Einführung in den Propheten Jona


Das 32. Buch der Bibel mit 4 Kapiteln

Ein wirklich „seltsamer“ Prophet Gottes!


Der fünfte der „kleinen“Propheten, Jona – was „Taube“ bedeutet, lebte zur Zeit der Propheten Joel, der in Juda wirkte und dem Propheten Amos, der zwar auch in Juda lebte, dessen Botschaft aber vor allem Jonas Heimat, dem Nordreich Israels galt.
Es ist die Zeit um den Wechsel zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert vor dem Christus, Herrscher Israels war Jerobeam der II und in Juda regierten die Könige Amazja und nach ihm Ussija/Asarja.

Nun, der Prophet Jona stammte aus dem Norden, aus Gath-Hepher in Galliläa, einer Ortschaft die nur einen Spaziergang von einer Stunde nordöstlich von Nazareth wo Jesus aufgewachsen war, lag – aber um in Jonas Heimat Gottes Warnungen zu verkünden, war ein Prophet aus dem Süden bestimmt – und Jona wurde von Gott nach Ninive, der Hauptstadt der Assyer, der herrschenden Großmacht, fort geschickt 🙂

Also irgemdein „Prophet“ Jona, aus irgend einem kleinen Vasallenstaat, sollte im Namen irgend eines Gottes, der assyrischen Weltmacht die vollständige Vernichtung ihrer Hauptstadt – der größten Stadt der Welt jener Zeit und das innerhalb von nur 40 Tagen androhen – falls sie nicht Reue zeigen und umkehren!

Jetzt wird uns von Jona von keinem einzigen weiteren Prophetenwort, sondern nur von diesem einen und einzigen Auftrag von Gott berichtet – geh 1.000 Kilometer nach Osten und verkündige den Assyrern ihren Untergang wenn sie nicht „sofort“ Buße tun.

Was macht nun ein Prophet Gottes namens Jona? – Genau das Gegenteil!
Er versucht 4.000 Kilometer nach Westen, nach Tarsis im heutigen Spanien, ans Ende der damals bekannten Welt zu fliehen, nur um Gottes Anweisung nicht ausführen zu müssen.

Nun denkt man vielleicht, das ist doch völlig verständlich, rein menschlich gesehen würde der Auftrag vermutlich Jonas Todesurteil bedeuten.
Wenn er überhaupt jemals nach Ninive und dort auch noch vor die Herrschenden kommen sollte, was würden sie tun?
Lachen, sich alle köstlich amüsieren und dann Jona einen Kopf kürzer machen….

Aber dem gilt überhaupt nicht die Furcht von Jona – im Gegenteil – die Angst des Propheten Jona empfindet er nicht um sich selbst!
Jona’s Angst ist vielmehr, dass die Assyrer womöglich ja wirklich bereuen könnten, Buße tun – und der Allmächtige sie deshalb verschonen könnte!
Also das gönnt der Prophet ihnen dann doch nicht! – nachdem sie sein Land so unterdrückten …

Die folgende Geschichte, dass Jona von einem „Fisch“ verschluckt wird… hat wohl jeder von uns schon einmal gehört – lächerlich und völlig unglaubwürdig – oder?

In meiner Jugend hatte ich von zwei Ereignissen in unserem 20. Jahrhundert gehört, in denen ein Mann, einmal von einem Wal und das andere mal von einem Weißen Hai verschluckt wurde – und beide sollen es überlebt haben!
Der Mann, den sie im Ärmelkanal aus dem gefangenen Hai befreien konnten, soll schon leicht „anverdaut“ gewesen sein – nun wie gesagt, ich hatte davon erfahren, dabei war ich nicht…

Aber erst kürzlich – im Februar 2025 wurde vor Chile ein Kajakfahrer von einem Buckelwal verschluckt – und dann auch wieder ausgespuckt – von diesem Ereignis kann heute jeder im Internet lesen und auch die deutsche Tagesschau hatte berichtet.
Folglich ist es durchaus möglich dass ein Bartenwal, die keine „Fleischfresser“ sind sondern sich von Krill, kleinsten garnelenartigen Krebsen, die sie beim Schwimmen mit offenem Maul „einsaugen“ ernähren. Diese „Barten“ nach denen sie genannt werden dienen als Filter gegen größere Brocken.
Dabei gehört ein Buckelwal – der hier wohl versehentlich einen zu großen Happen erwischt hat – eher zu den „kleineren“ Gattung der Bartenwale, ein Blauwal erreicht etwa die doppelten Ausmaße.

Den Rest der kurzen Geschichte von Jona – einem verbitterten, bockigen und sturen Esel wie mir – den Gott dennoch zum Propheten berufen hat und den ER in seiner Liebe und Gnade zur Umkehr „zwingt“ aber dann auch bewahrt und rettet – müsst ihr schon selbst lesen.

Ein Gott, der Jona durch seinen göttlichen Auftrag, SEINE Botschaft an die Nationen, auch gleich über sich selbst, Jonas eigenes Wesen, belehrt, ihn zurechtrückt und ihm auch die Gnade der Buße schenkt.
Es sind viele „Lehren“ die wir aus dem Buch des Propheten für uns selbst lernen können!

Gottes Liebe und das Angebot seiner Gnade gilt allen Menschen – auch denen die heute noch seine „Feinde“ sind – ER ruft ALLE zur Umkehr auf, ER ist geduldig aber auch gerecht, irgendwann muss ER Sünde strafen – aber ER warnt und versucht aus Liebe zu uns ein Gericht zu vermeiden.
Wie steht es um unsere Liebe zu unseren Mitmenschen???

Für Gott gibt es keine hoffnungslose Situation aus der ER uns nicht wieder herausführen könnte – für den Schöpfer des Universums gibt es kein Unmöglich!
Auch nicht wenn wir uns im Bauch eines Wals mitten im Ozean befinden, ER kann uns durch viel oder durch wenig helfen – und jetzt das große ABER:
Es liegt an uns SEINEN Weg einzuschlagen, SEINE Arme sind immer offen für uns – Hallelujah!

Das Buch des Propheten Jona ist in sich selbst eine „Prophezeiung“ auf Jesus Christus und gleichzeitig ein Spiegel für die religiöse „Selbst- oder Eigensucht“ als Gottes „auserwähltes“ Volk, den ein Teil Israels oder der Juden bis heute gegenüber den „Heidenvölkern“ hat.
Erst in der „allerletzten“ Zeit, wenn sie den Messias anerkennen- den Christus, der für alle Menschen aus allen Nationen als Opferlamm gekommen ist – wenn sie diese „Erwählung“ auch Menschen aus allen anderen Völkern „gönnen“ – werden sie Gottes Rettung, SEINE Herrlichkeit und SEINE Gegenwart in Israel erleben!

Das „Verschlucken“ Jonas ist auch eine Vorschau auf das Sterben von Jesus.
Die drei Tage und Nächte im Bauch des Fisches auf die Zeit die Jesus im Totenreich wirkte.
Das „Ausspucken“ auf die Auferstehung Jesu aus den Toten – der Tod hat seine Macht verloren!

Das Buch dieses seltsamen Propheten bedarf also gar keiner weiteren mündlichen prophetischen Ankündigung für das Kommen unseres HERRN Jesus mehr 🙂
Und schon im alten Bund, den Gott nur mit dem Volk Israel geschlossen hatte, galt wie heute:
Gottes Liebe und Ruf zur Umkehr gilt nicht nur für Israel – Gott ruft in die ganze Menschheit!


Gliederung des Propheten Jona:



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