: \u00bbTeile uns doch mit, wie du alle diese Worte, die er dir vorgesagt hat, niedergeschrieben hast.\u00ab<br>18 Baruch antwortete ihnen: \u00bbJeremia selber hat mir alle diese Worte vorgesprochen, und ich habe sie mit Tinte in das Buch eingetragen.\u00ab<br>19 Da sagten die F\u00fcrsten zu Baruch: \u00bbGeh, verbirg dich, du selbst und Jeremia! Niemand darf wissen, wo ihr seid!\u00ab<br>20 Hierauf begaben sie sich zum K\u00f6nig in den Palasthof \u2013 die Buchrolle hatten sie im Zimmer des Staatsschreibers Elisama zur\u00fcckgelassen \u2013 und erstatteten dem K\u00f6nige Bericht \u00fcber den ganzen Vorfall.<br>21 Da schickte der K\u00f6nig den Jehudi hin, die Rolle zu holen, und dieser brachte sie aus dem Zimmer des Staatsschreibers Elisama herbei; sodann las Jehudi sie dem K\u00f6nige und allen F\u00fcrsten vor, die um den K\u00f6nig standen.<br>22 Der K\u00f6nig sa\u00df aber gerade in der Winterwohnung \u2013 es war n\u00e4mlich der neunte Monat \u2013, w\u00e4hrend das Feuer im Kohlenbecken vor ihm brannte.<br>23 Sooft nun Jehudi drei oder vier Spalten der Schriftrolle vorgelesen hatte, schnitt der K\u00f6nig sie mit dem Federmesser ab und warf sie in das Feuer, das im Kohlenbecken brannte, bis die ganze Rolle im Feuer des Kohlenbeckens vernichtet war.<br>24 Der K\u00f6nig aber und alle seine Diener, welche diese ganze Vorlesung anh\u00f6rten, wurden nicht in Best\u00fcrzung versetzt und zerrissen ihre Kleider nicht;<br>25 ja sogar als Elnathan, Delaja und Gemarja den K\u00f6nig dringend baten, die Rolle nicht zu verbrennen, h\u00f6rte er doch nicht auf sie;<br>26 vielmehr gab der K\u00f6nig dem Prinzen Jerahmeel sowie Seraja, dem Sohne Asriels, und Selemja, dem Sohne Abdeels, den Befehl, den Schreiber Baruch und den Propheten Jeremia zu verhaften; aber der HERR hielt sie verborgen.<br>27 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia, nachdem der K\u00f6nig jene Rolle verbrannt hatte mitsamt den Worten, die Baruch so, wie Jeremia sie ihm vorsagte, aufgeschrieben hatte, folgenderma\u00dfen:<br>28 \u00bbNimm dir noch einmal eine andere Rolle und schreibe auf sie alle die vorigen Worte, welche auf der vorigen Rolle gestanden haben, die Jojakim, der K\u00f6nig von Juda, verbrannt hat.<br>29 Gegen Jojakim aber, den K\u00f6nig von Juda, sollst du folgende Drohung aussprechen: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Du hast jene Rolle verbrannt, indem du fragtest: Warum hast du auf sie (die Worte) geschrieben, der K\u00f6nig von Babylon werde unfehlbar kommen und dieses Land verw\u00fcsten und Menschen und Vieh darin vertilgen?<br>30 Darum bestimmt der HERR f\u00fcr Jojakim, den K\u00f6nig von Juda, folgendes: Er soll keinen (Nachkommen) haben, der auf dem Throne Davids sitzt, und sein Leichnam soll hingeworfen daliegen, der Hitze bei Tage und der K\u00e4lte bei Nacht preisgegeben!<br>31 Und ich werde an ihm und seinen Nachkommen und seinen Dienern ihre Verschuldung heimsuchen und will \u00fcber sie und \u00fcber die Bewohner Jerusalems und \u00fcber die M\u00e4nner von Juda all das Unheil kommen lassen, das ich ihnen angedroht habe, ohne da\u00df sie darauf h\u00f6rten!\u2039\u00ab<br>32 So nahm denn Jeremia eine andere Buchrolle und gab sie dem Schreiber Baruch, dem Sohne Nerijas; dieser schrieb dann auf sie alle Worte, die in dem vom jud\u00e4ischen K\u00f6nige Jojakim verbrannten Buche gestanden hatten, so, wie Jeremia sie ihm vorsagte; au\u00dferdem wurden auch noch viele andere gleichartige Worte hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Zur Zeit, als Zedekia, der Sohn Josias, regierte, den Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, zum K\u00f6nig \u00fcber das Land Juda an Stelle Konjas, des Sohnes Jojakims, eingesetzt hatte,<br>2 h\u00f6rte weder er noch seine Diener, noch die Bev\u00f6lkerung des Landes auf die Worte, die der HERR durch den Propheten Jeremia an sie richtete.<br>3 Da sandte (einst) der K\u00f6nig Zedekia den Juchal, den Sohn Selemjas, und den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, zum Propheten Jeremia und lie\u00df ihm sagen: \u00bbBete doch f\u00fcr uns zum HERRN, unserm Gott!\u00ab<br>4 Jeremia bewegte sich aber damals noch in voller Freiheit inmitten des Volkes, da man ihn noch nicht ins Gef\u00e4ngnis geworfen hatte.<br>5 Das Heer des Pharaos war n\u00e4mlich aus \u00c4gypten aufgebrochen, und die Chald\u00e4er, die Jerusalem belagerten, waren, als sie die Kunde davon erhielten, von Jerusalem abgezogen.<br>6 Da erging das Wort des HERRN an den Propheten Jeremia folgenderma\u00dfen:<br>7 \u00bbSo spricht der HERR, der Gott Israels: Verk\u00fcndet dem K\u00f6nige von Juda, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu befragen, folgende Botschaft: \u203aWisse wohl: das Heer des Pharaos, das euch zur Hilfe ausgezogen ist, wird alsbald in sein Land \u00c4gypten zur\u00fcckkehren,<br>8 und zur\u00fcckkehren werden die Chald\u00e4er, um diese Stadt zu belagern, und werden sie erobern und in Flammen aufgehen lassen.\u2039<br>9 So spricht der HERR: \u203aT\u00e4uscht euch nicht selbst mit der Meinung, da\u00df die Chald\u00e4er jetzt wirklich von euch abziehen werden; denn sie werden nicht abziehen.<br>10 Nein, wenn ihr auch das ganze Heer der Chald\u00e4er, die Krieg mit euch f\u00fchren, besiegtet und nur einige schwerverwundete M\u00e4nner von ihnen \u00fcbrigblieben, so w\u00fcrden diese doch ein jeder in seinem Zelt aufstehen und diese Stadt in Flammen aufgehen lassen!\u2039\u00ab<br>11 Nun begab es sich, als das Heer der Chald\u00e4er wegen des Heeres des Pharaos von Jerusalem abgezogen war,<br>12 da\u00df Jeremia Jerusalem verlassen und sich in die Landschaft Benjamin begeben wollte, um dort eine Erbschaftssache im Kreise seiner Verwandten zu erledigen.<br>13 Als er nun im Benjaminstor angelangt war, wo ein Mann namens Jirja, der Sohn Selemjas, des Sohnes Hananjas, als Hauptmann der Wache stand, hielt dieser den Propheten Jeremia an unter dem Vorwand: \u00bbDu willst zu den Chald\u00e4ern \u00fcbergehen!\u00ab<br>14 Jeremia entgegnete: \u00bbDas ist eine L\u00fcge! Ich will nicht zu den Chald\u00e4ern \u00fcbergehen!\u00ab und h\u00f6rte nicht weiter nach ihm hin; aber Jirja lie\u00df Jeremia festnehmen und vor die F\u00fcrsten f\u00fchren.<br>15 Diese waren Jeremia feindlich gesinnt, lie\u00dfen ihn st\u00e4upen und im Hause des Staatsschreibers Jonathan, das man zum Gef\u00e4ngnis hergerichtet hatte, gefangensetzen.<br>16 Als Jeremia so in das Brunnengeb\u00e4ude, und zwar in die unterirdischen Gew\u00f6lbe gekommen war und dort lange Zeit zugebracht hatte,<br>17 sandte der K\u00f6nig Zedekia (eines Tages) hin, lie\u00df ihn holen und richtete in seinem Palast insgeheim die Frage an ihn: \u00bbIst ein Wort vom HERRN ergangen?\u00ab Jeremia antwortete: \u00bbJawohl! N\u00e4mlich der Gewalt des K\u00f6nigs von Babylon wirst du preisgegeben werden.\u00ab<br>18 Weiter sagte Jeremia zum K\u00f6nig Zedekia: \u00bbWas habe ich gegen dich und gegen deine Diener und gegen unser Volk verschuldet, da\u00df ihr mich ins Gef\u00e4ngnis gesetzt habt?<br>19 Wo sind denn jetzt eure Propheten, die euch mit Bestimmtheit geweissagt haben, der K\u00f6nig von Babylon werde nicht gegen euch und gegen dieses Land heranziehen?<br>20 Und nun \u2013 so h\u00f6re doch, mein Herr und K\u00f6nig, la\u00df meine Bitte Geh\u00f6r bei dir finden, la\u00df mich nicht wieder in das Haus des Staatsschreibers Jonathan bringen, damit ich dort nicht sterben mu\u00df!\u00ab<br>21 Da gab der K\u00f6nig Zedekia Befehl, und man brachte Jeremia im Wachthof in Gewahrsam und gab ihm t\u00e4glich einen Laib Brot aus der B\u00e4ckergasse, bis alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. So blieb denn Jeremia im Wachthof.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremia von den Oberen als ein Hochverr\u00e4ter in eine Zisterne geworfen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Sephatja aber, der Sohn Matthans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malkijas, h\u00f6rten die Worte, die Jeremia an das ganze Volk richtete, da\u00df er n\u00e4mlich sagte:<br>2 \u00bbSo hat der HERR gesprochen: \u203aWer hier in der Stadt verbleibt, wird durch das Schwert, durch den Hunger und die Pest ums Leben kommen; wer dagegen zu den Chald\u00e4ern hinausgeht, wird erhalten bleiben und sein Leben in Sicherheit bringen.\u2039<br>3 Denn so hat der HERR gesprochen: \u203aDiese Stadt wird unfehlbar in die Gewalt des Heeres des K\u00f6nigs von Babylon gegeben werden, der sie erobern wird.\u2039\u00ab<br>4 Da sagten die F\u00fcrsten zum K\u00f6nig: \u00bbDieser Mensch sollte hingerichtet werden, er macht ja die Kriegsleute, die hier in der Stadt noch \u00fcbriggeblieben sind, und die ganze Bev\u00f6lkerung mutlos, indem er solche Worte vor ihnen ausspricht; denn dieser Mensch hat nicht das Wohl unsers Volkes im Auge, sondern dessen Ungl\u00fcck!\u00ab<br>5 Da gab der K\u00f6nig Zedekia ihnen zur Antwort: \u00bbNun gut! Ihr habt freie Verf\u00fcgung \u00fcber ihn; der K\u00f6nig ist ja euch gegen\u00fcber machtlos.\u00ab<br>6 Da lie\u00dfen sie Jeremia festnehmen und ihn in die Zisterne des K\u00f6nigssohnes Malkija werfen, die sich im Wachthof befand; in diese lie\u00dfen sie Jeremia an Stricken hinab. In der Zisterne war aber kein Wasser, sondern nur Schlamm, in welchen Jeremia einsank.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeremias Rettung durch den \u00c4thiopier (= Mohren) Ebedmelech<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Als aber der \u00c4thiopier Ebedmelech, ein Beamter am k\u00f6niglichen Hof, erfuhr, da\u00df man Jeremia in die Zisterne verbracht habe,<br>8 verlie\u00df er den k\u00f6niglichen Palast und machte dem K\u00f6nig, der sich gerade im Benjaminstor aufhielt, folgende Meldung:<br>9 \u00bbMein Herr und K\u00f6nig! Jene M\u00e4nner haben in allem unrecht gehandelt, was sie dem Propheten Jeremia zugef\u00fcgt haben, der von ihnen in die Zisterne geworfen worden ist; er mu\u00df ja da, wo er sich befindet, Hungers sterben!\u00ab Denn es war kein Brot mehr in der Stadt vorhanden.<br>10 Da erteilte der K\u00f6nig dem \u00c4thiopier Ebedmelech den Befehl: \u00bbNimm von hier drei M\u00e4nner mit dir und la\u00df den Propheten Jeremia aus der Zisterne heraufziehen, ehe er stirbt!\u00ab<br>11 Da nahm Ebedmelech die M\u00e4nner mit sich, begab sich in den k\u00f6niglichen Palast in den Raum unter der Schatzkammer, nahm von dort Lappen von zerrissenen und abgetragenen Kleidungsst\u00fccken und lie\u00df sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne hinab.<br>12 Alsdann rief er dem Jeremia zu, er m\u00f6ge diese Lappen von den zerrissenen und abgetragenen Kleidungsst\u00fccken sich unter die Achselh\u00f6hlen um die Stricke legen; und als Jeremia dies getan hatte,<br>13 zogen sie ihn an den Stricken aus der Zisterne herauf. Jeremia blieb dann im Wachthofe.<br>14 Hierauf sandte der K\u00f6nig Zedekia hin und lie\u00df den Propheten Jeremia zu sich holen in den dritten Eingang am Tempel des HERRN; und der K\u00f6nig sagte zu Jeremia: \u00bbIch habe eine Frage an dich zu richten: verschweige mir nichts!\u00ab<br>15 Jeremia antwortete dem Zedekia: \u00bbWenn ich es dir kundtue, wirst du mich sicherlich t\u00f6ten lassen, und wenn ich dir einen Rat gebe, wirst du doch nicht auf mich h\u00f6ren.\u00ab<br>16 Da gab der K\u00f6nig Zedekia dem Jeremia insgeheim die eidliche Zusicherung: \u00bbSo wahr der HERR lebt, der uns diese Seele geschaffen hat: ich werde dich nicht t\u00f6ten lassen und werde dich nicht jenen M\u00e4nnern in die H\u00e4nde liefern, die dir nach dem Leben trachten!\u00ab<br>17 Da sagte Jeremia zu Zedekia: \u00bbSo hat der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWenn du dich den Heeresobersten des K\u00f6nigs von Babylon ergibst, so wirst du am Leben bleiben, und diese Stadt wird nicht mit Feuer zerst\u00f6rt werden, und zwar wirst du samt deiner Familie das Leben behalten.<br>18 Wenn du dich aber den Heeresobersten des K\u00f6nigs von Babylon nicht ergibst, so wird diese Stadt in die Gewalt der Chald\u00e4er gegeben, die sie mit Feuer verbrennen werden; und du selbst wirst ihrer Hand nicht entgehen.\u2039\u00ab<br>19 Da erwiderte der K\u00f6nig Zedekia dem Jeremia: \u00bbIch f\u00fcrchte, da\u00df man mich den Jud\u00e4ern, die schon zu den Chald\u00e4ern \u00fcbergegangen sind, ausliefern wird und da\u00df diese sich an mir vergreifen.\u00ab<br>20 Jeremia aber entgegnete: \u00bbMan wird dich ihnen nicht ausliefern! H\u00f6re doch bei dem, was ich dir sage, auf die Weisung des HERRN, so wird es dir gut ergehen, und du wirst am Leben bleiben.