{"id":761,"date":"2023-12-23T16:17:26","date_gmt":"2023-12-23T15:17:26","guid":{"rendered":"http:\/\/lionofjudah.info\/?p=761"},"modified":"2026-02-18T17:52:30","modified_gmt":"2026-02-18T16:52:30","slug":"daniel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=761","title":{"rendered":"Daniel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Prophet Daniel<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns761_fffb3d-5e{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:flex-end;align-items:center;}.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0{margin-right:5px;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button{color:#555555;border-color:#555555;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{color:#ffffff;border-color:#444444;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button::before{display:none;}.wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button:hover, .wp-block-kadence-advancedbtn.kt-btns761_fffb3d-5e .kt-btn-wrap-0 .kt-button:focus{background:#444444;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns761_fffb3d-5e\"><style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn761_161c07-7c.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn761_161c07-7c kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"https:\/\/lionofjudah.info\/?p=2404\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">Einf\u00fchrung<\/span><\/a>\n\n<style>ul.menu .wp-block-kadence-advancedbtn .kb-btn761_856d37-b7.kb-button{width:initial;}<\/style><a class=\"kb-button kt-button button kb-btn761_856d37-b7 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill  kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false  wp-block-kadence-singlebtn\" href=\"http:\/\/lionofjudah.info\/?page_id=366\"><span class=\"kt-btn-inner-text\">B\u00fccher der Bibel<\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<style>.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id761_397244-34 .kb-table-of-content-wrap{padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id761_397244-34 .kb-table-of-contents-title-wrap{padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id761_397244-34 .kb-table-of-contents-title{font-weight:regular;font-style:normal;}.kb-table-of-content-nav.kb-table-of-content-id761_397244-34 .kb-table-of-content-wrap .kb-table-of-content-list{font-weight:regular;font-style:normal;margin-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);margin-right:0px;margin-bottom:0px;margin-left:0px;}<\/style>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Erz\u00e4hlender Teil: Geschichte Daniels und seiner Gef\u00e4hrten in Babylonien (Kapitel 1-6)<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel und seine Freunde am K\u00f6nigshof in Babylon<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des K\u00f6nigs von Juda, zog Nebukadnezar, der K\u00f6nig von Babylon, gegen Jerusalem und belagerte es.<br>2 Und der Herr lie\u00df Jojakim, den K\u00f6nig von Juda, und einen Teil der Ger\u00e4te des Gotteshauses in seine Gewalt fallen, und er brachte sie nach dem Lande Sinear in den Tempel seines Gottes; die Ger\u00e4te aber legte er im Schatzhause seines Gottes nieder.<br>3 Darauf befahl der K\u00f6nig seinem obersten Kammerherrn Aspenas, er solle von den Israeliten, und zwar sowohl aus dem k\u00f6niglichen Geschlecht als auch aus den vornehmsten Familien, Knaben herbeischaffen,<br>4 die frei von jedem k\u00f6rperlichen Fehler w\u00e4ren und ein sch\u00f6nes \u00c4u\u00dferes, eine reiche Begabung, eine gute Vorbildung und ein leichtes Fassungsverm\u00f6gen bes\u00e4\u00dfen und sich zum Dienst im k\u00f6niglichen Palast eigneten; diese sollten dann in den Schriften und der Sprache der Chald\u00e4er ausgebildet werden.<br>5 Der K\u00f6nig wies ihnen die t\u00e4gliche Bek\u00f6stigung von der k\u00f6niglichen Tafel und aus seinem Weinkeller zu und bestimmte f\u00fcr ihre Ausbildung drei Jahre, nach deren Ablauf sie in den k\u00f6niglichen Dienst treten sollten.<br>6 Unter ihnen befanden sich die Jud\u00e4er Daniel, Hananja, Misael und Asarja;<br>7 der Oberkammerherr gab ihnen aber (andere) Namen und nannte den Daniel Beltsazar, den Hananja Sadrach, den Misael Mesach und den Asarja Abed-Nego.<br>8 Da nun Daniel sich fest vorgenommen hatte, sich nicht durch den Genu\u00df der Tafelkost des K\u00f6nigs und des Weines, den jener trank, zu verunreinigen, bat er den Oberkammerherrn um die Erlaubnis, sich nicht verunreinigen zu m\u00fcssen;<br>9 und Gott lie\u00df Daniel Huld und Gnade bei dem Oberkammerherrn finden,<br>10 so da\u00df dieser zu Daniel sagte: \u00bbIch f\u00fcrchte nur meinen Herrn, den K\u00f6nig, der Speise und Trank f\u00fcr euch bestimmt hat. Wenn er n\u00e4mlich wahrn\u00e4hme, da\u00df euer Aussehen nicht so gesund w\u00e4re wie das der anderen jungen Leute eures Alters, so h\u00e4tte ich durch eure Schuld meinen Kopf beim K\u00f6nig verwirkt.\u00ab<br>11 Da entgegnete Daniel dem Oberkammerherrn, der zum Aufseher \u00fcber Daniel, Hananja, Misael und Asarja bestellt war:<br>12 \u00bbMache doch einmal einen Versuch mit deinen Knechten zehn Tage lang, da\u00df man uns Pflanzenkost zu essen und Wasser zu trinken gibt!<br>13 Dann m\u00f6ge unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Leute, die von der k\u00f6niglichen Tafel zu essen bekommen, von dir besichtigt werden, und je nachdem du es dann befinden wirst, magst du mit deinen Knechten verfahren!\u00ab<br>14 Da ging er auf diesen ihren Vorschlag ein und machte zehn Tage lang einen Versuch mit ihnen;<br>15 und nach Ablauf der zehn Tage sahen sie ges\u00fcnder und besser gen\u00e4hrt aus als alle die anderen jungen Leute, welche von der k\u00f6niglichen Tafel zu essen bekamen.<br>16 Da lie\u00df denn der Aufseher die Bek\u00f6stigung von der k\u00f6niglichen Tafel und den Wein, den sie trinken sollten, wegfallen und lie\u00df ihnen Pflanzenkost verabfolgen.<br>17 Gott aber verlieh diesen vier J\u00fcnglingen Einsicht und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr alle Gelehrsamkeit und Wissenschaft; Daniel verstand sich au\u00dferdem auch auf Gesichte und Tr\u00e4ume jeder Art.<br>18 Als nun die Zeit, nach deren Ablauf der K\u00f6nig ihre Vorstellung befohlen hatte, abgelaufen war und der Oberkammerherr sie dem Nebukadnezar vorstellte<br>19 und der K\u00f6nig sich mit ihnen unterredete, erwies sich unter ihnen allen keiner wie Daniel, Hananja, Misael und Asarja; daher wurden sie unter die k\u00f6niglichen Hofbeamten aufgenommen.<br>20 Und in allen F\u00e4llen, bei denen es sich um Einsicht und Scharfsinn handelte, fand der K\u00f6nig sie, sooft er sie um ihre Ansicht befragte, allen Zauberern und Beschw\u00f6rern in seinem ganzen Reich zehnfach \u00fcberlegen.<br>21 Daniel erlebte dann noch das erste Regierungsjahr des K\u00f6nigs Cyrus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Traum Nebukadnezars<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im zweiten Jahre seiner Regierung hatte Nebukadnezar einen bedeutungsvollen Traum, durch den er innerlich beunruhigt wurde, so da\u00df es um seinen Schlaf geschehen war.<br>2 Da befahl der K\u00f6nig, man solle die Gelehrten und Beschw\u00f6rer, die Zauberer und Chald\u00e4er berufen, damit sie ihm Auskunft \u00fcber sein Traumgesicht g\u00e4ben. Als sie nun gekommen und vor den K\u00f6nig getreten waren,<br>3 sagte dieser zu ihnen: \u00bbIch habe einen Traum gehabt und f\u00fchle mich nun beunruhigt durch das Verlangen, den Traum zu verstehen.\u00ab<br>4 Da antworteten die Chald\u00e4er dem K\u00f6nige auf Aram\u00e4isch: \u00bbO K\u00f6nig, m\u00f6gest du ewig leben! Teile deinen Knechten den Traum mit, dann wollen wir dir die Deutung angeben!\u00ab<br>5 Darauf gab der K\u00f6nig den Chald\u00e4ern zur Antwort: \u00bbMein Entschlu\u00df steht unwiderruflich fest: wenn ihr mir den Traum und seine Deutung nicht anzugeben wi\u00dft, so sollt ihr in St\u00fccke zerhauen und eure H\u00e4user sollen in Schutthaufen verwandelt werden;<br>6 wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung kundtun k\u00f6nnt, so sollt ihr reiche Geschenke und gro\u00dfe Ehre von mir erhalten. Tut mir also den Traum und seine Deutung kund!\u00ab<br>7 Da antworteten sie zum zweitenmal: \u00bbDer K\u00f6nig wolle seinen Knechten den Traum mitteilen, dann werden wir die Deutung angeben.\u00ab<br>8 Darauf erwiderte der K\u00f6nig: \u00bbIch erkenne klar, da\u00df ihr nur Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, da\u00df mein Entschlu\u00df in dieser Sache feststeht:<br>9 wenn ihr mir demnach den Traum nicht angeben k\u00f6nnt, so verbleibt es bei eurer Verurteilung; ihr habt euch n\u00e4mlich verabredet, Lug und Trug vor mir zu reden, bis die Verh\u00e4ltnisse sich \u00e4ndern. Darum gebt mir den Traum an, damit ich erkenne, da\u00df ihr mir auch seine Deutung anzugeben verm\u00f6gt!\u00ab<br>10 Da erwiderten die Chald\u00e4er dem K\u00f6nig: \u00bbEs gibt in der ganzen Welt keinen Menschen, der dem Verlangen des K\u00f6nigs nachkommen k\u00f6nnte, wie denn auch noch nie ein K\u00f6nig, so gro\u00df und m\u00e4chtig er sein mochte, ein derartiges Verlangen an irgendeinen Wahrsager oder Beschw\u00f6rer oder Chald\u00e4er gestellt hat.<br>11 Was der K\u00f6nig verlangt, ist zu schwer, und es gibt keinen anderen, der dem K\u00f6nige Auskunft dar\u00fcber zu geben verm\u00f6chte, au\u00dfer den G\u00f6ttern, die ja aber nicht bei den sterblichen Menschen wohnen.\u00ab<br>12 Hier\u00fcber wurde der K\u00f6nig aufgebracht und geriet in solche Wut, da\u00df er den Befehl gab, alle Weisen in Babylon hinzurichten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Freunde beten zu Gott und Daniel erh\u00e4lt die Deutung des Traums<\/h4>\n\n\n\n<p>13 Als nun der Befehl ergangen war, die Weisen zu t\u00f6ten, sollten auch Daniel und seine Genossen ums Leben gebracht werden.<br>14 Da wandte sich Daniel in kluger und verst\u00e4ndiger Weise an Arioch, den Obersten der k\u00f6niglichen Leibwache, der zur Hinrichtung der Weisen in Babylon ausgezogen war;<br>15 er richtete n\u00e4mlich an Arioch, den Bevollm\u00e4chtigten des K\u00f6nigs, die Frage: \u00bbWarum ist ein so strenger Befehl vom K\u00f6nige erlassen?\u00ab Als Arioch hierauf dem Daniel den Sachverhalt mitgeteilt hatte,<br>16 begab sich Daniel in den Palast und erbat sich vom K\u00f6nige die Gew\u00e4hrung einer Frist, um dem K\u00f6nige dann die Deutung zu geben.<br>17 Hierauf begab sich Daniel in seine Wohnung und teilte seinen Freunden Hananja, Misael und Asarja die Sachlage mit,<br>18 auf da\u00df sie den Gott des Himmels um Erbarmen in betreff dieses Geheimnisses anflehen m\u00f6chten, damit Daniel und seine Freunde nicht samt den \u00fcbrigen Weisen von Babylon hingerichtet w\u00fcrden.