{"id":752,"date":"2023-12-23T14:37:58","date_gmt":"2023-12-23T13:37:58","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=752"},"modified":"2026-02-18T18:00:08","modified_gmt":"2026-02-18T17:00:08","slug":"hesekiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=752","title":{"rendered":"Hesekiel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Prophet Hesekiel<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns752_d2cf1d-3b{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns752_d2cf1d-3b .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns752_d2cf1d-3b\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn752_4b8a73-38.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn752_4b8a73-38 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2402\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn752_d99fac-44.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn752_d99fac-44 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id752_b90779-eb .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id752_b90779-eb .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id752_b90779-eb .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id752_b90779-eb .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A. Erster Hauptteil: Gerichtsbuch oder Reden vor der Zerst\u00f6rung Jerusalems (Kapitel 1-24)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Hesekiels Berufung und Weihe zum Propheten (1,1-3,21)<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erscheinung von Gottes Herrlichkeit in Babylonien<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Und es begab sich im drei\u00dfigsten Jahre im vierten Monat, am f\u00fcnften Tage des Monats, als ich mich unter den in die Verbannung Weggef\u00fchrten am Flusse Kebar befand: da tat sich der Himmel auf, und ich sah g\u00f6ttliche Gesichte.<br>2 Am f\u00fcnften Tage des Monats \u2013 es war das f\u00fcnfte Jahr seit der Wegf\u00fchrung des K\u00f6nigs Jojachin \u2013:<br>3 da erging das Wort des HERRN an den Priester Hesekiel, den Sohn Busis, im Lande der Chald\u00e4er am Flusse Kebar; dort kam die Hand des HERRN \u00fcber ihn.<br>4 Als ich n\u00e4mlich hinblickte, sah ich pl\u00f6tzlich einen Sturmwind von Norden daherfahren und eine gewaltige Wolke und zusammengeballtes Feuer, von Lichtglanz rings umgeben, und mitten aus ihm blinkte etwas hervor wie der Schimmer von Glanzerz [aus der Mitte des Feuers].<br>5 Mitten in ihm erschien dann etwas, das vier lebenden Wesen glich, deren Aussehen folgendes war: sie hatten Menschengestalt,<br>6 aber jedes hatte vier Gesichter und jedes von ihnen vier Fl\u00fcgel.<br>7 Ihre Beine standen gerade, aber ihre Fu\u00dfsohlen waren (abgerundet) wie die Fu\u00dfsohle eines Kalbes, und sie funkelten so hell wie gegl\u00e4ttetes Kupfer.<br>8 Unter ihren Fl\u00fcgeln befanden sich Menschenh\u00e4nde an allen vier Seiten, und alle vier hatten Fl\u00fcgel,<br>9 von denen immer einer den des n\u00e4chsten ber\u00fchrte; ihre Gesichter wandten sich nicht um, wenn sie gingen, sondern sie gingen ein jedes geradeaus vor sich hin.<br>10 Ihre Gesichter sahen aber so aus: (vorn war) ein Menschengesicht, rechts ein L\u00f6wengesicht bei allen vieren, links ein Stiergesicht bei allen vieren, und nach innen ein Adlergesicht bei allen vieren.<br>11 Ihre Fl\u00fcgel waren nach oben hin ausgebreitet, bei jedem zwei, die sich untereinander ber\u00fchrten, und zwei bedeckten ihre Leiber.<br>12 Sie gingen ein jedes geradeaus vor sich hin: wohin der Geist sie zu gehen trieb, dahin gingen sie, ohne beim Gehen eine Wendung vorzunehmen.<br>13 Und mitten zwischen den lebenden Wesen war etwas, das wie brennende Feuerkohlen aussah, wie Fackeln, deren Feuer zwischen den Wesen best\u00e4ndig hin und her fuhr; und das Feuer hatte einen strahlenden Glanz, und Blitze gingen aus dem Feuer hervor;<br>14 und die lebenden Wesen liefen hin und her, so da\u00df es aussah wie Blitzstrahlen.<br>15 Als ich nun die lebenden Wesen n\u00e4her betrachtete, sah ich je ein Rad auf dem Erdboden neben jedem der vier Wesen.<br>16 Das Aussehen der R\u00e4der war wie der Schimmer von Chrysolith, und alle vier hatten die gleiche Gestalt, und sie waren so hergestellt, als ob ein Rad innerhalb des andern Rades w\u00e4re.<br>17 Nach allen vier Seiten hin liefen sie, wenn sie liefen, ohne beim Laufen eine Wendung vorzunehmen.<br>18 Ihre Felgen aber \u2013 sie hatten eine gewaltige H\u00f6he und Furchtbarkeit \u2013 waren bei allen vier R\u00e4dern ringsum voller Augen;<br>19 und wenn die lebenden Wesen sich in Bewegung setzten, so liefen auch die R\u00e4der neben ihnen; und wenn die lebenden Wesen sich vom Erdboden erhoben, dann erhoben sich auch die R\u00e4der:<br>20 wohin der Geist jene zu gehen trieb, dahin gingen die R\u00e4der ebenfalls und erhoben sich zugleich mit ihnen; denn der Geist der lebenden Wesen war in den R\u00e4dern:<br>21 wenn jene gingen, so gingen auch sie, und wenn jene stehen blieben, so blieben auch sie stehen, und wenn jene sich von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die R\u00e4der zugleich mit ihnen; denn der Geist der lebenden Wesen war in den R\u00e4dern.<br>22 \u00dcber den H\u00e4uptern der lebenden Wesen aber war etwas, das sah aus wie ein Himmelsgew\u00f6lbe, wie wundervoll gl\u00e4nzender Bergkristall; oben \u00fcber ihren H\u00e4uptern war es ausgebreitet.<br>23 Unterhalb des Himmelsgew\u00f6lbes aber waren ihre Fl\u00fcgel geradegerichtet, jeder nach dem andern hin, von jedem zwei; mit den beiden anderen bedeckten sie ihre Leiber.<br>24 Und ich h\u00f6rte das Rauschen ihrer Fl\u00fcgel wie das Rauschen gewaltiger Wasser, wie den Donner des Allm\u00e4chtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende Rauschen dem Get\u00f6se eines Heerlagers; wenn sie aber stillstanden, lie\u00dfen sie ihre Fl\u00fcgel schlaff herabh\u00e4ngen.<br>25 [Und es kam eine Stimme von oberhalb des Himmelsgew\u00f6lbes, das \u00fcber ihren H\u00e4uptern war; wenn sie stillstanden, lie\u00dfen sie ihre Fl\u00fcgel schlaff herabh\u00e4ngen.]<br>26 Oben \u00fcber dem Himmelsgew\u00f6lbe aber, das sich \u00fcber ihren H\u00e4uptern befand, da war es anzusehen wie Saphirstein, etwas, das einem Thron glich; und auf diesem Throngebilde war eine Gestalt zu sehen, die wie eine Mann aussah, oben darauf.<br>27 Und ich sah etwas wie den Schimmer von Glanzerz, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Geh\u00e4use hat; von dem K\u00f6rperteile an, der wie seine H\u00fcften aussah, nach oben zu, und von dem K\u00f6rperteile an, der wie seine H\u00fcften aussah, nach unten zu sah ich es \u2013 wie Feuer anzuschauen; und strahlendes Licht war rings um ihn her.<br>28 Wie der Bogen aussieht, der am Regentage in den Wolken erscheint, so war das strahlende Licht ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des HERRN; und als ich sie erblickte, warf ich mich auf mein Angesicht nieder und h\u00f6rte die Stimme eines, der da redete.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gott sendet Hesekiel zu den st\u00f6rrischen und widerspenstigen Israeliten<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Und er sagte zu mir: \u00bbMenschensohn, tritt auf deine F\u00fc\u00dfe; denn ich will mit dir reden.\u00ab<br>2 Als er so zu mir sprach, kam eine Gotteskraft in mich, die mich auf meine F\u00fc\u00dfe treten lie\u00df; und ich h\u00f6rte den an, der mit mir redete.<br>3 Er sagte dann zu mir: \u00bbMenschensohn! Ich sende dich zu denen vom Hause Israel, zu den abtr\u00fcnnigen St\u00e4mmen, die sich gegen mich aufgelehnt haben; sie und ihre V\u00e4ter sind von mir abgefallen bis auf den heutigen Tag.<br>4 Und die S\u00f6hne haben ein trotziges Gesicht und ein hartes Herz; zu ihnen sende ich dich, und du sollst zu ihnen sagen: \u203aSo hat Gott, der HERR gesprochen!\u2039<br>5 M\u00f6gen sie dann darauf h\u00f6ren oder m\u00f6gen sie es lassen \u2013 denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht \u2013, so sollen sie doch erkennen, da\u00df ein Prophet unter ihnen aufgetreten ist.<br>6 Du aber, Menschensohn, f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen und la\u00df dich durch ihre Reden nicht einsch\u00fcchtern, ob auch Disteln und Dornen um dich sind und du unter Skorpionen wohnst: f\u00fcrchte dich nicht vor ihren Reden und erschrick nicht vor ihren Mienen! Denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht.<br>7 Vielmehr sollst du ihnen meine Worte verk\u00fcndigen, m\u00f6gen sie darauf h\u00f6ren oder m\u00f6gen sie es lassen; denn sie sind widerspenstig!\u00ab<br>8 \u00bbDu aber, Menschensohn, h\u00f6re, was ich dir sage: Sei du nicht widerspenstig wie das widerspenstige Geschlecht! \u00d6ffne deinen Mund und i\u00df, was ich dir jetzt gebe!\u00ab<br>9 Als ich nun hinblickte, sah ich eine Hand, die sich mir entgegenstreckte, und in ihr befand sich eine Schriftrolle.<br>10 Er breitete sie vor mir aus, und sie war auf der Vorderseite und auf der R\u00fcckseite beschrieben; und zwar standen Klagen, Seufzer und Wehe auf ihr geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Berufung zum W\u00e4chter und Propheten f\u00fcr Israel<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Dann sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, i\u00df, was du da vor dir siehst! I\u00df diese Schriftrolle und gehe dann hin und rede zum Hause Israel!\u00ab<br>2 Da \u00f6ffnete ich meinen Mund, und er gab mir jene Rolle zu essen;<br>3 dabei sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, verschlucke diese Schriftrolle, die ich dir gebe, und f\u00fclle deinen Leib mit ihr!\u00ab Da a\u00df ich sie, und sie schmeckte mir im Munde s\u00fc\u00df wie Honig.<br>4 Darauf sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, auf! Begib dich zum Hause Israel und rede in meinem Namen zu ihnen!<br>5 Denn nicht zu einem Volk mit dunkler Sprache und unverst\u00e4ndlicher Rede wirst du gesandt, sondern zum Hause Israel;<br>6 auch nicht zu zahlreichen V\u00f6lkern mit fremder Sprache und unverst\u00e4ndlicher Rede, deren Worte du nicht verstehst \u2013 freilich, wenn ich dich zu diesen sendete, w\u00fcrden sie auf dich h\u00f6ren \u2013;<br>7 aber das Haus Israel wird nicht auf dich h\u00f6ren wollen: sie wollen ja auch auf mich nicht h\u00f6ren; denn das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn und ein verstocktes Herz.<br>8 Doch wisse: ich will auch dein Angesicht hart machen gleich dem ihrigen und deine Stirn hart gleich der ihrigen:<br>9 wie Diamant, h\u00e4rter als Kieselstein, will ich deine Stirn machen. F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen und la\u00df dich durch ihre Mienen nicht einsch\u00fcchtern! Denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht.\u00ab<br>10 Dann fuhr er fort: \u00bbMenschensohn, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm dir zu Herzen und la\u00df sie in deine Ohren eindringen!<br>11 Und nun mache dich auf und begib dich zu den in der Verbannung Lebenden, zu deinen Volksgenossen; rede zu ihnen und sage ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen!\u2039 \u2013 m\u00f6gen sie nun darauf h\u00f6ren, oder m\u00f6gen sie es lassen!\u00ab<br>12 Da hob die Gotteskraft mich empor, und ich vernahm hinter mir ein lautes, gewaltiges Get\u00f6se, als die Herrlichkeit des HERRN sich von ihrer Stelle erhob,<br>13 n\u00e4mlich das Rauschen der sich gegenseitig ber\u00fchrenden Fl\u00fcgel der vier lebenden Wesen und das Gerassel der R\u00e4der neben ihnen, ein lautes gewaltiges Get\u00f6se.<br>14 Als mich nun die Gotteskraft emporhob und mich entr\u00fcckte, ging ich dahin, tief betr\u00fcbt in der Erregung meines Geistes, w\u00e4hrend die Hand des HERRN \u00fcberm\u00e4chtig auf mir lastete.<br>15 So kam ich denn zu den in der Verbannung Lebenden nach Thel-Abib, wo sie am Flusse Kebar wohnten, und weilte dort sieben Tage lang unter ihnen, in dumpfes Schweigen versunken.<br>16 Als aber die sieben Tage um waren, erging das Wort des HERRN an mich also:<br>17 \u00bbMenschensohn, ich habe dich zum W\u00e4chter f\u00fcr das Haus Israel bestellt: wenn du ein Wort aus meinem Munde vernommen hast, sollst du sie in meinem Namen verwarnen!<br>18 Wenn ich also zum Gottlosen sage: \u203aDu mu\u00dft des Todes sterben!\u2039 und du verwarnst ihn nicht und sagst kein Wort, um den Gottlosen vor seinem b\u00f6sen Wandel zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er als Gottloser um seiner Verschuldung willen sterben, aber f\u00fcr den Verlust seines Lebens werde ich dich verantwortlich machen.<br>19 Hast du aber den Gottlosen gewarnt und hat er sich trotzdem von seiner Gottlosigkeit und seinem b\u00f6sen Wandel nicht abgewandt, so wird er zwar um seiner Verschuldung willen sterben, du aber hast deine Seele gerettet.<br>20 Und wenn ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und B\u00f6ses tut und ich ihm dann entgegentrete, so da\u00df er stirbt: wenn du ihn dann nicht gewarnt hast, so wird er zwar infolge seiner S\u00fcnde sterben, und der gerechten Werke, die er vollbracht hat, wird nicht mehr gedacht werden; aber f\u00fcr den Verlust seines Lebens werde ich dich verantwortlich machen.<br>21 Wenn du ihn aber, den Gerechten, gewarnt hast, da\u00df er keine S\u00fcnde begehen m\u00f6ge, und er dann auch keine S\u00fcnde begeht, so wird er am Leben bleiben, weil er sich hat warnen lassen, und du hast deine Seele gerettet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">II. Erste Reihe von Drohweissagungen gegen Juda und Jerusalem in Bild und Wort (3,22-7,27)<\/h4>\n\n\n\n<p>22 Da kam dort die Hand des HERRN \u00fcber mich, und er gebot mir: \u00bbMache dich auf und gehe in die Tal-Ebene hinaus: dort will ich mit dir reden!\u00ab<br>23 Da machte ich mich auf und ging in die Tal-Ebene hinaus; und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN gerade so, wie ich sie am Flusse Kebar geschaut hatte; da warf ich mich auf mein Angesicht nieder.<br>24 Aber die Gotteskraft kam in mich und lie\u00df mich auf meine F\u00fc\u00dfe treten; und er redete mich an mit den Worten: \u00bbGehe heim und schlie\u00dfe dich in deinem Hause ein!<br>25 Und du, Menschensohn, wisse wohl: man wird dir Fesseln anlegen und dich mit ihnen binden, so da\u00df du nicht unter sie wirst hinausgehen k\u00f6nnen.<br>26 Und ich werde dir die Zunge am Gaumen kleben lassen: stumm sollst du werden und kein Strafprediger mehr f\u00fcr sie sein; denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht.<br>27 Wenn ich aber mit dir rede, werde ich dir den Mund auftun, und du sollst zu ihnen sagen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen!\u2039 Wer dann h\u00f6ren will, mag h\u00f6ren, und wer es lassen will, der mag es lassen! Denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu aber, Menschensohn, nimm dir einen Ziegelstein, lege ihn vor dich hin und ritze auf ihm eine Stadt ein, n\u00e4mlich Jerusalem.<br>2 Dann er\u00f6ffne die Belagerung gegen sie: errichte Belagerungswerke gegen sie, sch\u00fctte gegen sie einen Wall auf, schlage Heerlager gegen sie auf und stelle Sturmb\u00f6cke ringsum gegen sie auf.<br>3 Darauf hole dir eine eiserne Platte und stelle sie als eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt hin; dann richte deine Blicke unverwandt gegen sie: so soll sie sich im Belagerungszustand befinden, und du sollst sie belagern: ein Wahrzeichen soll dies f\u00fcr das Haus Israel sein!\u00ab<br>4 \u00bbSodann lege du dich auf deine linke Seite und trage die Verschuldung des Hauses Israel auf ihr; nach der Zahl der Tage, die du auf ihr liegst, sollst du ihre Verschuldung tragen.<br>5 Ich aber will dir die Jahre ihrer Verschuldung in einer gleichgro\u00dfen Anzahl von Tagen auflegen, n\u00e4mlich 390 Tage: so lange sollst du die Verschuldung des Hauses Israel tragen.<br>6 Wenn du dann mit diesen Tagen zu Ende bist, so lege dich zum zweitenmal auf deine rechte Seite und trage die Verschuldung des Hauses Juda vierzig Tage lang: f\u00fcr jedes Jahr lege ich dir einen Tag auf.<br>7 Dabei sollst du deine Blicke und deinen entbl\u00f6\u00dften Arm unverwandt auf die Belagerung Jerusalems richten und gegen die Stadt weissagen.<br>8 Und wisse wohl: ich will dir Fesseln anlegen, da\u00df du dich nicht von einer Seite auf die andere umwenden kannst, bis du mit den Tagen deiner Belagerung zu Ende bist.\u00ab<br>9 \u00bbDu aber nimm dir Weizen und Gerste, Bohnen und Linsen, Hirse und Spelt, tu sie zusammen in ein einziges Gef\u00e4\u00df und bereite dir Brot daraus nach der Zahl der Tage, w\u00e4hrend derer du auf deiner Seite liegen mu\u00dft: 390 (190? V.5) Tage lang sollst du das essen;<br>10 und zwar soll die Speise, die du zu dir nimmst, abgewogen t\u00e4glich zwanzig Schekel betragen, und du sollst sie auf mehrere Mahlzeiten verteilen.<br>11 Auch das Wasser sollst du abgemessen trinken, jedesmal ein Sechstel Hin; auch dieses sollst du in Zwischenr\u00e4umen genie\u00dfen.<br>12 Und zwar sollst du (das Brot) wie Gerstenbrotkuchen zubereitet essen und diese vor ihren Augen auf Ballen von Menschenkot backen.<br>13 (Und du sollst sagen:) \u203aSo hat der HERR gesprochen: Ebenso sollen die Kinder Israel ihr Brot unrein essen unter den Heidenv\u00f6lkern, unter die ich sie versto\u00dfen werde.\u2039\u00ab<br>14 Da entgegnete ich: \u00bbAch, HERR, mein Gott! Siehe, mein Inneres ist noch niemals durch Unreines befleckt worden, und von verendeten oder zerrissenen Tieren habe ich seit meiner Jugend bis jetzt niemals etwas genossen, und abscheuliches Fleisch ist noch nie in meinen Mund gekommen.\u00ab<br>15 Da antwortete er mir: \u00bbNun gut! Ich will dir Rindermist statt des Menschenkotes gestatten: auf diesem magst du das Brot f\u00fcr dich bereiten.\u00ab<br>16 Dann fuhr er fort: \u00bbMenschensohn, wisse wohl: ich will den Stab des Brotes in Jerusalem zerbrechen, so da\u00df sie das Brot abgewogen und mit Angst essen m\u00fcssen und das Wasser abgemessen und mit Entsetzen trinken,<br>17 weil es ihnen an Brot und Wasser mangeln soll und damit sie einer wie der andere verzweifeln und infolge ihrer Verschuldung verschmachten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu aber, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert; als Schermesser sollst du es f\u00fcr dich benutzen und mit ihm \u00fcber dein Haupt und deinen Bart fahren. Sodann nimm dir eine Waage zum Abw\u00e4gen und teile (die Haare) mit ihr ab:<br>2 ein Drittel verbrenne im Feuer inmitten der Stadt, wenn die Tage der Belagerung voll sind; das zweite Drittel nimm und schlage es mit dem Schwert rings um die Stadt her; und das letzte Drittel verstreue in den Wind; ich will dann das Schwert hinter ihnen her z\u00fccken.<br>3 Doch nimm von diesen eine kleine Anzahl und binde sie in deinen Rockzipfel ein;<br>4 hierauf nimm auch von diesen nochmals einige, wirf sie mitten ins Feuer und la\u00df sie im Feuer verbrennen: davon soll ein Feuer \u00fcber das ganze Haus Israel ausgehen.\u00ab<br>5 \u00bbAlsdann sage zum ganzen Hause Israel: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: So steht\u2019s mit Jerusalem! Mitten unter die Heiden habe ich die Stadt gestellt und (deren) L\u00e4nder rings um sie her.<br>6 Aber sie ist gegen meine Gebote in gottloser Weise widerspenstig gewesen, \u00e4rger noch als die Heidenv\u00f6lker, und gegen meine Satzungen \u00e4rger als die L\u00e4nder rings um sie her; denn meine Gebote haben sie verachtet, und nach meinen Satzungen sind sie nicht gewandelt.<br>7 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: Weil ihr trotziger gewesen seid als die Heidenv\u00f6lker rings um euch her, weil ihr euch in eurem Wandel nach meinen Satzungen nicht gerichtet und meine Gebote nicht befolgt habt, vielmehr nach den Geboten der Heidenv\u00f6lker rings um euch her gehandelt habt,<br>8 darum spricht Gott der HERR so: F\u00fcrwahr, auch ich will nun gegen dich vorgehen und will Gerichte in deiner Mitte vollstrecken vor den Augen der Heidenv\u00f6lker!<br>9 Und ich will um all deiner Greuel willen an dir tun, was ich noch nie getan habe und was ich in gleicher Weise auch nie wieder tun werde.<br>10 Darum werden V\u00e4ter in deiner Mitte ihre Kinder aufessen, und Kinder werden ihre V\u00e4ter verzehren; und ich will Strafgerichte an dir vollstrecken und alles, was von dir noch \u00fcbriggeblieben ist, in alle Winde zerstreuen!<br>11 Darum, so wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203af\u00fcrwahr, weil du mein Heiligtum durch all deine scheu\u00dflichen G\u00f6tzen und durch all deine Greuel verunreinigt hast, so will auch ich nun mein Auge von dir abwenden ohne Mitleid und will keine Schonung mehr \u00fcben!<br>12 Der dritte Teil von dir soll an der Pest sterben und durch Hunger umkommen in deiner Mitte; das zweite Drittel soll durchs Schwert fallen rings um dich her; und das letzte Drittel will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her z\u00fccken.<br>13 Wenn so mein Zorn sich voll ausgewirkt hat und ich meinen Grimm an ihnen gestillt und Rache genommen habe, dann werden sie erkennen, da\u00df ich, der HERR, in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meinen Grimm an ihnen voll auswirke.<br>14 Ja, ich will dich zur Ein\u00f6de machen und zum Gegenstand des Hohnes unter den Heidenv\u00f6lkern rings um dich her, vor den Augen aller Vor\u00fcberziehenden.<br>15 Und du sollst ein Gegenstand des Hohnes und der Schmach sein, eine Warnung und ein Entsetzen f\u00fcr die Heidenv\u00f6lker rings um dich her, wenn ich Strafgerichte an dir vollziehe im Zorn und im Grimm und mit meinen grimmigen Heimsuchungen \u2013 ich, der HERR, habe es gesagt! \u2013,<br>16 wenn ich die schlimmen, verderblichen Pfeile des Hungers gegen euch abschie\u00dfe, die ich entsenden werde, um euch zu vernichten, und wenn ich die Hungersnot immer schrecklicher bei euch wirken lasse und ich euch den Stab des Brotes zerbreche.<br>17 Und au\u00dfer der Hungersnot will ich auch b\u00f6se Tiere gegen euch loslassen, damit sie dich deiner Kinder berauben; und Pest und Blutvergie\u00dfen sollen bei dir umgehen, und auch das Schwert will ich \u00fcber dich kommen lassen \u2013 ich, der HERR, habe es gesagt!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung v\u00f6lliger Vernichtung f\u00fcr alle St\u00e4tten des G\u00f6tzendienstes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich so:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke gegen die Berge Israels und sprich folgende Weissagungen gegen sie aus:<br>3 \u203aIhr Berge Israels, h\u00f6rt das Wort Gottes, des HERRN! So spricht Gott der HERR zu den Bergen und H\u00fcgeln, zu den Rinnsalen und T\u00e4lern: F\u00fcrwahr ich lasse das Schwert \u00fcber euch kommen und mache eurem H\u00f6hendienst ein Ende!<br>4 Eure Alt\u00e4re sollen zerst\u00f6rt und eure Sonnens\u00e4ulen zertr\u00fcmmert werden, und eure Erschlagenen will ich vor eure G\u00f6tzen hinwerfen,<br>5 ja ich will die Leichen der S\u00f6hne Israels vor ihre G\u00f6tzen hinwerfen und eure Gebeine rings um eure Alt\u00e4re verstreuen!<br>6 \u00dcberall, wo ihr wohnt, sollen die Ortschaften verw\u00fcstet werden und die Opferh\u00f6hen ver\u00f6det werden, damit eure Alt\u00e4re verlassen und zerst\u00f6rt dastehen und eure G\u00f6tzen zertr\u00fcmmert werden und verschwinden, eure Sonnens\u00e4ulen umgehauen und eure Machwerke vernichtet werden;<br>7 und Durchbohrte sollen in eurer Mitte zu Boden fallen, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Heilsverk\u00fcndigung f\u00fcr einen kleinen Teil des Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bb\u203aDoch will ich einige von euch \u00fcbriglassen, indem von euch Schwertentronnene unter den Heidenv\u00f6lkern leben werden, wenn ihr in die L\u00e4nder zerstreut seid.<br>9 Diese von euch Entronnenen werden dann unter den Heidenv\u00f6lkern, wohin sie als Gefangene weggef\u00fchrt worden sind, meiner gedenken, wenn ich ihr Herz, das treulos von mir abgefallen war, und ihre Augen, die buhlerisch auf ihre G\u00f6tzen gerichtet waren, zerbrochen habe. Dann werden sie vor sich selbst Abscheu empfinden wegen der Missetaten, die sie mit all ihren Greueln begangen haben,<br>10 und sie werden erkennen, da\u00df ich, der HERR, nicht umsonst gedroht habe, ihnen solches Unheil widerfahren zu lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erneute Ank\u00fcndigung schwerer Heimsuchungen wegen der heidnischen Greuel<\/h3>\n\n\n\n<p>11 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbSchlage die H\u00e4nde zusammen und stampfe mit dem Fu\u00dfe und rufe \u203aWehe!\u2039 \u00fcber all die schlimmen Greuel des Hauses Israel, deretwegen sie durch das Schwert, durch Hunger und durch Pest umkommen sollen!<br>12 Wer in der Ferne weilt, soll durch die Pest sterben, und wer in der N\u00e4he ist, soll durch das Schwert fallen, und wer dann noch \u00fcbriggeblieben und mit dem Leben davongekommen ist, soll Hungers sterben: so will ich meinen Grimm an ihnen voll auswirken!<br>13 Alsdann werdet ihr erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ihre Erschlagenen inmitten ihrer G\u00f6tzen rings um ihre Alt\u00e4re daliegen auf jedem hohen H\u00fcgel und auf allen Berggipfeln, unter jedem gr\u00fcnenden Baume und unter jeder dichtbelaubten Terebinthe, an den St\u00e4tten, wo sie all ihren G\u00f6tzen lieblichen Opferduft gespendet haben.<br>14 Ja, ich will meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land zur W\u00fcste und Wildnis machen von der Steppe an bis nach Ribla hin, \u00fcberall, wo sie wohnen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbDu, Menschensohn, so spricht Gott der HERR zum Lande Israel: \u203aEin Ende kommt! Es kommt das Ende \u00fcber alle vier Enden des Landes!<br>3 Jetzt kommt das Ende \u00fcber dich; ich will meinen Zorn gegen dich loslassen und dich nach deinem ganzen Tun richten und dich f\u00fcr alle deine Greuel b\u00fc\u00dfen lassen!<br>4 Mein Auge soll nicht mehr mitleidig nach dir blicken, und ich werde keine Schonung mehr \u00fcben, sondern ich will dich f\u00fcr dein ganzes Tun b\u00fc\u00dfen lassen, und die Folgen deiner Greuel sollen sich bei dir f\u00fchlbar machen, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<br>5 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbUngl\u00fcck \u00fcber Ungl\u00fcck! Siehe da, es kommt!<br>6 Ein Ende kommt! Es kommt das Ende! Es erwacht gegen dich: siehe da, es kommt!<br>7 Das Verh\u00e4ngnis kommt \u00fcber dich, Bewohnerschaft des Landes! Es kommt die Zeit, nahe ist der Tag, ein Tag der Best\u00fcrzung und nicht des Jauchzens auf den Bergen!<br>8 Nunmehr will ich gar bald meinen Grimm \u00fcber dich ausgie\u00dfen und meinen Zorn sich an dir ersch\u00f6pfen lassen und will dich nach deinem ganzen Tun richten und dich f\u00fcr all deine Greuel b\u00fc\u00dfen lassen.<br>9 Mein Auge soll nicht mehr mitleidig nach dir blicken, und ich werde keine Schonung \u00fcben; nein, ich will dir nach deinem ganzen Tun vergelten, und die Folgen deiner Greuel sollen sich bei dir f\u00fchlbar machen (V.4), damit ihr erkennt, da\u00df ich, der HERR, es bin, der da schl\u00e4gt.<br>10 Siehe, da ist der Tag! Siehe, da kommt er! Das Verh\u00e4ngnis ist aufgespro\u00dft, die Rute aufgewachsen, der \u00dcbermut steht in Bl\u00fcte!<br>11 Die Gewaltt\u00e4tigkeit hat sich zur Rute des Frevels erhoben; nichts wird von ihnen \u00fcbrigbleiben, nichts von ihrem Gepr\u00e4nge, nichts von ihrem Reichtum, nichts von ihrer Herrlichkeit!<br>12 Es kommt die Zeit, der Tag ist nahe! Der K\u00e4ufer freue sich nicht, und der Verk\u00e4ufer gr\u00e4me sich nicht! Denn Zornglut ergeht \u00fcber all ihr Gepr\u00e4nge.<br>13 Denn der Verk\u00e4ufer wird nicht wieder zu dem verkauften Gut gelangen, wenn er auch noch so lange unter den Lebenden lebt; denn meine Zornglut gegen all ihr Gepr\u00e4nge kehrt nicht um, und keiner wird infolge seiner Verschuldung sein Leben in festem Besitz haben.<br>14 Sto\u00dft immerhin in die Trompete und r\u00fcstet alles zu: es ist doch keiner da, der zum Kampf auszieht! Denn meine Zornglut ergeht \u00fcber all ihr Gepr\u00e4nge:<br>15 das Schwert drau\u00dfen, die Pest und die Hungersnot drinnen! Wer auf dem Felde ist, wird durchs Schwert den Tod finden; und wer in der Stadt ist, den werden Hunger und Pest ums Leben bringen;<br>16 und wenn F\u00fcchtlinge von ihnen entrinnen, so werden sie auf den Bergen sein wie die Tauben in den Schluchten, allesamt girrend, ein jeder um seiner Verschuldung willen.<br>17 Alle Arme werden schlaff herabsinken und alle Knie wie Wasser zerflie\u00dfen;<br>18 sie werden sich mit Sackleinen umg\u00fcrten, und Schauder wird ihre Glieder durchrieseln; auf allen Gesichtern wird Schamr\u00f6te liegen und auf all ihren H\u00e4uptern Kahlheit.<br>19 Ihr Silber werden sie auf die Stra\u00dfen werfen, und ihr Gold wird ihnen als Unrat gelten; denn ihr Silber und ihr Gold vermag sie am Tage des g\u00f6ttlichen Zorns nicht zu retten: ihren Hunger werden sie damit nicht zu stillen und ihren Leib damit nicht zu f\u00fcllen verm\u00f6gen; denn es ist f\u00fcr sie der Ansto\u00df zu ihrer Verschuldung gewesen.<br>20 Der daraus verfertigte kostbare Schmuck hat sie zur \u00dcberhebung verf\u00fchrt, und sie haben ihre greulichen G\u00f6tterbilder, ihre scheu\u00dflichen G\u00f6tzen, daraus hergestellt; darum will ich es ihnen zum Unrat machen<br>21 und will es den Fremden zum Raube und den Gottlosesten der Erde zur Pl\u00fcnderung preisgeben, damit sie es entweihen.<br>22 Und ich will mein Angesicht von ihnen abwenden, damit sie mein Kleinod entweihen; R\u00e4uber sollen in dasselbe eindringen und es entweihen.<br>23 Man verfertige die Kette! Denn das Land ist voll von Blutschuld und die Stadt voll von Verbrechen.<br>24 So will ich denn die schlimmsten der Heidenv\u00f6lker herbeiholen: die sollen ihre H\u00e4user in Besitz nehmen; und ich will dem Hochmut der M\u00e4chtigen ein Ende machen, und ihre Heiligt\u00fcmer sollen entweiht werden.<br>25 Angst kommt: da werden sie Rettung suchen, aber keine ist zu finden.<br>26 Ungl\u00fcck \u00fcber Ungl\u00fcck kommt, und eine Schreckenskunde nach der andern trifft ein: da werden sie (vergeblich) eine Weissagung von Propheten verlangen, und den Priestern wird die Belehrung fehlen und den \u00c4ltesten der gute Rat.<br>27 Der K\u00f6nig wird trauern und der F\u00fcrst sich in Entsetzen kleiden, und dem Volk im Lande werden die Arme vor Schrecken gel\u00e4hmt sein. Nach ihrem ganzen Tun will ich mit ihnen verfahren und auf Grund ihrer eigenen Rechtsbestimmungen sie richten: dann werden sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Das Gesicht von den abg\u00f6ttischen Greueln in Jerusalem und von dem g\u00f6ttlichen Gericht \u00fcber die Stadt (Kap. 8-11)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Es begab sich sodann im sechsten Jahre, am f\u00fcnften Tage des sechsten Monats, w\u00e4hrend ich in meinem Hause sa\u00df und die \u00c4ltesten von Juda vor mir sa\u00dfen, da fiel dort die Hand Gottes des HERRN auf mich;<br>2 ich hatte ein Gesicht: Ich sah pl\u00f6tzlich eine Gestalt, die wie ein Mann aussah; von dem K\u00f6rperteile an, der wie seine H\u00fcften aussah, nach unten zu war\u2019s wie Feuer, und von seinen H\u00fcften aufw\u00e4rts sah es wie Lichtglanz aus, wie der Schimmer von Glanzerz.<br>3 Da streckte er etwas aus, das wie eine Hand gebildet war, und fa\u00dfte mich bei den Locken meines Hauptes; dann hob die Gotteskraft mich zwischen Erde und Himmel empor und brachte mich im Zustand der Verz\u00fcckung nach Jerusalem an den Eingang des Tores zum inneren Vorhof, das nach Norden zu liegt, woselbst das die Eifersucht des HERRN erregende Eiferbild seinen Standort hatte.<br>4 Und siehe, dort stand die Herrlichkeit des Gottes Israels in derselben Erscheinung, wie ich sie in der Tal-Ebene (vgl. Kap. 1) gesehen hatte.<br>5 Da sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, erhebe deine Augen in der Richtung nach Norden!\u00ab Als ich nun meine Augen nach Norden hin richtete, sah ich das betreffende Eiferbild n\u00f6rdlich vom Altartor am Eingang stehen.<br>6 Da sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, siehst du wohl, was sie da treiben? Arge Greuel sind es, die das Haus Israel hier ver\u00fcbt, um mich von meinem Heiligtum weit wegzutreiben. Aber du wirst weiterhin noch \u00e4rgere Greuel zu sehen bekommen.\u00ab<br>7 Darauf brachte er mich an den Eingang des Vorhofes; und als ich mich umsah, bemerkte ich ein Loch in der Wand.<br>8 Da sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, zw\u00e4nge dich durch die Wand hindurch!\u00ab Als ich mich nun durch die Wand hindurchgezw\u00e4ngt hatte, kam dort eine T\u00fcr zum Vorschein.<br>9 Darauf sagte er zu mir: \u00bbGehe hinein und sieh dir die schlimmen Greuel an, die sie hier ver\u00fcben!\u00ab<br>10 Als ich nun hineingegangen war und mich umsah, fanden sich da allerlei Abbildungen von scheu\u00dflichen kriechenden und vierf\u00fc\u00dfigen Tieren und allerlei G\u00f6tzen des Hauses Israel, ringsherum auf die Wand gezeichnet.<br>11 Vor diesen standen siebzig M\u00e4nner von den \u00c4ltesten des Hauses Israel, und mitten unter ihnen stand Jaasanja, der Sohn Saphans; ein jeder von ihnen hatte seine R\u00e4ucherpfanne in der Hand, und der Duft der Weihrauchwolken stieg empor.<br>12 Da sagte er zu mir: \u00bbHast du wohl gesehen, Menschensohn, was die \u00c4ltesten des Hauses Israel hier im Verborgenen treiben, ein jeder in seiner Bilderkammer? Denn sie sagen: \u203aDer HERR sieht uns nicht, der HERR hat ja das Land verlassen!\u2039\u00ab<br>13 Dann fuhr er fort: \u00bbDu wirst weiterhin noch \u00e4rgere Greuel sehen, die sie ver\u00fcben.\u00ab<br>14 Hierauf brachte er mich an den Eingang des n\u00f6rdlichen Tores am Tempel des HERRN; dort sah ich die Frauen sitzen, die den Thammus beweinten.<br>15 Da sagte er zu mir: \u00bbSiehst du es wohl, Menschensohn? Aber du wirst noch andere \u00e4rgere Greuel sehen als diese.\u00ab<br>16 Darauf f\u00fchrte er mich in den inneren Vorhof beim Tempel des HERRN; dort sah ich am Eingang zum Tempelhause des HERRN, zwischen der Vorhalle und dem Altar, ungef\u00e4hr f\u00fcnfundzwanzig M\u00e4nner stehen; die beteten, mit dem R\u00fccken gegen den Tempel des HERRN und mit dem Gesicht gegen Osten gewandt, die Sonne nach Osten hin an.