<br>21 Weigerst du dich aber hinauszugehen, so ist dies das Wort, das der HERR mir geoffenbart hat:<br>22 Wisse wohl: alle Frauen, die im Palast des K\u00f6nigs von Juda noch \u00fcbriggeblieben sind, werden zu den Heeresobersten des K\u00f6nigs von Babylon hinausgef\u00fchrt werden und dabei ausrufen: \u203aBetrogen haben sie dich und \u00fcberlistet, deine vertrauten Freunde! Nun deine F\u00fc\u00dfe im Schlamm versinken, haben sie sich davongemacht!\u2039<br>23 Alle deine Frauen aber samt deinen Kindern wird man zu den Chald\u00e4ern hinausf\u00fchren, und du selbst wirst ihren H\u00e4nden nicht entgehen, sondern von der Hand des K\u00f6nigs von Babylon ergriffen werden und die Verbrennung dieser Stadt herbeif\u00fchren!\u00ab<br>24 Hierauf sagte Zedekia zu Jeremia: \u00bbKein Mensch darf von dieser Unterredung etwas erfahren, sonst w\u00e4rst du des Todes!<br>25 Wenn aber die F\u00fcrsten erfahren sollten, da\u00df ich mich mit dir besprochen habe, und sie zu dir kommen und zu dir sagen: \u203aTeile uns doch mit, was du zum K\u00f6nig gesagt hast, verschweige uns ja nichts, sonst lassen wir dich hinrichten! Und was hat der K\u00f6nig zu dir gesagt?\u2039,<br>26 so antworte ihnen: \u203aIch habe dem K\u00f6nig meine inst\u00e4ndige Bitte vorgetragen, er m\u00f6ge mich nicht wieder in das Haus Jonathans bringen lassen, damit ich dort nicht sterbe.\u2039\u00ab<br>27 Als nun wirklich alle F\u00fcrsten zu Jeremia kamen und ihn fragten, gab er ihnen genau nach jener Weisung des K\u00f6nigs Bescheid; da lie\u00dfen sie ihn in Ruhe; denn von der Unterredung war nichts weiter in die \u00d6ffentlichkeit gedrungen.<br>28 So verblieb denn Jeremia im Wachthof bis zu dem Tage, an dem Jerusalem erobert wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als aber Jerusalem erobert war \u2013 im neunten Regierungsjahre des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Zedekia, im zehnten Monat, war Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, mit seiner ganzen Heeresmacht vor Jerusalem ger\u00fcckt und hatte die Belagerung begonnen;<br>2 im elften Regierungsjahre Zedekias aber, am neunten Tage des vierten Monats, wurde Bresche in die Stadtmauer gelegt \u2013,<br>3 da kamen alle F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babylon und lie\u00dfen sich im Mitteltor nieder, n\u00e4mlich [Nergal-Sarezer,] der Oberk\u00e4mmerer Samgar-Nebusarsekim, der Obermagier Nergal-Sarezer und alle \u00fcbrigen F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babylon.<br>4 Als nun Zedekia, der K\u00f6nig von Juda, und alle Kriegsleute das sahen, ergriffen sie die Flucht und verlie\u00dfen bei Nacht die Stadt auf dem Wege nach dem K\u00f6nigsgarten durch das Tor zwischen den beiden Mauern und zogen dann weiter der Jordan-Ebene zu.<br>5 Aber das Heer der Chald\u00e4er setzte ihnen nach, und sie holten Zedekia in den Steppen von Jericho ein; sie nahmen ihn fest und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem K\u00f6nig von Babylon, nach Ribla in der Landschaft Hamath; der hielt dann Gericht \u00fcber ihn.<br>6 Der K\u00f6nig von Babylon lie\u00df die S\u00f6hne Zedekias in Ribla vor dessen Augen schlachten, und ebenso verfuhr er mit allen vornehmen Jud\u00e4ern;<br>7 Zedekia aber lie\u00df er blenden und in Ketten legen, um ihn nach Babylon zu bringen.<br>8 Den k\u00f6niglichen Palast aber und die H\u00e4user der Einwohnerschaft lie\u00dfen die Chald\u00e4er in Flammen aufgehen und rissen die Mauern Jerusalems nieder.<br>9 Den Rest des Volkes aber, sowohl die, welche in der Stadt \u00fcbriggeblieben waren, als auch die \u00dcberl\u00e4ufer, die zu ihm \u00fcbergegangen waren, und was vom Volk sonst noch am Leben war, lie\u00df Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, nach Babylon f\u00fchren;<br>10 von den geringen Leuten jedoch, die keinen Besitz hatten, lie\u00df Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, einen Teil im Lande Juda zur\u00fcck und wies ihnen an jenem Tage Weinberge und \u00c4cker an.<br>11 In betreff Jeremias aber lie\u00df Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, Nebusaradan, dem Befehlshaber der Leibwache, folgenden Befehl zugehen:<br>12 \u00bbNimm ihn, trage Sorge f\u00fcr ihn und tu ihm nichts zuleide, sondern verfahre mit ihm nach den W\u00fcnschen, die er gegen dich \u00e4u\u00dfern wird!\u00ab<br>13 Da sandten Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, und Nebusasban, der Oberk\u00e4mmerer, und Nergal-Sarezer, der Obermagier, und alle \u00fcbrigen Gro\u00dfen des K\u00f6nigs von Babylon hin,<br>14 lie\u00dfen Jeremia aus dem Wachthofe holen und \u00fcbergaben ihn Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, da\u00df er ihn frei nach Hause gehen lasse; so blieb er denn inmitten des Volkes wohnen.<br>15 An Jeremia war aber, als er noch im Wachthofe in Haft gehalten wurde, folgendes Wort des HERRN ergangen:<br>16 \u00bbGehe hin und sage zu dem \u00c4thiopier Ebedmelech: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Nunmehr lasse ich meine Drohworte gegen diese Stadt in Erf\u00fcllung gehen zum Unheil, nicht zum Segen, und ihre Erf\u00fcllung wird dir an jenem Tage vor Augen treten.<br>17 Dich aber will ich an jenem Tage erretten\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203aund du sollst nicht den M\u00e4nnern in die H\u00e4nde fallen, vor denen du in Angst bist;<br>18 vielmehr will ich dich entrinnen lassen, und du sollst nicht durch das Schwert umkommen, sondern sollst dein Leben in Sicherheit bringen, weil du auf mich vertraut hast!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B. Reden und Erlebnisse Jeremias meist nach der Zerst\u00f6rung Jerusalems (Kap. 40-52)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Geschicke Jeremias und seiner Volksgenossen in der verw\u00fcsteten Heimat und in \u00c4gypten (Kap. 40-45)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, nachdem Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, ihn von Rama aus entlassen hatte, wo er ihn, und zwar mit Ketten gefesselt, ausfindig gemacht hatte inmitten aller gefangenen Bewohner Jerusalems und Judas, die nach Babylon weggef\u00fchrt werden sollten.<br>2 Als n\u00e4mlich der Befehlshaber der Leibwache den Jeremia dort ausfindig gemacht hatte, sagte er zu ihm: \u00bbDer HERR, dein Gott, hatte diesem Ort dieses Ungl\u00fcck angedroht,<br>3 und der HERR hat es nun auch eintreten lassen und seine Drohung zur Ausf\u00fchrung gebracht: weil ihr gegen den HERRN ges\u00fcndigt und auf seine Weisung nicht geh\u00f6rt habt, darum ist es euch so ergangen.<br>4 Und nun, siehe: ich mache dich jetzt frei von den Ketten an deinen H\u00e4nden. Gef\u00e4llt es dir, mit mir nach Babylon zu gehen, so komm: ich werde Sorge f\u00fcr dich tragen; hast du aber keine Lust, mit mir nach Babylon zu gehen, so la\u00df es! Wisse wohl: das ganze Land steht dir offen: du kannst gehen, wohin es dir beliebt und gut d\u00fcnkt!\u00ab<br>5 Als Jeremia sich dann nicht sofort entschlie\u00dfen konnte, fuhr er fort: \u00bbSo kehre doch zur\u00fcck zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, den der K\u00f6nig von Babylon zum Statthalter \u00fcber die St\u00e4dte von Juda eingesetzt hat, und bleibe bei ihm inmitten des Volkes wohnen; oder gehe, wohin du sonst Lust hast!\u00ab Hierauf gab ihm der Befehlshaber der Leibwache Lebensmittel und ein Geschenk und entlie\u00df ihn.<br>6 Jeremia begab sich dann nach Mizpa zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, und blieb dort bei ihm inmitten des Volkes, das im Lande \u00fcbriggeblieben war.<br>7 Als nun alle Truppenf\u00fchrer, die sich mit ihren Mannschaften noch im offenen Lande befanden, erfuhren, da\u00df der K\u00f6nig von Babylon Gedalja, den Sohn Ahikams, zum Statthalter \u00fcber das Land eingesetzt und ihm die Obhut \u00fcber M\u00e4nner, Frauen und Kinder und \u00fcber die geringen Leute im Lande, die nicht nach Babylon weggef\u00fchrt worden waren, anvertraut habe,<br>8 da kamen sie zu Gedalja nach Mizpa, n\u00e4mlich Ismael, der Sohn Nethanjas, sowie Johanan und Jonathan, die S\u00f6hne Kareahs, ferner Seraja, der Sohn Thanhumeths, die S\u00f6hne Ophais aus Netopha, und Jesanja, der Sohn des Maachathiters, samt ihren Leuten.<br>9 Da richtete Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, an sie und ihre Leute unter feierlicher Anrufung Gottes folgende Ansprache: \u00bbF\u00fcrchtet euch nicht davor, den Chald\u00e4ern untertan zu sein! Bleibt im Lande wohnen und unterwerft euch dem K\u00f6nig von Babylon: ihr werdet euch gut dabei stehen!<br>10 Seht, ich selbst bleibe hier in Mizpa, um euch vor den Chald\u00e4ern, die zu uns kommen werden, zu vertreten; ihr aber m\u00f6gt Wein, Obst und \u00d6l sammeln und in euren Beh\u00e4ltern einheimsen und k\u00f6nnt ruhig in euren Ortschaften wohnen, die ihr in Besitz genommen habt!\u00ab<br>11 Ebenso erhielten alle Jud\u00e4er, die sich in Moab und unter den Ammonitern sowie in Edom und in allen \u00fcbrigen L\u00e4ndern aufhielten, Kunde davon, da\u00df der K\u00f6nig von Babylon einen Rest (der Bev\u00f6lkerung) in Juda \u00fcbriggelassen und da\u00df er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, \u00fcber ihn als Statthalter eingesetzt habe.<br>12 Da kehrten alle diese Jud\u00e4er aus allen Gegenden, wohin sie versprengt worden waren, zur\u00fcck und kamen ins Land Juda zu Gedalja nach Mizpa; sie hatten dann eine reiche Wein- und Obsternte.<br>13 Als aber Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Truppenf\u00fchrer, die noch im offenen Lande gestanden hatten, zu Gedalja nach Mizpa gekommen waren,<br>14 sagten sie zu ihm: \u00bbWei\u00dft du wohl, da\u00df Baalis, der K\u00f6nig der Ammoniter, den Ismael, den Sohn Nethanjas, abgesandt hat, um dich zu ermorden?\u00ab Doch Gedalja, der Sohn Ahikams, schenkte ihnen keinen Glauben.<br>15 Darauf besprach sich Johanan, der Sohn Kareahs, heimlich mit Gedalja in Mizpa und sagte: \u00bbLa\u00df mich doch hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, erschlagen: kein Mensch soll etwas davon erfahren! Warum soll er dich ermorden, so da\u00df alle Jud\u00e4er, die sich hier bei dir gesammelt haben, wieder zerstreut werden und der letzte Rest von Juda zugrunde geht?\u00ab<br>16 Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, antwortete Johanan, dem Sohne Kareahs: \u00bbDu darfst das nicht tun; denn was du da von Ismael sagst, ist nicht wahr!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im siebten Monat aber kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohnes Elisamas, (ein Mann) von k\u00f6niglicher Abkunft und einer von den Gro\u00dfen des fr\u00fcheren K\u00f6nigs, in Begleitung von zehn M\u00e4nnern zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, nach Mizpa. Als sie dort mit ihm zusammen beim Mahl sa\u00dfen,<br>2 erhob sich Ismael, der Sohn Nethanjas, und die zehn M\u00e4nner, die bei ihm waren, und erschlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, mit dem Schwert: so ermordete er den Mann, den der K\u00f6nig von Babylon zum Statthalter \u00fcber das Land eingesetzt hatte.<br>3 Auch alle Jud\u00e4er, die bei Gedalja in Mizpa waren, sowie die chald\u00e4ischen Kriegsleute, die sich dort befanden, lie\u00df Ismael niedermachen.<br>4 Am anderen Tage nach der Ermordung Gedaljas aber, als noch niemand etwas von der Sache erfahren hatte,<br>5 kamen M\u00e4nner aus Sichem, aus Silo und Samaria, achtzig an der Zahl, mit geschorenen B\u00e4rten, zerrissenen Kleidern und mit Schnittwunden am Leibe; sie hatten Opfergaben und Weihrauch bei sich, um diese (Gaben) in den Tempel des HERRN zu bringen.<br>6 Da ging Ismael, der Sohn Nethanjas, von Mipza aus ihnen entgegen, indem er beim Gehen immerfort weinte; und als er mit ihnen zusammentraf, sagte er zu ihnen: \u00bbKommt herein zu Gedalja, dem Sohne Ahikams!\u00ab<br>7 Als sie dann aber ins Innere der Stadt gekommen waren, machte Ismael, der Sohn Nethanjas, sie nieder und warf sie in eine Zisterne hinein, er und die Leute, die bei ihm waren.<br>8 Es befanden sich aber unter ihnen zehn M\u00e4nner, die zu Ismael sagten: \u00bbT\u00f6te uns nicht! Denn wir haben noch im Felde vergrabene Vorr\u00e4te von Weizen, Gerste, \u00d6l und Honig!\u00ab Da verschonte er sie und t\u00f6tete sie nicht wie die anderen.