<br>19 Darauf wurde dem Daniel in einem Nachtgesicht das Geheimnis enth\u00fcllt. Da pries Daniel den Gott des Himmels,<br>20 indem er so betete: \u00bbGepriesen werde der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn er besitzt beides, Weisheit und Macht.<br>21 Er ist\u2019s, der die Zeiten und Verh\u00e4ltnisse wechseln l\u00e4\u00dft, der K\u00f6nige absetzt und K\u00f6nige einsetzt, der den Weisen Weisheit verleiht und den Verst\u00e4ndigen Verstand;<br>22 er ist\u2019s, der das Verborgene und Geheime enth\u00fcllt; er kennt, was im Finstern liegt, und das Licht wohnt bei ihm.<br>23 Dich, den Gott meiner V\u00e4ter, r\u00fchme und preise ich, da\u00df du mir Weisheit und T\u00fcchtigkeit verliehen und mir jetzt geoffenbart hast, was wir von dir erfleht haben; denn die Sache des K\u00f6nigs hast du uns kundgetan.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel deutet den Traum des Standbildes der kommenden Weltreiche<\/h4>\n\n\n\n<p>24 Deshalb begab sich Daniel zu Arioch, den der K\u00f6nig mit der Hinrichtung der Weisen in Babylon beauftragt hatte; er ging hin und sagte zu ihm: \u00bbRichte die Weisen von Babylon nicht hin! F\u00fchre mich hinein vor den K\u00f6nig: ich will dem K\u00f6nige die Deutung (des Traumes) kundtun!\u00ab<br>25 Da f\u00fchrte Arioch den Daniel eiligst hinein vor den K\u00f6nig und sagte zu diesem: \u00bbIch habe unter den in der Verbannung hier lebenden Jud\u00e4ern einen Mann gefunden, der dem K\u00f6nige die Deutung geben will.\u00ab<br>26 Da antwortete der K\u00f6nig und sagte zu Daniel, der den Namen Beltsazar f\u00fchrte: \u00bbBist du wirklich imstande, mir den Traum, den ich gesehen habe, nebst seiner Deutung kundzutun?\u00ab<br>27 Daniel gab dem K\u00f6nige folgende Antwort: \u00bbDas Geheimnis, das der K\u00f6nig zu wissen verlangt, k\u00f6nnen Weise und Beschw\u00f6rer, Zauberer und Wahrsager dem K\u00f6nige nicht kundtun;<br>28 aber es gibt einen Gott im Himmel, welcher Geheimnisse enth\u00fcllt; und dieser hat dem K\u00f6nige Nebukadnezar kundgetan, was in der Endzeit geschehen wird. Dein Traum und die Gesichte, die dir auf deinem Lager vor Augen gestanden haben, sind folgende gewesen:<br>29 Dir, o K\u00f6nig, stiegen auf deinem Lager Gedanken dar\u00fcber auf, was wohl in der Zukunft geschehen w\u00fcrde; und da hat der, welcher die Geheimnisse enth\u00fcllt, dir kundgetan, was geschehen wird.<br>30 Mir aber ist dieses Geheimnis nicht infolge eigener Weisheit, als ob diese bei mir in h\u00f6herem Ma\u00dfe als bei allen anderen Lebenden vorhanden w\u00e4re, geoffenbart worden, sondern zu dem Zweck, da\u00df dem K\u00f6nige die Deutung kundgetan w\u00fcrde und du Aufschlu\u00df \u00fcber die Gedanken deines Herzens erhieltest.<br>31 Du, o K\u00f6nig, hattest ein Gesicht und sahst eine Bilds\u00e4ule; diese Bilds\u00e4ule war gewaltig gro\u00df und von au\u00dferordentlichem Glanz; sie stand vor dir, und ihr Aussehen war erschrecklich.<br>32 Das Haupt dieser Bilds\u00e4ule war von feinem Gold, ihre Brust und ihre Arme von Silber, ihr Unterleib und ihre H\u00fcften von Kupfer,<br>33 ihre Beine von Eisen, ihre F\u00fc\u00dfe teils von Eisen teils von T\u00f6pferton.<br>34 Du warst im Anschauen versunken, bis ein Stein sich pl\u00f6tzlich vom Berge ohne Zutun einer Menschenhand losl\u00f6ste; der traf die Bilds\u00e4ule an ihre eisernen und t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfe und zertr\u00fcmmerte sie.<br>35 Da wurden auf einen Schlag das Eisen und der Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold zertr\u00fcmmert und zerstoben wie die Spreu im Sommer auf den Tennen, und der Wind verwehte sie, so da\u00df keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der die Bilds\u00e4ule zerschmettert hatte, wurde zu einem gro\u00dfen Berge, der die ganze Erde erf\u00fcllte.\u00ab<br>36 \u00bbDas ist der Traum; nun wollen wir auch seine Deutung dem K\u00f6nige vortragen:<br>37 Du, o K\u00f6nig, du K\u00f6nig der K\u00f6nige, dem der Gott des Himmels die k\u00f6nigliche Herrschaft und die Macht, die Gewalt und die Ehre verliehen<br>38 und in dessen Hand er \u00fcberall, wo Menschen wohnen, alle Menschen und Tiere des Feldes und V\u00f6gel des Himmels gegeben hat, so da\u00df du als Herrscher \u00fcber sie alle gebietest: du bist das goldene Haupt.<br>39 Nach dir wird ein anderes Reich erstehen, das nicht so m\u00e4chtig ist wie das deinige, und dann noch ein anderes drittes Reich von Kupfer, das \u00fcber die ganze Erde herrschen wird.<br>40 Darauf wird ein viertes Reich da sein, stark wie Eisen; und wie das Eisen alles zermalmt und zertr\u00fcmmert, ebenso wird es wie zerschmetterndes Eisen jene alle zermalmen und zertr\u00fcmmern.<br>41 Da\u00df du aber die F\u00fc\u00dfe und Zehen teils aus T\u00f6pferton, teils aus Eisen bestehend gesehen hast, (dies zeigt an, da\u00df) es ein Reich von ungleicher Beschaffenheit sein wird; einerseits wird es etwas von der Festigkeit des Eisens an sich haben, insofern du ja Eisen mit Tonerde vermischt geschaut hast;<br>42 doch da\u00df du die Zehen der F\u00fc\u00dfe teils von Eisen, teils von Ton gesehen hast, (weist darauf hin, da\u00df) das Reich zum Teil fest, zum Teil br\u00fcchig sein wird.<br>43 Da\u00df ferner das Eisen, wie du gesehen hast, mit Tonerde vermischt war, (bezieht sich darauf, da\u00df) trotz der vielfachen Verbindungen durch Heiraten doch kein Teil an dem andern fest haften bleibt, gerade wie Eisen sich mit Ton nicht mischen l\u00e4\u00dft.<br>44 Aber in den Tagen jener K\u00f6nige wird der Gott des Himmels ein Reich erstehen lassen, das in Ewigkeit nicht zerst\u00f6rt werden wird und dessen K\u00f6nigtum auf kein anderes Volk \u00fcbergehen wird. Es wird alle jene Reiche zerschmettern und vernichten, selbst aber ewig bestehen,<br>45 entsprechend dem, was du gesehen hast, da\u00df n\u00e4mlich ein Stein sich von dem Berge ohne Zutun einer Menschenhand losl\u00f6ste und das Eisen, das Kupfer, den Ton, das Silber und das Gold zerschmetterte. Ein gro\u00dfer Gott hat dem K\u00f6nige kundgetan, was in der Zukunft sich ereignen wird: der Traum verdient vollen Glauben, und seine Deutung ist zuverl\u00e4ssig.\u00ab<br>46 Da warf der K\u00f6nig Nebukadnezar sich auf sein Angesicht nieder, verneigte sich tief vor Daniel und lie\u00df ihm Opfergaben und R\u00e4ucherwerk darbringen.<br>47 Der K\u00f6nig sprach dann vor Daniel offen aus: \u00bbWahrlich, euer Gott ist der Gott der G\u00f6tter und der Herr der K\u00f6nige und der Offenbarer der Geheimnisse, weil du imstande gewesen bist, dieses Geheimnis zu offenbaren.\u00ab<br>48 Darauf erhob der K\u00f6nig den Daniel zu hohen Ehren, gab ihm viele kostbare Geschenke und machte ihn zum Statthalter \u00fcber die ganze Landschaft Babylon und zum Obervorsteher \u00fcber alle Weisen Babylons.<br>49 Auf Daniels Bitte \u00fcbertrug der K\u00f6nig dann dem Sadrach, Mesach und Abed-Nego die Verwaltung der Landschaft Babylon, w\u00e4hrend Daniel selbst am k\u00f6niglichen Hofe verblieb.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nebukadnezars riesige goldene Bilds\u00e4ule die angebtet werden soll<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Der K\u00f6nig Nebukadnezar lie\u00df eine goldene Bilds\u00e4ule von sechzig Ellen H\u00f6he und sechs Ellen Breite anfertigen und sie in der Ebene Dura in der Provinz Babylon aufstellen.<br>2 Hierauf sandte der K\u00f6nig Nebukadnezar Boten aus, um die Satrapen, Statthalter und Befehlshaber, Oberrichter, Schatzmeister, Rechtsgelehrten, Ratsherren und alle anderen h\u00f6heren Beamten der Provinz zu berufen, damit sie der Einweihung der Bilds\u00e4ule beiwohnten, die der K\u00f6nig Nebukadnezar hatte aufstellen lassen.<br>3 Da versammelten sich die Satrapen, Statthalter und Befehlshaber, Oberrichter, Schatzmeister, Rechtsgelehrten, Ratsherren und alle anderen h\u00f6heren Beamten der Provinz zur Einweihung der Bilds\u00e4ule, die der K\u00f6nig Nebukadnezar hatte aufrichten lassen, und nahmen Aufstellung vor der Bilds\u00e4ule, die Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.<br>4 Dann machte der Herold mit lauter Stimme bekannt: \u00bbIhr V\u00f6lker, St\u00e4mme und Zungen! Euch wird hiermit befohlen:<br>5 Sobald ihr den Klang der H\u00f6rner, Fl\u00f6ten, Leiern, Harfen, Zithern, Sackpfeifen und aller anderen Arten von Musikinstrumenten vernehmt, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten, das der K\u00f6nig Nebukadnezar hat aufstellen lassen!<br>6 Wer sich aber nicht niederwirft und anbetet, soll auf der Stelle in den brennenden Feuerofen geworfen werden!\u00ab<br>7 Infolgedessen warfen sich in dem Augenblick, als alle V\u00f6lker den Schall der H\u00f6rner, Fl\u00f6ten, Leiern, Harfen, Zithern und aller anderen Arten von Musikinstrumenten vernahmen, alle die V\u00f6lker, St\u00e4mme und Zungen nieder, um das goldene Bild anzubeten, das der K\u00f6nig Nebukadnezar hatte aufstellen lassen.<br>8 Infolgedessen traten zu derselben Zeit chald\u00e4ische M\u00e4nner auf und klagten die Juden an;<br>9 sie machten folgende Anzeige beim K\u00f6nig Nebukadnezar: \u00bbO K\u00f6nig, m\u00f6gest du ewig leben!<br>10 Du hast, o K\u00f6nig, den Befehl erlassen, da\u00df jedermann, sobald er den Schall der H\u00f6rner, Fl\u00f6ten, Leiern, Harfen, Zithern, Sackpfeifen und aller anderen Arten von Musikinstrumenten vernehme, sich niederwerfen und das goldene Bild anbeten solle;<br>11 wer sich aber nicht niederwerfe und anbete, der solle in den brennenden Feuerofen geworfen werden.<br>12 Nun sind einige Juden da, die du mit der Verwaltung der Provinz Babylon betraut hast, n\u00e4mlich Sadrach, Mesach und Abed-Nego; diese M\u00e4nner haben sich um deinen Befehl, o K\u00f6nig, nicht gek\u00fcmmert: sie verehren deine G\u00f6tter nicht und beten auch das goldene Bild nicht an, das du hast aufstellen lassen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die drei Freunde Daniels weigern sich und werden in den Feuerofen geworfen<\/h4>\n\n\n\n<p>13 Da befahl Nebukadnezar in Zorn und Wut, Sadrach, Mesach und Abed-Nego herbeizuholen; und als diese M\u00e4nner dem K\u00f6nige vorgef\u00fchrt waren,<br>14 richtete Nebukadnezar folgende Worte an sie: \u00bbGeschieht es absichtlich von euch, Sadrach, Mesach und Abed-Nego, da\u00df ihr meine G\u00f6tter nicht verehrt und das goldene Bild nicht anbetet, das ich habe aufstellen lassen?<br>15 Nun wohl, wenn ihr bereit seid, in dem Augenblick, wenn ihr den Schall der H\u00f6rner, Fl\u00f6ten, Leiern, Harfen, Zithern, Sackpfeifen und aller anderen Arten von Musikinstrumenten vernehmt, euch niederzuwerfen und das Bild anzubeten, das ich habe anfertigen lassen \u2013 dann gut! Wenn ihr es aber nicht anbetet, sollt ihr auf der Stelle in den brennenden Feuerofen geworfen werden; und wo g\u00e4be es einen Gott, der euch aus meiner Gewalt erretten k\u00f6nnte?\u00ab<br>16 Da gaben Sadrach, Mesach und Abed-Nego dem K\u00f6nige folgende Antwort: \u00bbNebukadnezar, wir haben nicht n\u00f6tig, dir hierauf ein Wort zu erwidern!