<br>17 Da sagte er zu mir: \u00bbHast du das gesehen, Menschensohn? Gen\u00fcgt es dem Hause Juda nicht, die Greuel zu ver\u00fcben, die sie hier treiben, da\u00df sie auch noch das Land mit Gewalttat erf\u00fcllen und mich immer wieder zum Zorn reizen? Und nun siehe, da halten sie gr\u00fcne Zweige an die Nase!<br>18 So will denn auch ich im Grimm gegen sie vorgehen: mein Auge soll nicht mehr mitleidig nach ihnen blicken, und ich will keine Schonung mehr \u00fcben! Und wenn sie mir noch so laut in die Ohren schreien, will ich doch nicht auf sie h\u00f6ren!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf h\u00f6rte ich ihn mit lauter Stimme so rufen: \u00bbEs naht das Strafgericht \u00fcber die Stadt! Ein jeder nehme jetzt also sein Zerst\u00f6rungswerkzeug in die Hand!\u00ab<br>2 Und siehe, da kamen sechs M\u00e4nner des Weges vom oberen Tore her, das nach Norden zu liegt; ein jeder von ihnen hatte sein Werkzeug zum Zertr\u00fcmmern in der Hand; einer aber befand sich unter ihnen, der in ein linnenes Gewand gekleidet war und ein Schreibzeug (am G\u00fcrtel) an seiner H\u00fcfte hatte; die kamen und traten neben den ehernen Altar.<br>3 Die Herrlichkeit des Gottes Israels aber hatte sich inzwischen von dem Cherubwagen, auf dem sie sich befunden hatte, erhoben und war auf die Schwelle des Tempels getreten; dort rief er dem in Linnen gekleideten Manne, der das Schreibzeug an seiner H\u00fcfte hatte,<br>4 die Worte zu: \u00bbGehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und bringe ein Zeichen auf der Stirn der M\u00e4nner an, die da klagen und seufzen \u00fcber all die Greuel, die innerhalb der Stadt ver\u00fcbt werden!\u00ab<br>5 Zu den anderen aber sagte er so, da\u00df ich es h\u00f6rte: \u00bbGeht hinter diesem her durch die Stadt und schlagt darein! Eure Augen sollen kein Mitleid haben, und ihr d\u00fcrft keine Schonung \u00fcben!<br>6 Greise, J\u00fcnglinge und Jungfrauen, Kinder und Frauen metzelt nieder, bis alles vernichtet ist! Aber alle, die das Zeichen an sich tragen, la\u00dft unber\u00fchrt! Und bei meinem Heiligtum hier macht den Anfang!\u00ab Da fingen sie bei jenen \u00c4ltesten an, die vor dem Tempelhause standen.<br>7 Dann sagte er zu ihnen: \u00bbVerunreinigt das Tempelhaus und f\u00fcllt die Vorh\u00f6fe mit Erschlagenen an! Zieht aus!\u00ab So zogen sie denn aus und schlugen in der Stadt nieder.<br>8 Als sie nun so mordeten und ich allein \u00fcbriggeblieben war, da warf ich mich auf mein Angesicht nieder, schrie laut auf und rief: \u00bbAch, HERR, mein Gott! Willst du denn alles umbringen, was von Israel noch \u00fcbrig ist, indem du deinen Zorn \u00fcber Jerusalem aussch\u00fcttest?\u00ab<br>9 Da antwortete er mir: \u00bbDie Schuld des Hauses Israel und Juda ist \u00fcber alle Ma\u00dfen gro\u00df: das Land ist voll von Bluttaten und die Stadt mit Verbrechen angef\u00fcllt! denn sie sagen: \u203aDer HERR hat das Land verlassen\u2039 und \u203ader HERR sieht es nicht!\u2039<br>10 So soll denn auch mein Auge nicht mehr mitleidig blicken, und ich will keine Schonung mehr \u00fcben; nein, ich will die Strafe f\u00fcr ihr ganzes Tun auf ihr Haupt fallen lassen!\u00ab<br>11 Da erstattete der in Linnen gekleidete Mann, an dessen H\u00fcfte sich das Schreibzeug befand, Bericht mit den Worten: \u00bbIch habe getan, wie du mir geboten hast!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als ich nun hinschaute, sah ich auf dem Himmelsgew\u00f6lbe, das sich \u00fcber dem Haupt der Cherube befand, etwas, das wie Saphirstein aussah: etwas wie ein Thron Gestaltetes wurde \u00fcber ihnen sichtbar.<br>2 Da gab er dem in Linnen gekleideten Manne den Befehl: \u00bbTritt in den Raum zwischen dem R\u00e4derwerk unten am Cherubwagen hinein, f\u00fclle deine H\u00e4nde mit gl\u00fchenden Kohlen aus dem Raum zwischen den Cheruben und streue sie \u00fcber die Stadt hin!\u00ab Da ging er vor meinen Augen hinein.<br>3 Der Cherubwagen stand aber an der S\u00fcdseite des Tempelhauses, als der Mann hineinging, w\u00e4hrend die Wolke den inneren Vorhof erf\u00fcllte.<br>4 Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherubwagen nach der Schwelle des Tempels hin, so da\u00df der Tempel mit der Wolke erf\u00fcllt wurde und der Vorhof voll vom Lichtglanz der Herrlichkeit des HERRN war;<br>5 und das Rauschen der Fl\u00fcgel der Cherube war bis in den \u00e4u\u00dferen Vorhof vernehmbar gleich der Stimme Gottes, des Allm\u00e4chtigen, wenn er redete.<br>6 Als er nun dem in Linnen gekleideten Manne den Befehl erteilt hatte, Feuer aus dem Raum zwischen dem R\u00e4derwerk, aus dem Raum zwischen den Cheruben, zu nehmen, und dieser hineingegangen und neben das eine Rad getreten war,<br>7 da streckte einer der Cherube seine Hand aus dem zwischen den Cheruben befindlichen Raum hervor nach dem Feuer hin, das sich in dem Raum zwischen den Cheruben befand, und hob einen Teil davon ab und gab es dem in Linnen gekleideten Manne in die H\u00e4nde; der nahm es und ging weg.<br>8 [Es wurde aber an den Cheruben etwas, das wie eine Menschenhand gebildet war, unter ihren Fl\u00fcgeln sichtbar.<br>9 Als ich n\u00e4mlich hinschaute, sah ich vier R\u00e4der, die neben den Cheruben waren, immer ein Rad neben jedem Cherub; die R\u00e4der aber waren wie gl\u00e4nzender Chrysolithstein anzusehen.<br>10 Was aber ihr Aussehen betrifft, so hatten die vier alle dieselbe Gestalt, wie wenn ein Rad innerhalb des andern w\u00e4re.<br>11 Wenn sie sich in Bewegung setzten, konnten sie nach allen vier Seiten hin gehen: sie brauchten sich nicht zu wenden, wenn sie gingen; sie gingen vielmehr immer nach der Richtung, die der Vordere einschlug, hinter ihm her, ohne eine Wendung zu machen, wenn sie gingen.<br>12 Der ganze Leib der Cherube aber, auch ihr R\u00fccken, ihre Arme und Fl\u00fcgel und ebenso auch die R\u00e4der, waren bei allen vieren ringsum voll von Augen.<br>13 Was aber die R\u00e4der betrifft, so f\u00fchrten sie, wie ich mit eigenen Ohren h\u00f6rte, den Namen \u203aWirbelwind\u2039.<br>14 Ein jeder von den Cheruben hatte vier Gesichter: das eine Gesicht war ein Stiergesicht, das zweite ein Menschengesicht, das dritte ein L\u00f6wengesicht und das vierte ein Adlergesicht.]<br>15 Und die Cherube erhoben sich [es waren dies dieselben lebenden Wesen, die ich schon am Flusse Kebar gesehen hatte.<br>16 Wenn n\u00e4mlich die Cherube sich in Bewegung setzten, so fingen auch die R\u00e4der neben ihnen an zu laufen; und wenn die Cherube ihre Fl\u00fcgel erhoben, um vom Erdboden emporzusteigen, so entfernten sich die R\u00e4der nicht von ihrer Seite:<br>17 wenn jene stehenblieben, so standen auch sie still, und wenn jene sich erhoben, so erhoben auch sie sich mit ihnen; denn der Geist der lebenden Wesen war in ihnen]. \u2013<br>18 Darauf verlie\u00df die Herrlichkeit des HERRN die Schwelle des Tempelhauses und nahm ihren Stand wieder \u00fcber den Cheruben.<br>19 Da schwangen die Cherube ihre Fl\u00fcgel und stiegen vor meinen Augen vom Erdboden empor, indem sie sich hinwegbegaben, und die R\u00e4der zugleich mit ihnen. Aber am Eingang des \u00f6stlichen Tores des Tempels des HERRN machten sie wieder halt, w\u00e4hrend die Herrlichkeit des Gottes Israels sich oben \u00fcber ihnen befand.<br>20 Es waren dies dieselben lebenden Wesen, die ich unterhalb des Gottes Israels schon am Flusse Kebar gesehen hatte; und ich erkannte, da\u00df es Cherube waren.<br>21 Ein jeder hatte vier Gesichter und jeder vier Fl\u00fcgel; und etwas, das wie eine Menschenhand gebildet war, befand sich unter ihren Fl\u00fcgeln.<br>22 Was aber die \u00e4u\u00dfere Erscheinung ihrer Gesichter betrifft, so waren es dieselben Gesichter, die ich schon am Flusse Kebar gesehen hatte; sie gingen ein jeder geradeaus vor sich hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Darauf hob die Gotteskraft mich empor und brachte mich an das \u00f6stliche Tor am Tempel des HERRN, das nach Osten zu liegt; dort sah ich am Eingang des Tores f\u00fcnfundzwanzig M\u00e4nner stehen und erblickte in ihrer Mitte die H\u00e4upter des Volkes, Jaasanja, den Sohn Assurs, und Pelatja, den Sohn Benajas.<br>2 Da sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, das sind die M\u00e4nner, die in dieser Stadt auf Unheil sinnen und b\u00f6se Ratschl\u00e4ge erteilen,<br>3 die da sagen: \u203aSind nicht erst k\u00fcrzlich H\u00e4user erbaut worden? Die Stadt ist der Kessel, und wir sind das Fleisch.\u2039<br>4 Darum weissage gegen sie, ja weissage, Menschensohn!\u00ab<br>5 Da fiel der Geist des HERRN auf mich und sagte zu mir: \u00bbSprich: So hat Gott der HERR gesprochen: \u203aSo redet ihr, Haus Israel, und die Gedanken, die in eurem Innern aufsteigen, kenne ich wohl.<br>6 Ihr habt die Zahl der von euch Erschlagenen in dieser Stadt gro\u00df gemacht und die Stra\u00dfen hier mit Erschlagenen angef\u00fcllt.\u2039<br>7 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u203aDie von euch Erschlagenen, die ihr im Innern der Stadt hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Kessel; euch aber werde ich aus ihrer Mitte hinausf\u00fchren.<br>8 Vor dem Schwert f\u00fcrchtet ihr euch, das Schwert will ich \u00fcber euch kommen lassen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>9 \u203aUnd ich will euch mitten aus dieser Stadt wegf\u00fchren und euch in Feindeshand fallen lassen und Strafgerichte an euch vollziehen.<br>10 Durch das Schwert sollt ihr fallen: an der Grenze Israels will ich Gericht \u00fcber euch halten, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin!<br>11 Diese Stadt soll f\u00fcr euch nicht der Kessel sein, und ihr sollt nicht das Fleisch in ihr sein; an der Grenze Israels will ich Gericht \u00fcber euch halten!<br>12 Dann werdet ihr erkennen, da\u00df ich der HERR bin, ich, nach dessen Satzungen ihr nicht gewandelt und dessen Geboten ihr nicht nachgekommen seid; vielmehr habt ihr nach den Br\u00e4uchen der Heidenv\u00f6lker gelebt, die rings um euch her wohnen!\u2039\u00ab \u2013<br>13 Da begab es sich, w\u00e4hrend ich so als Prophet redete, da\u00df Pelatja, der Sohn Benajas, tot niederst\u00fcrzte. Da warf ich mich auf mein Angesicht nieder, schrie laut und rief aus: \u00bbAch, HERR, mein Gott! willst du denn den letzten Rest Israels g\u00e4nzlich vernichten?\u00ab<br>14 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>15 \u00bbMenschensohn, deine Br\u00fcder, ja deine Br\u00fcder, deine Mitverbannten und das ganze Haus Israel, sie alle sind es, von denen die Bewohner Jerusalems sagen: \u203aSie sind nun fern vom HERRN; uns ist das Land zu Besitz gegeben!\u2039<br>16 Darum sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Ich habe sie zwar in die Ferne unter die Heidenv\u00f6lker gebracht und sie in die L\u00e4nder zerstreut und bin ihnen nur wenig zum Heiligtum geworden in den L\u00e4ndern, in die sie gekommen sind.\u2039<br>17 Darum sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Aber ich will sie aus den V\u00f6lkern sammeln und sie aus den L\u00e4ndern, in die sie zerstreut worden sind, wieder zusammenbringen und ihnen das Land Israel zur\u00fcckgeben.\u2039<br>18 Wenn sie dann dorthin zur\u00fcckgekehrt sind und all seine scheu\u00dflichen G\u00f6tzen und all seine Greuel aus ihm weggeschafft haben,<br>19 will ich ihnen ein anderes Herz verleihen und ihnen einen neuen Geist eingeben; ich will das steinerne Herz aus ihrer Brust herausnehmen und ihnen ein Herz von Fleisch einsetzen,<br>20 damit sie nach meinen Satzungen wandeln und meine Gebote beobachten und nach ihnen tun: alsdann sollen sie mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.<br>21 Die aber, deren Herz ihren scheu\u00dflichen G\u00f6tzen anh\u00e4ngt und ihren Greueln zugewandt bleibt, die will ich f\u00fcr ihren Wandel b\u00fc\u00dfen lassen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>22 Darauf erhoben die Cherube ihre Fl\u00fcgel, und die R\u00e4der setzten sich zugleich mit ihnen in Bewegung, w\u00e4hrend die Herrlichkeit des Gottes Israels sich oben \u00fcber ihnen befand.<br>23 Da stieg die Herrlichkeit des HERRN aus dem Bereich der Stadt empor und machte auf dem Berge halt, der \u00f6stlich von der Stadt liegt.<br>24 Mich aber hob die Gotteskraft empor und brachte mich im Zustand der Verz\u00fcckung zur\u00fcck ins Chald\u00e4erland zu den in der Verbannung Lebenden, und das Gesicht, das ich geschaut hatte, entschwand meinen Blicken.<br>25 Hierauf teilte ich den in der Gefangenschaft Lebenden alle Worte mit, die der HERR mich hatte schauen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Zweite Reihe von Drohweissagungen und Strafreden gegen Jerusalem und Juda (Kap. 12-19)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, du wohnst inmitten des widerspenstigen Geschlechts, das Augen hat zum Sehen und doch nicht sieht, das Ohren hat zum H\u00f6ren und doch nicht h\u00f6rt; denn sie sind ein widerspenstiges Geschlecht.<br>3 Darum du, Menschensohn: mache dir Auswanderungsger\u00e4te zurecht und ziehe bei Tage vor ihren Augen aus und wandere vor ihren Augen von deiner Wohnst\u00e4tte weg nach einem andern Ort: vielleicht kommen sie dann zur Erkenntnis, da\u00df sie ein widerspenstiges Geschlecht sind.<br>4 Schaffe also deine Ger\u00e4te wie Auswanderungsger\u00e4te bei Tage vor ihren Augen hinaus; du selbst aber sollst am Abend vor ihren Augen ausziehen, wie jemand auszieht, der auswandern will.<br>5 Vor ihren Augen brich dir ein Loch durch die Wand und gehe durch dieses hinaus.<br>6 Vor ihren Augen nimm (deine Ger\u00e4te) auf die Schulter und in der Dunkelheit ziehe aus; das Gesicht verh\u00fclle dir, so da\u00df du das Land nicht sehen kannst; denn ich habe dich zu einem Wahrzeichen f\u00fcr das Haus Israel bestimmt.\u00ab<br>7 Da tat ich so, wie mir geboten worden war: meine Ger\u00e4te trug ich wie Auswanderungsger\u00e4te hinaus, und zwar bei Tage, am Abend aber brach ich mir ein Loch durch die Wand [mit der Hand]; in der Dunkelheit ging ich hinaus und trug meine Sachen vor ihren Augen auf der Schulter.<br>8 Am n\u00e4chsten Morgen aber erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>9 \u00bbMenschensohn, haben nicht die vom Hause Israel, das widerspenstige Geschlecht, dich gefragt: \u203aWas machst du da?\u2039<br>10 Sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Auf den F\u00fcrsten in Jerusalem bezieht sich dieser Gottesspruch und auf das ganze Haus Israel, das darin wohnt.<br>11 Sage zu ihnen: Ich bin ein Wahrzeichen f\u00fcr euch; wie ich es hier gemacht habe, so wird es auch ihnen ergehen: in die Verbannung werden sie als Gefangene ziehen m\u00fcssen.<br>12 Der F\u00fcrst aber, der sich mitten unter ihnen befindet, wird seine Sachen auf der Schulter tragen und sich im Finstern davonmachen; durch die Mauer wird er sich ein Loch brechen, um da hinauszuziehen; das Gesicht wird er sich verh\u00fcllen, damit er das Land mit seinen Augen nicht mehr sehe.<br>13 Ich werde aber mein Fangnetz \u00fcber ihn ausbreiten, damit er in meinem Garn gefangen wird, und ich werde ihn nach Babylon bringen in das Land der Chald\u00e4er, aber auch das wird er nicht sehen; und dort wird er sterben.<br>14 Und seine ganze Umgebung, seine Helfer und seine Kriegsscharen insgesamt, will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her z\u00fccken;<br>15 dann werden sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich sie unter die Heidenv\u00f6lker zerstreue und sie in die L\u00e4nder versprenge.<br>16 Nur einige wenige von ihnen will ich vom Schwert, vom Hunger und von der Pest verschont bleiben lassen, damit sie unter den Heidenv\u00f6lkern, zu denen sie kommen werden, all ihre Greuel erz\u00e4hlen, und auch diese erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<br>17 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>18 \u00bbMenschensohn, dein Brot sollst du mit Beben essen und dein Wasser mit Zittern und in Angst trinken<br>19 und sollst zum Volk des Landes sagen: \u203aSo hat Gott der HERR in betreff der Bewohner Jerusalems im Lande Israel gesprochen: Ihr Brot sollen sie in Angst essen und ihr Wasser mit Entsetzen trinken, weil ihr Land ver\u00f6den soll, seiner F\u00fclle beraubt wegen der Gottlosigkeit aller seiner Bewohner.<br>20 Ihre St\u00e4dte, die jetzt noch bewohnt sind, sollen ver\u00f6den, und das Land soll zur W\u00fcste werden, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">An die, welche der Weissagung \u00fcberhaupt allen Wert absprachen<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>22 \u00bbMenschensohn, was f\u00fcr eine Redensart ist da bei euch im Lande Israel im Gebrauch, da\u00df man sagt: \u203aDie Zeit zieht sich Tag f\u00fcr Tag hin, und alle Weissagung wird hinf\u00e4llig\u2039?<br>23 Darum sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Ich will dieser Redensart ein Ende machen; man soll sie in Israel nicht l\u00e4nger im Munde f\u00fchren.\u2039 Sage ihnen vielmehr: \u203aNahe herbeigekommen ist die Zeit und die Erf\u00fcllung aller Weissagungen!<br>24 Denn es wird hinfort keine t\u00e4uschende Weissagung und keine tr\u00fcgerische Prophezeiung mehr im Hause Israel geben;<br>25 sondern ich, der HERR, werde reden, und was ich rede, das wird auch eintreffen, und zwar ohne l\u00e4ngeren Verzug! Ja, noch in euren Tagen, du widerspenstiges Geschlecht, werde ich einen Ausspruch tun und ihn auch zur Ausf\u00fchrung bringen!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">An die, welche behaupteten, Hesekiels Weissagung beziehe sich auf die ferne Zukunft<\/h3>\n\n\n\n<p>26 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>27 \u00bbMenschensohn, wisse wohl: die vom Hause Israel sagen: \u203aDie Weissagungen, welche der da infolge von Offenbarungen ausspricht, gehen auf lange Zeit hinaus, und er prophezeit auf weite Zeitr\u00e4ume hinaus.\u2039<br>28 Darum sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: F\u00fcr keines meiner Worte soll es noch l\u00e4ngeren Verzug geben; jedes Wort, das ich ausspreche, soll sich auch erf\u00fcllen!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, weissage gegen die Propheten Israels! Weissage und sprich zu denen, die nach eigener Eingebung weissagen: \u203aH\u00f6rt das Wort des HERRN!<br>3 So hat Gott der HERR gesprochen: Wehe \u00fcber die gewissenlosen Propheten, die ihrem eigenen Geist nachgehen und dem, was sie gar nicht gesehen haben!<br>4 Wie F\u00fcchse in den Tr\u00fcmmerst\u00e4tten sind deine Propheten geworden, Israel.<br>5 Sie sind nicht in die Risse eingetreten und haben keine Mauer um das Haus Israel her aufgef\u00fchrt, damit es feststehen m\u00f6chte im Kampf am Tage des HERRN.<br>6 Ihr Prophezeien ist L\u00fcge gewesen und ihr Wahrsagen Trug, sooft sie sagten: \u203aSo lautet der Ausspruch des HERRN!\u2039, obwohl der HERR sie nicht gesandt hatte, und dann darauf warteten, da\u00df er ihren Ausspruch in Erf\u00fcllung gehen lie\u00dfe.<br>7 Habt ihr nicht nur Truggesichte geschaut und L\u00fcgenweissagungen ausgesprochen, sooft ihr sagtet: \u203aSo lautet der Ausspruch des HERRN!\u2039, wiewohl ich nicht geredet hatte?\u2039\u00ab<br>8 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWeil ihr Trug geredet und L\u00fcgen prophezeit habt, darum will ich nunmehr an euch\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>9 \u00bbJa, meine Hand will ich ausstrecken gegen die Propheten, die Trug prophezeien und L\u00fcgen wahrsagen! Sie sollen mit meinem Volk in keiner Gemeinschaft mehr stehen und nicht in die B\u00fcrgerliste des Hauses Israel eingeschrieben werden, auch nicht mehr in das Land Israel zur\u00fcckkommen, damit ihr erkennt, da\u00df ich Gott der HERR bin.<br>10 Darum, ja darum, weil sie mein Volk irref\u00fchren, indem sie von Heil reden, wiewohl kein Heil da ist, und wenn (das Volk) sich eine Mauer baut, ihrerseits diese mit Kalk \u00fcbert\u00fcnchen.<br>11 So sage denn zu diesen T\u00fcnchestreichern: \u203a(Die Mauer) soll einst\u00fcrzen!\u2039 Wenn ein str\u00f6mender Regen kommt und ich Hagelsteine fallen lasse und ein Sturmwind losbricht,<br>12 ja, dann f\u00e4llt die Mauer zusammen, und man wird euch h\u00f6hnisch fragen: \u203aWo ist nun die T\u00fcnche geblieben, mit der ihr get\u00fcncht habt?\u2039\u00ab<br>13 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbSo will ich denn einen Sturmwind losbrechen lassen in meinem Grimm, und ein str\u00f6mender Regen soll kommen infolge meines Zornes und Hagelsteine sollen fallen infolge meines Grimms zur Vernichtung;<br>14 und ich will die Mauer niederrei\u00dfen, die ihr mit Kalk \u00fcbert\u00fcncht habt, und will sie zu Boden werfen, da\u00df ihre Grundsteine blo\u00dfgelegt werden; und wenn sie einst\u00fcrzt, sollt ihr in ihrer Mitte den Untergang finden, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.<br>15 Wenn ich dann an der Mauer und an denen, die sie mit T\u00fcnche bestrichen haben, meinen Grimm sich voll habe auswirken lassen, wird man zu euch sagen: \u203aVerschwunden ist die Mauer, und die Leute, die sie get\u00fcncht haben, sind auch nicht mehr da,<br>16 die Propheten Israels, welche \u00fcber Jerusalem weissagten und f\u00fcr die Stadt Gesichte des Heils schauten, wiewohl kein Heil da war\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>17 \u00bbDu aber, Menschensohn, tritt gegen die T\u00f6chter deines Volkes auf, die sich nach eigenem Gutd\u00fcnken als Prophetinnen geb\u00e4rden; sprich dich gegen sie aus<br>18 und sage: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wehe den Weibern, die da Zauberbinden zusammenn\u00e4hen f\u00fcr alle Handgelenke und H\u00fcllen anfertigen f\u00fcr K\u00f6pfe jedes K\u00f6rperwuchses, um Seelen zu fangen! Seelen wollt ihr t\u00f6ten, die zu meinem Volke geh\u00f6ren, und Seelen erhaltet ihr euch zugute am Leben?!<br>19 Ihr entheiligt mich bei meinem Volk um ein paar H\u00e4nde voll Gerste und um einiger Bissen Brotes willen, um Seelen zu t\u00f6ten, die nicht sterben sollen, und andere Seelen am Leben zu erhalten, die nicht am Leben bleiben sollen, wobei ihr mein Volk bel\u00fcgt, das gern auf L\u00fcgen h\u00f6rt.\u2039\u00ab<br>20 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWisset wohl: ich will nun gegen eure Zauberbinden vorgehen, mit denen ihr Seelen fangt, und will sie euch von den Armen abrei\u00dfen und die Seelen, die ihr einfangt, frei fliegen lassen wie V\u00f6gel.<br>21 Auch eure Kopfh\u00fcllen will ich zerrei\u00dfen und mein Volk aus eurer Hand befreien: sie sollen nicht l\u00e4nger als Beute in eurer Gewalt sein, und ihr sollt erkennen, da\u00df ich der HERR bin.<br>22 Weil ihr den Herzen der Frommen durch L\u00fcgen wehegetan habt, denen ich keinen Schmerz zuzuf\u00fcgen gedachte, dagegen die Gottlosen in ihrem Tun best\u00e4rkt habt, so da\u00df sie sich von ihrem b\u00f6sen Wandel nicht abkehrten, um am Leben erhalten zu bleiben:<br>23 darum sollt ihr nicht l\u00e4nger erlogene Gesichte schauen und keine Wahrsagerei mehr treiben, sondern ich will mein Volk euch aus den H\u00e4nden rei\u00dfen, dann werdet ihr erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Es kamen aber einige von den \u00c4ltesten Israels zu mir und lie\u00dfen sich vor mir nieder.<br>2 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>3 \u00bbMenschensohn, diese M\u00e4nner haben ihre G\u00f6tzen in ihr Herz geschlossen und sie als Ansto\u00df zu ihrer Verschuldung vor sich hingestellt: sollte ich mich da noch von ihnen befragen lassen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gottesgericht \u00fcber jeden G\u00f6tzendiener, der einen Propheten befragt<\/h3>\n\n\n\n<p>4 \u00bbDarum rede mit ihnen und sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wenn irgend jemand aus dem Hause Israel seine G\u00f6tzen in sein Herz geschlossen hat und sie als Ansto\u00df zu seiner Verschuldung vor sich hinstellt und sich dennoch zu einem Propheten begibt: dem will ich, der HERR, pers\u00f6nlich die Antwort erteilen trotz der Menge seiner G\u00f6tzen,<br>5 um die vom Hause Israel, die sich um all ihrer G\u00f6tzen willen von mir abgewandt haben, am Herzen zu fassen.\u2039<br>6 So sage denn zum Hause Israel: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Kehrt um! La\u00dft euch von eurem G\u00f6tzendienst bekehren und wendet eure Augen von all euren Greueln ab!<br>7 Denn wenn irgend jemand vom Hause Israel und von den Fremden, die in Israel wohnen, sich von mir lossagt und seine G\u00f6tzen in sein Herz schlie\u00dft und sie als Ansto\u00df zu seiner Verschuldung vor sich hinstellt und sich trotzdem zu einem Propheten begibt, um mich f\u00fcr sich zu befragen, so will ich, der HERR, selbst ihm die Antwort erteilen;<br>8 und zwar will ich gegen den betreffenden Mann vorgehen und ihn zu einem warnenden Beispiel und zu einem Sprichwort machen: ich will ihn aus der Mitte meines Volkes ausrotten, damit ihr erkennet, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Gottesgericht \u00fcber den einem G\u00f6tzendiener weissagenden Propheten<\/h3>\n\n\n\n<p>9 \u00bbWenn aber der Prophet sich dazu verleiten l\u00e4\u00dft, einen Ausspruch zu tun, dann habe ich, der HERR, diesen Propheten verleitet, und ich werde meine Hand gegen ihn ausstrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel ausrotten.<br>10 So sollen sie beide f\u00fcr ihre Verschuldung b\u00fc\u00dfen: der Prophet soll ebenso schuldig sein wie der Befragende,<br>11 damit die vom Hause Israel fortan nicht mehr von mir abirren und sich nicht l\u00e4nger durch all ihre Abfalls\u00fcnden beflecken; alsdann sollen sie mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>12 Darauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>13 \u00bbMenschensohn, wenn ein Land sich gegen mich vers\u00fcndigte, indem es Treubruch beginge, und ich dann meine Hand gegen dieses Volk ausstreckte und ihm den Stab des Brotes zerbr\u00e4che und Hungersnot ihm zusendete und Menschen samt Vieh in ihm ausrottete,<br>14 und es bef\u00e4nden sich diese drei M\u00e4nner in seiner Mitte, Noah, Daniel und Hiob: so w\u00fcrden nur diese drei ihr Leben infolge ihrer Gerechtigkeit retten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>15 \u00bbOder wenn ich wilde Tiere das Land durchstreifen lie\u00dfe, damit sie es entv\u00f6lkerten, auf da\u00df es zu einer Ein\u00f6de w\u00fcrde, die niemand mehr aus Furcht vor den wilden Tieren durchwanderte,<br>16 und jene drei M\u00e4nner bef\u00e4nden sich in seiner Mitte: so wahr ich lebe!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u00bbsie w\u00fcrden weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter retten: nein, sie allein w\u00fcrden gerettet, das Land aber w\u00fcrde zur Ein\u00f6de werden.<br>17 Oder wenn ich das Schwert \u00fcber das betreffende Land kommen lie\u00dfe und dem Schwert geb\u00f6te, durch das Land dahinzufahren, und wenn ich dann Menschen samt Vieh darin ausrottete<br>18 und jene drei M\u00e4nner bef\u00e4nden sich in seiner Mitte: so wahr ich lebe!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u00bbsie w\u00fcrden weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter retten, sondern sie allein w\u00fcrden gerettet werden.<br>19 Oder wenn ich die Pest in das betreffende Land schickte und meinen Grimm als Blut(-regen) \u00fcber das Land ausg\u00f6sse, um Menschen samt Vieh in ihm auszurotten,<br>20 und Noah, Daniel und Hiob bef\u00e4nden sich in seiner Mitte: so wahr ich lebe!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u00bbsie w\u00fcrden weder Sohn noch Tochter retten, sondern durch ihre Gerechtigkeit nur ihr eigenes Leben retten.\u00ab<br>21 Und doch hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbTrotz alledem, wenn ich meine vier schlimmen Strafgerichte: Schwert und Hunger, wilde Tiere und Pest, \u00fcber Jerusalem hereinbrechen lasse, um Menschen samt Vieh darin auszurotten,<br>22 f\u00fcrwahr, so soll doch eine Schar von Geretteten in der Stadt \u00fcbrigbleiben, welche S\u00f6hne und T\u00f6chter aus ihr herausf\u00fchren. Seht, wenn diese dann zu euch hierher kommen und ihr ihren Wandel und ihr ganzes Tun seht, so werdet ihr euch \u00fcber das Ungl\u00fcck tr\u00f6sten, das ich \u00fcber Jerusalem verh\u00e4ngt habe, \u00fcber alle Leiden, die ich \u00fcber die Stadt habe kommen lassen.<br>23 Sie werden euch dann einen Trost gew\u00e4hren, wenn ihr ihren Wandel und ihr ganzes Tun seht, und ihr werdet erkennen, da\u00df ich alles, was ich ihr habe widerfahren lassen, nicht ohne Grund getan habe\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, was hat das Holz der Rebe vor allem andern Holz voraus, die Weinranke, die sich unter den B\u00e4umen des Waldes befindet?<br>3 Nimmt man etwa Holz von ihr, um es zu einer Arbeit zu verwenden? Oder nimmt man auch nur einen Pflock von ihr, um irgendeinen Gegenstand daran aufzuh\u00e4ngen?<br>4 Nicht wahr, man wirft es ins Feuer, damit es da verzehrt wird; hat das Feuer dann seine beiden Enden verzehrt und ist sein Mittelst\u00fcck angebrannt, taugt es da noch zu irgend einer Arbeit?<br>5 Nein, selbst wenn es noch unversehrt ist, kann man es zu keiner Arbeit verwenden; wieviel weniger l\u00e4\u00dft es sich dann, wenn es vom Feuer angefressen und versengt ist, zu irgend etwas verarbeiten!\u00ab<br>6 \u00bbDarum sprich: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wie das Holz der Rebe unter den B\u00e4umen des Waldes ist, das ich dem Feuer zum Fra\u00df bestimmt habe, ebenso halte ich es mit den Bewohnern Jerusalems.<br>7 Ich will gegen sie vorgehen: aus dem Feuer sind sie zwar herausgekommen, doch das Feuer soll sie verzehren, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich gegen sie vorgehe<br>8 und das Land zur W\u00fcste mache, weil sie Treubruch begangen haben\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einleitung mit dem Hinweis, da\u00df Jerusalem aus dem Heidentum stamme<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, halte der Stadt Jerusalem ihre Greuel vor<br>3 mit den Worten: \u203aSo spricht Gott der HERR zu Jerusalem: Deiner Herkunft und Geburt nach stammst du aus dem Lande der Kanaan\u00e4er: dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hethiterin.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Liebestaten an Israel in den Anfangszeiten bis zur Einf\u00fchrung in Kanaan<\/h3>\n\n\n\n<p>4 \u00bb\u203aUnd was deine Geburt betrifft, so wurde dir an dem Tage, als du zur Welt kamst, weder die Nabelschnur abgeschnitten, noch wurdest du in einem Wasserbade rein gewaschen, noch mit Salz eingerieben und nicht in Windeln gewickelt;<br>5 kein Auge blickte mitleidig auf dich hin, um dir irgendeinen derartigen Liebesdienst zu erweisen und sich deiner zu erbarmen; sondern du wurdest aufs freie Feld hingeworfen: so wenig machte man sich aus deinem Leben am Tage deiner Geburt.<br>6 Da kam ich an dir vor\u00fcber und sah dich in deinem Blut zappeln und sagte zu dir, als du in deinem Blut dalagst: Du sollst leben! Ja, ich sagte zu dir in deinem Blut: Bleibe leben<br>7 und wachse heran wie die Grashalme auf der Flur! Da wuchsest du heran und wurdest gro\u00df und gelangtest zu vollster Jugendbl\u00fcte: die Br\u00fcste w\u00f6lbten sich dir, dein Haar spro\u00dfte kr\u00e4ftig; doch du warst immer noch nackt und blo\u00df.<br>8 Als ich nun wieder an dir vor\u00fcberkam und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe! Da breitete ich meinen Mantelzipfel \u00fcber dich aus und bedeckte deine Bl\u00f6\u00dfe; ich schwur dir Treue und ging einen Bund mit dir ein\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203aund du wurdest mein.<br>9 Dann wusch ich dich mit Wasser, sp\u00fclte dein Blut von dir ab und salbte dich mit \u00d6l;<br>10 ich kleidete dich in bunte Gew\u00e4nder, lie\u00df dich Schuhe von Seekuhfell anziehen und einen Kopfbund von feiner Leinwand anlegen und h\u00fcllte dich in Seide;<br>11 ich schm\u00fcckte dich mit Geschmeide, ich legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um den Hals,<br>12 tat dir einen Ring an die Nase, Geh\u00e4nge an die Ohren und eine pr\u00e4chtige Krone aufs Haupt.<br>13 So warst du geschm\u00fcckt mit Gold und Silber, deine Kleidung bestand aus feiner Leinwand, aus Seide und bunten Geweben; du n\u00e4hrtest dich von Semmel, von Honig und \u00d6l, wurdest immer sch\u00f6ner und brachtest es bis zur K\u00f6nigsw\u00fcrde.<br>14 Dein Ruhm erscholl unter den V\u00f6lkern wegen deiner Sch\u00f6nheit; denn diese war vollkommen infolge des herrlichen Schmuckes, den ich dir angelegt hatte\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Israels Undank (Verschuldungen in religi\u00f6ser und politischer Beziehung)<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bb\u203aAber da verlie\u00dfest du dich auf deine Sch\u00f6nheit und buhltest im Vertrauen auf deine Ber\u00fchmtheit und warfst dich mit deiner buhlerischen Liebe an jeden Vor\u00fcbergehenden weg, so da\u00df du dich ihm preisgabst.<br>16 Du nahmst von deinen Gew\u00e4ndern, machtest dir bunte Opferh\u00f6hen und triebst dort deine Unzucht [wie sie nie vorgekommen ist und nie wieder stattfinden wird].<br>17 Dann nahmst du auch deine pr\u00e4chtigen Geschmeide, die aus meinem Gold und meinem Silber, die ich dir geschenkt hatte, angefertigt waren, und machtest dir Mannsbilder daraus, mit denen du Buhlerei triebst;<br>18 auch nahmst du deine bunten Gew\u00e4nder und legtest sie ihnen an, und mein \u00d6l und meinen Weihrauch brachtest du vor ihren Augen dar;<br>19 und was ich dir als Speise gegeben hatte, Semmel, \u00d6l und Honig, die ich dich hatte essen lassen, das setztest du ihnen als lieblich duftende Opfergabe vor. Ja, das alles ist geschehen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>20 \u203aAuch nahmst du deine S\u00f6hne und T\u00f6chter, die du mir geboren hattest, und schlachtetest sie ihnen zum Fra\u00df. Gen\u00fcgte deine Buhlerei noch nicht,<br>21 da\u00df du auch noch meine Kinder schlachten mu\u00dftest und sie hingabst, indem du sie ihnen als Opfer verbranntest?