Das Neue Testament – Gottes Bund mit der ganzen Menschheit

Auch unser „Neues Testament“, den Bund den Gott der ganzen Menschheit anbietet,´verdanken wir der Herkunft nach größtenteils unseren jüdischen Geschwistern.

Bis auf das Evangelium nach Lukas und die ebenfalls von ihm verfasste Apostelgeschichte wurden sämtliche Teile von messianischen Juden, also den ersten Christen die alle der Nation Israel entstammen, geschrieben.

Soweit uns bekannt ist wurden alle Bücher und Briefe in der griechischen Umgangssprache „Koine“ verfasst, das bedeutet „Allgemeiner Dialekt“.
Dieser hatte während der Zeit des Hellenismus langsam das Aramäische als Verkehrssprache im östlichen Teil des römischen Imperiums verdrängt.
Lediglich Matthäus soll, nach dem Hinweis eines uns nicht bekannten Gemeindeleiters, sein Evangelium ursprünglich in hebräisch geschrieben haben.

Über die Zeit der Entstehung gibt es bis heute eine wissenschaftliche Kontroverse, aber gute Gründe legen die Entstehung all dieser 27 Bücher in den Zeitraum zwischen den Jahren 40 und 98 nach Christus nahe.

Die Sammlung der christlichen Schriften war bereits um die Mitte des 2. Jahrhunderts beendet. Kurz nach diesem Zeitpunkt kam die Bezeichnung Altes-
und danach auch Neues Testament in Gebrauch, um eine Unterscheidung der älteren, jüdischen Bücher von den christlichen Schreiben vorzunehmen.

Die Entscheidung welche aus der Vielzahl frühchristlicher Schriften als kanonisch anzusehen sind, also als unmittelbar von Gott inspiriert und damit in das Neue Testament aufgenommen werden, wurde erst auf dem dritten Konzil von Karthago im Jahr 397 getroffen – und 419 vom Konzil in Hippo bestätigt.
Ein Teilnehmer des Konzils hatte gefordert dass nur solche, authentische Schriften in den christlichen Gemeinden verlesen werden sollten.

Als Maßstab für die Rechtmäßigkeit wurden auf dem Konzil vier Kriterien vorausgesetzt:

  • War der Schreiber selbst ein Jünger oder Apostel, oder hatte er zumindest einen engen und langjährigen Kontakt mir diesen wie Markus und Lukas?
  • Weist der Inhalt der Schrift wirklich einen hohen geistigen Gehalt und die Prägung durch den Heiligen Geist auf?
  • Beinhaltet das Buch allgemeine Anweisungen und Anliegen die für die gesamte christliche Gemeinde gültig sind?
  • Erkennt man an der Schrift eindeutig die Inspiration durch den Heiligen Geist und bezeugt dieser es den Christen auch?

Allerdings, viel wichtiger als Fragen nach den Zeiträumen und Verfassern, ist die Botschaft Gottes die uns hier begegnet!

Das ganze alte Testament ist, neben der Menschheitsgeschichte und im Besonderen der Geschichte des Volkes Israel, voll von Prophezeiungen über einen kommenden Messias, den Heiland und König der Welt.

Im neuen Testament lernen wir diesen Gesalbten, unseren Retter Jesus Christus kennen, erfahren wie wir in Gottes Heilsplan eintreten und zu Seinen Kindern werden können.


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