<br>9 Die Zisterne aber, in welche Ismael alle Leichen der ermordeten M\u00e4nner werfen lie\u00df, war eine gro\u00dfe Zisterne, dieselbe, welche der K\u00f6nig Asa zu Kriegszwecken gegen Baesa, den K\u00f6nig von Israel, hatte anlegen lassen; diese f\u00fcllte jetzt Ismael, der Sohn Nethanjas, mit den (Leichen der) Erschlagenen an<br>10 und f\u00fchrte hierauf den gesamten \u00dcberrest der Bev\u00f6lkerung, der sich in Mizpa befand, gefangen weg: die k\u00f6niglichen Frauen und alle in Mizpa \u00fcbriggebliebenen Personen, die Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, der Obhut Gedaljas, des Sohnes Ahikams, \u00fcberwiesen hatte \u2013 die f\u00fchrte Ismael, der Sohn Nethanjas, gefangen weg und machte sich auf den Weg, um zu den Ammonitern hin\u00fcberzuziehen.<br>11 Als aber Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Truppenf\u00fchrer, die sich bei ihm befanden, die ganze Freveltat erfuhren, die Ismael, der Sohn Nethanjas, ver\u00fcbt hatte,<br>12 boten sie alle ihre Leute auf und zogen zum Kampf gegen Ismael, den Sohn Nethanjas, aus, und sie trafen ihn am gro\u00dfen Teich bei Gibeon.<br>13 Als nun die ganze Volksmenge, die sich bei Ismael befand, Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Truppenf\u00fchrer, die bei ihm waren, erblickten, freuten sie sich;<br>14 und die ganze Volksmenge, die Ismael gefangen aus Mizpa weggef\u00fchrt hatte, machte kehrt und ging zu Johanan, dem Sohn Kareahs, \u00fcber;<br>15 Ismael aber, der Sohn Nethanjas, ergriff mit acht M\u00e4nnern die Flucht vor Johanan und gelangte zu den Ammonitern.<br>16 Hierauf nahm Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Truppenf\u00fchrern, die bei ihm waren, den gesamten Rest des Volkes, den Ismael, der Sohn Nethanjas, nach der Ermordung Gedaljas, des Sohnes Ahikams, gefangen aus Mizpa weggef\u00fchrt hatte, die M\u00e4nner und Kriegsleute, die Weiber, Kinder und Hofbeamten, die er von Gibeon zur\u00fcckgebracht hatte.<br>17 Sie machten sich dann auf den Weg und lagerten sich in der Herberge Kimhams, die in der N\u00e4he von Bethlehem liegt, um von dort nach \u00c4gypten zu ziehen<br>18 (aus Furcht) vor den Chald\u00e4ern, vor denen sie sich f\u00fcrchteten, weil Ismael, der Sohn Nethanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, der vom K\u00f6nige von Babylon zum Statthalter \u00fcber das Land eingesetzt worden war, ermordet hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Nun traten alle Truppenf\u00fchrer, auch Johanan, der Sohn Kareahs, und Asarja, der Sohn Hosajas, mit der gesamten Volksmenge, gro\u00df und klein, an den Propheten Jeremia heran<br>2 und sagten zu ihm: \u00bbSchenke doch unserer inst\u00e4ndigen Bitte Geh\u00f6r und bete f\u00fcr uns zum HERRN, deinem Gott, f\u00fcr diesen ganzen \u00dcberrest! Wir sind ja nur als ein kleines H\u00e4uflein von der fr\u00fcheren gro\u00dfen Zahl \u00fcbriggeblieben, wie du an uns mit eigenen Augen hier siehst.<br>3 Der HERR, dein Gott, wolle uns den Weg angeben, den wir einschlagen sollen, und wie wir uns zu verhalten haben!\u00ab<br>4 Der Prophet Jeremia antwortete ihnen: \u00bbIch bin einverstanden. Gut, ich will zum HERRN, eurem Gott, beten, wie ihr es w\u00fcnscht, und will euch dann alles kundtun, was der HERR euch antworten wird: kein Wort will ich euch verschweigen.\u00ab<br>5 Da sagten sie zu Jeremia: \u00bbDer HERR soll ein wahrhaftiger und zuverl\u00e4ssiger Zeuge gegen uns sein, wenn wir nicht genau der Weisung folgen werden, die der HERR, dein Gott, uns durch dich wird zukommen lassen!<br>6 Mag es uns erw\u00fcnscht oder unerw\u00fcnscht sein: \u2013 dem Gebot des HERRN, unsers Gottes, zu dem wir dich senden, wollen wir gehorchen, damit es uns gut ergehe, wenn wir der Weisung des HERRN, unsers Gottes, gehorsam sind!\u00ab<br>7 Als dann nach Ablauf von zehn Tagen das Wort des HERRN an Jeremia ergangen war,<br>8 lie\u00df er Johanan, den Sohn Kareahs, samt allen Truppenf\u00fchrern, die bei ihm waren, und das gesamte Volk, gro\u00df und klein, rufen<br>9 und sagte zu ihnen: \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, um eure inst\u00e4ndige Bitte vor ihn zu bringen, zu mir gesprochen:<br>10 \u203aWenn ihr ruhig in diesem Lande wohnen bleibt, so will ich euch aufbauen, ohne wieder abzubrechen, und will euch einpflanzen, ohne wieder auszurei\u00dfen; denn mir tut das Unheil leid, das ich euch habe widerfahren lassen.<br>11 F\u00fcrchtet euch nicht vor dem K\u00f6nige von Babylon, vor dem ihr jetzt in Angst seid! F\u00fcrchtet euch nicht vor ihm!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203adenn ich bin mit euch, um euch zu helfen und euch aus seiner Hand zu erretten.<br>12 Ich will euch Gnade bei ihm finden lassen, da\u00df er sich euer erbarmt und euch auf eurem Grund und Boden wohnen l\u00e4\u00dft!\u2039<br>13 Wenn ihr aber sagt: \u203aWir wollen nicht in diesem Lande bleiben\u2039, so da\u00df ihr der Weisung des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht,<br>14 sondern sagt: \u203aNein! Vielmehr nach \u00c4gypten wollen wir ziehen, wo wir keinen Krieg mehr sehen und keinen Trompetenschall mehr h\u00f6ren und nicht mehr nach Brot zu hungern brauchen, und dort wollen wir uns niederlassen!\u2039 \u2013<br>15 nun denn, so vernehmt das Wort des HERRN, ihr von Juda \u00dcbriggebliebenen! So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWenn ihr wirklich den Beschlu\u00df fa\u00dft, nach \u00c4gypten zu ziehen, und euch dorthin begebt, um euch dort in fremdem Lande anzusiedeln,<br>16 so wird das Schwert, vor dem ihr euch jetzt f\u00fcrchtet, euch dort im Lande \u00c4gypten erreichen; und der Hunger, vor dem euch jetzt bange ist, wird sich euch dort in \u00c4gypten an die Fersen heften, so da\u00df ihr dort umkommen werdet!<br>17 Ja alle M\u00e4nner, welche den Beschlu\u00df fassen, nach \u00c4gypten zu ziehen, um dort in fremdem Lande zu leben, werden durch das Schwert, durch den Hunger und die Pest umkommen, und es soll keinen unter ihnen geben, der am Leben bleibt und dem Unheil entrinnt, das ich \u00fcber sie verh\u00e4ngen werde!\u2039\u00ab<br>18 \u00bbDenn so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aWie mein Zorn und Grimm sich \u00fcber die Bewohner Jerusalems ergossen hat, ebenso wird mein Grimm sich \u00fcber euch ergie\u00dfen, wenn ihr nach \u00c4gypten zieht, und ihr sollt zur Verw\u00fcnschung und zum abschreckenden Beispiel, zum Fluchwort und zur Beschimpfung werden und diese St\u00e4tte nicht wiedersehen!\u2039<br>19 Dies ist es, was der HERR euch, den von Juda \u00dcbriggebliebenen, sagen l\u00e4\u00dft: \u203aZieht nicht nach \u00c4gypten!\u2039 Bedenkt wohl, da\u00df ich euch heute ernstlich gewarnt habe!<br>20 Ihr habt euch ja selbst um den Preis des eigenen Lebens auf einen Irrweg begeben; denn ihr habt mich zum HERRN, eurem Gott, gesandt mit dem Auftrag: \u203aBete f\u00fcr uns zum HERRN, unserm Gott! Und genau so, wie der HERR, unser Gott, es gebieten wird, so verk\u00fcnde es uns, damit wir dann danach tun!\u2039<br>21 Nun habe ich es euch heute verk\u00fcndigt, aber ihr wollt der Weisung des HERRN, eures Gottes, nicht gehorchen, und zwar so, da\u00df ihr alles zur\u00fcckweist, was er mir an euch aufgetragen hat.<br>22 So wisset denn bestimmt, da\u00df ihr durch das Schwert, durch den Hunger und die Pest den Tod finden werdet an dem Orte, wohin es euch zu ziehen gel\u00fcstet, um dort als Fremdlinge zu wohnen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 43<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als nun Jeremia dem ganzen Volk alle Worte, deren Verk\u00fcndigung ihm vom HERRN, ihrem Gott, aufgetragen worden war, bis zu Ende mitgeteilt hatte, alle jene Worte,<br>2 da sagten Asarja, der Sohn Hosajas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und alle \u00fcbrigen widerspenstigen M\u00e4nner, die mit Jeremia redeten: \u00bbDu redest die Unwahrheit! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht gesandt, um (uns) zu gebieten: \u203aIhr sollt nicht nach \u00c4gypten ziehen, um dort in fremdem Lande zu wohnen!\u2039,<br>3 sondern Baruch, der Sohn Nerijas, hetzt dich gegen uns auf, in der Absicht, uns den Chald\u00e4ern in die H\u00e4nde zu liefern, damit sie uns t\u00f6ten und uns nach Babylon in die Verbannung f\u00fchren!\u00ab<br>4 So kamen denn Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Truppenf\u00fchrern und das gesamte Volk der Weisung des HERRN, im Lande Juda zu bleiben, nicht nach;<br>5 vielmehr nahm Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Truppenf\u00fchrern den gesamten \u00dcberrest der Jud\u00e4er, alle, die aus allen V\u00f6lkerschaften, wohin sie sich zerstreut hatten, zur\u00fcckgekehrt waren, um sich im Lande Juda niederzulassen,<br>6 die M\u00e4nner samt den Weibern und Kindern, die k\u00f6niglichen Frauen, \u00fcberhaupt alle die Personen, die Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, bei Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, zur\u00fcckgelassen hatte, unter ihnen auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerijas,<br>7 und zogen im Ungehorsam gegen die Weisung des HERRN nach \u00c4gypten. Sie kamen dann nach Thachpanches.<br>8 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia in Thachpanches folgenderma\u00dfen:<br>9 \u00bbHole gro\u00dfe Steine herbei und grabe sie in den Lehmboden ein beim Ziegel-Ofen, der am Eingang zum Palast des Pharaos in Thachpanches steht, im Beisein jud\u00e4ischer M\u00e4nner,<br>10 und sage zu ihnen: \u203aSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Wisset wohl: ich will meinen Knecht Nebukadnezar, den K\u00f6nig von Babylon, herkommen lassen und seinen Thron auf diesen Steinen, die du hier eingesenkt hast, aufstellen; er wird dann sein Thronzelt \u00fcber ihnen ausspannen.<br>11 Er wird herkommen und das Land \u00c4gypten schlagen: was f\u00fcr den Tod bestimmt ist, verf\u00e4llt dem Tode, was f\u00fcr die Gefangenschaft bestimmt ist, der Gefangenschaft, und was f\u00fcr das Schwert bestimmt ist, dem Schwert.<br>12 Dann wird er Feuer an die Tempel der G\u00f6tter \u00c4gyptens legen und sie verbrennen, und er wird sie wegf\u00fchren und das Land \u00c4gypten um sich wickeln, wie der Hirt seinen Mantel um sich wickelt, und dann unbehelligt wieder abziehen.<br>13 Die Obelisken des Sonnentempels (von Heliopolis) im Lande \u00c4gypten wird er zertr\u00fcmmern und die Tempel der \u00e4gyptischen G\u00f6tter in Flammen aufgehen lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 44<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das an Jeremia erging in betreff aller in \u00c4gypten wohnenden Jud\u00e4er, die sich in Migdol und in Thachpanches, in Noph und im Gebiet von Pathros niedergelassen hatten; dasselbe lautet:<br>2 \u00bbSo hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIhr selbst habt all das Ungl\u00fcck gesehen, das ich \u00fcber Jerusalem und alle St\u00e4dte Judas verh\u00e4ngt habe; ihr wi\u00dft, sie liegen heutigestags in Tr\u00fcmmern und sind unbewohnt<br>3 infolge ihrer Bosheit, die sie ver\u00fcbt haben, um mich zu erbittern, indem sie hingingen, um anderen G\u00f6ttern zu opfern und zu dienen, die sie nicht kannten, weder sie noch ihr, noch eure V\u00e4ter.<br>4 Wohl hatte ich alle meine Knechte, die Propheten, fr\u00fch und sp\u00e4t immer wieder zu euch gesandt mit der Mahnung: Ver\u00fcbt doch solchen Greuel nicht, den ich hasse!<br>5 Aber sie wollten nicht gehorchen und schenkten mir kein Geh\u00f6r, da\u00df sie von ihrem b\u00f6sen Tun abgelassen und anderen G\u00f6ttern nicht mehr geopfert h\u00e4tten.<br>6 Da ergo\u00df sich denn mein Grimm und mein Zorn und loderte in den St\u00e4dten Judas und in den Stra\u00dfen Jerusalems auf, so da\u00df sie zu \u00f6den Tr\u00fcmmerst\u00e4tten wurden, wie sie es heutigestags noch sind.<br>7 Und nun\u2039 \u2013 so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen \u2013: \u203aWarum richtet ihr ein so gro\u00dfes Unheil gegen euch selbst an, da\u00df ihr bei euch M\u00e4nner und Weiber, Kinder und S\u00e4uglinge aus Juda ausrottet, so da\u00df ihr keinen Rest mehr f\u00fcr euch \u00fcbrigla\u00dft?<br>8 Ihr reizt mich ja zum Zorn durch das Tun eurer H\u00e4nde, indem ihr anderen G\u00f6ttern in \u00c4gypten opfert, wohin ihr euch begeben habt, um dort als Fremdlinge zu wohnen \u2013 (allerdings mit dem Ergebnis), da\u00df ihr der Vernichtung verfallt und zu einem Fluchwort und zur Beschimpfung bei allen V\u00f6lkern der Erde werdet.<br>9 Habt ihr die \u00dcbeltaten eurer V\u00e4ter vergessen und die \u00dcbeltaten der K\u00f6nige von Juda und die \u00dcbeltaten ihrer Weiber und eure eigenen \u00dcbeltaten und das viele B\u00f6se, das eure Weiber im Lande Juda und in den Stra\u00dfen Jerusalems ver\u00fcbt haben?<br>10 Noch heutigestags sind sie nicht zerknirscht und f\u00fcrchten sich nicht und wandeln nicht nach meinem Gesetz und nach meinen Geboten, die ich euch und euren V\u00e4tern zur Pflicht gemacht habe.