<br>22 Und bei all deinen Greueln und deinen Buhlereien dachtest du nicht an die Tage deiner Jugend zur\u00fcck, wie du damals nackt und blo\u00df warst und zappelnd in deinem Blut dalagst!<br>23 Und nach all deiner Bosheit \u2013 wehe, wehe dir!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013 \u203akam es dahin,<br>24 da\u00df du dir erh\u00f6hte Opferpl\u00e4tze bautest und dir G\u00f6tzenst\u00e4tten auf jedem freien Platz anlegtest;<br>25 an allen Stra\u00dfenecken bautest du dir deine erh\u00f6hten G\u00f6tzenst\u00e4tten und sch\u00e4ndetest deine Sch\u00f6nheit; denn f\u00fcr jeden Vor\u00fcbergehenden spreiztest du deine Beine und triebst es mit deiner Unzucht immer \u00e4rger.<br>26 Du buhltest mit den \u00c4gyptern, deinen Nachbarn, den starkgliedrigen, und triebst es immer \u00e4rger mit deiner Unzucht, um mich zu erbittern.<br>27 Da streckte ich denn meine Hand gegen dich aus und minderte den dir bestimmten Lebensunterhalt und gab dich der Gier deiner Feindinnen, der T\u00f6chter der Philister, preis, die sich ob deinem unz\u00fcchtigen Treiben sch\u00e4mten.<br>28 Alsdann buhltest du auch mit den Assyrern, weil du nie satt wurdest; du buhltest mit ihnen, wurdest aber auch dadurch noch nicht ges\u00e4ttigt;<br>29 vielmehr triebst du noch \u00e4rgere Buhlerei nach dem Kr\u00e4merland Chald\u00e4a hin; doch auch davon wurdest du nicht satt.<br>30 Wie schmachtend war doch dein Herz\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203ada\u00df du dies alles ver\u00fcbtest, wie es eine z\u00fcgellose Erzbuhlerin zu tun pflegt!<br>31 Da\u00df du dir an jeder Stra\u00dfenecke einen erh\u00f6hten Opferplatz anlegtest und dir G\u00f6tzenst\u00e4tten auf jedem freien Platze bautest! Und dabei warst du nicht einmal wie eine gew\u00f6hnliche Buhlerin, da\u00df du Buhllohn eingesammelt h\u00e4ttest:<br>32 du ehebrecherisches Weib, das statt ihres Ehemannes Fremde annahm!<br>33 Sonst gibt man allen Dirnen Buhllohn; du aber gabst deinerseits allen deinen Liebhabern Geschenke und erkauftest sie, damit sie von allen Seiten zu dir eingingen, um Unzucht mit dir zu treiben.<br>34 So war es bei dir in deiner Buhlerei umgekehrt wie sonst bei den Weibern: nicht dir stellte man buhlerisch nach, sondern, indem du Buhllohn gabst, w\u00e4hrend dir kein Lohn gegeben wurde, fand bei dir das Umgekehrte statt.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Strafurteil \u00fcber die Ehebrecherin und Kindesm\u00f6rderin: gerade die V\u00f6lker, deren G\u00f6ttern Israel gedient hat, sollen es vernichten<\/h3>\n\n\n\n<p>35 \u00bb\u203aDarum, du Buhlerin, vernimmt das Wort des HERRN!<br>36 So spricht Gott der HERR: Weil deine Verworfenheit sich \u00fcberallhin verbreitet hat, und du deine Bl\u00f6\u00dfe bei deinen Buhlereien vor deinen Liebhabern aufgedeckt hast, und wegen all deiner greulichen G\u00f6tzen und um des Blutes deiner Kinder willen, die du ihnen hingegeben hast:<br>37 darum will ich, wisse es wohl, alle deine Liebhaber, zu denen du in Liebe entbrannt warst, zusammenholen, und zwar alle, die du gern gehabt hast, samt allen denen, die dir zuwider geworden sind: die will ich von allen Seiten ringsum gegen dich zusammenholen und deine Bl\u00f6\u00dfe vor ihnen aufdecken, da\u00df sie deine ganze Scham zu sehen bekommen.<br>38 Sodann will ich dir nach den f\u00fcr Ehebrecherinnen und M\u00f6rderinnen geltenden Rechtsbestimmungen das Urteil sprechen und meinen Grimm und meine Eifersucht an dir stillen.<br>39 Und ich will dich in ihre Gewalt geben, damit sie deine erh\u00f6hten Opferpl\u00e4tze niederrei\u00dfen und deine G\u00f6tzenst\u00e4tten zerst\u00f6ren; und sie sollen dir deine Gew\u00e4nder ausziehen und dir deine pr\u00e4chtigen Geschmeide wegnehmen und dich nackt und blo\u00df hinstellen.<br>40 Dann werden sie eine Gemeindeversammlung gegen dich berufen und dich steinigen und dich mit ihren Schwertern in St\u00fccke hauen;<br>41 auch werden sie deine H\u00e4user mit Feuer verbrennen und das Strafgericht an dir vollstrecken vor den Augen zahlreicher Frauen. So will ich deiner Buhlerei ein Ende machen, und du sollst fortan auch keinen Buhllohn mehr geben.<br>42 Wenn ich so meinen Grimm an dir gestillt habe und meine Eifersucht gegen dich geschwunden ist, so werde ich mich beruhigt f\u00fchlen und mich nicht mehr zu entr\u00fcsten brauchen.<br>43 Weil du der Tage deiner Jugend nicht gedacht und mich durch dies alles zum Zorn gereizt hast, so will auch ich nunmehr die Strafe f\u00fcr dein Tun auf dein Haupt fallen lassen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN. \u203aHast du etwa nicht Unzucht getrieben zu all deinen Greueln hinzu?\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jerusalems Schuld ist gr\u00f6\u00dfer als die Schuld Samarias und Sodoms und verlangt die h\u00e4rteste Strafe<\/h3>\n\n\n\n<p>44 \u00bb\u203aWahrlich, jeder, der sich der Sprichw\u00f6rter bedient, wird auf dich den Spruch anwenden: Wie die Mutter, so die Tochter!<br>45 Du bist wirklich die Tochter deiner Mutter, die ihres Mannes und ihrer Kinder \u00fcberdr\u00fcssig geworden ist; und du bist wirklich die Schwester deiner Schwestern, die ihre M\u00e4nner und ihre Kinder von sich gesto\u00dfen haben. Eure Mutter ist eine Hethiterin und euer Vater ein Amoriter gewesen.<br>46 Deine gr\u00f6\u00dfere Schwester ist Samaria mit ihren Tochterst\u00e4dten, die n\u00f6rdlich von dir wohnt; und deine kleinere Schwester, die s\u00fcdlich von dir wohnt, ist Sodom mit ihren Tochterst\u00e4dten.<br>47 Aber nicht auf ihren Wegen bist du gewandelt, und nicht Greuel wie sie hast du ver\u00fcbt; nein, nur ein kleines Weilchen hat es gedauert, da hast du es \u00e4rger als sie getrieben in all deinem Wandel.<br>48 So wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203adeine Schwester Sodom samt ihren Tochterst\u00e4dten hat nicht so \u00fcbel gehandelt, wie du es getan hast samt deinen Tochterst\u00e4dten.<br>49 Siehe, das war die Verschuldung deiner Schwester Sodom: Hoffart, Brot in F\u00fclle und sorglose Ruhe war ihr samt ihren Tochterst\u00e4dten eigen; aber den Armen und Notleidenden reichten sie niemals die Hand zur Hilfe,<br>50 sondern sie wurden hochm\u00fctig und ver\u00fcbten Greuel vor meinen Augen; darum schaffte ich sie weg, sobald ich das sah.<br>51 Auch Samaria hat nicht halb so viel ges\u00fcndigt wie du, sondern du hast so viel mehr Greuel ver\u00fcbt als jene beiden, da\u00df deine Schwestern dir gegen\u00fcber als gerecht erscheinen infolge all deiner Greuel, die du ver\u00fcbt hast.<br>52 So trage nun auch du deine Schande, weil du f\u00fcr deine Schwestern ins Mittel getreten bist: infolge deiner S\u00fcnden, durch die du \u00e4rgere Greuel ver\u00fcbt hast als sie, stehen sie gerechter da als du. So sch\u00e4me nun auch du dich und trage deine Schmach daf\u00fcr, da\u00df du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jerusalems gn\u00e4dige Wiederannahme in Gemeinschaft mit Samaria und Sodom<\/h3>\n\n\n\n<p>53 \u00bb\u203aIch werde aber ihr Schicksal wenden, das Schicksal Sodoms und ihrer Tochterst\u00e4dte und das Schicksal Samarias und ihrer Tochterst\u00e4dte, und dann auch dein eigenes Schicksal in ihrer Mitte,<br>54 auf da\u00df du deine Schmach tr\u00e4gst und dich alles dessen sch\u00e4mst, was du ver\u00fcbt hast, indem du ihnen dadurch Trost verschafftest.<br>55 Wenn dann deine Schwester Sodom nebst ihren Tochterst\u00e4dten und Samaria nebst ihren Tochterst\u00e4dten wiederhergestellt worden sind, wie sie einst gewesen, so sollst auch du mit deinen Tochterst\u00e4dten in den fr\u00fcheren Zustand zur\u00fcckversetzt werden.<br>56 War nicht der Name deiner Schwester Sodom als abschreckendes Beispiel in deinem Munde zur Zeit deines Hochmuts,<br>57 ehe deine Bl\u00f6\u00dfe aufgedeckt wurde, wie (dies jetzt der Fall ist) jetzt, da die T\u00f6chter Syriens dich schm\u00e4hen und alle T\u00f6chter der Philister dich ringsumher verachten?<br>58 F\u00fcr deine Unzucht und deine Greuel mu\u00dft du nun die Strafe b\u00fc\u00dfen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trostreicher Ausblick in die Zukunft<\/h3>\n\n\n\n<p>59 \u00bbDenn so spricht Gott der HERR: \u203aJa, ich werde mit dir verfahren, wie du verfahren bist: du hast ja den Schwur mi\u00dfachtet, indem du den Bund brachest.<br>60 Doch ich will meines Bundes gedenken, den ich mit dir in den Tagen deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir aufrichten.<br>61 Da wirst du dann an dein ganzes Tun zur\u00fcckdenken und dich seiner sch\u00e4men, wenn ich deine Schwestern, sowohl die gr\u00f6\u00dferen als auch die kleineren, nehme und sie dir zu T\u00f6chtern gebe, allerdings nicht auf Grund des mit dir geschlossenen Bundes.<br>62 Sondern ich will meinerseits einen Bund mit dir schlie\u00dfen, und du sollst erkennen, da\u00df ich der HERR bin,<br>63 damit du daran gedenkst und dich sch\u00e4mst und infolge deiner Schmach den Mund nicht mehr auftust, wenn ich dir alles vergeben habe, was du getan hast\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, gib dem Hause Israel ein R\u00e4tsel auf und trage ihm ein Gleichnis vor!<br>3 Sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Der gro\u00dfe Adler mit gro\u00dfen Fl\u00fcgeln, mit langen Schwungfedern und voll schillernden Gefieders kam zum Libanon und nahm dort den Wipfel der Zeder weg:<br>4 den obersten ihrer Schosse ri\u00df er ab und brachte ihn ins Kr\u00e4merland, versetzte ihn in eine Handelsstadt.<br>5 Dann nahm er einen von den Sch\u00f6\u00dflingen des Landes, pflanzte ihn in ein Saatfeld, wo reichlich Wasser war, behandelte ihn wie ein Weidengew\u00e4chs,<br>6 damit er dort w\u00fcchse und sich zu einem \u00fcppigen Weinstock von niedrigem Wuchs entwickelte; seine Ranken sollten sich zu ihm (dem Adler) hinkehren und seine Wurzeln ihm untertan sein. Und es wurde wirklich ein Weinstock daraus, der Ranken ansetzte und Zweige trieb.<br>7 Nun war da aber auch noch ein anderer gro\u00dfer Adler mit gro\u00dfen Fl\u00fcgeln und starkem Gefieder; und siehe da: jener Weinstock bog seine Wurzeln zu diesem hin und streckte seine Ranken zu ihm aus, damit er ihn noch besser tr\u00e4nken m\u00f6chte, als das Beet es tat, auf das er gepflanzt war;<br>8 und er war doch auf guten Boden, an reichliches Wasser gepflanzt, um Ranken zu treiben und Fr\u00fcchte zu tragen und sich zu einem herrlichen Weinstock zu entwickeln.\u2039<br>9 Sage nun zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wird das gut ablaufen? Wird jener (Adler) ihm nicht die Wurzeln ausrei\u00dfen und seine Trauben abschneiden, so da\u00df er verdorrt? Ja, alle seine frischsprossenden Triebe werden verdorren, und zwar wird kein gewaltiger Arm und keine gro\u00dfe Anzahl von Leuten dazu erforderlich sein, um ihn aus seinem Wurzelboden herauszuheben.<br>10 Allerdings gepflanzt ist er: aber \u2013 wird es gut ablaufen? Wird er nicht, sobald der Ostwind ihn trifft, g\u00e4nzlich verdorren? Ja, auf dem Beet, auf dem er herangewachsen ist, wird er verdorren.\u2039\u00ab<br>11 Alsdann erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>12 \u00bbSage doch dem widerspenstigen Geschlecht: \u203aVersteht ihr denn nicht, was dies bedeutet?\u2039 Sage ihnen: \u203aSeht, der K\u00f6nig von Babylon ist nach Jerusalem gekommen, hat den dortigen K\u00f6nig und die dortigen Oberen mitgenommen und sie zu sich nach Babylon gebracht.<br>13 Dann hat er einen Spr\u00f6\u00dfling des K\u00f6nigshauses genommen und einen Vertrag mit ihm geschlossen und ihn durch einen Eid verpflichtet; die Vornehmsten des Landes aber hat er mit sich genommen,<br>14 damit die K\u00f6nigsmacht bescheiden bliebe und sich nicht wieder erh\u00f6be und damit jener den geschlossenen Vertrag hielte, damit er Bestand habe.<br>15 Der aber fiel von ihm ab, indem er seine Gesandten nach \u00c4gypten schickte, damit man ihm Rosse und viel Kriegsvolk g\u00e4be. Wird er wohl Gl\u00fcck haben? Wird er, der so gehandelt hat, ungestraft davonkommen? Er hat den Vertrag gebrochen: sollte er der Strafe entgehen?<br>16 So wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203aan dem Wohnsitz des K\u00f6nigs, der ihn zum Herrscher gemacht, dem er den Eid nicht gehalten hat und gegen den er vertragsbr\u00fcchig geworden ist, bei diesem soll er sterben mitten in Babylon!<br>17 Der Pharao aber wird ihm nicht mit gro\u00dfer Heeresmacht und zahlreichem Aufgebot im Kriege Beistand leisten, wenn man einen Wall auff\u00fchrt und Belagerungst\u00fcrme baut, um viele Menschen ums Leben zu bringen.<br>18 Denn weil er meineidig durch Vertragsbruch geworden ist und trotz des Handschlags, den er gegeben, alles dies getan hat, wird er nicht ungestraft davonkommen!\u2039\u00ab<br>19 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbSo wahr ich lebe! F\u00fcr den Eid, den er bei mir geschworen und mi\u00dfachtet hat, und f\u00fcr den Vertrag, den er vor mir geschlossen und gebrochen hat, will ich ihn die Strafe b\u00fc\u00dfen lassen<br>20 und mein Fangnetz \u00fcber ihn ausbreiten, so da\u00df er in meinem Garn gefangen wird! Dann will ich ihn nach Babylon bringen und dort Abrechnung mit ihm halten wegen des Treubruchs, dessen er sich gegen mich schuldig gemacht hat.<br>21 Alle seine auserlesenen Krieger aber in allen seinen Heerscharen sollen durchs Schwert fallen und die \u00dcbriggebliebenen in alle Winde zerstreut werden, damit ihr erkennt, da\u00df ich, der HERR, es angesagt habe.\u00ab<br>22 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbIch selbst aber werde einen Zweig vom Wipfel der hohen Zeder nehmen und ihn einsetzen; von dem obersten ihrer Sprossen werde ich ein zartes Reis abbrechen, und ich selbst werde es auf einem hohen und ragenden Berge einpflanzen:<br>23 auf der Bergesh\u00f6he Israels will ich es einpflanzen, damit es dort Zweige treibt und Fr\u00fcchte tr\u00e4gt und sich zu einer herrlichen Zeder entwickelt, unter welcher allerlei Wild lagert, allerlei V\u00f6gel jeglichen Gefieders wohnen und im Schatten ihrer Zweige nisten.<br>24 Dann werden alle B\u00e4ume des Feldes erkennen, da\u00df ich, der HERR, den hohen Baum erniedrigt und den niedrigen Baum erh\u00f6ht habe, da\u00df ich den saftreichen Baum habe verdorren lassen und den d\u00fcrren Baum zur Bl\u00fcte gebracht habe. Ich, der HERR, habe es angesagt und es auch vollf\u00fchrt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbWie kommt ihr dazu, im Lande Israel diesen Spruch im Munde zu f\u00fchren, da\u00df ihr sagt: \u203aDie V\u00e4ter haben saure Trauben gegessen, und den S\u00f6hnen werden die Z\u00e4hne stumpf davon\u2039?<br>3 So wahr ich lebe!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u00bbihr sollt fortan diesen Spruch in Israel nicht mehr im Munde f\u00fchren!<br>4 Bedenkt wohl: alle Seelen geh\u00f6ren mir, die Seele des Vaters so gut wie die des Sohnes \u2013 beide geh\u00f6ren mir: die Seele, die da s\u00fcndigt, die soll sterben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Gerechte lebt<\/h3>\n\n\n\n<p>5 \u00bbWenn also jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit \u00fcbt,<br>6 an den Opfermahlen auf den Bergen nicht teilnimmt und seine Augen nicht zu den G\u00f6tzen des Hauses Israel erhebt, das Weib seines N\u00e4chsten nicht entehrt und einem Weibe zur Zeit ihrer Unreinheit nicht naht,<br>7 niemanden \u00fcbervorteilt, dem Schuldner sein Pfand zur\u00fcckgibt, sich keine Erpressung zuschulden kommen l\u00e4\u00dft, dem Hungrigen von seinem Brot abgibt und den Nackten mit Kleidung versieht,<br>8 kein Geld auf Wucher ausleiht und keine Zinsen nimmt, seine Hand vom Unrecht fernh\u00e4lt, in Streitsachen zwischen den Parteien der Wahrheit gem\u00e4\u00df richtet,<br>9 nach meinen Satzungen wandelt und meine Gebote beobachtet, indem er sie getreulich erf\u00fcllt: der ist ein gerechter Mann, er soll gewi\u00dflich am Leben bleiben!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der gottlose Sohn eines frommen Vaters soll sterben<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbIst er nun aber Vater eines gewaltt\u00e4tigen Sohnes, der Blut vergie\u00dft und eine von jenen S\u00fcnden begeht \u2013<br>11 w\u00e4hrend jener dies alles nicht getan hat \u2013, wenn er sogar an den Opfermahlen auf den Bergen teilnimmt und das Weib seines N\u00e4chsten entehrt,<br>12 den Armen und Notleidenden \u00fcbervorteilt, Erpressung ver\u00fcbt, Gepf\u00e4ndetes nicht zur\u00fcckgibt und seine Augen zu den G\u00f6tzen erhebt, Abscheuliches begeht,<br>13 Geld auf Wucher ausleiht und Zinsen nimmt: sollte ein solcher Mensch am Leben bleiben? Nein, er soll nicht am Leben bleiben! Weil er alle diese Abscheulichkeiten ver\u00fcbt hat, soll er unfehlbar den Tod erleiden: die Strafe f\u00fcr seine Blutschuld soll ihn treffen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der fromme Sohn eines gottlosen Vaters soll leben<\/h3>\n\n\n\n<p>14 \u00bbWenn der nun aber Vater eines Sohnes ist, der alle S\u00fcnden sieht, die sein Vater begeht, und, obgleich er sie sieht, dennoch nicht ebenso handelt:<br>15 er nimmt nicht teil an den Opfermahlen auf den Bergen und erhebt seine Augen nicht zu den G\u00f6tzen des Hauses Israel, er entehrt nicht das Weib seines N\u00e4chsten<br>16 und \u00fcbervorteilt niemand, er l\u00e4\u00dft sich kein Pfand geben und ver\u00fcbt keine Erpressung, er gibt dem Hungrigen von seinem Brot ab und versieht den Nackten mit Kleidung,<br>17 er h\u00e4lt seine Hand vom Unrecht fern, leiht kein Geld auf Wucher aus und nimmt keine Zinsen, er beobachtet meine Satzungen und wandelt nach meinen Geboten: der soll wegen der Verschuldung seines Vaters nicht sterben, sondern sicherlich am Leben bleiben.<br>18 Sein Vater aber, der Bedr\u00fcckung ver\u00fcbt und Erpressung am Bruder begangen und inmitten seiner Volksgenossen nicht gut gehandelt hat: f\u00fcrwahr, der soll wegen seiner Verschuldung sterben!<br>19 Wenn ihr aber fragt: \u203aWarum soll der Sohn die Schuld seines Vaters nicht mittragen?\u2039, so bedenkt wohl: Der Sohn hat doch Recht und Gerechtigkeit ge\u00fcbt, hat alle meine Satzungen beobachtet und nach ihnen gehandelt: darum soll er am Leben bleiben!<br>20 Ein jeder, der S\u00fcnde tut, der soll sterben; aber der Sohn soll die Schuld seines Vaters nicht mittragen und der Vater nicht die Schuld seines Sohnes; nein, dem Gerechten soll der Lohn f\u00fcr seine Gerechtigkeit zuteil werden und ebenso dem Gottlosen die Strafe f\u00fcr seine Gottlosigkeit!\u00ab<br>21 \u00bbBekehrt sich jedoch der Gottlose von all seinen S\u00fcnden, die er begangen hat, und beobachtet er alle meine Satzungen und \u00fcbt er Recht und Gerechtigkeit, so soll er gewi\u00dflich am Leben bleiben, soll nicht sterben!<br>22 Keine von allen S\u00fcnden, die er begangen hat, soll ihm noch angerechnet werden: um der Gerechtigkeit willen, die er ge\u00fcbt hat, soll er am Leben bleiben.<br>23 Habe ich etwa Wohlgefallen am Tode des Gottlosen?\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013 \u00bbund nicht vielmehr daran, da\u00df er sich von seinem b\u00f6sen Wandel bekehrt und am Leben bleibt?<br>24 Wenn aber ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und B\u00f6ses ver\u00fcbt, alle die Abscheulichkeiten begeht, die der Gottlose zu ver\u00fcben pflegt: sollte er da am Leben bleiben? Nein, keine von all seinen gerechten Taten, die er vollbracht hat, soll ihm angerechnet werden: um des Treubruchs willen, dessen er sich schuldig gemacht, und wegen der S\u00fcnde, die er begangen hat, ihretwegen soll er sterben!<br>25 Wenn ihr nun sagt: \u203aDas Verfahren des Herrn ist nicht das richtige!\u2039, so h\u00f6rt doch, ihr vom Hause Israel! Sollte wirklich mein Verfahren nicht das richtige sein? Ist nicht vielmehr euer Verfahren unrichtig?<br>26 Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und B\u00f6ses ver\u00fcbt, so mu\u00df er deswegen sterben: wegen des B\u00f6sen, das er begangen hat, deswegen mu\u00df er sterben.<br>27 Wenn sich dagegen der Gottlose von der Gottlosigkeit, die er begangen hat, abwendet und Recht und Gerechtigkeit \u00fcbt, so wird ein solcher Mensch seine Seele am Leben erhalten.<br>28 Wenn er zur Einsicht kommt und von allen \u00dcbertretungen, deren er sich schuldig gemacht hat, abl\u00e4\u00dft, so soll er gewi\u00dflich das Leben behalten und nicht sterben!<br>29 Wenn also das Haus Israel sagt: \u203aDas Verfahren des Herrn ist nicht das richtige\u2039 \u2013 sollte wirklich mein Verfahren nicht das richtige sein, Haus Israel? Ist nicht vielmehr euer Verfahren unrichtig?\u00ab<br>30 \u00bbDarum werde ich einen jeden von euch, ihr vom Hause Israel, nach seinem Wandel richten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN. \u00bbKehrt um und wendet euch von all euren \u00dcbertretungen ab, damit sie euch nicht weiter ein Anla\u00df zur Verschuldung werden!<br>31 Werft alle eure \u00dcbertretungen, durch die ihr euch gegen mich vergangen habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?<br>32 Ich habe ja kein Wohlgefallen am Tode dessen, der sterben mu\u00df\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013; \u00bbdarum bekehrt euch, so werdet ihr leben!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu aber stimme ein Klagelied an \u00fcber die F\u00fcrsten Israels<br>2 und sprich: \u203aWie war doch deine Mutter eine L\u00f6win unter L\u00f6wen! Sie hatte ihr Lager inmitten von Jungleuen, zog ihre Jungen gro\u00df.<br>3 Eins von ihren Jungen brachte sie hoch, zum Jungleu wurde es; der lernte Raub erbeuten, Menschen fra\u00df er.<br>4 Da erlie\u00dfen die V\u00f6lker einen Aufruf gegen ihn: in ihrer Grube wurde er gefangen, und sie brachten ihn mit Ringen nach dem Lande \u00c4gypten. \u2013<br>5 Als nun seine Mutter sah, da\u00df sie get\u00e4uscht, ihre Hoffnung vernichtet war, da nahm sie ein anderes von ihren Jungen und machte es zu einem Jungleu.<br>6 Der schritt stolz unter den L\u00f6wen einher, wurde ein Jungleu; er lernte Raub erbeuten, Menschen fra\u00df er.<br>7 Er machte ihre Witwen zahlreich und entv\u00f6lkerte ihre St\u00e4dte, so da\u00df das Land und alles, was darin war, sich vor seinem dr\u00f6hnenden Gebr\u00fcll entsetzte.<br>8 Da stellten sich die V\u00f6lker ringsum aus den Landschaften gegen ihn auf und breiteten ihr Netz \u00fcber ihn aus: in ihrer Grube wurde er gefangen.<br>9 Dann taten sie ihn an Nasenringen in einen K\u00e4fig und brachten ihn zum K\u00f6nig von Babylon, brachten ihn in eine der Burgen, damit man sein Gebr\u00fcll auf den Bergen Israels nicht mehr h\u00f6re.\u2039\u00ab<br>10 \u00bb\u203aDeine Mutter war wie ein Weinstock, im Weingarten am Wasser gepflanzt, reich an Fr\u00fcchten und voller Ranken infolge des reichlichen Wassers;<br>11 an ihm wuchs ein starker Scho\u00df zum Herrscherstabe, und hoch ragte sein Wuchs empor zwischen dem dichten Laubwerk, und er war weithin sichtbar durch seine H\u00f6he, durch die F\u00fclle seiner Ranken.<br>12 Da wurde er im Grimm ausgerissen, auf die Erde geworfen, und der Ostwind d\u00f6rrte seine Ranken aus; sein starker Scho\u00df wurde abgerissen und verdorrte, Feuer hat ihn verzehrt.<br>13 Jetzt ist er in die W\u00fcste verpflanzt, in d\u00fcrres, lechzendes Land;<br>14 und Feuer ist von seinem Scho\u00df ausgegangen, hat seine Ranken verzehrt; und es ist an ihm kein starker Scho\u00df mehr geblieben, kein Stab zum Herrschen.\u2039\u00ab Ein Klagelied ist dies, und es ist zum Klagelied geworden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">V. Dritte Reihe von Drohweissagungen und Strafreden gegen Jerusalem und Juda (Kap. 20-24)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im siebten Jahre, am zehnten Tage des f\u00fcnften Monats, kamen einige von den \u00c4ltesten Israels, um den HERRN zu befragen, und sie lie\u00dfen sich vor mir nieder.<br>2 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>3 \u00bbMenschensohn, sprich zu den \u00c4ltesten Israels und sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Mich zu befragen seid ihr gekommen? So wahr ich lebe: ich lasse mich von euch nicht befragen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>4 Willst du ihnen nicht vielmehr das Urteil sprechen? Willst du mit ihnen nicht ins Gericht gehen, Menschensohn? Halte ihnen die Greueltaten ihrer V\u00e4ter vor!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6tzendienst in \u00c4gypten<\/h3>\n\n\n\n<p>5 \u00bbSage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: An dem Tage, als ich Israel erw\u00e4hlte, erhob ich meine Hand f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen des Hauses Jakob zum Schwur und gab mich ihnen im Lande \u00c4gypten zu erkennen; ich erhob meine Hand f\u00fcr sie zum Schwur und sprach: Ich bin der HERR, euer Gott!<br>6 An demselben Tage erhob ich meine Hand und schwur ihnen, da\u00df ich sie aus dem Lande \u00c4gypten in ein Land f\u00fchren w\u00fcrde, das ich f\u00fcr sie ausersehen h\u00e4tte, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dfe und die Krone unter allen L\u00e4ndern sei.<br>7 Dabei gebot ich ihnen: Ein jeder von euch werfe die Scheusale weg, auf die er bisher seine Augen gerichtet hat, und verunreinigt euch nicht an den \u00e4gyptischen G\u00f6tzen! Ich, der HERR, bin euer Gott!<br>8 Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich h\u00f6ren; keiner von ihnen warf die Scheusale weg, auf die er bisher seine Augen gerichtet hatte, und die \u00e4gyptischen G\u00f6tzen lie\u00dfen sie nicht fahren. Da gedachte ich meinen Grimm \u00fcber sie auszugie\u00dfen, meinen ganzen Zorn mitten im Lande \u00c4gypten an ihnen auszulassen;<br>9 aber ich nahm R\u00fccksicht auf meinen Namen, damit dieser nicht entehrt w\u00fcrde vor den Augen der Heidenv\u00f6lker, unter denen sie wohnten und vor deren Augen ich mich ihnen geoffenbart hatte, um sie aus dem Lande \u00c4gypten wegzuf\u00fchren.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ungehorsam nach der Gesetzgebung bei der W\u00fcstenwanderung<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bb\u203aSo f\u00fchrte ich sie denn aus dem Lande \u00c4gypten weg und brachte sie in die W\u00fcste.<br>11 Da gab ich ihnen meine Satzungen und lehrte sie meine Gebote kennen, durch deren Beobachtung der Mensch das Leben hat.<br>12 Auch meine Sabbate gab ich ihnen, die ein Zeichen (des Bundes) zwischen mir und ihnen sein sollten, damit sie zur Erkenntnis k\u00e4men, da\u00df ich, der HERR, es bin, der sie heiligt (2.Mose 31,13).<br>13 Aber das Haus Israel war auch in der W\u00fcste widerspenstig gegen mich: sie wandelten nicht nach meinen Satzungen und mi\u00dfachteten meine Gebote, durch deren Beobachtung doch der Mensch das Leben hat; auch meine Sabbate hielten sie durchaus nicht heilig. Da gedachte ich meinen Grimm in der W\u00fcste \u00fcber sie auszugie\u00dfen, um sie ganz auszurotten;<br>14 aber ich nahm R\u00fccksicht auf meinen Namen, damit er nicht entehrt w\u00fcrde vor den Augen der Heidenv\u00f6lker, vor deren Augen ich sie weggef\u00fchrt hatte.<br>15 Doch erhob ich meine Hand in der W\u00fcste und schwur ihnen, da\u00df ich sie nicht in das verhei\u00dfene Land bringen w\u00fcrde, ein Land, das von Milch und Honig \u00fcberflie\u00dfe und die Krone unter allen L\u00e4ndern sei,<br>16 weil sie meine Gebote mi\u00dfachtet und nicht nach meinen Satzungen gewandelt und meine Sabbate entheiligt h\u00e4tten; denn ihr Herz war immer nur hinter ihren G\u00f6tzen her.<br>17 Dennoch blickte mein Auge mitleidsvoll auf sie, so da\u00df ich sie nicht vernichtete und sie in der W\u00fcste nicht v\u00f6llig ausrottete.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ungehorsam des zweiten Geschlechts in der W\u00fcste<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bb\u203aDa gebot ich ihren S\u00f6hnen in der W\u00fcste: Wandelt nicht nach den Gewohnheiten eurer V\u00e4ter und beobachtet nicht die von ihnen ge\u00fcbten Br\u00e4uche und verunreinigt euch nicht an ihren G\u00f6tzen!<br>19 Ich, der HERR, bin euer Gott: wandelt nach meinen Satzungen, beobachtet meine Gebote und handelt nach ihnen!<br>20 Haltet auch meine Sabbate heilig, damit sie ein Zeichen (des Bundes) zwischen mir und euch seien und damit man erkenne, da\u00df ich der HERR, euer Gott, bin.<br>21 Aber auch die S\u00f6hne waren widerspenstig gegen mich: sie wandelten nicht nach meinen Satzungen und befolgten meine Gebote nicht, da\u00df sie nach ihnen gehandelt h\u00e4tten, obgleich doch der Mensch durch ihre Beobachtung das Leben hat; auch meine Sabbate entheiligten sie. Da gedachte ich meinen Grimm \u00fcber sie auszugie\u00dfen und meinen Zorn in der W\u00fcste an ihnen v\u00f6llig auszuwirken;<br>22 aber ich zog meine Hand wieder zur\u00fcck und nahm R\u00fccksicht auf meinen Namen, damit er nicht entehrt w\u00fcrde vor den Augen der Heidenv\u00f6lker, vor deren Augen ich sie ausgef\u00fchrt hatte.<br>23 Doch erhob ich meine Hand in der W\u00fcste und schwur ihnen, da\u00df ich sie unter die Heidenv\u00f6lker zerstreuen und sie in die L\u00e4nder versprengen w\u00fcrde,<br>24 weil sie nicht nach meinen Geboten lebten, meine Satzungen mi\u00dfachteten, meine Sabbate nicht heilig hielten und weil ihre Augen auf die G\u00f6tzen ihrer V\u00e4ter gerichtet seien.<br>25 So gab denn auch ich ihnen Satzungen, die nicht zum Guten waren, und Gebote, durch die sie nicht das Leben haben konnten;<br>26 ich machte sie durch ihre Opfergaben unrein, dadurch da\u00df sie jegliche Erstgeburt als Opfer verbrannten: ich wollte ihnen eben Entsetzen einfl\u00f6\u00dfen, damit sie erkennen m\u00f6chten, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">H\u00f6hendienst im Lande Kanaan<\/h3>\n\n\n\n<p>27 \u00bbDarum, Menschensohn, rede zum Hause Israel und sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Auch noch dadurch haben eure V\u00e4ter mich beschimpft, da\u00df sie mir die Treue gebrochen haben.<br>28 Nachdem ich sie n\u00e4mlich in das Land gebracht hatte, dessen Verleihung ich ihnen zugeschworen hatte, da schlachteten sie, wo immer sie einen hohen H\u00fcgel und einen dichtbelaubten Baum erblickt hatten, daselbst ihre Opfertiere, brachten dort ihre Gaben zu meiner Kr\u00e4nkung dar, lie\u00dfen daselbst ihre lieblichen Weihrauchd\u00fcfte aufsteigen und gossen dort ihre Trankopfer aus.<br>29 [Da fragte ich sie: Was ist das f\u00fcr eine H\u00f6he, auf die ihr euch da begebt? Daher ist der Name \u203aH\u00f6he\u2039 geblieben bis auf den heutigen Tag.]\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das jetzige den V\u00e4tern gleiche Geschlecht wird von Gott verworfen<\/h3>\n\n\n\n<p>30 \u00bbDarum sage zum Hause Israel: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wie? Nach der Weise eurer V\u00e4ter wollt auch ihr euch verunreinigen und mit ihren Scheusalen ebenfalls Buhlerei treiben?<br>31 Ja, dadurch, da\u00df ihr eure Gaben darbringt, da\u00df ihr eure Kinder als Opfer verbrennt, verunreinigt ihr euch an all euren G\u00f6tzen bis auf den heutigen Tag; und da sollte ich mich von euch befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203aich will mich von euch nicht befragen lassen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die einstige L\u00e4uterung der Verbannten<\/h3>\n\n\n\n<p>32 \u00bb\u203aUnd das, was euch in den Sinn gekommen ist, darf nimmermehr zur Ausf\u00fchrung gelangen, da\u00df ihr sagt: Wir wollen es machen wie die Heiden, wie die V\u00f6lker in den anderen L\u00e4ndern, indem wir Holz und Stein anbeten!<br>33 So wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203aMit starker Hand und hocherhobenem Arm und so, da\u00df ich meinem Ingrimm freien Lauf lasse, will ich mich als K\u00f6nig \u00fcber euch erweisen!<br>34 Ich will euch aus den Heidenv\u00f6lkern herausf\u00fchren und euch aus den L\u00e4ndern sammeln, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand und hocherhobenem Arm und so, da\u00df ich meinem Ingrimm freien Lauf lasse,<br>35 und will euch in die W\u00fcste inmitten der V\u00f6lker bringen und dort ins Gericht mit euch gehen von Angesicht zu Angesicht!<br>36 Wie ich einst in der W\u00fcste des Landes \u00c4gypten mit euren V\u00e4tern ins Gericht gegangen bin, ebenso will ich auch \u00fcber euch Gericht halten!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>37 \u203aDa will ich euch unter meinem Stabe an mir vor\u00fcbergehen lassen und euch zur Erf\u00fcllung der Bundespflichten zwingen,<br>38 und ich will die Ungehorsamen und die von mir Abgefallenen aus euch aussondern: aus dem Lande, in dem sie als Fremdlinge gelebt haben, will ich sie herausf\u00fchren; aber auf Israels Boden soll keiner von ihnen zur\u00fcckkehren, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der wohlgef\u00e4llige Gottesdienst der Bekehrten im Lande Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>39 \u00bbWas euch aber betrifft, ihr vom Hause Israel, so hat Gott der HERR folgenderma\u00dfen gesprochen: \u203aGeht nur hin und dient ein jeder seinen G\u00f6tzen! Sp\u00e4ter aber werdet ihr sicherlich auf mich h\u00f6ren und meinen heiligen Namen nicht l\u00e4nger durch eure Opfergaben und durch eure G\u00f6tzen entweihen,<br>40 sondern auf meinem heiligen Berge, auf Israels Bergesh\u00f6he\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203adort wird mir das ganze Haus Israel dienen, alle, die sich im Lande befinden; dort will ich euch gn\u00e4dig annehmen und dort eure Hebeopfer und eure Erstlingsgaben mir darbringen lassen, alles, was ihr an Weihegaben opfert.<br>41 Beim lieblichen Opferduft will ich euch gn\u00e4dig annehmen, wenn ich euch aus den Heidenv\u00f6lkern herausf\u00fchre und euch aus den L\u00e4ndern sammle, in die ihr zerstreut worden seid, und ich will mich an euch vor den Augen der Heidenv\u00f6lker als den Heiligen erweisen.<br>42 Da werdet ihr dann erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel zur\u00fcckf\u00fchre, in das Land, dessen Verleihung ich euren V\u00e4tern einst durch einen Schwur zugesagt habe.<br>43 Dort werdet ihr dann an euren Wandel und all eure Taten zur\u00fcckdenken, durch die ihr euch verunreinigt habt, und werdet einen Abscheu vor euch selbst empfinden wegen all des B\u00f6sen, das ihr begangen habt.