<br>17 Wird dein Befehl ausgef\u00fchrt, so vermag unser Gott, den wir verehren, uns aus dem brennenden Feuerofen zu erretten, und er wird uns aus deiner Gewalt, o K\u00f6nig, erretten.<br>18 Wenn er es aber nicht tut, so sei dir, o K\u00f6nig, kundgetan, da\u00df wir deinen Gott doch nicht verehren und das goldene Bild, das du hast aufstellen lassen, nicht anbeten werden!\u00ab<br>19 Da geriet Nebukadnezar in volle Wut, so da\u00df das Aussehen seines Gesichts gegen Sadrach, Mesach und Abed-Nego sich ganz entstellte. Er gab sofort den Befehl, man solle den Ofen siebenmal st\u00e4rker heizen, als es hinreichend war;<br>20 ferner gebot er M\u00e4nnern, den st\u00e4rksten Leuten in seinem Heer, Sadrach, Mesach und Abed-Nego zu fesseln und sie in den brennenden Feuerofen zu werfen.<br>21 So wurden denn diese M\u00e4nner in ihren M\u00e4nteln, R\u00f6cken, H\u00fcten und sonstigen Kleidungsst\u00fccken gefesselt und in den brennenden Feuerofen geworfen.<br>22 Weil man nun infolge des strengen Befehls des K\u00f6nigs den Ofen au\u00dfergew\u00f6hnlich stark geheizt hatte, wurden jene M\u00e4nner, die Sadrach, Mesach und Abed-Nego (an die Ofen\u00f6ffnung) hinaufgetragen hatten, von der Flammenglut get\u00f6tet;<br>23 jene drei M\u00e4nner aber, Sadrach, Mesach und Abed-Nego, fielen gefesselt mitten in den brennenden Feuerofen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Errettung der drei Freunde durch einen vierten &#8222;Mann&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<p>24 Da geriet der K\u00f6nig Nebukadnezar in Staunen; er stand eilends auf und fragte seine R\u00e4te: \u00bbHaben wir nicht drei M\u00e4nner gefesselt ins Feuer geworfen?\u00ab Sie antworteten dem K\u00f6nig: \u00bbGewi\u00df, o K\u00f6nig!\u00ab<br>25 Da entgegnete er: \u00bbIch sehe aber vier M\u00e4nner ungefesselt im Feuer umhergehen, ohne da\u00df eine Verletzung an ihnen zu bemerken ist, und der vierte sieht wie ein G\u00f6ttersohn aus.\u00ab<br>26 Darauf trat Nebukadnezar an die \u00d6ffnung des brennenden Feuerofens und rief: \u00bbSadrach, Mesach und Abed-Nego, ihr Diener des h\u00f6chsten Gottes, kommt heraus und tretet her!\u00ab Da kamen Sadrach, Mesach und Abed-Nego aus dem Feuer heraus;<br>27 und die Satrapen, Statthalter, Befehlshaber und R\u00e4te des K\u00f6nigs, die sich dort versammelt hatten, sahen jetzt, da\u00df das Feuer jenen M\u00e4nnern an ihrem Leibe nichts hatte antun k\u00f6nnen: ihr Haupthaar war nicht versengt, und ihre M\u00e4ntel waren nicht besch\u00e4digt, und nicht einmal ein Brandgeruch war an sie gekommen.<br>28 Da rief Nebukadnezar aus: \u00bbGepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos, da\u00df er seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die im Vertrauen auf ihn das Gebot des K\u00f6nigs \u00fcbertreten und ihr Leben preisgegeben hatten, um keinen andern Gott verehren und anbeten zu m\u00fcssen als nur ihren Gott!<br>29 So ergeht denn jetzt von mir der Befehl, da\u00df unter allen V\u00f6lkern, Volksst\u00e4mmen und Zungen ein jeder, der gegen den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos etwas Unehrerbietiges ausspricht, in St\u00fccke gehauen und sein Haus in einen Schutthaufen verwandelt werden soll, weil es keinen andern Gott gibt, der auf solche Weise zu erretten vermag!\u00ab<br>30 Darauf setzte der K\u00f6nig den Sadrach, Mesach und Abed-Nego in ihre hohen Stellungen in der Landschaft Babylon wieder ein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nebukadnezars Traum von einem gro\u00dfen Baum<\/h4>\n\n\n\n<p>31 Erla\u00df des K\u00f6nigs Nebukadnezar an alle V\u00f6lker, V\u00f6lkerschaften und Zungen, die auf der ganzen Erde wohnen:\u00bbHeil m\u00f6ge euch reichlich zuteil werden!<br>32 Es hat mir beliebt, die Zeichen und Wunder, die der h\u00f6chste Gott an mir getan hat, zu allgemeiner Kenntnis zu bringen.<br>33 Wie sind doch seine Zeichen so gro\u00df und wie gewaltig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft w\u00e4hrt von Geschlecht zu Geschlecht!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>1 Ich, Nebukadnezar, lebte sorglos in meinem Hause und lebensfroh in meinem Palast.<br>2 Da hatte ich einen Traum, der mich erschreckte; und die Gedanken, die in mir auf meinem Lager aufstiegen, und die Erscheinungen, die mir vor die Augen traten, versetzten mich in Angst.<br>3 Ich erlie\u00df daher den Befehl, man solle alle Weisen Babylons vor mich f\u00fchren, damit sie mir die Deutung des Traumes ang\u00e4ben.<br>4 Da kamen denn die Zeichendeuter und Beschw\u00f6rer, die Chald\u00e4er und Sterndeuter zu mir, und ich teilte ihnen den Traum mit; aber seine Deutung konnten sie mir nicht geben,<br>5 bis zuletzt Daniel vor mir erschien, der nach dem Namen meines Gottes Beltsazar genannt worden ist und in dem der Geist der heiligen G\u00f6tter wohnt. Auch diesem trug ich den Traum folgenderma\u00dfen vor:<br>6 \u203aBeltsazar, du Oberster der Gelehrten! Ich wei\u00df von dir, da\u00df der Geist der heiligen G\u00f6tter in dir wohnt und da\u00df kein Geheimnis dir Schwierigkeiten verursacht: vernimm das Traumgesicht, das mir erschienen ist, und la\u00df mich seine Deutung wissen!\u2039\u00ab<br>7 \u00bb\u203aDas Gesicht, das mir auf meinem Lager vor die Augen getreten ist, war folgendes: Ich sah deutlich einen Baum, der mitten auf der Erde stand und dessen H\u00f6he gewaltig war.<br>8 Der Baum wurde immer gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker, so da\u00df seine Spitze bis an den Himmel reichte und er bis ans Ende der ganzen Erde zu sehen war;<br>9 sein Laubwerk war sch\u00f6n, Fr\u00fcchte trug er in reicher F\u00fclle, und Nahrung befand sich an ihm f\u00fcr alle; die Tiere des Feldes suchten Schatten unter ihm, die V\u00f6gel des Himmels nisteten in seinen Zweigen, und alles, was lebte, n\u00e4hrte sich von ihm.<br>10 Da sah ich pl\u00f6tzlich in den Gesichten, die mir auf meinem Lager vor Augen traten, wie ein W\u00e4chter, n\u00e4mlich ein heiliger (Engel), vom Himmel herabstieg.<br>11 Der rief mit lauter Stimme und gebot: Haut den Baum um und schlagt seine Zweige ab! Streift ihm das Laub ab und streut seine Fr\u00fcchte umher! Das Wild fliehe unter ihm weg und die V\u00f6gel aus seinen Zweigen!<br>12 Doch seinen Wurzelstock la\u00dft in der Erde, und zwar in einer Fessel von Eisen und Erz auf der gr\u00fcnenden Flur, damit er vom Tau des Himmels benetzt wird und mit den wilden Tieren Anteil an den Kr\u00e4utern der Erde hat.<br>13 Sein Menschenherz soll ihm genommen und das Herz eines Tieres ihm daf\u00fcr gegeben werden; und so sollen sieben Zeiten \u00fcber ihn dahingehen.<br>14 Auf einem Beschlu\u00df der (himmlischen) W\u00e4chter beruht dieser Befehl, und eine Anordnung der heiligen Engel liegt in diesem Falle vor, damit die Lebenden erkennen, da\u00df der H\u00f6chste Gewalt \u00fcber das K\u00f6nigtum der Menschen hat und es verleihen kann, wem er will, und selbst den niedrigsten Sterblichen dazu erheben kann. \u2013<br>15 Dies ist der Traum, den ich, der K\u00f6nig Nebukadnezar, gehabt habe; du aber, Beltsazar, gib mir an, was er zu bedeuten hat, da ja alle Weisen meines Reiches mir die Deutung nicht zu geben verm\u00f6gen. Du aber bist dazu imstande, weil der Geist der heiligen G\u00f6tter in dir wohnt.\u2039\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel deutet den Traum, der Baum symbolisiert Nebukadnezar selbst &#8230;<\/h4>\n\n\n\n<p>16 Darauf stand Daniel, der den Namen Beltsazar f\u00fchrte, eine Zeitlang starr vor Entsetzen da, und seine Gedanken \u00e4ngstigten ihn. Da sagte der K\u00f6nig zu ihm: \u00bbBeltsazar, du brauchst dich \u00fcber den Traum und seine Deutung nicht zu \u00e4ngstigen!\u00ab Darauf antwortete Beltsazar: \u00bbO Herr, m\u00f6chte doch der Traum denen gelten, die dich hassen, und seine Deutung deinen Feinden!<br>17 Der Baum, den du gesehen hast, der immer gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker wurde, so da\u00df seine Spitze bis an den Himmel reichte und er \u00fcber die ganze Erde hin sichtbar war,<br>18 dessen Laubwerk sch\u00f6n war, der Fr\u00fcchte in reicher F\u00fclle trug und an dem sich Nahrung f\u00fcr alle befand, unter dem die Tiere des Feldes lagerten und in dessen Zweigen die V\u00f6gel des Himmels nisteten:<br>19 das bist du, o K\u00f6nig, der du gro\u00df und m\u00e4chtig geworden bist, du, dessen Gr\u00f6\u00dfe gewachsen ist und bis an den Himmel reicht und dessen Herrschaft sich bis ans Ende der Erde erstreckt.<br>20 Da\u00df aber der K\u00f6nig einen W\u00e4chter, n\u00e4mlich einen heiligen (Engel), vom Himmel hat herabsteigen sehen, der da gebot: \u203aHaut den Baum um und vernichtet ihn, doch seinen Wurzelstock la\u00dft in der Erde, und zwar in einer Fessel von Eisen und Erz auf der gr\u00fcnenden Flur, damit er vom Tau des Himmels benetzt wird und den Tieren des Feldes gleichgestellt ist, bis sieben Zeiten \u00fcber ihn dahingegangen sind!\u2039,<br>21 so hat dies, o K\u00f6nig, folgende Bedeutung, und zwar ist dies der Beschlu\u00df des H\u00f6chsten, der \u00fcber meinen Herrn, den K\u00f6nig, ergangen ist:<br>22 Man wird dich aus der Verbindung mit Menschen aussto\u00dfen, und bei den Tieren des Feldes wird dein Aufenthalt sein; Gras wird man dir zur Nahrung geben wie den Rindern, und vom Tau des Himmels wirst du benetzt werden; und sieben Zeiten werden \u00fcber dich dahingehen, bis du erkennst, da\u00df der H\u00f6chste die Gewalt \u00fcber das K\u00f6nigtum der Menschen hat, und da\u00df er es verleihen kann, wem er will.<br>23 Da\u00df aber der Befehl gegeben worden ist, der Wurzelstock des Baumes solle belassen bleiben, das hat folgende Bedeutung: dein K\u00f6nigtum wird dir wieder zuteil werden, sobald du erkannt hast, da\u00df der Himmel Herr (\u00fcber alles) ist.<br>24 Darum, o K\u00f6nig, la\u00df dir meinen Rat gefallen: Mache deine S\u00fcnden wieder gut durch Gerechtigkeit und deine Verschuldungen durch Barmherzigkeit gegen Ungl\u00fcckliche! Vielleicht ist dann deinem Wohlergehen lange Dauer beschieden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Traum trifft ein &#8211; Nebukadnezar wird erniedrigt aber auch wiederhergestellt<\/h4>\n\n\n\n<p>25 Alles dies traf dann beim K\u00f6nig Nebukadnezar ein.<br>26 Als er sich n\u00e4mlich zw\u00f6lf Monate sp\u00e4ter auf seinem k\u00f6niglichen Palast in Babylon erging,<br>27 sprach er die Worte aus: \u00bbIst dies nicht das gro\u00dfe Babylon, das ich zum k\u00f6niglichen Wohnsitz durch meine gewaltige Macht und zum Ruhm meiner Herrlichkeit erbaut habe?\u00ab<br>28 Noch war das Wort im Munde des K\u00f6nigs, da erscholl eine Stimme vom Himmel herab: \u00bbDir, o K\u00f6nig Nebukadnezar, wird hiermit kundgetan: die K\u00f6nigsw\u00fcrde ist dir genommen!