<br>11 Darum\u2039 \u2013 so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen \u2013: \u203anunmehr will ich mein Angesicht gegen euch richten zum Unheil, und zwar um ganz Juda auszurotten;<br>12 und ich will den \u00dcberrest der Jud\u00e4er hinwegraffen, deren Absicht darauf gerichtet (gewesen) ist, nach \u00c4gypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu wohnen: sie sollen alle vertilgt werden! in \u00c4gypten sollen sie fallen, durch das Schwert und durch den Hunger sollen sie aufgerieben werden, klein und gro\u00df, durch das Schwert und durch den Hunger sollen sie umkommen und zu einem abschreckenden Beispiel, zu einem Fluchwort, zur Verw\u00fcnschung und Beschimpfung werden!<br>13 Ja, heimsuchen will ich die, welche sich in \u00c4gypten niedergelassen haben, wie ich Jerusalem heimgesucht habe, durchs Schwert, durch Hunger und durch die Pest;<br>14 und unter dem \u00dcberrest der Jud\u00e4er, die hergekommen sind, um hier in \u00c4gypten als Fremdlinge zu wohnen, soll es keinen geben, der seinem Geschick entgeht und am Leben bleibt, um ins Land Juda zur\u00fcckzukehren, wohin sie sich zur\u00fccksehnen und wo sie gern wieder wohnen m\u00f6chten; denn sie sollen nicht dorthin zur\u00fcckkehren au\u00dfer einigen Entronnenen!\u2039\u00ab<br>15 Da antworteten dem Jeremia alle M\u00e4nner, welche wu\u00dften, da\u00df ihre Frauen anderen G\u00f6ttern r\u00e4ucherten, und alle Frauen, die in gro\u00dfer Schar dabei standen, und das gesamte Volk, das in \u00c4gypten (und) Pathros wohnte, folgenderma\u00dfen:<br>16 \u00bbWas die Forderung betrifft, die du im Namen des HERRN an uns gerichtet hast, so wisse, da\u00df wir auf dich nicht h\u00f6ren!<br>17 Wir wollen vielmehr das Gel\u00fcbde, das wir geleistet haben, n\u00e4mlich der Himmelsk\u00f6nigin zu r\u00e4uchern und ihr Trankopfer zu spenden, getreulich ausf\u00fchren, ganz so wie wir und unsere V\u00e4ter, unsere K\u00f6nige und F\u00fcrsten es in den Ortschaften Judas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems getan haben! Damals hatten wir Brot in F\u00fclle, befanden uns wohl und wu\u00dften nichts von Ungl\u00fcck.<br>18 Aber seitdem wir aufgeh\u00f6rt haben, der Himmelsk\u00f6nigin zu r\u00e4uchern und ihr Trankopfer zu spenden, haben wir Mangel an allem gelitten und sind durch das Schwert und durch den Hunger aufgerieben worden.<br>19 Und wenn wir der Himmelsk\u00f6nigin jetzt (wieder) Opfer verbrennen und ihr Trankopfer spenden \u2013 geschieht es etwa ohne die Zustimmung unserer Ehem\u00e4nner, da\u00df wir ihr zu Ehren Kuchen backen, indem wir ihre Gestalt darauf abbilden, und ihr Trankopfer spenden?\u00ab<br>20 Da gab Jeremia dem gesamten Volk, den M\u00e4nnern und Frauen und allen denen, die ihm mit solchen Reden entgegengetreten waren, folgende Antwort:<br>21 \u00bbJawohl, die R\u00e4ucherei, die ihr in den Ortschaften Judas und in den Stra\u00dfen Jerusalems getrieben habt, ihr und eure V\u00e4ter, eure K\u00f6nige und F\u00fcrsten und die Bev\u00f6lkerung des Landes \u2013 hat der HERR ihrer etwa nicht gedacht und sie nicht in Erinnerung behalten?<br>22 Ja, weil der HERR es wegen eures verwerflichen Treibens und wegen der Greuel, die ihr ver\u00fcbtet, nicht l\u00e4nger ertragen konnte, darum ist euer Land zur Ein\u00f6de, zum abschreckenden Beispiel und zu einem Fluchwort geworden, leer von Bewohnern, wie es jetzt noch der Fall ist!<br>23 Eben zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df ihr (den G\u00f6tzen) Opfer verbrannt und dadurch gegen den HERRN ges\u00fcndigt und auf die Weisungen des HERRN nicht geh\u00f6rt und nicht nach seinem Gesetz und seinen Geboten und Vorschriften gelebt habt: eben darum ist dieses Ungl\u00fcck, in dem ihr euch gegenw\u00e4rtig befindet, \u00fcber euch gekommen!\u00ab \u2013<br>24 Weiter sagte Jeremia zu dem gesamten Volk und besonders zu allen Frauen: \u00bbVernehmt das Wort des HERRN, ihr Jud\u00e4er alle, die ihr in \u00c4gypten wohnt!<br>25 So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u203aIhr und eure Frauen, ihr habt es mit eurem Munde gelobt und f\u00fchrt es auch tats\u00e4chlich aus! Ihr sagt: Wir wollen unsere Gel\u00fcbde, die wir geleistet haben, n\u00e4mlich der Himmelsk\u00f6nigin Opfer zu verbrennen und ihr Trankopfer zu spenden, getreulich ausf\u00fchren! So erf\u00fcllt denn ja eure Gel\u00fcbde und f\u00fchrt getreulich das aus, was ihr gelobt habt!\u2039\u00ab<br>26 \u00bbDarum vernehmt das Wort des HERRN, ihr Jud\u00e4er alle, die ihr in \u00c4gypten wohnt: \u203aF\u00fcrwahr, ich schw\u00f6re bei meinem gro\u00dfen Namen\u2039 \u2013 so hat der HERR gesprochen \u2013: \u203aNiemals soll fortan noch mein Name in ganz \u00c4gypten von irgend einem Jud\u00e4er in den Mund genommen werden, da\u00df er etwa sagte: So wahr Gott der HERR lebt!<br>27 Wisset wohl: ich will die Augen \u00fcber ihnen offen halten zum Verderben, nicht zum Heil! Und es sollen alle Jud\u00e4er, die im Lande \u00c4gypten weilen, durch das Schwert und durch den Hunger umkommen, bis sie v\u00f6llig vernichtet sind!<br>28 Ja die dem Schwert Entronnenen, die aus dem Lande \u00c4gypten ins Land Juda heimkehren, sollen nur wenige an Zahl sein; dann wird der gesamte \u00dcberrest der Jud\u00e4er, die nach \u00c4gypten gezogen sind, um sich dort als Fremdlinge aufzuhalten, \u2013 der wird dann erkennen, wessen Wort sich verwirklicht, das meine oder das ihre!<br>29 Und dies soll f\u00fcr euch das Zeichen sein\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u203ada\u00df ich euch an diesem Orte heimsuchen werde \u2013 damit ihr erkennt, da\u00df meine Unheilsdrohungen gegen euch unfehlbar in Erf\u00fcllung gehen werden\u2039:<br>30 so hat der HERR gesprochen: \u203aF\u00fcrwahr, ich will den Pharao Hophra, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, in die Hand seiner Gegner und Todfeinde fallen lassen, so wie ich Zedekia, den K\u00f6nig von Juda, in die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, seines Gegners und Todfeindes, habe fallen lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 45<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das der Prophet Jeremia an Baruch, den Sohn Nerijas richtete, als dieser im vierten Regierungsjahre Jojakims, des Sohnes Josias, des K\u00f6nigs von Juda, die betreffenden Worte so, wie Jeremia sie ihm vorsagte, in ein Buch niedergeschrieben hatte (vgl. Kap. 36); das Wort lautete:<br>2 \u00bbSo hat der HERR, der Gott Israels, in bezug auf dich, Baruch, gesprochen:<br>3 \u203aDu klagst: O wehe mir! Der HERR f\u00fcgt noch Kummer zu meinem Schmerz hinzu! M\u00fcde bin ich von allem Seufzen und finde keine Ruhe!\u2039<br>4 Sage zu ihm: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Wisse wohl: was ich selbst gebaut habe, das breche ich wieder ab, und was ich gepflanzt habe, das rei\u00dfe ich wieder aus [und zwar betrifft dies die ganze Erde];<br>5 und da willst du Gro\u00dfes f\u00fcr dich verlangen? Verlange es nicht! Denn bedenke wohl: ich verh\u00e4nge Ungl\u00fcck \u00fcber alles Fleisch\u2039, \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u203adir aber gew\u00e4hre ich, mit dem Leben davonzukommen an allen Orten, wohin du dich begeben wirst!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 46<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Weissagungen gegen fremde (heidnische) V\u00f6lker (Kap. 46-51)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Was als Wort des HERRN an den Propheten Jeremia in betreff der (heidnischen) V\u00f6lker ergangen ist:<br>2 \u00dcber \u00c4gypten: in betreff des Heeres des Pharaos Necho, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, das am Euphratstrom bei Karchemisch stand und von Nebukadnezar, dem K\u00f6nig von Babylon, im vierten Regierungsjahre des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Jojakim, des Sohnes Josias, geschlagen wurde:<br>3 R\u00fcstet Schild und Tartsche und tretet an zum Kampf!<br>4 Schirret die Rosse an und sitzet auf, ihr Reiter! Stellt euch auf im Helmschmuck, macht die Lanzen scharf, legt euch die Panzer an!<br>5 Warum sehe ich sie verzagt zur\u00fcckweichen? Warum sind ihre Mannen mutlos und ergreifen die Flucht, ohne sich umzuwenden? \u00bbEntsetzen ringsum!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013;<br>6 \u00bbder Behendeste kann nicht entfliehen und der Tapferste nicht entrinnen! Dort im Norden, am Ufer des Euphratstromes, sind sie gestrauchelt und zu Fall gekommen!\u00ab<br>7 Wer war\u2019s doch, der wie der Nil emporstieg, da\u00df seine Fluten wie Str\u00f6me wogten?<br>8 \u00c4gypten stieg wie der Nil empor, da\u00df seine Fluten wie Str\u00f6me wogten, und es drohte: \u00bbIch will emporsteigen, das Land \u00fcberschwemmen, will St\u00e4dte vertilgen samt ihren Bewohnern!\u00ab<br>9 St\u00fcrmt heran, ihr Rosse, und rast daher, ihr Wagen! Und die Mannen m\u00f6gen ausr\u00fccken, die \u00c4thiopier und die schildbewehrten Put\u00e4er und die Luditer, die den Bogen f\u00fchren und spannen!<br>10 Ja, dieser Tag ist f\u00fcr Gott, den HERRN der Heerscharen, ein Tag der Rache, um seinen Widersachern zu vergelten: da fri\u00dft das Schwert, bis es satt ist, und berauscht sich an ihrem Blut, denn ein Schlachtfest h\u00e4lt Gott, der HERR der Heerscharen, im Nordland am Euphratstrom.<br>11 Gehe nach Gilead hinauf und hole Balsam, jungfr\u00e4uliche Tochter \u00c4gypten! Umsonst wendest du ein Heilmittel nach dem andern an: f\u00fcr dich gibt\u2019s keine Heilung mehr!<br>12 Die V\u00f6lker vernehmen deine Schande, und die Erde hallt von deinem Wehgeschrei wider; denn ein Krieger ist \u00fcber den andern gefallen: miteinander sind beide niedergest\u00fcrzt!<br>13 (Dies ist) das Wort, das der HERR an den Propheten Jeremia gerichtet hat, als Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, kommen sollte, um das Land \u00c4gypten niederzuwerfen:<br>14 Verk\u00fcndet es in \u00c4gypten und ruft es in Migdol aus, ruft es auch in Memphis und Daphne aus! Gebietet: Stelle dich auf (zur Wehr) und mache dich bereit, denn schon fri\u00dft das Schwert rings um dich her!<br>15 Warum sind deine Helden niedergeworfen? Sie haben nicht standgehalten, denn der HERR hat sie niedergesto\u00dfen.<br>16 Er hat viele straucheln lassen; ja, einer st\u00fcrzt \u00fcber den andern, so da\u00df sie ausrufen: \u00bbAuf! La\u00dft uns heimkehren zu unserm Volk und in unser Heimatland vor dem gewaltt\u00e4tigen Schwert!\u00ab<br>17 Nennt den Namen des Pharaos, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten: \u203aToben, das den richtigen Zeitpunkt vers\u00e4umt hat\u2039.<br>18 \u00bbSo wahr ich lebe\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des K\u00f6nigs, dessen Name \u203aHERR der Heerscharen\u2039 ist \u2013: \u00bbWie der Thabor unter den Bergen und wie der Karmel am Meer, so wird er heranziehen!<br>19 Setze dir die Ger\u00e4te zur Auswanderung in Bereitschaft, du Einwohnerschaft, Tochter \u00c4gypten! Denn Memphis wird zur Ein\u00f6de werden, wird einge\u00e4schert, menschenleer!\u00ab<br>20 Eine wundersch\u00f6ne junge Kuh ist \u00c4gypten; aber es kommt, ja es kommt die Bremse von Norden her.<br>21 Auch seine S\u00f6ldner, die es in seiner Mitte wie Mastk\u00e4lber hat, ja, auch sie haben kehrt gemacht, haben sich insgesamt zur Flucht gewandt und nicht standgehalten, denn ihr Ungl\u00fcckstag ist \u00fcber sie hereingebrochen, die Zeit ihrer Heimsuchung!<br>22 Man h\u00f6rt etwas daherkommen wie das Rascheln einer Schlange, die davoneilt; denn sie r\u00fccken mit Heeresmacht heran und fallen mit \u00c4xten \u00fcber das Land her wie Holzhauer.<br>23 \u00bbSie hauen seinen Wald um\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbder un\u00fcbersehbar ist; denn ihrer sind mehr als der Heuschrecken, und unz\u00e4hlbar ist ihre Menge!\u00ab<br>24 Zuschanden wird die Tochter \u00c4gypten, der Gewalt des nordischen Volkes wird sie preisgegeben!<br>25 Gesprochen hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: \u00bbWisset wohl: ich halte (jetzt) Abrechnung mit dem Amon von No sowie mit dem Pharao und ganz \u00c4gypten samt seinen G\u00f6ttern und K\u00f6nigen, ja mit dem Pharao samt denen, die sich auf ihn verlassen.<br>26 Und ich gebe sie in die Gewalt ihrer Todfeinde, und zwar in die Gewalt Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, und in die Gewalt seiner Knechte. Nachmals aber wird das Land wieder bewohnt sein wie in den Tagen der Vorzeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>27 \u00bbDu aber, f\u00fcrchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und la\u00df dir nicht bange sein, Israel! Denn wisse wohl: ich will dich erretten aus fernen Landen und deine Kinder aus dem Lande ihrer Gefangenschaft, dann wird Jakob heimkehren und in Ruhe und Sicherheit leben, ohne da\u00df jemand ihn aufschreckt.