<br>44 Dann werdet ihr auch erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich so mit euch verfahre um meines Namens willen und nicht nach eurem b\u00f6sen Wandel und nach euren verwerflichen Taten, Haus Israel!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke nach S\u00fcden zu, predige gegen Mittag hin und weissage gegen den Wald, der im Gefilde des S\u00fcdlandes liegt,<br>3 und sprich zu dem Walde im S\u00fcdland: \u203aH\u00f6re das Wort des HERRN! So hat Gott der HERR gesprochen: Siehe, ich will ein Feuer in dir anz\u00fcnden, das soll alle saftreichen und alle d\u00fcrren B\u00e4ume in dir verzehren; die lodernde Flamme soll nicht erl\u00f6schen, und alle Gesichter vom S\u00fcdland bis zum Norden sollen durch sie versengt werden!<br>4 Dann wird alles Fleisch einsehen, da\u00df ich, der HERR, sie angez\u00fcndet habe, indem sie nicht erlischt.\u2039\u00ab<br>5 Da entgegnete ich: \u00bbAch, HERR, mein Gott! Die Leute sagen von mir: \u203aTr\u00e4gt der nicht immer R\u00e4tselreden vor?\u2039\u00ab<br>6 Da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>7 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke auf Jerusalem, predige gegen ihr Heiligtum und weissage gegen das Land Israel!<br>8 Sage zum Lande Israel: \u203aSo hat der HERR gesprochen: Siehe, ich will an dich! Ich will mein Schwert aus der Scheide ziehen und Gerechte wie Gottlose in dir ausrotten!<br>9 Weil ich beide, Gerechte wie Gottlose, in dir ausrotten will, darum soll mein Schwert aus der Scheide fahren gegen alles Fleisch vom S\u00fcdland bis zum Norden.<br>10 Dann wird alle Welt erkennen, da\u00df ich, der HERR, mein Schwert aus der Scheide habe herausfahren lassen, und es nicht wieder dahin zur\u00fcckkehrt.\u2039\u00ab<br>11 \u00bbDu aber, Menschensohn, seufze! Mit zusammenbrechenden H\u00fcften und in bitterem Schmerz seufze vor ihren Augen!<br>12 Wenn sie dich dann fragen, wor\u00fcber du seufzest, so antworte ihnen: \u203a\u00dcber eine Schreckenskunde! Bei ihrem Eintreffen werden alle Herzen verzagen und alle Arme schlaff herabh\u00e4ngen; aller Mut wird schwinden, und alle Knie werden wie Wasser zerflie\u00dfen.\u2039 (7,17) F\u00fcrwahr, es kommt und geht in Erf\u00fcllung!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>13 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>14 \u00bbMenschensohn, verk\u00fcnde folgende Weissagung: So hat der HERR gesprochen: Sprich zu ihnen: \u203aEin Schwert, ein Schwert ist gesch\u00e4rft und auch gefegt;<br>15 um ein Schlachten anzurichten, dazu ist es gesch\u00e4rft: damit es blitzt und blinkt, dazu ist es gefegt. Oder sollen wir uns freuen? Die f\u00fcr meinen Sohn bestimmte Rute verachtet alles Holz.<br>16 Er hat es zum Fegen hingegeben, um es in die Hand zu nehmen; es ist gesch\u00e4rft worden, das Schwert, und gefegt, damit man es dem W\u00fcrger in die Hand gebe.\u2039<br>17 Schreie und wehklage, Menschensohn! Denn dieses Schwert richtet sich gegen mein Volk, richtet sich gegen alle F\u00fcrsten Israels: dem Schwert verfallen sind sie samt meinem Volk! Darum schlage dich auf die H\u00fcften,<br>18 denn die Probe ist gemacht! Aber wie, wenn die Rute selber (das Dreinhauen) verschm\u00e4ht? Es soll nicht geschehen!\u00ab \u2013 lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>19 \u00bbDu aber, Menschensohn, weissage und schlage die H\u00e4nde zusammen! Denn das Schwert wird zweifach, ja dreifach kommen. Ein Mordschwert ist es, ein gro\u00dfes Mordschwert, das sie umkreisen soll,<br>20 damit ihre Herzen verzagen und viele tot hinst\u00fcrzen an all ihren Toren. Ich lasse blinken das Schwert. Wehe! Zum Blitzen ist es gefertigt, zum Schlachten gesch\u00e4rft!<br>21 Setze in Schrecken, fahre nach rechts, kehre dich nach links, wohin eben deine Schneide gerichtet ist!<br>22 So will denn auch ich meine H\u00e4nde zusammenschlagen und meinem Zorn freien Lauf lassen: ich, der HERR, habe es gesprochen!\u00ab<br>23 Darauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>24 \u00bbDu aber, Menschensohn, stelle dir zwei Wege dar, auf denen das Schwert des K\u00f6nigs von Babylon kommen soll: von einem Lande sollen sie beide ausgehen. Dann stelle einen Wegweiser auf am Anfang des Weges nach der einen wie nach der anderen Stadt,<br>25 damit das Schwert sowohl \u00fcber Rabbath im Ammoniterlande als auch \u00fcber Juda und Jerusalem in dessen Mitte kommen kann.<br>26 Denn der K\u00f6nig von Babylon steht am Scheidewege, am Anfang der beiden Wege, um eine Offenbarung zu erhalten: er sch\u00fcttelt die Pfeile, befragt die Hausg\u00f6tter und beschaut die Leber.<br>27 In seiner Rechten ist das Los \u203aJerusalem\u2039, da\u00df er den Mund auftue zum Kriegsgeschrei, lauten Schlachtruf erschallen lasse, Sturmb\u00f6cke gegen die Tore aufstelle, einen Wall aufsch\u00fctte und Belagerungst\u00fcrme baue.<br>28 Freilich scheint das ihnen (den Israeliten?) eine tr\u00fcgerische Wahrsagung zu sein, da sie ja die feierlichsten Eide geschworen haben; doch er (Gott?) bringt ihre Verschuldung (bei sich) in Erinnerung, damit sie gefangen werden.\u00ab<br>29 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWeil ihr mich an eure Verschuldung erinnert habt dadurch, da\u00df eure \u00dcbertretungen aufgedeckt worden sind, so da\u00df eure S\u00fcnden in all eurem Tun klar zu Tage liegen \u2013 ja, weil ihr euch so in Erinnerung gebracht habt, sollt ihr um ihretwillen ergriffen werden.<br>30 Du aber, verruchter Frevler, F\u00fcrst Israels, dessen Tag gekommen ist zur Zeit, wo seine Schuld endg\u00fcltig geb\u00fc\u00dft wird \u2013<br>31 so hat Gott der HERR gesprochen: \u203aHinweg mit der K\u00f6nigsbinde! Herunter mit der Krone! Das bleibt nicht so, wie es jetzt ist! Das Niedrige soll erh\u00f6ht werden, und das Hohe mu\u00df herunter!<br>32 Zu Tr\u00fcmmern, Tr\u00fcmmern, Tr\u00fcmmern will ich (alles) machen! Wehe ihm! So soll es bleiben, bis der kommt, der das Anrecht darauf hat: dem will ich es \u00fcbergeben.\u2039\u00ab<br>33 \u00bbDu aber, Menschensohn, verk\u00fcnde folgende Weissagung: So hat Gott der HERR in betreff der Ammoniter und in betreff ihrer Hohnreden gesprochen! Verk\u00fcnde: \u203aEin Schwert, ein Schwert ist gez\u00fcckt zum Schlachten, ist gefegt zum Blinken, damit es blitze \u2013<br>34 w\u00e4hrend man dich durch nichtige Gesichte get\u00e4uscht und dir L\u00fcgen gewahrsagt hat \u2013, um es verruchten Frevlern an den Hals zu setzen, deren Tag kommt zu der Zeit, wo ihre Schuld endg\u00fcltig geb\u00fc\u00dft wird.<br>35 Stecke das Schwert wieder in seine Scheide! An dem Orte, wo du geschaffen bist, im Lande, aus dem du stammst, will ich dich richten<br>36 und will meinen Zorn sich \u00fcber dich ergie\u00dfen lassen, das Feuer meines Ingrimms gegen dich anfachen und dich der Gewalt tierischer Menschen preisgeben, die Verderben (f\u00fcr dich) schmieden.<br>37 Dem Feuer sollst du zum Fra\u00df dienen, dein Blut soll inmitten deines Landes vergossen liegen, deiner soll nicht mehr gedacht werden; denn ich, der HERR, habe gesprochen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbDu, Menschensohn, willst du nicht der blutbefleckten Stadt das Urteil sprechen? Willst du sie nicht richten? Halte ihr alle ihre Greuel vor<br>3 mit den Worten: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wehe der Stadt, die Blut in ihrer Mitte vergossen hat, damit ihre Zeit herbeikomme, und die sich zu ihrem Unheil G\u00f6tzen angefertigt hat, um sich zu verunreinigen!<br>4 Durch dein Blut, das du vergossen, hast du dich mit Schuld beladen, und durch deine G\u00f6tzen, die du dir angefertigt hast, bist du unrein geworden; du hast die Tage deines Gerichts nahe herangebracht und bist zum Abschlu\u00df deiner Jahre gekommen. Darum mache ich dich zum Hohn f\u00fcr die V\u00f6lker und zum Spott f\u00fcr alle L\u00e4nder.<br>5 M\u00f6gen sie in deiner N\u00e4he oder fern von dir wohnen, sie werden dich verspotten, weil dein Ruf befleckt ist und \u00fcberall Verwirrung in dir herrscht.\u2039\u00ab<br>6 \u00bb\u203aSiehe, die F\u00fcrsten Israels in deiner Mitte sind alle, soviel ein jeder mit seiner Faust vermochte, beflissen gewesen, Blut zu vergie\u00dfen.<br>7 Vater und Mutter verachtet man in dir, den Fremdling behandelt man gewaltt\u00e4tig in deiner Mitte, Waisen und Witwen bedr\u00fcckt man in dir.<br>8 Was mir heilig ist, mi\u00dfachtest du, und meine Sabbate entweihst du.<br>9 Verleumder weilen in dir, die auf Blutvergie\u00dfen ausgehen, und auf den Bergen h\u00e4lt man bei dir Opfermahle, Unzucht ver\u00fcbt man in deiner Mitte.<br>10 Man treibt Unzucht in dir mit dem Weibe des Vaters und mi\u00dfbraucht in dir die vom Blutgang unreinen Frauen.<br>11 Ein jeder treibt Ehebruch mit der Frau seines N\u00e4chsten; ein anderer lebt in Blutschande mit seiner Schwiegertochter, der andere sch\u00e4ndet in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.<br>12 Bestechungsgeschenke nimmt man in dir an, um Blut zu vergie\u00dfen; du treibst Wucher und l\u00e4\u00dft dir Zinsen zahlen und \u00fcbervorteilst deinen N\u00e4chsten durch Erpressung; mich aber hast du vergessen!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>13 \u203aAber wisse wohl: ich schlage meine H\u00e4nde zusammen \u00fcber den unredlichen Gewinn, den du gemacht hast, und \u00fcber deine Bluttaten, die in deiner Mitte begangen sind.<br>14 Wird wohl dein Herz standhalten, oder werden deine H\u00e4nde stark bleiben zu der Zeit, wo ich mit dir ins Gericht gehen werde? Ich, der HERR, habe es angesagt und werde es auch vollf\u00fchren!<br>15 Denn ich werde dich unter die V\u00f6lker zerstreuen und dich in die L\u00e4nder versprengen und deine Unreinheit g\u00e4nzlich aus dir wegschaffen,<br>16 damit du durch eigene Schuld entehrt vor den Augen der Heidenv\u00f6lker dastehst; dann wirst du zu der Erkenntnis kommen, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<br>17 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>18 \u00bbMenschensohn, die vom Hause Israel sind f\u00fcr mich zu Schlacken geworden; sie sind alle wie Kupfer und Zinn, Eisen und Blei: Silberschlacken sind sie geworden!\u00ab<br>19 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWeil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum will ich euch nunmehr inmitten Jerusalems zusammenbringen.<br>20 Wie man Silber und Kupfer, Eisen, Blei und Zinn im Schmelzofen zusammentut, um Feuer darunter anzufachen, damit es zum Schmelzen gebracht wird, so will ich euch in meinem Zorn und Grimm zusammentun und euch hineinlegen und zum Schmelzen bringen.<br>21 Versammeln will ich euch und das Feuer meines Ingrimms gegen euch anfachen, da\u00df ihr darin geschmolzen werden sollt.<br>22 Wie man Silber im Schmelzofen schmelzt, so sollt ihr in der Stadt geschmolzen werden, damit ihr erkennt, da\u00df ich, der HERR, meinen Grimm \u00fcber euch ausgegossen habe!\u00ab<br>23 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>24 \u00bbMenschensohn, sage zu ihm: \u203aDu bist ein Land, das nicht benetzt, nicht beregnet worden ist in der Zeit des Grolls,<br>25 dessen F\u00fcrsten in ihm wie ein br\u00fcllender und beutegieriger L\u00f6we gewesen sind: sie haben Menschenleben gefressen, Reichtum und Kostbarkeiten an sich gebracht, die Zahl der Witwen in ihm gemehrt.<br>26 Seine Priester haben meinem Gesetz Gewalt angetan und das, was mir heilig ist, entweiht; zwischen Heiligem und Unheiligem haben sie keinen Unterschied gemacht und das, was rein und unrein ist, nicht zu unterscheiden gelehrt; vor meinen Sabbaten aber haben sie ihre Augen geschlossen, so da\u00df ich unter ihnen nicht mehr als heilig gelte.<br>27 Ihre F\u00fcrsten sind in ihrer Mitte wie beutegierige W\u00f6lfe: sie gehen darauf aus, Blut zu vergie\u00dfen und Menschenleben zu vernichten, um Gewinn zu erraffen.<br>28 Ihre Propheten aber \u00fcberstreichen ihnen alles mit T\u00fcnche, indem sie erdichtete Gesichte schauen und ihnen L\u00fcgen wahrsagen mit der Versicherung: So hat Gott der HERR gesprochen!, w\u00e4hrend doch der HERR gar nicht geredet hat.<br>29 Das Volk im Lande ver\u00fcbt Gewaltt\u00e4tigkeit und begeht Raub, bedr\u00fcckt die Armen und Elenden und \u00fcbervorteilt die Fremdlinge gegen alles Recht.<br>30 Ich habe unter ihnen nach einem Manne gesucht, der eine Mauer auff\u00fchren k\u00f6nnte und vor mir f\u00fcr das Land in den Ri\u00df treten m\u00f6chte, damit ich es nicht zu Grunde richtete, aber ich habe keinen gefunden.<br>31 Da habe ich denn meinen Zorn sich \u00fcber sie ergie\u00dfen lassen, habe sie durch das Feuer meines Grimms vernichtet und die Strafe f\u00fcr ihren Wandel auf ihr Haupt fallen lassen!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, es waren zwei Frauen, T\u00f6chter derselben Mutter,<br>3 die trieben Unzucht in \u00c4gypten und buhlten schon in ihrer Jugend; sie lie\u00dfen dort ihre Br\u00fcste dr\u00fccken, und dort betastete man ihnen den jungfr\u00e4ulichen Busen:<br>4 die \u00e4ltere hie\u00df Ohola und ihre Schwester Oholiba. Sie wurden beide mein und wurden M\u00fctter von S\u00f6hnen und T\u00f6chtern; und was ihre Namen betrifft: Ohola ist Samaria, und Oholiba ist Jerusalem.\u00ab<br>5 \u00bbOhola aber trieb Buhlerei, obgleich sie mein Weib war, und entbrannte in Liebe zu ihren Liebhabern, zu den Assyrern, die zu ihr kamen,<br>6 gekleidet in blauen Purpur, Statthalter und Befehlshaber, lauter schmucke J\u00fcnglinge, Reiter hoch zu Ro\u00df.<br>7 An diese machte sie sich mit ihren Buhlk\u00fcnsten, an alle auserlesenen Assyrer, und befleckte sich mit allen, f\u00fcr die sie in Liebe entbrannt war, mit deren gesamtem G\u00f6tzendienst.<br>8 Dabei gab sie aber auch ihr unz\u00fcchtiges Treiben mit den \u00c4gyptern nicht auf; denn die hatten ihr schon in ihrer Jugend beigewohnt und ihren jungfr\u00e4ulichen Busen betastet und in Unzucht mit ihr gelebt.<br>9 Darum gab ich sie der Gewalt ihrer Buhlen preis, der Gewalt der Assyrer, in die sie leidenschaftlich verliebt war.<br>10 Die deckten ihre Bl\u00f6\u00dfe auf, nahmen ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter mit sich weg und brachten sie selbst mit dem Schwerte um, so da\u00df sie zum Gerede f\u00fcr die Frauen wurde, nachdem man das Strafgericht an ihr vollstreckt hatte.\u00ab<br>11 \u00bbIhre Schwester Oholiba hatte das zwar gesehen, trieb es aber trotzdem mit ihrer Verliebtheit noch \u00e4rger als jene und mit ihren Buhlereien noch heilloser, als ihre unsittliche Schwester es getan hatte.<br>12 Sie entbrannte in Liebe zu den Assyrern, zu Statthaltern und Befehlshabern, die zu ihr kamen und gar pr\u00e4chtig gekleidet waren, Reiter hoch zu Ro\u00df, lauter schmucke J\u00fcnglinge.<br>13 Da sah ich, da\u00df auch sie sich befleckte: beide Schwestern trieben es in derselben Weise.<br>14 Sie aber ging in ihrer Buhlerei noch weiter; und als sie M\u00e4nner auf die Wand mit R\u00f6tel gemalt sah, Bilder von Chald\u00e4ern,<br>15 die um die H\u00fcften einen G\u00fcrtel trugen und deren Haupt mit \u00fcberh\u00e4ngenden Kopfb\u00fcnden bedeckt war und die allesamt wie vornehme Krieger aussahen, \u00e4hnlich den Babyloniern, deren Geburtsland Chald\u00e4a ist,<br>16 da entbrannte sie in Liebe zu ihnen, sobald sie ihrer ansichtig wurde, und sandte Boten an sie ins Land der Chald\u00e4er.<br>17 Da kamen denn die Babylonier zu ihr, um der Liebe mit ihr zu pflegen, und befleckten sie durch ihre Buhlerei; als sie sich aber an ihnen verunreinigt hatte, wurde sie ihrer \u00fcberdr\u00fcssig.<br>18 Da nun ihre Unzucht offenkundig geworden war [und sie ihre Bl\u00f6\u00dfe aufdeckte], da wurde ich ihrer \u00fcberdr\u00fcssig, wie ich ihrer Schwester \u00fcberdr\u00fcssig geworden war.<br>19 Sie aber trieb es mit ihrer Buhlerei immer noch schlimmer, indem sie der Tage ihrer Jugendzeit gedachte, als sie in \u00c4gypten gebuhlt hatte;<br>20 und sie entbrannte in Liebe zu den dortigen Woll\u00fcstlingen, die Glieder hatten wie die Esel und Samenergu\u00df wie die Hengste.<br>21 Ja, du schautest dich um nach der Unzucht deiner Jugend, als die \u00c4gypter dir den Busen betastet und deine jugendlichen Br\u00fcste gedr\u00fcckt hatten.\u00ab<br>22 Darum, Oholiba, hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbIch will nunmehr deine Buhlen gegen dich aufreizen, eben die, deren du \u00fcberdr\u00fcssig geworden bist, und will sie von allen Seiten gegen dich herankommen lassen:<br>23 die Babylonier und alle Chald\u00e4er, die von Pekod und Schoa und Koa, auch alle Assyrer mit ihnen, schmucke J\u00fcnglinge, lauter Statthalter und Befehlshaber, vornehme Krieger und edle Herren, alle hoch zu Ro\u00df.<br>24 Sie sollen (von Norden) gegen dich heranziehen, ein Get\u00fcmmel von Rossen und Wagen, und mit Scharen von V\u00f6lkern; mit gro\u00dfen und kleinen Schilden und Helmen werden sie ringsum gegen dich anr\u00fccken; ihnen will ich den Rechtsstreit vorlegen, damit sie dir nach ihren Rechtssatzungen das Urteil sprechen.<br>25 Dann will ich dich meine Eifersucht f\u00fchlen lassen, damit sie voll Ingrimms mit dir verfahren: Nase und Ohren werden sie dir abschneiden, und was von dir noch \u00fcbriggeblieben ist, wird durch das Schwert fallen; deine S\u00f6hne und T\u00f6chter werden sie wegf\u00fchren, und was von dir noch \u00fcbrigbleibt, wird vom Feuer verzehrt werden.<br>26 Sie werden dir die Kleider ausziehen und deine kostbaren Geschmeide mit fortnehmen.<br>27 So will ich deiner Buhlerei und deiner Unzucht von \u00c4gypten her ein Ende machen, so da\u00df du deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und an \u00c4gypten nicht mehr zur\u00fcckdenken wirst.\u00ab<br>28 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbIch will dich nunmehr in die Gewalt derer fallen lassen, die du hassest, in die Gewalt derer, von denen dein Herz sich abgewandt hat.<br>29 Sie werden dich ihren Ha\u00df f\u00fchlen lassen und dir alles wegnehmen, was du dir erworben hast, und dich nackt und blo\u00df liegen lassen, so da\u00df deine buhlerische Bl\u00f6\u00dfe aufgedeckt wird. Deine Unzucht und Ehebrecherei<br>30 haben dir dieses eingetragen, weil du den Heidenv\u00f6lkern in deiner Gier nachgelaufen bist und zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df du dich an ihren G\u00f6tzen verunreinigt hast.<br>31 Du bist denselben Weg gegangen wie deine Schwester; darum gebe ich auch dir jetzt ihren Becher zu trinken in die Hand.\u00ab<br>32 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbDen Becher deiner Schwester sollst du trinken, den tiefen und weiten \u2013 zum Gel\u00e4chter und Gesp\u00f6tt sollst du werden \u2013; er fa\u00dft reichlich viel,<br>33 so da\u00df du ganz trunken und des Jammers voll werden wirst: ein Becher des Schauders und Entsetzens ist der Becher deiner Schwester Samaria.<br>34 Du sollst ihn trinken und leeren und seine Scherben noch ablecken und dir den Busen daran zerrei\u00dfen; denn ich habe es gesagt!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN. \u2013<br>35 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWeil du mich vergessen und mich hinter deinen R\u00fccken geworfen hast, so trage auch du nun (die Strafe) f\u00fcr deine Unzucht und deine Buhlerei!\u00ab<br>36 Hierauf sagte der HERR zu mir: \u00bbMenschensohn, willst du nicht mit Ohola und Oholiba ins Gericht gehen? So halte ihnen denn ihre Greuel vor,<br>37 da\u00df sie Ehebruch getrieben haben und Blut an ihren H\u00e4nden klebt; und zwar haben sie mit ihren G\u00f6tzen Ehebruch getrieben und ihnen sogar ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, als Opfer zum Fra\u00df im Feuer dargebracht.<br>38 Au\u00dferdem haben sie sich noch dadurch an mir vergangen, da\u00df sie an demselben Tage mein Heiligtum verunreinigt und meine Sabbate entweiht haben.<br>39 Denn wenn sie ihre Kinder ihren G\u00f6tzen geschlachtet hatten, sind sie noch an demselben Tage in mein Heiligtum gekommen, um es zu entweihen: siehe, so haben sie es inmitten meines Hauses getrieben!<br>40 Ja, sie haben sogar zu M\u00e4nnern gesandt, die von weither kommen sollten; und sobald ein Bote an sie gesandt worden war, stellten sie sich auch ein. F\u00fcr diese hast du dich gebadet, hast dir die Augen geschminkt und dir Geschmeide angelegt;<br>41 dann lie\u00dfest du dich auf ein pr\u00e4chtiges Ruhebett nieder, vor dem ein Tisch zugerichtet war, auf den du meinen Weihrauch und mein \u00d6l gestellt hattest.<br>42 Dabei erscholl dann der laute Gesang einer frohgestimmten Menge; und zu M\u00e4nnern vom gemeinen Volk sandten sie, und S\u00e4ufer aus der W\u00fcste wurden herbeigebracht; denen legten sie Spangen an die Arme und setzten ihnen prachtvolle Kronen aufs Haupt.<br>43 Da dachte ich von der durch Ehebruch Entkr\u00e4fteten: \u203aWird sie, ja sie, jetzt noch ihre Unzucht treiben?\u2039<br>44 Doch man kehrte bei ihr ein; wie man zu einer \u00f6ffentlichen Dirne eingeht: ebenso kehrte man bei Ohola und Oholiba, den unz\u00fcchtigen Weibern, ein.<br>45 Aber gerechte M\u00e4nner, die sollen ihnen beiden das Urteil sprechen nach dem Recht, das f\u00fcr Ehebrecherinnen und M\u00f6rderinnen g\u00fcltig ist; denn Ehebrecherinnen sind sie, und Blut klebt an ihren H\u00e4nden.\u00ab<br>46 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbMan berufe eine Gemeindeversammlung gegen sie und gebe sie der Mi\u00dfhandlung und Pl\u00fcnderung preis!<br>47 Die Volksgemeinde soll sie dann steinigen und sie mit ihren Schwertern zerhauen; ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter wird man umbringen und ihre H\u00e4user in Flammen aufgehen lassen.<br>48 So will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, damit alle Weiber sich warnen lassen und nicht Unzucht treiben wie sie.<br>49 So wird man euch f\u00fcr eure Verworfenheit b\u00fc\u00dfen lassen, und ihr sollt die Strafe leiden f\u00fcr das, was ihr mit eurem G\u00f6tzendienst verschuldet habt, damit ihr erkennt, da\u00df ich Gott der HERR bin!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im neunten Jahre, am zehnten Tage des zehnten Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, schreibe dir den Namen des Tages auf, eben dieses heutigen Tages! Gerade am heutigen Tage ist der K\u00f6nig von Babylon vor Jerusalem ger\u00fcckt!<br>3 So trage denn dem widerspenstigen Geschlecht ein Gleichnis vor mit folgenden Worten: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Setze den Kochtopf aufs Feuer, setze ihn auf und gie\u00dfe auch Wasser hinein;<br>4 tu die Fleischst\u00fccke zusammen hinein, lauter gute St\u00fccke, Lende und Schulter; f\u00fclle ihn mit auserlesenen Knochen;<br>5 nimm eins von den besten Schafen und schichte auch die Holzscheite darunter auf; la\u00df es t\u00fcchtig sieden, damit auch seine Knochen in ihm kochen.\u2039\u00ab<br>6 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWehe \u00fcber die blutbefleckte Stadt, \u00fcber den Kochtopf, an dem der Rost sitzt und von dem sein Rost nicht abgeht! Hole die Fleischst\u00fccke einzeln aus ihm heraus, ohne eine Auswahl bei ihnen zu treffen!<br>7 Denn das von der Stadt vergossene Blut ist noch mitten in ihr: auf den nackten Felsen hat sie es flie\u00dfen lassen, hat es nicht auf den Boden gegossen, da\u00df man es mit Erde bedecken k\u00f6nnte.<br>8 Um den Zorn in mir aufsteigen zu lassen, um Rache \u00fcben zu k\u00f6nnen, habe ich das von ihr vergossene Blut auf den nackten Felsen flie\u00dfen lassen, damit es nicht bedeckt werde.\u00ab<br>9 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWehe \u00fcber die blutbefleckte Stadt! Nun will ich selbst einen Holzsto\u00df hoch aufschichten.<br>10 Bringe viel Holz herbei, z\u00fcnde das Feuer an, koche das Fleisch gar, la\u00df die Br\u00fche einkochen und die Knochen anbrennen!<br>11 Dann stelle den Topf leer auf seine Kohlenglut, damit sein Erz gl\u00fchend hei\u00df wird und sein Schmutz in ihm zerschmilzt und sein Rost verschwindet.<br>12 Aber alle M\u00fche ist bei ihm verloren, denn der viele Rost geht doch nicht von ihm ab; auch im Feuer bleibt der Rost an ihm sitzen.<br>13 Wegen deiner schandbaren Unreinheit, weil ich dich habe reinigen wollen und du doch von deinem Schmutz nicht rein geworden bist, sollst du auch ferner nicht rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gestillt habe!<br>14 Ich, der HERR, habe es gesagt: es trifft ein, und ich f\u00fchre es aus, ohne nachzulassen und Schonung zu \u00fcben oder Mitleid zu haben. Nach deinem Wandel und nach deinem ganzen Tun will ich dich richten!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung des j\u00e4hen Todes der geliebten Gattin und Verbot der Totenklage und Trauerbr\u00e4uche um sie<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>16 \u00bbMenschensohn, wisse wohl: ich will dir die Lust deiner Augen durch einen pl\u00f6tzlichen Schlag nehmen; aber du darfst dann weder klagen noch weinen, und keine Tr\u00e4ne soll dir kommen!<br>17 Du magst im stillen seufzen, darfst aber keine Totentrauer anstellen; binde dir deinen Kopfbund um und ziehe deine Schuhe an deine F\u00fc\u00dfe, lege dir keine H\u00fclle um den Bart und genie\u00dfe die Speisen nicht, welche die Leute dir schicken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eintritt des Todes der Gattin; Hesekiels aufkl\u00e4rende Mitteilungen an die Gemeinde der Verbannten<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Nachdem ich hierauf am Morgen noch zum Volke geredet hatte, starb meine Frau am Abend, und ich tat am folgenden Morgen so, wie mir geboten war.<br>19 Als nun die Leute mich fragten: \u00bbWillst du uns nicht mitteilen, was das f\u00fcr uns bedeuten soll, da\u00df du so verf\u00e4hrst?\u00ab,<br>20 antwortete ich ihnen: \u00bbDas Wort des HERRN ist folgenderma\u00dfen an mich ergangen:<br>21 \u203aSage zum Hause Israel: So hat Gott der HERR gesprochen: Wisset wohl: ich will mein Heiligtum, den Gegenstand eures h\u00f6chsten Stolzes, die Lust eurer Augen und die Sehnsucht eures Herzens, entweihen, und eure S\u00f6hne und T\u00f6chter, die ihr dort zur\u00fcckgelassen habt, sollen durchs Schwert fallen.<br>22 Da werdet ihr es dann so machen, wie ich jetzt getan habe: um den Bart werdet ihr euch keine H\u00fclle legen und die Speisen nicht genie\u00dfen, welche die Leute euch schicken;<br>23 euren Kopfbund werdet ihr auf dem Haupt und eure Schuhe an den F\u00fc\u00dfen behalten, werdet nicht klagen noch weinen, wohl aber im Bewu\u00dftsein eurer Verschuldung vergehen und einer gegen den andern seufzen.<br>24 So wird euch also Hesekiel als Wahrzeichen dienen, so da\u00df ihr, wenn es eintrifft, euch ganz so verhalten werdet, wie er sich verhalten hat; dann werdet ihr auch erkennen, da\u00df ich Gott der HERR bin.\u2039\u00ab<br>25 \u00bbDu aber, Menschensohn, wisse wohl: An dem Tage, wo ich ihnen ihr Bollwerk (V.21) nehmen werde, ihren Stolz und ihre innige Freude, die Lust ihrer Augen und die Sehnsucht ihres Herzens, dazu auch ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter:<br>26 an demselben Tage wird ein Fl\u00fcchtling zu dir kommen, um es dir pers\u00f6nlich zu melden.<br>27 An jenem Tage wird dir der Mund zugleich mit dem Eintreffen des Fl\u00fcchtlings aufgetan werden: du wirst dann wieder reden k\u00f6nnen und nicht l\u00e4nger stumm sein. So wirst du ihnen zum Wahrzeichen dienen, und sie werden erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B. Zweiter Hauptteil: Drohweissagungen gegen die heidnischen Nachbarv\u00f6lker (Kap. 25-32)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke gegen die Ammoniter und weissage gegen sie!<br>3 Sprich zu den Ammonitern: \u203aH\u00f6rt das Wort Gottes, des HERRN! So hat Gott der HERR gesprochen: Weil du Haha! gerufen hast \u00fcber mein Heiligtum, weil es entweiht wurde, und \u00fcber das Land Israel, weil es verw\u00fcstet wurde, und \u00fcber das Haus Juda, weil sie in die Verbannung wandern mu\u00dften:<br>4 darum, f\u00fcrwahr, will ich dich den S\u00f6hnen des Ostens zum Besitztum geben, da\u00df sie ihre Zeltlager in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in dich verlegen; sie werden deine Fr\u00fcchte essen und sie deine Milch trinken.<br>5 Und ich will Rabba zu einer Weide f\u00fcr Kamele machen und die Ortschaften der Ammoniter zu einem Lagerplatz f\u00fcr Kleinvieh, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.<br>6 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWeil du in die H\u00e4nde geklatscht und mit dem Fu\u00df gestampft und dich gef\u00fchllos von ganzem Herzen \u00fcber das Land Israel gefreut hast:<br>7 darum will ich nunmehr meine Hand gegen dich ausstrecken und dich den V\u00f6lkern zur Pl\u00fcnderung preisgeben, ich will dich aus den V\u00f6lkerschaften ausrotten und dich endg\u00fcltig aus der Zahl der L\u00e4nder verschwinden lassen, damit du erkennst, da\u00df ich der HERR bin!\u00ab \u2013<br>8 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWeil Moab und Seir sagen: \u203aNunmehr ergeht es dem Hause Juda wie allen anderen V\u00f6lkern!\u2039,<br>9 darum will ich jetzt die Abh\u00e4nge Moabs entbl\u00f6\u00dfen, so da\u00df es der St\u00e4dte verlustig geht, seiner St\u00e4dte verlustig ohne alle Ausnahme, der Zierde des Landes: Beth-Jesimoth, Baal-Meon und Kirjathaim.<br>10 Den S\u00f6hnen des Ostens will ich es samt dem Lande der Ammoniter zum Eigentum geben, damit der Ammoniter nicht mehr gedacht wird unter den V\u00f6lkern.<br>11 An den Moabitern aber will ich (so) das Strafgericht vollstrecken, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin!\u00ab \u2013<br>12 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWeil Edom mit Rachgier am Hause Juda gehandelt und sich durch Vollziehung der Rache an ihnen schwer verschuldet hat,<br>13 darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u203aIch will meine Hand gegen Edom ausstrecken und Menschen samt Vieh in ihm ausrotten und will es zur Ein\u00f6de machen; von Theman an, bis nach Dedan hin sollen sie durchs Schwert fallen!<br>14 Ich will aber die Vollstreckung meiner Rache an Edom in die Hand meines Volkes Israel legen, da\u00df sie mit den Edomitern so verfahren, wie es meinem Zorn und meinem Grimm entspricht, und jene meine Rache f\u00fchlen!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN. \u2013<br>15 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWeil die Philister mit Rachgier gehandelt und mit gef\u00fchllosem Herzen in nie endender Feindschaft Rache ge\u00fcbt haben, um Verderben anzurichten:<br>16 darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u203aNunmehr will ich meine Hand gegen die Philister ausstrecken und die Kreter ausrotten und, was von ihnen an der Meeresk\u00fcste noch \u00fcbrig ist, vertilgen.<br>17 Ja, ich will schwere Rachetaten an ihnen vollziehen durch schonungslose Z\u00fcchtigungen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich sie meine Rache f\u00fchlen lasse!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Schuld der Stadt und Gottes Drohung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im elften Jahre, am ersten Tage des (elften) Monats, da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, weil Tyrus \u00fcber Jerusalem ausgerufen hat: \u203aHaha! Zertr\u00fcmmert ist das Tor der V\u00f6lker, mir hat es sich aufgetan: ich werde nun alles vollauf haben, weil Jerusalem zerst\u00f6rt ist!\u2039 \u2013,<br>3 darum spricht Gott der HERR so: \u203aIch will nunmehr an dich, Tyrus, und will V\u00f6lker in Menge gegen dich heranf\u00fchren, wie das Meer seine Wogen heranfluten l\u00e4\u00dft!<br>4 Sie sollen die Mauern von Tyrus zerst\u00f6ren und seine T\u00fcrme niederrei\u00dfen; und ich will das Erdreich von ihm wegfegen und es zu einem nackten Felsen machen:<br>5 ein Trockenplatz f\u00fcr Fischernetze soll es werden inmitten des Meeres; denn ich habe es gesagt\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203aund es soll den V\u00f6lkern zur Beute werden;<br>6 seine Tochterst\u00e4dte aber, die auf dem Festlande liegen, sollen durch das Schwert vernichtet werden, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Stadt wird durch Nebukadnezar belagert und vernichtet werden<\/h3>\n\n\n\n<p>7 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbNunmehr will ich Nebukadnezar, den K\u00f6nig von Babylon, den K\u00f6nig der K\u00f6nige, von Norden her gegen Tyrus heranziehen lassen mit Rossen, Kriegswagen und Reitern und mit der Heeresmacht vieler V\u00f6lker.<br>8 Deine Tochterst\u00e4dte auf dem Festland wird er mit dem Schwert vernichten; gegen dich aber wird er Belagerungst\u00fcrme errichten und einen Damm gegen dich auff\u00fchren und Schildd\u00e4cher gegen dich aufstellen;<br>9 den Sto\u00df seiner Sturmb\u00f6cke wird er gegen deine Mauern richten und deine T\u00fcrme mit seinen Eisenhaken niederrei\u00dfen.<br>10 Infolge des Heranflutens seiner Rosse wird ihr Staub dich bedecken; vom Get\u00f6se seiner Reiter und der R\u00e4der seiner Streitwagen werden deine Mauern erbeben, wenn er in deine Tore einzieht, wie man in eine eroberte Stadt einzieht.<br>11 Mit den Hufen seiner Rosse wird er alle deine Stra\u00dfen zerstampfen, wird dein Volk mit dem Schwert umbringen, und die Bilds\u00e4ulen, auf die du dein Vertrauen setzst, wird er zu Boden st\u00fcrzen.<br>12 Sie werden deine Sch\u00e4tze rauben, deine Handelsg\u00fcter pl\u00fcndern, deine Mauern niederrei\u00dfen, deine Prachtgeb\u00e4ude zerst\u00f6ren und deine Steine, deine Balken und den Schutt von dir ins Wasser werfen.<br>13 So will ich dem Get\u00f6n deiner Lieder ein Ende machen, und der Klang deiner Harfen soll nicht mehr vernommen werden.<br>14 Ich will dich zu einem kahlen Felsen machen: zu einem Trockenplatz f\u00fcr Fischernetze sollst du werden, und nie sollst du wieder aufgebaut werden, denn ich, der HERR, habe es gesagt!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schilderung des Eindrucks dieser Zerst\u00f6rung auf die V\u00f6lkerwelt<\/h3>\n\n\n\n<p>15 So hat Gott, der HERR, in bezug auf Tyrus gesprochen: \u00bbF\u00fcrwahr, vom Dr\u00f6hnen deines Falles, wenn die Erschlagenen \u00e4chzen, wenn das Schwert in deiner Mitte mordet, werden die Meeresl\u00e4nder erbeben;<br>16 alle F\u00fcrsten des Meeres werden von ihren Thronen herabsteigen, ihre Prachtgew\u00e4nder ablegen und ihre buntgestickten Kleider ausziehen; in Trauer werden sie sich kleiden, auf den Erdboden werden sie sich setzen und jeden Augenblick erzittern und deinethalben schaudern.