<br>29 Aus der Verbindung mit Menschen wirst du ausgesto\u00dfen, und bei den Tieren des Feldes soll dein Aufenthalt sein; Gras wird man dir zur Nahrung geben wie den Rindern, und sieben Zeiten werden \u00fcber dich dahingehen, bis du erkennst, da\u00df der H\u00f6chste die Gewalt \u00fcber das K\u00f6nigtum der Menschen hat und da\u00df er es verleihen kann, wem er will.\u00ab<br>30 Augenblicklich erf\u00fcllte sich das Wort an Nebukadnezar: er wurde aus der Verbindung mit Menschen ausgesto\u00dfen, n\u00e4hrte sich von Gras wie die Rinder, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so lang gewachsen war wie Adlerfedern und seine N\u00e4gel wie Vogelkrallen.<br>31 \u00bbNach Verlauf der (festgesetzten) Zeit aber richtete ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel empor; und als ich wieder zu Verstand gekommen war, dankte ich dem H\u00f6chsten und pries und r\u00fchmte hoch den ewig Lebenden, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen K\u00f6nigtum von Geschlecht zu Geschlecht besteht.<br>32 Alle Bewohner der Erde verschwinden neben ihm wie nichts; nach seinem Gutd\u00fcnken verf\u00e4hrt er sowohl mit dem Heere des Himmels als auch mit den Bewohnern der Erde, und niemand ist da, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen d\u00fcrfte: \u203aWas tust du da?\u2039<br>33 Zu derselben Zeit kam mir mein Verstand wieder, und zum Ruhm meines Reiches kehrte meine Herrlichkeit und mein Glanz wieder zu mir zur\u00fcck, und meine R\u00e4te und meine Gro\u00dfen suchten mich auf: ich wurde wieder in meine k\u00f6nigliche W\u00fcrde eingesetzt, und noch gr\u00f6\u00dfere Macht wurde mir verliehen.\u00ab<br>34 \u00bbNun preise und erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, den K\u00f6nig des Himmels; denn all sein Tun ist Wahrheit, und sein Walten ist Gerechtigkeit, und die in Hochmut Wandelnden vermag er zu dem\u00fctigen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Belsazas Mi\u00dfachtung des Tempelschatzes von Israels Gott &#8211; und dessen Gericht<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Der K\u00f6nig Belsazar veranstaltete f\u00fcr seine tausend Gro\u00dfen ein pr\u00e4chtiges Gastmahl und trank Wein, vor den Tausend sitzend.<br>2 In der Weinlaune befahl Belsazar dann, man solle die goldenen und silbernen Gef\u00e4\u00dfe herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit aus ihnen der K\u00f6nig und seine Gro\u00dfen, seine Gemahlinnen und Nebenfrauen tr\u00e4nken.<br>3 So wurden denn die goldenen (und silbernen) Gef\u00e4\u00dfe, die man aus dem Tempel des Hauses Gottes zu Jerusalem geraubt hatte, herbeigebracht; und der K\u00f6nig und seine Gro\u00dfen, seine Gemahlinnen und Nebenfrauen tranken.<br>4 Sie tranken Wein und sangen dabei Loblieder auf ihre G\u00f6tter von Gold und Silber, von Kupfer, Eisen, Holz und Stein.<br>5 In demselben Augenblick kamen die Finger einer Menschenhand zum Vorschein und schrieben, dem Kronleuchter gegen\u00fcber, auf die get\u00fcnchte Wand des k\u00f6niglichen Saales, so da\u00df der K\u00f6nig den R\u00fccken der schreibenden Hand sah.<br>6 Da entf\u00e4rbte sich das Antlitz des K\u00f6nigs, be\u00e4ngstigende Gedanken \u00fcberfielen ihn, und alle Kraft wich aus seinen Gliedern, so da\u00df seine Knie schlotterten.<br>7 Der K\u00f6nig rief laut, man solle die Beschw\u00f6rer, die Chald\u00e4er und die Wahrsager herbeiholen, und sagte zu den Weisen Babylons: \u00bbWer die Schrift dort lesen kann und mir ihre Deutung zu geben wei\u00df, der soll in Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette am Halse tragen und der Dritte in der Regierung des Reiches sein.\u00ab<br>8 Da traten denn alle Weisen des K\u00f6nigs heran, konnten aber weder die Schrift lesen noch ihre Deutung dem K\u00f6nig angeben.<br>9 Als nun der K\u00f6nig Belsazar in die h\u00f6chste Angst geriet und sich im Gesicht verf\u00e4rbte und seine Gro\u00dfen fassungslos waren,<br>10 begab sich die K\u00f6niginmutter infolge der Aufforderungen des K\u00f6nigs und seiner Gro\u00dfen in den Speisesaal und richtete folgende Worte an den K\u00f6nig: \u00bbO K\u00f6nig, m\u00f6gest du ewig leben! Du brauchst dich nicht \u00e4ngstigenden Gedanken hinzugeben und dich im Gesicht nicht zu verf\u00e4rben!<br>11 Es gibt in deinem Reiche einen Mann, in welchem der Geist der heiligen G\u00f6tter wohnt und bei dem schon w\u00e4hrend der Regierung deines Vaters Erleuchtung, Scharfsinn und Weisheit von geradezu g\u00f6ttlicher Art gefunden worden sind, so da\u00df dein Vater, der K\u00f6nig Nebukadnezar, ihn zum Obersten der Gelehrten und Beschw\u00f6rer, der Chald\u00e4er und Wahrsager erhoben hat, dein eigener Vater, o K\u00f6nig,<br>12 weil eben ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Geist, Verstand und Scharfsinn in der Auslegung von Tr\u00e4umen und in der L\u00f6sung von R\u00e4tseln und in der Erkl\u00e4rung geheimnisvoller Dinge bei ihm zu finden waren, n\u00e4mlich bei Daniel, dem der K\u00f6nig den Namen Beltsazar gegeben hat. So lasse man also Daniel rufen: der wird die Deutung schon geben!\u00ab<br>13 Als nun Daniel vor den K\u00f6nig hereingef\u00fchrt war, redete dieser ihn folgenderma\u00dfen an: \u00bbDu bist also Daniel, einer von den in die Verbannung gef\u00fchrten Jud\u00e4ern, die mein k\u00f6niglicher Vater aus Juda hergebracht hat?<br>14 Ich habe von dir geh\u00f6rt, da\u00df ein g\u00f6ttlicher Geist in dir wohnt und da\u00df Erleuchtung, Scharfsinn und au\u00dfergew\u00f6hnliche Weisheit bei dir gefunden werden.<br>15 Nun sind soeben die Weisen und Beschw\u00f6rer vor mich gef\u00fchrt worden, um die Schrift dort zu lesen und mir ihren Sinn zu deuten; sie sind aber nicht imstande gewesen, mir die Deutung der Worte zu geben.<br>16 Von dir aber habe ich geh\u00f6rt, da\u00df du Deutungen zu geben und geheimnisvolle Dinge zu erkl\u00e4ren vermagst. Nun denn, wenn du die Schrift dort zu lesen und mir ihren Sinn anzugeben vermagst, so sollst du in Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette am Halse tragen und der Dritte in der Regierung des Reiches sein!\u00ab<br>17 Da gab Daniel dem K\u00f6nig folgende Antwort: \u00bbDeine Geschenke magst du f\u00fcr dich behalten und deine Belohnungen einem andern geben; jedoch die Schrift will ich dem K\u00f6nige lesen und ihren Sinn ihm angeben.<br>18 O K\u00f6nig! Der h\u00f6chste Gott hatte deinem Vater Nebukadnezar Herrschaft und Macht, Ruhm und Herrlichkeit verliehen;<br>19 und infolge der Macht, die er ihm verliehen hatte, zitterten und bebten vor ihm alle V\u00f6lker, St\u00e4mme und Zungen. Er t\u00f6tete, wen er wollte, und lie\u00df am Leben, wen er wollte; er erh\u00f6hte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte.<br>20 Als aber sein Herz sich \u00fcberhob und sein Sinn stolz wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem K\u00f6nigsthron herabgest\u00fcrzt und seine W\u00fcrde ihm genommen.<br>21 Aus der Verbindung mit Menschen wurde er ausgesto\u00dfen, tierisches Wesen nahm von ihm Besitz, und bei den Wildeseln war sein Aufenthalt; man gab ihm Gras zur Nahrung wie den Rindern, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er zur Erkenntnis kam, da\u00df der h\u00f6chste Gott \u00fcber das K\u00f6nigtum der Menschen verf\u00fcgt und in dieses einsetzen kann, wen er will.<br>22 Du aber, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht dem\u00fctig gemacht, wiewohl du dieses alles wu\u00dftest,<br>23 hast dich vielmehr \u00fcber den Herrn des Himmels erhoben, so da\u00df man die Gef\u00e4\u00dfe seines Tempels vor dich hat bringen m\u00fcssen, damit du mit deinen Gro\u00dfen, deinen Gemahlinnen und Nebenfrauen Wein aus ihnen tr\u00e4nkest; und auf die G\u00f6tter von Silber und Gold, von Kupfer und Eisen, Holz und Stein, die weder sehen noch h\u00f6ren k\u00f6nnen und keinen Verstand besitzen, hast du Loblieder gesungen, dagegen dem Gott, in dessen Hand dein Lebensodem steht und von dem dein ganzes Schicksal abh\u00e4ngt, hast du keine Ehre erwiesen.<br>24 Infolgedessen ist diese gew\u00f6lbte Hand von ihm gesandt und die Schrift dort hingezeichnet worden.<br>25 Was dort aber geschrieben steht, lautet so: Mene, mene, tekel upharsin;<br>26 und dies ist die Deutung der Worte: Mene = gez\u00e4hlt hat Gott die Tage deines K\u00f6nigtums und ihm ein Ende bereitet;<br>27 Tekel = gewogen bist du auf der Waage und zu leicht erfunden;<br>28 Peres = zerteilt wird dein Reich und wird den Medern und Persern gegeben.\u00ab<br>29 Hierauf gab Belsazar Befehl, und man kleidete Daniel in Purpur, legte ihm eine goldene Kette um den Hals und rief \u00f6ffentlich von ihm aus, da\u00df er als Dritter im Reiche herrschen solle. \u2013<br>30 Noch in derselben Nacht wurde Belsazar, der Chald\u00e4erk\u00f6nig, ermordet,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Intrigen der persischen Oberen bringen Daniel in eine L\u00f6wengrube &#8211; aber auch er wird gerettet und gesegnet<\/h4>\n\n\n\n<p>1 und Darius, der Meder, erhielt die Herrschaft im Alter von zweiundsechzig Jahren.<br>2 Darius befand es f\u00fcr gut, hundertundzwanzig Satrapen \u00fcber sein Reich einzusetzen, die im ganzen Reiche verteilt sein sollten,<br>3 \u00fcber diese aber drei Minister zu bestellen, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der K\u00f6nig keinen Schaden erlitte.<br>4 Da \u00fcberragte denn dieser Daniel wiederum die \u00fcbrigen Minister und die Satrapen, weil ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Geist in ihm wohnte; und der K\u00f6nig ging mit dem Gedanken um, ihm die Verwaltung des ganzen Reiches zu \u00fcbertragen.<br>5 Da suchten die Minister und die Satrapen eine Anklage gegen Daniel auf Grund seiner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung ausfindig zu machen, konnten aber keinerlei Schuld und nichts Nachteiliges bei ihm entdecken, weil er treu war und ihm keinerlei Nachl\u00e4ssigkeit der Verfehlung nachzuweisen war.<br>6 Da sagten jene M\u00e4nner: \u00bbWir werden gegen diesen Daniel niemals einen Anklagegrund ausfindig machen, es sei denn in betreff seiner Gottesverehrung.\u00ab<br>7 Hierauf begaben sich jene Minister und die Satrapen eilends zum K\u00f6nig und sagten zu ihm: \u00bbK\u00f6nig Darius, m\u00f6gest du ewig leben!<br>8 S\u00e4mtliche Oberbeamte des Reiches, die Staatsr\u00e4te und Satrapen, die Kronr\u00e4te und Befehlshaber haben es f\u00fcr ratsam erachtet, da\u00df eine k\u00f6nigliche Verordnung zu erlassen und ein Verbot aufzustellen sei, wonach jeder, der im Verlauf von drei\u00dfig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder an einen Menschen richtet au\u00dfer an dich, o K\u00f6nig, in die L\u00f6wengrube geworfen werden soll.<br>9 Nun denn, o K\u00f6nig, erla\u00df das Verbot und la\u00df eine schriftliche Verordnung ergehen, die nach dem unwiderruflichen Gesetz der Meder und Perser nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden darf!