<br>28 Du also, f\u00fcrchte dich nicht, mein Knecht Jakob!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbich bin ja mit dir; denn \u00fcber alle V\u00f6lker, unter die ich dich zerstreut habe, will ich v\u00f6llige Vernichtung bringen; dich aber will ich nicht v\u00f6llig vernichten, sondern dich mit Ma\u00dfen z\u00fcchtigen; denn ganz ungestraft kann ich dich nicht lassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 47<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort des HERRN, das an den Propheten Jeremia in betreff der Philister ergangen ist, bevor der Pharao Gaza erobert hatte:<br>2 So hat der HERR gesprochen: Sehet, Wasser fluten heran von Norden her und werden zu einem \u00fcberwallenden Wildbach! Sie \u00fcberschwemmen das Land und alles, was darin ist, die St\u00e4dte samt ihren Bewohnern, so da\u00df die Menschen laut schreien und alle Bewohner des Landes heulen!<br>3 Vor dem dr\u00f6hnenden Hufschlag seiner Hengste, vor dem Rasseln seiner Kriegswagen, dem Rollen seiner R\u00e4der wenden V\u00e4ter sich nicht nach ihren Kindern um, weil die Angst ihre Arme l\u00e4hmt;<br>4 denn der Tag ist gekommen, der allen Philistern den Untergang bringt und f\u00fcr Tyrus und Sidon den letzten Helfer ausrottet, der noch \u00fcbriggeblieben ist; denn der HERR will die Philister vernichten, die Abk\u00f6mmlinge der von der Insel Kaphtor Gekommenen.<br>5 Gaza hat sich kahl geschoren, zerst\u00f6rt ist Askalon; o \u00dcberrest der Enakiter, wie lange wirst du dich noch blutig ritzen m\u00fcssen!<br>6 Wehe, Schwert des HERRN! Wann wirst du endlich zur Ruhe kommen? Fahre in deine Scheide zur\u00fcck, mache ein Ende und halte dich still!<br>7 Aber wie sollte es zur Ruhe kommen, da doch der HERR es entboten hat? Gegen Askalon und gegen das ganze Gestade des Meeres, dorthin hat er es beordert!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 48<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00dcber Moab: So hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: Wehe \u00fcber Nebo, denn es ist verw\u00fcstet! Zuschanden geworden, erobert ist Kirjathaim: zuschanden geworden ist die hohe Feste und gest\u00fcrzt!<br>2 Dahin ist der Ruhm der Moabiter! In Hesbon sinnt man auf Unheil gegen sie: \u00bbKommt, wir wollen sie ausrotten, da\u00df sie kein Volk mehr sind!\u00ab Auch du, Madmen, wirst vernichtet werden: das Schwert f\u00e4hrt hinter dir her!<br>3 Horch! Wehgeschrei schallt von Horonaim her: \u00bbVerw\u00fcstung und gewaltiger Zusammenbruch!\u00ab<br>4 Zertr\u00fcmmert ist das Moabiterland: sein Wehgeschrei erschallt bis Zoar hin!<br>5 Ach, die Anh\u00f6he von Luhith steigt man unter Weinen hinan! Ach, am Abhang von Horonaim h\u00f6rt man Angstgeschrei \u00fcber die Vernichtung:<br>6 \u00bbFliehet, rettet euer Leben und fristet es gleich dem Wacholderstrauch in der W\u00fcste!\u00ab<br>7 Denn weil du dich auf deine Machwerke und auf deine Sch\u00e4tze verlassen hast, sollst nun auch du erobert werden, und Kamos mu\u00df in die Verbannung wandern, seine Priester und Oberen allzumal;<br>8 und es kommt der Verw\u00fcster \u00fcber alle deine St\u00e4dte; keine einzige wird verschont bleiben; auch das Tal unten geht zugrunde, und die Ebene oben wird verheert, wie der HERR angedroht hat.<br>9 Gebt Moab Fl\u00fcgel, damit es auf und davon fliege! Und seine St\u00e4dte werden zur Ein\u00f6de werden, so da\u00df niemand mehr darin wohnt.<br>10 Verflucht sei, wer das Werk des HERRN l\u00e4ssig betreibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blutvergie\u00dfen zur\u00fcckh\u00e4lt!<br>11 Sorglos hat Moab von Jugend auf gelebt und ungest\u00f6rt auf seinen Hefen geruht: es ist nie aus einem Fa\u00df in ein anderes umgegossen worden und niemals in Gefangenschaft gewandert; daher hat es auch seinen Geschmack beibehalten, und sein Duft ist unver\u00e4ndert geblieben.<br>12 \u00bbDarum, wisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda will ich ihm K\u00fcfer senden, die sollen es umsch\u00fctten und seine F\u00e4sser entleeren und seine Kr\u00fcge zerschlagen.<br>13 Da wird dann Moab am Kamos (V.7) zuschanden werden, gleichwie die vom Hause Israel an Bethel, auf das sie ihre Zuversicht setzten, zuschanden geworden sind.<br>14 Wie k\u00f6nnt ihr nur sagen: \u203aWir sind tapfere Krieger und wehrhafte M\u00e4nner zum Kampf!\u2039<br>15 Der Verw\u00fcster Moabs und seiner St\u00e4dte ist im Anzug, und seine auserlesene junge Mannschaft sinkt hin zur Schlachtung\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des K\u00f6nigs, dessen Name \u203aHERR der Heerscharen\u2039 ist \u2013:<br>16 \u00bbMoabs Untergang steht nahe bevor, und sein Verderben eilt schnell herbei.\u00ab<br>17 Bezeugt ihm Beileid, ihr seine Umwohner insgesamt und alle, die ihr von seinem Ruhm geh\u00f6rt habt! Ruft aus: \u00bbWie ist doch der starke Herrscherstab zerbrochen, das ruhmvolle Zepter!\u00ab<br>18 Steige von deinem Ehrenplatz herab und setze dich auf die nackte Erde, du Bewohnerschaft, Tochter Dibon! Denn der Verw\u00fcster Moabs ist im Anzug gegen dich und zerst\u00f6rt deine Burgen.<br>19 Tritt an die Stra\u00dfe und sp\u00e4he aus, Bewohnerschaft von Aroer! Richte an die Fl\u00fcchtlinge und an die Entronnenen die Frage: \u00bbWas ist geschehen?\u00ab<br>20 Moab ist zuschanden geworden, ach, es ist in Verzweiflung: wehklagt und jammert! Verk\u00fcndet am Arnon, da\u00df Moab verw\u00fcstet ist!<br>21 Ja, das Strafgericht ist ergangen \u00fcber die weite Ebene, \u00fcber Holon, \u00fcber Jahza und Mephaath,<br>22 \u00fcber Dibon, Nebo und Beth-Diblathaim,<br>23 \u00fcber Kirjathaim, Beth-Gamul und Beth-Meon,<br>24 \u00fcber Kerioth, Bozra und alle (anderen) Ortschaften des Moabiterlandes, die fernen wie die nahen!<br>25 \u00bbAbgehauen ist Moabs Horn und sein Arm zerschmettert!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>26 Macht Moab trunken! Denn gegen den HERRN hat es sich \u00fcberhoben: m\u00f6ge es kopf\u00fcber in sein Gespei st\u00fcrzen und selber auch zum Gesp\u00f6tt werden!<br>27 Oder ist dir etwa Israel nicht zum Gesp\u00f6tt gewesen? Hat man es etwa unter Dieben ertappt, da\u00df du, sooft du von ihm sprachst, h\u00f6hnisch den Kopf sch\u00fctteltest?<br>28 Verla\u00dft die St\u00e4dte und macht euch in den Felskl\u00fcften heimisch, ihr Bewohner Moabs, und tut es der Wildtaube gleich, die an den H\u00e4ngen der g\u00e4hnenden Abgr\u00fcnde nistet!<br>29 Wir haben von Moabs \u00fcbergro\u00dfem Stolz geh\u00f6rt, von seinem Hochmut und seinem Stolz, von seinem Trotz und seinem hochfahrenden Sinn.<br>30 \u00bbIch kenne wohl\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbseinen \u00dcbermut und seine eitlen Prahlereien: ihr ganzes Tun ist unehrlich.\u00ab<br>31 Darum mu\u00df ich um Moab wehklagen und um ganz Moab jammern; \u00fcber die Bewohner von Kir-Heres seufzt man.<br>32 Mehr als man um Jaser geweint hat, mu\u00df ich um dich weinen, Weinstock von Sibma, um dich, dessen Ranken \u00fcber den See hin\u00fcberwanderten, ja bis zum See von Jaser reichten: in deine Obsternte und deine Weinlese ist der Verw\u00fcster hereingebrochen,<br>33 und verschwunden sind Freude und Jubel aus dem Fruchtgefilde und aus dem Lande Moab. Dem Wein in den Kufen mache ich ein Ende: man tritt die Kelter nicht mehr unter Jubelruf; der laute Ruf ist jetzt kein Jubelruf mehr!<br>34 Vom wehklagenden Hesbon her lassen sie ihr Geschrei bis Eleale, bis Jahaz hin erschallen, von Zoar her bis Horonaim, bis Eglath-Schelischija hin; ja auch die Wasser von Nimrim sollen zu W\u00fcsteneien werden.<br>35 \u00bbUnd ich will dagegen einschreiten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda\u00df man in Moab noch zur Opferh\u00f6he hinaufsteigt und seinem Gott dort Opfer anz\u00fcndet.\u00ab<br>36 Darum klagt mein Herz um Moab laut wie Fl\u00f6tenschall, und um die Einwohner von Kir-Heres klagt mein Herz laut wie Fl\u00f6tenschall darum, da\u00df alles, was sie an Hab und Gut erworben hatten, verloren gegangen ist.<br>37 Denn alle H\u00e4upter sind zur Glatze geschoren und alle B\u00e4rte abgeschnitten; an allen H\u00e4nden sind Schnittwunden sichtbar und Sackleinen umg\u00fcrtet die H\u00fcften.<br>38 Auf allen D\u00e4chern Moabs und auf seinen Stra\u00dfen ist nichts als Trauerklage; denn \u00bbich habe Moab zerschlagen wie ein Gef\u00e4\u00df, an dem niemand Gefallen hat!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>39 Wie ist es doch voller Verzweiflung! Wehklaget! wie hat doch Moab schm\u00e4hlich den R\u00fccken gewandt! Ja, ein Gegenstand des Spottes und Entsetzens ist Moab f\u00fcr alle Nachbarv\u00f6lker geworden!<br>40 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbSeht, einem Adler gleich fliegt (der Feind) heran und breitet seine Schwingen \u00fcber Moab aus!\u00ab<br>41 Die St\u00e4dte sind bezwungen und die Burgen erobert, und den moabitischen Kriegern wird an jenem Tage zumute sein wie einem Weibe in Kindesn\u00f6ten.<br>42 Vernichtet wird Moab, da\u00df es kein Volk mehr ist; denn gegen den HERRN hat es sich \u00fcberhoben.<br>43 \u00bbGrauen und Grube und Garn kommen \u00fcber euch, Bewohner von Moab!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>44 \u00bbWer dem Grauen entrinnt, st\u00fcrzt in die Grube, und wer der Grube entstiegen ist, f\u00e4ngt sich im Garn (Jes 24,17-18), wenn ich diese Schrecken \u00fcber die Moabiter hereinbrechen lasse im Jahre ihrer Heimsuchung!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>45 Im Schatten Hesbons machen die Fl\u00fcchtlinge ersch\u00f6pft halt; doch Feuer bricht aus Hesbon hervor und eine Flamme mitten aus Sihons Palast: die versengt die Schl\u00e4fen der Moabiter und den Scheitel der S\u00f6hne des Kampfget\u00fcmmels.<br>46 Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk des Kamos! (V.7); denn deine S\u00f6hne sind in die Gefangenschaft weggef\u00fchrt und deine T\u00f6chter in die Knechtschaft. \u2013<br>47 \u00bbDoch ich will das Geschick Moabs am Ende der Tage wieder wenden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. Bis hierher geht der Gerichtsspruch \u00fcber Moab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 49<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00dcber die Ammoniter: So hat der HERR gesprochen: \u00bbHat denn Israel keine S\u00f6hne mehr, oder hat es keinen Erben? Wie kommt es, da\u00df Milkom die Erbschaft in Gad angetreten und sein Volk in den dortigen St\u00e4dten Wohnung genommen hat?<br>2 Darum wisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda lasse ich gegen die Ammoniterstadt Rabba Kriegsgeschrei erschallen; sie soll dann zum Schutthaufen werden, und ihre Tochterst\u00e4dte sollen in Flammen aufgehen: da soll dann Israel seine Erben wieder beerben!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>3 Erhebe Wehgeschrei, Hesbon, denn Ai ist zerst\u00f6rt! Jammert, ihr Tochterst\u00e4dte Rabbas, umg\u00fcrtet euch mit Sackleinen, wehklagt und lauft in den H\u00fcrden hin und her! Denn Milkom (V.1) mu\u00df in die Gefangenschaft wandern, seine Priester und Oberen allzumal!<br>4 Was prahlst du mit deinen T\u00e4lern? Dein Tal ist \u00fcberstr\u00f6mt, du abtr\u00fcnnige Tochter, die im Vertrauen auf ihre Sch\u00e4tze sich r\u00fchmt: \u00bbWer sollte an mich herankommen?\u00ab<br>5 \u00bbWisse wohl: ich will Schrecken \u00fcber dich hereinbrechen lassen von allen Seiten ringsum!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen \u2013; \u00bbund ihr sollt weggetrieben werden, ein jeder, ohne da\u00df er sich umzublicken vermag, und niemand soll die Fl\u00fcchtigen wieder sammeln!<br>6 Doch nachmals will ich das Geschick der Ammoniter wieder wenden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>7 \u00dcber Edom: So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbGibt\u2019s denn keine Weisheit mehr in Theman? Ist denn den Verst\u00e4ndigen die Klugheit abhanden gekommen und ihnen die Weisheit ausgegangen?<br>8 Fliehet, macht euch davon, verkriecht euch in tiefe Verstecke, ihr Bewohner Dedans! Denn den Untergang lasse ich \u00fcber Esau hereinbrechen, die Zeit, wo ich mit ihm abrechne.<br>9 Wenn Weing\u00e4rtner bei dir einbrechen, lassen sie da nicht eine Nachlese \u00fcbrig? Wenn Diebe in der Nacht (kommen), rauben sie doch nur so viel, bis sie genug haben.<br>10 Doch ich selbst durchsuche Esau und decke seine Schlupfwinkel auf; und will er sich verstecken, so kann er es nicht: vernichtet wird seine Nachkommenschaft samt seinen Bruderst\u00e4mmen und seinen Nachbarn, so da\u00df nichts mehr von ihm vorhanden ist.