<br>17 Da werden sie denn in Wehklagen \u00fcber dich ausbrechen und zu dir sagen: \u203aAch, wie bist du untergegangen, vom Meer verschwunden, du hochber\u00fchmte Stadt, die da m\u00e4chtig auf dem Meere war, sie und ihre Bewohner, welche allen Anwohnern des Meeres Schrecken vor sich einfl\u00f6\u00dften!<br>18 Jetzt erzittern die Meeresl\u00e4nder am Tage deines Falles, und die Inseln im Meer sind entsetzt \u00fcber deinen Ausgang!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott hat die vollst\u00e4ndige Vernichtung der Stadt beschlossen<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWenn ich dich zu einer ver\u00f6deten Stadt mache wie andere St\u00e4dte, die nicht mehr bewohnt werden; wenn ich die Meereswogen \u00fcber dich heranfluten lasse, da\u00df die weiten Wasser dich bedecken:<br>20 da will ich dich hinuntersto\u00dfen zu den in die Grube Hinabgefahrenen, zu dem Volk der Vorzeit, und dir deine Wohnung anweisen in den tiefsten Tiefen der Erde, in den uralten Tr\u00fcmmerst\u00e4tten, bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind, damit du nicht mehr bewohnt wirst und nicht mehr zur Schau dastehst im Lande der Lebenden!<br>21 Einem schreckensvollen Untergang will ich dich preisgeben, auf da\u00df du nicht mehr da bist: man wird dich suchen, aber dich in Ewigkeit nicht mehr finden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tyrus als stolzes Prachtschiff; die Herrlichkeit der Stadt, besonders als des Weltmarktes<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbDu, Menschensohn, stimme ein Klagelied \u00fcber Tyrus an<br>3 und sprich zu Tyrus: \u203a(O Stadt), die du wohnst am Zugang zum Meer und Handel mit den V\u00f6lkern treibst nach den vielen Meeresl\u00e4ndern hin: so hat Gott der HERR gesprochen: Tyrus, du hast gedacht: Ich bin ein Schiff, vollkommen an Sch\u00f6nheit!<br>4 Dein Gebiet liegt im Herzen der Meere; deine Erbauer haben dich zu (einem Schiff von) vollendeter Sch\u00f6nheit gemacht.<br>5 Aus Zypressen vom Senir haben sie dir alles Plankenwerk gebaut und eine Zeder vom Libanon genommen, um den Mastbaum auf dir daraus zu fertigen.<br>6 Aus Eichen von Basan haben sie deine Ruder hergestellt, dein Verdeck aus Edeltannenholz [mit Elfenbein ausgelegt] von den Eilanden der Kitth\u00e4er.<br>7 Feine Leinwand mit Buntstickerei aus \u00c4gypten war dein Segel, um dir als Flagge zu dienen; blauer und roter Purpur von den Gestaden Elisas war deine \u00dcberdachung.<br>8 Die Einwohner von Sidon und Arwad dienten dir als Ruderer; die erfahrensten M\u00e4nner aus deiner eigenen Mitte waren deine Steuerleute;<br>9 die \u00c4ltesten von Gebal und die dortigen Meister waren in dir als Ausbesserer deiner Lecke. Alle Seeschiffe samt ihrer Bemannung fanden sich bei dir ein, um Tauschhandel mit dir zu treiben.<br>10 Perser und Put und Lud dienten dir in deinem Heer als deine Kriegsleute; Schild und Helm h\u00e4ngten sie bei dir auf, die verliehen dir Glanz.<br>11 M\u00e4nner aus Arwad und deine eigene Heeresmacht standen auf deinen Mauern ringsum und Gammad\u00e4er auf deinen T\u00fcrmen; ihre Schilde h\u00e4ngten sie ringsum an deinen Mauern auf; sie machten deine Sch\u00f6nheit vollkommen.<br>12 Tharsis trieb Handel mit dir wegen der F\u00fclle an allerlei G\u00fctern: mit Silber, Eisen, Zinn und Blei bezahlten sie deine Waren.<br>13 Die Jonier, Tibarener und Moscher machten Handelsgesch\u00e4fte mit dir: Sklaven und eherne Ger\u00e4te gaben sie dir als Zahlung beim Tauschhandel.<br>14 Die vom Hause Thogarma bezahlten deine Waren mit Rossen, Reitpferden und Mauleseln.<br>15 Die Rhodier waren deine Kaufleute; zahlreiche Meeresl\u00e4nder standen im Verkehr mit dir: Elefantenz\u00e4hne und Ebenholz lieferten sie dir als Zahlung.<br>16 Die Syrer schlossen Gesch\u00e4fte mit dir ab wegen der Menge deiner Erzeugnisse: mit Karfunkel, rotem Purpur und bunten Geweben, mit feiner Leinwand, Korallen und Rubinen bezahlten sie deine Waren.<br>17 Juda und das Land Israel waren deine Kaufleute: Weizen von Minnith und Wachs, Honig, \u00d6l und Balsam gaben sie dir als Zahlung beim Tauschhandel.<br>18 Damaskus trieb Handel mit dir ob der Menge deiner Erzeugnisse, wegen der F\u00fclle an allerlei G\u00fctern, mit Wein von Helbon und Wolle von Zahar.<br>19 Wedan und Jawan brachten aus Usal kunstvoll geschmiedetes Eisen auf deinen Markt; Kassia und Kalmus hatten sie f\u00fcr dich als Tauschwaren.<br>20 Dedan trieb Handel mit dir in Satteldecken zum Reiten.<br>21 Arabien und alle H\u00e4uptlinge Kedars standen in Verkehr mit dir: mit L\u00e4mmern, Widdern und B\u00f6cken trieben sie Handel mit dir.<br>22 Die Kaufleute von Saba und Ragma handelten mit dir: mit den k\u00f6stlichsten Gew\u00fcrzen, mit allerlei Edelsteinen und mit Gold bezahlten sie deine Waren.<br>23 Haran, Kanne und Eden handelten mit dir; Assur und ganz Medien waren deine Kunden;<br>24 sie handelten mit dir in Prachtgew\u00e4ndern, in M\u00e4nteln von blauem Purpur und buntgewirkten Stoffen, in farbenreichen Teppichen, in geflochtenen und fest gedrehten Tauen, gegen deine Waren.<br>25 Die Schiffe von Tharsis vertrieben deine G\u00fcter im Tauschhandel, und so wurdest du mit Reichtum angef\u00fcllt und kamst zu hoher Macht inmitten der Meere.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der j\u00e4he Untergang des Schiffes; Eindruck dieses Ereignisses auf die V\u00f6lkerwelt<\/h3>\n\n\n\n<p>26 \u00bb\u203aDeine Ruderer haben dich auf die hohe See hinausgef\u00fchrt, doch der Ostwind bringt dich zum Scheitern inmitten des Meeres.<br>27 Deine Reicht\u00fcmer und Waren, deine Handelsg\u00fcter, deine Matrosen und Steuerleute, deine Leckausbesserer, deine Tauschh\u00e4ndler und alle deine Kriegsleute, die sich auf dir befinden, mitsamt der ganzen Volksmenge auf dir werden in die Tiefe des Meeres sinken am Tage deines Untergangs.<br>28 Vom lauten Geschrei deiner Steuerleute wird die weite Meeresfl\u00e4che erbeben.<br>29 Da werden dann alle, die das Ruder f\u00fchren, die Seeleute und alle, die das Meer durchsteuern, aus ihren Schiffen steigen, werden ans Land treten<br>30 und lauten Wehruf \u00fcber dich erschallen lassen und kl\u00e4glich schreien; sie werden sich Staub aufs Haupt streuen und sich in der Asche w\u00e4lzen;<br>31 sie werden sich um deinetwillen kahl scheren, mit Sackleinen sich umg\u00fcrten und mit bek\u00fcmmertem Herzen um dich weinen in bitterer Klage.<br>32 In ihrem Schmerz werden sie ein Klagelied \u00fcber dich anstimmen und \u00fcber dich wehklagen: Welcher Ort ist so totenstill wie Tyrus inmitten des Meeres!<br>33 Solange deine Waren dem Meer entstiegen, hast du die Bed\u00fcrfnisse vieler V\u00f6lker befriedigt und durch die F\u00fclle deiner G\u00fcter und Waren die K\u00f6nige der Erde reich gemacht.<br>34 Jetzt aber, da du zertr\u00fcmmert, vom Meere verschwunden, in Wassertiefen begraben bist und dein Handel und deine ganze Volksmenge mitten in dir versunken ist,<br>35 entsetzen sich alle Bewohner der Meeresl\u00e4nder \u00fcber dich, ihre K\u00f6nige sind von Schauder erfa\u00dft, ihre Angesichter zucken schmerzlich.<br>36 Die Kaufleute in der ganzen Welt zischen \u00fcber dich: ein Ende mit Schrecken hast du genommen; du bist dahin f\u00fcr immer!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Gericht \u00fcber den Hochmut des F\u00fcrsten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, sage zum F\u00fcrsten von Tyrus: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Weil dein Sinn hoch hinaus wollte und du gesagt hast: Ein Gott bin ich, einen G\u00f6ttersitz bewohne ich mitten im Meer! \u2013 w\u00e4hrend du doch nur ein Mensch bist und kein Gott \u2013, und weil du dich in deinem Herzen d\u00fcnktest wie ein Gott \u2013<br>3 nat\u00fcrlich bist du weiser als Daniel, nichts Verborgenes ist dunkel f\u00fcr dich!<br>4 Durch deine Weisheit und Einsicht hast du dir ja Reichtum erworben und Gold und Silber in deine Schatzkammern geschafft;<br>5 durch deine gro\u00dfe Weisheit hast du bei deinem Handelsbetrieb deinen Reichtum gemehrt, und dein Sinn ging infolge deines Reichtums hoch hinaus \u2013:<br>6 darum hat Gott der HERR so gesprochen: Weil dein Herz sich \u00fcberhoben hat, als ob du ein Gott w\u00e4rst,<br>7 darum will ich nunmehr Fremde gegen dich heranziehen lassen, die wildesten V\u00f6lkerschaften; die werden deiner sch\u00f6nen Weisheit mit dem Schwert zu Leibe gehen und deinen Glanz tr\u00fcben.<br>8 In die Grube werden sie dich hinabsto\u00dfen, und du wirst den Tod eines Erschlagenen sterben mitten im Meer!<br>9 Wirst du dann wohl angesichts deiner M\u00f6rder auch noch sagen: Ein Gott bin ich!, w\u00e4hrend du doch nur ein Mensch bist und kein Gott, in der Hand derer, die dich durchbohren?<br>10 Den Tod von Unbeschnittenen wirst du erleiden durch die Hand von Fremden! Denn ich habe es gesagt!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klagelied \u00fcber den Tod dieses F\u00fcrsten<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>12 \u00bbMenschensohn, stimme ein Klagelied an \u00fcber den K\u00f6nig von Tyrus und sage zu ihm: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Der du das Bild der Vollkommenheit warst (?), voll von Weisheit und von vollendeter Sch\u00f6nheit:<br>13 in Eden, dem Garten Gottes, befandest du dich, allerlei Edelsteine bedeckten deine Gewandung: Karneol, Topas und Jaspis, Chrysolith, Beryll und Onyx, Saphir, Rubin und Smaragd, und aus Gold waren deine Einfassungen und die Verzierungen an dir gearbeitet; am Tage deiner Erschaffung wurden sie eingesetzt.<br>14 Du warst ein gesalbter schirmender Cherub: ich hatte dich dazu bestellt; auf dem heiligen G\u00f6tterberge weiltest du, inmitten feuriger Steine wandeltest du.<br>15 Unstr\u00e4flich warst du in all deinem Tun vom Tage deiner Erschaffung an, bis Verschuldung an dir gefunden wurde.<br>16 Infolge deines ausgedehnten Handelsverkehrs f\u00fcllte sich dein Inneres mit Frevel, und als du dich vers\u00fcndigt hattest, trieb ich dich vom G\u00f6tterberge weg, und der schirmende Cherub verstie\u00df dich aus der Mitte der feurigen Steine.<br>17 Dein Sinn war hochfahrend geworden infolge deiner Sch\u00f6nheit, und du hattest deine Weisheit au\u00dfer acht gelassen um deines Glanzes willen; darum schleuderte ich dich auf die Erde hinab und gab dich vor K\u00f6nige hin, damit sie eine Augenweide an dir h\u00e4tten.<br>18 Infolge der Menge deiner Verschuldungen, durch die Unehrlichkeit deines Handelsbetriebes hattest du deine Heiligt\u00fcmer entweiht; darum habe ich ein Feuer aus deiner Mitte hervorbrechen lassen, das dich verzehrt hat, und ich habe dich in Asche auf die Erde hingelegt vor den Augen aller, die dich sahen.<br>19 Alle, die dich unter den V\u00f6lkern gekannt haben, sind \u00fcber dich entsetzt; ein Ende mit Schrecken hast du genommen: du bist dahin f\u00fcr immer!\u2039\u00ab<br>20 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>21 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke gegen Sidon und weissage gegen es<br>22 mit folgenden Worten: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Nunmehr will ich an dich, Sidon, und will meine Macht in deiner Mitte erweisen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich Strafgerichte an dir vollziehe und mich als den Heiligen an dir erweise.<br>23 Ich will die Pest in dich hineinsenden und Blutvergie\u00dfen auf deine Stra\u00dfen; und vom Schwert Erschlagene sollen in deiner Mitte ringsum hinsinken, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<br>24 \u00bbF\u00fcr das Haus Israel aber wird es alsdann keinen stechenden Dorn und keinen schmerzenden Stachel mehr geben von seiten aller umwohnenden V\u00f6lker, die sie ver\u00e4chtlich behandelt haben, und sie werden erkennen, da\u00df ich Gott, der HERR, bin.\u00ab<br>25 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWenn ich die vom Hause Israel aus den V\u00f6lkern, unter die sie zerstreut worden sind, wieder sammle, dann will ich mich an ihnen vor den Augen der Heidenv\u00f6lker als den Heiligen erweisen, und sie sollen in ihrem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe.<br>26 Und sie sollen in Sicherheit darin wohnen und H\u00e4user bauen und Weinberge anlegen; ja in Sicherheit sollen sie wohnen, w\u00e4hrend ich Strafgerichte an allen umwohnenden V\u00f6lkern vollstrecke, die sie ver\u00e4chtlich behandelt haben; dann werden sie erkennen, da\u00df ich, der HERR, ihr Gott bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im zehnten Jahre, am zw\u00f6lften Tage des zehnten Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke gegen den Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, und sprich gegen ihn und gegen ganz \u00c4gypten folgende Weissagungen aus.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ank\u00fcndigung der Vernichtung des Pharaos, des gro\u00dfen Krokodils<\/h3>\n\n\n\n<p>3 \u00bbSo hat Gott der HERR gesprochen: \u203aNunmehr will ich an dich, Pharao, K\u00f6nig von \u00c4gypten, du gro\u00dfes Krokodil, das inmitten seiner Str\u00f6me lagert, das da spricht: Mir geh\u00f6rt mein Strom, und ich habe ihn mir geschaffen!<br>4 So will ich dir nun Haken in die Kinnbacken legen und die Fische deiner Str\u00f6me an deinen Schuppen ankleben lassen und will dich mitten aus deinen Str\u00f6men heraufziehen samt allen Fischen deiner Str\u00f6me, die fest an deinen Schuppen h\u00e4ngen.<br>5 Dann will ich dich in die W\u00fcste hinwerfen, dich und alle Fische deiner Str\u00f6me; auf das freie Feld sollst du fallen, ohne aufgehoben und bestattet zu werden: den Tieren des Feldes und den V\u00f6geln des Himmels will ich dich zum Fra\u00df geben.<br>6 Da werden denn alle Bewohner \u00c4gyptens erkennen, da\u00df ich der HERR bin, weil du f\u00fcr das Haus Israel nur ein Rohrstab gewesen bist \u2013<br>7 wenn sie dich in die Hand nahmen, knicktest du ein und rissest ihnen die ganze Hand auf; und wenn sie sich auf dich st\u00fctzen wollten, zerbrachst du und machtest ihnen die ganzen H\u00fcften wanken.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00c4gyptens Verw\u00fcstung<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bbDarum hat Gott der HERR so gesprochen: \u203aNunmehr will ich das Schwert \u00fcber dich kommen lassen und Menschen samt Vieh in dir ausrotten;<br>9 und \u00c4gyptenland soll zur W\u00fcste und Ein\u00f6de werden, damit man erkennt, da\u00df ich der HERR bin. Weil du gesagt hast: \u203aMir geh\u00f6rt der Nilstrom, und ich habe ihn geschaffen!\u2039,<br>10 darum will ich nunmehr an dich und an deine Str\u00f6me und will das Land \u00c4gypten zu W\u00fcsteneien machen, zu w\u00fcsten Ein\u00f6den von Migdol bis nach Syene, bis an die Grenze von \u00c4thiopien.<br>11 Keines Menschen Fu\u00df soll es durchwandern, und auch der Fu\u00df keines Tieres soll es durchschreiten, und es soll vierzig Jahre lang unbewohnt bleiben.<br>12 Ja, ich will das Land \u00c4gypten zu einer W\u00fcste machen inmitten verw\u00fcsteter L\u00e4nder, und seine St\u00e4dte sollen inmitten ver\u00f6deter St\u00e4dte vierzig Jahre lang w\u00fcst daliegen; und die \u00c4gypter werde ich unter die V\u00f6lker zerstreuen und in die L\u00e4nder versprengen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00c4gyptens dereinstige Wiederherstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Doch so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbNach Ablauf der vierzig Jahre will ich die \u00c4gypter aus den V\u00f6lkern, unter die sie versprengt waren, wieder sammeln<br>14 und das Schicksal der \u00c4gypter wenden und sie nach Ober\u00e4gypten, in ihr Geburtsland, zur\u00fcckbringen; dort werden sie dann ein bescheidenes K\u00f6nigreich bilden.<br>15 Dieses soll weniger m\u00e4chtig sein als die anderen K\u00f6nigreiche und sich fernerhin nicht mehr \u00fcber die anderen V\u00f6lker erheben; und ich will sie wenig zahlreich werden lassen, so da\u00df sie nicht mehr \u00fcber die anderen V\u00f6lker herrschen sollen.<br>16 Dann wird dieses Reich f\u00fcr das Haus Israel nicht mehr den Gegenstand des Vertrauens bilden, was mich an ihre Verschuldung erinnern w\u00fcrde, wenn sie sich nach ihnen hinwendeten; und sie werden erkennen, da\u00df ich Gott der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachtrag: \u00c4gypten zum Ersatzlohn f\u00fcr Nebukadnezars vergebliche Belagerung von Tyrus bestimmt<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Hierauf begab es sich im siebenundzwanzigsten Jahre, am ersten Tage des ersten Monats, da erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>18 \u00bbMenschensohn, Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, hat sein Heer schwere Arbeit verrichten lassen gegen Tyrus, so da\u00df allen die K\u00f6pfe kahl geworden und die Schultern allen wund gerieben sind, aber Lohn ist weder ihm noch seinem Heere von Tyrus zuteil geworden f\u00fcr die Arbeit, die er gegen die Stadt geleistet hat.\u00ab<br>19 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbIch will nunmehr Nebukadnezar, dem K\u00f6nige von Babylon, das Land \u00c4gypten geben, damit er sich dessen Reichtum aneignet und es ausraubt und auspl\u00fcndert: das soll seinem Heere als Lohn zuteil werden.<br>20 Als seinen Sold, um den er sich abgem\u00fcht hat, gebe ich ihm das Land \u00c4gypten, weil sie f\u00fcr mich gearbeitet haben\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>21 \u00bbAn jenem Tage will ich das Haus Israel zu neuer Macht erwachsen lassen und dir gew\u00e4hren, den Mund in ihrer Mitte wieder frei aufzutun, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, verk\u00fcnde folgende Weissagungen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wehklagt! O welch ein Tag!<br>3 Denn nahe ist der Tag, ja, nahe ist der Tag des HERRN, ein dunkelbew\u00f6lkter Tag: die Endzeit f\u00fcr die Heidenv\u00f6lker wird er sein!<br>4 Da wird ein Schwert nach \u00c4gypten kommen und in \u00c4thiopien gro\u00dfe Angst herrschen, wenn Durchbohrte in \u00c4gypten hinsinken und man seinen Reichtum wegschleppt und seine Grundfesten eingerissen werden.<br>5 Die \u00c4thiopier, Put und Lud samt all dem V\u00f6lkergemisch und Kub samt den Bewohnern der verb\u00fcndeten L\u00e4nder werden mit ihnen durch das Schwert fallen.\u2039\u00ab<br>6 So hat der HERR gesprochen: \u00bbDa werden dann die St\u00fctzen \u00c4gyptens fallen und seine stolze Pracht dahinsinken; von Migdol bis nach Syene (29,10) werden sie im Lande durch das Schwert fallen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>7 \u00bbIhr Land soll verw\u00fcstet daliegen inmitten verw\u00fcsteter L\u00e4nder und seine St\u00e4dte zerst\u00f6rt sein inmitten zerst\u00f6rter St\u00e4dte.<br>8 Da werden sie denn erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich Feuer an \u00c4gypten lege und alle, die ihnen helfen, zerschmettert werden.<br>9 An jenem Tage werden Boten von mir ausfahren auf Schiffen, um \u00c4thiopien aus seiner Sicherheit aufzuschrecken, und gro\u00dfe Angst wird unter ihnen herrschen wegen des Ungl\u00fcckstages \u00c4gyptens; denn dieser kommt unfehlbar!\u00ab<br>10 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbSo will ich denn dem Gepr\u00e4nge \u00c4gyptens ein Ende machen durch die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon.<br>11 Er und sein Kriegsvolk mit ihm, die wildesten der Heidenv\u00f6lker, werden herbeigeholt werden, um das Land zu verheeren; sie werden ihre Schwerter gegen \u00c4gypten z\u00fccken und das Land mit Erschlagenen f\u00fcllen.<br>12 Und ich will die Str\u00f6me trocken legen und das Land der Gewalt von B\u00f6sewichtern preisgeben und das Land samt allem, was darin ist, durch die Hand von Fremden verw\u00fcsten: ich, der HERR, habe es gesagt!\u00ab<br>13 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbJa, ich will die G\u00f6tzen vernichten und den falschen G\u00f6ttern in Memphis ein Ende machen; es soll k\u00fcnftig auch keine F\u00fcrsten mehr im Lande \u00c4gypten geben, und ich will das Land \u00c4gypten in Furcht versetzen.<br>14 Ich will Ober\u00e4gypten verw\u00fcsten und Feuer an Zoan legen und Strafgerichte an Theben vollstrecken;<br>15 ich will meinen Zorn an Pelusium, dem Bollwerk \u00c4gyptens, auslassen und das Gepr\u00e4nge (V.10) von Theben vernichten;<br>16 und ich will Feuer an \u00c4gypten legen: Pelusium soll zittern und beben, Theben wird erst\u00fcrmt werden und Memphis Feinde am hellen Tage sehen.<br>17 Die jungen Krieger von Heliopolis und Bubastis werden durch das Schwert fallen, die \u00fcbrigen Bewohner aber in die Gefangenschaft wandern.<br>18 Und in Daphne soll sich der Tag in Finsternis verwandeln, wenn ich daselbst die Herrscherst\u00e4be \u00c4gyptens zerbreche und seiner stolzen Pracht dort ein Ende gemacht wird; es selbst \u2013 Gew\u00f6lk wird es umh\u00fcllen, und seine Tochterst\u00e4dte m\u00fcssen in die Verbannung wandern.<br>19 So werde ich Strafgerichte an \u00c4gypten vollziehen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin!\u00ab<br>20 Im elften Jahre, am siebten Tage des ersten Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>21 \u00bbMenschensohn, den (einen) Arm des Pharaos, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, habe ich zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, da\u00df man Heilmittel angewandt, da\u00df man eine Binde als Verband angelegt h\u00e4tte, damit er wieder stark genug w\u00fcrde, das Schwert zu f\u00fchren.\u00ab<br>22 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbNunmehr will ich an den Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, und will ihm beide Arme zerschmettern, den gesunden und den zerbrochenen, und ihm das Schwert aus der Hand schlagen;<br>23 dann will ich die \u00c4gypter unter die V\u00f6lker zerstreuen und sie in die L\u00e4nder versprengen.<br>24 Dagegen will ich dem K\u00f6nig von Babylon die Arme st\u00e4rken und ihm mein Schwert in die Hand geben; aber die Arme des Pharaos will ich zerbrechen, da\u00df er vor ihm \u00e4chzen soll wie ein t\u00f6dlich Verwundeter.<br>25 Ja, die Arme des K\u00f6nigs von Babylon will ich st\u00e4rken, w\u00e4hrend die Arme des Pharaos herabsinken sollen, damit man erkennt, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich dem K\u00f6nig von Babylon mein Schwert in die Hand gebe, damit er es gegen das Land \u00c4gypten schwinge.<br>26 Alsdann werde ich die \u00c4gypter unter die V\u00f6lker zerstreuen und sie in die L\u00e4nder versprengen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im elften Jahre, am ersten Tage des dritten Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte an den Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, und an sein Gepr\u00e4nge folgende Worte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die unvergleichliche Pracht der Zeder<\/h3>\n\n\n\n<p>3 \u00bb\u203aWem glichest du in deiner Gr\u00f6\u00dfe? Ja, du warst einer Edeltanne gleich, einer Zeder auf dem Libanon, die sch\u00f6n von Ge\u00e4st und mit beschattendem Laubwerk und hoch an Wuchs war, so da\u00df ihr Wipfel bis in die Wolken hineinragte.<br>4 Das Wasser hatte sie gro\u00df wachsen lassen, die unterirdische Flut sie in die H\u00f6he getrieben; denn deren Str\u00f6mung ging rings um ihren Standort herum, w\u00e4hrend sie sonst nur Rinnsale an alle B\u00e4ume des Gefildes gelangen lie\u00df.<br>5 Darum ragte ihr Wuchs \u00fcber alle B\u00e4ume des Gefildes empor, und ihre Zweige wurden zahlreich und ihre \u00c4ste lang von der reichlichen Bew\u00e4sserung, indem sie sich ausbreitete.<br>6 In ihren Zweigen nisteten alle V\u00f6gel des Himmels, unter ihrem Laubdach warfen alle wilden Tiere ihre Jungen, und in ihrem Schatten wohnten all die vielen V\u00f6lker.<br>7 Sch\u00f6n war sie in ihrem hohen Wuchs, durch die L\u00e4nge ihrer Zweige; denn ihre Wurzeln lagen an reichlichem Wasser.<br>8 Keine Zeder im Garten Gottes reichte an sie heran, die Zypressen kamen ihr nicht gleich mit ihren Zweigen, und die Platanen hatten nicht solche \u00c4ste wie sie: kein Baum im Garten Gottes konnte sich an Sch\u00f6nheit mit ihr vergleichen.<br>9 Ich hatte sie durch die Menge ihrer Zweige so sch\u00f6n gemacht, da\u00df alle B\u00e4ume Edens im Garten Gottes neidisch auf sie waren.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der j\u00e4he Sturz der Zeder und Gottes Absicht dabei<\/h3>\n\n\n\n<p>10 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbWeil sie so hochragend an Wuchs geworden war und ihren Wipfel bis in die Wolken hatte hineinragen lassen und ihr Sinn infolge ihres hohen Wuches hochfahrend geworden war,<br>11 so habe ich sie der Gewalt eines M\u00e4chtigen unter den V\u00f6lkern preisgegeben, der mit ihr nach ihrer Bosheit verfahren soll: infolge ihrer Verfehlung habe ich sie versto\u00dfen.\u00ab<br>12 Da haben Fremde sie umgehauen, die wildesten unter den V\u00f6lkern, und haben sie hingeworfen; auf die Berge und in alle T\u00e4ler sind ihre Zweige gefallen: ihre \u00c4ste lagen zerbrochen in allen Flu\u00dft\u00e4lern des Landes, und alle V\u00f6lker der Erde zogen aus ihrem Schatten hinweg und lie\u00dfen sie unbeachtet liegen.<br>13 Auf ihren umgefallenen Stamm setzten sich alle V\u00f6gel des Himmels nieder, und an ihre Zweige machten sich alle Tiere des Feldes,<br>14 damit keine B\u00e4ume am Wasser sich forthin wegen ihres hohen Wuchses \u00fcberheben m\u00f6chten und ihren Wipfel bis in die Wolken hineinragen lie\u00dfen und die Gewaltigen unter ihnen sich nicht stolz hinstellten in ihrer Hoheit, alle, die vom Wasser getr\u00e4nkt werden; denn sie sind alle dem Tode geweiht und m\u00fcssen in das unterirdische Land hinab, mitten unter die anderen Menschenkinder, zu denen hin, die in die Grube hinabgefahren sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkung und Bedeutung dieses Sturzes<\/h3>\n\n\n\n<p>15 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbAn dem Tage, als sie in das Totenreich hinabfuhr, lie\u00df ich die unterirdische Flut sich in Trauer um sie h\u00fcllen und hielt ihre Str\u00f6mung zur\u00fcck, so da\u00df die reichlichen Wasser gehemmt wurden; den Libanon h\u00fcllte ich ihretwegen in ein Trauergewand, und alle B\u00e4ume des Gefildes mu\u00dften ihretwegen verschmachten.<br>16 Durch das Gedr\u00f6hn ihres Sturzes machte ich die V\u00f6lker erzittern, als ich sie in das Totenreich hinabsinken lie\u00df zu den in die Grube Hinabgefahrenen; da tr\u00f6steten sich im unterirdischen Lande alle B\u00e4ume Edens, die erlesensten und sch\u00f6nsten auf dem Libanon, alle, die vom Wasser getr\u00e4nkt wurden.<br>17 Auch sie mu\u00dften mit ihr in das Totenreich hinabfahren zu den vom Schwert Durchbohrten, die vordem als ihre Helfer in ihrem Schatten gewohnt hatten inmitten der V\u00f6lker.<br>18 Wem glichest du also an Herrlichkeit und Gr\u00f6\u00dfe unter den B\u00e4umen Edens? Und doch wirst du mit den B\u00e4umen Edens in das unterirdische Land hinabgesto\u00dfen werden; inmitten Unbeschnittener wirst du da bei den vom Schwert Erschlagenen liegen: das ist der Pharao und all sein Gepr\u00e4nge!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Im zw\u00f6lften Jahre, am ersten Tage des zw\u00f6lften Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildlicher Teil: die schmachvolle Vernichtung des gro\u00dfen Krokodils<\/h3>\n\n\n\n<p>2 \u00bbMenschensohn, stimme ein Klagelied an \u00fcber den Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, und sage zu ihm\u00ab: \u00bb\u203aEinem jungen L\u00f6wen unter den V\u00f6lkern wurdest du verglichen, und warst doch nur wie ein Krokodil im Nilstrom, spritztest mit deinen N\u00fcstern, tr\u00fcbtest das Wasser mit deinen F\u00fc\u00dfen und w\u00fchltest seine Fluten auf.\u2039<br>3 So hat Gott der HERR gesprochen: \u203aSo will ich denn mein Netz \u00fcber dich ausbreiten durch eine Schar vieler V\u00f6lker, die sollen dich in meinem Fanggarn emporziehen.<br>4 Dann will ich dich auf die Erde hinwerfen, dich auf das freie Feld schleudern und will machen, da\u00df alle V\u00f6gel des Himmels sich auf dich niedersetzen und die wilden Tiere der ganzen Erde sich an dir s\u00e4ttigen.<br>5 Dann will ich dein Fleisch auf die Berge verschleppen lassen und die T\u00e4ler mit deinem Aas f\u00fcllen<br>6 und das Land mit deinem Ausflu\u00df tr\u00e4nken von deinem Blut bis an die Berge, und die Rinnsale sollen voll von dir werden.<br>7 Alsdann will ich, wenn ich dich erl\u00f6schen lasse, den Himmel verschleiern und seine Sterne verdunkeln, will die Sonne in Gew\u00f6lk h\u00fcllen, und der Mond soll sein Licht nicht leuchten lassen.<br>8 Alle leuchtenden Himmelslichter will ich deinethalben verdunkeln und Finsternis \u00fcber dein Land ausbreiten\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>9 \u203aDa werde ich denn das Herz vieler V\u00f6lker in Betr\u00fcbnis versetzen, wenn ich die Kunde von deinem Untergang unter die Nationen gelangen lasse, in L\u00e4nder, die du nicht gekannt hast;<br>10 und ich werde machen, da\u00df viele V\u00f6lker sich \u00fcber dich entsetzen und ihre K\u00f6nige \u00fcber dein Geschick schaudern, wenn ich mein Schwert vor ihren Augen schwinge; und sie werden unaufh\u00f6rlich zittern, ein jeder f\u00fcr sein Leben, am Tage deines Sturzes.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eigentliche Rede: die Vernichtung \u00c4gyptens durch den K\u00f6nig von Babylon<\/h3>\n\n\n\n<p>11 \u00bbDenn so hat Gott der HERR gesprochen: \u203aDas Schwert des K\u00f6nigs von Babylon soll \u00fcber dich kommen!<br>12 Durch die Schwerter tapferer Krieger will ich dein Gepr\u00e4nge (30,10) zu Fall bringen \u2013 die wildesten unter den V\u00f6lkern sind sie allesamt \u2013: die sollen die Herrlichkeit \u00c4gyptens zerst\u00f6ren, da\u00df all sein Gepr\u00e4nge (30,10) vernichtet wird;<br>13 auch seine gesamte Tierwelt will ich zugrunde gehen lassen von den vielen Gew\u00e4ssern hinweg, so da\u00df keines Menschen Fu\u00df sie noch aufw\u00fchlen und keines Tieres Klaue sie noch tr\u00fcben soll.<br>14 Alsdann will ich ihre Gew\u00e4sser kl\u00e4ren und ihre Str\u00f6me wie \u00d6l dahingleiten lassen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN \u2013,<br>15 \u203awenn ich das Land \u00c4gypten zu einer W\u00fcste mache und das Land \u00f6de wird, seiner F\u00fclle beraubt, indem ich alle seine Bewohner sterben lasse, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.\u2039<br>16 Ein Klagelied ist dies, das man klagend singen soll; die T\u00f6chter der V\u00f6lker sollen es klagend singen; \u00fcber \u00c4gypten und all sein Gepr\u00e4nge (30,10) sollen sie es klagend singen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>17 Und im zw\u00f6lften Jahre, am f\u00fcnfzehnten Tage des (zw\u00f6lften oder: ersten) Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>18 \u00bbMenschensohn, stimme eine Totenklage an \u00fcber das Gepr\u00e4nge \u00c4gyptens und senke es hinab, du und die T\u00f6chter m\u00e4chtiger V\u00f6lker, in das unterirdische Land zu den in die Grube Hinabgefahrenen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Pharao zur Unseligkeit verurteilt; sein Empfang von seiten der Bewohner der Unterwelt<\/h3>\n\n\n\n<p>19 \u00bbVor wem hast du etwas voraus an Lieblichkeit? Fahre hinab und la\u00df dich bei den Unbeschnittenen betten!<br>20 Mitten unter den vom Schwert Erschlagenen sollen sie hinsinken! Das Schwert ist schon dargereicht: schleppt \u00c4gypten herbei und sein ganzes Gepr\u00e4nge!<br>21 Da werden die Vornehmsten unter den tapferen Kriegern mitten aus dem Totenreich heraus ihm samt seinen Helfern zurufen: Sie sind herabgekommen, sie liegen da, die Unbeschnittenen, vom Schwert erschlagen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Pharao in der Unterwelt inmitten der Unseligen (der Unbeschnittenen und vom Schwert Erschlagenen)<\/h3>\n\n\n\n<p>22 \u00bb\u203aDort ist Assur und sein ganzes Kriegsvolk; rings um ihn her liegen ihre Gr\u00e4ber: alle sind sie erschlagen, durch das Schwert gefallen.<br>23 Seine Gr\u00e4ber sind im tiefsten Grunde der Grube untergebracht, und sein Kriegsvolk liegt rings um sein Grab herum; sie sind alle erschlagen, durch das Schwert gefallen, sie, die einstmals Schrecken verbreitet haben im Lande der Lebenden.<br>24 Dort ist Elam und alle seine Krieger rings um sein Grab her, lauter Erschlagene, durch das Schwert Gefallene, die als Unbeschnittene in das unterirdische Land hinabgefahren sind, sie, die einstmals Schrecken vor sich her im Lande der Lebenden verbreitet haben und jetzt ihre Schmach tragen m\u00fcssen bei den in die Grube Hinabgefahrenen.<br>25 Mitten unter Erschlagenen hat man ihm ein Lager angewiesen samt all seinen Kriegern, deren Gr\u00e4ber rings um ihn her liegen. Sie sind allesamt unbeschnitten, vom Schwert erschlagen, weil einstmals der Schrecken vor ihnen im Lande der Lebenden verbreitet war. So tragen sie nun ihre Schmach bei den in die Grube Hinabgefahrenen: mitten unter Erschlagene hat man sie hingelegt.<br>26 Dort sind Mesech und Thubal und alle ihre Krieger, deren Gr\u00e4ber rings um sie her liegen; sie sind allesamt unbeschnitten, vom Schwert erschlagen, sie, die einstmals Schrecken vor sich her im Lande der Lebenden verbreitet haben.<br>27 Sie liegen nicht bei den in der Vorzeit gefallenen Helden, die in ihrer vollen Kriegswehr in das Totenreich hinabgefahren sind, denen man ihre Schwerter unter das Haupt und ihre Schilde auf die Gebeine gelegt hat, weil einstmals ein Schrecken vor ihrer Heldenkraft im Lande der Lebenden geherrscht hat.<br>28 So wirst auch du (\u00c4gypten) inmitten Unbeschnittener zerschmettert bei den vom Schwert Erschlagenen gebettet sein.<br>29 Dort ist Edom mit seinen K\u00f6nigen und all seinen F\u00fcrsten, die trotz ihres Heldentums den vom Schwert Erschlagenen beigesellt worden sind: sie m\u00fcssen bei Unbeschnittenen liegen, bei den in die Grube Hinabgefahrenen.