\u00ab<br>10 Daraufhin lie\u00df der K\u00f6nig Darius die schriftliche Verordnung mit dem darin enthaltenen Verbot ausfertigen.<br>11 Sobald nun Daniel erfuhr, da\u00df die Verordnung ausgefertigt war, begab er sich in seine Wohnung, wo er in seinem Obergemach Fenster hatte, die nach Jerusalem hin offen standen; er warf sich dort t\u00e4glich dreimal auf die Knie nieder, verrichtete sein Gebet und seine Lobpreisung vor seinem Gott ganz so, wie er es auch vordem regelm\u00e4\u00dfig getan hatte.<br>12 Da st\u00fcrmten jene M\u00e4nner herbei und fanden Daniel, wie er vor seinem Gott betete und flehte.<br>13 Darauf traten sie vor den K\u00f6nig und fragten mit Bezug auf das k\u00f6nigliche Verbot: \u00bbHast du nicht ein Verbot ausfertigen lassen, wonach jeder, der innerhalb der n\u00e4chsten drei\u00dfig Tage eine Bitte an irgendeinen Gott oder einen Menschen richten w\u00fcrde au\u00dfer an dich, o K\u00f6nig, in die L\u00f6wengrube geworfen werden soll?\u00ab Der K\u00f6nig antwortete: \u00bbDie Sache steht fest nach dem unwiderruflichen Gesetz der Meder und Perser.\u00ab<br>14 Darauf erwiderten sie dem K\u00f6nig: \u00bbDaniel, einer von den in die Verbannung hergef\u00fchrten Jud\u00e4ern, hat nicht auf dich, o K\u00f6nig, geachtet, noch auf das Verbot, das du hast ausfertigen lassen, sondern verrichtet dreimal t\u00e4glich sein Gebet.\u00ab<br>15 Als der K\u00f6nig das h\u00f6rte, wurde er \u00fcber die Mitteilung sehr betr\u00fcbt und sann dar\u00fcber nach, wie er Daniel retten k\u00f6nnte, und war bis Sonnenuntergang bem\u00fcht, ihn frei zu machen.<br>16 Da st\u00fcrmten aber jene M\u00e4nner (wiederum) zum K\u00f6nig und sagten zu ihm: \u00bbBedenke, o K\u00f6nig, da\u00df bei den Medern und Persern ein Gesetz besteht, nach welchem kein vom K\u00f6nig erlassenes Verbot oder Gebot r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden darf.\u00ab<br>17 Da gab der K\u00f6nig Befehl, worauf man Daniel herbeiholte und ihn in den L\u00f6wenzwinger warf. Dabei richtete der K\u00f6nig an Daniel die Worte: \u00bbDein Gott, dem du mit aller Ausdauer dienst, der m\u00f6ge dich retten!\u00ab<br>18 Hierauf wurde ein Stein herbeigebracht und oben auf die \u00d6ffnung der Grube gelegt; der K\u00f6nig aber versiegelte ihn mit seinem Siegelring und mit dem Siegel seiner obersten Beamten, damit kein unbefugtes Eingreifen in die Sache Daniels m\u00f6glich sei.<br>19 Hierauf begab sich der K\u00f6nig in seinen Palast zur\u00fcck und verbrachte die Nacht, ohne etwas zu genie\u00dfen; er lie\u00df auch keine von seinen Frauen zu sich f\u00fchren, doch kein Schlaf kam in seine Augen.<br>20 Dann stand der K\u00f6nig fr\u00fchmorgens, sobald es hell wurde, auf und begab sich eiligst zu der L\u00f6wengrube;<br>21 und als er sich der Grube n\u00e4herte, rief er dem Daniel mit angstvoller Stimme zu und richtete die Frage an ihn: \u00bbDaniel, Verehrer des lebendigen Gottes! Hat dein Gott, dem du mit aller Ausdauer dienst, dich vor den L\u00f6wen zu retten vermocht?\u00ab<br>22 Da antwortete Daniel dem K\u00f6nig: \u00bbO K\u00f6nig, m\u00f6gest du ewig leben!<br>23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den L\u00f6wen den Rachen verschlossen, so da\u00df sie mir nichts zuleide getan haben, weil meine Unschuld ihm bekannt war; und auch dir gegen\u00fcber habe ich mir kein Unrecht zuschulden kommen lassen.\u00ab<br>24 Da wurde der K\u00f6nig hoch erfreut; er lie\u00df Daniel aus der Grube heraufholen; und als man ihn heraufgezogen hatte, fand sich nicht die geringste Verletzung an ihm, weil er auf seinen Gott vertraut hatte.<br>25 Dann wurden auf Befehl des K\u00f6nigs jene M\u00e4nner, die Daniel verleumdet hatten, herbeigeholt und samt ihren Kindern und Frauen in die L\u00f6wengrube geworfen; und ehe sie noch den Boden der Grube erreicht hatten, waren die L\u00f6wen schon \u00fcber sie hergefallen und hatten ihnen alle Knochen zermalmt.<br>26 Hierauf schrieb der K\u00f6nig Darius an alle V\u00f6lker, Volksst\u00e4mme und Zungen, die auf der ganzen Erde wohnten: \u00bbHeil m\u00f6ge euch in F\u00fclle zuteil werden!<br>27 Hiermit ergeht der Befehl von mir, da\u00df man im ganzen Bereich meiner k\u00f6niglichen Herrschaft vor dem Gott Daniels zittern und ihn f\u00fcrchten soll; denn er ist der lebendige Gott, der in Ewigkeit bleibt; sein Reich ist unzerst\u00f6rbar, und seine Herrschaft nimmt kein Ende.<br>28 Er errettet und befreit und vollf\u00fchrt Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden, er, der Daniel aus der Gewalt der L\u00f6wen errettet hat.\u00ab<br>29 Und dieser Daniel war ein einflu\u00dfreicher Mann w\u00e4hrend der Regierung des Darius und auch w\u00e4hrend der Regierung des Persers Cyrus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Prophetischer Teil: Die Gesichte Daniels \u00fcber die vier Weltreiche und \u00fcber die messianische Endzeit (Kapitel 7-12)<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniels Traum von den vier Tieren und dem Menschensohn<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im ersten Regierungsjahre Belsazars, des K\u00f6nigs von Babylon, sah Daniel einen Traum, und Erscheinungen traten ihm auf seinem Lager vor die Augen. Darauf schrieb er den Traum nieder und berichtete die Hauptsachen,<br>2 mit folgenden Worten: \u00bbIch, Daniel, hatte in meinem Nachtgesicht eine Erscheinung und sah, wie die vier Winde des Himmels das gro\u00dfe Meer erregten.<br>3 Da stiegen vier gewaltige Tiere aus dem Meere hervor, jedes von dem andern verschieden.<br>4 Das erste sah aus wie ein L\u00f6we, hatte aber Adlerfl\u00fcgel; ich betrachtete es, bis ihm die Fl\u00fcgel ausgerissen wurden und es von der Erde emporgehoben und wie ein Mensch aufrecht auf zwei F\u00fc\u00dfe gestellt und ihm ein Menschenherz gegeben wurde. \u2013<br>5 Darauf erschien ein anderes, zweites Tier, das einem B\u00e4ren glich; es war nur auf der einen Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen im Rachen zwischen seinen Z\u00e4hnen, und es wurde ihm geboten: \u203aAuf! Fri\u00df viel Fleisch!\u2039 \u2013<br>6 Als ich dann wieder hinblickte, sah ich ein anderes Tier, das einem Panther glich, aber vier Vogelfl\u00fcgel auf seinem R\u00fccken hatte; auch vier K\u00f6pfe hatte das Tier, und ihm wurde Herrschermacht verliehen. \u2013<br>7 Darauf erschien mir in meinen Nachtgesichten pl\u00f6tzlich ein viertes Tier, schrecklich und furchtbar und au\u00dferordentlich stark; es hatte gewaltige Z\u00e4hne von Eisen (und Klauen von Erz); es fra\u00df und zermalmte und zertrat das, was \u00fcbriggeblieben war, mit seinen F\u00fc\u00dfen; es sah ganz anders aus als alle die vorigen Tiere und hatte auch noch zehn H\u00f6rner.<br>8 W\u00e4hrend ich nun genau auf die H\u00f6rner achtgab, sah ich, wie ein anderes, kleines Horn zwischen ihnen hervorscho\u00df, worauf drei von den ersten H\u00f6rnern vor ihm ausgerissen wurden; und jetzt sah ich, da\u00df an diesem Horn Augen wie Menschenaugen sa\u00dfen und ein Mund, der vermessene Reden f\u00fchrte.\u00ab<br>9 \u00bbIch schaute zu, bis St\u00fchle hingestellt wurden und ein ehrw\u00fcrdiger Greis Platz nahm. Sein Gewand war wei\u00df wie Schnee und sein Haupthaar wie reine Wolle; sein Thron bestand aus Feuerflammen und hatte R\u00e4der von loderndem Feuer.<br>10 Ein Feuerstrom ergo\u00df sich und ging von ihm aus; tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen dienstbereit vor ihm. Der Gerichtshof setzte sich, und (die) B\u00fccher wurden aufgeschlagen.<br>11 Ich schaute unverwandt hin wegen des L\u00e4rms der vermessenen Reden, die das Horn f\u00fchrte; ich schaute zu, bis das Tier get\u00f6tet und sein Leib vernichtet und zum Verbrennen dem Feuer \u00fcbergeben wurde.<br>12 Auch den \u00fcbrigen Tieren wurde dann ihre Macht genommen und ihnen ihre Lebensdauer auf Jahr und Tag bestimmt. \u2013<br>13 W\u00e4hrend ich noch in das Anschauen der Nachtgesichte versunken war, sah ich, wie mit den Wolken des Himmels Einer kam, der wie eines Menschen Sohn aussah; dieser gelangte zu dem ehrw\u00fcrdigen Greise und wurde vor ihn gef\u00fchrt.<br>14 Ihm wurde dann Macht, Ehre und Herrschaft verliehen, so da\u00df alle V\u00f6lker, Volksst\u00e4mme und Zungen ihm untertan waren. Seine Macht sollte von ewiger Dauer und unverg\u00e4nglich sein und sein K\u00f6nigreich ein solches, das niemals vernichtet werden kann.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel erh\u00e4lt die Deutung \u00fcber das Gesicht der vier Tiere<\/h4>\n\n\n\n<p>15 \u00bbDa ich, Daniel, mich infolgedessen in meinem Inneren beunruhigt f\u00fchlte und die Gesichte, die ich geschaut hatte, mir Angst verursachten,<br>16 n\u00e4herte ich mich einem der Dastehenden und bat ihn um sichere Auskunft \u00fcber dies alles. Da antwortete er mir, indem er mir Aufschlu\u00df \u00fcber die Vorg\u00e4nge gab:<br>17 \u203aJene gewaltigen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten vier K\u00f6nige, die auf der Erde erstehen werden.<br>18 Aber die Heiligen des H\u00f6chsten werden die Herrschaft erhalten und werden die Herrschaft innehaben bis in Ewigkeit, ja bis in eine Ewigkeit von Ewigkeiten.\u2039<br>19 Hierauf w\u00fcnschte ich Sicheres \u00fcber das vierte Tier zu erfahren, das sich von allen anderen unterschied und besonders furchtbar war, dessen Z\u00e4hne von Eisen und dessen Klauen von Erz waren, das da fra\u00df und zermalmte und, was \u00fcbriggeblieben war, mit seinen F\u00fc\u00dfen zertrat;<br>20 auch \u00fcber die zehn H\u00f6rner auf seinem Kopfe (w\u00fcnschte ich sichere Auskunft) und \u00fcber das andere (kleine) Horn, das hervorgeschossen und vor dem drei H\u00f6rner ausgefallen waren und das Augen hatte und einen Mund, der vermessene Reden f\u00fchrte, und das gr\u00f6\u00dfer anzusehen war als die \u00fcbrigen.<br>21 Ich hatte auch gesehen, wie jenes Horn Krieg mit den Heiligen f\u00fchrte und sie \u00fcberw\u00e4ltigte,<br>22 bis der ehrw\u00fcrdige Greis kam und den Heiligen des H\u00f6chsten Recht geschafft wurde und die Zeit eintrat, wo die Heiligen die Herrschaft in dauernden Besitz nahmen.<br>23 Er gab mir also folgende Auskunft: \u203aDas vierte Tier (bedeutet) ein viertes Reich, das auf Erden sein wird, verschieden von allen anderen Reichen; es wird die ganze Erde verschlingen und sie zertreten und zermalmen.<br>24 Die zehn H\u00f6rner aber (bedeuten), da\u00df aus eben diesem Reiche zehn K\u00f6nige erstehen werden; und nach ihnen wird noch ein anderer auftreten, der von den fr\u00fcheren verschieden ist und drei K\u00f6nige st\u00fcrzen wird.<br>25 Er wird vermessene Reden gegen den H\u00f6chsten f\u00fchren und die Heiligen des H\u00f6chsten mi\u00dfhandeln und darauf ausgehen, die Festzeiten und das Gesetz (Gottes) zu \u00e4ndern; und sie werden seiner Gewalt preisgegeben sein ein Jahr und zwei Jahre und ein halbes Jahr.