<br>11 \u00dcberla\u00df mir deine Waisen: ich will sie am Leben erhalten, und deine Witwen m\u00f6gen auf mich vertrauen!\u00ab<br>12 Denn so hat der HERR gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, solche, die es nicht verdienten, den Becher zu trinken, haben ihn trinken m\u00fcssen, und du solltest frei ausgehen? Nein, du sollst nicht ungestraft bleiben, sondern mu\u00dft unweigerlich trinken!<br>13 Denn ich habe bei mir selbst geschworen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013: \u00bbBozra soll zum abschreckenden Beispiel, zum Gesp\u00f6tt, zur W\u00fcste und zum Fluchwort werden und alle zugeh\u00f6rigen Ortschaften zu Ein\u00f6den auf ewig!\u00ab \u2013<br>14 Eine Kunde habe ich vom HERRN her vernommen, und eine Botschaft ist unter die V\u00f6lker gesandt worden: \u00bbVersammelt euch und zieht gegen Edom heran und macht euch auf zum Kampf!\u00ab<br>15 Denn wisse wohl: klein mache ich dich unter den V\u00f6lkern, verachtet unter den Menschen deine Furchtbarkeit!<br>16 Bet\u00f6rt hat dich dein vermessener Sinn, weil du in Felsenkl\u00fcften wohnst und Bergesh\u00f6hen besetzt h\u00e4ltst. \u00bbWenn du auch dein Nest so hoch anlegst wie der Adler: ich st\u00fcrze dich doch von dort hinab!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>17 \u00bbUnd Edom soll zum Gegenstand des Erstarrens werden: jeder, der an ihm vor\u00fcberwandert, soll sich entsetzen und \u00fcber alle seine Leiden zischen!<br>18 Wie Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarst\u00e4dte einst von Grund aus zerst\u00f6rt worden sind\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbebenso soll auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten.<br>19 F\u00fcrwahr, wie ein L\u00f6we aus dem Dickicht des Jordans zu der immergr\u00fcnen Aue hinaufsteigt, so will ich Edom im Nu von dort vertreiben, und wer dazu ausersehen ist, den werde ich zum Herrn dort einsetzen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich zur Rechenschaft ziehen? Und wo w\u00e4re ein V\u00f6lkerhirt, der es mit mir aufnehmen k\u00f6nnte?\u00ab \u2013<br>20 Darum vernehmt den Ratschlu\u00df, den der HERR \u00fcber Edom gefa\u00dft hat, und die Absichten, mit denen er sich gegen die Bewohner von Theman tr\u00e4gt: F\u00fcrwahr, die Hirtenbuben werden sie wegschleppen! F\u00fcrwahr, ihre eigene Trift wird sich \u00fcber sie entsetzen!<br>21 Vom Gedr\u00f6hn ihres Sturzes erbebt die Erde; ihr Wehgeschrei \u2013 am Schilfmeer wird sein Schall vernommen!<br>22 Seht, einem Adler gleich steigt (der Feind) herauf und fliegt daher und breitet seine Schwingen \u00fcber Bozra aus; da wird den edomitischen Kriegern an jenem Tage zumute sein wie einem Weibe in Kindesn\u00f6ten.<br>23 \u00dcber Damaskus: Entt\u00e4uscht sind Hamath und Arpad, denn eine schlimme Kunde haben sie vernommen; sie sind verzagt, in \u00e4ngstlicher Erregung wie das Meer, das nicht zur Ruhe kommen kann.<br>24 Damaskus ist mutlos geworden, hat sich zur Flucht gewandt, und Zittern hat es ergriffen; Angst und Kr\u00e4mpfe haben es erfa\u00dft wie ein Weib in Kindesn\u00f6ten.<br>25 Wie ist sie doch so ganz verlassen, die ruhmreiche Stadt, die Burg meiner Wonne!<br>26 \u00bbDarum werden ihre jungen M\u00e4nner auf ihren Stra\u00dfen fallen und alle kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner an jenem Tage umkommen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen \u2013;<br>27 \u00bbund ich werde Feuer an die Mauern von Damaskus legen, das die Pal\u00e4ste Benhadads verzehren soll!\u00ab<br>28 \u00dcber Kedar und \u00fcber die K\u00f6nigreiche von Hazor, die Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, besiegte, hat der HERR so gesprochen: \u00bbAuf! Zieht gegen Kedar zu Felde und \u00fcberw\u00e4ltigt die S\u00f6hne des Ostens!<br>29 Ihre Zelte und ihre Herden raube man ihnen, ihre Zeltbeh\u00e4nge und ihren gesamten Hausrat, auch ihre Kamele nehme man ihnen weg und rufe \u00fcber sie aus: \u203aGrauen ringsum!\u2039<br>30 Fliehet, macht euch eilends davon, verkriecht euch in tiefe Verstecke, ihr Bewohner von Hazor!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013; \u00bbdenn Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, hat es auf euch abgesehen und einen Anschlag gegen euch ersonnen.<br>31 Auf! Zieht zu Felde gegen das sorglose Volk, das in Sicherheit lebt!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdas weder Tore noch Riegel hat: f\u00fcr sich allein wohnen sie.<br>32 Ihre Kamele sollen zur Beute und ihre vielen Herden zum Raube werden; und ich will sie, die sich das Haupthaar an der Schl\u00e4fe stutzen, in alle Winde zerstreuen und von allen Seiten her Verderben \u00fcber sie hereinbrechen lassen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>33 \u00bbDa wird dann Hazor eine Behausung f\u00fcr Schakale werden, eine Ein\u00f6de f\u00fcr ewige Zeiten; niemand wird mehr dort wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten!\u00ab<br>34 Das Wort, das \u00fcber Elam an den Propheten Jeremia im Anfang der Regierung des jud\u00e4ischen K\u00f6nigs Zedekia erging, lautet folgenderma\u00dfen:<br>35 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, ich zerbreche den Bogen Elams, den Hauptteil seiner Kraft,<br>36 und lasse die vier Winde von den vier Enden des Himmels \u00fcber die Elamiter hereinbrechen und zerstreue sie nach allen diesen Windrichtungen hin, so da\u00df es kein Volk geben soll, zu dem nicht elamitische Fl\u00fcchtlinge gelangen werden!<br>37 Und ich will den Elamitern bange Angst vor ihren Feinden einfl\u00f6\u00dfen und vor denen, die ihnen ans Leben wollen, und verh\u00e4nge Ungl\u00fcck \u00fcber sie, die Glut meines Zorns!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbund ich lasse das Schwert hinter ihnen herfahren, bis ich sie ausgerottet habe!<br>38 Dann will ich meinen Richterstuhl in Elam aufstellen und den K\u00f6nig samt den F\u00fcrsten daraus vertilgen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>39 \u00bbDoch am Ende der Tage will ich das Geschick Elams wieder wenden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 50<\/h2>\n\n\n\n<p>1 (Dies ist) das Wort, das der HERR \u00fcber Babylon, \u00fcber das Land der Chald\u00e4er, durch den Mund des Propheten Jeremia ausgesprochen hat:<br>2 \u00bbVerk\u00fcndigt es unter den V\u00f6lkern und macht es bekannt und pflanzt ein Banner auf! Macht es bekannt und verheimlicht es nicht! Verk\u00fcndigt: \u203aErobert ist Babylon, zuschanden geworden Bel ! Merodach steht fassungslos da! Ihre Bilder sind zuschanden geworden, ihre G\u00f6tzen stehen fassungslos da!\u2039<br>3 Denn es zieht gegen Babylon von Norden her ein Volk heran: das wird sein Land zur W\u00fcste machen, so da\u00df kein Bewohner mehr darin zu finden ist: sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, haben sich davongemacht! \u2013<br>4 In jenen Tagen und zu jener Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwerden die Kinder Israel heimkehren, sie im Verein mit den Kindern Juda; unter unaufh\u00f6rlichem Weinen werden sie daherkommen und den HERRN, ihren Gott, suchen.<br>5 Zum Zion erfragen sie den Weg, dorthin sind ihre Blicke gerichtet: \u203aKommt und schlie\u00dft euch an den HERRN an zu einem ewigen, unverge\u00dflichen Bunde!\u2039<br>6 Mein Volk war wie eine verlorene Schafherde; ihre Hirten hatten sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie in der Irre umhergef\u00fchrt; von Berg zu H\u00fcgel mu\u00dften sie ziehen und hatten ihre Lagerst\u00e4tte vergessen.<br>7 Jeder, der auf sie stie\u00df, fra\u00df sie, und ihre Widersacher sagten: \u203aWir tun kein Unrecht damit!\u2039 \u2013 zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie sich am HERRN vers\u00fcndigt hatten, der Trift der Gerechtigkeit und der Hoffnung ihrer V\u00e4ter. \u2013<br>8 Flieht aus dem Bereiche Babylons und verla\u00dft das Land der Chald\u00e4er! Werdet den Widdern an der Spitze der Herde gleich!<br>9 Denn wisset wohl: ich will gegen Babylon ein gro\u00dfes V\u00f6lkerheer aufbieten und aus dem Nordland heranziehen lassen; die sollen sich gegen die Stadt aufstellen: von dorther wird sie erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines t\u00fcchtigen Kriegshelden, der nie mit leeren H\u00e4nden heimkehrt.<br>10 So wird denn das Chald\u00e4erland ausgeraubt werden: alle, die es pl\u00fcndern, sollen satt werden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u2013<br>11 \u00bbJa, freut euch nur, ja, jubelt nur, ihr R\u00e4uber meines Erbbesitzes! Ja, h\u00fcpft nur lustig wie Rinder beim Dreschen und wiehert gleich den Hengsten!<br>12 Dennoch wird eure Mutter ganz zuschanden werden und die euch geboren hat, besch\u00e4mt dastehen; ja, das letzte unter den V\u00f6lkern soll jetzt zur W\u00fcste und zu einer d\u00fcrren Steppe werden!<br>13 Infolge des Zorns des HERRN wird es unbewohnt sein und ganz zur W\u00fcste werden, so da\u00df jeder, der an Babylon vor\u00fcberzieht, sich entsetzen und \u00fcber alle seine Leiden zischen soll!\u00ab \u2013<br>14 Stellt euch ringsum zum Kampf gegen Babylon auf, ihr Bogensch\u00fctzen alle! Schie\u00dft nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn am HERRN hat es sich vers\u00fcndigt.<br>15 Erhebt ringsum ein Jubelgeschrei \u00fcber es: \u00bbEs hat sich ergeben! Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern!\u00ab Weil dies die Rache des HERRN ist, nun, so vollzieht die Rache an ihm! Verfahret mit ihm, wie es selbst verfahren ist!<br>16 Rottet aus Babylon jeden S\u00e4mann aus und jeden, der die Sichel in der Erntezeit ergreift! Vor dem gewaltt\u00e4tigen Schwert werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen.<br>17 Israel ist wie ein verscheuchtes Schaf, das L\u00f6wen verjagt haben: zuerst hat der K\u00f6nig von Assyrien es angefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, ihm die Knochen abgenagt.<br>18 Darum hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, so gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, ich will den K\u00f6nig von Babylon und sein Land strafen, wie ich den K\u00f6nig von Assyrien gestraft habe.<br>19 Alsdann will ich Israel zu seiner Trift heimkehren lassen, damit es wieder auf dem Karmel und in Basan weide und auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead seinen Hunger stille.<br>20 In jenen Tagen und zu jener Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbwird man nach der Verschuldung Israels suchen, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein, und nach den S\u00fcnden Judas, aber sie werden nicht mehr zu finden sein; denn ich habe denen vergeben, die ich als Rest \u00fcbrig lasse.\u00ab<br>21 \u00bbZieh heran gegen das Land \u203aDoppeltrotz\u2039 und gegen die Bewohner von Pekod! Morde und vollziehe den Bann hinter ihnen her\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013 \u00bbund f\u00fchre alles so aus, wie ich dir geboten habe!\u00ab<br>22 Horch! Krieg ist im Lande und gewaltiger Einsturz!<br>23 Wie ist doch zerschlagen und zertr\u00fcmmert der Hammer, der die ganze Erde schlug! Wie ist doch Babylon zum Schreckbild unter den V\u00f6lkern geworden!<br>24 \u00bbIch habe dir Schlingen gelegt, Babylon, und du bist auch gefangen worden, ohne da\u00df du dich dessen versahst: du bist ertappt und auch gefa\u00dft, denn mit dem HERRN hast du dich in Kampf eingelassen.\u00ab<br>25 Der HERR hat seine R\u00fcstkammer aufgetan und die Waffen seines Zornes daraus hervorgeholt; denn Arbeit gibt es zu tun f\u00fcr Gott, den HERRN der Heerscharen, im Chald\u00e4erlande.<br>26 R\u00fcckt von allen Seiten gegen das Land heran, \u00f6ffnet seine Speicher! Sch\u00fcttet alles in ihm zu Haufen auf wie Garben und vollzieht den Bann an ihm, da\u00df kein Rest von ihm \u00fcbrig bleibt!<br>27 Stecht alle seine Rinder nieder, la\u00dft sie zur Schlachtung niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Stunde ihrer Bestrafung!<br>28 Horch! Fl\u00fcchtlinge und Entronnene aus dem Lande Babylon rufen, um in Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, zu verk\u00fcnden, die Rache f\u00fcr seinen Tempel! \u2013<br>29 Bietet Sch\u00fctzen gegen Babylon auf, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch rings um die Stadt, la\u00dft ihr kein Entrinnen zuteil werden! Zahlt ihr ihre B\u00f6staten nach Geb\u00fchr heim, verfahrt mit ihr ganz so, wie sie selbst verfahren ist! Denn gegen den HERRN, den Heiligen Israels, hat sie sich vermessen aufgelehnt.<br>30 \u00bbDarum sollen ihre jungen M\u00e4nner auf ihren Stra\u00dfen fallen und alle ihre kriegst\u00fcchtigen Leute umkommen an jenem Tage!