<br>30 Dort sind die Herrscher des Nordens insgesamt und alle Sidonier, die als Erschlagene hinabgefahren und trotz ihrer Furchtbarkeit, trotz ihres Heldentums zuschanden geworden sind. Da liegen sie nun als Unbeschnittene bei den vom Schwert Erschlagenen und m\u00fcssen ihre Schmach tragen mit den in die Grube Hinabgefahrenen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Pharao von Gott in die Unterwelt versto\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<p>31 \u00bbWenn der Pharao diese alle erblickt, mag er sich \u00fcber all seine Gepr\u00e4nge tr\u00f6sten; vom Schwert erschlagen ist der Pharao samt seiner ganzen Heeresmacht\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013,<br>32 \u00bbdenn er hat Schrecken vor sich her verbreitet im Lande der Lebenden; darum wird er inmitten Unbeschnittener bei den vom Schwert Erschlagenen gebettet liegen, der Pharao und all sein Gepr\u00e4nge!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">C. Dritter Hauptteil: Trostbuch oder Reden \u00fcber Jerusalems Wiederherstellung (Kap. 33-48)<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die Vorbereitungen auf die Heilszeit (Kap. 33-39)Bedeutung des W\u00e4chteramts f\u00fcr den W\u00e4chter und f\u00fcr die Landesbewohner<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Das Wort des HERRN erging an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, rede zu deinen Volksgenossen und sage zu ihnen: Wenn ich das Schwert \u00fcber ein Land kommen lasse und das Volk des Landes einen Mann aus seiner Gesamtheit w\u00e4hlt und ihn f\u00fcr sich zum W\u00e4chter bestellt,<br>3 und der sieht das Schwert in das Land einbrechen und st\u00f6\u00dft in die Trompete und warnt dadurch das Volk \u2013<br>4 wenn dann einer zwar den Schall der Trompete h\u00f6rt, aber sich nicht warnen l\u00e4\u00dft, so da\u00df der bewaffnete Feind kommt und ihn ums Leben bringt, so soll die Schuld an seinem Tode ihm selbst beigemessen werden;<br>5 er hat ja den Schall der Trompete geh\u00f6rt, aber sich nicht warnen lassen: er hat seinen Tod selbst verschuldet; denn h\u00e4tte er sich warnen lassen, so w\u00fcrde er sein Leben gerettet haben.<br>6 Wenn aber der W\u00e4chter den bewaffneten Feind kommen sieht und nicht in die Trompete st\u00f6\u00dft, so da\u00df das Volk ungewarnt bleibt, und der bewaffnete Feind kommt und bringt einen von ihnen ums Leben, so wird der Betreffende zwar infolge seiner S\u00fcndenschuld weggerafft, aber f\u00fcr den Verlust seines Lebens werde ich den W\u00e4chter verantwortlich machen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hesekiels Berufung zum W\u00e4chteramt; seine Verantwortlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>7 \u00bbDu nun, Menschensohn \u2013 dich habe ich zum W\u00e4chter f\u00fcr das Haus Israel bestellt, damit du sie, wenn du ein Wort aus meinem Munde vernommen hast, in meinem Namen warnst.<br>8 Wenn ich zu dem Gottlosen sage: \u203aGottloser, du mu\u00dft des Todes sterben!\u2039, du aber nichts sagst, um den Gottlosen vor seinem b\u00f6sen Wandel zu warnen, so wird er, der Gottlose, zwar sein Leben um seiner Verschuldung willen verlieren, aber f\u00fcr den Verlust seines Lebens werde ich dich verantwortlich machen.<br>9 Wenn du aber deinerseits den Gottlosen vor seinem b\u00f6sen Wandel gewarnt hast, damit er von ihm umkehre, er sich aber von seinem Wandel nicht abbringen l\u00e4\u00dft, so wird er zwar um seiner Verschuldung willen sterben, du aber hast dein Leben gerettet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hesekiels Bu\u00dfpredigt auf Gottes Befehl und seine Verk\u00fcndigung der g\u00f6ttlichen Gnade und Gerechtigkeit f\u00fcr die bu\u00dffertigen S\u00fcnder<\/h3>\n\n\n\n<p>10 \u00bbUnd du nun, Menschensohn, sage zum Hause Israel: \u203aFolgendes Bekenntnis habt ihr abgelegt: Ja, unsere \u00dcbertretungen und S\u00fcnden lasten auf uns, und durch sie vergehen wir ganz: wie k\u00f6nnten wir denn am Leben bleiben?\u2039<br>11 Sage zu ihnen: \u203aSo wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203aich habe kein Wohlgefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, da\u00df der Gottlose sich von seinem Wandel bekehrt und am Leben bleibt! Kehrt um, ja bekehrt euch von eurem b\u00f6sen Wandel! Denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?\u2039 \u2013<br>12 Du also, Menschensohn, sage zu deinen Volksgenossen: \u203aDen Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten an dem Tage, wo er in S\u00fcnde verf\u00e4llt; und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht zu Fall bringen an dem Tage, wo er von seiner Gottlosigkeit umkehrt; aber auch der Gerechte kann um seiner Gerechtigkeit willen nicht am Leben erhalten bleiben an dem Tage, wo er in S\u00fcnde verf\u00e4llt.<br>13 Wenn ich dem Gerechten verhei\u00dfe, er solle ganz gewi\u00df das Leben behalten, und er sich auf seine (bisherige) Gerechtigkeit verl\u00e4\u00dft und B\u00f6ses tut, so wird seines ganzen gerechten Tuns nicht mehr gedacht werden, sondern um des B\u00f6sen willen, das er ver\u00fcbt hat, um deswillen mu\u00df er sterben.<br>14 Und wenn ich dem Gottlosen androhe: \u203aDu mu\u00dft des Todes sterben!\u2039 und er sich von seiner S\u00fcnde abkehrt und nunmehr Recht und Gerechtigkeit \u00fcbt, so da\u00df er das ihm Verpf\u00e4ndete zur\u00fcckgibt, Geraubtes wiedererstattet und nach den Satzungen wandelt, deren Beobachtung zum Leben f\u00fchrt, so da\u00df er nichts B\u00f6ses mehr tut, so soll er gewi\u00dflich das Leben behalten und nicht sterben:<br>16 keine von allen S\u00fcnden, die er begangen hat, soll ihm noch angerechnet werden; Recht und Gerechtigkeit hat er ge\u00fcbt: er soll gewi\u00dflich das Leben behalten!\u2039<br>17 Freilich sagen deine Volksgenossen: \u203aDas Verfahren des Herrn ist nicht das richtige!\u2039, w\u00e4hrend doch ihr eigenes Verfahren nicht das richtige ist.<br>18 Wenn ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und Unrecht tut, so mu\u00df er auf Grund davon sterben;<br>19 wenn dagegen ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit abl\u00e4\u00dft und Recht und Gerechtigkeit \u00fcbt, so soll er infolgedessen am Leben bleiben.<br>20 Und ob ihr auch behauptet, das Verfahren des Herrn sei nicht das richtige, so werde ich doch jeden von euch nach seinem Wandel richten, Haus Israel!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eintritt der Wende f\u00fcr Hesekiel (beim Eintreffen der Kunde von der Eroberung Jerusalems) durch L\u00f6sung seiner Zunge<\/h3>\n\n\n\n<p>21 Es begab sich aber im zw\u00f6lften Jahre unserer Verbannung, am f\u00fcnften Tage des zehnten Monats, da kam ein Fl\u00fcchtling aus Jerusalem zu mir mit der Nachricht: \u00bbDie Stadt ist erobert!\u00ab<br>22 Die Hand des HERRN war aber schon am Abend vor der Ankunft des Fl\u00fcchtlings \u00fcber mich gekommen, und er hatte mir den Mund aufgetan, ehe jener am folgenden Morgen bei mir eintraf. So war mir denn der Mund aufgetan worden, und ich bin seitdem nie wieder stumm geworden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Darlegung des Sachverhalts<\/h3>\n\n\n\n<p>23 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>24 \u00bbMenschensohn, die Bewohner jener Tr\u00fcmmerst\u00e4tten im Lande Israel sagen immer wieder: \u203aAbraham war nur ein einzelner Mann und hat doch das Land zum Besitz erhalten; unser aber sind viele: uns ist das Land als Besitz zugewiesen!\u2039<br>25 Darum sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Ihr genie\u00dft das Fleisch mitsamt dem Blut und erhebt eure Augen zu euren G\u00f6tzen und vergie\u00dft Blut, und da solltet ihr das Land zum Besitz haben?<br>26 Ihr verla\u00dft euch fest auf euer Schwert, ver\u00fcbt Greuel und entehrt ein jeder das Weib des andern, und da solltet ihr das Land im Besitz haben?\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Androhung des Strafgerichts<\/h3>\n\n\n\n<p>27 \u00bbFolgenderma\u00dfen sollst du zu ihnen sagen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: So wahr ich lebe: die in den Tr\u00fcmmerst\u00e4tten Wohnenden sollen durch das Schwert fallen, und wer sich auf freiem Felde aufh\u00e4lt, den will ich den wilden Tieren zum Fra\u00df hingeben, und wer sich auf den Bergh\u00f6hen und in den H\u00f6hlen befindet, soll an der Pest sterben!<br>28 Und ich will das Land zur W\u00fcste und Ein\u00f6de machen: seine stolze Pracht soll ein Ende haben, und das Bergland Israels soll w\u00fcst daliegen, so da\u00df niemand es mehr durchwandert!<br>29 Dann werden sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich das Land zur W\u00fcste und Ein\u00f6de mache wegen all ihrer Greuel, die sie ver\u00fcbt haben.\u2039\u00ab<br>30 \u00bbDu aber, Menschensohn \u2013 deine Volksgenossen unterhalten sich \u00fcber dich an den Mauern und in den Toreing\u00e4ngen der H\u00e4user und sagen einer zum andern: \u203aKommt doch und h\u00f6rt, was f\u00fcr ein Ausspruch es ist, den der HERR ergehen l\u00e4\u00dft!\u2039<br>31 Da kommen sie denn zu dir wie bei einem Volksauflauf und setzen sich vor dich hin als mein Volk und h\u00f6ren deine Worte an, handeln aber nicht danach, sondern sie tun liebevoll mit ihrem Munde, w\u00e4hrend ihr Herz hinter ihrem Gewinn herl\u00e4uft.<br>32 Und wisse wohl: du bist ihnen wie ein Liebeslied, wie einer, der eine sch\u00f6ne Stimme hat und die Leier gut zu spielen versteht; und so h\u00f6ren sie denn deine Worte an, handeln aber nicht danach.<br>33 Wenn es aber eintrifft \u2013 und es trifft unfehlbar ein! \u2013, dann werden sie erkennen, da\u00df ein Prophet unter ihnen dagewesen ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Hierauf erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Weissagungen gegen die Hirten Israels und sage zu ihnen: \u203aZu den Hirten spricht Gott der HERR also: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst geweidet haben! Ist\u2019s nicht die Herde, welche die Hirten weiden sollen?<br>3 Die Milch habt ihr genossen, mit der Wolle euch bekleidet und die fetten Tiere geschlachtet, aber meine Herde nicht geweidet.<br>4 Die schwachen Tiere habt ihr nicht gest\u00e4rkt und die kranken nicht geheilt, die verwundeten nicht verbunden, die versprengten nicht zur\u00fcckgeholt und die verirrten nicht aufgesucht, sondern mit Gewalt und H\u00e4rte \u00fcber sie geschaltet.<br>5 So haben denn (meine Schafe) sich zerstreut, weil sie keinen Hirten hatten, und sind in ihrer Zerstreuung eine Beute aller wilden Tiere geworden.<br>6 Auf allen Bergen und auf jedem hohen H\u00fcgel sind meine Schafe umhergeirrt, und \u00fcber das ganze Land hin haben meine Schafe sich zerstreut, ohne da\u00df sich jemand um sie gek\u00fcmmert oder auf sie geachtet h\u00e4tte.<br>7 Darum, ihr Hirten, vernehmt das Wort des HERRN!<br>8 So wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203aweil meine Schafe geraubt und meine Schafe von allen wilden Tieren des Feldes gefressen worden sind, ohne da\u00df ein Hirt da war, und weil meine Hirten sich nicht um meine Schafe gek\u00fcmmert, sondern nur sich selbst, aber nicht meine Schafe geweidet haben:<br>9 darum, ihr Hirten, vernehmt das Wort des HERRN!<br>10 So spricht Gott der HERR: Nunmehr will ich an die Hirten und will meine Schafe von ihnen zur\u00fcckfordern und ihrem Hirtenamt ein Ende machen, damit die Hirten nicht mehr sich selbst weiden! Nein, ich will meine Schafe ihnen aus dem Rachen rei\u00dfen, da\u00df sie von ihnen nicht mehr gefressen werden!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Er sammelt seine Schafe und nimmt sich ihrer liebevoll an<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Denn so hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWisset wohl, ich selbst will jetzt nach meinen Schafen sehen und mich ihrer annehmen.<br>12 Wie ein Hirt sich seiner Herde annimmt, sobald einige von seinen Schafen sich abgesondert haben, so will auch ich mich meiner Schafe annehmen und sie aus all den Orten zur\u00fcckholen, wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gew\u00f6lks und des Wetterdunkels.<br>13 Herausf\u00fchren will ich sie aus den V\u00f6lkern und sie sammeln aus den L\u00e4ndern und sie in ihr Heimatland zur\u00fcckbringen; da will ich sie weiden auf den Bergen Israels, in den Talgr\u00fcnden und in allen bewohnten Gegenden des Landes.<br>14 Auf guter Weide will ich sie weiden, und auf den Bergesh\u00f6hen Israels soll ihre Trift sein; dort sollen sie sich auf guter Trift lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.<br>15 Ich selbst will der Hirt meiner Schafe sein und ich selbst sie lagern lassen\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>16 \u00bbDie verirrten will ich aufsuchen und die versprengten zur\u00fcckholen, die verwundeten Tiere verbinden und die kranken gesund machen; die fetten und starken will ich beh\u00fcten; ich werde sie weiden, wie es recht ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Er vollzieht die Scheidung innerhalb der Herde und sch\u00fctzt die schwachen Tiere gegen die gewaltt\u00e4tigen<\/h3>\n\n\n\n<p>17 \u00bbIhr aber, meine Herde\u00ab \u2013 so hat Gott der HERR gesprochen \u2013: \u00bbich will nunmehr Gericht halten zwischen den Schafen untereinander und gegen\u00fcber den Widdern und den B\u00f6cken.<br>18 Gen\u00fcgt es euch nicht, die beste Weide abzuweiden? M\u00fc\u00dft ihr auch noch das \u00fcbrige Weideland mit den F\u00fc\u00dfen zertreten? Ihr habt klares Wasser zu trinken: m\u00fc\u00dft ihr da noch das \u00fcbriggebliebene mit euren F\u00fc\u00dfen aufw\u00fchlen,<br>19 so da\u00df meine Schafe das abweiden, was ihr mit euren F\u00fc\u00dfen zerstampft habt, und das trinken, was ihr mit euren F\u00fc\u00dfen aufgew\u00fchlt habt?\u00ab<br>20 Darum spricht Gott der HERR so zu ihnen: \u00bbSeht, nunmehr will ich selbst Gericht zwischen den fetten und den mageren Schafen halten.<br>21 Weil ihr die schwachen Tiere alle mit der Seite und Schulter weggedr\u00e4ngt und mit euren H\u00f6rnern gesto\u00dfen habt, bis ihr sie hinausgetrieben hattet,<br>22 so will ich nun meinen Schafen zu Hilfe kommen, damit sie euch nicht mehr zur Beute werden, und ich will zwischen den einzelnen Schafen Gericht halten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Er gibt ihnen seinen Knecht David (d.h. einen Nachkommen Davids als Messias) zu seinem Stellvertreter und schlie\u00dft einen Friedensbund mit ihnen<\/h3>\n\n\n\n<p>23 \u00bbIch will aber einen einzigen Hirten \u00fcber sie bestellen, der sie weiden soll, meinen Knecht David: der soll sie weiden, und der soll ihr Hirt sein!<br>24 Und ich, der HERR, will ihr Gott sein, und mein Knecht David soll F\u00fcrst in ihrer Mitte sein: ich, der HERR, bestimme es so!<br>25 Und ich will einen Friedensbund mit ihnen schlie\u00dfen und die b\u00f6sen Tiere aus dem Lande verschwinden lassen, so da\u00df sie sogar in der Steppe sicher wohnen und in den W\u00e4ldern schlafen k\u00f6nnen.<br>26 Ich will ihnen und der ganzen Umgebung meines H\u00fcgels Segen verleihen und den Regen zu rechter Zeit fallen lassen: segenspendende Regeng\u00fcsse sollen es sein.<br>27 Die B\u00e4ume des Feldes sollen ihre Fr\u00fcchte bringen und das Ackerland seinen Ertrag geben; und sie sollen auf ihrem Grund und Boden sicher wohnen und erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich die St\u00e4be ihres Joches zerbreche und sie aus der Gewalt derer errette, die sie knechten.<br>28 Sie sollen alsdann nicht mehr eine Beute der Heidenv\u00f6lker sein, und die Raubtiere des Landes sollen sie nicht mehr fressen, sondern sie sollen in Sicherheit wohnen, ohne da\u00df jemand sie aufschreckt.<br>29 Und ich will ihnen eine ruhmeswerte Pflanzung aufsprie\u00dfen lassen, so da\u00df sie nicht mehr vom Hunger im Lande weggerafft werden und den Hohn der Heidenv\u00f6lker nicht mehr zu erdulden haben.<br>30 Dann werden sie erkennen, da\u00df ich, der HERR, ihr Gott, mit ihnen bin und da\u00df sie, das Haus Israel, mein Volk sind\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>31 \u00bbDenn ihr seid meine Schafe, die Herde meiner Weide, und ich bin euer Gott!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke gegen das Gebirge Seir und verk\u00fcnde folgende Weissagungen gegen dasselbe:<br>3 \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Nunmehr will ich an dich, Gebirge Seir, ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich zur W\u00fcste und Ein\u00f6de machen!<br>4 Deine St\u00e4dte will ich in Tr\u00fcmmer legen, und du selbst sollst zur W\u00fcste werden, damit du erkennst, da\u00df ich der HERR bin!<br>5 Weil du immerfort Feindschaft gehegt und die Israeliten zur Zeit ihres Ungl\u00fccks, zur Zeit, als sie ihre Schuld endg\u00fcltig b\u00fc\u00dften, dem Schwert ausgeliefert hast:<br>6 darum, so wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203abluten will ich dich machen, und Blut soll dich verfolgen! Weil du dich durch Blutvergie\u00dfen verschuldet hast, soll Blut dich verfolgen!<br>7 Ich will das Gebirge Seir zur W\u00fcste und Ein\u00f6de machen und alle in ihm ausrotten, die da hin- und herziehen.<br>8 Und ich will seine Berge \u00fcberall mit Erschlagenen bedecken: auf deinen H\u00f6hen, in deinen T\u00e4lern und in allen deinen Schluchten sollen vom Schwert Erschlagene niedersinken.<br>9 Zu ewigen W\u00fcsteneien will ich dich machen, und deine St\u00e4dte sollen unbewohnt sein, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin.<br>10 Weil du gesagt hast: Die beiden V\u00f6lker und die beiden L\u00e4nder m\u00fcssen mein werden, und ich will sie in Besitz nehmen! \u2013 obwohl doch der HERR dort wohnt:<br>11 darum, so wahr ich lebe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203awill ich entsprechend deinem eigenen Zorn und Eifer mit dir verfahren, wie du infolge deines Hasses gegen sie verfahren bist, und ich will mich dir zu erkennen geben, wenn ich mit dir ins Gericht gehe.<br>12 Dann wirst du auch erkennen, da\u00df ich, der HERR, alle deine L\u00e4sterungen geh\u00f6rt habe, die du gegen das Bergland Israel ausgesto\u00dfen hast, indem du sagtest: W\u00fcst liegt es da: uns ist es zum Verspeisen gegeben!<br>13 So habt ihr den Mund voll gegen mich genommen und vermessene Reden gegen mich ausgesto\u00dfen; ich habe es wohl geh\u00f6rt!\u2039<br>14 So hat Gott der HERR gesprochen: \u203aZur Freude der ganzen Erde will ich Verw\u00fcstung \u00fcber dich bringen!<br>15 Wie du dich dar\u00fcber gefreut hast, da\u00df der Erbbesitz des Hauses Israel verw\u00fcstet wurde, ebenso will ich es dir widerfahren lassen: zur W\u00fcste sollst du werden, Gebirge Seir, und du, Edom, insgesamt, damit du zur Erkenntnis kommst, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dem von den Feinden verh\u00f6hnten Berglande Israel wird Beseitigung seiner unrechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer zugesagt<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu aber, Menschensohn, sprich \u00fcber das Bergland Israel folgende Weissagung aus: \u203aIhr Berge Israels, vernehmt das Wort des HERRN!<br>2 So hat Gott der HERR gesprochen: Weil der Feind \u00fcber euch ausgerufen hat: Haha! Die H\u00f6hen sind verw\u00fcstet auf ewig, als Eigentum uns zugefallen! \u2013,<br>3 darum sprich folgende Weissagungen aus: So hat Gott der HERR gesprochen: Darum, ja eben darum, weil man euch angeschnaubt und von allen Seiten \u00fcber euch gieriges Verlangen nach euch getragen hat, so da\u00df ihr in den Besitz der noch \u00fcbriggebliebenen Heidenv\u00f6lker gekommen und ins Gerede der Zungen und in die \u00fcble Nachrede der Leute geraten seid \u2013<br>4 darum, ihr Berge Israels, vernehmt das Wort Gottes des HERRN! So spricht Gott der HERR zu den Bergen und H\u00fcgeln, zu den T\u00e4lern und Schluchten, zu den \u00f6den Tr\u00fcmmerst\u00e4tten und den verlassenen St\u00e4dten, die den noch \u00fcbriggebliebenen Heidenv\u00f6lkern ringsum zur Beute und zum Gesp\u00f6tt geworden sind \u2013<br>5 darum spricht Gott der HERR also: Wahrlich, in gl\u00fchendem Eifer rede ich gegen die noch \u00fcbriggebliebenen Heidenv\u00f6lker und gegen das gesamte Edom, weil sie mit schadenfrohen Herzen und v\u00f6lliger Gef\u00fchllosigkeit sich in den Besitz meines Landes gesetzt haben, um die Bewohner auszutreiben und auszupl\u00fcndern.<br>6 Darum weissage \u00fcber das Land Israel und richte an die Berge und H\u00fcgel, an die T\u00e4ler und Schluchten die Worte: So hat Gott der HERR gesprochen: F\u00fcrwahr, in meinem Eifer und in meinem Grimm rede ich, weil ihr den Hohn der Heidenv\u00f6lker habt tragen m\u00fcssen!\u2039<br>7 Darum spricht Gott der HERR also: Ich hebe meine Hand auf zum Schwur, da\u00df die V\u00f6lkerschaften, die um euch her wohnen, ihre Schm\u00e4hung selbst tragen sollen!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhei\u00dfung neuen Segens und herrlicher Entwicklung des Berglandes Israel<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bb\u203aIhr aber, ihr Berge Israels, sollt eure Zweige sprossen lassen und eure Fr\u00fcchte tragen f\u00fcr mein Volk Israel, denn gar bald werden sie heimkehren!<br>9 Denn wisset wohl: ich werde zu euch kommen und mich euch wieder zuwenden, und ihr sollt wieder bes\u00e4t und bepflanzt werden.<br>10 Ich will die Menschen auf euch zahlreich werden lassen, das ganze Haus Israel insgesamt, die St\u00e4dte sollen wieder bewohnt und die Tr\u00fcmmer neu aufgebaut werden.<br>11 Und ich werde Menschen und Vieh auf euch zahlreich machen: sie sollen sich mehren und fruchtbar sein; und ich will euch wieder bewohnt sein lassen wie in euren fr\u00fcheren Zeiten und euch noch mehr Gutes erweisen als je zuvor, damit ihr erkennt, da\u00df ich der HERR bin!<br>12 Menschen will ich wieder auf euch wandeln lassen, n\u00e4mlich mein Volk Israel: die sollen dich wieder in Besitz nehmen, und du sollst ihnen als Erbbesitz geh\u00f6ren und sie hinfort nicht mehr ihrer Kinder berauben!\u2039\u00ab<br>13 So hat Gott der HERR (zum Lande) gesprochen: \u00bbWeil man dir vorgeworfen hat, du seiest eine Menschenfresserin gewesen und eine Kindesm\u00f6rderin f\u00fcr dein eigenes Volk,<br>14 darum sollst du hinfort keine Menschen mehr fressen und dein Volk nicht mehr kinderlos machen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>15 \u00bbUnd ich will dich hinfort nicht l\u00e4nger die Schm\u00e4hung der Heiden h\u00f6ren lassen, und den Hohn der V\u00f6lker sollst du nicht mehr zu tragen haben und sollst deine Bev\u00f6lkerung nicht mehr ihrer Kinder berauben!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gr\u00fcnde, durch welche Gott zu solchem Verfahren bestimmt wird<\/h3>\n\n\n\n<p>16 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>17 \u00bbMenschensohn, solange die vom Hause Israel in ihrem Lande wohnten, verunreinigten sie es durch ihren Wandel und ihr ganzes Tun; ihr Wandel war vor meinen Augen wie die Unreinheit einer Frau, die ihren Blutgang hat.<br>18 Da lie\u00df ich denn meinem Zorn gegen sie freien Lauf wegen des Blutes, das sie im Lande vergossen hatten, und wegen ihres G\u00f6tzendienstes, durch den sie es verunreinigt hatten.<br>19 Ich zerstreute sie also unter die Heidenv\u00f6lker, und sie wurden in die L\u00e4nder versprengt: nach ihrem Wandel und ihrem ganzen Tun ging ich mit ihnen ins Gericht.<br>20 Als sie nun unter die Heidenv\u00f6lker kamen, da brachten sie, wohin sie kamen, meinen heiligen Namen in Unehre, indem man von ihnen sagte: \u203aDas Volk des HERRN sind diese, und doch haben sie aus seinem Lande wegziehen m\u00fcssen!\u2039<br>21 Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, weil das Haus Israel ihn unter den Heidenv\u00f6lkern \u00fcberall, wohin sie kamen, in Unehre brachte.<br>22 Darum sage zum Hause Israel: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Nicht um euretwillen, Haus Israel, greife ich ein, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr unter den Heidenv\u00f6lkern \u00fcberall entehrt habt, wohin ihr gekommen seid.<br>23 So will ich denn meinen gro\u00dfen Namen, der unter den Heiden entheiligt worden ist, weil ihr ihn unter ihnen entheiligt habt, wieder zu Ehren bringen, damit die Heiden erkennen, da\u00df ich der HERR bin\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203awenn ich mich vor ihren Augen an euch als den Heiligen erweise.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die stufenweise Ausf\u00fchrung des g\u00f6ttlichen Planes, und zwar aus Gnade<\/h3>\n\n\n\n<p>24 \u00bb\u203aIch will euch also aus den Heidenv\u00f6lkern herausholen und euch aus allen L\u00e4ndern sammeln und euch in euer Land zur\u00fcckbringen.<br>25 Dann will ich reines Wasser \u00fcber euch sprengen, damit ihr rein werdet: von all euren Befleckungen und von all eurem G\u00f6tzendienst will ich euch reinigen.<br>26 Und ich will euch ein neues Herz verleihen und euch einen neuen Geist eingeben: das steinerne Herz will ich aus eurer Brust herausnehmen und euch daf\u00fcr ein Herz von Fleisch verleihen.<br>27 Ich will meinen Geist in euer Inneres geben und will solche Leute aus euch machen, die nach meinen Satzungen wandeln und meine Weisungen beobachten und tats\u00e4chlich ausf\u00fchren.<br>28 Dann sollt ihr wohnen bleiben in dem Lande, das ich euren V\u00e4tern gegeben habe; ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.<br>29 Wenn ich euch alsdann von all euren Befleckungen befreit habe, will ich den Getreidesegen herbeirufen und ihn mehren und keine Hungersnot mehr \u00fcber euch verh\u00e4ngen.<br>30 Auch die Fr\u00fcchte der B\u00e4ume und den Ertrag der Felder will ich mehren, damit ihr euch nicht noch einmal unter den Heidenv\u00f6lkern wegen einer Hungersnot schm\u00e4hen lassen m\u00fc\u00dft.<br>31 Wenn ihr alsdann an euren b\u00f6sen Wandel zur\u00fcckdenkt und an euer ganzes verwerfliches Tun, so werdet ihr vor euch selbst einen Abscheu empfinden wegen eurer Verschuldungen und eurer Greuel.<br>32 Nicht um euretwillen greife ich ein\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013: \u203adas sei euch kundgetan! Sch\u00e4mt euch vielmehr und err\u00f6tet \u00fcber euren Wandel, ihr vom Hause Israel!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Anerkennung der Gr\u00f6\u00dfe Gottes auch von seiten der Heiden<\/h3>\n\n\n\n<p>33 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbZu derselben Zeit, wo ich euch von all euren Verschuldungen reinige, will ich auch die St\u00e4dte neu bev\u00f6lkern, und die Tr\u00fcmmer sollen wieder aufgebaut werden;<br>34 das ver\u00f6dete Land soll aufs neue bestellt werden, w\u00e4hrend es zuvor als W\u00fcste vor den Augen aller Vor\u00fcberziehenden dagelegen hat.<br>35 Dann wird man sagen: \u203aDieses Land, das ver\u00f6det dalag, ist wie der Garten Eden geworden, und die St\u00e4dte, die in Tr\u00fcmmern lagen und verw\u00fcstet und zerst\u00f6rt waren, sind jetzt wohlbefestigt und volkreich.\u2039<br>36 Da werden dann die V\u00f6lkerschaften, die rings um euch her \u00fcbriggeblieben sind, zu der Erkenntnis kommen, da\u00df ich, der HERR, es bin, der das Zerst\u00f6rte neu aufgebaut und das Verw\u00fcstete neu bepflanzt hat. Ich, der HERR, habe es verhei\u00dfen und werde es auch vollf\u00fchren!\u00ab<br>37 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbAuch darin will ich mich noch vom Hause Israel erbitten lassen, da\u00df ich es ihnen gew\u00e4hre: ich will sie an Menschen so zahlreich werden lassen wie eine Herde von Schafen.<br>38 Wie der Tempel von Opferschafen, wie Jerusalem an seinen hohen Festen von Schafen, so sollen die jetzt ver\u00f6deten St\u00e4dte voll von Menschenherden sein, damit man erkennt, da\u00df ich der HERR bin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das dem Propheten zuteil gewordene Gesicht von der Belebung der Totengebeine<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Die Hand des HERRN kam \u00fcber mich: er f\u00fchrte mich im Zustande der Verz\u00fcckung hinaus und lie\u00df mich mitten in der Tal-Ebene nieder, die voll von Totengebeinen war.<br>2 Er f\u00fchrte mich ringsherum an diesen vor\u00fcber; und siehe, es lagen ihrer sehr viele \u00fcber die ganze Tal-Ebene hin, aber alle waren ganz verdorrt.<br>3 Da fragte er mich: \u00bbMenschensohn, k\u00f6nnen wohl diese Gebeine wieder lebendig werden?\u00ab Ich antwortete: \u00bbHERR, mein Gott, du wei\u00dft es.\u00ab<br>4 Hierauf gebot er mir: \u00bbWeissage \u00fcber diese Gebeine und rufe ihnen zu: \u203aIhr verdorrten Gebeine, vernehmt das Wort des HERRN!<br>5 So hat Gott der HERR zu diesen Gebeinen gesagt: F\u00fcrwahr, ich will Odem in euch kommen lassen, damit ihr wieder lebendig werdet,<br>6 und will Sehnen an euch schaffen und Fleisch \u00fcber euch wachsen lassen, ich will euch mit Haut \u00fcberziehen und euch Odem einfl\u00f6\u00dfen, damit ihr wieder lebendig werdet und erkennt, da\u00df ich der HERR bin.\u2039\u00ab<br>7 Da weissagte ich, wie mir geboten war; und als ich geweissagt hatte, entstand pl\u00f6tzlich ein Rascheln, und die Gebeine f\u00fcgten sich zusammen, eins an das andere.<br>8 Als ich nun hinschaute, nahm ich wohl Sehnen an ihnen wahr, und Fleisch war \u00fcber sie gewachsen, und mit Haut waren sie oben \u00fcberzogen, aber Odem war noch nicht in ihnen.<br>9 Da sagte er zu mir: \u00bbRichte eine Weissagung an den Odem, ja weissage, Menschensohn, und sprich zu dem Lebensgeist: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: O Geist, komm von den vier Winden herbei und hauche diese Erschlagenen an, da\u00df sie wieder lebendig werden!\u2039\u00ab<br>10 Als ich nun so weissagte, wie er mir geboten hatte, da kam der Lebensgeist in sie, so da\u00df sie lebendig wurden und auf ihre F\u00fc\u00dfe traten, eine gewaltig gro\u00dfe Heerschar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutung des merkw\u00fcrdigen Vorganges als eines Bildes<\/h3>\n\n\n\n<p>11 Hierauf sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, diese Gebeine hier sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sagen jetzt: \u203aVerdorrt sind unsere Gebeine, und geschwunden ist unsere Hoffnung: es ist aus mit uns!\u2039<br>12 Darum weissage du und sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wisset wohl: ich will eure Gr\u00e4ber \u00f6ffnen und euch, mein Volk, aus euren Gr\u00e4bern hervorgehen lassen und euch in das Land Israel zur\u00fcckbringen:<br>13 dann werdet ihr erkennen, da\u00df ich der HERR bin, wenn ich eure Gr\u00e4ber \u00f6ffne und euch, mein Volk, aus euren Gr\u00e4bern hervorgehen lasse.<br>14 Ich will also meinen Geist in euch kommen lassen, da\u00df ihr lebendig werdet, und will euch wieder in euer Land versetzen, damit ihr erkennt, da\u00df ich, der HERR, es verhei\u00dfen habe und es auch zur Ausf\u00fchrung bringe!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch des HERRN.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die sinnbildliche, vom Propheten vorzunehmende Handlung<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgenderma\u00dfen:<br>16 \u00bbDu, Menschensohn, nimm dir einen Holzstab und schreibe darauf: \u203aJuda und die mit ihm vereinten Israeliten\u2039. Sodann nimm noch einen anderen Holzstab und schreibe darauf: \u203aJoseph, der Stab Ephraims und des ganzen mit ihm vereinten Hauses Israel\u2039.<br>17 Dann f\u00fcge dir beide Holzst\u00e4be zu einem einzigen Stabe zusammen, so da\u00df sie ein Ganzes in deiner Hand bilden!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Deutung der sinnbildlichen Handlung<\/h3>\n\n\n\n<p>18 \u00bbWenn dann deine Volksgenossen zu dir sagen: \u203aWillst du uns nicht erkl\u00e4ren, was dies bedeuten soll?\u2039,<br>19 so antworte ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Seht, ich werde den Stab Josephs und der mit ihm vereinten St\u00e4mme Israels, der in der Hand Ephraims ist, nehmen und ihn zu dem Stabe Judas hinzutun und sie (beide) zu einem einzigen Stabe machen, so da\u00df sie ein Ganzes in meiner Hand bilden.\u2039<br>20 Wenn du dann die St\u00e4be, die du mit Inschriften versehen hast, vor ihren Augen in deiner Hand h\u00e4ltst,<br>21 so sage zu ihnen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wisset wohl: ich will die Kinder Israels aus den Heidenv\u00f6lkern, unter die sie haben ziehen m\u00fcssen, herausholen und sie von allen Seiten her sammeln und sie in ihr Land zur\u00fcckbringen.<br>22 Ich will sie dann zu einem einzigen Volk machen in dem Lande, auf den Bergen Israels, so da\u00df ein einziger K\u00f6nig \u00fcber sie alle herrscht; sie sollen alsdann nicht wieder zwei V\u00f6lker bilden und nicht wieder in zwei Reiche geteilt sein.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die herrliche Zukunft des geeinten Volkes<\/h3>\n\n\n\n<p>23 \u00bb\u203aDann sollen sie sich nicht mehr an ihren G\u00f6tzen und abscheulichen Abg\u00f6ttern und durch all ihre Abfallss\u00fcnden verunreinigen; nein, ich will sie frei machen von all ihren Treubr\u00fcchen, durch die sie sich vers\u00fcndigt haben, und will sie reinigen; dann sollen sie mein Volk werden, und ich will ihr Gott sein.<br>24 Mein Knecht David aber soll K\u00f6nig \u00fcber sie sein, und sie sollen alle einen einzigen Hirten haben; dann werden sie nach meinen Weisungen wandeln, meine Satzungen beobachten und nach ihnen handeln.<br>25 Sie sollen dann wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe und in welchem ihre V\u00e4ter gewohnt haben; auch sie sollen darin wohnen samt ihren Kindern und Kindeskindern bis in Ewigkeit; und mein Knecht David soll ihr Herrscher sein f\u00fcr immer.<br>26 Dann will ich auch einen Friedensbund mit ihnen schlie\u00dfen, ein ewiger Bund soll mit ihnen bestehen; und ich will sie se\u00dfhaft machen und mehren und mein Heiligtum in ihrer Mitte belassen ewiglich.<br>27 Meine Wohnung aber wird \u00fcber ihnen sein; ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.<br>28 Auch die Heidenv\u00f6lker werden dann erkennen, da\u00df ich der HERR bin, der Israel heiligt, wenn mein Heiligtum sich in ihrer Mitte befindet ewiglich!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Das Wort des HERRN erging weiter an mich folgenderma\u00dfen:<br>2 \u00bbMenschensohn, richte deine Blicke auf Gog im Lande Magog, den F\u00fcrsten von Ros, Mesech und Thubal, und sprich folgende Weissagungen \u00fcber ihn aus:<br>3 \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Nunmehr will ich an dich, Gog, F\u00fcrst von Ros, Mesech und Thubal!