<br>26 Dann aber wird der Gerichtshof Sitzung halten, und man wird ihm die Herrschaft entrei\u00dfen, um sie endg\u00fcltig zu vernichten und zu beseitigen.<br>27 Alsdann wird das K\u00f6nigtum und die Herrschaft und die Macht \u00fcber die Reiche unter dem ganzen Himmel dem Volke der Heiligen des H\u00f6chsten verliehen werden: sein Reich wird von ewiger Dauer sein, und alle anderen M\u00e4chte werden ihm dienen und untertan sein.\u2039\u00ab<br>28 Damit ist der Bericht zu Ende. Mich, Daniel, beunruhigten meine Gedanken sehr, so da\u00df meine Gesichtsfarbe sich an mir ver\u00e4nderte; aber das Erlebnis habe ich in meiner Erinnerung festgehalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniels Gesicht \u00fcber einen Widder und einen Ziegenbock<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im dritten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach jenem, das mir als erstes erschienen war.<br>2 Als ich das Gesicht hatte, war es mir beim Anschauen, als ob ich mich in der Burg Susa, die in der Landschaft Elam liegt, bef\u00e4nde; und ich sah mich in diesem Gesicht am Flu\u00df Ulai.<br>3 Als ich nun meine Augen aufschlug und Umschau hielt, sah ich da einen Widder, der vor dem Flu\u00df stand und zwei H\u00f6rner hatte; beide H\u00f6rner waren hoch, aber das eine war h\u00f6her als das andere, und das h\u00f6here war zuletzt emporgewachsen.<br>4 Ich sah nun, wie der Widder nach Westen und nach Norden und nach S\u00fcden stie\u00df, und kein einziges Tier konnte ihm widerstehen und niemand vermochte aus seiner Gewalt zu erretten, und er tat, was ihm beliebte, und wurde immer st\u00e4rker.<br>5 W\u00e4hrend ich ihn noch aufmerksam betrachtete, sah ich einen Ziegenbock von Westen her \u00fcber die ganze Erde weg kommen, ohne da\u00df er den Boden (mit den F\u00fc\u00dfen) ber\u00fchrte, und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.<br>6 Als er nun bis zu dem Widder mit den zwei H\u00f6rnern, den ich vor dem Flu\u00df hatte stehen sehen, gekommen war, rannte er w\u00fctend mit aller Kraft auf ihn los.<br>7 Ich sah dann, wie er nahe an den Widder herankam und sich erbittert auf ihn st\u00fcrzte und den Widder stie\u00df und ihm seine beiden H\u00f6rner zerbrach; und da der Widder nicht stark genug war, ihm zu widerstehen, schleuderte er ihn zu Boden und zertrat ihn, und niemand war da, der den Widder aus seiner Gewalt gerettet h\u00e4tte.<br>8 Hierauf wurde der Ziegenbock \u00fcberaus gro\u00df, als er aber am st\u00e4rksten war, brach das gro\u00dfe Horn ab, und vier andere ansehnliche H\u00f6rner wuchsen an seiner Stelle hervor nach den vier Himmelsgegenden hin.<br>9 Aus einem von ihnen aber kam ein anderes kleines Horn zum Vorschein, das dann \u00fcber die Ma\u00dfen gro\u00df wurde gegen S\u00fcden und gegen Osten und gegen das Prachtland der Erde.<br>10 Ja, es wuchs bis zum Heer des Himmels empor und warf einige von dem Heere und von den Sternen auf die Erde hinab und zertrat sie.<br>11 Sogar bis zu dem F\u00fcrsten des Heeres erhob es sich mit seiner \u00dcberhebung, so da\u00df diesem das t\u00e4gliche Opfer entzogen und die St\u00e4tte seines Heiligtums entehrt wurde;<br>12 und auf das t\u00e4gliche Opfer wurde das Frevelopfer gelegt, und (das Horn) warf die Wahrheit zu Boden, und was es unternahm, das gelang ihm.<br>13 Da h\u00f6rte ich einen Heiligen reden; es fragte n\u00e4mlich ein Heiliger den betreffenden, der da redete: \u00bbBis wann geht das Gesicht, da\u00df das t\u00e4gliche Opfer aufgehoben und der verw\u00fcstende Frevel aufgestellt und das Heiligtum zur Zertretung dahingegeben ist?\u00ab<br>14 Da antwortete er ihm: \u00bbBis zu zweitausenddreihundert Abend-Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Deutung \u00fcber Widder und Ziegenbock<\/h4>\n\n\n\n<p>15 Als nun ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, sah ich pl\u00f6tzlich Einen mir gegen\u00fcber stehen, der wie ein Mann aussah.<br>16 Dann h\u00f6rte ich eine Menschenstimme \u00fcber dem Ulai laut rufen: \u00bbGabriel, erkl\u00e4re diesem da das Gesicht!\u00ab<br>17 Da kam er auf den Ort zu, wo ich stand; und als ich bei seiner Ann\u00e4herung erschrak und mich auf mein Angesicht niederwarf, sagte er zu mir: \u00bbGib acht, Menschenkind! Denn das Gesicht bezieht sich auf die Endzeit.\u00ab<br>18 Als er aber so zu mir redete, wurde ich ohnm\u00e4chtig und sank auf mein Angesicht zur Erde nieder; doch er fa\u00dfte mich an und brachte mich wieder zu aufrechtem Stehen auf meinem Platze.<br>19 Dann sagte er: \u00bbWisse wohl: ich will dir kundtun, was in der letzten Zeit des Zorns geschehen wird; denn das Gesicht bezieht sich auf die (von Gott) festgesetzte Endzeit.<br>20 Der zweih\u00f6rnige Widder, den du gesehen hast, bedeutet die K\u00f6nige von Medien und Persien;<br>21 der [zottige] Bock aber ist der K\u00f6nig von Griechenland; und das gro\u00dfe Horn, das sich auf seiner Stirn befindet, ist der erste K\u00f6nig.<br>22 Da\u00df dann, als es abbrach, vier andere H\u00f6rner an seiner Stelle hervorkamen (bedeutet): vier Reiche werden aus seinem Volk hervorgehen, aber ohne die Macht, wie jener sie besa\u00df.<br>23 In der letzten Zeit ihrer Herrschaft aber, wenn die Frevler das Ma\u00df ihrer S\u00fcnden voll machen, wird ein K\u00f6nig auftreten frechen Angesichts und ein Meister in R\u00e4nken.<br>24 Seine Macht wird gewaltig sein, aber nicht durch seine eigene Macht; er wird au\u00dferordentliches Unheil anrichten, und seine Unternehmungen werden Erfolg haben; er wird M\u00e4chtige und auch das Volk der Heiligen ins Verderben st\u00fcrzen.<br>25 Infolge seiner Klugheit wird ihm der Trug, mit dem er umgeht, gelingen, und er wird hochm\u00fctigen Sinnes werden und viele unversehens zugrunde richten; dann aber, wenn er sich gegen den F\u00fcrsten der F\u00fcrsten erhoben hat, wird er zerschmettert werden ohne Zutun von Menschenhand.<br>26 Und das Gesicht von den Abend-Morgen, das dir mitgeteilt worden ist (V.14), das ist zuverl\u00e4ssig; du aber verwahre das Gesicht unter Siegel, denn es bezieht sich auf eine ferne Zeit.\u00ab<br>27 Hierauf war ich, Daniel, ganz ersch\u00f6pft und lag einige Tage krank; dann stand ich zwar wieder auf und versah meinen Dienst beim K\u00f6nig, befand mich aber wegen des Gesichts in entsetzlicher Aufregung; da ich es mir nicht erkl\u00e4ren konnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel dem\u00fctigt sich vor Gott und fleht f\u00fcr sein Volk<\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im ersten Regierungsjahre des Darius, des Sohnes des Ahasveros, der von medischer Herkunft war und die Herrschaft \u00fcber das Reich der Chald\u00e4er erlangt hatte,<br>2 im ersten Jahre seiner Regierung, richtete ich, Daniel, meine Aufmerksamkeit in den (heiligen) Schriften auf die Zahl der Jahre, in betreff derer das Wort des HERRN einst an den Propheten Jeremia ergangen war, da\u00df n\u00e4mlich \u00fcber den Tr\u00fcmmern Jerusalems eine Zeit von siebzig Jahren hingehen sollte.<br>3 So richtete ich denn mein Angesicht zu Gott dem Herrn, um ihn mit Gebet und Flehen zu suchen unter Fasten und in Sack und Asche.<br>4 Ich betete also zum HERRN, meinem Gott, und legte mein Bekenntnis mit folgenden Worten ab: \u00bbAch, Herr, du gro\u00dfer und furchtbarer Gott, der du deinen Bund und deine Gnade denen bewahrst, die dich lieben und deine Gebote halten!<br>5 Wir haben ges\u00fcndigt und unrecht getan, wir sind gottlos und ungehorsam gewesen und von deinen Geboten und deinen Satzungen abgewichen;<br>6 wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, geh\u00f6rt, die in deinem Namen zu unsern K\u00f6nigen und unsern F\u00fcrsten, zu unsern V\u00e4tern und dem ganzen Volk des Landes geredet haben.<br>7 Auf deiner Seite, Herr, ist die Gerechtigkeit, auf der unsrigen aber die Schamr\u00f6te im Angesicht, wie es jetzt zu Tage liegt: f\u00fcr die M\u00e4nner von Juda und die Bewohner Jerusalems und f\u00fcr alle Israeliten, sie seien nahe oder fern, in all den L\u00e4ndern, wohin du sie versto\u00dfen hast wegen der Untreue, die sie sich gegen dich haben zuschulden kommen lassen.<br>8 Ja, HERR! Uns mu\u00df die Schamr\u00f6te ins Angesicht steigen, unsern K\u00f6nigen, unsern F\u00fcrsten und unsern V\u00e4tern, weil wir gegen dich ges\u00fcndigt haben.<br>9 Doch bei dem Herrn, unserm Gott, ist die Barmherzigkeit und die Vergebung, obschon wir uns gegen ihn aufgelehnt haben<br>10 und der Stimme des HERRN, unsers Gottes, nicht gehorsam gewesen sind, um nach seinen Weisungen zu wandeln, die er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat.<br>11 Ja, ganz Israel hat dein Gesetz \u00fcbertreten und ist untreu gewesen, ohne deinen Weisungen Folge zu leisten. Darum ist auch der Fluch und Schwur \u00fcber uns hereingebrochen, der im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht (3.Mose 25,14-39; 5.Mose 28,15-68), weil wir gegen Gott ges\u00fcndigt haben;<br>12 und er hat nun an uns und an unseren Herrschern, die \u00fcber uns regiert haben, seine Drohung in Erf\u00fcllung gehen lassen, die er ausgesprochen hat, da\u00df er gro\u00dfes Unheil \u00fcber uns verh\u00e4ngen wolle, so da\u00df unter dem ganzen Himmel sich nirgends etwas so Schlimmes ereignet hat, wie es Jerusalem widerfahren ist.<br>13 Ja, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, so ist all dieses Unheil \u00fcber uns hereingebrochen. Dennoch haben wir den HERRN, unsern Gott, nicht dadurch vers\u00f6hnt, da\u00df wir von unsern S\u00fcnden umgekehrt w\u00e4ren und auf deine Wahrheit geachtet h\u00e4tten.<br>14 Darum ist der HERR auf das Unheil bedacht gewesen und hat es \u00fcber uns kommen lassen; denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er vollf\u00fchrt; wir aber haben auf seine Stimme nicht geachtet.<br>15 Und nun, o Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus \u00c4gypten gef\u00fchrt und dir dadurch einen Namen gemacht hast bis auf den heutigen Tag: \u2013 wir haben ges\u00fcndigt, haben gottlos gehandelt.<br>16 O Herr, la\u00df doch nach allen Erweisen deiner Gerechtigkeit deinen Zorn und Grimm sich von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berge abwenden! Denn um unserer S\u00fcnden willen und wegen der \u00dcbertretungen unserer V\u00e4ter ist Jerusalem und dein Volk f\u00fcr alle rings um uns wohnenden V\u00f6lker ein Gegenstand des Hohns geworden.<br>17 Nun aber erh\u00f6re, unser Gott, das Gebet und Flehen deines Knechtes und la\u00df dein Angesicht \u00fcber dein verw\u00fcstetes Heiligtum leuchten um deinetwillen, o Herr!<br>18 Neige, mein Gott, dein Ohr und h\u00f6re! \u00d6ffne deine Augen und sieh unsere Tr\u00fcmmer an und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn nicht auf Grund der Erweise unserer Gerechtigkeit bringen wir unser Flehen vor dich, nein, im Vertrauen auf deine gro\u00dfe Barmherzigkeit.