In der Bezeichnung „Katholische Briefe“, hat das „Katholisch“keine konfessionelle Bedeutung, das griechische Wort katholikós bedeutet allgemein, universal oder umfassend.
Diese Briefe werden als „katholische Briefe“ bezeichnet, weil hier in der Regel keine bestimmte Gemeinde oder einzelne Person als Empfänger angegeben wird, sondern die Botschaft in den katholischen Briefen, an die ganze Christenheit gerichtet sind.
Das erste Mal wurden sie von Eusebius von Cäsarea in seiner Kirchengeschichte um 300 n. Chr. als katholikós bezeichnet. Eusebius wollte damit ausdrücken, dass diese Briefe an die gesamte Christenheit adressiert sind.
Die Themen, welche in den „katholischen Briefen“ behandelt werden, umfassen die Probleme, denen die frühe christliche Kirche ausgesetzt war – und ebenso wir alle durch die Zeitalter und Generationen hindurch.
Der Schutz vor falschen Lehren, der wahre Glaubensinhalt aus den Evangelien und die angemessene Lebensführung der Nachfolger Christi in allen Bereichen ihres Lebens, wie in der Familie, im Beruf, der Umwelt und in der Gemeinde.
Die Gruppe besteht aus den 7 Briefen, die von den Aposteln Petrus und Johannes, sowie Jakobus und Judas, vermutlich den „Halb“-brüdern von Jesus von Nazareth, geschrieben wurden.
Diese waren Söhne seines Stiefvaters Josef, die dieser gemeinsam mit Maria, nach Jesu Geburt, mit weiteren Geschwistern gezeugt hatte.
Der Brief an die Hebräer wird von einigen als Achter, zu den Katholischen Briefen, dazugezählt, weil dessen Verfasser nicht gesichert ist, andere wiederum zählen den Hebräerbrief zu den Briefen von Paulus.
Von der Reihenfolge jedoch wurde der Hebräerbrief als Erster in die Reihe der katholischen Briefe eingeordnet. 🙂