<br>4 Ich will dich herbeilocken und dir Haken in die Kinnbacken legen und dich ins Feld ziehen lassen mit deiner ganzen Kriegsmacht, Rosse und Reiter, allesamt in voller Ausr\u00fcstung, ein gewaltiges Heer mit Schilden und Tartschen, durchweg mit Schwertern bewaffnet:<br>5 Perser, \u00c4thiopier und Libyer befinden sich unter ihnen, allesamt mit Schild und Helm;<br>6 Kimmerier mit all ihren Scharen, das Haus Thogarma (27,14) aus dem \u00e4u\u00dfersten Norden mit all seinen Scharen: ja viele V\u00f6lker sind mit dir.<br>7 R\u00fcste dich und halte dich bereit, du mit all deinen Scharen, die sich bei dir gesammelt haben, und sei du ihr Anf\u00fchrer!<br>8 Nach geraumer Zeit sollst du Befehl erhalten: am Ende der Jahre sollst du \u00fcber ein Land kommen, das sich vom Kriege erholt hat, (zu einem Volk) das aus vielen V\u00f6lkern auf den Bergen Israels, die dauernd ver\u00f6det lagen, gesammelt worden ist; jetzt aber ist es aus den V\u00f6lkern zur\u00fcckgef\u00fchrt, und sie wohnen nun in Sicherheit allesamt.<br>9 Da wirst du dann heranziehen, wie ein Ungewitter daherkommen, wirst wie eine Wetterwolke sein, um das Land zu bedecken, du und alle deine Scharen und die V\u00f6lkermenge mit dir.\u2039\u00ab<br>10 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbZu jener Zeit werden (b\u00f6se) Gedanken in deinem Herzen aufsteigen, und du wirst einen schlimmen Anschlag ersinnen;<br>11 du wirst n\u00e4mlich denken: \u203aIch will zu Felde ziehen gegen ein Land von Bauernh\u00f6fen, will \u00fcber friedliche Leute herfallen, die ruhig und sorglos leben; sie wohnen ja allesamt (in Ortschaften) ohne Mauern und haben keine Riegel und Tore.\u2039<br>12 (Gegen diese gedenkst du zu ziehen,) um schonungslos zu rauben und Beute zu machen, um deine Hand an wiederbewohnte Tr\u00fcmmerst\u00e4tten zu legen und an ein Volk, das aus den Heidenl\u00e4ndern gesammelt worden ist, das sich Hab und Gut erworben hat und auf dem Nabel der Erde wohnt.<br>13 Seba und Dedan und ihre Kaufleute, Tharsis und all seine raubgierigen L\u00f6wen werden zu dir sagen: \u203aBist du gekommen, um Beute zu machen? Hast du deine Scharen aufgeboten, um zu pl\u00fcndern, um Silber und Gold zu rauben, um Hab und Gut wegzunehmen, um reiche Beute zu machen?\u2039<br>14 Darum verk\u00fcnde, Menschensohn, dem Gog folgende Weissagungen: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Jawohl, zu jener Zeit, wo mein Volk Israel wieder in Sicherheit wohnt, wirst du aufbrechen<br>15 und von deinem Wohnsitz, vom \u00e4u\u00dfersten Norden her, kommen, du und viele V\u00f6lker mit dir, allesamt hoch zu Ro\u00df, eine gro\u00dfe Schar und ein gewaltiges Heer;<br>16 und du wirst gegen mein Volk Israel heranziehen wie eine Wetterwolke, um das Land zu bedecken. Am Ende der Tage wird es geschehen, da\u00df ich dich gegen mein Land zu Felde ziehen lasse, damit die Heidenv\u00f6lker mich kennenlernen, wenn ich mich vor ihren Augen an dir, Gog, als den Heiligen erweise.\u2039\u00ab<br>17 So hat Gott der HERR (zu Gog) gesprochen: \u00bbBist du es nicht, auf den ich in fr\u00fcheren Tagen durch den Mund meiner Knechte, der Propheten Israels, hingewiesen habe, die zu jener Zeit jahrelang geweissagt haben, da\u00df ich dich gegen sie heranf\u00fchren w\u00fcrde?<br>18 So wird denn an demselben Tage, an dem Gog in das Land Israel einr\u00fcckt\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u00bbda wird die Zornesglut in mir auflodern;<br>19 und in meinem Zorneseifer, im Feuer meines Ingrimms spreche ich es aus: \u203aWahrlich, an jenem Tage wird ein gro\u00dfes Erdbeden im Lande Israel stattfinden!<br>20 Da sollen vor mir erbeben die Fische im Meer und die V\u00f6gel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles Gew\u00fcrm, das auf dem Erdboden kriecht, und alle Menschen, die auf der ganzen Erde wohnen; die Berge sollen einst\u00fcrzen und die Felsw\u00e4nde umfallen und alle Mauern zu Boden st\u00fcrzen.<br>21 Dann werde ich in meinem ganzen Berglande das Schwert gegen ihn aufbieten\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203aso da\u00df das Schwert eines jeden sich gegen den andern kehrt.<br>22 Und ich will das Strafgericht an ihm vollziehen durch Pest und Blutvergie\u00dfen, durch Wolkenbr\u00fcche und Hagelsteine; Feuer und Schwefel will ich regnen lassen auf ihn und auf seine Kriegsscharen und auf die vielen V\u00f6lker, die bei ihm sind.<br>23 So will ich meine Gr\u00f6\u00dfe und meine Heiligkeit erweisen und mich vor den Augen vieler V\u00f6lker kundtun, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin!\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDu also, Menschensohn, sprich gegen Gog folgende Weissagungen aus: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: Wisse wohl: ich will an dich, Gog, F\u00fcrst von Ros, Mesech und Thubal!<br>2 Ich will dich herbeilocken und am G\u00e4ngelbande f\u00fchren und dich vom \u00e4u\u00dfersten Norden heranziehen lassen und dich auf die Berge Israels kommen lassen.<br>3 Aber (dort) will ich dir den Bogen aus der linken Hand schlagen und die Pfeile deiner rechten Hand entfallen lassen.<br>4 Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du selbst und alle deine Scharen und die V\u00f6lker, die bei dir sind; den Raubv\u00f6geln, allem Getier, das Fl\u00fcgel hat, und den Raubtieren des Feldes \u00fcberlasse ich dich zum Fra\u00df:<br>5 auf freiem Felde sollst du fallen; denn ich habe es gesagt!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>6 \u203aDa will ich an Magog und an die in Sorglosigkeit lebenden Bewohner der Meeresl\u00e4nder Feuer legen, damit sie erkennen, da\u00df ich der HERR bin.<br>7 Aber inmitten meines Volkes Israel will ich meinem heiligen Namen Anerkennung verschaffen und werde meinen heiligen Namen nicht l\u00e4nger entweihen lassen, damit die Heidenv\u00f6lker erkennen, da\u00df ich der HERR bin, der Heilige in Israel.<br>8 Wisse wohl: es kommt und geht in Erf\u00fcllung!\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013; \u203adas ist der Tag, auf den ich hingewiesen habe!\u2039\u00ab<br>9 \u00bbDa werden denn die Bewohner der St\u00e4dte Israels hinausziehen und Feuer anmachen und einheizen mit den Waffen, den Kurzschilden und Langschilden, mit den Bogen und Pfeilen, mit den Keulen und Lanzen, und werden sieben Jahre lang Feuer mit ihnen machen.<br>10 Die brauchen dann kein Holz mehr vom Felde zu holen und keins in den W\u00e4ldern zu hauen, sondern werden die Waffen als Brennholz benutzen und Raub gewinnen von denen, welche sie beraubt hatten, und die pl\u00fcndern, welche sie gepl\u00fcndert hatten\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>11 \u00bbUnd an jenem Tage werde ich dem Gog eine Grabst\u00e4tte in Israel anweisen, n\u00e4mlich das Tal der Wanderer auf der Ostseite des (Toten) Meeres: dies wird ihrem Wanderzuge ein Ende machen. Dort wird man Gog und seine gesamte Heeresmacht begraben und es das \u203aTal der Heeresmacht Gogs\u2039 nennen.<br>12 Das Haus Israel wird dann sieben Monate lang mit ihrem Begr\u00e4bnis zu tun haben, um das Land zu reinigen;<br>13 und die gesamte Bev\u00f6lkerung des Landes wird sich an dem Begr\u00e4bnis beteiligen; und das wird ihnen zum Ruhm gereichen an dem Tage, wo ich mich verherrlichen werde\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>14 \u00bbDann wird man M\u00e4nner bestellen, die das st\u00e4ndige Gesch\u00e4ft haben, im Lande umherzuziehen, um die von dem Wandervolk im Lande noch liegengebliebenen Toten zu begraben und so (das ganze Land) zu reinigen; nach Ablauf der sieben Monate sollen sie die Durchsuchung vornehmen.<br>15 Wenn sie dann auf ihrer Wanderung das Land durchziehen und einer von ihnen ein Menschengerippe erblickt, so soll er ein Mal daneben errichten, bis die Totengr\u00e4ber es im Tal der Heeresmacht Gogs begraben haben.<br>16 Auch wird es dort eine Stadt namens Hamona geben. So sollen sie das Land reinigen.\u00ab<br>17 \u00bbDu aber, Menschensohn\u00ab \u2013 so hat Gott der HERR gesprochen \u2013, \u00bbsage zu den V\u00f6geln, zu allem Getier, das Fl\u00fcgel hat, und zu allen Raubtieren des Feldes: \u203aVersammelt euch und kommt herbei! Schart euch von allen Seiten her zusammen zu meinem Opferschmaus, den ich euch veranstalte, zu dem gro\u00dfen Opferschmaus auf den Bergen Israels! Ihr sollt Fleisch fressen und Blut trinken!<br>18 Fleisch von Heerf\u00fchrern sollt ihr fressen und das Blut von F\u00fcrsten der Erde trinken: Widder und L\u00e4mmer, B\u00f6cke und Stiere, lauter Mastvieh aus Basan;<br>19 in Fett sollt ihr euch satt fressen und Blut bis zur Trunkenheit trinken von meinem Opferschmaus, den ich euch veranstalte.<br>20 An meiner Tafel sollt ihr euch s\u00e4ttigen an Rossen und Reitern, an Heerf\u00fchrern und Kriegsleuten aller Art!\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>21 \u00bbSo will ich denn meine Herrlichkeit unter den Heidenv\u00f6lkern offenbar werden lassen, und alle Heidenv\u00f6lker sollen mein Strafgericht sehen, das ich vollzogen habe, und meine Hand, die ich sie habe f\u00fchlen lassen;<br>22 das Haus Israel aber wird erkennen, da\u00df ich, der HERR, ihr Gott bin, von jenem Tage an und weiterhin;<br>23 und die Heidenv\u00f6lker werden erkennen, da\u00df das Haus Israel um seiner Verschuldung willen in die Verbannung hat wandern m\u00fcssen zur Strafe daf\u00fcr, da\u00df sie treulos gegen mich geworden waren, und weil ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und sie der Gewalt ihrer Feinde preisgegeben hatte, so da\u00df sie allesamt durch das Schwert fallen mu\u00dften.<br>24 Wie ihre Unreinheit und ihre Treubr\u00fcche es verdienten, so bin ich mit ihnen verfahren und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen.\u00ab<br>25 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u00bbNunmehr will ich das Geschick Jakobs wenden und mich des gesamten Hauses Israel erbarmen und f\u00fcr meinen heiligen Namen eifern.<br>26 Dann sollen sie ihre Schmach und alle ihre Treulosigkeit, die sie sich gegen mich haben zuschulden kommen lassen, vergessen, wenn sie wieder sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie mehr aufschreckt.<br>27 Wenn ich sie aus den V\u00f6lkern zur\u00fcckgebracht und sie aus den L\u00e4ndern ihrer Feinde gesammelt und mich vor den Augen der Heidenv\u00f6lker als den Heiligen an ihnen erwiesen habe,<br>28 dann werden sie auch erkennen, da\u00df ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie zwar unter die Heidenv\u00f6lker in die Gefangenschaft gef\u00fchrt habe, aber sie nun auch wieder in ihrem Lande versammle und fortan keinen von ihnen dort zur\u00fccklasse.<br>29 Und ich werde mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, weil ich (alsdann) meinen Geist auf das Haus Israel ausgegossen habe\u00ab, \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Prophetische Gesichte von den Ordnungen des neuen (messianischen) Gottesreiches (Kap. 40-48)<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Im f\u00fcnfundzwanzigsten Jahre unserer Verbannung, im Anfang des Jahres, am zehnten Tage des Monats, im vierzehnten Jahre nach der Eroberung der Stadt (Jerusalem) \u2013 an eben diesem Tage kam die Hand des HERRN \u00fcber mich und brachte mich dorthin;<br>2 im Zustand der Verz\u00fcckung f\u00fchrte er mich ins Land Israel und lie\u00df mich auf einem sehr hohen Berge nieder, auf dessen S\u00fcdseite sich ein Bauwerk nach Art einer Stadt befand.<br>3 Als er mich dorthin gebracht hatte, da stand dort mit einemmal ein Mann, der sah aus, als w\u00e4re er von Erz; er hatte eine leinene Schnur und einen Me\u00dfstab in der Hand und stand im Tor.<br>4 Dieser Mann redete mich so an: \u00bbMenschensohn, gib genau acht mit deinen Augen und mit deinen Ohren und richte deine Aufmerksamkeit auf alles, was ich dir zeigen werde; denn dazu bist du hierher gebracht worden, da\u00df man es dir zeige. Berichte dem Hause Israel alles, was du hier zu sehen bekommst!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00e4u\u00dfere Umfassungsmauer und das \u00e4u\u00dfere Osttor<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Da sah ich eine Mauer, die au\u00dfen den Tempel(-bezirk) rings umgab; der Me\u00dfstab aber, den der Mann in der Hand hielt, war sechs Ellen lang, jede Elle zu einer gew\u00f6hnlichen Elle und einer Handbreite gerechnet; mit diesem ma\u00df er die Breite des Mauerbaues: sie betrug eine Rute und die H\u00f6he auch eine Rute.<br>6 Nun trat er in den Torbau, dessen Vorderseite nach Osten zu lag; er stieg auf dessen (sieben) Stufen hinauf und ma\u00df die Schwelle des Tores: eine Rute breit;<br>7 sodann die (erste) Wachtstube: eine Rute lang und eine Rute breit, und den Raum zwischen den Wachtstuben: f\u00fcnf Ellen; und die Schwelle des Tores neben der Vorhalle des Tores auf der Innenseite: eine Rute.<br>8 Dann ma\u00df er die Vorhalle des Tores:<br>9 acht Ellen, und ihre Wandpfeiler: zwei Ellen; die Vorhalle des Tores lag aber nach innen zu.<br>10 Von den Wachtstuben des Osttores lagen drei auf der einen und drei auf der andern Seite; alle drei waren gleich gro\u00df; und ebenso hatten auch die Wandpfeiler auf beiden Seiten einerlei Ma\u00df.<br>11 Dann ma\u00df er die Breite des Toreingangs: zehn Ellen, und die L\u00e4nge des Torweges: dreizehn Ellen.<br>12 An der Vorderseite der Wachtstuben befand sich eine Einfriedigung von je einer Elle Breite auf dieser wie auf jener Seite, w\u00e4hrend die Wachtstube selbst sechs Ellen im Geviert ma\u00df.<br>13 Dann ma\u00df er das Torgeb\u00e4ude von der Hinterwand einer Wachtstube bis zu der Hinterwand der gegen\u00fcberliegenden Wachtstube: f\u00fcnfundzwanzig Ellen Breite, T\u00fcr gegen T\u00fcr.<br>14 Hierauf bestimmte er die Wandpfeiler zu sechzig Ellen (?), und an die Wandpfeiler stie\u00df der Vorhof rings um das Torgeb\u00e4ude (?),<br>15 und von der Vorderseite des Eingangstores bis an die Vorderseite der inneren Vorhalle des Tores waren es f\u00fcnfzig Ellen.<br>16 Fenster, die nach den Wachtstuben und nach ihren Wandpfeilern nach innen zu schr\u00e4g einfielen, befanden sich am Torgeb\u00e4ude ringsherum; und ebenso hatte auch die Vorhalle Fenster ringsherum nach innen zu; an den Wandpfeilern aber waren Palmenverzierungen (auf beiden Seiten) angebracht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der \u00e4u\u00dfere Vorhof<\/h3>\n\n\n\n<p>17 Sodann f\u00fchrte er mich in den \u00e4u\u00dferen Vorhof, wo sich zun\u00e4chst Zellen befanden, und ein Steinpflaster war im Vorhof ringsum hergestellt: drei\u00dfig Zellen lagen an dem Steinpflaster hin.<br>18 Dieses Steinpflaster befand sich aber an der Seitenwand der Tore, entsprechend der L\u00e4nge der Tore, n\u00e4mlich das untere Steinpflaster.<br>19 Dann ma\u00df er die Breite des Vorhofs von der inneren Vorderseite des unteren Tores bis zur Vorderseite des inneren Vorhofs nach au\u00dfen zu: hundert Ellen [an der Ostseite und an der Nordseite].<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das \u00e4u\u00dfere Nordtor und das \u00e4u\u00dfere S\u00fcdtor<\/h3>\n\n\n\n<p>28 Darauf f\u00fchrte er mich durch das S\u00fcdtor in den inneren Vorhof und ma\u00df das S\u00fcdtor aus, das die gleichen Ma\u00dfe hatte wie die vorerw\u00e4hnten;<br>29 auch seine Wachtstuben, seine Wandpfeiler und seine Vorhalle wiesen die gleichen Ma\u00dfe auf; es besa\u00df auch Fenster ebenso wie seine Vorhalle ringsherum; die L\u00e4nge betrug f\u00fcnfzig, die Breite f\u00fcnfundzwanzig Ellen<br>30 [und Vorhallen lagen ringsherum, f\u00fcnfundzwanzig Ellen lang und f\u00fcnf Ellen breit].<br>31 Seine Vorhalle aber lag nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof zu, und Palmenverzierungen waren an seinen Wandpfeilern angebracht; eine Treppe von acht Stufen f\u00fchrte zu ihm hinauf. \u2013<br>32 Sodann f\u00fchrte er mich [in den inneren Vorhof] zu dem Tor, das gegen Osten lag, und ma\u00df das Tor aus: es hatte dieselben Ma\u00dfe wie die anderen;<br>33 auch seine Wachtstuben, seine Wandpfeiler und seine Vorhalle wiesen die gleichen Ma\u00dfe auf; es besa\u00df auch Fenster ebenso wie seine Vorhalle ringsherum; die L\u00e4nge betrug f\u00fcnfzig, die Breite f\u00fcnfundzwanzig Ellen.<br>34 Seine Vorhalle aber lag nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof zu; und Palmenverzierungen waren an seinen Wandpfeilern auf dieser wie auf jener Seite angebracht; eine Treppe von acht Stufen f\u00fchrte zu ihm hinauf. \u2013<br>35 Sodann f\u00fchrte er mich zu dem Nordtor und ma\u00df es aus: es hatte die gleichen Ma\u00dfe wie die vorerw\u00e4hnten;<br>36 auch seine Wachtstuben, seine Wandpfeiler und seine Vorhalle wiesen die gleichen Ma\u00dfe auf; es besa\u00df auch Fenster ringsherum (ebenso wie seine Vorhalle); die L\u00e4nge betrug f\u00fcnfzig, die Breite f\u00fcnfundzwanzig Ellen.<br>37 Seine Vorhalle lag nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof zu; und Palmenverzierungen waren an seinen Wandpfeilern auf dieser wie auf jener Seite angebracht; eine Treppe von acht Stufen f\u00fchrte zu ihm hinauf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Opfervorrichtungen im inneren Osttor<\/h3>\n\n\n\n<p>38 Auch eine Zelle war da, deren Eingang sich an den Pfeilern des Tores befand; dort hatte man das Brandopfer abzusp\u00fclen.<br>39 In der Vorhalle des Tores aber waren zwei Tische auf der einen Seite und zwei Tische auf der andern Seite aufgestellt, um auf ihnen das Brandopfer, das S\u00fcnd- und Schuldopfer zu schlachten.<br>40 Auch an der \u00e4u\u00dferen Seitenwand, an der Nordseite, wenn man zum Toreingang hinaufstieg, standen zwei Tische, und an der anderen Seitenwand der Vorhalle des Tores gleichfalls zwei Tische,<br>41 also vier Tische auf der einen Seite und vier Tische auf der andern Seite an der Seitenwand des Tores, zusammen acht Tische, auf denen man die Schlachtopfer schlachten sollte.<br>42 Weiter waren noch vier Tische f\u00fcr Brandopfer aus behauenen Steinen aufgestellt, anderthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und eine Elle hoch; auf diese hatte man die Ger\u00e4te zu legen, mit denen man die Brand- und Schlachtopfertiere schlachtete.<br>43 Ringsherum an diesen Tischen, nach innen (geneigt), waren feste Leisten angebracht, eine Handbreite hoch; auf die Tische aber kam das Opferfleisch zu liegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zwei Priesterzellen am inneren Nord- und S\u00fcdtor<\/h3>\n\n\n\n<p>44 Hierauf f\u00fchrte er mich aus dem Tor hinaus in den inneren Vorhof, woselbst ich zwei Zellen sah, von denen die eine an der Seitenwand des Nordtores lag und mit ihrer Vorderseite gegen S\u00fcden gerichtet war, w\u00e4hrend die andere an der Seitenwand des S\u00fcdtores mit ihrer Vorderseite gegen Norden gerichtet lag.<br>45 Da sagte er zu mir: \u00bbDiese Zelle da, deren Vorderseite gegen S\u00fcden liegt, ist f\u00fcr die Priester bestimmt, die den Dienst im Tempelhause verrichten;<br>46 dagegen die Zelle, deren Vorderseite gegen Norden liegt, ist f\u00fcr die Priester bestimmt, die den Dienst am Altar zu verrichten haben\u00ab \u2013 das sind die Nachkommen Zadoks, die (allein) von den Nachkommen Levis dem HERRN nahen d\u00fcrfen, um den Dienst vor ihm zu verrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00f6\u00dfe und Gestalt des inneren Vorhofs<\/h3>\n\n\n\n<p>48 Hierauf f\u00fchrte er mich zur Vorhalle des Tempelhauses und ma\u00df die (beiden) Wandpfeiler der Vorhalle, von denen jeder h\u00fcben wie dr\u00fcben f\u00fcnf Ellen breit war; die Breite des Tores aber betrug vierzehn Ellen und die der Seitenw\u00e4nde des Tores drei Ellen auf beiden Seiten.<br>49 Die L\u00e4nge der Vorhalle betrug zwanzig Ellen und die Tiefe zw\u00f6lf Ellen; und auf zehn Stufen stieg man zu ihr hinauf. An den Pfeilern aber standen S\u00e4ulen, eine auf dieser und eine auf jener Seite.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Tempelhalle und das Allerheiligste<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Darauf f\u00fchrte er mich in die Tempelhalle hinein und ma\u00df die Pfeiler: sechs Ellen Breite auf der einen wie auf der andern Seite.<br>2 Die Breite des Eingangs betrug zehn Ellen und die der Seitenw\u00e4nde des Eingangs beiderseits f\u00fcnf Ellen. Sodann ma\u00df er die L\u00e4nge der Halle: vierzig Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen.<br>3 Hierauf trat er in den Innenraum hinein und ma\u00df den Pfeiler des Eingangs: zwei Ellen Breite; und die Breite des Eingangs: sechs Ellen; und die Seitenw\u00e4nde des Eingangs: sieben Ellen auf der einen wie auf der andern Seite.<br>4 Dann ma\u00df er die L\u00e4nge des Raumes: zwanzig Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen, entsprechend der Breite der Tempelhalle; und er sagte dann zu mir: \u00bbDies ist das Allerheiligste.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der dreist\u00f6ckige Seitenbau und das Hintergeb\u00e4ude<\/h3>\n\n\n\n<p>5 Hierauf ma\u00df er die (Dicke der) Mauer des Tempelgeb\u00e4udes: sechs Ellen, und die Dicke (der Mauer) des seitlichen Anbaues rings um den Tempel herum: vier Ellen.<br>6 Die Seitengem\u00e4cher aber waren, Gemach an Gemach, drei\u00dfig, und zwar in (allen) drei Stockwerken; und es waren Abs\u00e4tze an der Mauer des Tempelhauses f\u00fcr die Seitengem\u00e4cher ringsum, um als Tr\u00e4ger zu dienen, ohne da\u00df sie jedoch in die Tempelmauer selbst eingelassen waren.<br>7 Und immer breiter wurden die Seitengem\u00e4cher nach oben hin mehr und mehr, entsprechend der der Tempelmauer abgewonnenen Erweiterung nach oben hin rings um das Tempelhaus herum. Daher nahm die Breite des Anbaus nach oben hin zu. Man stieg aber vom unteren Stockwerk zum obersten durch das mittlere hinauf.<br>8 Und ich sah rings um das Tempelhaus ein erh\u00f6htes Pflaster herumlaufen. Der Unterbau der Seitengem\u00e4cher hatte die H\u00f6he einer vollen Rute, sechs Ellen nach der Verbindung hin.<br>9 Die Dicke der Au\u00dfenmauer des Anbaues betrug f\u00fcnf Ellen; und was freigelassen war zwischen den Seitengem\u00e4chern, die sich am Hause befanden,<br>10 und zwischen den Zellen, hatte eine Breite von zwanzig Ellen rings um das ganze Tempelhaus herum.<br>11 Von den zwei T\u00fcren des seitlichen Anbaues, die nach dem freigelassenen Raum hinausf\u00fchrten, ging die eine nach Norden, die andere nach S\u00fcden; die Breite des freigelassenen Platzes aber betrug f\u00fcnf Ellen ringsherum. \u2013<br>12 Das Hintergeb\u00e4ude aber, das l\u00e4ngs der Einfriedigung an der Westseite lag, hatte eine Breite von siebzig Ellen; und die Wand des Geb\u00e4udes ma\u00df f\u00fcnf Ellen an Dicke ringsherum, und seine L\u00e4nge betrug neunzig Ellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gesamtma\u00dfe des Tempelhauses<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Hierauf ma\u00df er das Tempelhaus, dessen L\u00e4nge hundert Ellen betrug; sodann den eingefriedigten Platz mit dem Hintergeb\u00e4ude und seinen Mauern: eine L\u00e4nge von hundert Ellen;<br>14 dann die Breite der Vorderseite des Tempelhauses nebst dem eingefriedigten Platz nach Osten zu: hundert Ellen. \u2013<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die (innere) Ausstattung des Tempelhauses<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Weiter ma\u00df er die L\u00e4nge des Hintergeb\u00e4udes l\u00e4ngs der Einfriedigung, die sich auf seiner Hinterseite befand, sowie seine Galerien auf dieser wie auf jener Seite: hundert Ellen. Die Tempelhalle aber sowie das Allerheiligste und die \u00e4u\u00dfere Vorhalle<br>16 waren get\u00e4felt, und schr\u00e4g einfallende Fenster lie\u00dfen Licht in die drei R\u00e4ume ringsum eindringen; und die W\u00e4nde drinnen waren ringsum mit Holz get\u00e4felt vom Boden an bis zu den Fenstern und von den Seitenw\u00e4nden.<br>17 Oberhalb der T\u00fcr des Tempelraumes inwendig und auswendig und auf allen W\u00e4nden ringsherum [innen und au\u00dfen] waren Bildwerke angebracht,<br>18 n\u00e4mlich Cherube und Palmen, und zwar je eine Palme zwischen zwei Cheruben. Jeder Cherub aber hatte zwei Gesichter,<br>19 n\u00e4mlich auf der einen Seite ein Menschengesicht, das einer Palme zugekehrt war, und auf der andern Seite ein L\u00f6wengesicht, das gleichfalls einer Palme zugekehrt war: so war es im ganzen Tempelgeb\u00e4ude ringsherum gemacht:<br>20 vom Fu\u00dfboden bis \u00fcber die T\u00fcr hinauf waren die Cherube und die Palmen an den Tempelw\u00e4nden angebracht.<br>21 Die Tempelhalle hatte vierkantige T\u00fcrpfosten; und an der Vorderseite des Allerheiligsten stand ein Gegenstand, der aussah<br>22 wie ein Altar von Holz, drei Ellen hoch, zwei Ellen lang und zwei Ellen breit; er hatte auch H\u00f6rner, und sein Fu\u00dfgestell sowie seine W\u00e4nde waren von Holz. Da sagte er zu mir: \u00bbDies ist der Tisch, der vor dem HERRN steht.\u00ab<br>23 Die Tempelhalle wie auch das Allerheiligste hatten zwei Fl\u00fcgelt\u00fcren,<br>24 von denen jede aus zwei T\u00fcrbl\u00e4ttern bestand, die beide drehbar waren, und zwar an beiden T\u00fcrfl\u00fcgeln.<br>25 Auch an ihnen waren Cherube und Palmen angebracht, geradeso wie es an den W\u00e4nden der Fall war; und ein h\u00f6lzernes Schutzdach befand sich drau\u00dfen an der Vorderseite der Vorhalle.<br>26 Schr\u00e4g einfallende Fenster und Palmenverzierungen befanden sich an beiden Seitenw\u00e4nden der Vorhalle und an den Seitenzimmern des Tempelhauses und an den Schutzd\u00e4chern (?).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die n\u00f6rdlichen Priesterzellen<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf f\u00fchrte er mich hinaus, und zwar in den inneren Vorhof (und dann) in der Richtung nach Norden, und brachte mich zu den (beiden) Zellengeb\u00e4uden, die dem eingefriedigten Platz gegen\u00fcber und dem Hintergeb\u00e4ude nach Norden gegen\u00fcber lagen, das eine auf dieser,<br>2 das andere auf der andern Seite. Die L\u00e4nge (der Zellengeb\u00e4ude) betrug hundert Ellen und die Breite f\u00fcnfzig Ellen.<br>3 Gegen\u00fcber den zwanzig Ellen des inneren Vorhofs und gegen\u00fcber dem Steinpflaster des \u00e4u\u00dferen Vorhofs lief eine Galerie vor der andern hin in drei Stockwerken.<br>4 Vor den Zellen aber befand sich ein Gang von zehn Ellen Breite und hundert Ellen L\u00e4nge; und ihre T\u00fcren lagen nach Norden zu.<br>5 Die obersten Zellen waren aber, weil die Galerien ihnen einen Teil des Raumes wegnahmen, schmaler als die untersten und die mittleren des Geb\u00e4udes;<br>6 denn sie waren dreist\u00f6ckig, hatten aber keine S\u00e4ulen wie die S\u00e4ulen auf dem \u00e4u\u00dferen Vorhof; darum war von den untersten und mittleren Zellen Raum weggenommen.<br>7 Eine Mauer aber war da, die an der Au\u00dfenseite, den Zellen gleichlaufend, in der Richtung nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof hin lief; soweit sie den Zellen entlang lief, betrug ihre L\u00e4nge f\u00fcnfzig Ellen;<br>8 denn die L\u00e4nge der Zellen, die nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof zu lagen, betrug f\u00fcnfzig Ellen, w\u00e4hrend sie dem Tempel gegen\u00fcber hundert Ellen betrug.<br>9 Unterhalb dieser Zellen aber befand sich der Eingang von Osten her, wenn man zu ihnen vom \u00e4u\u00dferen Vorhof her kam,<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die s\u00fcdlichen Priesterzellen<\/h3>\n\n\n\n<p>10 am Anfang der Mauer des Vorhofs. Die Tempelhalle aber sowie das Allerheiligste und die \u00e4u\u00dfere Vorhalle Als er mich dann nach S\u00fcden zu (gef\u00fchrt hatte, sah ich, da\u00df dort) vor dem eingefriedigten Platz und vor dem Hintergeb\u00e4ude ebenfalls Zellen lagen,<br>11 vor denen sich ein Gang befand und die dasselbe Aussehen hatten wie die Zellen auf der Nordseite, ebenso lang und ebenso breit wie jene; auch bez\u00fcglich ihrer Ausg\u00e4nge und Einrichtungen waren sie v\u00f6llig gleichartig; und wie ihre Eing\u00e4nge,<br>12 so waren auch die Eing\u00e4nge der Zellen, die nach S\u00fcden zu lagen: ein Eingang am Anfang des Weges, der nach dem \u00e4u\u00dferen Vorhof f\u00fchrte, gegen Osten, wo man hineinkam.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bestimmung der Priesterzellen<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Da sagte er zu mir: \u00bbDie Zellen an der Nordseite und die Zellen an der S\u00fcdseite, die vor dem eingefriedigten Platz liegen, das sind die heiligen Zellen, in denen die Priester, die dem HERRN nahen d\u00fcrfen, die hochheiligen Gaben essen sollen; dort sollen sie das Hochheilige niederlegen, sowohl das Speisopfer als auch das S\u00fcnd- und das Schuldopfer, denn es ist eine heilige St\u00e4tte.<br>14 Wenn die Priester eintreten \u2013 sie d\u00fcrfen aber nicht aus dem Heiligtum (unmittelbar) in den \u00e4u\u00dferen Vorhof hinaustreten \u2013, so sollen sie dort ihre Gew\u00e4nder niederlegen, in denen sie den Dienst verrichtet haben; denn diese sind heilig: sie sollen andere Kleider anziehen und dann erst sich nach dem f\u00fcr das Volk bestimmten Raume begeben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abschlu\u00df der Vermessung des ganzen heiligen Bezirks<\/h3>\n\n\n\n<p>15 Als er nun mit der Ausmessung der inneren Tempelbauten fertig war, f\u00fchrte er mich hinaus in der Richtung nach dem Tor zu, dessen Vorderseite gegen Osten lag, und ma\u00df den ganzen Umfang aus.<br>16 Er ma\u00df die Ostseite mit der Me\u00dfrute aus: f\u00fcnfhundert Ruten L\u00e4nge im ganzen;<br>17 dann wandte er sich nach Norden und ma\u00df die Nordseite: f\u00fcnfhundert Ruten L\u00e4nge im ganzen; dann ging er herum<br>18 und ma\u00df die S\u00fcdseite: f\u00fcnfhundert Ruten L\u00e4nge im ganzen.<br>19 Dann ging er nach der Westseite herum und ma\u00df: f\u00fcnfhundert Ruten nach der Me\u00dfrute;<br>20 auf allen vier Windrichtungen nahm er die Messung vor. Der ganze Tempelbezirk hatte ringsum eine Mauer von f\u00fcnfhundert Ruten L\u00e4nge und f\u00fcnfhundert Ruten Breite, um den heiligen Raum von dem unheiligen zu scheiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 43<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gottes Einzug in den neuerbauten Tempel und seine Heiligsprechung<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Als er mich hierauf zum Tor, zu dem nach Osten gerichteten Tore, zur\u00fcckgef\u00fchrt hatte,<br>2 erschien pl\u00f6tzlich die Herrlichkeit des Gottes Israels von Osten her; ihr Rauschen schallte wie das Rauschen gewaltiger Wasserfluten, und die Erde leuchtete von seiner Herrlichkeit.<br>3 Die Erscheinung, die sich mir darbot, glich der Erscheinung, die ich geschaut hatte, als er gekommen war, um die Stadt zu vernichten, und die Erscheinung des Wagens, den ich erblickte, war dieselbe Erscheinung, die ich schon am Flusse Kebar gesehen hatte; und ich warf mich auf mein Angesicht nieder.<br>4 Als dann die Herrlichkeit des HERRN durch das nach Osten gerichtete Tor in den Tempelbezirk eingezogen war,<br>5 hob die Gotteskraft mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof; und siehe da: der Tempel war von der Herrlichkeit des HERRN erf\u00fcllt.<br>6 Da h\u00f6rte ich, wie jemand vom Tempel her mich anredete, w\u00e4hrend der Mann noch neben mir stand.<br>7 Und jener sagte zu mir: \u00bbMenschensohn, dies ist die St\u00e4tte meines Thrones und (dies) die St\u00e4tte meiner Fu\u00dfsohlen, wo ich f\u00fcr immer inmitten der Kinder Israel wohnen will. Das Haus Israel wird aber hinfort meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen, weder sie noch ihre K\u00f6nige, durch ihre Abg\u00f6tterei und durch die Leichen ihrer K\u00f6nige bei deren Tode,<br>8 dadurch da\u00df sie ihre Schwelle an meiner Schwelle und ihre T\u00fcrpfosten neben den meinigen anbrachten, so da\u00df sich nur die Wand zwischen mir und ihnen befand und sie so meinen heiligen Namen durch ihre Greuel entweihten, die sie ver\u00fcbten, so da\u00df ich sie in meinem Zorn vernichtete.<br>9 Wenn sie nunmehr aber ihre Abg\u00f6tterei und die Leichen ihrer K\u00f6nige fern von mir halten, dann will ich f\u00fcr immer unter ihnen wohnen.<br>10 Du aber, Menschensohn, erstatte dem Hause Israel Bericht \u00fcber diesen Tempel, damit sie sich ihrer Verschuldungen sch\u00e4men.<br>11 Wenn sie sich dann alles dessen sch\u00e4men, was sie begangen haben, dann la\u00df sie den Bauplan des Tempels und seine Einrichtung, seine Aus- und Eing\u00e4nge, seine ganze Gestalt und alle f\u00fcr ihn g\u00fcltigen Satzungen und Bestimmungen wissen und schreibe es vor ihren Augen auf, damit sie auf seine ganze Gestaltung und alle f\u00fcr ihn g\u00fcltigen Anordnungen achtgeben und sie zur Ausf\u00fchrung bringen.<br>12 Dies ist die f\u00fcr den Tempel g\u00fcltige Ordnung: \u203aAuf dem Gipfel des Berges soll er liegen und sein ganzer Bezirk ringsum hochheilig sein!\u2039 Siehe, dies ist die f\u00fcr den Tempel g\u00fcltige Ordnung!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Brandopferaltar und seine Weihe<\/h3>\n\n\n\n<p>13 Dies nun waren die Ma\u00dfe des Altars nach Ellen, die Elle zu einer gew\u00f6hnlichen Elle und einer Handbreite gerechnet: seine Grundeinfassung war eine Elle hoch und eine Elle breit, und die Randleiste an ihrem Rande ringsum eine Spanne hoch. Und dies war die H\u00f6he des Altars:<br>14 von der Grundeinfassung am Boden bis zu der unteren Umfriedigung zwei Ellen H\u00f6he und eine Elle Breite; dann von der kleinen Umfriedigung bis zu der gro\u00dfen Umfriedigung vier Ellen H\u00f6he und eine Elle Breite;<br>15 dann der Opferherd (eig. Gottesherd) vier Ellen H\u00f6he; und vom Opferherd ragten die vier H\u00f6rner (eine Elle) empor.<br>16 Der Opferherd war zw\u00f6lf Ellen lang bei zw\u00f6lf Ellen Breite, quadratf\u00f6rmig an seinen vier Seiten.<br>17 Die gro\u00dfe Umfriedigung hatte vierzehn Ellen L\u00e4nge bei vierzehn Ellen Breite, so da\u00df ihre vier Seiten ein Quadrat bildeten; und die Randleiste rings um sie herum war eine halbe Elle breit und die Grundeinfassung an ihr eine Elle (breit) ringsum. Die Stufen des Altars aber befanden sich auf der Ostseite.