<br>19 O Herr, h\u00f6re! Herr, vergib! Herr, merke auf und handle ohne Verzug um deiner selbst willen, du mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk tragen deinen Namen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gottes Antwort &#8211; Geheimnis der 70 Jahrwochen und Kommen des Messias<\/h4>\n\n\n\n<p>20 W\u00e4hrend ich so noch redete und betete und meine S\u00fcnde sowie die S\u00fcnde meines Volkes Israel bekannte und mein Flehen f\u00fcr den heiligen Berg meines Gottes vor den HERRN, meinen Gott, brachte,<br>21 w\u00e4hrend ich also noch mein Gebet verrichtete, kam der Mann Gabriel, den ich fr\u00fcher schon in dem ersten Gesicht gesehen hatte (8,15-18), eilends auf mich zu geflogen um die Zeit des Abendopfers.<br>22 Er wollte mir Aufkl\u00e4rung geben und redete mich mit den Worten an: \u00bbDaniel, schon jetzt bin ich hergekommen, um dir zum richtigen Verst\u00e4ndnis zu verhelfen.<br>23 Als du zu beten begannst, erging ein Gotteswort, und ich bin gekommen, um dir Auskunft zu geben; denn du bist ein besonders geliebter Mann. So achte nun auf das Wort, damit du die Offenbarung genau verstehst!<br>24 Siebzig Wochen sind \u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt bestimmt, um den Frevel zum Abschlu\u00df zu bringen und das Ma\u00df der S\u00fcnde voll zu machen, um die Verschuldung zu s\u00fchnen und ewige Gerechtigkeit herbeizuf\u00fchren und das Gesicht und den (Ausspruch des) Propheten zu best\u00e4tigen und ein Hochheiliges zu salben.<br>25 Wisse also und verstehe: Vom Ausgang des Wortes in betreff der Wiederherstellung und Neugr\u00fcndung Jerusalems bis zu einem Gesalbten, einem F\u00fcrsten, sind sieben Jahrwochen, und innerhalb von zweiundsechzig Jahrwochen wird es wiederhergestellt und neuerbaut sein mit Marktpl\u00e4tzen und Gr\u00e4ben, allerdings in drangsalsreichen Zeiten.<br>26 Und nach den zweiundsechzig Jahrwochen wird ein Gesalbter ums Leben gebracht werden ohne Richterspruch; und die Stadt samt dem Heiligtum wird das Kriegsvolk eines F\u00fcrsten zerst\u00f6ren, der heranzieht, dessen Ende aber durch eine Sturmflut eintritt; und bis zum Ende wird Krieg stattfinden, festbeschlossene Verw\u00fcstungen.<br>27 Und er wird einen festen Bund mit der Volksmenge eine Jahrwoche lang schlie\u00dfen und w\u00e4hrend der H\u00e4lfte der Jahrwoche Schlacht- und Speisopfer abschaffen; und an ihrer Stelle wird der Greuel der Verw\u00fcstung aufgestellt sein, und zwar so lange, bis die festbeschlossene Vernichtung sich \u00fcber die Verw\u00fcstung ergie\u00dft.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel trauert und fastet &#8211; und erh\u00e4lt himmlischen &#8222;Besuch&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<p>1 Im dritten Regierungsjahre des Perserk\u00f6nigs Cyrus wurde dem Daniel, der auch den Namen Beltsazar f\u00fchrte, ein Wort geoffenbart, und das Wort ist zuverl\u00e4ssig und (bezieht sich auf) gro\u00dfe Tr\u00fcbsal; er aber achtete genau auf die Offenbarung und gab auf das Gesicht acht.<br>2 In jener Zeit stellte ich, Daniel, drei volle Wochen hindurch Trauer an:<br>3 leckere Speisen geno\u00df ich nicht, und weder Fleisch noch Wein kam in meinen Mund; auch salbte ich mich nicht, bis drei volle Wochen vergangen waren.<br>4 Am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats nun befand ich mich am Ufer des gro\u00dfen Stromes, n\u00e4mlich des Hiddekel;<br>5 und als ich dort meine Augen aufschlug und Umschau hielt, sah ich da einen Mann stehen, der in Linnen gekleidet war und um die H\u00fcften einen G\u00fcrtel von feinem Uphasgold trug.<br>6 Sein Leib war wie Chrysolith, sein Gesicht leuchtete wie Blitzesschein und seine Augen wie Feuerflammen; seine Arme und Beine funkelten wie poliertes Erz; und wenn er redete, klang der Schall seiner Stimme wie das Tosen einer Volksmenge.<br>7 Ich, Daniel, war der einzige, der die Erscheinung sah, w\u00e4hrend die M\u00e4nner, die bei mir waren, die Erscheinung nicht sahen; doch befiel sie ein solcher Schrecken, da\u00df sie flohen, um sich zu verstecken.<br>8 So blieb ich denn allein zur\u00fcck und sah diese gewaltige Erscheinung; doch alle Kraft entschwand mir: mein Gesicht entf\u00e4rbte sich bis zur Unkenntlichkeit, und ich wurde v\u00f6llig kraftlos.<br>9 Als er dann laut zu reden begann und ich den Schall seiner Worte vernahm, sank ich ohnm\u00e4chtig auf mein Angesicht zur Erde nieder.<br>10 Da ber\u00fchrte mich pl\u00f6tzlich eine Hand und half mir, da\u00df ich mich zitternd auf meine Knie und H\u00e4nde erhob.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Trost und Ermutigung durch den Engel &#8211; Kampf der geistigen M\u00e4chte<\/h4>\n\n\n\n<p>11 Dann sagte er zu mir: \u00bbDaniel, du vielgeliebter Mann! Gib auf die Worte acht, die ich an dich richte, und bleibe aufrecht auf deinem Platze stehen; denn ich bin jetzt eben zu dir gesandt worden.\u00ab Als er so zu mir sprach, erhob ich mich zitternd.<br>12 Dann fuhr er fort: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, Daniel! Denn gleich am ersten Tage, als du deinen Sinn darauf richtetest, Belehrung zu erlangen und dich vor deinem Gott zu dem\u00fctigen, haben deine Worte Erh\u00f6rung gefunden. Ich hatte mich um deines Gebets willen aufgemacht, um zu kommen;<br>13 aber der Schutzengel des Perserreichs stellte sich mir einundzwanzig Tage lang entgegen, bis mir endlich Michael, einer der obersten Engelf\u00fcrsten, zu Hilfe kam, worauf ich ihn dort bei dem Schutzengel der Perserk\u00f6nige allein gelassen habe<br>14 und nun hergekommen bin, um dich wissen zu lassen, was deinem Volk am Ende der Tage widerfahren wird; denn das Gesicht bezieht sich wiederum auf (ferne) Tage.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daniel wird gest\u00e4rkt &#8211; Vorschau auf K\u00e4mpfe des Engels gegen die geistigen M\u00e4chte von Persien und Griechenland<\/h4>\n\n\n\n<p>15 W\u00e4hrend er nun in dieser Weise zu mir redete, schlug ich die Augen zu Boden nieder und war sprachlos;<br>16 doch siehe, da ber\u00fchrte der, welcher wie ein Mensch gestaltet war, meine Lippen, so da\u00df ich meinen Mund wieder \u00f6ffnen und reden konnte; und ich sagte zu dem, der vor mir stand: \u00bbMein Herr, bei dem, was ich zu sehen bekam, hat mich Todesangst befallen, so da\u00df ich keine Kraft mehr behielt.<br>17 Und wie k\u00f6nnte auch ein so geringer Knecht meines Herrn (wie ich) mit einem so hohen Herrn reden? Ja, auch jetzt noch ist keine Kraft in mir geblieben, und selbst der Atem ist mir ausgegangen!\u00ab<br>18 Da ber\u00fchrte der, welcher wie ein Mensch aussah, mich nochmals und verlieh mir neue Kraft<br>19 und sagte zu mir: \u00bbF\u00fcrchte dich nicht, vielgeliebter Mann! Friede sei mit dir! Sei stark, ja sei stark!\u00ab Als er so zu mir sprach, f\u00fchlte ich mich gest\u00e4rkt, so da\u00df ich sagte: \u00bbMein Herr m\u00f6ge nun reden, denn du hast mich gest\u00e4rkt.\u00ab<br>20 Da erwiderte er: \u00bbWei\u00dft du, warum ich zu dir gekommen bin? Allerdings mu\u00df ich sogleich wieder umkehren, um mit dem Schutzengel Persiens zu k\u00e4mpfen; und wenn ich mit ihm fertig bin, dann kommt sogleich der Schutzengel von Griechenland herbei,<br>21 und kein einziger steht mir im Kampfe gegen jene (beiden) mit Entschiedenheit zur Seite au\u00dfer eurem Schutzengel Michael. Doch ich will dir nun verk\u00fcnden, was im Buch der Wahrheit aufgezeichnet steht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Engel verk\u00fcndet Daniel k\u00fcnftige Ereignisse in der Geschichte<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Aber auch ich habe ihm im ersten Regierungsjahre des Meders Darius als Helfer und Besch\u00fctzer zur Seite gestanden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erw\u00e4hnung der Perserk\u00f6nige die auf Kyrus folgen sowie Alexanders des Gro\u00dfen und seine Nachfolger<\/h4>\n\n\n\n<p>2 \u00bbUnd nun will ich dir die Wahrheit verk\u00fcnden. Wisse wohl: es werden noch drei K\u00f6nige in Persien erstehen, und der vierte wird noch gr\u00f6\u00dferen Reichtum sammeln als alle anderen (vor ihm); und wenn er durch seinen Reichtum m\u00e4chtig geworden ist, wird er alles zum Kriege gegen das K\u00f6nigreich der Griechen aufbieten.<br>3 Da wird dann ein Heldenk\u00f6nig auftreten und \u00fcber ein gewaltiges Reich herrschen und alles ausf\u00fchren, was ihm beliebt.<br>4 Doch kaum ist er aufgetreten, so wird sein Reich zerbrechen und nach den vier Himmelsgegenden hin zerteilt werden, aber weder an seine Nachkommen gelangen noch bei der Macht verbleiben, mit der er geherrscht hat; vielmehr wird sein Reich zerschlagen werden und anderen zufallen mit Ausschlu\u00df von jenen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersicht \u00fcber die K\u00e4mpfe der \u00e4gyptischen und syrischen K\u00f6nige nach dem Tode Alexanders bis auf Antiochus Epiphanes<\/h4>\n\n\n\n<p>5 \u00bbHierauf wird der K\u00f6nig des S\u00fcdreichs erstarken, doch einer von seinen Feldherren wird ihn an Macht noch \u00fcbertreffen und die Herrschaft gewinnen: weithin wird sein Reich sich erstrecken.<br>6 Nach Verlauf von Jahren aber werden sie sich verb\u00fcnden; und die Tochter des K\u00f6nigs des S\u00fcdreichs wird zu dem K\u00f6nige des Nordreichs ziehen, um ein friedliches Verh\u00e4ltnis zu schaffen; doch dies Hilfsmittel wird sich nicht als wirksam erweisen, und seine Arme werden nicht standhalten, sondern sie wird preisgegeben werden mitsamt ihrem Gefolge und ihrem Kinde und dem, der sie sich seinerzeit als Gattin zugesellt hatte.<br>7 Doch einer von den Sch\u00f6\u00dflingen aus der gleichen Wurzel, der sie entstammte, wird an der Stelle jenes (als R\u00e4cher) erstehen und gegen die Heeresmacht zu Felde ziehen und in eine Festung des n\u00f6rdlichen K\u00f6nigs eindringen; er wird mit ihnen (nach Gutd\u00fcnken) verfahren und siegreich sein.<br>8 Auch ihre G\u00f6tter samt ihren Gu\u00dfbildern und ihren kostbaren Ger\u00e4ten von Silber und Gold wird er als Beute nach \u00c4gypten entf\u00fchren und sich dann jahrelang von dem K\u00f6nig des Nordreichs fernhalten;<br>9 dieser wird dann in das Reich des s\u00fcdlichen K\u00f6nigs eindringen, doch in sein Land zur\u00fcckkehren.<br>10 Nun aber wird sein Sohn sich (zum Kriege) r\u00fcsten und eine Menge gewaltiger Streitkr\u00e4fte zusammenbringen; er wird herankommen und (das Land) \u00fcberschwemmen und \u00fcberfluten und beim zweiten Zug im Kampf bis zu dessen Festung vordringen.<br>11 Da wird der K\u00f6nig des S\u00fcdreichs erbittert werden, wird ausziehen und mit ihm, dem K\u00f6nig des Nordreichs, k\u00e4mpfen; der wird zwar ein gro\u00dfes Heer aufstellen, aber dies Heer wird in die Gewalt jenes fallen<br>12 und trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe vernichtet werden. Dadurch wird sein Sinn stolz werden, und wenn er auch Zehntausende zu Boden streckt, wird er doch nicht die Oberhand behalten.