Einführung in den Propheten Maleachi
Das 39. Buch der Bibel mit 3 Kapiteln, der Abschluss des Alten Testaments
Gottes letzter Prophet im Alten Testament – ein letzter Rufer vor der langen Stille
Der Name Maleachi bedeutet „Mein Bote“ oder „Bote des HERRN“.
Es waren bereits 100 Jahre vergangen, seitdem die ersten Israeliten aus dem babylonischen Exil heimgekehrt waren, als Maleachis Berufung im letzten Drittel des 4. vorchristlichen Jahrhunderts zum Propheten erfolgte.
Auch der zweite Tempel war schon länger fertiggestellt und die letzte Hinwendung des Volkes zu Gott, die noch herrschte, nachdem Esra und dann Nehemia die Missstände beseitigt hatten, war verflogen.
Dennoch beginnt der Tadel des Propheten mit einer Liebeserklärung an sein Volk, das IHM aber keine Dankbarkeit zeigt.
Darauf folgen Gottes Tadel und Anklagen gegenüber den religiösen Juden und besonders den Priestern.
Den Scheinheiligen, die IHN den Allmächtigen, durch ihr Handeln geringschätzen.
Nach außen wahrt alles den Schein der Ordnung, die religiösen Feste können ausgeführt, der Priesterdienst und die Opferzeremonien regelmäßig vollzogen werden.
Aber im Inneren des Volkes Israel breiten sich soziale und religiöse Missstände immer mehr aus und das Gesetz Gottes wird schamlos missachtet.
Darauf folgen prophetische Visionen der Zukunft, Maleachi berichtet von Ereignissen aus dem Neuen Testament bis hin zum kommenden Tag des Gerichts – dem „Tag“ des Herrn.
Maleachi ruft das Volk Israel ein letztes Mal zur Umkehr auf: „Gottesfurcht“ – das heißt Respekt und Gehorsam gegenüber IHM und seinem Wort – folgt immer Segen, aber auf Ungehorsamkeit und Selbstsucht muss Gericht folgen!
Für das Volk Israel folgt nun die lange Stille – völliges Schweigen von Gott – zu diesem Bund auf Grundlage der Gebote Mose ist alles gesagt.
Bis fast ein halbes Jahrtausend später Johannes der Täufer und Jesus, der Christus selbst, auftritt!
Alle Prophezeiungen Maleachis, die das erste Kommen Jesu betrafen, sind schon längst eingetroffen – und haben unseren Glauben erst begründet!
Lediglich die Juden, die IHN als Messias ablehnen, beten und warten bis heute auf darauf – oder doch zumindest auf einen weiteren Propheten, einen Rufer Gottes.
Ich denke, uns sollte jedoch dieser letzte der „kleinen Propheten“ aus dem Bund, den Gott mit dem Volk Israel geschlossen hat – zumindest jeden, der sich selbst einen Christen nennt – vor allem an das zweite Kommen des Christus – und an dessen Bedeutung – erinnern.
Und daran, dass alle Frömmigkeit, alle Opfer, alles Tun, das nicht aus einem freudigen, ehrlichen und dankbaren Herzen kommt – vor Gott nichts wert ist.
Aber auch, dass eine Rückkehr zu Gott und SEINEM Wort, für jeden Menschen, solange er lebt, möglich ist –
und unser liebender Schöpfer nur auf unsere Umkehr zu IHM wartet!
Inhalt des Propheten Maleachi:
- Der Prophet Maleachi
- Maleachi Kapitel 1
- Maleachi Kapitel 2
- Maleachi Kapitel 3
- Der Gesandte und Wegbereiter des Messias – kommendes Gericht
- Untreue, Ungehorsam, Raub an dem was Gott zusteht – Segen für Gehorsam!
- Gott ist geduldig, gerecht und treu – ER wird Gottlosigkeit strafen aber die Gerechten bewahren
- Der kommende Gerichtstag – der „Tag des HERRN“
- Israel wird durch den Propheten Elia auf diesen „Tag des Herrn“ vorbereitet