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Einweihung des Altars<\/h3>\n\n\n\n<p>18 Hierauf sagte er zu mir: \u00bbMenschensohn, so spricht Gott der HERR: \u203aDies sind die Satzungen, die f\u00fcr den Altar g\u00fcltig sind an dem Tage, wo er hergestellt sein wird, da\u00df man Brandopfer auf ihm darbringe und Blut auf ihn sprenge.<br>19 Da sollst du den levitischen Priestern, die zu den Nachkommen Zadoks geh\u00f6ren und die mir nahen d\u00fcrfen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203aum meinen Dienst zu versehen, einen jungen Stier zum S\u00fcndopfer geben,<br>20 und sie sollen etwas von seinem Blute nehmen und es an die vier H\u00f6rner des Altars tun und an die vier Ecken der Umfriedigung und an die Randleiste ringsum, um ihn so zu ents\u00fcndigen und die S\u00fchne f\u00fcr ihn zu vollziehen.<br>21 Alsdann sollen sie den zum S\u00fcndopfer dienenden Stier nehmen, damit man ihn auf dem dazu bestimmten Platze des Tempelbezirks au\u00dferhalb des Heiligtums verbrenne.<br>22 Am zweiten Tage aber sollen sie einen fehllosen Ziegenbock als S\u00fcndopfer darbringen und mit ihm den Altar ents\u00fcndigen, wie sie ihn mit dem Stier ents\u00fcndigt haben.<br>23 Wenn sie dann mit der Ents\u00fcndigung fertig sind, sollen sie einen fehllosen jungen Stier von den Rindern und einen fehllosen Widder vom Kleinvieh opfern;<br>24 die sollen sie vor den HERRN bringen und [die Priester sollen] Salz auf sie streuen und sie dem HERRN als Brandopfer darbringen.<br>25 Sieben Tage lang sollen sie so t\u00e4glich einen Bock als S\u00fcndopfer darbringen; auch einen jungen Stier von den Rindern und einen Widder vom Kleinvieh, fehllose Tiere, sollen sie opfern.<br>26 Sieben Tage lang sollen sie so die Ents\u00fcndigung des Altars vornehmen und ihn reinigen und ihn so einweihen.<br>27 Wenn man dann mit diesen Tagen zu Ende ist, sollen die Priester am achten Tage und weiterhin eure Brand- und Heilsopfer auf dem Altar darbringen, und ich werde euch gn\u00e4dig annehmen!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 44<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das \u00e4u\u00dfere Osttor des Tempelbezirks und seine Bestimmung f\u00fcr den F\u00fcrsten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Hierauf f\u00fchrte er mich zur\u00fcck in der Richtung nach dem \u00e4u\u00dferen gegen Osten gerichteten Tor des Heiligtums, das aber verschlossen war.<br>2 Da sagte der HERR zu mir: \u00bbDieses Tor soll verschlossen bleiben, es darf nicht ge\u00f6ffnet werden, und niemand darf durch dasselbe eingehen; weil der HERR, der Gott Israels, hier eingezogen ist: darum soll es verschlossen bleiben!<br>3 Nur der F\u00fcrst darf sich, eben weil er F\u00fcrst ist, darin niedersetzen, um das Opfermahl vor dem HERRN zu halten; auf dem Wege durch die Vorhalle des Tores soll er eintreten und auf demselben Wege wieder hinausgehen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausscheidung der Heiden aus dem Tempeldienst und Ausschlu\u00df der Leviten vom Priesteramt<\/h3>\n\n\n\n<p>4 Darauf f\u00fchrte er mich in der Richtung nach dem Nordtor an die Vorderseite des Tempelhauses; und als ich hinschaute, sah ich die Herrlichkeit des HERRN, die das Tempelhaus erf\u00fcllte. Als ich mich nun auf mein Angesicht niedergeworfen hatte,<br>5 sagte der HERR zu mir: \u00bbMenschensohn, gib genau acht und richte deine Augen und Ohren aufmerksam auf alles, was ich jetzt mit dir reden werde in bezug auf alle Verordnungen und Satzungen, die f\u00fcr den Tempel des HERRN Geltung haben sollen. Richte (zun\u00e4chst) deine Aufmerksamkeit darauf, wie man in den Tempel an allen Ausg\u00e4ngen des Heiligtums eintreten soll.<br>6 Sage also zum Hause Israel, zu diesem widerspenstigen Geschlecht: \u203aSo hat Gott der HERR gesprochen: La\u00dft es jetzt genug sein mit all euren Greueln, ihr vom Hause Israel!<br>7 Ihr habt Fremdlinge, an Herz und Leib unbeschnittene Leute, eintreten lassen, so da\u00df sie in meinem Heiligtum waren und mein Haus durch ihre Anwesenheit entweihten, wenn ihr mir meine Speise, Fett und Blut, darbrachtet, und habt dadurch meinen Bund gebrochen zu all euren \u00fcbrigen Greueln hinzu;<br>8 und statt selbst meines heiligen Dienstes zu warten, habt ihr sie an eurer Stelle zur Besorgung meines Dienstes in meinem Heiligtum bestellt.\u2039<br>9 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: \u203aKein Ausl\u00e4nder, der an Herz und Leib unbeschnitten ist, darf in mein Heiligtum kommen, keiner von allen Ausl\u00e4ndern, die unter den Israeliten leben.<br>10 Vielmehr die Leviten, die mir untreu geworden sind, als Israel abgeirrt war und nach seinem Abfall von mir hinter seinen G\u00f6tzen herlief, die sollen ihre Schuld b\u00fc\u00dfen.<br>11 Sie sollen Dienste in meinem Heiligtum leisten als W\u00e4chter an den Tempeltoren und als Diener des Tempels; sie sollen die Brand- und Schlachtopfer f\u00fcr das Volk schlachten, und sie sollen ihnen (den Volksgenossen) zur Verf\u00fcgung stehen, um ihnen Dienste zu leisten.<br>12 Weil sie ihnen vor ihren G\u00f6tzen Dienste geleistet haben und dadurch dem Hause Israel ein Anla\u00df zur Verschuldung geworden sind, darum habe ich meine Hand zum Schwur gegen sie erhoben\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN \u2013, \u203ada\u00df sie ihre Schuld b\u00fc\u00dfen sollen.<br>13 Sie d\u00fcrfen mir nicht nahen, um Priesterdienste vor mir zu verrichten und um an alles, was mir heilig ist, an die hochheiligen Gegenst\u00e4nde, heranzutreten; sondern sie sollen ihre Schmach tragen und f\u00fcr die Greuel b\u00fc\u00dfen, die sie ver\u00fcbt haben.<br>14 So will ich sie denn zu W\u00e4rtern f\u00fcr den Tempeldienst machen, zur Besorgung aller Obliegenheiten und alles dessen, was es in ihm zu tun gibt.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weisungen f\u00fcr die rechtm\u00e4\u00dfigen Priester (d.h. die Zadoks\u00f6hne)<\/h3>\n\n\n\n<p>15 \u00bb\u203aAber die levitischen Priester, die Nachkommen Zadoks, die des Dienstes an meinem Heiligtum treu gewartet haben, als die Israeliten nach ihrem Abfall von mir irregingen, die sollen mir nahen, um mir zu dienen, und sollen vor mich hintreten, um mir Fett und Blut als Opfer darzubringen\u2039 \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>16 \u203aSie sollen in mein Heiligtum hineingehen, und sie sollen meinem Tische nahen, um mir zu dienen, und sollen meinen Dienst besorgen.<br>17 Wenn sie aber in die Tore des inneren Vorhofs eintreten, dann m\u00fcssen sie leinene Gew\u00e4nder anlegen; von Wolle d\u00fcrfen sie nichts an sich haben, solange sie innerhalb der Tore des inneren Vorhofs und im Tempel Dienst tun.<br>18 Kopfbunde von Leinen sollen auf ihrem Haupt sein und Beinkleider von Leinen an ihren Schenkeln; in schwei\u00dferregende Stoffe d\u00fcrfen sie sich nicht kleiden.<br>19 Wenn sie jedoch in den \u00e4u\u00dferen Vorhof zum Volk hinausgehen, sollen sie ihre Gew\u00e4nder, in denen sie den Dienst verrichtet haben, ausziehen und sie in den heiligen Zellen niederlegen und sollen andere Kleider anziehen, um nicht dem Volk durch ihre Kleider eine Weihe mitzuteilen.<br>20 Ihr Haupt sollen sie nicht kahl scheren, aber auch das Haar nicht lang herabh\u00e4ngen lassen, sondern sie sollen ihr Haupthaar geschnitten tragen.<br>21 Wein darf kein Priester trinken, wenn sie in den inneren Vorhof hineingehen wollen.<br>22 Mit einer Witwe oder einer entlassenen Frau d\u00fcrfen sie sich nicht verheiraten, sondern nur mit Jungfrauen von israelitischer Herkunft; eine Witwe jedoch, die ein Priester als Witwe hinterlassen hat, d\u00fcrfen sie heiraten.<br>23 Sie sollen mein Volk zwischen Heiligem und Unheiligem unterscheiden lehren und ihm den Unterschied von Unrein und Rein klarmachen.<br>24 Bei Rechtsh\u00e4ndeln sollen sie zu Gericht sitzen: auf Grund meiner Rechtsbestimmungen sollen sie entscheiden und meine Weisungen und Satzungen an allen meinen Festen beobachten und meine Sabbate heilig halten.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhalten der Priester bei Todesf\u00e4llen<\/h3>\n\n\n\n<p>25 \u00bbAn die Leiche eines Menschen d\u00fcrfen sie nicht herantreten, weil sie sich dadurch verunreinigen w\u00fcrden; nur an der Leiche von Vater und Mutter, von Sohn und Tochter, von Bruder und Schwester, sofern diese unverheiratet geblieben ist, d\u00fcrfen sie sich verunreinigen.<br>26 Wenn der Betreffende dann wieder rein geworden ist, soll er sich noch sieben Tage abz\u00e4hlen;<br>27 und an dem Tage, an dem er das Heiligtum, n\u00e4mlich den inneren Vorhof, wieder betritt, um im Heiligtum Dienst zu tun, soll er ein S\u00fcndopfer f\u00fcr sich darbringen\u2039\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erbbesitz, Eigentum und Eink\u00fcnfte der Priester<\/h3>\n\n\n\n<p>28 \u00bb\u203aErbbesitz sollen sie nicht haben: ich bin ihr Erbbesitz; und ein Besitztum sollt ihr ihnen in Israel nicht geben: ich bin ihr Besitztum!<br>29 Sie sind es, die das Speisopfer, das S\u00fcndopfer und das Schuldopfer verzehren sollen, und alles, was in Israel dem Bann verf\u00e4llt, soll ihnen geh\u00f6ren.<br>30 Auch das Beste von allen Erstlingen jedweder Art und alle eure Hebopfer jedweder Art ohne Ausnahme sollen den Priestern zufallen; und auch das Beste von eurem Schrotmehl sollt ihr dem Priester geben, damit Segen auf euren H\u00e4usern ruht.<br>31 Fleisch von verendeten oder zerrissenen Tieren, seien es V\u00f6gel oder Vierf\u00fc\u00dfler, d\u00fcrfen die Priester nicht essen.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 45<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcberweisung eines heiligen Bezirks an die Priester und die Leviten sowie eines Landanteils an die Stadt und den F\u00fcrsten<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbWenn ihr dann das Land zum Erbbesitz verlost, sollt ihr f\u00fcr den HERRN ein Hebopfer vorwegnehmen, eine Weihegabe, n\u00e4mlich einen Landstrich von 25000 Ellen L\u00e4nge und 20000 Ellen Breite: das soll in seinem ganzen Umfange ein heiliger Bezirk sein.<br>2 Von diesem Gebiet soll auf den Tempel entfallen ein Geviert von 500 Ellen Seitenl\u00e4nge; und rings um dieses soll ein freier Raum von f\u00fcnfzig Ellen gelassen werden.<br>3 Weiter sollst du von jenem abgemessenen Bezirk ein St\u00fcck von 25000 Ellen L\u00e4nge und 10000 Ellen Breite abmessen, auf welches das Heiligtum als Hochheiliges zu stehen kommt.<br>4 Dies soll der heilige Teil vom Lande sein: den Priestern, die den Dienst im Heiligtum zu verrichten haben und die dem HERRN nahen, um ihm zu dienen, soll er geh\u00f6ren und als Platz f\u00fcr H\u00e4user von ihnen verwandt werden und als heiliger Raum zum Heiligtum geh\u00f6ren. \u2013<br>5 Ferner soll ein Bezirk von 25000 Ellen L\u00e4nge und 10000 Ellen Breite den Leviten, den Tempeldienern, als Eigentum \u00fcberwiesen werden, f\u00fcr Ortschaften zum Bewohnen. \u2013<br>6 Ferner sollt ihr der Stadt ein Gebiet von 5000 Ellen Breite und 25000 Ellen L\u00e4nge als Eigentum \u00fcberweisen; es soll sich zur Seite des heiligen Weihebezirks erstrecken und dem ganzen Hause Israel geh\u00f6ren. \u2013<br>7 Dem F\u00fcrsten endlich sollt ihr Landbesitz zuweisen auf beiden Seiten des heiligen Weihebezirks und des Eigentums der Stadt, l\u00e4ngs dieser beiden Bezirke sowohl auf der Westseite westw\u00e4rts als auch auf der Ostseite ostw\u00e4rts und in der L\u00e4nge entsprechend jedem einzelnen der (Stammes-) Anteile von der Westgrenze bis zur Ostgrenze<br>8 des Landes. Das soll ihm als Eigentum in Israel geh\u00f6ren, damit meine F\u00fcrsten hinfort mein Volk nicht mehr bedr\u00fccken, sondern das (\u00fcbrige) Land dem Hause Israel nach seinen St\u00e4mmen \u00fcberlassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Pflicht des F\u00fcrsten, Gerechtigkeit zu \u00fcben und f\u00fcr Gerechtigkeit zu sorgen<\/h3>\n\n\n\n<p>9 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbLa\u00dft es nun genug sein, ihr F\u00fcrsten Israels! Steht ab von Gewaltt\u00e4tigkeit und Bedr\u00fcckung, \u00fcbt vielmehr Recht und Gerechtigkeit und la\u00dft mein Volk nicht mehr unter euren Besitzr\u00e4ubereien leiden!\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>10 \u00bbRichtige Waage, richtiges Epha und richtiges Bath sollt ihr f\u00fchren.<br>11 Das Epha und das Bath sollen gleichen Gehalt haben, so da\u00df das Bath den zehnten Teil eines Chomers betr\u00e4gt und das Epha ebenfalls den zehnten Teil eines Chomers: nach dem Chomer soll ihre Ma\u00dfbestimmung erfolgen.<br>12 Weiter soll der Schekel zwanzig Gera betragen; f\u00fcnf Schekel sollen f\u00fcnf Schekel sein, und zehn Schekel sollen zehn Schekel sein, und f\u00fcnfzig Schekel soll bei euch die Mine gelten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die an den F\u00fcrsten zu entrichtenden Abgaben und die von ihm darzubringenden Opfer<\/h3>\n\n\n\n<p>13 \u00bbFolgendes ist die Hebe, die ihr entrichten sollt: ein Sechstel Epha von jedem Chomer Weizen und ein Sechstel Epha von jedem Chomer Gerste.<br>14 Sodann soll die Geb\u00fchr beim \u00d6l ein Zehntel Bath von jedem Kor betragen [denn zehn Bath machen ein Kor aus].<br>15 Ferner: ein St\u00fcck Kleinvieh aus einer Herde von zweihundert St\u00fcck, als Hebe von allen Geschlechtern Israels zum Speis- und zum Brandopfer und zum Heilsopfer, um euch S\u00fchne zu erwirken\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<br>16 \u00bbDas ganze Volk des Landes soll zu dieser Abgabe an den F\u00fcrsten in Israel verpflichtet sein.<br>17 Dem F\u00fcrsten dagegen sollen das Brandopfer, das Speis- und das Trankopfer an den Festen sowie an den Neumonden und Sabbaten (und) bei allen Festversammlungen des Hauses Israel obliegen. Er hat das S\u00fcndopfer, das Speis- und Brandopfer und die Heilsopfer auszurichten, um dem Hause Israel S\u00fchne zu erwirken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Feste und Opfer<\/h3>\n\n\n\n<p>18 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbIm ersten Monat, am ersten Tage des Monats, sollt ihr einen fehllosen jungen Stier zur Ents\u00fcndigung des Heiligtums nehmen.<br>19 Der Priester soll dann etwas von dem Blut des S\u00fcndopfers nehmen und es an die T\u00fcrpfosten des Tempelhauses und an die vier Ecken der Umfriedigung des Altars und an die Pfosten des Tores zum inneren Vorhof tun;<br>20 und ebenso sollt ihr es am ersten Tage des siebten Monats machen mit R\u00fccksicht auf die, welche sich unabsichtlich oder unwissentlich vers\u00fcndigt haben, und so sollt ihr S\u00fchne f\u00fcr den Tempel erwirken.<br>21 Am vierzehnten Tage des ersten Monats sollt ihr das Passah feiern, das siebent\u00e4gige Fest, w\u00e4hrend dessen Dauer unges\u00e4uertes Brot gegessen werden soll.<br>22 Der F\u00fcrst aber hat an diesem Tage f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr das gesamte Volk des Landes einen Stier als S\u00fcndopfer darzubringen<br>23 und soll an den sieben Tagen des Festes dem HERRN sieben Stiere und sieben Widder, fehllose Tiere, t\u00e4glich w\u00e4hrend der sieben Tage als Brandopfer darbringen, und als S\u00fcndopfer t\u00e4glich einen Ziegenbock.<br>24 Als Speisopfer aber soll er je ein Epha Feinmehl zu jedem Stier und je ein Epha zu jedem Widder opfern und an \u00d6l je ein Hin auf jedes Epha.<br>25 Am f\u00fcnfzehnten Tage des siebten Monats, am Feste, soll er die sieben Tage hindurch die gleichen Opfergaben herrichten, sowohl S\u00fcndopfer als auch Brand- und Speisopfer und \u00d6l.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 46<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorschriften f\u00fcr die Sabbat- und Neumondfeier<\/h3>\n\n\n\n<p>1 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbDas Tor des inneren Vorhofs, das nach Osten zu liegt, soll w\u00e4hrend der sechs Werktage geschlossen bleiben; aber am Sabbattage und ebenso am Neumondtage soll es ge\u00f6ffnet werden.<br>2 Wenn dann der F\u00fcrst durch die Vorhalle des Tores von au\u00dfen her eingetreten und am Pfosten des Tores stehen geblieben ist, dann sollen die Priester sein Brandopfer und sein Heilsopfer darbringen; nachdem er dann auf der Schwelle des Tores die Anbetung verrichtet hat und wieder hinausgegangen ist, soll das Tor bis zum Abend unverschlossen bleiben;<br>3 und auch das Volk des Landes soll am Eingang dieses Tores an den Sabbaten und Neumonden vor dem HERRN anbeten. \u2013<br>4 Das Brandopfer aber, das der F\u00fcrst dem HERRN am Sabbattage darzubringen hat, soll aus sechs L\u00e4mmern ohne Fehl und einem Widder ohne Fehl bestehen;<br>5 dazu kommt als Speisopfer ein Epha Feinmehl zu jedem Widder, und zu den L\u00e4mmern eine beliebig gro\u00dfe Gabe von Mehl; au\u00dferdem ein Hin \u00d6l zu jedem Epha.<br>6 Ferner soll er am Neumondstage einen fehllosen jungen Stier von den Rindern und sechs L\u00e4mmer sowie einen Widder opfern, lauter fehllose Tiere;<br>7 dazu als Speisopfer zu dem Stier und zu dem Widder je ein Epha Feinmehl; und zu den L\u00e4mmern eine beliebig gro\u00dfe Gabe; an \u00d6l aber ein Hin zu jedem Epha.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorschriften \u00fcber das Aus- und Eingehen des F\u00fcrsten und des Volkes in den Tempelbezirk<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bbWenn aber der F\u00fcrst sich einfindet, so soll er durch die Vorhalle des Tores eintreten und auf demselben Wege sich wieder entfernen.<br>9 Wenn dagegen das Volk des Landes (V.3) an den Festen vor dem HERRN erscheint, so soll, wer durch das Nordtor eingetreten ist, um anzubeten, durch das S\u00fcdtor wieder hinausgehen, und wer durch das S\u00fcdtor eingetreten ist, soll durch das Nordtor wieder hinausgehen: niemand soll durch dasselbe Tor zur\u00fcckkehren, durch das er hereingekommen ist, sondern er soll durch das gegen\u00fcberliegende hinausgehen;<br>10 der F\u00fcrst aber soll, wenn sie eintreten, in ihrer Mitte eintreten; und wenn sie hinausgehen, sollen sie zusammen hinausgehen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vereinzelte Opfervorschriften<\/h3>\n\n\n\n<p>11 \u00bbAn den Festen aber und an den Feiertagen soll das Speisopfer ein Epha Feinmehl sowohl auf jeden Stier als auch auf jeden Widder betragen, und f\u00fcr die L\u00e4mmer eine beliebig gro\u00dfe Gabe; an \u00d6l aber ein Hin auf jedes Epha. \u2013<br>12 Wenn ferner der F\u00fcrst dem HERRN ein Brandopfer oder Heilsopfer als freiwillige Gabe darbringen will, so soll man ihm das gegen Osten liegende Tor \u00f6ffnen, und er bringe dann sein Brandopfer und sein Heilsopfer in derselben Weise dar, wie er es am Sabbattage zu tun pflegt; und wenn er dann hinausgegangen ist, soll man das Tor nach seinem Weggang wieder schlie\u00dfen. \u2013<br>13 Ferner soll er dem HERRN t\u00e4glich ein fehlloses einj\u00e4hriges Lamm als Brandopfer darbringen; jeden Morgen soll er es herrichten,<br>14 und dazu als Speisopfer alle Morgen ein Sechstel Epha Feinmehl und an \u00d6l ein Drittel Hin zur Befeuchtung des Feinmehls als Speisopfer dem HERRN darbringen: das ist eine st\u00e4ndige Satzung f\u00fcr alle Zukunft.<br>15 So habt ihr also das Lamm nebst dem Speisopfer und dem \u00d6l alle Morgen als regelm\u00e4\u00dfiges Brandopfer darzubringen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachtr\u00e4gliche Verordnung \u00fcber den Grundbesitz des F\u00fcrsten<\/h3>\n\n\n\n<p>16 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbWenn der F\u00fcrst einem seiner S\u00f6hne ein Geschenk von seinem Erbbesitz macht, so soll dies seinen S\u00f6hnen als vererbliches Eigentum geh\u00f6ren.<br>17 Macht er aber einem seiner Diener ein Geschenk von seinem Erbbesitz, so soll es diesem nur bis zum Freijahr geh\u00f6ren, dann aber wieder an den F\u00fcrsten zur\u00fcckfallen; nur seinen S\u00f6hnen soll es als Erbbesitz dauernd verbleiben.<br>18 Von dem Grundbesitz des Volkes aber darf der F\u00fcrst nichts wegnehmen, so da\u00df er sie gewaltsam aus ihrem Eigentum verdr\u00e4ngt. Von seinem eigenen Besitz mag er seine S\u00f6hne mit vererblichem Grundbesitz ausstatten, damit niemand von den zu meinem Volk Geh\u00f6rigen aus seinem Eigentum verdr\u00e4ngt wird.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Opferk\u00fcchen der Priester und des Volkes im Tempelbezirk<\/h3>\n\n\n\n<p>19 Darauf f\u00fchrte er mich durch den Eingang, der an der Seitenwand des Tores lag, zu den heiligen, f\u00fcr die Priester bestimmten Zellen, die nach Norden zu gelegen waren; dort sah ich einen Raum ganz hinten in dem Winkel nach Westen zu.<br>20 Da sagte er zu mir: \u00bbDies ist der Raum, in welchem die Priester das Schuld- und das S\u00fcndopfer kochen und wo sie das Speisopfer backen sollen; sonst m\u00fc\u00dften sie es in den \u00e4u\u00dferen Vorhof hinaustragen, wodurch sie dem Volk eine Weihe mitteilen w\u00fcrden.\u00ab<br>21 Hierauf f\u00fchrte er mich in den \u00e4u\u00dferen Vorhof hinaus und lie\u00df mich ihn nach seinen vier Ecken hin durchqueren; dabei bemerkte ich einen kleinen Hof in jeder Ecke des Vorhofs.<br>22 In allen vier Ecken des Vorhofs waren abgesonderte H\u00f6fe von vierzig Ellen L\u00e4nge und drei\u00dfig Ellen Breite; alle vier Eckr\u00e4ume hatten die gleiche Gr\u00f6\u00dfe;<br>23 und es lief eine gemauerte Steinwand rings um alle vier; und unten an den Steinw\u00e4nden waren ringsum Kochherde angebracht.<br>24 Da sagte er zu mir: \u00bbDies sind die K\u00fcchen, wo die Tempeldiener die Schlachtopfer des Volkes kochen m\u00fcssen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 47<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Als er mich hierauf an den Eingang des Tempelhauses zur\u00fcckgef\u00fchrt hatte, sah ich Wasser unter der Schwelle des Tempels hervorflie\u00dfen nach Osten hin \u2013 die Vorderseite des Tempels lag ja nach Osten zu \u2013; und das Wasser flo\u00df unterhalb der s\u00fcdlichen Seitenwand des Tempelhauses hinab, s\u00fcdlich vom Altar.<br>2 Als er mich dann durch das Nordtor hinausgef\u00fchrt und mich auf dem Wege drau\u00dfen zu dem \u00e4u\u00dferen, nach Osten gerichteten Tor hatte herumgehen lassen, sah ich dort Wasser von der s\u00fcdlichen Seitenwand herrieseln.<br>3 Indem dann der Mann mit einer Me\u00dfschnur in der Hand nach Osten zu weiterging und nach Abmessung von tausend Ellen mich durch das Wasser gehen lie\u00df, ging mir das Wasser bis an die Kn\u00f6chel;<br>4 als er dann nochmals tausend Ellen abgemessen hatte und mich durch das Wasser gehen hie\u00df, ging mir das Wasser bis an die Knie; als er hierauf nochmals tausend Ellen abgemessen hatte und mich hindurchgehen hie\u00df, ging mir das Wasser bis an die H\u00fcften;<br>5 und nach nochmaliger Abmessung von tausend Ellen war es ein Flu\u00df geworden, den man nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war so tief geworden, da\u00df man es h\u00e4tte durchschwimmen m\u00fcssen, ein Flu\u00df, der sich nicht mehr durchschreiten lie\u00df.<br>6 Da fragte er mich: \u00bbHast du das wohl gesehen, Menschensohn?\u00ab Dann lie\u00df er mich am Ufer des Flusses wieder zur\u00fcckwandern.<br>7 Auf dem R\u00fcckwege sah ich nun am Ufer des Flusses auf beiden Seiten sehr viele B\u00e4ume stehen.<br>8 Da sagte er zu mir: \u00bbDieses Gew\u00e4sser flie\u00dft in den \u00f6stlichen Bezirk hinaus, str\u00f6mt dann in die Jordan-Ebene hinab und m\u00fcndet in das (Tote) Meer; und wo es sich dort hinein ergie\u00dft, da wird das Salzwasser des (Toten) Meeres gesund.<br>9 Und alle lebenden Wesen, alles, was dort wimmelt, wird, wohin immer (der Flu\u00df) kommt, Leben gewinnen; und der Fischreichtum wird \u00fcberaus gro\u00df sein; denn wenn dieses Gew\u00e4sser dorthin kommt, so wird das Wasser (des Toten Meeres) gesund werden, und alles, wohin der Flu\u00df kommt, wird Leben gewinnen.<br>10 Auch Fischer werden an ihm stehen: von En-Gedi bis En-Eglaim wird es Pl\u00e4tze zum Auswerfen der Netze geben, und sein Fischreichtum wird wie der des gro\u00dfen Meeres \u00fcberaus gro\u00df sein.<br>11 Aber seine Lachen und T\u00fcmpel werden nicht gesund werden: sie sind zur Salzgewinnung bestimmt.<br>12 An dem Flusse aber werden an seinem Ufer auf beiden Seiten allerlei B\u00e4ume mit e\u00dfbaren Fr\u00fcchten wachsen, B\u00e4ume, deren Laub nicht verwelkt und deren Fr\u00fcchte nicht ausgehen. Alle Monate werden sie reife Fr\u00fcchte tragen; denn das Wasser, an dem sie stehen, flie\u00dft aus dem Heiligtum hervor; daher werden ihre Fr\u00fcchte zur Nahrung dienen und ihre Bl\u00e4tter zu Heilzwecken.\u00ab<br>13 So hat Gott der HERR gesprochen: \u00bbDies ist die Grenze, innerhalb derer ihr das Land nach den zw\u00f6lf St\u00e4mmen Israels als Erbbesitz zugeteilt erhalten sollt [\u2013 f\u00fcr Josef zwei Anteile \u2013].<br>14 Und zwar sollt ihr es zu gleichen Teilen als Erbbesitz erhalten, der eine wie der andere, weil ich einst meine Hand zum Schwur erhoben habe, es euren V\u00e4tern zu verleihen; daher soll dies Land euch als Erbbesitz zufallen.<br>15 Dies soll aber die Grenze des Landes sein: Auf der Nordseite vom gro\u00dfen Meer an in der Richtung auf Hethlon zu bis wo es nach Hamath hineingeht, nach Zedad hin,<br>16 Berotha, Sibraim, das zwischen dem Gebiet von Damaskus und dem Gebiet von Hamath liegt, nach Hazar-Enon, das an der Grenze von Hauran liegt.<br>17 Die Grenze soll also vom Meer an bis Hazar-Enon laufen, so da\u00df das Gebiet von Damaskus n\u00f6rdlich davon liegen bleibt und ebenso das Gebiet von Hamath: dies ist die Nordseite.<br>18 Was sodann die Ostseite betrifft, so l\u00e4uft die Grenze von Hazar-Enon an, das zwischen Hauran und Damaskus liegt, und wird zwischen Gilead und dem Lande Israel durch den Jordan gebildet bis zum \u00f6stlichen (Toten) Meer, bis nach Thamar hin: dies ist die Ostseite.<br>19 Sodann die S\u00fcdseite gegen Mittag geht von Thamar bis zum Haderwasser bei Kades nach dem Bach (\u00c4gyptens) hin (und diesen entlang) bis an das gro\u00dfe Meer: dies ist die S\u00fcdseite gegen Mittag.<br>20 Auf der Westseite aber bildet das gro\u00dfe Meer die Grenze bis gerade gegen\u00fcber der Stelle, wo es nach Hamath hineingeht: dies ist die Westseite.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Behandlung der Fremdlinge bei der Verteilung<\/h3>\n\n\n\n<p>21 \u00bbDieses Land also sollt ihr unter euch verteilen nach den St\u00e4mmen Israels;<br>22 und zwar sollt ihr es als vererbliches Eigentum unter euch und die Fremdlinge, die unter euch wohnen und Familien unter euch gegr\u00fcndet haben, verlosen: sie sollen euch wie eingeborene Israeliten gelten: mit euch sollen sie um Erbbesitz inmitten der St\u00e4mme Israels losen;<br>23 und zwar sollt ihr jedem Fremdling seinen Erbbesitz in dem Stamme zuweisen, bei dem er wohnt\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hesekiel Kapitel 48<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die sieben St\u00e4mme n\u00f6rdlich vom heiligen Weihebezirk<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbDies sind nun die Namen der St\u00e4mme: Im \u00e4u\u00dfersten Norden, vom Meere an in der Richtung nach Hethlon bis dahin, wo es nach Hamath hineingeht, und bis hin nach Hazar-Enon \u2013 das Gebiet von Damaskus aber bleibt nordw\u00e4rts liegen, seitw\u00e4rts von Hamath \u2013, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Dan ein Stammgebiet.<br>2 Neben dem Gebiet Dans, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Asser ein Stammgebiet.<br>3 Neben dem Gebiet Assers, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Naphthali ein Stammgebiet.<br>4 Neben dem Gebiete Naphthalis, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Manasse ein Stammgebiet.<br>5 Neben dem Gebiet Manasses, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Ephraim ein Stammgebiet.<br>6 Neben dem Gebiet Ephraims, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Ruben ein Stammgebiet.<br>7 Neben dem Gebiet Rubens, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Juda ein Stammgebiet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Weihebezirk<\/h3>\n\n\n\n<p>8 \u00bbNeben dem Gebiete Judas aber, von der Ostseite bis zur Westseite, soll der Weiheteil liegen, den ihr abzugeben habt. 25000 Ellen an Breite und so lang wie jeder Stammesanteil von der Ostseite bis zur Westseite; und das Heiligtum soll mitten darin liegen.<br>9 Der Weiheteil, den ihr f\u00fcr den HERRN abzugeben habt, soll 25000 Ellen lang und 20000 Ellen breit sein;<br>10 und folgenden Besitzern soll der heilige Weihebezirk geh\u00f6ren: den Priestern ein St\u00fcck nach Norden 25000 (Ellen) an L\u00e4nge, nach Westen 10000 Ellen an Breite, nach Osten 10000 Ellen an Breite und nach S\u00fcden 25000 Ellen an L\u00e4nge; und das Heiligtum des HERRN soll mitten darin liegen.<br>11 Den geweihten Priestern, den Nachkommen Zadoks, die meinen Dienst verrichtet haben und die nicht irregegangen sind, als die Israeliten zusammen mit den Leviten von mir abfielen,<br>12 ihnen soll es als ein geweihtes St\u00fcck von dem Weiheteil des Landes geh\u00f6ren, als Hochheiliges, neben dem Gebiet der Leviten.<br>13 Die Leviten aber sollen neben dem Gebiet der Priester ein Gebiet von 25000 Ellen L\u00e4nge und 10000 Ellen Breite erhalten; im ganzen soll also die L\u00e4nge 25000 und die Breite 20000 Ellen betragen.<br>14 Davon d\u00fcrfen sie jedoch nichts verkaufen und nichts vertauschen und den wertvollsten Teil des Landes nicht in fremden Besitz \u00fcbergehen lassen, denn er ist dem HERRN heilig.<br>15 Die 5000 Ellen aber, die an der Breitseite l\u00e4ngs der 25000 Ellen noch \u00fcbrig sind, sollen nichtheiliger Gemeinbesitz der Stadt sein und zum Bewohnen und als Gemeindetrift dienen; und die Stadt soll mitten darin liegen.<br>16 Deren Ma\u00dfe sollen folgende sein: die Nordseite 4500 Ellen, die S\u00fcdseite 4500, die Ostseite 4500 und die Westseite 4500 Ellen;<br>17 und die Gemeindetrift der Stadt soll im Norden 250 Ellen, im S\u00fcden 250, im Osten 250 und im Westen 250 Ellen betragen.<br>18 Was dann von der L\u00e4nge noch \u00fcbrig ist l\u00e4ngs dem heiligen Weihebezirk, n\u00e4mlich 10000 Ellen nach Osten und 10000 nach Westen, dessen Ertrag soll den Arbeitern der Stadt zur Ern\u00e4hrung dienen;<br>19 die Arbeiter der Stadt aber sollen Leute aus allen St\u00e4mmen Israels sein.<br>20 Insgesamt sollt ihr (also) als Weihegabe 25000 Ellen ins Geviert abgeben, n\u00e4mlich den heiligen Weihebezirk nebst dem der Stadt geh\u00f6rigen Grundbesitz.<br>21 Was dann noch \u00fcbrig ist, soll dem F\u00fcrsten geh\u00f6ren, (n\u00e4mlich das Gebiet) auf beiden Seiten des heiligen Weihebezirks und des der Stadt geh\u00f6rigen Grundbesitzes (ostw\u00e4rts) l\u00e4ngs der 25000 Ellen bis zur Ostgrenze und westw\u00e4rts l\u00e4ngs der 25000 Ellen bis zur Westgrenze, entsprechend den Stammesanteilen: dem F\u00fcrsten soll es geh\u00f6ren, und der heilige Weihebezirk mit dem Tempelheiligtum soll mitten darin liegen.<br>22 [Und vom Grundbesitz der Leviten und vom st\u00e4dtischen Grundbesitz an, die mitten zwischen dem liegen, was dem F\u00fcrsten geh\u00f6rt, soll alles, was zwischen dem Gebiet von Juda und dem Gebiet von Benjamin liegt, dem F\u00fcrsten geh\u00f6ren.]\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die f\u00fcnf St\u00e4mme s\u00fcdlich vom heiligen Weihebezirk<\/h3>\n\n\n\n<p>23 \u00bbWas sodann die \u00fcbrigen St\u00e4mme betrifft, so erh\u00e4lt von der Ostseite bis zur Westseite Benjamin ein Stammgebiet.<br>24 Neben dem Gebiet Benjamins, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Simeon ein Stammgebiet.<br>25 Neben dem Gebiet Simeons, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Issaschar ein Stammgebiet.<br>26 Neben dem Gebiet Issaschars, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Sebulon ein Stammgebiet.<br>27 Neben dem Gebiet Sebulons, von der Ostseite bis zur Westseite, erh\u00e4lt Gad ein Stammgebiet.<br>28 Neben dem Gebiet Gads aber, auf der S\u00fcdseite, nach Mittag zu, da soll die Grenze von Thamar an bis zum Haderwasser bei Kades nach dem Bach \u00c4gyptens hin (und diesem entlang) bis an das gro\u00dfe Meer gehen.<br>29 Dies ist das Land, das ihr als Erbbesitz unter die St\u00e4mme Israels verlosen sollt, und dies sollen ihre Anteile sein\u00ab \u2013 so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN.<br>30 \u00bbDies sollen aber die Ausg\u00e4nge der Stadt sein \u2013 und zwar sollen die Tore der Stadt nach den St\u00e4mmen Israels benannt sein \u2013:<br>31 Auf der Nordseite, die eine L\u00e4nge von 4500 Ellen hat, sollen drei Tore liegen: das Rubentor, das Judator, das Levitor;<br>32 auf der Ostseite, die eine L\u00e4nge von 4500 Ellen hat, drei Tore: das Josephtor, das Benjamintor, das Dantor;<br>33 auf der S\u00fcdseite, die eine L\u00e4nge von 4500 Ellen hat, drei Tore: das Simeontor, das Issaschartor, das Sebulontor;<br>34 auf der Westseite, die 4500 Ellen lang ist, drei Tore: das Gadtor, das Assertor, das Naphthalitor.<br>35 Der ganze Umfang betr\u00e4gt 18000 Ellen, und der Name der Stadt soll fortan lauten \u203aGottesheim\u2039.\u00ab<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-752_dcabcf-69 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-752_dcabcf-69 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div 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Hesekiel Kapitel 1 A. 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Hesekiels Berufung und Weihe zum Propheten (1,1-3,21) Erscheinung von Gottes Herrlichkeit in Babylonien 1 Und es begab sich im drei\u00dfigsten Jahre im vierten Monat, am f\u00fcnften Tage des Monats, als ich mich unter den in die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"hide","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-752","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-at-menge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=752"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4524,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/752\/revisions\/4524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lionofjudah.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}