<br>13 Der K\u00f6nig des Nordreichs wird n\u00e4mlich nochmals ein Heer aufstellen, gr\u00f6\u00dfer als das vorige, und nach Ablauf von Zeiten [von Jahren] mit starker und wohlger\u00fcsteter Heeresmacht aufs neue kommen.<br>14 Zu derselben Zeit werden viele gegen den K\u00f6nig des S\u00fcdreichs aufstehen; auch aus deinem Volk werden sich gewaltt\u00e4tige Leute erheben, um die Weissagung in Erf\u00fcllung gehen zu lassen, werden aber zu Fall kommen.<br>15 Dann wird der K\u00f6nig des Nordreichs heranziehen, wird einen Wall aufwerfen und eine starke Festung erobern; und die Streitkr\u00e4fte des S\u00fcdreichs werden nicht standhalten; sogar dessen auserlesene Mannschaft wird keine Kraft zum Widerstand haben,<br>16 sondern der, welcher gegen ihn herangezogen ist, wird nach seinem Gutd\u00fcnken schalten, ohne da\u00df jemand ihm zu widerstehen vermag; und er wird im Prachtlande festen Fu\u00df fassen, und Verw\u00fcstung wird von ihm ausgehen.<br>17 Dann wird er sein Augenmerk darauf richten, das ganze Reich jenes in seine Gewalt zu bringen, indem er einen Vertrag mit ihm schlie\u00dft und ihm eine junge Tochter zur Frau gibt, um (das Land) zugrunde zu richten; aber es wird nicht zustande kommen und [ihm] nicht gelingen.<br>18 Da wird er denn sein Augenmerk auf die K\u00fcstenl\u00e4nder richten und viele erobern; aber ein Heerf\u00fchrer wird seinem Hohnlachen ein Ende machen und sein H\u00f6hnen ihm \u00fcbel heimzahlen.<br>19 Hierauf wird er sein Augenmerk auf die Festungen seines Landes richten, dabei aber straucheln und zu Fall kommen und f\u00fcr immer verschwinden.<br>20 An seine Stelle wird dann ein anderer treten, der einen Gelderpresser durch das Prachtland seines Reiches ziehen l\u00e4\u00dft; doch schon nach einigen Tagen wird er unsch\u00e4dlich gemacht, und zwar weder durch Zorn noch durch Krieg.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Entweihung des Tempels durch Antiochus Epiphanes, den damaligen &#8222;K\u00f6nig des Nordens&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<p>21 \u00bbAn seiner Statt wird dann ein verworfener Mensch auftreten, dem die k\u00f6nigliche W\u00fcrde nicht zugedacht war; aber er wird unversehens kommen und sich der Herrschaft durch R\u00e4nke bem\u00e4chtigen.<br>22 Die heranflutenden Heere werden vor ihm weggeschwemmt werden, und zerschmettert wird sogar der Bundesf\u00fcrst;<br>23 denn sogleich nach seiner Befreundung mit ihm wird er Trug \u00fcben und heranziehen und trotz seiner geringen Streitkr\u00e4fte Macht gewinnen.<br>24 Unversehens wird er in die fettesten Gegenden einer Landschaft einfallen und Dinge ver\u00fcben, die weder seine V\u00e4ter noch die V\u00e4ter seiner V\u00e4ter ver\u00fcbt haben; Raub, Beute und G\u00fcter wird er verschwenderisch unter sie verteilen und gegen feste Pl\u00e4tze seine Anschl\u00e4ge richten, allerdings nur eine Zeitlang.<br>25 Hierauf wird er seine Macht und seinen Mut gegen den K\u00f6nig des S\u00fcdreichs aufbieten mit einem gro\u00dfen Heer; und der K\u00f6nig des S\u00fcdreichs wird mit gro\u00dfer und \u00fcberaus starker Heeresmacht in den Krieg ziehen, jedoch nicht standhalten; denn man wird Anschl\u00e4ge gegen ihn ersinnen,<br>26 und die eigenen Tischgenossen werden seinen Untergang herbeif\u00fchren: sein Heer wird weggeschwemmt, und viele Erschlagene werden fallen.<br>27 Die beiden K\u00f6nige aber werden im Herzen auf Arglist sinnen und an einem Tische (speisend oder: sitzend) sich gegenseitig bel\u00fcgen; doch wird es nicht gelingen, denn das Ende steht noch aus bis zu der (von Gott) bestimmten Zeit.<br>28 Darauf wird er mit gro\u00dfem Reichtum in sein Land zur\u00fcckkehren, sein Herz aber wird gegen den heiligen Bund gerichtet sein; er wird (den Plan) auch ausf\u00fchren und dann in sein Land zur\u00fcckkehren.<br>29 Zur bestimmten Zeit wird er dann wieder gegen das S\u00fcdreich ziehen, doch wird es dieses zweite Mal nicht so gehen wie zuerst;<br>30 denn Schiffe aus Kitthim werden sich ihm entgegenstellen, so da\u00df er den Mut verliert; da wird er umkehren und seinen Grimm an dem heiligen Bunde auslassen und nach der Heimkehr sein Augenmerk auf die richten, welche vom heiligen Bunde abfallen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verfolgung der Juden in Jerusalem<\/h4>\n\n\n\n<p>31 \u00bbDa werden dann Truppen von ihm (entsandt) dastehen und das Heiligtum, die Burg, entweihen; das t\u00e4gliche Opfer werden sie abschaffen und den Greuel der Verw\u00fcstung aufstellen.<br>32 Durch verf\u00fchrerische Worte wird er die, welche am Bunde freveln, zum Treubruch verleiten; aber das Volk derer, die ihren Gott kennen, wird fest bleiben und danach handeln.<br>33 Und die Verst\u00e4ndigen unter dem Volk werden gar viele zum Aufmerken bringen, aber durch Schwert und Feuer, durch Gef\u00e4ngnis und Auspl\u00fcnderung eine Zeitlang niedergehalten werden.<br>34 Bei diesem ihrem Unterliegen wird ihnen zwar eine kleine Hilfe zuteil werden, aber viele werden sich ihnen nur aus Heuchelei anschlie\u00dfen.<br>35 Auch von den Einsichtigen werden manche den Untergang finden, damit eine L\u00e4uterung, eine Sichtung und Reinigung bei ihnen bewirkt werde bis zur Endzeit; denn die (von Gott) bestimmte Zeit steht immer noch aus.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gewalttaten und Frevel durch einen K\u00f6nig der Endzeit<\/h4>\n\n\n\n<p>36 \u00bbDer K\u00f6nig wird alsdann nach seinem Gutd\u00fcnken handeln, sich \u00fcberheben und sich gegen jeden Gott gro\u00df d\u00fcnken; er wird auch gegen den Gott der G\u00f6tter unerh\u00f6rte Reden f\u00fchren und dabei Erfolg haben, bis das Ma\u00df des (g\u00f6ttlichen) Zornes voll ist; denn was beschlossen ist, kommt zur Ausf\u00fchrung.<br>37 Auch um die G\u00f6tter seiner V\u00e4ter wird er sich nicht k\u00fcmmern und weder dem Lieblingsgott der Frauen noch irgendeinem anderen Gott Beachtung schenken, sondern \u00fcber alle sich erheben.<br>38 An ihrer Stelle wird er den Gott der Burgen verehren, und einen Gott, den seine V\u00e4ter nicht gekannt haben, wird er mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kleinodien ehren.<br>39 In die festen Pl\u00e4tze wird er Kriegsvolk des fremden Gottes legen; wer diesen anerkennt, den wird er mit Ehren \u00fcberh\u00e4ufen und ihnen Gewalt \u00fcber viele verleihen und zur Belohnung Land unter sie verteilen.<br>40 In der Endzeit aber wird der K\u00f6nig des S\u00fcdreichs feindlich mit ihm zusammensto\u00dfen. Da wird dann der K\u00f6nig des Nordreichs mit Wagen und Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anst\u00fcrmen und in die L\u00e4nder (des S\u00fcdens) eindringen und sie \u00fcberschwemmen und \u00fcberfluten.<br>41 Dabei wird er auch in das Prachtland (V.16) einfallen, und Zehntausende werden ihren Untergang finden; folgende aber werden seiner Gewalt entgehen: Edom und Moab und der Hauptteil der Ammoniter.<br>42 Dann wird er seine Hand weiter nach L\u00e4ndern ausstrecken; auch das Land \u00c4gypten wird ihm nicht entgehen,<br>43 sondern er wird sich der Gold- und Silbersch\u00e4tze und \u00fcberhaupt aller Kostbarkeiten \u00c4gyptens bem\u00e4chtigen, und Libyer und \u00c4thiopier werden in seinem Gefolge sein.<br>44 Aber Ger\u00fcchte aus dem Osten und aus dem Norden werden ihn erschrecken, und in h\u00f6chster Wut wird er ausziehen, um viele zu vernichten und zu vertilgen.<br>45 Und er wird seine Palastgezelte zwischen dem gro\u00dfen Meere und dem Berge der heiligen Pracht aufschlagen; dann aber wird sein Ende ihn ereilen, ohne da\u00df jemand ihm zu Hilfe kommt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daniel Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die gro\u00dfe Drangsal in der Endzeit an deren Ende Israels Rettung steht<\/h3>\n\n\n\n<p>1 \u00bbZu jener Zeit n\u00e4mlich wird Michael auftreten, der gro\u00dfe Engelf\u00fcrst, der deine Volksgenossen besch\u00fctzt, und es wird eine Zeit der Bedr\u00e4ngnis eintreten, wie noch keine dagewesen ist, seitdem es V\u00f6lker gibt, bis zu jener Zeit; aber dein Volk wird in jener Zeit gerettet werden, n\u00e4mlich ein jeder, der sich im Buch (des Lebens) aufgezeichnet findet.<br>2 Und viele von denen, die im Staube der Erde schlafen, werden erwachen, die einen zu ewigem Leben, die anderen zu Schmach, zu ewigem Abscheu.<br>3 Die Verst\u00e4ndigen aber werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste, und die, welche viele zur Gerechtigkeit gef\u00fchrt haben, wie die Sterne in alle Ewigkeit.\u00ab<br>4 \u00bbDu aber, Daniel, halte das Gesagte unter Verschlu\u00df und versiegle das Buch bis zur Endzeit; viele werden es dann durchforschen, und so wird die Erkenntnis zunehmen.\u00ab<br>5 Als ich, Daniel, mich nun umschaute, sah ich zwei andere (Engel) dastehen, den einen auf diesem, den andern auf jenem Ufer des Stromes;<br>6 und der eine sagte zu dem in Linnen gekleideten Manne, der (jetzt) \u00fcber den Fluten des Stromes stand: \u00bbWie lange (wird es noch dauern, bis) das Ende dieser wunderbaren Dinge (eintritt)?\u00ab<br>7 Da h\u00f6rte ich den in Linnen gekleideten Mann, der \u00fcber den Fluten des Stromes stand; er erhob seine rechte und seine linke Hand zum Himmel und schwur bei dem ewig Lebenden: \u00bbNoch eine Zeit, (zwei) Zeiten und eine halbe Zeit; und sobald die Macht des Zerst\u00f6rers des heiligen Volkes ihr Ende erreicht hat, dann wird dies alles sich erf\u00fcllen!\u00ab<br>8 Ich h\u00f6rte dies wohl, verstand es aber nicht und fragte deshalb: \u00bbMein Herr, was wird der Ausgang von diesen dingen sein?\u00ab<br>9 Da antwortete er: \u00bbGehe, Daniel! Denn die Offenbarungen (V.4) sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Endzeit.<br>10 Viele werden ausgesondert, gereinigt und gel\u00e4utert werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; und kein Gottloser wird Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, w\u00e4hrend die Verst\u00e4ndigen es verstehen werden.<br>11 Und von der Zeit an, wo das t\u00e4gliche Opfer abgeschafft und der Greuel der Verw\u00fcstung aufgestellt wird, sind es 1290 Tage.<br>12 Wohl dem, der da ausharrt und 1335 Tage erreicht!<br>13 Du aber gehe hin, dem Ende entgegen! Du darfst nun ruhen und wirst zu deinem Lose aufstehen am Ende der Tage.\u00ab<\/p>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-761_f73d0a-bb .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-761_f73d0a-bb .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-761_f73d0a-bb\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><style>.wp-block-kadence-advancedbtn.kb-btns761_66d163-a9{gap:var(--global-kb-gap-xs, 0.5rem );justify-content:center;align-items:center;}.kt-btns761_66d163-a9 .kt-button{font-weight:normal;font-style:normal;}.kt-btns761_66d163-a9 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