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>31 \u00bbSiehe, ich will an dich, du Freche!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen \u2013; \u00bbdenn dein Tag ist gekommen, die Stunde, da ich dich strafe:<br>32 da soll die Freche straucheln und zu Fall kommen, ohne da\u00df jemand ihr aufhilft; und ich will Feuer an ihre St\u00e4dte legen, das soll alles rings um sie her verzehren!\u00ab<br>33 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbWohl leiden die S\u00f6hne Israels und die S\u00f6hne Judas insgesamt Gewalt, und alle, die sie in Gefangenschaft geschleppt haben, halten sie fest und wollen sie nicht wieder freigeben;<br>34 doch ihr Erl\u00f6ser ist stark, \u203aHERR der Heerscharen\u2039 ist sein Name; er wird ihre Sache mit Nachdruck f\u00fchren, damit er der Erde Ruhe schaffe, aber Unruhe den Bewohnern Babylons.\u00ab<br>35 \u00bbDas Schwert komme \u00fcber die Chald\u00e4er\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bb\u00fcber die Bewohner Babylons, \u00fcber seine F\u00fcrsten und \u00fcber seine Gelehrten!<br>36 Das Schwert \u00fcber die Schw\u00e4tzer, da\u00df sie als Narren dastehen! Das Schwert \u00fcber seine tapferen Krieger, da\u00df sie zu Feiglingen werden!<br>37 Das Schwert \u00fcber seine Rosse und Kriegswagen und \u00fcber das ganze V\u00f6lkergemisch innerhalb seines Bereichs, da\u00df sie zu Weibern werden! Das Schwert \u00fcber seine Sch\u00e4tze, da\u00df sie der Pl\u00fcnderung anheimfallen!<br>38 Das Schwert \u00fcber seine Gew\u00e4sser, da\u00df sie vertrocknen! Denn es ist ein Land der G\u00f6tzenbilder, und durch die Abg\u00f6tter haben sie den Verstand verloren.\u00ab<br>39 Darum sollen Wildkatzen im Verein mit Schakalen dort hausen und Strau\u00dfe darin wohnen, und niemals soll es wieder besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht!<br>40 \u00bbWie Gott einst Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarst\u00e4dte von Grund aus zerst\u00f6rt hat\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbebenso soll auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten!\u00ab (49,18) \u2013<br>41 Gebt acht! Es kommt ein Volk von Norden her, und eine gewaltige V\u00f6lkerschaft und viele K\u00f6nige setzen sich in Bewegung von den Enden der Erde her.<br>42 Bogen und Wurfspie\u00df f\u00fchren sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr L\u00e4rmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie: ger\u00fcstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe gegen dich, Tochter Babylon!<br>43 Wenn der K\u00f6nig von Babylon die Kunde von ihnen erh\u00e4lt, sinken ihm die Arme schlaff herab; Angst erfa\u00dft ihn, Krampf wie ein Weib in Kindesn\u00f6ten.<br>44 \u00bbF\u00fcrwahr, wie ein L\u00f6we aus dem Dickicht des Jordans zu der immergr\u00fcnen Aue hinaufsteigt, so will ich sie im Nu von dort vertreiben, und wer dazu ausersehen ist, den werde ich zum Herrn dort einsetzen. Denn wer ist mir gleich, und wer darf mich zur Rechenschaft ziehen? Und wo w\u00e4re ein V\u00f6lkerhirt, der es mit mir aufnehmen k\u00f6nnte?\u00ab (49,19)<br>45 Darum vernehmt den Ratschlu\u00df, den der HERR gegen Babylon gefa\u00dft hat, und die Absichten, mit denen er sich gegen das Land der Chald\u00e4er tr\u00e4gt: F\u00fcrwahr, die Hirtenbuben werden sie wegschleppen! f\u00fcrwahr, ihre eigene Trift wird sich \u00fcber sie entsetzen! (vgl, 49,20)<br>46 Von dem Rufe: \u00bbBabylon ist erobert!\u00ab erbebt die Erde, und Geschrei vernimmt man unter den V\u00f6lkern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 51<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gericht \u00fcber Babylon ist beschlossen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So hat der HERR gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, ich lasse gegen Babylon und gegen die, welche im \u203aHerzen meiner Widersacher\u2039 wohnen, die Wut eines Verderbers losbrechen,<br>2 und ich entsende Worfler nach Babylon, die sollen es worfeln und sein Land auspl\u00fcndern!\u00ab Wenn die am Tage des Ungl\u00fccks (die Stadt) von allen Seiten umzingeln,<br>3 dann spanne kein Sch\u00fctze seinen Bogen mehr, und niemand erhebe sich zum Widerstand in seinem Panzer! Doch schont ihre jungen M\u00e4nner nicht, vollzieht den Bann an ihrem gesamten Heer,<br>4 so da\u00df Erschlagene daliegen im Lande der Chald\u00e4er und Durchbohrte auf ihren Stra\u00dfen!<br>5 Denn weder Israel noch Juda ist als Witwe von seinem Gott, vom HERRN der Heerscharen, verlassen; dagegen das Land jener ist voll von Verschuldung gegen den Heiligen Israels.<br>6 Fliehet aus dem Bereich Babylons hinweg und rettet ein jeder sein Leben, damit ihr nicht den Tod findet um seiner Verschuldung willen! Denn die Zeit der Rache ist dies f\u00fcr den HERRN: was es ver\u00fcbt hat, vergilt er ihm.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Babylon der Taumelbecher Gottes: das Todesurteil \u00fcber Babylon<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Ein goldener Becher war Babylon in der Hand des HERRN, der die ganze Erde trunken machte; von seinem Wein haben die V\u00f6lker getrunken, darum haben die V\u00f6lker den Verstand verloren.<br>8 Pl\u00f6tzlich ist Babylon gefallen und zerschmettert: \u00bbWehklagt \u00fcber die Stadt, holt Balsam f\u00fcr ihre Schmerzen: vielleicht ist noch Heilung m\u00f6glich!\u00ab<br>9 \u00bbWir haben Babylon heilen wollen, aber es war nicht zu heilen: \u00fcberla\u00dft es sich selbst! La\u00dft uns abziehen, ein jeder in sein Land! Denn bis an den Himmel reicht das Strafgericht \u00fcber die Stadt und ragt bis zu den Wolken!\u00ab<br>10 \u00bbDer HERR hat die Gerechtigkeit unserer Sache ans Licht gebracht: kommt, la\u00dft uns in Zion das Walten des HERRN, unsers Gottes, verk\u00fcndigen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Stadt wird nach Beschlu\u00df Gottes erst\u00fcrmt<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Sch\u00e4rft die Pfeile, ergreift die Schilde! Der HERR hat die Wut der K\u00f6nige von Medien erweckt, denn sein Absehen ist gegen Babylon gerichtet, es zu vernichten; denn die Rache des HERRN ist da, die Rache f\u00fcr seinen Tempel.<br>12 Gegen die Mauern Babylons pflanzt ein Banner auf! Versch\u00e4rft die Bewachung, stellt Wachtposten auf, legt Mannschaften in Hinterhalt! Denn wie der HERR es sich vorgenommen hat, so f\u00fchrt er es auch aus, was er den Bewohnern Babylons angedroht hat.<br>13 O Stadt, die du wohnst an gro\u00dfen Wassern, reich an Sch\u00e4tzen: gekommen ist dein Ende, das Ma\u00df ist voll zum Abschneiden!<br>14 Der HERR der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: \u00bbHabe ich dich auch mit Menschen angef\u00fcllt wie mit Heuschrecken, so wird man doch Siegesgeschrei \u00fcber dich erheben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lobpreis des Herrn, des Gottes Israels<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Er ist es, der die Erde durch seine Kraft geschaffen, den Erdkreis durch seine Weisheit fest gegr\u00fcndet und durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt hat.<br>16 Wenn er beim Schall des Donners Wasserrauschen am Himmel entstehen l\u00e4\u00dft und Gew\u00f6lk vom Ende der Erde herauff\u00fchrt, wenn er Blitze beim Regen schafft und den Sturmwind aus seinen Vorratskammern herausl\u00e4\u00dft \u2013<br>17 starr steht alsdann jeder Mensch da, ohne es begreifen zu k\u00f6nnen, und sch\u00e4men mu\u00df sich jeder Goldschmied seines Bildwerks; denn Trug ist sein gegossener G\u00f6tze, und kein Odem wohnt in ihm:<br>18 nichts als Wahn sind sie, l\u00e4cherliche Gebilde; wenn die Zeit des Strafgerichts f\u00fcr sie kommt, ist es zu Ende mit ihnen.<br>19 Aber nicht wie diese ist Jakobs Erbteil; nein, er ist es, der das All gebildet hat, und Israel ist der Stamm seines Erbbesitzes: HERR der Heerscharen ist sein Name!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hammerspruch; das Gericht an Babylon in seiner weltgeschichtlichen Bedeutung<\/h3>\n\n\n\n<p>20 \u00bbEin Hammer bist du mir gewesen, eine Kriegswaffe; und ich habe mit dir V\u00f6lker zerh\u00e4mmert und K\u00f6nigreiche mit dir zertr\u00fcmmert.<br>21 Zerh\u00e4mmert habe ich mit dir Rosse samt ihren Reitern, zerh\u00e4mmert mit dir Kriegswagen samt den darauf Fahrenden;<br>22 zerh\u00e4mmert habe ich mit dir M\u00e4nner und Weiber, zerh\u00e4mmert mit dir Greise und Kinder, zerh\u00e4mmert J\u00fcnglinge und Jungfrauen;<br>23 zerh\u00e4mmert habe ich mit dir Hirten samt ihren Herden, zerh\u00e4mmert mit dir Ackerleute samt ihren Gespannen, zerh\u00e4mmert Landpfleger und Statthalter.<br>24 Aber jetzt will ich Babylon und allen Bewohnern des Chald\u00e4erlandes alle ihre Bosheit, die sie an Zion ver\u00fcbt haben, vor euren Augen vergelten!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN. \u2013<br>25 \u00bbNunmehr will ich an dich\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbdu Berg des Verderbens, der du \u00fcber die ganze Erde Verderben gebracht hast! Ja, ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich von der Felsenh\u00f6he hinabw\u00e4lzen und dich zu einem verbrannten Berge machen,<br>26 so da\u00df man von dir weder Ecksteine noch Grundsteine mehr nehmen kann; nein, eine \u00f6de W\u00fcste sollst du sein auf ewige Zeit!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schilderung der Eroberung der Stadt<\/h3>\n\n\n\n<p>27 Pflanzt ein Panier (V.12) auf der Erde auf, sto\u00dft in die Posaune unter den V\u00f6lkern, weiht V\u00f6lker zum Kampf gegen Babylon, bietet gegen es die K\u00f6nigreiche von Ararat, Minni und Askenas auf, bestellt einen Heerf\u00fchrer gegen es, la\u00dft Reiterei anr\u00fccken so zahlreich wie borstige Heuschrecken!<br>28 Weiht V\u00f6lker zum Kampf gegen es, die K\u00f6nige von Medien, ihre Landpfleger und alle ihre Statthalter und das ganze Gebiet ihrer Herrschaft!<br>29 Da erbebt und zittert die Erde; denn die Ratschl\u00fcsse des HERRN gehen an Babylon in Erf\u00fcllung, um das Land Babylon zu einer menschenleeren Ein\u00f6de zu machen.<br>30 Babylons Mannen ziehen nicht mehr ins Feld, sitzen tatenlos in den Burgen; ihr Mut ist geschwunden, sie sind zu Weibern geworden; schon hat man die Wohnungen in der Stadt in Flammen aufgehen lassen, ihre Riegel sind zerbrochen.<br>31 Ein L\u00e4ufer l\u00e4uft dem andern entgegen und ein Bote dem andern, um dem K\u00f6nig von Babylon zu melden, da\u00df seine Stadt an allen Ecken erobert,<br>32 da\u00df die Furten besetzt seien und man die S\u00fcmpfe mit Feuer ausgebrannt habe und dem Kriegsvolk der Mut entsunken sei.<br>33 Denn so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: \u00bbDie Tochter Babylon gleicht einer Tenne zur Zeit, da man sie feststampft: nur noch eine kleine Weile, so kommt f\u00fcr sie (f\u00fcr Babylon) die Zeit der Ernte!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Verschuldung Babylons an Jerusalem und die Rache Gottes<\/h3>\n\n\n\n<p>34 \u00bbNebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, hat mich gefressen, hat mich vernichtet, mich hingestellt als ein leeres Gef\u00e4\u00df! Er hat mich verschlungen wie ein Drache und seinen Bauch mit mir gef\u00fcllt, hat mich aus meinem Paradies hinausgesto\u00dfen.<br>35 Die an mir ver\u00fcbte Gewaltt\u00e4tigkeit und meine Zerfleischung komme \u00fcber Babylon\u00ab \u2013 so spreche die Bewohnerschaft Zions \u2013 \u00bbund mein Blut \u00fcber die Bewohner des Chald\u00e4erlandes!\u00ab \u2013 so spreche Jerusalem.<br>36 Darum hat der HERR so gesprochen: \u00bbWisse wohl: ich f\u00fchre deine Sache und vollziehe die Rache f\u00fcr dich: ich trockne Babylons Strom aus und lasse seine Brunnen versiegen!<br>37 Babylon soll zum Tr\u00fcmmerhaufen werden, zur Behausung der Schakale, zum abschreckenden Beispiel und Gesp\u00f6tt, ohne Bewohner!<br>38 Jetzt br\u00fcllen sie noch allesamt wie junge L\u00f6wen, knurren wie L\u00f6wenk\u00e4tzchen;<br>39 aber wenn sie (vor Gier) gl\u00fchen, will ich ihnen ein Mahl herrichten und sie trunken machen, da\u00df sie taumeln und einschlafen zu ewigem Schlaf, aus dem sie nicht wieder erwachen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>40 \u00bbIch lasse sie wie L\u00e4mmer zur Schlachtung niedersinken, wie Widder samt den B\u00f6cken!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klagelied \u00fcber den Fall der Stadt verbunden mit Mahnungen an Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>41 Ach, wie ist doch Sesach eingenommen und erobert der Stolz der ganzen Erde! Ach, wie ist doch Babylon zum Gegenstand des Entsetzens unter den V\u00f6lkern geworden!