Einführung zu den 12 geschichtlichen Büchern der Bibel


Als „Geschichtsbuch“ zählen in der Bibel:


  • Das Buch Josua
  • Das Buch der Richter
  • Das Buch Rut
  • Das 1. und 2. Buch Samuel
  • Das 1. und 2. Buch der Könige
  • Das 1. und 2. Buch der Chronik
  • Das Buch Esra
  • Das Buch Nehemia
  • Das Buch Ester

Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier die Geschichte des Volkes Israel weitererzählt.

Es beginnt in dem Buch Josua mit dem Einzug der 12 Stämme aus der 40-jährigen Wüstenwanderung in das Land, das Gott den Patriarchen, den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob oder Israel, als Besitz für ihre Nachkommen verheißen hatte.

Darauf folgt die Zeit der Richter, in der das Volk noch aus einem losen Verband der 12 Stämme Israels bestand. Diese lebten jeweils in ihren eigenen Regionen des Landes und waren lediglich durch den Glauben an einen einzigen Gott geeint.
Während dieses Zeitraums von 400 Jahren, welche das Buch der Richter abdeckt, wurden die Israeliten immer wieder wegen ihres Abfalls vom Gott ihrer Väter, von den Nachbarvölkern überfallen, beraubt und unterdrückt.
Auch das auf die Richter folgende Buch, Rut handelt in dieser Zeit.

Danach kommt die Zeit der Könige, in der die Nation zunächst zu einem geeinten Großreich aufsteigt, dann aber durch falsche Ratgeber und Gottlosigkeit in zwei, voneinander getrennte, Königreiche gespalten wird.
Das Südreich Juda mit den Stämmen Simeon, Juda und Teilen von Benjamin, sowie das Nordreich Israel, welches aus den verbleibenden 10 oder neuneinhalb Stämmen gebildet wurde.

Das Nordreich Israel wurde im Jahr 722 vor Christus von den Assyrern zerstört, ein Großteil der Bevölkerung weggeführt und in andere Länder umgesiedelt. Die Assyrer siedelten andere Völker, deren Gebiete sie erobert hatten, in diesem Landstrich an. Aus diesem ethnischen Gemisch entstanden die Samaritaner (nach der ehemaligen Hauptstadt des Königreiches, Samaria), welche im Neuen Testament häufig erwähnt werden, weil sie zwischen den in Galiläa (im Norden) und Judäa (im Süden) lebenden Juden wohnten.

Das Südreich Juda bestand bis zur zweiten Eroberung Jerusalems durch die Babylonier im Jahr 587 v. Chr., auch hierauf wurde ein Teil des Volkes und die meisten Personen der überlebenden Oberschicht in die Gefangenschaft geführt.

Über die etwa 500 Jahre der Königszeit berichten die beiden Bücher Samuels (welcher als letzter der Richter Israels gilt), die zwei Königsbücher und die zwei Chroniken.

Die Bücher Esra und Nehemia erzählen die Geschichte von der Rückkehr aus der Verbannung ins babylonische Reich durch die Großmut des persischen Herrschers Kyros, dem Wiederaufbau des Tempels und der Stadtmauer von Jerusalem.

Die Geschichtsbücher enden mit der Jüdin Esther, die zur persischen Königin aufstieg und ihre Stellung nutzen konnte, um die im Exil verbliebene jüdische Bevölkerung vor der Ausrottung zu bewahren.


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