<br>42 Das Meer ist gegen Babylon heraufgestiegen, von seinen brausenden Wellen ist es \u00fcberflutet;<br>43 seine St\u00e4dte sind zur W\u00fcste geworden, zu d\u00fcrrem Land und zur Steppe, zu einem Land, in welchem niemand wohnt und das kein Menschenkind durchwandert.<br>44 Auch am Bel (50,2) zu Babylon will ich das Strafgericht vollziehen und aus seinem Rachen das wieder herausholen, was er verschlungen hat, und nicht mehr sollen k\u00fcnftig die V\u00f6lker zu ihm hinstr\u00f6men! Auch die Mauer Babylons ist gefallen!<br>45 Ziehet aus seinem Bereich hinweg, mein Volk, und rettet ein jeder sein Leben vor der Zornglut des HERRN!<br>46 Doch la\u00dft euer Herz nicht verzagen und geratet nicht in Angst bei den Ger\u00fcchten, die im Lande im Umlauf sind, wenn in dem einen Jahre dieses Ger\u00fccht sich verbreitet und im Jahre darauf jenes Ger\u00fccht, und Gewaltt\u00e4tigkeit im Lande herrscht, und ein Machthaber sich gegen den andern erhebt!<br>47 \u00bbDarum wisset wohl: es kommt die Zeit, da werde ich das Strafgericht an den G\u00f6tzenbildern Babylons vollziehen! Da wird dann sein ganzes Land zuschanden werden und alle seine (Bewohner) erschlagen in seiner Mitte fallen!<br>48 Dann werden Himmel und Erde samt allem, was in ihnen ist, \u00fcber Babylon jubeln, denn von Norden her brechen ihm die Verw\u00fcster ins Land ein\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<br>49 Auch Babylon mu\u00df fallen um der erschlagenen Israeliten willen, wie um Babylons willen Erschlagene auf der ganzen Erde gefallen sind.<br>50 Ihr, die ihr dem Schwert entronnen seid, ziehet ab und steht nicht still! Bleibt des HERRN auch in der Ferne eingedenk und haltet die Erinnerung an Jerusalem getreulich fest:<br>51 \u00bbWir haben uns sch\u00e4men m\u00fcssen, denn wir haben Schm\u00e4hreden zu h\u00f6ren bekommen; Schamr\u00f6te hat unser Antlitz bedeckt, denn Fremde sind \u00fcber die Heiligt\u00fcmer im Tempel des HERRN hergefallen!\u00ab<br>52 \u00bbDarum wisset wohl: es kommt die Zeit\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN \u2013, \u00bbda werde ich das Strafgericht an den G\u00f6tzen Babylons vollziehen, und \u00fcberall in seinem Lande werden dann t\u00f6dlich Verwundete r\u00f6cheln!<br>53 Wenn Babylon auch bis zum Himmel emporstiege und seine Festung unersteiglich hoch baute, so werden ihm doch von mir her die Verw\u00fcster kommen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abschlu\u00df und R\u00fcckblick<\/h3>\n\n\n\n<p>54 Horch! Geschrei von Babylon her und ein gewaltiger Einsturz aus dem Lande der Chald\u00e4er!<br>55 Denn der HERR verw\u00fcstet Babylon und macht dem lauten L\u00e4rmen dort ein Ende: es brausen ihre Wogen wie gewaltige Fluten, laut erschallen ihre wilden Kriegsrufe.<br>56 Denn der Verw\u00fcster bricht \u00fcber die Stadt, \u00fcber Babylon herein, und ihre Krieger werden gefangen, ihre Bogen sind zerbrochen; denn ein Gott der Vergeltung ist der HERR, er zahlt sicher heim.<br>57 \u00bbIhre Oberen aber und Gelehrten, ihre Landpfleger, Statthalter und Krieger mache ich trunken, da\u00df sie entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht wieder erwachen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch des K\u00f6nigs, dessen Name \u203aHERR der Heerscharen\u2039 ist. \u2013<br>58 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: \u00bbBabylons Mauern, so breit sie sind, sollen bis auf den Grund niedergerissen und seine Tore, so hoch sie sind, mit Feuer verbrannt werden!\u00ab, und so (trifft das Wort zu: Hab 2,13): \u00bbV\u00f6lker m\u00fchen sich f\u00fcr nichts ab, und V\u00f6lkerschaften arbeiten sich f\u00fcr das Feuer ab.\u00ab<br>59 (Dies ist) der Auftrag, den der Prophet Jeremia Seraja, dem Sohne Nerijas, des Sohnes Mahsejas, erteilte, als dieser mit Zedekia, dem K\u00f6nig von Juda, im vierten Jahre von dessen Regierung nach Babylon reiste; Seraja war damals Quartiermeister.<br>60 Jeremia hatte aber alles Ungl\u00fcck, das \u00fcber Babylon hereinbrechen sollte, n\u00e4mlich alle Ausspr\u00fcche, die hier \u00fcber Babylon aufgezeichnet stehen, auf eine einzige Buchrolle geschrieben<br>61 und zu Seraja gesagt: \u00bbWenn du nach Babylon kommst, so sieh dich nach einem passenden Orte um und verlies alle diese Worte laut<br>62 und sage dann: \u203aHERR, du selbst hast diesem Orte angedroht, ihn vernichten zu wollen, so da\u00df kein Bewohner mehr in ihm sein solle, weder Menschen noch Vieh, sondern da\u00df er zu einer Ein\u00f6de f\u00fcr ewige Zeiten werden solle.\u2039<br>63 Wenn du dann diese Buchrolle zu Ende gelesen hast, so binde einen Stein daran und wirf sie mitten in den Euphrat hinein<br>64 und rufe aus: \u203aSo soll auch Babylon versinken und nicht wieder hochkommen infolge des Ungl\u00fccks, das ich \u00fcber es verh\u00e4nge!\u2039\u00ab Bis hierher gehen die Ausspr\u00fcche Jeremias.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeremia Kapitel 52<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Anhang: Nachrichten \u00fcber die Zerst\u00f6rung Jerusalems sowie \u00fcber die Wegf\u00fchrung der Gefangenen und \u00fcber Jojachins Begnadigung (Kap. 52)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im Alter von einundzwanzig Jahren kam Zedekia auf den Thron und regierte elf Jahre in Jerusalem; seine Mutter hie\u00df Hamutal und war die Tochter Jeremias, aus Libna.<br>2 Er tat, was dem HERRN mi\u00dffiel, ganz wie Jojakim getan hatte.<br>3 Denn infolge des Zornes des HERRN kam es mit Jerusalem und Juda dahin, da\u00df der HERR sie von seinem Angesicht verstie\u00df. Als Zedekia aber vom K\u00f6nig von Babylon abgefallen war,<br>4 da \u2013 es war im neunten Jahre seiner Regierung, am zehnten Tage des zehnten Monats \u2013 kam Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, in eigener Person mit seiner ganzen Heeresmacht gegen Jerusalem herangezogen, und man er\u00f6ffnete die Belagerung der Stadt und f\u00fchrte rings um sie Belagerungswerke auf;<br>5 und die Stadt blieb dann eingeschlossen bis ins elfte Regierungsjahr Zedekias.<br>6 Am neunten Tage des vierten Monats, als die Hungersnot in der Stadt \u00fcberm\u00e4chtig geworden war und auch die Landbev\u00f6lkerung kein Brot mehr hatte,<br>7 da wurde die Stadtmauer durchbrochen, und alle Kriegsleute ergriffen die Flucht und verlie\u00dfen die Stadt nachts auf dem Wege durch das Tor zwischen den beiden Mauern, das am K\u00f6nigsgarten lag, w\u00e4hrend die Chald\u00e4er noch rings um die Stadt her lagen, und sie wandten sich dann der Jordan-Ebene zu.<br>8 Aber das Heer der Chald\u00e4er setzte dem K\u00f6nige nach und holte Zedekia in den Steppen von Jericho ein, nachdem sein ganzes Heer sich zerstreut und ihn verlassen hatte.<br>9 So wurde denn der K\u00f6nig gefangengenommen und zum K\u00f6nig von Babylon nach Ribla in der Landschaft Hamath hinaufgef\u00fchrt; der hielt dann Gericht \u00fcber ihn.<br>10 Der K\u00f6nig von Babylon lie\u00df die S\u00f6hne Zedekias vor dessen Augen schlachten, ebenso auch alle F\u00fcrsten von Juda in Ribla.<br>11 Zedekia aber lie\u00df er blenden und in zwei Ketten legen und ihn dann nach Babylon bringen, wo er ihn bis zu seinem Todestage gefangenhielt.<br>12 Am zehnten Tage des f\u00fcnften Monats aber \u2013 das war das neunzehnte Regierungsjahr Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon \u2013 zog Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, der zur pers\u00f6nlichen Umgebung des K\u00f6nigs von Babylon geh\u00f6rte, in Jerusalem ein<br>13 und verbrannte den Tempel des HERRN sowie den k\u00f6niglichen Palast und alle anderen H\u00e4user in Jerusalem: alle gr\u00f6\u00dferen H\u00e4user lie\u00df er in Flammen aufgehen.<br>14 Sodann mu\u00dfte das ganze chald\u00e4ische Heer, welches der Befehlshaber der Leibwache bei sich hatte, alle Mauern rings um Jerusalem niederrei\u00dfen;<br>15 hierauf lie\u00df Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, [einen Teil des niederen Volkes und] den Rest des Volkes, was an Einwohnern in der Stadt noch \u00fcbriggeblieben war, ebenso die \u00dcberl\u00e4ufer, die zum K\u00f6nig von Babylon \u00fcbergegangen waren, [sowie den Rest der Werkleute] in die Verbannung nach Babylon f\u00fchren;<br>16 von der niederen Bev\u00f6lkerung des Landes aber lie\u00df Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, einen Teil als Weing\u00e4rtner und Ackerleute zur\u00fcck.<br>17 Aber die ehernen S\u00e4ulen, die am Tempel des HERRN standen, sowie die Gest\u00fchle und das gro\u00dfe eherne Wasserbecken, die beim Tempel des HERRN waren, zerschlugen die Chald\u00e4er und nahmen alles Erz davon mit sich nach Babylon.<br>18 Auch die T\u00f6pfe, Schaufeln, Messer zum Lichtputzen, Sch\u00f6pfkellen, Sch\u00fcsseln, \u00fcberhaupt alle ehernen Ger\u00e4te, die man beim Gottesdienst gebraucht hatte, nahmen sie weg;<br>19 auch die Becken, Kohlenpfannen, Sprengschalen, T\u00f6pfe, Leuchter, Sch\u00fcsseln und Becher, alles, was ganz aus Gold oder ganz aus Silber bestand, nahm der Befehlshaber der Leibwache weg.<br>20 Was die beiden S\u00e4ulen sowie das eine gro\u00dfe Wasserbecken und die zw\u00f6lf ehernen Rinder, die sich unter ihm befanden, und die Gest\u00fchle betrifft, die der K\u00f6nig Salomo einst f\u00fcr den Tempel des HERRN hatte anfertigen lassen, so war es unm\u00f6glich, das Erz aller dieser Kunstwerke zu w\u00e4gen.<br>21 Was aber die S\u00e4ulen betrifft, so war die eine S\u00e4ule achtzehn Ellen hoch, und ein Faden von zw\u00f6lf Ellen umspannte sie; ihre Dicke betrug vier Finger, inwendig war sie hohl.<br>22 Oben auf ihr befand sich ein eherner Knauf, dessen H\u00f6he bei der einen S\u00e4ule f\u00fcnf Ellen betrug; und ein Flechtwerk und Granat\u00e4pfel waren ringsum an dem Knauf angebracht, alles von Erz; ebenso war auch die andere S\u00e4ule beschaffen. Was aber die Granat\u00e4pfel betrifft,<br>23 so waren sechsundneunzig Granat\u00e4pfel da, die frei in der Luft hingen; die Zahl s\u00e4mtlicher Granat\u00e4pfel an dem Flechtwerk ringsum betrug hundert.<br>24 Weiter lie\u00df der Befehlshaber der Leibwache den Oberpriester Seraja, den Unterpriester Zephanja und die drei Schwellenh\u00fcter verhaften;<br>25 ferner nahm er aus der Stadt den einen K\u00e4mmerer fest, der den Oberbefehl \u00fcber das Kriegsvolk gehabt hatte, sowie sieben M\u00e4nner von denen, die zu der st\u00e4ndigen Umgebung des K\u00f6nigs geh\u00f6rt hatten und die in der Stadt vorgefunden waren, au\u00dferdem den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Landvolk zum Heeresdienst ausgehoben hatte, au\u00dferdem sechzig Personen aus der Landbev\u00f6lkerung, die noch in der Stadt angetroffen waren.<br>26 Diese also nahm Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, und brachte sie zum K\u00f6nig von Babylon nach Ribla;<br>27 der K\u00f6nig von Babylon lie\u00df sie dann zu Ribla in der Landschaft Hamath grausam hinrichten. So wurde Juda von seinem heimischen Boden in die Gefangenschaft weggef\u00fchrt.<br>28 Dies ist die Zahl der Personen, die Nebukadnezar in die Gefangenschaft hat wegf\u00fchren lassen: im siebten Jahre seiner Regierung 3023 Jud\u00e4er;<br>29 im achtzehnten Regierungsjahr Nebukadnezars 832 Personen aus Jerusalem;<br>30 im dreiundzwanzigsten Regierungsjahr Nebukadnezars f\u00fchrte Nebusaradan, der Befehlshaber der Leibwache, von den Jud\u00e4ern 745 Personen weg: im ganzen waren es 4600 Personen.<br>31 Aber im siebenunddrei\u00dfigsten Jahre nach der Wegf\u00fchrung Jojachins, des K\u00f6nigs von Juda, am f\u00fcnfundzwanzigsten Tage des zw\u00f6lften Monats, begnadigte Ewil-Merodach, der K\u00f6nig von Babylon \u2013 im Jahre seines Regierungsantritts \u2013 den K\u00f6nig Jojachin von Juda und entlie\u00df ihn aus dem Kerker.<br>32 Er redete freundlich mit ihm und wies ihm seinen Sitz an \u00fcber den Sitzen der anderen K\u00f6nige, die mit ihm in Babylon waren.<br>33 Er durfte nun auch seine Gefangenenkleidung ablegen und speiste regelm\u00e4\u00dfig an der k\u00f6niglichen Tafel, solange er noch lebte.<br>34 Sein Unterhalt wurde ihm als st\u00e4ndiger Unterhalt, soviel er t\u00e4glich bedurfte, von seiten des K\u00f6nigs von Babylon bis zu seinem Todestage gew\u00e4hrt, solange er noch lebte.<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-741_e8bda1-56 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-741_e8bda1-56 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-741_e8bda1-56\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow 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Reden und Erlebnisse Jeremias bis zur Zerst\u00f6rung Jerusalems (Kap. 1-39) I. \u00dcberschrift. 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